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Trumps Grönland-FantasienDas Ende von Europa

Eva Fischer

Kommentar von

Eva Fischer

Die Verteidigung der europäischen Länder funktioniert nicht ohne die USA. Das weiß Trump ganz genau. Putin aber auch.

Nato-Übung im vergangenen Jahr in Nuuk: Die komplette Schutz- und Abschreckungs-strategie des Militärbündnisses droht obsolet zu werden Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

R usslands Präsident Wladimir Putin dürfte seit dem Wochenende eine ziemlich gute Zeit haben. Nicht nur, dass US-Präsident Donald Trump völkerrechtswidrig Venezuela angegriffen, Präsident Nicolás Maduro entführt und damit deutlich gemacht hat: Internationales Recht gilt nicht mehr, wenn man eine militärische Großmacht ist. Sondern auch, weil er sich als Nächstes Grönland holen will – in etwa 20 Tagen. Damit ist Putins Ziel, dass Russland bis nach Lissabon reichen soll, in greifbare Nähe gerückt. Vermutlich wesentlich schneller, als er es sich in seinen Träumen ausgemalt hat.

Grönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist Teil Dänemarks, eines Nato-Mitglieds. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen warnte bereits, dass ein US-Angriff auf Grönland dem Ende des Verteidigungsbündnisses gleichkäme. Denn wenn der stärkste Alliierte einen kleineren, eindeutig unterlegenen Partner angreift, den es eigentlich schützen soll, dann ist die komplette Schutz- und Abschreckungsstrategie der Nato obsolet.

Nur: Ein Europa ohne Nato wird nicht überleben, die USA sind sein größter Verbündeter. Vor allem kleinen Staaten wie den baltischen Ländern oder jenen mit einer zerklüfteten Küste wie Norwegen ist es nur aufgrund des Nato-Schutzes möglich, auf Frieden zu vertrauen.

Die USA sind zudem für den nuklearen Schutz zuständig, da europäische Atomwaffen allein zur Abschreckung nicht ausreichen. Generell werden viele zentrale strategische Fähigkeiten und Waffensysteme fast ausschließlich von den US-Amerikanern eingebracht. Kurzum: Die Europäer sind komplett abhängig von den USA. Russland ist bislang nicht im Baltikum einmarschiert, weil die Abschreckung einer US-geführten Nato funktioniert.

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Die Forderungen, dass Europa auch ohne die USA verteidigungsfähig sein müsse, wurden bereits während Trumps erster Amtszeit laut. Mit seiner Wahl Ende 2016 begann Europa aufzurüsten. Die EU gründete 2017 Pesco (Kofferwort für Permanent Structured Cooperation, zu Deutsch: ständige strukturierte Zusammenarbeit), bei der die Mitgliedstaaten ihre Militärarbeit gemeinsam entwickeln und koordinieren. Pesco gilt als Startpunkt für eine spätere Verteidigungsunion und EU-Armee, um die Position gegenüber den USA zu stärken. Ausgerechnet Dänemark machte bei Pesco zunächst nicht mit. Es schloss sich erst nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine an.

Trotz dieser Bemühungen ist eine Verteidigungssouveränität der Europäer nach wie vor in weiter Ferne. Sollte Trump Ernst machen und Grönland angreifen, wäre dies das Ende von Europa – das Ende eines Lebens, wie wir es kennen.

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Eva Fischer
Chefin vom Dienst
Jahrgang 1989; seit Anfang 2025 bei der taz, derzeit als Nachrichtenchefin und Chefin vom Dienst bei taz.de. Vorherige Stationen: u.a. EU-Korrespondentin in Brüssel beim Handelsblatt, Redakteurin für Internationale Politik beim Tagesspiegel, Redakteurin bei der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Wirtschaftspsychologie-Studium mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie und dem Nebenfach Politikwissenschaft, Besuch der Holtzbrinck-Journalistenschule, gelernte Medienkauffrau Digital und Print beim Spiegel-Verlag.
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277 Kommentare

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  • Die Industrienationen reiten ein totes Pferd bis es unter ihnen zusammenbricht, für ihre dämlichen Überproduktionsdikaturen. Trump hat ja noch nicht einmal die Strukturen, um das Öl aus Venezuela abzuschleppen.

    • @aujau:

      Ein totes Pferd reiten - bis es zusammenbricht? Na ja....

  • Wenn man einen kurzen vergleichenden Blick auf das Verteidigungs-Budget und die militärische Ausrüstung der europäischen NATO-Staaten und Russlands wirft, wird einem schnell klar, dass Ihre Aussagen völlig an den Haaren herbei gezogen sind. Europa wäre freilich in der Lage, ausreichend Kapazitäten für einen Verteidigungsfall aufzufahren. Die Argumentation, dass die USA als Bündnispartner gebraucht werden, weil ohne sie die nukleare Abschreckung nicht mehr funktioniert, ist für eine linke Tageszeitung gelinde gesagt peinlich und entspricht genau jener Kriegslogik, die uns noch an den Rand des Abgrunds fährt. Um eine weltweite Katastrophe auszulösen, braucht man keine 2000 Sprengköpfe - ein einziger reicht.

    • @Neidhardt Nörgel:

      Bitte mal die multiplen einschlägigen Veröffentlichungen zum Thema lesen. Ja, DEU investiert jetzt (!) mehr. Das war’s aber auch schon.

    • @Neidhardt Nörgel:

      Der Blick auf nackte Budgetzahlen ist sicher bequem, aber analytisch wertlos. Geld auf dem Papier verteidigt kein Land. Russland produziert heute Waffen im Schichtbetrieb einer Kriegswirtschaft, während Europa noch über Lieferketten, Vergaberecht und Haushaltslinien diskutiert. Kaufkraftparitäten sind keine linke Erfindung, sondern Realität: Mit einem Euro militärischer Ausgaben lässt sich in Russland schlicht mehr Stahl, Munition und Menschenmaterial mobilisieren – und Verluste werden dort politisch einkalkuliert, nicht vermieden.

      Noch gravierender: Ohne die USA fehlt Europa nicht Moral, sondern Substanz. Keine flächendeckende strategische Aufklärung, keine globale Satelliten- und SIGINT-Architektur, keine belastbare Luftbetankung, kein strategischer Luft- und Seetransport, keine Logistik für einen langen Hochintensitätskrieg. Wer glaubt, man könne das „mal eben“ ersetzen, verwechselt Sonntagsreden mit Einsatzrealität.

      Und zur nuklearen Abschreckung: Ja, ein Sprengkopf kann die Welt ins Chaos stürzen. Abschrecken kann er nicht. Abschreckung lebt von glaubwürdiger Zweitschlagsfähigkeit, funktionierenden Kommando- und Kontrollstrukturen und globaler Reichweite.

