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29.10.2026 , 22:18 Uhr
Entschuldigung: "Sellers' inflation"
Hier ihre Publikation:
www.boeckler.de/da...3_10_21_wasner.pdf
zum Beitrag29.10.2026 , 22:07 Uhr
Frau Weber beschreibt hier aber die "Sellers Inflation". Externe Preishocks werden von Unternehmen zum Anlass genommen, die Preise weiter zu erhöhen und damit eine Inflation auszulösen.
Frau Weber ist Wissenschaftlerin. Diese Untersuchung wurde in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht.
zum Beitrag28.10.2026 , 11:49 Uhr
Ich würde hier nicht das Wort "investieren" benutzen. Investieren bedeutet Geldvermögen in Sachvermögen zu überführen, um die Produktion zu erhöhen.
Ich würde es "Umbuchung" nennen. Sie können mir, glaube ich, niemals ausrechnen, wieviel ihr Sparen die Produktion erhöht, zumal die Produktion sehr viel weniger wächst als die Renditen.
Ich denke, sie werden damit die Staatsverschuldung in die höhe treiben. Sie Sparen (konsumieren weniger als das was produziert wird) und die daraus entstehende Nachfragelücke muss jemand schließen, sonst sinkt die Produktion. Das wird dann wohl der Staat sein müssen.
zum Beitrag27.10.2026 , 13:02 Uhr
Merkel war wirtschaftpolitisch nicht links (oder keynesianisch), sie war neoklassisch oder auch neoliberal. Das waren auch ihre Berater und auch die SPD. Was hat sie immer gesagt: erst muss Geld verdient werden, bevor es verteilt werden kann.
Dieser Satz ist so wenig Keynes.
zum Beitrag25.10.2026 , 00:26 Uhr
Wenn Frankreich 20% seines BIPs für Renten etc ausgibt, dann ist das Geld nicht verschwunden, sondern es wird wieder in das System zurückgegeben. Hiervon profitieren Einzelhändler, das Gesundheitssystem etc und das BIP steigt.
Für alles Geld was eingenommen wird, muss jemand anders Geld ausgeben. Wenn jemand Geld spart (weniger konsumiert als alles was produziert wird) muss jemand anders sich verschulden und mehr konsumieren, sonst verringert sich das BIP.
Die Geldmenge ist immer gleich der Schuldenmenge oder das Nettogeldvermögen auf der ganzen Welt (Geldmenge minus Schulden) ist genau Null.
Wenn sich der französische Staat verschuldet, dann liegt es daran, dass der Privatsektor spart und dass Frankreich einen Exportdefizit hat.
Deutschland hat einen Exportüberschuss, somit verschuldet sich das Ausland gegenüber Deutschland. Wenn der Privatsektor spart, braucht sich in Deutschland der Staat nicht zu verschulden, weil dieses das Ausland macht.
Wenn Frankreich einen Exportüberschuss gegenüber Deutschland hätte, dann müsste sich der deutsche Staat verschulden, oder das deutsche BIP würde sinken.
Schauen sie sich sektoriale Salden oder Finanzierungssalden an.
zum Beitrag24.10.2026 , 17:51 Uhr
Isabella Weber, Professorin für Ökonomie in Massachusetts, Frank Werneke, Vorsitzender von Verdi, Carsten Burckhardt, Bundesvorsitzender der IG BAU, Klaus Dörre, Gastprofessor an der Universität Kassel, Marlene Engelhorn, Mitgründerin von Taxmenow, die Philosophin Eva von Redecker, die Professorin für Rechtswissenschaften Isabel Feichtner, die Soziologieprofessorinnen Silke van Dyk und Nicole Mayer-Ahuja sowie der Sozialexperte Ulrich Schneider haben unterschrieben.
zum Beitrag24.10.2026 , 17:44 Uhr
Isabella Weber ist zumindest Ökonomin.
zum Beitrag22.10.2026 , 22:25 Uhr
Ich denke sie haben das richtig verstanden. Schön einen solchen Kommentar in der taz zu lesen.
Meiner Meinung nach müssen wir unser Wirtschaftssystem radikal reformieren, sonst wird es bitterbös enden, und dafür müssen wir die beste Strategie wählen.
