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24.10.2026 , 13:41 Uhr
"Schon jetzt ist für die politische Mitte klar: Wenn die Linke in Berlin regiert, kann das auch die AfD in Sachsen-Anhalt. Wenn es keine Brandmauer nach links gibt, kann es auch keine nach rechts geben."
Das ist der einzige Satz in dem Artikel, den ich so nicht teilen würde. Ich sehe den deutlich überwiegenden Teil der Linken auf dem Boden der Verfassung und auch nicht im gewaltbereiten Lager. Eine "Brandmauer" bräuchte es da nur gegen den extremen Rand in den Reihen der Linken. Und ich kenne kaum Jemanden, den ich zur "politischen Mitte" zählen würde, der das anders sieht.
Ansonsten ist das hier ein wohltuender Beitrag der Vernunft, der in der taz offenbar nötiger den je ist.
zum Beitrag24.10.2026 , 11:10 Uhr
Jo. Es gibt jetzt mehrere Artikel, die hier so argumentieren. Ich bin längst dafür, ein Verbotsverfahren auf Herz und Nieren zu prüfen und gegebenenfalls einzuleiten. Aber irgendwie wirken die Erkenntnisse zu den Leaks eher wie das Greifen nach dem Strohhlam. So richtig Substanz vermittelt mir keiner dieser Texte.
zum Beitrag23.10.2026 , 11:08 Uhr
"Ja, es ist scheiße, dass „Gen Z regelt“ das herrschaftsstabilisierende Spiel der selektiven Benennung der einen Gewalt und der Distanzierung von ihr mitspielt. Mal sehen, ob es wirklich klug ist, sich dazu noch von jeglichem Extremismus abzugrenzen,"
Es ist ganz einfach. Nicht nur irgendein linker Verein, sondern der absolut überwiegende Teil der Menschen, auch der Linken hält das für klug. Und Extremisten, die glauben, ihre Weltsicht mit Gewalt durchsetzen zu können sind in einer absoluten Minderheit. Sie sprechen nur für sich und für niemanden Anderen. Da kann das vorgebliche Ziel noch so edel daherkommen. Von der Eigendefinition des Gewaltbegriffs, über die Abkopplung von demokratischen Werten bis zur Selbstlegitimierung und Endkonsequenz dieses Weges, seid ihr lagerübergreifend am Ende alle gleich.
zum Beitrag23.10.2026 , 10:19 Uhr
Das behauptet schlicht der Hacker. Zwischen einem Imageschaden bzw. persönlichen Konsequenzen für einzelne Mitglieder, die durch die Mails bloßgestellt werden und einem Parteiverbotsverfahren liegen immer noch Welten. Was genau steht den in den Mails, dass als überzeugendes Argument dem BVerfG vorgelegt werden kann?
zum Beitrag22.10.2026 , 12:24 Uhr
Ja mei, was soll daraus folgen? Ein Haufen an Widerlichkeiten, aber nichts, was man bisher nicht gewußt oder geahnt hat. Da is nix veröffentlicht worden, was irgendwie gerichtsfest verwertbar ist für ein Parteiverbotsvervfahren. Es geht immer noch nicht darum, ob man diese Partei gefährlich oder scheiße findet, sondern ob die politischen Entscheidungsträger von einer Umsetzbarkeit und einem Erfolgsversprechen dieses Verfahrens überzeugt sind.
zum Beitrag21.10.2026 , 14:21 Uhr
Absolut richtig. Und da wir in einer Zeite leben, wo die Bubbles immer geschlossener und die Schablonen immer enger werden, werden Menschen und Meinungen ganz schnell in Schubladen gesteckt, aus denen sie nicht mehr rauskommen und sich desöfteren irgendwann auch drin einrichten. Und das geht weiter über das klasische links/rechts Denken hinaus. Keine Gesellschaft kann funktionieren, wenn man nur noch übereinander und nicht mehr miteinander redet. Dass es keinen Sinn macht, mit absolut überzeugten Ideologen zu diskutieren, ist eine Binse. Aber zu glauben, Millionen von Menschen, die noch vor Jahren fest im demokratischen Lager standen, hätten alle die deckungsgleichen Beweggründe und wären nicht mehr erreichbar, ist schlicht Teil der gleichen Diskursverweigerung, die man denen vorwirft.
zum Beitrag21.10.2026 , 12:13 Uhr
Da würd ich mich anschließen. Ich brauch nicht zum xten die gleichen Argumente erklärt, die meist lediglich auf Grundstandpunkten beruhen. Ein Pro/Kontra ist dann nützlich, wenn mal argumentativ und faktisch etwas erörtet wird. Ich weiß mittlerweile bei einigen Autoren schon im Vorfeld genau was kommt, würde mir aber nach etlichen Artikeln zum Thema mal eine tiefere inhaltliche Auseinandersetzung wünschen. Mir fällts zum Beispiel schwer zu glauben, dass bei objektiver Betrachtung die angeführten Kosten so einer Maßnahme dermaßen weit auseinanderliegen und die Studien zur juristischen Umsetzung sind auch alles andere als unabhängig.
zum Beitrag21.10.2026 , 10:52 Uhr
Na ja, das mag sehr martialisch wirken. Hat aber sehr sicher eher was mit der zu erwartenden "Solidarität" der linken Szene zu tun, als nur mit den 13 Frauen vor Ort. In wie weit die Razzia oder die Einsatzstärke gerechtfertigt war oder nicht, kann ich solchen einseitigen Artikeln, die auf Hintergründe gar nicht eingehen wollen leider nicht entnehmen. Der Vorwurf des Medikamenten-/ Betäubungsmittelhandels wird zumindest in keinster Weise irgendwie außer Kraft gesetzt, dass "jede trans Frau in Berlin den Community-Treff kennt".
zum Beitrag21.10.2026 , 10:42 Uhr
Exkat darum gehts. Dass alle ihre schwarzen Schafe haben, wird kaum jemand bestreiten. Im Gegnsatz zur Linken handeln andere konsequent und vor Allem machen sie das Thema Israel nicht zum Wahlkampfobjekt. Insofern wirkt das Zeigen auf die Union doch ziemlich dünn.
zum Beitrag21.10.2026 , 10:24 Uhr
Ganz sicher ist das ein Problem. Das Unverständnis für andere Lebensituationen kann man hier fast täglich in Artikeln nachlesen. Ich habe auf dem abgelegenen Dorf und in der Großstadt gelebt und kann daher absolut nachvollziehen, wie der Tenor der Großstadtbubble für Menschen daherkommt, die eben keinen Bus vor der Tür haben, zum Pendeln gezwungen sind und zum nächsten Geschäft 15 km in den Nachbartort müssen. Aber so selbstgerecht und kurzsichtig ich die LG empfunden habe, finde ich das dennoch harmlos und überbewertet im Gegensatz dazu, wie hier manchmal Gewalttaten verklärt werden. Ob das die Romantisierung der Taten von Leuten um Lina E. oder Maya T. sind, oder Sympathien für Schwerkriminelle wie Daniela Klette bis hin zu einem Luigi Mangione geäußert werden oder jetzt hier in einigen Artikeln legitime Proteste und Gewaltakte unreflektiert vermischt werden, Frau Schmollack ganz selbstverständlich von "brennenden Rathäusern" schreibt. Die roten Linien, die vor 10, 15 Jahren für die meisten noch selbstverständlich waren, sind kaum noch existent. Wahrscheinlich müssen Manche erstmal selbst Angst vor Gewalt oder einem Mob erlebt haben, um zu verstehen.
zum Beitrag20.10.2026 , 19:45 Uhr
Oh ja. Jetzt hab ich zu dem Thema echt alles gelesen. Für die Linke und potentielle Koalitionspartner kann man nur hoffen, dass diese Idee nicht aus der gleichen Abteilung kommt, die das Vergesellschaftungsverfahren als machbar evaluiert hat. Obwohl. Bei einem Schuldenberg von 66 Mrd in 2025 kommts in Berlin auf die 60 Mrd Verbindlichkeiten von Vonovia vielleicht auch nicht mehr an.
zum Beitrag20.10.2026 , 13:01 Uhr
Na klar. Oder wie Frizte Merz sagen würde "Es gibt auch fals flag Aktionen". Es sind halt immer die Anderen.
zum Beitrag20.10.2026 , 12:58 Uhr
Dass hier in Artikel und Kommentaren ständig Doppelstandards gelten mal dahingestellt. Was meines Erachtens schiefläuft, ist das zwischen "gegen Gesetze verstoßen" und brutraler Gewalt kaum noch unterschieden wird. Streiks, Blockaden, subversives Verhalten und Ungehorsam sind sicher unvermeidlich im politischen Ringen um Rechte und Veränderungen.
Dass zunehmnd Aktionen beklatscht werde, die den eigentlichen Interessen absolut schaden, den vorgeblichen Werten diametral zuwiderlaufen und rote Linien kaum noch existent scheinen, halte ich für viel bedenklicher.
zum Beitrag20.10.2026 , 12:29 Uhr
Dass alles irgendwo Ursachen hat und die Gewalt nicht einfach nur aus dem luftleeren Raum kommt sondern soziale Hintergründe hat, ist jetzt nicht die große Überraschung. Dass totz brutaler Bilder, mit eskalierender Gewalt auch gegen Unbeteiligte hier mal wieder das Fass "gute Gewalt" und "schlechte Gewalt" aufgemacht wird, leider auch nicht mehr.
Die gleiche Argumentation, "nicht gehört zu werden" und sich gegenüber der Politik machtlos zu fühlen und deshalb das Faustrecht zu haben, führen so ziemlich alle ideologischen Gewaltäter an. Auch die, wo man dann bei Vergleichen jedes mal Hufeisenschnappatmung bekommt. Viele Demonstrierende, mit ganz legitimen Anliegen äußern selbst ihren Unmut über das Kapern der Proteste durch Extremisten und die Eskalation von Gewalt. Wem diese Bilder rechtzeitig zur Präsidentschaftswahl am Ende nützen werden, weiß auch jeder. Aber hier verklärens mal wieder Einige zu Robin Hood Aktionen.
zum Beitrag18.10.2026 , 21:42 Uhr
Satire ist in erster Linie mal Kritik an Zuständen und Verhaltensweisen, politisch aber auch gesellschaftlich. Auch mit mit Mitteln wie Ironie, Überzeichnung und Polemik. Und natürlich müssen sich auch Linke kritisieren lassen, und auch Menschen, die keine Macht haben. Sonst könnte man auch keine AfD Wähler, Autoprolls, Esofreaks oder Ballermann-Urlauber aufs Korn nehmen. Satire darf Alles, außer jemandem nach dem Mund reden. Das haben schon Monty Python komplett durchexerziert. Einen Komiker hier als rechts framen, in dem man sein Werk an ein paar Sätzen so kurz herunterbricht, zeigt nur die eigene Unfähigkeit sich auch mal selbst den Spiegel vorhalten zu lassen.
zum Beitrag18.10.2026 , 21:19 Uhr
Böhmermann hat in dem Gedicht klar den Unterschied zwischen einer Beleidigung und Kritk erklärt und hat sich damit vor die Kollegen von Extra 3 gestellt. Die Schmähwörter sind allesamt aus dem Vokabular, mit denen Türken in Deutschland ständig beleidigt wurden und werden. Er hat damit die Diskrepanz aufgezeigt, dass eine deutsche Regierung einen brutalen Diktator hofiert, solange er den Deutschen Migranten vom Hals hält. Dass dieses Gedicht mehr Leute in Deutschland aufregt, als das, was der mit Meinungsfreiheit und Minderheiten in seinem Land veranstaltet, spricht Bände. Und dass unsere Regierung ihn nicht in Schutz nimmt und dafür einen uralten Majestätsbeleidigungsparagrafen bemüht, um Erdogans Wohlwollen nicht zu gefährden ebenso. Die ganze Aktion hat -zugegeben mit dem Zaunspfahl- perfekt die Heuchelei in unserem Land aufgedeckt und am Ende dafür gesorgt, dass dieses juristische Relikt beerdigt wurde. Er hat Merkel damit mehr in Bedrängung gebarcht, als es die Oppositionen über zig Jahre Kanzlerschaft geschafft hat. Das macht das Ganze zu einer seiner besten Aktionen und ist zigmal mehr echte, politische Satire, als das Meiste, was sonst so unter diesem Banner gemacht wird.
zum Beitrag18.10.2026 , 11:06 Uhr
Jo. Alles Rechte außer uns. Wer uns kritisert ist Teil einer Kampagne, Teil des Rechtsrucks. Un d was Satire darf nur das, was wir lustig finden. Sorry, aber merkt ihrs noch?
zum Beitrag17.10.2026 , 10:38 Uhr
Na ich glaub schon, dass ein Prozent weniger Plastikmüll etwas ausmachen würde. Und natürlich muss das in ein Konzept eingearbeitet sein. Man hat bei Umverpackungen, Einwegbesteck, Kaffebechern, etc. Veränderungen durchsetzen können. In Tübingen muss jedes Fastfood/To g eine Gebühr auf seine Produkte aufschöagen , es sei denn, es werden Mehrwegverpackungen angeboten. Es gibt immer Wege, ohne den Menschen zwangsläufig in die Taschen zu greifen.
zum Beitrag17.10.2026 , 10:32 Uhr
Die Steuereinnahmen steigen seit etlichen Jahren und gleichzeitig wird immer mehr Geld für Verwaltung ausgegeben. Die Frage ist, gehts hier um Plastikvermeidung, um Gesundheitsförderung oder darum, den Wasserkopf stetig zu erweitern? Da muss man gar nicht die Systemfrage stellen, um zu erkennen, wie vorgeschoben so manche Begründung für Steuern ist.
zum Beitrag17.10.2026 , 10:27 Uhr
Seh ich auch so. Eingeschweißte Bananen oder Gurken gabs früher auch nicht. Wenns vornehmlich um Plastikbeschränkungen gehen würde, wäre sowas längst wieder weg.
zum Beitrag15.10.2026 , 17:19 Uhr
Ich wäre prinzipiell dafür, alternative Verpackungen zu fördern und weg von zuviel Plastik zu kommen. Nur scheint die einzige Idee, die Manche haben, eine neue Steuer zu sein. Überall, bei jedem Thema. Wenn man ehrlich ist gehts bei Steuern meist darum: "Das soll neues Geld in die Staatskasse spülen". Am Ende zahlts immer der Verbraucher und weh tuts nur denen, die wenig haben. Und das ist eben auch, wie Politik von Vielen wahrgenommen wird. Bei Lebensmitteln könnte man auch die gesunden weniger besteuern und so günstiger machen. Man könnte im Einzelhandel vorschreiben, dass Papiertüten und Mehrwegbeutel günstiger sind als Plastiktüten. Spült aber eben kein Geld in die Staatskasse.
zum Beitrag15.10.2026 , 09:25 Uhr
Zumal es noch vor kurzer Zeit hieß, Bas stehe in den eigenen Reihen enorm unter Druck, die Basis rebelliert und würde sowohl Klingbeil als auch Bas gern in die Wüste schicken. Falls es so ein sollte, dass es persönliche Angriffe unter der Gürtellinie gab, dann ist das klar zu verurteilen. Immer. Vorstellbar ist das für mich schon. Das sie beim Arbeitgeberverband ausgelacht wurde gehört nicht dazu. Nur hab ich in der gesamten Berichterstattung dazu nicht ein einziges Beispiel gehört oder gelesen. Für das Urteil "menschliche Abgründe" oder wie in einem anderen Artikel angeführt "Sexismus" muss man schon was vorlegen. Wenn nicht, klingt das Ganze doch arg aufgepumpt und eher, wie ein Rücktritt, bei dem dem Koalitionspartner nochmal eine mitgegeben wird. Ist für mich auch vorstellbar. Leider.
zum Beitrag13.10.2026 , 18:13 Uhr
Man könnte auch erwähnen, dass die Zuschauerzahlen im Boxen seit über einem Jahrzehnt massiv rückläufig sind, dass Boxen kaum noch im Free TV läuft, dass die vielen Skandale und völlig überhöhten Börsen dem Image geschsdet haben und MMA dem klassischen Boxen sowieso längst den Rang abgelaufen hat. Aber warum denn, wenn man das Ganze rassistisch framen kann? Die letzten großen Boxer, die in Deutschland begeistert haben, waren die Klitschkos. Zwei Ukrainer mit völlig "undeutschen" Namen. Das ist sehr lange her.
zum Beitrag13.10.2026 , 13:26 Uhr
Ich glaube ich hab jetzt hier oft genug deutlich gemacht, dass ich dieses "aber die CDU" für dem Thema unwürdig und unerwachsen halte. Wenns um die Verfehlungen der Union geht, dann kritiser ich die Union. Hier ist aber die Linke und die Verfehlungen in deren Reihen das Thema. Und was BILD, Union und Kosnorten daherbrabbeln interessiert micht nicht die Bohne.
zum Beitrag13.10.2026 , 13:21 Uhr
Ich finde, hier werden zwei Dinge vermischt. Was gar nicht geht und das Gesicht dieser Partei zeigt, sind irgendwelche Einschüchterungsversuche, die wohl am Rande stattgefunden haben. Dass Siegmund aber auf polemische Fragen polemisch antwortet, ist Teil des Spiels. Das haben eine ganze Reihe anderer Politiker ebenso getan. Und ich glaube, dass Fabian Köster das auch sehr gut einzuschätzen weiß. Selbst wenn es der AfD möglich sein sollte, den Medienstaatsvertrag in SA zu kündigen, würde das Kösters Job nicht mal im Ansatz gefährden und seine Sendung wäre auch in SA nach wie vor empfangbar. Die AfD ist an ganz vielen anderen Stellen gefährlich. Aber über dieses Stöckchen muss man nicht springen.
zum Beitrag12.10.2026 , 13:14 Uhr
"massiv von der CDU kampagnenmäßig aufgebauschte Thema rund um die Israelkritik der Linken. "
Es geht halt nicht um "Israelkritik" es geht um Antisemitismus und Nähe zu extremistischen Organisationen. Wenn Mitglider von Intifada schwafeln oder das "der Kampf erst vorbei ist...wenn Tel Aviv wieder in der Hand von Palästina liegt", das Existenzrecht Israels anzweifeln und sich mit Hamas nahen Aktivisten ablichten lassen, dann hat das nichts aber auch gar nichts mit mehr mit legitmer Kritik an israelischer Politik zu tun. Und das ständige Relativieren und Verwischen dieses Sachverhaltes machts überhaupt erst möglich, dass irgendjemand das zu so einer Kampagne machen kann. Wenn man sich von solchen extremen Leuten nicht distanzieren will, dann hat man im demokratischen Spektrum nix verloren.
zum Beitrag12.10.2026 , 10:54 Uhr
Weil man eben bei vielen Themen einfach nur die schwarz/weiß Brille auf hat. Und weil eben Teile der Linken auf gewisser Ebene einfach nicht kritikfähig sind. Im Augenblick würd ich sogar noch so ne Art Wagenburgmentalität gelten lassen, weil es schon eine massive Kampgane gibt, gegen die man sich jetzt schützen will. Da redet man sich Vieles schön und außerdem die Anderen und aber, aber, aber. Müsste man aber gar nicht, wenn man sich bei diesem Thema schon längst mal grade gemacht und Extrempositionen eine klare Absage erteilt hätte. Da wird seit jahren unwürdig rumgeiert, über Antisemistismusdefinitionen, wie man welche Parole interpretieren kann, ob Staaten überhaupt Existenrechte hätten, wer wann wo zuerst gelebt hat, ob Israeli nur weiß gelesen werden oder zu einem selbst definierten "globalen Süden" gehören. Wenn 70% der Parteijugend einen Beschluss fassen, dass man Israel eine "koloniales, rassistisches Projekt" nennen darf und langjährige Mitglieder aus Protest austreten, dann müssten alle Alarmglocken angehen, wenn mans denn mit Humanismus und universellen Menschenrechten ernst meint. Stattdessen komt die hausgeigene Version, des "Man muss doch noch sagen dürfen".
zum Beitrag11.10.2026 , 19:02 Uhr
Das Thema hat die Linke schon selbst hochgespielt. Ich hab keine Union oder Bild gebraucht, um zu erkennen, dass die Berliner Linke ein nicht unwesentliches Problem in den eigenen Reihen hat. Und beim Thema, mit den Finger auf Andere zeigen, hat ganz offensichtlich nicht nur die Union ein ausgeprägte Schwäche.
zum Beitrag11.10.2026 , 18:36 Uhr
"Und wie soll die SPD von der Linken Distanz zu Clan-Chefs fordern, wenn sie den bekennenden Kumpel eines Kriegsverbrechers in ihren Reihen duldet?"
Na ja, schon richtig, aber auch bisserl wohlfeil. Ich finde auch, dass es da jetzt nen neuen Anlauf geben muss. Und Typen wie Stegner oder Mützenich, die Schröder verteidigen, sind sowieso unerträglich. Aber im Gegensatz zu den Pappenheimern der Linken, ist Schröder in keiner aktiven Position und die SPD hats wenigstens schon mal probiert, während bei Kocak eine höchst halbgare Entschuldigung ausreichend scheint.
zum Beitrag11.10.2026 , 14:40 Uhr
Bei aller berechtigten Kritik an den antisemitischen Tendenzen und Ausfällen innerhalb der Linken, ist der Vergleich der Linken mit der NSDAP einfach nur geschmacklos und geschichtsvergessen.
Ich bin völlig dabei, dass die Partei unzureichend mit diesem Problem umgeht und Typen wie Kilani, Bruns oder Kozak nichts in politischer Verantwortung zu suchen haben. Der Partei aber das Potential und die Bestrebungen der Nationalsozialisten zu unterstellen, ist der gleiche überdrehte Unfug von der andern Seite. Das hat mit sachlichem Diskurs nichts mehr zu tun.
zum Beitrag09.10.2026 , 16:12 Uhr
Man muss schon die Augen ganz fest zumachen, um nicht zu sehen, dass in 16 Jahren Merkel der Stillstand verwaltet, notwendige Reformen ausgesessen und damit der Grundstein für den Politikverdruss der Menschen und gelegt wurde. Die Ampel mag an ihrer Zerrissenheit gescheitert und Merz ein Kardinalspfeife sein. Aber den Berg an nahezu unlösbaren Aufgaben hat Angela Merkel hinterlassen. Da muss man auf Kramp Karrenbauer, von der Leyen, Klöckner oder Reiche gar nicht mehr eingehen. Aber Hauptsache einfach mal einen rausgehauen.
zum Beitrag09.10.2026 , 11:16 Uhr
Ich wäre ja dafür, so eine Art Murmeltiertag Rubrik einzuführen. Denn Artikel, die sich völlig losgelöst von der brutalen Realität in der Ukraine und der immer wieder offenkundig zur Schau gestellten Nichtbereitschaft Russlands für Verhandlungen behauptet, eine wirksame Verteidigungsfähigkeit wäre eine Art von Kriegslogik, lese ich hier in regelmäßigen Abständen immer wieser. Realitsich umsetzbare Lösungsansätze, die Aggressoren davon abhalten, sich mit dem Recht des stärkeren zu nehemen, was sie wollen kann ich auch diesmal nicht erkennen. Ein Pazifismus, der sich nur selbst gefällt und keine Antworten auf die Realität hat, hat für niemanden einen Mehrwert.
zum Beitrag09.10.2026 , 10:41 Uhr
Nichts wirklich Neues. Nur das man nach dem 7. Oktober die Scheuklappen nochmal um so fester angezogen hat. So fest, dass man das Leid auf jeweils einer Seite gar nicht mehr sehen muss.
Hier gehts schon lange nicht mehr um Solidarität, sondern darum, das eigene, bequeme Weltbild, das man sich nach einem versimplifizierten, völlig von der Realität entrückten Gut/Böse Schema selbst gestrickt hat, zu verteidigen. Weil man keine wirklichen Antworten mehr hat, auf die Verwirrungen und Krisen unserer Zeit, hat man sich den Nahostkonflikt zum Vehikel der eigenen Selbstvergewisserung gemacht.
Das ist halt einfacher, als die Ambivalenz komplexer Konflikte, die Verwirrungen der Gegenwart und die eigene Machtlosigkeit unserer Zeit auszuhalten. Dafür hat man den Universalismus, den Kampf für allgemeingültige Menschenrechte über Board geworfen. Man setzt sich lieber die Brille religiöser, nationalistischer Extremisten auf.
Im Angesicht des Leids, der Angst und dem Terror, den Menschen auf beiden Seiten in Nahost seit Jahrzehnten ausgesetzt sind, sind Palitücher und Israelfahnen bei Teilen der Linken nur noch Symbole, die man sich angeeignet hat, um die eigene Hybris zu dekorieren.
zum Beitrag07.10.2026 , 13:18 Uhr
Trotzdem sind Behauptungen, da seien Stimmen "gekauft" oder "Jobs für Verwandete" vereinbart worden, wilde Behauptung ohne jede Boden. Genauso fraktenfrei könnte man auch daherschwurbeln, es haben Mitglieder der Linken den AfD Typen gewählt, um der CDU mal richtig eine mitzugeben. Dass die CDU in SA ihren Laden nicht im Griff hat, hat man ja bei der Wahl zum Fraktionschef gesehen und dass da auch Leute unterwegs sind, die gern mit der AfD zusammenarbeiten würden, ebenfalss nicht. Da muss man sich gar nicht in irgendwelche Verschwörungstheorien stürzen.
zum Beitrag07.10.2026 , 13:07 Uhr
Welche wären dass denn bitte? Außer in den sowieso linksgeprägten Mittebezirken war die AfD in Berlin so stark wie noch nie. Alles was sich in Berlin gezeigt hat, ist eine weitere Polarisierung. Es gibt weder ein Wohnraumproblem in SA, noch wollen die Menschen da autofreie Innenstädte, noch interessiert die Menschen da der Nahostkonflikt. Das Flächenlandland Sachsen Anhalt und die Großstadtblase Berlin sind nicht im Ansatz vergleichbar. Sind sind gegenteiliger, wie sie nicht sein könnten. Die Linke hat Menschen aus dem Lager liks der Mitte gheolt, nicht von der AfD.
zum Beitrag07.10.2026 , 11:43 Uhr
Die wird gar nicht weiter handeln, weil ihr sonst der Laden intern auseinaderfliegt. Es haben sich ja schon genügend Leute völlig unreflektiert mit Kocak solidarisert, der Jugendverband hat sich längst klar positioniert. Die Causa Remmo mal ausgenommen sind das "die Geister, die ich rief". Den Mist hat man sich man sich selbst eingebrockt, in dem man nicht schon vor langer klare Kante gezeigt hat. Der Gesamtpartei wird das schaden. Trotzdem ist das Problem aufgeblasen, dass sieht eigentlich jeder. Das Umsichbeißen der Union wirkt angesichts der aktuellen Wahlergenisse nur noch erbärmlich. Reiche ist im eigenen Lager so unbeliebt wie Socken unterm Weihnachtsbaum. Da muss man nicht über jedes noch so niedrige Stöckchen springen. Das hätte man mit einem schlagfertigen Konter abbügeln können. Die Menschen haben gewählt und erwarten, dass jetzt angepackt wird. Der ganze Zirkus drumherum schadet glaubwürdiger, integrer Politik so ungemein, dass es zum Haareraufen ist.
zum Beitrag07.10.2026 , 11:15 Uhr
Natürlich muss sich was ändern. Die Union braucht eine Vision für die Gegenwart. Unter Merkel wurde fast zwei Jahrzehnte der Stillstand verwaltet und notwendige Reformen verschlafen. Und anstatt sich nach der krachenden Niederlage 2021 neu aufzustellen und nach vorn zu gehen, hat man Merz aus der Konserve geholt und eine Rolle Rückwärts in die 90er gemacht. Im Rückwärtsrollen ist die AfD aber viel radikaler und konsequenter. Auf diesem Irrweg wird keine CDU benötigt. Konservative Werte und Bürgerlichkeit kann man nicht vom Zeitgeschehen abkoppeln, man braucht Ideen, wie sie in die Gegenwart passen und in der Zukunft Probleme lösen. Und das traut ihnen die Wählerschaft nicht mehr zu. Dass die vielbesungene Brandmauer in dogmatischer Form gescheitert ist, sieht jeder Blinde. Dass man mit aktiver Anbiederung an die AfD keine Wähler zurückgewinnt, sondern mithilft die eigene Partei zu beerdigen, aber eben auch.
zum Beitrag06.10.2026 , 10:54 Uhr
Jo genau, beschimpft und verklagt euch gegenseitig. Eurer peinliches Kasperltheater ist wichtiger, als die Probleme dieses Landes anzupacken. Und wenn die Gerichte dann irgendwann geklärt haben, wer die Dooferen von euch sind, haben die Braunen wieder Nägel mit Köpfen gemacht. Komplett merkbefreit.
zum Beitrag05.10.2026 , 12:34 Uhr
"Vielleicht liegt das Problem weniger am fehlenden Raum als daran, dass man sich gelegentlich entscheiden muss, ob man Judenhass tatsächlich als Judenhass bezeichnet"
Das ist ja das generelle Problem unserer Zeit. Jedes Thema wird einem starren Lagerdenken untergeordnet. Probleme werden je nach Gusto externalistiert und die Bennung von Problemen ebenfalls. Man muss zwar verstehen, wo die Wurzeln der Probleme liegen, in der Konsequenz spielt es aber für das Zusammenleben im Hier und Jetzt keine Rolle. Es gibt kein Recht für Niemanden, identitären Hass zu rechtfertigen, ob nun historisch, ideologisch oder völkisch begründet. Wie schwer sich Viele damit tun, in universellen Werten und nicht in ideologischen Schablonen zu denken, kann man in nahezu jeder politischen Debatte erkennen.
zum Beitrag05.10.2026 , 10:11 Uhr
Nicht hinzuzufügen. Hier werden wild Dinge vermischt, die nichts mit eineinader zu tun haben.
zum Beitrag05.10.2026 , 09:48 Uhr
"Was wir dürfen, dürft ihr noch lange nicht"
Ähm, doch. Denn was "darf" oder nicht "darf", entscheidet schlicht das Recht und niemands sonst. Ob man das dann als Empowerment, als "genauso oberflächlich" oder mit "mir doch egal" bewertet, ist schlicht eine Frage des Standpunktes. Und wer wo steht, ist keine Frage des Geschlechts.
zum Beitrag04.10.2026 , 14:42 Uhr
Der wesentliche und entscheidende Unterschied ist, dass die Nationalsozialisten einen komplett anderen Volksbegriff hatten. Deshalb hat man mit Volk eben nicht alle Deutschen gemeint, sondern nur die, die durch die "arische" Schablone gepasst haben. Millionen Menschen wurden selektiert, aussortiert und von vorgeblich "reinrassigen" Deutschen abgespalten.
