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Neue Studie von ÖkonomenDie Vergesellschaftung ist finanzierbar

Berlin kann die Entschädigung für die Vergesellschaftung von Immobilienbeständen ohne Belastung für den Landeshaushalt stemmen. Das sagt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.

Es ist ein Papier, das vor möglichen Sondierungsgesprächen für ein Linksbündnis in Berlin wie gerufen kommt für die Linkspartei – und die SPD unter Druck setzen dürfte. „Die Überführung von großen Wohnungsbeständen ins Gemeineigentum“ lautet der Titel der Studie, die am Freitag vom Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht wurde. Und sie ist Rückenwind für die Be­für­wor­te­r:in­nen der Vergesellschaftung privater Immobilienbestände.

Die Ökonomen Sebastian Dullien, Patrick Kaczmarczyk, Tom Krebs und Achim Truger kommen darin zu dem Schluss: „Eine Vergesellschaftung steigert dauerhaft den Bestand an Wohnungen mit Mietpreisbindung und leistet so einen wichtigen Beitrag, das Leben in Berlin für untere und mittlere Einkommen bezahlbar zu machen.“ Sie „könnte schnell zusätzliche wohnungspolitische Spielräume eröffnen“, so die Autoren – „etwa bei Mieten, Sanierungen, Quartiersentwicklung und sozialer Durchmischung“. Der notwendige Neubau von Sozialwohnungen allein werde dagegen „das Bezahlbarkeitsproblem in Berlin nicht innerhalb eines angemessenen Zeitraums lösen können“.

Die Autoren haben sich dabei insbesondere der Frage der Finanzierung des Vorhabens gewidmet. Sie gehen von einer Entschädigungszahlung an die Immobilienkonzerne in Höhe von 13,5 Milliarden Euro aus, die auf einer Berechnung der Bezahlbarkeit der Mieten basiert. Daraus leiten sie ab: „Die Überführung der Wohnungsbestände in Gemeineigentum ist ohne Landeszuschüsse wirtschaftlich und fiskalisch tragfähig.“

Berlin kann die Entschädigung über die volle Höhe direkt zum Zeitpunkt der Vergesellschaftung leisten

Die Ökonomen um IMK-Leiter Dullien gehen sogar davon aus, dass das Land die Entschädigung über die volle Höhe direkt zum Zeitpunkt der Vergesellschaftung leisten kann. Das bislang diskutierte Finanzierungskonzept der Initiative „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ (DWE) hat dagegen eine Rückzahlung über 100-jährige Schuldverschreibungen ins Spiel gebracht.

Plädoyer für eine Übernahme durch Landesunternehmen

Die Studie hat dabei drei verschiedene Modelle der Vergesellschaftung untersucht: Die Übernahme der Wohnungsbestände durch eine neu zu gründende Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR), wie es DWE vorschlägt, die Übernahme durch die sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen (LWU) oder durch eine neue AöR, die die Wohnungsbaugesellschaften integriert.

Im Ergebnis votieren die Ökonomen für die zweite Variante: Demnach seien die Wohnungsbaugesellschaften durch ihre Erfahrung der Verwaltung von derzeit etwa 400.000 Wohnungen am besten geeignet, um rechtliche, finanzielle und organisatorische Risiken einer Vergesellschaftung zu minimieren. Eine AöR dagegen ginge mit einem erheblichen Aufwand ihres Aufbaus einher; zudem drohe, dass ihre Verschuldung „dem Staatssektor zugerechnet“ und damit „das Maastricht-Defizit Deutschlands erhöhen“ würde.

Die Finanzierung bei einer Übernahme durch die Landeseigenen würde dabei über zusätzliches, vom Land bereitgestelltes Eigenkapital und eine Fremdfinanzierung der Wohnungsunternehmen erfolgen. Die Autoren rechnen mit einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent bei der Übernahme. Dafür müsste das Land den Unternehmen etwa 4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Diese würden aus einer Kreditaufnahme finanziert werden, die aufgrund des erhaltenen Gegenwerts in Form der Beteiligung nicht unter die Regeln der Schuldenbremse fielen, also den Landeshaushalt nicht belasten.

Die verbleibenden 9,5 Milliarden Euro müssten die LWU über Fremdkapital finanzieren. Die Zins- und Tilgungskosten wären dann aus den jährlichen Mieteinnahmen zu refinanzieren. Der Spielraum dafür wäre laut der Berechnung der Ökonomen vorhanden: Demnach könnte die öffentliche Hand „trotz dauerhafter Mietpreisbindung mit den vergesellschafteten Wohnungen einen jährlichen Reinertrag von 543 Millionen Euro erzielen“. Dem gegenüber stünden Zins und Tilgung in Höhe von 345 Millionen Euro.

Als größtes Risiko einer Vergesellschaftung benennt die Studie die „organisatorischen und administrativen Herausforderungen“, also den Verwaltungsaufwand, der durch die Übernahme von mehr als 200.000 Wohnungen entsteht. Dies könnte zulasten der Neubautätigkeiten gehen, die derweil als zweiter Bestandteil für eine Lösung der Mietenkrise dringend erforderlich bleibe.

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224 Kommentare

  • Jan Schubert

    Berlin hat keinerlei „Eigenkapital“ und im laufenden Haushaltsjahr ein Defizit von 4,6 Milliarden Euro. Betriebswirtschaftlich müsste der Erwerb (durch Entschädigung), also zu 100 % fremdfinanziert werden. Das geht aber voraussichtlich nur, wenn der Mietpreis pro Quadratmeter bei mindestens 15 Euro liegt.



    Damit würde aber nur der Erwerb finanziert, wenn überhaupt. Instandhaltungsmaßnahmen und Modernisierung fallen dann hinten runter.

    Für Nostalgiker: dann kann man wenigstens wieder vergesellschaftete Immobilien wie früher bestaunen, diesmal ganz ohne Zwangsumtausch.

  • Goodfella

    Die Enteignungs- bzw. Vergesellschaftungsfantasien Berlins sind eine Bankrotterklärung an sich selbst.

  • Alex_der_Wunderer

    Enteignung kennen wir doch bisher eher von privaten Grundbesitz mit Immobilien, wenn die gerade für z. B. neue Autobahnen im Weg stehen, oder bei ganzen Dörfern, wenn diese zwecks Gewinning von Bodenschätzen geräumt werden müssen und die Bewohner vertrieben - Zwangsumgesiedelt werden.



    Na ja, was unser Grundgesetz halt alles so hergibt, wa....

    • Normalo

      @Alex_der_Wunderer:

      ...und Alle, die das getroffen hat, wurden zum Zeitwert entschädigt. Zugegeben dürfte der in einem Weiler im rheinischen Revier oder irgendwo entlang einer Autobahn überschaubar gewesen sein, aber wenn man dieselben Regeln in gefragten Metropollagen anwendet, wird es halt teuer - und im Zweifel deutlich teuRER, als sich die Autoren dieser Studie das zurechtpostulieren.



      Der Punkt von @Machiavelli ist, dass es Verjährungsfristen für nachträgliche Ungültigkeitserklärungen gibt. Außerdem wusste der Berliner Senat seinerzeit schon, was er tat, auch wenn er nicht eingepreist hat, welch ungewöhnlich steile Entwicklung der örtliche Wohnungsmarkt nehmen würde. Damals bekam man halt Wohnraum in Berlin - im Vergleich zu anderen deutschen Metropolregionen und im internationalen Vergleich erst recht - wirklich hinterhergeschmissen. Dass sich das Jahre später geändert haben würde, kann man schwerlich als arglistige Täuschung der Investoren o. ä. verkaufen.

      • Alex_der_Wunderer

        @Normalo:

        @Normalo



        Es gibt eine alte, aber sehr bewährte Binsenweisheit, die da lautet : " Nichts, aber auch gar nichts in der schmutzigen Politik ist Zufall ! "



        Mein gutgemeinter Tipp für Sie, Ausdrucken und an den Spiegel kleben.

        • Normalo

          @Alex_der_Wunderer:

          Was ist an platten Vorurteilen gegenüber Politikern besser als an anderen Vorurteilen. Und ich kann nur raten, worauf Sie diesen - mit Verlaub: etwas banalen - Sinnspruch hier komkret beziehen.

          Also rate ich mal und entscheide mich für den günstigen Verkauf. Ich verstehe berufsbedingt ein wenig davon, was passiert, wenn man bei schlechter Marktlage in finanzielle Not gerät und etwas abstoßen muss, was einen ein Heidengeld kostet, weil es gerade niemand kostendeckend abnehmen will. Das ist natürlich KEIN Zufall, sondern rational-opportunistisches Verhalten von Marktteilnehmern im Angesicht einer Drucksituation beim Verkäufer. Und es ändet nichts daran, dass der Verkäufer nunmal in der Drucksituation ist und deshalb keinerlei "schmutzige" Motivation braucht, um sich zu fügen.



          Dass die Senate, die die kommunalen Wohnungsbestände verhökert habe, die zugrundleigende Drucksituation (Berlin - arm, aber glücklich mit Ebi, bzw. sexy mit Wowi) bewusst herbeigeführt haben, dürfte tief im Bereich der VTen vertreten werden.

  • vieldenker

    Na dann ist ja alles gut. Dann kann die nächste Berliner Regierung das ja rechtsverbindlich erklären und in Zukunft auf die Unterstützung von Bund und Bayern verzichten.

  • Carsten S.

    Wenn die Berliner die Vergesellschaftung aus eigenen Mitteln stemmen können, können sie es von mir aus gerne machen.



    Wenn dafür andere geradestehen müssen (Stichwort Länderfinanzausgleich) bin ich entschieden dagegen.



    Das wäre nur Neokolonialismus, wo die Hauptstadtbubble die Peripherie ausplündert, um selbst ein schönes Leben zu haben.

    • Flocke

      @Carsten S.:

      Absolut! Habe am Wochenende im Rahmen einer privaten Feier einen gut situierten Berlinbewohner kennengelernt, der Ansprüche geäußert hat „ Ich will nicht raus aus meinem Kiez, deshalb muss enteignet werden“. „Pendeln in Außenbezirke? Niemals!“. „Neue Wohnungen durch Enteignungen, eher nicht. Aber ich bin ja dann in der Genossenschaft und habe Anspruch auf größere/kleinere Wohnung“.



      Ich weiß ja nicht in welcher Blase hier was geraucht wird, aber ich habe das Gefühl das in Berlin vieles geglaubt wird, was im Rest der Welt nur Kopfschütteln verursacht.

  • Alex_der_Wunderer

    Ersteinmal sollten die Gerichte prüfen, ob die Verkaufsverträge von damals , auch nicht gegen die guten Sitten verstoßen haben. Eventuell war ja der ganze Deal damals unrechtmäßig.

    • DiMa

      @Alex_der_Wunderer:

      Diese unterliegen der Regelverjährung von 3 Jahren. Die Prüfung lässt sich sehr schnell abhanden.

    • Machiavelli

      @Alex_der_Wunderer:

      Nach sovielen Jahrzehnten? Da werden sie ausgelacht vor Gericht.

      • Alex_der_Wunderer

        @Machiavelli:

        @ Machiavelli



        Am meisten lachen die internationalen Immobilien Spekulanten, für die hat sich Deutschland seit den 90er Jahren, dank fehlender Gesetze bezüglich Erwerb und Nutzung von Immobilien, zu einem rentabelen " Büfett " entwickelt. Was glauben Sie wohl, was wir fast wöchentlich für Aufkaufangebote für unsere Liegenschsften bekommen.

        • Goodfella

          @Alex_der_Wunderer:

          Ein mit rechtlichen Unregelmäßigkeiten versehener Vertrag gilt, wenn beide Parteien in der Zwischenzeit und über viele Jahre keine Probleme miteinander hatten, als "geheilt" wie die Juristen meines Wissens sagen. Da werden Sie vor Gericht vielleicht nicht ausgelacht aber mindestens müde angelächelt.

          • Alex_der_Wunderer

            @Goodfella:

            @ Goodfella



            Nur, darum ging es mir in meinem kurzen Statement bezüglich der Sittenwidrigkeit explizit nicht.



            Es sollte Bewusstsein schaffen, was damals eigentlich vor sich ging. Die Folgen, des totalen politischen Vollversagen sind halt erst jetzt richtig, mit voller Härte für die Mieter zu spüren.

  • Querbeet

    Wem nützt das ganze eigentlich?

    Im unwahrscheinlichen Idealfall geht die Enteignung ohne Gerichtsprozesse, schnell und für einen schmalen Taler - aka 13.5 Mrd. - über die Bühne.

    Und dann? Haben 210.000 Mieter im Bestand eine günstigere Miete.



    Was ist mit dem Rest der Berliner? Für die gibt es keine einzige Wohnung zusätzlich. Die Mieter der vergünstigten Wohnungen werden nicht ausziehen. Der Nachfragedruck auf die übrigen Wohnung bleibt unverändert hoch und damit auch der Mietpreis.

    Wenn man ehrlich etwas tun will, dann sollte man als Stadt Berlin das Geld in die Hand nehmen und Sozialwohnungen bauen. Bauen, bauen, bauen..... und in der eigenen Hand behalten.

    • Thomas Zwarkat

      @Querbeet:

      Na ja die restlichen Berliner, werden Tag für Tag mit Ihren Steuergelder die Zinsen für die 13 Mrd finanzieren, damit die anderen die günstigen Mieten haben können. gleichzeitig werden die restlichen Mieten noch teurer werden, weil kein zusätzliche Wohnungen von privaten Vermietern gebaut werde. Gleichzeitig wird so ein linkes Berlin noch mehr Träumer anziehen so dass der Bedarf an Wohnungen steigen wird.

    • Biker-Ffm

      @Querbeet:

      Was Sie schreiben entspricht dem gesunden Menschenverstand, nur wurde der leider in den letzten 2000 Jahren von Politikern egal welcher Couleur so gut wie nie benutzt.

  • DiMa

    Die Autoren gehen von einem Best-Best-Case-Szenario aus.

