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13.09.2026 , 15:04 Uhr
"...und natürlich die Migrationspolitik: das ‚Stadtbild‘, die ‚kleinen Paschas‘. Davon muss man weg." Ist das so? Gibt ja verschiedene Theorien dazu. Sollte man vielleicht einfach testen: Bis zur nächsten Bundestagswahl alle Grenzen bedingungslos öffnen. Und dann schauen, ob in zwei Jahren die Kanzlerin Heidi oder Alice heißt.
zum Beitrag13.09.2026 , 14:52 Uhr
Man kann es glauben, oder als Ausrede bewerten. Dennoch sollte der Vollständigkeit halber darauf hingewiesen werden, dass Siegmund danach sagte, er verstehe unter Rüstungsgütern in diesem Kontext nicht zwingend Waffen, sondern allgemein Ausrüstung, Fahrzeuge und Schutztechnik, auf die Sicherheitsbehörden und die Polizei angewiesen seien.
zum Beitrag13.09.2026 , 12:13 Uhr
"...und würde automatisch überproportional vom Wirtschaftwachstum profitieren..." Das sagt niemand, im Gegenteil: Es geht gerade darum, zumindest proportional vom Wirtschaftwachstum zu profitieren. Und ja, das ist bereits mit wenigen Fonds bzw. ETFs möglich.
zum Beitrag13.09.2026 , 12:10 Uhr
Weder ist es die alleinige Ursache, noch ist es ein "Klischee" oder "Nonsens". Die Rentenkassen haben eine Nachhaltigkeitsrücklage, diese wurde für die Wiedervereinigung verfrühstückt. Danach war Ebbe, die Beitragssätze gingen steil nach oben. Dennoch wuchs die Rücklage in den Boomjahren (2010 - 2020) wieder massiv auf über 40 Mrd. Euro. Und jetzt halt das Ausscheiden der "Babyboomer". Die Frage ist halt: In wie weit hätte uns die damalige Rücklage heute geholfen? Wir werden es nie erfahren... Gedankenspiel: Hätte man die Rücklagen damals in einen Staatsfonds (aktienbasiert, vgl. Norwegen) investiert, hätte man heute zwischen 150 und 200 Milliarden Euro Vermögen.
zum Beitrag13.09.2026 , 11:36 Uhr
Nur ist die Enron-Pleite das genaue Gegenteil von dem, was geplant ist: Die Geschädigten, die ihre Altersvorsorge verloren haben, hatten nahezu alles in Enron investiert. Klassisches Klumpenrisiko. Das genaue Gegenteil einer Diversifikation über z. B. Fonds oder ETFs. Und auch bei den Versorgungswerken wurde genau das Gegenteil von dem gemacht, was geplant ist: Es wurde in Hochrisikoanlagen investiert. Dennoch ist die umlagebasierte Rentenversicherung nicht schlecht. Wenn man sich ausschließlich dafür entscheidet ist das ja ok. Was nicht ok ist: Bei Renteneintritt dann ein Neidgejammer anstimmen, weil "die anderen" ja viel mehr haben.
zum Beitrag13.09.2026 , 11:19 Uhr
Das klassische Vorurteil. Trifft allerdings nur auf sog. "Nullsummenspiele" zu. Und hier handelt es sich um ein "Plussummenspiel". Man schaue sich den Kuchen (die Wirtschaftkraft unseres Landes) von vor 50 Jahren an. Und dann der Kuchen heute. Jede/r, der damals ein Stück erworben hat, hat auch heute nur ein Stück. Allerdings ist dieses deutlich mehr wert. Und: Im Gegensatz zu Kuchenstücken profitiert man bei Anteilen an Unternehmen laufend von deren Erträgen (z. B. über Dividenden).
zum Beitrag13.09.2026 , 11:11 Uhr
Fällt Ihnen neben WWII denn in den letzten 100 Jahren ein extremerer Schock auf die Wirtschaft des Landes ein? Ist auch keine Benchmark, sondern ein Blick auf "Was passiert im Worst Case-Szenario?". Und dann erkennt man, wie unlauter es ist, den Menschen mit einem möglichen "Totalverlust" Angst zu machen.
zum Beitrag12.09.2026 , 21:47 Uhr
"andere Staaten (auch uns) zu erpressen" Wie denn? Wir benötigen keine Brennstäbe mehr. Allerdings natürlich die Länder, von denen wir unseren Strom importieren. "die unabhängig machen und extrem billig sind" Bisher (seit 2000) hat uns die Energiewende je nach Quelle knapp 1.000 Milliarden Euro gekostet, dennoch haben wir fast die höchsten Strompreise, in Europa mit den dreckigsten Strom und sind weiterhin abhängig von Energie aus dem Ausland (ja, auch Strom). Kosten für PV-Module oder Windräder sind eben nicht gelich Systemkosten. Praxischeck zum mitmachen: Einfach mal durchrechnen was es kosten würde, das eigene Heim energieautark zu bekommen (Strom, Heizung, Auto). Und nein, nicht nur im Sommer, sondern das ganze Jahr über durchgehend.
zum Beitrag12.09.2026 , 21:20 Uhr
"Viele Arbeitnehmende sind bereit, viel zu leisten, sofern sie selbst von ihrer Mehrarbeit auch profitieren können" Das ist jetzt aber keine sehr sozialistische Einstellung, vom Fachkräftemangel zu profitieren und Übergewinne zu erwirtschaften. Einfach mal von früher lernen: Statt Überstundenbezahlung mal wieder Anerkennung, also kleines Abzeichen an die Brust heften ("Held der Arbeit"), eine bessere Wohnung (Enteignungen machen es möglich) und noch einen Platz für die ganze Familie im FDGB-Ferienheim. Und zack würden alle Sonderschichten schieben, um das Plansoll zu erfüllen. Oder so ähnlich.
zum Beitrag12.09.2026 , 21:13 Uhr
Ein Anfang könnte sein, die AfD-Wählenden ernst zu nehmen. Immer wieder wird festgestellt, dass das Thema Migration wahlentscheidend ist. Und immer wieder sagt man diesen Menschen "Nein, eigentlich habt ihr keine Sorgen wegen der Migration. Es ist nur eure "enorme soziale Wut", die Ihr falsch kanalisiert, Ihr Dummerchen. Und weil Ihr dumm seid, wählt Ihr eine Partei, die "kein Verstehen der komplexen Weltlage, kein Mitmachen" erfordert".
zum Beitrag12.09.2026 , 21:03 Uhr
Könnte aber auch ganz anders kommen, und was dann? Vor Meloni hat man auch gewarnt, eine faschistische Diktatur mit Fackelumzügen und eine kollabierende Wirtschaft vorhergesagt. Funfact: Die Zahl der beschäftigten Ausländer ist in den Meloni-Jahren sogar angestiegen.
zum Beitrag11.09.2026 , 21:57 Uhr
"Das Risiko des Totalausfalls droht auch bei aktienbasierten Renten" Das ist korrekt. Dennoch völlig egal. Wenn man weiß, dass nicht mal der 2. Weltkrieg ein solches Szenario bei Aktien verursachen konnte, dann kann man sich vorstellen, was passieren müsste, damit das eintritt. Und dann weiß man auch, dass in einem solche Falle die Überlebenden andere Sorgen als ein Rentensystem hätten. Anderen Anlageformen ging es nach WWII übrigens teilweise deutlich schlechter. Warum? Weil Aktien einen Anteil am realen Produktivvermögen darstellen. Ausserdem habe ich schon häufiger gelesen, dass die Gewinne der "Börsenzocker" angeblich doch leistungslos und risikofrei wären. Sollte das etwa nur stimmen, wenn es zur eigenen Agenda passt? Meine Vermutung: Werden aus Angestellten auch AktionärInnen, ändert sich nicht nur der Kontostand, sondern auch die Sicht auf das Unternehmen. Unternehmensinteressen werden plötzlich zu "ArbeiterInnen-Interessen". Streiks, Gewinnabschöpfungen etc. hätten plötzlich finanzielle Auswirkungen auf die "VolksaktionärInnen". Das wäre ein massiver Einflussverlust linker Parteien und Gewerkschaften. Nur Arme lassen sich gegen Reiche in Stellung bringen.
zum Beitrag10.09.2026 , 22:54 Uhr
Ich würde es andersrum formulieren: Menschenrechte solange sie nicht zu hinderlich sind. Und das gilt nicht nur für die Politik, auch für den "normalen" Menschen: Klar haben alle über Habeck gespottet, nachdem er für Energielieferungen den Bückling in Katar gemacht hat. Aber spätestens, wenn die Tankstellen keinen Sprit mehr gehabt hätten und die Wohnungen kalt gewesen wären, dann wären den meisten Menschen die Menschenrechte in fernen Ländern aber sowas von egal gewesen.
zum Beitrag10.09.2026 , 17:25 Uhr
Kann es auch nicht geben, das ist im System so angelegt: Wenn alles "dem Volk" gehört, dann gehört es quasi niemandem. Und wenn etwas niemandem gehört, dann fühlt sich auch niemand dafür verantwortlich. Schlitzt jemand zu Hause sein Sofa auf? Aber in der Bahn. Zertrümmert jemand sein eigenes Fenster? Aber die an der Bushaltestelle. Etc. Ähnlich mit Produktionsmitteln. Und der Motivation: Wenn sich jemand richtig reinhängt, damit der Auftrag noch fristgerecht fertig wird, und als Gegenleistung nur einen Orden bekommt ("Held der Arbeit"), weil leistungsabhängige Entlohnung ja kapitalistisch wäre, dann macht er das das nächste Mal halt nicht. Der Auftrag geht den Bach runter. Was allerdings egal ist, sind ja sowieso alles volkseigene Betriebe. Leistungsvermögen, Güterangeobt und Lebensqualität sinken. In nicht-sozialistischen Ländern sieht es anders aus, das sieht die Bevölkerung und begehrt auf. An diesem Punkt wird die angeblich überlegene Ideologie bedroht und muss autoritär werden, um zu überleben. Demokratie vorbei, das Volk würde das System ja abwählen. Und wenn man keine Insel ist (Kuba), dann braucht man eine Mauer. Sonst stimmen die Menschen mit den Füßen ab (Venezuela).
zum Beitrag08.09.2026 , 22:11 Uhr
"Wir haben im denkbar größten Stil gemordet. Es ist unmöglich, uns zu vergeben" Wer ist "wir" und "uns", über achtzig Jahre nach Kriegsende? Warum glaubt man, dass man nur ein echter AntifaschistIn sein kann und nur dann "Nie wieder" hochhalten kann, wenn man sich für Taten anderer Generationen persönlich verantwortlich und schuldig fühlt? Wer es ablehnt, sich diese Schuld selbst zuzuschreiben kann noch so engagiert gegen rechts aktiv sein, er wird dennoch als Nazi gelten. Damit gibt es nur zwei Möglichkeiten: Sich die Schuld aufzuladen, oder der Nazi zu werden, für den man gehalten wird. Die AfD zeigt offen, was sie von der aktuellen Erinnerungskultur hält und trifft damit einen Nerv bei Menschen, die nicht mehr bereit sind, für die Taten von Menschen, die sie oft nicht mal mehr kennen, mit gesenktem Blick in Sack und Asche zu gehen. Dass nur die AfD diese Menschen mit offenen Armen empfängt, ist fatal.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:48 Uhr
Nachdem die FDP weg war hatte die Regierung unter Olaf Scholz Monate Zeit, dieses Verfahren zu starten. Haben sie nicht. Das wird Gründe gehabt haben, die man ernst nehmen sollte. Wenn die eine Erfolgsaussicht gesehen hätten, hätten die es gemacht. Wer denn sonst?
zum Beitrag08.09.2026 , 21:34 Uhr
Ich möchte mal Eindrücke einer Bekannten aus dem Bildungsbereich wiedergeben, auch wenn das in unserer Bubble eigentlich nicht gesagt werden darf: Ein häufiger Grund ist der Mindestlohn: 2.224 Euro brutto im Monat (40 Std./Wo.) ist für viele Schülerinnen und Schüler sehr viel Geld und reicht locker für ein schönes Leben (oder zumindest für das, was man sich in dem Alter als schönes Leben so vorstellt). Und das geht auch ohne Schulabschluss und Ausbildung. Bei einem großen Discounter steigt man ungelernt mit 15 Euro/Std. ein und mit etwas Erfahrung bis fast 19 Euro/Std.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:23 Uhr
Das sind die Artikel, aus denen der Aufstieg der AfD gespeist wird: Schön aufzählen, warum alles nicht geht. Genau das wollen viele Menschen nicht mehr hören. Insbesondere, wenn eine andere Partei es dann plötzlich doch hinbekommt. Und diese Gefahr ist real: Abschiebung unmöglich, weil man keine Papiere auftreiben kann? Oder will man nur einfach nicht? Genau diese Frage wird nach der Coesfelder-Liste häufiger auftauchen. "Diese Duldungssituationen ergeben sich aus Bundesrecht." Das ist so schlicht falsch. Innerhalb der Bundesvorgaben bestehen erhebliche Ermessensspielräume, die die Ausländerbehörden vor Ort und auch das Innenministerium in Magdeburg nutzen können. Das wird die AfD nutzen und alleine das wird ausreichen, um Abschiebesteigerungsraten präsentieren zu können, die die Anhängenden als Erfolg sehen werden. Und nicht nur als Erfolg bei den Abschiebungen, sondern auch als Erfolg gegenüber denen, die immer gesagt haben, das würde alles aus vielen Gründen doch gar nicht gehen.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:12 Uhr
Ja, hat mich auch ratlos zurückgelassen. Wählende, die dem Klimawandel skeptisch gegenüber stehen haben nun plötzlich Angst vor dem brennenden Planeten. Es ist ein so durchsichtiger Versuch, die eigene Agenda als "hilft gegen AfD" zu verkaufen. Gerne weise ich wieder auf die aktuelle Studie der Uni des Saarlandes hin: Zu knapp 90% relevant bei den AfD-Wahlentscheidungen ist das Thema Migration. Jede Veranstaltung oder Strategiesitzung gegen die AfD, die dieses Thema ausspart, kann es auch gleich ganz sein lassen. Außer es geht natürlich im Kern um "Feelgood in the Bubble".
zum Beitrag08.09.2026 , 21:07 Uhr
Es ist ein Trend, dass jedes ideologische Thema plötzlich auch gegen rechts helfen soll. Und jetzt "tax the rich" mal nicht für Aufrüstung, Schulen, Bäume, Wohnraum, Krankenhäuser, mehr Feiertage, Freibier oder sonstiges, jetzt auch als "Sonderabgabe für Überreiche (ab 50.000 Euro Jahreseinkommen) für linke Propaganda".
zum Beitrag08.09.2026 , 20:58 Uhr
"dass man für die 100 Millionen ... Wohnungen baut" Und damit die Wohnungskrise entschärft und ein linkes Kernthema abräumt? Wird nicht passieren. Eher werden dafür Wohnungen von "bösen Konzernen" gekauft aka "enteignet". "Wir brauchen Zuwanderung, damit unser System weiterhin funktioniert" Kann man noch so oft wiederholen: Es stimmt so trotzdem nicht. Abgesehen davon, dass es eine bestimmte Zuwanderung braucht, ist es nur eine Option. Japan z. B. bereitet sein System darauf vor, auch mit deutlich weniger Menschen zu funktionieren. Klar kann Zuwanderung helfen, aber dann muss die Wertschöpfung insgesamt positiv sein. Das trifft auf die "durchschnittlichen" Flüchtlinge nicht zu. Und muss es auch nicht: Die sind auch Fluchtgründen hier, nicht um unser System zu retten. Sowas zu unterstellen / zu fordern erzeugt nur wieder enttäuschte Erwartungen. Und die sind das Futter für die AfD.
zum Beitrag07.09.2026 , 17:26 Uhr
"gemeinsame Erfahrungsräume" Wird schwierig, wenn Kirchen, Vereine, Gasthäuser etc. AfDler rauswerfen. "Denkbar für mich wäre nur das Thema Energieversorgung/ Klima" Eher weniger. Wir haben mit absurd hohen Summen die Energiewende gepusht, kaufen dennoch Atomstrom aus dem Ausland und haben fast den schmutzigsten Strommix in Europa, dafür aber schön teuer. Ist schon mal ungünstig für "positive Zukunft", insbesondere weil der Osten davon besonders stark betroffen ist (Abwanderung der Industrie durch hohe Energiepreise, Kohlebergbau etc.).
zum Beitrag07.09.2026 , 16:37 Uhr
"die hohen Dividenden zu zahlen" Die werden aus dem Gewinn ausgeschüttet, sind da also schon enthalten. Ca. 647 Mio Dividende bei ca. 600.000 eigenen/verwalteten Wohnungen sind ca. 90 Euro pro Wohnung pro Monat. Und die Erträge kommen auch noch aus anderen Sparten, die 90 Euro sind also schon übertrieben hoch. "ein Mietpreis von Euro 5,50/m2 vollkommen ausreichend ist" Das klingt gut. Ich wäre bereit, Ihnen sogar 6 Euro pro qm zu zahlen, ein wenig Gewinn sollen Sie ja auch noch machen. Bitte teilen Sie mir mit, wo Ihr Projekt realisiert wird. "Aber ich will doch nur anderen erzählen, wie es richtig geht. Und jetzt soll ich plötzlich selbst handeln statt nur schlau zu reden? What?" Die Antwort lautet: "Yes, Sir." Aber keine Angst, Sie gehen keinerlei Risiko ein, denn das mit den 5,50 Euro "ist erwiesenermaßen so".
zum Beitrag07.09.2026 , 16:21 Uhr
"bei der Pension wird deren Lachen leise" Ist das so? Ich kenne in meinem Umfeld nicht eine Person mit akademischem Abschluss, die nicht parallel zur gesetzlichen Rente auch noch eine Betriebsrente erwarten darf bzw. bereits bekommt.
zum Beitrag07.09.2026 , 16:00 Uhr
"Als die Militärdiktatur 1982 vor dem Aus stand..." So weit muss man gar nicht zurückgehen. Auch Cristina Fernández de Kirchner hat dieses Thema intensiv bespielt, den 30. Jahrestag des Krieges populistisch genutzt und regelmäßig vor der UNO gegen die Briten gewettert.
zum Beitrag07.09.2026 , 14:25 Uhr
Wie heißt es: "Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Absichten"
zum Beitrag07.09.2026 , 12:14 Uhr
"hat die AfD großspurig angekündigt, 150 bis 200 Posten neu zu besetzen" Und Posten sind nicht gleich Beamtenstellen, da greift der Artikel zu kurz. Herr Siegmund sprach neben der Landesverwaltung auch von landeseigenen Gesellschaften. Da wäre einiges möglich. "Denn laut Grundgesetz ist eine flächendeckende Versorgung mit öffentlichen-rechtlichem Rundfunk vorgeschrieben" Die AfD redet auch nicht von Abschaffung, sondern von Umgestaltung. Dürfte schwierig werden, dagegen juristisch vorzugehen. „Wir wollen das Gesetz nicht brechen. Aber so streng auslegen, wie es nur irgendwie geht.“ beim Thema Migration Gerade nach der "Coesfelder Liste“ dürfte diese Einstellung für viele Stimmen gesorgt haben.
zum Beitrag06.09.2026 , 23:02 Uhr
"If you pay peanuts, you get monkeys" Ist doch gerade in Berlin zu sehen: Haarsträubende Zustände bei der Datensicherheit, Verantwortlichkeiten verteilt auf diverse externe Dienstleister. Internes Know How? Habe letztens eine Stellenanzeige gesehen (allerdings nicht aus Berlin), da wurden Spezialisten für IT-Security mit FH-Abschluss gesucht. Besoldung A9. In Berlin startet man dann mit ca. 3.200 Euro brutto. Es ist einfach unrealistisch, mit solchen Konditionen in einer Behörde fachliche Expertise aufbauen zu können. Man kann ja mal schauen, wie es z. B. gerade beim BSI so aussieht. Externe Dienstleister rufen übrigens auch solche Beträge auf. Allerdings gerne mal als Tagessatz. Und dafür ist dann plötzlich Geld da.
zum Beitrag06.09.2026 , 22:35 Uhr
"Mehr Wohlstand, mehr Sicherheit, bessere Bildung" Fehlt da nicht noch ein Punkt? Aber der wird gerne "vergessen". Wie steht da im Artikel: "Wir wissen offenkundig nicht, was gegen die AfD hilft." Doch, wissen wir. Lt. Uni des Saarlandes sind ca. 90% der AfD-Wahlentscheidungen alleine auf das Thema Migration zurrückzuführen. Und der "Praxisversuch" in Dänemark war ja auch ganz aufschlussreich. Ob man das als Partei bei dem Thema in diese Richtung möchte ist ein ganz anderes Thema. Aber ahnungslos zu tun hilft nicht weiter, denn die Migrationspolitik wird sich massiv ändern. Die Frage ist, ob das durch die Parteien links der AfD passiert, oder dann letztlich die AfD das ein paar Jahre später alleine nach ihren Regeln macht. Jede/r, der das Thema nicht anfassen mag, entscheidet sich für die AfD-Variante.
zum Beitrag06.09.2026 , 14:16 Uhr
"Aber die Bevölkerung wollte am Ende doch lieber die D-Mark" Das war ein Faktor von vielen, und hierbei war nicht wichtig, was auf dem Geldschein draufstand, sondern was man dafür kaufen konnte. Am Geld gemessen ging es fast allen in der DDR ganz gut, nur: Kaufen konnte man sich von den Papierscheinchen nur wenig. Das einzig entscheidende ist, welche Menge an Gütern zur Verfügung steht. Und wenn eine Volkswirtschaft wenig produktiv ist, dann gibt es halt nicht viel. Man kann nur die Güter verteilen, die existieren. Egal, welche Zahlen man auf Geldscheine druckt. Hinzu kommen dann natürlich noch andere Kleinigkeiten, die gerne in Vergessenheit geraten, z. B. dass bis auf die Bonzen das Volk eingemauert war. Und "Wohnen darf kein Luxus sein" wurde da wörtlich genommen. Aber hey, gegen den Klassenfeind müssen halt Opfer gebracht werden. Waren das die "Chancen", die Sie meinten und angeblich genutzt wurden?
zum Beitrag06.09.2026 , 13:52 Uhr
Wenn die Mehrheit der BerlinerInnen das so möchte, dann sollte sich die Politik damit stärker auseinander setzen. Allerdings sollten keine unrealistischen Erwartungen geweckt und damit Enttäuschungen vorprogrammiert werden. Zur Einordnung: Im Artikel wird von 220.000 Wohnungen gesprochen. Alleine die sieben landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften haben über 400.000, ganz Berlin über 2.000.000. Es wird also am Morgen nach der Enteigung nicht plötzlich Wohnraum für alle geben. Wie auch, die Wohnungen sind ja zu fast 100% bereits belegt. Ein hoch effizientes und auf Rendite getrimmtes Unternehmen wie Vonovia macht im Schnitt 154 Euro pro Monat bereinigten Gewinn pro Wohnung (Berliner Mieterverein). Ein Staatsbetrieb wird dies nicht erreichen, und zusätzlich Einnahmen für Zinsen und zur Kredittilgung erwirtschaften müssen (und nein, die Wohnungen werden nicht für einen symbolischen Euro an den Staat gehen). Der Spielraum für Mietensenkungen ist also begrenzt. Eine Mietsenkung von bspw. 50 Euro wird dann statt Begeisterung eher Politikverdrossenheit erzeugen. Die Rendite zum Verkehrswert liegt bei den Unternehmen übrigens bei 3,x %, vielleicht wären die ganz froh, das alles los zu sein
zum Beitrag06.09.2026 , 12:13 Uhr
"Und bei denen ist das Geld in den wenigsten Fällen in Unternehmensbeteiligungen fest gebunden," Quelle? Nicht investiertes Geld wird nicht mehr, sondern weniger. Die "Reichen" sind unter anderem deshalb so reich, weil sie genau diese Grundregel konsequent umsetzen. Extrembeispiel: Elon Musk musste hohe Kredite aufnehmen, um Twitter zu kaufen. In der Spitze hatte Musk 1.330 Milliarden Dollar Vermögen. Twitter hat 44 Milliarden gekostet.
zum Beitrag06.09.2026 , 12:03 Uhr
"Dann soll auch das eben mal der Markt regeln." Genau das passiert ja auch. Je attraktiver eine Frührente gemacht wird, desto höher muss das "Angebot" des Arbeitgebenden sein. Solche "Halteprämien" und andere Angebote gibt es (nicht nur finanziell, in meinem Bekanntenkreis gibt es z. B. auch extra Urlaubstage, Befreiung vom Schichtdienst etc.). Das geht bis zu dem Punkt, an dem es sich nicht mehr rechnet. Dann verliert man die Fachkraft halt. Fachkräftemangel ist nur ein Mosaikstück, aber am Ende steht die Gesamtbetrachtung, und da heißt es dann halt immer häufiger: Verlagerung ins Ausland. Also, keine Angst: Der Markt regelt das. Und der Markt ist international. Die Unternehmen müssen also nicht zwingend verlieren. Die Gesellschaft auch nicht. Also, unsere schon, aber Polen hat z. B. ein dreifach so hohes Wirtschaftswachstum wie Deutschland. Funfact: Polen hat das niedrigste Renteneintrittsalter für Frauen (60) in der EU. Männer 65.
zum Beitrag06.09.2026 , 11:40 Uhr
"...daß es zu viele gibt, die damit überhaupt nichts zu tun haben" Das ist nicht so: Die Gruppen, die Sie aufgezählt haben, bekommmen zwar nichts aus der Rentenkasse raus, haben aber dennoch was "damit zu tun": Sie zahlen indirekt mit ein: Laut aktuellem Haushalt fließen knapp 130 Milliarden Euro Steuergelder als Unterstützung in die Rentenkasse
zum Beitrag06.09.2026 , 11:34 Uhr
"Es geht doch vorrangig um das Gerechtigkeitsempfinden" Korrekt. Und sobald es um Befindlichkeiten statt um Rationalität geht, kann das Ergebnis nur schlechter werden. Was aber nicht bedeutet, dass die dann gefundene Lösung selbst schlecht wäre: Menschen akzeptieren selbst Lösungen, welche die Situation für alle verschlechtern, wenn diese Lösung als gerechter empfunden wird.
zum Beitrag05.09.2026 , 15:32 Uhr
"Man habe bei der Umfrage nicht nach den Gründen gefragt" Sehr schade, genau das wäre der interessanteste Teil gewesen. Insbesondere auch, weil nur dann deutlich geworden wäre, ob "echte" Überlegungen Grundlage waren, oder der "social desirability bias" zugeschlagen hat.