Niemand, der heute von gesellschaftlichem Zusammenhalt und der Einheit Deutschlands spricht, meint das in irgendeiner Weiße völkisch oder genetisch. Rund ein Drittel der Deutschen hat heute einen Migrationshintergrund. "Heutige Rechte" setzen auf identitären Quatsch, weil sie eben wieder eine Spaltung im Sinne der Nazis wollen und nicht auf dem Boden des Grundgesetzes stehen, das allen Deutschen gleiche Rechte gewährt. Die Behauptung wir bräuchten "mehr Spaltung", weil sonst irgendeine Gefahr von Deutschland ausgeht ist nicht nur völlig falsch, sondern ganz im Sinne der Rechtsextremen.
zum Beitrag03.10.2026 , 14:29 Uhr
So ein Nonsens. Rassismus, Xenophobie, Chauvinismus und völkisches Denken basieren unmittelbar auf Spaltung. Der Holocaust konnte nur stattfinden, weil man propagandistisch das Volk in arische Deutsche und Untermenschen gespalten hat. Spaltung ist das Erfolgsrezept der AfD. Und "Langweilig" sind billige Provokationen, die vorgeben einen tieferen Inhalt zu haben.
zum Beitrag03.10.2026 , 14:03 Uhr
Was soll man denn da "mit Inhalt füllen". Es ist grundsätzlich unerwachsen und unsouverän bei absolut berechtigter Kritik reflexhaft auf Andere zu zeigen und zu sagen, "die haben aber auch". Man kehrt immer zuallerst vor der eigenen Hasutür, völlig egal wie vermüllt es beim Nachbarn ist. Wer dazu nicht bereit ist,verliert jede Glaubwürdigkeit, wenns um Moral und Integrität geht. Ob man das jetzt Whatbaoutismus, Ausweichmanöver oder wie auch immer nennt ist wurscht. Man will vom Thema ablenken und verweigert es, sich Kritik zu stellen. Und so eine unreflektiertes Argumentation machts überhaupt erst möglich, vom Fehlerverhalten Einzelner auf strukturele Probleme der Gruppe zu schließen.
Hier mal zur Anregung.
www.deutschlandfun...kiste-der-100.html
zum Beitrag03.10.2026 , 12:37 Uhr
Ja, wie du schon selbst sagst, alles Spekulation. Und schon allein deshalb, weil sich niemand, der nicht völlig hinterm Mond lebt und schon mal gar kein Berliner Politiker, der Mitglied im Innenauschuss ist, informieren muss, wer Remmo ist, sind das alles billige Ausreden. Kocak ist weder naiv, noch ein Opfer. Er hat sich selbst in diese Situation gebracht. Er verstrickt sich in Widersprüche, will gar nicht gewußtt haben "wer diese Leute sind", behauptet aber gleich den Kontakt beendet zu haben als er es dann wusste. Nur um kurze Zeit später selbst wieder Kontakt aufzunehmen und Remmo zu bitten ein Video seiner Bundestagsrede zum Thema Clankriminalität (!) zu verbreiten. Und dann taucht der Issa Remmo auch noch auf der Wahlparty auf. Wäre Kocak nur halbwegs integer, hätte er spätestens nach den Recherchen der Zeit die Karten auf den Tisch gelegt und den Hut genommen. Es ist völlig wurscht, warum ein Politiker Kontakt zur organisierten Kriminalität hat. Es ist schlicht inakzeptabel. Und selbst wenn er doch einfach nur naiv sein sollte und in eine Falle getappt wäre, wäre das für jemanden in seiner Position nicht im Ansatz entschuldbar.
zum Beitrag02.10.2026 , 21:12 Uhr
Eine Meinung kann jeder haben, die macht noch lange kein Recht. Wenns um den Nachweis einer Verfassungfeindlichkeit geht, brauchts eben mehr. Und wer bewertet das? Du? Deine Bubble? Was, wenn dir das ausreichend erscheint, anderen aber nicht? Es gibt doch keine Einheitsmeinung dazu, sonst würden sich nicht allerlei Juristen seit Jahren mit diesem Thema beschäftigen und das Verbotsverfahren wäre längst eingeleitet. Es reicht eben nicht aus, sich auf einzelne Personen, Verbände, Äußerungen zu beziehen und daraus ein generelles Urteil zu fällen, es muss vor dem obersten Gericht eine echte, strukturelle Gefahr für die Demokratie nachgewiesen werden, die kriegste nicht aufgrund von Interviewszoten und Einzelnachweisen. Und das hat sehr, sehr gute Gründe. Und genau deshalb zitiert sowohl die Linke, als auch die taz gern den Verfassungsschutz, wenn um die AfD und ein mögliches Verbot geht.
zum Beitrag02.10.2026 , 17:10 Uhr
Guter Typ! Wenn man den Bundespräsidenten wählen könnte, er hätte meine Stimme.
zum Beitrag02.10.2026 , 12:08 Uhr
"Kein einziger Artikel, kein Kommentar erwähnt kritisch, dass das Motiv dieser Chat-Offenbarung unklar ist. "
Weil es völlig irrelevant ist. Hätte Kocak nicht mit "Bruder" Remmo vertraulich gechattet, dabei den Vater gegrüßt, der dann auch noch auf der Wahlparty auftaucht, gäbe es gar nichts zu veröffentlichen. Mit einer nebulösen Geschichte, dass Kocak nur naiv war, nicht wußte, wer Remmo ist und das ganze eine Verschwörung war macht man die ganze Sache ganz bestimmt nicht glaubwürdiger. Und was soll das bitte in diesem Zusammenhang bedeuten, das "organisierte Kriminalität" eine Polizeibegriff ist, den man "kritsich betrachten muss"? Dass die hunderten rechtskräftigen Urteile gegen Menschen aus dem Umfeld Remmos, darunter Schutzgelderpressung, Geldwäsche, schwerer Raub bis hin zu schwerer Körperverletzung und Mord " kein muster haben und von einer faschistischen, patriarchalen und streng konservativen Ideologien" gekennzeichnet sind? Erntshaft? Die ätzende Springer Kampagne mag ein Teil dieser unwürdigen Geschichte sein, billige Ausreden und Entlastungsversuche sind der Andere. Beide sind in der Sache absolut unangemessen.
zum Beitrag02.10.2026 , 10:52 Uhr
Ach. Und auf welcher Grundlage dann? Auf der eigenen Meinung, die man sich mal so durch seine Brille gebildet hat? Und das soll dann reichen, um eine Partei grundlegend zu labeln und zu verbieten? Das Verfassungsgericht wäre sicher wenig beeindruckt. Und all das, was man an Gesinnungspolitik für den politischen Gegner so einfordert, fällt einem im Zweifel ganz schnell selbst auf die Füße. Ich wäre mir da nicht so sicher, wo die Lobby größer ist.
zum Beitrag01.10.2026 , 16:15 Uhr
Beides würd ich sagen. Es geht nur noch um Kampfbergriffe und darum, sich gegenseitig an diesen abzuarbeiten, weil man glaubt, sich damit gesundprofilieren zu können. Deswegen arbeiten beide auch mit dem Begriff "Enteignung", obwohl es einen klaren Unterschied zum Begriff "Vergesellschaftung" gibt. Für die Anhänger der Linken ist das ein fancy Parole, die eine gewisse Revolutionsromtik mitsichbringt, für Söder und Co. ist das ein Reizwort aus dem Kommunismus, vor dem man die freie Welt bewahren muss. Ein kulturkämpferisches Schmierentheater ist das, nix Weiter.
zum Beitrag01.10.2026 , 14:04 Uhr
Kann ich daraus an keiner Stelle ablesen. Und ich würde zumindest mal stark anzweifeln, das sich zum Beispiel Frau Klette tatsächlich für linke und soziale Themen einsetzt. Alle Vergehen, wegen der sie verurteilt wurde, haben sich schlicht um besonderes schweren Raub zur persönlichen Bereicherung und um illegalen Waffenbesitz gedreht.
zum Beitrag01.10.2026 , 12:14 Uhr
Jo. Die Ticket-Erhöhung ist bitter für die ÖPNV Nutzer, genauso wie hohen Spritpreise bitter für Menschen ist, die auf das Auto angewiesen sind. Und genau wie der Sprit subventioniert ist, ist auch das Ticket subventioniert. Die Erhöhung des Deutschlandtickets kostet im Jahr etwa 46 Euro. Das entspricht ungefähr dem, was man TROTZ Tankrabatt als PKW Fahrer mit 2 Tankfüllungen mehr zahlen muss, im Vergleich zu den Preisen vor dem Iran Krieg. Das "Bitterste" in diesem Land ist, dass jeder dem Anderen nicht die Butter auf dem Brot gönnt.
zum Beitrag01.10.2026 , 11:58 Uhr
Ja sicher. Ich glaube, warum das so viele Palme bringt, liegt an der oft hochmütigen Selbstverständlichkeit, mit der man gern dem Rest des Landes erklärt, was alles falsch ist und wie man am Besten leben sollte, während man selbt die eigenen Probleme nicht auf die Reihe kriegt. Andere Nehmerländer machen das eben nicht.
zum Beitrag01.10.2026 , 11:48 Uhr
"Für Linke sind Einschätzungen des Verfassungsschutzes, der längst abgeschafft gehört, nichts wert. "
Na klar. Und weil das "den Linken" Alles "nichts wert" ist, stellt man hier der AfD durchweg die Adjektivgruppe "gesichert rechtsextrem" voran, die sich wortwörtlich auf eine Einschätzung des Verfassungschutzes bezieht. Und genau diese Einschätzung ist auch das Hauptargument, das regelmäßig für ein Verbotsverfahren vorgebracht wird. Aber wenns grad mal nicht in de Kram passt, dann gehört er "abgeschafft". Klingt für mich nicht wirklich glaubwürdig.
zum Beitrag30.09.2026 , 10:47 Uhr
Exakt das. Hier kann man den Zustand der Politik bestens ablesen. Es dreht sich nur um die Befindlichkeiten der Herrschaften selbst. Dobrindt polemisiert dümmlich und Eralp ist schlimm beleidigt. Und so mancher Journalist hält das für schlimmer, als den Asgangspunkt der Debatte. Währendessen verliert die Union Wahl um Wahl Wähler an die AfD und Die Linke in Berlin gibt ein denkbar schlechtes Bild ab. Würde die Braunen nicht von einer immensen Politikverdrossenheit immer mehr Profit schlagen, wäre diese Posse schlicht lächerlich.
zum Beitrag30.09.2026 , 10:12 Uhr
"Es wäre ein Fehler, diese Drohung als eine rechtlich ohnehin nicht umsetzbare Nebelkerze abzutun."
Achja? Warum denn? Es gibt rechtlich überhaupt keinen Ansatz, das durchzusetzen. Der Länderfinanzausgleich ist im GG festgeschrieben und es gibt auch keine Klauseln, die das bei bestimmten politischen Verhältnissen oder politischen Entscheidungen aushebeln könnten. Es ist schlicht Getöse und nur mit einer Gesetzesänderung durch das BVerfG umsetzbar. Und das ist nur realitistsich, wenn Karlsruhe entscheidet, dass die Geberländer unangemessen belastet werden. Per "Strafmaßnahme" ist die Streichung von Geldern gar nicht möglich.
Falls die Vergesellschaftungsideen der Berliner Linken nur durch diese Gelder finanzierbar sein sollten, hätte Söder zumindest mal einen gewissen Punkt.
Die Frage, die sich mir abseits dieser Scheindebatte aber schon immer stellt, ist warum Berlin seit Jahrzehnten größter Einzelnehmer und zweitgrößter ProKopf Nehmer ist und auch nie irgendwie den Verdacht aufkommen lässt, daran mal irgendwas ändern zu wollen. Den Eindruck, dass Berlin schlecht haushaltet und andere dafür aufkommen müssen, kann man nicht komplett von der Hand weisen.
zum Beitrag29.09.2026 , 17:58 Uhr
Na ja, wenn mans aber zu Ende denkt, werden das wenigsten Menschen freiwillig so machen. Wenn also eine Einkommengrenze gelten sollte, dann wird man Menschen die Wohnung kündigen müssen. Wohnen, das wird ja auch oft betont, ist auch ein Stück Lebensgeschichte, Identität, Heimat. Und ob nun jemand ausziehen muss, weil er zu wenig verdient oder weil er zuviel verdient ist sogesehen immer eine Härte. Nur mal angenommen, da wohnt jemand seit 40 Jahre und liegt knapp über der Grenze und muss seine Wohnung räumen, für jemanden, der grad zugezogen ist, aber weniger verdient. Wäre das wirklich im Sinne einer solidarischen Lösung?
zum Beitrag29.09.2026 , 11:41 Uhr
Spahn schnallts einfach nicht, sich nach solchen Bildern auch noch als Opfer zu beklagen, ist komplett merkbefreit. Vielleicht auch ein Ergebnis daraus, dass seine Verfehlungen beim Maskendeal keinerlei Konsequenzen hatten und Aussitzen in der Union gute Tradition ist. Nur schwimmern der CDU grad massiv die Felle davon, das scheint doch einige geweckt zu haben. Ein Strohhalm, aber vielleicht muss das auch alles erst mal so auswimpen, bevor sich mal was regt.
Eins noch. Amthors Strandkorb Geschichte in einem Kontext mit Spahn zu verwenden, find ich falsch. Bei Spahn gehts um echte Verfehlungen, bei Amthor isses völlig belangloser Internetgeifer. Wer weniger BILD will, sollte das nicht vermengen.
zum Beitrag29.09.2026 , 09:52 Uhr
Das hab ich ja nirgendwo behauptet. Ich habe lediglich geschrieben, dass die Berliner Linke, gerade wenn sie regieren will, die Vorfälle in den eigenen Reihen sehr ernst nehmen muss. Und da sind mir bislang die Reaktionen auf Beschlüsse des Jugendverbandes, Äußerung mehrer Mitglieder und Gruppierungen einfach nicht klar genug. Und wenn dann ein Kocak gemeinsam mit einem Hamas/PFLP nahen Aktivisten Fotos auf der Wahlparty macht, dann kann ich schon nachvollziehen, dass das Juden in Berlin Angst macht.
zum Beitrag28.09.2026 , 14:36 Uhr
Es ist doch eigentlich ganz einfach und das ganze Herumsdrucksen, Relativieren, Aufwiegen und auf Andere zeigen kann man sich sparen, wenn man es denn wirklich ernst meint, mit universellen Werten wie Menschenrechten. Extremismus und pauschaliseirte Gruppenzuschreibungen nach Herkunft und Religion sind mit Demokratie nicht vereinbar. Egal unter welcher Flagge oder unter welchem Buch, als Demokrat gibt man sich nicht mit Menschen wie Ibrahim Ibrahim ab, genauso wenig wie man sich mit Menschen wie Sellner nicht abgibt. Man schwafelt nicht von Intifada daher, genauso wie man nicht von Remigration daherschwafelt. Man relativiert weder Terror gegen Israeli, noch gegen Palestinänser, genausowenig wie man Terror gegen Minderheiten, Migranten oder Linke relativiert. Und würden sich bestimmte Teile der Linken da mal grade machen und mal den Tunnelblick ablegen, dann gäbs auch nicht ständig irgendwelche Hufeisendiskussionen.
zum Beitrag28.09.2026 , 13:43 Uhr
Klingt irgendwie eher nach aktiver Umzugshilfe als nach freiwilliger Teilnahme.
zum Beitrag28.09.2026 , 13:34 Uhr
Ja mei, es gibt immer was, über das man meckern kann. Es braucht eben mal einen echten Umbruch und Neustart. Jetzt wird mal ein Haufen junge Spieler reingeworfen anstatt den immergleichen Lieblingen ohne großen Leistungsnachweis. Einige haben die Chance genutzt, viele wird man so schnell nicht wieder nominieren. Es gibt keine Freundschaftsspiele mehr. Wann soll man denn sonst testen als in der so überflüssig wie bedeutungslosen Nations League? Wer da nach einer Woche Training irgendwas Größeres erwartet hat, erwartet halt einfach zuviel. Und der ganze mediale Zirkus drumherum ist halt eben was er ist, ein Medienthema.
zum Beitrag28.09.2026 , 12:05 Uhr
Niemand setzt hier "pauschal" Antizionismus und schon gar nicht Israelkritik mit Antisemitismus gleich. Die Vorfälle, die der Berliner Linken zum Vorwurf gemacht werden, haben allesamt nichts mit legitimer Kritik an isrealischer Politik zu tun.
Berlin ist mit sehr großem Abstand bei antisemitischen Straftaten führend, sowohl in der Masse als auch pro Kopf. Und genau deshalb hat die Politik in Berlin eine ganz besondere Verantwortung bei diesem Thema.
Antisemitische Vorfälle nach Bundesländern 2026:
Berlin 2.027 Bayern 1.551 Nordrhein-Westfalen 1.102 Hessen 1.099 Niedersachsen 672 Thüringen 418 Schleswig-Holstein 383 Baden-Württemberg 338 Sachsen-Anhalt 261 Sachsen 251 Brandenburg 169 Mecklenburg-Vorpommern 124 Hamburg 118 Bremen 93 Saarland 57 Rheinland-Pfalz 34
Von bundesweit 180 rassisitsich motivierten Gewaltdelikten gegen Juden 2025 gab es 40 in Berlin
( report-antisemitism.de )
zum Beitrag27.09.2026 , 17:16 Uhr
Ich finds völlig legitim, sich mit diesem Konflikt zu beschäftigen und Ungerechtigkeiten anzuprangern, Waffenlieferungen und "bedingungslose Staatsräson" zu kritisieren. Es ist aber schon auffälig, dass diesem Thema emit einer Vehemenz daherkommt, die keinem anderen Konflikte beigemessen wird und dabei die Fronten, aufgrund absurd verengter Debatten innerhalb der Linken so verhärtet sind, dass sie so esklaieren, wie ich das erlebe. Ersetzt wird meiner Meinung nach eine visionäre Auseinandersetzung, wie die Linke gesellschaftliche Zukukunftsfragen abseits gescheiterter Systemkonzepte und Parolen von vorgestern realistsich beantworten will. Wie man wieder zu einer glaubwürdigen Kraft für die Lösung sozialen Themen werden kann, wie eine ernsthafte Alternative zu Politikverdrossenheit, Zukunftsangst und Rechtsruck sein könnte. Ich hätte vor ein paar Jahren noch zugestimmt, dass die Scheuklappenmentalität zumeist im Antideutschen und Pro Israel Lager zu finden ist. Was seit dem 7.Oktober aber an unreflektierter Parteinahme und Grezüberschreitung im anderen Lager passiert, stellt das klar in den Schatten. Und natürlich ist deutsche Israelkritik historisch bedingt ein sensibleres Thema.
zum Beitrag27.09.2026 , 14:06 Uhr
"Wenn ihr uns kein Geld mehr schickt, nutzen wir die Windkraft halt für uns und stellen euch den Strom ab."
Ja klar. Wer ist denn "ihr" und wer ist "wir"? Kein Bundesland produziert so wenig Windkraft wie Berlin. Weder absolut noch anteilig am Strommix. Bei allen anderen Erneuerbaren liegt Berlin ebenfalls auf dem letzten Platz. Mal abseits davon, was der Maggus da wieder für nen depperten Unsinn daherschwafelt, find ich sonen Satz nicht weniger anmaßend. Wahrscheinlich ist Großspurigkeit sogar das Gebiet, wo Bayern und Berlin sich am Nähesten sind.
zum Beitrag25.09.2026 , 15:29 Uhr
Man muss die Bild gar nicht verteidigen, weils halt nur Ablenkung vom Thema ist. Es geht schlicht darum, sich nicht mit den Vorfällen auseinandersetzen zu müsen. Man könnte ja auch auf innerlinke Kritik, wie z.Bsp. die von Pau, Schwerdtner, Korte, Ehling oder Ramelow eingehen. Nein, man sucht sich die erwartbaren Reaktionen der üblichen Pappenheimer und rechts/konservativen Lautsprecher heraus und zeigt mit dem Finger auf Verfehlungen Anderer, um sich dem Thema nicht stellen zu müssen. Aber, aber, aber..... Für mich ist dieser Umgang mit den Vorfällen mehr als schwierig. Und ehrlich gesagt bringt mich das mehr auf die Palme, als die Vorfälle selbst. Schon allein, weil es eben nach außen den Anschein erwecken kann, dass es eben doch mehr als nur ein Randthema einzelner sein könnte.
zum Beitrag25.09.2026 , 13:39 Uhr
Die Obsession liegt darin, dass der Streit um die Deutungshoheit dieses Konflikts mitllerweile alle anderen Themen überlagert. Dass zwei Gruppen den Ton angeben, die sich bedingungslos auf jeweils eines Seite dieses Konfliktes schlagen, ihn durch eine völlig unreflektierte Gut/Böse Schablone pressen und Leid und Verbrechen nur dort wahrnehmen, wos der eigene Tellerrand hergibt. Dass Künstler, Bands, Veranstalter genötigt werden, sich einseitig zu positionieren. Dass wegen dieses Konfliktes Clubs schließen, Festivals gecancelt werden, dass Linke gegen Linke demonstrieren und sogar wie im Fall La Casa gewalttätig angreifen. All das, weil man die Debatte zu einen Konflikt, auf den man nur sehr geringen Einfluss hat, zum Ersatzkampfplatz einer der innerlinken Indentitätskrise gemacht hat. Ich hab Schlägereien wegen eines Palestina FC Shirts gesehen, Hass-Parolen, die an Eingangstüren geschmiert wurden, E-Mails gelesen, in denen Bands massiv bedroht wurden.
Hier mal ein Beispiel, was gerade so passiert:
paranoyafestival.d...-finally-canceled/
Und nochwas, es interessiert mich nicht die Bohne, was woanders passiert. Das ist hier nicht das Thema.
zum Beitrag25.09.2026 , 11:37 Uhr
Es ist immer schwach, wenn man bei Kritik an eigenenem Fehlverhalten auf andere zeigt. Es zeigt immer den Mangel an Kritikfähigkeit, an Problembewußtsein und damit generell an Integrität auf. Für mich ist das am Ende sogar erschreckender, als die einzelnen Fälle, die da im Raum stehen.
zum Beitrag24.09.2026 , 16:45 Uhr
Da unterschreib ich wirklich jedes Wort! Geht mir schon seit Jahren maximal auf den Zeiger. Aber was jetzt grad abgeht, ist rational nicht mehr erklärbar. Wenn universelle Menschlichkeit und Werte nicht mehr im Vordergrund stehen, verabschiedet sich die Szene von jeder Glaubwürdigkeit.
zum Beitrag24.09.2026 , 14:41 Uhr
"BDS-Nähe" ist nicht antisemitisch. Sonst wäre die EU-Kommission, das EU-Parlament und alle EU-Staaten antisemitisch, weil sie den Handel mit Waren aus den von Israel besetzten (UN-rechtlich nicht anerkannten) Gebieten in der EU nicht erlaubt.
Ich würde eine "BDS-Nähe" auch nicht immer grundsätzlich als antisemtisch werten. Aber die Behauptung ist schlicht falsch. Erstens existiert ein solches Verbot überhaupt nicht. Und Zweitens fordert BDS den Boykott aller israelischen Waren und Institutionen, nicht nur den aus den besetzten Gebieten.
zum Beitrag24.09.2026 , 11:30 Uhr
Genau so siehts aus. Natürlich wird da eine Kampagne gefahren. Die kommt aber nicht aus dem Nichts, dafür hat man genügend Vorlage geliefert. Und scheinbar haben diejenigen, die die Partei jetzt nur als Opfer der rechten Presse wähnen, auch die Parteiaustritte vergessen. Allein au dem Berliner Abgeordnetenhaus haben 5 Leute die Partei verlassen. Ich glaube, der Mangel an Reflektion bei diesem Thema innerhalb der eigenen Reihen ist das wirkliche Problem. Ansonsten wäre das Gequake von Rechts ziemlich belanglos.
zum Beitrag24.09.2026 , 10:59 Uhr
Das mag sein, kann aber den linken Konflikt nicht erklären. Da muss nur mal in irgendein ein beliebiges linkes Jugenzentrum schauen, auch weit weg von Berlin. Da wird nämlich deutlich, dass die Obsession zu Nahost längst zu DER identitätstiftenden Projektionsfläche innerlinker Konflikte geworden ist und gerade an der Basis die Szene quer durchs Land förmlich zerreist. Für Berlin ist das natürlich besonders dumm, da die Partei dort tatsächlich mal in Gestaltungsfunktion kommen könnte.
zum Beitrag24.09.2026 , 10:46 Uhr
Zuerst find ichs wirklich positiv, dass ich jetzt auch mal in der taz einen Artikel lesen kann, der sich ernsthaft mit den Vorfällen beschäftigt und sich nicht nur im Beklagen übt, was Andere so alles dazu sagen. Das Fass ist nämlich bei Weitem nicht nur für das rechte oder konservative Lager am überlaufen. Ich seh aber neben den Problemen, die diese Vorfälle der Partei in der Außenwahrnehmung, im inneren Zusammenhalt und bei der Koalitionsbildung bescheren, noch eine weitere Gefahr, wenn man da nicht endlich mal den Laden aufräumt. Wenn es Koalitionen mit Landesverbänden einer Partei gäbe, die sich nicht glaubhaft von solchen Vorwürfen freimachen, dann wird das sicher auch negativen Einfluss auf die Brandmauer Debatte haben. Deshalb ist es auch absolut verständlich, dass SPD und Grüne da jetzt ganz genau hinsehen und Aufklärung verlangen. Und ich glaube Frau Eralp schon, dass sie das jetzt ernst nimmt. Falls es aber tatsächlich so sein sollte, dass "dieser linke Konflikt unlösbar" ist, dann war die Berlin Wahl kein Erfolg, sondern ein enormer Rückschlag für die Linke.
zum Beitrag23.09.2026 , 13:59 Uhr
Ja aber, die haben aber doch auch, dann darf der doch auch. Nein, darf er nicht. Was ist eigentlich so schlimm dran, sich berechtigter Kritik zu stellen und zu sagen, dass solche Vorfälle einfach falsch sind? Und zusammen mit den Sachen aus dem Neuköllner Wahlkampf sind die Bilder und Chats von Kocak eben allesandere aus als Lapallien. Völlig egal, ob da Springer und Co. eine Kampgane betreiben. Das können sie nämlich nur, weil ihnen die Partei mächtig Futter liefert. Selbst wenn das alles unglückliche Einzel- und Zufälle sind, läßt solche selbstgerechte Kritikunfähigkeit doch tief blicken. Bei wirklich jedem Vorfall, von antisraelischen Beschlüssen der Linksjugend über Parolen in parteinternen Foren, Intifada Rappern über Fotos mit Hamas-Verstehern bis hin zu Chatverläufen und Besuchen von Clachefs. Das gibt ein Bild, dass selbst vielen in der Partei sauer aufstößt. Und keiner anderen Partei würde man das hier so einfach durchwinken, nur weil irgendwer Anderes auch Dreck am Steck hat. Whataboutismen und Ausreden wo man hinschaut. Das ist weder erwachsen, noch politisch oder moralisch integer. Wer das nicht glaubhaft aufarbeitet, dem fliegt das früher oder später um die Ohren.
zum Beitrag23.09.2026 , 10:38 Uhr
Seh ich auch so. Ich empfinde die allgemeine Hysterie, die sich mit den aktuellen Verschiebungen in der Parteienlandschaft ergeben, für absolut irrational. Schnell ein Gesetz zu verabschieden, was es nach Auffassung vieler Juristen gar nicht bedarf, weil die Enteignungsfantasien so einfach und umfassend gar nicht umsetzbar sind, ist tatsächlich eher kontraproduktiv. Damit macht man vielleicht ein paar Punkte bei einem Teil der eigenen Anhängerschaft, aber untergräbt dabei das Vertrauen in bestehende Gesetze und wirkt maximal unsouverän.
zum Beitrag23.09.2026 , 10:16 Uhr
Ja, aber das sind nunmal alles Ausnahmen, die auf einzelne Volksgruppen beschränkt und historisch begründet sind.
zum Beitrag23.09.2026 , 10:11 Uhr
"Russland-Deutsche" sind laut dem Bundesvertriebengesetz volkszugehörig und haben deshalb erleichteret Einbürgerungsbedingungen. Und was daran so falsch sein soll, dass jemand, der in einem Land dauerhaft leben und wählen möchte, grundlegend auch die Sprache beherrschen sollte, kann ich nicht erkennen.
zum Beitrag22.09.2026 , 20:57 Uhr
"Falsch" ist, wegzulassen, was nicht passt.
