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20.09.2026 , 10:28 Uhr
Haben Sie auch die Freudentänzer mit übergehängtem Schnellfeuergewehr und Kippa, die im Kreis stehen und singen: "Es gibt keine unbeteiligten Zivilisten, es gibt keine unbeteiligten...." ? 20.000 tote Kinder und weitere 20.000 tote Frauen sind ganz sicher kein Weg zu friedlicher Nachbarschaft mit und für Israel.
zum Beitrag20.09.2026 , 10:14 Uhr
Netanyahu, Smotrich Ben Gvir et al unterscheiden sich in ihrer Ruchlosigkeit kaum von den Ayatollahs im Iran. Aber wir haben eigene, näher liegende Fragen: wollen wir wirklich in den aufgegeben VW-Werken für diese Leute die Drohnen produzieren, die sie dann in den Gaza, den Libanon, nach Syrien und in den Iran schießen? Nicht nur die lokalen sondern auch die nationalen Wirtschaftspolitikerinnen (ja, es sind Frauen...) wirken geradezu glücklich über israelische Rüstungskonzerne mit Investitionsabsichten. Fällt uns nichts Besseres als Nachfolgeindustrie ein als das?
zum Beitrag20.09.2026 , 10:00 Uhr
Ich bezweifle dass die 70er und 80er Jugend mehrheitlich rationale Analytiker waren . Auf der Demo im Bonner Hofgarten waren die meisten durchaus "affektgetrieben" . Ich darf das sagen: ich war dabei. Und einer davon.
zum Beitrag20.09.2026 , 09:55 Uhr
Die 500 bis 1000 "Fachleute" und "Juristen" die Adenauer für Führungsaufgaben in seiner Regierung gebraucht hätte, hätten sich finden lassen ohne auf Nazis zurück zu greifen. Wenn man sie denn hätte haben und suchen wollen. Sie kamen aus dem Exil zurück oder waren nie weg. Aber Adenauer wusste: die Altnazis beriefen sich alle darauf, nur Befehle befolgt zu haben. Also würden sie auch seine Befehle befolgen. Und wenn nicht, konnte er sie mit Verweis auf ihre Verstrickung jederzeit loswerden. Und die Delinquenten wussten das.
zum Beitrag20.09.2026 , 09:43 Uhr
Aber das"Gedankengut" hat 50 Jahre lang nicht gezündet. War ein grummeln schräger Vögel am Rand. Die gibt's immer und überall. Jetzt wollen plötzlich sehr viele dazugehören.
zum Beitrag20.09.2026 , 09:32 Uhr
Ihr Wort in Volkes Ohr. Allein, mir fehlt der Glaube.
zum Beitrag20.09.2026 , 09:29 Uhr
Die "alten" Nazis -Männer wie Frauen- der 50er und 60er hatten noch eine frische eigene Erinnerung daran, das und wie Faschismus schief gegangen ist. Und mussten nicht Protestwählen weil es leicht viel, sich mit der einigerm erfolgreichen Demokratie zu arrangieren. Das schlich sich demographisch aus. Der Nachwuchs ist aber in den folgenden Krisen (Ölkrise 1 und 2, Waldsterben, Massenarbeitslosigkeit, Ozonloch, NATO-Doppelbeschluß, Pershing - Demos, Anti-Atom-Kraft -Bewegung ). nicht nach rechtsaußen abgebogen. Was ist anders?
zum Beitrag20.09.2026 , 09:21 Uhr
Eine Frage steht dem Konzept "Ängste wg Migration und Zukunft ernst nehmen, dann wird's schon" im Weg: Im Westen gab's Einwanderung von Arbeitskräften auf weit höherem Niveau als es die "Neuen Länder" je hatten. Es gab Phasen von Massenarbeitslosigkeit, Zukunftsängste unter Stichworten wie Waldsterben und Ozonloch. Das Grummeln im Wahlvolk nach rechtsaußen nahm zu blieb aber sehr überschaubar. Ergebnis der Krisen und Ängste waren letztlich die einigermaßen fest in der Demokratie verankerten Grünen. Die stehen als Alternative zu den SchwarzRoten ja im Regal. Aber Männer Frauen wenden sich den GesiRemierenden zu. Kleiner Versuch , das Phänomen zu gendern ...
zum Beitrag20.09.2026 , 09:09 Uhr
Wenn die GesiRems vornehmlich Männer wären, dann hätten praktisch alle Männer in Sachsen-Anhalt AfD gewählt. AfD als allgemeines frauen Defizit zu übersetzen, ist aber eine Fehlwahrnehmung. Schon im Faschismus 1.0 waren wesentliche Anteile der Bewegung weiblich -nur die vornehmlich schwarz-weiß in unsere Wahrnehmung eingespeisten "Zeitzeugnisse" zeigen vornehmlich Männer. Man wird wohl auch die Wortschöpfung GesiRem irgendwie gendern müssen. Denn ausgerechnet dabei haben die Frauen geschafft, was damals auf den Pappschildern stand: "50% von allem". Wer die Wahldaten aus Sachsen-Anhalt ordentlich analysiert findet in fast allen Altersgruppen etwa 50% Frauen, in einigen sogar mehr. Nur bei Ü70 kam 1. eine vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung und 2. eine knappe 3viertel Mehrheit gegen die AfD. Das, immerhin, hat die absolute Mehrheit an Sitzen verhindert. Das wird auf Dauer nicht reichen. Denn auch Faschistinnen werden schließlich älter...
zum Beitrag20.09.2026 , 01:22 Uhr
.und in Chile, Argentinien, Panama, Brasilien, Persion (vulgo: Iran) , Laos, Vietnam, Kambodscha, Südafrika, , ja selbst Spanien und Portugal... Das Blöde ist: bessere Freunde als "der Westen" sind gar nicht im Angebot...so übel das sein mag...
zum Beitrag20.09.2026 , 01:16 Uhr
Denkmäler stellt man -wenns gut läuft- für Ereignisse auf, bei denen man Sorge hat, sie könnten in Vergessenheit geraten. Da sind eigene Schandtaten in Deutschland ebenso wie in anderen Ländern weit mehr gefährdet als die Schandtaten anderer Völker. Deshalb gehören deren Denkmäler auch eher dorthin, hier kämen die Leute bei solchen Denkmälern eher auf dumme Gedanken.