zum Beitrag05.09.2026 , 15:17 Uhr
"würden pro Jahr 50-100 Mrd. € bringen" Wäre das so? Mal ganz davon abgesehen, dass bei dieser Klientel fast alles Vermögen in z. B. Unternehmen gebunden ist, also Anteile zu Geld gemacht werden müssten und sich Staatsfonds (z. B. Katar) freudig eindecken würden und Einfluss ausbauen würden: Die Praxis sah bisher nicht so rosig aus: Unter Francois Hollande wurde sowas ausprobiert, etliche der "Reichen" haben das Land verlassen, sogar der französische Profifußball drohte mit Streiks. Brachte alles insgesamt wenig Geld in die Kasse, brachte einen Imageschaden und wurde wieder abgeschafft. In Norwegen kam es zur "Lachskarawane" (die meisten Reichen kommen aus der Lachsindustrie). Nach Inkrafttreten verlegten über 50 der reichsten Norweger ihren Wohnsitz ins Ausland (meistens in die Schweiz). Alleine 2022 verließen in einem einzigen Jahr mehr Millionäre und Milliardäre das Land als in den 13 Jahren davor zusammen. Man kann eine höhere Besteuerung der "Reichen" aus Gerechtigkeitsgründen richtig finden, auf höhere Einnahmen sollte man sich allerdings nicht verlassen, und deshalb auch nicht als Argument nutzen. Gibt am Ende nur wieder enttäuschte Wählende.
zum Beitrag05.09.2026 , 15:05 Uhr
Mein persönliches Highlight der letzten Wahl waren zwei Plakate der Linken: Erst kam "Reichtum für alle", ein paar Meter weiter dann "Reichtum besteuern". Das BSW würde sagen "Gefährlich ehrlich"...
zum Beitrag05.09.2026 , 15:00 Uhr
Das was Sie sagen, wird ja auch hier im Artikel deutlich: "So rappt er etwa ... von der „Initifada“, also dem palästinensischen Widerstand" Widerstand? Das waren Kriege, die tausende Menschenleben gekostet haben. Auf beiden Seiten.
zum Beitrag05.09.2026 , 10:33 Uhr
Vielen Dank für diesen Artikel. Viel zu selten wird neben den "Wohltaten" auch mal die Seite "wo soll das Geld herkommen" betrachtet und geschaut, wie realistisch die Optionen hinsichtlich ihrer Umsetzung sind. Die Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft sind deutlich höher als die "ungefähr 400 Millionen Euro im Jahr": Der gesamtwirtschaftliche Wohlstandsverlust durch den Frühruhestand entsteht nicht primär durch die ausgezahlten Renten selbst, sondern durch den Verlust an Arbeitsleistung und Wertschöpfung. Wenn qualifizierte Arbeitskräfte früher in Rente gehen, fehlen dem Markt ihre Arbeitsstunden, Erfahrung und Produktivität – mitten in einem historisch hohen Fachkräftemangel. Sie bekommen also nicht nur früher etwas, sie geben auch früher nichts mehr. Je nach Schätzung (z. B. IW Köln) ist das für die Gesamtgesellschft ein Verlust an Wertschöpfung von 15 bis 30 Milliarden Euro im Jahr.
zum Beitrag05.09.2026 , 00:34 Uhr
Bei uns wurde gerade ein Wohnungsblock mit Wärmedämmung verkleidet. Die Fenster wurden auch erneuert. Auch alle gleichförmig.
zum Beitrag05.09.2026 , 00:31 Uhr
"sollten sie doch ganz froh sein, wenn sie ihre Immobilien loswerden" Ja, und genau das ist so massiv passiert, dass Berlin vor ein paar Jahren eine Verordnung erlassen hat, die es massiv erschwert hat, Mietwohnungen "loszuwerden" und damit in Eigentumswohnungen umzuwandeln. Und was Enteignungen mit Investitionen anrichten, kann man exemplarisch in Venezuela beobachten. Übrigens müsste man sich gar nicht nicht privaten Kleinvermietenden oder Wohnungsunternehmen beschäftigen: Der Staat könnte einfach loslegen und die selbst gesetzten Neubauziele mal nicht drastisch verfehlen, sondern mal übertreffen. Niemand hindert ihn daran. Und die Privaten würden auf ihren teuren Wohnungen sitzen bleiben. Passiert aber nicht, der Staat bekommt es aus verschiedensten Gründen nicht hin. Der Staat kann nicht zaubern (Bauleistungen kosten Geld, auch für den Staat), die Kompetenz ist niedriger als die Selbstüberschätzung (BER!), und ein Teil ist auch mutwilliger Unwille. Ohne Wohnungsnot ließen sich Enteignungen niemals durchsetzen, und die Wählendenbasis würde massiv schrumpfen. "ob des harschen Schicksals, dass einen erwartet, wenn man in Immobilien investiert" Ärmel hoch und selbst machen!
zum Beitrag04.09.2026 , 18:03 Uhr
"Denn NUR die Rechte profitiert von diesen Anschlägen" Kann auch ganz anders sein: Durch solche Angriffe wird Russland als größere Bedrohung wahrgenommen. Das kann einer "pro-Putin-Partei" durchaus schaden.
zum Beitrag03.09.2026 , 17:20 Uhr
"...wenn man die Vermieter nur machen lässt" Das wüsste man erst, wenn man es mal probieren würde. Der Wohnungsmarkt ist derart strikt staatlich reglementiert, dass ein funktionierender Markt kaum noch existiert. In 10 Jahren hätte sich die Wohnungsnot erledigt, wenn -Bauauflagen etc. auf EU-Niveau abgesenkt werden würden -Bauanträge, Genehmigungen etc. automatisch als genehmigt gelten, wenn sie innerhalb von 6 Monaten nicht abgelehnt wurden -Private Akteure Brachflächen mit Wohnungen automatisch bebauen dürfen, falls nach Beantragung des Baus der Staat nicht innerhalb von 2 Jahren selbst mit dem Bau startet -Bei Abstimmungen nicht nur die bereits dort lebenden BürgerInnen Stimmrecht hätten, sondern auch die Menschen, die dort in den neuen Wohnungen wohnen würden -kann gerne weiter ergänzt werden...
zum Beitrag03.09.2026 , 17:06 Uhr
Wen wundert es? Bei Gewerbeimmobilien gibt es keinen Mietendeckel, und Enteignungsfantasien für Bürotürme hat man bisher kaum gehört. Wenn der Staat Wohnungsbau unattraktiv macht, weichen die Privaten natürlich aus.
zum Beitrag02.09.2026 , 22:41 Uhr
Und das wird auch weiterhin passieren. Ich bin ungerne Pessimist, aber ich sehe da keine Trendumkehr. Warum das so ist? Weil sich insbesondere der linke Teil der Bevölkerung beharrlich weigert, die eigenen Vorurteile zu hinterfragen. Jemand, der AfD wählt, kann nur perspektivlos und abgehängt sein. Ergo: Mehr Geld in den Sozialetat, und schon kommen die Wählenden zurück. Hat aber die letzten Jahre nicht geklappt. Warum das so ist? Mehrere Studien (ganz aktuell Universität des Saarlandes in PLOS One) zeigen: Ein geringes Einkommen, niedrige Bildung oder eine gefühlte wirtschaftliche Benachteiligung spielen kaum eine Rolle, bis zu 90% (!) der Wahlentscheidungen gehen auf das Thema Migration zurück. Es ist absurd: Dauernd wird gesagt, dass die AfD eigentlich fast keine Inhalte hat, ausser gegen Migration zu sein. Gleichzeitig wird dann aber ignoriert und abgestritten, dass die Wählenden genau deshalb die AfD wählen würden. Da traut sich aber niemand ran, schon kleinste Vorstöße durch z. B. die CDU werden angeprangert. Und damit freie Fahrt für die AfD. Die Migrationspolitik wird sich ändern. Entweder "wir" machen das, oder die AfD wird es nach ihren Regeln machen.
zum Beitrag02.09.2026 , 19:22 Uhr
Wieso falsch? Klappt doch: Vor knapp 2 Jahren lag die Linke in Berlin etwas über 5%, dank Heidi und Co. werden sie demnächst stärkste Kraft.
zum Beitrag02.09.2026 , 19:20 Uhr
Natürlich arbeitet die AfD mit Gefühlen. Das macht jede/r, der erfolgreich sein möchte, von der Werbeindustrie über Parteien bis in zwischenmenschliche Beziehungen. Parteien versprechen immer viel, ein Politiker sagte sogar mal sinngemäß, dass es unfair sei, Parteien an den Aussagen vor einer Wahl zu messen. Jede Partei muss ihr emotionales Thema finden, bei den Grünen war es die Atomkraft, bei den Linken ist der Wohnungsmarkt eines der Themen. Natürlich müsste allen klar sein, dass Enteignungen keinen neuen Wohnraum schaffen, also "im Grunde genommen regelrecht lächerlich" sind. Aber: Es interessiert niemanden. Emotionen wirken stärker als das Rationale. Und auch andere Parteien organisieren Feste mit Musik und Bratwurst. Besonders ist allerdings das stark positive Setting. In Zeiten von Arbeitsplatzabbau, Klimaweltuntergangsszenarien und den Aussagen anderer Parteien, was alles Schlimmes passieren wird, wenn die AfD die Macht ergreifen wird, hat die AfD hier eine Möglichkeit, den Menschen Hoffnung zu geben. Und natürlich ist die Verpackung das Produkt: Habeck am Küchentisch war die gleiche Strategie. Natürlich kopiert die AfD das. Es ist gefährlich, die AfD für dumm zu halten!
zum Beitrag01.09.2026 , 19:19 Uhr
Ja, natürlich. Aber Eigentum ist Kapitalismus. Eigentum macht unabhängig, und unabhängige BürgerInnen sind gefährlich. Nichts von der DDR gelernt? Wohnraum in Staatshand! Und dann mal schauen, wie die BürgerInnen plötzlich spuren, wenn ihnen mit Wohnraumentzug gedroht wird. Aber keine Angst: Wer lininentreu ist hat nichts zu befürchten.
zum Beitrag01.09.2026 , 19:15 Uhr
Ganz einfach die "böse-Reichen-Steuer", fertig. Wenn ich dann lese, dass in Berlin jemand seine Badewanne wieder ausbauen musste, da das Amt das als Luxussanierung eingestuft hat, werden sich noch viele wundern, was plötzlich alles als Luxusimmobilie gelten wird.
zum Beitrag01.09.2026 , 19:07 Uhr
Die Ukraine hat damals sogar die eigenen Atomwaffen abgegeben, mehr Abrüstung geht ja kaum. Hat Russland aber nicht so wirklich interessiert. Ich vermute das Gegenteil: Hätte die Ukraine die Atomwaffen behalten, wäre Russland nicht einmarschiert. Vielleicht waren die Russen ja auch einfach der Meinung, dass der Sozialstaat in der Ukraine zu ungerecht war...
zum Beitrag01.09.2026 , 19:00 Uhr
"für 13,50 Euro pro Quadratmeter...45 Prozent über dem Mietspiegel" Unter taz.de/Wohnungsunt...n-Berlin/!6207569/ ist zu lesen, dass alleine die Zinsen aktuell 754 Euro im Monat bei einer 65 qm Wohnung ausmachen, also 11,60 Euro im Monat. Und da wurde noch nichts von Kredit getilgt, nichts für Reparaturen zurückgelegt. Vom Gewinn ganz zu schweigen. Und da ging es um die landeseigenen Unternehmen! Es ist erstaunlich: In so vielen Artikeln wie auch hier wird der Wohnraummangel thematisiert: Warteschlangen, endlose Suche, "mehrstufige Castings" etc. Und das Fazit ist dann immer: Mietendeckel. Und Enteignungen. Alles Maßnahmen, die keine einzige neue Wohnung schaffen. Absurd. Genauso absurd: Zu sehen, dass jedes Jahr wieder die landeseigenen Unternehmen an den Neubauzielen scheitern, aber die Lösung in noch mehr staatlicher Inkompetenz zu suchen: Schaffung einer Bundeswohnungsbaugesellschaft. Vermutlich mit vielen hoch dotierten Posten. Gebaut wird dennoch nicht werden, wo denn auch? Das Tempelhofer Feld z. B. muss ja unbedingt für die frei beliebn, die ja schon eine Wohnung haben. Und im Wahlkreis auch wählen.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:38 Uhr
"Nein, es ist keine Voraussetzung für die Gemeinnützigkeit, dem Faschismus neutral gegenüberzustehen." Aber es ist eine Voraussetzung, den Parteien neutral gegenüberzustehen. Ja, auch der (noch?) nicht verbotenen AfD. Der Kampf gegen den Faschismus ist nicht identisch mit einem Kampf gegen die AfD. Gemeinnützigkeit bedeutet, der Allgemeinheit zu nützen. Beim Kampf gegen den Faschismus dürfte es kaum Gegenstimmen geben. Ein AfD-Verbot hingegen unterstützen nur 27% (Allensbach ) bis 48% (Ipsos ). Da stehen die also sogar "gegen" die Allgemeinheit. Dennoch kann man natürlich gegen die AfD arbeiten, aber dann halt ohne das Siegel der Gemeinnützigkeit. Und bevor man die Legitimierung des Verfassungsschutzes anführt: Vor ein paar Jahren sollte der VVN-BdA schon mal die Gemeinnützigkeit entzogen werden. Grundlage: Der bayerische Verfassungsschutz hat die VVN-BdA als „linksextremistisch beeinflusste Organisation“ eingestuft. Riesiger Aufschrei damals mit ähnlichen Argumenten, die heute von AfDlern zum Thema Verfassungschutz vorgebracht werden.
zum Beitrag31.08.2026 , 23:29 Uhr
"Solange die AfD der Union ... dienlich ist" Wer hat nochmal vor Merz regiert und dennoch keinen Verbotsantrag gestellt?
zum Beitrag31.08.2026 , 23:27 Uhr
"Die Zahl 60 Millionen stammt von Höcke" Ja, und wurde thematisch im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel genannt. Den Bezug zum Thema "Remigration" haben andere hergestellt. Warum dieses Detail wichtig ist? Weil einem genau solche Ungenauigkeiten und eigenen Interpretationen bei einem Verbotsverfahren auf die Füße fallen. Davon abgesehen ist das Thema selbst wichtig: Deutschlands Bevölkerung wird schrumpfen, auch mit Migration. Japan macht vor, wie man sich, insbesondere durch den Einsatz von Technologie, auf so ein Szenario einstellen kann.
zum Beitrag31.08.2026 , 19:24 Uhr
"Venezuela verliert bei diesem Abkommen" Die können nicht verlieren, nur gewinnen. Nach den Enteignungen 2007 traut sich sonst niemand mehr, dort zu investieren. Die Alternative wäre, dass das Öl einfach im Boden bleibt. Alleine kann Venezuela das nämlich nicht. Klar, wäre besser für die Umwelt: Wenn ich richtig überschlagen habe, dann hat dieser Deal einen CO2-Umfang, der Deutschlands Gesamtausstoß von über 40 Jahren entspricht. Das US-Finanzministerium kontrolliert die Bankkonten und gibt Gelder nur zweckgebunden (etwa für medizinische Güter oder Infrastruktur) an Venezuela frei. So jedenfalls die Theorie.
zum Beitrag31.08.2026 , 18:57 Uhr
Wozu? Selbst mal angenommen, der Internationale Gerichtshof würde ein Urteil fällen: Würde das was ändern? Würde Deutschland Blauhelme nach Venezuela schicken, um die Amis zu vertreiben? Und ein Bundespolizist fliegt in die USA, um den Haftbefehl gegen Trump zu vollstrecken? Gesetze sind nur was wert, wenn man die Macht hat, sie umzusetzen. Sonst ist es nur Papier. Es gilt in letzter Instanz das Recht des Stärkeren. Kann man blöd finden, aber man kann es nicht ignorieren. Jedenfalls nicht folgenlos. Chávez hat den Sozialismus ausgerufen, dann mussten die Amis nur noch 27 Jahre warten, bis das Land soweit vor die Wand gefahren war, dass es "übernommen" werden konnte. Nicht schön, aber nicht jedes Land kann so viel Glück haben wie die DDR, und ein "nettes" Land in der Nachbarschaft haben. Kuba wäre schon seit Jahren "sozialismusübernahmevorbereitet", aber da gibt es nicht so viel zu holen für die USA. Fazit: Egal welche Gesellschaftsform oder Ideologie man wählt: Entweder man hat mächtige Verbündete oder ist selbst wirtschaftlich und militärisch ausreichend stark, oder man wird halt zum Spielball der Interessen der Starken.
zum Beitrag31.08.2026 , 12:18 Uhr
"...eine kapitale Mitschuld zu haben" Und wieder mal muss "die Gesellschaft" oder "das System" herhalten. Persönlich Betroffenen eine Verantwortung für die eigene Situation zuzuschreiben gilt ja schon als Makroaggression. Ist gut gemeint, erreicht aber genau das Gegenteil: Das dauerhafte Loskommen von den Drogen kann nur gelingen, wenn den Patienten deutlich gemacht wird, dass nur sie alleine für ihr eigenes Handeln und die Konsequenzen daraus verantwortlich sind. Klingt erstmal hart, aber nur dann wird deutlich, dass man die Schuld nicht abschieben kann und Verantwortung übernehmen muss und vor allem auch KANN. Es muss erfühlt werden, dass man selbst an der eigenen Situation etwas ändern kann. Nicht fremdgesteuert, sondern man selbst. Nicht von außen, sondern von innen. Ist ein harter und langer Weg, und nicht immer von Erfolg gekrönt. Aber der einzig dauerhaft sinnvolle. Es besteht aber vermutlich die Angst, dass wenn man den Konsumierenden die Hauptverantwortung zurechnet, die Hilfen weniger werden nach dem Motto "Selbst schuld". Das Gegenteil muss erfolgen: Dieser lange und harte Weg muss umfangreich mit Hilfsangeboten begleitet werden.
zum Beitrag27.08.2026 , 22:54 Uhr
"Welcher Hirnloser sollte dann noch..." Natürlich niemand, das ist doch der Sinn der Sache. Ein Dach über dem Kopf ist ein Existenzbedürfnis. Wer die Macht über die Verteilung von Wohnraum hat, hat einen mächtigen Hebel. Man konnte ja mal als „Systemfeind“ versuchen, in der DDR eine neue Wohnung zu bekommen. Dazu noch Enteignungen, und schon untersteht der Wohnraummarkt der Partei. Die letzten Widerspenstigen, die in ihrem Eigentum wohnen, bekommt man auch noch zermürbt. Hat in der DDR ja auch ganz gut geklappt. Und wenn man sich den Zustand des Wohnraums kurz nach der Wende mal angeschaut hat, dann weiß man auch, was mit "Wohnen darf kein Luxus sein" gemeint ist.
zum Beitrag26.08.2026 , 23:55 Uhr
"Frage des Respekts“ gegenüber denjenigen, die bereits durch hohe Mieten und harte Arbeit belastet sind, die Kieze sauber zu halten." Und woher kommt der Müll? Wird der aus anderen Vierteln hierher gebracht? Wohl kaum. Es ist wie so oft: Die Ursache wird nicht berührt, um nur ja niemandem auf die Füße zu treten. Wenn die Leute immer mehr Müll auf die Straße werfen, dann müssen andere halt einfach häufiger sauber machen. Wie früher im Kinderzimmer. Und auch typisch: Zahlen sollen das, wie immer, "die Reichen". Oder halt sonstwer, auf jeden Fall aber: "Die Kosten dürfen nicht die Anwohnenden belasten“.
zum Beitrag26.08.2026 , 23:45 Uhr
"Ich wollte Ihnen ja auch nicht auf den Schlips treten" Alles gut, ich empfinde das eher als interessanten und inspirierenden Austausch. Und finde es toll, dass die taz das als eines der wenigen Medien noch zulässt. "nicht zu denjenigen ...AfD wie eine ‚normale‘ Partei zu behandeln." Muss man auch nicht. Aber (nicht auf Sie persönlich gemünzt) es ist gefährlich, die AfD-Wählenden nicht als "normale" Menschen zu sehen. In vielen Gesprächen (subjektive Erfahrung) ging es auf der einen Seite darum, dass man die Wählenden zurückgewinnen müsse. Dann aber wurde deutlich, dass man mit "solchen Leuten" nichts zu tun haben wolle. Der Rechtsruck ist, na klar, die Schuld von Rechten. Selbstkritik? Fehlanzeige. Zur Studie der Universität des Saarlandes (wonach das Thema Migration für bis zu 90% der AfD-Wahl ausschlaggebend war) Zitat: "Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast". Passt nicht ins Weltbild, kann also nur fake sein. Wie gesagt: Subjektiv, nicht repräsentativ, aber lässt einen dennoch ratlos zurück, während die absolute Mehrheit vor der Tür steht.
zum Beitrag25.08.2026 , 12:35 Uhr
"Zwei Beine sind nämlich denkbar ungünstig, um sich schnell bewegen zu können" Korrekt. Und genau deshalb perfekt geeignet, um zu zeigen, was technisch mittlerweile möglich ist. Und durch die Menschenähnlichkeit ist Aufmerksamkeit garantiert. Wer hätte ein solches Wettrennen mit kleinen Autos interessant gefunden? Davon mal abgesehen sind private Haushalte natürlich auf Zweibeiner optimiert. Ein Use-Case sollen ja Haushaltsroboter werden, da kann die "Zweibein-Option" ein Wettbewerbsvorteil sein. Sowohl von der Einsetzbarkeit her wie auch von der Akzeptanz der Kunden.
zum Beitrag25.08.2026 , 12:23 Uhr
Versteuerter Gewinn fließt in die Staatskasse, und PolitikerInnen haben die Verfügungsgewalt. Steuern werden auf Preise umgelegt, es zahlt also das Volk. Andere Idee: Unternehmen reinvestieren Gewinne oder schütten sie als Dividende aus. In beiden Fällen profitieren Anteilseigner. Ein neuer Baustein der Rente geht ja in diese Richtung. Wenn man dies ausbaut, dann profitieren die Menschen direkt von den Gewinnen. Ja, es mag bedrohlich klingen, dass die Menschen dann selbst die Hoheit über das Geld haben und eigenverantwortlich handeln können, und keine PolitikerInnen entscheiden, wofür es am besten zu verwenden wäre und wer was abbekommen darf. Und kleiner Bonus: Die Menschen wären dann auch bei der Hauptversammlung stimmberechtigt, entscheiden also mit! Ja ich weiß, klingt wieder bedrohlich, so ganz ohne Staat...
zum Beitrag25.08.2026 , 12:05 Uhr
Ein ergreifender Bericht. Und vielleicht auch ein Denkanstoß an viele, die den Eindruck haben, als wäre Deutschland eines der schlimmsten Länder auf der Erde. Ist jetzt vielleicht ein wenig drastisch ausgedrückt und auch subjektiv, aber einen solchen Eindruck vermitteln mir manchmal verschiedenste GesprächspartnerInnen. Da ist es wichtig zu realisieren, dass es Menschen gibt, die Deutschland bewusst als besten Zufluchtsort und sicheren Lebensort gewählt haben. Und es sollte viel stärker in den Blick genommen werden, Deutschland als einen solchen Ort auch zu bewahren. Habe letztens einen Artikel zu "Der Lange Arm der Mullahs" gelesen, und Anmerkungen in diese Richtung hat ja auch Sayan Kouhzad geäussert.
zum Beitrag25.08.2026 , 11:53 Uhr
"stellen sich mir die Nackenhaare auf" Ihre Nackenhaare werden die Interviewten aber wenig beeindrucken. Egal wie die Wahl ausgehen wird, ein großer Teil der Auswanderungsankündigungen wird nicht umgesetzt werden, und nur darauf bezog sich die Lebensweisheit. Vielleicht kann die taz da ja am Ball bleiben und in einem Jahr die Personen nochmal besuchen? "einfach unterkomplex" "Unterkomplex" ist aber kein Synonym für "unbequeme Realität", falls Sie das sagen wollten. Die Aussage selbst kann man schlecht anzweifeln, die Zahlen sind ja öffentlich. Andere Interpretation: "Wenn ein Bundeland rechts regiert wird, dann ist die Regierung die Ursache für Queerfeindlichkeit. Wird es links regiert, dann kann die Regierung auf keinen Fall die Ursache für Queerfeindlichkeit sein." Klingt nach "Wir sind die Guten, moralisch überlegen, machen keine Fehler und müssen uns deswegen auch nicht hinterfragen. Und wer es doch wagt, handelt unterkomplex, nackenhaarsträubend und spielt den Rechten in die Hände". Also Augen zu, "ohne Worte" und weiter wie bisher. Und dann plötzlich heißt die Kanzlerin Weidel und alle so: "Oh nein, wie konnte das denn passieren?"
zum Beitrag24.08.2026 , 13:12 Uhr
Das mit dem Schuss ins Bein bitte gedanklich aus meinem Kommentar streichen, es war ein Schuss in den Oberkörper.
zum Beitrag24.08.2026 , 11:37 Uhr
Man würde Menschen erreichen, die man ansonsten niemals erreichen würde. Man würde sie nicht sofort überzeugen, aber alleine mal eine andere Sichtweise zu erfahren kann Prozesse im Kopf in Gang setzen. Wenn man tatsächlich Wählende "zurückgewinnen" möchte, muss man sich diese unbequeme Arbeit machen. Applaus gibt es dafür aber erstmal weder von rechts, noch aus der eigenen Bubble. Und man macht sich natürlich angreifbar bei den nächsten parteiinternen Machtkämpfen: "Der/die war doch mal bei so einem rechten Magazin zu Gast, ist bestimmt auch eine/r von denen und gar nicht echt links!"
zum Beitrag24.08.2026 , 11:28 Uhr
"Man könne deswegen auch einfach aufgrund von hohem Gewicht entlassen werden" Ja. Könnte man auch wegen niedrigem Gewicht. Oder wegen Senk-Spreizfüßen. Oder schiefen Zähnen. Steht alles nicht im Gesetz. Oder anders gefragt: Was soll denn noch alles drinstehen? Und "benachteiligt ... in zwischenmenschlichen Beziehungen"? Also ich habe Personen mit hohem und niedrigem BMI im Freundeskreis. Und kenne Personen mit hohem und niedrigem BMI, die ich nicht ausstehen kann. Oder ist damit eher das Körperliche gemeint? Das dürfte per Gesetz aber schwer änderbar sein, aber vielleicht: "Jede/r muss nach drei Tinder-Dates mit niedrigem BMI ein Date mit einer High-BMI-Person durchführen" Klingt nicht nur absurd, ist es auch. Genauso absurd wie der Trend, die massiven gesundheitlichen Gefahren durch Adipositas lediglich als Diskrimierung wahrzunehmen. Auch hier wird kein Gesetz helfen können.
zum Beitrag24.08.2026 , 11:11 Uhr
Wozu Mutmaßungen und Hörensagen? Man muss sich nur das Bild im Artikel ansehen: Wer der hier Lesenden wäre in der Lage, aus Metern Entfernung in einer dynamischen Situation zu erkennen, welche Waffe tödlich ist, und welche nur "Aua" macht? In einer Zeit, wo Jugendliche über soziale Medien als Auftragskiller angeworben werden, gilt für diese wie für Erwachsene auch: Solange die Person die Waffe in der Hand hält, kann sie dich töten und deine Kinder zu Waisen machen. Selbstschutz an erster Stelle. Und ein Schuss ins Bein ist in dieser Situation eine Leistung, die die Besonnenheit der Beamten (-Innen?) zeigt.
