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meine Kommentare
07.05.2026 , 10:48 Uhr
Dass manche Leute sich eine noch menschenfeindlichere Politik als die eines Alexander Dobrindt und noch restriktivere Gesetze als das gerade erst beschlossene GEAS-Anpassungsgesetz, das Ende Juni in Kraft tritt, wünschen ist kein Geheimnis. Diese Leute werden immer "Alles nur Show!" schreien, gelle?
zum Beitrag06.05.2026 , 18:05 Uhr
Boykottiere und rede darüber! Ich weigere mich, Dienste dieser Tech-Bros zu nutzen, und begründe das auch gegenüber Jeder/Jedem, die/der sich darüber wundert oder mich überreden will, z.B. WhatsApp zu nutzen. Kann man im Kleinen tun, aber auch im Großen, sprich, als Einzelmensch genauso wie als Partei etc. Wir sind nicht ausgeliefert, wir liefern uns höchstens selbst aus.
zum Beitrag05.05.2026 , 14:04 Uhr
Sehe ich anders. Die Leute, die AfD wählen, wollen nicht weniger Migranten, sondern gar keine. Umzusetzen im Stil einer Politik Marke Trump inklusive ICE, anders ausgedrückt: Sie wollen Remigration. Sonst könnten sie ja auch CDSU wählen, die sind wirklich schon restriktiv genug und verstoßen bereits seit längerem gegen EU-Gesetze, die Grenzkontrollen innerhalb des Schengen-Raums nur in Ausnahmesituationen zulassen.
zum Beitrag05.05.2026 , 13:44 Uhr
"Von Notz verweist auf mögliche europäische Alternativen"
Bei aller Zustimmung zu dem, was der Autor schreibt, sollte man sich aber nicht zu der simplen Gleichung "Europäische Analyse-Software = sicher" versteigen. Ich bin nicht vom Fach, aber ich gehe davon aus, dass man auch mit europäischer Software Menschen über das zulässige, datenschutz- und menschenrechtskonforme Maß hinaus ausforschen kann. Es ist deshalb absolut notwendig, den Innenminister*innen in Ländern und Bund den Vollzugsorganen weiterhin genau auf die Finger zu schauen, ganz gleich welche Software sie nun benutzen.
zum Beitrag05.05.2026 , 11:08 Uhr
Die Kinder und Jugendlichen nehmen auf und geben weiter, was ihnen die sie umgebende Gesellschaft vorlebt, eine Gesellschaft, die einst das schreckliche Wort "Ich-AG" erfunden hat, mit einem Kanzler, der ein Problem im "Stadtbild" zu erkennen meint, wenn die sich dort bewegenden Menschen nicht seinem Bild von "Normalität" entsprechen. Eine Gesellschaft, in der das Wort "Opfer" zum Schimpfwort mutiert ist und die erste Frage beim Kauf von Kinderkleidung immer noch viel zu oft "Junge oder Mädchen?" lautet.
Was also erwarten wir?
zum Beitrag04.05.2026 , 09:41 Uhr
Ich frage mich ja schon, warum man immer und immer wieder gegen dieselben Nebelkerzen anrgumentieren soll. Der Käs ist gegessen, Punkt. Da kann der Herr Spahn oder wer auch immer sonst noch so oft in die atomare Mottenkiste greifen.
zum Beitrag04.05.2026 , 09:39 Uhr
Je mehr der konservativ-wirtschaftsliberalen Seite die wissenschaftlichen Argumente gegen einen konsequenten Abschied von der fossilen Wirtschaftsweise ausgehen, desto öfter beschuldigt sie den Gegner, moralisch zu argumentieren anstatt in der Sache. Dabei liegen die wissenschaftlich fundierten Tatsachen auf dem Tisch. Aber gegen vermeintliches Moralisieren muss man halt nicht argumentieren, da reicht schon diskreditieren (Bali-Flieger!), das ist leichter.
zum Beitrag04.05.2026 , 09:21 Uhr
Objektive Gerechtigkeit? Ich denke, Sie meinen objektives Recht. Wobei auch das Recht dem Wandel des Moralempfindens unterliegt. Es gab Zeiten, da war Sklaverei rechtens.
zum Beitrag04.05.2026 , 09:09 Uhr
"Abschiebungen sind daher nicht möglich."
"Erst seit 2024 finden Abschiebungen nach Afghanistan wieder statt: 28 Personen wurden im August 2024 nach Afghanistan abgeschoben . Dabei soll es sich um ausreisepflichtige Straftäter gehandelt haben – einige lebten in Deutschland schon seit mehreren Jahren. 2025 wurden 81 straffällige Personen mit einem Charterflug nach Afghanistan abgeschoben , 20 Personen im Februar 2026 und 25 Personen im April 2026"
Quelle: Mediendienst Inegration
Wie passt das zusammen?
zum Beitrag04.05.2026 , 09:05 Uhr
Die Mehrheit der deutschen Bürger waren ja auch noch nie Nazis. Das waren immer die Anderen - hinterher.
zum Beitrag04.05.2026 , 08:57 Uhr
m.media-amazon.com...._SY445_SX342_.jpg
zum Beitrag04.05.2026 , 08:54 Uhr
Das ist schon richtig. Allerdings gilt auch: Wie man in den Wald reinruft, so schallt es zurück. Womit wir wieder bei den "kleinen Paschas" und "Sozialtourismus" wären. Klingt vielleicht nicht so vulgär wie "Leck Eier", ist aber vulgär¹.
¹vulgär = zu einfach und oberflächlich; nicht wissenschaftlich dargestellt, gefasst (Quelle: Duden)
zum Beitrag01.05.2026 , 18:57 Uhr
Wie so Viele verwechseln Sie „liberal“ mit „libertär“, womit Sie ganz auf Linie mit Lindner und der derzeitigen FDP sind. Es gab auch schonmal andere Leute in der FDP, aber das ist lange her.
Ich wäre auch sehr interessiert, was Lindner noch so aufzuweisen hat, außer dem zweifelhaften Verdienst, die Ampel an die Wand gefahren zu haben.
zum Beitrag30.04.2026 , 17:20 Uhr
Müssen wir jetzt zittern? Meiner unmaßgeblichen Meinung nach eher nein. Die Abhängigkeit beruht auf Gegenseitigkeit, und den Nutzen der US-Militärstützpunkte in Europa für die USA werden die US-amerikanischen Militärs sicher nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, nur weil der Chef gerade schlechte Laune hat. Zudem ist die Halbwertszeit von Trumps Stimmungen so kurz, dass sie kaum noch messbar ist. Also: Mehr Gelassenheit wagen!
zum Beitrag29.04.2026 , 17:11 Uhr
Das ist so nicht ganz korrekt. Da braucht es doch einen etwas genaueren Blick auf die Historie.
Bereits in der Weimarer Republik wurde ein erster Versuch gestartet, den 1. Mai zum Feiertag zu erklären. Allerdings gelang das den Antrag stellenden Parteien nur für den 1. Mai 1919, da sie keine Mehrheit für einen dauerhaften gesetzlichen Feiertag im Parlament fanden.
Die Nazis erklärten den 1. Mai dann per Reichsgesetz vom 10. April 1933 zum "Tag der nationalen Arbeit". Am 2. Mai 1933 ließ Adolf Hitler sämtliche Arbeitsorganisationen und Gewerkschaften verbieten. Die Nazis stürmten die Gewerkschaftshäuser und beschlagnahmten deren Vermögen. Im Jahr 1934 wurde der 1. Mai dann zum „nationalen Feiertag des deutschen Volkes“ umbenannt.
Ab dem 1. Mai 1946 wurde der Tag mit dem Segen der Alliierten zum Feiertag.
Fun-Fact: Die amtliche Bezeichnung des Maifeiertags wird durch die Länder geregelt, was dazu führt, dass der Tag zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen unter "Tag des Bekenntnisses zu Freiheit und Frieden, sozialer Gerechtigkeit, Völkerversöhnung und Menschenwürde" firmiert.
zum Beitrag28.04.2026 , 16:35 Uhr
Das halte ich genauso, das gebietet schon allein mein Überlebensinstinkt. Spaß macht mir das aber keineswegs, dass im Verkehr das Recht des Stärkeren gilt, und ich bin auch nicht geneigt, mich damit abzufinden. Verkehr sollte für alle sicher sein, gleich ob für zu Fuß Gehende, Fahrrad- oder Autofahrende. Und das ist möglich, wenn der politische Wille dazu da ist.
zum Beitrag28.04.2026 , 16:05 Uhr
Die durch keinerlei Gesetz legitimierte "Staatsräson" wirkt. Ob direkt (Druck aus dem Kulturstaatsministerium) oder in Form von Selbstverzwergung und vorauseilendem Gehorsam der Betreiber von Veranstaltungsorten, ist da schon fast egal.
zum Beitrag28.04.2026 , 15:56 Uhr
Huch?!
Befinde ich mich auf der Wahrheit-Seite?
"Bei Entlastungsmaßnahmen in Krisen geht es nicht nur um ökonomische Effizienz, sondern auch darum, diese Triggerpunkte sensibel zu beachten und notfalls auch symbolische Entlastungen zu wählen."
Also Placebo für alle Autofahrenden? Nutzt zwar nix, befriedet aber den Wutbürger?
Dass es andere Mittel gibt, den Menschen auf gerechte Weise unter die Arme zu greifen, z.B. Direktauszahlung eines Klimageldes an alle Bürger*innen, ignoriert der Autor, oder habe ich es überlesen?
zum Beitrag28.04.2026 , 11:48 Uhr
Die immer wieder fast zwanghaft geführte Diskussion, ob es nun die bösen Autofahrenden oder die bösen Radfahrenden sind, die Schuld an den Unfällen haben, ist wenig zielführend. Es sollte doch wirklich Allen darum gehen, mehr Sicherheit für alle am Verkehr Beteiligten zu schaffen. Dazu gibt es wissenschaftliche Untersuchungen und praktische Beispiele, wie man es besser macht. Die nötigen Maßnahmen liegen auf dem Tisch, nur werden die Erkenntnisse von der Politik nicht umgesetzt. Das ist das Problem.
zum Beitrag28.04.2026 , 11:14 Uhr
Genossenschaftlich organisiert klingt ja erstmal nett. De facto diktieren Rewe & Co. aufgrund ihrer Marktmacht die Erzeugerpreise und erhöhen gleichzeitig die Verbraucherpreise. Zurzeit prüft das Kartellamt die Übernahme von 200 Tegut-Filialen durch Edeka und weiteren Rewe, die deren Marktmacht noch weiter vergrößern würde.
"Im November 2025 stellte ein Sondergutachten der Monopolkommission fest, dass sich die Gewinnmargen weg von der Landwirtschaft hin zum Handel verschieben. Gleichzeitig geht die Schere zwischen Verbraucher- und Erzeugerpreisen immer weiter auseinander."
Quelle: Oxfam
zum Beitrag28.04.2026 , 10:52 Uhr
42% + (25% von 42%) = 52,5%
zum Beitrag28.04.2026 , 10:33 Uhr
"Von der Neoliberalisierung hat damals die breite Masse profitiert, nicht nur die Reichen."
Sind Sie sich da so sicher? Mit der Agenda 2010 wurde ein riesiger Niedriglohnsektor geschaffen.
Anteil Beschäftigungsverhältnisse mit Niedriglohn im EU-Durchschnitt: 14,7% Deutschland: 19%
Zum Vergleich Frankreich: 9,7% Finnland: 6,5%
Zahlen für Norwegen finde ich leider keine, da nicht EU-Mitglied.
www.destatis.de/Eu...driglohnquote.html
zum Beitrag28.04.2026 , 10:22 Uhr
"Im Geschäftsjahr 2023 hatte Aldi Nord in Deutschland mehr als 40.000 Beschäftigte und 2.200 Filialen. Bei Aldi Süd gab im gleichen Jahr in Deutschland 52.269 Beschäftigte in 2.011 Filialen."
Quelle: Verdi
Macht zusammen 92.269 Beschäftigte. Einwohnerzahl Cayman Islands: 69.914
Sind 69.914 Beschäftigte, die gleichzeitig Aldi-Kunden sein müssten, wenn die Arbeitsplätze dort geschaffen würden. Lustige Vorstellung. Spaß beiseite. Zum Thema Steuerflucht können Sie hier nachlesen: www.oxfam.de/syste...erflucht_final.pdf
zum Beitrag28.04.2026 , 10:11 Uhr
Wie kommen Sie darauf?
"Doch es ist eine gruselige Vorstellung, dass wir in einer Gesellschaft leben, in denen einige bereit sind zu töten, um sich gegen Ungerechtigkeiten zu wehren."
schreibt die Autorin.
zum Beitrag28.04.2026 , 09:44 Uhr
Keine Ahnung, wie Sie anhand meines Kommentars glauben, Rückschlüsse auf mein Geschlecht ziehen zu können. Ich spreche niemandem ihre / seine Meinung ab, allerdings erlaube ich mir, meine Zweifel an den vermeintlich zwingenden Antworten auf deren rhetorische Fragen zu äußern.
Zum Thema: Natürlich steht das so nicht da. @Toni Zweig stellt scheinbar offene Fragen, die in ihrer Wirkung aber durchaus manipulaiv sind. Sie verweist zudem auf ein Buch, in dessen Klappentext steht: "Nach wie vor herrscht in der Öffentlichkeit die Auffassung vor, dass vor allem Männer Täter und Frauen Opfer sind. Das Buch zeigt in einem Überblick über Hunderte wissenschaftlicher Studien, dass beide Geschlechter in gleichem Maße zu Opfern bzw. Tätern werden."
Die polizeiliche Kriminalstatistik sagt etwas ganz anderes:
"Mit einem Anteil von 79,3 % (135.713 der 171.069 Opfer) weiblicher und 20,7 % (35.356) männlicher Opfer zeigt sich im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 nahezu keine Veränderung des Geschlechterverhältnisses der Opfer von Partnerschaftsgewalt (2023: 79,2 % weibliche, 20,8 % männliche Opfer)."
zum Beitrag27.04.2026 , 12:13 Uhr
"Wir Frauen haben jede Option in unserem sozialen Rechtstaat, wir können Hosen tragen oder Röcke, symbolisch gesprochen, wir können tolle Jobs anstreben und machen, wir können uns auch ins Private zurückziehen und uns versorgen lassen. (...) Alles ist möglich."
Das wage ich zu bezweifeln. Verstehe ich Sie richtig? Es liegt an den Frauen, wenn Männer gewalttätig werden oder Verbrechen begehen? Hätten sie (die Frauen) sich doch einen zivilisierteren Mann als Partner gesucht, ihre Söhne besser erzogen?
Jürgen Döllmann im Forum katholischer Männer über das von Ihnen genannte Buch "Partnerschaftsgewalt und Geschlecht":
"In Medien und Politik wie auch in Teilen der Wissenschaft herrscht teilweise die Auffassung vor, dass häusliche Gewalt vor allem von Männern als Tätern ausgeht und Frauen als Opfer betroffen sind. Eine große Anzahl von repräsentativen empirischen Studien zeigt mittlerweile, dass Männer in gleicher Weise Opfer von Gewalt in Beziehungen sowie Frauen in vergleichbarer Weise zu Täterinnen werden."
Fragwürdige Empfehlung aus der doch eher konservativen Ecke wie mir scheint.
zum Beitrag27.04.2026 , 10:52 Uhr
Wie leider viele andere Kommentierende auch reißen Sie ein Zitat aus dem Zusammenhang. Dieser Satz ist der Titel eines Schlagers aus den Zwanzigern, und das geht aus dem Artikel auch klar hervor. Nur wer das missverstehen *will*, oder nicht ordentlich liest, entnimmt daraus etwas anderes.
zum Beitrag27.04.2026 , 10:43 Uhr
und @BluesBrothers
So macht man das. Einfach den Teil zitieren, der in die eigene Beweisführung passt, den Rest weglassen. Deshalb hier noch einmal das Zitat im Zusammenhang des Textes: "Denn die Männer sind alle Verbrecher. Das wissen Operettenfans schon seit über 100 Jahren. Der Volksschlager wurde zwar meist von Frauen gesungen. Doch der Text wurde von einem dieser Verbrecher geschrieben."
Es handelt sich also nicht um eine Behauptung des Autors, sondern um einen Schlagertext aus den Zwanzigern, was auch, wenn man den Artikel nicht gezielt missverstehen will, deutlich wird.
zum Beitrag25.04.2026 , 19:01 Uhr
"nur Dumme fallen darauf herein,"
Danke für das Kompliment.
"Im September 2024 waren (nach hochgerechneten Daten) 287.000 syrische Beschäftigte, davon 236.000 bzw. 82 % in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung.
Die Erwerbstätigenquote der Syrerinnen und Syrer, die im Jahr 2015 nach Deutschland zugezogen sind, lag nach sieben Jahren Aufenthalt bei gut 60 Prozent, Tendenz steigend. Dass die Quote trotz des deutlichen Rückgangs auf einem sehr hohen Niveau bleibt, liegt auch an der Einbürgerung von syrischen Staatsangehörigen (wodurch die Bezugsgröße verkleinert wird) sowie der weiter hohen Zuwanderung syrischer Schutzsuchender."
Ach lesen Sie einfach selbst. Hier ist die Quelle:
statistik.arbeitsa...ublicationFile&v=3
zum Beitrag25.04.2026 , 10:41 Uhr
Beides steht so auch nirgendwo im Artikel
zum Beitrag25.04.2026 , 10:20 Uhr
Danke. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen.
zum Beitrag24.04.2026 , 14:50 Uhr
Es ist verrückt, aber die Wählenden schreiben immer noch der CDSU die größte Wirtschaftskompetenz (37%) zu, gefolgt von der AfD (17%). Die SPD landet abgeschlagen auf Platz 3 (8%) und die Grünen folgen auf Platz 4 (6%), Die Linke (3%)
Die Lösungskompetenz der Parteien in der Steuer-und Finanzpolitik wird so beurteilt: CDSU 25%, AfD 7%, SPD 16%, Grüne 5%, Die Linke 6%
Bei der Altersversorgung sieht es etwas anders aus: CDSU 19%, AfD 16%, SPD 22%, Grüne mit 3% noch hinter Die Linke mit 8%
(Quelle: Statista)
Zu viele Wähler*innen glauben scheinbar immer noch an den Trickle-Down-Effekt (es wird schon was für uns abfallen, wenn es der Wirtschaft und den oberen Zehntausend gut geht), und auch wenn sie dem Braten nicht so ganz trauen, wie die leicht abweichenden Zahlen bezüglich der Altersvorsorge illustrieren, wählt eine Mehrheit immer noch die Parteien, die gegen ihre (der Wählenden) Interessen handeln.
Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Wählerschaft etwas masochistisch veranlagt ist nach dem Motto: Nur bittere Medizin ist gute Medizin.
zum Beitrag24.04.2026 , 13:56 Uhr
"in der Partnerwahl sind reflektierte w/m/d relativ frei (...). Sich bei der Partnerwahl ausschließlich von Gefühlen oder Hormonen leiten zu lassen, ist meiner Meinung nach keine gute Idee."
Das ist klassische Schuldumkehr, die Sie da treiben.
"Hätte sie doch einfach genauer hingeschaut, sich nicht von ihren Gefühlen und Hormonen treiben lassen. Selbst schuld"!"
Das spielt in der Liga "Warum hat sie denn einen so kurzen Rock getragen und auch noch zuviel getrunken an dem Abend? Selbst schuld!"
Schlimm, wenn so etwas von einer Frau kommt.
zum Beitrag23.04.2026 , 11:12 Uhr
Es wäre gut, wenn man das Gesamtbild betrachtet. Dazu verlinke ich gerne diesen Artikel:
correctiv.org/fakt...von-gefluechteten/
zum Beitrag22.04.2026 , 11:34 Uhr
Die Frage, ob im Paternoster abwärts Fahrende kopfüber unterwegs sind, beschäftigte meine kindliche Phantasie mindestens genauso wie die Frage, wie ein ganzes Orchester im Fünfziger-Jahre-Radio-Monster meiner Großeltern Platz findet.
zum Beitrag22.04.2026 , 10:59 Uhr
Höchste Zeit für ein Wal-Tagebuch auf der Wahrheit-Seite, entweder aus Sicht des Wals ("Betrachtungen eines gestrandeten Wals") oder aus der Sicht des Ministers Backhaus ("Gespräche mit Timmy").