Bei Brasilien und Spanien hat das historische Gründe und ist auf einzelne Staaten und Ex Kolonien beschränkt. In Neuseeland ist ein Einbürgerungsantrag an erhebliche Bedingungen wie einen dauerhaften Aufenthaltstitel geknüpft, den man mindestens 2 Jahre besitzen muss, um die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Dafür sind ein dauerhaftes Visum und in Nachweis einer Arbeit in den letzten 2 Jahren notwendig. Zudem muss man entweder einen 2jährigen steuerlichen Wohnsitz nachweisen, erhebliche Investitionen in NZL (1Mio NZD) getätigt haben oder eine Firma aufgebaut haben.
www.immigration.go...ve-in-new-zealand/
Um sich inder Schweiz einbürgern zu lassen muss man 10 Jahre einen Wohnsitz haben und darf in den letzten 3 bzw. 5 Jahren keine Sozialleistungen bezogen haben. Dazu muss man volle Integration nachweisen.
Chile hat das auf 10 Jahre erhöht. Bleiben Equador und Malawi. Dazu hab mich ausdrücklich auf Bundes- und Landesebene bezogen. Wie gesagt, lokal könnte ich mir Ausnahmen vorstellen. In keinem der aufgezählten Länder könnte man sich unter den Bedingungen die Herr Can hier fordert einbürgern lassen.
zum Beitrag22.09.2026 , 15:12 Uhr
Ja mei, so albern wie das Alles (abseits berechtigter Kritikpunkte) daherkommt. Es ist doch so, dass heut allerseits heftig auf den Busch geklopft wird. Hier waren sich ja auch schon alle einig, dass die CDU die allernächste Chance ergreifen wird, mit der AfD zu regieren und das Berlin unter Wegner Berlin komplett den Bach runter geht. Verbales Abrüsten und sich auf Sachebene begeben würde sicherlich allen Seiten ganz gut tun. Nur ist das eben nicht der Zeitgeist. Sogesehen ist das vielleicht auch ein bisserl viel mimimi grad. Ansonsten kann man auch mal das Geblubber von Nius und Co. ignorieren. Die Linke hat jetzt alle Möglichkeiten, zu beweisen, dass sie's besser macht und sich ihrer Verantwortung bewußt ist.
zum Beitrag22.09.2026 , 11:17 Uhr
"Erstens wollen oder können sich nicht alle einbürgern lassen."
Na ja, Rechte sind halt eben mit Pflichten verbunden. Und wer wählen möchte, muss halt die Staatsbürgerschaft beantragen. Und da gehts halt um mehr, als "5 Jahre hier zu leben". Sprache zum Beispiel. Ich könnte mir sogar bei Lokalwahlen Ausnahmen vorstellen. Wer aber über Bundes- und Landespolitik, also über die Zukunft des Landes politisch mitbestimmen möchte abstimmen möchte, für den sollte eine Einbürgerung kein "will ich nicht" sein. Das was Herr Can fordert, gewährt kein im Übrigen Land der Welt.
zum Beitrag21.09.2026 , 18:52 Uhr
Rezo wars! Der hat zur Zerstörung der CDU aufgerufen.
Aber im Ernst. Wenn die Unioner jetzt nicht merken, was die Stunde geschlagen hat und sich mal ne neue Vison konservativer Politik zulegen, dann gehts den gleichen Weg wie die FDP und (mal ab von MV) der SPD. Merz war ein Rohrkrepier mit Ansage. Die 90er kommen nicht zurück. Außer den Grünen, die sich vor Jahren mal selbst neu erfunden haben, mangelts den etablierten Parteien an Reformfähigkeit. Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit (jaja Phrasenschwein, usw.).
zum Beitrag21.09.2026 , 18:46 Uhr
Niemand unterstellt der Linken "pauschal" Antisemitismus, schon mal gar nicht hier. Weder in diesem Artikel, noch in den vorherigen Artikeln unter denen du das auch schon behauptet hast und dir andere das erklärt haben. Überall wird erwähnt, dass es Teile der Partei sind und andere sich distanzieren. Steht nhier explizit auch im Text. Die Frage, die sich mir da stellt, warum man trotz mehrerer Vorfälle allein in den letzten Wochen, das Problem wegreden möchte.
zum Beitrag21.09.2026 , 15:34 Uhr
"Hinzu kommt die Frage, wie stark sich SPD und Grüne in den kommenden Wochen in einem Diskurs über Antisemitismus in der Linken verbeißen, der längst weit über die Fakten hinaus zu einer Kampagne geworden ist."
Na dann mal Fakten:
Beim Kongress der Linksjugend 2025 stimmen 70% dafür, Israel ein "rassisistisch, koloniales Projekt" zu nennen.
Der Landessprecher der Linken RLP postet eine brennende Israel Flagge mit dem Slogan "Israel verrecke".
Der LV der Linksjugend in Niedersachsen beschließt sich den Beinamen "erster antizionistischer Landesverband" zu geben.
Sören Pellman ist in einem Instagram Video von Handala Leipzig zu sehen, im Hintergrund wird from the River skandiert. Erklärt hat er sich bis heute nicht.
Im Wahlkampf Neukölln tritt ein Rapper auf, der von "Intifada wie PLFP" und "Tod der IDF" skandiert.
Wahlkandidat Basim Said teilt Beiträge, wo zur "Wahlintifada" aufgerufen wird.
Auf der Wahlparty posiert Kocak an der Seite eines Aktivisten, der die Hamas lobt. Das sind jetzt mal die Sachen, die mir auf die Schnelle einfallen. Alles innerhalb eines Jahres. Es braucht für mich keine Kampagne, um zu erkennen, dass die Linke da ein erntzunehmendes Problem hat.
zum Beitrag21.09.2026 , 12:58 Uhr
Weil manch Einer es abseits berechtigter kritik an BILD und Co. einfach nicht schafft, die Fehler sehen zu wollen, die da bei Kommunikation und Berichterstattung schief gelaufen sind. Erstaunlich ist, dass dabei sogar die Kritik aus der schwarzen Community und dem beteiligten EOTO e.V. am Verhalten der Volksbühne unter den Tisch fallen und stattdessen irgendwelche historischen Verbindungen konstruiert werden. Das war ein ein ganz bewußt inszenierter Eklat, bei dem die marginalisierte Gruppe am Ende Statisten nur Statisten waren. Vielleicht wärs ja mal angebracht, zu hinterfragen, ob die Posse nicht auch im Ursprung einen Funken Rassismus in sich trägt.
zum Beitrag21.09.2026 , 12:10 Uhr
Seh ich auch so. Mir gehts hier aber auch um etwas Grundsätzliches. Es ist ja nicht so, dass sich diese Negativität nur am politischen Zustand festmacht. Die generelle Form der Berichterstattung, die sich immer nur auf polarisierende Extreme konzentriert und immerwährend vor Katatastrophen warnt, hat nicht die Spaltung der Geslleschaft massiv vorangetrieben sondern mittlerweile auch einen generellen Fatalismus erzeugt, der sich wie ein schwerer Mantel über sämtliche Debatten gelegt hat, selbst über Belanglose. Es lähmt ungemein und führt bei vielen Leuten dazu, sich aus Diskurs und Engagement zurückzuziehen. Wenn ständig suggeriert wird, das Klima kippt sowieso und ein kleiner Beitrag dagegen ist nicht genug oder nur ein Parteiverbot kann die AfD noch aufhalten, egal wie du dich sonst so engagierst, dann kostet das wertvolle Substanz. Wenn auf jeden politischen Vorschlag zu Veränderung immer die Bedenken und das Mißtrauen größer sind, als mögliche Chancen die sich ergeben, dann siegt auch immer die Stagnation. Zwischen "Freudenfeuer" und "Apokalypse" liegt eben genauso viel, wie zwischen Freund und Feind, zwischen Daumen hoch, Daumen runter.
zum Beitrag21.09.2026 , 10:26 Uhr
"Aber wenn ausgerechnet auf der eigenen Wahlparty Personen aus diesem politischen und gesellschaftlichen Umfeld auftauchen, darf man sich schon fragen, welches Milieu dieser Berliner Landesverband inzwischen anzieht – und warum."
Vor Allem, wenn dann Ferat Kocak auch noch Arm In Arm mit Ibrahim Fotos machen lässt. Ich würde niemals die gesamte Berliner Linke über den Antisemitismus Kamm scheren. Aber bei solchen Besuchern und Bildern muss man sich schon fragen, wie ernst es der Partei wirklich mit Distanzierungen ist. Schaut sich da niemand die Gästeliste an?
zum Beitrag20.09.2026 , 15:43 Uhr
Alles richtig. Und dass die Rechtsextremen auf Ängste und Untergangszenarien bauen, mit der sie Menschen ködern, ist auch nichts Neues. Das war schon immer so. Natürlich brauchen sie den Frust und diffuse Bedrohungslage, damit sie ihr Erlösungs-Narrativ spinnen können. Und das bedienen Social Media und Co. perfekt. Und ja, wenn ich mich hier so durch die Themen und Headlines lese, krieg ich auch immer das Gefühl, alles wäre kurz vor Abgrund. Selbst Artikel zu positiven Nachrichten kommen eigentlich nie ohne, "ja aber" und "eigentlich viel zu wenig" aus. Das ist manchmal so schlimm, dass ich die Seite nah dem 3ten Artikel zumache, um mich nicht runterziehen zu lassen. Davon bewegt sich nämlich mal gar nichts. Dass heißt natürlich nicht, dass ich mir unkritischere Texte wünsche, aber eben mit weniger Tunnelblick auf das was schlecht ist und mit mehr Fokus auf Chancen und Errungeschaften. Wenn das mal ein selbstkritischer Ansatz sein soll, dann kann ich das nur begrüßen.
zum Beitrag18.09.2026 , 12:52 Uhr
Seh ich genauso. Wer bracuht eigentlich zig verschiedene Poilzei oder Arztserien? Es gibt aktuell 8 verschiedene WaPo Serien, 9 SoKo Serien, dazu Großstadtrevier und Co. Aktuell gibt es über 50 wöchentlich laufende Sendeformate aus dem Bereich. Dazu laufen 12 verschiedene Arzt- und Krankenhausserien und 15 Schlager- und Volksmusikformate. Keiner kann mir erzählen, dass das notwendig für Bildungsauftrag und ein ausgewogenen Kultur- und Unterhaltungsprogramm ist. Weimer mag seine eigene Agenda haben. Aber dieses beschriebene "reformiert euch" les ich seit zig Jahren und nichts passsiert, außer das Beiträge steigen. Wenn das hier wieder mal eine Debatte anstoßen sollte und der ÖRR verschlakt wird, solls mir recht sein.
zum Beitrag17.09.2026 , 14:43 Uhr
Die Frage, die sich hier stellt ist, kann man wirklich immer alles haben? Profisport in der Spitze ist ein ziemlich priviligierte Position, die nur ganz wenige Menschen erreichen, durch äußerste Fokussierung auf den Sport. Das ist kein gewöhnlicher Arbeitzplatz. Und dieses Niveau lässt sich in der Regel auch nur über wenige Jahre halten. Den Platz in einer Mannschaft offen zu halten, bedeutet im Realfall eben auch, den Platz einer anderen Sportlerin zu verwehren, die in der Zwischenzeit in der Lage ist, dieses Leistungsniveau abzurufen. Es gibt Frauen, die es nach der Schwangerschaft wieder geschafft haben, an alte Leistungen anzuknüpfen und wieder einzusteigen, Andere eben nicht. Den Mutterschaftsurlaub zu bezahlen ist absolut richtig. Den Anspruch auf einen Platz in einer Mannschaft, unabhängig von Leistungefähigkeit lässt sich nicht einfordern, ohne andere zu benachteiligen.
zum Beitrag17.09.2026 , 13:39 Uhr
Ein Kommentar aus der Rubrik "Und täglich grüßt das Murmeltier". Alles zigfach gelesen und zigmal die Gegenanalysen, warum es eben doch bei Weitem nicht so einfach ist. Und dann kommt der Nächste, der die Nadel wieder auf Rillenanfang setzt, ohne mal die Gegenargumente aufzugreifen und zu entkräften oder einfach mal zu erklären, wie eine Stadt mit ständigem Zuzug, die kaum selbst Wohnungen baut, das Problem dauerhaft lösen will. Die Menschen wollen Problemlösungen und kein Wiederkäuen von unausgereiften ideologischen Positionen.
zum Beitrag17.09.2026 , 10:26 Uhr
Was hat denn bitte der "ländliche Raum in Niedersachsen" mit den Mieten in München zu tun? Jeder weiß, dass in Berlin und München die Mieten explodieren und dass das für die Menschen ein Problem ist. Aber die Autorin begründet ihre Position eben nicht mit diesem absolut nachvollziehbaren Argument, sondern wählt eines, dass ihre These nicht untermauern kann.
zum Beitrag17.09.2026 , 00:03 Uhr
Falls das falsch rübergekommen ist, ich wollte das eher als Kritik am Artikel wissen. Ich seh das sehr ähnlich wie du. Das Problem der hohen Mieten ist eben keines in der Fläche, sondern eines in bestimmten Ballungsräumen. Aus dieser Perspektive argumentiert die Autorin und spielt sie gegen das Problem der extremen Spritpreisentwicklung aus, die Millionen Menschen trifft. Die Argumentation mit den 10% in Niedersachen halte ich für ebenfalls für sehr dünn. Aus meiner Sicht kann man hier bestens herauslesen, wie weit die Lebensrealitäten Anderer mittlerweile weg sind und warum Stadt und Land immer weiter auseinanderdriften. "Viel, viel wichtiger" sind eben meist die eigenen Probleme.
zum Beitrag16.09.2026 , 11:17 Uhr
Das Problem, das ich bei solchen Vergleichen sehe, ist dass wirklich immer jemand um die Ecke kommt und sagt, mein Problem ist aber viel größer als deins. Natürlich sind Mieten -vor allem aus Sicht vieler Großstädter- das größte Problem. Abseits der Metropolen, dort wo die Menschen aufs Auto angewiesen, für Pendler und Unternehmen, ist ein explodierender Spritpreis aber mindestens genauso problematisch. Das sind beides zum Teil exitsenzgefährdende Probleme, mit unterschiedlichen Ursachen und Lösungswegen, die die Politik angehen muss. Beide Anliegen da staatlich einzugreifen sind berechtigt. Und deshalb find ichs nur noch nervig, dass ständig legitime Interessen gegeneinander aufgewogen und ausgespielt werden.
zum Beitrag14.09.2026 , 21:05 Uhr
"Das ist ein Artikel über den Landtag in Sachsen Anhalt"
Mag sein. Aber meine Antwort war auf den Beitrag von Flix gerichtet. Und gings nicht um den Osten, sondern um AfD Wähler allgemein. Und bei denen sind Frauenrechte oder gar Quoten nunmal ganz sicher nicht das Thema eins.
zum Beitrag14.09.2026 , 20:57 Uhr
Angst macht mir das nicht. Aber es zeigt doch deutlich, dass man autoritäres Gedankengut auch da findet, wo man es eher weniger vermuten würde.
zum Beitrag14.09.2026 , 11:32 Uhr
In meiner Wahrnehmung sind die meisten Menschen, wenn man ihnen als Individuum im Alltag begegnet tatsächlich ziemlich umgänglich bis hilfsbreit, wenn man ihnen auf Augenhöhe gegenübertritt. Menschen werden meist dann unangenehm, wenn sie sich in homogenen Gruppen bewegen oder sich in ihrer Gruppenidentät angegriffen fühlen. Die Spaltung in der Gesellschaft verläuft nicht über "Ich gegen dich", sondern über "wir gegen die".
zum Beitrag14.09.2026 , 10:54 Uhr
Wer will das anpassen? Irgendein großmäuliger Landespolitiker aus Sachsen-Anhalt? Das Wahlrecht ist im Grundgesetz verankert. Um das zu ändern, bräuchte die AfD eine Zweidrittelmehrheit im Bundestag. Und davon ist sie ungefähr genauso weit, wie Markus Söder vom Veganismus.
zum Beitrag14.09.2026 , 10:45 Uhr
Den demografischen Wandel hätts trotzdem gegeben und dieser hätte Rücklagen über knapp 40 Jahre ganzn sicher aufgezehrt. Und ja, hätte man etwas angelegt, wäre das vielleicht anders. Aber wie man hier lesen kann, ist das mit den Anlagen ja heute noch Teufelzeux.
zum Beitrag14.09.2026 , 10:41 Uhr
Ach? Und die AfD Wähler sind wohl nicht "neu gewachsen?" Wieviele davon wohnen denn noch zu Hause bei Mutti? Und wieviele weibliche AfD Wähler im Osten kennst du denn so, die sone Behauptung rechtfertigt? Immerhin haben in Sachsen Anhalt 60 % der Frauen keine AfD gewählt. Das Netz ist voll mit rechten Youtubern und Influencern, die genau solche Frauenbilder propagieren. Und das mal ganz abgesehen davon, dass es hier grad um AFD Wählerinnen im Allgemeinen ging und nicht speziell nur um Frauen im Osten.
zum Beitrag13.09.2026 , 12:59 Uhr
Wird ja immer behauptet. Aber abgesehen von denen, die wirklich ohne Plan und nur aus Wut die AfD wählen, glaube ich das nicht. Es gibt genügend Frauen, die das Bild der bieder-konservativen Hausfrau gern erfüllen. Die gegen Abtreibung sind, die glauben, dass der Mann die Hosen anhaben muss und dass sich die Frau um Haus, Herd und Kinder kümmert. Und die genauso gegen Migration, Minderheitenrechte und eine liberale Gesellschaft sind. Die haben einfach ganz andere Interessen als Linke und Feministen. Und die gibts auch nicht nur unter AfD Wählerinnen.
zum Beitrag12.09.2026 , 13:51 Uhr
Genau das!
zum Beitrag12.09.2026 , 13:50 Uhr
Nee, dass wäre kein Frevel, das wäre schlicht Nonsens. Die Sozialsysteme sind umlagefinanziert und basieren auf laufenden Beitragseinnahmen. Das hat mit Geldern von vor 36 Jahren nicht das Geringste zu tun. Das große Problem der Kranken- und Rentenkassen ist, dass man rechtzeitige, notwendige Anpassungen an die demografischen und ökonomischen Veränderungen verpasst hat und heute viel weniger Zahler, viel mehr und länger lebende Empfänger, nebst immer teureren Therapien finanzieren müssen. Und das man sich hierzulande, beim Thema Anpassung an zeitgemäße Strukturen, ob der allgegenwärtigen Modernisierungsfeindlichkeit, in nahezu jedem Bereich ziemlich unbeholfen anstellt. Statt hier über eklatante geschäftliche Fehlleistung zu echauffieren, gehts wieder pathetisch um das vermeintliche Grundübel Banken, Aktien, Fonds, mit dem andere Staaten schon lange bestens klarkommen. Unsere Sozialsysteme sind in den 90ern hängen geblieben, anstatt sie zukunfstfähig aufszustellen.
zum Beitrag11.09.2026 , 17:46 Uhr
Was eventuell daran liegen könnte, dass es beim "letzten mal" 12 Jahre lang keine freien Wahlen gab.
zum Beitrag11.09.2026 , 14:10 Uhr
Hör ich seit Eweigkeiten. "Echten Sozialismus hats noch nie gegeben, aber der Kapitalismus ist zum Scheitern verurteilt." Ja mei, das hat Marx vor 150 Jahren gesagt und seit dem hat der Kapitalismus sämtliche Krisen immer wieder überwunden und zeitgleich sind alle sozialistischen Versuche gescheitert bzw. in Diktatur geendet. Wer die Menschen davon überzeugen will, dass der Sozialismus beim nächsten mal wirklich funktioniert, die Probleme der Welt lösen kann und dazu noch demokratisch ist, der brauch schon deutlich mehr Argumente. Eine diffuse Fiktion als Erlösungerzählung zu propagieren ist im Grunde nichts Anderes als Religion.
zum Beitrag10.09.2026 , 18:00 Uhr
Das Problem ist, dass zu einer korrekten Analyse eben nicht nur die Beschreibung der oder Pathologioserung der Gegenseite notwendig ist. Das les ich hier seit Jahren gefühlt jeden Tag. Und es ist so suppenklar, wie todlangweilig und offensichtlich auch nutzlos, dass mir am Fließband erklärt wird, dass Faschismus schlecht, die AfD faschistisch und sie zu wählen falsch ist. Ja, weiß ich alles. Seit jahren. Und weiter? Ich würde mir eine tiefgreifende Analyse des linken Spektrums wünschen, warum man von Politikverdrossenheit, zukunfstangst und Frust keinerlei Profit schlagen kann. Warum nach außen und zunehmend nach innen echte, ergebnisoffene, auch mal selbstkritische Debatten kaum noch möglich sind. Warum Stadt und Land immer weiter auseinderdriften, Ost und West wieder tief gespalten sind, warum alle in ihrer eigenen Bubble leben und der Tellerand zu hoch ist, um Empathie für Menschen mit anderen Sichtweisen, Lebensumständen, Biografien hat. Warums nur noch ums Recht haben und belehren geht. Undf was man tun muss, damit man wieder einen Draht raus aus der Bubble bekommt, wie man relevant große Menschenggruppen überzeugt, Mehrheiten bekommt. Und da sind die Analysen echt dünn.
zum Beitrag10.09.2026 , 17:17 Uhr
Nein, natürlich nicht. Es gab echte soziale Marktwirtschaft in den 70er, 80ern, in Schweden z.Bsp. Und ich würde auch nicht behaupten, das die Versuche den Sozialismus einzuführen von vorn herein als repressive Dikaturen geplant waren. Demokratischer Sozialismus scheitert schon daran, dass man für eine deratige Transformation einer Gesellswchaft eine sehr große Mehrheit der Menschen davon überzeugen müsste komplett mitzuziehen und die dabei erstmal entstehenden Probleme und Nachteile zu akzeptieren. Gerade in Zeiten, wo man in allen möglichen Bereichen Personalmangel hat, kann man nicht einfach Zigtausende ziehen lassen, die das nicht mitmachen. Und dann passiert das, was immer passiert ist, wenn man kurzfristig mit der Brechstange ein System ändern will. Man braucht Ausreisebeschränkungen, Transformation von Arbeitslätzen, Umsiedlung von Arbeitskräften, Repression, etc. Und schon wars das mit der Demokratie. Und wie man dieses Dilemma auflösen will, verrät dir keiner, der davon spricht, wir müssten den Sozialismus einführen, um die Demokratie zu retten.
zum Beitrag09.09.2026 , 16:45 Uhr
Ich finde die Einschätzung des Bildungsforschers insgesamt fundierter als den Artikel hier, der sich nur auf Social Media als Ursache beschränkt. Das Argument, dass auch die Kinder in den Nationen, die besser als wir abgeschnitten haben, Social Media nutzen, ist ja nicht von der Hand zu weisen. Der Zusammenhang zwischen Lernerfolgen und sozialen Background in Deutschland ist ja hinlänglich bekannt. Dass es auch Probleme im Umgang mit digitalen Medien gibt, ist ja deshalb nicht falsch.
zum Beitrag09.09.2026 , 14:19 Uhr
"Humor ist ein Risiko. Egal, was ein Linker sagt – hinter der nächsten Ecke hängt immer ein linkes Tribunal oder das innere Ethikkomitee, das dir aus jedem Witz einen Strick drehen kann. Außerdem braucht Humor Selbstironie. Das wiederum setzt die Bereitschaft voraus, anzuerkennen, dass man selbst im Unrecht ist."
Dem stimme ich zu 100% zu. Das ist eine große Schwäche vieler Linker. Und das ist in den letzten Jahren wesentlich engstirniger und kleinbürgerlicher geworden. Es wird oft im Kleinklein nach Angriffspunkten gesucht, zugespitzte oder parodistische Inhalte oft aus dem Kontext gerissen. Kaum ein bissige Satire, kaum eine schwarzhumorige Persiflage, die sich nicht plakativ gegen Rechts richtet, kann sich heute dem grundlegenden Vorwurf der politischen Inkorrektheit entziehen. Humor mit Ecken und Kanten wird prinzipiell mißtauisch betrachtet. Und wenn er dann noch kritisch bestimmte Haltungen und Entwicklungen im linken Lager beleuchtet, dann gibts ganz schnell den Stempel "rechts". Man kann sich mit Allem kritisch auseindersetzen und unterschiedliche Ansichten haben. Aber das Nichtverstehenwollen prägt heute zu oft die Debatten.
zum Beitrag09.09.2026 , 13:42 Uhr
Na ja, vor 5 Jahren hatten Höcke, Gauland, Storch, Krah schon ihre Schande/Vogelschiss/Maus abgerutscht/Umvolkung Aussagen lähgst getätigt. Christian Lüth hatte von der Möglichkeit gesprochen Migranten zu vergasen und Hlferich sich als "freundliches Gesicht des NS" bezeichnet. 2021 wurde die Bundespartei als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft, der Verband Thüringen als gesichert rechtsextremistisch. Ebenfalls 2021 wurde die Neonaziverghangenheit von Kalbitz aufgedeckt. Ich bin prinzipiell zwiegespalten, was ein Verbostsverfahren anbelangt. Aber für eine Prüfung hätte es damals längst gereicht. Covid war dann wie ein Brandbeschleuniger.
zum Beitrag09.09.2026 , 12:42 Uhr
"Ironischerweise bekommt man gelegentlich zu hören, man solle doch Menschen mit anderen als den eigenen Ansichten nicht pathologisieren."