zum Beitrag24.08.2026 , 10:57 Uhr
Naja, mal abwarten, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wenn ich noch daran denke, wie viele Menschen (allen voran die Promi-Riege) damals ihre Auswanderung medienwirksam angekündigt haben, sollte Trump jemals Präsident werden. Und wie viele haben es dann tatsächlich gemacht? Eben. Dennoch bei jedem Einzelfall nachvollziehbar und eine freie Entscheidung. Nur: Wohin? Die Statistiken zeigen, dass politisch oftmals "die Mitte" am sichersten ist. Spitzenreiter bei Queerfeindlichkeit ist seit Jahren Berlin. Da haben die Rechten in den letzten Jahren ja eher weniger regiert. Und was nicht vergessen werden sollte: Bundesland wechseln ist nicht mal so eben easy gemacht: Job, Wohnung, Freundeskreis etc. Geht sicherlich bei z. B. Hrn. Kerkeling (Berlin nach Köln) einfacher als bei "Normalos".
zum Beitrag23.08.2026 , 13:37 Uhr
Naja, wenigstens versuchen solche Leute, ins Gespräch zu kommen. Das geht auch "schmollender": Es gibt nicht wenige PolitikerInnen, die verschiedenen Medien Interviews komplett verweigern. Man kann ja z. B. mal schauen, wie viele linke PolitikerInnen sich ein Interview mit Nius oder ähnlichen Medien trauen. Klar hat man dafür natürlich eine ideologische und moralische Rechtfertigung, aber letztlich ist es nur die Vermeidung von unbequemen InterviewpartnerInnen. Und diese Vermeidung wird von der eigenen Bubble genauso gefeiert, wie die rechte Bubble es feiert, wenn ein AfDler ein Interview verlässt. Im normalen Leben würde Mensch solche Personen, welche sich wie schmollende Diven benehmen und auf der Party mit vielen Menschen schlicht nicht reden wollen, einfach nirgendwo mehr einladen.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:20 Uhr
Nachvollziehbare Sichtweise. Man stelle sich mal vor, Ceuta passiert erneut, und eine Mittelstadt an Menschen wird medienwirksam nach Deutschland weitergeleitet. Selbst dann würden sich vermutlich noch viele Personen aus unserer Bubble verwundert die Augen reiben, wieso die AfD denn plötzlich auch auf Bundesebene die absolute Mehrheit holt.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:15 Uhr
Es sei denn, man möchte (aus welchen Gründen auch immer) genau diese Personen im Land haben. Auch die Staatsbediensteten, die in Bremen die Abschiebung von 500 Personen (darunter Straftäter) in den Westbalkan verhindert haben, werden ihre speziellen Gründe dafür gehabt haben. Ich kenne diese Gründe nicht, könnte alles sein von Mitleid, bedroht werden, Weltrettungsfantasien, weil man damit "das System" destabilisieren kann oder sonstwas. Sicher ist nur: Sowas passiert nicht zufällig "aus Versehen".
zum Beitrag22.08.2026 , 12:49 Uhr
Wieso Männer? Wäre das bei Frauen, wenn sie den gleichen Testosteron-Wert (und damit die gleichen Muskeln) wie Männer hätten, anders? Gewaltneigung liegt den Menschen im Wesen, mal mehr, mal weniger. Der psychisch gesunde Mensch benötigt allerdings eine Legitimation, um diesen Drang auszuleben. Das ist im Sport eine andere Mannschaft, woanders eine andere Religion oder Ideologie. Wichtig ist, dass die eigene Gruppe die Gewalt honoriert. ich habe mich mal mit einem Hool über das Thema unterhalten: Der hat geradezu euphorisch geklungen, über den Zusammenhalt und die Anerkennung in der Gruppe, das Hochgefühl im Kampf. Man schaue sich mal das Gesicht dieses einen Typen an, während er bei der Demo den Nius-Mensch schlägt. Vermutlich kommt er vor Gericht, aber was ist das schon gegen diesen Moment seines Hochgefühls und die lebenslange Anerkennung durch die eigene Gruppe? Sogar jemand, der anderen Menschen einen Hammer auf den Kopf schlägt, kann mit Jubel rechnen. Wenn es aus den "richtigen" Gründen war. Von daher: Ich will sowas nicht "normal" nennen, aber das gab es immer und wird es immer geben. Und dann lieber Hools, die sich (hoffentlich) nur gegenseitig verletzen.
zum Beitrag20.08.2026 , 22:16 Uhr
"Pooh. Der Sozialetat also" Nein, eben gerade nicht! Er ist zwar stark gewachsen (letzten 10 Jahre nominal ca. 53% bei einer Inflation von ca. 26%), aber genau damit gewinnt man die Wählenden eben scheinbar nicht zurück. Selbst wenn, wie Sie richtig sagen, darin auch Renten der AfD-Wählenden sind. Es scheint fast ausschließlich das Thema Migration zu sein.
zum Beitrag18.08.2026 , 21:30 Uhr
"wir müssen einen großen Teil der Wähler wieder zurück gewinnen" Das dürfte schwierig werden. Seit vielen Jahren glaubt man, dass die AfD von Benachteiligten und Abgehängten gewählt wird, die man unterschwellig dann auch noch gleich für ein bisschen "dumm" hält.. Der Sozialetat wächst und wächst, die Wählerschaft der AfD aber komischerweise auch. Dass an den getroffenen Vermutung also was faul sein muss, hätte klar sein können. Aber vielleicht wollte man es auch gar nicht so genau wissen. Auch hier im Forum werden viele Gründe genannt, und einer gerne ausgespart. Und nun ganz frisch: Die Studie der Universität des Saarlandes, veröffentlich bei „Plos One“. Und siehe da: Ganz oben steht Sorge um Migration als mit Abstand stärkstes Argument, die AfD zu wählen. Laut Erhebungen zwischen 2014 und 2024 lassen sich 90% (!) der AfD-Wahlentscheidungen darauf zurückführen. Wenn also für jemand weniger Migration möchte, welche "Alternative zur Alternative" hätte er denn? CDU/CSU könnten sich vielleicht noch in diese Richtung bewegen, bei allen anderen Parteien ist das schlicht unmöglich. Und die Frage ist ja auch, ob das wirklich wünschenswert wäre.
zum Beitrag17.08.2026 , 13:55 Uhr
Schöne historische Betrachtung, aber schade, dass die Gegenwart so kurz kommt. Wien hat da nämlich viele Ideen: Gemeindebau, Geförderter Wohnbau / Genossenschaften, regulierter privater Mietmarkt für den Altbau, hohe Einkommensgrenzen (über 60 Prozent der Bevölkerung theoretisch Anspruch auf eine geförderte Wohnung. Einmal eingezogen, wird das Einkommen zudem nicht mehr nachträglich überprüft, was zu einer starken sozialen Durchmischung in den Wohnvierteln führt), Wohnbauförderungsbeitrag (jede erwerbstätige Person zahlt 1,5% vom Bruttogehalt), langfristige zinsgünstige Landesdarlehen, Strategischer Grundbesitz und Baulandwidmung (die Stadt Wien kauft Land auf Vorrat. Und bebaut es dann auch tatsächlich. Nicht wie z. B. das Tempelhofer Feld). Was Wien nicht macht: Der Ankauf bereits existierender privater Wohnungen steht nicht im Fokus, Enteignungen sind kein Thema. Die Strategie liegt auf Neubau, finanziellen Anreizen und regulatorischem Druck.
zum Beitrag17.08.2026 , 13:37 Uhr
Zum Glück werden Arbeitnehmerrechte, Umweltregeln, Bauvorschriften und Menschenrechte in sozialistischen Ländern ja vorbildlich eingehalten.Wer kennt sie nicht, die riesigen Wanderbewegungen von Fachkräften in diese Länder... Andere Länder stehen einer Reduzierung unserer nationalegoistischen Denkweise ("Wir haben zu wenig medizinisches Personal? Egal, wir haben die Kohle, holen die aus dem Ausland") übrigens offener gegenüber. In Kosovo und Albanien gibt es stellenweise einen Kollaps der med. Grundversorgung. In den letzten Jahren haben Tausende junge ÄrzteInnen u. Pflegekräfte das Land Richtung Deutschland verlassen. Laut AfD sollen übrigens die Anwerbungen reduziert werden. Es sollen keine Fachkräfte "raus". Sollte das so umgesetzt werden, dann fällt dieser Artikel in sich zusammen. Neben dieser Befürchtung und ein paar Beispielen nach dem Motto "ist nicht alles schlecht hier" ist da wenig vorhanden. Wird vermutlich laufen wie in Italien: Befürchtet wurde eine Diktatur unter Meloni und ein Absturz zum Entwicklungsland. Und nun: Business as usual. Auch eine AfD wird sich den realpolitischen Realitäten stellen müssen und funktionieren müssen. Ist gerade das die Angst von links?
zum Beitrag16.08.2026 , 11:45 Uhr
Für ein sofortiges AfD-Verbot hätte es vier Ausrufezeichen benötigt, leider habe Sie nur drei genutzt. Chance vertan. Im Ernst: Um ein Verbotsverfahren gegen die AfD einzuleiten, müsste eines der drei dafür berechtigten Verfassungsorgane (Bundestag, Bundesrat oder die Bundesregierung) einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe stellen. Und das Bundesverfassungsgericht (und nur das!) entscheidet darüber. Wer ein AfD-Verbot fordert zeigt also entweder, dass er/sie unwissend in Bezug auf die Abläufe ist, oder aber unser demokratisches System der Gewaltenteilung ablehnt. Also bitte korrekt fordern: "Antrag auf Verbotsverfahren gegen die AfD jetzt!" Ist zwar mehr Schreibarbeit auf den Pappschildern, trägt aber unserem demokratischen System Rechnung und macht auch die Komplexität des Vorhabens deutlicher. Nix mit "Wir verbieten das jetzt einfach und Problem gelöst".
zum Beitrag11.08.2026 , 11:05 Uhr
Als Argument reicht es nicht, Exportüberschüsse mit "ungesund" zu labeln und dann noch schnell eine Verbindung zu fossil, neoliberal und Umverteilung anzudeuten. Zumal die Politik nur begrenzt Einfluss hat: Wenn ein Franzose einen BMW kaufen möchte, dann kann man schlecht sagen "Nein, an Ausländer verkaufen wir nicht, schlecht für die Handelsbilanz". Und zu "verhindern die Ressourcen für ... bessere Infrastruktur": Exportüberschuss bedeutet nicht, dass wir z. B. mehr Material exportieren als importieren und dieses dann im Inland fehlen würde. Es geht um Werte. Wenn wir also eine Tonne Stahl importieren, daraus etwas bauen, und für mehr Geld wieder exportieren, haben wir einen Exportüberschuss (und Geld für unsere Infrastruktur!). Das "Problem" hat sich übrigens bald von selbst erledigt: Exportschlager in D sind vor allem die Automobilindustrie, der Maschinenbau und chemische Erzeugnisse. Alles Bereiche, die immer mehr ins Ausland verlagert werden. Vielleicht auch interessant: Länder mit hohen Exportüberschüssen sind China, Deutschland, Japan, Südkorea, Irland, Schweiz, Saudi-Arabien, Katar, Norwegen. Importüberschüsse: USA, UK, Frankreich, Griechenland, Indien, Türkei
zum Beitrag10.08.2026 , 14:13 Uhr
"Für Rechte ist es augenscheinlich kaum auszuhalten" Aus welchem Teil des Textes leiten Sie das denn ab? "mehr wirtschafltichen Sachverstand besitzt" Gleiche Frage wie oben. In diesem Text stehen nur ein paar wirtschafliche Plattitüden von Frau Schwerdtner. Die sind nicht falsch, aber eben auch kein Beleg für wirtschaflichen Sachverstand. Das bedeutet nicht, dass Fr. Schwerdtner keinen wirtschaflichen Sachverstand haben kann, aber dieser Text gibt es halt nicht her.
zum Beitrag10.08.2026 , 14:05 Uhr
"Da wohnen ja auch so viele" Eben deshalb! Darauf sollte der Fokus liegen: Nicht mit viel Staatsgeld bereits existierende Wohnungen aufkaufen, sondern neuen Wohnraum schaffen. Was bringt es Wohnungssuchenden, wenn die Mieten niedrig sind, es aber keine freien Wohnungen gibt?
zum Beitrag10.08.2026 , 13:41 Uhr
Ansätze fehlender Differenzierung im Artikel nach dem Motto "Wer nicht für uns ist, ist gegen uns". Aber "Nicht für uns" kann bedeuten "Ist mir egal/lass mich damit in Ruhe", "ich mag die nicht" bis hin zu "Ich will die töten". Selbst TeilnehmerInnen an Anti-Pride-Demos sind weit entfernt von der Kategorie Mensch, bei der dann z. B. jemand abgestochen, erschlagen oder mit einem Auto überfahren wird.
zum Beitrag31.07.2026 , 21:14 Uhr
Konsequenzen stehen aber ganz am Ende, wenn das "Kind schon in den Brunnen gefallen ist". Prävention ist wichtig. Und an der Stelle ist die Unterscheidung der beiden grundlegend: Eine/n "Bio-Neonazi" wird man über ganz andere Kanäle erreichen als eine/n IslamistIn. Berücksichtigt man das nicht, läuft Prävention ins Leere. Noch ein Problem: Die eine Gruppe ist "Gegner", in der anderen Gruppe hingegen vermutet man auch eigenes Wählerklientel.
zum Beitrag31.07.2026 , 21:00 Uhr
Das ist die Büchse der Pandora. Das Hauptfundament der Argumentationen liefert der Verfassungsschutz. Das SPD-geführte Innenministerium ist diesem gegenüber weisungsbefugt. Hier kann also eine Partei quasi über einen Umweg politische Konkurrenz abblocken. Man braucht wenig Fantasie was passieren würde, wenn ein Innenministerium mal von der AfD geführt werden sollte: Die Linke wird keine BerwerberInnen mehr durchbekommen, und auch Grüne, SPD etc. werden es schwer haben, wenn die Bewerbenden mal auf einer Demo mit der Antifa mitgelaufen sind, oder Verbindungen zur Roten Hilfe bestehen etc. Und die, die das jetzt feiern, werden dann ganz empört und überrascht sein. Und die AfD bedankt sich gerade, denn das Erreichen der absoluten Mehrheit in einem Bundesland ist momentan ja noch wackelig. Und auch da werden wieder die, die das jetzt feiern, dann ganz empört und überrascht sein.
zum Beitrag22.07.2026 , 12:07 Uhr
"allerdings ebenfalls" Nein, ein "Ritterschlag" ist etwas anderes. Aktuell ist es möglich, Menschen mit Argumenten zum Thema AfD zu kommen. Wenn das oberste Gericht erst offiziell festgestellt hat, das die AfD nicht verboten werden kann, weil die Anklage nicht darlegen konnte, dass von der AfD eine Gefahr für die Demokratie ausgeht, dann wird das Argumentieren ungleich schwieriger. Dann stehen Anti-AfDler plötzlich auf der Seite der Schwurbler, die das höchste Organ unserer Judikative in Frage stellen. Und die Mitte der Gesellschaft wird die AfD mit neuen Augen sehen.
zum Beitrag22.07.2026 , 11:58 Uhr
Früher waren Homosexuelle ein nach außen homogener Block, der Rechte erkämpfen musste. Früher Wowereit, heute wählen selbst AfDler eine lesbische Frau an die Spitze. Wenn Ziele erreicht wurden, bleibt "den Neuen" nur die Möglichkeit, "noch mehr" zu fordern, um selbst auch "was zu erreichen". Die einzige Möglichkeit ist eine zunehmende Zersplitterung, um weiterhin persönliche Benachteiligungen identifizieren und öffentlichkeitswirksam anprangern zu können. Die Folge ist eine fortschreitende Zersplitterung und Zerfaserung und damit einhergehend eine abnehmende Wirksamkeit nach außen durch innere Konflikte. Wenn da jetzt auch noch weitere Segmentierungskriterien (wie z. B. politische, s. Nahostkonflikt) hinzukommen, beschleunigt das diesen Prozess. Die Bewegung "siegt" sich quasi zu Tode. Und ganz ohne Einfluss von außen wird das Prinzip "Teile und herrsche" die gesellschaftliche Wirksamkeit der vielen kleinen Gruppen weiter schwinden lassen.
zum Beitrag21.07.2026 , 11:06 Uhr
Und was hat jetzt "Ulm 5" mit dem AfD-Verbot zu tun? Klingt eher nach Whataboutism. Der Artikel zeigt exemplarisch, warum ein Verbotsverfahren gegen die Wand fahren würde. Wenn ich schon lese: "Ein AfD-Verbot nimmt niemandem das Wahlrecht, es sperrt niemanden ein." Das gilt auch für ein Verbot von "Die Linke", der Antifa oder der CDU. Sowas wird einem vor Gericht um die Ohren gehauen! Und beim Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte ist es hilfreich, sich mal Einschätzungen von Personen ausserhalb unserer Bubble anzuschauen. Und dann der Aufmacher "Wer Queers ihre Rechte nehmen will" - um am Ende des Artikels nur pauschal das GFF-Gutachten und eine Bushaltestelle zu nennen. Genau diese Denke "Die AfD ist böse, das weiß jede/r, also brauchen wir keine Argumente" ist brandgefährlich. Das wird vor Gericht keinen Bestand haben. Ein gescheitertes Verbotsverfahren wäre ein Ritterschlag für die AfD! Von daher: Kein Verbotsverfahren ohne eine Strategie, die wasserdicht ist. Abgesegnet nicht von IdeologInnen oder NGOs, sondern von JuristInnen aus der Mitte. Denn diese fällen dann auch später das Urteil.
zum Beitrag20.07.2026 , 11:28 Uhr
"Wichtiger als Lohnkosten seien Produktivität, Innovation und Qualität, sagt der Gewerkschafter" Ja, nur sind in diesen Bereichen andere Länder mittlerweile auch ziemlich gut. Und dabei eben noch günstiger. Abgezeichnet hat sich das schon lange, nur haben die Gewinne aus China die deutschen Hochlohnwerke viele Jahre lang quersubventioniert. Dieses Kartenhaus bricht nun zusammen. Aber wenn man sich politische Forderungen so anschaut, ist das denn wirklich schlimm? -Degrowth soll doch toll sein -CO2-Ausstoß in D wird sich verringern -"Zurückdrängung des motorisierten Individualverkehrs" - geht auch in diese Richtung -Jobs im Hochlohnsektor werden reduziert: Reiche will man doch sowieso nicht. Selbst Abteilungsleiter (Fall aus meinem Bekanntenkreis) verdienen im Laufe ihres Berufslebens Millionen -Arbeitslosigkeit? Im letzten Jahr haben knapp eine Viertelmillion Deutsche das Land verlassen. Fast alle jung und knapp 2/3 mit akad. Abschluss. Die reisen den Jobs also hinterher. Und der Rest, der hier bleiben muss? Hey, Verlierer gibt es bei großen Transformationen immer. Es muss denen nur richtig erklärt werden, dass sie für eine gute Sache leiden. Dann passt das schon. Oder doch nicht?
zum Beitrag19.07.2026 , 15:19 Uhr
Naja, hängt auch davon ab, welche Länder involviert sind. Das berühmte "Chlorhühnchen" hat ja schon Widerstand ausgelöst. Gegen die USA ist man schnell, aber das Fleisch kommt aus Brasilien. Lula da Silva und Co. Da ist man dann doch nachsichtiger. Und das wird natürlich ausgenutzt: Abholzuungen im Amazonas reduzieren, das kommt international gut an. Als "Ausgleich" dann den Cerrado industrialisieren und Erdölbohrungen an der Mündung des Amazonasflusses erlauben. Also quasi eine Verschiebung der Naturzerstörung auf ungeschütztere oder weniger im Fokus stehende Nachbargebiete. Und es funktioniert. Das Gute steht international im Fokus, das Schlechte wird lieber ausgeblendet.
zum Beitrag19.07.2026 , 15:00 Uhr
"Bildungspolitik der Linken in MVP ist nicht liberal, sondern maximal autoritär" Ja. Und? Ist das jetzt überraschend? In der DDR war das ganze System so aufgebaut. Studiermöglichkeit für jede/n? Wohl kaum. Wer als politisch unzuverlässig galt oder sich nicht zum Sozialismus bekannte war schon mal raus. Und Wunschstudienplatz? Die Studienplätze wurden streng nach dem vermuteten Bedarf der Wirtschaft und des Staates vergeben.
zum Beitrag17.07.2026 , 12:47 Uhr
Als Background-Info ist es immer hilfreich, sich die Meinung in der Bevölkerung dazu anzuschauen. Habe dazu auf die Schnelle nur eine Quelle (YouGov) zu Grundschulen gefunden: Knapp 85% sind FÜR Sexualerziehung im Unterricht, aber bei Themen wie z. B. Homosexualität oder Transsexualität sind über 90% DAGEGEN. Im Kita-Bereich dürften die Zahlen eher noch deutlicher sein. Es ist also unwahrscheinlich, dass die überwiegende Zahl an Eltern sowie Erziehungspersonal den AfD-Änderungen komplett ablehnend gegenüberstehen wird. Wäre ja auch unrealistisch, die Umfrageergebnisse müssen ja irgendwo her kommen.
zum Beitrag17.07.2026 , 12:30 Uhr
Es soll ermittelt werden, ob eine "Missbräuchliche Nutzung" vorliegt? In einem "kurzen" Gespräch? Und dann noch, ohne sich "psychisch nackig machen" zu müssen? Klingt nicht sehr realistisch. Davon mal abgesehen geht es in dem Gesetz ja gerade darum, den Betroffenen eine solche Prozedur zu ersparen. Das war eine der Ideen dahinter. Dieser Vorteil wurde im Vergleich zur Missbrauchsanfäligkeit stärker gewichtet, Missbräuche damit einkalkuliert und akzeptiert.
zum Beitrag17.07.2026 , 12:18 Uhr
Sehe ich auch so: Das dürfte vermutlich einer der Beweggründe für Liebich gewesen sein. Und: Die Mission war erfolgreich, gerade im direkten Vergleich mit Maja T. (siehe Kommentar weiter unten). Gesetze gelten immer für alle, nicht nur für "die Guten". Daran sollte man bei der Erstellung denken. Kann man über den Fall Liebich vielleicht noch schmunzeln, so zeichnet sich am Horizont noch was ganz anderes ab: Überall werden aktuell Gesetze angepasst, um einer erstarkenden AfD das Regieren zu erschweren, alle sind begeistert und übersehen (schon wieder) eine Sache: Gesetze gelten immer für alle, nicht nur für "die Guten", d.h. bei entsprechenden Wählendenstimmen wird die AfD genau diese neuen Gesetze zum eigenen Vorteil nutzen können. Und alle werden wieder überrascht sagen: "Wie konnte das denn passieren, so war das aber nicht gedacht..."
zum Beitrag16.07.2026 , 14:10 Uhr
Danke, Ihrem Kommentar schließe ich mich an. Kritischer Journalismus sollte sich nicht auf "Laut der Gruppe dauerte der Gewahrsam so lange..." verlassen, sondern selbst recherchieren.
zum Beitrag16.07.2026 , 14:06 Uhr
Das Gegenteil ist eher der Fall: Wer möchte, wird mit Berichterstattung zugeschüttet. Auch mit kritischer. Nur halt nicht in einer Tageszeitung, sondern digital. In Blogs, Foren, Streams (z. B. Twitch), Youtube & Co. etc. Und mangelnde Diversität oder Feminismus? Auch hier das genaue Gegenteil: Man schaue sich die "Online-Nicks" mal so an (z. B. dwarf97, 2Nice, KillerKebab, Madzilla, Disco Ninja, BulletProof ...): Da ist oft völlig unklar, welches Geschlecht sich dahinter verbirgt. Alle können sein, was sie wollen. Völlig egal. Ebenso egal, welches Geschlecht ein Spiel entwickelt hat: Wenn es Spaß macht, spielen es die User. Wenn nicht, dann nicht. So einfach.
zum Beitrag16.07.2026 , 13:50 Uhr
Welche Alternative zur Verhinderung eines atomar bewaffneten Irans gibt es denn? Glückwunschtelegramme haben nicht geholfen. Nordkorea ist schon schwierig, aber der dortige Dikator hängt wenigstens am Leben. Das macht den Einsatz unwahrscheinlicher. Aber in einem Land, in dem der "Tod im Kampf" ein erstrebenswertes religiöses Ziel ist, wären Atomwaffen fatal.
zum Beitrag16.07.2026 , 13:40 Uhr
Wäre nur glaubhaft, wenn dann alle Menschen im US-Staat New York auch auf die Nutzung von KI verzichten müssten. Und auch nur dann würde man erfahren, wie die Menschen das tatsächlich finden würden. Andernfalls nur wirkungsloses Schauspiel. Ähnlich wie Atomausstieg, aber weiter Atomstrom importieren. Oder gegen Fracking sein, aber Fracking-Produkte importieren. Und Vorbild für Europa? Die Rechenzentren werden entstehen. Wenn nicht hier, dann in China mit Kohlestrom. Dann besser hier. Allerdings nicht in Deutschland. Wir haben als "Vorreiter" der Energiewende ja leider so mit den schmutzigsten Strom in Europa. Also eher Norwegen, Island oder so. Oder gleich im All, wie Elon Musk das plant.
zum Beitrag06.07.2026 , 20:22 Uhr
"Manchmal ist es gut, eine gewaltbereite Antifa zu haben: ... wenn der Staat mit dem rechten Auge mal wieder wegschaut" Aber genau das war hier doch in den Augen der Angreifer der Fall: Die Journalisten waren als "Faschisten" deklariert, auf der Demo nicht erwünscht, und die Polizei hat sie nicht entfernt. Also alles gut. Oder doch nicht? Unabhängig von ideologischen oder sonstigen Legitimierungen: Gewaltaffine Menschen, insbesondere in Gruppen, haben keine hehren Ziele, sondern wollen, oh Wunder, Gewalt ausüben. Und es ist eine Illusion zu glauben, man könne einen solchen eskalierenden Mob so steuern, dass es nur "die Richtigen" trifft. Unsere Gesellschaft hat nicht ohne Grund die Selbstjustiz verboten, denn es ist fast ein Naturgesetz, dass es dann regelmäßig auch "die Falschen" trifft. Von daher ist dieser Artikel ein Anfang, mehr aber auch nicht. Es gibt nur zwei Optionen: -Gewaltmonopol des Staates, und "wir" bleiben konsequent gewaltfrei (abgesehen von Notwehr im jur. Sinne), oder -"wir" üben Gewalt aus, jede/r entscheidet selbst über das Maß an Brutalität und ausgewählte Opfer. Mit allen negativen Folgen.
zum Beitrag06.07.2026 , 11:19 Uhr
"doch das macht die Performance ... nicht besser." Darum ging es auch nicht, die Frage war die nach dem Grund. Ist ein psychologischer Mechanismus: Wenn man für etwas den Grund kennt, fühlt es sich erleichternd an. Ungewissheit belastet den Menschen. Das bedeutet aber nicht, dass jemand, der eine Begründung liefert, der Sache positiv gegenüber steht oder diese legitimieren möchte.
