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Wahlen in Berlin und Meck-Pomm Ein linker Sieg, der sich nicht so anfühlt

Ulrike Winkelmann

Kommentar von

Ulrike Winkelmann

Schwesigs Aufholjagd und Eralps deutlicher Sieg können nicht darüber hinwegtäuschen, wie viele Menschen ihre Stimme den Rechtsextremen gegeben haben.

D as erste Bild, das die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bieten, ist reichlich gemischt. Die Katastrophe von Sachsen-Anhalt, wo die AfD vor zwei Wochen auf fast 44 Prozent durchmarschierte, hat nicht den erhofften Mobilisierungsschub für die rechtsstaatlich-demokratischen Parteien erbracht. Der große Erfolg der Linken in der Hauptstadt kann nicht neutralisieren, dass die AfD im Nordosten vor der SPD herausgekommen ist.

Dennoch geht eine erste Ehrenbezeugung an Manuela Schwesig: Chapeau! Binnen eines Jahres derartig viel Boden gegen die AfD gutzumachen, das ist eine echte Leistung. Nun hat Schwesig ihre Stimmen zwar nicht der Rechts-außen-Truppe weggenommen, sondern im ganz und gar auf „SPD gegen AfD“ zugespitzten Wahlkampf das nichtrechte Lager bei sich versammelt.

Doch immerhin hat hier eine Sozialdemokratin gezeigt, wie Wahlkampf gegen rechts geht: selbstbewusst, souverän, bissig, aber auch warm und zugewandt. Schwesig bekommt ihre reibungslose rot-rote Koalition nicht mehr, sondern braucht für ein Dreierbündnis die Grünen.

Das aktuelle Logo des taz Bundestalks, vier Personen sitzen an einem Tisch von oben zu sehen. Darunter ist "Bundestalk live" vermerkt, sowie ein Aufnahmesymbol zu sehen.
Bundestalk live am Montag in der taz-Kantine

Nach den drei Landtagswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt stellen sich viele Fragen, die über die Landespolitik hinausgehen. Verschiebt sich gerade etwas in der deutschen Parteienlandschaft? Das besprechen wir morgen Abend Live und im Stream im Bundestalk in der taz Kantine in Berlin. Man kann sich hier anmelden.

In Berlin, wo fast doppelt so viele Wahlberechtigte leben wie in Mecklenburg-Vorpommern, reicht es glatt für ein linksliberales Bündnis unter Linken-Frontfrau Elif Eralp. Rot-Rot-Grün mit einer migrantischen Frau an der Spitze – damit würde Berlin seinem Ruf als progressives Labor gerecht.

Berlin macht Hoffnung

Auch Eralp gebührt größter Respekt: Sie hat eine CDU an die Seite gedrängt, die nach dem Abgang des unglückseligen Bürgermeisters Kai Wegner kaum noch Tritt fassen konnte. SPD und Grüne in Berlin mögen sich heimlich danach sehnen, mit der CDU zu paktieren. Doch kommen sie kaum daran vorbei, sich auf eine Linke einzulassen, die mit der Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen ein wichtiges Ziel ausgesprochen hoch gehängt hat und im Bezirk Neukölln GenossInnen in den Reihen hat, die weder gegen Antisemitismus noch gegen Realitätsverlust gefeit sind.

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Der Kanzler ist für die desaströsen CDU-Ergebnisse nun ganz genauso haftbar, wie es die Meuterer in den CDU-Reihen zuletzt herbeigeraunt haben. Doch wurde Friedrich Merz in der Sitzung mit dem Parteipräsidium und den CDU-Ministerpräsidenten am Wahltag offenbar so weit gestärkt, dass er gleich nach 18 Uhr in einem bizarren Auftritt verkündete, er lasse sich in seinem bekannten Programm – Reformen nötig, tut erst mal weh, Jugend braucht Zukunft, werde weiterarbeiten – nicht beirren. Mag sein, dass damit bei der Union erst einmal wieder Ruhe im Karton einkehrt.

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Insofern könnte dieser letzte Wahltag des Jahres bei allen Unsicherheiten, die vor und hinter Fünfprozenthürden noch lauern, auf ein Ergebnis hinauslaufen, das im linken Lager schon lange herbeigesehnt wird: zwei rot-rot-grüne Koalitionen, eine progressive Integrationsfigur an der Spitze der Hauptstadt. Es wäre ein Sieg. Wenn es sich nur auch so anfühlen würde.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Ulrike Winkelmann

Ulrike Winkelmann Chefredakteurin

Chefredakteurin der taz seit Sommer 2020 - zusammen mit Barbara Junge und inzwischen auch Katrin Gottschalk. Vorher: Von 2014 bis 2020 beim Deutschlandfunk in Köln als Politikredakteurin in der Abteilung "Hintergrund". Davor von 1999 bis 2014 in der taz als Chefin vom Dienst, Sozialredakteurin, Parlamentskorrespondentin, Inlandsressortleiterin. Zwischendurch (2010/2011) auch ein Jahr Politikchefin bei der Wochenzeitung „der Freitag“.
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90 Kommentare

 / 
  • Axel Berger

    > Binnen eines Jahres derartig viel Boden gegen die AfD gutzumachen, das ist eine echte Leistung.



    Im Grunde sagt dieser Satz alles und beweist das grundlegende Versagen des Konzeptes Demokratie. Wie hier nicht nur beschreibend sondern erschreckenderweise zustimmend gesagt wird, hängen Wahlergebnisse fast ausschließlich vom Wahlkampf ab und nicht vom begründeten Urteil über die reale Politik.



    Von 2018 bis Juli 2021 lag die Zustimmung zur Regierungspartei SPD in Mecklenburg-Vorpommern bei rund 25 %. Kurz vor der Wahl schoß sie auf 40 % nach oben und sank im realen Erleben der Regierungspolitik auf 20 %. Dieser Wert, das echte, aus Erfahrung und Beobachtung begründete Urteil, blieb bis Ende 2025 stabil.



    Die Bürger von MV, diejenigen die Frau Schwesig, ihre Partei und das Ergebnis ihres Regierungshandelns am besten kennen, halten sie für eine schlechte Regierungschefin und hervorragende Wahlkämpferin. Den besten Entertainer zu wählen mag für den ESC angemessen sein, für eine Regierung, deren Handeln Folgen hat, ist es katastrophal.

    • Alex_der_Wunderer

      @Axel Berger:

      @ Axel Berger



      Es ist doch naheliegend die unfähige Frau Schwesig hat nur Wählerstimmen bekommen, weil die demokratischen, rechtstaatlichen Bürger keine gefährliche, unser Grundgesetz nicht achtende AfD wollen und sich gegen den Rechtsextremismus wehren wollen.

  • Hierjetzt

    Schaut euch mal die Wählerwanderung an. Das ist kein linker Sieg, die PDL wurde vor von enttäuschten Grünen gewählt und hat sonst fast nur verloren. Bei den Arbeitern hat die AFD in den ärmsten Bezirken klar gewonnen. Jetzt wird versucht mit Antisemitismus die Koalition der linksliberalen zu verhindern. Was ich daran nicht verstehe, warum macht die TAZ da mit? Prüft bitte eure Antisemitismusdefinition...

  • Land of plenty

    Ja, ja, das ist jetzt für alle der super BILD-Aufreger: Remmo-Clan-Chef bei Linkspartei Neukölln. War öffentlich, da kommen auch Uneingeladene.



