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16.08.2026 , 12:03 Uhr
@Jalella Auch wenn sie ihre Gleichsetzung von Union und AFD permanent wiederholen, wird die nicht richtiger. Aber sie befinden sich damit in "bester Tradition". Bereits 1930 hat der recht einflussreiche KPD -Funktionär Heinz Neumann eine "Faschistische Einheitsfront" von der SPD bis zur NSDAP herbei fabuliert. Er hatte dann das zweifelhafte Glück, nach 1933 über diesen Irrtum nicht in einem KZ nachdenken zu müssen, sondern erst einige Jahre später im Gulag liquidiert zu werden.
zum Beitrag16.08.2026 , 11:36 Uhr
@ warum_denkt_keiner_nach? Nein, ich denke, es ist viel dringender zu verhindern, daß dieses "WER" an die Schaltknüppel kommt. (Wenn es sein muß, auch mit Hilfe von mehr Befugnissen für Geheimdienste.) Alle Erfahrungen zeigen, daß "WER" danach nie lange gebraucht hat, die nötigen Instrumente zu schaffen, egal ob Gestapo, Tscheka (Wurde gerade mal 2 Monate nach Lenins Machtergreifung gegründet und konnte für die vergleichsweise wenigen Jahre ihrer Existenz bis zur ersten Umstrukturierung selbst nach vorsichtigsten Schätzungen auf eine fünfstellige Zahl an Exekutionen verweisen. Von den weitaus mehr Eingekerkerten wollen wir gar nicht erst reden.), Mullahs oder Stasi. Und Trump hat ja z.B., wenn ich auch hoffe, er hat sich etwas zu dilettantisch angestellt würde, gleich damit begonnen, die ICE in so ein Instrument umzuschmieden. (Man vergleiche nur mal den Budgetanstieg seit letztem Jahr!)
zum Beitrag15.08.2026 , 14:02 Uhr
Was Ihr historisches Beispiel angeht: Göring konnte 1933 auf die Vorarbeiten seit Mitte 1932 aufbauen, als die preußische Polizei einem Reichskommissar unterstellt und bereits hier in wichtigen Bereichen "gesäubert" wurde (Operation "Preußenschlag"). Allgemein denke ich, daß die Gefahren für eine Demokratie durch Geheimdienste weniger davon ausgehen, WAS für Kompetenzen sie haben, sondern vielmehr WER ihnen die Anweisungen gibt, WIE und gegen WEN sie sie einzusetzen haben. Natürlich spielt auch die Einstellung der Geheimdienstler selbst eine Rolle. -Aber da sind wir wieder beim leidigen Thema, daß Geheimdienste wie alle anderen Sicherheitsbehörden von links eingestellten Personen eher weniger als potentieller eigener Beruf(ung) angesehen werden.
zum Beitrag13.08.2026 , 19:10 Uhr
Besser als jeder Artikel spiegelt wohl das Foto den eher diffusen Kenntnisstand der jugendlichen Demonstranten wider: Neben einem "FCK AFD"-Button wird stolz ein Plakat hochgehalten, dessen Botschaft fast 1:1 auch schon zumindest von Herrn Chrupalla zu hören war.
zum Beitrag13.08.2026 , 18:53 Uhr
"Am besten laden sich Lehrkräfte dafür kluge, ausgewogene Zeitzeugen ein, sie können am besten die unterschiedlichen Facetten des Alltags zwischen Ahrenshoop und Zittau beschreiben. " Zumindest im Osten fürchte ich, wird das aber nicht viel bringen. Da gibt es noch Millionen "Zeitzeugen" in den Familien, deren Rückblicke deutlich prägender sein dürften als so ein einzelner Auftritt. Das die DDR stärker im Geschichtsunterricht vertreten sein muß, ist natürlich außer Frage.
zum Beitrag02.08.2026 , 21:23 Uhr
@Klabauta Zwischen "nicht besonders darunter gelitten" und "nicht bemerkt" haben besteht aber doch ein ganz schöner Unterschied.
@Otto Buchmeier Ja, Ihre Argumentation kann ich nachvollziehen.
zum Beitrag02.08.2026 , 12:20 Uhr
In seinen Urteilen zur aktuellen Lage kann ich Herrn Kowalczuk weitestgehend zustimmen. In seinen Gründen dazu, die er aus der DDR-Geschichte herleitet, kann ich das oft nicht. (Da wir beide fast gleichaltrig sind können sie sowieso eigentlich fast nur die letzten 10 Jahre der DDR betreffen.) Die Mehrheit soll nicht gemerkt haben, daß sie in einer Diktatur leben? Ernsthaft? Was sind denn Merkmale einer Diktatur wenn nicht die fehlende Möglichkeit, sie abzuwählen oder ohne Gefahr o. zumindest Nachteile zu befürchten, dagegen protestieren zu können? Oder, daß man permanent zu irgendwelchen "freiwilligen" Veranstaltungen oder Maßnahmen zusammen getrommelt wurde oder immer wieder die gleichen Parolen um die Ohren gehauen bekommen hat, ohne außer im kleinen Kreis darüber zu witzeln. Und Russenhass? Ich würde es eher eine latente Überheblichkeit gegenüber "dem Kolja" nennen. Denn zumindest in den 80ern war man sich über den NOCH geringeren Lebensstandard der meisten Menschen in der Sowjetunion schon bewußt. (Der Russisch-Unterricht dauerte übrigens nur 6 Jahre, außer man machte Abitur und DANN beherrschte man notgedrungen schon etwas mehr als Guten Tag und Auf Wiedersehen.
zum Beitrag01.08.2026 , 11:33 Uhr
@Benzo Ist das Ihr Ernst?
Als Anfang der 90er Jahre der Mob in Rostock und anderswo in Ostdeutschland die Wohnheime von Vertragsarbeitern und Asylbewerbern belagerte und man zurecht allseits darüber empört war, fiel dem SPD-Politiker Thierse nichts besseres ein, als seine (und auch meine) Landsleute in Schutz zu nehmen, weil sie (so sinngemäß) nach 40 Jahren DDR den Umgang mit fremden Leuten nicht gewohnt seien. Ich habe mich damals dafür fast noch mehr geschämt als über die Ausschreitungen selbst und Ihr Kommentar hat mich wieder schmerzhaft daran erinnert.
zum Beitrag