    NUR, selbst wenn die Autoren von einer realistischen Entschädigung ausgehen würden, kämen sie mit ihrer Argumentation zum Ergebnis der Finanzierbarkeit, den wenn es einfach nur darum geht, dass eine gleichwertige Leistung finanziert wird, würde die Schuldenbremse bei Investitionen nie gelten.

    Das kann es im Ergebnis jedoch nicht sein.

    Das Bundesverfassungsgericht hat hierzu im Zusammenhang mit dem Sondervermögen ja entschieden, dass die Schuldenbremse nicht durch eine bloße Verlagerung kreditfinanzierter Vorgänge umgangen werden darf.

  • Hubertus von Mainberg

    Die "Enteignung" ist "bezahlbar".



    Wenn man Enteignung richtig denkt, muss man dafür nichts zahlen.

    • Encantado

      @Hubertus von Mainberg:

      "Wenn man Enteignung richtig denkt, muss man dafür nichts zahlen."



      Wenn man Enteignung so denkt wie Sie hier insinuieren, befindet man sich außerhalb der Verfassung.

    • Carsten S.

      @Hubertus von Mainberg:

      ... und dann nimmt kein Privatunternehmen auch nur einen Cent in die Hand, um den Bestand zu pflegen.



      Auch Kleinvermieter werden sich das gründlich überlegen, wenn sie riskieren, Entschädigung also um ihr Investment gebracht zu werden.



      Warum dann nicht auch gleich noch Aktien, Fonds, sonstige Wertpapiere und Bankguthaben ersatzlos enteignen?

      Staatliche Zwangsbewirtschaftung des Wohnraums hatten wir schon mal.



      Damals musste man heiraten, um eine Wohnung zugeteilt zu bekommen.



      Ich möchte diese Zeiten nicht zurück.

  • Zippism

    13,5 Milliarden Euro. Natürlich. Wenn man die entscheidende Zahl einfach entsprechend niedrig ansetzt, ist plötzlich auch die Vergesellschaftung „finanzierbar“. Was für ein Zufall.

    Die Studie rechnet mit einer Entschädigung, die sich aus der angenommenen wirtschaftlichen Tragfähigkeit der Wohnungen ableitet – und nicht einfach mit dem Verkehrswert der Immobilien. Genau diese Annahme ist aber der zentrale Punkt des gesamten Modells. Zum Vergleich: Bei einer Entschädigung zum Verkehrswert werden für das Vorhaben Größenordnungen von bis zu 36 Milliarden Euro genannt.

    Und dann wird ausgerechnet, dass die Mieteinnahmen anschließend Zins, Tilgung und Bewirtschaftung tragen. Voilà: Die Enteignung finanziert sich praktisch selbst.

    Die eigentliche Rechnung wäre doch: Was kostet die Vergesellschaftung, wenn am Ende tatsächlich eine verfassungs- und gerichtsfeste Entschädigung herauskommt? Und was passiert bei höheren Entschädigungen, steigenden Zinsen, Sanierungsbedarf, Verwaltungskosten und ausbleibenden Mieteinnahmen?

    • FtznFrtz

      @Zippism:

      Das Best-Case- gegen das Worst-Case-Szenario, ich hole gleich mal meine Glaskugel raus.



      Natürlich besteht der Verdacht, dass man, je nach politischem Willen, so oder so rechnet.



      Dennoch ist das Argument der Gegner, die Vergesellschaftung schaffe doch keinen bezahlbaren neuen Wohnraum, nur teilweise richtig. Sozial gebundene Mieten helfen schon, vor allem Einkommensschwächere zun unterstützen. Der Staat korrigiert hier Fehler, die früher gemacht wurden, nämlich die öffentlichen Wohnungen an Konzerne zu verscherbeln.



      Dass natürlich daneben auch gebaut werden muss ist klar, es stellt sich dabei vor allem die Frage, warum Bauen in Deutschland deutlich teurer und langwieriger ist als in anderen Ländern. Hier kann die Politik ansetzen.

      • Normalo

        @FtznFrtz:

        "Sozial gebundene Mieten helfen schon, vor allem Einkommensschwächere zun unterstützen."

        Das wäre aber genau NICHT dasselbe wie "Wohnraum Schaffen". Stattdessen schafft man eine überschaubare Gruppe Privilegierter, die anders als die übrigen Mieter - seien sie nun Gering-, Normal oder Gutverdiener - den enteigneten Wohnraum für sich reklamieren dürfen. Wobei dieses "Privileg" auch eine Wundertüte wäre. Denn was es wert ist, stellt sich erst heraus, wenn die wahre Höhe der Rechnung für die Vergesellschaftung feststeht und die vergesellschaftende Stadt ausgeixt hat, wie hoch die Mieten dann trotzdem bleiben müssen, damit sie gestemmt werden kann.

        Egal wie das ausgeht: Alle, die NICHT zu den 210.000 Auserwählten gehören (im Zweifel weil sie bei Vergesellschaftung keine Vonovia-Mieter waren), bleiben genau so im Regen stehen wie vorher bzw. zahlen halt die Mieten, die außerhalb des privilegierten Bereichs aufgerufen werden. Ein paar Wohnungen günstiger zu machen, macht eben nicht mehr Wohnungen. Und mit ihnen ein paar Geringverdiener aus dem Markt zu nehmen, stoppt auch nicht die Preisspirale, denn die treiben auf Vermieterseite Jene an, die fähig und bereit sind, VIEL Miete zahlen.

      • Encantado

        @FtznFrtz:

        "Dass natürlich daneben auch gebaut werden muss ist klar..."



        Ja, aber da liegt doch genau der Knackpunkt: wer soll das machen? Die öffentliche Hand, die gerade mächtig viel Geld für die Entschädigungszahlungen weggegeben hat? Oder private Investoren, denen gezeigt wurde, dass ihre Investitionen je nach politischer Wetterlage mal so eben verschwinden können?

        • Wunderwelt

          @Encantado:

          "Dass natürlich daneben auch gebaut werden muss ist klar..."

          Ja, aber da liegt doch genau der Knackpunkt: wer soll das machen?"







          -> Also bauen tun wie immer die Baukonzerne. Es geht daher nur um die Frage wer das finanzenziert. Wenn man also mal etwas langfristiger an die Sache heran geht: wenn man den Konzernen die Renditen entzieht, werden Gelder frei, die man einerseits nutzen kann um überhöhte Mieten zu reduzieren oder eben, um damit neue Wohnungen zu bauen.

          Die Wohnungskonzerne nutzen diese Renditen ja eher um ihre Aktionäre auszuzahlen oder ihren Vorständen noch ein paar Privatjets zu spendieren.



          Man sollte also vorsichtig sein, mit deren Behauptungen, dann würde ja nicht mehr gebaut..







          Nö..es gibt da viele Möglichkeiten sowohl Mieten zu reduzieren wie auch den öffentlichen Wohnungsbau zu befördern.







          Welches Umlagemodell am besten geeignet ist, kann man prüfen. Aber im Prinzip ist die Sache doch wirklich sehr einfach.

          • Encantado

            @Wunderwelt:

            "(...) Aber im Prinzip ist die Sache doch wirklich sehr einfach."



            So einfach, dass die DDR darüber pleite gegangen ist.



            Kann man natürlich machen.

          • Zippism

            @Wunderwelt:

            „Bauen tun wie immer die Baukonzerne“ – genau. Aber warum sollten private Unternehmen langfristig Milliarden in Wohnungsbau investieren, wenn ihnen anschließend signalisiert wird, dass erfolgreiche Investitionen politisch gewollt unter dem Verkehrswert vergesellschaftet werden können?

            Und genau deshalb ist „die Baukonzerne bauen einfach weiter“ etwas zu bequem. Die spannende Frage ist nicht, ob irgendein Bauunternehmen noch einen Auftrag annimmt, sondern wer künftig das Kapital für den Wohnungsbau bereitstellt und zu welchen Konditionen.

            „Wenn man den Konzernen die Renditen entzieht, werden Gelder frei“ klingt wunderbar einfach – ist aber noch keine Rechnung. Die Rendite verschwindet durch Vergesellschaftung ja nicht magisch als zusätzlicher Geldtopf. Erst einmal muss der Bestand entschädigt bzw. finanziert werden, dazu kommen Zinsen, Tilgung, Instandhaltung, Verwaltung und notwendige Sanierungen.

      • Zippism

        @FtznFrtz:

        Nur ist das eben kein „Worst-Case-Szenario gegen Best-Case-Szenario“. Ich habe auf die zentrale Stellschraube der Studie hingewiesen: Wie hoch die Entschädigung angesetzt wird. Wenn das Modell seine Finanzierbarkeit maßgeblich daraus ableitet, dass die Entschädigung anhand der wirtschaftlichen Tragfähigkeit berechnet wird, dann ist genau diese Annahme entscheidend für das Ergebnis.

        Und natürlich können Sozialbindungen einkommensschwächeren Haushalten helfen. Das bestreitet doch niemand. Die Frage ist nur, ob daraus automatisch folgt, dass eine Vergesellschaftung wirtschaftlich sinnvoll oder langfristig selbsttragend ist. Das sind zwei verschiedene Fragen.

        Auch der Hinweis auf den früheren Verkauf öffentlicher Wohnungen beantwortet die Kostenfrage nicht. Selbst wenn man diese Verkäufe politisch für einen Fehler hält, folgt daraus nicht, dass jede Rücküberführung zu jedem Preis sinnvoll finanziert werden kann.

        Und beim Bauen sind wir uns vermutlich sogar einig: Es muss deutlich mehr gebaut werden. Nur wäre es dann interessant, einmal nüchtern zu vergleichen, was dieselben Milliarden an zusätzlichen Neubau, Sanierung und dauerhaft gebundenem Sozialwohnungsbestand bewirken könnten.

  • Nordlicht4711

    Warum geht eigentlich niemand für den Gebäudetyp E (darauf warten wir schon Jahre) oder eine Berliner Skyline auf die Straße? Was dort fabriziert wird ist eine insider-outsider Politik. Man rührt Beton für die jetzigen Berliner an. Wer morgen dort studieren oder arbeiten will wird sein blaues Wunder erleben. Nachhaltig ist daran gar nichts. Wenn man schon staatlich ansetzen will, dann doch bitte beim Baugrund.

    • FriedrichHecker

      @Nordlicht4711:

      "Warum geht eigentlich niemand für den Gebäudetyp E [...] auf die Straße?"

      Ganz einfach - weil der Gebäudetyp E Abstriche bei den Anforderungen der Bewohner erfordert, zu denen spätestens beim Mehrfamilienhaus so gut wie niemand bereit ist.

    • Oleg Fedotov

      @Nordlicht4711:

      Und woher soll der Baugrund denn bitte schön kommen?



      Die Versiegelung in vielen Städten ist jetzt schon zu hoch, und auch das Umland wird langfristig dadurch Schaden nehmen.



      Helfen würde nur ein gesetzlich verankerter Zuzugsstopp, den Städte/Kommunen bei Bedarf anwenden könnten.

      • Nordlicht4711

        @Oleg Fedotov:

        Da war ich in der Tat etwas vorschnell. Mir war nicht bewusst wie wenig unbebaute Fläche Berlin hat. Aber hier liegt ein Hebel. Die Wohndichte ist schlicht zu niedrig. Verdichtung muss vor Neubau gehen. Die Berliner Skyline muss her.

        Den Zuzugsstop wird es nicht geben, rein rechtlich gar nicht zulässig. Aus dem gleichen Grund kann es auch kein Recht auf Wohnen geben. Da wäre der Staat in der Zuteilung ebenfalls frei, notfalls 500km entfernt.

      • Flocke

        @Oleg Fedotov:

        Tempelhofer Feld? Brandenburger Umland?

  • Offebacher

    Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung mal wieder. Vielleicht hätte sie in der Vergangenheit besser die Gewerkschaften selbst beraten, die Neue Heimat war Mal der größte Immobilienkonzern in Westdeutschland. Aber der wurde im und vom Gewekschaftsklüngel zugrunde gerichtet. Stichwort Herr Vietor. Und die Gewerkschaftsbosse als Aufsichtsräte bekamen zwar, auch für die damalige Zeit, relativ wenig Geld für ihre Aufsichtsrattätigkeit, hatten dafür aber Dienstwohnungen und -villen für einen Mietspottpreis.

  • Michael Fischer

    Die Beiträge gehen im Wesentlichen an der Sache vorbei. Die SPD wird bei ihrer Haltung bleiben, da den Entscheidern dort klar ist, alles andere wäre für diese Partei suicidales Verhalten,



    Macht euch keine Illusionen.

    • Encantado

      @Michael Fischer:

      "Die SPD wird bei ihrer Haltung bleiben..., alles andere wäre für diese Partei suicidales Verhalten,"



      Nun, die Haltungsfestigkeit der SPD ist... diskussionsfähig.



      Ihr antiszuizidales Verhalten ebenfalls.

  • Stavros

    Offensichtlich ist alles finanzierbar, es kommt aber auf die politischen Prioritäten an.

    Wer wirklich eine bezahlbare Stadt für alle will, bekommt sie.

    Zeigt etwa Wien.

    Wer Geld für Aufrüstung haben will, bekommt es.

    Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Gilt auch in der Politik. Und ganz besonders in Berlin.

    • Nordlicht4711

      @Stavros:

      Das Einzige was Wien und Singapur zeigen ist dass man strategisch vorausschauend handeln muss. Wien hat die Grundlagen vor über 100 Jahren gelegt. Andere Städte in Österreich haben das nicht getan und funktionieren genauso wie deutsche Städte. In Berlin geschieht das Gegenteil. Die gleiche Partei die diese Wohnungen vor 20 Jahren verkauft hat will sie jetzt zurück, mit Rabatt. Die Kosten dafür soll aber nicht der Steuerzahler tragen, wie in Wien oder Singapur, sondern eine Minderheit. Das sind bspw. die norwegischen Bürger die mit rund 2 Mrd. € des Staatsfonds bei Vonovia investiert sind.