    Das sagt nichts über die Linkspartei.



    Über die, die das Ereignis so hervorheben, sagt das viel mehr aus.



    Es geht nur noch um "Ausländer raus", statt um Lernen.



    Das Ziel sollte sein: das Verhalten zu ändern, keine Straftaten mehr zu begehen, sich richtig benehmen. Rücksichtsvoll und solidarisch sein.



    Doch in diesen regressiven Zeiten ist das wohl zu viel verlangt. Wie steht es mit der eigenen Weiterentwicklung?



    Sind Politiker nun die Kinder-Babysitter von heute?



    Selbst-Entwicklung statt Abschottung!



    Ja, in Italien wurden 280 Millionen € an Mafia-Vermögen eingezogen. Gut! Aber die Pauschalisierung, die alle Araber oder Syrer oder Afghanen beschuldigt, alle essentiell das gleiche zu tun, ist rassistisch und dumm.



    Weltweite Verbindungen lassen sich nicht verringern oder beenden. Der Brexit ist eine Illusion - genauso wie die Privatstädte der Markus-Krall- und Nius-Sklavenhalter.

  • Wunderwelt

    "Ein linker Sieg, der sich nicht so anfühlt"..??







    Mhh..







    Klingt irgendwie nach Selbstverzwergung. Denn natürlich sind das gleich zwei Siege. Und die Berliner Variante bei der die 16-24 Jährigen zu etwa 45% die Linke gewählt haben, hat ein geradezu revolutionäres Feeling.







    Die afd hat dagegen nichts außer einem zurück in eine niemals existente Vergangenheit zu bieten. Der "alles ist möglich" Slogan ist nichts als heiße Luft und das genaue Gegenteil eines revolutionären Aufbruchs.







    Mit der afd ist das wie mit krawalligen Pubertierenden: je mehr Aufmerksamkeit man ihnen schenkt, desto krawalliger werden sie. Die angemessene Antwort auf die afd muß deshalb lauten: laaangweilig.!!







    Die eigentlich wichtige Frage an dieser Stelle ist doch: wie erreicht man die ver(w)irrten afd Sympathisanten und bringt sie wieder auf einen Pfad der sie tatsächlich weiter bringt..persönlich und politisch.







    Deshalb ganz ehrlich..liebe Medien Sc#&%ß doch auf die afd und ihre Lügenmärchen. Kümmern wir uns lieber um die Zentren in denen wirklich etwas passiert. In denen Zukunft gemacht wird.







    Berlin-City scheint seit gestern wieder dazu zu gehören..

  • Karla Columna

    Es war in Berlin einfach nicht einfach. Ich meine, wer hätte damals gedacht, dass selbst Kai Wegner, der wie der typische Berliner CDU-Spießer aus Spandau wirkte, erst eine Affäre mit einer Mitarbeiterin anfängt und dann zuviel Tennis spielt, und eben vermutlich so kaum Zeit hatte, sich um Probleme zu kümmern. Und dann, als er endlich abtritt, stellen sie einen auch wieder sehr spießig wirkenden Stefan auf, und zum Thema Mieten fiel ihnen nur ein, dass sie das Tempelhofer Feld bebauen wollen. Weiß jeder, dass davon die Wohnungen nicht billiger werden. Die SPD hatte ebenfalls Pech mit ihrem Steffen, und man wusste nicht, was man kriegt, wenn man sie wählt. Die Grünen kommen in Berlin nie auf die Idee mal jemand Charismatisches als Spitzenkandidaten aufzustellen, gerne mal Frau und mit Migrationsgeschichte, und pragmatisch und für mehr als die eigene Blase interessant. Daher schade, dass keine der anderen eine wie Elif Eralp hatte. Ich freue mich jetzt nicht so richtig drauf, dass die Linke wieder ins Regieren kommt (Rot-rot hat uns die Privatisierung der Wohnungen eingebrockt), aber schwarz-rot hatte man eben auch über.

  • Auweiowei

    Berlins "Ruf als progressives Labor", vermutlich nicht im künstlerischen, sondern im politischen Sinn, war mir bis dato kein Begriff. Wohl aber, dass man dort den (kleinen? kleineren?) Leuten über ihre Mieten gekonnt immer mehr das Geld aus der Tasche zieht, so wie in den anderen größeren Städten auch. Dass so getan wird, als habe es eine Volksbefragung zur Mietendeckelung nie gegeben. Angeblich, weil das dem Staat viel zu teuer wäre...

    Anstatt nun froh zu sein, dass Berlin weniger auf die Heilsversprechen der Blaubraunen hereingefallen ist und mehr für linken Aktionismus votiert hat, werden schon am Tag danach die Leute beschimpft, als hätten sie aufs falsche Pferd gesetzt. Als würden von nun an viele Milliarden in den Sand bzw. Sumpf gesetzt. Berlin Babylon.

    Irgendwo hab ich mal gelesen: Eigentum verpflichtet. Aber das ist schon eine ganze Weile her.

  • Alex_der_Wunderer

    Die Linke in Berlin hat nun den Stein endlich ins rollen gebracht..🍒🥂🍾



    ✨️🎈✨️🎈✨️🎈✨️🎈✨️🎈✨️🎈✨️🎈



    Vorbildfunktion für viele noch kommende erfolgreiche Wahlergebnisse für die Linke In Deutschland 👍👍& 👍👍&👍👍



    😎

  • Hitchhiker

    "Nun hat Schwesig ihre Stimmen zwar nicht der Rechts-außen-Truppe weggenommen, sondern im ganz und gar auf „SPD gegen AfD“."

    "Doch immerhin hat hier eine Sozialdemokratin gezeigt, wie Wahlkampf gegen rechts geht: selbstbewusst, souverän, bissig, aber auch warm und zugewandt."

    Zwei Aussagen hintereinander deren Sinn sich mir zusammen nicht erschließt.

    Sie hat gezeigt wie Wahlkampf gegen Rechts geht und hat nur Stimmen von Grünen und Linken eingesammelt.

    Worin bestand jetzt der Erfolg gegen Rechts?

  • Oleg Fedotov

    Was die Linke und auch Frau Eralp aber jetzt sehr schnell verstehen müssten, ist die Tatsache, das sie nun Partei und Oberbürgermeisterin für alle Berliner werden. Gleichberechtigt. Und nicht nur für die Mieter sondern auch die Vermieter, nicht nur für die Radfahrer sondern auch für die Autoposer, politische Vertretung für die Atheisten und gleichzeitig auch für gläubige jeder Richtung.



    Und ich habe große Zweifel, das sie es schaffen, für diese Aufgabe ihre Wohlfühlblase zu verlassen.

  • Kabelbrand Höllenfeuer

    Ich habe alle 3 Kreuze bei der Linken gemacht, obwohl ich eigentlich grüner Stammwähler bin. Den Antisemitismus finde ich zum Kotzen, die geplanten Enteignungen halte ich für zu teuer und unproduktiv und die naive Migrationsromantik finde ich schlichtweg dumm.



    Ich habe sie trotzdem gewählt, weil den anderen Parteien mittlerweile jedes Interesse am Problemlösen abhanden gekommen ist und das Personal schlichtweg grottig ist. Ich habe außerdem in meinem Arbeitsfeld erlebt, wie eine grüne Stadträtin tatsächlich arbeitet, die unterscheidet sich im politischen Kalkül auch nicht von den ehemaligen Volksparteien.