Ich erinnere mich immer noch gerne an "Liebes Tagebuch", ich meine es war von einer der Ex-Ehefrauen Gerhard Schröders verfasst :-)
zum Beitrag22.04.2026 , 10:46 Uhr
Ich sehe bereits die Scharen von Familien nach Wien, Zürich oder Schipol pilgern, um dort ihr Flugzeug nach Malle zu besteigen xD
zum Beitrag21.04.2026 , 16:56 Uhr
Ergänzend zum Artikel möchte ich auf jung & naiv #818 hinweisen, in dem Rainer Mühlhoff, Philosoph und Mathematiker, ebenfalls Uni Osnabrück, im Gespräch mit Thilo Jung seine Thesen näher erläutert.
zum Beitrag21.04.2026 , 11:05 Uhr
Ich fürchte nur, Appelle laufen ins Leere. Ich sehe zwei Möglichkeiten: Das Ganze regelt sich marktwirtschaftlich über den Preis, was bedeutet, dass ärmere Menschen in die Röhre gucken, oder aber jede*r Bundesbürger*in erhält ein festgelegtes Kontingent an Flugkilometern. Sind diese zurückgelegt, ist Schluss. Wer nicht fliegen will, kann ihre/seine Kilometer veräußern.
zum Beitrag21.04.2026 , 10:29 Uhr
Die SPD war seit 2013 an jeder Regierung beteiligt und ist dabei immer weiter nach rechts gerückt. Was hat es ihr gebracht? Sinkende Umfrageergebnisse. Ein Mitte-Links-Bündnis würde ich mir auch wünschen, dazu müsste aber die SPD überzeugender darstellen, welche Positionen sie vertritt, und zwar nicht nur zu Wahlkampfzeiten, sondern auch als Beteiligte an der Regierung Merz. Die Stimmung im Land tendiert derzeit klar zu Mitte-Rechts, was aber nicht bedeuten kann, dass man sich konservative Positionen aneignet, nur um gewählt zu werden. Es geht nicht um die "reine Lehre", sondern darum, deutlich zu machen, wofür die SPD in einem Mitte-Links-Bündnis überhaupt stehen würde. Wofür die Grünen stehen wissen wir, genauso ist es der Fall bei der Linken. Aber die SPD? Fehlanzeige. Man kann es nicht allen recht machen. Wenn das bedeutet, dass die SPD aufgrund der Stimmung für eine Zeit in die Opposition muss, dann ist das so, und sie könnte diese Zeit nutzen, sich wieder ein eigenes Profil zu erarbeiten. Den von der CDSU vorangetriebenen Sozialabbau und die Umverteilung von unten nach oben mitzutragen, wird sie jedenfalls auf absehbare Zeit in der Bedeutungslosigkeit verschwinden lassen.
zum Beitrag20.04.2026 , 10:40 Uhr
Die Kernkraft ist tot, nur haben es ihre Apologeten noch nicht bemerkt. Da fällt mir doch glatt ein Liedtext aus den Achtzigern ein:
Die Dinosaurier werden immer trauriger Die armen Saurier, die armen Saurier Die Dinosaurier werden immer trauriger Denn die Saurier dürfen nicht an Bord
www.youtube.com/wa...bhb0&start_radio=1
R.I.P., Kernkraft!
zum Beitrag20.04.2026 , 10:25 Uhr
Na immerhin gestehen sie ihm zu, dass er ein Opfer war und kein Täter.
*Ironie aus*
zum Beitrag20.04.2026 , 10:14 Uhr
Ich würde die SPD seit Schröder nicht mehr als linke Partei beschreiben. Die Agenda 2010 ist Neoliberalismus in Reinform gewesen. Das Ergebnis war die Abspaltung bzw. Neugründung der WASG, heute Die Linke. Davon hat sich die SPD bis heute nicht erholt, zumal sie sich nicht entscheiden kann, sich klar von diesem neoliberalen Kurs zu distanzieren. Ich würde auch Die Linke nicht als radikal bezeichnen, ähnelt sie programmatisch doch eher der Willy-Brandt-SPD als der KPD etc. Ich sehe für die derzeitige SPD schlicht keine Zukunft mehr. Was will sie denn sein? Welche Lücke will sie besetzen?
Ein überzeugender Sozialist wie Sanchez ist weit und breit nicht in Sicht. Der maximal bewegliche Klingbeil ist es sicher nicht.
zum Beitrag20.04.2026 , 09:55 Uhr
Die SPD war schon immer gespalten. Es gab einen Noske, aber auch einen Otto Wels, es gab Gerhard Schröder, aber auch Willy Brandt. Die Liste ließe sich fortsetzen. Und es gab in der Konsequenz Abspaltungen der Progressiven, USPD (später KPD) und WASG (später Die Linke)
zum Beitrag20.04.2026 , 09:19 Uhr
Israel wäre gut beraten, anstatt unter dem Deckmantel der Selbstverteidigung den Süden Libanons zu besetzen und die dort lebenden Menschen zu vertreiben, mit der allem Anschein nach zur Zusammenarbeit bereiten derzeitigen Regierung Libanons zu kooperieren, um die Hisbollah endlich zu entmachten. Netanjahus Konfrontations- und Zerstörungskurs wird nichts besser machen, weder für die Menschen auf israelischer noch für jene auf der libanesischen Seite der Grenze.
zum Beitrag20.04.2026 , 09:07 Uhr
Sind Sie sicher? Ich finde da etwas bessere Zahlen: Jährlicher Anteil Erneuerbarer Energien an der öffentlichen Nettostromerzeugung und Last in Deutschland 2025: 55,5%
energy-charts.info...s=10&interval=year
Natürlich ist auch da noch viel Luft nach oben.
zum Beitrag20.04.2026 , 08:52 Uhr
..und noch eins:
"Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im 3. Quartal 2025 im Vergleich zum 3. Quartal 2024 um 11,9 % auf 20,7 Milliarden Kilowattstunden. Dahingegen war ein Zuwachs bei den Stromexporten zu verzeichnen. Diese stiegen um 5,9 % von 11,8 auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden. Der Importüberschuss reduzierte sich damit um 30,3 % von 11,7 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2024 auf 8,2 Milliarden Kilowattstunden im 3. Quartal 2025."
www.destatis.de/DE...D25_436_43312.html
zum Beitrag20.04.2026 , 08:29 Uhr
Das stimmt zwar, müsste aber nicht sein.
"Vier Prozent des deutschen Stromverbrauchs waren 2024 ausländischer Atomstrom. Als in Deutschland noch Atomkraftwerke betrieben wurden, lag der Kernenergie-Anteil mitunter bei fast einem Drittel."
www.tagesschau.de/...omenergie-100.html
"Deutschland hätte genug Kraftwerke um jede Dunkelflaute, auch ohne Extrempreise, aus eigener Kraft zu überstehen. Sie werden aus politischen Gründen und auch Trägheit einiger Marktteilnehmer nicht genutzt."
www.tagesschau.de/...utschland-102.html
zum Beitrag19.04.2026 , 16:33 Uhr
Nehmen wir doch einmal die Auftragsarbeit "Die Nachtwache" von Rembrandt. Vielleicht haben Sie sich mit der Geschichte dieses Kunstwerks einmal beschäftigt? Die Herangehensweise Rembrandts war derart revolutionär, dass seine Auftraggeber ziemlich irritiert waren über das von ihnen so nicht erwartete Ergebnis. Ich wette mit Ihnen, eine KI hätte nicht mehr oder weniger als das Erwartbare und Herkömmliche ausgespuckt, ob zum Wohlgefallen der Zahlenden sei einmal dahingestellt.
Zu Ihrer Frage "Imitieren nicht auch viele "Künstler" Kunst?"
Eben deshalb haben Sie das Wort "Künstler" ja wohl in Anführungszeichen gesetzt. Weil Imitationen keine Kunst sind, sondern bestenfalls Handwerk.
zum Beitrag19.04.2026 , 16:14 Uhr
Die sogenannte Technologieoffenheit ist eine Nebelkerze.
Die Subventionen für fossile Energien sind mehr als doppelt so hoch wie für die erneuerbaren Energien im Rekordjahr 2020.
energiewende.eu/su...h_der_Subventionen
„In den Jahren 2007 bis 2019 betrugen die gesamtgesellschaftlichen Kosten der Stromerzeugung aus Atomenergie durchschnittlich zwischen 25 Ct/kWh und 39 Ct/kWh. Davon sind 21 bis 34 Ct/kWh bisher noch nicht im Strompreis enthalten und daher ‚versteckte Kosten‘ der Atomenergie. Insgesamt summieren sich die gesamtgesellschaftlichen Kosten allein in diesem relativ kurzen Zeitraum auf 348 bis 533 Mrd. EUR (real). Davon entfallen rund 25 Mrd. EUR auf staatliche Förderungen, die direkt den Staatshaushalt belasten.“
„In Deutschland werden die diskontierten Kosten für eine Endlagerung für die 27.000 m³ von überwiegend abgebrannten Kernbrennstoffen auf ungefähr € 8,3 Milliarden geschätzt; die nicht-diskontierten Kosten belaufen sich auf € 51 Milliarden.“
www.bundestag.de/r...90-21-pdf-data.pdf
zum Beitrag17.04.2026 , 11:00 Uhr
Ich frage mich, wo diese "Empathie" - ich würde dieses Gefühl im Fall des Wals eher Sentimentalität und Kitsch (im Sinne Milan Kunderas) nennen - für Jene bleibt, die Tag für Tag verhungern, im Mittelmeer ertrinken oder in grausamen Kriegen sterben.
Ich will damit wohlgemerkt nicht das Leid des Tiers kleinreden, aber ich will es ins Verhältnis setzen.
zum Beitrag17.04.2026 , 10:41 Uhr
Ich verstehe nicht, dass der Artikel von einigen hier so gelesen wird, als spräche sich die Autorin gegen MINT-Fächer aus. Sie plädiert mMn nur dafür, dass man studieren soll, was einen wirklich interessiert. Wenn dein Hobby oder gar deine Berufung darin besteht, den Geheimnissen ungelöster Probleme der Mathematik nachzuspüren, tu es! Wenn du davon träumst, frei schwebende Brücken zu bauen, tu es! Wenn du deine Energie in die Erforschung frühmittelalterlicher Dialekte stecken möchtest: Tu es! Denn nur das, was du mit Leidenschaft tust, wirst du gut machen. Was ist daran zu kritisieren?
zum Beitrag17.04.2026 , 10:40 Uhr
"Kunst kann die KI jetzt schon."
KI imitiert Kunst, Kunst schaffen kann sie nicht.
zum Beitrag17.04.2026 , 10:24 Uhr
"Flood the zone with shit" gab Steve Bannon als Motto aus und siehe da: es funktioniert ganz offensichtlich bei einem nicht unerheblichen Teil der Menschen.
zum Beitrag15.04.2026 , 09:59 Uhr
Ich frage mich schon, wie ideologisch verblendet man eigentlich sein kann. Gerade startet ein weiterer Prozess um manipulierte Abgaswerte. Der dadurch entstandene Schaden bei VW beläuft sich bisher auf 33 Milliarden (!) Euro, die man besser in eine voll elektrifizierte moderne Flotte investiert hätte. Wenn die deutschen Autobauer demnächst wegen technologischer Rückwärtsgewandtheit in die Pleite gehen, wird das Geschrei groß sein, auch bei der IG Metall, die sich kurzsichtig und in Verkennung der Realitäten auf die Seite des Managements schlägt. Und sie werden nach Staatshilfen verlangen, um Massenarbeitslosigkeit zu verhindern. Verluste werden eben gerne sozialisiert. Schade, dass Politiker, die für ein solches Desaster verantwortlich sind, nie zur Rechenschaft gezogen werden.
zum Beitrag15.04.2026 , 09:45 Uhr
Nicht nur die SPD, sondern auch die IG Metall trägt das Aus vom Aus mit, leider.
zum Beitrag13.04.2026 , 12:34 Uhr
"Trump als Kriegspräsident ist eine globale Gefahr. "
Genau so ist es. Schon jetzt hat er einen kaum messbaren politischen und wirtschaftlichen Schaden angerichtet. Zu was dieser Präsident fähig sein könnte, wenn er sich in die Ecke gedrängt fühlt, mag ich mir gar nicht ausmalen. Und sollte er abtreten (müssen), steht schon die zweite Reihe (Vance) bereit, der keineswegs ungefährlicher ist. Die mörderische iranische Regierung hingegen nutzt die Gemengelage, um sich als seriös und berechenbar darzustellen, was nicht besonders schwierig ist angesichts einer völlig kopflos agierenden amerikanischen Regierung. Darunter zu leiden hat auch das iranische Volk, dessen Aussichten, sich von diesem Regime zu befreien vorerst in weite Ferne gerückt ist.
zum Beitrag13.04.2026 , 12:11 Uhr
Er wurde von ca. der Hälfte der Bürger*innen gewählt. Soviel Differenzierung sollte schon sein.
zum Beitrag13.04.2026 , 12:08 Uhr
Gut, dass Orbàn abgewählt wurde. Aber bei aller Euphorie sollten wir nicht vergessen, das Magyar mitnichten ein Progressiver ist. Er ist nur weniger schlimm als sein Vorgänger. Voraussichtlich wird er für die EU ein angenehmerer Partner sein als Orbàn. Für eine menschlichere Migrationspolitik hingegen sehe ich weiterhin schwarz. Wie Magyar zu LGBTQ*- und Frauenrechten steht, weiß ich nicht. Wir sollten nicht voreilig Lorbeer verteilen. Warten wir's erstmal ab.
zum Beitrag13.04.2026 , 12:00 Uhr
"Wir haben doch nicht genug Schilder für so ein Tempolimit!"
Mein Lieblingsargument ;-) Wir bräuchten weniger Schilder, einfach weil es die allgemeingültigen Geschwindigkeiten wären. Ich wäre für eine Regelung wie in Frankreich:
Außerorts 80 km/h Schnellstraßen 110 km/h Autobahnen130 km/h
zum Beitrag10.04.2026 , 17:43 Uhr
Was ich wirklich interessant finde, sind die vielen Landbewohner, die ständig herangezogen werden um zu beweisen, dass man nicht auf das Auto verzichten könne.. Rein statistisch leben 77,9 % der deutschen Bevölkerung in der Stadt.
Quelle: de.statista.com/st...ng-in-deutschland/
zum Beitrag10.04.2026 , 11:15 Uhr
Ich bin sehr gespannt, ob der Untersuchungsausschuss irgendwelche Folgen zeitigt. Übernahme der Verantwortung verbunden mit Rücktritten kann man von CDSUlern ja nicht erwarten, siehe Scheuer, Spahn...
zum Beitrag10.04.2026 , 11:05 Uhr
Unfreiwillig komisch. Ein Tropfen auf einem heißen Stein verdampft bekanntermaßen ohne jeden Effekt. Aber populistisch mal eben gegen die böse CO2-Abgabe zu trommeln kommt immer gut, ne?
Und im übrigen nutzen Sie immer noch den rassistischen Avatar.
zum Beitrag09.04.2026 , 11:58 Uhr
"Ab und an hat sich das wie Einzelhaft angefühlt"
Ein Rapper ist angewiesen auf Sprache. In einem fremden Land in fremder Sprache zu rappen ist Behrad Ali Konari zumindest vorerst verwehrt, was bedeutet, dass er sich nicht nur im räumlichen Sinne in Einzelhaft befindet, sondern in sprachlicher und damit intellektueller Isolation. Wie sich mitteilen, wenn man die Sprache des Gastlandes (noch) nicht beherrscht? Was ihm bleibt, ist das Veröffentlichen seiner Musik auf z.B. Youtube, um sein Publikum in Iran zu erreichen (soweit diesem das wegen des erschwerten Zugangs zum Internet möglich ist) und die exiliranische Community hierzulande. Behrad Ali Konari zu wünschen ist, dass er "The Awful German Language" (Mark Twain) möglichst schnell so gut beherrscht, dass er auch auf deutsch rappen kann. Besser noch wäre es, dass seine Hoffnung auf einen freien Iran sich erfüllt. Doch das sehe ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt leider als in weiter Ferne.
zum Beitrag09.04.2026 , 10:29 Uhr
Sie sehen noch etwas nicht: Der Ukrainekrieg wurde nicht von der NATO oder einem ihrer Mitglieder begonnen, sondern von Putins Russland. Ihr Vergleich hinkt also und lässt zudem die die Frage nach einer Exitstrategie Trumps unbeantwortet.
zum Beitrag09.04.2026 , 10:12 Uhr
Da haben Sie natürlich vollkommen recht. Nur - was folgt daraus? Immer so weitermachen?
zum Beitrag09.04.2026 , 10:06 Uhr
Sollten sie das gehofft haben, wären sie bemerkenswert naiv (was ich nicht glaube). Niemand kann annehmen, dass es Trump oder Netanjahu jemals um einen echten Systemwechsel / Menschenrechte ging.
zum Beitrag09.04.2026 , 09:50 Uhr
Erst kommt das Fressen, dann die Moral. Und etwas später die Magenverstimmung.
zum Beitrag09.04.2026 , 09:37 Uhr
Bei aller Kritik am Verhalten von Merz et al.: Plädieren Sie gerade für ein Zusammengehen mit Putins Russland? Das ist ja hoffentlich nur ein Scherz.
zum Beitrag09.04.2026 , 09:01 Uhr
Stellt sich die Frage, ob der dadurch entstandene Schaden so groß ist, dass er eine Ersatzfreiheitsstrafe sinnvoll erscheinen lässt.
zum Beitrag09.04.2026 , 08:57 Uhr
Da bin ich ganz bei Ihnen. Der Aufriss einer Strafverfolgung wäre nicht nötig. Viel zu teuer.
zum Beitrag08.04.2026 , 11:24 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, ob Sie mich verstanden haben. Meiner Meinung nach ist die Autokratisierung Israels (die sich u.a. in der Einschränkung der Pressefreiheit äußert) keine Folge des 7. Oktobers, sondern einer Politik der israelischen Rechten, deren Ziel u.a. ein Großisrael (siehe Aussagen dazu von Smotrich), ein ethnisch "reiner" jüdischer Staat mit einer marginalisierten arabischen Bevölkerung (Nationalstaatsgesetz) und die Verhinderung eines Palästinenserstaates ist. Begleitet von der in Autokratien üblichen Korruption und Selbstbereicherung. Um diese Ziele zu erreichen, braucht es die Wagenburgmentalität einer sich ständig von außen bedroht wähnenden Bevölkerung, die jedes, wirklich jedes Handeln der Regierung Netanjahu mitträgt. Ich bin schon jetzt gespannt auf Frau Zinghers nächsten Beitrag in dieser Zeitung.
zum Beitrag08.04.2026 , 11:04 Uhr
Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt. Deshalb nochmal: Die CDSU des Kreisparlaments kürzt Gelder für Pro Familia und befindet sich damit inhaltlich auf einer Linie mit der AfD. Anders ausgedrückt: Die Unterschiede zwischen CDSU und AfD werden stetig kleiner, und zwar nicht, weil die AfD sich bewegen würde, sondern weil die CDSU immer weiter nach rechts rückt.
zum Beitrag08.04.2026 , 10:50 Uhr
Gibt es und ist einfach zu finden, wenn man es wirklich wissen möchte:
"Im vergangenen Jahr saßen in Deutschland pro Monat zwischen 4.332 und 5.435 Menschen am Monatsende im Gefängnis, weil sie eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßten. Das heißt, dass Ihnen ihre Freiheit nicht deswegen entzogen wurde, weil sie von einem Gericht dazu verurteilt wurden, sondern weil sie eine Geldstrafe nicht bezahlen konnten. In jedem vierten Fall handelt es sich dabei laut einer Recherche von FragDenStaat und ZDF Magazin Royale um sogenannte Schwarzfahrer. Dabei handelt es sich, so ein weiteres Ergebnis der Nachforschungen, in aller Regel Menschen, die arbeitslos, suchtkrank oder wohnungslos sind. Sie sind also letztlich nicht kriminell, sondern arm."