Ach, kann man alles machen. Und im Prinzip isses ja nicht falsch zu sagen, wer Faschisten wählt und unterstützt macht sich verantwortlich. Die Frage ist, hat das unentwegte "Pathologisieren" der AfD geschadet? Hat es die Menschen davon abgehalten, ihr Kreuz dort zu machen? Hat es irgendeinen Mehrwert für den Kampf gegen Rechts gebracht, pauschal "den AfD Wähler" abzuheften? Wenn nicht, dann isses nichts als blasierte Selbstvergewisserung, dass man zu den Guten gehört. Die Rechten haben über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich Menschen Millionen Wähler aus allen anderen Lagern abgezogen. Warum ist das so? Warum sind aus ehemaligen Demokraten Faschisten geworden? Warum wird nicht nur den GroKo Parteien mißtraut, sondern auch denen, die sich als Alternative wähnen? Das "linke Lager" hatte in SA 2011 52,3%. Heute jubelt man über die Hälfte. Weshalb hat man die Leute verloren?
Da find ichs wirklich schwierig, dass man als Reaktion auf den Wahlsieg der AfD mit einem (Achtung Sarkasmus!) "Man wird doch wohl noch Faschist sagen dürfen" reagiert.
zum Beitrag09.09.2026 , 00:45 Uhr
Ich glaube, es ist eher selten, dass Schulkinder Geld dafür bekommen, sich Wissen fürs Leben anzueignen.
zum Beitrag08.09.2026 , 11:06 Uhr
Das wird hier seit einiger Zeit gern behauptet, ist aber an der allgemeinen Definition vorbei. Ideologie und politische Grundausrichtung sind an sich zwei verschiedene paar Schuhe. Eine demokratische Ausrichtung und ein liberales/soziales/konservatives Profil, mit dem man zu pragmatischer Zusammenarbeit mit anderen Parteien bereits ist, macht noch noch lange keine Ideologie. Von Ideologie spricht man meist dann, wenn die Grundhaltung zum abgeschlossenen Weltbild wird und einer politischen Kompromissbildung im Weg steht.
"Der Begriff steht für sogenannte Weltanschauungen, die vorgeben, für alle gesellschaftlichen Probleme die richtige Lösung zu haben. Menschen, die solche weltanschaulichen Ideen oftmals starr und einseitig vertreten, nennt man „Ideologen“."
(bpb)
"Eine Ideologie ist eine umfassende Weltanschauung oder ein Deutungsmuster, das gesellschaftliche Rahmenbedingungen in einer bestimmten, interessegeleiteten und damit einseitigen, bis hin zu einer verzerrten Art und Weise auffasst"
(wipikipedia)
zum Beitrag08.09.2026 , 10:41 Uhr
"Den einzigen Sinn den Hausaufgaben haben könnten, ist eine Verbindung zwischen dem Erlernten und dem "wahren" Leben herzustellen (z.B. Bruchrechnung - nehmt Euch einen Messbecher aus der Küche und kippt ½ l und ⅓l zusammen und schaut was rauskommt)."
Der Sinn von Hausaufgaben ist das selbständige Lernen, das jeder Schüler irgendwann auch könnenn muss. Spätestens in den höheren Klassen oder wenns mal auf die Prüfungen zugeht. Und für ein Studium ist das dann unverzichtbar. Und dass dir dein Chef keine Arbeit mit nach Hause gibt, liegt wohl eher daran, dass dein Arbeit keine Schule ist, sondern eine vertraglich vergütete Leistung.
zum Beitrag07.09.2026 , 13:29 Uhr
"Würden so viele Menschen Russland für überwältigend allmächtig halten, wenn sie sehen könnten, dass das Land eigentlich in Afrikas Sahara- und Sahelzone hineinpasst?"
Ja, natürlich. Was hat denn die Größe eines Landes mit der militärischen oder politischen Macht zu tun?
"Würde US-Präsident Donald Trump so beharrlich Grönland beanspruchen, wenn er wüsste, dass es in Wirklichkeit....eine Insel (ist) kleiner als Algerien am Nordostrand Kanadas"
Ebenfalls ja. Sind Taiwan, der Pananma Kanal oder die Straße von Hormus so bedeutend, weil sie so besonders groß sind?
Ich bin völlig dafür, die Weltkarte so realistisch wie möglich darzustellen. Aber nur aus Gründen der geografischen Genauigkeit. Der Argumentation des Artikels kann ich nicht folgen.
zum Beitrag07.09.2026 , 13:03 Uhr
"für eine inhaltliche Debatte ohne den ständigen Fokus auf die AfD."
Dafür brauchts kein Verbotsverfahren, dafür braucht es schlicht Erkenntnis. Diese Getriebenheit durch die AfD, Brandmauer- statt Inhaltsdebatte ist doch genau die Sackgasse in der man sich festgefahren hat und genau das, was der Artikel hier hier auf die Spitze treibt. Egal welches Thema, Für und Wider wird immer am möglichen Profit der AfD bemessen.
"Dass das Verbot nicht kommen wird, weil die Mehrheit der Demokrat:innen es für undemokratisch hält, die Demokratie zu schützen."
Die Mehrheit hält es nicht für undemokratisch, die AfD zu verbieten, sie zweifelt an schlicht am Umsetzungserfolg.
"Die AfD aber wird nicht zögern und die ihr von der Demokratie gebotene Chance nutzen, alles Liberale zu verbieten."
Die AfD ist trotzdes des schlimmen Ergebnisses in SA meilenweit von einer absoluten Mehrheit auf Bundesebene entfernt und damit auch weit weg davon "alles Liberale zu verbieten".
Diese schwarz/weiß Dystopien, "Verbot oder Untergang" markieren das Feld der Rhetorik, auf der die AfD ihren Erfolg bestellt hat. Sie lebt davon Ängste zu schüren und zu bedienen. Auf diesem Feld wird man sie nicht schlagen.
zum Beitrag05.09.2026 , 14:24 Uhr
"Vermutlich wissen das auch SPD und Grüne, aber die Möglichkeit, die in Wahlumfragen führende Linke anzugreifen, konnten sie dennoch nicht verstreichen lassen."
Nein, einfach nein. Da wird vorn und hinten kein Schuh draus. Zumindest mal keiner, den sich die Partei nicht selbst anziehen müsste. Dieser Vorfall ist ja keine einzelstehende Ausnahmerscheinung, sondern reiht sich ein in Äußerungen von Parteimitgliedern, den Israel-Palestina Beschluss der Linksjugend, Gewaltfanstasien in parteiinternen Chats, den Antizionismus Beschluss in Niedersachsen und anderer Vorfälle. Teile der Partei finden ganz offensichtlich kein verhältnismäßiges Maß der Kritik sn der Gaza Politik Israels und haben längst rote Linien überschritten. 70% der Linksjugend haben einer Resolution zugestimmt, die Israel als rassisistiches Kolonialprojekt bezeichnet und das Existenzrecht des Staates in Frage stellt. Dass man in der selbstgefälligen Eigenwahrnehmung dieser Szene nichts mit Antisemitismus zu tun hat, darf potentielle Koalitionspartner nicht davon abhalten, die Probleme klar zu benennen. Vor Allem, in einer Zeit, wo die Zahl antisemitischer Straftaten, gerade in Berlin, auf Rekordniveau ist.
zum Beitrag05.09.2026 , 13:35 Uhr
Mal frei nach Karl Lagerfeld: Wer glaubt, dass Wahlplakate echte Inhalte transportieren, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
zum Beitrag05.09.2026 , 13:32 Uhr
"Daniel - ruf mich an - es ist dringend.!!!""
Danke dafür! Musste grad laut lachen.
zum Beitrag05.09.2026 , 12:47 Uhr
"Beim Hinweis auf die Folgekrankheiten des Übergewichts schwingt immer mit, dass der Betroffene die Gesellschaft mit seiner Adipositas belastet."
Da ist deine vielleicht deine Meinung, das hab ich aber mit keiner Silbe geschrieben und schon gar nicht so gemeint. Ich sehe das so, dass Folgererkrankungen in erster Linie einmal den Betroffenen selbst belasten. Adipositas führt früher oder später zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ2-Diabetes, Arthrose, Rückenschmerzen oder Organschäden. Und nochwas Übergewicht und Adipositas sind medizinisch klar von einander zu getrennt definiert. Adipositas ist eine chronische, kranhafte Vermehrung von Fettgewebe und nicht ein paar Kilo Übergewicht. Ich geb übrigens auch niemand Ernährungstips, der nicht darüber reden möchten, das fände ich auch übergriffig. Aber dass sich ein unpersönlicher Artikel damit beschäftigt, dass der Trend zu irgendwelchen Pillen kein sinnvoller Ausgleich für eine schädliche Lebensweise ist, hat gar nichts mit Diskriminierung zu tun.
zum Beitrag05.09.2026 , 12:34 Uhr
Es wird halt überhaupt niemand stigmatisiert, wenn man schädliche Ernährung und Verhaltensweisen, die viele Menschen krank machen thematisiert. Niemand sagt hier, dass Adipositas deshalb selbst verschuldet ist oder betroffene Menschen in irgendeiner Form schlechter sind als andere. Nur eben, dass ein großer Teil der Erkrankungen auf eine gesellschaftlich geprägte Fehllentwicklung zurückzuführen ist. Beides in einen Topf zu werfen, ist "am Thema vorbei".
zum Beitrag05.09.2026 , 12:23 Uhr
Die Zerstörung von Infrastruktur ist schon oper Definition nicht "friedlich". Es gibt -mal unabhängig von der Motivation- sicher immer ein paar Umnachtete, die nicht in der Lage sind, die Auswirkung ihres Handels überblicken zu können. Der Großteil der Klimabewegung ist da ganz sicher schlauer und kann auf solchen komplett nutzlosen Unfug bestens verzichten.
zum Beitrag04.09.2026 , 15:13 Uhr
Genau das hab ich schon bei dem "anderen" Artikel gedacht. Der Verlust von Arbeitsplätzen und Anschläge auf die Infrastruktur sind auch ganz ohne AfD reale Probleme, die die Menschen umtreiben und auch persönlich treffen. Die AfD profitiert in erster Linie, weil ganz berechtigte Sorgen in manchen Lagern gar nicht mehr wahrgenommen werden. Man kriegt hier echt das Gefühl, das die taz den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht.
zum Beitrag04.09.2026 , 12:37 Uhr
Es ist richtig, dass es viele verschiedene Ursachen gibt und Ernährung nur ein Teil ist. Vor allem separat betrachtet ist Ernährung selten allein die Ursache. Und natürlich spielen auch psychische Faktoren bei all dem auch eine Rolle. Dahingehend greift der Artikel zu kurz. Aber der Bergriff "fatshaming" an sich, ist meiner Meinung beim Thema Adipositas und ungesunder Ernährung nach völlig fehl am Platz. Es geht nicht darum, dass sich Menschen, deren Körper, die nicht irgendwelchen Schönheitsdealen entsprechen, schämen sollen. Es geht darum, dass starkes Übergewicht einer der Hauptgründe für viele Folgeerkrankungen darstellt. Und wer sich ungesund ernährt und dazu wenig bewegt hat nunmal ein sehr hohes Riskio. Das mit Pillen zu kompensieren kann ja nicht die Lösung sein.
zum Beitrag02.09.2026 , 12:26 Uhr
"Wenn sich der übermächtig erscheinende Feind dadurch seinerseits bedroht fühlt, wird er gemäß der Abschreckungsphilosophie gleichfalls aufrüsten – was einen permanenten Rüstungswettlauf zur Folge hat."
Der "übermächtig erscheinende Feind" rüstet schon seit Jahren, auch schon vor dem Angrifskrieg auf die Ukraine massiv auf. Zu einer Zeit, als wir denen nicht einmal genug Helme liefern konnten. Seit 2021 hat sich der russische Rüstungsetat verdreifacht. Russland gibt aktuell rund 10% seines BIP für Rüstung aus. Wir haben das jahrelang ignoriert, genauso wie die massive russische Förderung demokratiefeindlicher Netzwerke und Parteien. Wir haben die Warnungen vor dieser Entwicklung und Zeichen, die von Tschetschenien bis zum Überfall auf die Krim immer deutlicher wurden bis zum Ukrainekrieg ignoriert. Wir haben bis zuletzt an NS2 festgehalten. Und jetzt, wo Putin ganz offen seinen Nachbarn ihr Existenzrecht abspricht und Abertausende in einem Angriffskrieg verheizt, sollten wir wieder wegsehen? Zu behaupten, Putin würde aufrüsten, weil wir in Verteidigung investieren, zäumt das Pferd ganz frech von hinten auf und spielt legitime Sicherheitsinteressen gegen soziale Probleme aus.
zum Beitrag02.09.2026 , 11:31 Uhr
Der "Mensch, nicht älter als 25 Jahre" ist in Deutschland geboren und stammt aus einer kurdischen Familie, die aus der Türkei geflohen ist. Dass er mit Sowjetmütze für die Intifada rappt und dafür kritisiert wird, hat einfach mal überhaupt nichts mit seiner Herkunft zu tun.
zum Beitrag02.09.2026 , 11:22 Uhr
Sehr treffend beschrieben! Den Linken fehlts an einer zeitgemäßen Vision, wie man die Menschen für eine positive Zukunft erreicht. Und deshalb flüchtet man sich in einen Ersatzkonflikt, lädt diesen mit einer so imaginären wie auch versimplifizierten gut/böse Romantik auf, um weiter irgendwie den radikalen Rebellen mimen zu können. Von einer wertegeleiteten Menschlichkeit oder gar einer politisch glaubwürdigen Alternative ist das weit weg.
zum Beitrag02.09.2026 , 11:08 Uhr
Der Witz ist, dass man gar nicht mehr merkt, wie weit man sich damit von universellen Werten wie Menschenrechten, Kunst- und Meinungsfreiheit entfernt hat. Für mich gehören diese einseitigen Erzählungen des Nahostkonflikts, das brutale Framing der Gegenseite und ddas unreflektierte Schwingen irgendwelcher Nationalfahnen in die rechte Ecke. Und ja, für Bild und Co. ist das natürlich ein gefundenes Fressen.
zum Beitrag02.09.2026 , 11:00 Uhr
Das mag die Partei betreffend so sein. Schau ich aber an die Basis, also was so in enigen Jugenzentren, Clubs, bei Varanstaltern und Künstlern so abgeht, dann isses noch viel schlimmer. Was da an erbitterten Konflikten geführt wird, welche Verferfungen es da gibt und welchen Stellenwert der Nahostkonflikt mitllerweile hat, ist rational nicht mehr erklärbar. Da zerlegt sich gerade eine Szene in Rekordtempo. Clubs machen zu, Festivals müssen abgesagt werden, Bands werden unter Druck gesetzt, bis hin zu gewalttätigen Auseinandersetzungen wie im La Casa. Das hat nahezu religiöse Züge und ist teilweise weit weg vom akadademischen Milieu. Wie die Partei (mal unabhängig vom berliner Wahlkampf) auf diesen innerlinken Ersatzkonflikt reagiert ist aus meiner Sicht völlig unzureichend. Die Rechten müssen doch vor Lachen nicht mehr schlafen können.
zum Beitrag01.09.2026 , 14:29 Uhr
Was genau wurde denn da "nachbearbeitet"? Also abgesehen davon, dass ein Bild, dass 1969 mit einer Kleinbildkamera aufgenommen wurde, natürlich eine gewisse Qualitätsbearbeitung brauch, um 2026 digital in dieser Größe abgebildet zu werden. Das passiert aber mit allen gescannten Fotos.
zum Beitrag01.09.2026 , 13:27 Uhr
Kann ich mir zwar gut vorstellen und klar ist das im Bereich des Möglichen. Aber als Staat muss man natürlich Beweise vorlegen, wenn man andere Staaten explizit beim Namen nennt und von einer internationalen Kampagne spricht. Und wenn man das nicht kann, isses eben nur eine Verschwörungstheorie. Und da isses auch egal, wie weit die "hergegeholt" ist.
zum Beitrag01.09.2026 , 13:11 Uhr
Na klar sollte die Linke das zum Wahlkampfthema machen. Wagenknecht ist ja weg und es wird Zeit für einen neuen Spaltkeil über den man sich intern zerfetzen und nach außen unwählbar machen kann. Aber mal im Ernst. Laut Umfrage sehen die Berliner mt Abstand Wohnungsnot und Mietpreise als dringenstes Thema. Danach folgen der Reihe nach Migration, Verkehr, Bildung, Sicherheit, soziale Gerechtigkeit, Sauberkeit, Obdachlosigkeit. Man ist Spitzenreiter in der Kriminalitätsstatistik, bei Antisemitismus und Queerfeindlichkeit. und Schlusslicht bei Wohnungsbau, bei Reallöhnen, beim Bildungsmonitor. Das Thema Nahost, das noch am ehesten ein Bundesthema wäre, kommt in Umfragen gar nicht vor. In welcher Blase muss man leben, um den Nahostkonflikt trotz Alledem für ein relevantes Thema für den regionalen Wahlkampf zu halten? Und wer weniger Repression bei den Pro Palestina Protesten möchte, der sollte auch -und zuvorderst- mal kritisch mit den den radikalen Auswüchsen auf diesen Veranstaltungen auseinandersetzen und sie nicht zu "kleinen Kontroversen" verniedlichen. Ohne solche Parolen und die antisemitischen Ausfälle, wäre das Thema nämlich ein wesentlich kleineres.
zum Beitrag01.09.2026 , 10:44 Uhr
"In Deutschland könne ein Ölpreis von 100 US-Dollar nicht „wegsubventioniert“ werden, antwortete Merz, auf die hohen Tankstellenpreise angesprochen....Die AfD-Wahlkämpfer*innen werden sicherlich nicht nur die Aussagen des Kanzlers zum Spritpreis als Steilvorlage nutzen"
Achso, eine staatliche Senkung der horrenden Spritpreise würde also der AfD Wind aus den Segeln nehmen? Ich könnte jetzt mal die ganzen Artikel auflisten, die die taz gegen Tankrabatt und Spritsubventionen hier im letzten Jahr so veröffentlicht hat. Mir reicht aber mal der eine hier, weil er vom gleichen Autor stammt.
taz.de/Kaufpraemie...nkrabatt/!6175721/
zum Beitrag31.08.2026 , 15:51 Uhr
Guter Typ! Und das Beachtenswerte ist, dass seine Sicht als Betroffener viel weniger hysterisch und apoklayptisch ist, als das was man sonst hier so ließt.
zum Beitrag31.08.2026 , 15:44 Uhr
"Und es finden sich sicher Fotos von kubicki und Co mit entsprechenden Diktatoren, Autokraten und "Gefährdern".
Ach ist das so? Wenn, dann immer her damit. Ansonsten sind eben bloß haltlose Unterstellungen.
zum Beitrag30.08.2026 , 21:33 Uhr
Ich glaub wir sind da über ein paar Beiträge etwas vom Thema abgerückt. Es ging ursprünglich darum, dass bei der Wiedervereiniginigung Fehler gemacht wurden und das Thema AfD im Osten doch wesentlich komplexer ist, als im Artikel dargestellt. Das BTW bezog sich auf den Beitrag den ich zitiert habe. Und die Rechtfertigung für den Ost/West pay Gab geht halt weit an meinem Gerechtigkeitsverständnis vorbei.
zum Beitrag30.08.2026 , 13:08 Uhr
Ich hab dir ganz klar ein paar Beispiele aufgezeigt, wo Dinge schief gelaufen sind und wo man m.M.n. hätte steuern können. Bei nur 1200 Zeichen kann ich dir aber nicht auf 4 Fragen gleichzeitig allumfassende Antworten geben. Dazu gibts aber auch bereits zig gute Analysen mit differenzierteren Ansätzen und wesentlich mehr Substanz als "die sind halt einfach rechts". Ganz viel dazu kannste schon allein über die Suchfunktion hier auf der Seite finden.
zum Beitrag30.08.2026 , 12:43 Uhr
Das ist absolut richtig. Sagt auch niemand, dass da keine Fehler passieren können. Aber 1990 ist eben fast 4 Jahrzehnte her. In dieser Zeit haben sich sehr wohl Entwicklungen abgezeichnet, denen man hätte politisch und gesellschaftlich entgegen wirken können. Das ging scschon mall damit los, dass Nazi Kader wie Kühnen, Worch, Voigt, Apfel in den Osten gegangen sind und dort ungestört -unter der Riege von CDU Landesregierungen- ihre Netzwerke aufbauen konnten. Biedenkopf -auch alter BRDler- hat Ende der 90er gesagt, die Sachsen wären "gegen Rechtsextremismus immun". Hab mal gelesen, von 1990 bis 2000 hat der Osten rund 600.000 Menschen gen Westen verloren. Von 2000 bis heute noch einmal soviel. Dass sind in erster Linie die Jungen und die besser gebildeten. Zurück bleibt (Beispiel Sachsen) die überaltertste Region Europas. Den Braindrain kannste nicht auffangen und die Rechten haben das Vakuum perfekt gefüllt, in dem sie sich als Ost Versteher Partei generiert haben.
zum Beitrag29.08.2026 , 16:16 Uhr
Und deshalb ist es gerecht, dass es 36 Jahre nach der Wende einen massiven Gehalts Gap gibt, zwischen Ost und West, für die gleiche Arbeit, teilweise beim gleichen Unternehmen? Müssen die Ossis nicht neben der Miete auch Strom, Heizung, Lebensmisttel, Kleidung, Sprit, ÖPNV, Kultur, etc. bezahlen? Auch alles billiger? Schon stark, wie schnell man auf einmal den knallharten Kapitalisten in sich entdeckt, damit man "die auf der anderen Seite" in eine Schublade stecken kann.
zum Beitrag29.08.2026 , 12:31 Uhr
Richtig. Es gibt dieses "zukünftige Geschäftsmodell" überhaupt nicht. Und da sind solche Forderungen genauso unehrlich, wie die Beschwichtigungen der Konzernspitze. Das einzige, was VW als Konzern mit seinen deutschen Arbeitsplätzen retten könnte, wäre andere Geschäftsfelder zu erschließen oder sich vom Staat massiv subventionieren zu lassen. Wahrscheinlicher ist aber eine massive Verlagerung der Produktion ins Ausland. Bei der Autoindustrie, ihrer wirtschaftlichen Bedeutung und den Produktionskosten, die dieses Modell für die Zukunft untauglich machen, haben alle ihre ganz eigene Brille auf.
zum Beitrag28.08.2026 , 13:14 Uhr
Fakt ist aber auch, dass die Universität den "alten weißen Professor" nicht als Aushängeschild genutzt hat. Arday war bereits vor dem Skandal Teil der internationalen Berichterstattung. Aber natürlich ist da auch Rassisismus im Spiel. Das bestreitet hier auch gar niemand. Aber es sind nicht immer nur "die Anderen" die Fehler machen und die ihren Teil zu so einer Eskalation beitragen. Und nimmt man mal die Reaktionen die da teilweise von den Grünen und Aktivisten kommen, dann kanns einem als Demokrat nur speiübel werden. Völlig unabhängig von rechten Hetzkapagnen.
zum Beitrag28.08.2026 , 13:05 Uhr
Ich würde mal sagen, da nehmen sich die "extreme Rechte" und die extreme Linke nur sehr wenig. Politisch extremistische Strömungen akzeptieren niemals ein System, dass abivalente Meinungen demokratisch nebeneinander existieren lässt.
zum Beitrag28.08.2026 , 13:01 Uhr
Ich glaub nicht, dass das nur ein "seltsames Gefühl" ist, sondern dass der Artikel das ganz deutlich formuliert. Aber genau hier kann man erkennen, wie weit die Linke heute von den den Sorgen der Menschen weg ist. Mit nichts kann man die Leute außerhalb der eigenen Blase -gerade im Osten- weniger erreichen, als mit der Idee eines linken Sozialismus.
zum Beitrag28.08.2026 , 11:57 Uhr
Demokratiebildung kann man z.Bsp. durch Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte erreichen. Dazu gehört ehemalige Staatsbürgerkundelehrer nicht weiter Geschichte lehren zu lassen und das 3. Reich nicht als Nebenthema ab Klasse 9 abzuhandeln. In der DDR war das ein West Problem. Umfassende Aufarbeitung gabs nicht. Man hätte die freidliche Revolution viel mehr würdigen müssen. Die Bürger in der DDR hatten keine demokratische Vorbildung, die selbst in der BRD Jahrhzehnte gebraucht hat. Die sind direkt von der Dikatur in die Diktatur gegangen. Soziale Projekte, Programme gegen Rechts gabs in den 90ern auch kaum, wurden sogar verhindert. Man hätte auch nicht ganze Regionen ausbluten lassen dürfen. Man hat Millionen Arbeitslose in Kauf genommen, die Treuhand hat bedeutende Betriebe für die schnelle Mark abgewickelt. Der ganze Systemwandel inklusive Währungsreform wurde viel zu schnell über die Stange gebrochen und hat viele Menschen in Armut getrieben. Und natürlich darf es nach der 35 Jahre nach der Wende keine Rolle mehr spielen, ob man in Ost oder West den gleichen Job macht. BTW. das Jahresdurchschnittsgehalt in Aachen liegt bei 55.080 €. In Halle bei 44.952 €. Das sind 19%.
zum Beitrag28.08.2026 , 10:32 Uhr
"Doch das Eckpunktepapier wollte etwa auch Fruchtnektar, Kaffee-, Milch- und pflanzliche Getreidedrinks mit der neuen Steuer belegen.....Wenn diese Säfte aber mit Wasser zu einer Schorle verdünnt werden, könnte die Steuer sie eventuell doch erfassen."
Ja weils hier von vorn herein nur um Steuereinnahmen ging und nicht um die -sicher sinnnvolle Besteuerung- gesindheitschädlicher Produkte. Die Zuckersteuer hat man rausgeholt, just als man die Finanzierungslücken bei den gesetzlichen Krankenkassen festgfestellt hat. Und das obwohl som eine Steuer im Vorfeld der Koalition ausgeschlossen wurde. Auf einem Unions-Parteitag aus dem Frühjahr sogar ganz explizit. Es gibt sicher gute Gründe für eine Zuckersteuer und wenn man dafür gesunde Produkte, Obst/Gemüse/zuckerfreie Getränke/etc. günstiger machen würde, würd ich mich gar nicht aufregen. Aber wie dreist hier versucht wird, irgendwo her Kohle aufzutreiben und dabei den Gesundheitsschutz vorzuschieben, ist schon beachtlich. Und ebenso, wieviel Menschen das nicht sehen wollen. Da macht macht man lieber ne wilde Verschwörungstheorie einer klammheimlichen Selbstsabotage auf. Kannste dir nicht ausdenken.
zum Beitrag27.08.2026 , 16:16 Uhr
Ein trauriges Beispiel dafür, wie die Auswüchse jeglicher Identitätspolitik sich längst verselbständigt haben und der Treibstoff für eben diesen "Kulturkampf" sind. Der Mensch Jason Arday ist hier längst zum ideologisierten Objekt verkommen, die Debatte von jeder Sachlichkeit entkoppelt. Es wird Zeit, dass sich zumindest diejenigen, die sich eigentlich Menschlichkeit, universelle Rechte und Freiheit der Persönlichkeit auf die Fahnen geschrieben haben, von diesem Irrsinn verabschieden und wieder lernen den Menschen als Individum zu behandeln und nicht pauschal je nach Aussehen, Herkunft, Geschlecht oder Religion in Schubladen abzuheften und für die eigene Agenda einzuspannen. Der Fall wäre wirklich perfekt dafür geeignet mal inne zu halten und nachzudenken, was man selbst damit zu tun hat. Lese ich die Reaktionen der einzelnen Lager dazu, ist der Weg zu dieser offensichtlichen Erkenntnis scheinbar noch ein sehr weiter. Und das mal ganz unabhängig von der eh völlig verdorbenen britischen Medienlandschaft.
zum Beitrag27.08.2026 , 14:12 Uhr
Mal bei aller Trivialität und Harmlosigkeit des gesamten Vorfalls, frag ich mich manchmal in was für einer Welt manche Leute leben.
"Wie kann es sein, dass wir Autobahnen selbstverständlich kostenlos nutzen, aber bei Bus und Bahn soll das unmöglich sein?"