zum Beitrag20.09.2026 , 01:11 Uhr
Kurzfristig und ukrainische Menschenleben sicher, da haben Recht. Langfristig bin ich mir da weder mit Blick auf Ukrainer noch auf andere Europäer so sicher, dass ich darauf wetten würde...
zum Beitrag20.09.2026 , 00:59 Uhr
Wenn die USA aus der NATO (vulgo: North Atlantic Treaty....) raus gehen sollten, heißt der Restverein 1 Stunde später vermutlich WETO (West European Treaty Ordanization). Und NATO steht dann wohl für New American-Trump Ocean auf google maps.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:55 Uhr
Mein hässlicher Gedanke, aber Krieg ist nun mal genau das: hässlich... deshalb...:die NATO, die Bundeswehr braucht neben Geld vor allem eins, um sich auf die neue Lage einzustellen: Zeit. Und solange Putins Russland mit dem Kriege in der Ukraine derart beschäftigt ist, dass es keine Ressourcen hat, einen zweiten "heißen" Konflikt zu beginnen, kann die NATO an einer Reorganisation arbeiten. Nicht nur Selenskij ist schon auf den Gedanken gekommen, dass ein dauerhafter Waffenstillstand, Russland die Möglichkeit gibt, sich für den nächsten Konflikt aufzustellen und vorzubereiten - und das deshalb die Unterstützung aus Europa so etappenweise kommt. Und ob die USA angesichts der schönen Gewinne der Rüstungskonzerne so dringend am Ende beider Kriege interessiert ist, kann man sich angesichts Trump'scher Prioritäten für's eigene Portfolio auch fragen.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:47 Uhr
..."Und wenn Deutschland dann in zwanzig Jahren sein Ziel erreicht hat und die größte konventionelle Militärmacht auf dem Kontinent stellt, dann stehen dem deutschen Altmetall KI gestützte Drohnen und Kampfroboter gegenüber ..." Es ist zu hoffen, dass die Modernisierung der Bundeswehr nicht von denselben Ministerialen und Verwaltungsbeamten organisiert wird, die den technologischen Wandel in der Kriegführung 20 Jahre lang verschlafen haben. Aber wegen diesem "Fachkräftemangel" diese Aufgabe nicht anzugehen, wäre grob fahrlässig.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:41 Uhr
Ja, ... und ? China wird nach dem Angriff auf Taiwan ebenfalls von einer innerchinesischen Angelegenheit sprechen. Und Tschetschenien wurde nicht gewaltsam daran gehindert die Russische Föderation zu verlassen ?
zum Beitrag20.09.2026 , 00:37 Uhr
Niemand wäre auf die Idee gekommen, ein VW-Werk in ein Werk für Rüstungsdrohnen umzuwandeln, nur weil in China Märkte verloren gehen, wenn die "Bedrohungslage" noch so wäre wie vor 25 Jahren, als man sich entschied, die Bundeswehr zu einer reinen Symboltruppe runter zu sparen, weil man glaubte, es gäbe in Europa eh keinen Krieg mehr. Das POLITISCHE Debakel darin sehe ich eher, das wir damit Drohnen produzieren für ein Land (Israel), dass im Gaza-Steifen mit Drohnen ein Blutbad angerichtet hat und gegen den Iran mit Hilfe der USA einen angeblichen Präventivkrieg vom Zaun gebrochen hat. Das ÖKONOMISCHE Debakel im Umstieg auf Drohnenproduktion liegt darin, das Aufbau Rüstungsproduktion OHNE aktuellen Krieg keine Investition , sondern eine konsumptive Ausgabe ist. Waffen und Munition, die man "für den Ernstfall" ohne aktuellen Krieg produziert, liegen erst mal auf unbestimmte Zeit in Kasernen und Lagern herum und kosten Geld. Ein Grund, warum man die Munitionsvorräte der NATO in den letzten 30 Jahren hat leerlaufen lassen....
zum Beitrag20.09.2026 , 00:13 Uhr
Ändere in der Frage mit der Friedensbewegung einfach das Jahr von 1938 auf 1932. Dann reicht der Hinweis auf "KZ" nicht mehr.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:09 Uhr
Mit seiner Ahnung über eine Vorkriegszeit wie vor 100 Jahren wird Herr Müller wohl recht behalten. Ich denke, es wird nicht bis 2039 dauern, bis es kracht. Ja, es mag stimmen, das Russlands Wirtschaft in den üblichen Vergleichsrechnungen etwa wie Italien rauskommt. Aber Putin stellt sein Wirtschaftssystem auf Kriegswirtschaft um - das sind langfristige Entscheidungen, die mit einem wie-auch-immer gearteten Ende des Ukrainekriegs nicht verschwinden. Und Russland ist nicht allein: Es hat die Wirtschaftskraft Chinas im Rücken - fast ebenso wie Israel die Ressourcen der USA benutzen kann. Russland ist abhängiger Juniorpartner, gewiß. Aber der Konflikt den China gegen den Westen betreibt ist auf Jahrzehnte angelegt. Russland kann da ebenso eingesetzt und ggf verheizt werden wie Putin es mit den nordkoreanischen Soldaten macht. Russland wird vielleicht noch ärmer werden, als es schon ist: Für alles andere hat es zu viele Atomwaffen. Das zählt immer noch. Und für China wäre ein irgendwie "westlicher" gewordenes Russland eine Horrorvorstellung.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:38 Uhr
Wenn die Miete um 2% steigt, ist das ja nicht die ganze Geschichte. Denn auch die Nebenkosten steigen - und das um deutlich mehr als 2%. Das meiste an Kosten über die Vermieter klagen, sind unter dem Strich Kosten, die an die Mieter durchgereicht werden.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:35 Uhr
"Investoren" a la vonovia werden nicht bauen. Da haben Sie recht. Aber Baugenossenschaften, die explizit mit Ziel kostengünstiger Mieten bauen, kommen durchaus auf deutlich niedrigere Kosten als die Baukonzerne. Aber dazu benötigen sie Grundstücke. Um die sie mit den Groß"investitoren" konkurrieren müssen, die ihre Finanzmittel durchaus auch zum "Wegkaufen" möglicher Grundstücke verwenden, auf denen dann unter fadenscheinigen Begründungen eben nicht gebaut wird. Ob eine Kommune willens ist, mögliche Grundstücke anzukaufen, hängt von lokalen Netzwerken und Prioritäten ab. Gelegentlich werden auch größere Industriebrachen eben nicht angekauft. Man zahlt dann lieber Wohngeld für hohe Mieten bei den großen Vermietern.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:27 Uhr