zum Beitrag05.07.2026 , 13:04 Uhr
Maja T. wurde durch die Gewaltserie des NSU radikalisiert? Ein besseres Anschauungsbeispiel dafür, welche Auswirkung Gewalt hat, gibt es doch gar nicht. Beide Lager werden wachsen, es wird immer weiter eskalieren. Eine ideologische Legitimierung und einhergehende Entmenschlichung ("Sind doch nur linke Zecken/Nazis/Bullen/Reiche" etc.) wird jede Menschlichkeit ausblenden. Das verselbstständigt sich dann und kann nicht mehr eingefangen werden. Die Opfer werden wahlloser ("Wieso hat der den Bonzen auch gefahren? Dann hätte sie halt nicht Bullin werden sollen. Dann hätte er halt nicht so ein T-Shirt tragen sollen"...). Und "Einbettung in die Gesellschaft"? Ernsthaft? Rund 95 bis 97 Prozent der Deutschen lehnen Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele strikt ab. Es gibt nur ein Entweder-Oder. Absoluter Gewaltverzicht oder "Feuer frei". "Gewalt ja, aber nur wenn es die Richtigen trifft" wird nicht funktionieren. Meine Meinung? Wenn man sich die abstoßenden Bilder von den Neonazis mit ihren Baseballschlägern von damals anschaut - Wie würde die Gesellschaft auf ähnliche Bilder von links reagieren? Wäre das der linken Sache förderlich?
zum Beitrag05.07.2026 , 12:39 Uhr
"Was habe ich ... nicht beachtet?" Den Menschen. Macht macht was mit Menschen. Und für eine Karriere in der Politik ist es sehr förderlich, wenn Macht einem viel bedeutet. Und man sie dementsprechend ungerne teilt oder abgibt. Wenn man dann noch aus einer starken Ideologie die Überzeugung schöpft, besser als alle anderen zu wissen, was richtig ist, ist auch die Selbstlegitimierung perfekt. Menschen sind Menschen, hat nichts mit links oder rechts zu tun. Weltweit versuchen viele linke und rechte MachthaberInnen, ihre Macht zu zementieren und z. B. die Axt an Gewaltenteilung, unliebsame Presse etc. anzulegen.
zum Beitrag05.07.2026 , 12:24 Uhr
Ich bin ja ungerne der Pessimist, aber der "Club der Linken" wird immer exclusiver gemacht. Man schaue sich mal an, was mittlerweile alles als "nicht links" gilt: -Flagge zeigen bei Fußball-WM (lt. YouGov 84% der Deutschen dafür, also "Nicht-Linke") -Rund zwei Drittel der Deutschen halten das geplante "Verbrenner-Aus" ab 2035 für falsch -Migrationspolitik weiter verschärfen (letzte Umfrage, dich ich gelesen habe: knapp über 70% dafür) -Enteignungen von Wohnraum (nur knapp 18% dafür auf Bundesebene) -knapp 97 Prozent der Deutschen lehnen Gewalt zur Durchsetzung politischer Ziele strikt ab Bei so viel Menschen, die man als "nicht jemand von uns" markiert wundert es fast schon, dass noch so viele bei der Linken ihr Kreuz machen. Und es wird nicht besser werden, siehe AfD-Parteitagsdemos: Die Bilder vom Apollo-Typen sind ein PR-Desaster, aber sowas lässt sich leider schwer komplett verhindern. Aber die linken Reaktionen darauf sind das PR-Desaster Teil 2. Selbst wer Gewalt ablehnt und einen solchen Angriff ohne jede Relativierung ablehnt wird sich gut überlegen, diese Meinung offen zu vertreten. Auch intern ist man unerbittlich (s. letzter BuKo der Linksjugend).
zum Beitrag04.07.2026 , 22:21 Uhr
"der Staat ... hätte dann wenigstens mal mehr Geld zur Verfügung" Und was soll das bringen? Die Steuereinnahmen erreichten in den letzten Jahren mehrfach historische Rekordwerte - gereicht hat es dennoch nicht. Und wird es auch nie.
zum Beitrag04.07.2026 , 22:16 Uhr
"Es geht im Artikel nicht darum, was die taz gut oder schlecht findet" Das Wort "Viecher" steht in einer von der taz verfassten Zwischenüberschrift, ist also der taz zuzurechnen und wurde wohl nicht zufällig als Beispiel gewählt. Also bewährte Strategien: -Pack? Ist doch gar nicht so schlimm (s. Yes) oder -ja, ist schlimm, aber bitte nicht beachten, sondern den Fokus lieber auf was anderes legen.
zum Beitrag04.07.2026 , 22:07 Uhr
"ist übrigens empirisch nicht belegt" Doch, ist es. Mehrfach. Als Beispiel sei die KPMG-Studie via „Empty Pack Surveys“ genannt. Alles andere würde ja auch dem gesunden Menschenverstand widersprechen. Der Mensch ist ein Nutzenmaximierer. Je mehr sich etwas "lohnt", desto eher wird es gemacht. Siehe z. B. Tanktourismus. Oder steigende Schwarzarbeit bei höherer Besteuerung von z. B. Mini-Jobs. Belegt ist auch, dass bei Steuererhöhungen ab einem bestimmten Steuersatz die Einnahmen sinken (Laffer-Kurve). Hat Frankreich bei seiner Reichensteuer schmerzhaft lernen müssen.
zum Beitrag03.07.2026 , 18:00 Uhr
Bezahlbarer Wohnraum war das wohl schon: Wenn man die Zahlen nimmt, dann hat eine Wohnung im Schnitt knapp 149 Euro Mietertrag pro Monat gebracht. Bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht: Findet die Sanierung statt? Bleibt es dann keine Schrottimmobilie (oder wird es wieder eine?), verschwindet dann die hier genannte Kriminalität plötzlich etc. - taz, bitte dranbleiben
zum Beitrag03.07.2026 , 17:41 Uhr
Das ist schon lange so. Fahrkartenverkäufe decken grob 50% der Kosten, den Rest zahlen die Steuerzahlenden. Egal, ob sie die Öffis nutzen wollen oder nicht.
zum Beitrag03.07.2026 , 17:38 Uhr
"Vermögens- und Übergewinnsteuer" - Geht i.d.R. nicht, es gilt das Nonaffektationsprinzip. Steuern dürfen nicht zweckgebunden erhoben werden.
zum Beitrag03.07.2026 , 17:29 Uhr
"Viecher"? Menschen, die man nicht mag, darf man also nicht beleidigen? Na sowas. Hier in diesem Blatt wurde Hr. Gabriel zum "größten Sozi aller Zeiten" gekürt (2018), u. a. weil er andere Menschen als "Pack" bezeichnet hat. Generell empfehlenswert: Bevor man eine Handlung begeht/abfeiert, sollte man sich fragen, ob man sie ebenso einschätzen würde, wenn die Gegenseite das Gleiche tun würde.
zum Beitrag03.07.2026 , 17:15 Uhr
Ich habe mich auch gerade gefragt, weshalb Russland die Ukraine angegriffen hat: War die Bildung in der Ukraine zu schlecht? Oder die Gesundheitsversorgung? Oder die Mieten zu hoch? Grönland hingegen soll in allen Punkten ja relativ gut dastehen. Damit sollte die Gefahr durch Trump dann ja gebannt sein. Ebenso absurd, dass da viele gegen das Auto sind, sich nun aber wundern, wenn die Firma Pierburg nicht mehr durch die Produktion von Autoteilen überleben kann. Was allerdings stimmt: Die Ressourcen, die für Rüstung ausgegeben werden, fehlen woanders. Aber die niedrigen Rüstungsausgaben in den letzten Jahrzehnten waren ein außergewöhnlicher Sonderfall. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass ein größerer Teil unseres Wohlstandes wieder in die militärische Sicherung fließen wird.
zum Beitrag03.07.2026 , 16:57 Uhr
Typischer Streisand-Effekt durch die FSK. Wer, ausser eines kleinen typischen Kreises, hätte sich den Film denn sonst angesehen? Jetzt ist er in aller Munde, Zeitungen und Internet sind voll davon. Auch in meinem Umfeld war er schon Gesprächsthema. Mein Statement bisher: "Kann ich nichts zu sagen, habe ich nicht gesehen." Bleibe ich dabei, oder schaue ich mir den Film an, um dann mit in die Diskussion einsteigen zu können?
zum Beitrag03.07.2026 , 16:45 Uhr
"...gibt es auch immer weniger umzuverteilen" Und das ist leider ein Punkt, der zuverlässig ausgeblendet wird. Im Gegenteil sogar fociert wird: Da wird von "Degrowth" gesprochen und "die Reichen" (die das ja alles bezahlen sollen) sollen abgeschafft werden. Und das passiert schon: Habe gerade gelesen, dass im letzten Jahr 29 Milliardäre aus Deutschland ausgewandert sind. Zudem haben lt. des Artikels im letzten Jahr fast 300.000 dt. StaatsbürgerInnen das Land verlassen. Davon knapp 75% mit Hochschulabschluss und die meisten unter 40. Braindrain. Der Kuchen wird also kleiner werden. Und Maschinen ist es egal wo sie stehen. Und wenn eine Maschinensteuer droht, dann produzieren die Maschinen halt woanders. Passiert ja jetzt schon (wg. z. B. hoher Energiekosten). Damit hat sich auch die höhere Mehrwertsteuer erledigt: Wir bekommen Importe nicht geschenkt, sondern nur gegen eine Gegenleistung. Weniger Wirtschaftleistung bedeutet auch weniger Importe und weniger Konsum. Und je höher man die MwSt. dreht, desto stärker bricht der Konsum ein (und damit die Erträge aus der MwSt.). Und der Schwarzmarkt wird blühen (siehe Zigaretten).
zum Beitrag25.06.2026 , 00:29 Uhr
Wie jetzt, Risiko? Es heißt doch immer, dass diese ganzen Aktienzocker ein "leistungsloses Einkommen" hätten? Jetzt doch nicht so safe und leistungslos? Und sonst wird sich immer darüber beschwert, dass die Kapitaleinkommen schneller steigen als die Löhne. Und jetzt soll die breite Masse daran teilhaben, und dann ist es plötzlich auch nicht recht? Verrückter Gedanke: Kann es sein, dass dieser Kritik der selbe Gedanke zu Grunde liegt wie der Idee, dass man für viel Geld lieber Konzernen die Wohnungen abkauft statt dafür neuen Wohnraum zu schaffen? Man stelle sich mal vor: Altersarmut und Wohnraumknappheit (und damit hohe Mieten) wären beseitigt. Linke Parteien hätten keine WählerInnen mehr...
zum Beitrag25.06.2026 , 00:20 Uhr
"Warum ist es bei dieser Sachlage für das Ansehen von Ulmen qualitativ schlimmer, wenn der Eindruck erweckt wird, er habe Deepfake-Videos von seiner Ex-Frau hergestellt?" Es geht nicht darum, was schlimmer ist. Es geht nur darum, ob es wahr ist oder nicht. Wenn er keine Deepfake-Videos hergestellt hat, dann darf man das auch nicht behaupten. Nur weil eine Person was Schlimmes getan hat ist es dennoch nicht zulässig, ihr andere Dinge zu unterstellen, die man weniger schlimm findet.
zum Beitrag07.06.2026 , 13:38 Uhr
Politisch nicht durchsetzbar. Zur Erinnerung: Wir haben ein progressives Steuersystem, wer wenig verdient zahlt wenig bis keine Einkommenssteuern, wer viel verdient, zahlt absolut und relativ mehr Steuern. Bedeutet: Je mehr jemand verdient, desto höher fällt die Steuerersparnis aus. Wer gar keine Steurn zahlt, hat zwar keinen Nachteil, aber eben auch keinen Vorteil. Mit dem Argument, dass nur "die Reichen" profitieren würden, wäre die Idee in der neoliberalen Ecke. Und da Migranten im Schnitt weniger verdienen/profitieren , käme die rechte Ecke noch dazu. Fazit: In der Praxis politisch nicht durchsetzbar.
zum Beitrag19.05.2026 , 19:54 Uhr
Würde denn, wenn der Neuwagenkaufende stattdessen bei seinem Gebrauchten bliebe, jemand auf der Welt mit Kaufwunsch dann einfach ohne Auto bleiben, weil in Deutschland sich jemand nicht trennen möchte? Wohl kaum. Die Realität dürfte eher sein: Der Gebrauchte wird von jemandem gekauft, der seinen noch älteren Gebrauchten an jemanden verkauft, der dann seinen noch älteren Gebrauchten an jemanden verkauft...Und am Ende fällt ein richtig alter "Stinker" aus dem System. Wenn man den Fahrzeugbestand elektrifizieren möchte, dann klappt das nur, wenn man am Anfang der Kette BEVs reindrückt. Davon mal abgesehen sehe ich die Prämie auch kritisch. Aber wenigstens besser als damals die Abwrackprämie, wo völlig intakte Fahrzeuge verschrottet wurden.
zum Beitrag12.05.2026 , 18:25 Uhr
"Habe ich das richtig verstanden? Es gibt Richter, die..." Nein, das haben Sie nicht richtig verstanden. Das mit dem "Mitleid" ist lediglich eine Aussage und Interpretation des Autors, die nicht durch Quellen/Zahlen unterlegt wurde. Vermutlich zielt der Autor auf "mildernde Umstände" (Strafrahmenverschiebung) ab. Und da sind auch Nachschulungen fehl am Platz, denn die Möglichkeit der "mildernden Umstände" ist juristisch so gewollt und auch formalisiert. Richtende können also nicht einfach so aus "Mitleid" den Strafrahmen verschieben.
zum Beitrag09.05.2026 , 15:14 Uhr
Patentrezept für die Förderung von Politikverdrossenheit: Man fragt die Menschen, ob die das wollen, die Menschen sagen nein, und man sagt: "Die Menschen haben das zwar abgelehnt, aber das bedeutet ja nicht, dass die das nicht wollen..."
zum Beitrag09.05.2026 , 15:04 Uhr
Auf diesem Gebiet ist vieles merkwürdig. Wieso können Männer in der Öffentlichkeit viel leichter "obenrum" frei sein als Frauen? Wieso ist es dann "untenrum" bei Frauen nur eine Ordnungswidrigkeit, bei Männern aber eine Straftat (§ 183 StGB - Exhibitionismus)? Wieso ist Kritik von Frauen an Männern positiv, links und empowernd? Wieso ist Kritik von Männern an Frauen negativ, rechts und toxisch?
zum Beitrag04.05.2026 , 19:07 Uhr
Das Gegenteil ist der Fall Wie ja im Text korrekt steht, ist es, wenn die Mittelschichtseltern den hochpreisigen Direktsaft im Biomarkt für Carlotta und Noah kaufen, genauso schädlich. Carlotta und Noah werden also nicht geschützt, lediglich die Unterschicht (die ja laut Artikel die Limo kauft) profitiert von dem Schutz. Klassische Umverteilung von unten nach oben. Umverteilung von Adipositas, Karies, Diabetis etc. Und natürlich profitiert auch hier am Ende die AfD. Dieser Hinweis darf selbstverständlich bei keiner kritischen Betrachtung eines Regierungsvorhabens fehlen.
zum Beitrag04.05.2026 , 18:58 Uhr
Wenn man mal dieses ganze "Reichen-Gedöns" weglässt, dann bleibt ganz simpel: Das eigene Hemd ist einem immer noch am nächsten. Wenn man sich mal die Abstimmung zum Tempelhofer Feld anschaut, genau das gleiche Spiel: Lieber ein Areal zum Skaten und Spazieren, als tausende neue Wohnungen. Die Argumente waren übrigens ziemlich ähnlich. Hätten die Iren mal besser gesagt, dass das Grün für die Umwelt wichtig ist und die neuen Wohnungen durch Konzerne gebaut werden würden. Hätte mehr Unterstützung gegeben...
zum Beitrag02.05.2026 , 12:01 Uhr
"Gegen das System" zu sein ist bei vielen nur so lange angesagt, so lange das System so stark ist, dass man sich sicher sein kann, dass es einem selbst dann trotzdem noch ein nettes Leben ermöglichen kann. Bei der aktuellen Lage (wirtschaftliche- und politische Schwäche, "die Reichen" verlassen mit ihren Unternehmen bereits das Land, Kriege auf der Welt etc.) ist ein System-Change wahrscheinlicher denn je, und einigen wird klar, dass es danach nicht zwingend besser sein muss. "Sei vorsichtig mit dem, was du dir wünscht - Wünsche können wahr werden."
zum Beitrag02.05.2026 , 11:33 Uhr
"Denn natürlich geht es am Ende des Tages um die Inhalte. Ein Nazi ist ein Nazi und ein Free-Jazz-Konzertbesucher ein Free-Jazz-Konzertbesucher" Und wer legt das fest? Ganz genau - Die Gegenseite! Und dann ist es, wenn man sagt "Hey, ich bin kein Satanist, ich mag nur Musik" genauso egal wie wenn man sagt "Hey, ich bin kein Nazi, ich habe nur Vorbehalte gegen eine Corona-Impfung" oder "Hey, ich bin kein Ungläubiger, ich glaube nur an einen anderen Gott". Feindbilder vereinen, und da möchte niemand so genau wissen, wie eine differenzierte und anstrengende Betrachtung aussehen könnte. Von daher sorry Herr Koopmann: Wenn Sie in deren Augen ein Satanist sind, dann sind Sie in deren Augen ein Satanist. Und in deren Augen sind dann auch alle damit verbundenen "notwendigen" Handlungen gegen Sie legitimiert. So einfach (und erschreckend) funktioniert das.
zum Beitrag01.05.2026 , 12:56 Uhr
Medienpräsenz. Aber ich verstehe nicht, weshalb man die an ihrer Aktion hindert. Einfach Schiffe nach Waffen durchsuchen, wenn keine dabei sind, dann nach Gaza fahren lassen und Hilfsgüter abgeben lassen. Wenn alles gut läuft, wiederholen lassen. Wenn den Aktivierenden dort was passiert, dann werden automatisch keine Folgeaktionen mehr starten.
zum Beitrag01.05.2026 , 12:52 Uhr
Und daran wird sich auch nichts ändern, wenn jede Seite nur auf den Gegner schaut und die eigenen Leute von den "Guten" unaufgezählt lässt. Man kann von Weimer halten was man will, aber wegen sowas ein Rücktritt? Vielleicht früher mal. Heute bleibt eine Innenministerien im Amt, eine Graichen-Affäre bleibt folgenlos, eine Bürgermeisterin mit verlorenem Doktortitel bleibt in der Politik etc.
zum Beitrag01.05.2026 , 12:42 Uhr
"Ich wusste gar nicht, dass der Iran über Atomwaffen verfügt" Tun sie auch nicht. Andernfalls wüssten wir es. Machthabende, für die der Tod im Kampf direkt ins Paradies führt, hätten eine solche Waffe bereits eingesetzt. Und nicht nur in "fernen Ländern": Die Fattah-Rakete hat 4.000 Kilometer Reichweit. Die USA wären sicher, Europa eher nicht so...
zum Beitrag26.04.2026 , 00:36 Uhr
In Zahlen: Reiche: 9 GW geplant Habeck: 10 GW geplant
zum Beitrag26.04.2026 , 00:32 Uhr
Sorry, aber wer mit Gestehungskosten statt Systemkosten argumentiert, disqualifiziert sich selbst. Und bei jemandem mit Physik-Diplom ist das vermutlich auch kein Versehen. Der gleiche Trick wie das Rechnen mit Nennleistungen beim gleichzeitigen Ignorieren des Nutzungsgrades. Das Ende vom Lied sind dann wieder "Eiskugel-Enttäuschungen", die den Energiewendegegnern Zulauf verschaffen.
zum Beitrag23.04.2026 , 20:48 Uhr
Ist es das wirklich? Als es in Berlin darum ging, solche Organisationen zu durchleuchten, da war dann ganz schnell angeblich die Demokratie und die Zivilgesellschaft in Gefahr. Man stelle sich mal vor, jemand schaut da genauer hin, und dann ist da nichts. Und dann noch eine Organisation von einer migrantischen Frau. Diese/r Jemand wäre politisch erledigt.
zum Beitrag23.04.2026 , 20:44 Uhr
"Den politischen Konkurrenten kommt dieser Skandal gerade ganz gelegen" Genau diese Fixiertheit auf "Das könnten den Falschen in die Hände spielen" führt zu solchen Skandalen. Man schaut zu lange weg und möchte Dinge nicht wahrhaben, und wenn doch, dann möglichst geräuschlos unter den Teppich kehren.
zum Beitrag23.04.2026 , 20:40 Uhr
Also wenn das damals bei diesem Rentner ok war (der, der Habeck mit einem Shampoo in Verbindung gebracht hat), dann ist das hier doch auch ok.
zum Beitrag27.03.2026 , 13:13 Uhr
Der "Staats-Fetisch" löst nicht das eigentliche Problem. Auch der Staat kann nicht unter Kostendeckung vermieten. Wenn die Kosten nicht über die Mieten gedeckt werden, dann muss Steuergeld ran. Das sollte man ehrlich kommunizieren und auch gleich sagen, werd das bezahlen wird. Die üblichen Nebelkerzen von wegen "das zahlen die Reichen" reichen nicht. In der DDR war auch alles fair und günstig bepreist, jeder konnte sich "alles" leisten. Theoretisch. Das Geld war da. Die Ware aber nicht. Was nützen günstige Wohnungen, wenn sie Mangelware sind? Ein Dach über dem Kopf ist ein Existenzbedürfnis. Wer die Macht über die Verteilung von Wohnraum hat, hat einen mächtigen Hebel. Man konnte ja mal als „Systemfeind“ versuchen, in der DDR eine neue Wohnung zu bekommen. Das ist das eigentliche Ziel der Enteignungsdebatten. Und dieses Ziel kann nur erreicht wedren, wenn die Wohnraumknappheit bis dahin aufrecht erhalten wird. Nur so kann man die Massen mit diesem Thema mobilisieren. Die Grünen mahnen: Was ist mit den Wahlergebnissen passiert, nachdem das Kernthema "Atomausstieg" durch war? Deshalb gibt es Parteien, die den Wohnraummangel nach aussen verurteilen, nach innen zementieren wollen
zum Beitrag23.03.2026 , 12:55 Uhr
Noch eine Lehre, wenn man sich den Stimmenanteil unter den Jungwählenden anschaut: Junge Menschen wählen nicht automatisch links. Hatte man zwar damals gehofft, als man das Wahlalter gesenkt hat, aber junge Menschen sind von der Tendez her oft in Richtung "Abgrenzung von den Alten" unterwegs. Und da ist AfD momentan deutlich mehr "Rebellion" als andere Parteien. Das nächste Erwachen kommt, wenn vermehrt Menschen mit Migrationshintergrund wählen werden. Je nach Stadt haben damals z. B. bis zu 80% der DeutschtürkInnen den Erdogan gewählt. Die Hoffnung, dass das alles mal linke Stimmen werden könnten, wird sich teilweise als trügerisch erweisen.
zum Beitrag15.03.2026 , 16:08 Uhr
"Einzahlung der Beamten in die Sozialen Sicherungssystem Kranken und Rentenversicherung" Dass das eine finanzielle Verbesserung bringen könnte ist eine Illusion. Da die Rentenversicherung massive Steuersubventionen erhält, zahlen Beamte darüber schon jetzt ein. Bekommen aber nichts raus. Beiträge in die Rentenkasse müsste auch wieder der Staat als Arbeitgeber tragen, linke Tasche rechte Tasche. Oder man mutet den BeamtInnen hohe Reallohnverluste zu. Müsste man halt ausprobieren, ob sich dann noch ausreichend qualifiziertes Personal finden lässt. Eine Polizeimeisterin würde dann bei knapp über 2000 Euro netto liegen. BeamtInnen wären übrigens "schlechte" RentnerInnen: Die durchschn. Lebenserwartung und damit Rentenbezugsdauer liegt über dem Schnitt. Und KV: Ich kenne mehrere BeamtInnen, die liebend gerne in die GKV wechseln würden: Ehepartner und Kinder, alle zum gleichen Preis mit inklusive. Der eine hatte eine Vorerkrankung. Für die KGV wäre das egal, seine PKV verlangt einen kräftigen Aufschlag. Jeden Monat. Für immer. Also auch hier: Einfach ausprobieren und GKV für alle öffnen. Viele würden bestimmt freiwillig in die PKV wechseln.
zum Beitrag15.03.2026 , 15:45 Uhr
Ich konnte mich vor vielen Jahren zu diesem Thema mal mit einem Insider unterhalten. Er sagte schon damals, dass eine Rückholung nie passieren wird. Auf meine Rückfrage nach den Gründen sagte er, dass es technisch realistisch schlicht nicht durchführbar wäre. Der größte Anteil des Atommülls stammt übrigens nicht aus AKW, sondern aus Forschungseinrichtungen, Krankenhäusern etc. Und neben schwach- und mittelradioaktivem Müll soll dort wohl auch einiges an Plutonium liegen. Und niemand weiß wohl so wirklich genau, was wo liegt. Wie gesagt, meine Quelle ist nur diese eine Person. Aber wenn das so alles stimmen sollte, dann kann man sich nur an den Kopf fassen, wie unverantwortlich man das damals alles da einfach "reingeschüttet" hat.
zum Beitrag15.03.2026 , 12:48 Uhr
"Nicht die Zahl der Kinder ist entscheidend, sondern ihre Bildung" Das ist schlicht falsch. Die Kombination ist notwendig. Viel ungebildeter Nachwuchs bringt wirtschaftlich genauso wenig wie hoch gebildeter Nachwuchs, der kaum vorhanden ist. Wobei Bildung nur die Vorstufe ist. Entscheidend ist der dann folgende, produktive Einsatz. Was nützen der Gesellschaft z.B. viele gut ausgebildete Altenpflegende, wenn keiner von denen im Job arbeiten möchte. Bildung ist also eine wichtige Säule, aber nur die Berücksichtigung aller Säulen führt zu Zukunftssicherheit. Mit einer Einschränkung: Was gerade jetzt in "kriegerischen Zeiten" sichtbar wird: Neben der Technik ist auch die schlichte Anzahl an Menschen (SoldatInnen) ein Machtfaktor. Eine ständig schrumpfende Gesellschaft hat irgendwann nicht mehr die Option, sich gegen Angriffe zu verteidigen. Als Beispiel dient ja geradezu exemplarisch Deutschland: Riesige Wirtschaftskraft, militärisch ein Zwerg. Erschwerend kommt hinzu: Ein Land wird als Angriffsziel umso attraktiver, je stärker die Wirtschaft und je schwächer die militärische Kraft ist. Nicht ohne Grund versuchen RU und CN gerade verzweifelt, den Bevölkerungsschwund zu stoppen.
zum Beitrag14.03.2026 , 15:08 Uhr
"weil der VS .. linksradikale Kleingruppen beobachtet, die der parlamentarischen Demokratie nicht zutrauen, allen Menschen ein gutes Leben zu ermöglichen." Es muss egal sein, weshalb jemand unsere parlamentarische Demokratie stürzen möchte. Nur weil es aus den angeblich "richtigen" Gründen ist, muss es trotzdem bekämpft werden. Der Weg in die Hölle ist mit guten Absichten gepflastert...
zum Beitrag14.03.2026 , 15:00 Uhr
"...das können nur die mit gutem Einkommen" Das war früher mal so. Gerade Anfang des Jahres gesehen, Screeshot habe ich noch: Neues E-Auto eines rumänischen Herstellers, Leasing 74 Euro/Monat, keine Anzahlung.
zum Beitrag14.03.2026 , 14:55 Uhr
"Sie machen gleich mal 100 % draus." Nein, hat ZTUC nicht. Er hat lediglich gesagt, dass Gas für die Stromerzeugung verbrannt wird und daraus eine Abhängigkeit entsteht. Beides korrekt. Was Sie übrigens mit den Zahlen bestätigen: Ohne Fossile würden uns momentan bis zu 40% Strom fehlen. Und Fakt ist nunmal, dass der Strom in Deutschland auf CO2 bezogen aktuell mit zum schmutzigsten in Europa gehört.