Wer bitte nutzt denn die Autobahn selbstverständlich kostenlos? In aller Regel bezahlen die Menschen ihren Sprit/Strom/Gas/Mietgebühr sowie sämtliche Nebenkosten, die so bei Autos anfallen.
zum Beitrag27.08.2026 , 13:26 Uhr
Das ist durchaus richtig. Vor allem gibt es nicht "den Grund" der zur Entremdung vieler Ostdeutscher geführt hat. Ich bin diese Vereinfachungen "es liegt nicht daran, deshalb muss es daran liegen" einfach leid. Da wurden viele Fehler gemacht. Auch beiderseits. Falsche Versprechungen, mangelnde Demokratiebildung, massive Landflucht, Abwicklung ganzer Produktionszweige, immer noch große Gehaltsunterschiede, etc, etc. Auch bei Führungspositionen. Beispielsweise wurden bis 2020 alle deutschen Universitäten von Westdeutschen geleitet. In den Kabinetten der Bundesregierungen seit 1990 gab es 23 ostdeutsche Minister und 145 westdeutsche. Die Entwicklung ist aber eine stetige. Frust und Zerwürfnisse sind über knapp 3 Jahrzehnte entstanden, die Mauer im Kopf auf beiden Seiten war immer vorhanden. 3 Jahrzehnte, wo die Rechten einfach cleverer waren, das gesellschaftliche Vakuum zu füllen. Eine gemeinsam abgestimmte Verfassung wäre durchaus ein Eckpunkt gewesen, der dieser Entwicklung hätte entgegen wirken können.
zum Beitrag27.08.2026 , 10:32 Uhr
Im Prinzip richtig. Aber Ambiguität kann man auch nur dann nur einfordern, wenn man die Komplexität bei jedem Einzelfall zur Grundlage macht und aushält. Dann muss man bei jedem Mörder prüfen, ob er psychisch krank ist, bei jedem Gewaltäter prüfen, ob er nicht traumatisiert ist oder unter "Realitätsverlust" leidet. Wenn man das nur dann ins "Täter-Opfer Narrativ" einpreist, wenn man sich auf irgendeine Weise mit der oder dem Beschuldigten identifizieren kann, dann ist das schlicht selektiv und in der Argumentation nicht ehrlich. Und dann muss man den Maßstab auch immer an sich selbst anlegen und nicht nur von der Justiz erwarten. Wie oft hab ich hier gelesen, man könne anhand wenigen Fakten auch moralisch urteilen, eine Unschuldsvermutung gelte nur bei Gericht. Genaugenommen machen das diejenigen, die in diesem Fall nach harten Strafen schreien auch nicht anders.
zum Beitrag26.08.2026 , 13:14 Uhr
Dass es dumm und falsch ist AfD zu wählen, braucht man aufgeschlossen Menschen nicht erklären. Und dass es im Osten noch ganz ander Probleme und allgemeine Demokratiedefizite gibt, alles richtig. Warum die AfD in den letzten 10 Jahren ihre Ergebnisse verdoppelt hat, auch in nahezu allen alten Bundesländern und ihre Hochburgen dort in ebenfalls in eher prekären und schrumpfenden Städten und ländlichen Regionen hat, müsste man dann schon mal erklären. Gelsenkirchen (29%), Pforzheim (29%), Duisburg (25%) oder Herne (24%) liegen nicht im Osten, haben aber überdurchschnittliche Arbeitslosenzahlen und Armutsgefährdung. Dass Argument, die wählen dort AfD, weil sie rechts sind, ist mir -mit Verlaub- zu billig.
zum Beitrag26.08.2026 , 11:51 Uhr
Ach? Dass die Linke nicht mehr als Alternative der Unzufriedenen oder gar als Protestpartei wahrgenommen wird, hat also nur etwas mit dem Verhetzen zu tun und nicht etwa mit eigenen Fehlern? Mit internem Dauerstreit etwa oder mit Fokussierung auf Themen wie Nahost, Identitätspolitik oder Migration. Vielleicht hat sich die Linke auch viel zu weit von den Themen und Alltagssorgen der "einfachen" Menschen entfernt. Vor 15 Jahren hatte die Linke in Sachsen Anhalt noch 24%. Solange sich die etablierten Partein -und damit auch die Linke- nicht an die eigene Nase packen und die Schuld nur bein Anderen suchen, kann die AfD nur gewinnen.
zum Beitrag26.08.2026 , 11:11 Uhr
Das ist zum Glück nicht "jedem klar". Fatalistisches Untergangsgejammer hat noch nie zu irgendwas Positivem geführt. Viele AfD Wähler haben noch vor wenigen Jahren demokratisch gewählt. Die Unzufriedenheit ist nicht im luftleeren Raum entstanden. Zu sagen, die halt alle rechts, da kann man nichts machen, ist in jeder Hinsicht zu einfach.
zum Beitrag26.08.2026 , 10:57 Uhr
Na ja, "lasst sie mal machen", ist schon zwiespältig. Das kann man nur sagen, wenn man selbst da nicht wohnt. Das wird für Minderheiten und Linke schon eine harte Nummer und ähnlich wie Trump in den Staaten, werden die Blauen versuchen kaputtzuschlagen was geht. Aber ja, mir gehts mit der allgemeinen Panik vor dieser Partei auch viel zu weit. Man hat manchmal das Gefühl, danach wäre alles auf immer verloren. Es gibt genügend Beispiele aus anderen Ländern, dass dem nicht so ist. Die "Entzauberung" wird nicht darin bestehen, dass die AfD sich für ihre treuen Anhänger unwählbar macht, die Entzauberung wird darin bestehen, dass nicht mehr alle ihrer Gegner permanent die Hosen gestrichen voll haben. Und das ist mehr als notwendig.
zum Beitrag25.08.2026 , 11:06 Uhr
Und wo ist das Problem direkt nachzufragen, wenn man nicht findet? Bei Barzahlung klärt man das Trinkgeld doch auch meist verbal. Wegen dem "Murren in der Schlange"? Meine Güte, dass neumodige Zeugs aber auch immer.
zum Beitrag25.08.2026 , 10:42 Uhr
Das mag im Blick auf die Zukunft so sein. Die Transformation der Automobilbranche haben wir aber vor 15 Jahren verschlafen. Und auch die Vorgängerregierung hat nichts Entscheidendes dagegen getan. Deutsche E-Autos verkaufen sich einfach nicht, weil sie viel zu teuer sind und weil uns andere Nationen bei der Technologie längst überholt haben. Wenn Merz freudig einen schnellen Ausstieg aus dem Verbrenner ankündigen würde, wäre das der letzte Sargnagel für die Automobilindustrie und damit für Hundertausende Arbeitsplätze. Ein Dilemma, aber eben Realität.
zum Beitrag24.08.2026 , 21:23 Uhr
Absolut. Damit rennst du bei mir offene Türen ein. Die größten Versäumnisse hat die GroKo vor der Ampel zu verantworten. Und das bei Weitem nicht nur im Bereich Energiewende.
zum Beitrag24.08.2026 , 14:01 Uhr
Mag sein. Aber wenns wirtschaftlich bergab geht, Arbeitsplätze verloren gehen und Wohlstand schwindet, dann werden nicht Diejenigen gewählt, die für mehr Klimaschutz eintreten, sondern die, die den Klimawandel anzweifeln und den Klimaschutz abschaffen wollen.
zum Beitrag24.08.2026 , 13:57 Uhr
Merz ist halt ein Fettnapfsuchspezialist. Zu sagen, "wir werden alles tun" fällt ihm wieder genau so auf die Füße, wie vorherige großspurige Ansagen. Aber mal im Ernst. Niemand, wirklich niemand auch nicht der Naivste würde auf die Idee kommen, dass Merz ein "Klimaaktivist" ist. Und natürlich braucht das Land wieder ein vernünftiges Wirtschaftswachstum. Denn sonst regieren hier bald die Blauen und wies dann mit Klimazielen aussieht, dafür brauchs auch keine Expertenmeinung.
zum Beitrag24.08.2026 , 11:58 Uhr
"wir sind kein kriegsgebiet und haben kaum echte Waffen in der Gesellschaft"
Ist das eine Behauptung aus dem Bauch heraus oder worauf begründet sich so ein Satz?
In Deutschland gibt es über 5 Mio legale Waffen in Privatbesitz.
"www.bva.bund.de/DE...ken_Bund_node.html"
47000 registrierte Schusswaffen gelten laut Spiegel als vermisst.
"www.spiegel.de/pol...-ba1b-557ba52062d5"
Laut verschiedenen Schätzungen gibt es zu dem rund 20 Mio illegale Waffen im Land.
Soviel zum Thema "kaum echte Waffen im Land".
zum Beitrag24.08.2026 , 11:35 Uhr
Ich hab noch nie verstanden, warum einer -mutmaßlich- einseitigen, untreflektierten Darstellung, eine ebensolche entgegenstellen muss und was das mit der Wahrheitsfindung zu tun haben soll. Man kann die Aussagen der Polizei ja kritisch hinterfragen, aber wenn man sie grundsätzlich anzweifelt, dann muss man schon mehr auf den Tisch legen, als irgendwelche unbelegten Behauptungen. Und hier macht es sich der Autor doch viel zu einfach und nutzt die subjektiven Aussagen der natürlich emtional angefassten Mutter, um den Beamten Polizeigewalt vorzuwerfen. Und er stimmt zwar selbst zu, dass die Softairpistole mit einer echten Waffe leicht zu verwechseln sei, aber nennt die gleiche Argumentation der Polizei einen "verzweifelten Versuch". Wenn das die gesamte Substanz ist, auf der der Artikel aufbaut, dann empfinde ich ihn als schlicht tendenziös.
zum Beitrag23.08.2026 , 22:14 Uhr
Depression ist eine schwere Erkrankung. Und wie bei allen anderen Kranheiten gibts dafür eine Medikation bzw. Therapie, egal ob diese natürlich Ursachen hat oder gesellschaftlich ist. Keiner bei Verstand kommt auf die Idee, Medikation bei Krebs, Herz/Kreislauf Erkrankungen, Parkinson, Diabetis, etc. verteufeln.
zum Beitrag23.08.2026 , 22:04 Uhr
"Wenn er denn wirklich so schwerkrank war, hätte er von vornherein absagen sollen."
Ich würde weder Bosbach noch seine "Flucht verteidigen" wollen. Aber mal abgesehen von der Person, kannste ja mal drüber nachdenken, was das für ein absolut mieser Satz ist.
zum Beitrag23.08.2026 , 14:19 Uhr
Na ja, solche Vergleiche sind ja nun nichts Neues. Für mich eskaliert die Sprache schon lange, in nahezu jedem Sektor und mit einer ignoranten Selbstverständlichkeit, dass es kaum noch jemanden auffällt. In sofern finde ich den Artikel zutreffend. Es gibt ja kaum noch ein kontroverses Thema, von der AfD bis hin zum Nahostkonflikt, dass ohne -historisch bedingt- eigentlich sensible Maximalbegriffe wie Faschismus, Nazis, Genozid, Holocaust Vergleiche, etc. auskommt. Es wird schon lange nicht mehr differenziert, Kritik am Gegener muss immer so emotional und extrem wie möglich ausfallen. Natürlich "muss" es einen AfD/NSDAP Vergleich geben. Die CDU macht ja auch "rechtsextreme" Politik, Grüne sind "Ökofaschisten". Es reicht nicht Israel schwere Kriegsverbrechen vorzuwerfen, man muss das Land einen "Apartheidstaat" nenen und ihm "Genozid" vorwerfen. Wagenknecht nennt die Ampel "gefährlichste Partei Europas", Böhmermann nennt Merz einen "Nazi". Und wir stehen immer kurz vor der "Machtübernahme der Nazis". Es geht scheinbar nirgendwo mehr ohne das absolut Böse. Das ist der aktuelle Zustand der Debattenkultur. Was Frau Knobloch gesagt hat, ist mitllerweile Normalzustand.
zum Beitrag23.08.2026 , 12:27 Uhr
Nee, meinte ich nicht. Aber zum Beipiel den Fall hier:
taz.de/Prozess-geg...n-Berlin/!6136446/
oder den:
taz.de/Linke-Hochb...ettingen/!6191085/
Das waren beides Aktionen, wo Linke Rechtsextremen vor deren Haustür aufgelauert haben, um "mal eine Ansage zu machen". Dass die Rechten dann unvermittelt mit brutaler Gewalt zustechen, damit haben die "Ansager" sicher nicht gerechnet. Aber es zeigt deutlich, wohin die Reise gehen wird, wenn man offensive Gewalt als legitimes Mittel betrachtet. Und für mich ist der Umgang in der taz, mit diesen Fällen oft viel zu eindimensional. "Es war der Neonazi der zustach". Stimmt. Aber es waren die Verletzten, die dem Nazi in der Gruppe aufgelauert haben. Das Gericht hat Notwehr geurteilt. Und noch ein Fall, der zeigt was passieren kann. Der Angriff auf das heute Show Team. Das waren ebenfalls "Antifaschisten", die geglaubt haben, es den Rechten mal zeigen zu müssen. Dummerwise warens aber dann gar keine Rechten, die dann mit Eisenstangen niedergeprügelt wurden. Das sind die Sachen, die am Ende dabei rauskommen. Und nichts davon hatte lediglich etwas mit "Wehrhaftigkeit" zu tun.
zum Beitrag22.08.2026 , 16:32 Uhr
Seh ich ganz genau so.
zum Beitrag22.08.2026 , 16:31 Uhr
"die Autobiografie einer Vorgängerin, die sich 16 Jahre lang im Amt halten konnte. Da könnte Merz lernen, wie man seine Partei so organisiert, dass einem nicht bei jedem Anlass ein Hinterbänkler an die Gurgel springt"
Genau. Und außerdem wie man den Stillstand verwaltet, Reformen aussitzt, potentielle Nachfolger wegbeißt, Energieabhängigkeit von Russland zementiert, wie man die Digitalisierung und die Modernisiserung der Infrastruktur verschläft. Wie man langjährige CDU Wähler vergrault. Was bleibt denn, wenn man mal kritisch hinschaut, wirklich Positives von Merkel? Außer, dass sie mit ihrem Stil die GroKo zusammengehalten und in der Flüchtlingskrise "Herz gezeigt hat"? Merz mag ein aus der Zeit gefallener Trottel sein. Aber die Probleme der CDU hat er nur geerbt.
zum Beitrag22.08.2026 , 14:43 Uhr
Ich geh mal davon aus, dass der Autor ganz genau weiß, dass es bei der Diskussion um Danger Dans Song nicht nur um den Aufruf zur Wehrhaftigkeit und um Selbstverteidigung ging, sondern dass sich die Kritik an dem Gruß an verurteilte Gewaltäter entzündete. Und nochmal die Frage. Was haben diese Leute denn gegen den erstarkenden Rechtsextremismus erreicht? Welcher zählbare Erfolg steht denn nach diesen Aktionen? Wen haben sie am Ende effektiv geschützt, welchen Kampf gewonnen? Es gab in den letzten Monaten mehrere Aktionen, von sehr jungen Leuten aus der Linken Szene, die bei ähnlichen Aktionen buchstäblich ins offene Messer gelaufen sind. Die haben zum Teil fast mit ihrem Leben dafür bezahlt. Maya T. und Co. sitzen jetzt im Knast, ohne Möglichkeit, sich aktv und gewinnbringend gegen rechts einzusetzen. Das hat durchaus etwas mit der "Romantisierung" und Relativierung von schweren Gewaltaktionen zu tun. Und diejenigen, die sich daran beteiligen, sollten mal darüber nachdenken, welche Veratwortung sie gegenüber jungen Leuten haben, die Handeln vielleicht weniger überblicken können.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:42 Uhr
Die Frage ist doch, spielt es wirklich eine Rolle, ob es nun "nur" 10.000 Tote waren oder 15.000. Das sind besserwisserische Zahlenspiele für Erbsenzähler. Fakt ist, wir sind in Deutschland extrem schlecht aufgestellt, was den Schutz vor Hitze und anderen Klimaextremen angeht. Das hat doch nun fast jeder spätestens diesen Sommer mitbekommen. Und die Folgen sind nicht nur in Toten messbar, sondern an ganz vielen Paremtern, die den Menschen und der Gesellschaft schaden. Gesundheitlich, ökologisch, wirtschaftlich. Und wir labern uns in Nonsens Debatten wie der obigen fest. Wie so ziemlich auf allen Gebieten auf denen wir uns an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Notorische Rechthaberei ist das, was dieses Land lähmt.
zum Beitrag21.08.2026 , 13:17 Uhr
Vorweg: Ich glaube auch, das Frau Reiche eine Fehlbestzung ist und ihre Politik nicht in die richtige Richtung geht. Und das Zukunftspolitik nicht dasselbe ist, wie hier und jetzt, ist mir auch klar. Dass Reiche aber ausgerechnet in der taz dafür kritisiert wird, dass sie nicht genug Gas importieren lässt, hat trotzdem etwas Amüsantes. Zumindest zeigts mal auf, dass die Debatte um Energieversorgung doch nicht so einfach ist, wie hier manchmal beschrieben wird.
zum Beitrag20.08.2026 , 13:59 Uhr
Da gibts gar nichts zu skandalisieren. Wenn er Hamas Terroristen meint oder Attentäter vom 7.Oktober, kann er diese auch genau so benennen. Macht er aber nicht. Er spricht von Menschen in Gaza, spricht ihnen das Lebensrecht (und gleichzeitig quasi das Menschsein) ab und fordert präventive Tötungen. Er präzesiert dabei überhaupt nicht. Das ist Faschismus in Reinkultur und da gibts auch gar nichts zu realtivieren.
zum Beitrag20.08.2026 , 11:55 Uhr
"Künstler gelten in Ostdeutschland als Systemlinge, denen nicht zu trauen ist."
Was für eine platte und in seiner Pauschalität auch völlig falsche Verallgemeinerung. Ich hab in "Ostdeutschland" auf zig Kulturveranstaltungen gearbeitet, in kleinen Clubs, auf großen Festivals, in Jugendzentren, auf Stadtfesten. Erst letztes Jahr hab ich in Chemnitz im Programm der Kulturhauptstadt gearbeitet und mir im Zuge dessen auch einige Veranstaltungen dort angesehen. Ich war da ganz im Gegenteil von Resonanz und Stimmung sogar ziemlich positv überrascht. Ich hab mit meiner Band etliche Gigs in ostdeustchen Clubs gespielt und dabei nicht einmal das erlebt, was die Autoren hier schildern. Sicher wirds das auch an verschiedenen Stellen geben, das "Mißtrauen", die "Wagenburgmentalität" und die "Paranoia". gegenüber Künstlern und Kulturschaffenden. Genauso wie es das ganz offensichtlich auch gegenüber "den Ostdeutschen" gibt.
zum Beitrag19.08.2026 , 17:53 Uhr
Vieleicht liegts ja dran, dass "links" überhaupt nicht so klar definiert ist, wie du das hier siehst. Autoritäre und protektionistische Strömungen gabs links schon immer. Wagenknecht war Chefin der kommunistischen Plattform und da wurde nicht selten die DDR und selbst die Sowjetunion unter Stalin als positives Gesellschaftsbild verklärt. Und da war nix mit Universalismus und Menschenrechten, das war totalitäre Ideologie. Die meisten Mitglieder des BSW sind aus dem altlinken, antiimperialistischen Lager. Die interessieren sich für einen antiwestlichen, antikapitalistischen Kurs, für Freundschaft mit Russland und nicht für die Rechte von ( O-Ton "immer skurrileren") Minderheitender oder Genderthemen. Und da gibts doch einige Überschneidungen mit Rechtspopulisten. Offensichtlich sogar mehr, als mit anderen linken Strömungen.
zum Beitrag17.08.2026 , 17:31 Uhr
Das kann und wird höchstwahrscheinlich auch genau so gewesen sein. Schließlich war Lilienthal mit Schlingensief befreundet und hat zum Beipsiel an dessen berühmter Container Aktion mitgewirkt, die ja in die gleiche Kerbe schlägt. Das Hauptproblem an dieser Nummer hier ist, dass die "schwarze Community" und ziemlich sicher auch der EOTO e.V. vorher gar nicht gefragt wurden, ob sie Teil dieser Inszenierung eines - um mal im Duktus der identitätspolitischen Linken zu bleiben- "alten, weißen Mannes" sein wollen. Kann man drüber schmunzeln, aber auch mal drüber nachdenken.
zum Beitrag17.08.2026 , 14:38 Uhr
Natürlich wäre das kein Argument für das Verfassungsgericht. Vielleicht ist Rechtsruck auch der falsche Ausdruck. Aber die AfD ist nunmal Hauptsymptom des Erstarkens rechtspopulistischer und -radikaler Tendenzen. Die Gründe liegen woanders und dort muss man zuallererst ansetzen. Da gehört eine volksnahe, pragmatische Politik der etablierten Parteien ebenso dazu, wie z.Bsp. auch das Hinterfragen, warum "Links" aktuell so wenig unzufriedene Menschen abholen kann und kaum noch als politische Alternative wahrgenommen wird. Die Linke hatte z.Bsp. in Sachsen Anhalt bis Anfang der 2010 zwischen 20 und 24%. Ein Verbotsverfahren wäre aus meiner Sicht generell nur dann geboten, wenn sich Juristen überwiegend einig sind, dass der Erfolg sehr wahrscheinlich ist. Die Behauptung, ein Scheitern so eines Verfahrens wäre nicht so schlimm, halte ich für grundfalsch und die Argumente, die dafür angeführt werden für mehr als dünn.
zum Beitrag17.08.2026 , 11:46 Uhr
Dafür brauchs gar keine Begündung, weil deie Schlussfolgerung einfach falsch ist. Warum hätte man denn den Verein ablehnen sollen? Die Zeit war für den EOTO e.V. reserviert und keiner hätte sich dran gestört. Der Eklat ist dadurch entstanden, dass die Theaterbühne der Meinung war, diesen Termin als exklusiv für "die schwarze Community" anzukündigen und damit diesen "Safe Space" zu einem öffentlich Akt des Kulturkampfes auf der Theaterbühne zu machen. Der rechte Shitstorm war so häßlich wie vorhersehbar, vor allem für einen Theaterintendanten, der das Projekt Volksbad als "Labor zum Ausprobieren urbanen Lebensraums" bezeichnet.
zum Beitrag16.08.2026 , 14:15 Uhr
"Das ist also ein Blick in die Glaskugel. Aber ich warne davor, das dunkelste Szenario an die Wand zu malen." Nach den Argumenten, die die Frau hier aufführt, diesen Satz zu bringen, ist schon ein starkes Stück. Schließlich beruht ihr konsequentes Ja genau auf so einem dunkelsten Szenario. Die ganze Diskussion dreht sich im Kreis, alle Argumente wurden zigfach ausgetauscht. Und dabei offenbart sich, dass dieses Parteienverbot fast schon einem Fetisch gleicht und darüber hinwegtäuscht, dass es abseits davon keine überzeugende Vision gibt, wie man dem Rechtsruck Einhalt gebietet. Ein Verbot kann aber nur zeitgleich mit einer Vision, die sich aktiv und pragmatisch gegen allgemeinen Politverdruss, gesellschaftliche Spaltung, Demokratieverfall, etc. richtet, wirklich nachhaltig sein. Da müssen sich alle demokratischen Lager hinterfragen, was man selbst zum Status Quo beigetragen hat und wie man Vertrauen der Bürger wiedererlangen kann. Und da sehe ich im Falle eines Scheiterns, bei den vehementen Befürwortern keinerlei Konzept und Plan B, wie man einer dann demokratisch legitimierten AfD beikommen will. Dass der Schaden größer wäre, wenn mans nicht probiert hätte, überzeugt mich nicht.
zum Beitrag15.08.2026 , 19:06 Uhr
"Den Gestapo-Vergleich habe ich hier zum ersten Mal gelesen, wirkt eher wie ein argumentativer Strohmann."
Den Gestapo Vergleich hat Ulrich Thoden, Sprecher der BT Fraktion die Linke, im ARD Morgenmagazin ins Spiel gebracht. Und so ziemlich alle großen Tageszeitungen haben darüber berichtet. Und nein, der Verfassungschutz darf auch nach der Reform nicht "jederzeit, auf Verdacht" Wohnungen durchsuchen. Das ist völlig frei erfunden und wird auch hier im Artikel ganz gut erläutert. Ich seh Teile der Reform ebenfalls kritisch, vor Allem die Bestzung des Kontrollrats. Aber nüchtern betrachtet, bleibt von einem Gestapo Vergleich eigentlich gar nix übrig.
zum Beitrag15.08.2026 , 17:52 Uhr
Es geht halt nicht um konkret umsetzbare Alternativen oder Lösungen, es geht ums Recht haben. Der Vorwurf, Bilger hätte "die Bahn gar nicht auf dem Schirm" und würde versuchen, das "Feuer mit Benzin zu löschen" verpufft nur wenige Zeilen weiter im gleichen Artikel, da es dafür "eine stabile Infrastruktur brauch". Dassss dem nicht so ist, weiß also auch die Autorin. Man könnte die Situation also auch nutzen, um sachlich eine Debatte für den Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene zu forcieren, um auf zukünftige Versorgungsnotfälle besser vorbereitet zu sein. Aber das gibt halt keine krachige Headline her und dem Bilger -gerade 2 Wochen im Amt- kann man so auch nicht einfach mal eine mitgeben.
zum Beitrag14.08.2026 , 17:11 Uhr
Das ist exakt das, was die Rechtsaußen auch behaupten. "Staat, Politik, Justiz, alle stecken unter einer Decke, alles linksgrün versifft, alle haben sich gegen den rechtschaffenden Deutschen verschworen und deshalb müssen wir Widerstand leisten." Wer behauptet, es gäbe in Deutschland keine Demokratie, keine unabhängige Justiz und keine freien Wahlen mehr und Gewalt wäre daher ein legitimes Mittel, der steht genau da, wo er seine politischen Feinde verortet.
zum Beitrag14.08.2026 , 12:23 Uhr
Wie kommt man auf den extrem schmalen Trichter, dass es zwischen aktiven Gewaltangriffen auf politische Gegner und sich "ohne Gegenwehr abschlachten lassen" keinen Handlungsspielraum gibt? Wehrhaftigkeit hat nicht im Geringsten etwas mit Gewaltätigkeit zu tun. Und eine Frage hab ich hier schon mehrfach gestellt und nicht einmal eine Antwort bekommen. Welchen zählbaren Nutzen haben die z.Bsp. die Angriffe in Budapest für den Kampf gegen Rechtsextremismus geleistet? Hat man jetzt irgendwelche Nazis bekehrt? Gibt es jetzt auch nur einen AfD Wähler weniger? Hat man irgendwen außerhalb der eigenen Bubble damit überzeugt, sich gegen Rechtsextremismus zu engagieren? Die Menschen um Lina und Konsorten haben jetzt ihre Möglichkeit, sich gegen rechte Umtriebe gesellschaftlich zu engagieren gegen eine Zelle eingetauscht, Dobrindt und Co. haben eine weitere Steilvorlage. Das wars. Das ist das, was am Ende als Ergebnis steht.
zum Beitrag14.08.2026 , 12:03 Uhr
Sehr gut zusammengefasst!
zum Beitrag14.08.2026 , 11:41 Uhr
Sicher. Es ist allerdings schon richtig, dass man in starke Ideale haben sollte und die in Verhandlungen auch schwerstmöglich in die Waggschale wirft. Am Ende wird in einer Demokratie trotzdem immer ein Kompromiss stehen (müssen). Das ist der Preis einer freien Gesellschaft. Wenn man aber aufhört, sich mit den Argumenten Andersdenkender auseinanderzusetzen und davon schwadroniert, die Suche nach politischen Mehrheiten wäre "demokratiezersetzend", dann scheints mir mit dem Demokratieverständnis nicht soweit her zu sein. Und wenn man sichs dann noch nicht mal verkneifen kann, große Teile des vermeintlich eigenen Lagers als "Pseudopragmatiker und Linksliberale" abzuwatschen, dann macht das für mich zudem noch einen ziemlich überheblichen Eindruck.
zum Beitrag13.08.2026 , 23:14 Uhr
Die Sache ist doch ziemlich einfach. Mal ab davon, dass RRG Minderheitsregierung, die gerade mal ein Viertel der Stimmen erhält, die vielzitierte Brandmauer zu einer Boarsteinkante degradieren würde, steht die Linke aktuell bei 13%, die CDU bei 23. Eine CDU Regierung könnte ohne die Linke nicht alles durchsetzen, aber die Linke könnte ohne die CDU nahezu gar nichts umsetzen. Viel mehr gibts dazu eigentlich nicht zu sagen.
zum Beitrag13.08.2026 , 17:21 Uhr
Im Grunde genommen ist das Ganze eigentlich den Aufreger nicht wert. Eine durchaus bewußt provokante Aktion provoziert und die Provokation wirkt. Ob das nun den gewünschten Effekt hat, nämlich zum Nachdenken/Diskurs über Ausgrenzung und Rassisismus anzuregen, dürfte je nach Bubble wie immer unterschiedlich bewertet werden. Soweit, so belanglos erstmal. Etwas interessanter find ich dann aber, wie selbstverständlich da so ein "Hans-Dieter" ins Spiel kommt. Wem soll das bitte nützen, Menschen pauschal nach Klischees als Hans-Dieters, Alis, Ivans, Luigis, Kevins oder Chantalles oder Karens abzuheften? Solche verächtlichen Stereotype, nach Herkunft oder Klasse sind nämlich durchaus Teil der Denke, die zu der zitierten "vergifteten Atmosphäre" führen. Um BILD und Konsorten zu entlarven, brauchts das zumindest mal nicht.
zum Beitrag13.08.2026 , 12:56 Uhr
Ja mei, Die verbotene Stadt in Peking vielleicht. Aber im ernst: Viel offensichtlicher kann es ja kaum noch werden, bis man hier mal anfängt zu erkennen, dass der Name oft ganz schlicht auch Programm ist, oder?
zum Beitrag13.08.2026 , 12:35 Uhr
"Mehr als schräg" isses eher, wie sich dieses Land windet, sich vom Vorgestern zu lösen und in der aktuellen Realität anzukommen. Private Altersvorsorge und Geldanlagen im Jahr 2026 für "Eine Art Monopoly" zu halten, ist einfach absurd. In Ländern, die die Spitzenplätze im globalen Pensionsindex belegen sind kapitalbildende Anlagen als Teilsäule des Rentensystems längst Realität, während hierzulande noch darüber gejammert wird, dass nicht mehr alles wie "früher" ist. Passt aber ganz gut rein, in die Reihe "Daten per Fax verschicken, alles mit Bargeld bezahlen wollen, digitale Krankenakte für Teufelszeug halten, auf Verbrenner setzen, Windows 7 auf Behördenrechnern, etc, etc.
zum Beitrag13.08.2026 , 11:53 Uhr
"Es ist demokratiezersetzend, wenn Linksliberale und andere Pseudopragmatiker jede sinnvolle politische Idee sofort mit ihrem verbalen Mehrheitstotschläger abwatschen."
