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Sachsen-Anhalt und AfD Lasst sie einfach mal regieren!

Barbara Dribbusch

Kommentar von

Barbara Dribbusch

Es würde einen hohen Preis kosten. Mittelfristig könnte es aber vielleicht etwas bringen, wenn die AfD in die regionale Regierungsverantwortung käme.

M anuela Segger, AfD-Wählerin, sagt in einem von der New York Times verlinkten Video: „Entweder es wird gut oder es wird nicht ganz so gut, dann wählen wir sie wieder ab.“ Was die Frage aufwirft: Wäre es besser, die AfD mitsamt dem ehemaligen Raumduftverkäufer Ulrich Siegmund käme im kleinen Sachsen-Anhalt in die Regierungsverantwortung?

Wäre es besser, als wenn demokratische Parteien, die eigentlich für sehr unterschiedliche Perspektiven stehen, in einer erzwungenen gemeinsamen Abwehrhaltung erstarren, während sich ihre unterschiedlichen Identitäten dabei auflösen?

AfD-Wähler:innen werden von den nicht AfD wählenden bürgerlichen Eliten gerne klassifiziert, psychologisiert, pathologisiert und als Objekt behandelt. Laut dem Politikwissenschaftler Philip Manow spalten sich die Milieus in Europa auf in die sozial besser gestellten „Integrationsfreunde“ und in die „Integrationsskeptiker“, die meistens, aber nicht immer, aus eher schwächeren Milieus stammen. Wenn das so stimmt, dann könnte man die AfD-Wähler:innen erst mal nur den zweiteren zuordnen, ohne sie damit gleich zu verachten.

Die AfD-Wähler:innen kämen damit aus der Objektrolle heraus, könnten sich dann aber auch nicht aus der Verantwortung stehlen, für eine rechtsextreme Landesregierung verantwortlich zu sein, die ihr Leben nicht besser macht. Denn was würde passieren, wenn geduldete Geflüchtete unter einer AfD-Regierung ihre Arbeitserlaubnis verlören, wenn Mi­gran­t:in­nen einen Bogen um das kleine Bundesland machten und die Bevölkerung dann auf Ärzt:innen, Pfleger:innen, Lieferant:innen, Kell­ne­r:in­nen verzichten müsste?

Wetten, die Demokratie gewinnt? ​

Nach den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern droht erstmals eine AfD-Regierung. Die taz berichtet, was auf dem Spiel steht – und wer jetzt die Demokratie verteidigt. Alle Texte zur Serie finden Sie hier.

Welcher Protest vor Ort würde erwachsen, wenn das erste gut integrierte Kind mit Downsyndrom aus seiner Regelklasse genommen und in eine Sonderschule gesteckt wird? Eine AfD-Regierung wäre auch ein Test für die Zivilgesellschaft in Sachsen-Anhalt und drumherum. Vielleicht sollte man es darauf ankommen lassen. Trotz der hohen Risiken.

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Barbara Dribbusch

Barbara Dribbusch Redakteurin für Soziales

Redakteurin für Sozialpolitik und Gesellschaft im Inlandsressort der taz. Schwerpunkte: Arbeit, soziale Sicherung, Psychologie, Alter. Bücher: "Schattwald", Roman (Piper, August 2016). "Können Falten Freunde sein?" (Goldmann 2015, Taschenbuch). Kontakt: dribbusch@taz.de
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141 Kommentare

 / 
  • Michael Schreiber

    Es gibt zwei Gruppen AfD-Wähler: Der Einen ist sehr wohl bewußt, wen sie da wählen und was die Programmatik beinhaltet. Diese Gruppe wird nicht durch ein paar Jahre "schlechtem Regieren" oder Diskriminierung marginalisierter Menschen davon abgehalten.



    Die zweite Gruppe sind die "das Programm ignoriere ich" - Wähler. Solange das Gefühl stimmt und andere zum Sündenbock gemacht werden können, werden die auch weiterhin AfD wählen.



    Die AfD hatte schon genug rassistische, kriminelle Entgleisugen und Skandale. Hat das ihrer Popularität geschadet? Nein. Da wird wohl kaum einer wegen "schlechtem Regieren" seine Wahlentscheidung revidieren. Wenn aber die AfD in Regierungsverantwortung ist, kann sie eingies für den eigenen Machterhalt tun. Und dann ist es zu spät das "Lass sie doch mal" zu bereuen.

    • EchteDemokratieWäreSoSchön

      @Michael Schreiber:

      Nein, Sie analysieren die AfD-Wähler nicht richtig. Und daher sind auch Ihre Schlussfolgerungen falsch.

      Sie glauben, dass weil rassistische Entgleisungen etc. der Popularität nicht geschadet haben, AfD-Wähler auch schlechtes Regieren nicht weiter tangieren wird.



      Sie glauben anscheinend, AfD-Wähler beurteilen das wie Sie: Rassistische Entgleisungen sind viel schlimmer als schlechtes Regieren. Also wird, wer das 1. akzeptiert auch das 2. akzeptieren.

      Aber bei 50-70% der AfD-Wähler ist es genau andersrum. Denen kommt es vor allem darauf an, dass die Politik in ihrem Sinne besser ist. Und sie haben die Hoffnung verloren, dass die etablierten Parteien jemals eine für sie bessere Politik machen. Deshalb sind ihnen rassistische Entgleisungen etc. nicht so wichtig.

      Und denen ist es auch nicht wichtig, dass andere zum Sündenbock gemacht werden, sondern sie fallen darauf herein, dass die AfD andere zum Sündenbock macht. Aber eigentlich ist es ihnen wichtig, dass ihre Probleme gelöst werden. Deshalb klappt das nicht, was Merz seit fast 2 Jahren macht: Denn er macht Migranten und Bürgergeld-Empfänger zum Sündenbock wie die AfD, löst aber die Probleme nicht.

  • test_name

    >Wäre es besser, als wenn demokratische Parteien .... unterschiedlichen Identitäten dabei auflösen?<

    Welche Identitäten? Da ist nichts mehr. Merz will "neue, bessere Erzählung“, um seine Reformen emotional zu vermitteln. Wenn er denn nur wüsste, was er erzählen soll. Emotionen vermitteln, das kann er schon ganz gut: "Das ist eine persönliche Herabsetzung. Das geht zu weit“.







    Merz, Klingbeil, Bas stehen für ideenloses Durchgewurschtel. Die Mathematik der sogenannten Reformen stimmt einfach nicht. Wenn man cdu-Klientel und spd-Klientel nichts wegnehmen will bleibt nur der "dumme Rest" - die hart arbeitende Mitte.







    Der dumme Rest wehrt sich gegen Merz/Klingbeil/Bas. nicht ganz zu unrecht.

    • Sonderzeichen

      @test_name:

      Ja. Und dieser Rest treibt sich nun mal auf Instagram, TikTok, Facebook herum und wird dort von der AfD indoktriniert.



      Das ist der maßgebliche Faktor der die AfD stark macht: social media.



      Die EU bleibt leider viel zu zahm gegen BigTech, will lieber Altersbeschränkungen und damit im Zweifel den Überwachungsstaat - statt die nachweislich schädlichen Geschäftsmodelle in Angriff zu nehmen.



      Geschäftsmodelle die eben nicht nur unsere Kinder verstümmeln und knechten, sondern über kurz oder lang unser gesamtes Gesellschaftssystem zum Einsturz bringen.



      Denn: auch Lügner haben eine Stimme.



      Auf social media sogar sehr, sehr viele.

  • HeinerM

    Die afd sollte in Sachsen-Anhalt an die Regierung und sollte ihre Möglichkeiten nutzen, endlich mal das Steuerrecht zu vereinfachen. Insbesondere die verschiedenen Umsatzsteuersätze in der Gastronomie sind für Cafés, Kneipen etc. kaum richtig zu machen.

    Wenn man sich das mal genau ansieht, ist unzweifelhaft klar, dass sich da die Betreiber bei Kaffeegetränken mit absurden Umsatzsteuersätzen beschäftigen müssen. Ob beim Kaffee latte viel oder weniger Milch dabei ist, entscheidet über den Umsatzsteuersatz, weil Milch ja als Grundnahrungsmittel dient. Wenn dann im Kaffee mehr Milch als Kaffee ist, gilt der Satz von 7%.

    Aber damit hat sich noch kein AFD-Politiker beschäftigt, dass die sog. Altparteien lieber jeden Pups noch über das Steuerrecht ausgleichen will. So wie zum Jahresbeginn die Absetzbarkeit von Gewerkschaftsbeiträgen zusätzlich zum Werbungskostenpauschbetrag nach § 9a Einkommensteuergesetz. Jeder Experte hat in der Anhörung im Bundestag gesagt, dass diese Regelung mehr Bürokratie und Arbeit bei den Finanzämtern aber auch bei den Steuerpflichtigen schaft, da sie ja eine Steuererklärung machen müssen, um diese Möglichkeit zu nutzen.

    • Oma

      @HeinerM:

      Soll das Merz zufolge nicht alles auf einen einzigen Bierdeckel passen? Ob er das in seinen letzten Tagen im Amt noch hinkriegt???

  • Querbeet

    Da SPD, CDU, Grüne und Linke nicht mal zusammen auf soviel Sitze kommen wie die AfD sind doch eigentlich alle Gedankenspiel letztlich Makulatur. Die neurechte Populistin wird der AfD ins Amt helfen. Den Rest wird die Zeit zeigen.

    Was will man denn jetzt noch wahlrechtskonformes tun, um es zu verhindern? Und wäre es wirklich klug? Ein kurzfristiger Gewinn, womöglich, aber mittelfristig? Bei 50+x sähe es trüb aus, ab 66 hoffnungslos.

    Eine AfD Landesregierung wird irgendwann kommen. Dann lieber bald und mit möglichst viel Vorlauf vor der nächsten BTW.