Dabei gehen Sie davon aus, dass Einsparungen in den genannten Bereichen an die Mieter weiter gegeben werden. Das wird nicht passieren.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:25 Uhr
Durch den über Jahre aufgelaufenen Wohnungsmangel von deutlich mehr als 1 Mill Wohneinheiten, durch das Bauen an den Bedürfnissen der Menschen vorbei (deutlich zuwenig Wohnungen für Familien), wird die Nachfrage über Jahre hoch bleiben. Damit haben Anbieter wenig Anreiz günstige Mieten anzubieten, wenn auf jede Anzeige, 30 - 50 Leute vor der Tür stehen. Es bräuchte eine über Jahre konsistent durchgehaltene Anstrengung zahlreiche Wohnungen zu bauen und deutlich unter der Obergrenze des Mietspiegels auf den Markt zu bringen. Das widerspricht sehr deutlich den Handlungsmaximen in der Politik der "Volksparteien". Da herrscht immer noch die Marktreligion . Nur zur Sicherheit: die AfD ist da zwar laut, aber intellektuell noch ein Jahrhundert weiter zurück.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:18 Uhr
Der Preis wird nicht nur über die Nachfrage gesteuert. Es ist ja durchaus möglich - auch unter den geltenden Vorschriften - preiswerter zu bauen. Aber daran haben die etablierten Großvermieter kein Interesse. Baugenossenschaften zeigen ja, dass es gehen kann. Wenn nicht mit dem Ziel hoher Rendite, sondern günstiger Kosten gebaut wird, dann kommen Objekte auf den Markt, die zumindest etwas bezahlbarer sind. Wirkung auf das allgemeine Preisniveau für Kauf und Miete bekommt das allerdings nur, wenn auch die Menge so produzierter Wohnungen groß genug ist. Dafür braucht es andere Akteure als die etablierten Player - die haben kein Interesse an einer Entspannung am Markt.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:13 Uhr
Jein. Die Finanzierungsrechnung hat meist nur den Zeitraum der "Abzahlung" einer kreditfinanzierten Investition im Blick. Für diesen Zeitraum kann Ihr Argument zutreffen. Aber dieser Zeitraum ist oft nach durchaus überschaubarer Dauer vorbei - und die Miete, die ja auch zur Finanzierung durch eine Erhöhung beiträgt, bleibt dann dauerhaft erhöht. Diese Einkünfte werden aber oft für die Entscheidung nicht beachtet.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:09 Uhr
Mieten gelten jetzt nicht als zu niedrig für etwaige Finanzierung von Erhaltungs- oder Verbesserungsinvestitionen. In Mehrfamilienhäusern - nicht die der großen Gesellschaften - sind solche Investitionen wie Solaranlagen, Verbesserung von Isolierungen, Erneuerung zu effizienteren Heizungen - von der Art, auf die sich alle Eigentümerparteien einigen müssen (Handwerkerkosten und -verfügbarkeit hin oder her) . Wenn da auch nur einem die dafür nötigen Finanzmittel (Anteil ohne Fremdfinanzierung) fehlen - dann finden diese Investitionen nicht statt. Und kreditfinanzierte Investitionen scheitern dann oft daran, dass Banken älteren Eigentümern schlicht keine Kredite mehr gewähren - auch nicht gegen Absicherung durch eine Immobilie.
zum Beitrag17.09.2026 , 12:03 Uhr
Online-Einkaufen ist sicher ein Faktor - aber die "kleinen Läden" starben aus, weil die großen Läden den Einzelhandel an wenige Standorte konzentriert haben, die "bequem" mit dem Auto erreichbar sind. Unter den Annahme das "alle" ein Auto zur Verfügung haben, wurden so die Transportkosten der Einkäufe für die letzten Kilometer bis in die Wohnung an die KäuferInnen ausgelagert wurden.
zum Beitrag17.09.2026 , 11:59 Uhr
Nicht der Staat. Die Allgemeinheit - denn die zahlt die Steuern, aus denen das Wohngeld finanziert wird. Rechnet man das republikweit zusammen, ist es eine gigantische Umverteilung von unten nach "oben". Denn die Immobilieneigentümer die vermieten und ganz besonders Eigentümer/Anteilseigner renditegetriebener Vermietungsgesellschaften gehören in aller Regeln nicht zum "unten". Und die etablierte Politik traut sich da nicht ran - sie hat Angst vor der Medienmacht der InteressenvertreterInnen, die wollen dass das so bleibt.
zum Beitrag17.09.2026 , 11:56 Uhr
Die Antwort ist vielseitig: eine Variante ist: die Kinder -so es sie gibt...- leben woanders. Die Älteren werden pflegebedürftig und die Pflegekosten fressen die Ersparnisse des ganzen Lebens auf. Viele wollen sicher stellen, dass die Kinder nicht daran in finanzielle Probleme kommen. Denn es stimmt eben nicht, dass im Falle hoher Pflegekosten das Eigenheim sankrosankt ist. Deshalb werden Kredite auf das Haus aufgenommen, wo das noch möglich ist. Am Ende lehnen die Erben deswegen das Erbe ab. Ein andere Variante ist der Leerstand nach dem Erbfall, weil sich die Erben über die Verwendung oder Aufteilung zerstreiten.
zum Beitrag17.09.2026 , 11:49 Uhr
Aber diese 10-15% liegen in den besonders kritischen Wohnungsmärkten der Metropolen und sind der Teil des Wohnungsmarktes, der tatsächlich immer wieder auf "den Markt" kommt, dass heißt neu vermietet werden. DESHALB sind die Mietforderungen dieser Konzerne so dominant und deshalb ist ihr Einfluß auf einen etaigen Mietspiegel so bedeutend. Stellenweise können diese Konzerne mit ihren Mietforderungen den Mietspiegel nach oben treiben - und schaffen sich damit die Möglichkeiten für Mieterhöhungen im langfristig vermieteten Bestand.