      • Stavros

        @Nordlicht4711:

        Sie haben Recht: Anfang der 2000er wurden unter Beteiligung der PDS Wohnungen verkauft.

        Das war ein schwerer Fehler. Und übrigens auch ziemlich unsozialistisch.

        Sie haben auch Recht, dass eine Vergesellschaftung Konsequenzen für einige haben wird. Das liegt in der Natur politischer Entscheidungen. Übrigens auch der damaligen.

        Warum Berliner Mieter allerdings dauerhaft die Renditen internationaler Anleger finanzieren müssen, erschließt sich mir nicht. Man kann sein Kapital auch anderswo investieren.

        Und Sie haben Recht, dass Wohnungspolitik langfristig angelegt und zum Wohle der Menschen in einer Stadt ausgerichtet sein sollte.

        Wien hat damit vor über 100 Jahren begonnen.

        Berlin muss irgendwann wieder damit anfangen.

        • FriedrichHecker

          @Stavros:

          "Und Sie haben Recht, dass Wohnungspolitik langfristig angelegt und zum Wohle der Menschen in einer Stadt ausgerichtet sein sollte."

          Nur haben DWE und die Linke die Erwartung auf kurzfristige Erfolge dieser langfristig angelegten Politik geweckt - oder um es mit Hegel zu sagen: Die Ungeduld erwartet das Unmögliche: die Erreichung des Ziels ohne die Mittel.

          • Stavros

            @FriedrichHecker:

            Ja, es kann sein, dass Sie Recht haben.

            Einige Linkenwähler wird die Partei sicher verlieren, wenn es an die Mühen der Ebene geht.

            Allerdings hat die Linkspartei als einzige konsequent die Frage nach Verteilung und Profit in Berlin gestellt.

            Realistischerweise ist die Vergesellschaftung großer Wohnbestände ein (wichtiger!) Baustein auf dem langen Weg in eine Stadt, die wieder bezahlbar wird.

            Dass die Linke dabei so weit kommen konnte, liegt schlichtweg daran, dass die anderen Parteien das Problem entweder ignoriert und schöngeredet oder trotz Einsicht nichts auf die Kette bekommen haben.

            • Nordlicht4711

              @Stavros:

              Die Stadt wird durch eine Vergesellschaftung von 200k Wohnungen nicht wieder bezahlbar. Die 8,3€/m2 Durchschnittskaltmiete in diesen Wohnungen sind niedriger als in Saarbrücken. Für Menschen die entweder umziehen oder zuziehen wollen wird dagegen die Miete noch stärker steigen, Stichwort Verknappung. Man muss sich doch nur anschauen was 2020 mit dem Mietendeckel passiert ist. Das ist kurzfristig gedachte Politik. Die Zeche zahlen die folgenden Mieter-Generationen.



              Man könnte erst mal anfangen die Wohndichte an Wien anzugleichen. Da sind noch über 10% Puffer. Das kostet den Steuerzahler wenig.

            • Moby Dick

              @Stavros:

              "dass die anderen Parteien das Problem entweder ignoriert und schöngeredet oder trotz Einsicht nichts auf die Kette bekommen haben"

              Wieso die anderen Parteien? Die Linke hat in diesem Jahrhundert in Berlin mehr Regierungsjahre auf dem Buckel als Grüne und CDU.

              • Stavros

                @Moby Dick:

                Bei der Ära Wowereit stimme ich Ihnen zu. Das war eine insgesamt schwere Lage, aber keine gute Performance.

                Im Gegensatz zur SPD hat die heutige Linke aber daraus gelernt; sie ist nicht nur was die Zusammensetzung ihrer Mitgliederschaft anbelangt eine ganz andere Partei.

                Als Indiz dafür kann gelten, dass bei der letzten rotrotgrünen Stadtregierung wirklich ein Mietendeckel eingeführt (aber zuständigkeitshalber verworfen) wurde. Und dass die SPD keine Lust mehr hatte, einen Senat mit DIESER Linken anzuführen, sondern lieber Juniorpartner Kai Wegners wurde.

                Kurz: Politik ist immer komplex, aber wir müssen auch Lernprozesse und positive Veränderungen zugestehen, wenn sie stattfinden. Den endgültigen Beweis muss die Linke erbringen, sollte sie wirklich regieren.

  • Elite123

    13,5 Milliarden ist ca. ein Drittel des Marktwertes der Wohnungen. 33% hat es in der Republik als Entschädigung noch nicht gegeben, es wäre auch ganz klar verfassungswidrig.

    Implizit ist eine Nähe der Entschädigung zum Marktwert zwingend. Bei 40 Milliarden Entschädigung zahlt Berlin allein 2 Milliarden an Zinsen wenn ihre Berechnung verfassungsrechtlich gekippt wird.

    Das wären ca. 10.000€ pro Wohnung und Jahr allein für Zinsen. Die Bewirtschaftung kostet dann ebenfalls.



    Die durchschnittliche Miete der Vonovia liegt übrigens darunter.

    Und so führt eine Enteignung dann wahrscheinlich zur Mieterhöhung.

  • behr Behr

    Wenn der Wertansatz der zu vergesellschaften Wohnungen nur, wie die Studie annimmt, 13.5 Mrd.€ ist und die Vergesellschaftung umgesetzt wird, haben die Wohnungskonzerne ein riesiges



    Bilanzproblem, denn der Wertansatz in Ihren Bilanzen wird vermutlich



    doppelt so hoch sein.

  • Jim Hawkins

    Der Witz im Film ist doch der, dass es so oder so Jahre dauern wird, bis die ganze Chose so oder so von welchem Gericht auch immer entschieden werden wird.







    Es wird sich also erstmal gar nichts ändern. Wäre ich ein Investor und das wäre ich gern, würde ich sagen: Nein danke, es gibt auch andere Städte.

    Und die fragwürdigen Positionen hinsichtlich Antisemitismus, "Clankriminalität", das muss ich nicht haben.

    Berlin ist auf dem Weg zur gescheiterten Stadt.

    Und: Schon klar, wer so etwas sagt, ist Teil einer rechten Kampagne. Weil, es darf ja nur noch eine Meinung geben.

  • Filou

    Bei Gutachten bin ich immer sehr vorsichtig, vor allem wenn nur eine einzige Institution dieses erstellt.



    Ich frage mich grundsätzlich wer ist der Auftraggeber und wer bezahlt das Gutachten. Denn auch hier gilt: Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singen.

  • Günter Witte

    Jeder der eine größere Investition vorhat fragt zuvor was das kostet, holt sich Angebote ein. Warum lässt man hier nicht, höchst Richterlich, feststellen was es wirklich kostet ? Das hätte man schon leicht in den 5 Jahren seit dem Volksbegehren machen können, eigentlich müssen. Oder herrscht die Angst, oder sogar die Gewissheit vor, das hier Zahlen kommen die der Todesstoß für dieses Unterfangen wären ?

    • warum_denkt_keiner_nach?

      @Günter Witte:

      Angebote für Entschädigungen? Wo sollen die herkommen?

      Von Gerichten kann man Dinge nur prüfen lassen, wenn sie beschlossen sind. Das verhindern aber seit Jahren die Gegner von Vergesellschaftungen, nicht die Befürworter.

    • Perkele

      @Günter Witte:

      Ja, jemand der größere Investitionen plant, orientiert sich vorher über die Kosten. In der Politik kann das aber sehr schnell zu "Kassenwartsmentalität" werden. Selbstverständlich ist auch bei politischen Forderungen an die Finanzierung zu denken, doch das darf niemals der einzige ausschlaggebende Grund für eine Entscheidung sein. Politik, die das Prädikat "gut" beansprucht, die sollte sich am Ziel orientieren und nicht an Kleinkrämerei. Wenn das Ziel beschlossen ist, dann kann man den Weg dahin im Einzelnen gehen - andersherum führt das ins Leere....

      • Normalo

        @Perkele:

        Sie meinen, dass etwas poltiisch erstrebenswert aber finanzieller Harakiri ist, sei kein Grund, es lieber sein zu lassen? Und wenn man es dann tut, wer bezahlht das?

    • derzwerg

      @Günter Witte:

      Weil Art und Ausmaß der Entschädigung durch ein Gesetz erst geregelt werden müssen:

      Wikipedia: Gemäß Art. 15 GG können Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.

      Ein:e Richter:in kann erst danach beurteilen, ob dem Gesetz entsprochen wurde.

      • FriedrichHecker

        @derzwerg:

        "Grund und Boden" nach Art. 15 umfasst nach Meinung diverser Verfassungsrechtler nicht die darauf stehenden Wohngebäude, sondern ist in diesem Kontext als "Produktionsmittel" der Lebensmittelerzeugung gedacht.

        Hoffen Sie mal, dass ihr entscheidender Richter nicht genauso denkt...

      • Encantado

        @derzwerg:

        "Ein:e Richter:in kann erst danach beurteilen, ob dem Gesetz entsprochen wurde."



        Nicht nur. Eine Überprüfung auf die Verfassungsmäßigkeit des Gesetzes wäre ebenfalls denkbar.

  • warum_denkt_keiner_nach?

    Viele stoßen sich ja an den angesetzten 13 Mrd. Rückkaufswert. Wegen des deutlich höheren Marktwertes.

    Allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass die betroffenen Konzerne die Wohnungen damals auch weit unter Marktwert erworben haben. Die Beträge gehen ins Lächerliche.

    Es kommt also darauf an, ob die Gerichte die 13 Mrd., die immer noch einen Gewinn darstellen würden, akzeptieren oder ob sie im Sinne der Konzerne einen Marktwert, den die Konzerne selbst mit in die Höhe getrieben haben, ansetzen. Die juristischen Meinungen gehen da auseinander.

    • Machiavelli

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Gab es den Fälle in Deutschland wo Gerichte Enteignungen unter marktwert+Folgeschäden akzeptiert haben? Und wollen wir fed überhaupt das ist doch der Todesstoß für Investitionen in Deutschland nur damit ein paar tausend Berliner vermeirnlich günstiger wohnen können?

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Machiavelli:

        "Investoren", die nur abzocken, brauchen wir nicht.

        Hier wird wieder einmal ein Gespenst erfunden. Es gab immer mal wieder Enteignungen gegen Entschädigung. Die Welt ist deshalb nicht zusammengebrochen.

        • Machiavelli

          @warum_denkt_keiner_nach?:

          Ja zum Verkehrswert+Folgeschäden. Das wird dann halt aber richtig teuer.

          • Alex_der_Wunderer

            @Machiavelli:

            @ Machiavelli



            Dann mach schonmal dein Portemonnaie auf 😁😂🤣

          • warum_denkt_keiner_nach?

            @Machiavelli:

            Ich schrieb ja schon, dass es zur Berechnung den Summe sehr verschiedene juristische Meinungen gibt. Letztlich müssten das Gerichte entscheiden.

            • Machiavelli

              @warum_denkt_keiner_nach?:

              Ja und hier gibt es Erfahrungswerte und wenn Berlin zu denen entschädigen muss ist Berlin pleite.

              • warum_denkt_keiner_nach?

                @Machiavelli:

                Warten wir doch einfach ab, was die Gerichte sagen. Alles andere ist Spekulation.

    • Elite123

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Die Konzerne haben die Bestände unter Marktwert erhalten, weil sie sanierungsbedürftig waren.

      • warum_denkt_keiner_nach?

        @Elite123:

        Und? Haben sie saniert?

        Den vielen Klagen nach zu urteilen nur selten.

      • Treppenwitz

        @Elite123:

        Eigentlich haben die Konzerne die Wohnungen durchaus zum damaligen Marktwert erhalten. Unsanierte Altlasten sind halt auch damals nicht besonders viel Wert gewesen, in einer Zeit, als man das Wohnungsproblem in Berlin gelöst zu haben schien.

  • maria2

    Wir im Rheinland haben viel Erfahrung mit Enteignung. Große Energiekonzerne haben hier nicht nur Haus- und Wohnungsbesitzer enteignet, sondern außerdem gewachsene Strukturen für Menschen so wie Flora und Fauna für unabsehbare Zeit vernichtet. Das funktionierte doch immer recht reibungslos, ging es doch um das Wohl und die Gewinnerwartung der großen Energieenergiekonzerne, selbst als der Kohleausstieg schon beschlossen war.



    Aber Vergesellschaftung? Das erscheint ja, glaubt man den Kommentatoren unten, fast schon anstössig - zudem noch mit diesem Gutachten von der Hans- Böckler - Stiftung, die offensichtlich für "Gefälligkeitsgutachten" bekannt zu sein scheinen.



    Eigenartig.

    • Stavros

      @maria2:

      Ganz genau. Für jede Autobahn oder Bahntrasse, für Oberleitungen, Kraftwerke, neuerdings Erneuerbare, für Kohleabbau oder Stauseen wird vergesellschaftet.

      Das Grundgesetz erlaubt es; die konkrete Ausgestaltung ist Ergebnis des politischen Aushandlungsprozesses.

    • (Ver-) Zweifelnder

      @maria2:

      Ja, es ist ein Gefälligkeitsgutachten.

      Ein seriöses Gutachten hätte zumindest auf das Prozessrisiko hingewiesen.

      Nur ein kleiner Hinweis:

      Was, wenn die letzte Gerichtsinstanz folgendes entscheidet:

      1) Die Vergesellschaftung ist rechtens.

      2) Die angesetzte Entschädigungssumme ist zu niedrig und wird auf 28 Milliarden festgesetzt.

      Dann kann Berlin nämlich nicht einfach sagen "Ok, ist uns zu teuer, dann lassen wir das", sondern muß die festgesetzte Entschädigung bezahlen.

      Was ist dann mit der Finanzierung, wie sieht es dann mit der Haushaltslage der Stadt aus?

      Ein Gutachten, dass nicht parteiisch ist, muß sämtliche Unwägbarkeiten und deren möglichen Folgen berücksichtigen.

      Bitte, gerne!