  • Desdur Nahe

    Könnte aber auch ganz anders kommen, und was dann?



    Vor Meloni hat man auch gewarnt, eine faschistische Diktatur mit Fackelumzügen und eine kollabierende Wirtschaft vorhergesagt.



    Funfact: Die Zahl der beschäftigten Ausländer ist in den Meloni-Jahren sogar angestiegen.

  • Land of plenty

    "Lasst sie einfach mal regieren!"



    Auf keinen Fall!



    Politologe Lukas Stötzer hält eine Entzauberung der Afd für ausgeschlossen:



    Web.de 2026-09-07 "Halte es für ausgeschlossen, dass sich die AfD in der Regierung entzaubert" web.de/magazine/po...ntzaubert-42695678

    • rero

      @Land of plenty:

      Früher haben die Politologen reihenweise vorausgesagt, dass mehr als 20 % für die AfD nicht drin ist.

      Der Politologe Krastev sagt voraus, dass nur rechte Parteien Migration normalisieren können.

      Er nimmt dafür Meloni als reales Fallbeispiel.

  • Gerhard Krause

    Womöglich eine gute Idee. Der Preis dafür dürfte zu hoch sein. Mehr als 55% der Wähler: innen wollen keine



    🤡fD. Woher nehmen dann Leute, gleich woher und welcher Profession, die Forderung, den Ministerpräsidenten und die Minister zu stellen?!

    • Fairchild670

      @Gerhard Krause:

      Es war schon immer absurd, eine Partei heraus zu picken und die Stimmanteile, die sie nicht gewonnen hat, als "wahre Volksmeinung" zu verklären. Da kommt fast immer eine absolute Mehrheit raus.

      So traurig es ist, die AfD hat eine sehr deutliche relative Mehrheit bekommen. Die Forderung, führend an der Regierung beteiligt zu sein, würde jede Partei mit einem solchen Ergebnis stellen. Alles andere wäre ebenfalls absurd.

    • Astrid Sehnefeld

      @Gerhard Krause:

      Dieses Argument finde ich in einer Demokratie immer fragwürdig.



      Außer in Bayern früher, wo die CSU regelmäßig 50%+x geholt hat, bekommen immer weit über 50% einen Ministerpräsidenten oder Kanzler, den sie nicht gewählt haben.



      Meist sind es um die 70%, die einen MP oder Kanzler bekommen, den sie nicht gewählt haben.



      Ich glaube kaum, das beispielsweise die SPD Wähler, die eine zweite Legislatur von Scholz wollten, auf Merz erpicht waren...

  • Minderleister

    Jeder Versuch, eine AfD-geführte Landesregierung unter dem eindeutigen Wahlsieger Ulrich Siegmund durch eine konzertierte Aktion der anderen Parteien zu verhindern, würde die Wählerschaft der AfD zukünftig nur noch weiter ansteigen lassen. Für die Parole „Wehret den Anfängern“ ist es längst zu spät.

    • Land of plenty

      @Minderleister:

      Hier also bedingungslose Diktatur.



      Deshalb die Afd jetzt verbieten.

      • Minderleister

        @Land of plenty:

        Träum weiter! Ein Verbotsverfahren würde mehrere Jahre dauern. Das sagen jedenfalls alle, die davon Ahnung haben. Von „jetzt verbieten“ kann also keine Rede sein, selbst wenn man ein solches Verfahren sofort einleiten würde. Das hätte man schon vor Jahren machen müssen, dann wäre das zur Landtagswahl in Sachsen-Durchfahrt vielleicht gerade noch rechtzeitig gekommen.

  • Westlahn

    Regieren lassen -was wird sie entzaubern....? Nee, wird es nicht. Hat es bei Trump auch nicht. Übrigens auch bei Meloni nicht. Und sie konnten in der Zeit allerhand dinge bewirken, die Regeln für eine Wahl so zu ändern, daß es mit dem Abwählen schwierig bis unmöglich wird, selbst wenn es Entzauberung gäbe. Und dann ist da noch der Einfluss auf die Medien, die das mit der Entzauberung ebenfalls verhindern können. Was in Ungarn einmal gegen alle Voraussagen einmal geklappt hat, ist kein Gegenargument

    • Machiavelli

      @Westlahn:

      Hat auch in Polen und Österreich geklappt und und in vielen anderen Ländern.

      • Alex_der_Wunderer

        @Machiavelli:

        @ Machiavelli



        Das klappt alles wie geplant, die AfD Wähler denken, sie veranstalten eine kleine Revolution gegen die Regierenden und tappen voll in die Falle. Die Mächtigen bekommen einen totalitären Staat, indem die Bevölkerung spuren muss ! Wenn es nicht so unheimlich traurig wäre, könnte man sich beölen.

      • Ulrich Schoppe

        @Machiavelli:

        Nun ich denke nicht das man in Polen und Österreich die gleichen Fehler noch mal machen wird sollte man wieder die Möglichkeit haben die Gesetzeslage zu ändern.



        Die AgD sagt uns entsprechende Veränderungen ja schon an.

  • Tiene Wiecherts

    Nachdem nun die SA-AfD nochmal konkretisiert hat, dass sie die gewaltsame Vertreibung von Ausländern und missliebigen Deutschen auch mit militärischer Gewalt bewerkstelligen möchte, sollten die Absurdität der Gedankenspiele à la "Lasst sie einfach mal machen" offenkundig sein.

  • Andreas_2020

    Das Problem mit der AfD hängt an zwei Gewichten, diese Partei korrigiert sich nicht, sie kann eigene Fehler grundsätzlich nicht einräumen, das heißt, diese Partei arbeitet praktisch sofort mit einem Sündenbock, dann sind Ausländer, Muslime, Syrer, Araber, Türken, Afghanen dran, dann Lesben, Schwule, Trans, dann Jugendliche, dann Faule, dann Arbeitslose, dann Ausländische Faule, es wird bei dieser Partei immer den äußeren Feind geben, der klar genannt werden muss, weil klare Worte gehören zur Demokratie und zur Meinungsfreiheit, der Schutz von Minderheiten ist was für Schwächlinge.



    Punkt 2: der AfD-Wähler ignoriert die Fehler oder Defizite seiner Partei.



    Er reagiert nicht auf Presseveröffentlichungen, er reagiert gar nicht, diesem Wähler ist es egal, ob AfD-Politiker unfähig sind, ihr Auto richtig und legal zu parken, immer wieder den Raum nicht finden oder Anfragen stellen, die sie nicht stellen können.



    Ob AfD-Abgeordnete militärische Informationen gezielt fragen, all das ist dem AfD-Wähler vollkommen egal. Wenn Alice Seidel zu Hause eine Frau und Kinder hat und eine Rekordauszahlung vom Bundestag erhält, auch egal.



    =Deswegen lieber N E I N, als Pleite aufwachen.

  • Alex_der_Wunderer

    Überlegt doch mal, 576,037 AfD Wähler in Sachsen-Anhalt. Von 80.000.000 / 80 Millionen Bundesbürgern wählen eine rechtsextremistische Partei. Was passiert, völlig unnötiger Katastrophenarlarm wird quasi durch alle Parteien vorgespielt.



    DENN ? Könnte es nicht sogar sein, es ist gewollt von der Regierung, dass die Bevölkerung die AfD wählt ? Im Interesse von Industrie, Wirtschaft und Kapital, denn sollte die AfD tatsächlich an die Regierung kommen, die Politiker hätten es so einfach, uns alle die in Deutschland leben, zu massregeln wie es ihren " Auftraggebern " aus Industrie, Wirtschaft & Kapital passt. Mehr Arbeit, längere Arbeitszeiten, weniger Gehalt. Weniger Urlaub, Zack Zack geht's dann, so schnell wird hier wohl keiner gucken können. Totalitäre Regierungen fragen die Bevölkerung nicht mehr, was die Bevölkerung möchte oder will. Da gibt's ne' Ansage und aus die Maus...

    • Astrid Sehnefeld

      @Alex_der_Wunderer:

      "Überlegt doch mal, 576,037 AfD Wähler in Sachsen-Anhalt. Von 80.000.000 / 80 Millionen Bundesbürgern wählen eine rechtsextremistische Partei. Was passiert, völlig unnötiger Katastrophenarlarm wird quasi durch alle Parteien vorgespielt."



      Überlegen Sie doch mal, die AfD ist seit langem mittlerweile stärkste Partei in Umfragen.



      Das sind dann bundesweit deutlich mehr als die 576.037 Wähler.



      Sachsen-Anhalt - wie der Osten generell - ist nur immer ein Blick in die Zukunft. Seit es die AfD gibt, wurde immer der Zuspruch, den sie im Osten genoss, ein paar Jahre später auch im Westen erreicht.



      Siehe Bayern, siehe Baden-Württemberg, siehe Hessen.



      Die Wahlergebnisse im Osten sind seit es die AfD gibt das zuverlässigste 'Computermodell' für die Zukunft.



      Wieso man deshalb nicht intensiv die geäußerten Probleme und Bedürfnisse der Ossis analysiert und mit wirkungsvoller Politik versucht zu befrieden, ist mir schleierhaft.



      Anscheinend will man immer erst warten, bis das Haus in Vollbrand steht.

      • Alex_der_Wunderer

        @Astrid Sehnefeld:

        @ Astrid Sehnefeld



        AfD verbieten und in den Knast mit diesen Leuten.



        Wir wollen unsere Freiheit bewahren und nicht mit der AfD in einem totalitären Staat enden, ohne Rechte und ohne Lebensqualität.

    • Sonderzeichen

      @Alex_der_Wunderer:

      Und wie auch bereits von einem Mitkommentator an anderer Stelle bemerkt wurde: ein neoliberaler Kapitalist wie Merz kann sich von den Faschisten der AfD ja gar nicht nennenswert abgrenzen, denn er will ja im Prinzip dasselbe - nur aus anderen Gründen und etwas anders verpackt.