zum Beitrag17.09.2026 , 11:46 Uhr
Aber der Ansatz für die etablierten großen Player, die großen Wohnungs(bau?)konzerne und -vermieter durch "Investitionsanreize" eine größere Bautätigkeit für Wohnungen zu erreichen ist (1) seit Jahrzehnten ausgetestet und offensichtlich gescheitert: sie bauen nicht in Menge und Ausstattung und Standort das, was der Markt nacht allen Analysen braucht. (2) Ebendiese Gesellschaften haben kein Interesse an einer Entspannung des Wohnungsmarktes, denn jede Entspannung senkt die Möglichkeiten, die Mieten im Bestand zu erhöhen, in der Folge die Bewertungen von Wohnungen aufgrund ihrer Ertragsfähigkeit in der Bilanz. (3) Rendite versprechen kleine Wohnungen für Singles mit möglichst häufigem Mieterwechsel. Benötigt werden Wohnungen für kleine und größere Familien - die ergeben aber niedrigere Renditen wenn die Miete als "bezahlbar" angesetzt wird. Lösen kann man das Problem nur durch massiven Wohnungsbau, orientiert am Bedarf, durch andere Akteure, die nicht primär Rendite orientiert sind - allen voran die Kommunen, denn die profitieren zusätzlich durch Einsparungen beim Wohngeld, das unter dem Strich nur die Renditen von Vermietern aus Steuermitteln finanziert
zum Beitrag12.09.2026 , 11:01 Uhr
Sie gehen mit erstaunlicher Selbstverständlichkeit davon aus, dass man die AfD nach einer Versager-Legislatur (1)als solche erkennt und (2) wieder abwählen kann. Das ist eine ziemlich riskante Wette
zum Beitrag12.09.2026 , 10:53 Uhr
Wenn man eines mit Sicherheit sagen kann, dann daß die Menschen in Sachsen Anhalt ganz gewiss nicht das bekommen, was 44% von ihnen glauben gewählt zu haben.
zum Beitrag12.09.2026 , 10:48 Uhr
Notfalls hilft der Zugriff auf den Landesverfassungsschutz und die Justiz, um etwaige Kandidaten der Konkurrenz rechtzeitig aus dem Rennen zu nehmen.
zum Beitrag12.09.2026 , 10:39 Uhr
Regieren lassen -was wird sie entzaubern....? Nee, wird es nicht. Hat es bei Trump auch nicht. Übrigens auch bei Meloni nicht. Und sie konnten in der Zeit allerhand dinge bewirken, die Regeln für eine Wahl so zu ändern, daß es mit dem Abwählen schwierig bis unmöglich wird, selbst wenn es Entzauberung gäbe. Und dann ist da noch der Einfluss auf die Medien, die das mit der Entzauberung ebenfalls verhindern können. Was in Ungarn einmal gegen alle Voraussagen einmal geklappt hat, ist kein Gegenargument
zum Beitrag12.09.2026 , 10:31 Uhr
Wenn überhaupt, ließe sich ein grob hälftiger Anteil am Bundestag insgesamt argumentieren. Auf Parteien bezogen würde es das Wahlergebnis deutlich verfälschen. Verschiedene Parteien sind für Frauen unterschiedlich attraktiv und das muss im gewählten Personal auch deutlich werden können. Auch die Entscheidung, nicht zu wählen, muss sich im Parlament abbilden. All das wird mit einem Parteien 50:50 unmöglich. Schon die Grüne Regelung mit Frau an der Spitze und abwechselnd Mann und Frau auf der Liste ist eigentlich grenzwertig.
zum Beitrag12.09.2026 , 10:24 Uhr
Solche Regelungen hätten in Kuba spannende Wirkungen: einerseits dürften dann die Kubaner in Spanien mit wählen. Andrerseits die Exilkubaner in den USA auch in Kuba -was die Castro Junta vermutlich hinwegfegen könnte... Juristische Gedankenspiele ohne echte Realität...
zum Beitrag12.09.2026 , 10:19 Uhr
Dann könnten ja alle US AmerikanerInnen als Nachfolger von britischen Auswanderern in Grossbritannien noch Pass und Wahlrecht fordern und nutzen. Lass das den Donnie nicht hören, der macht daraus wieder ein Wahlkampfthema...
zum Beitrag12.09.2026 , 10:05 Uhr
Haben diese Frauen auf dem Zettel dass sie es sein werden, die den Nachwuchs dann zuhause unterrichten sollen?
zum Beitrag12.09.2026 , 10:02 Uhr
Am schlechtesten kommen sie bei den Ü70 Frauen an. Weil die -in ihrer Altersklasse - sehr viel zahlreicher sind als die Männer (Lebenserwartung und so...), aber weniger AfD wählen, hats mit der absoluten Mehrheit nicht geklappt. Weniger schön: in allen anderen Altersklassen haben mehr(!) Frauen für die AfD gestimmt als Männer... ooopps
zum Beitrag12.09.2026 , 01:39 Uhr
Wikipedia, es gibt listen früherer Ministerinnen für bund und Länder. Wenn sie es auf die jüngere Vergangenheit eingrenzen, tauchen viele weibliche Namen auf. Für die Jahrzehnte davor gilt natürlich noch die alte Regel: Minister sind Männer. Aber heute nimmt man, wenn denn Frauen sein müssen, sie lieber eher für Bildung, Familie, Soziales. Eher weniger für Wirtschaft oder Finanzen. Bei Verteidigung hat man's 2mal mit ner Frau versucht. Das ist schiefgegangen.
zum Beitrag12.09.2026 , 00:56 Uhr
Über die mentalen Defizite der AfD - Apologeten wird doch schon lange und ständig Satire produziert. Und das nicht zuletzt von Kabarettistinnen und Humoristinnen. Hat offenbar nicht geholfen. Wohl eher das Gegenteil...
zum Beitrag12.09.2026 , 00:52 Uhr
In fast allen Altersgruppen (außer 18-24 und vor allem in den Ü70) haben die weiblichen Stimmen etwa einen 50% Anteil an den AfD-Stimmen. Und in der Gruppe der Ü70 sind die Frauen aus demographischen Gründen in der großen Mehrheit. Aber deren nur sehr kleiner Anteil an AfD Stimmen hat vermutlich die absolute Mehrheit für die AfD verhindert. Das macht die zahlreichen weiblichen AfD Stimmen in allen anderen Altersgruppen aber um keinen Deut besser.