    • @Neidhardt Nörgel:

      Das Geld wäre da, die Kosten aber auch enorm hoch, wenn mensch nicht die Grundlagen angeht. Und Putin-Russland zieht seine Untertanen massiv ab und aus - würde Europa das?

      Strukturell ist Europa bewusst nicht alleine kriegsfähig: Das war immer das Signal gegenüber den USA, dass es keinen dritten europäischen Krieg geben würde.

  • Es gibt drei Militärmächte:

    - Trump-USA



    - Putin-Russland



    - Xi-China

    Am Schlimmsten ist ohne Zweifel Putin. Dann kommt nach meiner persönlichen Einschätzung Trump. Danach Xi. Von den großen Dreien der, der sein Land am besten regiert und die zivilisiertesten Manieren hat. Kein Demokrat aber im Gegensatz zu den beiden anderen auch kein Verbrecher.

    Mag Trump sich Grönland mit Gewalt holen - niemand kann ihn hindern. Allerdings als Verbündeter wäre Xi dann wohl besser.

    China hat Milliarden Dollar. Wenn es die auf den Markt wirft - einfach an Entwicklungsländer verschenkt - Ade Trump. Handelsembargo China./.USA - Ade Trump.

    Es gibt eine Macht, die Trump stoppen kann.

    • @A. Müllermilch:

      "Kein Demokrat aber im Gegensatz zu den beiden anderen auch kein Verbrecher."

      Fragen Sie mal die Uiguren oder die Tibeter.

    • @A. Müllermilch:

      "Xi. Von den großen Dreien der, der sein Land am besten regiert und die zivilisiertesten Manieren hat. Kein Demokrat aber im Gegensatz zu den beiden anderen auch kein Verbrecher."



      Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihnen der eine oder andere Uigure da widersprechen würde.



      International agiert China sehr unauffällig und zurückhaltend. Das ist dann aber auch alles, und auch hier würde Taiwan vermutlich das eine oder andere anzumerken haben.



      "Es gibt eine Macht, die Trump stoppen kann."



      Die lehnt sich aber lieber zurück um zuzusehen, wie sich West und (Putin-)Ost gegenseitig schreddern, um dann die Scherben aufzusammeln. Nicht dumm, die Chinesen.

    • @A. Müllermilch:

      Xi kein Verbrecher? Fragen Sie mal die Uiguren.



      Aber halt – die im Dunklen sieht man nicht….

  • Das Label von Herbie bliebe uns: Grönland Musik. Schwacher Trost.

    Die USA hat da für ihre Sicherheit alles Nötige und mehr. Nur gerade an der Spitze einen Elefanten mit Horde, der Porzellan zerpfeffert.



    Dass Xi-Chinesen und Putin-Russen immer noch weitaus ärger sind, ist ein schwacher Trost. Merz sollte den Französisch-Crashkurs machen und vielleicht eine europäische Brigade nach Grönland schicken, natürlich nur gegen die russischen Truppen dort.

  • Europa sollte einen "Deal" machen: USA kaufen.

    • @Brombeertee:

      Die Politik dort ist leider auch mal käuflich ("Wahlkampfspenden"), das haben schon Big Tech, Big Arms, Israel, Russland, ... ausgenutzt. Indirekt kaufen ist günstiger.



      Vor lauter Zynismus jedoch auch noch anderes machen.

  • Wir brauchen endlich die Vereinigten Staaten von Europa 🇪🇺🇪🇺🇪🇺. Wir kleinen Mickey Mouse Staaten werden doch zerrieben von USA China Russland. Wir brauchen eine föderale USE Regierung, ein starkes USE Parlament, eine USE Armee und einen USE Premierminister/in gewählt vom EU Parlament. Außenpolitik und und Verteidigung gehört auf USE Ebene. USE erhebt eigene Steuern und hat eigenen Haushalt. Schluss mit einer EU von Gnaden der Mitgliedsländer, finanziert durch Mitgliedsbeiträge. Wo dann die "Zahlmeister" sich was einbilden und den großen Max markieren. In der Welt lacht man sich über unsere Kleinstaaterei schlapp. Gemeinsam sind wir stark. Vereinigte Staaten von Europa 🇪🇺 🇪🇺🇪🇺 jetzt !!!

    • @Pransito87:

      Das Problem ist nicht die Größe und Macht dieser Länder, sondern das damit einhergehende Bedürfnis diese imperialistisch auszuweiten. Eine USE ohne gemeinsame Nationalistische Folklore können Sie knicken.

  • Wie kommen alle denn darauf, dass Putins Russland andere Länder überfallen will? Wie entstand denn eigentlich der Russland Ukraine konflikt. Welche Intressen hatte denn der Westen als er sich in die Maidanrevolte einmichte, die zum Abgang des demokratisch gewählten Präsidenten der Ukraine führte?

    • @Peter Teubner:

      "Wie kommen alle denn darauf, dass Putins Russland andere Länder überfallen will?"



      Aufgrund Tatsachen. Simpel, oder?

  • Im Fall der Fälle hoffe ich, dass Grönland / Dänemark die Insel nicht kampflos hergeben. Sollten die USA die Insel tatsächlich einnehmen und offiziell für sich beanspruchen, darf es keine kampflose Aufgabe geben, nur eine Niederlage, vollkommen egal wieviele europäische Kämpfer vor Ort sind. Eine kampflose Abgabe verbaut jeden Weg, das Gebiet wieder zurückzufordern.



    Ich hoffe, Dänemark wird hier gut beraten. Ich hoffe auch, jemand legt ihnen nahe, einen tatsächlichen militärischen Angriff der USA nicht nur zu dokumentieren, sondern am besten gleich im Netz zu streamen, damit der Ruf der USA möglichst umfassend geschädigt wird wenn sie sich das trauen. Soll sich das bitte jeder in Europa anschauen können, wie die USA unter dem Verräter Trump die Nachkriegsordnung mit Füßen treten.

  • So schlimm kann's nicht sein.



    Die europäischen Länder erlauben sich immer noch den teuren und ineffizienten Luxus, jeder für sich einzeln die nationalen Armeen aufzurüsten. Ganz so, als gäbe es die EU nicht, ganz so, als hätte man keine gemeinsame Außengrenze.



    Gemeinsame Verteidigungsarmee? LOL!

    Sobald sich die USA Grönland krallen, wird sich die EU selbst zerlegen. Ich vermute, das ist auch das Ziel der Vereinigten Staaten.

  • Russland kämpft seit 4 Jahren ohne richtigen Durchbruch in der Ukraine, wie sollen die den Europa einnehmen, wenn Russland sich schon an der Ukraine die Zähne ausbeisst. Ich finde Russland wird maßlos überschätzt.

    • @Aymen:

      Russland arbeitet im Hintergrund schon an einer 2. Armee, die Drohnenproduktion wurde hochgeschraubt.



      Es wird nur nicht alles in der Ukraine verheizt. Man sollte die Russen nicht unterschätzen, so wie es die Russen am Anfang bei der Ukraine getan haben.