      • maria2

        @(Ver-) Zweifelnder:

        Woher weißt du das mit dem "Gefälligkeitsgutachten"? Die Hans - Böckler- Stiftung ist eine Stiftung des DGB mit unterschiedlichen eigenen Forschungsabteilungen. Warum sollte die der Partei Die Linke einen Gefallen tun? Und wozu? Und woher weißt du das mit den 28 Milliarden? Bist du auch Wissenschaftler auf dem Gebiet? Hast du das Gutachten denn überhaupt gelesen?

    • Nachtsonne

      @maria2:

      Vielleicht sollten Sie die großzügigen Entschädigungen bei der Enteignung erwähnen. Viele sind aus Bruchbuden in neue Häuser gewechselt.

      • maria2

        @Nachtsonne:

        Tatsächlich! Bruchbuden also, woher genau weißt du das?

        • Nachtsonne

          @maria2:

          Weil ich vor Ort war und mir die Gebäude angesehen habe.

    • Vigoleis

      @maria2:

      Auch wenn die Menschen im Rheinland allen anderen das gern so vermitteln, leben sie nicht allein von Luft und Liebe. Und den jahrzehntelangen Wohlstand "an Rhein und Ruhr" hat man, um es auf den Punkt zu bringen, auch der Vernutzung der Umwelt zu verdanken.



      Das bis heute kaum zur Befriedigung aller lösbare "Strukturwandelproblem" in der Region kam doch erst auf, als "der Himmel über dem Ruhrgebiet wieder blau" war und man "im Rhein wieder baden" konnte.



      Dieses ewige "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass"...

      • maria2

        @Vigoleis:

        Das ist schon eine sehr grobe Vereinfachung der Dinge. Smogalarm im Ruhrgebiet gab es in den späten 70-gern.



        Die letzte Enteignung fand 2028 statt.

        • maria2

          @maria2:

          Sorry, sollte heißen: Die letzet Enteignung fand 2018 statt.

    • rero

      @maria2:

      Der Unterschied ist halt, dass die vergesellschafteten Wohnungen möglichst wenig Gewinn erwirtschaften sollen.

      Anstößig ist da nichts, aber die Frage ist, ob es funktioniert.

      Wir in Berlin haben viel Erfahrung mit extrem schlechten Regierungen.

      Das Stöckchen hängt schon sehr niedrig und wird trotzdem immer wieder unterlaufen.

      Mir wäre lieber, Ferat Kocak würde Tennis spielen.

      Die Hanns-Böckler-Stiftung ist gewerkschaftsnah.

      Natürlich weiß sie, dass mit Gutachten Politik gemacht wird.

      Andererseits sagt sie auch deutlich, was problembehaftet sein wird.

      Und Berlin nun mal Berlin ist, weiß man, dass es dort nicht laufen wird.

      Ich weiß nicht, was daran eigenartig sein soll.

      • maria2

        @rero:

        Es ist eigenartig, dass Dinge zerredet werden, bevor sie überhaupt in Angriff genommen werden. Auch wenn die Hans- Böckler - Stiftung eine Stiftung des DGB ist, heißt das nicht, dass sie einfach so mit falschen Zahlen jongliert, was zudem der Stiftung bei ihren zahlreichen anderen Projekten niemals bisher vorgeworfen wurde. Und wenn in Berlin sowieso "nichts läuft" und - wohl laut Glaskugel- nichts "laufen wird", warum bist du dann da?

        • Normalo

          @maria2:

          Manchmal sollte man sich schon VORHER Gedanken machen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein gewünschtes Vorhaben im finanziellen Desaster endet. Eine Metropole kann sich vielleicht leisten, dass mal ein einzelner Neubau (Bahnhof, S-Bahn-Stammstrecke, Flughafen, Konzerthaus...) aus dem Ruder läuft, das x-fache der projektierten Kosten verschlingt und man einige Milliarden drauflegen muss. Aber bei dieser Vergesellschaftung reden wir von Hebelwirkungen im deutlich zweistelligen Milliardenbereich, wenn sich so eine ergebnisorientiert-postulierende Kalkulation völlig überraschend als unrealistisch erweist. Und von der kann man auch nicht so ohne weiteres wieder zurück: Die richterliche Überprüfung der Entschädigungshöhe erfolgt notwendigerweise NACH der verbindlichen Entscheidung, das Vorhaben durchzuziehen.

          Um es an die Worte eines (auch nicht von der Initiative begeisterten) ehemaligen Berliner Polit-Idols anzulehnen: Sich auf DIESE Weise auf Dauer bettelarm zu machen, wäre Alles, aber nicht sexy.

  • Earth & Fire

    Vergesellschaftung ist für einen Staat IMMER finanzierbar, ohne Kreditaufnahme und Zinsen, und auch die Höhe der Entschädigung spielt keine Rolle. Denn Staatsausgaben sind immer eine Gelderzeugung auf Knopfdruck und eingehende Steuerzahlungen eine Geldvernichtung.

    Ein neu gegründeter Staat muss ja seine neue Währung auch erst einmal durch Geldschöpfung unter die Leute bringen, bevor er Steuern in dieser Währung einnehmen kann:

    www.oekologiepolit...geld-ist-es-nicht/

    youtu.be/1RptgTQeM6w

    Mehr Geld im Umlauf löst in aller Regel auch keine Inflation aus. Die alte Quantitätstheorie der Monetaristen ignoriert völlig, dass es in einer Volkswirtschaft immer auch eine Sparquote und Produktivitätssteigerungen gibt.

    Ja, hätten wir Vollbeschäftigung, würde eine weitere Erhöhung der Geldmenge auch das Preisniveau langsam erhöhen, weil es dann auf breiter Front an Arbeitskräften und damit an Ressourcen mangeln würde. Davon sind wir aber Lichtjahre entfernt und werden es wohl noch lange sein.

    youtu.be/fE0Khi_vO80

    • Encantado

      @Earth & Fire :

      "Vergesellschaftung ist für einen Staat IMMER finanzierbar, ohne Kreditaufnahme und Zinsen, und auch die Höhe der Entschädigung spielt keine Rolle. Denn Staatsausgaben sind immer eine Gelderzeugung auf Knopfdruck und eingehende Steuerzahlungen eine Geldvernichtung.



      Ein neu gegründeter Staat muss ja seine neue Währung auch erst einmal durch Geldschöpfung unter die Leute bringen, bevor er Steuern in dieser Währung einnehmen kann."



      Ich irre mich bestimmt (belehren Sie mich!), aber ich möchte behaupten, dass die Europäische Zentralbank NICHT dem Berliner Senat unterstellt ist. Dessen Möglichkeiten zum Gelddruck sind dann doch eher begrenzt.

      • Earth & Fire

        @Encantado:

        Wie schon weiter unten geschrieben: Alles eine Frage der Gesetzgebung. Auch Berlin könnte ein Konto bei der Bundesbank bekommen, und die Schuldenbremsen in Land, Bund und EU könnten radikal gelockert werden, dann bräuchte Berlin das Geld einfach nur auszugeben ( = drucken), ohne dass jemand anderes dadurch weniger hätte.

        • Encantado

          @Earth & Fire :

          "Alles eine Frage der Gesetzgebung."



          EU-Recht? Verfassung? Alles egal, ändern wir mal eben.



          Hm.



          Inwiefern das im großen Bild dann überhaupt Sinn ergibt, sei dahingestellt.

          Unsere Welten liegen offenbar so weit auseinander, dass ich wirklich nicht weiß, wie ich das Thema mit Ihnen weiterdiskutieren könnte. Sorry.

          • Earth & Fire

            @Encantado:

            Es tut mir leid, aber dann sind Sie noch nicht im Thema. Ich empfehle wirklich, sich den oben verlinkten Artikel einmal durchzulesen, und am besten auch, sich die beiden verlinkten VWL-Videos wenigstens ein Stück weit anzuhören.



            Es geht ja hier um Politik. Diese hat das Ziel, Gesetze zu ändern, da sind die EU-Verträge und das Grundgesetz nicht ausgenommen, insoweit es nicht der Ewigkeitsklausel unterliegt. Die Schuldenbremsen des Bundes und der Länder sowie die EU-Stabilitätskriterien sind änderbar. Mein Ziel hier ist es, über die Materie möglichst viele Leute aufzuklären, damit im besten Fall auch mal ein 2/3 Mehrheit für eine progressive Finanz- und Wirtschaftspolitik zustande kommt. Es mag unrealistisch erscheinen, ist aber immer noch besser, als die Lügen der Kapitalisten und Monetaristen gewähren zu lassen.

    • Ralf Inkle

      @Earth & Fire :

      Ich wusste nicht, dass die Bundesrepublik Deutschland nach belieben die Geldmenge im Euro Raum erhöhen kann und das Bundesland Berlin hat erst recht keinen Einfluss auf die Geldmenge.

      Und Sie haben recht, natürlich führt die alleinige Höhe der Geldmenge nicht zwingend zu einer Inflation; die Gründe dafür haben Sie angeführt.

      Aber! hier geht es nicht um eine stetige Erhöhung der Geldmenge, weil man eine entsprechende Inflationsrate möchte und/oder Produktivitätssteigerungen Rechnungen trägt, sondern erst wird Geld geschaffen, weil man keines hat.

      • Earth & Fire

        @Ralf Inkle:

        Meine Rede.

    • (Ver-) Zweifelnder

      @Earth & Fire :

      Sie haben das fiskalpolitische Pertuum Mobile gefunden.

      Nobelpreis, subito!

      Komisch nur, dass das noch nie ein Staat gemacht

      • Earth & Fire

        @(Ver-) Zweifelnder:

        Ganz einfach, eine progressive Finanzpolitik würde ja den Staat stärken, und ein starker Staat ist nicht gerade im Interesse der Großinvestoren, da nicht wenige von ihnen gerne auch Geschäftsfelder des Staates übernehmen und dadurch massiv verteuern würden.

        www.geldfuerdiewel...-das-tor-zur-holle

        Natürlich muss man, diese neoliberale Politik auch irgendwie in die Köpfe der Wähler:innen zu pflanzen. Dies ist mit Hilfe der Mont Pelerin Society eindrucksvoll gelungen:

        youtu.be/vzUNwWpk6CE

    • Querbeet

      @Earth & Fire :

      Sagen Sie das dem Genossen Klingbeil. Dann hat er ja eigentlich gar kein Finanzproblem. Drucker an und ab dafür!

      • Earth & Fire

        @Querbeet:

        Das Problem: Klingbeil ist ein Seeheimer und somit vermutlich nicht in Kenntnis der o.a. Tatsachen.

    • Machiavelli

      @Earth & Fire :

      Außer sie schlagen vor aus dem Euro auszusteigen sind solche Maßnahmen nicht national umsetzbar und eine Theorie die in der Praxis noch nie erprobt wurde im welt größten Wirtschaftsraum auf gut glück auszuprobieren bei der volatilen Westlage ist unverantwortlich.

      • Earth & Fire

        @Machiavelli:

        Ja, die Einsicht müsste natürlich auch auf EU-Ebene Einzug halten.



        "Erprobt" wird MMT immer da, wo der Staat "Schulden" macht, die, wie gesagt keine sind sondern elektronisches Gelddrucken. Und bisher konnte man an keiner einzigen Statistik ablesen, dass Gelddrucken in einer Volkswirtschaft mit unfreiwilliger Arbeitslosigkeit die Preise zusätzlich erhöht. Dafür landet hingegen jeder zusätzlich gedruckte Euro auf einem Konto in der Privatwirtschaft. Und je breiter das Geld verteilt wird - z.B. durch höhere Sozialleistungen - desto mehr Umsatz machen die inländischen Unternehmen, und desto höher steigt das BIP. Gerade jetzt in D, wo der Privatsektor jedes Jahr 350 Mrd. durch Sparen den Unternehmen an Einnahmen entzieht, müsste jemand anderes - der Staat oder das Ausland - in derselben Höhe Geld drucken. Sonst droht im schlimmsten Fall Rezession, Deflation und Massenarbeitslosigkeit, wie anno 1933:



        www.geldfuerdiewel...gen-buch-inflation

    • Josef 123

      @Earth & Fire :

      Berlin ist nicht der Staat, auch wenn sich die Stadt von anderen Bundesländern aushalten lässt, weil sie nicht mal in der Lage ist, den normalen Haushalt zu erwirtschaften.

      Und Kommunen können sich sehr wohl überschulden, gab es bei uns reihum. Die müssen dann den Kauf jedes Bleistifts beantragen, begründen und sich von der Aufsichtsbehörde genehmigen lassen. Da ist das Stadtoberhaupt dann nur noch der Grüßkasper.

      • Earth & Fire

        @Josef 123:

        Alles eine Frage der Gesetzgebung. Auch Berlin könnte ein Konto bei der Bundesbank bekommen, und die Schuldenbremsen in Land, Bund und EU könnten radikal gelockert werden, dann bräuchte Berlin das Geld einfach nur auszugeben ( = drucken), ohne dass jemand anderes dadurch weniger hätte.

        • Michael M

          @Earth & Fire :

          Was ist das denn für eine komische theorie, dass die erhöhung der geldmenge nicht zu inflation führt? Bin kein ökonom aber das macht doch keinen sinn.

          • Earth & Fire

            @Michael M:

            Eine Volkswirtschaft ist kein Kartoffelmarkt, denn in ihr gibt es auch Produktivitätssteigerungen. Erst wenn die freien Ressourcen (das Angebot) erschöpft wären, würde eine weitere Ausweitung der Geldmenge (der Nachfrage) die Preise ganz allmählich stärker ansteigen lassen. Die Ressourcen sind aber erst bei Vollbeschäftigung erschöpft, denn auch unfreiwillige Arbeitslose sind freie Ressourcen.

            "Warum Gelddrucken KEINE Inflation auslöst "



            youtu.be/fE0Khi_vO80

            Von Vollbeschäftigung sind wir aber Lichtjahre entfernt, und es sieht nicht danach aus, als würde sich das so schnell ändern.

            • Josef 123

              @Earth & Fire :

              So einfach wollte es Griechenland vor 15 Jahren offensichtlich nicht und hat sich lieber von der EU -speziell von Schäuble- unendlich demütigen lassen, anstatt einfach mal die Druckmaschine anzuwerfen. Oder hat es bei denen damals nicht mal mehr für das Papier gereicht?