    Die Mieten- und Wohnungskrise hat sich seit 20 Jahren entwickelt und in all den Jahren haben die Altparteien nicht einmal ansatzweise versucht, für mehr bezahlbaren Wohnraum zu sorgen. Vermutlich verbuchen die explodierende Mieten unter Wirtschaftswachstum.



    Ich halte es außerdem für nicht unwahrscheinlich, dass die SPD mit der CDU und den Grünen eine Koalition bildet. weil man halt das Berliner Kartell aufrechterhalten möchte. Die Bevölkerung hat aber Disruption gewählt, das sollten die abgestraften Parteien gefälligst respektieren.

    • Fran Zose

      @Kabelbrand Höllenfeuer:

      Nun, wenn die anderen Parteien an der Linken vorbei eine Regierung bilden können, dann ist es nicht so richtig disruptiv, oder? In diesem Sinne sind die beschämenden Ergebnisse in Sachsen-Anhalt um einiges disruptiver. Und was man sich in Bezug auf die AfD gerne zur eigenen Beruhigung sagt, gilt auch für die Linken in Berlin: eine Mehrheit der Wähler hat sie eben NICHT gewählt.

  • Jim Hawkins

    "damit würde Berlin seinem Ruf als progressives Labor gerecht."

    Genau so. Jeder darf mal ein bisschen rum panschen. Mit der Partei Die Linke zieht ein zünftiger Antizionismus ins Rote Rathaus. Mamdani lässt grüßen.

    Und als Dreingabe, also nur für den Fall, dass das überhaupt machbar sein wird, gibt es 20 - 30 Milliarden zusätzliche Schulden für die Entschädigung von Vonovia und Co.

    Und nicht eine einzige neue Wohnung.

    Berlin steht schon lange mit beiden Beinen im Sumpf, jetzt wird es so richtig hineingeritten.

    Freuen wir uns darauf.

    • *Sabine*

      @Jim Hawkins:

      "Mit der Partei Die Linke zieht ein zünftiger Antizionismus ins Rote Rathaus."

      Ich bin gespannt, ob jüdische und/oder israelische Menschen, Delegationen oder Amtsträger (beispielsweise aus den Partnerstädten) noch Einladungen aus Berlin erhalten oder es überhaupt wagen, Einladungen wahrzunehmen. Es kam ja schon vor dem Wahlsieg von Die Linke aus deren Reihen zu Angriffen und Beleidigungen bei israelischen und/oder jüdischen Besuchern, das dürfte sich jetzt verstärken.

      • Jim Hawkins

        @*Sabine*:

        Das alles wird sich verstärken, davon muss man leider ausgehen. Gleichzeitig wird sich die Sicherheitslage verschlechtern. Die Polizei hat bei dieser Partei nun wirklich keinen guten Ruf.

        Deshalb ist die Wahl ja auch ein Fest für Familie Remmo:

        "Wir sind ein Teil von etwas Großem. Wir stehen zusammen, wir halten zusammen, wir kämpfen zusammen.



        Wir sind Sieger. Wir sind Macher. Wir sind ein Team."

        So der Filius.

        www.ruhrbarone.de/...g-versauen/267155/

      • Land of plenty

        @*Sabine*:

        Ja sicher wird es weiter Einladungen aus Israel nach Berlin geben!

    • Axotono

      @Jim Hawkins:

      Na dann. Wählen wir doch einfach weiter SPD, CDU und Grüne, zufrieden?

      • Moby Dick

        @Axotono:

        Die Linke hat in Berlin im letzten Vierteljahrhundert doppelt so lange regiert wie CDU und Grüne. Mehr weiter so als Linke und SPD geht nicht.

    • Mondschaf26

      @Jim Hawkins:

      Sumpf ist out. Wir haben Klimawandel. 😊 (scnr)

    • elektrozwerg

      @Jim Hawkins:

      Naja, das Versuchslabor kostet mich 134 Euro* im Jahr. Fuer diesen Schwarz-Weiss-Streifen mit bekanntem Ende ist das zuviel.

      * Pro-Kopf-Transfer aus Hessen an Berlin durch den Laenderfinanzausgleich.

  • vieldenker

    Die spannendste Frage steht jetzt unausgesprochen im Raum: Was machen die CDU-Mächtigen an Rhein, Ruhr und Sieg? Wie versuchen sie ihre Wählerbasis bis zur nächsten Landtagswahl bei Laune zu halten? Immerhin stellen sie sowohl den derzeitigen Chef in Berlin, als auch in Düsseldorf. Und wenn der eine gehen müssen sollte, stände wohl auch die eventuelle Nachfolge für den Anderen kurz oder maximal mittellang vor der nächsten Landtagswahl im Raum.

    • Carsten S.

      @vieldenker:

      Wenn es jetzt unter den bürgerlichen eine Kampagne gibt "Warum sollen wir den Osten extremistische Experimente finanzieren?", wird es richtig lustig im Land.

  • Nachtsonne

    Bleibt abzuwarten, ob die SPD mit den Berliner "Linken" koalieren will. Da gibt es doch erhebliche Differenzen, die zwischen den Kenia-Parteien deutlich geringer sein dürften. "Enteignung" und ein gewisses Palästinaproblem der Linken kann sich die SPD eigentlich nicht zu eigen machen. Die meisten Sitzen begründen nicht automatisch den Anspruch den regierenden Bürgermeister zu stellen. Herrn Wegner kann die CDU allerdings auch nicht mehr ernsthaft ins Feld führen. Es bleibt spannend. Einen Grund zu Freude vermag man als gemäßigter Wähler hier nicht erkennen.

  • Helium60

    Mir wird Angst und Bange um die Juden in Deutschland und insbesondere in Berlin. Es scheint unter manchen Linken mittlerweile woke zu sein, pauschal gegen Juden zu sein und sie zu diskriminieren. 😔😔



    Das Gedenken an den Holocaust darf niemals in Vergessenheit geraten. Manche Entwicklungen, auch an Schulen in Berlin, machen mir Sorgen. 😔

  • Traditioneller Sozialist

    In den ostdeutschen Flächenländern sollte es eine Wiedervereinigung von der LINKEN und des BSW geben. So könnte wieder eine sozialistische Partei entstehen, die sich zwar kulturell erheblich von der gleichnamigen Partei in Berlin und Westdeutschland unterscheidet, aber dafür auch die konservative ländliche Bevölkerung erreichen kann, und auch andere Minderheiten, wie die slawischen Bevölkerungsgruppen in Ostdeutschland.

    Vielleicht könnte diese Partei zudem noch die nicht zur AfD abgewanderten Reste der einst gerade in Vorpommern mächtigen und jetzt untergegangenen CDU beerben, trotz deren Zugpersonen wie "Bauer Kliewe" ;-)



    Und am Ende sogar wählbar für seit 1990 in ihre alte Heimat zurückgekehrte Menschen "mit etwas längeren Namen" sein.

    Es ist doch tragisch, dass z.B. in Mecklenburg-Vorpommern 4,8 Prozent Stimmen verloren gegangen sind und der LINKEN fehlen. Zusammen hätte die LINKE immerhin 11,3 Prozent der Stimmen.



    Hoffentlich wird eine solche Wiedervereinigung durch das aktuelle Desaster des BSW an der 5-Prozent-Hürde, die absehbare BSW-Politikpleite in Sachsen-Anhalt und durch die Auseinandersetzungen in den anderen ostdeutschen Landesverbänden begünstigt!