      Die sind schon von der Mentalität in Teilen auf Krieg aus.

    • @Aymen:

      Die Ukraine allein wäre aber längst am Ende. Sie kann noch kämpfen, weil der Westen mit Geld, Rüstungsgütern und vor allem Aufklärungsdaten hilft.



      Das ist genau der Punkt. Letztere kommen von den USA. Wenn die wegbrächen, wäre die Ukraine tot.

    • @Aymen:

      Wirtschaftlich beginnt Russland jetzt schon zu pfeifen.

      Durch unsere Fossil-Sucht könnte es über Jahre jedoch wieder aufbauen und mit Söldnern und Kampferfahrung schon einiges in Baltikum, Kasachstan, Moldawien abziehen.



      Putin würde den Umstieg auf Friedenswirtschaft ja kaum hinbekommen ... dann also weiter.

    • @Aymen:

      "Ich finde Russland wird maßlos überschätzt."



      Die Fähigkeiten Europas allerdings auch. Ob sich das ausgleicht?

  • Trump hat den Erwerb Grönlands zur "nationalen Sicherheitspriorität" erklärt. Er argumentiert damit, dass Grönland für die Abwehr von russischen und chinesischen Einflüssen in der Arktis unverzichtbar sei. Geht es ihm wirklich um die Sicherheit der USA oder um etwas ganz anderes?

    Grönland besitzt reiche, aber weitgehend unerschlossene Vorkommen an Bodenschätzen wie Seltene Erden, Uran, Öl, Erdgas, Gold, Nickel, Kupfer, Grafit, Diamanten, Zink und Blei, die durch den Klimawandel zunehmend zugänglich werden. Das erklärt vielleicht auch, weshalb Trump sich nicht für Klimaschutz interessiert und die USA unter seiner Präsidentschaft sogar aus dem Pariser Klimaabkommen ausgetreten ist. Der Klimawandel lässt den grönländischen Eisschild rapide schrumpfen, verliert Milliarden Tonnen Eis pro Jahr und beschleunigt den Meeresspiegelanstieg erheblich.

    "Eisfrei an Grönlands Bodenschätze", ist wohl der Gedanke von Donald Trump.

    In was für einer Welt leben wir seit 'Trump 2.0' eigentlich? Die USA muss diesen durchgeknallten Geschäftsmann schnellstens wieder los werden, bevor der mit seiner Geldgier und seinen Allmachtsphantasien die Welt in Brand steckt.

    • @Ricky-13:

      Jetzt kann man auch verstehen warum die USA den Klimawandel so forcieren - das Eis in Grönland muss wech.



      Donald soll doch mit Putin eine WG in einem Iglo gründen. So ein Areal von 100 qm mit dicken Betonmauern drumrum. Kein Mensch braucht solche Neurotiker.

    • @Ricky-13:

      "Die USA muss diesen durchgeknallten Geschäftsmann schnellstens wieder los werden, bevor der mit seiner Geldgier und seinen Allmachtsphantasien die Welt in Brand steckt."

      1. steht Vance schon in den Startlöchern, um den Orangeman abzulösen



      2. Das Project 2025 ist mit Sicherheit nicht auf Trumps Mist gewachsen und wird auch ohne ihn weiterverfolgt werden, genauso wie die neue Nationale Sicherheitsstrategie. Die fangen gerade erst an...

    • @Ricky-13:

      Sicher, ich kann Ihnen in allem zustimmen, was Sie hier schreiben. Aber Sie glauben doch wohl nicht, es reicht aus zu warten, bis Trump bei den nächsten Präsidentenwahlen in drei Jahren abgewählt wird, von einem/r demokratischen Kandidaten/in? Ich würde nicht darauf bauen. Sie sehen doch, was der Mann schon innerhalb eines Jahres alles angerichtet hat



      Nein, in Europa muss man sich jetzt ernsthafte Gedanken machen, wie eine Zukunft ohne die USA als Bündnispartner aussehen kann - und zwar im Turbogang.



      Ob das Grönland noch vor dem Zugriff des Orangenen retten kann, wage ich allerdings zu bezweifeln. Aber grundsätzlich steht Europa nicht komplett wehr- und hilflos da. Auf eine zukünftige, hoffentlich weitsichtige europäische Bündnispolitik kommt es an.

    • @Ricky-13:

      Das Weiße Haus bestätigt, dass Optionen für einen Erwerb oder eine Annexion Grönlands aktiv diskutiert werden. Außenminister Marco Rubio betonte, das Ziel sei ein Kauf, während die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, erklärte, dass auch militärische Mittel „immer eine Option“ seien. Das Weiße Haus schließt einen Militäreinsatz also nicht aus, falls Dänemark einem Kauf nicht zustimmt.

      Die Trump-USA hat nichts mehr mit einem demokratischen Land zu tun, wenn die Sprecherin des Weißen Hauses 'militärische Mittel' gegen Grönland - und damit gegen Dänemark - ebenfalls als "Option" nennt.

      Mit einer US-Präsidentin Kamala Harris hätten wir so eine Idiotie nicht. Wir hätten jetzt eine USA, die sich auch um arme US-Bürger kümmert (und nicht nur um Reiche), den Klimaschutz ernst nimmt, keine Menschen auf offener Straße von ICE-Agenten verschleppen lässt und wo die demokratischen Parameter auch noch einwandfrei funktionieren.

    • @Ricky-13:

      Schonmal auf die Idee gekommen, dass beides gleichzeitig wahr sein könnte? Würde Russland morgen versuchen Grönland zu annektieren, wären es faktisch die USA die es halten würden. Während Dänemark den Anspruch auf die Bodenschätze behält. Also wird eine Aneignung der Bodenschätze als sagen wir „Bezahlung“ für den militärischen Schutz Grönlands betrachten. Und wirklich viel kann Europa nicht sagen, weil wir noch weniger wollen, dass China oder Grönland das arktische Meer dominieren… und Trump kostet eine potenzielle Annexion fast nichts. Klimawandel ist ihm egal, also win, win, win! Und Europa erzeugt grade nicht mal ansatzweise ein Szenario in dem auch nur der kleinste loose zu erwarten wäre. Tja…

      • @Maxime Musterfrau:

        Warum sollte Russland versuchen, Grönland zu annektieren?

      • @Maxime Musterfrau:

        Wir reden hier über die Trump-Regierung. Das ist das korrupte Gebilde, das der einen ehemaligem Staatschef gegen Geld die verdiente langjährige Haftstrafe erlässt (Hernandez) und den anderen (Maduro) entführen lässt, weil er nicht spurt wie er soll.



        Da gibt es kein quid pro quo in dem Sinne, wie Sie hier meinen, USA bekommen Bodenschätze im Gegenzug für Verteidigung gegen RU oder China. Da gibt es nur USA bekommen was sie wollen und entscheiden dann immer noch nach Gusto, ob sie einen Finger rühren oder nicht.