zum Beitrag12.09.2026 , 00:48 Uhr
Ach Quoten sollen leisten, was die Frauen Sachsen-Anhalts offensichtlich sonst nicht hinkriegen ... einfach nicht für die AfD stimmen. Denn 20% der Wahlberechtigten haben kein Problem mit der männlichen Dominanz in der AfD. Schließlich ist ja eine lesbische Blondine ganz vorne mit dabei.
zum Beitrag11.09.2026 , 10:15 Uhr
"Unser Land ist bislang mit der sozialen Marktwirtschaft sehr gut gefahren." Stimmt. Aber das Fahrzeug hat keinen TÜV mehr. Das soziale der Marktwirtschaft hängt ökonomisch am Geschäftsmodell des Exports von Konsumgütern und Investitionsgütern in den Rest der Welt. Das hat China kopiert, skaliert und auf Dauer übernommen. Das deutsche weiter so oder "zurück zu unseren Wurzeln" ist keine Option mehr. Das begreift unser politisches Personal zu langsam. Dazu kommt die "gute Fahrt" war eine Fahrt in eine ökologische Sackgasse, denn es war der Kapitalismus der vornehmlich westlichen Industrienationen inkl. Japan uäm, der den Klimawandel gestartet hat. China macht ihn jetzt nur schlimmer. Auch unsere Wirtschafts -und Politikwissenschaft ist auf der Suche nach Alternativen ziemlich blank -insbesondere was dessen Umsetzung in die Realität betrifft.
zum Beitrag11.09.2026 , 10:04 Uhr
Nur so als Hinweis: die Mauer ist inzwischen länger weg als sie gestanden hat. Eigene Erinnerungen an deren Wirkung als Erwachsene haben in den östlichen Bundesländern nur noch Ü45. Die mit den meisten Erinnerungen (Ü70) sind die , die in Sachsen Anhalt am wenigsten AfD gewählt und damit die absolute Mehrheit verhindert haben.
zum Beitrag11.09.2026 , 09:46 Uhr
Das was wirtschaftlich und soziokulturell gescheitert ist, war die DDR. Die hatte mit Sozialismus nur dem Namen nach zu tun. Das System dessen wirtschaftliches und soziokulturelles Scheitern wir gerade erleben ist wohl mit "Kapitalismus" grob, aber einigermaßen korrekt beschrieben.
zum Beitrag11.09.2026 , 09:38 Uhr
Das ist tatsächlich die wichtigste Frage. Denn selbst mit der Strategie "Sorgen und Ängste ernst nehmen, Probleme lösen" und "politisch bekämpfen" kommt man an große Teile der Afd fans ja nicht mehr ran. Sie müssten die anderen, verbesserten Fakten und Realitäten ja wahrnehmen , anerkennen und den "klassischen" Parteien und Akteuren als Leistung zuschreiben. Wie kann das mit der zersplitterten Medienlandschaft und dem Verbleib in Informationsblasen klappen? Man bräuchte wohl sehr,sehr viele Leute vor Ort, die wissen wie ein politisches Gespräch geführt wird, ohne in Gebrüll zu enden.
zum Beitrag10.09.2026 , 23:04 Uhr
Manchmal frage ich mich, ob diese Verdrängung , diese tiefe Überzeugung, dass sie von den "Maßnahmen" nicht betroffen sein werden, sogar bis in die AfD-Führung reicht. (Röhm lässt grüßen) . Denn wenn Weidel für die AfD die Wahl gewinnt und Höcke eine Chance sieht, sie abzuräumen und selbst Kanzler zu werden, kann Frau Weidel samt Familie sich ganz woanders wiederfinden als im Kanzleramt.
zum Beitrag10.09.2026 , 22:59 Uhr
Ok, das ist nachvollziehbar (Geht mir übrigens genauso...) Aber bezogen auf die AfD: Es steht genug auf dem Wahlzettel, das nicht nach Faschismus riecht. Wer einwendet: Ja, aber die haben doch keine Lösungen - muss mir erklären, wie man dann Leute wählen kann, die konsequent jede Aussage verweigern, wenn man nach konkreten, durchführbaren, rechtlich möglichen Maßnahmen fragt. Pudding. Wand. Nageln. Frage an Siegmund: Soll Putin den Krieg gewinnen - ja oder nein? Er flüchtet in whataboutismen, redet redet über alles mögliche. Diese einfache Frage beantwortet er nicht. Er kann nicht über die Lippen bringen: Putin darf den Krieg nicht gewinnen. Weil er weiß, was die nächste Frage sein würde.