zum Beitrag13.03.2026 , 14:07 Uhr
"Je mehr man verdient, desto mehr gibt der Staat dazu" Nein, desto weniger nimmt der Staat einem weg. Es ist genau die falsche Denkweise zu glauben, dass mein Gehalt eigentlich dem Staat gehört und ich froh sein darf über das, was er mir "gibt", sprich: nicht weg nimmt. Übrigens kann man nur berufliche Fahrten ansetzen. Und auch Bahn und Fahrrad.
zum Beitrag13.03.2026 , 14:01 Uhr
"Es ist genau anders herum. Der Individualverkehr ist ineffizient." Wenn das so wäre, dann wäre der ÖPNV nicht teurer. Flächenverbrauch? Ja. Aber schon beim Energieverbrauch dreht sich das Blatt. Ausserhalb der Rushour sind die Öffis auf die einzelne Person gerechnet sehr energiehungrig und kostenintensiv. Wie gesagt: In naher Zukunft wird es nichts effizienteres geben als autonome Fahrzeuge. Damit erledigen sich auch die Einwände von Edda und ihre Wünsche werden erfüllt.
zum Beitrag12.03.2026 , 11:40 Uhr
Nur war Bahnfahren vor dem Sozialticket von neun Euro deutlich teurer. Wenn Benzin für kurze Zeit von 1,50 Euro auf 0,75 Cent fallen würde, um danach wieder auf 1,30 Euro zu steigen, dann würde es keinen Aufstand geben. Und ja, Bahnfahren ist teuer. Und das trotz massiver Subventionen. Das zeigt, dass dort sehr viele Ressourcen eingesetzt werden müssen, und das offensichtlich nicht sehr effizient. Dann muss man irgendwann eine ehrliche Rechnung aufmachen: Ist es effizienter (Geld, Umweltauswirkungen etc.), wenn statt mit der Bahn alle mit z. B. E-Autos transportiert werden. Der Busverkehr scheidet vermutlich aus. Ausserhalb der Rushour werden da eine Hand voll Personen von fast 30 Tonnen Bus transportiert. In naher Zukunft wird es nichts effizienteres geben als autonome Fahrzeuge (Autos, Kleinbusse), die ich bei Bedarf per App buche und die nach meiner Fahrt wieder anderen Personen zur Verfügung stehen. In Leerlaufzeiten hängen die am Stromnetz und bilden einen Riesenakku :-)
zum Beitrag12.03.2026 , 11:26 Uhr
"hineinspringen und wie ein Maulwurf darin herumwühlen?...dem Geldkreislauf entzogen" Was sollen solche Absurditäten, wo doch der Autor offensichtlich selbst erkannt hat, dass da keine Milliarden in einem Geldbunker liegen. Übrigens einer der Gründe, warum Reiche reicher werden: Das Geld darf nicht rumliegen, es muss investiert sein. Und ab welchem Kontostand muss man einen Menschen denn hassen? "...völlig kaputt...noch nichts Konstruktives geschafft... nichts erfunden...weiß nichts von der Welt.... zu dumm" Wie viel Hass muss ein Mensch in sich tragen, um solche Zeilen zu schreiben? Einer der Gründe, weshalb Musk so abgelehnt wird: Er zeigt plakativ, dass das heute so angesagte "Worte sind entscheidend, reden wir darüber, bilden einen Arbeitskreis, erklären wir das den Menschen besser" etc. in der Realität keine Chance hat gegen "tatsächlich machen!". Alles das, was Musk erreicht hat, hätten andere auch erreichen können. Nur: Haben sie nicht. Viele hätten damals bei Tesla kurz vor der Pleite investieren können. Haben sie aber nicht. Viele hätten die richtigen Leute suchen und SpaceX gründen können. Haben sie aber nicht. Man war selbst nicht mutig und hasst nun die Mutigen.
zum Beitrag10.03.2026 , 17:54 Uhr
Und auch nicht bei der Waffenproduktion, lediglich beim Export. China, Indien etc. rüsten massiv auf, behalten daher die meisten Waffen selbst und exportieren weniger.
zum Beitrag10.03.2026 , 17:42 Uhr
Ich übersetze für Sie: Von Linke, SPD und Grüne sind 80.000 zur AfD abgewandert. Ich muss nichts verschleiern, die anderen Zahlen stehen bereits im Artikel. Aber genau wegen solcher krampfhaften Anstrengungen, gewisse Dinge auszublenden, und nur das Andere sehen zu wollen ("Der einzige Aspekt..."), wird die von mir oben angesprochene Analyse kaum stattfinden. Und damit wird es auch keine Veränderungen geben, inkl. des weiteren Aufstiegs der AfD. Ich bin ja sonst kein Pessimist, aber Ihr Kommentar zeigt mir wieder, wie hoffungslos die Lage ist. Mit Schmähungen wie "agd" und sonstigem Kinderkram wird man ausserhalb der eigenen Blase keinen Boden gutmachen.
zum Beitrag10.03.2026 , 17:32 Uhr
"Obwohl die Männer nachts unsichtbar sein wollen..." - Sicher, dass das nur Männer sind? Und Pfand auf alles? Wie soll das organisatorisch geleistet werden? Und finanziell? Mal für die Kinder ein paar Hosen und Socken gekauft, zack, 300 Euro Pfand abdrücken. Ja, bekomme ich ja irgendwann vielleicht mal zurück, aber muss trotzdem erstmal gestemmt werden. Andererseits auch Chancen: Klamotten günstig im Ausland kaufen und hier abgeben. Pfandbetrug ist ja nicht neu, aber hier lohnt es sich dann richtig. Und Kehrwoche und Co.? Alle müssen dann beseitigen, was ein paar unangenehme ZeitgenossInnen weggeworfen haben? Klingt nicht fair und verleitet erst recht zur Vermüllung. Es gibt übrigens sehr saubere Städte, und viele davon haben eine Gemeinsamkeit: Hohe Geldstrafen für Vermüllung. Klar wäre es schön, wenn warme Worte reichen würden. Aber wenn das so wäre, dann bräuchten wir auch keine Strafen für Tempoüberschreitungen etc. Wenn man etwas verändern möchte muss man beachten, wie der Mensch funktioniert. Nicht wie er funktionieren sollte.
zum Beitrag10.03.2026 , 17:19 Uhr
Ein wichtiger Punkt: Der Name "Heiratsstrafe" kam nicht von ungefähr. Eine gemeinsame Veranlagung konnte bedeuten, dass man mehr Steuern zahlt als wenn beide PartnerInnen alleine veranlagt hätten. Von daher bedeutet die Änderung bei vielen eine deutliche finanzielle Besserstellung als vorher. Das ist auch die Antwort auf die Frage "Warum nicht auch in Deutschland?": Hier würde die Abschaffung des Ehegattensplittings für viele einen finanziellen Nachteil ergeben. Und da nicht wenige Menschen nur so lange hinter edlen Forderungen stehen, wie sich daraus keine Nachteile für einen selbst ergeben, dürfte jede Partei, die da ansetzt, massiven Unmut ernten. Und zwar von ganz links bis ganz rechts. Auch wenn die Abschaffung für die Steuereinnahmen ein Segen wären.
zum Beitrag09.03.2026 , 18:27 Uhr
Hier ein paar Zahlen zur Wählerwanderung zur AfD (Quelle: ARD): CDU, FDP insg. 145.000 zur AfD abgewandert RotRotGrün insg. 80.000 zur AfD abgewandert Insbesondere der zweite Wert sollte analysiert werden, wird im Artikel aber komplett ausgespart.
zum Beitrag07.03.2026 , 10:51 Uhr
Wenn man sich die Fotos von Frauen im öffentlichen Raum vor der Machtergreifung anschaut, das Party-Nachtleben in Teheran in den 70er-Jahren etc. - Ich sehe da durchaus Chancen auf Stärkung der Frauenrechte.
zum Beitrag07.03.2026 , 10:45 Uhr
"Wir sind das demokratischste Medium in diesem Bundesland." Solche selbstüberhöhenden Aussagen sind immer ein Grund, da kritisch hinzuschauen. Demokratie bedeutet nicht, sich mit ein paar Leuten aus der eigenen Szene zusammen zu tun und in dieser Gruppe abzustimmen. Aktuell stehen ca. 67% der Wählenden in dem Bundesland nicht links (FDP, CDU, AfD). Wer sich der Demokratie verschrieben hat, müsste also auch diese Stimmen anteilig berücksichtigen. Ob das passiert, kann ich nicht beurteilen. In meinen Augen sollte Corax weitermachen, aber die eigene Relevanz und Selbstwahrnehmung einem Realitätscheck unterziehen. Und ausserdem: Entweder kein Geld für irgendeinen Radiosender, oder aber Geld für Radiosender, dann aber aller politischen Strömungen. Wie die Realität aussieht weiß ich aber nicht: Keine Ahnung, ob es auch "rechte" geförderte Radiosender gibt. Aber ich will da auch lieber niemanden auf eine Idee bringen...
zum Beitrag07.03.2026 , 10:22 Uhr
"...die Türen vor der Nase zu...aus ihren Schlafzimmern" werfen... Wer das machen kann, hat im Bereich Gleichberechtigung sowieso schon viel erreicht. Aber eine große Anzahl an Frauen auf der Welt dürfte einen solchen Versuch schnell bitter bereuen. Die größte Gefahr für den Feminismus ist der häufige Irrglaube, dass Frauen den Männern in allen Bereichen ebenbürtig wären. Wer mal die Anzahl an Männerhäusern mit der an Frauenhäusern vergleicht sieht schnell, dass das nicht so ist. In letzter Instanz entscheidet die physische Überlegenheit. Klingt hart, ist aber die Realität. Wer sich mal Fotos von Frauen im Iran vor und nach der Machtergreifung anschaut sieht, was Rechte auf Papier wert sind, wenn die physisch Überlegenen eigene Ziele verfolgen. Bei uns kann z.B. die Polizei den prügelnden Ehemann der Wohnung verweisen. Der Mann geht, aber nicht, weil die Polizei so nett gefragt hat, nein, die Polizei ist schlicht überlegen (Anzahl, Ausrüstung, Bewaffnung etc.) und unterstützt das Anliegen der Frau. Gleiche Rechte für Schwächere gibt es nur, wenn die Stärkeren das zulassen. Dazu müssen Männer eingebunden werden und nicht als Gegner markiert werden. Das schadet sonst dem Feminismus.
zum Beitrag06.03.2026 , 16:51 Uhr
Unauffällig umsehen, ob Flyer herumliegen? Was für eine Verniedlichung. Da steht ganz offen an der Fassade "Deutschland verrecke bitte". Also mehr "Delegitimierung des Staates" geht ja kaum. Ein solche Meinung kann man haben. Dann sollte man aber auch den Stolz haben, vom verhassten System kein Geld anzunehmen.
zum Beitrag06.03.2026 , 16:44 Uhr
Senkung der Stromsteuer für alle? Ohne Nennung einer realistischen Gegenfinanzierung reiner Populismus. Und mit realistisch meine ich keine ideologischen Nebelkerzen von wegen "Aber wir müssten nur die Reichen blablabla..." Es wurde demokratisch entschieden, dass CO2 "teuer" sein soll. Und unser Strom gehört in Europa mit zum CO2-intensivsten Strom. Es wurde schon vor Jahren von einer zukünftig "angebotsorientierten Stromversorgung" gesprochen, nicht jeder Mensch wird also immer Strom haben können. Als diese Strategie noch niemanden persönlich betroffen hat, fanden das alle ok. Und nun wo es langsam in diese Richtung geht wird aufgeheult.
zum Beitrag06.03.2026 , 16:36 Uhr
Was hat denn der Protest gegen Wehrdienst zwingend mit Unterrichtsausfall zu tun? Zumal eine Demo am Nachmittag in der Rush-Our ziemlich sichtbar wäre. Aber da der Artikel schwerpunktmäßig auf die Herabwürdigung des PHVN setzt, scheinen Argumente auch gar nicht nötig. Dabei gibt es ein Argumument, welches auch schon bei den Klima-Demos zu sehen war: Ausserhalb der Schulzeit können die Demos schlicht nicht stattfinden. Mangels Teilnehmenden.
zum Beitrag22.02.2026 , 14:42 Uhr
"hat die BR nicht einmal genutzt, diese doppelten Traditionen zu verknüpfen" Das ist in der Tat sehr schade, wäre es doch eine gute Möglichkeit gewesen, Gemeinsamkeiten und verbindende Elemente zu betonen. In Zeiten der Spaltung umso wichtiger.
zum Beitrag22.02.2026 , 14:25 Uhr
Klassischer Fall von NIMBY. Dann lieber Gas von ganz weit weg, da sieht man die Schäden wenigstens nicht. Genau wie mit dem Atom-Aus, und dann Atomstrom importieren. Durfte ich gerade im eigenen Umfeld miterleben, wie sehr grüne Mitmenschen einen Windpark in der eigenen Nachbarschaft verhindert haben. Die waren schon für Windkraft, hatten aber natürlich ganz viele Argumente, warum das gerade dort natürlich sehr ungünstig wäre. In Zeiten intelligenter Stromzähler bietet sich ein Versuch an: Wer gegen Gas, Kohle und Atom ist bekommt so lange Strom, wie die Erneuerbaren liefern. Für die Zeit der Dunkelflauten wird dann der Strom abgestellt. "Angebotsorientierte Stromversorgung" nannte das mal jemand... Ich hoffe, dass möglichst schnell Speichermöglichkeiten für Öko-Strom ausgebaut werden. Bis dahin werden aber Backups benötigt.
zum Beitrag22.02.2026 , 14:17 Uhr
Die Gaskraftwerke sind die geplanten Backups für den Ökostrom. Momentan können wir Dunkelflauten noch nicht anders überbrücken als mit fossiler Energie (oder importiertem Atomstrom). Laut Bundesnetzagentur dauern die meisten Dunkelflauten deutlich weniger als zwei Tage, aber schon solche Blackouts würden die Akzeptanz für die Energiewende nahe Null schicken.
zum Beitrag22.02.2026 , 13:54 Uhr
Nur mal zwei Beispiele aus meinem Umfeld: Da erstellt eine KI in Sekunden tausende Produktdetailseiten für einen Webshop, inkl. Produktfotos, Videos und Texten. Die entsprechende Abteilung wurde übrigens massiv zusammengestrichen. An anderer Stelle erkennt eine KI fehlerhaft produzierte komplexe Teile (Kamera/Bildauswertung). Und heute gerade gelesen: In China erstellt eine KI anhand von DNA-Proben wohl recht gute Fahndungsfotos. Schon 2017 gab es einen Test zum Thema Hautkrebs (Dt. Ärzteblatt): Von 157 Dermatologen aus 12 deutschen Universitätskliniken schnitten nur 7 besser ab als das Neuronale Netz. Zudem gibt es bereits von KI "designte" Medikamente, die sich bereits in der klinischen Prüfung befinden. Usw. usf...
zum Beitrag20.02.2026 , 17:27 Uhr
Als ich im Januar gelesen habe, dass die CSU verlangt, dass sich die von „Demokratie leben“ geförderten Projekte zum Grundgesetz bekennen sollen, war ich ziemlich erschrocken. Nicht wegen der Forderung. Ich dachte, dass das Bekenntnis zum Grundgesetz sowieso selbstverständlich wäre.
zum Beitrag09.02.2026 , 15:59 Uhr
Dann sollen sich doch Leute, wenn die Wohnung zu teuer wird, einfach eine günstigere suchen, oder? Ach, die gibt es nicht? Vielleicht zeigt Ihnen das ein wenig die richtige Richtung zur Zielerreichung. Knapp 64% aller Mietwohnungen werden übrigens von privaten Kleinvermietenden angeboten, die Marktmacht der Konzerne also oft überschätzt. Die Konzerne dürften Ihrer Idee gegenüber vermutlich nicht komplett abgeneigt sein: Vor Jahrzehnten günstig eingekauft, und jetzt im großen Paket verkaufen, wo die Marktpreise ganz oben sind. Und in zwei Jahrzehnten runtergewirtschaftet wieder aufkaufen. Man kann von linker Ideologie auch prima kapitalistisch profitieren. Es gibt nur eine Lösung: Kein Geld für Nullsummenspiele (Geld für bereits bestehende Wohnungen ausgeben), alles Geld in Neubau. Wird aber nicht passieren: Befriedigt keine ideologischen Rachegelüste, dauert lange und bringt nichts für die nächsten Wahlen, gibt Ärger mit den bereits dort Wohnenden. Und was wäre man politisch ohne das Thema Wohnraummangel?
zum Beitrag09.02.2026 , 15:48 Uhr
Mich würde so eine Zahl nicht wundern, der Staat muss halt nicht auf Effizienz achten. Wenn man sich mal die Verschuldungen der landeseigenen Wohnungsgenossenschaften anschaut, weiß man, wohin die Reise geht. Wichtig ist halt primär, dass nicht ein böser Konzern zum Zug kommt. das gibt Wählendenstimmen. Was danach passiert ist nicht mehr so wichtig. Das ICC in Berlin wurde zuletzt 2014 richtig genutzt. Und da kein politisch genehmer Nachnutzer gefunden werden konnte, kam man auf die glorreiche Idee, es 2019 auch noch unter Denkmalschutz zu stellen. Klar kostet das alles jedes Jahr Unsummen, für die man auch Wohnraum hätte schaffen können. Aber hey, man stelle sich mal vor, ein Konzern hätte das ICC gekauft! Da ist so ein kleines Opfer wie weniger Wohnraum doch wohl zu verschmerzen. Ausserdem kann man sowieso nur von den Menschen gewählt werden, die eh schon im Bezirk wohnen.
zum Beitrag08.02.2026 , 19:39 Uhr
Warum wirft man einen Bumerang und wundert sich dann, wenn er zurückkommt? Als es gegen rechts ging: Ausweitung der Befugnisse des VS, Meldestellen, Delikte unterhalb der Strafbarkeitsschwelle, Radikale raus aus dem Staatsdienst etc. - alle jubeln. Und dann werden die Regelungen logischerweise auf alle ausgeweitet - "oh nein, so war das ja aber gar nicht gewollt..."
Um mal ganz schwarz zu malen: Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Gesetzen, Regelungen etc., bei denen wir uns noch wundern werden, wie eine regierende AfD diese plötzlich zum eigenen Vorteil nutzen wird.
zum Beitrag05.02.2026 , 12:45 Uhr
Einen solchen Ort kenne ich auch. Ich bei uns die öffentliche Bücherei. Schön, dass es sie gibt.
zum Beitrag05.02.2026 , 12:42 Uhr
"das ist Kuschen vor einer lauten Minderheit." Dafür finde ich im Text keine Belege. Es werden wohl nicht nur die 60.000 was gegen höhere Spritpreise haben. Laut Civey (für Spiegel) waren vor ein paar Jahren 81% der Autofahrenden gegen höhere Spritpreise. Diese Quote dürfte beim ADAC vermutlich eher höher liegen. Es ist manchmal schon grotesk, wie reflexartig und selbstverständlich die eigene Meinung ohne weitere Recherche als "Mehrheitsmeinung" gesetzt wird.
"Konservative Institutionen haben wenig Rückgrat" Wer hätte denn anderes erwartet? Das wurde denen ja nun über Jahre ausgetrieben. Da wurden von Unis DozentInnen ausgeladen, weil ein paar Studis sehr laut waren. Da hat eine Innenministerin einen Mitarbeiter entlassen, weil sich ein Fernsehmoderator Geschichten zu ihm ausgedacht hat etc.
Und anders als bei "gesponsorten" Gruppen kann der ADAC nicht von "Applaus" und einer moralisch "richtigen" Haltung leben. Er lebt im Wesentlichen von den Beiträgen der MitgliederInnen. Sind die weg, ist der ADAC tot. Die werden also sehr genau schauen, wie deren Gemütslage ist.
zum Beitrag05.02.2026 , 12:25 Uhr
"Vorhersage: die Mittel werden nicht als Klimageld ausgeschüttet" Das ist ja jetzt keine sehr gewagte Prognose. Das eigentlich versprochene Klimageld wird den Menschen ja schon jetzt vorenthalten (natürlich wie immer "aus guten Gründen"). Politikverdrossenheit und Energiewendeablehnung gibt es für sowas gratis.
zum Beitrag31.01.2026 , 15:12 Uhr
"Für ihre Fans ist das eine herbe Enttäuschung." Ist das so? Kann die Autorin da einfach mal für alle sprechen, nur weil sie so denkt? Ich kenne das durchschnittliche "Fanprofil" von N. Minaj nicht. Ist ein wenig wie damals, als sich "jeder" sicher war, dass Trump nicht gewinnen könne. Hat er dann aber doch. Und "alle" waren schockiert. Vielleicht muss man einfach akzeptieren, dass es viele Menschen gibt, die anders ticken als man selbst.
zum Beitrag31.01.2026 , 15:04 Uhr
Wer Rechsstaatlichkeit anmahnt sollte als erste Einordnungen wie "25, nonbinär, Antifaschist*in" oder auch "an fünf Orten Rechtsextreme ... attackiert". Hier hat eine Gruppe Menschen anderen Menschen aufgelauert, und ihnen mit Schlagwerkzeugen schwere Verletzungen zugefügt. Jeder Versuch, durch Zuschreibungen die TäterInnen zu entlasten bzw. die Opfer zu entwerten, zielt eben gerade nicht auf Rechtsstaatlichkeit ab. Der Rest muss egal sein, ob die sich jetzt "Hammerbande" oder "Prinz-Reuß-Gruppe" nennen (die übrigens ohne Anklage schon über drei Jahre in U-Haft sitzen).
zum Beitrag31.01.2026 , 14:45 Uhr
Staatlich festgelegte Maximalpreise, die unter den Marktpreisen liegen, führen zu Schwarzmärkten. Immer. Und zu immer neuen staatlichen Versuchen, diese Ausweichbewegungen zu verhindern, was wieder neue Ausweichbewegungen verursacht. In unserer dunklen Vorzeit wurde der Schwarzmarkthandel sogar mit dem Tode bestraft. Es gab ihn dennoch. Und die DDR ein Land des Mangels? Nicht doch, es gab eigentlich alles. Natürlich gegen West-Mark. Unter der Hand. Die massivste Auswirkung des Urteils fehlt übrigens noch in der Betrachtung: Der typische Mieter ist nicht das selbstlose, nette Vermieter-Opfer, das aus lauter Nettigkeit ein Zimmer an einen anderen Menschen abgibt. Auch hier ist die Möglichkeit, einen Gewinn zu erwirtschaften, sehr attraktiv. Bedeutet: Ohne diese Möglichkeit wird das Angebot an Untervermietungen stark abnehmen. Ist ja auch logisch: Wenn ich mir schon jemand Fremdes ins Haus hole, auf ein Zimmer verzichte und mir Küche und Bad teilen muss, dann muss sich das doch bitte auch lohnen. Und auch die Idee des Artikels würde ähnliche Auswirkungen haben: Wer würde denn noch seine vom Munde abgesparte Altersvorsorge vermieten, wenn daraus dann plötzlich eine Studi-WG wird?
zum Beitrag27.01.2026 , 21:38 Uhr
"Würden alle Lehrer Vollzeit arbeiten, gäbe es keinen Lehrermangel." Ist das denn realistisch? Klar könnte man sagen "Vollzeit oder gar nicht!". Es gibt allerdings nicht wenige, die dann keine Wahlmöglichkeit haben, weil Vollzeit schlicht nicht darstellbar ist (Gesundheit, familiäre Situation etc.). Dieser große Personenkreis würde dann aus dem Schuldienst aussteigen müssen. Es wäre ein Rechenspiel, ob die Personen, die von TZ auf VZ gehen, diesen Effekt überkompensieren würden.
zum Beitrag20.01.2026 , 21:24 Uhr
"Aber jeder sucht sich die Kronzeugen, die ihm*ihr am besten in den Kram passen" Oder man möchte einfach verschiedene Stimmen berücksichtigt sehen, um sich selbst ein Urteil bilden zu können. Deshalb meine Ergänzungen.
zum Beitrag20.01.2026 , 21:22 Uhr
"In den Niederlanden gibt es keine PKV" Das ist nicht ganz korrekt. Es gibt diverse private Krankenversicherungen, die allerdings eine vorgeschriebene Basisversicherung für alle anbieten müssen. Und wer mehr möchte, muss Zusatzversicherungen abschließen. Ein Erfolgsfaktor der Niederlande ist übrigens die Selbstbeteiligung: Im letzten Jahr mussten die ersten 385 Euro Jahresbehandlungskosten selbst bezahlt werden, erst danach zahlte die Versicherung.
zum Beitrag20.01.2026 , 21:17 Uhr
Und wenn nicht genügend Privatpatienten auftauchen, dann lässt die ganze Praxis die Timeslots verfallen und spielt in der Zeit Skat? Ihr Beispiel ist eine Bestätigung meines Beispiels: Wenn jemand vorgezogen wird, dann müssen andere länger warten. Lediglich die Reihenfolge ändert sich. Ob die Vorgezogenen jetzt Dringlichkeitspatienten oder PKV-Patienten sind, es ändert nichts an der Systematik.
zum Beitrag20.01.2026 , 09:26 Uhr
Der Vorsitzende der Kassenärztliche Bundesvereinigung Andreas Gassen sagte übrigens gerade, dass die telefonische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung "natürlich" zum Missbrauch einlade. Und noch zur Überschrift des Artikels: iwd: "Deutschland und Dänemark haben EU-weit höchsten Urlaubsanspruch" oecd "Hours worked" Germany ganz hinten mit 1335 Stunden. Wir haben im internationalen Vergleich in unserer Balance schon recht viel life und nicht so viel work. Das sind halt einfach die Zahlen, die im Kommentar von Flix fehlen, obwohl der erste Satz ja eigentlich auf Zahlen abzielt. Und hier passt der obige Satz, dass wenn man diese Zahlen schlicht ignoriert, man ideologiegetrieben agiert.
zum Beitrag20.01.2026 , 09:16 Uhr
Natürlich sind die durchschnittlichen Wartezeiten nicht gesunken, wie denn auch? Die Kapazitäten haben sich ja nicht verändert. Sie waren vorher komplett ausgelastet und sind es auch jetzt noch. Nur die Reihenfolge hat sich geändert: "Dringlich" wird vorgezogen, "normal" dann halt zurückgestellt. Das gilt für jeden Bereich: Man kann sich ganz viel tolle und gerechte Verteilungen überlegen, aber der gesamte Kuchen bleibt gleich. Wenn man das möchte, dann muss man Maßnahmen ergreifen, die den Kuchen vergößern. Das ist aber deutlich schwieriger und zeitaufwändiger, siehe Wohnungsmarkt.