        Außerdem: Die USA wären wirklich komplett naiv, wenn sie meinen, sie verlören nichts, wenn sie europäisches Gebiet militärisch angreifen.

      • @Maxime Musterfrau:

        Im Prinzip haben Sie recht, was den trostlosen Ist-Zustand betrifft. Wenn Trump sich Grönland holen will, kann er es tun. Was können die Dänen, was die Europäer schon dagegen unternehmen?



        Die meisten Vorschläge hier in der Kommune - bis hin zur Androhung eines europäischen Atomschlages gegen die Staaten - sind lächerlich kraftmeierisch und zeugen nur von der Hilflosigkeit, mit der man Trump momentan begegnet.



        Und linken Antiamerikanismus kann man sich in der Situation schon gar nicht leisten.



        Insofern läuft auch die Kritik an dem lauen Statement Merz‘ zur US-Aktion in Venezuela ins Leere: was hätte der Mann denn sonst sagen sollen? Dass die Entführung Maduros völkerrechtswidrig war, wissen ohnehin schon alle.



        Dennoch: perspektivisch muss man sich schon Gedanken machen, wohin die Reise Europas gehen soll OHNE die USA an unserer Seite. Da bieten sich durchaus Möglichkeiten an, ohne befürchten zu müssen, zwischen dem russischen und US-amerikanischen Imperialismus wie zwischen einem Mühlstein zerrieben zu werden.



        Für Grönland jedoch, so befürchte ich, wird ein neues europäisches Selbsbewusstsein, gepaart mit militärischer Stärke, nur zu spät kommen.

        • @Abdurchdiemitte:

          Doch, linken Antiamerikanismus können und müssen wir uns leisten.



          Nicht nur auf bürgerlicher Ebene, in dem wir McDonalds und Tesla boykottieren und niederbrennen, sondern auch auf politischer Ebene. Gerade jetzt ist es wichtig, der USA den Rücken zu kehren, damit wir uns selbst um das Völkerrecht und um die Demokratie kümmern können. Die USA als internationaler Partner steht nicht mehr zur Verfügung.

        • @Abdurchdiemitte:

          @Abdurchdiemitte



          Es ist an der Zeit eine UNO Gipfeltreffen einzuberufen, es gibt viel Gesprächsbedarf.



          Freundlich aber bestimmt Trump in Aussicht stellen, seine Militärbasen in Europa, falls er nicht zur Besinnung kommt, einpacken zu dürfen. Zudem in Aussicht zu stellen, keine weiteren Aufträge an die Rüstungsindustrien der USA mehr von Europas Staaten. Grenzen müssen jetzt gesetzt werden, sonst dürfen wir unsere Regierung irgendwann auch im Knast in den USA besuchen dürfen.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Und das Gipfeltreffen bringt genau was?

            Ich wäre eher für den Einstieg in die Deamerikanisierung unseres Alltags. Linux statt Windows, Mastodon statt x, Signal/Threema statt Whatsapp...

            Alles sicher etwas holprig in der Umstellungsphase, aber gegenseitige Hilfe könnte sogar unser gesellschaftliches Miteinander fördern.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Da müssen wir uns nur beeilen, über die UN den Hebel anzusetzen, um die USA in ihre Schranken zu weisen. Das gelingt der Weltgemeinschaft schon im Falle Putins nicht, bei Israel (Gaza-Krieg, Besatzung und Siedlungspolitik im WJL) gelingt es ihr ebenso nicht. Von den zahlreichen ungelösten regionalen Konflikten und Kriegen in Afrika und anderswo auf der Welt will ich garnicht erst reden.



            Die Delegitimierung und Schwächung der UNO ist schon dermaßen fortgeschritten, dass längst - spätestens jetzt nach Trumps Überfall auf Venezuela - davon gesprochen wird, dass wir uns an der Schwelle einer neuen Weltordnung befinden, in der internationale/zwischenstaatliche Abmachungen/Regeln außer Kraft gesetzt sind und nur noch das Recht des Stärkeren zählt.



            Europa und Deutschland haben diese Erosion der UN-Institutionen zwar nicht unbedingt aktiv vorangetrieben, sie haben sie aber durch Nichtstun befördert. Sie haben es selbst zugelassen, dass die Schurken so stark werden konnten - und jetzt beklagen sie sich darüber, dass ihnen die Putins und Trumps über den Kopf wachsen.



            Verstehe einer die Europäer.

  • Sieht ganz so aus, als ob die EU vor lauter Klimaneutralität, PET-Flaschendeckeln und weiteren Vorschriften eine wesentliche Entwicklung verschlafen hat...

    • @Carsten S.:

      Sieht ganz so aus, dass manche Konservative in ihrem Idiosynkrasie gegen Ökologie immer noch die falschen Kämpfe fechten wollen, statt sich im Gegenteil rasch von der fossilen Abhängigkeit weiter zu befreien - ein Nebenbonus von Energiewende und Verkehrswende.



      Wir brauchen gerade besonders alle an Bord, wie brauchen die EU und wir brauchen vorausschauende Nachhaltigkeitspolitik, um auch später Ressourcen zu haben. Es gab Konservative, die das begriffen haben.

      PS: Die USA, Russland und China haben vereinheitlichte, geregelte interne Märkte - nur so nebenbei.

      • @Janix:

        Ich habe überhaupt nichts gegen Umwelt- und Klimaschutz.



        Leider ist die momentane Weltlage aber so, dass wir auch die äussere Sicherheit *mitdenken* müssen.



        Wenn Europa zwischen Trump und Putin zerrieben wird, hat der Planet davon genau: NICHTS.

        • @Carsten S.:

          Die Unabhängigkeit von Energieimporten kann dabei sogar unsere Sicherheit stärken - unter der Voraussetzung, dass die zugehörige Infrastruktur hinreichend robust ist (Solarenergie ist vermutlich durch EMP angreifbar) und es genügend Redundanzen und Sicherheitsreserven gibt.



          Suffizienz ist sicher auch ein Thema. Am besten konstruieren wir unsere Gesellschaft so, dass sie nicht total zusammenbricht, wenn wir auf einmal nur noch halb so viel Energie zur Verfügung haben.

    • @Carsten S.:

      Na logisch. Was ist denn auch schon die Klimakatastrophe und Mikroplastik? Alles überhaupt kein Problem, im Gegenteil: der Gesundheit von Mensch, Tier und Natur sehr nützlich. Oder was soll das bedeuetn?

      • @Perkele:

        Ich habe gesehen wie es nach Klimademos aussah. Überall Müll.