Quelle: Statista
zum Beitrag07.04.2026 , 12:40 Uhr
Israel reiht sich nahtlos in die länger werdende Reihe der zunehmend autokratischen Staaten ein, und eine Mehrheit der jüdischen Israelis scheint das zu befürworten. Sage mir Keine*r, dass das nur mit dem 7. Oktober zu tun hat.
zum Beitrag07.04.2026 , 12:32 Uhr
Auch wenn Sie es nicht skandalisieren wollen, wenn die CDSU (oder andere Parteien) Mehrheiten mit Hilfe der AfD herstellen: Dieser Fall zeigt sehr eindeutig, dass die CDSU immer mehr Ziele der AfD teilt. *Da* ist ein Skandal.
zum Beitrag07.04.2026 , 12:24 Uhr
Das Benzin scheint immer noch nicht teuer genug zu sein. Man gebe nur mal "Ostern" und "Stau" in die Suche ein. Das Ergebnis spricht für sich selbst. Eher geht ein Kamel... ihr wisst schon, ...als dass eine signifikante Mehrheit der Deutschen auf ihren größten Fetisch zumindest zeitweise verzichtet oder freiwillig 100/120 fährt, um Benzin zu sparen (Von den restlichen wünschenswerten Effekten eines Tempolimits ganz zu schweigen).
zum Beitrag02.04.2026 , 15:23 Uhr
Nein, keineswegs. Es werden bestehende Zusagen für bereits laufende Projekte zurückgezogen. Das macht einen gravierenden Unterschied. Wobei man durchaus auch über die geplante Neuausrichtung streiten kann. Ich fürchte Schlimmstes.
zum Beitrag02.04.2026 , 15:09 Uhr
Es geht um bereits genehmigte Projekte, nicht um beantragte. Vielleicht erkennen Sie den Unterschied?
zum Beitrag02.04.2026 , 15:05 Uhr
Ich frage mich, ob Sie den Artikel überhaupt gelesen haben. Auch der Bildungsstätte Anne Frank, die, nebenbei bemerkt, hervorragende Arbeit auf dem Gebiet Demokratieförderung leistet und der der Verfasser dieses Artikels vorsteht, wurden die Mittel gestrichen. Meron Mendel weiß also sehr genau, wovon er spricht und was das für die Betroffenen bedeutet. Was bitte ist an der Arbeit dieser Einrichtung fragwürdig? Von Festschreiben der Projekte „bis zum zum Stankt Nimmerleinstag„ ist überhaupt nicht die Rede, sondern davon, ein bereits genehmigtes und im Aufbau befindliches Projekt einfach abzusägen.
Und übrigens, das Beispiel eines im Bau befindlichen Hauses ist kein Vergleich, sondern eine Metapher.
zum Beitrag01.04.2026 , 13:11 Uhr
Der Verweis auf das Völkerrecht wird abgeschmettert, interessanterweise gerade mit Hilfe moralischer Argumente. Moral soll man anderseits nicht einfordern weil als Handlungsmaxime irrelevant. Ja was bleibt dann noch?
„Die Bundesregierung wird erst dann anders handeln, wenn sie andere Ziele verfolgt. Darauf gilt es politisch hinzuarbeiten (…)“
Wie diese Ziele aussehen könnten, darauf bleibt die Autorin die Antwort leider schuldig. Vielleicht sollte sich die deutsche Außenpolitik zuerst einmal darauf besinnen, dass Nibelungentreue gerade gegenüber einer rechtsradikalen israelischen Regierung nicht angebracht ist. Ein erster Schritt wäre mMn die Einbestellung des israelischen Botschafters gewesen. Mag zahnlos klingen, ist aber in der Sprache der Diplomatie ein deutliches Signal. Des Weiteren Stopp der Lieferung sämtlicher Rüstungsgüter an Israel, solange die Politik der Unterdrückung andauert.
zum Beitrag01.04.2026 , 12:32 Uhr
Nicht nur der Mut fehlt, sondern ganz offensichtlich auch der Wille. Sehr gut zu beobachten gestern Abend bei „Lanz“, als der Juso-Vorsitzende Philipp Türmer vorrechnete, wie man das durchaus vorhandene Geld gerechter verteilen könnte. Das Feixen der anwesenden - ich unterstelle jetzt mal - Profiteure des Systems zeigte deutlicher als Worte, was sie von derartigen Ideen halten. Da lenkt man den Blick der Zuschauenden doch lieber auf die Habenichtse und framt sie als das eigentliche Problem.
zum Beitrag01.04.2026 , 11:40 Uhr
Kann es sein, dass Rheinmetall ein Problem hat und davon ablenken möchte? Laut „Stern“ ist die Firma mit mehreren Projekten, u.a. dem Drohnenabwehr-System Skyranger, im Liegerverzug, und zwar wegen technischer Probleme. Erinnert mich an die deutschen Autobauer, die kein bezahlbares E-Auto gebaut kriegen, das Problem aber nicht bei sich selbst suchen, sondern mit dem Finger auf andere deuten. Diese Arroganz ist unsäglich. Selenskyj hat bereits darauf reagiert. „Wenn jede Hausfrau in der Ukraine tatsächlich Drohnen herstellen kann, dann kann jede Hausfrau in der Ukraine Vorstandsvorsitzende von Rheinmetall sein". Nimm das, Papperger!
zum Beitrag01.04.2026 , 10:13 Uhr
Auch hier, wie bei der vermeintlichen Ankündigung Weimers, Bayreuth die Förderung kürzen zu wollen, neige ich dazu, einen Aprilscherz zu vermuten. Aber gleich zwei Aprilscherze heute? Haben sich die Ressorts etwa nicht abgestimmt? Fragen über Fragen…
zum Beitrag01.04.2026 , 10:02 Uhr
Ich hätte auch noch einen:
Frau beisst Wolf(ram)
zum Beitrag01.04.2026 , 09:39 Uhr
April April! 😂
zum Beitrag31.03.2026 , 17:42 Uhr
Meinen Sie „Schwerter zu Pflugscharen“? Nachzulesen hier: de.wikipedia.org/w...er_zu_Pflugscharen In diesem Zusammenhang habe ich gerade das schöne Wort „Textiloberflächenveredlung“ gelernt :-)
Ob es in der DDR staatsferne Ostermärsche gab? Dazu habe ich nichts gefunden.
zum Beitrag31.03.2026 , 17:20 Uhr
Der Mann ist untragbar und eine Schande. Und nein, ich halte es nicht für einen weiteren „Ausrutscher“, sondern für wohlkalkuliert. Widerlich und menschenverachtend. Der Biedermann als Brandstifter .
zum Beitrag31.03.2026 , 12:20 Uhr
Tipp off topic: Mit einem ordentlichen Adblocker bekommen Sie nie wieder nervige Werbung zu sehen und getrackt werden Sie auch nicht mehr
zum Beitrag31.03.2026 , 11:59 Uhr
Danke
zum Beitrag31.03.2026 , 11:17 Uhr
Sie meinen also, wenn es sich um Terroristinnen handelt, ist das schon okay mit der Todesstrafe, und Israel gehört trotzdem weiterhin zum Kreis der demokratischen Staaten?
zum Beitrag31.03.2026 , 11:11 Uhr
Es sollte für niemanden gelten
zum Beitrag31.03.2026 , 11:11 Uhr
Sie befürworten also die Todesstrafe?
zum Beitrag31.03.2026 , 11:10 Uhr
Da bin ich mir nicht so sicher, wenn ich so manchen Post in der taz lese.
zum Beitrag31.03.2026 , 11:08 Uhr
Von den anderen 50%?
Lassen Sie mich träumen. Wie wäre es zum Beispiel mit dem Entzug des Stimm- und Vetorechts bei der UN?
Ich weiß, das wird nicht passieren. Aber das bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass man achselzuckend sein Bedauern äußert, um dann Business as usual zu betreiben.
zum Beitrag30.03.2026 , 17:42 Uhr
Ich verstehe das PS nicht. Welche Werbung?
zum Beitrag30.03.2026 , 11:33 Uhr
Keine Todesstrafe für niemand, nirgendwo!
Jeder Staat, der in seiner Gesetzgebung die Todesstrafe vorsieht, sollte umgehend zum Paria erklärt werden.
Todesstrafe hat nichts mit Gerechtigkeit oder Recht zu tun, sondern nur mit Rache.
zum Beitrag29.03.2026 , 14:35 Uhr
Für mich eine schreckliche Vorstellung. Und es beweist einmal mehr, dass das beste Mittel gegen Deutschtümelei und Rassismus die Begegnung und das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Ländern und Kulturen ist (und zwar nicht nur im Urlaub). Das weitet den Horizont :-)
zum Beitrag29.03.2026 , 12:37 Uhr
Little boxes, on the hillside Little boxes made of ticky-tacky Little boxes, little boxes Little boxes, all the same
There's a green one, and a pink one And a blue one, and a yellow one And they're all made out of ticky-tacky And they all look just the same
And the people in the houses all went to the university And they all got put in boxes Little boxes, all the same
And there's doctors, and there's lawyers And business executives And they all get put in boxes And they all come out the same
And they all play on the golf course And drink their martini dry And they all have pretty children And the children go to school
And the children go to summer camp And then to the university And they all get put in boxes And they all come out the same
And the boys go into business And marry and raise a family And they all get put in boxes Little boxes, all the same
There's a green one…
m.youtube.com/watch?v=CQ5s1Eza0j8
Ergänzend möchte ich an Jacques Tatis Film „Mon Oncle“ erinnern, der mit scharfem Blick den Horror des bürgerlichen Traums vom Leben in der Vorstadt seziert.
zum Beitrag28.03.2026 , 14:32 Uhr
Haben Sie vielleicht auch irgendwo einen Link, der zu Schusters Solidaritätsadresse mit der Bildungsstätte Anne Frank führt, deren Förderung von Frau Prien auch kurzerhand gestrichen wurde? Nein? Sollten Sie mal drüber nachdenken Ein kurzes Gespräch mit Meron Mendel über die Folgen finden Sie in der 3sat-Kulturzeit vom 27.03.
zum Beitrag28.03.2026 , 10:43 Uhr
Es ist eine perfide Strategie der Rechten, zu behaupten, man sei missverstanden worden. Nein, die Botschaft des Kanzlers war klar und wird von der Zielgruppe verstanden werden: „Die“ sind das Problem, nicht „Wir“. Andere Aussagen („Stadtbild“, „kleine Paschas“) des Bundeskanzlers belegen das. Da hilft kein rein rhetorisches „auch“. Und ja, das ist Diffamierung und Ausgrenzung von höchster Stelle.
zum Beitrag28.03.2026 , 09:13 Uhr
Sicher ist es auch immer abhängig von dem Ort, an dem man lebt. Das Leben in meiner kleinen Großstadt, in der ein Viertel der Einwohner keinen deutschen Pass besitzt und ein großer Anteil der Deutschen einen Migrationshintergrund hat, verläuft im Großen und Ganzen friedlich, kulturelle Konflikte gibt es kaum. Das sogenannte „Stadtbild“ ist multikulturell geprägt. Die Grünen sind seit Jahren stärkste Partei und die AfD bleibt, obwohl auch hier stärker geworden, unter 10 Prozent (Stand 2026). Ich halte all das für nicht selbstverständlich im Jahr 2026 in Deutschland und für ein Privileg, in diesem meinem „persönlichen Teil Deutschlands“ leben zu dürfen.
zum Beitrag27.03.2026 , 18:18 Uhr
Ich frage mich oft, wie man sich fühlt, wenn man sein ganzes Leben hier verbracht hat oder sogar hier geboren ist und trotzdem ausgeschlossen und diffamiert wird. Ich würde der Großmutter der Autorin gerne sagen, dass Leute wie Merz nicht in der Mehrheit sind, aber so langsam bin ich mir da nicht mehr so sicher. Trotzdem: Deutschland ist Ihre Heimat genauso wie die Ihrer Enkelin, und verdammt noch mal, die dürfen Sie sich von diesen Leuten nicht streitig machen lassen! Suchen Sie sich Verbündete! Es gibt sie.
zum Beitrag27.03.2026 , 10:05 Uhr
Zuallererst einmal ist es, um es mit der Linken-Abgeordneten Katrin Gebel zu sagen, „rassistischer Dreck“.
Und klar ist es Fischen am rechten Rand.
zum Beitrag27.03.2026 , 09:06 Uhr
Wer im Jahr 2026 immer noch ein rassistisches Logo als Avatar-Bild nutzt, zeigt deutlich, wes Geistes Kind er/sie ist.
Und ansonsten: Lesen Sie noch einmal den Artikel. Es geht um Entrechtlichung von Menschen in Not und mangelnde beziehungsweise nicht vorhandene rechtsstaatliche Kontrolle, die von der EVP in traulicher Zusammenarbeit mit den Rechtsextremen im EU-Parlament durchgesetzt wurde.
zum Beitrag26.03.2026 , 16:29 Uhr
Da wächst zusammen, was dem Willen gewichtiger Kreise in der EVP (also auch der CDSU) zusammengehört.
Weitergehen, es gibt hier nichts zu sehen!
„Return Hubs“ klingt so schön harmlos. Machen wir uns nichts vor: es geht um Internierungslager und Entrechtung von Menschen. Wen schert schon, was außerhalb Europas geschieht? Aus den Augen, aus dem Sinn.
zum Beitrag26.03.2026 , 11:04 Uhr
Entweder stimmt Diagnose 1, dass nämlich die Unionsgranden dumm und ignorant sind und sämtliche Studienergebnisse nicht verstehen, oder aber es trifft Diagnose 2 zu, dass sie hoffen, am Ende in Koalition mit den Blaunen weiterhin mit an den Tischen der Macht sitzen zu dürfen. Prognose in beiden Fällen: düster.
zum Beitrag26.03.2026 , 10:46 Uhr
Auch in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts gab es diesen Rechtsruck in vielen Ländern. Festzustellen ist, dass die deutsche Variante des Rechtsradikalismus und Faschismus die bei weitem mörderischste darstellte. Deshalb sollte uns die derzeitige Entwicklung in Deutschland besonders beunruhigen.
zum Beitrag24.03.2026 , 17:36 Uhr
Sicher haben Sie schon Ihr Demokratieprojekt in Ihrem kleinen gallischen Dorf gegründet und sammeln bereits eifrig Spenden bei Ihren mit „historisch bedingtem Misstrauen gegen alles was aus Berlin kommt“ gesegneten Mitbürgern?
zum Beitrag24.03.2026 , 06:19 Uhr
Das ist hoffentlich Ironie?
zum Beitrag20.03.2026 , 10:00 Uhr
Das ist richtig. Dass es zunehmend Versuche gibt, die Meinungsfreiheit einzuschränken, ist unstrittig und durchaus Anlass zur Sorge. Die Frage ist - ist Meinungsfreiheit grenzenlos oder nicht? Und wenn nicht, wo sind die Grenzen und wer entscheidet darüber? Mein Punkt war, dass Jede*r, der oder die seine Meinung in die Welt entlässt, eine Verantwortung für das Gesagte oder Geschriebene trägt. Dessen sollte man sich bewusst sein. Es war ein Plädoyer dafür, nachzudenken. Und damit meine ich ausdrücklich nicht Selbstzensur, sondern Reflexion.
zum Beitrag20.03.2026 , 09:33 Uhr
Worauf ich hinweisen wollte ist, dass dieser Spruch von beiden Seiten benutzt wurde und wird, also auch von jüdischer, beginnend bei Jabotinsky.
Ich zitiere aus der sehr lesenswerten Broschüre „Welcher Fluss und welches Meer?" der Anne-Frank-Bildungsstätte:
»Arabisch من النهر إلى البحر min an-nahr ila-l-bahr; Hebräisch מהנהר עד לים Min-ha-nahar ad la-yam (...)
Auch in Israel ist die Parole „vom Fluss bis zum Meer“ mit einer nicht unähnlichen Bedeutungsebene verbreitetet. Sie findet sich 1973 in der Gründungscharta des Likud, der seitdem erfolgreichsten politischen Partei Israels. Auch andere Politiker*innen verwendeten diesen, teils abge- wandelten, Satz. So bezog sich Gideon Sa’ar 2018 darauf mit der Aussage Israel müsse „vom Fluss bis zum Meer“ in jüdischer Hand bleiben.«
www.bs-anne-frank....laestina-konflikts
zum Beitrag20.03.2026 , 09:14 Uhr
Ich fürchte, ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte, Alleinherrschaftsanspruch (der Palästinenser oder der Juden) über das Land zwischen Jordan und Mittelmeer. Beide Völker sind dazu verdammt, zusammenzuleben, ob in einem oder in zwei Staaten, und zwar mit gleichen Rechten. Da sind Parolen wie der From the River... wenig dienlich.
zum Beitrag19.03.2026 , 16:41 Uhr
Vielleicht sollten Sie doch erst den ganzen Artikel lesen, bevor Sie sich ein Urteil erlauben. Der Autor hat mit keiner Silbe den Iran in Schutz genommen.
Zu dem von Ihnen inkriminierten "... und die vermeintliche iranische Gefahr …" :
Zur Erinnerung: Nach dem sogenannten 12-Tage-Krieg im letzten Jahr behaupteten sowohl Israel als auch die USA, das iranische Nuklearprogramm sei durch die kombinierten Angriffe schwer beschädigt und um Jahre zurückgeworfen worden, und der Mossad-Chef verstieg sich zu der Aussage, “These are historic days for the people of Israel. The Iranian threat, which has endangered our security for decades, has been significantly neutralized, (...) Israel, thanks to this entire security apparatus, today feels like a different country, a safer country, a braver country that is prepared for the future.”
Ja was denn nun?
zum Beitrag19.03.2026 , 12:11 Uhr
Die USA und Israel sind gut im Zerstören, aber aufbauen können (und wollen) sie offensichtlich nicht. Wer solche "Verbündete" hat ist verlassen. Ich hege tiefes Mitgefühl mit den Iraner*innen.
zum Beitrag19.03.2026 , 11:42 Uhr
Auf die einfachste Antwort scheint niemand zu kommen: Auf diesen vergifteten Slogan ganz zu verzichten - und zwar gleich in welcher Sprache er gesprochen oder geschrieben wird, arabisch oder hebräisch (oder englisch). Ich finde es völlig daneben, ihn so lange umdeuten zu wollen, bis er irgendwie harmlos erscheint. Ganz gleich, welche Seite ihn nutzt - er beinhaltet immer den Alleinherrschaftsanspruch für das je eigene Volk.
zum Beitrag17.03.2026 , 18:01 Uhr
Wenn man den Bock zum Gärtner macht, frisst der - wenig überraschend - das Gemüse.
zum Beitrag17.03.2026 , 17:31 Uhr
Jau. Zeit, sich noch einmal Banksys (?) doppelbödige Hommage an die Streetart-Kunst anzusehen: Exit Through The Gift Shop
Esquire schrieb damals: "Or could Thierry himself be a Banksy creation, the clownish personification of the corruption and commercialisation of street art, who decides not to spend years abseiling down railway bridges in the middle of the night to skip straight to the bit where collogen-plumped art buyers pay thousands for any scrappy lino print of Elvis holding a Fisher Price machine gun you can throw at them? It does all make a certain kind of sense, and would be in keeping with the artist’s ingenuity, wry sense of humour and the unlikely role he has assumed — willingly or not — as a latterday moralist. Naturally though, Banksy won’t be drawn."
zum Beitrag17.03.2026 , 16:56 Uhr
Das Problem ist, dass wir es mit juristisch unscharfen Begriffen wie „Ehre“, „Blasphemie“ oder „öffentlicher Frieden“ zu tun haben, die einem zeitlichen und kulturellen Wandel unterliegen. Was gestern noch Blasphemie war, kann heute von einer Mehrheit akzeptierte Meinung sein (oder auch nicht. Man erinnere sich an die Kontroversen um den Film 'Das Leben des Brian'). Es gibt offensichtlich Ermessensspielräume, was ihre juristische Beurteilung angeht. Dazu kommt im Zeitalter von Fake-News und KI noch die wachsende Verunsicherung angesichts schwer zu überprüfender Tatsachen, über die wir uns eine Meinung bilden (Beispiel: Opferzahlen im Gaza-Krieg).