      • Alex_der_Wunderer

        @Sonderzeichen:

        @ Sonderzeichen



        Richtig, die meisten Politiker und Fidi gehört auf jeden Fall dazu, sind " nur " in der Funktion als Handlanger zu sehen, die zur Belohnung beim Fressen am Trog einmal mehr um Nachschlag betteln dürfen. Marionetten der Strukturen in denen es nur noch um Kohle und noch mehr Kohle geht. Dafür opfern die Kleingeister aus der Politik ihre Bevölkerungen, die ihre Politiker auch noch selber für diesen Schindluder, durch " Wahlen " legitimierten. Könnte echt nur noch 🤑

    • Sonderzeichen

      @Alex_der_Wunderer:

      Von der Regierung direkt eher nicht.



      Von überzeugten Kapitalisten: natürlich, klar.



      Menschen wie Trump, Musk, aber auch deutsche Wirtschaftsgrößen und Kapitalisten wie ein Theo Müller unterstützen die AfD.



      Wie an anderer Stelle bereits gesagt: Kapitalismus und Faschismus gehen Hand in Hand.



      Die Menschen merken jetzt langsam, dass ihnen (unten) das Geld ausgeht, da kommt der "böse Ausländer" genau richtig um die Aufmerksamkeit umzulenken.



      Das ist klassisch machiavellistisch. Den Faschisten ist es sowieso das liebste, die Kapitalisten tolerieren es denn: irgendwer muss nun mal bluten, und lieber "die" als ich. Danach sind dann die Arbeitslosen dran, die Kranken, die Alten usw.



      Die Entwicklungsrichtung ist vorgegeben - wenn wir unsere Systeme nicht entsprechend anpassen und sie MENSCHENFREUNDLICH gestalten.

  • Land of plenty

    Es würde einen hohen Preis kosten.



    Einen hohen Preis kostet die Ungerechtigkeit schon die ganze Zeit. Jeden Tag



    und den zahlen immer die Ärmeren und Stigmatisierte und Traumatisierten.



    Nie die Verursacher, die Täter, bzw. Faschisten. ein breites Spektrum.



    Zahlen Sie doch den Preis!

  • Mondschaf26

    Vllt. hatte ja Marx Recht und DE jetzt Glück, dass sich die schon mal erlebte Tragödie als Farce wiederholt...

    • Willi Müller alias Jupp Schmitz

      @Mondschaf26:

      Farce Teuer



      Nicht geheuer

  • dtx

    Mittelfristig - so nehmen sich die zwölf Jahre nun nicht gerade aus, wenn man die ursprünglich propagierten Pläne ins Kalkül zieht. Doch die entscheidenden Gesetze passierten schon binnen weniger Wochen das Parlament. Nachdem man genau dieses "Laßt sie doch mal machen" geklopft hatte. Und das alles, obwohl sie in den Jahren zuvor ihre Friedfertigkeit hinreichend belegt hatten. Also, was soll der Spruch jetzt?

  • Hugo

    "Welcher Protest vor Ort würde erwachsen, wenn das erste gut integrierte Kind mit Downsyndrom aus seiner Regelklasse genommen und in eine Sonderschule gesteckt wird?"



    Latscht bei dem imaginären gut integrierten Kind die ganze Zeit eine Betreuung mit rum? Gibts an der imaginären Schule irgendwo in der Altmark, der Börde oder bei den alten Dessauern bis jetzt extra pädagogisches Fachpersonal für die Inklusion?



    Fragen über Fragen...



    Rein statistisch müssten auch "AfD-Eltern" zu soundso % ein Kind mit Beieinträchtigung haben und wenns "nur" ne Legasthenie oder Dyskalkulie kombiniert mit "Zappelphillipp" ist. Leider wurden vermutlich jene bis jetzt auch ned unbedingt mit Fürsorge und "Kümmerung" überschüttet *schulterzuck*.

  • Deutschfranzose

    Die Alternative zum "Regieren lassen", nämlich irgendeine Art Notstand zu erklären und die Wahl zu annulieren, hat anderswo schon zum Bürgerkrieg geführt.

  • rolas

    Ich möchte mich meine Vorredner anschließen. Derzeit gibt es eine Pattsituation die AFD hat 39 Sitze und die demokratischen Parteien auch, das BSW sitzt dazwischen. Auch wenn sich das BSW im dritten Wahlgang enthält, kann sich Sigmund nicht wählen lassen. Das war also ein kapitaler Warnschuss. Könnte man eine AFD Regierung durch die Inpflichtnahme entzaubern? Ich denke nicht. Denn der Grund für den Aufstieg liegt wo ganz anders. Die AFD beackert seit 10 Jahren die soziale Landschaft in SA und auch den anderen östlichen Bundesländern und konnte über diesen Weg Vertrauen aufbauen und ihre krude Weltsicht an den Mensch bringen. Alle demokratischen Parteien müssten schlagartig ihre Aktivitäten im Land steigern und versuchen die Menschen vor Ort zu erreichen. Nicht nur zu Wahlkampfzeiten. Daran krankt es und deshalb sehe ich schwarz, eine einmal etablierte AFD wieder loszuwerden. Das würde viele Jahre sehr viel Geld und Arbeit kosten, um das Vertrauen der Menschen zu bekommen. Das nächste Thema in Bezug auf die Jugend ist Sozial Media. Hier hat die AFD alle Parteien außer die Linken meilenweit abgehängt. Auch das verlangt sehr viel Aufwand und Können, um das Terrain zurückzuerobern.

  • Joachim Petrick

    Barbara Dribbusch thematisiert erhellend plausibel, wie aus freien Wahlen von Parteien unserer repräsentativen Verhältniswahl Parlaments Demokratie über Lager Wahlen, Wahlen von Gesinnungsräumen geworden sind, auf dem Altar der hochkapitalisierten Empörungs-, Erregungsökonomie kategorischen Imperativ freien Willens zu opfern. Wie konnte das geschehen mit der AfD als Epi-Zentrum global ausstrahlend gesellschaftlicher Meeresbeben ozeanischer Wallung hierzulande? Es konnte geschehen, weil es lange nicht mehr um Nationen, auch wenn AfD, MAGA Broads, Putin Belletristen, Rechtspopulisten Nationales triggern, sondern um Währungsräume geht im Wettbewerb in welcher Währung E-Mobilität, Gas, Öl, Weizenkontrakte fakturiert werden seit Kissinger Petrodollar Deal mit Saudis, OPEC Staaten 1974, der 2024 endete. Rückblick: AfD wurde 6.2.2013 in Oberursel von Gruppe um Ökonomen Bernd Lucke, Konrad Adam, CDU-Politiker Alexander Gauland als EURO Kritik Professorenpartei gegründet. Übergangslos ging es nicht mehr um Wahlen von Parteien, deren Agenda in Parlamenten zu debattieren, sondern im Pro und Contra EURO, Wahlen um Gesinnungsräume nach dem TINA Prinzip mit Klagen vorm Bundesverfassungsgericht

  • Pico

    Regieren kann nur, wer Mehrheiten hat. Und die sehe ich nicht. Dann gibt's wohl nach monatelangen Gezerre Neuwahlen.

    • Astrid Sehnefeld

      @Pico :

      Man muss kein Prophet sein wie dann die Wahl ausgeht...

      • Wunderwelt

        @Astrid Sehnefeld:

        Stimmt.







        ..bis dahin wird "der beste Wahlhelfer" der afd (Merz) nicht mehr Kanzler sein.

        Dann haben einen neuen Kanzler namens Hendrik Wüst, der im Gegensatz zu seinem Vorgänger versteht wie man mit "Vaterlandslosen Verfassungsfeinden" reden muss.

        Ergebnis: die afd wird nie mehr auch nur in die Nähe einer absoluten Mehrheit kommen.







        Wetten..??

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Lasst sie einfach mal regieren?

    Nach all den Vorwürfen wegen rechtsextrem und verfassungsfeindlich jetzt einfach mal regieren lassrn?

    Ich finde, dasa zu viele Menschen schlimm darunter leiden würden, wenn man die einfach mal regieren würden.

    Stattdessen sollte man die 4 erablierten Parteien dazu aufrufen, endlich mal eine Politik zu machen, mit denen 80-90% zufrieden wären.

    Daa wäre gar nicht so schwer, wenn die sich darau verständugen würden, dass es ihnen auf die Zufriedenheit von 0,006 % der Bevölkerung für die nächsten 2-3 Jahre nicht so ankommt. Nä.lich auf die Zufriedenheit der 5000 Superreichen und Milliadäre. Dann könnte man die Steuern für die um 1,5-3.5 %ihres Vermögens (3400 Mrd $) erhöhen. Das gäbe 50-100 Mrd.€. Damit könnte man eine Politik machen, mit der mindestens 80% der Menschen zufrieden sind.

    Aber auf so etwas kommt die taz ja nicht.

  • FancyBeard

    Der Blick zu unseren Nachbarn zeigt, dass es keine Entzauberung geben wird. Es wird immer "Feinde" geben, denen man das eigene Scheitern anlassen kann.

    • EchteDemokratieWäreSoSchön

      @FancyBeard:

      Einmal das. Und zum zweiten müssen die dann nur ihre Wähler zufriedenstellen und nicht auch noch die gesamte Wirtschaft langfristig auf gesunde Füße stellen. Trump hat das in seiner 1. Amtszeit dadurch geschafft, dass er Dollarschecks an alle Bürger verteilt hat. 50 Dollar haben einem Arbeiter in einem Interview, das ich gesehen habe gereicht, um Trump ein 2. Mal zu wählen weil er meinte: Soviel habe ich von den Demokraten nie erhalten.



      Und jetzt will Trump sogar 5000 Dollar verteilen.