              Wo auf der Welt wird/wurde wann MMT praktiziert? Und mit welchen Ergebnissen?

              • Earth & Fire

                @Josef 123:

                EU-Recht bricht nunmal Mitgliedstaaten-Recht. Und warum sich MMT nicht durchgesetzt hat, habe ich weiter oben schon hingehend erläutert. Der Geldadel will nun mal keinen starken demokratischen Staat, da er selbst gerne die Macht hätte. Sonst hätten wir heute auch keine Parteien und Parlamente sondern echte Demokratie in Form einer Räterepublik oder einer Losdemokratie wie im Athen der Antike. Ich empfehle dazu das Interview mit Ardalan Ibrahim bei Jung und Naiv:



                www.youtube.com/live/HVojqYBttw0

                • Josef 123

                  @Earth & Fire :

                  "EU-Recht bricht nunmal Mitgliedstaaten-Recht."

                  Ach!? Und was Griechenland nicht konnte, könnte Berlin Ihrer Ansicht nach schon?:

                  "Alles eine Frage der Gesetzgebung. Auch Berlin könnte ein Konto bei der Bundesbank bekommen, und die Schuldenbremsen in Land, Bund und EU könnten radikal gelockert werden, dann bräuchte Berlin das Geld einfach nur auszugeben ( = drucken), ohne dass jemand anderes dadurch weniger hätte." (Ihr Kommentar vom 26.09.2026, 20:49 Uhr)

                  • Earth & Fire

                    @Josef 123:

                    Sie haben sich die Frage ja damit schon selbst beantwortet. Man sollte eben auch bei Bundestags- und Europawahlen die wirtschaftlich progressivste Partei wählen.

                    • Josef 123

                      @Earth & Fire :

                      Und wer wäre das Ihrer Ansicht nach?

                      • Earth & Fire

                        @Josef 123:

                        MERA25.



                        mera25.de/programm/

            • Querbeet

              @Earth & Fire :

              Oh Jägerle....

              • Earth & Fire

                @Querbeet:

                Ich helfe gerne bei Verständnisfragen.

  • behr Behr

    Kein deutsches Gericht würde einen Wertansatz für die Wohnungen, die vergesellschaftet werden sollen, bestätigen, der unter dem Wertansatz in der Bilanz ist und damit zur Überschuldung des Unternehmens bzw. faktischen Enteignung der Gesellschafter und zu Kreditausfällen bei den Krediitgebern/Banken führt.



    Insofern ist der Wertansatz im Gutachten realitätsfern.

    • Machiavelli

      @behr Behr:

      Dazu kommen Folgeschäden die muss der Staat auch ersetzen.

  • Treppenwitz

    Uff.. Das eine Vergesellschaftung dann bezahlbar ist, wenn man den Wert der Entschädigung unter der Voraussetzung der er Finanzierung einer Entschädigung berechnet ist logisch. Dann zu sagen, dass die Vergesellschaftung finanzierbar wäre, ist etwas in die eigene Tasche gelogen. M.E.n. ist die Vergesellschaftung nur eine teure, zu teure Symbolpolitik der Linken, die nicht geeignet ist, die zugrundeliegenden Probleme zu lösen.

  • Querbeet

    13.5 Mrd : 200.000 = 67.500€ pro Wohnung im Schnitt. Mehr muss man zu der Studie nicht sagen.

  • Ricky-13

    taz: *Berlin kann die Entschädigung für die Vergesellschaftung von Immobilienbeständen ohne Belastung für den Landeshaushalt stemmen. Das sagt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung.*

    Nur die Springerpresse - also das Sprachrohr der Überreichen - schäumt mal wieder vor Wut, dass 'Die Linke' in Berlin jetzt Politik für das einfache Volk machen möchte. Was ist in diesem Land eigentlich los, dass Immobilienhaie sich eine goldene Nase verdienen können, während die Zahl der Obdachlosen immer mehr ansteigt?

    • Thomas Zwarkat

      @Ricky-13:

      ob sich Immobilienhaie eine goldene Nase verdienen ist in Berlin völlig unabhängig von der Obdachlosenzahl ! denn Selbst wenn die Vergesellschaftung oder Enteignung kommt, sind ja alle Wohnungen derzeit bewohnt! Also wird die Vergesellschaftung keinen einzigen Obdachlosen von der Strasse holen. Da die Anzahl Wohnungen nicht steigen wird. Die Vergesellschaftung bedeutet nur dass die heutigen Mieter in Zukunft weniger für Ihre Wohnung bezahlen müssen! Dafür muss der Steuerzahler dann ggfs 13-40 MRD finanzieren. Wenn man die Obdachlosen von der Strasse holen wollte, müsste man einfach die 13 Mrd in Neubau investieren. Die Enteignung schafft keinen zusätzlichen Wohnraum! Das ist Fakt. Wahrscheinlich wird Sie aber dazu führen das in Berlin immer weniger investiert wird! Folglich immer weniger Wohnungen gebaut werden, der Zustrom ungebremst ist und somit die restlichen Mieten ansteigen werden......

      • Ricky-13

        @Thomas Zwarkat:

        ***Dafür muss der Steuerzahler dann ggfs ...***

        Nun ja, das unter Ex-Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) während der Corona-Pandemie gestartete Masken-Einkaufsprogramm wird die Steuerzahler insgesamt voraussichtlich zwischen 6 und über 9 Milliarden Euro kosten; aber wenigstens war die Vernichtung der Masken im Preis inbegriffen.

        Aber Spaß beiseite. Wenn private Bestände (ca. 210.000 bis 240.000 Wohnungen) in das Eigentum des Landes überführt und die Mieten gesenkt oder eingefroren werden, sinkt theoretisch ja auch die staatliche Belastung für Wohnkostenhilfen. Auch wenn man bezweifeln kann, dass dann tatsächlich Sozialwohnungen von dem eingesparten Geld gebaut werden, sollte man die Marktmacht von 'Vonovia' und 'Deutsche Wohnen' endlich mal begrenzen. Und dass soziale Gerechtigkeit nicht von 'heute auf morgen' realisiert werden kann, ist auch klar. Aber mit einer Vergesellschaftung kann man die "Logik" des jetzigen Wohnungsmarktes schon einmal verändern. Außerdem sollte mit dem Grundbedürfnis Wohnen überhaupt keine börsenbasierte Rendite erwirtschaftet werden.

        Übrigens ist der Hauptaktionär von Vonovia die Norges Bank Investment Management mit 14% und BlackRock Inc. mit 8%.

        • Nordlicht4711

          @Ricky-13:

          1. Die durchsch. Kaltmiete in diesen Vonovia Wohnungen beträgt (günstige) 8,3€ pro m2. Ob die Mieter in diesen Wohnungen Wohngeld erhalten wissen wir nicht.



          2. Die Logik verändert das überhaupt nicht, sondern die Kalkulation. Für Risiken werden Aufschläge erhoben. Das funktioniert wie eine Zinserhöhung. D.h. Baufinanzierungen werden teurer, renditeorientierte Investoren meiden den Markt (Mietwohnungen werden in Wohneingentum überführt). Das verknappt insgesamt den Mietmarkt. Folge: die Mieten am freien Markt werden explodieren während die Immobilienpreise sinken.



          3. Die Norges Bank Investment ist der norwegische Staatsfonds. Man würde hier also das Vermögen der norwegischen Bürger vergesellschaften, ca. 2 Mrd. €. Das dürfte auch diplomatisch ein Rückspiel haben. Da Norwegen nicht in der EU ist könnten sie sich das Geld auch durch einen Aufschlag beim Gas oder Öl zurückholen. Die Berliner Linke boxt hier weit über ihrer Gewichtsklasse.

  • Horst Sörens

    Wenn dieses Unternehmen nun enteignet wird und der Immobilienbestand Durch die Stadt geführt wird, gibt es dann mehr Wohnungen? Ich hatte mal irgendwo gelesen, dass in Berlin das hauptsächliche Problem einen Mangel an Wohnungen ist.

  • Land of plenty

    ich finde es schlimm, die Immobilienfirmen überhaupt zu bezahlen. So viel schlechter Service bei Vonovia. Die ganzen Entmietungen, Zwangsräumungen. Die ganze Geschichte der Verdrängung. Das reicht endlich!

    • Querbeet

      @Land of plenty:

      Viel Spaß, wenn der Vermieter Berlin heisst.

  • Land of plenty

    Was bedeutet der Satz "Wohnen ist keine Ware" für die praktische Umsetzung in politische Praxis?

  • rero

    "Als größtes Risiko einer Vergesellschaftung benennt die Studie die „organisatorischen und administrativen Herausforderungen“, ..."

    Wenn das von vorneherein die größte Herausforderung ist, dann bitte die Enteignung sofort absagen.

    Hier wird das dann nie was.

  • Bürger L.

    Da habe ich den Kreis der taz-Leserschaft offenbar völlig falsch eingeschätzt.

    Nach lesen der Kommentare scheint ein großer Teil aus Fachanwält*innen für Verwaltungsrecht und vereidigte Sachverständige für die Bewertung bewohnter Immobilien zu bestehen.

    Ich las auch, dass es wohl fragwürdig sei, Volksentscheide in kurzer Zeit so lange zu wiederholen, bis einem das Ergebnis passt.



    Ich halte es durchaus für angemessen, wenn nach fünf Jahren der Nichtumsetzung, erneut eine demokratische Legitimation eingeholt wird, wenn sich die an der neuen Regierung beteiligten dazu verpflichten, die mehrheitlich gestellte Forderung der Bevölkerung diesmal zeitnah umzusetzen.

    • Normalo

      @Bürger L.:

      Dass das Ergebnis, die Entschädigung ließe sich finanzieren, sich im Kreis dreht, wenn es nur unter der Prämisse zu erzielen ist, dass man die Höhe der Entschädignung nach deren Finanzierbarkeit festlegt (und nicht so abwegigen Kriterien wie dem Zeitwert), bedarf keines besonderen Sachverstandes. Logik reicht.

    • Müller Christian

      @Bürger L.:

      Sie müssen zwei Dinge unterscheiden. Das Ziel: genügend bezahlbaren Wohnraum für alle. Und die Maßnahme, um das Ziel zu erreichen. Bei. Ziel sind sich alle einig, nur die Maßnahme Enteignung finden viel nicht sinnvoll. Ist halt wie ein Fettbrand mit Wasser löschen zu wollen.

    • Ricky-13

      @Bürger L.:

      ***Nach lesen der Kommentare scheint ein großer Teil aus Fachanwält*innen für Verwaltungsrecht und vereidigte Sachverständige für die Bewertung bewohnter Immobilien zu bestehen.***

      Nicht nur das, denn viele Leser haben anscheinend auch noch die "Springer-WELT-Universität" besucht und dort die Studiengänge 'Konservatismus' und 'Neoliberalismus' erfolgreich abgeschlossen.

      Diese beiden Ideologien wurden ja bekanntlich von Margaret Thatcher (in Großbritannien) und Ronald Reagan (in den USA) zusammengeführt, um die Reichen reicher und die Armen noch ärmer zu machen.

      "Die politische und wirtschaftliche Zusammenführung dieser Ideologien fand Ende der 1970er Jahre auf programmatischer Ebene statt und wurde in den 1980er Jahren zur dominierenden Regierungspraxis." [Deutschlandfunk – 28.12.2021]

      Wie heißt noch mal dieser CDU-Politiker, der ein Buch mit dem Titel 'Mehr Kapitalismus wagen' geschrieben hat?

    • Land of plenty

      @Bürger L.:

      jep. Passt.

  • Wunderwelt

    Beim lesen der Kommentare, könnte man zu der Annahme gelangen, daß sich so einige von ihren Banken sog. "Immobilienfonds" als besonders sichere Geldanlage haben aufschwatzen lassen.







    An all diejenigen..bitte machen Sie sich klar: -> ihre Renditen sind nichts anderes als die Aufschläge auf die Mieten, die sich immer weniger Menschen leisten können..und die das Land immer mehr abwürgen.







    Denn natürlich ist (auch) eine Enteignung als Ultima Ratio möglich..wie nicht nur diese Studie belegt.







    Dem entgegen stehen halt die wirtschaftlichen Interessen der Konzerne, ihrer Anteilseigner und privater Vermieter.







    Es geht bei den Planspielen um eine Enteignung also nicht nur um Mieter und Konzerne, sondern um ein Gesamtgesellschaftliches Problem, bei dem eine Gruppe der Gesellschaft eine andere immer mehr *ausblutet*.







    Egal wie sich der Prozess gestaltet..ob nun per Enteignung oder auf anderem Wege: am Ende muß mehr Gerechtigkeit dabei heraus kommen, Renditen müssen deutlich reduziert werden, Konzerne in die Pflicht genommen..und alle Profiteure des momentanen Systems sich ihrer Verantwortung bewußt werden.







    Denn *Eigentum verpflichtet* (und zwar alle)..

  • Vigoleis

    Das Ganze liest sich wie ein Taschenspielertrick. Wie durch Zauberei löst sich die notwendige Entschädigungssumme in ein Nichts auf.



    Der entscheidende Satz im Text ist wohl der letzte: Ohne massiven Neubau lässt sich die Wohungskrise nicht lösen. Es sei denn, man setzt parallel zur Enteignung "besserverdienende" Mieter auf die Straße.

  • Josef 123

    "Die Autoren rechnen mit einer Eigenkapitalquote von 30 Prozent bei der Übernahme. Dafür müsste das Land den Unternehmen etwa 4 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Diese würden aus einer Kreditaufnahme finanziert werden, (...)":

    Einen Kredit als Eigenkapital zu deklarieren erscheint mir etwas seltsam. Damit wäre meine Bank wahrscheinlich nicht einverstanden.