      • @Perkele:

        Auch Sie raffen nicht worum es geht. Keiner sagt, dass Klimaschutz und Umweltschutz an sich nicht wichtig ist. Und das es hochgradig bedauerlich ist, dass der Weg zu einem globaler Einvernehmen über das Problem in weite Ferne gerückt ist. Aber jetzt geht es de facto darum, ob Europa überhaupt noch ein relevanter ökonomischer und politischer Player bleibt. China, Russland und die USA teilen grade relevante Bodenschätze und strategische Posten auf (die USA demontieren de facto Russland, weil China das eigentliche Risiko ist). Wir müssen uns jetzt überlegen wie wir (Europa) damit umgehen und „Völkerrecht, regelbasierte Weltordnung und Klimawandel“ zu brüllen setzt all diese Themen in der aktuellen Weltlage nicht um. Wenn wir nicht der ärmste Bundesstaat der USA werden wollen und damit auf lange Zeit keine Themen mehr setzten können, müssen wir uns eine Position erstreiten in der wir wieder als Verbündete und nicht als Protektorat wahrgenommen werden.

        • @Maxime Musterfrau:

          Gute und treffende Analyse. Überspitzt formuliert ist Europa das Problem. Ein Europa, dessen führende und bornierte Vertreter dem Multilateralismus nachtrauern aber anstatt Stärke zu zeigen, in PET-Flaschendeckel, wie es @Carsten S. nett formuliert, Energie verschwenden. Und nun raunen alle über Geostrategie und Bodenschätze, als sei das Thema vor Trump nicht existent gewesen.

        • @Maxime Musterfrau:

          Die Trump-Regierung hat mittlerweile mehr als klar gemacht, dass sie keine "Verbündeten" will oder braucht.



          Und nun?



          Europa ist übrigens meilenweit davon entfernt, zum "ärmsten Bundesstaat" der USA zu werden. Das ist mir sowieso etwas viel Schwarzmalerei. Die direkte Konsequenz aus einem Rückzug der USA von ihren NATO-Verpflichtungen würde erstmal bedeuten, dass Europa alleine gegenüber Russland steht. Russland selbst führt bereits seit Jahren einen Abnutzungskrieg, während noch kein einziger Soldat aus UK, D, F, P etc. aktiv geworden ist. Wenn Europa gezwungen wäre, aktiv in den Konflikt einzugreifen, könnte das daher sehr schnell sehr unangenehm für Russland werden.



          Wichtig ist, dass sich Europa nicht weiter auseinander treiben lässt von USA, RU, China, und dass wir sozial resilient bleiben. Soziale Sicherung ist in diesem Setting nämlich keineswegs Ballast wie die cDU/csU es meint, sondern ein klarer Vorteil.

        • @Maxime Musterfrau:

          Sie irren: Leider sagen mittlerweile wieder genug Menschen und Machtmenschen, dass Klimawandel und Umweltschutz nicht wichtig sind.



          Außerdem kennen Trump, Putin und viele andere keine Verbündeten und die Grenze zur Anbiederei und Arschkriecherei ist von der EU teils schon überschritten worden. Wir sollten zurückgehen - jetzt.



          Und letztlich sollte Europa sich sehr gut überlegen, ob man wirklich mit dieser Mafiabande in den USA verbündet sein will. Denn damit machen wir uns jedesmal mitschuldig und tragen die Mitverantwortung für machtgeile, widerwärtige, menschenfeindliche, willkürliche, illegale, faschistoide Entscheidungen der Washingtoner Clique.

          • @WoliBa:

            Putin kennt keine Verbündeten? Na dann fragen sie mal wie der Ukraine Krieg so laufen und sie Sanktionen abgefedert werden könnten ohne Iran, China und ehemals Venezuela. Europa kennt keine Verbündeten außerhalb Europas mehr und das ist das Problem. Die USA haben sich sehr viel mehr an das Versprechen der unter Verbündeten gehalten als wir. In was unterstützt Europa denn konkret die USA? Na? Und Sie wollen ja auch gar nicht mit den USA verbündet sein, wie ich ihrem Kommentar entnehme. Und genau diese Doppelbödigkeit der europäischen Außenpolitik funktioniert schlicht nicht mehr. Und ganz ehrlich? Dieses elendige mitschuldig Gefasel kann ich nicht mehr hören… die USA wohl auch nicht. Wenn wir mit den USA nicht verbündet sein wollen, schön. Dann kann man sich Grönland abschminken oder sich einen anderen Partner suchen wo man sich weniger Mitschuldig macht. China vllt? Iran? Oder wann wird zwischen den Großmächten zerrieben. Das Europa nämlich selbst zur Großmacht wird, ist in absehbarer Zeit unwahrscheinlich und nur so könnten wir eigene Standarts diktieren.

        • @Maxime Musterfrau:

          Diesen Schluß aus meinem Kommentar zu ziehen, das ist schon recht abenteuerlich. Ich behaupte keineswegs, dass Carsten S. das gesagt hat, doch diese Themen als weniger wichtig zu bewerten, DAS BLEIBT eine fatale Entwicklung. Wer sind wir Europäer denn, dass wir uns von einem Desperado vorschreiben lassen was wir zu tun haben? Wir lassen uns schon jetzt viel zu viel von dem bieten; kein Wunder freilich bei unserer luschigen Führung....

          • @Perkele:

            Klima- und Umweltschutz sind wichtig.



            Allerdings bricht gerade die Weltordnung um uns herum zusammen. Es zeichnet sich ab, dass Bündnisse und internationale Verträge bald nichts mehr wert sein werden.



            Ich setze mich nachdrücklich dafür ein, bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen auch und immer die Sicherheit mitzudenken. Das schliesst Versorgungssicherheit, eine stabile ökonomische Basis und militärische Sicherheit ein. Leider erfordert das, den Fokus von Umwelt und Klima auf die o.g. Themen zu erweitern. Das ist nicht schön, aber unvermeidbar.



            "Wer sind wir Europäer denn, dass wir uns von einem Desperado vorschreiben lassen was wir zu tun haben? " - Hand aufs Herz: was ist denn unser Handlungsspielraum? Wir sind hier in der Defensive und können nur reagieren.



            Weiterer EUnsinn ist auch, zu.B. DAB mit aller Macht in den Markt zu drücken. Hier in der Schweiz hat die SRG dasselbe versucht und steht vor ihrem Untergang. Im März steht eine Abstimmung zur "Halbierung" der Rundfunkgebühren an. Die SRG hat UKW abgeschaltet und viele Hörer gegen sich aufgebracht.



            Dabei ist analoger Rundfunk ein bewährtes und robustes Medium, wichtig gerade auch für Krisensituationen.

          • @Perkele:

            "Wer sind wir Europäer denn, dass wir uns von einem Desperado vorschreiben lassen was wir zu tun haben?"

            Wir sind das Anhängsel der USA. Das ist der Preis dafür das man sich all die Jahre hat von ihnen verteidigen lassen, Europa ist zahnlos und faul geworden. Machtpolitik ist hier ein Fremdwort.

