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Prämie für E-Autos vom BundFörderprogramm für E-Autos startet

Je kleiner das Einkommen, desto mehr Geld erhalten Käu­fe­r:in­nen von privaten neuen Elektro-Fahrzeugen. Ab heute können Anträge gestellt werden.

Bis zu 6.000 Euro gibt der Staat nun Leuten dazu, die ein E-Auto kaufen. Das Angebot gilt für neue Fahrzeuge, die ab Anfang 2026 erworben wurden. Die Internetseite für die Förderung ist ab 19. Mai 2026 in Betrieb.

Anträge stellen können Privatpersonen, keine Firmen. Es geht um vollelektrische Fahrzeuge mit Batterie, außerdem bestimmte Plug-in-Hybride und solche mit Reichweitenverlängerung. Die neuen Autos müssen erstmals in Deutschland zugelassen werden. Den Höchstbetrag erhalten Familien mit zwei oder mehr Kindern, die bis zu 45.000 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen erarbeiten. Antragstellende bis 90.000 Euro bekommen bis zu 4.000 Euro. Oberhalb dieser Grenze gibt es keine Zuschüsse.

Ausgedacht hat sich die Details des Programms Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD), verwaltet wird es vom Bundesamt für Wirtschaft (Bafa), welches auch eine Hotline für die Fragen der Antragstellenden betreibt. Man findet es unter der Adresse foerderzentrale.gov.de.

Da die gesamte Prozedur ausschließlich digital abläuft, sind einige Hürden zu nehmen. Wer einen Antrag stellen will, muss zunächst ein Konto auf der Seite BundID eröffnen. Das ist ein staatliches Verfahren zur Online-Identifikation, das Zugang zu mehr und mehr öffentlichen Dienstleistungen ermöglichen soll. Bisher haben sich dort über fünf Millionen Nut­ze­r:in­nen registriert. Um das Konto einzurichten, muss man den elektronischen Personalausweis verwenden oder sich mit dem Finanzamtzugang Elster anmelden.

Schließlich sind einige Unterlagen hochzuladen. Steuerbescheide dienen dazu, das Einkommen nachzuweisen. Informationen, die nicht gebraucht werden, kann man abdecken. Auch Personen, die kein zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, aber trotzdem Geld für ein neues E-Auto haben, können Anträge stellen. Benötigt werden ferner Belege über das Kindergeld und die Fahrzeug-Identifikationsnummer.

Es handelt sich hierzulande um den zweiten staatlichen Versuch, mittels individuellen Zuschüssen mehr E-Autos auf die Straßen zu bringen. Die erste Welle wurde 2023 abgebrochen, weil sich die Ampelkoalition nicht darüber einigen konnte, weitere Mittel zur Verfügung zu stellen. Daraufhin brachen die Verkäufe von elektrischen Fahrzeugen in Deutschland ein.

Nun geht es von vorne los. Drei Milliarden Euro stehen von 2026 bis 2029 bereit. Damit lassen sich etwa 800.000 Autos fördern, schätzt das Umweltministerium. Bis Mitte oder Ende 2028 müssten sich die In­ter­es­sen­t:in­nen keine Sorgen machen, ob genug Geld vorhanden sei, heißt es. Aber irgendwann sind die Mittel dann auch weg. Ob die nächste Regierung das Programm verlängert, weiß man heute nicht.

„Wir tun mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt, für die Autoindustrie und für die Haushalte, die sich sonst kein Elektroauto leisten könnten“, sagte Minister Schneider, „Elektromobilität ist unsere Chance, unabhängig zu werden von teurem Diesel und Benzin.“

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11 Kommentare

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  • Das wird die xinesische E-Automobilindustrie aber freuen.

  • Diese Fördergelder gehen meist in die Taschen der Industrie / Verkäufer, die dann den Verkaufspreis entsprechend erhöhen. Wie beim Tankrabatt oder der Förderung von Wärmepumpen.



    Wer ganz bewusst aufs Auto verzichtet, und stattdessen Rad fährt darf diese Förderprogramme übrigens mittels seiner / ihrer Steuern finanzieren.