  • Machiavelli

    Kompromiss zur Güte die Parteien, ihre Vorstände, Mitarbeiter und Mitglieder haften mit ihrem Privat und Parteien Besitz und Vermögen falls die Kosten dann doch höher werden. Wenn alles gut geht ist alles gut wenn nicht wird dem Rest Deutschlands so ein Blödsinn erspart da die Akteuere wegen Insolvenz nicht mehr handlungsfähig sind.

  • behr Behr

    Wäre die Entschädigungsannahme von 13,5 Mrd.€ annähernd realistisch, müsste Venovia noch heute zum Insolvenzgericht gehen und Insolvenz wegen Überschuldung anmelden und einige Kreditgeber gleich mit. Interessant und auch nicht ganz unwichtig wäre der Zinssatz, mit dem die Finanzierbarkeit durchgerechnet wurde, da dieser in den letzenMonaten signifikant angestiegen ist.

    • Francesco

      @behr Behr:

      Insolvent ist man nicht, weil man keine Sicherheiten für die Schulden hat, sondern wenn man die Schulden nicht bedienen kann.

      • EffeJoSiebenZwo

        @Francesco:

        Es gibt ja mehrere Gründe, die zur Insolvenz führen können. Ja, Zahlungsunfähig ist einer, aber eben auch die sog. bilanzielle Überschuldung. Ich glaube der Kommentator meinte den zweiten Fall, der aber nicht sofort zur juristischen Insolvenz führen muss.

      • behr Behr

        @Francesco:

        Es gibt 2 Insolvenzgründe: Illiquidität ( die haben Sie richtig



        erkannt) und Überschuldung, die vorliegt, wenn die Vermögenswerte nicht durch Fremd-u. Eigenkapital gedeckt sind. Und das passiert, wenn die Entschädigung mit der in der Studie gerechnet wird, in der Höhe tatsächlich kommt. Um Sicherheiten der Bank geht es nur sekundär, aber natürlich müssen Banken Kredite abschreiben, wenn die finanzierten Vermögensgegenstände/Wohnungen nicht mehr da sind und die Entschädigungsleistung so gering ausfällt wie in der Studie angenommen.

        • Francesco

          @behr Behr:

          Die Bank schreibt Kredite erst ab, wenn der Kreditnehmer sie nicht mehr bedienen kann.

  • uwe

    Eine Vergesellschaftung soll lt. Text dazu beitragen:

    "das Leben in Berlin für untere und mittlere Einkommen bezahlbar zu machen."

    Aktuell sind die Wohnungen bewohnt.



    Via freiwilliger Auszüge werden pro Jahr wohl eher sehr wenige frei, da auch aktuell schon recht günstig. Raten wir mal 2%?

    Demnach müsste Mietern gekündigt werden wg. zu hoher Einkommen. Ab welchem Einkommen?

    Mit welcher mietrechlich machbaren Begründung?

    Und das betrifft wieviele Wohnungen?

    • Hatespeech_is_not_an_opinion

      @uwe:

      Polemik pur. Bitte mal Mietrecht ab § 535, BGB nachlesen. Kündigungsgrund "hohes Einkommen" ist dort nicht aufgeführt.



      Lassen Sie sich mal von einer ehemaligen Immobilienverwalterin sagen, dass wenn man einen Bestand von 1000 Wohnungen verwaltet, wie es in meinem Portfolio war, die Fluktuation bei ca. 10% - 15% liegt, in manchen Objekten sogar bis zu 30%. Die Gründe dafür sind vielfältig, angefangen von beruflichen Veränderungen/Umzügen, Änderung Lebensumstände bis zum Tod ist alles dabei.

    • Francesco

      @uwe:

      Ihre Logik erschließt sich mir nicht. Dass die Miete für niedrige und mittlere Einkommen bezahlbar ist, impliziert nicht, dass Mieter mit höherem Einkommen da nicht wohnen dürfen.

      • Machiavelli

        @Francesco:

        Dann entsteht aber kein günstiger mietraum für geringe Einkommen. Weil niedriger als vonovia wird das auf Jahrzehnte auch nicht.

  • Jürgen Meyer

    Ich befürworte die Vergesellschaftung. Ich hab nämlich schon Popcorn und Sekt bereitgestellt für die erste Pressekonferenz, auf der nach der erfolgten Vergesellschaftung auf Nachfrage bekanntgegeben wird, dass die Haushaltslage leider keine großflächige Senkung der Mieten der vergesellschafteten Wohnungen hergibt.

    • Walterismus

      @Jürgen Meyer:

      Ich würde sogar von Mieterhöhungen ausgehen, weil einfach die Verwaltung und Instandhaltung völlig falsch eingeschätzt wird neben den Finanzierungskosten. Das würde ein Eigentor werden, wo nach 10 Jahren wieder von Privatisierung gesprochen werden würde.

      Aber es wird ohnehin nicht zu Vergesellschaftungen und Enteignungen kommen, selbst wenn ein Gesetzt beschlossen und die Gerichte es für Rechtmäßig erachten.



      Die Konzerne werden ihre Unternehmensstruktur so umbauen, dass eine Enteignung nicht in Betracht kommt.



      In aller Regel sind diese bereits jetzt schon aus steuerlichen Gründen so strukturiert.

      Unternehmen und ihre Berater sind in 99% der Fälle immer schlauer als der Staat und haben Wege etwas zu umgehen. Das kann der Staat auch schlicht nicht bekämpfen aus diversen Gründen...

    • rero

      @Jürgen Meyer:

      Dass Mieten gesenkt werden, erwartet nicht mal die Initiative vom Volksentscheid.

      Das Popcorn lohnt sich bestimmt dafür, wenn die Linke-Wähler darüber ihren Unmut äußern, weil sie den Volksentscheid nicht richtig verstanden haben.

      Funfact:



      Ich wohne in einer Wohnung einer öffentlichen Wohnungsbaugesellschaft in Berlin.

      Wir haben gerade eine Mieterhöhung erhalten.

      Als Rot-Grün-Rot damals ein Verbot von Mieterhöhungen ankündigte, gab es auch schnell vorher eine



      Mieterhöhung.

    • Golzi

      @Jürgen Meyer:

      Als Volkswirtin bin ich natürlich gegen das Vorhaben, gleichwohl finde ich es spannend, wie das umgesetzt werden soll.

      • Comerade Aardvark

        @Golzi:

        Warum sind Sie als Vwlerin dagegen? Ich bin auch einer von der Sorte und bin voll dafür, gerade weil es bei der Umsetzung so spannend werden könnte. Allerdings erwarte ich, dass nur Jurist_innen auf ihre Kosten kommen werden bei dem Thema.

  • Müller Christian

    Macht mal. Es hilft zwar keinen, der in Berlin eine neue Wohnung sucht, ist extrem teuer, mit enormen Tisiken verbunden und selbst bei einen Top Preis muss Berlin die Kosten aus anderen Töpfen (für Soziales, Bildung, Infrastruktur, Sicherheit) rausnehmen.

    Zukünftig werden dann noch Investoren einen großen Bogen um Berlin machen.

    Ich versteh die Kosten - Nutzen Rechnung einfach nicht. Den Menschen, die dringend eine Wohnung brauchen hilft man überhaupt nicht, Berlin Verschuldet sich noch mehr, aber man hat es Immobilien Konzerne gegeben. Ganz toll.

    • spaltarsch

      @Müller Christian:

      "Zukünftig werden dann noch Investoren einen großen Bogen um Berlin machen."

      Das wäre vielleicht die beste aller Wendungen. Ich glaube allerdings nicht daran. Einzelne Investitionen bleiben ja trotzdem hochprofitabel, solange man nicht auf einen Schlag einen großen Teil ded Berliner Wohnungsmarktes an sich reißt, gibt es nichts zu befürchten.

      Solche Arten der Spekulation würden allerdings auch niemandem außer den Investoren nutzen.

      • Müller Christian

        @spaltarsch:

        Hochprofitabel? Vielleicht im Luxusbereich. Selbst das Bauen von normalen Mietshäusern ist aufgrund rechtlicher Vorgaben und Vorschriften, Material und Personalkosten so teuer, dass nur teuer vermietet werden kann, um etwas zu verdienen. Die von mir beschriebenen Probleme sind übrigens auch der Grund, warum der Staat nicht so schnell und effektiv bauen kann wie er will. Wie gesagt, man kann den Wohnungsgesellschaften schon enteignen, nur wird der Preis sehr hoch sein und es werden immer weniger neue Wohnungen gebaut. Wäre für mich ein klassischer Pyrrhusieg, den Preis werden die Menschen zahlen, die eine Wohnung suchen.

    • makei1200

      @Müller Christian:

      "Berlin Verschuldet sich noch mehr, aber man hat es Immobilien Konzerne gegeben. Ganz toll."



      Die landeseigenen Wohnungsunternehmen haben nach dem Ankauf der Wohnungen auf der Passiva Seite Schulden (vielleicht durch die Emmision von Anleihen, für die sie Zinsen zahlen), aber auf der Aktiva Seite Sachvermögen in Form von Immobilien für die sie Mieteneinkünfte erhalten. Somit ist die Bilanz ausgeglichen. Die Sachvermögen entsprechen der Verschuldung.

      Ich bin keine Fachperson, aber nehmen wir mal an die zukünftigen Zinszahlungen sind geringer als die Dividende, die die jetzigen Eigentümer erhalten. Dann könnten die Mieten gesenkt werden und das doch wohl der Sinn der ganzen Aktion.

      • Machiavelli

        @makei1200:

        Die Schulden müssen ja auch bezahlt werden d.h. die nächsten 30 Jahre senkt da keiner mieten dann kommen die modernisierungskosten dazu und die effiziente Berliner Verwaltung und die Mieter werden sich die Augen reiben was sie an Miete zahlen müssen.

      • Müller Christian

        @makei1200:

        Sachvermögen schön und gut, nur ist dies halt kein Liquidät die für Bildung, Soziales, Infrastruktur und Sicherheit ausgegeben werden kann. Ganz ehrlich, wenn Berlin ein Milliarden Kredit bekommt, dann sollte dies, wenn schon für Wohnungsbau genutzt werden anstatt bestehende und bereits vermietete Wohnungen zu kaufen. Übrigens sind die Mietpreise bei z.B. Vonovia gar nicht so hoch und auf keinen Fall Wucher Mieten.

  • Berliner99

    Es wird immer nur die Seite der Finanzierung betrachtet. Selbst wenn man es hinbekommt, dass der Haushalt durch Tricks und geringe Entschädigungszahlungen nicht besonders belastet wird: Woher soll das Geld für weiteren Neubau kommen? Privat wird es dann logischerweise keine weiteren Neubaufinanzierungen mehr geben. Das Geld müsste also komplett durch in irgendeiner Form landeseigene Unternehmen gezahlt werden. Wie soll das funktionieren?

    Vielversprechender im Vergleich zu einer Enteignung wäre, die Höhe der Gewinne zu begrenzen, die aus Wohnraum gezogen werden dürfen. Und zwar nicht prozentual sondern als langsam über die Jahre steigender Festwert pro Quadratmeter, festgelegt für Neubau und Altbau. Dann müsste alles darüber hinaus in neue Wohnungen investiert werden, wobei dies natürlich gleichmäßig über alle Wohnungen verteilt werden müsste, abgestuft durch WBS Wohnungen. So gibt es keinerlei Anreiz, die Mieten unnötig zu erhöhen, außer um neue Wohnungen zu bauen. Denn nur so käme man dann an mehr Quadratmeter und damit mehr Gewinn. Das würde einerseits die Mieten senken, ohne den Haushalt nicht belasten, andererseits aber auch Planungssicherheit für die Unternehmen und Neubau.

  • Aurego

    Klar wäre das finanzierbar! Das Land Berlin könnte z. B. Anleihen begeben, um Entschädigungen zu finanzieren. Aktuell rentieren Anleihen des Bundeslandes Berlin mit ca. 3,8%. Diese Rendite könnte aus den Mieteinnahmen gezahlt werden. Das wäre ein durchaus praktikabler Ansatz.

    • Strolch

      @Aurego:

      Stimmt. Und wenn das Geld für die Zinsen fehlt: einfach die Anleiheninhaber enteignen. Wenn Berlin das macht, dürfte der Zinsatz schnell bei 8-10% liegen, da das ganze kein tragfähiges Geschäft ist.

      • Aurego

        @Strolch:

        Warum sollte man die Anleiheneigentümer enteignen? Die Zinsen erhält man über die Mieten.

    • Golzi

      @Aurego:

      Und wer bekommt die Zinsen? Richtig: die Investoren der Anleihen. Staatsanleihen sind auch sicherer. Bei Immobilien weiß man ja nie, ob sich das Investment lohnt 😉

      • Aurego

        @Golzi:

        Ja, richtig. Aber das ist ja kein Fehler.

      • behr Behr

        @Golzi:

        Berliner Anleihen werden dann so sicher sein wie vor 10 Jahre Griechenlandanleihen. Wer welche hatte mußte erst auf 50 % verzichten und die anderen hatte plötzlich eine Laufzeit von 100 Jahren.



        Also: soviel. doofe Anleger, die Anleihen von Berlin zeichnen werden gibt es nicht. Man könnte aber die Beführworter der Enteignung verpflichten, sie zu kaufen.

        • Aurego

          @behr Behr:

          Es gibt ja jetzt schon Anleger, die Anleihen des Bundeslandes Berlin kaufen. Die Verzinsung ist nicht einmal besonders hoch. Ich bin da also optimistisch.

  • uwe

    Die Studie gibt es hier:



    www.imk-boeckler.d...sync_id=HBS-009501

  • (Ver-) Zweifelnder

    Dieses ganze Gefälligkeitsgutachten-Gedöns, egal von welcher Seite, ist nur noch langweilig und, mit Verlaub, Geld- bzw. Arbeitszeitverschwendung.

    Es bleiben nur zwei Varianten und die Entscheidung ist eine politische: Entweder Berlin versucht es gar nicht, oder der Plan wird umgesetzt. Das BverfG wird dann urteilen. Vor Gericht und auf hoher See... Das galt bei den Römern und es gilt heute noch.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hielt die Hans Böckler Stiftung übrigens auch den Mietendeckel für machbar. Das Ergebnis ist bekannt.