In einigen Jahren wird es sicherlich zu spät sein. Wenn das Vermögen schneller wächst als das Einkommen (Thomas Picketty) und das Vermögen sehr viel ungleicher verteilt ist als das Einkommen und das Wachstum auch noch exponentiell ist, werden sich riesige Machtstrukturen aufbauen, die wir bald nicht mehr brechen können.
zum Beitrag11.10.2026 , 13:50 Uhr
Was war falsch am Gaspreisdeckel?
zum Beitrag11.10.2026 , 13:45 Uhr
Die BRD hat kaum noch Wirtschaftswachstum und wir haben einen komplett aufgeblasenen Kapitalmarkt. Das einzig bisschen Wachstum, dass wir haben, kommt durch staatliche Ausgaben.
zum Beitrag11.10.2026 , 13:34 Uhr
Ich denke, zu Merkels Zeiten hatte die BRD einen sehr hohen Exportüberschuss ("Exportweltmeister") und hierdurch ein relativ hohes Wirtschaftswachstum. Das wurde als Erfolg verkauft.
Es könnte sein, dass Menschen, die damals im Niedriglohnsektor gearbeitet haben, einfach nicht zur Wahl gegangen sind oder sie haben die Erklärung übernommen, dass sie selbst an ihrer Situation Schuld sind.
zum Beitrag28.09.2026 , 13:47 Uhr
Zur Zeit werden auch nicht genug Wohnungen gebaut, vielleicht auch weil Verknappung höhere Renditena erzeugt.
Müsste wir mal Spekulanten fragen: Wenige Wohnungen mit hohen Mieten oder viele mit geringeren, was ist günstiger?
zum Beitrag25.09.2026 , 17:09 Uhr
"Berlin Verschuldet sich noch mehr, aber man hat es Immobilien Konzerne gegeben. Ganz toll." Die landeseigenen Wohnungsunternehmen haben nach dem Ankauf der Wohnungen auf der Passiva Seite Schulden (vielleicht durch die Emmision von Anleihen, für die sie Zinsen zahlen), aber auf der Aktiva Seite Sachvermögen in Form von Immobilien für die sie Mieteneinkünfte erhalten. Somit ist die Bilanz ausgeglichen. Die Sachvermögen entsprechen der Verschuldung.
Ich bin keine Fachperson, aber nehmen wir mal an die zukünftigen Zinszahlungen sind geringer als die Dividende, die die jetzigen Eigentümer erhalten. Dann könnten die Mieten gesenkt werden und das doch wohl der Sinn der ganzen Aktion.
zum Beitrag15.08.2026 , 17:15 Uhr
Geld ist eine Schuldner-Gläubiger- Beziehung. Somit können sie "in Geld" nicht sparen. Die gesamte Geldmenge entspricht immer der gesamten Schuldenmenge.
Wenn sie in 20 Jahren in Rente gehen, können sie nur das konsumieren, was auch in 20 Jahren produziert wird. Das hat nichts damit zu tun, was sie heute gespart haben.
Wenn ihr Fonds 30% Rendite macht, dann haben andere Akteure Wertpapiere gekauft und damit die Nennwerte erhöht. Dieses Geld wurde aber dem Wirtschaftskreislauf entzogen (also gespart).
Unternehmen produzieren und zahlen Löhne, aber die Sparer:innen konsumieren dessen Produkte nicht, sondern bringen das Geld auf den Kapitalmarkt. Somit müssen andere die Produkte kaufen und sich verschulden oder die Produktion sinkt.
Genau das ist eine Schuldner-Gläubiger-Beziehung. Sie sparen und andere verschulden sich. Suchen sie im Internet oder vielleicht bei YouTube Begriffe wie "Finanzierungssalden" oder "sektoriale Salden". Dann werden sie mehr hierüber erfahren.
zum Beitrag15.06.2026 , 17:23 Uhr
Das BIP per capita hat sich seit 1918 verzehnfacht.
zum Beitrag15.06.2026 , 16:48 Uhr
Sie meinen, dass die Rentner:innen die Supermärkte leer kaufen, und für anderen nichts mehr da ist, weil zu wenig produziert wird.
Wie passt das dazu, dass die Auftragseingänge immer weiter zurück gehen.
www.relevante-oeko...er-sind-verrueckt/
Oder dass Unternehmen immer mehr Geld auf den Kapitamärkten anlegen anstatt zu investieren (sie Link weiter unten in der verlinkten Webseite).
zum Beitrag27.04.2026 , 16:38 Uhr
Das hat genau Thomas Piketty für über 10 Jahren geschrieben:
r ist größer als g
d.h. die Kapitalrenditen sind größer als das Wirtschaftswachstum oder das Vermögen wächst schneller als die Produktion.