zum Beitrag12.01.2026 , 17:52 Uhr
Internet abschalten wäre die einzig folgerichtige Lösung. Aber das wird wohl niemand wollen (ich auch nicht). Wer will schon auf E-Mail, surfen, online taz lesen, Filme streamen etc. verzichten? Aber bei KI plötzlich aktiv werden. Warum? Weil KI für viele Menschen noch zu wenig Alltagsbestandteil ist. Was einen nicht direkt betrifft, kann man gerne verbieten. Dabei handelt es sich um eine Phantomdiskussion, ähnlich wie beim Thema CO2 und unseren knapp 2% Weltanteil. Klar geißelt man sich gerne selbst und übt Verzicht für die moralisch gute Sache, nur: Es bringt nichts. Die Frage ist nicht ob, sondern wo die Rechenzentren entstehen. Und da ist unsere Chance auf einen Beitrag zum Umweltschutz: Als Wissens- und Forschungsgesellschaft können wir Innovationen hervorbringen, mit denen wir und der Rest der Welt Ressourcen sparen können. Energie ist bspw. einer der Hauptkostenpunkte bei Rechenzentren, und es wird alleine schon aus diesem Grund um jede Wattstunde gekämpft und mit verschiedensten Rechenzentrums-KPIs gearbeitet. Am schlechtesten ist es aktuell: Strom aus Kohle hat die mit Abstand höchste Zahl an Toten pro TWh (Feinstaub, Radioaktivität etc.) aller Energiequellen.
zum Beitrag11.01.2026 , 11:43 Uhr
Zumal die Normalisierung schon lange stattgefunden hat. Schon in der Anfangszeit, als die AfD noch "Professorenpartei" war und als quasi einziges Thema die andere Ausgestaltung des Euro hatte, wurde sie als rechtsextrem tituliert: "Wer einen anderen Euro will, will gar keinen Euro. Wer gar keinen Euro will, will kein Europa. Wer kein Europa will, will Krieg..." Dann wurden auch noch CDUler von Demos ausgeschlossen etc. Es ist also auch eigenes Verschulden, dass sich das Label "rechtsextrem" derart abgenutzt hat, dass die AfD sogar zulegen kann, obwohl ein Verfassungsschutz "gesichert rechtsextrem" feststellt.
zum Beitrag11.01.2026 , 11:34 Uhr
"Was mache ich mit den AfD Wählern? Diese Frage würde sich nicht stellen, wenn man die Partei verbietet." Diese Aussage veranschaulicht eine der Hauptursachen des Problems. Nein, wenn man Auswirkungen verbietet, sind die Ursachen nicht verschwunden. Noch in diesem Jahr besteht die reale Gefahr, dass die AfD in einem Bundesland die absolute Mehrheit an Sitzen erringt. Dahinter stehen Wählende. Und die denken nach einem Verbot nicht plötzlich "Och ja, AfD ist weg, dann wähle ich halt wieder SPD..." Das Gegenteil dürfte eintreten: Weitere Radikalisierung, Wankelwähler driften nach rechts, eine AfD 2.0 stellt den KanzlerIn. Die einzige Lösung ist, die Sorgen der Wählenden zu bearbeiten, laut Ipsos die Top drei: Armut, Kriminalität, Einwanderung. Wenn "wir" da nicht aktiv werden, werden "die" es tun. Und zwar radikaler. Meine Befürchtung ist, dass man sich diesen Themen nur unzureichend stellen wird, sondern lieber mit erhobener Ideologie untergehen wird. Zumindest kann man dann danach sagen, dass man ja moralisch auf der richtigen Seite gestanden hat.
zum Beitrag10.01.2026 , 22:02 Uhr
Das Interview zeigt an einigen Stellen exemplarisch, weshalb der Kampf gegen die AfD scheitern wird, Stichwort "aus der Bubble für die Bubble". "...würde sie mit der Minderheit wohl nichts mehr demokratisch aushandeln." Reine Behauptung. Ist für alle in der Bubble klar, aber ausserhalb schwer vermittelbar, Insbesondere wenn mit MP Günther nun sogar ein CDUler von Pressezensur spricht. "weil CSU-Politiker fast dasselbe gesagt hatten." - Ergänzendes Zitat: "Wer das Gastrecht mißbraucht, für den gilt nur eines: Er muss raus, aber schnell". Von einem SPDler, der später Kanzler wurde (Plenarprotokoll 13/197). "Objektiv gehen die Zahlen der Asylsuchenden nach unten. " Korrekt. Aber die Abnahme erfolgt von einem sehr hohen Niveau. Die Zahlen sind heutzutage für jeden online einsehbar, solche Taschenspielertricks fliegen sofort auf. Zumal Zahlen sowieso nur schlecht wahrgenommen werden. Viel stärker beeinflusst werden Menschen von persönlichen Wahrnehmungen. Und da kommt wieder der Begriff "Stadtbild" ins Spiel. "inzwischen ist der ganze Laden doch auf Höcke-Linie" - Die internen Kämpfe zwischen Höcke-Flügel und dem Rest sind einem Experten unbekannt? Raus aus der Bubble!
zum Beitrag10.01.2026 , 12:26 Uhr
"Ein Bus braucht nur einen Fahrer auf 50 oder mehr Personen..." Die Dinge müssen in der Realität funktionieren, dazu Infos: Laut dem Verband deutscher Verkehrsunternehmen sind Solo-Busse bei ca. 70 Personen voll belegt. Laut Destatis sind Linienbusse im Durchschnitt zu 20 Prozent ausgelastet, also nach VDV ca. 14 Personen. Ein Mercedes Citaro wiegt knapp 12 Tonnen und verbraucht ganz grob zwischen 25 und 35 Litern Diesel auf 100 km. ÖPNV hat ganz klar Vorteile, aber man muss schon realistisch sein und darf keine "Wunder" bezüglich Kosten und Umwelt erwarten, ansonsten gibt es Enttäuschungen auf allen Seiten.
zum Beitrag10.01.2026 , 11:39 Uhr
"Es gilt, den Willen der Mehrheit umzusetzen." Nur zur Einordnung, ohne Bewertung von "Hamburg klimaneutral 2040": Bezogen auf die Einwohnendenzahl haben knapp 16% dafür gestimmt.
zum Beitrag10.01.2026 , 11:29 Uhr
Symbolpolitik hat "Signalcharakter, um gewisse Reaktionen hervorzurufen, ohne aber das konkrete Problem zu lösen". Es ist kein Zufall, dass Trump aus allen 65 Organisationen quasi gleichzeitig ausgestiegen ist: Maximale Auslösung von Reaktionen. Hat ja auch geklappt. Übrigens: Es ist tatsächlich möglich Kommentare zu schreiben, die ohne abwertende Unterstellungen auskommen.
zum Beitrag09.01.2026 , 18:50 Uhr
Gratis, kostenlos, gerecht, Finanzierung wird schon klappen. Also alles wie gehabt. Und "Partei der Mieter"? Es gibt schon jetzt zu wenig Wohnraum, und die Möglichkeit, dass Mietende zu Lasten der Vermietenden jetzt kostenlos wohnen können (nichts anderes folgt aus einem Zwangsräumungsverbot) dürfte niemanden motivieren, Mietwohnung anzubieten. Und die Lebensmittelpreise sind bereits niedrig. In Relation zum Durchschnittslohn geben Menschen in D am wenigsten in der EU für Lebensmittel aus. Zur Erinnerung: In der DDR war z. B. Brot stark subventioniert. Da damit das Brot teilweise günstiger war als z. B. Viehfutter, haben Bauern ihre Tiere gerne auch mal mit Brot gefüttert. Extreme Fehlallokation von Ressourcen.
zum Beitrag09.01.2026 , 18:32 Uhr
Es gibt Gründe dafür, warum es für Bürgerentscheide enge Grenzen gibt. Bei Berlin autofrei, wer darf denn entscheiden? Nur Anwohnende? Oder alle, die es betrifft, also auch PendlerInnen? Oder (Klima betrifft alle) alle Menschen in D? Oder was entscheidet? Die Mehrzahl der Stimmen? Bei Wahlfaulheit der Gegenseit könnte man dann schnell mal was mit wenig Stimmen durchsetzen. Oder 50% + ein Stimme aller Menschen der Stadt? Werden dann nicht knapp 49,9% übergangen? Also keine Chance mehr auf Wahrung der Interessen von Minderheiten? Viele Menschen bekommen es nicht hin, alle paar Jahre zur Wahl zu gehen, noch mehr bekommen es nicht hin, alle paar Jahre ein paar Parteiprogramme zu lesen. Aber jede Woche ein paar Bürgerentscheide fundiert zu bewerten, das wird klappen? Und was ist mit dem Gemeinwohl? Der betroffene Nimby wird alles verhindern: Windräder, Flüchtlingsunterkünfte, Bahnstrecken, Straßen, Wohnungsbau... Und genau deshalb haben wir eine repräsentative Demokratie.
zum Beitrag09.01.2026 , 12:32 Uhr
Und so suhlt sich halt jeder in seinen eigenen Vorurteilen. Ich kenne eine Person, die in so einem Amt mal gearbeitet hat. Die hat allerdings eher von Gewaltdrohungen, ergreifenden Schicksalen und einem Gefühl der Hilflosigkeit berichtet. Und war sehr froh, als sie den Job dann wechseln konnte. Aber ist halt auch nur eine Aussage und nicht repräsentativ.
zum Beitrag09.01.2026 , 12:09 Uhr
Sehe ich anders: Es geht darum, ein Zeichen zu setzen (sind wir doch auch groß drin...). Trump kennt die große Wirkmacht der Symbolpolitik. Und der Preis ist klein: Trump und seine AnhängerInnen haben sowieso nie viel auf die Berichte des IPCC gegeben, also egal wenn die Berichte jetzt etwas schärfer werden sollten. Spoiler: Werden sie nicht werden, dazu gibt es ausreichend andere Länder, die das verhindern werden.
zum Beitrag09.01.2026 , 12:04 Uhr
Oh, na dann ist ja alles gut, Schwamm drüber, war ja nicht so gemeint - Nicht! Die primäre Strategie, dass andere die Schuld am Scheitern der eigenen Vorgehensweise haben, funktioniert hier natürlich nicht. Also sekundäre Strategie mit "war nicht so gemeint, konnte ja keiner ahnen etc." Die Empathie des Schreibens kaufe ich denen nicht ab, reiner Begrenzungsversuch des Shitstorms. Zumal die ja auch selbst schreiben, dass leidende Menschen ok sind, wenn es "die Richtigen" trifft.
zum Beitrag08.01.2026 , 17:13 Uhr
Natürlich haben wir gerne für alles eine Erklärung, Ungewissheit belastet uns. Aber vielleicht muss man einfach akzeptieren, dass es kranke Menschen gibt die Dinge tun, die wir rational nicht nachvollziehen können. Und die diese Menschen vielleicht auch selbst nicht nachvollziehen können.
zum Beitrag08.01.2026 , 17:09 Uhr
Danke, genau das war auch mein Gedanke. Verwunderlich ist das alles nicht, denn es gibt nur ein Entweder-oder: Entweder ist Gewalt gegen "Feinde" legitim oder halt nicht. Dazwischen gibt es nichts. Man kann nicht Gewalt z. B. gegen Rechte begrüßen, sich dann aber wundern, wenn plötzlich Linke von Linken auch zu Feinden erklärt werden und damit auch zu legitimen Angriffszielen werden. Wie die Linksjugend-Mitglieder auf dem Bundeskongress, die sich plötzlich ihren eigenen Angriffmustern ausgesetzt sahen.
zum Beitrag08.01.2026 , 00:33 Uhr
Nur zum Verständnis: Ist dann der Begriff "Rechtsextremisten" auch nur ein Begriff, um sämtliche Rechte zu diskreditieren und sollte weggelassen werden?
zum Beitrag08.01.2026 , 00:21 Uhr
So sieht es aus. Jeder wäre blöd, die Schwächen des Gegners nicht zu nutzen. Deshalb ist es auch bigott, sich darüber aufzuregen, denn das passiert andersrum natürlich genauso. Wenn ich mich da an letzten Sommer erinnere als die Gaststätte einer Familie mit Migrationshintergrund brannte und an der Wand rechte Symbole standen. In nahezu allen Artikeln wurde den Rechten die Schuld gegeben, wer da auch nur geringste Zweifel angemeldet hat machte sich verdächtig, auch einer "von denen" zu sein. Am Ende kam raus: Die Besitzer hatten den Schuppen selbst angezündet. Von daher wie gesagt: Aufregung über solches Verhalten ist überflüssig.
zum Beitrag08.01.2026 , 00:13 Uhr
Laut MediaImpact haben alleine Bild+Welt eine digitale Reichweite von über 50 Mio. Nutzenden. Die die alle einfach mal in Richtung eines rechten Mobs zu schieben - ok, kann man machen. Dann darf man sich aber auch nicht wundern, wenn sich plötzlich viele Menschen der Ecke, in die sie geschoben wurden, zugehörig fühlen.
zum Beitrag06.01.2026 , 21:17 Uhr
Die demokratische Zivilgesellschaft in all ihrer Heterogenität repräsentieren? Das Thema ist durch, nachdem man auf den letzten Demos die CDUler nicht haben wollte, weil wegen rechts und so. CD/CSU und AfD liegen aktuell nach INSA bei über 50%, die Mehrheit aka "die Zivilgesellschaft" steht also auf der anderen Seite. Meine Vermutung: Die AfD stellt in Sachsen-Anhalt den MP, die Jahre werden schlimm werden und den Menschen die Augen öffnen. Die im Artikel genannte Gefahr, dass sie das alles auch in den Westen ausbreiten könnte besteht nur, wenn die AfD in Sachsen-Anhalt in den Augen der Wählenden erfolgreich regieren sollte. Ich halte das für sehr unwahrscheinlich, aber ich vermute, dass die Angst vor einer erfolgreichen Regierungsarbeit der AfD sehr groß ist. Man möchte nicht noch ein Meloni-Italien haben.
zum Beitrag06.01.2026 , 21:07 Uhr
Kann mann ja mal den zehntausenden Opfern in Berlin sagen: "Hey, regt euch mal nicht so auf, ist doch nur eine Sachbeschädigung." Und es ist lediglich glücklichen Umständen zu verdanken, dass es (bisher) noch keine Toten gegeben hat. Ja, dieser Anschlag wird den Linken schaden. Weil viele davon nicht in der Lage sind, diesen Anschlag ohne Relativierungen zu benennen und zu verurteilen.
zum Beitrag04.01.2026 , 22:57 Uhr
"die lücke für rechte schwurbler" Schwurbler? Mindestens knapp 100.000 Betroffene dürften das "Geschwurbel" gerade als reale Erfahrung empfinden. Ich habe keine Ahnung, wie diese Kriminellen auf die Idee kommen konnten, dass Terror gegen die Zivilgesellschaft irgendwie der linken Sache helfen könnte.
zum Beitrag04.01.2026 , 19:17 Uhr
1.002 befragte Autofahrer vs. "Mehrheit der Autofahrer". Übrigens "mit rückläufiger Tendenz" beim Thema Tempolimit.
zum Beitrag04.01.2026 , 19:07 Uhr
Angriff auf die Zivilbevölkerung? Der Stromausfall hat bestimmt auch ein paar "Reiche" getroffen, und beim Kampf gegen den Klassenfeind nimmt man halt auch gerne Kollateralschäden in Kauf. Jedenfalls so lange, wie andere diese Opfer bringen müssen und nicht man selbst. Allerdings dürften die "echten Reichen" seit ein paar Jahren über PV-Anlage mit Hausspeicher relativ autark sein. Trifft dann also doch das Proletariat. Aber egal, geht ja auch nur darum, ein Zeichen zu setzen. Im Ernst: Wir haben bald Landtagswahlen in D, solche Aktionen geben den rechten Parteien wieder einen kleinen Tick mehr Aufschwung.
zum Beitrag02.01.2026 , 21:18 Uhr
Weniger Geld für Ärzte? Klingt recht pauschal. Keine Ahnung, was ChefärztInnen an Kliniken so verdienen, aber bei den niedergelassen ÄrztInnen sieht es vermutlich anders aus, wenn ich mir so anschaue, wie viele Praxen in meinem "Großraum" geschlossen werden. Und alleine ich habe in meinem Bekanntenkreis zwei Ärzte, die das Land verlassen haben (Schweiz und Australien) und von deutlich besserer Bezahlung sowie angenehmerem Arbeitsumfeld berichten.
zum Beitrag02.01.2026 , 00:57 Uhr
Zum Glück haben wir ja noch eine Presse, die denen auf die Finger schaut. Auch hier in der taz, ganz interessant "Nepotismus und Klassengesellschaft" zum Thema Graichen-Clan.
zum Beitrag02.01.2026 , 00:55 Uhr
Naja, wenn man sich mal die Wachstumsraten des BIP in den 80er Jahren so anschaut, dann waren die Rezepte scheinbar nicht so verkehrt. Und Inlandsnachfrage? Ja, ist nett. Trägt uns aber nicht, Dafür ist D zu klein. Und natürlich das mit den "Superreichen" aus der Ideologiekiste. Ausgerechnet die mobilste Bevölkerungsgruppe enteigen wollen (und enteignen schwebt so einigen vor, wenn sie "fair besteuern" sagen). Was passiert denn, wenn eine Familie Klatten plötzlich 50% bei einer Erbschaft zahlen müsste? Ist ja kein Geld auf der Bank, die haben Unternehmensanteile. Also verkaufen. An ausländische Investoren. Oder der Staat macht einen VEB daraus. Dann sollen die Klattens lieber im Reichtum schwelgen, und viele viele Menschen haben einen Arbeitsplatz (159.000 Beschäftigte im Geschäftsjahr 2024).
zum Beitrag02.01.2026 , 00:38 Uhr
Darauf hat aber "Deutschland" nur bedingt Einfluss: Wenn sich ein Bulgare einen Mercedes kaufen möchte, kann man schlecht sagen: "Nein, bekommst Du nicht. Erst wenn ein Deutscher drei GWM (werden in Bulgarien produziert) kauft, bekommst Du den Benz."
zum Beitrag02.01.2026 , 00:33 Uhr
Bezahlbarer Wohnraum? Werden die langen Schlangen auf der Straße bei Wohnungsbesichtigungen dadurch kürzer? Was fehlt ist Wohnraum. Und zumindest in diesem Punkt ist die Linkspartei mit ihren ideologischen Enteignungsfantasien genau die falsche Partei. Statt den Konzernen wertvolles Steuergeld für schon vorhandene Wohnungen zu zahlen, müssen von dem Geld neue Wohnungen gebaut werden. Aber ist halt DDR-Style: Preise vom Staat gedeckelt, alles schön günstig, nur: Kaufen kann man es nicht, weil nicht da...
zum Beitrag02.01.2026 , 00:24 Uhr
Ist natürlich richtig was Sie sagen und wäre schön, wenn dann auch die "Hauptsorgen" der Bürgerinnen und Bürger angegangen werden würden. Und da sehe ich keine hohe Umsetzungswahrscheinlichkeit: Laut Ipsos von vor ein paar Tagen betreffen die größten Sorgen Armut, Gewalt/Kriminalität und Einwanderung. Bei einer Staatsquote von mittlerweile über 50% ist für die erste Sorge nicht mehr viel Spielraum. Und bei den anderen beiden Sorgen muss man schon aufpassen, wie/ob man sie überhaupt erwähnt, wenn man nicht gerade auf politischen Selbstmord aus ist.
zum Beitrag30.12.2025 , 09:06 Uhr
Was ist denn an den Beihilfen undurchsichtig? Die BeamtInnen bekommen i.d.R. 50%, so wie Angestellte bei der GKV, wo der Arbeitgeber auch knapp 50% trägt. Für Kinder gibt es 70% Beihilfe zur PKV, da zahlt die GKV sogar 100%. Kinder sind also bei der GKV kostenlos mitversichert. Nicht erwerbtätige EhepartnerInnen übrigens auch. Kostet in der PKV alles extra. Ich kenne mehrere BeamtInnen, die sich aus Kostengründen einen Wechsel in die GKV wünschen würden. Zumal die GKV über Steuern subventioniert wird, die auch von BeamtInnen gezahlt werden. Mein "Erweckungserlebnis" zum Thema PKV war die Aussage meines Arztes: "Ein Viertel sind Privatpatienten, die bringen aber drei Viertel des Umsatzes. Ohne die könnten wir die Praxis dichtmachen."
zum Beitrag19.12.2025 , 22:27 Uhr
Wozu braucht man in Berlin auch 500 Wohnungen? Die 100 Leute, die bei jeder Wohnungsbesichtigung eine Schlange auf der Straße bilden, sind ja nur zum Spaß da. Und die Enteignungen lösen das Problem der Wohnraumknappheit ja sowieso bald durch Magie wie von selbst. Und kaum nutzbare Immobilien unter Denkmalschutz sind auf dem Markt der Renner. Das ICC steht auch erst seit 2014 leer, verrottet und kostet Geld.
zum Beitrag15.12.2025 , 20:15 Uhr
Mit Ausnahme der Inselprovinz Hainan gibt es in China kein Verbrennerverbot und ist in absehbarer Zeit (Stand heute) auch nicht absehbar. Und dennoch ist die E-Auto-Entwicklung in China extrem dynamisch. Der hohe Konkurrenzdruck alleine hat schon dafür gesorgt, dass auf allen Gebieten das Optimum angestrebt wird. Das betrifft auch die Akkutechnik. Man muss halt auch manchmal schlicht akzeptieren, dass einige Dinge ohne staatliche Eingriffe besser laufen können.
zum Beitrag14.12.2025 , 12:21 Uhr
"Ein Kollege mit EG13..." Dass das innerhalb des gleichen Systems (Staatsdienst) so ist, ist klar und unterstreicht ja meine Aussage: Staatsdienst ohne Verbeamtung verliert an Attraktivität. Der monetäre Vergleich, den z. B. AbsolventInnen anstellen, lautet aber: Staatsdienst oder freie Wirtschaft. Also: Vergleich der Einkommen über die Lebensarbeitszeit plus Vergleich Pension zur gesetzlichen Rente + Betriebsrente.
zum Beitrag14.12.2025 , 12:12 Uhr
Ist jetzt zwar nur meine persönliche Wahrnehmung, aber: In meiner Umgebung wimmelt es von Ladesäulen. An jedem zweiten Supermarkt/Discounter/Möbelmarkt, bei McD, von den Stadtwerken über das Gebiet verteilt etc. Und wenn ich an die Autobahnen denke: Ich kann mich an keine größere Raststätte erinnern, wo nicht am Ende irgendwo ein paar Ladesäulen standen. Dann noch die Autohöfe etc. Mein großes Fragezeichen im Kopf: Ich sehe an den Säulen immer nur ganz wenige Fahrzeuge. Bei "meinem" Supermarkt stehen 12 Säulen. Wenn da mal drei Autos stehen, ist das schon viel. Wie kann sich das für die Anbieter rechnen?
zum Beitrag14.12.2025 , 12:01 Uhr
Das "Verbrennerverbot" war sowieso ein riesiger Fehler: Es hat enorme Mengen an "politischer Energie" verbraucht, Fronten aufgebaut und Gegendruck erzeugt. Und was war der Nutzen? Wenn man sich die Entwicklungen bei E-Autos in den letzten zehn Jahren anschaut und in die Zukunft fortschreibt, dann kann man sich ziemlicher sicher sein: In zehn Jahren werden auch ohne staatliche Vorgaben kaum noch Verbrenner verkauft werden, da E-Autos in fast jedem Bereich besser sein werden. Und auch die Hersteller werden alleine schon deshalb weiter in die E-Auto-Entwicklung investieren.
zum Beitrag12.12.2025 , 16:23 Uhr
Das sehen die betroffenen Opfer dann wahrscheinlich doch anders. Und da die Opfer der migrantischen Kriminalität oft auch Migranten sind, enstehen dann solche Schlagzeilen wie gerade im Spiegel: "Erstaunlich viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte wählen die AfD"
zum Beitrag12.12.2025 , 16:13 Uhr
Berlin hat das viele Jahre durchgezogen: Neue Lehrkräft nur noch angestellt. Die hatten dann knapp 500 Euro netto im Monat weniger. Berlin hat also auf das Einstiegsgehalt knapp 1.000 draufgelegt, damit überhaupt Bewerbungen eingingen (übrigens über die Hälfte von "nicht grundständig Ausgebildeten", also Quereinsteigern). Selbst wenn es bundesweit keine Verbeamtugen mehr geben sollte: Die Konkurrenz ist die freie Wirtschaft, und noch haben wir die freie Berufswahl. Schon jetzt studieren zu wenige auf Lehramt, und nicht wenige AbsolventInnen kommen nicht im System Schule an, sondern orientieren sich anders. Ähnlich bei der Polizei, wo einige Bundesländer ein FH-Studium voraussetzen. Schon A9 ist nicht viel, aber wer tut sich das für z. B. E9 an? Man darf sich da keine Illusionen machen: Beamte haben Privilegien. Werden diese gestrichen, dann muss das monetär kompensiert werden, ansonsten bekommt man ein Problem mit der Bewerberanzahl. Ob sich das alles dann noch rechnet? Und wenn man vom höheren Dienst spricht: Ist die Pension für IngenieurInnen oder JuristInnen mit z. B. A13 wirklich so attraktiv im Vergleich zur gesetzlichen Rente + Betriebsrente?
zum Beitrag11.12.2025 , 16:35 Uhr
Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Zehn Jahre später ist der ÖPNV fast komplett autonom unterwegs. Problem gelöst...
zum Beitrag11.12.2025 , 16:33 Uhr
Ich vermute, dass diese "Stehlenden" das meistens nur so lange ok finden, bis ein noch Ärmerer kommt und sie selbst bestiehlt...
zum Beitrag11.12.2025 , 16:27 Uhr
In Europa liegt wohl Stockholm ganz vorne, also lehnen wir uns bestimmt erstmal zurück. Was hat man damals über "Last Night in Sweden" von Trump gelacht. Jetzt nutzen die Banden dort Kriegswaffen.
zum Beitrag11.12.2025 , 16:16 Uhr
Nur sind diejenigen mit niedriger Rente oft die, die besonders viel Geld zur Verfügung haben. Laut Alterssicherungsbericht aus diesem Jahr haben beispielsweise Paare mit einer Rente von 317 Euro ein Haushaltseinkommen von ca. 5.300 Euro. Es ist alles nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Ein Bekannter von mir ist Arzt, der wird mal keine 100 Euro Rente bekommen. Hat halt nur kurz als Angestellter gearbeitet, danach selbstständig. Wird der mal Flaschen sammeln müssen? Eher nicht...
zum Beitrag11.12.2025 , 16:08 Uhr
Es gibt keinen kostenlosen ÖPNV. Die einzige Frage ist, wer welchen Anteil zahlen soll. Entweder die Nutzenden alles (teure Tickets), die Steuerzahlenden (die Nutzenden fahren für umme) alles oder was dazwischen. Momentan zahlen die Steuerzahlenden z. B. der Bahn einen zweistelligen Milliardenbetrag jährlich, einen anderen Anteil tragen die Nutzenden über die Ticketpreise.
zum Beitrag03.12.2025 , 21:24 Uhr
Scharfe Kritik für eine Preisverleihung zu erfahren ist kein Angriff auf die Pressefreiheit. Den sehe ich eher, wenn JournalistInnen physisch angegangen werden. Wobei es anscheinend darauf ankommt, von welcher "Seite" die Person stammt. Ronzheimer muss da offensichtlich mehr aushalten müssen, bevor ein "Angriff auf die Pressefreiheit" diagnostiziert wird....