Hannah Arendt schreibt dazu in "Wahrheit und Politik":
„Tatsachen sind der Gegenstand von Meinungen, und Meinungen können sehr verschiedenen Interessen und Leidenschaften entstammen, weit voneinander abweichen und doch alle noch legitim sein, solange sie die Integrität der Tatbestände, auf die sie sich beziehen, respektieren. Meinungsfreiheit ist eine Farce, wenn die Information über die Tatsachen nicht garantiert ist.“
zum Beitrag17.03.2026 , 16:00 Uhr
Der Richard ist ein Wüterich Rügt die Melanie fürchterlich „Du hast es nicht verstanden! Ich bin zu schlau für dich!“
Zu allem hat er ’ne Meinung Spricht wie ne Gotteserscheinung Erleuchtet und bar jeden Zweifels Verbittet sich jede Verneinung.
Was ist das für ein Hansel Der mansplaint von der Kanzel So oft er kann, der alte Mann, Am liebsten mit Freund Lanz(el)
Eingedenk eines Originalzitats von R.D.P., gerichtet an die Journalistin Melanie Ammann vom Spiegel, als diese es wagte, ihm zu widersprechen: „Am Anfang dachte ich, es ist Absicht, mittlerweile denke ich, sie haben es nicht verstanden."
zum Beitrag14.03.2026 , 16:36 Uhr
"Das Bundesamt für Verfassungsschutz ist wie jede andere Behörde in der Bundesrepublik Deutschland an Recht und Gesetz gebunden. Jedes hoheitliche Handeln ist grundsätzlich gerichtlich überprüfbar."
"Eine weitere wichtige Kontrollinstanz ist die Öffentlichkeit. Bürgerinnen und Bürger haben die Möglichkeit, Anfragen zu bestimmten Themen oder Anträge auf Auskunftserteilung über die zu ihrer Person gespeicherten Daten zu stellen. Auch über die Medienberichterstattung findet eine Kontrolle der Tätigkeit des Bundesamtes für Verfassungsschutz statt."
Quelle: www.verfassungssch...rolle_artikel.html
Der Verfassungsschutz wird in dem Moment gefährlich, in dem er in die Lage versetzt wird, sich der parlamentarischen sowie zivilgesellschaftlichen Kontrolle zu entziehen und intransparent zu agieren. Das Huber-Verfahren scheint genau das möglich zu machen, weshalb es vom Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit ja auch kritisiert wurde. (leider scheinbar ohne Folgen).
zum Beitrag14.03.2026 , 15:53 Uhr
"Hat nicht auch Claudia Roth während ihre Dienstzeit das Haber-Verfahren angewendet?"
Lesen Sie vielleicht zuviel NIUS?
Claudia Roth hat zu Weimers Aussage Stellung genommen:
" »Wenn Wolfram Weimer nun so tut, als hätte ich in meiner Amtszeit ähnlich gehandelt wie er jetzt beim Deutschen Buchhandlungspreis, ist das ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen - und der Versuch, sich reinzuwaschen, statt Verantwortung zu übernehmen«, teilte Roth mit. In einem Fall sei es damals um die nachträgliche Prüfung eines Fördervorgangs aus der Amtszeit ihrer Vorgängerin gegangen.
Es habe der Verdacht im Raum gestanden, dass eine »bereits erschienene Publikation eines rechtsextremen Verlags gefördert worden sein könnte«, obwohl die Verlage ausdrücklich zugesichert hätten, keine verfassungsfeindlichen Inhalte zu produziere. Deshalb sei im Nachhinein geprüft worden, ob gegen Förderbedingungen verstoßen worden sei und Fördermittel zurückgefordert werden könnten. »Das hat mit dem jetzigen Vorgehen meines Nachfolgers nichts zu tun, der eine unabhängige Juryentscheidung beim Deutschen Buchhandlungspreis politisch übergangen hat«, teilte Roth mit."
Quelle: JA v. 12.03.2026
zum Beitrag13.03.2026 , 15:09 Uhr
Das Gedächtnis der Völker ist kurz. Ich denke an Salvador Allende, Pablo Neruda, Victor Jara und die vielen Anderen, die der Pinochet-Junta zum Opfer fielen. Und nun zeigt sich der neu gewählte Präsident mit dem Symbol eben jener Diktatur. Es sollte die Menschen schaudern.
zum Beitrag13.03.2026 , 14:54 Uhr
Lustig, dass Sie die Selbstüberschätzung nur bei der Grünen Jugend verorten. Wenn ich da an die JU denke, die vor wenigen Wochen versuchte, ihre Vorstellungen durchzusetzen, indem sie drohte, das Rentenpaket zu kippen. Da wollte der Schwanz mit dem Hund wackeln.
zum Beitrag13.03.2026 , 14:20 Uhr
Ich finde es bemerkenswert, dass Peter Unfried, der stetig für maximale Kompromissfähigkeit (vor allem der Grünen) und "Mehrheiten jenseits des antiquierten Lagerdenkens" in der Politik trommelt, einen egomanen Polarisierer wie Palmer als Minister in Ba-Wü befürwortet. Passt für mich irgendwie nicht zusammen.
zum Beitrag13.03.2026 , 13:57 Uhr
Wie bezeichnend, dass Sie die Grünen (30,2%) nicht mehr unter "links" einsortieren. Haben die es endlich geschafft, in der von allen präferierten "Mitte" anzukommen, wo immer die sich gerade befinden mag auf ihrem Weg nach rechts?
zum Beitrag13.03.2026 , 13:17 Uhr
Kunst und Kultur sind also "Gedöns", um es in den Worten eines ehemaligen BK auszudrücken?
Autsch.
Ihnen unterläuft übrigens ein logischer Fehlschluss. Wenn Kunst und Kultur nicht mehr über Steuergelder finanziert werden, sondern Privatsache sind, dann braucht es auch keinen Kulturstaatsminister Weimer mehr.
zum Beitrag13.03.2026 , 13:06 Uhr
Entscheidend ist, wer in der Trump-Regierung die Macht hat, und das sind nicht schwarze Evangelikale. Es genügt, sich das derzeitige Kabinett anzusehen.
zum Beitrag13.03.2026 , 13:00 Uhr
Tun sie aber. Leider. Und machen vermeintlich gute Miene zum bösen Spiel.
zum Beitrag13.03.2026 , 12:58 Uhr
Die drei großen monotheistischen Buchreligionen vereint im Hass aufeinander und der Sehnsucht nach dem Letzten Gericht. Und das im 21. Jahrhundert. Irre. Aber die Konflikte waren nie ausschließlich religiös motiviert, sondern hatten und haben immer einen sehr weltlichen imperialen Hintergrund.
zum Beitrag13.03.2026 , 12:39 Uhr
Was mir fehlt in dem Artikel ist eine Information darüber, wie die betroffenen Schulen und Kindergärten, das verantwortliche Schulamt und die zuständigen Behörden überhaupt damit umgehen. Wurden diese zu dem Sachverhalt um Stellungnahme gebeten?
zum Beitrag12.03.2026 , 17:50 Uhr
„ zu Dokumentationszwecken“
Netter Versuch. Was wäre denn so ein „Dokumentationszweck“?
Da fiele mir nur eine wissenschaftliche Arbeit ein, z.B. über die Sprache des Nationalsozialismus. Dort derartige Wörter mit Quellenangaben zu zitieren wird niemand beanstanden. In einem Kommentar wie dem Ihrigen sind sie vollkommen überflüssig, da Sie Ihre Frage auch ohne diese Begriffe hätten formulieren können. Und ganz nebenbei gibt es kein Verbot. Es handelt sich einfach um eine Frage des Anstandes, sie nicht zu benutzen.Den hat man, oder man hat ihn eben nicht.
zum Beitrag12.03.2026 , 12:51 Uhr
Sehe ich ähnlich. Solange zu viele Leute immer noch im SUV Brötchen holen fahren oder ihre Kinder 1000 Meter zur Schule kutschieren, ist das Benzin scheinbar immer noch nicht teuer genug. Autofahren wird, direkt und indirekt, massiv subventioniert.
Felix Creutzig u.a., Die sozialen Kosten des Verkehrs: subjektive Wahrnehmungen und objektive Berechnungen Nachzulesen hier: link.springer.com/...58-37557-7_24#Abs1 und ff.
zum Beitrag12.03.2026 , 12:27 Uhr
Kann sie eben nicht, und ich nehme an, das weiß sie auch. Was soll sie denn machen? Mit einer schwarz-blauen Koalition wedeln? Das wäre Selbstmord.
zum Beitrag12.03.2026 , 11:32 Uhr
Eine gute Opposition ist auch deshalb so wichtig, um der durchgängig destruktiv agierenden AfD nicht das Feld zu überlassen, und die Bürger*innen darauf hinzuweisen, dass es durchaus konstruktive, grüne und/oder linke Lösungswege gibt.
zum Beitrag12.03.2026 , 11:18 Uhr
Was bleibt, ist, eine gute Oppositionsarbeit zu machen, wo es geht, gemeinsam.
zum Beitrag12.03.2026 , 09:59 Uhr
Oh Mist, ich habe Herrn Weimer degradiert! Der Mann ist ja Minister!
Korrekt wäre also:
Ein Kulturstaatsminister namens Weimer ...
zum Beitrag12.03.2026 , 09:53 Uhr
"...seine fünf Schnitzel (Frühstück, Brotzeit, Lunch, Vesper und Abendessen)"
www.youtube.com/watch?v=se38Af_3qns
zum Beitrag12.03.2026 , 09:31 Uhr
Ein Kulturstaatssekretär namens Weimer Der fiel über einen Feuerlöscheimer Und als er zu spät erkannte Dass es schon lichterloh brannte Schrie er: Ich kenn’ sie, meine Pappenheimer!
zum Beitrag10.03.2026 , 17:06 Uhr
Wo Politik versagt wird die vom Autor geforderte Klarheit an die Zivilgesellschaft delegiert, oder, da es dieser zu oft an Einfluss mangelt, wie von ihm beschrieben zunehmend an die Justiz delegiert.
zum Beitrag10.03.2026 , 16:56 Uhr
„Die einheitliche Ausrichtung der Meinung ist eine bedrohliche Erscheinung und gehört zu dem Kennzeichen unseres modernen Massenzeitalters. Sie zerstört das gesellschaftliche wie das persönliche Leben, das auf der Tatsache beruht, daß wir von Natur aus und von unseren Überzeugungen her verschieden sind. Denn daß wir unterschiedliche Ansichten vertreten und uns bewußt sind, daß andere Leute über dieselbe Sache anders denken als wir, bewahrt uns vor jener gottähnlichen Gewißheit, welche allen Auseinandersetzungen ein Ende bereitet und die gesellschaftlichen Verhältnisse auf die eines Ameisenhaufens reduziert. Wo es eine einhellige öffentliche Meinung gibt, besteht die Tendenz, Andersdenkende physisch zu beseitigen, denn massenhafte Übereinstimmung ist nicht das Ergebnis einer Übereinkunft, sondern ein Ausdruck von Fanatismus und Hysterie.“ (Hannah Arendt)
Laut Hannah Arendt ist Pluralität eine Grundbedingung des Menschlichen. Politik bedeutet immer auch die Fähigkeit, die Perspektive der Anderen einzunehmen. Vernichtung der Pluralität führt geradewegs in den Totalitarismus.
zum Beitrag09.03.2026 , 11:23 Uhr
Zumindest eine immer wieder kolportierte Erzählung scheint nicht zutreffend zu sein: Dass die Leute AfD wählen, weil sie abgehängt sind oder sich zumindest so fühlen. Ba-Wü ist eines der reichsten Bundesländer in Deutschland mit weit unterdurchschnittlicher Arbeitslosenquote und dem vierthöchsten BIP pro Kopf (Platz 4). Sehen wir der Tatsache ins Auge, dass es inzwischen eine relevante Anzahl Menschen gibt, die extrem rechte Ansichten vertreten und sich eine dementsprechende Politik wünschen.
zum Beitrag09.03.2026 , 11:11 Uhr
Klingt, als träumten Sie von dieser Koalition.
zum Beitrag09.03.2026 , 10:02 Uhr
Die Kritik Jonas Schnabels an Susanne Knaul geht fehl, denn sie hat an keiner Stelle irgendjemand anderem als Josef Schuster in seiner Funktion (!) als dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland empfohlen, sich zurückzuhalten mit lobenden Äußerungen zu einem vom Völkerrecht nicht gedeckten Angriffskrieg gegen Iran. Ich verstehe nicht, warum es sogar für einen Journalisten wie Herrn Schnabel so schwer zu sein scheint, die juristische von der moralischen Einschätzung der Situation klar zu trennen. Das Einzige, was man Frau Knaul vorwerfen kann ist, dass sie sich im Ton vergriffen hat, was die Überschrift des Artikels angeht. Wenn man das tut, sollte man sich allerdings derselben Lässigkeit der Formulierungen ("Gratismutige") tunlichst enthalten. Frau Knaul hat übrigens nirgendwo die Verbrechen der Mullahs relativiert oder kleingeredet oder den Wunsch geäußert, die Iraner*innen sollten "einfach mal die Klappe zu halten", wie der Autor oder sein Bauchgefühl es für möglich halten.
zum Beitrag09.03.2026 , 09:36 Uhr
"Ich denke mit "Dialog" ist auch was anderes gemeint als Parolen zu brüllen"
Dass Sie hier wiederholt schreiben, "Da wurde nur Baklava verteilt zur Feier des Tages" trägt auch nicht gerade zu einem differenzierten Dialog bei.
Die SZ schrieb dazu am 8. Oktober 23:
"Und in Berlin? Da schwenken ein paar Dutzend Menschen die palästinensische Flagge und jubeln den Terroristen der Hamas und des Islamischen Dschihads zu. Organisiert wurde die Demonstration im Stadtteil Neukölln von dem palästinensischen Netzwerk Samidoun. Bis zum späten Samstagabend haben sich nach Polizeiangaben etwa 50 Menschen dieser Demonstration angeschlossen."
Aus 50 Menschen und einer üblen Aktion des inzwischen verbotenen Vereins Samidoun sollte man keine Rückschlüsse auf "die Palästinenser" ziehen.
zum Beitrag09.03.2026 , 09:18 Uhr
Gerade in Bezug auf Israel gibt es in der taz schon lange ein breites Meinungsspektrum (was ich sehr schätze)
zum Beitrag09.03.2026 , 09:16 Uhr
"Gut, dass es hier diese klugen Frauen mit iran. Wurzeln gibt!"
Genau das war auch mein Gedanke beim Verfolgen der zitierten Diskussion auf Phoenix.
zum Beitrag08.03.2026 , 14:29 Uhr
Mir scheint, unter den „Kommunarden“ finden sich einige (zu viele), die mit Ayn Rands Büchern unter dem Kopfkissen schlafen. (Wer sich angesprochen fühlt, wird wissen warum)
zum Beitrag06.03.2026 , 10:53 Uhr
"Die Aussage dieses Satzes spiegelt eine Tatsache wieder."
Und Sie nehmen natürlich die Bibel als Zeugnis unverrückbarer Wahrheit?
Nein, Smotrich "muss" ich nicht einbringen, ich habe ihn unabhängig davon angeführt, weil er sehr deutlich macht, was er unter "From the River to the Sea" meint.
Es ist eine beliebte Methode, scheinbar neutrale Fragen zu stellen, die gleichzeitig suggerieren, dass es nur eine "offensichtlich richtige" Antwort darauf gibt.
zum Beitrag05.03.2026 , 17:51 Uhr
"Schon oft in der Geschichte wurde Freiheit errungen – doch sie ist keineswegs in Erz gegossen. Eigentlich nie. Jederzeit kann man sich an den Öfen ihrer Gestaltung die Finger verbrennen, auch heute, ja ganz besonders heute. Freiheit und Meinungsfreiheit verlieren allenthalben ihre Selbstverständlichkeit."
sagte Wolfram Weimer in seiner Rede zur Büchnerpreisverleihung 2025 und bezieht sich dabei auf den Namensgeber des Preises, den er wohl nicht ganz verstanden hat. Möge sich der Herr Kulturstaatsminister ordentlich die Finger verbrennen bei seinem Versuch, die Meinungsfreiheit einzuschränken.
"Gott mag den allerdurchlauchtigsten und gesalbten Schafsköpfen gnädig sein; auf der Erde werden sie hoffentlich keine Gnade mehr finden." Georg Büchner
zum Beitrag05.03.2026 , 17:00 Uhr
Zufällig kam ich kürzlich am Rande einer Demo mit einem älteren Kurden ins Gespräch. Er wies mich auf die traurige Tradition hin, dass die Kurden immer wieder im Stich gelassen wurden und erteilte mir etwas Geschichtsunterricht, als er mir von Helmuth von Moltke erzählte, der 1838 als Militärberater auf Seiten der osmanischen Truppen an einem Feldzug gegen die Kurden teilnahm. Die Kurden haben keinen Grund, irgendjemandem zu trauen.
zum Beitrag05.03.2026 , 12:13 Uhr
Was genau ist an dem Artikel antisemitisch?
zum Beitrag05.03.2026 , 12:12 Uhr
Zitat von der Webseite dieses dubiosen evangelikalen Vereins:
"Denn: Gott spricht in der Bibel das Land Kanaan „vom Fluss bis zum Meer“ exklusiv und unabänderlich dem jüdischen Volk zu."
Auch Bezalel Smotrich hat sich dahingehend sehr eindeutig geäußert:
“We’re setting out to destroy the dreams of Mohammed Shtayyeh, who thinks that one day an Arab state will be established in the land of Israel. Forget about it. From the river to the sea, only a Jewish state,”
Eindeutiger geht kaum. Also werfen Sie bitte keine Nebelkerzen.
zum Beitrag05.03.2026 , 10:58 Uhr
"Die Vereinigten Staaten von Amerika sind bei der Erfüllung ihrer militärischen Aufgaben – ob nun in Deutschland oder in den USA – gleichermaßen an die völkerrechtlichen Regeln des Friedenssicherungsrechts (sog. ius ad bellum, insb. das Gewaltverbot) sowie an das humanitäre Völkerrecht (Genfer Konventionen und Zusatzabkommen) gebunden. Unstreitig ist dagegen, dass Deutschland Völkerrechtswidrige Militäroperationen (oder gar Kriegsverbrechen), die durch ausländische Staaten von deutschem Territorium aus durchgeführt werden, nicht dulden darf."
Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestages www.bundestag.de/r...34-14-pdf-data.pdf
zum Beitrag05.03.2026 , 10:38 Uhr
Da vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Anders als „Pro-Palästinensische“ Gruppen oder "pro AKP ausgerichteten Deutsch-Türkinnen" hat Herr Schuster eine offizielle Position als Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland inne und versteht sich selbst als Sprachrohr aller Juden in Deutschland (mMn eine Anmaßung, aber das nur nebenbei). Als solcher trägt er eine Verantwortung für das, was er öffentlich äußert. Er äußert Zustimmung zu einem völkerrechtswidrigen Krieg. Das entspricht schlicht nicht den Regeln unserer Verfassung, an die er sich zu halten hat. Was er privat zu dem Krieg denkt, sollte er deshalb für sich behalten.
zum Beitrag04.03.2026 , 17:16 Uhr
Solange ich nicht Mitglied in einem der von Ihnen genannten Vereine bin, verbitte ich mir auch, dass diese in meinem Namen sprechen, ganz gleich, ob sie 20, 30 oder 50% ausmachen.
zum Beitrag04.03.2026 , 17:09 Uhr
Zugegeben keine glückliche Wortwahl meinerseits, auch wenn das Anliegen dahinter ein völlig anderes war, als von Ihnen unterstellt. Ihre polemische Antwort halte ich für unangemessen, da deutlich geworden sein sollte, was die Grundaussage meines Posts ist.
zum Beitrag04.03.2026 , 11:13 Uhr
Fest an Netanjahus Seite, "whatever it takes" ist Josef Schusters Devise. Der Zentralrat maßt sich an, Sprecher aller Juden in Deutschland zu sein, was aber keineswegs zutrifft. Korrekt ist, dass er ca. 46% der in Deutschland lebenden Juden vertritt. (Quelle: Wikipedia) Weshalb man auch nicht alle deutschen Juden in Haftung nehmen sollte für Aussagen, die Herr Schuster trifft.
zum Beitrag02.03.2026 , 11:20 Uhr
Genau so Ron Prosor gestern im ZDF heute-Interview. Es gibt offensichtlich keine Strategie, weder der USA noch Israels, was nach den Angriffen geschehen soll.
Mein Mitgefühl gilt den Iraner*innen und allen Menschen außerhalb des Irans, die den Preis dafür zahlen werden.
zum Beitrag02.03.2026 , 10:05 Uhr
Herrn Grigat steht natürlich seine Meinung zu, allerdings halte ich sie für unterkomplex, stark zuspitzend und damit eskalierend.
Den besseren Artikel zum Thema hat Armin Pfahl-Traughber verfasst: „Islam-Linke“ – analytische Kategorie oder politisches Schlagwort? www.bpb.de/themen/...isches-schlagwort/
Darin kommt er zu dem Fazit, "Eine mit Islamisten beabsichtigte Kooperation lässt sich ebendort nur in bestimmten Teilen wahrnehmen. Die demokratische Linke gehört erklärtermaßen nicht dazu, die extremistische Linke nur teilweise. Demgemäß ist die Bezeichnung viel zu allgemein und in der Einordnung pauschalisierend. Dies erklärt auch ihre diskursive Anwendung als politisches Schlagwort, dem sich auch extremistische Akteure von rechter Seite bedienen."
zum Beitrag27.02.2026 , 21:34 Uhr
„Sonderzentren“ nennt man Lager also jetzt. Tschentscher (SPD) als Erfüllungsgehilfe Dobrindts.. Dobrindt setzt die vom EU-Parlament beschlossene GEAS Asylreform mit maximaler Härte um, kommt damit den Forderungen der AfD nach und die beeilt sich festzustellen, dass das nicht ausreiche und stellt prompt neue Forderungen auf. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusehen, was kommen wird.
Es ist beschämend
zum Beitrag27.02.2026 , 13:24 Uhr
Was der Regisseur in seiner Rede gesagt hat, wurde an anderer Stelle bereits mehrmals wiederholt; warum sollte Frau Türkmen es noch einmal tun? Sie schreibt:
"Man muss die Inhalte der Rede nicht teilen, um zu erkennen, wie hier Maßstäbe verrutschen." Aber alles andere als eine eindeutige Positionierung gegen den Regisseur genügt Ihnen offensichtlich nicht. Der Verfasserin des Artikels geht es um etwas anderes, und zwar um die Fähigkeit, Ambivalenzen auszuhalten. Dass es an dieser zunehmend mangelt, macht auch Ihr Beitrag deutlich.
zum Beitrag27.02.2026 , 09:37 Uhr
"Die Schwebe, in der Tuttle nun gehalten wird, wirkt wie eine Warnung an die gesamte Kulturszene."
Die Kulturszene wehrt sich. Inzwischen haben Stand heute mehr als 3500 Menschen den offenen Brief der Deutschen Filmakademie unterschrieben, in dem es heißt:
"Kunstfreiheit bedeutet nicht Zustimmung zu einzelnen Positionen, sondern die Verteidigung des Rechts, sie zu äußern. Eine politische Einflussnahme auf die inhaltliche Gestaltung eines Filmfestivals würde fundamentale Prinzipien gefährden, für die die Berlinale seit Jahrzehnten steht. Es geht um weit mehr als nur eine Personalentscheidung. Dieser Versuch der Einmischung ist ein gefährliches Signal, das weit über das Festival hinausreicht."
Die Berlinale würde in der Bedeutungslosigkeit versinken, wenn der Kunstbegriff eines Herrn Weimer durchgesetzt würde, der an anderer Stelle schrieb:
„Das Konventionelle ist die neue Avantgarde.“
zum Beitrag27.02.2026 , 09:17 Uhr
Wo hat der Regisseur die Vernichtung Israels gefordert?
zum Beitrag27.02.2026 , 09:13 Uhr
Haben Sie sich mit der Vita des Regisseurs ein wenig beschäftigt? Ich nehme an, dass das nicht der Fall ist. Und welche Fahne hätte er denn zeigen sollen? Die israelische? Verbunden mit einer Dankesrede an den Befreier Netanjahu vielleicht? Sorry für den Sarkasmus, aber Sie unterstellen mit Ihren Fragen, dass er (wie wahrscheinlich alle Palästinenser*innen in Ihrem Weltbild) von der Auslöschung Israels träumt. Es scheint völlig außerhalb Ihrer Vorstellungskraft zu liegen, dass er von Frieden träumt.
zum Beitrag27.02.2026 , 09:04 Uhr
Danke für das Original. Hier wird noch einmal sehr deutlich, dass es sich nicht um eine Drohung handelt.
zum Beitrag26.02.2026 , 12:00 Uhr
Die SPD ist noch so ziemlich jedes Mal eingeknickt. Weshalb sie ja auch zunehmend in der wohlverdienten Bedeutungslosigkeit versinkt. Wozu braucht es noch eine SPD? Sozialdemokratische Anliegen werden heutzutage von der Linken vertreten.
Und die AfD-Wählenden werden wegen des geschredderten sogenannten "Heizungsgesetzes" auch nicht reumütig in die Arme der Mitte-Parteien zurückkehren. Die stimmt ja noch nicht einmal die grassierende Vetternwirtschaft und offensichtliche Korruption in ihrer geliebten Partei um.
zum Beitrag26.02.2026 , 10:23 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, ob Schwarzer eine pluralistische Gesellschaft will. Durch besondere Duldsamkeit oder Respekt vor von den ihren abweichenden Meinungen ist sie bisher auch nicht gerade aufgefallen.
Zitate:
"Ich bin modern, nicht modisch. Die meisten Menschen wissen hingegen nicht, wovon sie reden."
"Überall rollt diese woke Propagandawelle."
"Die Konservativen sind zu Recht irritiert, wenn Zehnjährigen in der Schule irgendwas von nonbinär, queer und trans erzählt wird."
So könnte es auch jemand aus der MAGA-Bewegung formulieren.
zum Beitrag25.02.2026 , 15:02 Uhr
Um das wieder auszubügeln bräuchte es eine Berichtigung, verbunden mit einer Entschuldigung, am besten in der Tagesschau um 20:00 Uhr. Ich bin gespannt…
zum Beitrag25.02.2026 , 09:04 Uhr
Auch wenn ich wie Sie gegen eine Absage an Schwarzer bin, so muss man doch auch zur Kenntnis nehmen, dass in einem Format wie einer Lesung mit anschließender Diskussion (Fragen aus dem Publikum?) eine Auseinandersetzung auf Augenhöhe kaum möglich ist. Dazu bedürfte es einer zweiten Person auf dem Podium, die wirklich mit Frau Schwarzer diskutiert. Das ist aber meines Wissens nicht vorgesehen.
zum Beitrag24.02.2026 , 16:41 Uhr
Kushner senior ist nicht der erste und wird auch nicht der letzte Botschafter eines (eigentlich) befreundeten Staates sein, der sich gänzlich undiplomatisch äußert oder sich in innere Angelegenheiten des Gastlandes einmischt. Ich erinnere an Richard Grenell, Andrij Melnyk, Ron Prosor. Wenn ich länger darüber nachdenke, fallen mir sicher noch ein paar mehr ein. Dass Herr Kushner allerdings nicht zum ersten Mal einer Einbestellung nicht nachkommt, lässt schon tief blicken, was seinen Respekt vor rechtsstaatlichen und diplomatischen Gepflogenheiten angeht. Aber, um es umgangssprachlich auszudrücken: Wie der Herr, so's Gescherr.
zum Beitrag24.02.2026 , 15:59 Uhr
Ob ein Buch in 99 Begriffen, denen sie jeweils nur 1800 (!) Zeichen widmet, der Diskussion gerade zu strittigen Themen irgendeinen Mehrwert beschert, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Ein Beispiel. Zum Begriff „alter“ (Kleinschreibung im Original) ist zu lesen, Zitat:
„»Altfeministin«. Wie hört sich das an? Gestrig. Und genau das soll es auch. Ich selbst habe die zweifelhafte Ehre, seit ü60 ins Altersfach geschoben worden zu sein. Am eifrigsten dabei sind seit etwa zehn Jahren die heute sogenannten Queerfeministinnen."
Der Heyne-Verlag bewirbt das so:
„Ihre Welt in 99 Worten – Alice Schwarzer zieht Bilanz.“
Nichts Neues unter der Sonne also.
Wenn ich es der Webseite des Babylon-Kinos richtig entnehme, handelt es sich bei der Veranstaltung nicht nur um eine Lesung, sondern auch eine Diskussionsveranstaltung mit dem Publikum.
Wer also bereit ist, die 16.-€ Eintritt zu zahlen, kann mit ein bisschen Glück u. Durchsetzungsvermögen vielleicht auch ein paar eigene Argumente loswerden. Mir wäre es zuviel Geld, aber das möge Jede selbst entscheiden. Ansonsten kann man vor der Tür gegen Schwarzers Thesen demonstrieren. Insofern bin ich gegen eine Absage an die Autorin.
zum Beitrag24.02.2026 , 08:23 Uhr
Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Das ist der Standpunkt der OAZ, nicht meiner.
zum Beitrag23.02.2026 , 15:50 Uhr
Da haben Sie aber eine sehr selektive Wahrnehmung dessen, was ich geschrieben habe. Ich werde mich nicht wiederholen. Lesen Sie‘s einfach nochmal.
zum Beitrag23.02.2026 , 10:37 Uhr
Touché! ;-)
Ich denke bei Protestantismus allerdings weniger an den sinnenfreudigen Luther als an Calvin oder Zwingli, dem selbst Musik und Bilder in Kirchen schon zuviel des Guten waren.
zum Beitrag23.02.2026 , 10:21 Uhr
Ich verstehe Ihre Antwort nicht. Was ist für mich das Wichtigste? Welchen Leuten gebe ich indirekt sogar recht? Können Sie das bitte präzisieren?
zum Beitrag23.02.2026 , 10:07 Uhr
"Feindseligkeit wegen Sprache oder Herkunft galt hier lange nicht als Normalzustand,"
Aha. Wie anders würden Sie das nennen, wenn deutsche Rassisten Geflüchtete durch die Straßen jagen, Kopftuch tragende Frauen beleidigen oder Brandanschläge verüben?
zum Beitrag23.02.2026 , 09:43 Uhr
Nur um es nochmal klarzustellen: Natürlich sind die wenigsten Geflüchteten kriminell, genauso wie das in der autochthonen Bevölkerung der Fall ist. Und von Abschiebung aufgrund von Straftaten habe ich gar nicht geschrieben, sondern von Strafverfolgung. Und nicht alle die fliehen, sind Intellektuelle (und das ist auch gut so). Ich halte es für gefährlich, Geflüchtete zu überhöhen als moralisch bessere Wesen, denn das schraubt auch die Erwartungen an sie in unerreichbare Höhen. Genügt es nicht, einfach Mensch zu sein, um ein Anrecht auf Schutz zu haben, wenn man verfolgt wird?
zum Beitrag22.02.2026 , 13:45 Uhr
"Doch selbst hier bietet vor allem der Katholizismus ein Schlupfloch. Dafür wurde er ja erfunden: um für jede Regel einen Weg zu finden, wie man sie umgehen kann."
Ja mei, mir san allzumal Sünder ;-)
Deswegen ist mir als Ex-Katholikin der Katholizismus immer noch sympathischer als der gestrenge Protestantismus.
zum Beitrag22.02.2026 , 13:18 Uhr
Aus den Leitlinien der OAZ:
"Ein Medium, das erklärt statt lenkt, einordnet statt polarisiert und Zukunft nicht behauptet, sondern sichtbar macht."
Wie das umgesetzt wird, möge Jede*r selbst beurteilen. Hier ein Beispiel:
„Zu den wesentlichen Unterschieden zwischen Ost und West gehört ein anderes Empfinden gegenüber Russland und seinen Menschen. Verknappt gesagt, stoßen da auf Begegnung gegründete Urteile auf ideologische Vorurteile. Die Ostdeutschen haben ihre jahrzehntelangen, gemischten Erfahrungen mit ihren Befreiern und Besatzern, die Westdeutschen ihre eher moralisierenden, medialen Vermittlungen. Da stehen ambivalente Alltagserfahrungen gegen abstrakte Feindbilder.“
Und weiter:
"Der Westen weiß, wer recht hat, der Osten will wissen, wie es so weit kommen konnte und wie es beendet werden kann."
zum Beitrag22.02.2026 , 12:09 Uhr
Das frage ich mich auch, nachdem der Herausgeber in einem Interview in der Kulturzeit v. 20.02. meinte, Geld sei kein Problem. Ein Schuft, der Böses dabei denkt...
zum Beitrag22.02.2026 , 12:05 Uhr
Die aus mehreren Kommentaren hier deutlich spürbare klammheimliche Freude darüber, dass es sich um nichtdeutsche Täter handelte, ist eklig und allzu durchsichtig.
Dahinter steht unausgesprochen: "Wussten wir ja schon immer, dass *Die* nicht demokratiefähig sind."
Es ist wenig überraschend, dass Geflüchtete nicht die besseren Menschen sind, und natürlich muss man die Täter zur Rechenschaft ziehen.
Ich wäre zudem sehr für ein Verbot der Grauen Wölfe. Ich verstehe nicht, dass Deutschland sich bis jetzt nur zu einer Einstufung der PKK als Terrororganisation durchringen konnte und damit verbunden zu einer Aufrechterhaltung des Verbots der Partei und anhängender Vereine.
zum Beitrag22.02.2026 , 11:44 Uhr
Natürlich wurde vieles skandalisiert, aber ich bezog mich auf die verlesene Rede des (damals nicht selbst anwesenden) Schauspielers Erfan Shekarriz .
zum Beitrag21.02.2026 , 19:06 Uhr
Ich gehe davon aus, dass sowohl Leiterin als auch Jury sich einfach nicht nochmal die Finger verbrennen wollten nach dem Eklat, den es letztes Jahr gab. Das kann man für klug oder für feige halten, je nach Perspektive. Mir wäre ein offener Streit allemal lieber als dieser verdruckste Umgang, der hierzulande von offiziellen Stellen im Diskurs über Israel gepflegt wird.
zum Beitrag21.02.2026 , 17:45 Uhr
Es sollte zu denken geben, dass der in fast allen Fällen zerstrittene Sicherheitsrat sich dieses Mal einig gewesen zu sein scheint.
Man könnte zu dem Schluss kommen, dass es entweder hinter den Kulissen eine wie auch immer geartete Absprache zwischen den Vetomächten USA, Russland und China gab, oder aber, dass alle Mitglieder des Sicherheitsrates froh waren, das Problem auslagern zu können.
Zitat: "Der Sicherheitsrat begrüßt die Einrichtung des Friedensrats (Board of Peace, BoP) als Übergangsverwaltung mit internationaler Rechtspersönlichkeit (....) (...) ermächtigt die an der BoP und der BoP teilnehmenden Mitgliedstaaten: (A) die zur Erreichung der Ziele des Gesamtplans erforderlichen Vereinbarungen zu treffen, einschließlich solcher, die die Vorrechte und Immunitäten des in Absatz 7 unten genannten Personals der Truppe betreffen (...)"
Quelle: docs.un.org/en/S/RES/2803(2025) Übersetzung: DeepL
Klingt für mich nach einem Freibrief.
zum Beitrag21.02.2026 , 16:22 Uhr
"Mal abgesehen davon, dass Sie gerade sagen, Sie hätten auf die Frage "Wie gut wäre das für die Sache der Frauen?" als Antwort "Ein klares nein" verlangt"
Da haben Sie natürlich vollkommen recht. Deshalb hier nochmal extra für Sie:
Die (korrekte) Antwort lautet: Es wäre schlecht für die Sache der Frauen.
Und zu Ihrer Frage bzgl. Xavier Naidoo:
Meinen Sie den durchgeknallten Typen, der gerade mal wieder durch seltsame Verschwörungserzählungen auf sich aufmerksam macht? Auch hier lautet die Antwort: Nein, es wäre nicht gut für die Sache schwarzer Menschen, wenn ein durchgeknallter Verschwörungserzähler ganz gleich welcher Hautfarbe Bundeskanzler würde.
zum Beitrag20.02.2026 , 14:30 Uhr
Umberto Eco hat als Semiotiker ganz sicher seine Worte nicht unbedacht gewählt. Wenn er hätte sagen wollen, "Wo immer *Menschen* die Legitimität eines Parlaments in Zweifel ziehen, weil es den Willen des Volkes nicht mehr zum Ausdruck bringe, riecht es nach Urfaschismus.", dann hätte er das so gesagt. Er sprach aber von Politikern.
Trotzdem halte ich die Aussage der Aktivistin, der Bundestag sei "ein Parlament des Geldes" für fragwürdig, weil populistisch und unterkomplex, was aber im Umkehrschluss nicht bedeutet, dass man nicht nach gerechteren Wegen demokratischer Entscheidungsfindungsprozesse suchen darf. Einer davon sind die inzwischen in den Kommunen installierten Bürgerräte.
zum Beitrag20.02.2026 , 14:10 Uhr
Ich erinnere an die Kleine Anfrage der CDU von vor einem Jahr. Da wurde sozusagen Vorarbeit geleistet, indem die Mittelvergabe von "Demokratie leben" angezweifelt wurde:
"Auch erscheint es den Fragestellern zweifelhaft, dass etwaige Förderprogramme, die die betroffenen Vereine in ihrer gemeinnützigen Arbeit unterstützen sollen, ihren Zweck erfüllen. Ein Beispiel ist das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das einige Organisationen finanziell fördert, die an den Demonstrationen beteiligt waren."
zum Beitrag20.02.2026 , 13:20 Uhr
Alles andere als ein klares Nein! auf diese Frage ist inakzeptabel, ganz besonders von einer Frau, die sich offensichtlich - wenn mMn auch fälschlich - als erste Feministin des Landes versteht. Leider überrascht mich Frau Schwarzers Antwort nicht.
zum Beitrag20.02.2026 , 12:59 Uhr
Gegen Bekämpfung des Hungers und Familienplanung wird niemand etwas einwenden, bloß - was tun, bis die von Ihnen angestrebten Ziele erreicht sind? Zudem lässt sich bei aller Kritik an Korruption etc. die Mitverantwortung der wohlhabenden Länder des Nordens an der Armut des Südens nicht leugnen.
zum Beitrag19.02.2026 , 13:01 Uhr
Dann gehen die potenziellen Porsche-Käufer also zu Fuß, wenn keine Verbrenner mehr gebaut werden?
zum Beitrag19.02.2026 , 12:14 Uhr
Da sich der Artikel hinter einer Bezahlschranke verbirgt, hier noch einmal Ecos gesamte Rede:
coopgo.consulting/...o_Urfaschismus.pdf
Zitat Umberto Eco:
". In der Zukunft erwartet uns ein TV- oder Internet-Populismus, in dem die emotionale Reaktion einer ausgewählten Gruppe von Bürgern als Stimme des Volkes dargestellt und akzeptiert werden kann. Aufgrund seines qualitativen Populismus muß der Urfaschismus gegen "verrottete" parlamentarische Regierungen eingestellt sein. Wo immer ein Politiker die Legitimität eines Parlaments in Zweifel zieht, weil es den Willen des Volkes nicht mehr zum Ausdruck bringe, riecht es nach Urfaschismus."
zum Beitrag19.02.2026 , 10:25 Uhr
Europa schottet sich ab. Wieviele Menschen das das Leben kostet interessiert kaum jemanden. Es wird viel Geld ausgegeben (Frontex 2025: 1,124 Mrd. €.( Zum Vergleich: bei der Gründung waren es 6 Mio. €)), um zu verhindern, dass Flüchtende das rettende europäische Ufer erreichen. Gleichzeitig werden NGOs regelmäßig diskreditiert und kriminalisiert, ihre Arbeit be- und verhindert.
