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28.09.2026 , 13:28 Uhr
"Kein soziales Problem ist so dringend wie das der nicht mehr bezahlbaren Wohnungen. Mietendeckel sind eine Teillösung".
Ich glaube man muss das Problem eher mal aufdröseln. Es gibt genau genommen 2 Probleme die in einem Zielkonflikt stehen. Man könnte es ein Insider-Outsider Problem oder auch ein Gegenwarts-Zukunfts-Problem nennen.
Einerseits haben wir den aktuellen städt. Bestand an Menschen und Immobilien. Hierfür sind Mietendeckel und Enteignung/Vergesellschaftung probate Mittel. Allerdings haben sie ihren Preis. Damit verändert man die Kalkulation der Vermieter. Und zwar unabhängig davon ob es kommunale Akteure sind oder private Investoren. Die Folgen sind verschleppte Renovierungen und ein verknapptes Angebot an Mietimmobilien. Es wirkt im Grunde wie ein Importzoll für die Stadt. Das trifft vor allem zukünftige Generationen an jungen Studenten und Angestellten sowie junge Familien. Die Subventionierung durch die Gesamtheit aller Steuerzahler gerät immer mehr in Schieflage. Die Landbevölkerung subventioniert die Städte nicht nur durch Teile ihres Einkommens sondern eben auch Menschen. Die Ergebnisse sehen wir in Wahlen.
zum Beitrag27.09.2026 , 21:36 Uhr
Warum geht eigentlich niemand für den Gebäudetyp E (darauf warten wir schon Jahre) oder eine Berliner Skyline auf die Straße? Was dort fabriziert wird ist eine insider-outsider Politik. Man rührt Beton für die jetzigen Berliner an. Wer morgen dort studieren oder arbeiten will wird sein blaues Wunder erleben. Nachhaltig ist daran gar nichts. Wenn man schon staatlich ansetzen will, dann doch bitte beim Baugrund.
zum Beitrag27.09.2026 , 21:20 Uhr
1. Die durchsch. Kaltmiete in diesen Vonovia Wohnungen beträgt (günstige) 8,3€ pro m2. Ob die Mieter in diesen Wohnungen Wohngeld erhalten wissen wir nicht. 2. Die Logik verändert das überhaupt nicht, sondern die Kalkulation. Für Risiken werden Aufschläge erhoben. Das funktioniert wie eine Zinserhöhung. D.h. Baufinanzierungen werden teurer, renditeorientierte Investoren meiden den Markt (Mietwohnungen werden in Wohneingentum überführt). Das verknappt insgesamt den Mietmarkt. Folge: die Mieten am freien Markt werden explodieren während die Immobilienpreise sinken. 3. Die Norges Bank Investment ist der norwegische Staatsfonds. Man würde hier also das Vermögen der norwegischen Bürger vergesellschaften, ca. 2 Mrd. €. Das dürfte auch diplomatisch ein Rückspiel haben. Da Norwegen nicht in der EU ist könnten sie sich das Geld auch durch einen Aufschlag beim Gas oder Öl zurückholen. Die Berliner Linke boxt hier weit über ihrer Gewichtsklasse.
zum Beitrag27.09.2026 , 20:59 Uhr
Das Einzige was Wien und Singapur zeigen ist dass man strategisch vorausschauend handeln muss. Wien hat die Grundlagen vor über 100 Jahren gelegt. Andere Städte in Österreich haben das nicht getan und funktionieren genauso wie deutsche Städte. In Berlin geschieht das Gegenteil. Die gleiche Partei die diese Wohnungen vor 20 Jahren verkauft hat will sie jetzt zurück, mit Rabatt. Die Kosten dafür soll aber nicht der Steuerzahler tragen, wie in Wien oder Singapur, sondern eine Minderheit. Das sind bspw. die norwegischen Bürger die mit rund 2 Mrd. € des Staatsfonds bei Vonovia investiert sind.
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