    • Oleg Fedotov

      @Traditioneller Sozialist:

      Eine Partei, welche die romantischen Träume alter Sozialist erfüllen soll, ist genau das, was dieses Land jetzt nicht braucht.

  • Land of plenty

    Das geht durch die Tagesmeldungen:



    "Remmo-Clan: Linke distanziert sich von Clanchef-Besuch."



    Der wurde nicht eingeladen.



    Und das Thema ist weiterhin: keine Kürzungen der Fördergelder für arme Leute. Richtig prüfen, gegen Betrug, aber die Chancen für arme verbessern.



    Bürgerrechte => Bürgergeld.

    • *Sabine*

      @Land of plenty:

      ""Remmo-Clan: Linke distanziert sich von Clanchef-Besuch."

      Ob ihn wirklich niemand eingeladen hat, wissen wir nicht. Aber offensichtlich fühlte er sich eingeladen und hat der Presse bestätigt, dass er sich zum ersten Mal in Deutschland von einer Partei unterstützt fühlt. In Anbetracht dessen, was Die Linke in Hinsicht auf Polizei, Waffenverbotszonen usw. plant, glaube ich ihm das sogar.

  • Land of plenty

    25,7% für die Linkspartei sind ein Achtungserfolg. Angesichts der notwendigen Lösungen für die großen Probleme, die die armen Menschen haben, angesichts der wenigen zuverlässigen Unterstützung und der vielen Barrieren, in Institutionen und im Alltag.



    Mit ausdauernden sozialen Protesten und Aktionsformen wird es vielleicht gelingen, das Ziel die Mietsteigerungen zu bremsen, zu erreichen. Mit der Kombination aus viele Wohnungen bauen, Immokonzerne sozialisieren und die Mieten deckeln könnte es ein bisschen Erleichterungen geben.



    Dass Immobilien und Grundstücke überhaupt Geldanlageobjekte sind, ist eines der Grundprobleme.

    • rero

      @Land of plenty:

      Nur gibt es die Kombination aus Wohnungen bauen und Mitsteigerungen bremsen nicht.

      Das hat die Linke auch nie behauptet.

      Zwischen der Angebotskrise und der Preiskrise hat sie sich für die Preiskrise entschieden.

      Für die Angebotskrise wird kein Geld mehr da sein.

    • Goodfella

      @Land of plenty:

      Wer sollte eine Wohnung bauen wenn er/sie damit nicht Geld verdienen kann? Mietrenditen bewegen sich für gewöhnlich im Bereich 3% - 4%, also bescheiden. Niemand baut eine Wohnung wenn ein Mietendeckel die Einnahmenseite deckelt, aber die Kosten für Instandhaltung etc. durch Inflation ständig steigen. Da ist man mit oben genannten Mietrenditen schnell im Minus.

      Soll der Staat alle Immobilien im Land bauen und gemeinnützig betreiben? Die dafür zuständige Behörde will ich mir in meinen schlimmsten Alpträumen nicht einmal vorstellen, ganz abgesehen davon, dass der Bundeshaushalt spätestens im März für das Jahr aufgebraucht ist.

  • Ricky-13

    taz: *... [Merz] lasse sich in seinem bekannten Programm – Reformen nötig, tut erst mal weh, Jugend braucht Zukunft, werde weiterarbeiten – nicht beirren.*

    Der Osten von Deutschland fühlt sich seit der Wende als 'Land zweiter Klasse' und das merkt man sehr gut an der Wut der Bürger dort und das sie ihr Kreuz jetzt 'ganz rechts' machen. Mit BlackRock-Merz, der an seiner unsozialen "Reform" festhalten will - die das Leben der kleinen Bürger noch mehr verschlimmert - wird der Rechtsruck im Osten weiterhin zunehmen. Wenn Merz nicht endlich gestoppt wird, dann wird der braun-blaue Flächenbrand sich wohl sogar über ganz Deutschland ausbreiten.

    • Alex_der_Wunderer

      @Ricky-13:

      @ RICKY-13



      Hey, haben Sie andere Wahlergebnisse von der Linken gelesen ?



      Fast 50 % in Belin haben die Linke SPD, & BSW ihr Vertrauen ausgesprochen. Kopf hoch 😎

      • Ricky-13

        @Alex_der_Wunderer:

        Natürlich habe ich die Wahl in Berlin verfolgt und freue mich über das Ergebnis der Linken.

        Und über das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern, wo die CDU auf 4,9% und die FDP auf 1,0% gekommen ist, freue ich mich natürlich auch. Das ist doch ein sehr beachtlicher Erfolg der "Christen" und der "Freiheitskämpfer". 😂

        Dennoch hat die AfD wieder überall kräftig zugelegt. Und das haben wir einem einzigen Mann in der CDU zu "verdanken", der sein unsoziales BlackRock-Programm unverändert abspult und jetzt sogar noch etwas von 'Jugend braucht Zukunft' erzählt, obwohl er auch weiterhin nichts gegen den Klimawandel machen wird.

  • Zippism

    Von einem „linken Sieg“ kann ich mich jedenfalls nicht freuen. Gerade diesen Berliner Landesverband der Linken sehe ich seit Langem ausgesprochen kritisch. Und die Bilder und Gäste dieser Wahlparty haben meine Skepsis eher bestätigt als widerlegt.

    Da tauchte mit Issa Remmo ein prominentes Mitglied des Remmo-Clans auf. Und daneben wurde mit Ibrahim Ibrahim auch noch ein bekannter Anti-Israel-Aktivist gesichtet, den der Tagesspiegel als führenden Unterstützer der als extremistisch eingestuften PFLP einordnet. Ibrahim soll zudem Yahya Sinwar als „Märtyrerhelden“ bezeichnet haben.

    Natürlich kann man nicht jeden Linken-Wähler für solche Gäste verantwortlich machen. Aber wenn ausgerechnet auf der eigenen Wahlparty Personen aus diesem politischen und gesellschaftlichen Umfeld auftauchen, darf man sich schon fragen, welches Milieu dieser Berliner Landesverband inzwischen anzieht – und warum.

    Die taz darf das gern als progressiven Wahlerfolg feiern. Ich sehe angesichts solcher Bilder jedenfalls eher Anlass für kritische Nachfragen als für Jubel.

    • Oma

      @Zippism:

      Die wollten doch nur feiern.

    • Hatespeech_is_not_an_opinion

      @Zippism:

      Wieso springen Sie über das Stöckchen der Springer-Presse? Die Linke Berlin hat sich am selben Abend distanziert. Die Wahlparty war eine offene Veranstaltung ohne Teilnehmerlisten. Dieser Remmo war auch auf einer Veranstaltung der CDU vor ein paar Jahren, allerdings geladen, gemäß dem Tagesspiegel.



      Man sollte sich eher die Frage stellen, wieso diese Leute ausgerechnet gestern Abend dort auftauchen und ob man die Veranstaltung dadurch absichtlich diskreditieren wollte.



      Ich sympathisiere wahrlich nicht mit dem Ortsverband Neukölln, aber man sollte schon bei den Fakten bleiben.

      • rero

        @Hatespeech_is_not_an_opinion:

        Der Tagesspiegel gehört aber nicht dem Tagesspiegel, sondern der Holzbrinck-Gruppe.

        Gute Frage:



        Wieso tauchen die Leute ausgerechnet gestern dort auf?

        "Absichtlich diskreditieren" klingt irgendwie nach Verschwörungstheorie.