    • @T-Rom:

      Radfahrer:innen und ÖPNV-Nutzer:innen finanzieren diese Programme über Steuern mit. Aber das gilt umgekehrt genauso für Autofahrer:innen, die Radwege, Busse und Bahnen mitfinanzieren. Solidarische Finanzierung ist kein Fehler des Systems, sondern dessen Grundlage.

      • @Zippism:

        Ein Radweg ist Infrastruktur, ein gefördertes e-Auto ist Privateigentum, schon ein kleiner Unterschied.



        Bekomme ich als Radfahrer / Fussgänger dann auch eine Förderung für mein Fahrrad oder ein Paar neue Schuhe?

        • @T-Rom:

          Auch Fahrräder profitieren von staatlicher Förderung – nur eben indirekt: durch Radwege, Abstellanlagen, Verkehrsberuhigung und teils auch direkte Programme (z. B. Dienstradleasing).

          Bei E-Autos geht es ebenfalls nicht um „Geschenk für Privateigentum“, sondern um ein politisches Steuerungsinstrument (Emissionen senken, Technologiewechsel anstoßen). Ob die konkrete Ausgestaltung sinnvoll ist, kann man diskutieren – aber das Prinzip ist dasselbe: öffentliche Mittel werden eingesetzt, um gewünschte Verkehrsentwicklung zu fördern.

          Und ja: Alle Verkehrsteilnehmer finanzieren das gemeinsam – Straßenbau, ÖPNV und Radinfrastruktur gleichermaßen.

  • Wie so oft, halbgar. Schön, finanzschwächere Haushalte zu sponsoren. Können die sich neue Autos leisten?? Auch gebrauchte E zu fördern wäre doch sinnvoller gewesen.



    Und Klimaschutz? Die Frage ist doch was am meisten bringt: Also müssten doch die größten Benzinschlucker ausgetauscht werden. Und wer fährt die? Eher reiche Leute!



    Zudem Mitnahmeeffekte zu befürchten: Es wird jetzt viele Söhne/Töchter von Gutverdienern E-Auto Besitzer werden.... zumindest auf dem Papier.

  • "Bis zu 6.000 Euro gibt der Staat nun Leuten dazu..."



    Gemeint ist wohl: "...geben die Steuerzahler... dazu..."

  • Man legt also Leuten, die Geld für einen Neuwagen haben, einen Scheck ins Handschuhfach zwecks Anschaffung eines zusätzlichen Energieverbrauchers. (Das alte Auto fährt ja meist noch weiter. Irgendwo in der Welt.)



    Wäre das Geld nicht besser in die CO2 freie Energieversorgungsinfrastruktur gesteckt?

    • @Querbeet:

      Würde denn, wenn der Neuwagenkaufende stattdessen bei seinem Gebrauchten bliebe, jemand auf der Welt mit Kaufwunsch dann einfach ohne Auto bleiben, weil in Deutschland sich jemand nicht trennen möchte? Wohl kaum.



      Die Realität dürfte eher sein: Der Gebrauchte wird von jemandem gekauft, der seinen noch älteren Gebrauchten an jemanden verkauft, der dann seinen noch älteren Gebrauchten an jemanden verkauft...Und am Ende fällt ein richtig alter "Stinker" aus dem System.



      Wenn man den Fahrzeugbestand elektrifizieren möchte, dann klappt das nur, wenn man am Anfang der Kette BEVs reindrückt.



      Davon mal abgesehen sehe ich die Prämie auch kritisch. Aber wenigstens besser als damals die Abwrackprämie, wo völlig intakte Fahrzeuge verschrottet wurden.

      • @Desdur Nahe:

        Die Frage ist auch, ob tatsächlich ZUSÄTZLICHE Nachfrage generiert wird, oder ob der Kauf nicht doch so oder so erfolgt wäre.

    • @Querbeet:

      Die Subvention muß der*die geneigte Neu-E-Auto-Kund*in mit dem halbschmalen Geldbeutel übrigens vorstrecken.