zum Beitrag20.11.2025 , 14:06 Uhr
Zur Abwanderung: Aufsummiert seit 2013 sind lt. ARD die meisten tatsächlich von der CDU zur AfD abgewandert. Aber: Danach folgt fast gleichauf die Linke mit den Abwanderungen. Und auch bei der SPD sieht es düster aus. Am wenigsten haben die Grünen an die AfD verloren (dennoch fünfstellig).
zum Beitrag20.11.2025 , 13:40 Uhr
Die von Ihnen erwähnte Befürchtung ist garnicht so abwegig: Wenn man damals den Tenor der Presse gelesen hat, dann war es klar, dass Italien nun dem Untergang geweiht sein würde und die Demokratie noch am Tag der "Machtübernahme" Geschichte sein würde. Und was ist passiert? Momentan ist Italien ja sogar fast schon ein sicherer Anker in der derzeitigen EU.
zum Beitrag19.11.2025 , 20:58 Uhr
Ich bin ja ungerne der Pessimist, aber....Ich befürchte, dieser "Frieden" wird nicht lange halten. Frieden ist nicht gleich Frieden, wird es in Richtung Hudna, Tahdiya oder Sulh gehen? Wie sehen es die beteiligten Parteien intern (nicht das Gerede nach außen)?
zum Beitrag18.11.2025 , 17:05 Uhr
"Sobald die Entschädigung bezahlt ist, können die Mieten sinken." Klingt gut. Berlin hat ca. 370.000 landeseigene Wohnungen, die müssten dann ja zu einem Spottpreis zu mieten sein... Warum das nicht so ist hat die gleiche Ursache, weshalb ein staatlich durchgeführtes Projekt zum Bau eines Flughafens am Ende deutlich teurer wurde als die Durchführung durch einen Konzern inkl. "privater Bereicherung".
zum Beitrag18.11.2025 , 17:01 Uhr
Zum Thema Evidenz: Ein großer Teil des Wohnraum haben die Unternehmen vom Land Berlin selbst gekauft. Warum? Abwanderungsbewegungen, dadurch zu viel Wohnraum, dadurch abstürzende Mieten, dadurch nicht mehr finanzierbar. Ganze Wohnkomplexe wurden damals abgerissen. Ansonsten: Angebot-Nachfrage-Preisbildung ist auf jedem Wochenmarkt zu besichtigen.
zum Beitrag18.11.2025 , 16:57 Uhr
Sie irren sich...zumindest im letzten Satz. Ansonsten würde Ihr Vorschlag den Wohnungsmangel stark abmildern und die Mieten senken. Aber will man das? Enteignungen und Wohnraummangel sind emotionale Kernthemen einiger Parteien. Was passiert, wenn solche Kernthemen wegfallen, kann man an den Wahlergebnissen der Grünen sehen, nachdem der Atomausstieg vollzogen war.
zum Beitrag17.11.2025 , 22:12 Uhr
Was man mit der ganzen Kohle an neuem Wohnraum schaffen könnte! Da hätten dann neben denen, die schon Wohnraum gefunden haben, auch andere noch was von. Und ein höheres Angebot würde zu fallen Mieten führen. Eigentlich Win-Win, aber befriedigt halt keine ideologischen Gelüste. Und mal grob überschlagen: In der "positivsten" Variante (9 Mrd. Euro für 240.000 Wohnungen) kostet eine Wohnung dann im Schnitt 37.500 Euro. Klingt für mich nicht nach einem realistischen Szenario.
zum Beitrag16.11.2025 , 13:52 Uhr
War das denn jemals anders? Habe ich was von z. B. einer Quotenforderung bei der Müllabfuhr überlesen? Es war schon immer "Rosinenpickerei". Unter den ganzen bisher unter Fremdeinwirkung gestorbenen Soldaten in Auslandseinsätzen war nicht eine Frau. Keine.
zum Beitrag11.11.2025 , 09:48 Uhr
Eine bereits vermietete Wohnung ist von der Miete her quasi "gedeckelt", damit ist auch die erzielbare Rendite gedeckelt. Wenn die Rendite wieder attraktiv werden soll, muss also der Kaufpreis gesenkt werden. Mietpreisbremse und "Altmietverträge" führen auch dazu, dass es für MieterInnen unattraktiver wird, den Wohnraum zu wechseln. Das wiederum betrifft Personen, die sich eine Wohnung kaufen, um dort selbst einzuziehen. Es wird sehr schwierig werden, die bisherigen Mietenden zum Auszug zu bewegen. Langer Rechtsstreit, und wenn das eine Familie mit kleinen Kindern ist, findet man sich noch in einer Zeitung als "herzloser Vermieter" wieder. Da zahlt man dann gerne etwas mehr für eine schon freie Wohnung, die man ohne Stress sofort beziehen kann.
zum Beitrag11.11.2025 , 09:39 Uhr
Jeder, der sich eine Mietwohnung als Altersvorsorge angeschafft hat wird sich sehr genau überlegen, ob er diese in den letzten Jahren vor der Rente noch vermietet, oder lieber gleich verkauft oder leerstehen lässt. Alles andere wäre sonst ja wirtschaftlicher Unsinn.
zum Beitrag08.11.2025 , 12:45 Uhr
Herzlichen Dank für die Anreicherung dieses Artikel mit elementaren Hintergrundinfos. Gerade in "unserer Bubble", wo alles was irgendwie mit Aktien und Kapitalmarkt zu tun hat, irgendwie böse ist und man eher mit ideologischem Halbwissen glänzt, ist eine solche Ergänzung wichtig.
zum Beitrag08.11.2025 , 12:39 Uhr
Diese nationalistische Denkweise führt in die Irre. Eine globale Betrachtung ist notwendig. So kann es z. B. für die Gesamtbilanz positiv sein, wenn ein Chemieunternehmen in Deutschland sitzt und auch CO2 produziert, statt dass es in ein Land mit deutlich niedrigeren tech. Standards auswandert. Oder man ein modernes Kohlekraftwerk weiterbetreibt und den Strom an einen Nachbar abgibt unter der Bedingung, dafür ein altes und ineffizientes KKW abzuschalten etc. Alles schlecht für die nationale Bilanz, aber ein Gewinn für das Klima, das nunmal keine Grenzen kennt. "Fun"fact: Aktuell gehört der dt. Strommix mit zum schmutzigsten in Europa. Und damit hat Hr. Merz nun wirklich (noch) nichts zu tun.
zum Beitrag08.11.2025 , 12:29 Uhr
Und das ist der Knackpunkt. Natürlich ist es sehr erfreulich, wenn die EE so stark forciert werden. Aber entscheidend ist der CO2-Ausstoß. Und der steigt (pro Kopf) in China seit vielen Jahren, da z. B. eben auch der Kohleverbrauch sehr hoch war/ist. Lt. tagesschau hat China hat im 1. Halbjahr 2025 so viel Kohlekraft neu ans Netz genommen wie seit 9 Jahren nicht mehr. Natürlich wäre das alle ohne den Ausbau der EE noch schlimmer, aber dafür gibt es vom Klimawandel keine "Bonuspunkte" - es zählt der CO2-Ausstoß wie er ist.
zum Beitrag08.11.2025 , 12:18 Uhr
Stand heute ist Fakt: Ohne Geburten keine Menschen. Und anhand von z. B. Sterbetafeln kann sich jede Staatsform/Religion/Ideologie etc. ausrechnen, wie lange die eigene Existenz ohne "Nachschub" noch dauern wird. Deshalb wird/wurde überall ein Blick auf das Thema Geburten geworfen, jeweils unter anderen Vorzeichen. Ob man jetzt die Genetik bemüht, Ehen zwischen Personen aus dem akademischen Bereich oder dem Leistungssport forciert oder schlicht die "eigene Gruppe" zu mehr Geburten auffordert: Es geht alles in die gleiche Richtung und ist nicht neu. So versucht China momentan, die Folgen der Ein-Kind-Politik zu beheben. Erdogan hat eine „Dekade der Familie und Bevölkerung“ ausgerufen, fordert drei Kinder pro Frau und ist gegen Kaiserschnitte, da eine Frau danach nicht sofort wieder Kinder bekommen kann. Dass eine sog. "Tech-Elite" das auch macht und dafür natürlich die eigenen Methoden einsetzt, verwundert also wenig.
zum Beitrag08.11.2025 , 11:44 Uhr
"...und dabei die Menschen auf der Straße mitnimmt." Wenn damit eher "die kleinen Leute" gemeint sind, dann scheint das laut NYT nicht zu passen: In den ärmeren Stadtteilen lag Cuomo lt. NYT um 13% vorne. Am stärksten war Mamdani in Queens, Manhattan und Brooklyn, eher reichen Stadtteilen.
zum Beitrag08.11.2025 , 11:25 Uhr
Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, bei welchen Bevölkerungsschichten Mamdani punkten konnte: Laut NYT waren die stärksten Stadtteile die eher wohlhabenden: Queens, Manhattan, Brooklyn. In den ärmeren Stadtteilen lag Cuomo lt. NYT um 13% vorne. Das macht eine Interpretation der Ergebnisse noch komplexer...
zum Beitrag02.11.2025 , 11:48 Uhr
"Völkerrecht und Menschenrechte gelten für alle" Sagt wer? Meine Frage klingt provokativ, aber man muss sich vor Augen halten, dass dies erstmal nur Worte sind, die "wir im Westen" mit unseren Werten füllen. Schon unter dem Begriff "Menschenrechte" verstehen andere was anderes, wie die "Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam" zeigt. Unsere hehren Begriffe "Völkerrecht und Menschenrecht" sind keine Naturgesetze, sondern wir müssen aktiv dafür eintreten, dass diese gewahrt werden/bleiben.
zum Beitrag24.10.2025 , 16:34 Uhr
"...um nicht zu sehen, wo das enden wird." Mit dem Spruch "From the River..." wird ja sehr offen und ehrlich kommuniziert, wo das enden soll. Auch sehr bedenklich ist das Umfeld, welches solche Absichtserklärungen verharmlost, rechtfertigt und verklärt.
zum Beitrag18.09.2025 , 17:37 Uhr
Merz macht zaghafte Vorschläge, die alle links der CDU aus Prinzip ablehnen werden. Dann wird auch Merz einknicken. Alles wie immer. Meanwhile: AfD 27%, CDU 26%, SPD 15% (YouGov von gestern) Das rotrotgrünschwarze Projekt "2029 AfD 50+" liegt also voll im Plan...
zum Beitrag18.09.2025 , 17:10 Uhr
"...eine Frau in versteckten Hinterhof Läden deren Ausweis einkassiert wurde..." Und diese Frau, die bisher dort von ihren ZuhälterInnen gefangen gehalten wurde, geht dann bei einem solchen Gesetz plötzlich zu Polizei? Wohl kaum. Und auch die ZuhälterInnen selbst werden die Freier kaum anzeigen und sich damit das Geschäft kaputt machen. Dieser schlimme Fall, den Sie schildern, ist bereits verboten. Und passiert leider dennoch vielfach. Noch ein weiteres Gesetz wird daran sehr wenig ändern.
zum Beitrag15.08.2025 , 11:32 Uhr
Im Stich gelassen? Der Westen war fast 20 Jahre in dem Land, am Ende stand eine gut ausgerüstete Armee, die gegen die Taliban hätte kämpfen können. Dennoch sind im großen Stil Soldaten übergelaufen, ganze Waffenlager wurden übergeben. Man muss einfach akzeptieren, dass es Menschen gibt, die so leben wollen. Und aus persönlichen (natürlich nicht repräsentativen) Gesprächen weiß ich: Ja, es gibt auch Frauen, die genau so leben wollen. Kann ich persönlich absolut nicht nachvollziehen, aber muss ich akzeptieren. Eine Idee wäre, Frauen, die nicht so leben wollen, direkt aus AFG nach Europa zu bringen. Frauen, die hier dann allerdings auf Kalifat-Demos gehen, wären dann falsch bei uns. Momentan sind nur knapp ein Drittel der Geflüchteten aus AFG weiblich.
zum Beitrag14.08.2025 , 23:27 Uhr
Wie sieht es denn mit der Berücksichtigung von Kostenübernahmen für Schulausflüge, Klassenfahrten, Schulbedarfspaket, Gutscheine für Nachhilfe, Zuschuss für Mittagessen in Schule/Kita, Zuschüsse für Vereins-, Kultur- oder Freizeitangebote, Erstausstattung bei Schwangerschaft/Geburt, Erstausstattung einer Wohnung , kein GEZ etc. aus? Alles in der Studie berücksichtigt? Und dann darf man nebenbei noch ein klein wenig jobben, übersteigt das offizielle Gehalt nicht 100 Euro, wird es nicht angerechnet. Die meisten Jobs für Bürgergeldbeziehende dürften eher weniger zur Kategorie "Selbstverwirklichung", sondern eher zu "Maloche" zählen (meine Vermutung). Und dann für etwas mehr Geld 160 Std. (plus Fahrzeit etc.) im Monat arbeiten?
zum Beitrag08.08.2025 , 12:25 Uhr
Der letzte Satz ist widerwärtig? Willkommen in der Realität. Ich hatte letztens Handwerker bei mir, der Meister hat einen Stundenverrechnungssatz von 85 Euro. Die Handwerker haben prima Arbeit geleistet, waren ihr Geld also "wert". Klar wäre es schön, wenn auch Fahrradkuriere diese Preise aufrufen könnten, aber: Welche Kunden wären denn bereit, bei z. B. 2x15 Minuten Fahrtweg mal eben 42,50 Euro nur an den Kurier zu zahlen (plus Preis der Pizza on top)? Nix mit "widerwärtig", schlicht Realität.
zum Beitrag08.08.2025 , 12:03 Uhr
Noch einschneidender ist ja, dass die Männer entschieden haben, dass nur Frauen schwanger werden können. Auch das dient dem patriarchalen Machterhalt (Körperveränderung, Erwerbsleben etc.). Also wenn schon zum Pflegen von Feindbildern biologische Tatsachen ausgeblendet werden, dann aber auch richtig... Körperliche Unterlegenheit wurde Frauen historisch antrainiert? Dann durchbrechen wir das und heben als erstes in jeder Sportart die Trennung der Geschlechter auf. Mike Tyson gegen Regina Halmich! Unfair? Ist doch nur ein soziales Konstrukt... Ungefähr die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich weiblich. Und trotzdem soll eine andere Hälfte die Macht haben, wechselnde Körperbilder vorzuschreiben? Klingt nach dem Abschieben von Verantwortung auf das andere Geschlecht. Und dann noch Neoliberalismus...dann sind ja bald alle Feindbilder verwurstet. Übrigens: Body Positivity bedeutet auch zu akzeptieren, wenn eine Person schlank ist/sein möchte. Positiver Punkt: Die Natur ist nett. Egal, wer (m/w/d) weshalb (Spaß, Feminismus etc.) Sport treibt: Es ist gesund.
zum Beitrag06.08.2025 , 12:27 Uhr
Bei Lieferando bekommt man als FahrerIn einen Grundlohn von 12,82 € pro Stunde. Dazu die Boni, die nicht so gering sein können, wenn jetzt in diesem Bereich einige "Einbußen von um die 500 Euro" haben können. Klar ist mehr Lohn besser, aber man muss auch realistisch sehen: Hier wird man fürs Fahrrad fahren bezahlt.
zum Beitrag06.08.2025 , 12:19 Uhr
Linke Tasche rechte Tasche. Ist doch egal, wer das primär bezahlt. Letztlich kommt das Geld aus dem Steuerbeutel. Und wen jucken die Verluste? Das ist doch das schöne an (quasi) Staatsbetrieben: Pleite gehen ist nicht, Geld kommt "vom Staat".
zum Beitrag06.08.2025 , 12:11 Uhr
Das Gegenteil würde passieren. Der Bereich "Arbeit und Soziales" hat im Haushalt schon jetzt den mit Abstand größten Anteil. Die von Ihnen genannte "Menschlichkeit" muss bezahlt werden. Ufert das aus, kämpft der Staat um seine Existenz. Und die Geschichte und auch die Gegenwart zeigen: Kämpfen Staaten, und insbesondere die Machthabenden, um die Existenz, dann wird es für die BürgerInnen schnell sehr unmenschlich.
zum Beitrag06.08.2025 , 12:04 Uhr
"Angriff auf die offene Gesellschaft"? Zur Realität gehört nunmal auch, dass (je nach Umfrage) die Zustimmungswerte zur gendergerechten Sprache im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen (auch mal runter auf nur 14%). Aber braucht es deshalb ein Verbot? Soll doch jeder so schreiben/reden, wie Mensch möchte. In der Praxis gibt es da allerdings diese "Pendel-Sache"... Jahrelang war es (zumindest in meinem Bereich) kaum möglich, nicht-gendergerecht zu schreiben, ohne sich Anfeindungen auszusetzen. Auch quasi ein Verbot. Jetzt schlägt das Pendel in die andere Richtung. Ist immer so. Veränderungen der Sprache kommen von "unten" und können nicht z. B. durch öffentliche Sender oktroyiert werden. Hätte man von Anfang an jeder Person ohne Druck die frei Wahl gelassen, wäre man heute viel weiter. Das Aufbauen von Feindbildern (wie hier im Artikel) hat gegenteilige Effekte.
zum Beitrag21.07.2025 , 13:18 Uhr
Zumindest dürfte die AfD dankbar für "die Beteiligung der Öffentlichkeit" sein. Welche Reichweite hätte das Interview denn ohne diese Aktion gehabt? Sicher nicht wie jetzt, in vielen Medien auf Seite eins. Und Frau Weidel erwähnt natürlich mal wieder die ach so bösen NGOs, diesmal können die Zuschauenden diese NGOs allerdings live im Hintergrund erleben. Die Fans dieses Vorgehens fanden das auch vorher schon gut, also kein Gewinn. Aber Menschen, die Weidels Aussagen von NGO-Einflussnahme etc. bisher eher etwas ungläubig gegenüber standen, dürften einen leichten Rechtsruck verpasst bekommen haben. Wenn man es nicht besser wüsste könnte man fast meinen, die AfD selbst hätte die Protestierenden bezahlt.
zum Beitrag21.07.2025 , 10:28 Uhr
AusländerInnen (besonders die männlichen) bringen die Gewalt aus ihrem Herkunftland mit in das Gastland? Naja, da es sich hier um Bali/Australien handelt, darf man das in diesem Fall wohl gefahrlos benennen.
zum Beitrag29.06.2025 , 14:12 Uhr
„Kapitalismus nervt“ - Klar nervt es, wenn man Lösungen finden muss, die auch wirtschaftlich tragfähig und zukunftssicher sind. "Verstaatlichung" bedeutet nur, dass man es sich einfach macht und am Ende die Steurzahlenden den Differenzbetrag tragen dürfen. Deshalb ist es auch wichtig, dass die "steile Lernkurve" am Anfang absolviert wird, wenn man mehr als nur ideologische Kampfbegriffe als Lösungen in den Raum werfen möchte. Die Realität lässt sich ideologisch nicht aushebeln. Kosten für z. B. den Netzausbau fallen an, diese kann man lediglich anders verteilen. Wenn man den Industriestrompreis senken möchte, müssten die Kosten z. B. auf dem Verbraucherstrompreis umgelegt werden. Und "Schutz" vor "Billigstahl" (also Strafzölle, war bei Trump noch bäh) bedeutet teurerer Stahl im Inland. Die Preise steigen also bei Auto, Geräten etc. Dabei kann kapitalismusaffines Denken sogar der Umwelt helfen: Entscheidend sollte der Produktivitätsgedanke sein: Wie kann ein investierter Euro global max. CO2-Einsparungen bringen? Und da kann es sein, dass die Milliarden z. B. sinnvoller in eine Mega-PV-Anlage in einem sonnereichen Land eingesetzt wären, und der Stahl "ungrün" bleiben würde. Kann..
zum Beitrag05.06.2025 , 10:05 Uhr
Die Auslieferung war fragwürdig. Dass Menschen allerdings in dem Land vor Gericht gestellt werden, in dem sie das Verbrechen begangen haben, halte ich für nachvollziehbar.
zum Beitrag26.05.2025 , 22:19 Uhr
Könnte auch ganz anders sein: Frau Nietzard ist durch eine für sie glückliche Fügung in eine Position geraten, in der sie Reichweite hat. Die Frage ist, ob diese Position für sie die Endstation ist, oder ob es danach weiter geht. Die Währung für ein Weiterkommen ist Bekanntheit/Medienpräsenz. Und das schafft man nur durch maximale Provokation. Das Gesicht bleibt im Kopf, die Äusserungen sind in ein paar Jahren sowieso vergessen. Oder wer erinnert sich noch an "Keine Hüftgelenke für die ganz Alten"? Natürlich richtet sowas Schaden an, z. B. eine Spaltung der Gesellschaft. Aber wie sagte Frau Nietzard: "Ich spalte gerne die Gesellschaft." Naja, wenn es der eigenen Karriere hilft geht man halt über Leichen. Machen "die Großen" ja auch, siehe Frau Baerbock. Bedenklicher ist aber, dass es oft diese Typen Mensch sind, die von anderen in solche Positionen gehoben werden...
zum Beitrag08.05.2025 , 16:53 Uhr
Ich hoffe, dass das Gutachten belastbare Inhalte hat und kein Schnellschuss war, um Faeser ein krönendes Jobende zu bescheren. Der Fall Arne Schoenbohm weckt da nicht gerade Zuversicht in eine überlegte und sorgfältige Arbeitsweise... Wenn die AfD später vor Gericht siegen sollte, dann wäre ein Verbotsverfahren auf Jahrzehnte hinaus undurchsetzbar.
zum Beitrag24.04.2025 , 12:17 Uhr
"alles läuft voll automatisiert und roboterisiert" In der Automobilindustrie in China arbeiten (je nach Quelle) zwischen 8 und 10 Millionen Menschen (OEM und Zulieferindustrie). Addiert man den After-Markets-bereich liegt man bei ca. 22 Millionen. "unverzichtbares Recht auf Arbeit" Führt unweigerlich zu derart großen Ineffizienzen, dass daraus eine "Pflicht zur Arbeit" wird, um das ideologische Konstrukt überhaupt noch am Leben erhalten zu können (siehe §249 StGB der DDR). "Wohnen unter VERZICHT auf jegliche Bedingungen" Selbst in einer Höhle wird ein Feuer entfacht, kaum ein Mensch ist bereit, "für die Umwelt" sein eigenes Leben und das seiner Familie zu opfern. Selbst Sie haben für sich selbst wahrscheinlich gute Gründe/Rechtfertigungen, weshalb gerade Sie momentan nicht so leben, sondern "umweltzerstörerische Annehmlichkeiten" nutzen und z.B. im Internet Kommentare posten.
zum Beitrag24.04.2025 , 10:37 Uhr
Und was bringen 15 Euro real? Mal ein "halber" Funfact: Wenn man mal die Linien von Mindestlohnverlauf und Pizzapreisen übereinander legt fällt auf: Zur Einführung des Mindestlohn hat eine durchschnittliche Pizza knapp eine Stunde Arbeit gekostet. Und heute? Noch immer knapp eine Stunde Arbeit. Auch ein Mindestlohn von 100 Euro wird das nicht ändern. Wenn eine ungelernte Arbeitskraft (PizzafahrerIn) 100 Euro/Std. bekommt, dann wird jemand mit Ausbildung z. B. 150 Euro verlangen, jemand mit Studium 200 etc., alle anderen werden also nachziehen.
zum Beitrag15.04.2025 , 12:30 Uhr
Wie sagt man: Was nichts kostet, ist nichts wert. Und das ist das Problem der "Jugend": Freiheit und Wohlstand mussten nicht "erkämpft" werden, sie waren einfach so da. Man kennt es nicht anders. Und was man für selbstverständlich nimmt, weiß man nicht zu schätzen. Dazu kommt die menschliche Vergesslichkeit. Egal wie schlimm vergangene Kriege waren, ein paar Generationen später ist das alles verblasst. Deshalb wird sich Geschichte auch immer wiederholen. Klar ist es schön und edel, gegen Wehrtüchtigkeit zu sein und alles auf die Karte der Diplomatie zu setzen. Aber wenn die Gegenseite nicht will, hat man die A..karte, Neville Chamberlain lässt schön grüßen. Und natürlich darf selbst bei einem solchen Thema die AfD wieder nicht fehlen...ohne Worte.
zum Beitrag15.04.2025 , 12:18 Uhr
Na klar, Aktionäre legen ihr Geld in Steueroasen an. Stereotype Vorurteile machen das Leben natürlich leichter, würden Sie in anderen Bereichen aber vermutlich strikt ablehnen... Zu den großen Aktionären gehören z. B. Pensionsfonds, aber egal, alle böse... Übrigens haben wir einen Mindestlohn, zu dem es ja angeblich nicht reicht. Und eine Grundversorgung, die zu den höchsten der Welt gehört. Und das Deutschlandticket bleibt auch (und wird massiv mit Steurmitteln subventioniert). Also eigentlich alles recht positiv.
zum Beitrag15.04.2025 , 12:02 Uhr
Die Studie hat lediglich untersucht, ob die Brandmauer "technisch funktionsfähig" ist. Interessanter wäre gewesen, ob sie auch funktioniert, d. h. ihr Ziel erreicht. Darum wird sich aber gedrückt, Brandmauer als Selbstzweck quasi. Ziel kann es doch nur sein, die AfD zu schwächen. Realität ist aber, dass sie immer stärker wird. Dies wäre ein wichtiger Untersuchungsgegenstand gewesen. Aber das wir hier mit "Den Beweis muss man erst mal erbringen" abgebügelt. Aber das Prinzip ist ja bekannt: Wenn ideologische Rezepte in der Praxis nicht funktionieren...dann einfach mehr davon. Und wenn die AfD in vier Jahren bei über 50% steht kann man seine Hände in Unschuld waschen: Man hat ja alles getan. Wie, das war angeblich alles falsch? "Den Beweis muss man erst mal erbringen"...
zum Beitrag05.04.2025 , 10:50 Uhr
Moral muss man sich leisten können. Das kann die EU momentan nicht. Erdogan kontrolliert große Mengen an Flüchtlingen, wenn er die Schleusen öffnet, kann er die EU destabilisieren. Und seit Trump der EU ein wenig die Liebe entzogen hat, gehört die Türkei zu den wichtigsten militärischen Stützen der NATO.
zum Beitrag30.03.2025 , 12:13 Uhr
Das Ende ist besiegelt. Die Kirchen haben sich politisch auf eine Seite geschlagen, dort dreht gerade der Wind. Die Kirche als "Parteiunterstützungsorgan" war kein Erfolgsmodell. Die "Stammkunden" sterben weg, die Nachrückenden gehen religionstechnisch andere Wege. Wie schrieb Sawsan Chebli: "Demographie wird Fakten schaffen."
zum Beitrag30.03.2025 , 11:59 Uhr
Es gibt wohl wenige Menschen, die einen solchen Anteil an der Energiewende haben wie Elon Musk. Ohne Tesla gäbe es heute wohl kaum einen E-Auto-Boom. Und mit den Megapacks sind etliche riesige Stromspeicher entstanden, also genau die Infrastruktur, die momentan die Schwachstelle der Energiewende darstellt. Und warum sollte Musks Kindheitstraum, den Mars zu besiedeln, eine "Flucht" sein? Ist das bei den Mond-Missionen dann auch so? Reine Unterstellung, um das Setting des Buches zu ermöglichen. "bald nicht mehr als große Visionäre gefeiert zu werden" - Und das soll ein Lichtblick sein? Gerade bei Musk sieht man doch, dass ihm sowas völlig egal ist. Muss es auch, sonst wäre er jetzt nicht da, wo er ist.