        Soll Putin das Oberhaupt der Remmos hingeschickt haben?

        Oder ob er sich vielleicht doch von dem Antisemitismus und der Stornierung der Maßnahmen gegen Clan-Kriminalität angezogen fühlt?

        Ich kenne seine Beweggründe nicht.

      • Zippism

        @Hatespeech_is_not_an_opinion:

        Eine Distanzierung im Nachhinein beantwortet nicht die Frage, weshalb Ibrahim Ibrahim, der laut Tagesspiegel bereits zuvor bei Veranstaltungen der Linken Neukölln als Redner aufgetreten war, dort erneut auftauchen konnte.

        Es geht auch nicht darum, jedem Linken-Wähler die Gäste einer Wahlparty anzulasten. Es geht um die politische Verantwortung eines Landesverbands und um die Frage, welche Konsequenzen aus wiederholten Kontakten zu problematischen Akteuren gezogen werden.

        Der Tagesspiegel ist nicht die Bild. Dessen Berichterstattung über Ibrahim und seine Verbindungen zur PFLP lässt sich nicht einfach dadurch entkräften, dass man auf eine andere Zeitung schimpft.

        Dass Issa Remmo auch einmal von einem CDU-Politiker eingeladen wurde, ist ebenfalls kein Gegenargument. Fehlverhalten der CDU macht problematische Vorgänge bei der Linken schließlich nicht unproblematisch.

    • Deep South

      @Zippism:

      "Aber wenn ausgerechnet auf der eigenen Wahlparty Personen aus diesem politischen und gesellschaftlichen Umfeld auftauchen, darf man sich schon fragen, welches Milieu dieser Berliner Landesverband inzwischen anzieht – und warum."

      Vor Allem, wenn dann Ferat Kocak auch noch Arm In Arm mit Ibrahim Fotos machen lässt. Ich würde niemals die gesamte Berliner Linke über den Antisemitismus Kamm scheren. Aber bei solchen Besuchern und Bildern muss man sich schon fragen, wie ernst es der Partei wirklich mit Distanzierungen ist. Schaut sich da niemand die Gästeliste an?

  • Andreas_2020

    Der schale Beigeschmack ist nicht nur die AfD, sondern auch das Dahinsiechen der SPD (Schlesig ist eine Ausnahme!).



    Die SPD bindet immer noch bestimmte Milieus, wird darin aber immer schlechter.



    Und das treibt die SPD-Führung aber nicht an oder gar um.



    Seit Siegmar Gabriel entwickelt sich die Partei zu einer gelernten Verlierer- und Abbaupartei.



    Und damit wankt eine Mitte-Links-Brücke in der Gesellschaft.



    Gerade die Regierung mit dem neoliberalen, steifen Friedrich Merz erzeugt Frust, Angst und Ratlosigkeit.



    Deswegen muss ich die Frage stellen, kann die LInke eine Mitte-Links-Volkspartei werden?



    Von Flensburg, bis Hoyerswerda, bis Passau, bis Aaachen bis nach Freiburg im Breisgau?



    Kann die Partei in Deutschland die SPD Stück für Stück ersetzen?



    Kann die Linke eine Schicht von Profi-Verwaltungsleuten und Juristen heranziehen, die konkret vor Ort ihre Politiker berät, bearbeitet, schützt und unterstützt?



    Schafft dies die Linke?



    Hat Sie genug Anhänger und Mitglieder, die das Wahlkampfgeschehen schmeißen können? Auch in Itzehohe oder Nordhausen? Kann die Linke in Franken oder Schwaben wirklich antreten und einen Landkreis (gut) regieren?

    • rero

      @Andreas_2020:

      Ich würde behaupten, die SPD treibt durchaus um, dass sie bestimmte Milieus verliert.

      Sie weiß nur nicht, wie sie es verhindern kann.

      Zumal sie ja immer mitregiert.

      Sowohl auf Bundesebene als auch in Berlin dürfte es ihr guttun, mal nicht zu regieren.

      Einfach mal eine Runde Opposition, in der offene Kritik mit etwas Polemik möglich ist.

      Nur ist das nicht realistisch.

      Die SPD wird in Berlin regieren, bis sie die 5-%-Hürde nicht mehr schafft.

      Auch wenn die Linke sie nicht ersetzen kann.

    • Hierjetzt

      @Andreas_2020:

      Wo genau ist die reale SPD links?

      • rero

        @Hierjetzt:

        In ihrer sozialen Ausrichtung.

        Ultralinks war die SPD noch nie.

      • Andreas_2020

        @Hierjetzt:

        Die SPD war mal eine Mitte-Links-Partei - davon ist sie jetzt weit weg. Aber sie bindet andere Menschen als die Linkspartei.

    • Gerhard Krause

      @Andreas_2020:

      Für mich das Gesicht des Niedergangs der SPD: Dr. Gerhard Schröder.

      • Bussard

        @Gerhard Krause:

        Richtig. Kämpfer für soziale Gerechtigkeit im Wahlkampf 1998, danach dann "Genosse der Bosse". Mit Schröder begann der Abwärtstrend der SPD so richtig.

  • Claude Nuage

    Kommentar entfernt. Bitte halten Sie sich an unsere Kommuneregeln.

    Die Moderation

  • Cornelia Gliem

    Ja, es fühlt sich nicht so an... es hätte schlimmer kommen können. Können? Trotz des behaupteten Schocks vor einer Woche konnten die demokratischen Parteien also gerade mal afd-Absolute-mehrheiten verhindern (bei einer begünstigten und bekannten kandidatin gegen einen schwachen) bzw. die afd-Durchmarsch verhindern in dem den mitte-parteien stimmen nach ganz links "weggenommen" wurden?

    Was ist mit dem Leuten los?



    Na, zumindest in Berlin scheint ein gewisser Teil der Ich-Will-Wandel-Gruppe nicht nach rechts sondern nach links gezogen zu sein...

  • Duplozug

    Ehrlich gesagt kann ich nicht soviel rauslesen wie die tazler. In MV hat die nicht AfD Kandidatin zu dritt eine Mehrheit. Wie in anderen Ländern auch wo sich die anderen gegen die AfD zusammenschließen. In Berlin hat die Linke gewonnen wie die AfD. Mit versprechen die nicht zu halten sind. Die SPD sollte sich tunlichst bei der Verstaatlichung fern halten wenn sie woanders noch gewählt werden will. Und ich persönlich finde, man kann dann beim nächsten Söder Wahlkampf den Länderfinanzausgleich auf das Wahlprogramm setzen und gewinnen. Mal sehen wie die taz dann reagiert.



    Erschreckend ist doch eher das die AfD im Osten so dominiert egal wer sich dem entgegen stellt. Und das selbst das "Linke" Berlin mittlerweile AfD Wähler in Massen hat. Aber wahrscheinlich ist Berlin einfach noch nicht antifaschistisch genug um das zu verhindern.

  • MarsiFuckinMoto

    Dieser Wahltag wird langfristig große Enttäuschungen hervorrufen, denn keine der Parteien wird die im Wahlkampf gemachten Versprechen halten können. Manuela Schwesig hat gewonnen, weil Sie sich als „Bollwerk gegen die AFD“ verkauft hat (das ist jetzt vorbei) und den Menschen in jeder freien Sekunde erklärt hat, dass man dank ihr demnächst DOCH wieder mit 63 (oder nach 45 Jahren Arbeit) abschlagsfrei in die Rente gehen kann. Finanzierung? Egal. Und in Berlin gewinnt die Linke mit dem Thema „Enteignung“, obwohl man weiß, dass dies mit keinem der Koalitionäre zu machen ist. Wahlversprechen ohne Substanz, genau das, was man (zurecht) der AFD in Sachsen Anhalt vorgeworfen hat. In spätestens 5 Jahren wird sich das rächen, auf Bundesebene (leider) vermutlich deutlich früher...