    • Westlahn

      @FancyBeard:

      Notfalls hilft der Zugriff auf den Landesverfassungsschutz und die Justiz, um etwaige Kandidaten der Konkurrenz rechtzeitig aus dem Rennen zu nehmen.

  • Jim Hawkins

    Naja, gibt es denn jetzt noch eine Wahl?

    Die AfD ist knapp an der absoluten Mehrheit vorbei geschrammt. Da hilft erstmal kein ad hominem von wegen Raumduftverkäufer, auch wenn die Autorin das wichtig findet.

    Es hilft auch kein "Jetzt erst recht", der Zug ist außer Sichtweise.

    Die haben schlicht und ergreifend gewonnen und das haushoch.

    Da hilft kein Hüpfen gegen Nazis oder andere Späße. Die Kacke ist am dampfen.

    Die ausländische Presse sieht das deutlicher als die hiesige, die hat verstanden, dass die AfD einen Zacken schärfer ist als die Vereine von Le Pen, Orban oder Meloni.

    Wenn ich wüsste, was man da jetzt tun kann außer das immer gleiche, ich würde es sagen, aber ich weiß es nicht.

    • ToMuch

      @Jim Hawkins:

      Naja. Es ist vielleicht immer abwertend gemeint, wenn man ihn „Raumduftverkäufer“ nennt. Auch komisch in einer Linken Zeitung, den Beruf so lächerlich zu machen. Aber immerhin war er immer arbeiten und hatte einen Beruf, das war ja lange in der Regierung auch nicht zwingend üblich…

      Und ich glaube nicht, dass es ihn in seiner „Fangruppe“ lächerlich macht. Arbeit ist Arbeit.

  • Newjoerg

    den Sitzenkandidaten in Sachsen Anhalt muss man wirklich nicht mögen, er ist inhaltlich zu stellen. Ihn hier als „Raumduftverkäufer“ herabzusetzen lässt tief blicken. die Autorin oder der Autor (das ist mir gleich) outen sich als herablassendes Mitglied genau der „akademischen“ Blase die ernsthaft glaubt sie könnten „den kleinen Leuten“ von oben herab die Welt erklären.

    Ja, lasst die AFD in Sachsen Anhalt regieren, dort leben 2.57 % der Bevölkerung der BRD. Die Realität wird weisen, ob die AFD mit ihrer Politik die Lebenswirklichkeit in Sachsen Anhalt verbessern kann. Die Chancen dafür gehen gegen Null und die übrige Bevölkerung kann dann ihre Schlüsse ziehen.

    • Querbeet

      @Newjoerg:

      Hätte ein Mann eine ihm unliebsame Politikerin als Raumduftverkäuferin geframed hätte es mächtig gestürmt.

      Ich finde die AfD furchtbar, aber nimmt man Demokratie ernst, wenn 44% eine Partei wählen, CDU, SPD, Grüne und Linke - in Summe - weniger Stimmen erhalten haben, und man diese Partei von der Regierungsbildung abhalten will? Kann man probieren. Dann sind es beim nächsten mal 50% + x. Und dann?

    • Otto Mohl

      @Newjoerg:

      Und in welcher Klasse steht denn dann der Kinderbuchautor im Vergleich zum Raumduftverkäufer?

  • Sam Spade

    Mehrheitsdemokratien sind ein Relikt der Antike. In einer modernen Demokratie gilt die Volkssouveränität. Beinhaltet auch den Schutz vor der Mehrheit in Form von Grundrechten und Minderheitenschutz.

    Eine Partei deren Programm es ist diesen Schutz aufzuweichen oder gar abzuschaffen ist nicht geeignet eine Regierung zu stellen.

    In der deutschen Verfassungsdemokratie geht alle Staatsgewalt vom Volke aus. Bedeutet auch eine Regierung ist in der Pflicht zum Wohle aller Bürger zu handeln.

    Dürfte als Begründung eigentlich ausreichen, warum einer derartigen Partei wie der AfD keine Regierungsverantwortung widerstandslos übertragen werden sollte.

    Die Diskussion in Deutschland über das Befinden der AfD Wähler erschließt sich mir grundsätzlich nicht. Das könnten Politik und Gesellschaft auch getrost Soziologen und Psychologen überlassen und stattdessen tragfähige Konzepte entwickeln, wie der nicht nach rechts abgedriftete Teil der Gesellschaft aktiver eingebunden werden kann, z.B. durch mehr Bürgernähe seitens der Politik auf lokaler Ebene und kontinuierlichen Austausch. Es ist wichtiger neue Bündnisse für die Zukunft zu schmieden als sich am vergangenen abzuarbeiten.

  • Filou

    Wenn die AfD eine Regierung zustande bringt, bekommen die Menschen in Sachsen-Anhalt genau das. Das ist eben Demokratie, auch wenn uns das hier nicht passt. Ob die AfD unter Mithilfe des BSW vernünftig regiert wird man sehen Wenn sie es nicht schafft werden Sie eben wieder abgewählt. Der Wähler bestimmt wer regiert.

    • Westlahn

      @Filou:

      Wenn man eines mit Sicherheit sagen kann, dann daß die Menschen in Sachsen Anhalt ganz gewiss nicht das bekommen, was 44% von ihnen glauben gewählt zu haben.

      • Filou

        @Westlahn:

        Wird man sehen, wahrscheinlich wird die AfD in der Regierung entzaubert.

        • Ulrich Schoppe

          @Filou:

          Das wird nicht so kommen. Man darf Verfassungsgegnern keinen Zugriff auf die Gesetzeslage ermöglichen.

  • Evi Holtendorp

    Was soll uns die Formulierung "mitsamt dem ehemaligen Raumduftverkäufer Ulrich Siegmund" sagen? Daß man vor so einem Wicht keine Angst haben muß?



    Es gab mal einen in Deutschland, der von den einen nur als "der kleine Gefreite" und von anderen nur als "der erfolglose, weil untalentierte Maler" angesehen wurde.



    Vielleicht mach ich mir zu viel Gedanken, aber irgendeine Bedeutung muß die Erwähnung des Raumduftverkäufers doch haben....



    (Über "sozial besser gestellt" könnte man auch noch mal nachdenken, und für die Erkenntnis, daß AFD-WählerInnen zu den „Integrationsskeptiker“n gehören, braucht man wohl keinen Politikwissenschaftler.)

    • Abdurchdiemitte

      @Evi Holtendorp:

      Die Methode, Siegmund als ‚ehemaligen Raumduftverkäufer‘ zu titulieren und ihn damit als irgendeine unterbemittelte Lachnummer präsentieren zu wollen, erinnert mich stark an jenen unbegabten jungen Künstler in Wien in den Jahren vor dem ersten Weltkrieg. Auch den hatte man unterschätzt, mit fatalen Folgen, wie sich später herausstellte.



      Vielleicht könnte man es in der Auseinandersetzung mit der AfD ja mal mit weniger ‚ad hominem’ und stattdessen mehr mit Sachargumenten versuchen. Da lassen sich nämlich ganz schön viele finden.

    • Auweiowei

      @Evi Holtendorp:

      Zur "Erwähnung des Raumduftverkäufers":



      Mir scheint, da bestehen Zweifel an der Eignung zum Ministerpräsidenten - vielleicht auch, weil uns damit nicht gerade der "Duft der weiten Welt" um die Nase weht.

      • ToMuch

        @Auweiowei:

        Immerhin hat er gearbeitet. Das haben ja nun mal auch nicht alle.

  • amigo

    Sehr geehrte Redaktion,



    ​wer ernsthaft glaubt, man könne Faschisten durch Regierungsverantwortung „entzaubern“, hat aus der Geschichte rein gar nichts gelernt. Das ist kein politisches Experiment mit kalkulierbarem Risiko, sondern ein fahrlässiges Zündeln am Fundament unserer Demokratie!



    ​Der „hohe Preis“, von dem hier so leichtfertig gesprochen wird, zahlt nicht die akademische Debattierrunde, sondern es zahlen Minderheiten, Journalisten, die freie Kultur und alle, die nicht ins völkische Weltbild passen. Macht entzaubert Rechtsextremisten nicht – sie verstrickt sie tiefer im Staatsapparat, legitimiert ihre Hetze und baut Institutionen von innen um. Wer Faschisten die Klinke zur Macht reicht, liefert die Demokratie auf dem Silbertablett aus.



    ​Es gibt keine „mittelfristigen Gewinne“, wenn die Axt an die Menschenwürde gelegt wird. Die Geschichte lehrt uns eine einzige, unumstößliche Lektion: Keine Macht den Faschisten! Niemals und nirgendwo.



    ​Mit entschlossenen Grüßen,



    Ein fassungsloser Leser

    • Martin Rees

      @amigo:

      Anschlussfähig formuliert 👍🏻

    • TGV

      @amigo:

      "Wer aus der Geschichte nichts lernt, wird sie wiederholen." Schade nur, dass man beim Klimawandel wohl nur eine Chance hat(te).

  • Anna Katharina Boertz

    Wie naiv ist denn diese Vorstellung? Die AFD wuerde in Windeseile Hunderte Beamtenstellen besetzen, Informationen absaugen, Gelder umleiten und damit z.B. demokratische Projekte gefährden, Migranten die Eingliederung verunmöglichen, sich selbst bedienen etc. Die AFD machen lassen, wäre nicht nur unmoralisch sondern auch vieles nicht umkehrbar.

  • Volker Scheunert

    Wenn es hier nur um die AfD-Wählerinnen und -Wähler ginge, würde ich sie sicher gern mal Ihre eigene "Medizin" probieren lassen, aber es gibt da noch mehr andere, denen ich das nicht zumuten wollte...

    • rero

      @Volker Scheunert:

      Von jeder Regierungspartei wird die Politik auch den Nichtwählern zugemutet.