Na klar. Und aus der dicken Hose wird ein Maßnanzug, man muss sie nur richtig tragen. Im Ernst. Hier wird gar nichts "sofort abgwewatscht" und es geht auch nicht um "100%ige Umsetzbarkeit". Über diese Ideen wurde lange und breit diskutiert, auch außerhalb Berlins und der linken Bubble. Vor- und Nachteile, Kosten, verfassungsrechtliche Bedenken wurden doch rechtlich deutlich gegenüber Nutzen und Nachhaltiugkeit abgewogen. Im Ergebnis sieht eine große Mehrheit die Vergesellschaftungen eben nicht als sinnvoll an und es gibt durchaus schlüssige Argumente dafür. "Demokratiezersetzend" ist es in erster Linie mal, solche Prozesse zu ignorieren und für obsolet zu halten, weil man selbst glaubt es sowieso besser zu wissen und allein daraus einen Anspruch legitimiert.
zum Beitrag11.08.2026 , 15:09 Uhr
Das sehe ich genau so. Und genau an solchen Stellen ist die Brandmauer völlig kontraproduktiv. Ob unds das jetzt passt oder nicht, die AfD ist nach aktuellem Recht demokratisch gewählt. Und solange die Partei nicht verboten ist, sind solche Verhinderungsspielchen um irgendwelche marginalen Posten in der Sache nicht hilfreich. Mit dieser restriktiven Haltung, abseits aktiver Zusammenarbeit, haben sich die etablierten Parteien in eine Sackgasse manövriert, die die AfD perfekt für ihren Opfermythos nutzt. Und wenn dann noch "Abstimmungspannen" passieren, wo ausgerechnet Grüne oder Linke "aus Versehen" mit AfD Stimmen ihre Anträge durchbringen, dann schadet das jedweder Glaubwürdigkeit.
zum Beitrag10.08.2026 , 12:13 Uhr
Da ist zum Teil schon was dran. In erster Linie liegt das aber an 12 Jahren GroKo. Die Regierung Merkel kommt mir in der Debatte immer viel zu gut weg. SPD und CDU haben damals massiv an Profil verloren, für Viele ist der Eindruck einer "Einheitspartei" entstanden und gerade für konservative Wähler ist da eine Lücke entstanden, die die AfD genutzt hat. Gleichzeitig wurden in dieser Zeit eklatant nötige Reformen ausgesessen. Die Abhängigkeit von Export und russischer Energie wurde zementiert, technischer Wandel wurde verschlafen. Probleme, die uns heute brutal auf die Füße fallen und für die nicht zu Unrecht die etablierten Volksparteien verantwortlich gemacht werden. Die AfD hat bei desillusionierten Menschen leichtes Spiel, weil sie bislang nie liefern musste und deshalb als Alternative zum Dauergewurschtel wahrgenommen wird. Vielleicht hätte eine Beteiligung der AfD zu Zeiten, als sie realtiv klein und noch nicht völlig radiklisiert war geholfen, sie für einige zu entzaubern. Das hätte aber die unzureichende Politik der GroKo nicht wettgemacht, die Unzufriedenheit, auf der der Erfolg der AfD beruht, wäre immer noch da.
zum Beitrag09.08.2026 , 14:07 Uhr
Das kann man so sehen, wenn keine Ahnung von der Realität kleiner Kulturbetriebe, Jugenzentren abseits relevanter staalicher Förderungen hat. Da gibts überhaupt keine "Gewinnmitnahme", sondern bereits jetzt Existenzkampf, Club- und Festivalsterben, ohne Ehrenamt geht jetzt schon kaum noch etwas. Würde diese Einrichtungen/Veranstalter/saisonalen Kleinbetriebe, etc. gezwungen ihre Mitarbeiten fest anzustellen und wie in der Industrie zu bezahlen, würde das Preise einfordern, die die Zielgruppe gar nicht zahlen kann. Das sind ganz andere Dinge, als die Minijobber, die von großen, kommerziellen Unternehmen eingestellt werden, um sich vor gerechten Löhnen und Sozialbeiträgen zu drücken. Mir isses absolut schleierhaft, weshalb man diese unterschiedlichen Verhältnisse durch eine völlig unpassende Schablone drücke muss.
zum Beitrag09.08.2026 , 13:38 Uhr
Ich ärgere mich nicht wirklich. Ich finds nur generell immer wieder (bei Weitem nicht nur hier) bemerkenswert, wie einfach man es sich teilweise macht, Argumente und Begriffe zurechtzubiegen, um die eigenen Beißreflexe zu kaschieren. Wenn ich hier etwas von "Zwangsdienst" oder "Zwangsarbeit" lese, fühl ich mich nicht weit weg von "Zwangsgebühren", "Schulzwang", "Staatsfunk" etc. Die Diskussion um eine Wiedereinführung der Wehrpflicht ist meines Erachtens zumindest mal noch verständlich. Man könnte auch noch über das wie und für wen debattieren. Aber die Argumente, die hier mal grundsätzlich gegen einen gesellschaftlichen Dienst zusammengekratzt werden, wirken auf mich schon sehr dünn.
zum Beitrag08.08.2026 , 14:57 Uhr
"Wenn ich schon "Zwangsdienst" höre geht mir der Hut hoch"
Mir auch. Ständig les ich hier etwas, von Solidarität, von gesellschaftlichen Engagement und von einer gespaltenen, egoistischen Gesellschaft. Von der Lenkungswirkung bei Gesetzen, bei Steuern, etc. Ob im Straßenverkehr, bei Genussmitteln, bei Ernährung, beim Reisen, etc. Da sind Aber immer wenns mal konkret wird und nicht der eigenen Agenda entspringt, dann isses Zwang. Der Artikel offenbart bestens, dass der Zusammenahng mit Wehrpflicht und Militärdienst großteils nur vorgeschoben ist. Es geht hier ganz banal um den "Zwang" zum Dienst und die "Freiheit und individuelle Lebensplanung junger Menschen". 6 Monate beträgt aktuell der geplante Dienst. Das soll zuviel der Zumutung sein? Das könnte ein zu eins auch aus den neoliberlasten Ecken kommen. Nur die vorgeschobene Argumentation wäre eine andere.
zum Beitrag08.08.2026 , 13:37 Uhr
Katzen töten aus ihrem natürlich Trieb heraus und nicht aus Spaß. Hauskatzen fressen ihre "Beute" oft nicht, weil sie von Menschen gefüttert werden. Ihren Jagdtrieb haben sie aber dennoch. Und sie quälen ihre Beute auch nicht, sie ermüden und paralysieren sie, um selbst nicht verletzt zu werden. Ebenfalls ein natürlicher Instinkt.
Auch wenn der Artikel nur Spaß ist. Tiere in irgendeinerweise zu vermenschlichen oder sogar zu ideologisieren ist per se kompletter Nonsens.
zum Beitrag08.08.2026 , 13:28 Uhr
Genau so ist es!
zum Beitrag08.08.2026 , 13:27 Uhr
Absolute Zustimmung. Die geradlinige Berufsbiografie meines Vaters bestand darin, mit Ausbildung vom 16. Lebensjahr bis 63 in einem Handwerksberuf zu arbeiten und dafür die letzten 15 Jahre auch noch täglich insgesamt 200 km Wegstrecke aufsichzunehmen. Und das über viele Jahre zu einem Lohn, der nach heutigem Maßstab unter Mindestlohn lag. Solche Behauptungen, wie dass es sich bei Frühverrenteten um Priviligierte handelt, zeigen mir ziemlich deutlich, dass bei Weitem nicht nur die Politik weit weg ist von den Lebensrealtitäten vieler Menschen.
zum Beitrag08.08.2026 , 13:16 Uhr
Absolut zu Recht und das, obwohl es Söder sehr sicher nicht um diejenigen geht, die es am Meisten trifft. Man will Selbstsändige dazu zwingen, 20% ihres Gewinns in die Rentenkasse einzahlen zu lassen und gleichzeitig Minijobs abschaffen. Das würde den Großteil aller Soloselbständigen im Veranstaltungs- und Kulturbereich und damit auch für viele kleinere Einrichtungen das Aus bedeuten. Kaum jemand kann es sich leisten, Tontechniker, Bühnenbauer, Stage Hands, Rigger, Caterer, etc. auf Vollzeit einzustellen, wenn Veranstaltungen nur am Wochende laufen. Und deshalb arbeiten viele neben ihrer selbständigen Tätigkeit am Wochende, noch in einem Minijob. Ähnlich ist es bei kleinen Gastronomen. Minijobs so pauschal und ausnahmslos zu streichen, würde Zigtausende erstmal zu Aufstockern oder gleich Grundsicherungsbeziehern machen.
zum Beitrag08.08.2026 , 12:57 Uhr
Mal ein Mythencheck zum Mythencheck.
"Ein Monoblockgerät mit Schlauch tut’s auch"
Natürlich tuts das auch. Was die Stift. Warentest da raushaut ist Unsinn, die Franzosen haben Recht. Es gibt Geräte, die haben eine Dichtung um den Schlauch. Reicht völlig aus, um einen Raum gerade zum Schlafen um 10 Grad runterzukühlen. Ein paar Stunden vor dem Schlafen einschalten. Das Ergebnis ist absolut ausreichend. Es sei denn ,man will das Vollprogramm, eine komplett klimatiserte Wohnung, auch tagsüber. Aber braucht das jeder, unbedingt?
" Klimaanlagen sind heute schon billig zu haben"
Natürlich sind sie das. Unsere hat etwa 500 Euro gekostet. Macht absolut was sie soll, das Schlafzimmer abkühlen. Okay, sie könnte leiser sein. Aber für wenig Geld kann man nicht alles haben. Meine Eltern haben sich vor ein paar Jahren eins für 350 bei OBI (!) gekauft. Ich war mehr als skeptisch, aber auch das Ding funktioniert.
"Man braucht sie nur ein paar Wochen im Jahr"
Stimmt. Man brauchts meist sogar nur ein paar Tage im Jahr. Im Schnitt gibt es 12 Tage im Jahr mit über 30 Grad. Sicher ist eine solarbetriebene, festverbaute KA besser. Mit Einbau aber für viele nicht bezahlbar oder umsetzber.
zum Beitrag06.08.2026 , 22:00 Uhr
Kokain ist allerdings keine synthetische Droge.
zum Beitrag06.08.2026 , 21:48 Uhr
Natürlich nicht. genauso wenig wie sie in den 60ern untergegangen ist, als türkische Gastarbeiter in die BRD kamen. Damals gabs ebenso Mißtrauen, Rassismus und Ausgrenzung. Nur dass es damals keine AfD gab, der Krieg noch im Bewußtsein war und das gleichzeitig mit einem wirtschaftlichen Aufschub kam. Die Folgen mangelnder Integration kann man zum Teil heute noch sehen. Der Osten hat in den letzten 10 Jahren die ersten großen Migrations Schübe erlebt, und das eben nicht in Erfolgs- sondern in Krisen Zeiten. Das ist natürlich nur ein Teil der Erklärung. Aber man sollte das nicht einfach so abtun.
zum Beitrag05.08.2026 , 10:34 Uhr
Absolut richtig. Für mich war damals der Zivildienst das kleinere Übel und eigentlich wollte ich am liebsten gar nicht aus meiner rebellischen Komfortzone. Aus heutiger Sicht hat mir der Dienst enorm den Blick für das Leben und die Probleme anderer Menschen geöffnet und wieviel Verständnis und gesellschaftlichen Aufwand es brauch, um beinträchtigten Menschen zu helfen. Ich glaube auch, dass in einer immer gespaltenderen Gesellschaft, andere Lebensrealitäten immer fremder werden, dass immer nur über diese und jene Schublade geredet wird und kaum noch gesehen wird, dass hinter all dem individuelle Schicksale stehen. Ich hab schlimme Sachen gesehen, die für mich ganz weit weg waren, aber Teil des Lebens sind. Das hat mich und meinen Blick auf Menschen definitiv verändert. Dass heute so oft schon vorab gegen einen allgemeinen, gesellschaftlichen Dienst genauso abwertend als "Zwangsdienst" argumentiert wird, wie gegen einen Dienst an der Waffe, offenbart für mich zudem, dass es mit Solidarität und Gemeinschaftssinn auch nicht so weit her ist, wie ihn die linke Bubble so gern vor sich herträgt.
zum Beitrag04.08.2026 , 13:24 Uhr
Natürlich. Aber Freiheit für die Wirtschaft darf eben nicht zu Lasten der Armen gehen und nur für das berühmte "Mövenpick" Klientel da sein. "Wirtschaft" sind eben nicht nur Großkonzerne und Banken. Es gab in der FDP immer Leute, die einen sozialverträglichen Liberalismus vertreten haben, sich um Dinge wie Datenschutz, Persönlichkeitsreche, etc. bemüht und sich gleichzeitig gegen überbordenden Bürokratismus gestellt haben. Aber spätestens seit Westerwelle, Rößler, Lindner ist die FDP unwählbar. Für mich als Selbständigen müsste eine liberale Partei zumindest im Ansatz so etwas natürlicher Verbündeter sein.
zum Beitrag04.08.2026 , 12:56 Uhr
Damit machst du dich nicht unbeliebt. Der Einfluss digitaler Medien und Bildschirmkonsum auf das Stresslevel ist klar wissenschaftlich nachgewiesen.
zum Beitrag04.08.2026 , 12:53 Uhr
"Die Arbeitswelt und ihre Norm der 40-Stunden-Woche sind nicht das, was sie einmal waren. 40 Stunden unter Hochdruck panisch durchzuackern ist nicht das Gleiche, als 40 Stunden gemütlich vor sich hin zu werkeln."
Aha? Da haben also die Generationen zuvor, auf dem Bau, in Industrie und Handwerk, am Fließband, in der Pflege, in 3er Schichten, etc. so "vor sich hingewerkelt"? Und wie erklärt sich die Autorin, dass die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland zu den drei niedrigsten in Europa gehört, bei den die Krankheitstagen aber im oberen Mittelfeld liegt? Weil hier unter Hochdruck geackert wird, während der Rest Europas eher "vor sich hinwerkelt"? Der Artikel macht mich echt sprachlos.
zum Beitrag03.08.2026 , 15:38 Uhr
Das kann natürlich in der Zukunft ein Teil von Sicherheit sein. Es ist trotz Allem erstaunlich, welche -zumindest kurzfristig- wenig hilfreichen Ideen hier so debattiert werden, während man die einfachsten Mittel, die es im vorliegenden Fall gegeben hätte, zerredet. Vorbewährung für Jemanden, der sich extrem radikalisiert hat, sich mehrfach dem IS anschließen wollte und erst vor 2 Monaten wegen einer geplanten Terrortat verurteilt wurde. Er darf einen Führerschein haben, kann problemlos ein Fahrzeug mieten, wird nicht konsequent überwacht. Gegen die Fußfessel wird mit Persönlichkeitsrechten und "falschen Sicherheitsversprechen" argumentiert. Aber klar, eine technische Lösung, die noch nicht einmal entwickelt ist, "kann eine solche Tat verhindern."
zum Beitrag03.08.2026 , 15:24 Uhr
Natürlich kann man auch einfach alles zerreden. Nach der Logik könnte man Extremisten auch einen Waffenschein erlauben, weil sie sich natürlich auch eine illegale Waffe besorgen können. Natürlich erschwert es einem potentiellen Täter, ein Fahrzeug zu besitzen oder zu mieten. Man kann wegen kleinerer Verkehrsdelikte bereits seinen Führerschein verlieren, sogar wenn man nur mit dem Fahrrad unterwegs war. Das geschieht zur allgemeinen Sicherheit. Natürlich wäre es allein deshalb schon angezeigt, einem extremistischen Gefährder den Führerschein abzunehmen. Die schwersten Anschläge der letzten Jahre sind fast alle mit Fahrzeugen unternommen worden. Technische Lösungen zu entwickeln dauert und wird dann auch nicht in allen älteren Fahrezugen vorhanden sein.
zum Beitrag03.08.2026 , 13:59 Uhr
Im Prinzip stimme ich zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die heutige FDP überhaupt in der Lage ist, liberale Politik zu machen, die nicht nur Freiheit für Wirtschaft und Besserverdienende meint. Eine progressive, liberale Partei mit sozialem Gewissen würde ich sofort wählen.
zum Beitrag01.08.2026 , 19:37 Uhr
Nichts könnte falscher sein. St.Pauli macht seit Jahren aus sehr wenig, sehr viel. Spielt ganz ohne Investor immer oben in Liga 2 mit, zuletzt sogar 2 Jahre Oberhaus. Die Blauen haben zwar eine große, stabile Fanbase, aber im Verein gehts seit mehr als 20 Jahren drunter und drüber. Schon vor dem Antritt Ismaiks und bis heute auch ohne sein Zutun. Und nebenbei ist die Fankurve bei den Kiezkickern politisch weitaus souveräner als die der Löwen.
zum Beitrag31.07.2026 , 16:13 Uhr
Es gibt ja den Spruch, Dinge zu ändern, die man nicht akzeptieren kann, Dinge zu akzeptieren, die man nicht ändern kann und die Wiesheit zwischen Beiden zu unterscheiden. Wenn man noch sehr jung ist, keine Kompromisse eingehen will und Antrieb aus der Emotion heruas folgt, dann ist eine notorische Anti-Hlktung schon irgendwo verständlich. Aber irgendwann wird man -in der Regel- halt reifer und weiß, dass das Leben und auch Politik so nicht funktioniert. Leider hab ich bei Vielen, die sich explizit als "links" bezeichnen, dass Gefühl, dass sie in erster Linie problem- und nicht lösungsorientiert sind. Jeder, der sich zivilgesellschaftlich, ehrenamtlich oder politisch positiv engagiert, tut mehr, als diejenigen, die immer nur alles scheiße finden und alles durch ihre enge Schablone betrachten. Aktuell ist die Linke mehr mit sich, ihren iunneren Konflikten und ganz viel Haltung beschäftigt, als sich gegen den Rechtsruck zu stellen. Es ist halt schon einfacher, zu sagen, in einem schlechten System kann nichts Gutes geben, als sich tagtäglich im Kleinen für eine bessere Gesellschaft einzusetzen. Das ist aber in der Konsequenz des realen lebens meist nur eine faule Ausrede.
zum Beitrag30.07.2026 , 23:10 Uhr
Die Angst vor Terroranschläge mit "Kuchen nicht gelungen" und "Job doof" zu vergleichen, ist an jeder sachlichen Debatte komplett vorbei und absolut respektlos gegenüber den Opfern.
zum Beitrag30.07.2026 , 23:05 Uhr
Wie gesagt, zur Fußfessel hat das BVerfG schon klar geurteilt. Natürlich gehts auch nur um wirklich gefährliche Personen, nicht um Jeden mit extremen Weltbild. Der Attentäter hat mehrfach versucht, sich dem IS anzuschließen, hatte vor nicht einmal einem 1 Jahr einen Terrorakt geplant, ist erst dieses jahr im Mai defür verurteilt worden. Wieviel gefährlicher darfs denn noch sein? Jemand, der bereits soweit gegangen ist, ändert doch wegen einer Jugendstrafe auf Vorbewährung sein Weltbild nicht urplötzlich. Und solange gibt es eben rechtliche Mittel, die Bevölkerung schützen können. Und die hat auch Freiheits- und Persönlichkeitsrechte. Das ohne Angst vor Terror und Gewalt zu leben zum Beispiel.
zum Beitrag30.07.2026 , 22:43 Uhr
Kann man mal sehn, wie besoffen Macht machen kann. Mit nur einmal Nachdenken hätte er wissen müssen, dass die UEFA das nutzen wird, um ihn schach zu setzen. CONCACAF hat auch einstimmig dagegenvotiert. Wird ganz eng für Ifantilo.
zum Beitrag30.07.2026 , 09:33 Uhr
"Die bittere Wahrheit ist, hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben. Einzeltäter wie Abdul B. brauchen nur ein Auto und ein Messer für ihre grausigen Taten"
Aber natürlich ist das auch nur ein Teil der Wahrheit. Niemand behauptet das es "hundetprozentige" Sicherheit geben kann. Aber dass ein verurteilter terroristsicher Gefährder auf Bewährung, einfach so einen Transporter mieten kann und sich ungehindert einer Veranstaltung nähern und Menschen töten kann, kann man scvhon verhindern. Das BVerfG hat für die Fußfessel längst grünes Licht gegeben. Selbstverständlich haben die Menschen ein Recht darauf, vor solchen Straftätern bestmöglich geschützt zu werden. Bei Sexualstraftätern, Stalkern, notorischen Schlägern isses hier überhaupt kein Thema, Fußfesseln zur Überwachung als probates Mittel zu betrachten. Aber bei radikalisierten Menschen, die sich Terrororganisationen anschließen wollen und Anschläge planen nicht? Klingt für mich absolut unglaubwürdig und ist meiner Meinungn nach Wasser auf die Mühlen der Rechten.
zum Beitrag29.07.2026 , 20:12 Uhr
Beim Lesen des Artikels fällt mir spontan ein, was mir mal ein Heranwachsender nach der Wahl 2021 gesagt hat. "Cringe" ist, wenn Leute Ü30 Wörter wie "cringe" benutzen.
Recht hat er.
zum Beitrag29.07.2026 , 19:35 Uhr
So isses. "Merkwürdig" find ich allerdings viel zu nett ausgedrückt. Um im aktuellen Sprachgebrauch zu bleiben, würd ich "toxisch" sagen.
zum Beitrag29.07.2026 , 19:27 Uhr
Das würd ich genau so unterschreiben. Allgemeines Tunnelblickel, wo hin man schau.
zum Beitrag27.07.2026 , 22:11 Uhr
Natürlich ist ein Versäumen der Sicherheitsorgane wenn zum wiederholten Mal jemand, der als extremistischer Gefährder bekannt und verurteilt ist, nicht ausreichend überwacht wird und sich wie hier, nach ein paar Monaten auf "Vorbewährung" unbemerkt mit einem Fahrzeug so einem Event nähern kann, obwohl er erst ein Jahr zuvor einen terroristichen Anschlag geplant hatte. Es wird niemals hundertprozentige Sicherheit geben und natürlich spannen die üblichen Verdächtigen jeden einzelnen Vorfall vor ihren ideologischen Karren. Aber das reflexartige Wegreden von offensichtlichen Sicherheitsproblemen ist am Ende nichts anderes als irgendwelche Law And Order Reflexe. Beides wird dem Problem und den Opfern nicht gerecht.
zum Beitrag24.07.2026 , 19:05 Uhr
Das ist doch Erbesenzählerei. Natürlich bewerben Fleischindustrie und Bauernverband ihre Produktpalette. Genauso wie es Hersteller veganer Produkte auch tun. Wer kommt bitte auf die Idee, dass Werbespots neutral sein müssten? Das Gegenteil ist der Fall. Egal, wer da für was wirbt.
zum Beitrag24.07.2026 , 18:18 Uhr
Dann frag mal irgendeine xbeliebige Frau oder queere Menschen, ob sie lieber unter der GroKo in Deutschland oder unter den Taliban in Afghanistan leben würden.
zum Beitrag24.07.2026 , 18:16 Uhr
"Und wozu wurde eigentlich der Krieg geführt"
Der Krieg wurde einzig und allein geführt, um nach dem 11. September Al Kaida zu vernichten. Nur dafür gab es ein UN Mandat. Die Menschenrechtsfrage war eher sekundär, was man allein an der völlig unzzureichenden Aufbauarbeit erkennen kann. Auch wenn das in der ganzen Diskussion immer wieder mit anderen Dingen vermischt wird.
zum Beitrag23.07.2026 , 22:14 Uhr
Als obs hier um pauschal um Antifaschismus gehen würde. Es geht schlicht um die Grüße an verurteilte Gewalttäter. Ohne diese zwei, drei Zeilen wäre der Text doch sehr sicher durchgegangen. Und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sowohl der Interpret, als auch der Autor des Artikels hier das eigentlich auch wissen.
zum Beitrag23.07.2026 , 17:39 Uhr
Das ist ein Zitat und wird dazu noch im Konjunktiv wiedergegeben. Da wird also gar nichts unsortiert wiedergegeben. Aber genau hier liegt das Problem. Man will prinzipiell den Gegenüber mißverstehen. Völlig am Kontext vorbei. Es geht nicht um die Sache, sondern ums Recht haben. Und da nehmen sich beide Lager überhaupt nichts, wie man hier bestens rauslesen kann.
zum Beitrag23.07.2026 , 17:32 Uhr
Jo. Weil sich in der gesamten Aktivisten Szene des linken Spektrums mittlerweile zu Viele selbst zu wichtig nehmen und selbst in der überschaubarsten Ecken immer noch die einzig Wahren sein wollen. Diese mittlerweile absurd gewordene Spaltungssucht hilft weder marginalisierten Gruppen hier, noch denen in Nahost. Die allgemeine Verweigerung Grautöne zu akzeptieren, andere Meinungen und einen differenzierten Dialog zuzulassen, offenbart dass sich alles nur um die Protagonisten selbst dreht und nicht für irgendein voregebliches, soziales Ziel. Was ich seit ein paar Jahren in den linken Kulturzentren und Veranstaltungsdiskussionen erlebe ist -mit leider wenigen Ausnahmen- von genau diesem Geist geprägt und -so ehrlich wie deutlich-, es kotzt mich nur noch an. Mit welcher Hybris da von Veranstaltern und Künstlern schriftliche Statements zum Nahostkonflikt verlangt werden und wie schnell jemand brutal abgestempelt und ausgeladen wird, zeugt von einer autoritär intoleranten Haltung, die nur noch verstört. Und das bei aller aller Distanz, die ich schon immer zu jeglichen ideologischen Lagern hatte. In Zeiten, wo die Rechten auf der Überholspur sind. Unbeschreiblich merkbefreit.