zum Beitrag09.09.2026 , 23:07 Uhr
Wer sollte da trümmern ? Die ehemaligen "Alliierten" haben alle den gleichen Virus: Trump. Farage. Le Pen, Melloni. Die Liste ließe sich fortsetzen.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:59 Uhr
Ja, ich fänd's auch schön, wenn es die AfD nicht gäbe. Aber von jedem AfD-Verbots-Befürworter möchte ich hören, bzw lesen, was er oder sie glaubt, das nach einem AfD Verbot mit Blick auf die WählerInnen und Unterstützer passieren würde: Kehren die zu "Altparteien" zurück? Ziehen sich komplett von Politik zurück ? Gründen den nächsten Populistenverein? Oder besteht nicht die Gefahr, dass ein kleiner aber bedeutender Teil in den Untergrund geht - und auf die Unterstützung hoffen kann. Das kann allerhand Gewalt zur Folge haben. Genug Aggression ist in der AfD dafür allemal vorhanden.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:54 Uhr
Es haben ja nicht alle Parteien versagt. Zum einen könnte es also bei "in ihren Augen" an ebendiesen Augen mit ihrem Tunnelblick liegen. Zum anderen ist es keineswegs die notwendige Folge AfD zu wählen, wenn es nur um eine "message" an die etablierten politischen Akteure geht. Da stehen noch eine Menge andere Parteien auf dem Wahlzettel, von denen die allermeisten diese Demokratie nicht zerstören wollen. Und die nicht mit offensichtlichen Clan-Strukturen die öffentlichen Kassen mit "Arbeitsverträgen" ausplündern.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:50 Uhr
Follow the money. Wenn die "etablierten" "klassischen" Parteien offenbar größere Probleme haben, ihre politischen Aktionen, ihre Werbung uäm zu finanzieren, gleichzeitig die AfD aber offenbar keine Probleme hat, "flächendeckend" mit Personal und Propagandematerial aktiv zu sein, dann stellt sich die Frage: wo kommt das notwendige Geld dafür her? Aus der klassichen Parteienfinanzierung wohl kaum. Könnte da ein Fan aus Übersee eine Rolle spielen? Immerhin ist die AfD Parteivorsitzende ja einmal in Erklärungsnot gekommen, wo und wie Spendengelder obskurer Herkunft über die Schweiz den Weg in die Partei gefunden haben... Warum sollte ausgerechnet Deutschland von solchen Einflußversuchen verschont bleiben, wenn die Rechtsganzweitaußen-Parteien und Populisten in Frankreich und Großbritannien ebenfalls den finanziellen Zuwendungen aus dem interessierten Ausland offenbar kaum widerstehen können undoder wollen.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:31 Uhr
Wir können doch die Analyse, ob AfD Mitglieder(oder Ohneglieder ;-)) oder auch deren WählerInnen pathologisch gestört sind, einer Massenpsychose folgen , oder was auch immer die psychologische Qualifizierung ergibt, nicht davon abhängig machen, ob das -veröffentlichte- Ergebnis der AfD nutzt oder nicht. Wenn da ein psychisches Massenphänomen ganz gezielt geschaffen und gestaltet wird - und Menschen darauf hereinfallen, dann muss eine solche Erkenntnis dafür verwendet werden, taugliche Gegenstrategien zu entwickeln, die erfolgreicher sind als die bisherigen. Ich versuche mal eine Analogie: Um erfolgreich zu verhindern, dass Menschen durch Schockanrufe a la Enkeltrick oder ähnliche VArianten um ihr Vermögen gebracht werden, ist es nötig zu wissen, mit welchen psychischen Tricks diese Kriminellen arbeiten. Denn die einfachen Hinweise a la "fall nicht darauf rein" funktionieren ja als Immunisierung nicht. Es braucht die korrekte Analyse, was geschieht, um dagegen agieren zu können.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:22 Uhr
Ich persönlich akzeptiere keine "Begründungen" oder "Entschuldigungen" mehr dafür, dass Menschen AfD wählen. Die Aussagen der Art: die Partei ist weitgehend faschistisch, aber die meisten ihrer WählerInnen nicht. Wer FAschisten an die Macht wählt, ist verantwortlich. Wasauchimmer Menschen für Probleme mit der etablierten Politik oder dessen Personal haben - und da gibt es wahrlich eine Vielzahl von Punkten, die ihre volle Berechtigung haben - mensch kann den Teufel nicht mit dem Belzebub austreiben. Es gibt genug Mittel und Methoden gegen eine als falsch wahrgenommene Politik aktiv zu werden. AfD wählen gehört nicht dazu. Es ist ein No-Go.
zum Beitrag09.09.2026 , 10:05 Uhr
Die Bundesbildungsministerin klingt wie alle PISA Politkommentiererinnen vor ihr: Schlimm, darf nicht so bleiben, Chefinnensache. Aber wir haben doch... Kultusministerkonferenzen sind seit mindestens 30 Jahren ein versagerInnen-Klub. Ja, natürlich, alle können sagen, "aber wir haben doch dies...und wir haben doch das..." Aber wenn nach dem Spiel alle Spielerinnen sagen: wir sind doch gerannt bis zu Erschöpfung und haben nie aufgegeben, Wir haben genauso oft aufs Tor geschossen wie die anderen. Dann mag das stimmen. Nützt aber nichts, denn diese Kultusfrauschaften verlieren Jahr für Jahr Spiel um Spiel. Und dann steigen wir halt liga um liga ab. Und jawohl: Bildungsminister sind in der Regel Bildungsministerinnen.
zum Beitrag09.09.2026 , 09:56 Uhr
Da könnte das Internet ja helfen. Gut gemachte (!!!) Lehrvideos online stellen, nicht zwischen den Millionen Ablenkungen gesteuert durch zweifelhafte Algorithmen. Es gibt einige SchülerInnen die damit gut zurecht kommen, wenn sie die für sich passende Variante eines Themas gefunden haben.
zum Beitrag09.09.2026 , 09:48 Uhr
"Die starken Schueler haben genauso das Recht im Rahmen ihrer Faehigkeiten gefoerdert zu werden" Unbedingt. Aber starke Schüler werden i.d.R. nicht schwächer wenn auch schwächere in der Klasse sind, es hat durchaus Potential zusätzliche andere Fähigkeiten zu fördern als stumpfes lernen. Aber es braucht ein Angebot für die SchnellmerkerInnen. Langeweile sollte nicht vorkommen. Merkwürdig eigentlich dass sich das system damit offenbar schwer tut, denn wirklich lerngierige und talentierte Menschen zu unterrichten ist eine Lust, macht Spaß. Macht glücklich.
zum Beitrag09.09.2026 , 09:37 Uhr
In unserem dualen Ausbildungssystem müssen jetzt die Ausbildungsbetriebe die Defizite ausgleichen, mit die Schulen die Jugendlichen in die Welt entlassen haben. Wenn sie es denn können. Und wollen. Einige tun sich das schon nicht mehr an. Denn es fehlt nicht nur an Wissen, sondern es gibt auch zahlreiche Klagen über mangelhafte soziale Kompetenz.