      • Residente

        @rero:

        Ja, und das ist bei cdusdp schlimm genug, bei der afd kann das für viele Menschen im Land sehr schnell existenzbedrohend bis lebensgefährlich werden.

  • FtznFrtz

    Das Problem: die Wähler der Rechtsextremen sind erstaunlich resistent gegen (auch völlig offensichtliche) reale Erkenntnisse. Man sieht es am Brexit oder bei Trump. Trotz all des Irrsinns, trotz der offensichtlich schädlichen Wirkungen der rechtsextremen Politik können sich Trump oder Figuren wie Farrage immer noch auf einen Großteil der Bevölkerung stützen.



    Setzt die AfD um und kommt es deswegen zu Problemen wird die AfD natürlich die Schuld bei den anderen suchen, und damit natürlich die weitere AfDisierung der BRD vorantreiben wollen, Gleichschaltung unter dem Banner der AfD, nur so kann die extrem vernünftige und sinnvolle Politik der Blauen umgesetzt werden, so das vorhersehbare Credo.



    Es dauert lange, bis die Leute von den Sauereien genug haben, so etwa in Ungarn oder Polen, mit Demolierungen des Rechtsstaats.

  • Dreja

    Ein solcher Weg bedeutet, dass man bewusst Leid zulässt. Man opfert ein paar Menschen, damit - jedenfalls ist das die Hoffnung in einem solchen Konzept - die anderen es bald besser haben.



    Wie viele Migranten sind wir denn dann bereit zu opfern, in der Hoffnung, das tumbe Volk begreift, dass es sich "verwählt" hat? Wie viele Queere, wie viele Kinder mit Downsyndrom?



    Ehe wir womöglich erkennen, dass es Menschen gibt, denen das egal ist? Wir hatten gerade einen unmenschlichen Umgang mit Behinderten doch bereits damals schon.



    Nein, ich halte von einem solchen Experiment nichts. Wenn es nicht anders geht, als eine AfD-Regierung zu akzeptieren, schlimm genug. Aber moralisch ist es einfach verwerflich, so etwas zu tun. Man wird mitschuldig, wenn man dafür war. Und so etwas führt oft genug zu weiteren inneren geistig-moralischen Verrenkungen, damit man schließlich immer noch in den Spiegel blicken kann.

  • Astrid Sehnefeld

    Sachlich nüchterne Stimmen aus Politik und Medien sehen es wie der Artikel👍



    Boris Palmer zum Beispiel bezeichnete das Wahlergebnis im Podcast des Journalisten Constantin Schreiber als "Glücksfall", da die AfD keine absolute Mehrheit hat.



    "Jetzt hat man die Chance mal auszuprobieren was tatsächlich passiert, wenn die AfD den Ministerpräsidenten stellt" und zwar in einer "Konstellation der kontrollierten Inverantwortungnahme mit der AfD ohne Maximalrisiko" wegen der fehlenden absoluten Mehrheit. Dies ermögliche eine "punktuelle Zusammenarbeit in Sachfragen".



    Setzt natürlich voraus, dass man die AfD nicht dem BSW überlasst, sondern sich die Union oder einzelne Politiker des Landtags von Mehrheit zu Mehrheit unvoreingenommen der Sachpolitik widmen.



    Geht auf alle Fälle deutlich schneller als ein jahrelanges Verbotsverfahren mit unsicherem Ausgang - UND nimmt das Risiko, dass das Urteil nicht akzeptiert wird.



    Die AfD muss es selbst verbocken mit schlechter Politik.



    Das Argument, dass AfD-Wähler die Partei sowieso wählen egal was sie macht, lasse ich nicht gelten - weil eben diese Wähler ja auch der unfähigen Politik von SPD und Union davongelaufen sind.



    Wähler sind keine blinden Schafe.

    • Ulrich Schoppe

      @Astrid Sehnefeld:

      Um realitätsblind zu sein muss man kein Schaf sein.



      Das Opfernarrativ bleibt auch an der Regierung weiter wirksam.

    • Westlahn

      @Astrid Sehnefeld:

      Sie gehen mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit davon aus, dass man die AfD nach einer Versager-Legislatur (1)als solche erkennt und (2) wieder abwählen kann. Das ist eine ziemlich riskante Wette

  • Kaboom

    Wenn man davon ausgeht, dass die Blaunen zumindest im Osten mehrheitsfähig sind (worauf es sicherlich Hinweise gibt), bedeutet das IMO, dass sie früher oder später irgendwo die Regierung stellen werden.



    Und wenn das passiert, dann am Besten in einem möglichst kleinen BL.

    Dass es neben dem rechtsradikalen Aspekt den Aspekt des politischen Geisterfahrens bei den Blaunen gibt, dürfte klar sein. Die diversen Wirtschaftsinstitute, die sich mit dem Wahlprogramm in SA beschäftigt haben, haben das ja gut belegt.



    Nebeneffekte dürften die Abwanderung von Fachkräften, sowie noch massivere Schwierigkeiten bei der Besetzung von Arbeitsplätzen für Hochqualifizierte sein.

    • Astrid Sehnefeld

      @Kaboom:

      "Die diversen Wirtschaftsinstitute, die sich mit dem Wahlprogramm in SA beschäftigt haben, haben das ja gut belegt."



      Pauschal zu sagen 'rechts zieht wirtschaftlichen Abstieg nach sich' halte ich für widerlegt.



      Wie bei allem gilt: es kommt darauf an.



      Beispiele:



      Ungarn: das war unter Orban eine illiberale Wirtschaft, ausgelegt auf Klientelismus mit starkem Fokus auf asiatische FDI. Wachstum und Dynamik waren dementsprechend mäßig bis volatil und extrem krisenanfällig.



      Polen: das war unter der PiS eine Form von konsumorientiertem Sozialpopulismus, der - wo es möglich war - dem Credo der 'Re-Polonisierung' unterworfen wurde. Da im Zweifel aber stets Konsum vor Populismus gestellt wurde, erlebte Polen unter der PiS ein sehr hohes und beinahe durchweg konstantes Aufholwachstum, das kaum Phasen der Rezession erlebte.



      USA: 2,2% Wachstum mit protektionistischer Handelspolitik und Fokus auf Binnennachfrage.



      Japan: trotz Überalterung migrationsfeindlich, vor allem rigoros gegenüber Armutsmigration - dort wird mit Robotik der Arbeitskräftemangel aufgefangen.



      Der Wirtschaft ist egal ob rechts oder links, Hauptsache es gibt ein Konzept.



      Wir machen von allem ein bisschen, das ist unser Problem.

  • NoMeansNo

    "Mittelfristig" waren letztes Mal 12 Jahre. Die können aber sehr lang werden, wie man gesehen hat. Und abgewählt wurde bis zum Ende trotzdem keiner.

    • TGV

      @NoMeansNo:

      Etwas schief jetzt Bund und Land gleichzusetzen.

    • Deep South

      @NoMeansNo:

      Was eventuell daran liegen könnte, dass es beim "letzten mal" 12 Jahre lang keine freien Wahlen gab.

      • Ulrich Schoppe

        @Deep South:

        Das will man dann ja anpassen.

        • Deep South

          @Ulrich Schoppe:

          Wer will das anpassen? Irgendein großmäuliger Landespolitiker aus Sachsen-Anhalt? Das Wahlrecht ist im Grundgesetz verankert. Um das zu ändern, bräuchte die AfD eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Und davon ist sie ungefähr genauso weit, wie Markus Söder vom Veganismus.

    • mwanamke

      @NoMeansNo:

      das gibt tatsächlich zu denken...

  • Quit007

    So ein Quatsch. Ein großer Teil der AfD Wähler ist doch schon längst von der Realität abgekoppelt. Zu erwarten, dass diese Leute bemerken, dass die AfD der Grund dafür ist, dass es ihnen dann noch schlechter geht... mir fehlen die Worte für so eine Naivität!

    Man schaue sich doch bitte die MAGA Leute in den USA an: es geht ihnen jetzt noch viel schlechter unter Trump, aber Schuld daran sind die Demokraten (die bei uns den rechts-außen Rand der CSU bilden würden) und Queere.

    Das weckt ungute Parallelen zum Realitätsverlust des deutschen Reichskanzlers 1933: "In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht!"

    Nicht ohne Grund wollten vernünftige Leute die AfD verbieten!

    • Hans - Friedrich Bär

      @Quit007:

      " Das weckt ungute Parallelen zum Realitätsverlust des deutschen Reichskanzlers 1933: In zwei Monaten haben wir Hitler in die Ecke gedrückt, dass er quietscht!" "

      Das Zitat ist von Januar 1933.

      NSDAP und DNVP hatten nach den Wahlen vom 05. März 1933 eine absolute Mehrheit.

      23./24.03.1933 war das Ermächtigungsgesetz und der Beginn der Diktatur.

      D.h. es hat keine 3 Wochen gedauert.

      Der Realitätssinn ist beiden nicht abhanden, beide sind trotz bekannter Fähigkeitsmängel ins Amt gekommen.

      Franz von Papen war als Militärattaché schon 1915 aus den USA ausgewiesen worden.



      Die eher begrenzten rhetorischen Fähigkeiten von beiden sieht man an der historischen Formulierung und den aktuellen Debatten.

      "Lasst die mal regieren" ist wie " Thank you for smoking" (2005, Executive Producer Peter Thiel)

      Man fragt sich, ob die TAZ eine Chefredaktion hat, die den Redakteuren erklärt was "Regieren" bedeutet:

      Eine Landesregierung hat wegen des föderalen Subsidaritätsprinzips ganz erhebliche Möglichkeiten in das Leben , z.B. in den Kommunen ( Jugendhilfe etc. ) einzugreifen.

    • Ringsle

      @Quit007:

      Was ist Ihr Vorschlag, was wir mit "diesen Leuten" machen?



      Loswerden? Wie?