zum Beitrag30.03.2025 , 11:48 Uhr
Wozu diese ganze Aufregung? "Ober sticht Unter", "Hemd näher als der Rock" etc., es gibt so viele Sprichwörter für dieses Verhalten. Das zeigt eindrücklich, dass es seit jeher völlig normal und menschlich ist. Wenn man sich einfach von der Wahnvorstellung befreit, dass Menschen moralisch überlegener sind, wenn sie grün und/oder weiblich sind, dann kann man das alles völlig emotionslos und rational betrachten.
zum Beitrag22.03.2025 , 09:41 Uhr
"Die Bevölkerung kann sich doch nicht die Hamas wünschen." Das ist etwas, was "wir" lernen müssen: Doch, kann sie. Um an dieser Stelle "kultursensibel" zu sein ist gar nicht so schwer: Auch in "unserer" dunklen Vergangenheit gab es eine Epoche, in der Teile der Bevölkerung bereit waren, nicht für eine Religion, aber für eine Ideologie eigenes Leid, den Tod, Untergang und totale Zerstörung in Kauf zu nehmen. Ist nicht logisch, aber Menschen können das.
zum Beitrag22.03.2025 , 09:24 Uhr
Welch' ein gemeiner und treffender Kommentar, sehr schön!
zum Beitrag22.03.2025 , 09:20 Uhr
Genau so sieht es aus. Die EU ist gar nicht in der Position, moralische Entscheidungen zu treffen. Hier in der taz war kürzlich ein Artikel, der vorgerechnet hat, dass "wir" gar keine Aufrüstung bräuchten, weil wir stärker als Russland wären. Und hat "aus Versehen" vergessen zu erwähnen, dass, wie Sie angemerkt haben, ein großer Teil "unserer" Waffen türkische sind. Für den Rest der EU heißt es also Mund halten und gute Miene machen. Wer sich in Abhängigkeiten begibt muss mit den Folgen leben.
zum Beitrag12.03.2025 , 21:39 Uhr
Wenn die Kritik von Menschen kommt, die da auf allen Gebieten konsequent sind, ok. Wie Frau Lagozinski ja sehr schön geschrieben hat: Shein, PayPal etc. etc. Aber meistens sind das ja nur Menschen die schauen, was gerade auf der "Kritik-Rangliste" angesagt ist, um dann einzusteigen. Schneller Applaus für Gratis-Mut und eine Selbstvergewisserung, doch zu den "moralisch Guten" zu gehören.
zum Beitrag10.03.2025 , 16:47 Uhr
Man kann von Tesla halten was mann will, aber: Die Januar/Februarzahlen haben schlicht keine Aussagekraft. Hauptumsatzträger ist das Model Y, davon wurden in den letzten Wochen des Jahres 2024 die alten Modelle mit großen Rabatten abverkauft (ich habe hier noch ein Angebot mit 9.370 Euro Rabatt liegen). Jede/r mit Interesse am alten Modell dürfte also versorgt sein. Die Auslieferungen des neuen Modells starten gerade erst. Interessant werden also erst die Zahlen ab April.
zum Beitrag19.02.2025 , 09:33 Uhr
Menschen ins Land zu bekommen ist nicht das Problem. Fachkräfte ins Land zu bekommen, das ist die Herausforderung. Und dann auch dafür zu sorgen, dass diese Fachkräfte einen positiven Beitrag zur Volkswirtschaft beitragen. Ansonsten hat man keine Ent-, sondern eine Belastung der Systeme. Da stehen "wir" momentan schlecht da, wenn man sich z. B. mal die Arbeitsquoten der UkrainerInnen bei uns und im europäischen Vergleich anschaut.
zum Beitrag19.02.2025 , 09:28 Uhr
Was würde denn passieren, wenn sich einer der Bosse öffentlich hinter die AfD stellen würde? Auch Manager hängen an ihren Jobs. Von daher sollte man solche Umfragen mit Vorsicht genießen. Auch in den USA haben sich diverse Chefs hinter Trump gestellt, als sie sich davon einen Vorteil versprochen haben. Selten vorher.
zum Beitrag17.02.2025 , 22:06 Uhr
500 km? Das wären dann aber ziemlich lange Leitungen, die benötigt werden würden, damit Deutschland weiterhin Atomstrom importieren kann. Sicherheitstechnisch wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn wir unsere AKW hätten weiterlaufen lassen und jedem Ostblockland, das ein "Schrott-AKW" abschaltet, diese Strommenge dann geschenkt hätten.
zum Beitrag09.02.2025 , 16:17 Uhr
Absolute Zustimmung zur Überschrift. Warum das allerdings nicht passieren wird, zeigt exemplarisch die Denkweise von Hrn. Poelchau. Ob das Klimageld in Höhe von knapp über 20 Euro pro Monat nun ein Gamechanger geworden wäre, egal. Es wäre aber ein wichtiges Signal gewesen, dass man sich aus Zusagen aus der Politik verlassen kann. Und vom Mindestlohn profitieren nur die Ärmsten? Mindestlohn sind bei Vollzeit über 2.000 Euro brutto im Monat. Wenn das die Ärmsten sein sollen... Und soziale Garantien? Wer sich noch an Kanzler Schröder und den Baukonzern Philipp Holzmann erinnern kann. Klar sind Entlassungen schlimm. Aber wenn die Alternative ist, dass das Unternehmen kurz danach pleite ist... Und wieso ein Mietendeckel? Wenn die Miete zu hoch ist, kann man sich doch einfach eine günstigere Wohnung nehmen...ach Moment, sind ja keine freien Wohnungen am Markt, na sowas. Wer kennt nicht die Bilder von langen Menschenschlangen vor einem Haus, in dem eine Wohnung zur Vermietung steht. Haben diese Menschen plötzlich eine Wohnung, wenn diese Wohnung etwas günstiger wird? Es gibt nur eine Lösung: Mehr Wohnraum. Dann sinken die Mieten von selbst. Also alle Hürden abbauen, Bauboom entfachen.
zum Beitrag09.02.2025 , 14:13 Uhr
"Auch Svenja Schulze,... bezeichnete die Entwicklungszusammenarbeit als „Türöffner“ für Rohstoffe, die Deutschland brauche." Ich halte Entwicklungshilfe für wichtig, aber ein realistischer Blick wäre notwendig: Entwicklungshilfe soll den Menschen helfen. Wenn es um Rohstoffe geht, dann zeigt China sehr erfolgreich, dass man sich nicht an die notleidende Bevölkerung, sondern besser an die Machthaber wendet. Da sollte man nichts vermischen, nur um weitere Gründe für Entwicklungshilfe zu suchen. Menschen vor dem Tod zu bewahren braucht keine weiteren Gründe.
zum Beitrag09.02.2025 , 14:06 Uhr
Wie sieht denn die Realität aus? Wir hatten goldene Jahre mit rekordhohen Steuereinnahmen. Wie haben sich die Bereiche entwickelt, für die jetzt die Schuldenbremse (Bremse, nicht Stopp!) "in die Tonne getreten" werden soll? Eben. Es gibt zwei "Naturgesetze": Wenn Geld da ist, wird es ausgegeben. Sparen bedeutet, jemandem etwas wegzunehmen. Das erzeugt Widerstand. Kann man als PolitikerIn nicht gebrauchen. Wenn die Politik Geld ausgibt, dann in erster Linie für Dinge, die "gut ankommen" und sich schnell als Erfolg verkaufen lassen. Wenn nicht gerade eine Brücke einstürzt, dann ist das Thema Infrastruktur eher langweilig und bringt nur Ärger mit Umweltverbänden. Fazit: Wir die Schuldenbremse gelockert, verschwindet jeglicher Spardruck. Und das neue Geld wird, wie in den letzten Jahren, größtenteils "versickern". Was übrigens KEIN Naturgesetz ist: Die (noch) gute Bonität von Deutschland. Frankreich durfte das gerade erfahren. Und wenn Deutschland hier schwächelt, dann hat das Folgen für die gesamte EU!
zum Beitrag09.02.2025 , 13:32 Uhr
"Die zusätzlichen Einnahmen sollen etwa..." Steuern können nicht zweckgebunden erhoben werden. Alles geht in einen großen Topf. Und was dann damit passiert, sieht man an den letzten Jahren, als die Steuereinnahmen Rekordhöhen erreicht haben. Spoiler: Sanierung von Schulen, günstiger Wohnraum waren nicht an der Spitze der Prio-Liste... Und bei den Abgabesätzen müssten Leute wie Klatten und Co. einiges ihrer Unternehmensbeteiligungen zu Geld machen, um das zahlen zu können. Ausländische Investoren wird es freuen. Wer mal ohne Milliadäre leben möchte kann ja einfach mal deren Produkte nicht nutzen: Kein Windows, kein Google/Android, kein ChatGPT, kein Aldi/Lidl, kein Samsung/Apple, kein Amazon, kein Netflix etc. Woher nur die Idee kommt, dass es allen besser gehen würde, wenn es keine Milliadäre geben würde. Die Idee ist nicht nur falsch, sondern auch utopisch. Es wird immer Milliadäre geben: In einer sozialen Marktwirtschaft sind es die mit den erfolgreichsten Unternehmensideen, im Sozialismus die an der politischen Spitze (die Ihr Geld dann allerdings lieber im Ausland bunkern, statt es zu investieren...).
zum Beitrag09.02.2025 , 12:20 Uhr
"Gott, ausgerechnet, scheint Demokrat zu sein. Oder ist es Petrus?" Na, dann sind wir ja auf einer göttlichen Mission unterwegs. Und alle rechts der SPD sind dann "Ungläubige"? Ich weiß, dass das eher als Auflockerung gemeint war, aber wenn ich lese, dass Wahlbüros der CDU angegriffen werden und Radmuttern gelöst werden, dann müssen wir langsam mit der eigenen Überhöhung etwas vorsichtiger werden.
zum Beitrag09.02.2025 , 12:01 Uhr
"Ohne eigene Überzeugung macht das doch niemand unter 200 Euro" Es ging nicht darum, dass die Teilnehmenden bezahlt wurden. Es geht darum, wer die Personen/NGOs bezahlt, die die Demos anmelden, Konzepte zur Genehmigung erarbeiten/einreichen, das Personal bezahlen (Ordner, medizinisches Personal) etc.
zum Beitrag09.02.2025 , 11:50 Uhr
Entweder ist die Klimakrise das wichtigste Thema oder nicht. Jede Verknüpfung mit anderen Themen schließt weitere Menschen aus und schwächt die Zielerreichung. Dem Klima ist es egal, ob sich ein Linker oder ein Rechter eine PV-Anlage aufs Dach stellt. Und danach seinen Verbrenner durch einen Tesla ersetzt. Das spart CO2, egal was ein Elon Musk so raushaut. Menschen, die die Klimabewegung als Vehikel zur Durchsetzung ihrer eigenen Agenda nutzen, sind die gefährlichsten Klimafeinde.
zum Beitrag09.02.2025 , 11:41 Uhr
Vielleicht noch eine Ergänzung: Warme Luft steigt nach oben. Dort dehnt sie sich aus. Dieser Prozess "kostet" Energie, die der Wärmeenergie entnommen wird.
zum Beitrag07.02.2025 , 21:36 Uhr
"Die Union steht, ..., selbst mit dem Rücken zur Wand." Ist das so? Seit über einem Jahr konstant stärkste Partei und immer um die 30% +/-, das würde ich jetzt nicht "Rücken zur Wand" nennen.
zum Beitrag07.02.2025 , 21:25 Uhr
"Reduziert die Nutzung von natürlichem Wasserstoff nicht den Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre?" Ja, aber die Oxidation von H2 soll ja die von Kohlenstoff ersetzen. Von daher ist das Sauerstoffatom dann halt am H statt am C. Wie sich das langfristig auswirken wird - mal sehen. Im H2O ist der Sauerstoff ja relativ fest gebunden. Der Sauerstoff beim CO2 wird ja recht leicht wieder "befreit", z. B. d. Photosynthese...
zum Beitrag07.02.2025 , 21:09 Uhr
"Dafür sind die Demos gut , sie helfen den vor Kraft kaum laufen könnenden Weidels, Chrupallas und Höckes zurück auf den Boden der Realität" Halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Ich denke, dass die das eher kalt lässt. Meine letzte Demo ist schon lange her, aber damals waren wir eher im "eigenen Saft", alles Leute aus der eigenen Bubble. Und da nun ja auch CDUler "Feinde" sind und angegriffen werden, dürfte das Publikum noch homogener werden.. Und nach letzten Umfragen stehen den Demos knapp 60% der Wählenden gegenüber. Die Demos sind wichtig, dennoch sollte man ihre Wirkung nicht überschätzen und sich durch Teilnahme als "Retter der Demokratie" überhöhen.
zum Beitrag02.02.2025 , 12:19 Uhr
Es geht aber nicht darum, ob es funktioniert, wen interessieren Realitäten? Es widerspricht der Ideologie und wird von "den Falschen" befürwortet. Also ist es abzulehnen ;-)
zum Beitrag02.02.2025 , 12:15 Uhr
Das hat nichts mit Schizophrenie zu tun, es ist schlicht die Unterscheidung zwischen Geflüchteten und Fachkräften (z. B. Stichwort "Blue Card"). 83 % der Personen mit Blue Card leben nach fünf Jahren weiterhin in Deutschland (destatis), und die Zahlen steigen permanent. Dieser Bereich scheint also eine Erfolgsgeschichte zu sein.
zum Beitrag02.02.2025 , 12:05 Uhr
"So entsteht der Eindruck, dass in der Bevölkerung das Thema Migration und damit verbundene Probleme an erster Stelle steht" Mal aus Interesse: Woher kennen Sie die wahren Sorgen und Nöte der Bevölkerung, die "repräsentative" Umfragen nicht zu erfassen vermögen. Was sind da Ihre Quellen?
zum Beitrag02.02.2025 , 12:01 Uhr
"nicht weniger als 91 Prozent der Befragten einen umwelt- und klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft" Abgesehen davon, dass in 2022 nur knapp über 2000 Personen befragt wurden: Na klar, wer könnte denn dagegen sein? Wenn ich frage, wer für Freibier ist... Mein Landkreis ist erfreulich umweltfreundlich, wen nich mir das letzte Wahlergebnis so anschaue. Trotzdem gibt es bei uns einen massiven und breiten Widerstand gegen einen Windpark. Und die Umfrage zum Tempolimit ist von 2020, wieder nur knapp über 2000 Personen (ab 14 Jahren) inkl. manipulierender Fragestellung ("...um die Umwelt zu schonen...Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen zu erhöhen"). Insbesondere der letzte Punkt ist stark umstritten, wenn man z. B. die Ausweichbewegungen auf die gefährlichen Landstraßen berücksichtigt. Auch der Vergleich mit Ländern mit Tempolimit spricht eher gegen ein Tempolimit. Und dass bei einer von der AOK in Auftrag gegebenen Umfrage "Gesundheit und Pflege" das wichtigste Thema sein soll (und Migration gar nicht erst abgefragt wird) ist ja nun keine Überraschung. Umfragen sind nutzlos, wenn nur gefragt wird, ob man für tolle Sachen ist und "die Überreichen bezahlen schon" ergänzt...
zum Beitrag26.01.2025 , 16:30 Uhr
Es gibt Gegenden, in denen die AfD die meisten Stimmen hat. Was macht es mit den Menschen, wenn diese Stimmen quasi ignoriert werden? Zumindest in der Vergangenheit ist die AfD stetig stärker geworden. Es gibt nur zwei Szenarien: Entweder entwickelt man eine "Brandmauerstrategiealternative", oder die AfD entscheidet zukünftig einfach alles ganz alleine. Weil sie dann irgendwann bei über 50% liegen wird. Will man das?
zum Beitrag26.01.2025 , 16:12 Uhr
"So als Beispiel,daß es geht..." Das wäre ja gerade ein Beispiel dafür, dass es nicht geht. Klar geht alles, wenn von außen plötzlich " pervers viel ... Kohle" reinkommt.
zum Beitrag26.01.2025 , 16:09 Uhr
Sehe ich auch so. Insbesondere die Tatsache, dass der enorme Reichtum i.d.R. nur zu kleinsten Teilen auf dem Konto liegt, gehört erwähnt. Wenn man sich die Superreichen so anschaut, dann besteht deren Reichtum häufig aus Unternehmensbeteiligungen, entweder kauft man sich ein, oder gründet neue Unternehmen. Familie Klatten ist ein typisches Beispiel dafür. Diese Vorteile für die Allgemeinheit sollten erwähnt werden. Klar kann man diese ganzen Unternehmen mit ihren vielen Arbeitsplätzen enteignen und zu volkseigenen Betrieben machen. Das funktioniert. Und zwar genau ein Mal. Wenn dann die Kohle verfeiert ist, wird's düster. Aber wenigstens hat man dann keine Superreichen mehr. Und die Bevölkerung wird so froh sein, dass man schnell eine Mauer bauen muss, damit die Menschen nicht aus Versehen in ein anderes Land abwandern, in dem Superreiche erfolgreiche Unternehmen haben, die hohe Löhne zahlen...
zum Beitrag21.01.2025 , 09:11 Uhr
Ein sehr entscheidender Aspekt, der bei den ganzen Zahlenspielchen gerne vergessen wird, danke für die Erwähnung! Sieht ja beim Angriff auf die Ukraine nicht anders aus: Wer hätte nicht gedacht, dass der Riese Russland die Ukraine nicht in wenigen Tagen überrennen würde? Und wie sieht es bei uns aus? Deutschland ist "bäh" und sollte besser "verschwinden", das Wort "Vaterland" sollte besser nichtmal geflüstert werden. Und dann sollen Menschen mit diesem Mindset ihr Leben für dieses Land riskieren? Unwahrscheinlich. Und das weiß Putin.
zum Beitrag21.01.2025 , 09:04 Uhr
"Andererseits ist nichts ewig, auch der Kapitalismus steckt in ständiger Transformation" Das ist eher ein Argument pro Ewigkeit: Genau diese Tranformationsfähigkeit macht den Kapitalismus so erfolgreich. Was nicht funktioniert, wird geändert. Und was die Menschen davon halten, dass es weniger Reiche gibt und dafür im Gegenzug die Nicht-Reichen noch weniger haben, sieht man seit Ewigkeiten an der Abstimmung mit den Füßen. Es soll sogar schon Länder gegeben haben, die ihre Bevölkerung eingemauert haben, um sie vor dem bösen Kapitalismus zu schützen... Und selbst in diesen Ländern gab es dann natürlich auch wieder Privilegierte mit sehr viel Macht.
zum Beitrag21.01.2025 , 08:56 Uhr
Was Jugendliche von Dingen halten, die die Erwachsenen ihnen verbieten wollen, dürfte kein Geheimnis sein. Und dann aber wundern, dass in einigen Umfragen die AfD bei jungen Wählenden auf dem ersten Platz steht... Und was bleibt noch: -Was "demokratisch" ist entscheiden nicht Gerichte, sondern "örtliche Initiativen". Und dann aber wundern, wenn rechte "örtliche Initiativen" demnächst ähnlich verfahren... -Die Ansichten der AfD scheinen so plausibel zu sein, dass ein Entkräften (selbst mit Vorbereitung und "alle gegen einen") nicht möglich zu sein scheint - also lieber ausladen. Aber dann wundern... Diese bekannte Strategie hat die AfD bislang nur stärker gemacht. Aber anscheinend ist der schnelle Applaus für das Ausladen mehr wert, als die AfD einzuladen und zu stellen. Dafür müsste man Kritik aus der eigenen Blase aushalten und anstrengend ist es auch noch... So ist es viel einfacher, und man kann sich trotzdem auf die Schulter klopfen.
zum Beitrag05.01.2025 , 00:41 Uhr
Ich bin erstaunt, war doch bisher schon die Unterscheidung von Geflüchteten und Fachkräften fast ein Tabu. Und dann auch noch die differenzierte Betrachtung der "Rechten" zum Thema Migration. Ich wünsche Hrn. Johnson viel Kraft in der nächsten Zeit, es wird sicherlich ordentlich Gegenwind geben. Geliebte Feindbilder gibt niemand gerne auf oder passt sie an. Aber vielleicht kann dieser Artikel ja ein Anstoß in diese Richtung sein.
zum Beitrag03.01.2025 , 12:06 Uhr
"Solange ein komplettes Verkaufsverbot aus ideologischen Gründen weiter abgelehnt wird..." Was soll das denn für eine Ideologie sein? Zumal ein großer Teil der Schadensverursacher (selbst gebastelt, "illegal aus dem Ausland importiert") schon verboten sind. Wenn man den illegalen Import dieser "Mega-Böller" bzw. der Bestandteile verhindern möchte, dann müsste man das an der Grenze tun. Mit Grenzkontrollen. Und an dieser Stelle passt dann tatsächlich "...aus ideologischen Gründen weiter abgelehnt wird..."...
zum Beitrag15.12.2024 , 20:24 Uhr
Ich als "politischer Laie" hätte es als sinnvolle Strategie angesehen, die Forschung zu forcieren und erst dann aus der Kern-, Gas- und Kohlekraft auszusteigen, wenn das Thema Speicher wie Sie sagen "abgeräumt" ist. Aber ich verstehe auch, dass es Jahrzehnte dauert, um in der Forschung Durchbrüche zu schaffen, PolitikerInnen aber nur für z. B. 4 Jahre gewählt werden. Da werden also schnell "Resultate" benötigt. Und "Ausstiege" bzw. "Verbote" lassen sich eben schnell und erstmal ohne Kosten realisieren. Wenn dann aber die Forschung nicht in der erhofften Zeit die Ergebnisse liefert, steht man irgendwann etwas blank da, eröffnet dem politischen Gegner eine Flanke und erreicht im schlimmsten Fall das Gegenteil des eigentlichen Ziels. Gibt ja gerade nicht wenige Artikel, die quasi von einem neuen Atomzeitalter sprechen...
zum Beitrag15.12.2024 , 10:34 Uhr
"Einer davon könnte bald Bundeskanzler werden" Echt jetzt? Ist sowas in einem Artikel über ein so wichtiges Thema wirklich notwendig? Selbst correctiv erklärt das ja sehr ausführlich, z. B.: "Friedrich Merz stimmte 1996 für einen Gesetzentwurf, der Vergewaltigung in der Ehe strafbar machen sollte." Bei der Abstimmung 1997 ging es um eine Klausel zum Thema "Offizialdelikt". Das kann man sehen wie man möchte, aber daraus zu konstruieren, dass Hr. Merz für eine legale Vergewaltigung in der Ehe ist/war, diskreditiert den gesamten Artikel.
zum Beitrag15.12.2024 , 10:23 Uhr
Wenn man sich z. B. den damaligen "Erfolg" der Kulturgutscheine anschaut oder den KulturPass (höchster Umsatz bei Buchhandlungen, Mangas boomen), dann drängt sich der Verdacht auf, dass die "traditionelle" Kulturföderung hauptsächlich elitären Schichten (die sich selbst natürlich nicht so sehen!) zugutekommt. Eine klassische Umverteilung von unten nach oben.
zum Beitrag15.12.2024 , 10:15 Uhr
Sehr starke Worte von Frau Baerbock. Je stärker die Worte, desto weniger Handlungsoptionen stehen allerdings in der Realität zur Verfügung, Politikersprech halt. Die Realität: Deutschland hat nach der Türkei die meisten aus Syrien aufgenommen. In die Türkei werden die Assad-Schergen jedenfalls nicht gehen, also wohin wohl... Und die "Infrastruktur" (Hassprediger, Hamas-Aktivitäten etc. ) in Deutschland stimmt für diese Leute ja auch. In Syrien dürfte auf die Assad-Schergen der sichere Tod warten, da ist die abstrakte Gefahr auf eine Bewährungsstrafe in Deutschland wohl das kleinere Übel. Die Realität ist: Es werden FolterknechtInnen aus Syrien nach Deutschland kommen. "Wir" müssen uns überlegen, wie wir damit umgehen. Einfach abschieben und "Problem gelöst" wird rechtlich nicht gehen, da denen dort der sichere Tod droht.
zum Beitrag16.11.2024 , 18:57 Uhr
"Die Motivation des Senats sind kapitalistische Verwertungsinteressen" Na dann. Wenn es gegen den Klassenfeind geht, müssen halt auch die eigenen Leute mal leiden. Wer braucht schon Wohnraum, wenn man stattdessen gegen "kapitalistische Verwertungsinteressen" sein kann? Wobei auch beides geht. Wer hat denn über das Brachliegen des Tempelhofer Feldes abgestimmt? Menschen, die in der Gegend bereits Wohnraum haben, oder Menschen, die gerne nach Berlin ziehen würden und gerne Wohnraum hätten? Klar, wer da bereits wohnt findet es natürlich schön, so eine Freifläche vor der Tür zu haben. Da schlägt das persönliche Eigeninteresse das Algemeinwohl. Da das aber das eigene, edle Selbstbild beschädigen würde, flüchtet man sich in Rechtfertigungen. Man macht das ja nur gegen den Kapitalismus. Schon klar...
zum Beitrag16.11.2024 , 18:38 Uhr
„Ich und mein Rudel zuerst“ Wo ist das nicht der Fall? Hat nichts mit Männern oder Frauen oder sonstwas zu tun. Nahezu jede homogene Gruppe empowert sich selbst und versucht, die eigenen Interessen durchzusetzen. Seinen es jetzt Mehr- oder Minderheiten. Und da ist man bei der Wahl der Mittel selten zimperlich, wie man ja auch an der vorgenommenen Einordnung der hier im Artikel genannten Personen sehen kann.
zum Beitrag16.11.2024 , 18:31 Uhr
Absolut richtig. Zumal Trumps neues Personal, mal etwas genauer betrachtet, durchaus Kompetenzen vorweisen kann. So hat z. B. Pete Hegseth eine ganze Menge an Pro-Punkten für seinen Job. Er dürfte für die Militärführung um Welten mehr Vorwissen haben als Ursula vdL, Annegret KK oder Christine Lambrecht. Und Pete Hegseth schlicht als "Fox-Moderator" zu bezeichnen ist ähnlich unredlich, wie Robert Habeck nur als Kinderbuchautor einzuordnen. Ich weiß, dass jetzt Trump an der Macht ist, wir das alles ganz schrecklich finden und die USA wahrscheinlich (schon wieder) untergehen werden. Aber kann man nicht trotzdem fundiert berichten und ein paar mehr Sichtweisen und Hintergrundinfos einfließen lassen?
zum Beitrag16.11.2024 , 18:23 Uhr
"Wollt ihr den totalen Kapitalismus?" Eigentlich hat Trump eher das Gegenteil angekündigt. Weniger Globalisierung, weniger Freihandel, mehr staatliche Regulierung, Handelszölle etc.
zum Beitrag14.11.2024 , 10:59 Uhr
Wie war das: "Vom Sozialismus lernen heißt Siegen lernen." In der DDR gab es den "Asozialenparagraph 249". Damit wurden Menschen inhaftiert, die sich der Pflicht zum Arbeiten widersetzen. Wollen wir hoffen, dass sich auch auf diesem Gebiet Geschichte nicht wiederholt.
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