          • @Perkele:

            Naja, auf den Verweis einen eher zynisch gemeinten Verweis, dass die EU Klimapolitik in Anbetracht der Weltlage überbetont mit „Aber das ist wohl wichtig!!1!1“ zu reagieren, Zeit mir das die Zeichen der Zeit nicht erkannt wurden, aber nun gut…



            Sie wollen sich vom Desperado also nichts sagen lassen. Ja wäre wünschenswert. Und wie ist ihr Plan das faktisch umzusetzen?

      • @Perkele:

        In Trumps und Putins Händen sind Klima und Umweltschutz bekanntlich am besten aufgehoben.

  • «Das Ende von Europa“. Geht es ein bisschen kleiner? Trump wird sich nicht „Grönland holen“, nicht in 20, und nicht in 200 Tagen.



    Anstatt sich in Untergangsphantasien zu versteigen, wäre es an der Zeit mit der Selbstverzwergung aufzuhören.



    Europa wird nach dem Krieg, egal auf welche Weise der genau ausgeht, und egal ob wir das wollen oder nicht, selbst eine Einflusssphäre direkt vor der Haustür haben, die heißt postputinistisches Russland. Ein wirtschaftlich erschöpftes Land mit zerfallenden politischen Strukturen. Welche Angebote werden wir haben, was wollen wir dann tun, welche Hebel können wir einsetzen, in unserem ureigensten Sicherheitsinteresse? Darüber sollte dringend mehr gesprochen werden, es kann ja auch ganz plötzlich kommen.

    • @Barbara Falk:

      "selbst eine Einflusssphäre direkt vor der Haustür haben,"

      Hatten wir schon immer - wir haben das nur die letzten Jahre geflissentlich ignoriert. So lange Russland nicht auseinanderbricht was vermutlich eine Katastrophe wäre (man denke nur an den Zusammenbruch der UdSSR und die blutigen Folgen, die wir bis heute spüren z.B. in der Ukraine) wird es mittelfristig eine Möglichkeit geben sich mit Moskau zu arrangieren, wenn man das möchte. Man konnte sich auch mit dem Kreml im kalten Krieg einigen und damals war Moskau noch aggressiver und imperialistischer als heute (Stichwort Prager Frühling).

    • @Barbara Falk:

      Der Kommentar wirkt gelassen, verkennt aber die Realität. Man kann Trumps Grönland-Fantasien kleinreden – das eigentliche Problem ist größer: Europas strategische Ohnmacht im Hier und Jetzt. Während wir über künftige „Einflusssphären“ spekulieren, zeichnet sich ab, dass Russland den Krieg in der Ukraine eher gewinnen als verlieren wird. Nicht durch einen großen Durchbruch, sondern durch Zermürbung, Ressourcenüberlegenheit und westliche Ermüdung.

      Ein „postputinistisches Russland“ ist keine Perspektive, sondern eine Hoffnung. Selbst wenn Putin geht, bleibt ein autoritäres, revanchistisches Machtgefüge. Darauf zu setzen, Europa könne dann Angebote machen, ist Wunschdenken.

      Das eigentliche Versäumnis: Europa hat es trotz drei Kriegsjahren nicht geschafft, eine eigene Machtbasis aufzubauen. Wer Untergangsrhetorik kritisiert, sollte erklären, warum Beschwichtigen bessere Ergebnisse liefern soll. Ohne Machtmittel gibt es keine Gestaltungsmacht – weder gegenüber Trump noch gegenüber Russland.

      • @Zippism:

        Auf jeden Fall wird es ein postputinistisches Russland geben, nur wissen wir nicht, in welche Richtung es sich bewegen wird. Dass es sich zu einem liberaldemokratischen System nach westlichem Vorbild entwickelt, halte ich für sehr unwahrscheinlich.



        Ein weiterer Zerfall der russischen Föderation wäre eher ein worst case für ganz Europa, wenn dabei instabile innenpolitische Verhältnisse zu erwarten sind (was sehr wahrscheinlich erscheint). Die osteuropäischen Nachbarn hätten auch dann - bei einem Kollabieren Russlands - keine sicheren Verhältnisse zu erwarten, eher im Gegenteil.



        Wir Europäer werden uns also auch nach Putin weiterhin auf ein autoritär regiertes Russland einstellen müssen - zu unserer eigenen Sicherheit, so paradox und bitter das klingen mag.



        Was bedeutet das für die europäische Position im Ukraine-Krieg? Eine (erwünschte) Niederlage Russlands darf auf keinen Fall zu einem Zusammenbruch der staatlichen Strukturen dort führen.



        Und nach dem Krieg führt kein Weg daran vorbei, die politische und wirtschaftliche Kooperation mit Russland irgendwie wieder aufzunehmen.

    • @Barbara Falk:

      Wahrscheinlicher ist allerdings, dass nach Putin ein völlig durchgeknallter Irrer an die Macht kommt. Und China hält den Laden am Laufen, daran dürften keine Zweifel bestehen

      • @Kaboom:

        „Wahrscheinlicher ist allerdings, dass nach Putin ein völlig durchgeknallter Irrer an die Macht kommt.“



        Das hängt einerseits davon ab, wie der Krieg gegen die Ukraine endet, andererseits davon, welchen Einfluss die westlichen Staaten, aber auch China - BEIDE haben kein Interesse an einem Zerfall der staatlichen Ordnung Russlands, ob das künftige Regime nun ein demokratisches oder autoritäres ist - auf die innenpolitische Entwicklung dort ausüben können. (Und genau DESHALB habe ich jenen widersprochen, die den Gesprächsfaden mit Russland komplett kappen wollten.)



        Ein isoliertes oder kollabierendes Russland ist auch für uns Europäer eine Gefahr, weil es Atommacht ist. Und man kann es nicht von militärischen Abenteuern abhalten.



        Über kurz oder lang muss die Außenpolitik zum Primat der Diplomatie zurückkehren, um den Big Bang zu verhindern und das internationale Recht wieder zu stärken - das gilt auch für unsere Beziehungen zu Russland.

    • @Barbara Falk:

      Sehr interessante Gedanken, aber mit Grönland und Trump wäre ich mir nicht so sicher. Vielleicht nicht morgen, aber am 201. Tag steht irgendein mafiöser Deal. Die Vorbereitungen laufen bestimmt schon seit Amtsantritt im Hintergrund: Schmieren, korrumpieren, ablenken, desinformieren, Opposition in Grönland finanzieren, öffentliche Meinung über flood the zone with bs manipulieren. Alles Niederträchtige, Widerwärtige und Unanständige, was man sich so unter Menschen vorstellen kann, ist bei dieser Trump-Clique vorstellbar.

    • @Barbara Falk:

      Noch ist Putin da. Und es ist auch unklar, was nach ihm käme. Allerdings ja, mit dem Krieg dürfte auch seine Herrschaft vergehen. Das ist ja vermutlich einer der Gründe, warum er ihn nicht beendet.