  • Meriem Aboud

    Was ich null verstehe: VONOVIA etc halten sich doch a die Mietpreisbremse - wenn nicht, soll man sie verklagen. Wo ist der Gewinn durch die Vergesellschaftung? Für die 13mrd EURO könnten 100.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden a 60m2 und 2200 Euro je m2.

    • Hatespeech_is_not_an_opinion

      @Meriem Aboud:

      Die Mietpreisbremse erfordert die Klage individuell jeweils einzelner Mieter. Man muss also seinen Vermieter, nach Möglichkeit kurz nach dem man eingezogen ist, verklagen.



      Das machen die wenigsten. Wer will schon ein Mietvertragsverhältnis, gerade bei einer angespannten Marktlage, mit einer Klage gegen den Vermieter beginnen?



      DAS ist illusorisch.



      100. 000 Wohnungen alleine in Berlin wären nur über einen sehr langen Zeitraum umzusetzen. Das löst das Problem der ständig steigenden Mieten nicht absehbar in den nächsten 3-5 Jahren.

    • (Ver-) Zweifelnder

      @Meriem Aboud:

      Neubaukosten von 2200 Euro je qm?

      In Berlin?

      Dann muß es da irgendwo noch ein zweites Berlin geben, denn 2200 € reichen noch nicht einmal, wenn man den Baugrund für umme kriegt.

  • Thomas Zwarkat

    finde den Denkfehler:



    1. die Studie geht davon aus, dass quasi alle Wohnungen gleichzeitig rübergehen, das wird aber nicht der Fall sein, weil es unzählige einzelne Gerichtsverfahren geben wird. Denn eigentlich muss für jedes Gebäude separat das Enteignungsverfahren angestossen werde, da ja teilweise unterschiedliche Wohnbaugesellschaften und der Enteignungsprozess im GG immer auf einen Einzelfall abzielt. Damit wird es unterschiedliche Laufzeiten geben,



    2. Die Gerichte werden wahrscheinlich auf verschiedenen Distanzen unterschiedliche Enteigungssummen festsetzen. die 13,5 Mrd könnten dann schnell mal 20 oder 30 werden! und wie sieht dann die Kostenbelastung für das Land Berlin aus?

    • Ruhrpott-ler

      @Thomas Zwarkat:

      Der Enteignungsprozess den du beschreibst, bezieht sich auf Art.14, nicht Art.15.

  • Torben2018

    Warum nicht einfach das Geld in Neubau investieren? Die Übernahme ist extrem riskant, und schaftt KEINEN neuen Wohnraum, sondern nur höheren Verwaltungsaufwand. In einer Stadt, die hinreichend bewiesen hat, dass sie genau das nicht kann.

  • Torben2018

    Die Studie ist naiv, und geht davon aus, dass sich der Kaufpreis beim vorgeschlagenen Modell lediglich am Ertrag der Wohnungen orientiert und den Preis von Grund und Gebäude vernachlässigt. Das wird gerichtlich keinen Bestand haben. Sie geht auch vom Ertrag heute aus, und vernachlässigt die alleine durch Inflation erwartbaren Steigerungen. Zudem geht sie von einer Eigenkapitalquote von 30 % aus, die letztlich über den Länderfinanzausgleich finanziert würden. Die Geberländer könnten das ihrer Bevölkerung nicht vermitteln. Die Studie wurde mit Zinsannahmen gemacht, die heute schon überfällig sind, und hat einem viel zu niedrigen Sanierungsbedarf angenommen. Und sie spielt bei der vorgeschlagenen Variante 2 mit hohem Risiko, dass die Kosten eben doch (realistischerweise) als Staatskosten angesehen werden müssen.



    Das ist ein Gefälligkeitsgutachten, bei dem Berlin alle Risiken vernachlässigen würden. Wenn die Finanzierung doch erheblich teurer wird, müsste Berlin an anderer Stelle massiv sparen, vermutlich dann im Forschungshaushalt, bei Museen, Nahverkehr und Familienförderung. Ist aber der Linken egal, müsste dann ja eine Nachfolgeregierung erklären.

    • maria2

      @Torben2018:

      Woher weißt du das mit dem "Gefälligkeitsgutachten"? Die Hans - Böckler- Stiftung ist eine Stiftung des DGB mit unterschiedlichen eigenen Forschungsabteilungen. Warum sollte die der Partei Die Linke einen Gefallen tun? Und wozu? Bislang ist die Hans-Böckler- Stiftung nicht durch unlauteres Jonglieren mit Zahlen aufgefallen. Bist du auch Wissenschaftler auf dem Gebiet? Hast du das Gutachten denn überhaupt gelesen?

  • Ulli Gnauck

    In Berlin gibt es laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 1,25 Millionen Single- Haushalte, in dieser Summe dürften etliche Paare mit getrennten Wohnungen enhalten sein.



    Ein Zusammenzug würde den Wohnungsmarkt schon etwas harmonisieren.

    • rero

      @Ulli Gnauck:

      Dann wollen Sie die Paare zum Zusammenziehen zwingen?

      Haben wir schon eine Diktatur?

      Wenn nicht, dürfte es dafür keine Rechtsgrundlage geben.

  • Bürger L.

    Ich würde dafür plädieren, dass der schon 5 Jahre zurückliegende Volksentscheid, bei dem 57,6 % der Berliner*innen für und 39,8% gegen eine Vergesellschaftung bzw. Enteignung gestimmt haben, unter Berücksichtigung aller aktuellen Rahmenbedingungen wiederholt wird.



    Das würde allen drei möglichen Koalitionären Zeit verschaffen und die Verhandlungen erleichtern.



    Vorausgesetzt die drei vereinbaren, das Ergebnis - wie immer es ausfallen mag - dann wirklich zeitnah umzusetzen, könnte eine eventuelle Vergesellschaftung auf einer stabileren Grundlage erfolgen

    • Karla Columna

      @Bürger L.:

      Wenn dieser Volksentscheid wiederholt wird, dann wird als Nächstes der Volksentscheid über das Tempelhofer Feld wiederholt. Beide Entscheide würden diesmal vermutlich anders ausfallen. Beim Tempelhofer Feld wird den Leuten weißgemacht, man könne dort billig bauen. Bei der Vergesellschaftung wird ignoriert, dass sich - unabhängig von der ökonomischen Fragwürdigkeit - jahrelange juristische Auseinandersetzungen ergeben werden, die eher lähmend wirken dürfen. Fragwürdig ist auch, ob es Sinn macht, Volksentscheide so oft zu wiederholen, bis das Ergebnis der eigenen Agenda passt.

      • Machiavelli

        @Karla Columna:

        Baut man Hochhäuser mit grün drumherum kann man genügend Wohnungen bauen den wohnungsmarkt auf Jahre zu entspannen außerdem kann man die Berliner daran gewöhnen das die Zukunft hier statt von skylines geprägt wird wie new York, Berlin Tokyo etc.

  • ImNetz

    Kein Wunder, dass man zu dem Schluss kommt, dass die Finanzierung der Vergesellschaftung bezahlbar ist, wenn die Grundlage der Berechnung ist, dass die Entschädigungszahlung in Höhe von 13,5 Milliarden Euro durch die Bezahlbarkeit der Mieten limitiert wurde? Der Marktwert beträgt rund 40 Milliarden, da wird das Land Berlin vor Gericht gut argumentieren müssen, dass es nicht einfach billig an Wohnungen kommen will.

  • Mustardmaster

    Und demnächst kommt dann eine "Studie" von der Konrad-Adenauer-Stiftung, die genauso plausibel darlegt , warum die "Enteignung" nicht wie gedacht finanziert werden kann. Vier Fachleute, fünf Meinungen!



    Die ganzen Rechenspielchen und Haushaltstopfverschiebungen ändern nichts an der Tatsache das man Geld nur einmal ausgeben kann, kein dringend benötigter neuer Wohnraum geschaffen wird und die Mieten auf dem Gesamtmarkt auch erst Jahre später sinken würden, wenn überhaupt.

  • test_name

    Kann es funktionieren? Keiner weiß es. Anzeige Immo-Scout:

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    3.590.000 €1.705 m²65 Zi.

    Rund 2000€/m2. Wenn man sich das Geld dafür bei der Bank leihen muss: 6%Annuität => 10€/m² Miete, nur für die Finanzierung. Das kann funktionieren wenn man es wirtschaftlich verwaltet und Nichtbezahler schnell los wird. Mit Verwaltung durch Berliner Beamte - eher nicht.







    Man müsste ja nicht gleich 200.000WEs enteignen. 20.000WEs wären doch auch eine Hausnummer. Erfahrung damit sammeln und diese Erfahrungen auswerten. Wenn es sich finanziell wirklich tragen sollte könnte man aufgrund der guten Erfahrungen mit viel besseren Argumenten an den Rest rangehen.







    Wenn es ein Zuschuss-Geschäft wird sollte man es lassen.

    • Aurego

      @test_name:

      Der von Ihnen genannte Preis aus Immoscout ist natürlich ein Angebotspreis, der beim Verkauf großer Bestände einen deutlichen Abschlag erfahren würde.



      Ebenso zahlt das Land Berlin auf eigene Anleihen z. Zt. nur 3,8% Zinsen und könnte, da es keine Privatperson ist, eine Annuität von unter 5% erreichen.

      • test_name

        @Aurego:

        "Verkauf großer Bestände" - richtig, da gibt es Rabatt wenn der Verkäufer verkaufen will und zum regulären Preis keinen Käufer findet.







        Bei der Vergesellschaftung werden die Betroffenen aber kaum Rabatt auf den regulären Preis einräumen wollen.

        • Aurego

          @test_name:

          Bei Vergesellschaftungen werden die Betroffenen nicht gefragt werden.

          • FriedrichHecker

            @Aurego:

            Die Rechtssprechung hierzulande ist in der Vergangenheit davon ausgegangen, dass es keinen Rabatt gibt, wenn die Betroffenen nicht gefragt werden...

            • Aurego

              @FriedrichHecker:

              Wenn der Immobilienwert nach dem Ertragswertverfahren statt nach dem Vergleichswertverfahren bestimmt wird, ziehen die Immobiliengesellschaften ohnehin den Kürzeren.

  • Machiavelli

    Nimmt man hingegen eine realistische entschädigungssumme an: Verkehrswert+Folgeschäden sind die Zinsen deutlich höher und auch die Tilgung kostet, plus Verwaltung, notwendige Modernisierungen (da kommen in den nächsten Jahrzehnten riesige summen dann auf berlin zu) werden die Wohnungen dann zu einem sehr erschwinglichen Preis von 20€+/m² vermietet.

    • Aurego

      @Machiavelli:

      Verwaltung und Modernisierung wird auch in privaten WEGs aktuell über Instandhaltungsrücklagen und Verwaltergebühren finanziert. Die Nettomietrendite dürfte bei großen Wohnungsbeständen mit ca. 4%-5% anzusetzen sein. Auf eigene Anleihen zahlt das Bundesland Berlin aktuell ca. 3,8%. Die bei Privatkäufen üblichen Kaufnebenkosten entfallen weitgehend.

      • Machiavelli

        @Aurego:

        Weil Berlin ja so effizient in der Verwaltung ist....

        • Aurego

          @Machiavelli:

          Es gibt in Berlin landeseigene Wohnbaugesellschaften, die das beherrschen sollten.

          • FriedrichHecker

            @Aurego:

            Sollten sie nur oder tun sie auch?

            Selbst hier in der taz waren schon Äußerungen seitens Mieterverbänden zu lesen, die eher nach ersterem als nach letzterem klingen...

            • Aurego

              @FriedrichHecker:

              Schlechter, als es jetzt ist, wird's mit den Berliner Wohnbaugesellschaften für die Mieter wohl nicht werden.

  • Michael Andreas

    Nennt das doch beim echten Namen. Vergesellschaftung klingt vielleicht herzerwärmend, tatsächlich wäre es nur ein schnöder Zwangsverkauf an das Land Berlin.

    • Aurego

      @Michael Andreas:

      So what! Ich hoffe, dass, falls es dazu kommt, die betroffenen Untrrnehmen größere Bestände auf dem freien Markt anbieten. Dann haben wir vielleicht auch etwas davon (wenn wir gerade Wohnungen kaufen wollen).

  • Dirk Osygus

    Ob eine Vergesellschaftung fianzierbar ist oder nicht, wird kein Ökonom und auch keine Landesregierung festlegen, sondern alleine das Bundesverfassungsgericht.



    Die Richter werden in den nächsten Jahren schön beschäftigt sein, denn jede Partei wird klagen. Seien es die jetzigen Wohnungseigentümer oder die Bundesregierung oder eine von der Linkspartei angeführte Regierung in Berlin.

    • Aurego

      @Dirk Osygus:

      Gerichte äußern sich i. d. R. nur zur Frage, ob etwas gesetzeskonform, nicht, ob es finanzierbar ist.

    • (Ver-) Zweifelnder

      @Dirk Osygus:

      Über die Finanzierbarkeit wird kein Gericht befinden, sondern einzig über die Rechtmäßigkeit einer Vergesellschaftung und gegebenenfalls über die Höhe der Entschädigungszahlungen.

      Die Finanzierung derselben interessiert das Gericht in keiner Weise.

    • Machiavelli

      @Dirk Osygus:

      Vermutlich sogar EU Gerichte.

  • Wortspur

    Naja, wenn man weiß, wem die Stiftung nahe steht.

  • MK

    13,5 Milliarden € macht bei 200.000 Wohnungen gerade mal 67.500 € pro Wohnung. Die Deutsche Wohnen wird die Entschädigung höchstrichterlich überprüfen lassen. Was macht Berlin wenn das Gericht weiterhin extrem niedrige 200.000 pro Wohnung festsetzt. Dann darf Berlin 26,5 Mrd. € nachschießen bzw. die Tilgung kostet dann linear hochgerechnet 1,02 Mrd. € pro Jahr bei Mieterträgen von 0,54 Mrd. € pro Jahr.