Wer so handelt, sollte von europäischen Werten - niedergelegt in Art. 2 des Lissabonner Vertrags und in der Grundrechte-Charta der EU - besser schweigen.
zum Beitrag19.02.2026 , 08:50 Uhr
"ebenso wie die gazanische Regierung"
Gaza hat mit dem israelisch-libanesischen Konflikt nichts zu tun.
"müssen sie Söldner beauftragen"
Lieber Söldner als unter UN-Mandat stehende Truppen?
Die UNIFIL wurde zur Überwachung der territorialen Integrität des Libanons ins Leben gerufen (Resolution 425) Das war 1978, als es noch gar keine Hisbollah gab. Das Mandat wurde 2006 nach Angriffen der Hisbollah auf Israel erweitert. Sie fordert u.a.
"(...) die vollständige Einstellung der Feindseligkeiten, insbesondere auf der Grundlage der sofortigen Einstellung aller Angriffe durch die Hisbollah und der sofortigen Einstellung aller offensiven Militäroperationen durch Israel"
Beides hat bekanntermaßen nicht stattgefunden. Nichts ist unkompliziert im Nahen Osten.
zum Beitrag18.02.2026 , 18:01 Uhr
All Jenen, die gegen die angeblich zu „woke“ Linke, NGOs, Klimaaktivist*innen, zu linke Medien etc. wettern, sei besonders der zweite Teil der Doku ans Herz gelegt. Eine Gelegenheit, darüber nachzudenken, ob es wirklich das ist, was sie wollen.
zum Beitrag17.02.2026 , 18:30 Uhr
Ich bin es einfach nur leid. Den Bürger*innen der DDR wurde erzählt, dass sie das bessere Deutschland seien, weil: keine Nazis. Die saßen ja bekanntlich alle in der BRD. Und falls es doch welche gegeben haben sollte, so wurden sie einfach weggeleugnet. Neonazis waren eben "Rowdies". Und jetzt? Sind die AfD-Wählenden irgendwie unverstandene, ewig benachteiligte Traumatisierte, die den Wendeschock auch in der zweiten Generation noch nicht richtig verarbeitet haben. Nochmal: Ich bin es einfach nur leid. Niemand ist gezwungen nach unten zu treten, wenn es ihm schlecht geht.
zum Beitrag17.02.2026 , 16:47 Uhr
Zum einen möchte ich auf die Antwort von @Volker Scheunert verweisen, der schneller war als ich. Zum anderen zitiere ich gerne aus der von Ihnen verlinkten Quelle: "„Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land“ – dies war ein Slogan des Zionismus. Allein: Er traf auf das Gebiet Palästina nicht zu, denn es war bewohnt."
Als Kolonialisten verstanden sich die Einwanderer übrigens selbst. Ich zitiere: "Aus den Kreisen der 'Zionsfreunde' (Chowewe Zion) sind seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts bereits Gruppen zur Errichtung neuer Kolonien nach Palästina gezogen, und seitdem ist die Bewegung mächtig gewachsen, und die Siedlungen haben sich sehr gut entwickelt. (...) Heute kann dieses Kolonisationswerk bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken." Und weiter: "Seine praktische Verwirklichung, die Schaffung einer jüdischen Majorität, erfordert wohl noch auf viele Jahre hinaus die größte Anstrengung der Juden und die wohlwollende Mitwirkung nichtjüdischer Mächte."
Zitat von Georg Landauer aus: Palästina. Meyer & Jessen 1925
Historische Quellen sind immer interessant zu lesen.
zum Beitrag17.02.2026 , 15:59 Uhr
"...wenn beispielsweise eine Gruppe von 10 Rechtsextremen 3 Afrikaner brutal attackiert und einen von ihnen ermordet hätten.Da wäre der Aufschrei mindestens genauso groß gewesen"
Das wage ich zu bezweifeln, zumindest was die Äußerungen von Herrn Macron angeht. Stattdessen hätte er vermutlich vorsorglich die Police Nationale in den Banlieues aufmarschieren lassen.
zum Beitrag17.02.2026 , 15:01 Uhr
Es ist ein klassisches Dilemma: Ein Regimewechsel ohne Unterstützung von außen ist zurzeit kaum vorstellbar, da das Mullah-Regime zur Verteidigung seiner Macht zu allem bereit zu sein scheint und weder von den Revolutionsgarden noch dem Militär ein Putsch zu erwarten ist. Leider sind die "Unterstützer" Trump und Netanjahu zweifelhafte Figuren mit sehr eigenen und sich nicht unbedingt mit jenen des iranischen Volkes deckenden Interessen. Herr Pahlawi hat keine Qualifikation vorzuweisen außer seiner Rolle als hauptamtlicher Sohn eines verstorbenen Autokraten.
Die Einwände von Herrn Bax sind einleuchtend, sich aber auf eine wie auch immer geartete "Solidarität" zu verlassen ist mir zu billig. Die Jahrzehnte dauernden Sanktionen lassen das Volk zunehmend verarmen, laufen aber ins Leere.
Was also tun? Ich fürchte, es wird keine irgendwie "saubere" Lösung geben.
zum Beitrag17.02.2026 , 14:38 Uhr
"muss weg", "abgeurteilt und gehängt"
Wie leichtfertig manche Leute minimalste zivilisatorische und demokratische Standards bereit sind aufzugeben, finde ich erschreckend.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:39 Uhr
"...für die und ihren Opfermythos, der übrigens längst kein Mythos mehr ist"
Sie betrachten die AfD also als Opfer, verstehe ich Sie da richtig? Die sitzen in Parlamenten und in Talkshows und dürfen ihre Meinung in die Welt hinausposaunen wo und wie oft sie wollen, und Sie sagen mit der AfD, die seien Opfer???
zum Beitrag16.02.2026 , 12:01 Uhr
Was wir zur Zeit erleben ist ein Frontalangriff auf sämtliche, hart erkämpften sozialen Errungenschaften durch den Neoliberalismus, der sich auf der Zielgeraden wähnt. Ich hoffe sehr, dass sich die Beschäftigten nicht gegeneinander ausspielen lassen, sich stattdessen wieder stärker gewerkschaftlich organisieren und die Gewerkschaften sich entschlossen gegen derartige Versuche stemmen.
zum Beitrag16.02.2026 , 10:33 Uhr
Sie sprechen der Verfasserin des Artikels ab, eigene Schlüsse aus den von ihr gemachten Erfahrungen zu ziehen und unterstellen ihr, so schlichten Gemütes zu sein, dass sie der Hamas-Propaganda auf den Leim geht. Finden Sie das nicht ein kleines bisschen anmaßend? Ich würde vorschlagen, dass Sie nicht Jede und Jeden, der oder die nicht auf Linie mit dem Zentralrat ist, für zumindest verblendet oder genasführt zu erklären.
zum Beitrag15.02.2026 , 12:30 Uhr
Ein sehr persönlicher und dabei beeindruckender Artikel. Ich bin sicher, die Verfasserin ist mit ihrer Haltung nicht so alleine, wie sie sich zu fühlen scheint. Nur sind diejenigen, die sich nicht eindeutig auf einer „Seite“ positionieren eben oft nicht so laut und damit leider weniger sichtbar.
zum Beitrag14.02.2026 , 15:17 Uhr
Wir sollten auf keinen Fall in die Falle tappen, mit Blick auf die USA, wo alles noch schlimmer ist zu vergessen, was gerade hier bei uns geschieht; wie z.B. unsere BM für Wirtschaft und Energie alle Fortschritte in Bezug auf erneuerbare Energien zugunsten der fossilen zu schreddern versucht.
zum Beitrag14.02.2026 , 14:14 Uhr
Land of the Free...
zum Beitrag14.02.2026 , 14:13 Uhr
Der gravierende Unterschied liegt darin, dass in Deutschland eine Ausweispflicht für alle über 16-Jährigen besteht, in den USA ist das nicht der Fall. Es besteht auch keine Meldepflicht. Stattdessen muss man sich um wählen zu können, unter Vorlage des Führerscheins oder der ID registrieren. Auch diese Dokumente besitzt nicht Jede*r. Mehr dazu hier: www.srf.ch/news/in...ren-wie-man-waehlt
zum Beitrag14.02.2026 , 13:58 Uhr
Nicht, dass ich besonders überrascht wäre. Ob sich das abschreckend auf die potentiell AfD-Wählenden in Sachsen-Anhalt und anderswo auswirkt? Zu hoffen wäre es, allein mir fehlt der Glaube.
Btw: Die Grafik erinnert mich an die wunderbare taz-Kolumne "Die wirrsten Grafiken der Welt" aus den Nullerjahren. Ob das nun an der Unübersichtlichkeit und Vielzahl der AfD-Verstrickungen liegt oder an ihrer grafischen Darstellung? Wer weiß das schon.
zum Beitrag13.02.2026 , 17:47 Uhr
Z.B.mit der Zivilbevölkerung? Mit Vertreter*innen der dort arbeitenden Ärzt*innen etc.?
zum Beitrag13.02.2026 , 14:49 Uhr
Wenn sie in ihrer Rolle als CDU-Mitglied gefahren wäre, wäre das sozusagen ihre Privatsache. Ist sie aber nicht. Sie hat sich etwas angemaßt, was ihr nicht zusteht.
Zu den Aufgaben eines/einer Bundestagspräsident*in:
"Der Bundestagspräsident repräsentiert den Bundestag und damit die Legislative. Protokollarisch bekleidet er nach dem Bundespräsidenten das zweithöchste Amt im Staat – vor dem Bundeskanzler und dem Bundesratspräsidenten. Seine Aufgaben beschreibt die Geschäftsordnung des Bundestages: „Der Präsident vertritt den Bundestag und regelt seine Geschäfte. Er wahrt die Würde und die Rechte des Bundestages, fördert seine Arbeiten, leitet die Verhandlungen gerecht und unparteiisch und wahrt die Ordnung im Hause.“
Quelle: www.bundestag.de/p...idium/funktion_neu
Mit anderen Worten: Sie ist eine hohe Verwaltungsangestellte.
zum Beitrag13.02.2026 , 14:39 Uhr
Ich verstehe Ihre Antwort nicht. Ich habe in meinem Post um 11:13 Uhr geschrieben, dass Journalisten nicht in den Gazastreifen dürfen. Kann es sein, dass Ihre Antwort sich an @Peter Schütt richtet?
zum Beitrag13.02.2026 , 11:13 Uhr
Die Quellen sind widersprüchlich, weshalb ich Zahlen wie die von Ihnen angegebenen gegenüber ausgesprochen skeptisch wäre. Vor allem legitimiert das nicht Israels weiterhin äußerst restriktive Politik, was die Verteilung von Hilfsgütern an die notleidende Bevölkerung des Gazastreifens angeht. Israel will keine Zeugen, weder Journalist*innen noch Ärzt*innen noch Hilfsorganisationen, die nicht in irgendeiner Weise "embedded" sind. Und Frau Klöckner unterstützt das mit ihrer performativen Stippvisite in der gelben Zone.
zum Beitrag13.02.2026 , 10:39 Uhr
Was für eine Karriere! Erst PR-Botschafterin für Wein, dann für Nestlé und nun für die Politik Netanjahus und Konsorten. Das muss ihr erstmal eine*r nachmachen.
zum Beitrag13.02.2026 , 10:34 Uhr
Gibt es. Erinnert sei an Nicholas Potter, Klaus Hillenbrand, Erica Zingher oder, wenn auch nur als Gast-Kommentatorin Michaela Dudley. Man kann der taz wahrlich keine Einseitigkeit in Bezug auf den Nahost-Konflikt vorwerfen.
zum Beitrag12.02.2026 , 18:52 Uhr
Ganz gleich, ob da eine IOC-Chefin Krokodilstränen vergießt oder ein FIFA-Präsident einen FIFA-Friedenspreis für Trump erfindet - die großen Sportverbände sind bis ins Mark verrottet und korrupt. Von ihnen ist hinsichtlich der Menschenrechte nichts zu erwarten.
Vielleicht findet sich eine andere Gelegenheit, diesen aufrechten Menschen zu ehren. Noch besser wäre, seine Konkurrenten würden geschlossen dem Wettbewerb fernbleiben
zum Beitrag12.02.2026 , 18:05 Uhr
Ich habe die Verlautbarungen von Frau Klöckner nach ihrem Besuch gesehen und würde ihr empfehlen, sich als Netanjahus Regierungssprecherin zu bewerben. Als Bundestagspräsidentin ist sie ungeeignet, was sie mit diesem Auftritt einmal mehr eindrucksvoll bestätigt hat. Ich halte sie weder für dumm noch naiv, weshalb ich ihr nicht einmal mildernde Umstände zubilligen kann.
zum Beitrag12.02.2026 , 10:56 Uhr
Meinen Sie jenen Herrn Seehofer, der von Migration als "Mutter aller Probleme" sprach?
zum Beitrag12.02.2026 , 10:55 Uhr
Ich bin überzeugt, dass Sie schon seit 2015 gerne und 24/7 sich selbst überlassenen Geflüchteten zur Seite stehen, um ihnen das Ankommen in unserer Gesellschaft zu erleichtern und ihnen unsere deutschen Werte näherzubringen.
zum Beitrag11.02.2026 , 14:01 Uhr
Der Autor des Artikels diskreditiert eine nicht näher definierte und deswegen pauschalisierte „Linke“ als im schlimmsten Fall offen mit dem Mullah-Regime sympathisierend. Ich würde mir wünschen, dass er diese steile These ordentlich belegt.
Als „Beweis“ mangelnder Solidarität der Linken führt der Autor u.a. den Umstand an, dass zu wenige Linke an Demonstrationen gegen das Mullah-Regime teilnehmen. Nach meiner zugegeben subjektiven Beobachtung der Demos in meiner kleinen Großstadt interessiert es die Mehrheitsgesellschaft sowieso selten, welche Kämpfe Kurd*innen, Syrer*innen oder eben Iraner*innen in ihren Heimatländern austragen, und lassen die vom Unrecht in – hier beliebiges Land einsetzen - Betroffenen auf den Demos alleine. Das gilt übrigens nicht nur für Linke, sondern auch für den ganzen demokratischen Rest. Diese Vorwürfe allein an „die Linken“ zu richten finde ich deshalb ziemlich scheinheilig.
zum Beitrag11.02.2026 , 13:00 Uhr
Nur nebenbei: Die in der Schweiz von Stadler gebaute Tram TINA (steht nicht für There Is No Alternative ;-)) ist in meiner Stadt mehr als unbeliebt, weil sie laut und störanfällig ist. Seit sie hier fährt, wird an ihr herumgeschraubt in der Hoffnung, dass es besser wird.
zum Beitrag11.02.2026 , 12:06 Uhr
Die NPD wurde vor allem wegen ihrer zahlenmäßigen Bedeutungslosigkeit nicht verboten.
Zitat Tagesschau v. 17.01.2017:
"Es fehle derzeit an konkreten Anhaltspunkten von Gewicht, die es möglich erscheinen ließen, dass das Handeln der NPD zum Erfolg führe, so Gerichtspräsident Andreas Voßkuhle in der Urteilsbegründung. Erst wenn es Anhaltspunkte dafür gäbe, dass die NPD irgendwo die Mehrheit erreichen oder an die Regierung kommen könne, dürfe die Partei verboten werden."
zum Beitrag10.02.2026 , 14:53 Uhr
Wir in Deutschland unterscheiden oft genug nicht sauber zwischen Faschismus und Nationalsozialismus, weshalb Faschismus nur als das maximal Böse gedacht wird. Von daher finde ich die Sentenz des Autors, dass Faschismus nicht mit Auschwitz beginne, sondern damit ende, nicht unbedingt zutreffend. Faschismus *kann* mit Vernichtungslagern enden, muss es aber nicht zwingend. An dieser Stelle hätte ich mir eine genauere Differenzierung gewünscht.
»Faschismus kann definiert werden als eine Form politischen Verhaltens, die durch eine obsessive Beschäftigung mit dem Niedergang, der Demütigung oder der Opferrolle der Gemeinschaft und durch kompensatorische Kulte der Einheit, Energie und Reinheit gekennzeichnet ist, in denen eine massenbasierte Partei engagierter nationalistischer Militanter, die in einer schwierigen, aber effektiven Zusammenarbeit mit traditionellen Eliten steht, demokratische Freiheiten aufgibt und mit erlösender Gewalt und ohne ethische oder rechtliche Beschränkungen Ziele der inneren Säuberung und äußeren Expansion verfolgt.« Robert Paxton
Zitiert aus: Strobl, Was ist Faschismus www.der-rechte-ran...as-ist-faschismus/
zum Beitrag10.02.2026 , 14:06 Uhr
"Die Reformen der Weißen Revolution sollten das Eigentum gerechter verteilen, doch das Gegenteil passierte. Die Großgrundbesitzer wurden für die Enteignungen mit Anteilen an der rasant wachsenden Industrie entschädigt, das brachte viel mehr Profit. Und die Bauern bekamen die Felder nicht geschenkt, sondern mussten dafür teure Kredite aufnehmen und nun selbst für Bewässerung, Zugvieh und Geräte sorgen. Ihre Erträge aus der Landwirtschaft genügten oft nicht. Die Schere zwischen Arm und Reich ging immer weiter auseinander. "
Quelle: Deutschlandfunk
zum Beitrag10.02.2026 , 13:52 Uhr
1. finde ich da kein Zitat einer/eines Linken 2. beziehen Sie sich dort auf eine Linke aus den Sechzigern und Siebzigern. Weil sich kein passendes aktuelles Beispiel findet? Mein Eindruck ist, dass Sie sich in Ihrem pauschalen Linken-Hass vollkommen verrannt haben. Es gibt "die Linke" nicht. Vielleicht sollten Sie das erst einmal zur Kenntnis nehmen. Natürlich gab/gibt es dogmatische Linke, aber es gab und gibt auch immer eine undogmatische/antiautoritäre Linke. Alle in einen Topf zu werfen nützt nur den Rechten.
zum Beitrag09.02.2026 , 15:21 Uhr
Ich finde Das Leben des Brian auch sehr lustig, meine aber hier eher mit Victor Klemperer, den ich an anderer Stelle bereits zitiert habe: Die Sprache bringt es an den Tag. Was meiner Meinung nach auch der Rest des Beitrags des Foristen belegt, so, wenn er z.B. vom „erlaubten Meinungskorridor“ spricht, von Einschüchterung der Bürger. Impliziert wird damit, dass wir nicht in einer Demokratie leben, und genau das ist die Wiederholung des entsprechenden AfD-Narrativs.
zum Beitrag09.02.2026 , 13:13 Uhr
Sie zitieren einen Rechten (Krah) und schreiben dann, mit dieser Art Linker wollten Sie nichts zu tun haben? Können Sie bitte wenn Sie auf Linke draufhauen, bitte auch Zitate bringen, die nicht von Rechten stammen? Danke.
zum Beitrag09.02.2026 , 12:48 Uhr
Hier die Forderungen der Iranischen Gemeinde in Deutschland* e.V.:
- Die Verbrechen der iranischen Regierung gegen die Menschenrechte klar und unmissverständlich zu verurteilen und mit allen diplomatischen und wirtschaftlichen Druckmitteln den Kampf des iranischen Volkes zu unterstützen. - Die Konten der Verantwortlichen des Regimes und ihrer Familien in der Europäischen Union zu sperren. - Die Abschiebungen iranischer Geflüchteter nach Iran zu stoppen. Die „Islamischen Revolutionsgarden“ auf die Liste terroristischer Organisationen zu setzen. - Die scheinbar kulturell-religiösen Einrichtungen des Regimes in Europa zu schließen. In einem theokratischen Staat sind kulturell-religiöse Institutionen nicht unabhängig, sondern dienen ausschließlich den politischen Zielen des Regimes. - Alle verfügbaren Mittel zu nutzen – ohne Zugeständnisse an die islamische totalitäre Regierung –, um Druck auf dieses Regime auszuüben und die Freilassung politischer Gefangener, einschließlich der Doppelstaatsbürger-Geiseln, zu erreichen.