Alles, was Sie als Rentner:in konsumieren wollen, muss leider erst einmal produziert werden.
Wenn das Vermögen wächst, aber nicht die Produktion (das Wirtschaftswachstum liegt z.Z. bei unter einem Prozent), gibt es höchstens eine Inflation, wenn Sie ihr Vermögen verwenden wollen, um davon zu leben.
Für Piketty ist dieses übrigens eine Systemkritik, die zu mehr Ungleichheit führt.
zum Beitrag24.03.2026 , 15:58 Uhr
Die Frage ist nur, wer leichter private Sponsoren findet: Initiativen, die finanzielle Interessen einer privilegierten Gruppe unterstützen oder Initiativen, die diese infrage stellen?
zum Beitrag20.03.2026 , 17:32 Uhr
Ich glaube die Ironie richtet sich gegen die "Eintagsfliege".
zum Beitrag19.03.2026 , 14:08 Uhr
Sehr guter Artikel von Herrn Höfgen. Nichts über Generationsgerechtigkeit (spätere Generationen müssen alles zurückzahlen) und wir bezahlen die Zinsen. Er versteht das Geld- und Zinssystem. Konservative/ Liberale können oder wollen es oftmals nicht verstehen.
zum Beitrag15.03.2026 , 12:18 Uhr
Höhere Löhne müssen nicht erwirtschaftet werden. Wenn die Löhne zu hoch sind, steigt die Inflation. Solange die Inflationsrate nicht steigt, kann das Lohnwachstum nicht zu hoch sein. Das gilt auch für die häufig erwähnten Lohnnebenkosten.
Es gibt eine Gleichung in der Volkswirtschaft, die besagt, dass die Lohnstückkosten (gesamte Lohnkosten geteilt durch die Produktivität) und der Arbeitgeberaufschlag die Preise bestimmen. Wachsen Löhne stärker als die Produktivität, kommt es zur Inflation.
Wenn es zu keinen Preischocks von außen kommt, hat normalerweise Deutschland eine sehr geringe Inflation. Die Löhne können nicht zu hoch liegen.
zum Beitrag12.03.2026 , 14:30 Uhr
"Nur was erwirtschaftet wurde, kann auch verteilt werden." Alles was produziert wird, muss konsumiert werden. Wenn Produkte/ Dienstleistungen nicht konsumiert werden, gibt es auch keinen Grund diese zu produzieren.
Dieses hat erst einmal nichts mit Verteilung zu tun. Wenn aufgrund der Verteilung der Einkommen der Gesamtkonsum steigt, nützt dieses der Volkswirtschaft. Es sei denn, die Volkswirtschaft arbeitet an ihrer Kapazitätsgrenze. Dieses ist bei 3 Millionen Arbeitslosen und leeren Auftragsbüchern kaum vorstellbar.
Die Einnahmen des Einen sind immer gleich den Ausgaben des Anderen und zwar zeitgleich. Nicht erst wird verdient und dann wird ausgegeben. Sowas gibt es nicht.
zum Beitrag08.02.2026 , 11:53 Uhr
Es geht hier um Finanzierungssalden, also reiner Buchhaltung. Sie sind die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben eines Sektors, also die Veränderung des Nettogeldvermögens, dass sich zu Null addiert. Es geht nicht darum, dass ein Sektor den anderen finanziert.
Durch das Sparen der privaten Haushalte wird der Volkswirtschaft Geld entzogen. Es wird mehr produziert als konsumiert. Unternehmen haben gar keinen Grund zu investieren, da die Nachfrage fällt. Sie fangen also selbst an, am Kapitalmarkt Geld anzulegen (also zu sparen). Dieses wird als "Finazialisierung" bezeichnet, was in Abbildung 11 meines links zu sehen ist.
Dieser Prozess führt, wenn keine andere Akteure auftreten, die bereit sind, sich zu verschulden, zu geringen oder negativen Wachstumsraten.