      Ich sage Ihnen mal was: Sie werden diese Leute nicht los. Die einzige Chance ist tatsächlich, dass sie es selbst raffen.

      • Encantado

        @Ringsle:

        "Sie werden diese Leute nicht los. Die einzige Chance ist tatsächlich, dass sie es selbst raffen."



        Wer nach zwölf Jahren Nationalsozialismus, Vernichtungslagern und einem Europa in Trümmern nicht gerafft hat, dass eine rechtsextreme Regierung irgendwie nicht so superknorke ist, wird das auch nicht mit einer rechtsextremen Landesregierung in Sachsen-Anhalt tun.

        • Tom Tailor

          @Encantado:

          Das könnte daran liegen, dass einer AfD Regierung in Sachsen Anhalt eine "Leistung" wie die von Ihnen beschrieben nicht zugetraut wird ;-)

        • Ringsle

          @Encantado:

          Und wie werden wir diese Leute jetzt nochmal los?



          Denken Sie das doch mal zu Ende, bitte.



          Und dann erzählen Sie mir nicht nur wie das geht, sondern auch, wie wir dabei die freiheitlich demokratische Grundordnung erhalten.

          • Encantado

            @Ringsle:

            "Und wie werden wir diese Leute jetzt nochmal los?"



            Ich darf Sie hier (noch einmal) zitieren: 'Sie werden diese Leute nicht los.'



            Warum Sie jetzt von mir eine Lösung verlangen, aber selber keine liefern, erschließt sich mir nicht recht.

    • Willi Müller alias Jupp Schmitz

      @Quit007:

      "Nicht ohne Grund wollten vernünftige Leute die AfD verbieten"



      Argumente für ein AFD-VERBOT gibt es genug.



      Wenn die Organe (Bundesregierung, Bundestag, und/oder Bundesrat)endlich mal den ersten Schritt gemacht haben, wird sich das Bundesverfassungsgericht dem nicht verschließen können

    • Kaboom

      @Quit007:

      "Man schaue sich doch bitte die MAGA Leute in den USA an: es geht ihnen jetzt noch viel schlechter unter Trump, aber Schuld daran sind die Demokraten "

      Nö. Trump liegt im Schnitt aktuell bei 40 % Zustimmung, in den schlechtesten Umfragen liegt er bei gut 30 %. Ohne "Beschiss" bei den Midterms wird die GOP beide Häuser verlieren.

      • Evi Holtendorp

        @Kaboom:

        Keine Sorge, Trump will sich doch jetzt ganz offen Stimmen kaufen: wenn die Republikaner gewinnen, soll es 5000 $ für jede/n US-Amerikaner geben.

        • nihilist

          @Evi Holtendorp:

          Das glaubt, zum Glück für Trump, niemand bei klarem Verstand.



          Anleiherenditen sind sensibel im Moment.

      • Encantado

        @Kaboom:

        "Trump liegt im Schnitt aktuell bei 40 % Zustimmung, in den schlechtesten Umfragen liegt er bei gut 30 %."



        Mit den erwähnten 40% liegt er nur knapp unter der AfD in Sachsen-Anhalt, und das bei allem was er so angerichtet hat. Das finde ich eine beeindruckend stabile unbeeindruckte Fangemeinde.

        • derzwerg

          @Encantado:

          Wichtiger Punkt. Trumps Fangemeinde ist auch deswegen stabil unbeeindruckt von all dem, was wer angerichtet hat, weil die sich woanders informiert, nicht z.B. in der taz.

        • Martin Rees

          @Encantado:

          "Das finde ich eine beeindruckend stabile unbeeindruckte Fangemeinde"🤷🏻



          Er, der selbsternannte 'Very stable Genius' arbeitet mit Emotionen statt Argumenten.



          /



          "I've known a few guys who thought they were pretty smart



          But you've got being right down to an art



          You think you're a genius--you drive me up the wall



          You're a regular original, a know-it-all"



          Text bei musikguru.de



          "That Don't Impress Me Much Lyrics



          von Shania Twain"



          Leider fallen viele Menschen auf vornehmlich alte weiße Männer als Politiker herein, die ihnen Schaden zufügen, ähnlich wie in anderen Zusammenhängen und in Beziehungen.

          • Ruhig bleiben

            @Martin Rees:

            US-Demokraten mit Rechtsaußen der CDU zu vergleichen, ist schon richtig wild

  • mats

    Es ist zumindest insofern was dran an der Idee der Autorin, dass ja die Dämonisierung durch demokratischen Kräfte die blaubraune Spießerpartei auch mit groß gemacht hat. Dass diese jetzt ohne Koalition / Steigbügelhalten der Union an die Macht kommt, ist erst mal eine gute Voraussetzung. So kann sie sich tatsächlich allein blamieren, wenn sich rausstellt, dass sie nichts drauf hat.



    Aber zu optimistisch würde ich nicht sein: In Ungarn z.B. hat es auch 16 Jahre gedauert, bis die Mehrheit gecheckt hat, dass sie nach Strich und Faden beschissen wurden von einem Clan, der das Land ausbluten ließ, während er sich selbst die Taschen vollstopfte und das Volk mit Dauerpropagande betäubte.

  • Il_Leopardo

    Ja, es stimmt. Die Wähler haben der AfD die meisten Stimmen gegeben.



    Nein, ich bin dagegen, der AfD Regierungsverantwortung zu geben.



    Warum? Weil eine Regierung das Wohl aller Bürger im Land im Auge behalten muss. Und diese Partei verneint dies ausdrücklich. Sie grenzt ausdrücklich Minderheiten aus - beispielsweise Migranten und alle die nicht dem Bild "Vater - Mutter - Kind" entsprechend leben wollen oder auch Behinderte, die sie von den "Gesunden" trennen möchte.



    Deshalb noch einmal - eine Regierung, die nicht die Interessen aller Gruppen, sondern nur der Hauptgruppe vertritt, muss ich als aufrechter Demokrat kategorisch ablehnen.

  • aujau

    Kabarettisten und andere Medienschaffende hätten dann gut zu tun, es wäre eine Episode des grimmigen Amusements.



    Nur für Geflüchtete, Queere und Gegner wäre das aufgrund der ermutigten Gewalt weniger lustig.

    • Martin Rees

      @aujau:

      "Nur für Geflüchtete, Queere und Gegner wäre das aufgrund der ermutigten Gewalt weniger lustig."



      'Weniger lustig' kann ruckzuck tödlich werden, Aggressionen mit entzügelter Gewalt gehören dann irgendwann ganz schnell zum Tagesgeschehen, wenn der ermutigte Teil der Radikalisierten sich Bahn bricht.



      Die Schnittmengen sind erschreckend, die Warnungen sind noch nicht verhallt.



      www.deutschlandfun...n-trotzen-100.html

      • aujau

        @Martin Rees:

        Leider wahr.

  • Pico

    "Entweder es wird gut oder es wird nicht ganz so gut, dann wählen wir sie wieder ab.“



    So ist es. Gewählt ist gewählt. Jetzt muss geliefert werden. Wenn nicht, war's das.

    • ja wirklich?

      @Pico :

      Wenn nicht, war's das - ? Ihr Ernst? Der Abgrdung für Deutschland findet genügend Verständnis bei seinen Anhängern, umalles, was nicht so läuft wie erwartet, zu entschuldigen und zu erkären. Dann kommt dr beliebte Satz: jeder habe doch eine zweite Chance verdient. Nein, AfD zu wählen heisst - ich bin Faschist, - oder -ich denke nicht nach, oder -ich mache Gefühle von Angst und Hass zur Grundlage meiner Wahlentscheidung. Aus welchem Motiv, aus welchem Anlass sollen die Abgrund-Wähler ihre Entscheidung bei "nicht liefern" ändern? Ohnehin hat der Abgrund so viel versprochen, was Bundes- oder EU pOlitik ist und nicht zu verwirklichen.

  • Martin Rees

    "Es würde einen hohen Preis kosten. Mittelfristig könnte es aber vielleicht"



    Würde und könnte, Konjunktive und Spekulationen, das ist beschränkt anschlussfähig.



    Echte Argumente gibt's auch:



    Die Ergebnisse von Analysten kann mensch nachlesen.



    "AfD-Wähler:innen werden von den nicht AfD wählenden bürgerlichen Eliten gerne klassifiziert, psychologisiert, pathologisiert"



    Das hat auch sehr gute Gründe und sehr überzeugende Protagonist:innen.



    "Michel Friedman: „AfD-Wähler können Hände nicht in Unschuld waschen“



    Beverungen Michel Friedman liest in Beverungen aus seinem Buch „Mensch!“



    www.westfalen-blat...d=true&ueg=default



    Bei ndr.de



    "Den Kampf für die Werte der Aufklärung hält Friedman noch nicht für verloren. "Das letzte Wort ist doch noch nicht gesprochen. Wir haben die besseren Argumente. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns auf den Weg machen. Wenn wir uns nicht auf den Weg machen, dann werden wieder Menschen, Millionen Menschen, beherrschen und ihnen das bisschen Schönheit des Lebens wegnehmen", betont Friedman. Der Aufstieg rechter Scharfmacher zeigt aber auch, dass die Gesellschaft bereits..."

  • Philippo1000

    Aber Hallo!?



    Ja, es ist kompliziert.



    Die erste Reaktion ist natürlich: Nee, geht gar nicht, was die dann alles anstellen...



    Andererseits: außer der "afd" hat gerade Keiner was zu kamellen.



    Sie ist klarer Wahlgewinner und hat den Regierungsauftrag.



    Da wäre es natürlich schön, wenn Alle Anderen die am langen Arm verhungern ließen.



    Andererseits sage der gewählte bereits, dann würde man neu wählen lassen und mehr Stimmen gewinnen.



    Das ist gar nicht so abwegig, wie man es sich wünscht.



    Leider erleben wir am Beispiel trump, dass er nicht "entzaubert" wird - er lügt hag einfach weiter.