*Die IGD versteht sich als bundeweiter Dachverband der iranischstämmigen Community sowie der Menschen aus dem iranischen Kulturkreis in Deutschland.
zum Beitrag09.02.2026 , 12:16 Uhr
Der Horror und das Sterben an der südlichen Außengrenze der EU schaffen es nicht mal mehr in die Nachrichten, wenn sie solche Ausmaße annehmen wie in diesem Artikel zurecht vermutet. Was nicht in den Schlagzeilen und Timelines erscheint, ist nicht existent. Über die unzähligen Toten im Mittelmeer wird ein Leichentuch des Schweigens ausgebreitet, während die Möglichkeit legaler Zuwanderung in die EU täglich mehr eingeschränkt und die Zahl der Frontex-Beamten stetig aufgestockt werden. Es ist beschämend.
zum Beitrag09.02.2026 , 11:21 Uhr
Was Sie vollkommen ignorieren: Es gibt ein konservatives Angebot rechts von SPD, Grünen und Linken: CDSU und FDP. Wem das immer noch nicht rechts genug ist, der muss sich leider sagen lassen, dass er sich außerhalb des demokratischen Diskurses bewegt. Die AfD ist rechtsextrem, nicht bloß konservativ und wirtschaftsliberal. Punkt.
zum Beitrag09.02.2026 , 11:14 Uhr
"Der Schnack über Demokratie ist dabei doch nur ein Vorwand."
Schlimmer Satz. Denken Sie nochmal drüber nach, ob Sie den so stehen lassen wollen.
Meinen die 80% AfD-Wähler in Ihrem Dorf wirklich Demokratie, oder wollen sie, dass da Einer mal so richtig "durchregiert", mit all den schrecklichen Folgen für vulnerable Gruppen, wie wir es zur Zeit in den USA live mitverfolgen können?
zum Beitrag09.02.2026 , 10:53 Uhr
@Sonnenhaus bezieht sich damit wohl auf diesen Artikel in der taz:
Bezahlkarte für GeflüchteteDiskriminierung im Supermarkt
Ein Hamburger Supermarkt verbot Menschen mit Bezahlkarte, Gutscheine zu kaufen. Bis die taz nachfragt – und eine falsche Webseite der Stadt entdeckt.
taz.de/Bezahlkarte...uechtete/!6136472/
zum Beitrag09.02.2026 , 10:50 Uhr
All jenen, die hier so eifrig gegen ein Verbotsverfahren gegen die AfD anschreiben, sei dieser Artikel im Verfassungsblog ans Herz gelegt:
Rechtswissenschaftliche Stellungnahme zu einem Parteiverbotsverfahren gegen die Alternative für Deutschland
verfassungsblog.de...botsverfahren-afd/
zum Beitrag09.02.2026 , 10:32 Uhr
"Kartellparteien" - Ihre Wortwahl ist (selbst-)entlarvend.
zum Beitrag06.02.2026 , 09:10 Uhr
Weintraub: „Die Verbrechen der Nazis begannen nicht in Auschwitz. Sie begannen mit Ausgrenzung, Erniedrigung und mit Verächtlichmachung der Jüdinnen und Juden und weiterer Minderheiten."
Und sie begannen mit der Verbrüderung der nationalkonservativen Kreise mit Hitler, siehe Franz von Papen, dessen DNVP 1932 eine Koalition mit der NSDAP einging in dem Glauben, er könne auf diese Weise die Nationalsozialisten einhegen. Welch fürchterlicher Irrtum!
Genau das gilt es jetzt zu verhindern.
zum Beitrag06.02.2026 , 08:49 Uhr
Das Interview macht mich wütend, aber auch ratlos. Was sollen die Menschen in Massafer Yatta noch tun, um endlich ihr Recht auf ein friedliches Leben in ihren angestammten Dörfern zu bekommen? Der Rechtsweg innerhalb der israelischen Gesetze ist ausgeschöpft, internationales Recht interessiert Israel sowieso nicht. Bleibt gewaltloser Widerstand und ziviler Ungehorsam. Ich stelle mir vor, wie es ist, zusehen zu müssen, wie Bagger die Häuser planieren, uralte Olivenbäume entwurzelt und Schafe gestohlen werden, wie Menschen schutzlos der Siedlergewalt ausgesetzt sind. Solange Israel mit den Palästinensern so umspringt, so lange ist es für mich kein Rechtsstaat, sondern ein rechter Staat.
zum Beitrag04.02.2026 , 12:13 Uhr
Genau so habe ich es in 24 Jahren Arbeit in einem kleinen Buchladen erlebt. Buchhandlungen sind im besten Fall so viel mehr als nur ein Ort, an dem man Bücher kauft. Sie sind ein sozialer Mikrokosmos. Ich erinnere mich an den alten Mann, der in Begleitung seines ebenso alten Hundes jeden Tag um die gleiche Zeit den Laden betrat, sich in einen der Sessel setzte, um sich mit uns oder gewillten Kund*innen zu unterhalten. Wahrscheinlich war es der einzige Kontakt, der ihm geblieben war. Für viele war die Buchhandlung ein sicherer Ort, an dem ihnen zugehört wurde, und deren ihnen verlässlich offenstand. Es gab die Buchenthusiasten, die sich teure, limitierte und nummerierte Ausgaben leisten konnten und jene, deren Geld nur für ein Taschenbuch im Monat reichte. Es gab Menschen mit psychischen Problemen und solche, die über Politik diskutieren wollten. Und sie alle trafen aufeinander, was nicht immer reibungslos verlief. Und ja, auch von Selbstausbeutung muss man reden, davon, dass das Engagement sich meist nicht in einem angemessenen Einkommen niederschlägt. Trotzdem bereue ich nicht einen Tag, den ich dort gearbeitet habe. Auch diese Buchhandlung ging nach 200 Jahren in Insolvenz
zum Beitrag03.02.2026 , 21:37 Uhr
Genau so ist es
zum Beitrag03.02.2026 , 21:35 Uhr
„ in ihr Heimatland zurückkehren sollen? In ein Heimatland, in dem Millionen anderer Menschen, vermutlich auch Freunde und Familie, leben?“
Ihre Wortwahl ist, um es höflich auszudrücken, euphemistisch beziehungsweise leugnet die reale Situation. Haben Sie schon von Alligator Alcatraz gehört?
de.wikipedia.org/w...Alligator_Alcatraz
zum Beitrag03.02.2026 , 12:45 Uhr
„Porschardt“ - Freudsche Fehlleistung oder Absicht? Aber der Mann fährt ja Ferrari, nicht Porsche 😇
zum Beitrag03.02.2026 , 11:10 Uhr
Es geht schon lange nicht mehr "nur" um illegale Einwanderung. Ich empfehle Ihnen dazu diesen Artikel aus dem letzten Jahr in der taz: taz.de/Migration-in-den-USA-/!6091056/
Zitat: "Es ist ein vorläufiger Sieg der Trump-Regierung: In ihrem Bestreben, jährlich mindestens eine Million Migrant*innen aus den USA abzuschieben, hat der Oberste Gerichtshof jetzt grundsätzlich erlaubt, noch aus der Biden-Präsidentschaft bestehende Schutzprogramme aufzuheben.
Konkret geht es um rund 530.000 Migrant*innen aus Venezuela, Nicaragua, Kuba und Haiti, die nach 2022 in die USA gekommen waren und einen legalen Schutzstatus hatten, so dass sie für mindestens zwei Jahre vor Abschiebungen geschützt waren."
zum Beitrag02.02.2026 , 14:07 Uhr
Das ist, was Rechte unter Meinungsfreiheit verstehen.
zum Beitrag02.02.2026 , 14:01 Uhr
Es ist eine der Paradoxien der deutschen Politik, dass es ausgerechnet konservativen Politikerinnen gelang, trotz erheblicher Widerstände in der eigenen Partei gesellschaftliche Umbrüche voranzutreiben. Neben Rita Süßmuths Anti-Aids-Politik und ihrer Initiative "Die letzte Entscheidung muss bei der Frau liegen" um den §218 auch Angela Merkel mit dem Beschluss zum Ausstieg aus der Ḱernenergie.
"Es muss geschmeidig wirken, aber hart erkämpft werden." Rita Süßmuth in Die Unbeugsamen.
zum Beitrag02.02.2026 , 13:40 Uhr
Natürlich sind die USA (noch) eine Demokratie, aber man sollte das Totalitäre in ICE schon erkennen und benennen. Ob dafür unbedingt ein NS-Vergleich herhalten muss? Sicher nicht.
Frau Zingher denkt die Ereignisse vom Ende her - aus dem Wissen um" totale Entmenschlichung, industrielle Vernichtung, getragen von einer eliminatorischen Ideologie, legitimiert durch breite gesellschaftliche Zustimmung".
Wenn man aber die Ereignisse vor 1933 betrachtet, als eine wehrlose - und von Vielen sowohl im Parlament als auch auf der Straße verachtete Demokratie - die Schlägertrupps der SA in den Straßen duldete, oder 1933 die Säuberungen und Inhaftierungen von zuerst noch "nur" Kommunisten und SPD-Anhängern durch Gestapo und SA erfolgten, verbunden mit der Errichtung von Konzentrationslagern (nicht Vernichtungslagern!), dem drängt sich ein Vergleich schon auf.
Ich denke, der Verfasserin des Artikels geht es in erster Linie darum, die Singularität des Holocaust zu betonen. Aber das ist, wie gesagt, vom Ende her gedacht.
zum Beitrag02.02.2026 , 12:51 Uhr
"Es ist deshalb defensiv und etwas scheinheilig, so zu tun, als würden ja alle liebend gern 40 Stunden arbeiten"
Stimmt, wenn auch sicher nur für einen gewissen Prozentsatz. Vielleicht sollte sich manche*r, die/der hier eine "Diesen Lifestyle-Faulenzern steht dann aber auch nicht der volle Sozialstaat zu" -Debatte aufmacht bedenken, dass ein Mensch, der nur einen Teilzeit-Lohn für Teilzeit-Arbeit bekommt, auch einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. (Diese These kann ich nicht belegen, ihre Logik drängt sich mir nur auf. Vielleicht kennt jemand hierzu eine Studie?). Ich selbst habe mein ganzes Arbeitsleben lang meistens in Teilzeit gearbeitet, und das aus freier Entscheidung und in realistischer Erwartung der lächerlich kleinen Rente, die ich jetzt beziehe. Ich bin mit wenig Geld ausgekommen, habe infolgedessen bescheiden gelebt, weniger konsumiert, bin z.B. noch nie geflogen. Ich habe abgesehen von zwei kurzen Zeiten der Arbeitslosigkeit nie staatliche Unterstützung erhalten und bekomme auch jetzt keinen Grundrentenzuschlag. Und nein, ich bin keine Erbin. Ob ich also am Ende die Gesellschaft mehr koste als Vollzeit Arbeitende, halte ich für zumindest fraglich.
zum Beitrag30.01.2026 , 18:27 Uhr
Danke. Wieder was dazugelernt.
zum Beitrag29.01.2026 , 15:38 Uhr
Die Formen ändern sich, manchmal wird auch das Rad neu erfunden. Ich weiß noch, wie ich mich über das Auftauchen von Blockupy freute. Ich, damals schon nicht mehr zu den Jungen gehörend, fand manches fremd (so z.B. wurde Zustimmung durch Wedeln mit den erhobenen Händen anstatt durch Klatschen signalisiert), anderes (endlos diskutieren, um am Ende einen möglichst für alle tragbaren Konsens zu finden) war mir vertraut. Neu war für mich die Zugewandtheit, mit der die Leute sich begegneten. Ich spürte nicht die Verbissenheit und den Dogmatismus, mit dem in den Siebzigern und Achtzigern teils diskutiert wurde. Aber vielleicht wurde da auch mancher Streit zugunsten der Harmonie vermieden, wer weiß.
Menschen kommen seit jeher zusammen, ob auf dem Thingplatz, der Agora oder dem Forum, um Argumente auszutauschen und bestenfalls gemeinsam und auf Augenhöhe Entscheidungen zu treffen. Die Fähigkeit, einander zuzuhören und auch konträre Ansichten zu ertragen darf unter keinen Umständen verloren gehen.
zum Beitrag29.01.2026 , 15:37 Uhr
„Sie belohnen Schnelligkeit, klare Zuschreibungen, eindeutige Haltungen.“
Hinzuzufügen wäre noch: durch begrenzten Platz (z.B. taz: 1200 Zeichen) werden Verkürzung der Argumentation und damit häufig einhergehend Zuspitzung geradezu zwingend, auch wenn ich natürlich nachvollziehen kann, dass niemand längere Abhandlungen in der Kommentarspalte lesen möchte.
Insgesamt empfinde ich die Diskussionskultur hier in der taz als recht zivilisiert (sicher auch dank der Moderation), auch wenn häufig erbittert und sicher nicht immer sachlich gestritten wird.
zum Beitrag29.01.2026 , 11:03 Uhr
Den Vertrauensvorschuss muss man sich verdienen. Das Vertrauen der Norweger*innen in ihren Staat mag gerechtfertigt sein, die Deutschen haben bekanntlich zweimal in der jüngeren Geschichte eine andere Erfahrung gemacht. Die daraus gezogene Konsequenz kann nur sein, die Exekutive genau zu kontrollieren und ihre Macht einzuhegen. Was die Illegalität von Einwandernden/Geflüchteten angeht, so macht es das Dublin-Abkommen quasi unmöglich, auf legalen Wegen nach Deutschland (und sicher auch nach Norwegen) zu kommen. Deshalb habe ich mit der Bezeichnung "Illegale Einwanderer" große Probleme, desgleichen mit dem Begriff "Straftäter", da ein Großteil der begangenen Straftaten Verstöße gegen das Ausländerrecht oder aber kleinere Vergehen wie Schwarzfahren. betreffen. Was Salafisten und andere Fanatiker angeht, bin ich ganz Ihrer Meinung.
zum Beitrag28.01.2026 , 13:20 Uhr
Ich frage mich, was ein Smartphone in der Sauna zu suchen hat? Das sollte im Schließfach bleiben.
Es würde genügen, am Eingang ein Schild anzubringen, dass fotografieren verboten ist. Gilt genauso für Schwimmbäder. Mancherorts ist das auch schon der Fall. Zuwiderhandeln zieht sofortiges Hausverbot nach sich.
Ein allgemeines Fotografierverbot in der Öffentlichkeit halte ich weder für wünschenswert noch für durchsetzbar.
zum Beitrag28.01.2026 , 13:02 Uhr
Ich sehe so eine "Sondereinheit" - (Vorsicht, dieser Begriff kommt gleich nach "Sonderbehandlung" und ist zumindest in D nazistisch konnotiert), nennen wir sie also "Spezialeinheit" - eher kritisch, neigen solche Einheiten doch zu Abschottung, Corpsgeist und antidemokratischen Entgleisungen, s. SEK Köln, SEK Frankfurt. BFE.
Ich habe spaßeshalber mal den Begriff Politiets utlendingsenhet ins Deutsche übersetzt: Polizeiliche Einwanderungseinheit. Schon allein die Namensgebung signalisiert etwas völlig anderes als der von der AfD vorgeschlagene Begriff „Asyl-, Fahndungs- und Abschiebegruppe“. Und was die AfD unter "robust" (Helferich) versteht, können wir uns auch alle vorstellen.
„Was jemand willentlich verbergen will, sei es vor anderen, sei es vor sich selber, auch was er unbewußt in sich trägt: die Sprache bringt es an den Tag.“ (Victor Klemperer)
Zudem ist mir nicht ganz klar, wer Ihrer Meinung nach Nebelkerzen gezündet hat? Söder? Dobrindt? Da könnten Sie recht haben, ziehen sie doch im Schatten der Empörung über die AfD knallhart ihr Ding durch.
zum Beitrag26.01.2026 , 11:47 Uhr
"Weil er Trump eine Legitimation liefert."
Nach allem, was man liest, hatte Pretti die Waffe nicht in der Hand, sondern sein Handy. Hätte er keine Waffe in der Tasche gehabt, hätten die ICE-Leute auf andere Art eine Notwehrsituation konstruiert. Nur damit keine Missverständnisse aufkommen: Damit will ich in keiner Weise den zweiten Zusatzartikel zur Verfassung oder die unsäglichen Waffengesetze der USA rechtfertigen.
zum Beitrag23.01.2026 , 16:04 Uhr
Dass dieser sogenannte „Friedensrat“ überhaupt diskutiert wird , ist vollkommen absurd und gefährlich. Kein demokratischer Politiker, der die „Charta“ dieses Konstrukts gelesen hat ( www.timesofisrael....ps-board-of-peace/ ), sollte auch nur eine Sekunde in Erwägung ziehen, der Einladung Trumps zu folgen, sondern diesem Ansinnen eine deutliche Absage erteilen.
zum Beitrag22.01.2026 , 11:29 Uhr
"Auch als rechtlicher Rahmen hat sich die regelbasierte Ordnung in vielen Bereichen nicht bewährt, teilweise kollidierte sie sogar mit dem Völkerrecht."
Was genau verstehen Sie unter regelbasierter Ordnung, wenn nicht UN-Charta, Völkerrecht und andere multilaterale Formate? Erstere wurde immerhin von 193 Staaten unterschrieben. Unberufen, dass ihre Ausgestaltung verbesserungswürdig ist, nur: Was soll stattdessen an ihre Stelle treten?
zum Beitrag22.01.2026 , 11:10 Uhr
Die Kurden fühlen sich nicht ganz unbegründet einmal mehr verraten von der internationalen Gemeinschaft. Dem neuen, bis jetzt durch keine demokratischen Wahlen legitimierten Machthaber Al-Sharaa sollten durch die internationale Gemeinschaft strenge Bedingungen für die Zusage der dringend benötigten Mittel zum Wiederaufbau Syriens auferlegt werden. Zur Absicherung einer demokratischen Entwicklung und zum Schutz der Minderheiten bräuchte es eine Blauhelmmission der UN. Leider kochen auch Anrainerstaaten wie die Türkei oder Israel ihr je eigenes Süppchen, was die Chancen auf echte Befriedung Syriens nicht steigen lässt. Was die Integration der kurdischen Streitkräfte in die syrische Armee angeht, stellt sich mir eine weitere Frage: Was ist mit all den Frauen unter Waffen? Ich kann mir kaum vorstellen, dass ein islamistisches Regime Frauen als Soldatinnen akzeptiert. Und was ist mit dem Lager Al-Hol, das nun wieder in der Hand der syrischen Armee ist? Was geschieht mit den dort inhaftierten Familien der IS-Terroristen?
zum Beitrag22.01.2026 , 10:47 Uhr
Es sollte keine militärische Forschung und keinerlei Zusammenarbeit von Universitäten mit der Rüstungsindustrie ganz gleich welcher Staaten geben, des Weiteren eine Ethikrichtlinie zur Mittelvergabe. Eigentlich gar nicht so schwierig. Was fehlt, ist der politische Wille.
zum Beitrag19.01.2026 , 09:53 Uhr
Danke für Ihren Beitrag. Wie ich zu der Sache stehe, habe ich bereits an anderer Stelle geschrieben: taz.de/Streit-inne...bb_message_5153074
Die Fanatiker*innen auf beiden Seiten erweisen ihrer je eigenen Sache einen Bärendienst. Ich kann weder für die eine noch die andere Seite Sympathien entwickeln. Die einzige Demo, auf die ich gehen würde, wäre eine gemeinsame all Jener, die wirklich Frieden wollen.
zum Beitrag18.01.2026 , 19:15 Uhr
Diese Frage ist nun wirklich unter Ihrem Niveau.
zum Beitrag18.01.2026 , 13:06 Uhr
"Auch mehrere proisraelische Kundgebungen, unter anderem unter dem Motto „Enough is enough, kein Frieden mit Antisemit*innen“, wurden angemeldet."