Und das ist genau das, was zur Zeit passiert.
zum Beitrag07.02.2026 , 16:04 Uhr
Nach der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist es logisch zwingend, dass einer Geldvermögensbildung, z.B. durch das Sparen am Kapitalmarkt, eine gleichgroße Geldverschuldung gegenüber stehen muss. Wenn die gesamte Volkswirtschaft in die vier Sektoren private Haushalte, Unternehmen, Staat und Ausland aufgeteilt wird, muß die Summe der Nettovermögensbildung gleich Null sein. Das Sparen des einen Sektors entspricht den Schulden das anderen.
Wenn private Haushalte sparen (z.B. auf dem Kapitalmarkt), dann muss sich ein anderer Sektor (Staat, Ausland oder Unternehmen) verschulden. Unternehmen sind in den letzten 20 Jahren zu Nettosparern geworden und das Ausland hat vielleicht keine Lust mehr sich gegenüber Deutschland weiter zu verschulden (d.h., mehr zu importieren als zu exportieren). So bleibt also nur noch der Staat, der sich dann verschulden muss.
D.h. die kapitalfinanzierte Rente wird wahrscheinlich die Staatsverschuldung in die Höhe treiben.
Siehe Finanzierungssalden: was-ist-geld.de/finanzierungssalden/
zum Beitrag04.02.2026 , 20:01 Uhr
"Wenn die Ü60jährigen nicht so lange arbeiten wollen, dann hätten sie mehr Kinder kriegen müssen...oder sie entscheiden sich dafür, nicht so lange zu leben..."
Oder sie hätten für ein hohes Wachstum der Produktion sorgen müssen, was die über 60 jährigen auch getan haben. Das BIP hat sich in ihrer Lebenszeit mehr als verdoppelt.
Wenn Sie ihn Rente gehen (meinetwegen 2040, das weiß ich natürlich nicht), dann können sie nur das konsumieren, was 2040 produziert wird. Dafür braucht es eine hohe Produktion.
Ob diese mit vielen Arbeitenden oder mit hoher Produktivität erreicht wird, ist zweitrangig.
zum Beitrag29.01.2026 , 17:45 Uhr
Jedes System basiert auf Konsum. Alles was produziert wird, muß auch konsumiert werden.
zum Beitrag26.01.2026 , 15:14 Uhr
Wir befinden uns in einer Konsumkrise. Wenn höhere Löhne bezahlt werden, steigt der Konsum, es wird mehr investiert und das BIP wächst.
Kein Unternehmen investiert wenn die Auftragsbücher Lehr sind.
Das ganze wird Keynesianismus genannt.
zum Beitrag30.12.2025 , 23:22 Uhr
Aber die privaten Haushalte (also wir) bekommen ja Zinsen, wenn sie sparen. Und der Staat (also wir) müssen Zinsen zahlen.
Zinsen sind ein Nullsimmenspiel.
zum Beitrag30.12.2025 , 23:07 Uhr
Ich glaube, das sehen Postkeynsianer anders: wenn private Haushalte sparen (z.B. in Rentenfonds) konsumieren sie weniger als das, was in der Volkswirtschaft produziert wird. Andere Sektoren müssen dieses dann ausgleichen, d.h. sich verschulden.
Dieses funktioniert entweder durch einen Exportüberschuss (hier verschuldet sich das Ausland), oder der Staat verschuldet sich oder die Industrie, indem sie investiert. Die deutsche Industrie gehört allerdings seit etwa 20 Jahren den Sparer:innen.
Somit bleibt, wenn das Ausland keine Lust hat sich weiter zu verschulden, nur noch der Staat. Somit fördern Rentenfonds die Staatsverschuldung.
Alles Gute, Matthias
Hier ein Video zu dem Thema: youtu.be/tb9yEGHmk...i=-VMCWrXu6ynYpepg
zum Beitrag19.10.2025 , 17:24 Uhr
Luxemburg, Schweden
zum Beitrag20.08.2025 , 23:22 Uhr
Das ganze wird MMT genannt (Modern Monetary Theory). Der Ökonom Maurice Höfgen von Surplus ist ein großer Befürworter dieser Theorie. Sie können bei ihm auch einen Onlinekurs hierüber besuchen. Sie müssen diese Theorie nicht mögen, aber es sollte doch erlaubt sein, über unterschiedliche Modelle nachzudenken.
Wie Earth & Fire richtig geschrieben hat, gibt es in dieser Theorie keine Inflation, solange die Kapazität der Wirtschaft nicht überschritten wird.
Ach ja, auch in dieser Theorie sind Schulden und Geldmenge immer gleich.
zum Beitrag