Und dieses teure Schulsystem muss ja nur etwas mehr als halb so viele Nachkommen ausbilden, wie es eigentlich bräuchte,um unsere Demographie einigermaßen stabil zu halten: 1,3 Kinder pro Frau, statt 2,1. Wenn Frauen etwas mehr Kinder bekämen, gehen die Staatshaushalte in die Knie.
zum Beitrag09.09.2026 , 09:14 Uhr
Aber nicht nur hierzulande sind die politischen Aufstiegssysteme so gestrickt,daß es genau die EgozentrikerInnen sind, die an die Spitze gelangen.
zum Beitrag08.09.2026 , 22:02 Uhr
Hätte er vielleicht gerne gemacht, aber die Verhältnisse, sie sind nicht so. Das ist Trump 2.0. Der Ukraine-Krieg braucht Geld - und dort "nein" sagen, bedeutet unkalklierbare Kriegsrisiken für ganz Europa. Merz wäre gerne ein Ludwig Erhardt 2.0 geworden. Für alles andere hat er offensichtlich kein Konzept. Und kennt auch niemanden, der eins hätte.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:58 Uhr
Was gibt das wohl für ein Wundern, wenn man AfD Politik bekommt, weil man AfD gewählt hat. ...
zum Beitrag08.09.2026 , 21:57 Uhr
Nur: Wie wird es denn was? Jemand hat mit Blick auf die deutsche Industrie einmal gesagt: Wir müssen so viel kreativer sein, wie wir teurer sind... Oooops. Da haben wir in Wirtschaft und Politik aber ein massives Problem.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:54 Uhr
Das Merz-Konzept, die Wirtschaft müssen mehr oder weniger konventionell mit klassischen Konzepten erfolgreich laufen, damit man sich den Systemwechsel in Energiewirtschaft etal "leisten kann". Von Sozialstaat gar nicht zu reden - dieses Konzept beweist, dass Kanzler Merz das Problem nicht verstanden hat. Klimawandel und Ende des bundesdeutschen Geschäftsmodells sind nicht Detailprobleme innerhalb eines ansonsten funktionierenden Systems. Es geht nicht um ein bisschen Umsteuern. Wir müssen zurück aus einer Sackgasse. Ich bin nicht sicher, ob die ERkenntnislage in der SPD so viel besser ist. Der einzige Punkt, bei dem die AfD so etwas wie "Recht hat" ist, dass der nötige Umbruch der Politik mit dem Personal das die Probleme hat entstehen lassen, wohl nicht zu machen ist. Das gilt nicht nur für das politische Personal, sondern auch für die Führungsebenen in den Ministerien. Dumm nur, dass die AfD die bereits vorhandene intellektuelle Krise und die Personalmisere noch gravierend verschlimmern würde.
zum Beitrag08.09.2026 , 21:42 Uhr
Ein AfD - Verbot wäre schön und notwendig gewesen - als es noch Zeit dafür war. Jetzt -spätestens nach den 44% Wahlen- ist es zu spät, sie ist zu groß geworden. Käme es tatsächlich noch zu einem Verbot inkl. Durchwinken beim Verfassungsgericht, hätten wir in vermutlich eher östlichen Teilen der Republik Gewalt-Konflikte. Das Wort Bürgerkrieg ist vielleicht zu stark. Aber viel würde nicht fehlen. Ich habe nie verstanden, was sich die Verfassungsrichter beim letzten Versuch gedacht haben, als sie die Rechtsradikalen für "zu unbedeutend" erklärten, um sie zu verbieten. Sie müssen wohl eine Art Korridor von %ten im Kopf gehabt haben, so zwischen 5 oder 10% bis 25% oder wasweißich. Sie konnten sich wohl nicht vorstellen, dass es mal mehr als 40% werden könnten...Juristen halt... Ich möchte von jeder und jedem der für ein Verbot ist, hören oder lesen, was er-sie glaubt, das nach einem Verbot passiert. Was machen die Fans des Allgemeinen frauen Defizits (das ist der wahre Name der AfD) dann ? Auswandern? Wieder CDU-SPD-Linke-BSW wählen? Nix wählen ? Wieviele werden dann "den Kampf aufnehmen"?
zum Beitrag08.09.2026 , 10:55 Uhr
"...jeder Arbeiter weiß, wenn es dem Chef gut geht, geht es auch dem Arbeiter gut. ..." Das mag für die berühmten "kleinen Handwerksbetriebe" noch gelten. Aber dort arbeiten nicht so besonders viele Menschen mehr. Fragen Sie einmal die Angestellten von Lidl, dm, rossman, aldi und anderen, ob es ihnen gut geht, wenn es den Eigentümern gut geht... Die "Chefs" und Entscheider sind von den Angestellten in der Regel inzwischen sehr weit entfernt.
zum Beitrag08.09.2026 , 10:52 Uhr
Die Unternehmensgewinne wurden und werden im Kapitalismus, resp. "Soziale Markwirtschaft", noch nie "fair verteilt." Das ist einfach nicht im System vorgesehen. Das sollten eigentlich wenigstens die WählerInnen 50+x "im Osten" am besten wissen, denn die hatten doch in der Schule wenigstens eine Marx'sche Kapitalismuskritik. Im Westen gab es so etwas kaum...
zum Beitrag08.09.2026 , 10:49 Uhr
Stimmt alles. Aber die Kenntnisse von WählerInnen der CDU, SPD, Grünen, Linken uäm des offiziellen jeweilig eigenen Wahlprogramms sind ebenfalls seit Ewigkeiten sehr überschaubar...Auch dort wird sehr "gefühlig" gewählt.
zum Beitrag08.09.2026 , 10:46 Uhr
Sorry, aber das ist das "conventional wisdom" der Wirtschaftspolitik aus dem letzten Jahrtausend. Sicher: wir leisten und in Steuerpolitik, in der Bauwirtschaft und einigen anderen Bereichen schwachsinnig aufwendige Prozesse die ihre vorgeblichen Ziele allzu oft verfehlen.. Das zu ändern ist seit 20 oder 30 Jahre angeblich Programm. Aber die Interessen für Veränderung sind immer noch weniger mächtig als die des Beharrens.
zum Beitrag08.09.2026 , 10:41 Uhr
Zu komplex. Das trifft nicht nur auf Merz zu. Das GEschäftsmodell der Bundesrepublik Deutschland funktioniert nicht mehr : Im Ausland möglichst günstig die Ressourcen kaufen, den kleinen wohlhabenden Eliten und Industrien im Rest der Welt mehr oder weniger hoch technologische Konsum- und Investitionsgüter verkaufen und im Zweifel zu teuer gewordene Produktionen in Billig-Lohnländer auslagern. Denn China hat beides: billige Arbeitskräfte und hohes technologisches Niveau. Und es nutzt einen technologischen Umbruch in Energie- und Mobilität um die eigene Investitionsgüterindustrie als Markführer zu etablieren. No-Fun Fakt: Ein Volk von 1,4 Milliarden Menschen hat fast 200 Millionen Menschen mit einem IQ von 115 oder mehr zur Verfügung. Darunter vermutlich mehr als einen Albert Einstein oder Steven Hawking. Deutschland ungefähr 12 Millionen. No Fun Fakt 2: M. W. das einzige Mitglied des deutschen Bundestages, das einigermaßen gut chinesisch verstehen und sprechen kann ist..... Alice Weidel....