      Aber ja, mir gefällt dieses "sich selbst Kleinmachen" auch nicht, schon gar nicht wenn sich Deutschland auf der anderen Seite wieder und wieder viel zu wichtig nimmt (da muss es für die csU gleich wieder "die größte Armee Europas" sein: Herrjeh!).



      Andererseits: Trump (und Miller, Vough, Vance und Co.) ist leider derzeit vieles zuzutrauen. Trump redet jetzt schon seit einem Jahr wiederholt davon, und es wäre ja wirklich ein Leichtes, Grönland einzunehmen. Ich habe daher leichte Zweifel, ob US-interne Akteure es schaffen, die Trump-Regierung von diesem Schwachsinn abzubringen.

    • @Barbara Falk:

      Danke für den Hinweis, dass keine autokratische Herrschaft ewig währt, auch nicht die Putins über Russland. Es läuft momentan nur ein bisschen unter dem europäischen Radar, dass es auch eine Post-Putin-Zeit geben wird - und möglicherweise die Ukraine bzw. der Kriegsausgang einen wesentlichen Beitrag leisten wird, dass es schneller dazu kommt.



      Nur wissen wir nicht, WAS nach Putin kommen wird und ob sich Russland dann überhaupt in eine neue europäische Sicherheits- und Friedensarchitektur einbinden lässt.



      Denn dass eine Zukunft für Europa ohne Russland nicht möglich ist (denn Russland gehört in jeder Hinsicht zu Europa), ist hoffentlich unstrittig.

      • @Abdurchdiemitte:

        Sie werden sich wohl auch mit dem Gedanken anfreunden müssen, das es eine europäische Zukunft ohne Russland geben muß. Etwas anderes ist momentan nicht realistisch. Denn das, was an potentiellen "Nachfolgern" in Russland momentan möglich ist, aber auch die schon lange erfolgreich durchgeführte Gehirnwäsche der Russen und hier insbesondere der Jugend, sprechen momentan eine andere Sprache.

  • Mit einer kritischeren Haltung zu den USA hätte Europa in den letzten Jahren sehr viel tun können, um sogar einem Trump und Gleichgesinnten die Stirn zu bieten. Jetzt rächt sich die Selbstblockade durch eine idealisierende Erinnerungs- und billige Schutzkultur. Eine realistische Sicht auf Freunde und dementsprechend Mut in der Kommunikation erspart im Privatleben so manche Enttäuschung und in der Politik Fehler, die nun kaum noch zu korrigieren sind (siehe unsere Erfahrung mit Putin).



    Insofern können die Autoren Gloger und Mascolo ihr neues Buch beginnen zu schreiben: Das Versagen II - Eine investigative Geschichte der deutschen USA-Politik.

  • Ach lasst uns doch so weiter machen wie bisher. Wir diskutieren sämtliche Probleme bis uns die Wirklichkeit überholt hat.



    Inzwischen bekommt Trump Grönland und Putin die Ukraine, Polen und Ostdeutschland einschliesslich Berlin.



    Hat doch auch Vorteile - das AFD Problem bei den Wahlen ist gelöst, die Wohnungen werden verstaatlicht und die Debatte um den Wehrdienst hat sich dann erübrigt.

  • Ich wäre sehr vorsichtig, Venezuela mit Grönland zu vergleichen. Ich glaube da passt das Beispiel Kanada besser. Auch da gibts Annektionsfantasien und außer Zöllen und viel Gepolter ist nix passiert.



    Einen Diktator wie Maduro mit extrem wenig Rückhalt aus einem desolaten dritte Welt Staat zu entfernen ist ne ganz andere Nummer, als sich das Territorium eines westlichen Nato Staats zu krallen. Das wäre militärisch sowohl auch wirtschaftlich mit ganz anderen Anstrengungen verbunden.



    Man darf bei dem ganzen aktuellen Unfug eins nicht vergessen. Trumps größter Joker ist immer gewesen, Angst und Panik zu verbreiten und damit beim Gegenüber Deals zu erzwingen. Kanada hat sich da ganz unbeeinduckt gezeigt. In Sachen Dänemark/Grönland würde ich auch dazu raten, nicht wie aufgescheuchte Hühner herumzurennen. Trump ist nicht so unberechnabr, wie er glauben machen möchte.

    • @Deep South:

      》...als sich das Territorium eines westlichen Nato Staats zu krallen.《



      .



      Und oben im Artikel: 》Grönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist Teil Dänemarks, eines Nato-Mitglieds.《



      .



      "Teil Dänemarks" - das stellt wan sich auch anders vor, als es dann auf der Karte aussieht: Grönland eine riesige Insel vor Kanada, größer als die USA.



      .



      》Gemäß dem Gesetz zur Selbstverwaltung hat dasgrönländische Volk das Recht auf Selbstbestimmung,bleibt aber bis zur vollständigen Unabhängigkeit politisch und finanziell vom Königreich ab­hängig. Manchen gilt dies als »ein klassisches Beispiel für modernen Neokolonialismus« Die 300-jährige Wiederkehr des Aufbruchs von Egede 1721 wurde daher in Grönland weniger als Anlass zu feiern er­kannt, sondern eher als weiterer Anstoß, unab­hängig vom Königreich [Dänemark] zu werden..《 www.swp-berlin.org/10.18449/2024S22/



      .



      Über Neokolonialismus wurde ja in den letzten Jahren ausführlichst diskutiert - wieso wird jetzt hier, wo es sich wirklich um eine Kolonie zu handeln scheint, kein Wort dazu verloren?



      .



      Sondern ein europäischer (da, in Europa liegt G. übrigens auch nicht) "Anspruch" gegen einen amerikanischen ganz selbstverständlich verteidigt?

      • @ke1ner:

        "Über Neokolonialismus wurde ja in den letzten Jahren ausführlichst diskutiert - wieso wird jetzt hier, wo es sich wirklich um eine Kolonie zu handeln scheint, kein Wort dazu verloren?"

        Weil das nichts mit Neokolonialismus zu tun hat. Grönland gehört länger zu Dänemark als die USA überhaupt existieren. Grönland ist ein autonomes, (nahezu) selbstverwaltetes Gebiet mit eigenem Parlament und eigener Regierung. Und Dänemark plündert die Menschen dort auch nicht aus, wie es in Afrika passiert.



        Da von Neokolonialismus zu sprechen ist ähnlich schief, wie die abenteuerliche Behauptung Grönland sei größer als die USA.

    • @Deep South:

      Es wäre militärisch ein Leichtes für die USA, Grönland "einzunehmen", die Basen sind ja schon da, und weder Grönland selbst noch Dänemark sind in irgendeiner Weise darauf eingerichtet, sich gegen diesen "Verbündeten" mehr als symbolisch wehren zu können.



