Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
24.06.2026 , 13:18 Uhr
Bezugnehmend auf den Beitrag möchte ich anführen, dass Arbeitgeber bei regulärem Minijob bisher bereits 15% in die Rentenkasse einzahlen. Der Arbeitnehmer kann zusätzlich 3,6% einzahlen. Bei den Minijobbern, welche die Rentenbeiträge abgewählt haben, büßt die Rentenkasse also nur 3,6 % ein. Aus Sicht der Rentenkasse ist hier eigentlich nichts zu holen. Wie wird es zukünftig sein? Der Arbeitgeber zahlt nur noch 9,3 % und beim Arbeitnehmer erhöht sich der Beitrag auf 9,3 %. Was soll daran für Arbeitnehmer vorteilhaft sein? Die Abschaffung dieses Systems bringt weder für Rentenkasse wesentlich höhere Einnahmen noch bringt es Vorteile für die Minijobber. Im Gegenteil. Durch die wesentlich höheren individuellen Steuern (bisher 2% pauschal vom Arbeitgeber) werden viele den Job aufgeben oder in die Schwarzarbeit abwandern. Das System wurde übrigens ursprünglich eingeführt, um die Schwarzarbeit zu bekämpfen. Das war auch erfolgreich, wurde nur in den 25 Jahren des Bestehens immer mehr vergessen. Ich befürchte, dass an der Abschaffung des Minijobs mehr Ideologen mitgewirkt haben als Fachleute, die etwas vom praktischen Nutzen der komplexen Materie verstehen.
zum Beitrag23.06.2026 , 17:02 Uhr
Ich habe den Eindruck, dass viele, die eine Abschaffung des Minjobs fordern, kaum eine direkte Berührung mit der komplexen Materie haben. Es gibt wie bereits angesprochen sehr viele Nutznießer von Minijobs, die man einfach vor den Kopf stoßen würde. Studenten, Teilzeitkräfte und Rentner wurden schon genannt. Wir betreiben als Verein eine kleine Firma, die unseren Verein finanziert. In der Firma arbeiten fast ausschließlich Minijobber (13) im Nebenjob. Im Hauptjob sind die Leute in einem Forschungsinstitut angestellt. Sie arbeiten von 10 bis 200 Stunden im Jahr, je nach Auftragslage und persönlichen Bedürfnissen. Diese Flexibilität erreicht man nur mit Minijob. Man kann nicht für jeden kleinen Auftrag einen Arbeitsvertrag aufsetzen. Unsere kleine Firma, die hochspezialisierte technische Dienstleistungen für die Industrie erbringt, ist auf diese flexible Ausgestaltung des Minijob angewiesen. Ohne Minijob kann die Firma schließen, der Verein hat keine Einnahmen mehr und unsere Bürokraft muss entlassen werden. Ich denke nicht, dass die Politiker überblicken, was sie im Detail mit ihren Aktionen anrichten. Der Missbrauch sollte eingedämmt, aber nicht alles blind zerstört werden.
zum Beitrag