zum Beitrag08.09.2026 , 10:25 Uhr
Die "dunkelsten Kanäle und Taschen" umfassen auch AfD-Sympathisanten und -profiteure.... Weil einem die Sozial- undoder Wirtschaftspolitik undoder Umwelt- undoder Verteidigungspolitik nicht gefällt, AfD wählen ist in etwa so konsequent wie einen Müllkutscher als Koch anheuern, weil einem das Essen im Restaurant nicht schmeckt. Was auch immer man über die AfD in Sachsen-Anhalt undoder anderswo sagen kann ist: außer Sprüchen und tik-token sind keinerlei Kompetenzen erkennbar. Denn auf vielfache Nachfrage nach Konkretem wird konsequent gemauert. Eins noch: Nigel Farage hat seine politische Marke mit einem Bart-Simson-Gesicht und konsequentem Dauergrinsen bei jedem öffentlichen Auftritt aufgebaut. Hat funktioniert. Ulrich Siegmund hat den messerscharf gezogenen Scheitel als AfD Markenimage mit dem dauerhaft völlig situationsunabhängig übergutgelaunten Springinsfeld kombiniert. Hat funktioniert. Beinharte Vorgabe der Marketing-Berater: Zu konkreter Politik sagst du nicht. Nie. Unter keinen Umständen.
zum Beitrag08.09.2026 , 10:15 Uhr
Der achso toughe Kanzler in Berlin knickt ein. Die SPD ist merkwürdig ruhig. Die Message aus Berlin ist: AfD wählen, um in Berlin mitzuregieren, funktioniert. In Zukunft sitzen virtuell Weidel und Chrupalla am Kabinettstisch - als Elefanten im Raum, als drohendes Unheil. Die Message werden nicht nur die WählerInnen im Osten in AfD-Stimmen umsetzen. Das kann ja Eiter werden.
zum Beitrag07.09.2026 , 12:37 Uhr
Die nicht mehr ganz so neuen Länder sind halt in weiten Teilen Flächenländer - und da ist es im Osten und Westen gleich: mit Busverkehr lässt sich die Teilhabe am öffentlichen Leben nicht bezahlbar realisieren, das kann nur in dicht besiedelten Bereichen (vulgo: Städten) einigermassen klappen. Mit den üblichen Beschwerden auch dort. Die Krux ist: "im Osten" wird das auf eine Ost-spezifische Benachteiligung zurück geführt. Weil ein erheblicher Teil der Bevölkerung ständig mental auf der Suche nach Indizien für eine Benachteiligung im Vergleich mit "anderen", "dem Westen" o.ä. sind. Dabei waren und sind vor und nach 1989 die Busverbindungen auf dem platten Land in Norddeutschland auch nie so dicht wie im Schwabenländle und die Einkommen im Norden ebenfalls deutlich niedriger als im Süden. Das ist nicht Ost-Diskriminierung sondern kapitalistische Logik. Und "der Osten" hat 5 Delegationen im Bundesrat für ca 16 Mill. Leute. Nordrhein-Westfalen fü ca 18 Mill. nur eine. Politische Diskriminierung sieht anders aus. Aber was helfen schon Fakten gegen ein Mindset.
zum Beitrag07.09.2026 , 12:25 Uhr
Für's verbieten dürfte es zu spät sein. Zum einen drohen dann in einigen Landesteilen - wahrscheinlich z.B. in Sachsen-Anhalt- bürgekriegsähnliche Zustände. Zum anderen sind die Hürden am Bundesverfassungsgericht seit dem letzten Versuch ja gestiegen. Das sehr merkwürdig begründete Urteil (...zu unbedeutend für ein Verbot...) dürfte sich umwandeln in ...zu bedeutend für ein Verbot... Es gibt keine Vorstellung, was mit der Arbeitsfähigkeit eines Parlaments und der Gültigkeit der Beschlüsse wird, wenn fast die Hälfte aller Abgeordneten einer Partei angehört, die wegen Verfassungsfeindschaft verboten wurde. Ich werden nie verstehen, was sich die Verfassungsrichter bei ihrem ersten Urteil gedacht haben: sie müssen sich ja eine Schwelle oder einen Korridor an Wahlprozenten vorgestellt haben, mit dem ein Verbot möglich ist... Zur Erinnerung: das Original NSDAP hatte nie ein Wahlergebnis vor 1933, das auch nur in die Nähe von 40% gekommen wäre. Das Ende ist bekannt.
zum Beitrag20.08.2026 , 14:51 Uhr
korrekt.
zum Beitrag20.08.2026 , 14:44 Uhr
Da ist etwas - wenig auch zuwenig - dran. Denn es ist ja keine kleine unbedeutende Macht-Klicke, die diese Ideologie und Politik in Israel auslebt. Es sind eben nicht nur Netanjahu, Ben-Gvir, Smodrich "und Konsorten". Diese Regierung ist nicht nur gewählt, sondern erfreut sich immer noch der Unterstützung und des Wohlwollens von etwa der Hälfte der israelischen Wählerinnen - wieviel genau wird man im Oktober sehen. Und diese WählerInnen wußten und wissen genau, welche Personen und Charaktere sie da seit Jahrzehnten in die politische Führung wählen: Sie haben Netanjahu je nach Zählung inzwischen vier mal zum Premierminister gemacht. Richtig: Es sind nicht alle Israelis - aber zuviele. Und es scheint, dass die Verteilung von Netanjahu friends-and-foes unter den Juden in der Diaspora ganz ähnlich ist. Diese Spaltung geht offenbar auch dort mitten durch die Familien.
zum Beitrag20.08.2026 , 14:18 Uhr
Wohl eher nicht.
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