    • Residente

      @MarsiFuckinMoto:

      "obwohl man weiß, dass dies mit keinem der Koalitionäre zu machen ist."



      Die Grünen in Berlin haben sich im Wahlkampf klar für ein rot-grün-rotes Bündnis eingesetzt und deutlich gemacht, dass sie dem, im Volksentscheid "Deutsche Wohnen enteignen" ausgedrückten, Willen der Mehrheit der Berliner, entsprechen will. Gleiches hat der SPD-Landesverband beschlossen. Dass Herr Krach und die Bundes-SPD hier ein offenbar mangelndes Demokratieverständnis zeigen, den Volksentscheid und die eigene Expertenkommission ignorieren und weiter die asozialen Profite der Großeigentümer schützen wollen ist ein Problem, dass die Berliner SPD zu lösen hat, will sie eine seriöse Koalitionsoption für ein progressives Bündnis sein.

      • MarsiFuckinMoto

        @Residente:

        Also: Das der Volksentscheid rechtlich nicht bindend war brauche ich Ihnen nicht zu erzählen, hätte man vielleicht von vorne rein nicht so verkaufen dürfen. Der damalige Volksentscheid betraf übrigens lediglich die Ausarbeitung eines dazu passenden Gesetzesentwurfs, auch dies war leider viel zu unkonkret. Vielleicht sollte man den Vorschlag der Linken mal komplett durchrechnen lassen (inklusive Urteil einer dann folgenden Klage von Vonovia) und DANN kann die jeweilige Regierung erklären, wie das Ganze finanziert werden soll und von wem (ich nehme an, dass Bund und andere Länder da keinen Bock drauf haben). Wenn das dann alles geklärt ist, könnte über DIESEN ganz konkreten Vorschlag mit all seinen Folgen und Kosten meinetwegen abgestimmt werden.

        p.s.: Und übrigens: Eine aktuelle Umfrage zeichnet ein Mehrheit, die GEGEN die Vergesellschaftung ist (Nachwahlbefragung). Ist DAS dann nicht auch sehr demokratisch, wenn daraufhin die SPD erst recht sagt: "Nö, machen wir nicht mit"? Wird nicht jetzt der Wählerwille noch viel eher umgesetzt, wenn wir aktuelle Umfragen nehmen und nicht die Ergebnisse von vor 5 Jahren?

      • rero

        @Residente:

        Nur ist der Volksentscheid von 2021.

        Wir wählen alle 5 Jahre eine neue Regierung.

        Das gehört zur Demokratie.

        Sollte nach diesem Zeitraum nicht auch ein Volksentscheid neu bewertet werden?

        Vielleicht sogar demokratisch zur Abstimmung vorgelegt werden?

        Umfragen behaupten, der Volksentscheid würde heute keine Mehrheit mehr erlangen.

        • Schmetterling

          @rero:

          Prima Idee. Wenn der Volksentscheid den regierenden nicht passt, einfach Verschleppen und hoffen, dass beim nächsten mal ein anderes Ergebnis rauskommt. Das stärkt das Vertrauen in die Demokratie!

          Könnte man auch auf andere Bereiche ausdehnen. Wenn mir der nächste Tarifabschluss nicht gefällt, einfach so lange Weiterstreiken bis es passt.

          Und wenn mir ein Gerichtsurteil nicht gefällt, brauche ich mich da auch nicht dran halten; vielleicht entscheidet ein anderes Gericht ja anders.

          • rero

            @Schmetterling:

            Voraussetzungen ändern sich.

            Die einmal gewählte Regierung bleibt nicht auf ewig.

            Warum sollten nicht bindende Volksentscheide, zu deren Erfolg eine deutlich geringere Anzahl von Stimmen erforderlich ist, einen längeres Haltbarkeitsdatum haben?

            Darf das Volk sich nicht auch mal umentscheiden?

            Dass das guter Stil ist, habe ich nicht behauptet.

            Die Linke wird ihn in dieser Legislaturperiode die Vergesellschaftung ebenfalls nicht umsetzen.

            Dazu dauern schon die zu erwartenden Gerichtsverfahren zu lange.

            Die Linke wird da ggf. ihrer Nachfolgeregierung etwas einbrocken.

            Woran die gehörig zu knabbern hätte.

  • test_name

    Ein Sieg "der Liebe und Gerechtigkeit" über das Braune und Böse. Die Prophezeiung wird wahr werden:

    Deutschland wird bunter und wir freuen uns darüber. + Die Reichen zahlen alles.

  • Astrid Sehnefeld

    "SPD und Grüne in Berlin mögen sich heimlich danach sehnen, mit der CDU zu paktieren. Doch kommen sie kaum daran vorbei, sich auf eine Linke einzulassen, die mit der Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen ein wichtiges Ziel ausgesprochen hoch gehängt hat und im Bezirk Neukölln GenossInnen in den Reihen hat, die weder gegen Antisemitismus noch gegen Realitätsverlust gefeit sind."



    ...und eine Linke, bei der Issa Remmo auf der Wahlparty auftaucht, dessen Clan beteiligt war beim Einbruch im Grünes Gewölbe 110 Mio, im Bode Museum 3,75 Mio, dazu etliche Raubüberfalle u.a. auch auf einen Geldtransporter am KuDamm.



    ...und eine Linke, die Ibrahim Ibrahim auf der Wahlparty duldet, der führender Unterstützer der Terrororganisation PFLP ist, gestern aber als Vertreter des "Vereinigten Palästinensischen Nationalkomitees" auftrat. Die Gruppe wird übrigens vom Verfassungsschutz als extremistisch eingestuft und ist bei der EU als Terrororganisation gelistet...🤷😂



    Vielleicht wird Remmo Sonderberater für 'warme Enteignungen' 🔥 und Ibrahim Ibrahim Experte für 'Sicherheit jüdischen Lebens in Berlin'.



    Die Kriminellen reiben sich die Hände - Berlin als Beute.

    • test_name

      @Astrid Sehnefeld:

      >Unterstützer der Terrororganisation PFLP<

      Warum nicht - IDF-Terror-Unterstützer befinden sich sogar im Bundeskabinett. Zur Zeit läuft deswegen wohl ein Verfahren in DenHaag.

      • Astrid Sehnefeld

        @test_name:

        Israel ist deutsche Staatsräson, Palästina nicht.

  • Markus Schäfer

    Vor allem muss man den wahrscheinlichen linken Regierungen viel Erfolg wünschen. In MV gibt es nur noch eine rechtsradikale Fundamentaloposition, das ist nicht gerade das, was man brauchen kann.

  • Uwe Kulick

    In Berlin ist Die Linke die Top-Milliö-Partei: In drei Wahlkreisen über 50% Zweitstimmen, in zweien 50+% Erststimmen. Damit hat sie als Einzige 50%-Wahlkreisergebnisse eingefahren. Elif Eralp hat über 50% Erststimmen, aber ihr Wahlkreis unter 50% Zweitstimmen.