    Eine Taktik, der auch die "afd" nachgeht.



    Dass "die Anderen Schuld sind" ist die Lösung in allen Lebenslagen.



    Am Beispiel Bundesregierung bestätigt sich die im Artikel vorgetragene Befürchtung:



    entweder wird von "Streit" gesprochen,



    oder die Kernklientel der beiden Parteien ist "enttäuscht".



    Demokratie, im Sinne von Zusammenarbeit und Kompromissen wird derzeit durchgängig negativ bewertet.



    Welche "Demokratie" soll es denn srin?



    Die, nachdem hede*R Einzelne in Deutschland sagt, wo es lang geht?



    ... einfach ist es nicht...

    • Stephan Herrmann

      @Philippo1000:

      "Ja, es ist kompliziert."

      Wie wahr. Und genau da verläuft der tiefste aller Gräben: diese schlichte Feststellung will ja kaum noch einer wahr haben.

      "Welche 'Demokratie' soll es denn sein?"

      Na die, in der alle vernünftig handeln, und somit das selbe wollen. Oder vielleicht die, in der die Vernünftigen den Rest des Volkes abwählen können.

      "Die, nachdem jede*R Einzelne in Deutschland sagt, wo es lang geht?"

      Erst 80 Millionen Bundestrainer, jetzt 83 Millionen Bundeskanzler. Na prost.

  • Stephan Herrmann

    Ja, großartig wäre es, wenn der Realitätstest die AfD entzaubern würde. Aber wissen wir was passieren wird, in welcher Reihenfolge und in welchem Zeitrahmen?

    Ich will jetzt hier keine Anleitung schreiben, wie möglichst schnell irreparabler Schaden an demokratischen Strukturen geschaffen werden kann, ohne dass AfD-Wähler davon persönlichen Nachteil erleben, aber ich fürchte, es könnte sehr lange dauern, bis es ihnen weh tut, mehr als der Ärger über die da oben in Berlin etc.

    Apropos Berlin, alles was der AfD in Sachsen-Anhalt nicht gelingt, ist natürlich die Schuld der Bundesregierung, oder der EU.

    Trotz all dem ist es selbstverständlich höchste Zeit, sich damit zu beschäftigen, was *wirklich* durch eine AfD Regierung geschehen kann. Z.B. auch das natürlich ganz schnell zwischen guten und schlechten Migranten unterschieden wird etc.

    Selbst folgendes Gedankenspiel finde ich lohnend: Ist es denkbar, der AfD in Koalitionsverhandlungen ein derartiges Zugeständnis abzuverlangen, dass der Schaden, den sie anrichten können noch im Bereich des Reparablen bleibt?

    Ein Spiel mit dem Feuer, aber wenn der Wald bereits brennt?

    • Wurstfinger Joe

      @Stephan Herrmann:

      Die Unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" Migranten findet doch schon statt, selbst im obigen Artikel mit mit der Nützlichkeit selbiger argumentiert. Daß die Menschen sich auf den Weg machen, liegt sicherlich nicht daran, daß sie sich für nützlich erachten, sondern daran, daß dieses wunderbare alternativlose Wirtschaftssystem (auch als das böse K-Wort bekannt), in ihrer Heimat auch öfter mal verbrannten Boden hinterläßt.

      • Don Geraldo

        @Wurstfinger Joe:

        Diese Menschen fliehen doch nicht vor dem Kapitalismus.



        Wenn dem so wäre, müßten sie ja an der Grenz zu Nordkorea Schlange stehen, dort ist man mit einem antikapitalistischen sozialistischen Wirtschaftssystem so erfolgreich, daß niemand auf die Idee kommt, das Land zu verlassen.

        • Wurstfinger Joe

          @Don Geraldo:

          Sie fliehen vor den Auswirkungen des Kapitalismus in ihrer Heimat, nicht vor dem Kapitalismus selbst, in Länder, die ein gewisses Heilsversprechen bieten, aber auch ironischerweise an den miesen Lebensbedingungen in den Ursprungsländern einen Anteil haben.

        • Klabauta

          @Don Geraldo:

          Was bitte ist daran antikapitalistisch oder sozialistisch, wenn eine kleine Clique in Saus und Braus lebt und der große Rest in Armut?

          • Wurstfinger Joe

            @Klabauta:

            Die Kims haben es gesagt, da muß es stimmen! Und die Bläulinge sagen, daß sie das totale Beste für alle wollen, also stimmt das natürlich auch. 😂

  • Schleicher

    "Die AfD-Wähler:innen kämen damit aus der Objektrolle heraus"

    "Denn was würde passieren, wenn geduldete Geflüchtete unter einer AfD-Regierung ihre Arbeitserlaubnis verlören, wenn Mi­gran­t:in­nen einen Bogen um das kleine Bundesland machten"

    Ich kann den Gedanken ja verstehen. Aber nun macht die Autorin hier selbst wieder Menschen zu Objekten, in diesem Fall Geflüchtete und Migranten, die dann wohl irgendwie geopfert werden müssen, damit die AfD Wähler ihre Objektrolle ablegen können und wir dann... naja damit wir dann mal sehen, was so passiert?

    Man sollte lieber Parteien in ihrer "erzwungenen gemeinsamen Abwehrhaltung erstarren" lassen.



    Lieber geben alle Parteien ihre "Identität" auf (welche Partei hat sowas? Welche "Identität" hat die SPD? Jetzt mal von Slogans abgesehen..) , als Nazis und Faschisten Platz zu machen. Wenn alles versagt hat, kann man immernoch hoffen, dass es vergeht. Aber solange es noch Hebel gibt, kein fußbreit. Es sind Nazis.

    Wehret den Anfängen? Oder lieber mal schauen, wies diesmal wird?

    • rero

      @Schleicher:

      Wenn Migranten künftig einen Bogen um Sachsen-Anhalt machen, handeln sie.

      Und zwar völlig autonom.

      Aufgrund selbstgetroffener Entscheidungen.

      Dann ist alles andere als eine Objektrolle.

      Die Menschen werden auch nicht geopfert.

      Wenn ich einen Bogen um die USA mache, weil mir Trump nicht gefällt, werde ich nicht zum Objekt oder geopfert.

      • Dreja

        @rero:

        Reden wir hier von Asylbewerbern oder von wem? Diejenigen, die es treffen wird, werden nicht die Menschen sein, die einfach so weggehen können.

      • Klabauta

        @rero:

        Schonmal was von Wohnsitzauflage und "Residenzpflicht" gehört?



        Es steht den Asylsuchenden nämlich keineswegs frei, "einen Bogen um Sachsen-Anhalt zu machen", weil sie eben nicht wählen können, wo sie leben wollen. Und sollten Sie jetzt erwidern wollen, es sei deren freie Entscheidung gewesen, nach Deutschland zu kommen, dann offenbaren Sie damit nur, was hinter dem Einwand steht: der Wunsch, keine weiteren Geflüchteten mehr ins Land zu lassen.

        • rero

          @Klabauta:

          Spannend, dass Sie Migranten komplett mit Asylbewerbern gleichsetzen.

          Offenbar offenbare ich ziemlich wenig, sonst würden Sie nicht so falsch liegen.

          Den Zusammenhang zwischen der Annahme, manche Asylbewerber würden sich bewusst für ein Land entscheiden und dem Wunsch, keine weiteren Asylbewerber aufzunehmen, müssten Sie erklären.

          Ich habe in meinem Freundeskreis mehrere Personen, die über Asyl nach Deutschland eingewandert sind.

          Jeder hat sich dabei bewusst für Deutschland entschieden.

    • Fairchild670

      @Schleicher:

      Ziemlich sicher, dass die Autorin hier Objekt im Sinne der Grammatik gemeint hat.

      • Dreja

        @Fairchild670:

        Das stimmt. Und deshalb ist dieser Ansatz der Autorin gleich zu Beginn ihres Textes auch unsinnig. Denn wann immer ich über etwas spreche, mache ich das grammatikalisch zum Objekt.

  • Axel Schäfer

    Irgendwie habe ich Skrupel, die gut 40% der nicht verstrahlten Wähler und all die die nicht wählen durften und auch nicht für AgD und BSW sind so sorglos der Experimentierfreude der Faschisten und Putinisten zu überlassen, da diese Minderheitenschutz ja eher für woken Mist halten.

  • Lindenberg

    Als würden Sehnsüchte nach einem autoriären Staat durch "Kollateralschäden" gemindert. Dieser Kommentar verniedlicht die Gefahr, die durch den Faschismus der AFD ausgeht.

    Jüngstes Beispiel: der Protestbus des Künstlerkollektives "Zentrum für Politische Schönheit", der durch diie Polizei Chemnitz bundesweit Verkehrskontrollen unterzogen wurde, obwohl keinerlei Rechtfertigung vorlag. Reine Schikane vermutlich AFD naher Polizeibeamter und ein Vorgeschmack auf das, was erst kommt. wenn die AFD erst mit anderen herrscht.

    Statt genauer ökonomischer und sozialwissenchaftlicher Analyse für den Aufstieg der AFD aufgeregtes Flügelschlagen besonders in den immer strukturkonservativer werdenden TV-Talkshows, wie der Deutschlandfunk gerade zurecht kritisierte.



    Bitte keine Westentaschenanalysen beim Thema AFD, sondern geballte Inteligenz a la Adorno gekoppelt mit Sozialreportagen über die vergessenen Bürger dieser BRD. Als da wären Millionen Arbeitslose, Hundertausende, die davon bedoht sind. Massenarmut unter Rentnern, Bildungskatastrophe in den "unteren Schichten" dieser Gesellschaft plus Mietenwahnsinn, der durch ausbeuterische Immobilienkonzerne befeuert wird.