Warum eigentlich mehrere? Konnten sich die pro-israelischen Gruppen auch nicht einigen? Und wenn ja, warum nicht? Würde mich interessieren.
zum Beitrag18.01.2026 , 12:37 Uhr
Würden Sie einer orthodoxen Jüdin auch das Tragen eines Kopftuchs / einer Perücke verbieten?
»„Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt? Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.“" (1. Buch Mose 24, 64f) Als Brauch setzte sich das Bedecken der Haare im 15. Jahrhundert durch und wird seither vom orthodoxen Judentum befolgt.«
Zitat: Jüdisches Museum Berlin
zum Beitrag18.01.2026 , 12:32 Uhr
EMMA und ihre Herausgeberin eine seriöse Quelle? Da bin ich anderer Ansicht. EMMA war von Beginn an die BILD-Zeitung der Frauenbewegung. Tagesspiegel kann ich nicht beurteilen. Zu Ihren Argumenten, der Versuch in 1200 Zeichen zu antworten: Frau Brosius-Gersdorff hat sehr differenziert argumentiert, Sie können es im Verfassungsblog nachlesen: verfassungsblog.de...ts-fuer-den-staat/
Ihre Definition des muslimischen Kopftuchs als ausschließlich politisches Statement und Zeichen der Unterdrückung der Frau ist m.E. stark vereinfachend. Natürlich wird das Kopftuch von Islamisten instrumentalisiert, und die Obsession patriarchalischer Religionen (auch der christlichen und jüdischen) über Frauenkörper bestimmen zu wollen, halte ich für indiskutabel. Ich halte es allerdings für einen Fehler, diesen Konflikt auf dem Rücken der Frauen und über deren Köpfe (sic!) hinweg auszutragen. Die Entscheidung, das Kopftuch abzulegen, sollte immer die der Frau sein und nicht eine von außen aufgezwungene. Und stellen Sie sich vor, es gibt Frauen, die das Kopftuch aus freien Stücken tragen.
zum Beitrag17.01.2026 , 18:05 Uhr
"Jemanden wie Brosius-Gersdorf nicht kritisieren zu dürfen "
Ihre "Argumentation"steht ganz in der Tradition der rechten Hetzer, man dürfe ja gar nichts mehr sagen. Was für ein Unsinn! Kritik ja, Hetze und Diffamierung nein - ist der Unterschied so schwer zu verstehen?
zum Beitrag16.01.2026 , 10:51 Uhr
“Erkenne die Lage!
Zu dieser Erkenntnis gelangte Gottfried Benn erst anno 1949. 1933 erkannte er ganz offensichtlich die Lage noch nicht, und mit seinen eigenen Defekten rechnete er auch nicht. Der die Lage besser erkennende Klaus Mann schrieb dazu in seinem berühmten Brief vom 09. Mai 1933: "Mit Beunruhigung aber verfolgte ich schon seit Jahren, wie Sie, Gottfried Benn sich (...) in einen immer grimmigeren Irrationalismus retteten. (...) Es scheint ja heute ein fast zwangsläufiges Gesetz, dass eine zu starke Sympathie mit dem Irrationalen zur politischen Reaktion führt, (...)"
zum Beitrag16.01.2026 , 10:07 Uhr
"Heute schickt Deutschland nach Grönland 13 Soldaten als Solidaritätsbekundung gegen die USA."
Das ist nur der eine Teil einer klassischen Doublebind-Botschaft. Der andere Teil signalisiert Trump "Wir (die EU) sind treue Verbündete der USA. Wir verstärken unser Engagement in der Arktis; wir sind wachsam und verteidigungsbereit." Zitat Merz: "Wir wollen einfach die Sicherheitslage für Grönland gemeinsam verbessern. Und ich gehe davon aus, dass die Amerikaner sich daran auch beteiligen." Klare Beschwichtigungsgeste.
zum Beitrag13.01.2026 , 10:13 Uhr
Sinn macht, Netze und Speicherkapazitäten auszubauen, zudem braucht es eine intelligente, an schwankende Strompreise angepasste Steuerung der Einspeisung durch dynamische Tarife, d.h., Verbraucher zahlen weniger in Zeiten hohen Angebots. Ich warte jetzt schon darauf, dass die Argumentation der derzeitigen Regierung demnächst lautet, es sei ja gar nicht genug Solarstrom im Angebot, also lohne sich der Netzausbau nicht.
zum Beitrag12.01.2026 , 10:57 Uhr
"Rot-Grün hat zweimal die deutsche Solarindustrie in die Knie gezwungen." Schon mal was vom Altmaier-Knick gehört? Womit ich die SPD keineswegs in Schutz nehmen will. Und jetzt warten wir auf den Reiche-Kollaps...
zum Beitrag12.01.2026 , 10:40 Uhr
Korrektur: Der Shah wurde vor natürlich schon vor 47 Jahren gestürzt. Tippfehler.
zum Beitrag12.01.2026 , 10:27 Uhr
Anders als vielfach dargestellt sehe ich die Linkspartei nicht als linksextrem, sondern in der Tradition einer ursprünglich linken Sozialdemokratie. Die Linkspartei besetzt den Platz, den die SPD spätestens mit der Agenda 2010 (wenn nicht schon 1959 mit dem Godesberger Programm) geräumt hat. Insofern ist das eine logische Entwicklung, die, wie man an den wachsenden Mitgliederzahlen sieht, jede Menge Zuspruch findet. Ob Die Linke die hohen Erwartungen erfüllen kann? Zumindest kehrt mit ihr die Frage sozialer Gerechtigkeit und Teilhabe wieder als Thema in die politische Diskussion zurück, und allein das war es schon wert.
zum Beitrag12.01.2026 , 10:13 Uhr
Allein Ihre Aufzählung der Mörderbanden NSU, RAF, Al Quaida, IS macht den Unterschied zur Vulkangruppe deutlich, das müsste Ihnen eigentlich selbst auffallen.
zum Beitrag12.01.2026 , 10:04 Uhr
Die - zumindest angeblich große - Zustimmung für Reza Pahlewi kann ich mir nur so erklären, dass 42% der iranischen Bevölkerung unter 25 Jahre alt sind, d.h., sie kennen die Repression des Shah-Regimes bestenfalls aus Erzählungen. Zweitens fehlte es bis jetzt sowohl inner- als auch außerhalb Irans an einer Führungsfigur, die sich zum Sprachrohr der Forderungen der Demonstrierenden macht. In dieses Vakuum stößt nun der Sohn des vor 27 Jahren gestürzten Diktators. Ob daraus Gutes erwächst wird sich zeigen. Die Äußerungen des Herrn Ghasseminejad halte ich jedoch für rein interessengeleitet und nicht objektiv.
zum Beitrag12.01.2026 , 09:43 Uhr
Dobrindts Vorgehen ist nur allzu durchsichtig. Die Verschärfung der Gesetze - ich nehme an, die gute alte Vorratsdatenspeicherung kommt einmal mehr auf den Tisch - soll vom Staatsversagen hinsichtlich des Schutzes der kritischen Infrastruktur ablenken. Sehr interessant dazu die Einlassungen von Johannes Rundfeldt von der AG Kritis in der Phoenixrunde v. 07.01.2026. www.phoenix.de/sen...wie-a-5157482.html / Minute 13:30
zum Beitrag12.01.2026 , 09:26 Uhr
Da haben Sie natürlich recht und ich beuge mich Ihrer Expertise ;-)
zum Beitrag11.01.2026 , 12:50 Uhr
Eine Machtdemonstration? Ich weiß nicht. Sich tanzend zu zeigen scheint unter Politiker*innen gerade hip zu sein. Völlig unverständlich für mich, denn sie sind durchweg einfach nur peinlich. Im Gedächtnis geblieben sind mir die Tanzeinlagen von Friedrich Merz und Theresa May ein, aber auch die von Elon Musk. Wie kann man sich nur freiwillig so lächerlich machen?
zum Beitrag11.01.2026 , 12:29 Uhr
Skandinavien als Vorbild - eine sehr alte Liebe, auf die sich alle in Deutschland einigen können. Skandinavien ist IKEA, ist progressiv und freundlich, irgendwie sozial (-demokratisch), alle duzen sich usw. Ein wunderbares Klischee, das seit den Siebzigern nie wieder überprüft wurde. Mal ganz davon ab, dass es *das* Skandinavien sowieso nicht gibt.
zum Beitrag11.01.2026 , 12:20 Uhr
"...ohne gleich in Schnappatmung zu verfallen."
Das nennt man Opposition.
Am Schärfen ihres rechtskonservativen Profils arbeitet die CDSU ja schon fleißig.
zum Beitrag11.01.2026 , 12:14 Uhr
"Oder soll das noch 20-30 Jahre so weiter gehen? Die AfD wird nicht mehr verschwinden."
Vielleicht ja doch - sollten sich die Parteien endlich zur Prüfung eines Verbotsverfahrens durchringen.
zum Beitrag11.01.2026 , 12:01 Uhr
Welch vollkommen absurde Ausmaße die Auseinandersetzungen zwischen antideutschen pro-israelischen und antiimperialistischen pro-palästinensischen Gruppen angenommen haben, ist erschreckend. Vielleicht sollten sie sich mal ein Beispiel nehmen an Gruppen wie Combattants for Peace oder Parents Circle Families. www.cfpeace.org/ www.theparentscirc...rg/en/homepage-en/
zum Beitrag11.01.2026 , 11:16 Uhr
& @Marcelo, Emmo
Ich halte es deswegen nicht für einen teroristischen Akt, weil die Absicht fehlte, durch Gewalt Angst und Schrecken unter der Bevölkerung zu verbreiten. Diese Absicht kann man natürlich unterstellen, aber ich sehe diese Annahme nicht als gerechtfertigt an. Das Ziel war laut Bekennerschreiben, fossile Infrastruktur und ihre Betreiber zu schädigen, nicht aber, die Bevölkerung. Was ich davon halte, habe ich bereits in meinem ersten Post formuliert.
zum Beitrag10.01.2026 , 16:45 Uhr
Auch wenn ich dafür jetzt bestimmt böse Antworten kassiere, möchte ich einigen Kommentierenden hier trotzdem empfehlen, mal wieder von den Bäumen runterzukommen. Die Aktion war politisch dumm und die Täter sich offensichtlich der gefährlichen Folgen ihres Tuns nicht bewusst. Die jetzt geradezu inflationär auftauchenden Bekennerschreiben erscheinen mir dilettantisch und fast pubertär in der Art der Formulierung und Argumentation. Aber Terrorismus? Finde ich zu hoch gehängt, sorry.
zum Beitrag10.01.2026 , 16:31 Uhr
Ist innerhalb des Artikels im Kasten "Die Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“" verlinkt. Einfach mal gründlich lesen.
zum Beitrag10.01.2026 , 15:59 Uhr
Zur Einordnung:
"Insgesamt verfolgt er [Merz] aber eine zwar harte, aber vertretbare Migrationspolitik. Wenn er die hinbekommt, dürfte das den Effekt haben, dass die Wähler der politischen Mitte Lösungen wieder stärker zutrauen."
Zitat: Christian Strecker in der "Volksstimme" nach der letzten BTW.
Mir scheint, dass Herr Strecker die Ergebnisse der Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung einfach nicht zusagen. Das Argument, es sei eben komplex und nix Genaues wisse man nicht, wird immer beliebter. Auf diese Weise kann man alles in Frage stellen.
zum Beitrag10.01.2026 , 15:21 Uhr
Warum sollten sich die USA noch die Mühe machen, innerhalb irgendwelcher Organisationen mühselig zu lobbyieren, wenn man seine Ziele auch mit Gewalt durchsetzen kann? So scheint zumindest die Logik Trumps und seiner Clique zu sein.
zum Beitrag10.01.2026 , 14:54 Uhr
Aufhebung der universalen Menschenrechte zugunsten eines dekolonial begründeten Kulturrelativismus - wie vollkommen verbohrt und blind kann man denn sein? Und das soll ein wissenschaftliches Papier sein? Da bleibt einem einfach nur noch die Spucke weg angesichts solcher Ignoranz.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:21 Uhr
"Kein Demokrat aber im Gegensatz zu den beiden anderen auch kein Verbrecher."
Fragen Sie mal die Uiguren oder die Tibeter.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:14 Uhr
Dazu die Schlagzeile im Tagespiegel:
"Sohn konfrontiert Wegner am Feldbett" - Da frage ich mich doch: Warum nimmt der Sohn seine Mutter nicht zu sich und "konfrontiert" stattdessen lieber den OB und wendet sich an die Medien? Ich bin verwundert.
zum Beitrag08.01.2026 , 12:08 Uhr
An der AfD ist nichts positiv.
Ganz nebenbei: Ihr rassistisches Avatarbild haben Sie immer noch. Hat sicher Gründe...
zum Beitrag08.01.2026 , 11:54 Uhr
Ich sehe den Zerfall des BSW als zwangsläufig. Eine Gruppe zu Kompromissen unfähiger Sektierer gründen eine Partei. Was soll daraus schon werden?
zum Beitrag08.01.2026 , 11:50 Uhr
Was mich an Orwells 1984 erinnert, wo die Welt in drei Hemisphären aufgeteilt ist: Ozeanien, Eurasien und Ostasien. Die Kriege, die Ozeanien jeweils gegen eine der beiden anderen Supermächte führt, sind reine Propaganda. Hoffen wir, dass wir nicht dahin kommen.
zum Beitrag08.01.2026 , 11:43 Uhr
Schweigen signalisiert dem Aggressor Akzeptanz des Rechts des Stärkeren. Das ist keine Option.
zum Beitrag08.01.2026 , 11:33 Uhr
Wenn ich mir die Weltkarte von der Arktis aus ansehe, wäre nach der erfolgreichen Annexion Grönlands durch die USA als nächstes Kanada dran. Ist irgendwie im Weg...
zum Beitrag08.01.2026 , 11:26 Uhr
Humanistisch links? Maduro? Da haben Sie sich aber in etwas verrannt. Und weil jemand an den Kapitalismus glaubt, kann man ihn ins Gefängnis stecken? Puh.
zum Beitrag08.01.2026 , 11:22 Uhr
Wer auch immer es war, festzuhalten ist, dass Putin und Trump ihr Ziel der maximalen Verunsicherung erreicht haben, nämlich, dass wir inzwischen alles und nichts für möglich halten. Wahrheit und Lügen vermischen sich bis zur Unkenntlichkeit.
„Die Massenpropaganda entdeckte, dass ihr Publikum jederzeit bereit war, das Schlimmste zu glauben, und sei es noch so absurd, und sich nicht besonders täuschen ließ, weil es sowieso jede Aussage für eine Lüge hielt.“ H. Arendt
zum Beitrag08.01.2026 , 11:02 Uhr
Mit dem Gesicht zur Wand in einer Ecke zu stehen und sich dazu auch noch die Ohren zuzuhalten trägt nicht zum Dialog bei. Das sich ausschließlich in seiner Bubble bewegen führt fast zwangsläufig zu Radikalisierung. Und ein paar Irre belassen es nicht nur bei Worten. Einfach nur erschreckend. Man muss die Haltung von Herrn Büttner nicht teilen, um diesen Anschlag klar zu verurteilen.
zum Beitrag07.01.2026 , 17:02 Uhr
Omri Boehm schreibt in seinem Buch Israel - Eine Utopie über das Erinnern an Holocaust und Nakba:
"Ein solcher Akt des Vergessens ist freilich nicht dasselbe wie eine komplette Auslöschung des Gedächtnisses (…) Ganz im Gegenteil lässt sich Renans Politik des Vergessens auf die Formel bringen, dass sich die Staatsbürgerinnen daran erinnern müssen, zu vergessen. Die Geschichte sollte bekannt sein und auf diese Weise wachgehalten werden; und doch müssen sich die Bürger aus genau jenem Grund auch daran erinnern, dass sie ihre Erinnerungen beiseiteschieben, dass sie vergessen. Nur wo der Geschichte verlässlich gedacht wird, lässt sich eine Politik des kontinuierlichen Vergessens praktizieren– die jenes »tägliche Referendum« ausmacht, die fortlaufende Entscheidung über die Zugehörigkeit. Was durch eine solche ars oblivionalis vergessen wird, ist insofern nicht die Geschichte selbst, nicht die tatsächliche Abfolge der Ereignisse, sondern die Perspektive, aus der man sich die Ereignisse in Erinnerung ruft"
Erinnern nicht als Jüd*innen oder Araber*innen, sondern als Bewohner*innen desselben Landes. Nur so sind Verzeihen und ein Neuanfang möglich.
zum Beitrag07.01.2026 , 16:18 Uhr
"Die USA muss diesen durchgeknallten Geschäftsmann schnellstens wieder los werden, bevor der mit seiner Geldgier und seinen Allmachtsphantasien die Welt in Brand steckt."
1. steht Vance schon in den Startlöchern, um den Orangeman abzulösen 2. Das Project 2025 ist mit Sicherheit nicht auf Trumps Mist gewachsen und wird auch ohne ihn weiterverfolgt werden, genauso wie die neue Nationale Sicherheitsstrategie. Die fangen gerade erst an...
zum Beitrag07.01.2026 , 16:03 Uhr
"Sie war nie Gelbhaars Praktikantin."
...hat sich aber um einen Praktikumsplatz beworben. Da sehe ich schon ein Machtungleichgewicht.
zum Beitrag07.01.2026 , 16:00 Uhr
Wenn Sie davon ausgehen, dass man nur Opfer einer Straftat werden kann, dann haben Sie natürlich recht. Aber wie steht es mit Opfern von z.B. Cybermobbing? Auch dort ist nicht jeder Post strafrechtlich relevant und trotzdem kann man zweifellos von Opfern eines Shitstorms sprechen. Und ganz offensichtlich war Herrn Gelbhaars Chat-Verhalten gegenüber der jungen Frau zumindest moralisch fragwürdig.
zum Beitrag07.01.2026 , 15:36 Uhr
Darauf möchte ich mit einem weiteren Sprichwort antworten.
Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
Und genau das scheint ja der Fall zu sein. Nur weil ein Vorwurf fingiert war, bedeutet das nicht, dass damit alle Vorwürfe vom Tisch sind.
"Gegen Gelbhaar hatte es bereits 2009 und 2021 Verfahren bei der Ombudsstelle wegen als unangebracht empfundenen Äußerungen und Nachrichten gegeben."
Auch wenn diese Vorwürfe strafrechtlich nicht relevant sind, so äußert sich doch in der Wiederholung über einen mehrjährigen Zeitraum, dass es Herrn Gelbhaar zumindest am Vermögen zur Selbstreflektion mangelt.
zum Beitrag07.01.2026 , 10:03 Uhr
Da hilft nur noch rabenschwarzer Humor.
"Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)" in der aktualisierten Version von Jack Pott:
www.youtube.com/wa...65Gk&start_radio=1
zum Beitrag06.01.2026 , 17:08 Uhr
Warum setzen Sie das Wort Opfer in Anführungszeichen?
zum Beitrag06.01.2026 , 14:41 Uhr
"Weißer Phosphor ist nicht grundsätzlich verboten"
Und was nicht verboten ist, ist erlaubt? Einmal mehr eine ziemlich fragwürdige moralische Haltung.
zum Beitrag