    Den Topwahlkreissieg erzielte der Linke Philipp-Martin Dehne mit 50% Erststimmen plus dem absoluten Sahnehäubchen dazu: 53,1% Zweitstimmen für die Linke in seinem Wahlkreis, dem höchsten dieser Linken vorbehaltenen 50+% Spitzenergebnisse. Gratuliere.

  • Kommen Tier

    Der Patriarch Remmo hat durch seinen Besuch auf einer Wahlparty der "Linken" auch ein Zeichen gesetzt. So eine Querfront ist auch nichts Neues.

  • Bürger L.

    Für mich persönlich hat der heutige Doppel-Wahltag für gemischte Gefühle gesorgt.



    Zum einen die erschreckende Tatsache, dass sich wieder so viele Menschen dafür entschieden haben, rechts-nationale Rassisten zu wählen.

    Zum anderen die Freude darüber, dass es sowohl in Berlin, als auch in MekPom offenbar für Regierungen links der Mitte reicht.



    Es ist zu hoffen, dass insbesondere der Erfolg der Linken in Berlin, aber auch das Ergebnis der Schwesig SPD im Norden, linken Kräften bei Sozialdemokraten und Grünen den Rücken stärkt.

    Eine gewisse Genugtuung hat mit das schlechte Abschneiden der rechts/links/irgendwo verorteten Wagenknechte bereitet, die nach der Sachsen-Anhalt Wahl so taten, als würde ohne sie nichts gehen.

    Insgesamt nach Sachsen-Anhalt zumindest ein Hoffnungsschimmer.

    • Zippism

      @Bürger L.:

      Eine bemerkenswerte Doppelmoral: Über AfD-Wahlerfolge wird sich hier mit größter moralischer Empörung echauffiert, gleichzeitig wird der Wahlerfolg der Linken ausdrücklich als „Hoffnungsschimmer“ gefeiert.

      Nur wäre dann vielleicht auch ein Blick auf das Umfeld der gefeierten Wahlparty angebracht. Auf der Berliner Linken-Wahlparty wurde laut BILD unter anderem Issa Remmo gesichtet; außerdem Ibrahim Ibrahim, den die Organisation Democ als Unterstützer der als extremistisch eingestuften PFLP bezeichnet. Die Linke distanzierte sich anschließend von den Gästen und betonte, sie seien nicht eingeladen gewesen.

      Natürlich kann man daraus nicht seriös ableiten, dass jeder Linke für diese Leute steht. Aber genau dieselbe Differenzierung sollte dann auch für Wähler anderer Parteien gelten.

      • Anders Heister

        @Zippism:

        Bei einer Partei tauchen zwielichtige Gestalten uneingeladen auf einer Wahlparty auf.



        Bei einer anderen Partei sind zwielichtige Gestalten Mitglieder und bekleiden wichtige Ämter.

        Da kann sich jeder selbst aussuchen, wer Apfel und wer Birne ist.

        • rero

          @Anders Heister:

          Glauben Sie denn ernsthaft, dass jemand wie Herr Remmo uneingeladen auf einer Party auftaucht?

          Ich kann es mir nicht vorstellen. Den wird schon jemand gebeten haben.

          Glücklicherweise gab es keine Gästeliste.

          Oder ist es glaubwürdig, dass ein in Nordneukölln so gut vernetzter Ferat Kocak ihn nicht vom Sehen kennt.

          Die Linke hat in Neukölln immerhin dafür gesorgt, dass das Ordnungsamt ihn nicht mehr ärgert.

          Da hat er bestimmt Sympathien für die Partei.

        • Suchender

          @Anders Heister:

          Einen Aufruf zur "Wahlintifada" eines Kandidaten der Linkspartei in Berlin finden Sie nicht zwielichtig?

        • Mondschaf26

          @Anders Heister:

          Als wäre der Text von mir... Nur schöner. Applaus! 🎩🎩🎩

  • Hitchhiker

    Während die demokratischen Parteien ihr Desinteresse für die Nichtwähler in dem letzten Jahrzehnten gezeigt haben, kann man sehen ,dass man sie zur Wahlurne bekommen kann. Die AfD macht als Partei viel richtig, ist ständig vor Ort,hat ein offenes Ohr. Vllt können die demokratischen Parteien was davon lernen. Sonst gibt es demnächst wirklich eine neue Volkspartei.

  • Mondschaf26

    Nun sollte die SPD die Koalition mit der Union im Bund platzen lassen und Neuwahlen anstreben. Mit Manuela Schwesig als



    Spitzenkandidatin. Die AfD hat ihren Zenit überschritten. Rot/Rot/Grün im Bund ist angesagt.



    Die von Merz beschworenen „Reformen“ der Sozialversicherungen (Rente, KV) sind unbedeutend und überflüssig.



    Es war die Automobilindustrie, die die deutsche Wirtschaft „an die Wand gefahren“ hat. Jahrelang wurden sie und ihre Großaktionäre von den Merkel-Regierungen durch Interventionen in Brüssel vor der Zukunft „geschützt“. Holt Robert Habeck zurück, damit der Transformationszug der Wirtschaft wieder „unter Dampf" (kleine Metapher) gesetzt wird.

    • Zippism

      @Mondschaf26:

      Wie man von diesen beiden Landtagswahlen auf „Rot-Rot-Grün im Bund ist angesagt“ kommt, erschließt sich mir beim Blick auf die aktuellen Bundesumfragen nicht ganz. Die AfD liegt bundesweit derzeit bei etwa 27–30 Prozent, die Union bei rund 18–22 Prozent. SPD und Linke kommen jeweils nur auf etwa 11–13 beziehungsweise 10–12 Prozent. Selbst zusammen mit den Grünen ergibt das kein links-grünes Stimmungsbild, sondern ein ziemlich anderes Kräfteverhältnis.

      Und ausgerechnet Mecklenburg-Vorpommern als Beleg für den AfD-Abstieg heranzuziehen, ist bemerkenswert: Dort wurde die AfD mit 38,2 Prozent stärkste Kraft, vor der SPD mit 35,5 Prozent. Dass SPD, Linke und Grüne rechnerisch eine Regierung bilden können, ist Koalitionsarithmetik – kein bundesweiter Wählerauftrag.

      Berlin wiederum ist Berlin. Ein Wahlerfolg der Linken dort macht noch keinen Bundestrend.

    • Fran Zose

      @Mondschaf26:

      Meinen Sie das ernst oder ist Ihre Ironie so fein, dass ich nicht in der Lage bin sie zu bemerken?

      Das die AfD ihren Zenit überschritten hätte ist ein frommer Wunsch, der mit der Realität nichts zu tun hat. Die SPD würde bei einer Neuwahl implodieren, sie hat weder Ziel noch Kandidaten, daran würde auch ein Schwesig nichts ändern, welche es allein aufgrund ihres Amtsbonus geschafft auf Platz 2 zu Enden, eben hinter jener AfD deren Zenit sie überschritten sehen.

      • Mondschaf26

        @Fran Zose:

        Whishful Thinking - mit etwas Ironie. Bin mir selbst nicht sicher. Aber auch die braune Sonne überschreitet am 21. September den Äquator.

  • Philippo1000

    Ja - irgendwie schon.



    Klar ist R2G oder wie auch immer das bald heißen wird, ein linker Wunsch.



    Dennoch: das Erstarken der Rechten ist erschreckend.



    Da kann man sich noch nicht einmal über das Scheitern der CDU an der 5% Hürde freuen.