zum Beitrag22.07.2026 , 17:50 Uhr
Na solange der Laden in Deutschland lief haben die Konzerne aber eben nachweislich keine "Almosen" gezahlt. Bei VW herrscht nahezu 100% Tarifbindung. Und dass deren Produkte sich nicht mehr verkaufen, hat natürlich etwas mit den nicht mehr konkurrenzfähigen Produktionskosten zu tun. Selbst wenn sich die Vorstände selbst gar kein Gehalt mehr auszahlen würden, wäre das der Fall.
zum Beitrag21.07.2026 , 11:39 Uhr
Wolfsburg und Ingolstadt sind mit Abstand die beiden Spitzenreiter beim BIP pro Kopf. Und das kommt nicht von ungefähr.
zum Beitrag20.07.2026 , 20:52 Uhr
Ach na komm. Ne Fußball WM ist in erster Linie Entertainement. Ich hab mich bestens unterhalten gefühlt. Rein vom Unterhaltungswert war das das beste Spiel der WM. Wenn da am Ende mal eins von 104 Spielen nicht von Taktik und Kampf geprägt ist, dann ist das doch völlig okay. Und für die Kroaten war der dritte Platz in Katar sicher auch nicht nur die goldene Ananas.
zum Beitrag20.07.2026 , 20:43 Uhr
Ich kann mich natürlich irren. Aber mich beschleicht der Verdacht, dass der Satz hier: "Ah ja, und damit Mbappé vielleicht doch wenigstens den Goldenen Schuh bei dieser WM gewinnt. Schließlich konnte er dank des Spiels um Bronze noch zwei Tore mehr zu seiner Statistik hinzufügen. " den eigentlichen Trigger für diesen Artikel in sich trägt. Als hätte dessen Konkurrent nicht auch im Finale Chancen Tore zu schießen. Seis drum. Gönnen können ist das was "schlechte Verlierer" auszeichnet.
zum Beitrag20.07.2026 , 20:33 Uhr
Da bin ich voll ganz dabei. Ich glaub zwar, dass es weit aus mehr bedarf, als Reiche höher zu besteuern, aber prinzipiell ist das alles richtig.
zum Beitrag20.07.2026 , 20:32 Uhr
"Notwehr" ist juristisch definiert. Und das was die im Text "Gegrüßten" abgezogen haben, ist es nicht. Noch nicht einmal "Grauzone" wie der Autor es nennt. Das kann man gar nicht fehlinterpretieren, so deutlich ist das.
zum Beitrag18.07.2026 , 21:58 Uhr
Ich bin weder Pazifist, noch ein Hippie und wenn irgendwo so ein Flachschädel mal eine fängt, dann ist das für mich kein Drama. Organisert und vermummt aus der Gruppe heraus Leute überfallen und dabei gefährliche Waffen einsetzen ist aber ein ganz anderes Kaliber. Und klar, wird das die Gegenseite weiter radikalisieren, die Gewaltspirale anheizen. Das kriegen dann am Ende meist auch die ab, die nicht nicht militant und trainiert sind. Der Kampf gegen Rechts ist so niemals zu gewinnen.
zum Beitrag18.07.2026 , 15:46 Uhr
Ach, die Hufeisen Nummer ist so ausgekaut wie selbstgerecht. Natürlich ist jemand, der "sich nicht an die demokratischen Spielregeln hält", allein deshalb kein "Nazi." Und ums mal unangenehm zu erweitern, ein Nazi kann bei aller ekelhaften Ideologie und Menschenverachtung auch rechtschaffen und friedlich sein. Wer aber in einer demokratischen Gesellschaft brutale Gewalt gegen Menschen und Selbstjustiz für ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung hält, der begibt sich auf den gleichen Irrweg wie alle anderen ideologischen Akteure, die das tun. Davon befreit einem auch kein noch so vorgeblich heheres Ziel.
zum Beitrag18.07.2026 , 13:23 Uhr
Nee, sorry, das ist mir zu einfach. Das ist schlicht ein Text von der Bubble für die Bubble. Niemand, der den Text feiert, ist sich des Problems nicht bewußt und tut "nichts" gegen Rechts. Und diejenigen, die "nichts tun" und die man also erreichen müsste, schreckt die unverhohlene Relativierung von Gewaltaktionen eher ab. Und er liefert der Öffentlichkeit wieder unnötiges Futter für die Warnung vor Linksextremismus und lenkt m.M.n. eher davon ab, dass die große Gefahr klar rechts zu finden ist. Die Leute um Lina E., Maja T. oder besipielsweise die Leute, die bei der Aktion gegen den 3.Weg Typen in Berlin schwer verletzt wurden, haben nullkommanichts gegen den Rechtsextremismus erreicht, dafür aber die Möglichkeit "etwas zu tun" gegen eine Zelle eingetauscht, bzw. fast dabei ihr Leben verloren.
zum Beitrag18.07.2026 , 11:53 Uhr
Ganz ehrlich? Wer nach all den gegenseitigen Gräueltaten, die da seit Jahren Millionen Menschen in Angst, Terror und Krieg stürzen noch irgendwelche relativierenden Aufrechnungen macht, hat gar nichts begriffen. Die Gaza Politik Israels unterscheided sich in ihrem religiösem Eifer, ihrer Verachtung der Menschen auf der anderen Seite der Grenze nur in technischer Hinsicht. Da sind genau die gleichen religiösen und "verbrämt faschistischen" Kräft am Werk. Da wird genauso selbstverständlich von Vertreibung und Vernichtung gesprochen. Es ist mir völlig egal, ob Hamas Terroristen zu Freiheitskämpfern verklärt oder die Brutalität der IDF als notwendig erachtet wird. Die gesamte linksradikale Szene hat bei der Bewertung dieses Konflikts komplett die Scheuklappen auf. So wies grad passt, damit man ja nicht über den prinzipiell zu hohen Tellerand des eigenen Lagers schauen muss. Denn in Wirklichkeit gehts gar nicht um die Menschen in Nahost, sondern um die Identitätskrise in den La Casas, den Conne Islands oder den Rote Floras dieses Landes.
zum Beitrag18.07.2026 , 11:30 Uhr
In das Gejammer um Canceln und Kunstfreiheit kann ich hier überhaupt nicht einstimmen. Kunst kann mit Provokation spielen, kann auch politisch sein, auch kontroverse Fragen in den Raum stellen. Das hier ist aber ein reiner Agit Prop Text, der ganz offen politische Gewalt und Selbstjustiz zumindest mal für legitim erklärt. "Staatstragend" ist daran überhaupt nichts, ganz im Gegenteil. Und wer so unterwegs ist, muss sich halt mal entscheiden ob er besonders radikal, edgy und "danger" sein will oder im Abendprogramm des ZDF auftreten möchte.
zum Beitrag16.07.2026 , 19:32 Uhr
Ich sag ja nicht, dass damit klar ist wer es war. Aber dass nach solchen Bekennerschreiben auf Indymedia, die linksextreme Szene in Verdacht gerät ist ja erstmal nicht unverständlich. Vor Allem, weil es genau solche Anschläge schon vor etlichen Jahren gab. Damals um Züge aufzuhalten, die Birnen zu Naziaufmärschen gefahren haben. Das ist also nicht völlig aus der Luft gegriffen. Und dass Linke generell Gewalt ablehnen ist -sorry- nicht mal mehr naiv. Besonders aktuell nach den ganzen Solidariätsbekundungen um die "Hammerbande" und "Free Klette" Protesten. Wenn man das mit dem Verstand und der Gewalt wörtlich nehmen würde, dann hätten Teile der radikale Linken aber ein gehöriges Kopfproblem.
zum Beitrag15.07.2026 , 19:38 Uhr
Das mag auf Deutschland zutreffen. In den Niederlanden sind rund 80% der Menschen in Berufen mit Tarifbindung. Das gehört dort prinzipiell zu Wirtschaftssystem und Arbeitsmarkt. Prinzipiell haben die Gewerkschaften dort eine anders geartete und dabei viel bedeutendere Rolle (Poldermodel).
zum Beitrag15.07.2026 , 19:28 Uhr
Extremismus ist ignorant, elitär und gewalttätig, immer. Und es ist völlig egal, unter welcher Flagge oder welchem Buch gezündelt, gebombt oder gemordet wird. Die jeweilige Ideologie dient nur als Feigenblatt für destruktive, undemokratische Akteure, die sich berufen fühlen, mit Terror und Gewalt ihre Weltsicht durchsetzen. Anarchisten sind keine Linken, stehen aber natürlich der linken Szene traditionell näher. Da muss man gar nix konstruieren.
zum Beitrag15.07.2026 , 19:16 Uhr
Falls Marsmenschen oder die FDP immer wieder Bekennerschreiben für solche Anschläge auf ihren einschlägigen Plattformen veröffentlichen würden, dann könnte man durchaus einen Verdacht in diese Richtung äußern. Mir persönlich gibts nach solchen Aktionen prinzipiell zuviel "false flag" Geraune und zu wenig klare Worte der Distanzierung.
zum Beitrag12.07.2026 , 21:36 Uhr
"Aber vor der WM wäre er noch ungeschoren davon gekommen. Der Schiedsrichter hatte das Vergehen nicht gesehen und deshalb den Gegenspieler wegen eines Fouls verwarnt"
Ich bin ja generell kein Freund des VAR, aber was soll denn daran falsch sein? Für mich ist das eine Regel im Sinne des Sports. Wäre Paredes vorbelastet gewesen, wäre er wegen dieser dreisten Schwalbe vom Platz geflogen. Dass Embolo bereits gelb hatte und dann vom Platz flog war dann halt Pech. Für sone Dummheit ist die Strafe dann auch folgerichtig.
zum Beitrag10.07.2026 , 21:44 Uhr
Es gibt Monoblockanlagen, die in der Anschaffung wenige Hundert Euro kosten und für dies keinen Monteur brauch. Im Schnitt gibts in Deutschland 12 Tage über 30 Grad. Für kleinere und mittlere Räume reicht eine mit 0,5 bis 1,0 KW. Wenn man an diesen Tagen das Gerät 10, 12 Stunden laufen lässt, kann man die Raumtemperatur gut senken und bezahlt nicht mehr als 100, 150 Euro pro Sommer. Da gibt man fürs Heizen im Winter viel mehr Geld aus.
zum Beitrag06.07.2026 , 19:00 Uhr
„Faschist:innen mit Presseausweis sind immer noch Faschist:innen.“
Mag sein. Ich sehe da zwar eher Rechtspopulisten und Libertäre, aber das spielt auch gar keine Rolle. Wer glaubt, sich selbst das Recht zu geben, aus dem Mob heraus Andersdenkende anzugreifen und am Boden liegend gegen den Kopf zu treten, begibt sich selbst in das Lager, wo er seine Gegner sieht. Ähnliche Relativierungen gabs auch nach dem Angriff auf das Heute Show Team. Um so wichtiger, dass der Artikel hier dahingehend auch mal klare Kante zeigt.
zum Beitrag06.07.2026 , 15:42 Uhr
Ja und? Das weiß hier jeder. Trotzdem kann man ja eine gewisse Informationstiefe erwarten. Dass Trump seine Gegner als Kommunisten beschimpft und es unter den Demokraten auch Sozialisten gibt, ist ja nun nicht unbedingt ne Neuigkeit.
zum Beitrag06.07.2026 , 15:34 Uhr
"Manche würden vermutlich sagen, Trumps Idiotien, Korruptheit und rhetorische Absurditäten beschrieben im Kern exakt das Wesen der US-amerikanischen Gesellschaft heute. Wer die USA ein bisschen mag, will das immer noch nicht glauben."
Ja mei, jeder kann glauben was er will. Dass diese These Nonsens ist, kann man allein daran erkennen, wie knapp die Wahlergebnisse hinsichtlich von Wählerstimmen sind und wie wie schlecht Trump in den Umfragen dasteht. Über 75 Mio haben Trump nicht gewählt und 57% lehnen aktuell seine Politik ab. Das Land steckt in einer tiefen sozialen Krise hat seine tiefe innere Spaltung nie überwunden. Das Trump überhaupt erst als Präsidenten ermöglicht hat. Aber gerade weil man auch Nixon und Bush Junior überwunden hat, wird man auch Trump überwinden. Nur eins wirds in den Staaten sicher niemals geben. Und das ist Sozialismus. So naiv können auch die Linkesten unter den Demokraten nicht sein.
zum Beitrag06.07.2026 , 15:20 Uhr
Was für eine Farce. Es wird allerhöchste Zeit, dass sich ein paar große nationale Fußballverbände zusammentun und sich von der FIFA emanzipieren. Das war schon immer ein korrupter Haufen. Aber was unter Infantino läuft, sprengt alle noch vorhanden Grenzen und ich sehe nicht, dass sich da irgendwas noch positiv entwickeln könnte. Selbst wenn Trump mal abgedankt hat und niemand mehr Infantino persönlich vor der Justiz schützt. Dieser Eingriff hat auf alle das Potential ein Kipppunkt zu sein und selbst wenns nur die UEFA Mitglieder sein sollten, die da rausgehen und was Eigenes machen. Rechtlich wäre das möglich. Immerhin hat der EuGh längst entschieden, dass die FIFA gegen EU Wettberwerbsrecht verstößt.
zum Beitrag28.06.2026 , 20:20 Uhr
Dier Story Mesut Özil wird völlig verklärt. Ja, es gab über Jahre Anfeindungen. Über sein Aussehen, seine Lethargie, sicher auch Rassismus. Aus der Mannschft geflogen ist er, weil nicht nur mit Erdogan ein Foto gemacht hat, sondern weils auch noch zu einer Zeit war, als dieser Kritiker, Oppositionelle, Journalisten etc, verhaften lassen hat. Denit Yücel, der hier geschrieben hat saß damals ein Jahr in türkischer Haft. Und während Özil sich nicht im Stande sah, eine Erklärung abzugeben, hat Gündogan, der bei dem Fototreffen dabei war, einen Fehler eingeräumt und sich entschuldigt. Der hat danach noch Jahre gespielt und war sogar zeitweise Kapitän der Nationalelf. Özil ist nicht nur das arme Opfer in dieser Geschichte.
zum Beitrag28.06.2026 , 14:47 Uhr
Meine Güte, es geht hier um einen Sportevent. Die Leute schauen gern Fußball, haben für sich eine gute Zeit. Niemand wird Nazi, weil er mit einer Fußballmannschft mitfiebert. Und wer daraus irgendwelchen nationalistischen Unfug macht, der war vorher schon ein Idiot. Und davon gibts in jedem welche. Der Rest drumherum, ist nichts als Projektionsfläche für den eigenen ideologischen Tunnelblick.
zum Beitrag28.06.2026 , 14:33 Uhr
Natürlich ist sie nicht weniger Deutsch. Da spielen ja auch nur deutsche Staatsbürger. Die ganze Debatte ist halt schlicht Unsinn. Und ich finde, man sollte nicht auf jeden Unsinn einsteigen.
zum Beitrag27.06.2026 , 17:32 Uhr
"Es ist kompliziert. Die nationalen Zugehörigkeitsgefühle sind flüchtiger geworden."
Nein, es ist überhaupt nicht kompliziert. Zumindest müsste es das nicht sein, wenn man nicht ständig jeden lauen Wind aus der braunen Ecke zum Thema machen würde. Was interessiert mich denn was ein Rechtsextreme wie Krah darüber denken, dass wir eine diverse Mannschaft haben ? Solche Leute hassen alles, was nicht ihren Vorstellungen entspricht. Und sie werden wirklich Alles so drehen, dass es ihnen in den Kram passt. Wann begreift ihr denn das mal?
Und was linke Graswurzelbewegungen angeht, kann ich mich an keinen Zeiotpunkt erinnern, wo die noch mal irgendwas Positives von der Nationalelf gehalten haben. Weder zu "bidodeutschen" Zeiten, noch 2010, als die AfD kaum existent war, noch heute. Ja, es ist eben nur Fußball. Und dass da eine Mannschaft mit knapp 50% Migrationsanteil spielt, könnte man auch einfach mal als positiv und normal akzeptieren, ohne irgwas drumherum zu konstruieren. Das Dilemma ist an der Stelle selbst gemacht.
zum Beitrag26.06.2026 , 17:20 Uhr
Ja klar, aber wenn die Rente weiterhin nur aus Arbeitsnebenkosten bezahlt und immer weniger Einzahler immer mehr Bezieher finanzieren sollen, ist sie wohl sicher oder was? Dass das nicht mehr so funktionieren kann, haben all die Läder, die immer als vorbildlich für die Rente dastehen, schon längts gecheckt und deshalb Kapitalanlagen als eine Rentensäule eingeführt. Bei einem Zusammenbruch der Börse ist kein Einkommen mehr ein sicheres Auskommen, weder Gehälter noch Renten. Und dann wird noch der olle Adenauer (!) aus den 50ern vorangeschoben. Ernsthaft? Es ist echt kein Wunder, dass wir als Land nicht vorankommen, wenn wir bei allen Reformen dermaßen angstgetrieben sind.
zum Beitrag26.06.2026 , 16:34 Uhr
Natürlich tut sie das. Selbst wenn man mal einäugiger Weise alle SPD Wähler als progressiv bezeichnen würde, kommt das Lager, was gemeinhin als "links der Mitte" bezeichnet wird seit Jahren auf maximal 37%. Da sind alle Seeheimer mit dabei und auch Grüne, die Kretzschmann oder Ödzedemir wählen. Das Probleme scheint mir eher, dass ob der allgemeinen Vereinfachungen und der immer populistischer geführten Debatte, die Begriffe komplett durcheinandergeraten. Konservativ ist nicht gleich rechts und erst recht nicht rechtsextrem.
zum Beitrag26.06.2026 , 16:09 Uhr
"Um das klarzustellen: Die Frage ist nicht, worüber Comedians Witze machen dürfen. In einer Demokratie, in der die Kunstfreiheit ein hohes Gut ist, dürfen sie sich erst einmal über alles lustig machen. Die Frage, was ein gelungener Witz ist, ist dabei eine ganz andere."
Sorry, aber da klingt für mich einfach nicht glaubwürdig. Wenn man fordert, jemanden "keine Bühne zu bieten", weil man den Humor nicht teilt oder den Witz für "nicht gelungen" hält, dann geht aber exakt um die Frage, worüber man Witze machen darf". Ich möchte Nuhr kein Stück verteidigen, ich steile einen Humor nicht. Aber ich hätte gern Ehrlichkeit in der Debatte. Und wenn man die Kunstfreiheit selbst betont, dann darf man zwar Witze kritiseren, aber man muss sie hinnehmen, auch wenn man nicht drüber lachen kann.
zum Beitrag23.06.2026 , 16:11 Uhr
Ich würde mal meinen, dass die Entschuldigung für einen gefährlich dumpfen und in jeder Hinsicht geschichtsvergessenen Vergleich mehr als angebracht ist und damit auf jeden Fall eher für den Entschuldiger spricht, als es selbstgerecht pubertäres Fingerzeigen auf die Dummheiten Anderer wäre. Es ist weder Stärke noch Haltung sich selbst an den intellektuellen Unterirdischkeiten des politischen Gegners zu orientieren.
zum Beitrag21.06.2026 , 17:07 Uhr
Vor der letzten BT wahl hab ich gedacht, der alte Wagenknecht Muff ist weg, da kommen neue Leute, die nach vorn gehen wollen, die pragmatisch was verändern wollen, die könnten vielleicht mal wählbar werden. In meinem Bekanntenkreis, haben der Partei damals Einige die Chance gegeben, die sie nie vorher gewählt haben. Mittlerweile bewegt sich die Linke noch schneller in eine Richtung, mit der ich nix zu tun haben will. Der Nahostkonflikt gerät intern zum identitätstiftenden Fetisch mit massivem Spaltungspotential und ob die Äußerungen der Jugend zu Stalin, Mao und Honecker, oder die Gleichsetzung der CDU mit dem Faschismus, ausgerechnt in der BILD (!) zeugt von einem Maß an Geschichtsvergessenheit, das einen nur noch sprachlos macht. Die stecken offensichtlich irgendwo zwischen selbstgerechter Edginess und radikalem Lagerdenken in einer intellektuellen Sackgasse, aus ders nur schwer wieder rausgeht und die enorm viel Wählerpotential verspielt.
zum Beitrag20.06.2026 , 14:25 Uhr
Achwas? Wenn da mal nicht der Erklärbär im Mondschafspelz daherkommt.
zum Beitrag19.06.2026 , 18:30 Uhr
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht vor wem mir mehr gruselt. Diejenigen, für die ausschließlich der Leistungsgedanke zählt oder Diejenigen, die Leistung und Wettstreit nicht mal bei Sportwettkämpfen ertragen können.
zum Beitrag19.06.2026 , 15:56 Uhr
Nur ist Red Bull eben kein "Finanzgeber", Sponsor oder Investor. Die sind 100% Eigentümer des Clubs und denen war auch wurscht, wo sie investieren. Zuvor hatten St.Pauli, Düsseldorf und Sachsen Leipzig abgesagt. Dann haben sie sich die Lizenz für die Oberliga beim Fünftligisten Markleeberg erkauft, Verinsname, wappen und Farbe geändert und mit Konzernmillionen und allerlei Taschenspielertricks ihr Marketingkonstrukt nach oben gepusht. Die haben bis heute 23 Stimmberechtigte Mitglieder. Allesamt Konzernangestellte. Das hat mit einem Sportverein überhaupt nichts mehr zu tun und deswegen gibts auch zurecht die Ablehnung.
zum Beitrag19.06.2026 , 15:12 Uhr
"Für Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat das Endspiel begonnen....
Keir Starmers Schicksal ist jetzt wohl besiegelt"
Kleiner Klugschiss am Rande: Ein Endspiel kann man durchaus gewinnen. Nur Elferschießen sollte man als Engländer vermeiden.
zum Beitrag19.06.2026 , 15:02 Uhr
Natürlich. Man kann in den Keller ziehen, über den Sommer nach Island fahren oder schwitzen ohne zu jammern.
Kleine Klimaanlagen haben im Schnitt 0,5 KW. Im Jahr gibts knapp 2 Wochen mit Temperaturen über 30 Grad. Wenn an diesen Tagen die Klimanalage jeden Tag 20 Stunden läuft, sind das 280 Kwh. Bei etwa 0,35 € knapp 100 Euro Gesatmkosten. Das sind 10 Freibadbesuche mit jeweils einem kleinen Eis.
zum Beitrag19.06.2026 , 14:46 Uhr
Meine Güte, in allen Ländern, bei denen die Temperaturen schon immer sehr hoch waren, sind Klimaanlagen Standard. Die müssen bei uns auch nicht das ganze Jahr über laufen. Diese Hitzetage beschränken sich auf zwei, drei Wochen im Jahr. Im Schnitt hatte 2025 11 Tage mit temperaturen über 30 Grad. Bei 35 bis 40 Grad hilft auch kein Rollo mehr und man kann auch nicht vor jedes fenster einen Baum pflanzen. Und das "Gesamtproblem" Klimawandel, würde sich für etliche Jahrzehnte nicht mal einen Zentimeter verbessern, selbst wenn Deutschland von heut auf morgen komplett verschwinden würde. Es braucht verschiedenste Lösungen, aber natürlich braucht es auch individuelle Lösungen wie Klimaanlagen.
zum Beitrag18.06.2026 , 13:26 Uhr
Was ist denn daran "befremdlich", wenn man Fakten anspricht? Ich habe nirgendwo geschrieben, dass ich Migration für ein Problem halte oder dass Migration an sich ein Problem ist. Aber zur Kenntnis nehmen muss man schon, dass dieses Thema präsent ist. Natürlich darf man verschiedene Probleme nicht gegeneinander ausspielen. Aber man muss die Probleme lösen, da sonst die Solidarität schwindet. Wenn das Schwimmbad zu ist, die Schultoiletten unbenutzbar sind und die Brücke zur Autobahnanbindung seit Jahren wegen Baufälligkeit gesperrt ist, die Mieten und Lebensmittelpreise steigen, dann haben Leute weniger Verständnis, für eine neue Flüchtlingsunterkunft. Und da wo Gemeinden mit der Versorgung überfordert sind, darf man sie nicht hängen lassen. Natürlich ist Migrationsfeindlichkeit falsch, aber sie kommt nicht aus dem luftleeren Raum.
zum Beitrag18.06.2026 , 13:13 Uhr
Vermögen sind kein Teil des aktuellen Sozialverischerungssystems. Selbst wenn man diese oder die Kapitaleinnahmen darauf besteuern würde, müsste das System komplett reformiert werden. Und es geht ja nicht nur um Renten. Gerade was die Krankenversicherung und die Pflege betrifft, sind die Ausgaben gegenüber den Einnahmen massiv gestiegen. Teure und aufwendigere Behandlungen, Therapien, Pflegeheimplätze sind heute Standard, keine Ausnamhen mehr. Pflegekräfte verdienen heute (zum Glück) auch alle Mindestlohn. Ja, dass die Vermögenden für den Sozialstaat mehr zur Kasse gebeten werden müssen keine Frage. Aber nein, das hat mit den Finanzierungslücken des aktuellen Sozailversicherungsystems wenig zu tun. Das wird nunmal nur über Arbeitsnebenkosten finanziert und ist dehalb nicht mehr funktional. Und nebenbei, die Behauptung, wir hätten "riesige Produktionssteigerungen" hält einfach keiner Überprüfung stand. Der Produktionsindex fällt seit rund 10 Jahren stetig.
zum Beitrag17.06.2026 , 17:24 Uhr
Ich habean keiner Stelle geschrieben, dass Kompromisse falsch sind. Nur müssen diese Kompromisse auch stattfinden. Wie groß sind denn die Schnittmengen beider Parteien? Wo sind die denn zu Kompromissen fähig? Bei Migration, Sicherheit, Klima, Sozialstaat, Miete kann man nicht weiter auseinderliegen. Die Linke müsste als kleine Kraft Sachen abnicken, die ihr das Genick brechen würde. Das ist zum Scheitern verurteilt und es ist auch nicht glaubwürdig, Gegenteiliges zu behaupten. Da habe ich lieber eine vernünftige Opposition, die kompromissfähig und konstruktiv ist, aber trotzdem ihre ureigenen Ideale nicht über Board werfen muss. Und natürlich ist die AfD konservativ. Die wollen zurück ins Vorgestern, zur D-Mark, zum Deutschsein ohne Migration. Die "letzten Jahrzehnte" sind für die eine Fehlentwicklung. Das ist radikaler Konservatismus in Reinform. Es spielt gar keine Rolle, wie sie ihre Gegner bezeichnen. Es kommt drauf an, Politik ehrlich und glaubwürdig zu machen. Das ist der einzige Schlüssel, um die wieder schrumpfen zu lassen.
zum Beitrag17.06.2026 , 17:08 Uhr
Das greift für mich viel zu kurz und macht nix weiter, als die andere Seite der Stadt/Land Spaltung aufzuzeigen. Es gibt sowohl in der Großstadt als auch auf dem Dorf/Land Vorteile, Nachteile, Probleme, Vorurteile. Und wenn Menschen auf dem Land, den Dreck, Armut, Verwahrlosung, Anonymität, Entfremdung, etc. kritisieren, dann liegen sie nicht weniger falsch, als die Kritiker der Stadt, die Spießigkeit, mangelnde Weltoffenheit und Ressentimenst auf dem Land kritiseren. Man kann sicher "flimmernde Neonschriften, Beton und Asphalt, Reklame schön finden, muss man aber ganz gewiss nicht. Das kann man auch künstlich, kalt und bedrückend finden. Und man kann das jeder kennt jeden auf dem Dorf als autoritäre Kontrolle empfinden, aber eben auch als Gemeinschaft, während in der Großstadt viele Menschen komplett vereinsaemen. Am Ende sind beide Konzepte Teil einer Gesellschaft und jeder kann sein Glück woanders finden. Die Spaltung der Gesellschaft und das Unverständnis füreinander hat nicht wenig damit zu tun, dass übergeordnete Politik heute oft aus einer urbanen Sicht, für ein urbanes Milieu gemacht wird. Und eine Geringschätzung für das Leben der Anderen, kann man auch im Artkel finden.
zum Beitrag17.06.2026 , 13:00 Uhr
"Allein aus Selbsterhaltungstrieb sollten die demokratischen Parteien und vor allem die Union erkennen: Härte in Asylfragen ersetzt keine Politik, die sich mit den Themen beschäftigt, die die Bevölkerung wirklich betreffen."