    Ein derartig finanzielles Risiko, für eine überschaubare Anzahl an Wohnungen, halte ich unverantwortlich gegenüber der Berliner Bevölkerung.



    Wenn man es wirklich durchziehen will, sollte man die erst mal in einem überschaubaren Rahmen gerichtlich klären lassen. Jemand, der noch nie auf einem Berg war, versucht, den Mount Everest zu bezwingen. Absolute Irrsinn. Man sollte erst mal einen kleineren Immobilienbestand Vergesellschaften.

    • Aurego

      @MK:

      Vonovia selbst bewertet seinen Berliner Wohnungsbestand angeblich mit 23,24 Mrd. Euro.

    • whereischesgmt

      @MK:

      Absolut richtig - man kann ja klein anfangen und mind. zur Kostenmiete vermieten! Dann hat man mehr oder weniger bewiesen, dass das belastbar ist - die Zahlen in dem Bericht sind es nicht.

    • Machiavelli

      @MK:

      Werden halt die Mieten verdoppelt, außer natürlich für genossen.

      • MK

        @Machiavelli:

        Und wenn man das nicht möchte: aus den Mieten kann man pro Wohnung 106.000 € finanzieren.



        Der Arbeitsauftrag an die Politik und die Berliner Wohnungsgesellschaften ist es, die Baukosten für neue Wohnungen derartig zu senken, dass dieses Preisniveau womöglich ist.

  • Frauke Z

    Immerhin wird überhaupt einmal über die Finanzierung der Entschädigungen geschrieben.



    Die kurzfristige Wirkung soll also sein: Berlin macht 10 Milliarden neue Schulden, um sie an Immobilienkonzerne auszuzahlen. (Wir erleben übrigens Schuldzinsen auf einem Niveau wie seit 20 Jahren nicht mehr.)



    Bei einem so großen Unterfangen sollte man intensiv über die Risiken nachdenken. Natürlich wird es viele Klagen geben, und die Prozesse werden sich hinziehen. Aus 13,5 Mrd. Entschädigungen können leicht 30 oder 50 werden, zumal Immobilienpreise ja auch steigen. Darüber werden Gerichte entscheiden - mit offenem Ausgang.



    Eine andere offensichtliche Klagerichtung ist die Frage, welche Wohnungen nach welchen Kriterien enteignet werden. Hier kann es schnell z.B. zu Gleichbehandlungsthemen kommen, die bei einem schwerwiegenden Grundrechtseingriff wie Enteignung sehr präzise untersucht werden.



    ... und wenn sich keines dieser Risiken materialisieren sollte, sagt das noch nichts darüber, ob es wirklich eine gute Idee ist.

    • behr Behr

      @Frauke Z:

      Die Ökonomen können sich natürlich alles „schön“ rechnen, dabei haben sie hier mit einem extrem niedrigen Ausgangswert / Entschädigung kalkuliert, dazu wurde der Zinssatz, natürlich auch wichtig, im Artikel nicht genannt.



      Wäre der Ausgangswert realistisch, wären die Konzerne pleite.

  • Tze Lu-

    Wieso belastet das Eigenkapital nicht den Landeshaushalt, auch wenn als Beteiligung nicht die Schuldenbremse belastet wird, müssen diese 4,5 Mrd wohl irgendwo herkommen. Die Zinsen werden dann aus der Beteiligung der Wohnungsbaugesellschaften finanziert und nicht aus dem Landeshaushalt?

    Gerechnet wir die Verzinsung der 9,5 Mrd der Wohnungsbaugesellschaften mit ca 3,6 % inkl. Tilgung. Sicher das die jetzt schon hochverschuldeten Wohnungsbaugesellschaften diesen Zinssatz bekommen?

    Wie kommt die Stiftung eigentlich auf einen Reinertrag (also nach Steuern, Gehältern, Instandhaltung etc) von 543 Mio?

    Immerhin plant die Studie nicht mit der AöR, wie die in 18 Monaten entstehen soll (Berlin!!!) erschließt sich mir nicht.

    Eigentlich gerade nicht wichtig, die Entscheidung fällt ja nicht mehr in dieser Legislaturperiode.

    • Frauke Z

      @Tze Lu-:

      "Wieso belastet das Eigenkapital nicht den Landeshaushalt"

      Die Gesellschaften bekommen die enteigneten Wohnungen als Sacheinlage. Das könnte eine private Firma im Prinzip genauso machen. Dieser Punkt scheint einigermaßen realistisch zu sein, wenn man von den Details absieht (Welche Eigenkapitalanforderungen bestehen? Wie geht man vor, wenn sich die Enteignungsverfahren hinziehen?).

  • Andi S

    OMG, die Hoffnung auf 13,5 Mrd. EUR Entschädigung ist ja schon beängstigend.

    Ich würde mal eher die Summe verdoppeln und damit wäre man immer noch deutlich unter dem Verkehrswert.

    Und wenn es dann mal geschafft ist, wird kein institutioneller Investor mehr bauen.

    Ein Fiebertraum des urbanen Sozialismuses…

    • Aurego

      @Andi S:

      Dann erzählen Sie bitte mal etwas über den Verkehrswert dieser Immobilien! Würde mich brennend interessieren. Vonovia selbst spricht von 23,24 Milliarden Euro. Das Land Berlin könnte es über eigene Anleihen finanzieren und die Rendite mit den Mieteinnahmen bezahlen. Aktuell zahlt Berlin 3,8% auf seine Anleihen.

      • Andi S

        @Aurego:

        So, ich habe mal recherchiert. Verkehrswert wird irgendwo zwischen 35-37 Mrd. Euro angesetzt. Bei 30 Mrd. Euro Entschädigung inkl. Enteigungnungsaufwendungen, 3,5 % Zinsen, 1,5% Zinsen, 1% Instandhaltung und 50 Euro für Verwaltung, Mietausfall und sonstige Kosten, macht das bei 240 Tsd. Wohneinheiten ca. 680 Euro Kaltmiete. Scheinbar liegt die aktuelle Durchschnittsbestandskaltmiete darunter.

        Ich lach mich krumm: Das ganze Vergesellschaften fliegt nur, wenn anderen was weggenommen wird 🤣

        • Aurego

          @Andi S:

          Die Tilgung, die ein Bundesland vereinbaren kann, liegt sicherlich unter 1%.

  • Šarru-kīnu

    Gibt ja nun durchaus auch Berechnungen die eher so vom doppelten bis dreifachen bei der Entschädigung ausgehen. Verkehrswert der Wohnungen sind derzeit etwa 36 Milliarden €. Ob hier wirklich zu 1/3 des Marktwerts enteignet werden kann, wird sicher eine hitzige Diskussion unter Verfassungsrechtlern ergeben. Entscheiden wird das sowieso am Ende ein Gericht nach jahrelangen Prozessen. Bis dahin passiert gar nichts und nicht eine Miete wird auch nur um einen € sinken. Vielleicht rechnen wir zur Sicherheit auch mal ein worst case scenario durch just in case?

    • Strolch

      @Šarru-kīnu:

      Nix hitzig. Die werden sich schnell einig sein, dass der Verkehrswert anzusetzen ist. Über den Zuschlag zum Verkehrswert wird dann diskutiert werden.

  • Landus

    Ich verstehe nicht, warum man nicht einfach eine wirkliche Enteignung durchführt. Ohne diesen Entschädigungsquatsch.

    • Machiavelli

      @Landus:

      Weil das Grundgesetz das nicht erlaubt und das die deutsche Wirtschaft ruinieren würde und dann würden die Menschen in Berlin zwar günstig wohnen aber ohne Gehalt und Sozialhilfe würden sie sich die Miete trotzdem nicht leisten können.

    • (Ver-) Zweifelnder

      @Landus:

      Weil dazu das Grundgesetz über Bord geworfen werden müsste.

      Lesetipp: GG Art. 14

    • Mopsfidel

      @Landus:

      Wie ist das zu verstehen?



      Klingt stark nach Enteignung "mit Fäusten" - ohne jeglichen rechtlichen Rahmen. Wir leben in einem Rechtsstaat und dessen Gesetze stehen über allem.

  • Bolzkopf

    Natürlich ist Vergesellschaftung finanzierbar.



    Und noch nie konnte man so deutlich sehen dass gewisse schwarze Parteien sich mit Zähnen und Klauen dagegen stellen - zu unser aller Schaden.

    Und es gibt noch einen wichtigen Punkt:



    An vielen der im Fadenkreuz stehenden Wohnungsbaugesellschaften sind US-Finanzinvestoren beteiligt.



    Und wenn die auf Onkel Donalds Schoß etwas rumrutschen ... oOo ...

    • FriedrichHecker

      @Bolzkopf:

      An vielen der im Fadenkreuz stehenden Gesellschaften sind nicht nur amerikanische Finanzinvestoren beteiligt, sondern auch europäische Rentenversicherungen (beispielsweise aus den Niederlanden oder Skandinavien). Wenn denen plötzlich Geld fehlt, braucht es keinen Onkel Donald für schlechte Laune in Berlin...

    • Leo Onlin

      @Bolzkopf:

      Wer heute enteignet bzw. zu einem Preis unter Wert Immobilien übernimmt, der streicht morgen auch Rentenansprüche oder übernimmt Bankvermögen oder erhebt Zwangsabgaben für jeden Grundbesitz. Nur wer wirklich mittellos ist, hat vielleicht kurzzeitig was davon. Alle anderen haben mehr zu verlieren als sie an billiger Miete gewinnen könnten.

      Irgendwie hat sich Berlin noch nicht von den ultra-niedrigen Mieten der 2010er Jahre entwöhnt.

  • Gast100100

    Was passiert mit der eingetragenen Grundschuld? Ist der in der Studie ausgerechnete Verkehrswert identisch mit den Daten der Finanzbehörden - in Ballungszentrenten dürften die Bewertungen der Finanzämter durch die Grundsteuerreform erheblich gestiegen sein? Wie hoch sind die Kosten für die Sanierungen, wenn Deutschland gemäß UN-Auftritt in dieser Woche bis 2045 klimaneutral sein soll?

    • Aurego

      @Gast100100:

      Die Grundschulden werden gelöscht wie bei jedem normalen Immobilienkauf. Das ist nicht das Problem.



      In Berlin hat sich - wenigstens an meinen Grundsteuerzahlungen - kaum etwas geändert und wie die Finanzämter die Immobilien bewerten, ist bei einer Übernahme durch das Bundesland Berlin - ob durch Vergesellschaftung oder normalen Kauf - vollkommen egal. Berlin würde die Steuern ja an sich selbst zahlen.



      Die Sanierungen müssten irgendwie bezahlt werden, aber durch die Wohnungen werden ja auch Einnahmen generiert, die wahrscheinlich nicht vollständig zur Finanzierung verwendet werden müssen.

  • Il_Leopardo

    Bin gespannt, ob sich Mehrheiten für eine Vergesellschaftung oder gar Enteignung überhaupt finden werden. Ich denke eher nein. Letzten Endes würde eine positive Entscheidung Tür und Tor für die Vergesellschaftung noch ganz anderer Wirtschaftszweige führen, die in unserer kapitalistischen Wirtschaftsordnung niemand will (schlechte Erfahrungen in bestimmten anderen Ländern!!!).

    • uwe

      @Il_Leopardo:

      "(schlechte Erfahrungen in bestimmten anderen Ländern!!!)."

      Wieso in bestimmten anderen?



      Schon vergessen?



      In diesem unserem eigenen, östlicher Landesteil, vor 1989.

  • Herma Huhn

    Muss denn die Enteignung an einem Stück passieren? Würde es nicht reichen, das Vorkaufsrecht so zu nutzen, dass die Spekulation mit Immobilien keinen Sinn mehr ergibt und auch Firmenübernahmen nur noch möglich sind, wenn die Immobilienbestände daraus gelöst werden? Dann könnte Berlin die Wohnungen nach und nach kaufen ohne das Schreckgespenst Enteignung wahr werden zu lassen. Und die übermäßigen Mieterhöhungen nach jedem Verkauf würden automatisch wegfallen.



    Aber vermutlich gibt es da irgendeine Angel im Kleingedruckten, die genau das verhindert.

    • Aurego

      @Herma Huhn:

      Das über eine Regelung mit Vorkaufsrecht bewerkstelligen zu wollen, würde zu teuer und zu lange dauern.

    • Strolch

      @Herma Huhn:

      Weil das viel zu teuer wäre. Die in dem Gutachten angegebe Entschädigung ist weit unter Verkehrswert.

      • Herma Huhn

        @Strolch:

        Zugegeben, wenn der Staat diese Möglichkeit erst zieht, nachdem die Gebäude schon 5mal veräußert wurden, dann steigt der Verkehrswert ins unermessliche.



        Würde der Staat diese Möglichkeit aber regelmäßiger in Anspruch nehmen, könnte er die Preisspirale damit bremsen, bevor sie richtig anläuft. aber Captain Hindsight war noch nie sympatisch.



        Da allerdings beim Vorkaufsrecht das sonst geltende System der freien Preis-Vereinbarung ohnehin ausgehebelt wird, sollte der Kauf zu Enteignungspreisen durchaus im Bereich des Möglichen liegen. (Entsprechende Gesetzesanpassungen sollten nicht schwieriger sein, als die Enteignung selbst.)

    • Machiavelli

      @Herma Huhn:

      Die Wähler wollen halt jetzt günstig wohnen, Folgeschäden der eigenen Entscheidung interessieren nicht. FDP Attitüde für Arme.

    • Bolzkopf

      @Herma Huhn:

      Ich denke mal die "Angel" steht nicht im Kleingedruckten sondern wurde von den Lobbiisten passgenau in den Gesetzestexten und -kommentaren versteckt.

      Denn eins ist klar: In Deutschland weiß niemand (besonders nicht das Volk) wer hier die Gesetze macht.



      Bekannt ist nur, wer über die Gesetze abstimmt und sie verabschiedet.



      Wer den Inhalt ausgebrütet hat weiß niemand.