    Denn "der alte Feind", scheint ja immerhin weiterhin in einer Demokratie leben zu wollen.



    Das trifft auf die "afd" nicht zu.



    Ich unterstütze daher jegliche Versuche eines Verbots.



    Denn wie Özdemir und Pistorius meinten, es wäre schon ein Erfolg, wenn nur einige Landesverbände verboten würden.



    Ich freue mich sehr, dass es in MV eine demokratische Alternative geben wird, denn Demokratiefeinde sind nicht so mein Fall.



    Es ist wirklich atemberaubend, wie Manuela Schwesig hier den Turbo eingeschaltet hat.



    Dass es nicht ganz gereicht hat, ist ein Wermutstropfen, erinnert uns aber auch daran, dass jetzt eben nicht "alles gut" ist, sondern wir weiter dafür kämpfen müssen, dass es gut bleibt.



    Danke Liebe Mitdemokrat*Innen,



    dass Ihr aus dem Abend einen hoffnungsvollen gemacht habt!

  • elektrozwerg

    "SPD und Grüne in Berlin mögen sich heimlich danach sehnen, mit der CDU zu paktieren. Doch kommen sie kaum daran vorbei, sich auf eine Linke einzulassen..."

    Natuerlich kommen sie an einer Linken vorbei, Vorwaende liefert diese mehr als genug.

  • morrison

    Ein Sieg, der sich nicht so anfühlt?

    Let's go back - back in time!

    September 1969 sah das auch erst noch nicht nach einem Sieg für das moderne Deutschland aus: Die CDU unter Kiesinger - von ihrer Gesinnung auf dem flachen Land wenig anders getunt als die heutige AfD - war wie gewohnt stärkste Kraft geworden, und dass die NPD die 5% verfehlen würde, war am Wahlabend auch erst nicht sooo sicher. Trotzdem fasste sich einer ein Herz, um gegen eine vor Wut schäumende und auch gegen eine anfangs feindselige Medienlandschaft ein Gegenbündnis zu schmieden - und um nach 3 Jahren wider alle Erwartungen sogar zu siegen.

    So viel zu Siegen, die sich nicht so anfühlen ...

  • Éljen a Magyar

    "und im Bezirk Neukölln GenossInnen in den Reihen hat, die weder gegen Antisemitismus noch gegen Realitätsverlust gefeit sind."

    Eun gut versteckter Halbsatz, der doch die ganze Problematik dieses Wahlabends enthält: wird die ehemalige DDR-Staatspartei SED Teil der neuen Berliner Landesregierung, dann zieht mit Elif Eralp, der man ihr Engagement gegen Antisemitismus gerne glauben möchte, trotzdem der Antisemitismus des Neuköllner Bezirksverbandes mit ins Rote Rathaus ein. Ein Antisemitismus, der die Intifada und den Terror der PFLP im Allgemeinen und in der Person von Leila Chaled ganz besonders feiert. Mit Personal, das zur "Wahlintifada" aufruft und gegen das "israelische Regime" und für die "liberation of Palestine" fordert: "Reclaim our streets!".



    Das alles sind für Juden bzw. Israelis und für mit Juden bzw. Israelis solidarische Personen in Berlin keine guten Nachrichten.

  • Hannes Petersen

    Wenn der remmo chef schon zu deiner wahlparty kommt,weisste auch bescheid... 🙈

  • Otto Mohl

    Berlin hat gegen privaten Wohnungsbau und gegen private Investitionen in Wohnimmobilien insgesamt gestimmt. Jetzt wird spannend, ob durch dieses Zitat "progressive Labor" die Mieten sinken.

    • marilyn.hanson

      @Otto Mohl:

      In der Tat. Und sollte es funktionieren, wird es nur rational sein - ganz im Sinne des Gemeinwesens -, dass die Konservatien und Skeptiker*innen mithelfen, dass der Rest Deutschlands schnell folgt und sich auch auf EU-Ebene dafür sehr stark gemacht wird. Meinen Sie nicht auch?

  • Markus Schäfer

    Wo sollte denn der Mobilisierungsschub für die Mitte herkommen? Es ist ja nicht so, dass die Mitte in Sachsen-Anhalt an der Mobilisierung gescheitert wäre. Die Wahlbeteiligung war so hoch, dass da kaum noch was gegangen wäre (auch wenn 77,8% mathematisch noch gut Luft nach oben haben, historisch betrachtet war das top. Und profitiert hatte davon fast nur die AfD. Im Grunde muss man froh sein, dass Sachsen-Anhalt nicht eine noch höhere Mobilisierung der AfD zur Folge hatte.

  • Desdur Nahe

    "Nun hat Schwesig ihre Stimmen zwar nicht der Rechtsaußen-Truppe weggenommen"



    vs.



    "Doch immerhin hat hier eine Sozialdemokratin gezeigt, wie Wahlkampf gegen rechts geht"



    Da passt was nicht. Schwesig hat den Rechten zwar keine Stimmen wegnehmen können, aber gezeigt, wie Wahlkampf gegen rechts geht?

  • Sabine Hofmann-Stadtländer

    Es tut mir leid, hier Wasser in den Wein gießen zu müssen: Nach Sachsen-Anhalt sind nun auch Mecklenburg-Vorpommern und Berlin unregierbar geworden. Wahrscheinlich bekommt man in Schwerin noch eine Regierung hin; in Berlin hege ich jedoch meine Zweifel. Wenn die Grünen und die SPD vehement das ablehnen, was die Linke fordert, wie soll denn daraus eine stabile Regierung entstehen?

    Das einzig Positive an den Wahlergebnissen wäre, wenn es die CDU und das BSW doch nicht in den Landtag bzw. ins Abgeordnetenhaus schaffen. Allerdings wäre es mir noch lieber gewesen, die AfD hätte keinen solchen Höhenflug absolviert.

  • Vigoleis

    Wahrlich filmreif war der Auftritt von "Clanchef" Hr. Remmo auf der Neuköllner Siegesfeier der Linken. Zum ersten Mal fühle er sich "in Deutschland von einer Partei unterstützt", zitiert ihn SPON. Das ist schön und lässt für die Zukunft einiges erwarten. Denn Hr. Remmo und die Seinen sind ja vor allem für ihr kulturelles Engagement, z.B. bei der Organisation ungewöhnlicher Museumsbesuche, bekannt.

  • Fran Zose

    Ein katastrophales Ergebnis für Berlin. Was daran progressiv sein soll,, wenn hinter einer durchaus integreren Eralp ein starker, zwischen Antisemitismus und Islamismusbeschwichtigung irrlichtender Bezirksverband Neukölln die Marschrichtung vorgibt bleibt das Geheimnis der Kommentatorin.

    • Schmetterling

      @Fran Zose:

      Nun, R2G hat genug Sitze, dass der Bezirksverband Neukölln nicht so zwingend die Marschrichtung vorgibt

  • Jim Hawkins

    Die Möglichkeit eines progressiven Horrorlabors.

    Vergesellschaftung zu Milliardenkosten ohne auch nur einer neuen Wohnung und das ganze gewürzt mit aggressivem Israelhass, ohne den die neue Linke nicht auskommt.

    Berlin geht beschleunigt den Bach runter.

  • Hannes Petersen

    + 21 % fuer eine partei... na herzlichen glueckwunsch. Ich will nicht wissen, wie das in vier jahren dann aussieht, wenn man so weiter macht wie bisher...