Das ist sicher absolut richtig. Nur IST das Thema Migration eines, dass viele Menschen bewegt, das zeigen alle Umfragen ( www.tagesschau.de/...entscheidend.shtml ) ganz deutlich. Klar, wenn der Rest des Ladens läuft, wenn Integration, Sozialsysteme und Sicherheit problemlos funktionieren, dann wird Migration auch viel weniger als Problem wahrgenommen. Es hilft aber auch nicht, zu ignorieren, dass das momentan nicht der Fall ist. Die Probleme lösst man sicher nicht allein mit Abschiebungen und Härte, aber man muss sie angehen.
zum Beitrag16.06.2026 , 16:14 Uhr
Ja genau. Grüne und CDU, da passt kein Blatt dazwischen. Als echter Linker, kannste mit denen nicht zusammenarbeiten. Und wenn man das noch weiterdenkt und weiß, dass zwischen Union und AfD schon lange kein Unterschied mehr zu erkennen ist, dann isses ziemlich genau das Bild, was die Blaubraunen ihren Wählern erzählen. Vielleicht ja mal mit denen was machen, oder?
zum Beitrag16.06.2026 , 12:48 Uhr
Das ist noch nicht einmal nah dran. Klar, Alles sehr schwer bis eigentlich gar nicht vergleichbar. Aber das Durchschnittjahresseinkommen in Deutschland lag 1918 bei etwa 2000 Mark. Heute bei rund 57500 Euro. Das wäre, wenn man die Rechnung weiterspinnen wölle, fast das 30fache.
zum Beitrag16.06.2026 , 12:32 Uhr
"Hier und nicht in der Demografie liegt das Problem"
Doch natürlich liegt da das Problem. Das hätte man natürlich kommen sehen müssen und die Sozialsysteme viel früher reformieren und natürlich brauchts dabei auch den Blick auf solidarische Besteuerung von Gewinnen. Aber es bentöigt auch das Verständnis, dass neue progressive Wege gegangen werden müssen, es allein mit Arbeitsnebenkosten nicht mehr funktioniert, dass mehrere Säulen der Finanzierung nötig sind. Das System an sich würde trotzdem noch funktionieren, wenn sich nicht immer weniger Einzahler immer mehr Empfänger stützen müssten. Oder um diese unangenehm überstrapazierte Phrase noch mal aufzugreifen: It's Mathematik stupid!
zum Beitrag16.06.2026 , 12:13 Uhr
Ja unvorstellbar. Und die vielen Leute erst, die Anderen beim Schauspielern zusehen, ohne selbst Schauspieler zu sein.
zum Beitrag16.06.2026 , 11:58 Uhr
Was die Demokratie wirklich gefährdet sind, unglaubwürdige, handlungsunfähige und zerstrittene Koalitionen. Mal im Ernst. Kann eine Regierung mit Beteiligung von Linkspartei und CDU wirklich dafür sorgen, dass die Wähler wieder mehr Vertrauen in demokratische Parteien bekommen? Ist sie willens und in der Lage, gemeinsam an einem Strang zu ziehen und die tiefen parteipolitischen Gräben für eine pragmatische Arbeit zu überwinden? Oder isses nur ein aus der Not gedrungenes Zwangsbündniss, dass rummurkst und nach kurzer Zeit an seinen ideologischen Widersprüchlichkeiten scheitert? Ich gehe jede Wette ein, dass beide Parteien Wähler verlieren, wenn sie so ein unsinniges Bündniss ankündigen und das so eine Koalition auch noch die letzten Konservativen ins blaue Lager treibt. Solche Ideen sind einfach nur kurzsichtig und von einer fast schon manischen Angst vor der AfD getrieben. Da sollte man sich besser gegenseitig tolerieren und konstruktiv Oppositionsarbeit machen. Und die Kurzlebigkeit einer italiensichen Regierungen (Durchschnittshaltbarkeit 14 Monate!) als Beispiel ins Feld zu führen, kann ja wohl nicht wirklich ernst gemeint sein.
zum Beitrag15.06.2026 , 16:55 Uhr
Das ist genau der Punkt. Natürlich brauchts diese Bildung. Aber natürlich "wirkt" diese erst in einigen Jahren. Und daher wird natürlich beides benötigt. Regulierung für Minderjährige und (digitale) Medien-Bildung ab der ersten Klasse. Niemand bestreitet das man diese Bildung dringend benötigt. Genau wie die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen. Nur ist dieser Zustand aktuell nicht im Ansatz gegeben und daher brauchts zumindest vorerst Verbote, zumindest für die jüngsten Nutzer. Es ist mir absolut schleierhaft, warum das von den ausgesprochenen Gegnern so vehement ignoriert wird.
zum Beitrag15.06.2026 , 16:39 Uhr
"Ohne Abhängigkeit geht es nicht"
Die Welt ist global, das Netz auch, nichts geht ganz ohne Abhängigkeiten. Betriebssysteme, Dateninfrastruktur, etc. gibt es alles schon. Datenanalysen auf Basis von KI Software wird heute in jedem Bereich angewendet. Dass auch die Behörden digitalisiert werden ist auch Teil einer nicht aufzuhaltenden Zukunft und ist auch nicht per se negativ. Es kommt drauf, wie sicher, transparent und rechtlich abgesichert das passiert. Und dass man bei Sicherheitsarchtektur nicht mit Firmen und Staaten zusammenarbeitet, die ganz andere Ziele verfolgen.
zum Beitrag15.06.2026 , 16:21 Uhr
Es gibt halt nicht "DEN" Afd Wähler. Die haben ein Kernklientel, dass die aus Überzeugung wählt und an das man auch nicht rankommen wird. Die haben früher NPD oder dergleichen gewählt, gabs schon immer. Aber 50% haben damals wo anders ihr Kreuz gemacht, oft jahrzehntelang. Und was den "unmündigen" Bürger angeht: Hier wird völlig überschätzt, wieviele Menschen sich tiefgründig mit Politik beschäftigen. Die allermeisten Menschen lesen keine Wahlprogramme, haben keine tiefe politische Überzeugung. Die haben ihre ureigenen Probleme und wollen schlicht, dass es für sie selbst besser wird. Und an einem Punkt, wo zig Jahre GroKo, Ampel Chaos und Jetzt wieder GroKo es nicht schaffen, das Land zu reformieren, die Wirtschaft anzukurbeln, die Preise zu senken und nebenbei das Bild einer abgehobenen, um sich selbst kreisenden Politblase abgeben, haben Populisten leichtes Spiel. Die müsen gar nicht viel mehr bieten außer Kontra. Und dass die Linke bei der letzten BTW erstaunlich gut abgeschnitten hat, liegt auch nicht nur daran, dass sie aus reiner Überzeugung gewählt wurde. Vor 20 Jahren war das im Osten Protestpartei Nummer 1. Warum sie das heute nicht mehr ist, hat auch Gründe.
zum Beitrag15.06.2026 , 13:42 Uhr
Mal abgesehen davon, dass das Wort "Amtssprache" keinen Beamten zur dialektfreien Sprache verpflichtet, kommt das Wort "Hochdeutsch" im Gesetzestext nicht einmal vor.
BVwVfG §23
(1) Die Amtssprache ist deutsch
zum Beitrag15.06.2026 , 13:14 Uhr
Und wer bitte informiert sich heute noch nur über Tagesschau und Co? Und selbst wenn der Fußball 5 von den 15 Minuten einnimmt, wird über politische Entscheidungen und Anträge doch trotzdem berichtet oder nicht? Die üblichen Polit Talks laufen trotzdem. Und was bitte "tritt da in den Hintergrund?". Wer den Bericht über ein Spiel wahrnimmt, aber den Bericht über Sozialkürzungen nicht, der hat sich auch vorher schon nicht dafür interessiert. Als ob die Menschen in Zeiten ohne große Sport- oder Kulturevents auf einmal alle Politiaktivsiten wären.
zum Beitrag14.06.2026 , 17:22 Uhr
Ja verrückt. Rechtsextreme hören rechtsextreme Musik. Und dann haben sie auch noch "doppeldeutige Texte" und singen vom "grün-versiften Friederichshain". Wo soll das noch hinführen?
zum Beitrag14.06.2026 , 17:13 Uhr
Wom Zurücklehnen hat überhaupt niemand gesprochen. Bislang wurde eher permanente die braune Apocalypse beschworen. Und das lähmt ganz offensichtlich die demokratischen Kräfte, die zum Teil wie kopflose Hühner agieren. Die AfD geht nicht weg, weil man unablässig vor ihr warnt, sich ständig an ihrer Politik orientiert oder drauf hofft, dass sie irgendwann mal jemand verbietet. Sie verliert, wenn die anderen überzeugen. Dass sie von einem Teil ihrer Wähler nur aus Protest gewählt wird und im Ernstfall dann doch das Kreuz wo anders gemacht wird, zeigen die Stichwahlergebnisse doch ganz deutlich.
zum Beitrag14.06.2026 , 13:25 Uhr
Sorry, aber olle Kamellen schlecht aufgewärmt. Das war vielleicht früher mal von Relevanz, als man entweder Nachrichten oder Fußball schauen konnte und bei einer Heim WM mit Ausnahmezustand im Land, vielleicht auch noch. Aber gerade bei dieser WM laufen die allermeisten Spiele nachts. Da klebt niemand den ganzen Tag vor dem TV und kriegt nicht mit, was beschlossen wird. Schonmal gar nicht diejenigen, die politisch interessiert und aktiv sind. Als ob die protestierenden Studenten und ihre Unterstützer beim Thema BaföG Reform, jetzt wegen der WM einmal nur noch Fußball im Kopf hätten und Bär unbemerkt durchgekommen deswegen jetzt würde. Das ist doch fast so schief konstruiert, wie der Vergleich mit dem Bundestrainer.
zum Beitrag14.06.2026 , 12:43 Uhr
Aushalten: Linke
Nicht aushalten: Linke, die ständig darüber reden, Linke zu sein.
zum Beitrag13.06.2026 , 14:27 Uhr
Nur mal kurz. Ich kann mit Rap auch nichts anfangen, ein großer Teil subkultureller Musik gefällt mir überhaupt nicht, ich erkenne die Qualität und den Wert klassischer Musik völlig an, hab auch ein paar klassische Werke auf Vinyl im Schrank stehen. Und ich würde mich selbst auch nicht als "links" bezeichnen. Aber die soziale Ungerechtigkeit in der kulturellen Bildung würde ich auch nicht daran messen, das nicht noch mehr Kids die Werke nachspielen wollen, die ihren "bürgerlichen" Eltern gefallen.
zum Beitrag13.06.2026 , 14:05 Uhr
Das kann man auch als Geschenk begreifen. Es gibt wenig Schlimmeres als Jugendblasorchester. Im Ernst. Ich weiß schon, worauf der Artikel abzielt und das die musikalische Förderung vom Status des Elternhauses abhängt, ist natürlich schlecht. Für mich entsteht Kunst aber da, wo sie unvoreingenommen, ungeschliffen, kreativ und frei entsteht und nicht da, wo die immergleichen Standardwerke brav vom Notenblatt abgespielt werden. Ich hab Profimusiker kennengelernt, die ihr Instrument perfekt beherrschen oder eine gute Stimme haben, aber nicht in der Lage sind, eigene Songs zu schreiben oder einen persönlichen Stil zu entwicklen. Und als Jugendlicher sollte genug Rebell in einem stecken, sich lieber darin zu versuchen, sich kreativ ausdrücken zu wollen, als vor dem Fönwellen-Publikum "Für Elise" runterzuklimpern.
zum Beitrag12.06.2026 , 14:29 Uhr
"Niemand hier scheint Ensembles anderer Schulformen zu vermissen."
Jo. Und während solche Kreise auf spießigen Schulveranstaltungen Jugendblasorchester und klavierspielende Musterschüler beim Interpretieren verstaubter Klassiker beklatschen, sitzen die coolen Kids mit billigem Equipment im Proberaum, Jugendclub oder Nachbars Garage, ballern Powerchords, programmieren Beats, texten irgendwelche Raps zusammen, jammen, freestylen, fangen an die ersten eigenen Songs zu schreiben. Nicht immer gut, manchmal auch richtig schlecht, aber vor allem authentisch und mit Leidenschaft.
zum Beitrag11.06.2026 , 13:18 Uhr
Es ist völlig egal, ob man der Meinung des Autors folgt oder nicht. Sich WM Spiele im TV nicht anzusehen und "es in die Welt hinauszutragen" ist nunmal einfach kein Boykott, auch wenn das vor jedem Turnier immer wieder behauptet wird. Das bekommt weder jemand mit, noch bekommt die FIFA auch nur einen Cent weniger, noch tangiert es die amerikanische Regierung. Man kann das alles falsch finden und persönlich ignorieren. Gar keine Frage. Aber das macht man lediglich fürs eigene Gewissen.
zum Beitrag11.06.2026 , 12:43 Uhr
Ja mei. Ich kann ne Sowjetfahne oder ein Jungpionierwandgemälde schon ganz gut erkennen. Und die Zeiten, wo ranzige Oi Bands in solchen Clubs den Grauzonencheck problemslos überstanden haben, sind auch schon lange vorbei.
zum Beitrag11.06.2026 , 12:33 Uhr
Ich finde das ganz und gar nicht so peinlich. Solange der Inhalt stimmt ist das ein nützliches Tool. Genau wie Rechtschreibhilfen schon lange Standard sind. Politiker sind weder Sprachkünstler noch Philosophen. Und schau ich mir Reden, beispielsweise von unserem Kanzler oder von Frau Bas, wo man nur die Wände vors Gesicht schlagen kann oder scholzomatisches Rumgeeier, dann ist das sogar ein begrüßenswerter Fortschritt. Das Einzige, was schade ist, das man in Zukunft auf solche Klassiker, wie die Flughafenrede von Rhetorikgott Stoiber verzichten werden muss. Und im Ernst: Zum Hunderten Mal, auch wenns aussichtslos scheint: Es ist völlig egal, ob Voigt KI benutzt oder nicht, ob er seine Reden schreiben lässt oder von einem Kakadu vortragen läßt. Die "extreme Rechte" wird alles, wirklich alles nutzen und so verdrehen, dass es in ihre Agenda passt. Die müllen das Netz selbst mit KI Videos zu, wie niemand anderes. Hört endlich auf, jeden Furz von denen schon im Vorfeld erschnuppern zu wollen!
zum Beitrag10.06.2026 , 12:29 Uhr
"Mutmaßlich sind es Eltern und Großeltern, die ihren Kindern und Enkeln ein wie auch immer geartetes Ostgefühl einpflanzen."
Das mag sicher einen Teil betreffen, gerade in der Provinz, da wo man sich nach einer Art Ost-Identität sehnt. Ich persönlich erlebe das aber wo ganz anders. Ich spiele mit meiner Band meist in linken Jugendzentren und Clubs. Und da ist in den letzten Jahren auffällig immer mehr Sowjet- und DDR Symbolik zu sehen. Das war vor 10, 15 Jahren so noch nicht der Fall. Da war eher alles in der üblichen Punk- und Anarchoästhetik bepinselt. Das betrifft vor Allem Clubs in Ostdeutschland (speziell ein Laden in Leipzig fällt mir da ein), dass sehe ich aber mittlerweile durchaus auch in einschlägigen westdeutschen Schuppen. Bei mir im Viertel versprühen Leute aus der mutmaßlich antikolonialen Szene rote Sterne, Hammer und Sichel zusammen mit propalestinänsischen oder Anti USA/NATO Slogans. Das ist also nicht ausschließlich muffige Ostalgie im Wutbürgerlager, sondern auch Teil neuer linker Strömungen. Und neben dem allgemienen Rechtsruck im Land, ist das für mich ein weiteres Zeichen, wie schnell das geht, mit der Geschichtsvergessenheit.
zum Beitrag09.06.2026 , 17:03 Uhr
Das ist doch alles ganz billige Flickschusterei, um sich vor einer richtigen Reform zu drücken. Natürlich werden die Beamtenbezüge dann so angepasst, dass eine Einzahlung in die Rentenkasse keine großen Nachteile mitsichzieht. Dann hat man zwar mehr Einzahler, aber auch mehr die rausbekommen. Das demografische Problem, das heute viel weniger Einzahler eine viel größere Menge an Empfängern finanzieren müssen, wird da nicht mal im Ansatz angegangen. Die Rente rein über die Arbeitsnebenkosten zu finanzieren ist nicht mehr funktiuonal. In allen Ländern, die das so handhaben und das System stabilisiert haben, ist das nur ein kleiner Baustein unter vielen. Da wird überall auf mehrere Säulen gesetzt. Dazu gehören flächendeckende Betriebsrenten (oft mit hohem Aktienanteil), private Zusatzvorsorge und staatlich angelegte Aktienfonds. Das ist in Skandinavien so, wie auch in den Niederlanden, in Australien oder der Schweiz. Für mich ist die Fixierung auf die Beamten reiner Populismus, weil man damit sugeriert irgendwelche vermeintlich Bessergestellten endlich mit zur Kasse zu bitten. Der Ansatz weniger zu verbeamten, ist unabhängig davon ein sinnvoller.
zum Beitrag09.06.2026 , 14:00 Uhr
Ich denke, das Problem ist nicht die Migration an sich, sondern das erste Erleben großer Migrationswellen. Das gabs in der BRD eben schon Jahrzehnte eher, eine multikulturelle Bevökerung ist längst Gewohnheit. Das kannten die meisten Ostdeutschen bis 2015 nicht. Und während zeitgleich zu den Migrationsschüben in den 70ern der Wirtschaftsboom kam, kamen die aktuellen Flüchtlingsbewegungen in Zeiten ökonomische Krisen und Unsicherheiten. Hab mal die Statisktik bemüht. Vor 2025 lag die Migrationsquote in Aue bei etwas 3 Prozent. Heute liegt sie bei 8,9%. Zeitgleich hat die Stadt etwa 10% ihre Einwohner verloren. Und die, die Abwandern sind meist nicht die Unzufriedenenen, sondern die Jungen und Bessergebildeten. Ich denke das führt dazu, dass Migration dort überproportional stark als Problem wahrgenommen wird.
zum Beitrag09.06.2026 , 13:46 Uhr
Man muss gar nicht viel wissen, warum da bei Teilen der Bevölkerung so eine Wagenburg-Mentalität entsteht, wenn 65 jahre nach der Wende immer noch ganz selbstverständlich pauschal von "den Ossis" gesprochen wird. Weder wählen dort die Menschen in der Mehrheit AfD, noch leben da alle im "Wohlstand." Und dass fast vier Jahrzehnte nach dem Mauerfall immer noch große soziale und ökonomische Unterschiede (Lohn, Rente, Chancengleichheit, Führungspositionen, Abwanderung, Arbeitslosenquote, etc) herrscht und damit abgetan wird, dass es den Menschen jenseits der Mauer ja damals noch viel schlechter ging, ist ebenso bezeichnend. Man stelle sich diese Argumentation nur mal bei Migranten vor, die bereits seit 40 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Das die AfD im Augenblick überall zulegt, vor allem in abgehängten Gebieten, ist kein Ost-Phänomen. Dass sie sich dort als identitätsstiftend für Unzufriedene und Enttäuschte etablierteren konnte, hat aber durchaus auch etwas mit Ignoranz und Geringschätzung zu tun.
zum Beitrag09.06.2026 , 12:58 Uhr
"Blaupause?!"
Lila-Pause wäre hier wohl zutreffender. Und ja, die Herde ist groß und braucht ständig neues Futter.
zum Beitrag09.06.2026 , 12:00 Uhr
"Da braucht es dann auch so faktenbasierte Meinungsbeiträge, wie den von Frau Catil"
"Faktenbasiert" heißt auf Grundlage von belegbaren Tatsachen. Die Autorin fällt ihr Urteil auschließlich auf der Basis von Vermutungen und Behauptungen. Dass es Fehlurteile gibt und sich reiche Personen auch schon gerechten Urteien entzogen haben und Frauen vor Gericht auch schon Unrecht erlitten haben, ist in keinster Weise ein Beleg dafür, dass Zeverev schuldig ist. Das ist genauso einseitig spekulativ, wie die Behauptung, die Frauen hätten das erfunden. So wenig ich in einer Gesellschaft leben möchte, wo wohlhabende Männer Frauen mißhandeln und damit durchkommen können, will ich in einer Gesellschaft leben, wo Gerichtsurteile aufgrund des Geschlechts prinzipiell nicht anerkannt werden und Menschen einfach so zu Tätern erklärt werden. Beides ist falsch. Und das gibts auch nichts "zuzuhören".
zum Beitrag08.06.2026 , 13:28 Uhr
"Die geplante Abgabe auf stark zuckerhaltige Getränke sei „nicht nur aus finanziellen Gründen sinnvoll, sondern auch aus Gründen der Prävention“
Ja na klar. Die Union sorgt sich um die Gesundheit der Verbraucher. Genau deshalb hat der CDU Parteitag die Zuckersteuer nur 2 Monate vorher mit "großer Mehrheit" abgelehnt. Und genau deshalb hat die Union auch die "Fortschritte beim Zuckerkonsum" frisiert. Und genau deshalb gibt auch die Zuckersteuer nur auf Softdrinks. Und genau deshalb lehnt die Union seit jahren eine Mehrwehrtsteuersenkung auf Bio-Produkte ab. Alles wehgen der Prävention Aber mei, was soll man machen, wenns doch so in die eigene Agenda passt? Soviel zum Thema Schönreden.
zum Beitrag06.06.2026 , 15:41 Uhr
"Wenn Bürger:innen erleben, dass der Staat bei kleinen Verstößen entschlossen handelt, bei milliardenschweren Wirtschaftsdelikten dagegen zögerlich wirkt, wächst das Gefühl institutioneller Ungleichheit. Aus diesem Misstrauen nähren sich Erzählungen von „denen da oben“ und „uns hier unten“. "
Na genau. Und wenn dann in Zeiten, wo die Politikverdrossenheit und der Zulauf zu den Populisten eh schon groß ist, einer Kanzler wird, unter dessen politischer Verantwort Cum Ex lief und der sich jetzt an die entscheidenden Details nicht erinnern kann, dann ist das Wasser auf die Mühlen von AfD und Co. Oder dass ein Dobrindt Innenminister werden kann, obwohl er als Initiator der PKW Maut den Staat einen Milliardenschaden zugefügt hat. An genau solchen Stellen liegt der Schlüssel, zu verantwortungsvoller Politik. Und genau daran kann man erkennen, wie weit weg die etablierte Politik von den Menschen ist. Mit so einer Ignoranz wird man die Rechten niemals kleinkriegen.
zum Beitrag05.06.2026 , 18:39 Uhr
Da muss gar nichts verboten werden. Das kann jeder Mensch selbst bestimmen, welche App wann und auf was Zugriff hat. Niemand muss überall seinen Standort eingeschalltet haben oder Tracking aktivieren. Ich würd mitgehen, dass es mehr Transparenz von Datennutzung und mehr generell Aufklärung zu Datenschutz und Medienverhalten brauch. Aber an jeder Supermarktkasse legen die Menschen freiwillig ihre Punktesammelkarten hin, haben elektronische Fahrtenbücher, Smartwatches, die Schritte zählen und an die KV weiterleiten. Die Menschen wollen das so.
zum Beitrag05.06.2026 , 17:33 Uhr
"Verhandeln ist besser"
Ganz ehrlich, ich kann diesen bescheuklappten Sermon nicht mehr hören. Putin beweißt seit Jahren zu jeder Gelegenheit, dass er nicht verhandlungsbereit ist und einen Frieden nur zu seinen Bedingungen akzeptiert. Was der Autor hier als "Auge um Auge" bezeichnet ist die einzige Möglichkeit der Ukraine, Russland ernsthaft zu schaden und seine Kriegsmaschienerie zu verlangsamen. Und einem Land, dass seit mittlerweile mehr als einem jahrzehnt von dseinem Nachbarn terrorisiert wird, dass jeden Tag Angriffe auf die ziviele Infrastruktur erleben muss, dessen Menschen im Winter ohne Strom und Heizung verbringen mussten "Verrat an humanistischen Werten" vorzuwerfen ist nichts als blanker Zynismus.
zum Beitrag04.06.2026 , 12:23 Uhr
Mit solchen dahingeklatschen Einzeilern kann man natürlich jeder Diskussion aus dem Weg gehen. Und wenn man meint, ein Srtikel müsse unbedingt eine besonders markige und pauschlae Headline haben, dann muss die These eben auch mit Fakten untermauern. Dass viele Frauen immer noch geschlechtsbedingte Ungerechtigkeiten erleben und es in Sachen Gleichberechtigung noch viel aufzuholen gibt, stellt ja gar niemand in Frage.
zum Beitrag04.06.2026 , 12:17 Uhr
Diese Fronten muss überhaupt niemand "aufmachen", die sind schon lange da und die Ignoranz, mit der jahrzehntelang die Gräben weggeredet wurden, haben ihren guten Teil dazu beigetragen. Die Kluft in Einkommen, Vermögen, Repräsentanz in Gremien, Führungspositionen, haben zu einer enormen Landflucht von jungen und giut ausgebildeten Menschen gen Westen geführt und sind 35 Jahre nach der Wende immer noch so groß, dass sie bei Teilen der Ostler zu einer Wagenburgmentalität geführt haben und von der AfD, die sich als "Kümmerpartei" inszeniert, aufgefangen wird.
zum Beitrag04.06.2026 , 11:34 Uhr
Das stell ich gar nicht in Frage. Mir geht das Meckern und Jammern in unserem Land schon lange auf den keks. Nur muss man das Positive auch hier zunehmend mit der Lupe suchen. Wenn man Grundtenor der meisten Artikel nimmt und dann noch die Kommentare darunter ließt, kann man das Gefühl bekommen, dass es kaum noch schlechter sein könnte. Und da hier nun wirklich nicht der rechte Mob und seine Lügenarrative unterwegs sind, frag ich mich, was genau den Autor reitet, so einen Artikel zu schreiben.
zum Beitrag03.06.2026 , 12:28 Uhr
Ich wollte mal völlig enthusiastisch nach Schweden auswandern. Hab dazu sogar ein Seminar besucht, mich über Jobmöglichkeiten informiert und ein paar erste Worte svenska gelernt. Dann hab ich nochmal kurz in den Wetterbricht geschaut und die Sache abgeblasen.
zum Beitrag03.06.2026 , 12:06 Uhr
Na ja, Kommentarspalten in Online Tageszeitungen sind nahezu überall Brennpunkte der Meckerei. Aber wenn man dem Autor mal polemisch folgt, isses schon erstaunlich, wie selbst hier das rechte "Lügenbild" den Menschen die Stimmung verhagelt.
zum Beitrag03.06.2026 , 12:00 Uhr
Aus dem Ausland kann man auch für die Junge Freiheit, Compact oder Nius schreiben. Und jetzt? Wird die grundlegende Aussage, dass die Unzufriedenheit in Deutschland ein rechtspoulitisches Phänomen ist, dadurch schlauer? Herr Hannemann gefällt sich in wortgewaltiger Polemik, merkt aber dabei gar nicht wie er mit dem Zaunpfahl durch die Blume so etwas sagt, wie "Wer D nicht liebt, soll D verlassen". Von allen Zeitungen, die ich lese, ist die Unzufriedenheit und das Gemecker über die Zustände in unserem Land nirgendwo größer, als in der taz. Ein Artikel gerade hier, wenn auch satirisch überhöht, der Unzufriedenheit nach rechts verschiebt, ist doch ziemlich absurd.
zum Beitrag02.06.2026 , 20:00 Uhr
"Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen"
Ach wirklich? Und wieviel Leute schreiben dann noch für die taz?
zum Beitrag02.06.2026 , 15:26 Uhr
"Lange galt für Familien- und Mittelstandsunternehmen das „unausgesprochene Gesetz, mit der AfD nicht zu reden"
Was für ein ausgesprochener Nonsens. Ein Blick in die Spendenlisten der AfD oder auf Sponsoren bei AfD Veranstaltungen, ob regional oder bundesweit reicht aus, um das ins Reich der Fabeln zu verweisen. Dieses rauf- und runterstrapazierte Wort "Brandmauer" mag für politische Zusammenarbeit auf höhere Ebene relevant sein, aber war außerhalb dessen nie existent. Da bekommt gar nichts "Risse", das gibt es seit der Gründung dieser Partei. Henkel und Das ist bei einer Partei, die deutschlandweit in Umfrage etwa bei 25% plus/minus liegt auch komplett realitätsfremd.
www.abgeordnetenwa...arteikassen-fuellt
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