  • Mondschaf26

    Marine Le Pen und Giorgia Meloni fürchten bekanntermaßen schon um ihre Pole Position im Lager der europäischen Neofaschisten. Sie distanzierten sich von der AfD. Schließlich hat Italien diese Position schon mal an DE verloren... [/sarkasmus]

  • ja wirklich?

    Meinen Sie wirklich, es gebe Protest vor Ort, wenn ein "gut inmtegriertes Kind mit Down-Syndrom aus einer Tegelklasse genommen wird"? Ihr Wort in Gottes Ohr. Ich glaube nicht daran. Es wird böse Überraschungen geben, und das gute alte sichere Deutschland von 1933 ff wird fröhlich mit Siegmunds Lächeln wieder auferstehen.

    • derzwerg

      @ja wirklich?:

      Ungefähr das habe ich mir auch gedacht, zumal da ja nicht irgendwelche AfD-Politiker vorbeikommen und Parolen grölen, sondern irgendein Schulamt eine Maßnahme umsetzt, die weiter oben beschlossen wurde. Zum Wohle aller usw., Marketingsprech, Sie wissen schon

  • Tiene Wiecherts

    Ernsthaft?



    Aus der warmen Berliner Blase wird also Geflüchteten, mi­gran­tischen Ärzt:innen, Pfleger:innen, Lieferant:innen, Kell­ne­r:in­nen und vor allem behinderten Kindern empfohlen, sich der Gewalt und den Vertreibungsphantasien der Faschisten auszusetzen?



    Sie sollen herhalten für ein soziologischen Experiment von stubenhockenden Politikwissenschaftlern?

  • K. Rauschenbach

    "Einfach 'mal machen lassen..." - hört man ja immer wieder.



    Allein: kann man darauf vertrauen, dass der freundliche AfD-Wähler (m/w/d) von nebenan irgendwann später dann aufwacht?



    Wenn sie oder er schon jetzt einfach ausblenden kann, dass in der gewählten Partei baseballschlägerschwingende Wahlplakatbewacher (um nur ein derzeit prominentes Beispiel zu nennen) mit hohen Ämtern bedacht sind und werden?



    Nein, das Vertrauen habe ich nicht...

  • elektrozwerg

    Also wenn ich die Weidel lachen sehe, muss ich an Mr Burns denken. Wenn ich im Lexikon unsympathisch nachschlagen wuerde erwarte ich ein Portrait von ihr. An negativen Zuschreibungen mangelt es nicht, aehnlich wie fuer viele Politiker der AFD. Die Dummheit besteht darin an dieser Stelle aufzuhoeren, sich lachend auf die Schulter zu klopfen und in der eigenen Ueberlegenheit zu schwelgen.

    Die Frau ist keine Faschistin. Sie ist eine reine Machtpolitikerin ohne Skrupel, wie viele der AFD-Oberen. Oder besser ausgedrueckt, wie viele Berufspolitiker.



    Und das ist eine hervorragende Sache. Denn es heisst: In dem Moment wo das Faschistenknutschen ihre Macht behindert ist es damit vorbei. Es gibt keinen einzigen Grund, warum die AFD die erste Partei sein sollte, die ihre "Vorsaetze" nicht verraet.



    Also lasst sie regieren und sich blamieren. Gebt ihr die Chance an dem Spagat zwischen machtpolitischen Weichspueler und radikaler Basis/Vorfeld zu zerbrechen.



    Hoert endlich auf die AFD vor sich selbst zu schuetzen!

    Wenn es gefaehrlich wird, ist der Bund da und die Partei hat ein ganz kurzes Gastspiel in Karlsruhe, Alle kommen mit nem Schrecken davon und haben was gelernt: Demokratie funktioniert!

  • Thutmerwe

    "Vielleicht sollte man es darauf ankommen lassen."



    Das habe ich in den letzten Tagen in verschiedenen Variationen viel zu oft gehört oder gelesen. - Vor allem von Leuten, die immer ganz verschämt den eigentlich dazu gehörenden Satz "Ich lebe ja zum Glück nicht dort." verschlucken.

  • Heho

    Wenn man "mittelfristig" es nicht so schlimm fand, dass die Nazis dran waren ist das sicher ne super Idee.

    • Fairchild670

      @Heho:

      Wahrscheinlich. Aber wenn man die Idee für zielführend hält, heißt das nicht, dass man das man das dritte Reich mittelfristig "nicht so schlimm" fand.

    • ja wirklich?

      @Heho:

      Danke.

    • derzwerg

      @Heho:

      Oh Mann. Touché

  • Michael Langfeldt

    Schön ist es nicht, aber verhindern kann man es wohl nicht. Aber, wie richtig angemerkt, es geht um rund 2 Mio Einwohner und es geht um SA. Die sind da eben etwas unbefangen. Das kann natürlich nach hinten los gehen, aber das werden wir jetzt raus finden. Berlin und MV sind schon kritischer.

  • leserin

    Und die Leute, die abgeschoben wurden, oder das Kind, das nicht mehr zur Regelschule kann, als Kollateralschaden in Kauf nehmen? WER muss die Kosten und Risiken ausbaden? Diejenigen, die die Kosten erstmal noch nicht zu spüren bekommen, aufgrund von Staatsbürgerschaft und Privileg, können leicht reden

  • Matthias Schlüter

    Ich nehme mal an Frau Dribbusch ist hetero oder wohn nicht in Sachsen Anhalt. Weiß und blond ist sie auch, kann es sich also leisten, die AFD erstmal machen zu lassen. Aber wie geht's damit einem schwarzen schwulen Sachsen-Anhaltiner?

    • Sonderzeichen

      @Matthias Schlüter:

      Ja, da haben Sie Recht.



      Ich hatte auch zuerst gedacht "lass die doch ruhig mal machen", aber dabei vergisst man wie viele Menschen ganz real unter schlimmsten Schikanen zu leiden hätten...



      Dieses Wahlergebnis ist noch viel schlimmer als man im ersten Moment dachte.

  • Hartmut Haas-Hyronimus

    Man sollte die AfD zu einer Minderheitsregierung zwingen, denn das ist genau das, was sie unter allen Umständen vermeiden wollte.

  • Simon Lübbers

    Und was, wenn die Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis oder das Kind mit Downsydrom den AfD-Wählenden genau so egal bzw. verhasst sind, wie ihre Wahlentscheidung vermuten lässt? Dann gibt es keinen großen Aufschrei, wenn diese Leute extremsten Repressalien ausgesetzt sind. Was Sie vorschlagen, ist ein großangelegter Menschenversuch auf Kosten der von der AfD verfolgten Minderheiten, in der Hoffnung, einen letzten Rest an Anstand und/oder Vernunft aus denen herauszukitzeln, bei denen auf Basis ihres bisherigen Verhaltens nicht vom Vorhandensein des einen oder der anderen ausgegangen werden kann.

  • PeterArt

    Immerhin das geringere Risiko als eine große Anti-AgD-Koalition, die aufgrund innerer Widersprüche handlungsunfähig wäre und die AgD-Wähler in ihrer Haltung und Opferrolle bestärkt. In einem winzigen Shithole-Bundesland mit 1,7 Mio Wähler:innen kann die AgD nicht viel kaputt machen, es bietet sich aber die Chance, sich bis auf die Knochen zu blamieren, Das Hauptproblem dabei ist, dass dann Putinfreunde und potentielle Landesverräter in der Innenministerkonferenz sitzen.

  • zartbitter

    Was Sachsen-Anhalt erlebt, ist der systematische Versuch, kritische Öffentlichkeit zu verdrängen.“



    =



    ---Im Landtagswahlkampf in SA hat es nach Angaben der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union systematische Angriffe auf die unabhängige Berichterstattung gegeben. Seit Beginn der Erfassung im Mai sind 46 dokumentierte Fälle von Übergriffen, Einschüchterungen und massiven Behinderungen gezählt worden.



    --- der Staatsvertrag mit den öffentlich Rechtlichen will die agd kündigen



    ---Polizeigewerkschaften fordern Schutz sensibler Daten bei möglicher agd-Regierung



    ---Personal in den Behörden wird durch die agd ersetzt



    ---der Rechtsstaat in SA wird umgebaut indem Richterstellen wie in Thüringen nicht mehr besetzt werden -



    ---Eine agd - geführte Regierung kann zu einer realen Gefahr für die nationale Sicherheit und für die Funktionsfähigkeit des demokratischen Rechtsstaates werden



    ==



    Haben sich die Wähler tatsächlich für eine 3. Diktatur entschieden nach Faschismus und DDR?

  • Aurego

    In Deutschland hatten wir vor rund 95 Jahren ja schon einmal eine Situation, in der wohl einige WählerInnen ähnlich gedacht haben, es sich nachher jedoch als Trugschluss herausstellte, dass man die Regierung einfach wieder abwählen könne und es dann normal weitergehe.



    Eine Menge autokratischer Regime versuchen gerade weltweit, demokratische Handlungsoptionen zurückzudrängen. Es wäre unklug, solche Experimente ausgerechnet in Deutschland wieder zuzulassen, da es unweigerlich in die Katastrophe führen würde.

    • Saile

      @Aurego:

      Wir leben aber nicht im Jahr 1933 sondern 2026! In einem gefestigt demokratischen Europa, auch Orban in Ungarn wurde schließlich ganz normal wieder abgewählt.

      • Aurego

        @Saile:

        Was heute so aussieht, muss morgen nicht mehr so sein. Lesen Sie bitte meinen Absatz über autokratische Regime noch einmal. Orbán war keineswegs der einzige, der versucht hat, politische Gegner von der Macht fernzuhalten.

        • Fairchild670

          @Aurego:

          "Was heute so aussieht, muss morgen nicht mehr so sein."

          Dementsprechend muss das, was gestern so aussah, auch heute nicht mehr so sein.

          • Aurego

            @Fairchild670:

            Tut es ja auch nicht. Schauen Sie sich um!