      Außerdem ist Trump in der Tat simpel: Die Project 2025-Leute haben ihm Grönland auf der Karte gezeigt, haben ihm gesagt, wie viele (=wenige) Menschen in dem Gebiet wohnen und haben ihm gesagt, was für Bodenschätze dort lagern. Seitdem redet er immer wieder von einer Übernahme des Gebiets.



      Nein, er ist nicht so unberechenbar wie er glaubt. Er ist aber leider weit weniger berechenbar als es für gute Beziehungen nötig wäre, und eine Annektion Grönlands liegt (leider), trotz aller Konsequenzen die dies für die USA hätte, im Bereich des Möglichen. Das aktuelle Regime ist tief in irrige Vorstellungen verstrickt und hat für die "soft power" der USA schlicht nichts übrig, sofern es diese überhaupt versteht.

      • @V. Ohneland:

        Zu 100% ausschließen würde ich das auch nicht. Aber die internationalen und wirtschaftlichen Verwerfungen, die das mitsichbringen würde, wären auch für Trumps Regierung nicht mal eben zu stemmen. Ich glaube eher, die Drohungen sind Mittel zum Zweck (Deals).



        Den Vergleich mit Venezuela halt ich abwegig, die Vorraussetzungen sind doch sehr unterschiedlich. Und noch abwegiger ist es vom "Ende Europas" und russischer Einnahme zu reden. Ich halte trotz der aktuellen Ereignisse überhaupt nichts davon, sich mit solchen apokalyptischen Visionen zu überschlagen.

      • @V. Ohneland:

        Grönland ist 2.7mio qkm groß. USA 9.87mio qkm.

        • @Pransito87:

          Nachtrag 2: das Verhältnis Grönland (2 Millionen km²) zu Dänemark (rund 50000 km²) bleibt in Hinsicht "Teil von" (G von D) dennoch bemerkenswert...

        • @Pransito87:

          Danke für die Info (ging wahrscheinlich an mich, hatte ich oben falsch)!

  • Wie war das jetzt mit dem LNG aus Amerika? Ersatz fuer das boese Russengas?

    Good luck!

    • @Marco Dorn:

      Lieber umweltschädigendes LNG von einem unberechenbaren Trump, als russisches "Blutgas"

    • @Marco Dorn:

      Wir müssen einfach (fast) raus aus Fossil, und so schnell wie möglich. Autos, Flieger, Heizöl, ...



      LNG-Schiffe sind kein Pipeline-Ende, da gibt es schon auch Konkurrenz auf der anderen Seite. Den USA eine Abnahme zu garantieren war nicht so die gute Idee, bei allem Machtungleichgewicht. Raus aus Fossil, auch, um das Geld nicht den komplett Falschen zu zahlen.



      PS: Ja, Russengas ist richtig böse - fragen Sie den Ukrainer, Georgier oder Syrer Ihres Vertrauens.

  • "Generell werden viele zentrale strategische Fähigkeiten und Waffensysteme fast ausschließlich von den US-Amerikanern eingebracht."



    Bei tagesschau.de 2/25:



    "Ohne die USA ist die NATO nahezu blind und taub, wie eine Analyse aus dem Verteidigungsministerium zeigt, die WDR und NDR vorliegt. Demnach leistet das US-Militär den größten Anteil der Aufklärung - Deutschland nur ein Prozent."



    Nach einem Jahr wäre jetzt Zeit, die entsprechenden Konsequenzen aus den angekündigten Veränderungen zu überprüfen.



    Denn der Bericht endet:



    (Ende 2024)..."reiste die damals noch amtierende Nationale Direktorin der US-Geheimdienste, Avril Haines, nach Brüssel. Es war eine Art Abschiedstreffen mit Vertretern der Nachrichtendienste der NATO-Mitgliedsstaaten. Haines soll dabei gewarnt haben, dass sich die Europäer auf erhebliche Veränderungen unter der künftigen US-Regierung vorbereiten müssten. Es gelte eigene Fähigkeiten auf- und auszubauen, um nicht mehr so stark wie bisher auf den Informationsfluss jenseits des Atlantiks angewiesen zu sein."



    Die Ansagen waren mehr als eindeutig und auch absolut ernst gemeint.



    Bei Satelliten zur Beobachtung ist Deutschland wirklich unterbelichtet in der Aufklärung.

  • Kurze Hose, Holzgewehr!



    Ich bin etwas schockiert, über die Kommentare.



    Da meinen tatsächlich Einige, man sollte Trump mit dem europäischen Atomarsenal drohen.



    Ganz nebenbei: das gibt es gar nicht!



    Frankreich hatte ähnliches mal angeboten, wurde aber überhört. Großbritannien ist bekanntlich aus der EU ausgetreten.



    Eine gemeinsame Verteidigung gibt es nicht.



    Die wird es mit Menschen wie Babis und Orban auch in Zukunft nicht geben.



    Dass sich nur einzelne europäische Staaten gegen trumps Grönlandfantasien wenden ist auch Zeichen der Uneinigkeit der EU.



    Das ist nicht neu, aber augenfällig.



    Gestern wurde ein "Zwangsdienst" für die Bundeswehr noch abgelehnt, und morgen sollen wir gegen die USA kämpfen?



    Wer dann konkret? Robocop?



    Wir wären vielleicht gerne unabhängig von den USA, sind es aber bei weitem nicht.



    Die Modernisierung der Bundeswehr stützt sich gerade auf US Waffensysteme. Ohne die Patriots, die wir für die Ukraine einkaufen, werden die russischen Angriffe dort noch verheerender sein.



    Patriots sind auch Teil unserer Flugabwehr und auch das neue Arrow System ist ein israelisch amerikanisches Joint Venture.



    Man muss sich schon sehr wundern über die Sofastrategen.

    • @Philippo1000:

      Herrjeh. Die EU ist vorrangig ein Projekt zur wirtschaftlichen Einigung und Zusammenarbeit. Die EU ist in keinster Weise für die europäische Verteidigung zuständig. Alle Kompetenzen für die jeweilige Landesverteidigung liegen weiterhin komplett bei den einzelnen Staaten, von denen wiederum einige (nicht alle) Mitglied der NATO sind.



      Daher ist es für diesen Bereich sekundär, ob z.B. UK in der EU ist oder nicht, auch wenn der Handel (militärischer) Güter natürlich einfacher wäre.



      Im Fall der Fälle würde ich den Europäern hier auch durchaus mehr zutrauen. Es ist gut, dass es europäisch so eine große Zurückhaltung gibt, hier auf dem Kontinent Truppen einzusetzen. Wenn hier aber erst einmal eine Grenze überschritten ist, wird das zu einem ganz anderen Spiel.



      Einen tatsächlichen Krieg gegen die USA oder um Grönland sehe ich da nicht unbedingt. Aber US-Enklaven wie der Stützpunkt in Ramstein? Haben die überhaupt eine eigene Wasserversorgung? Wo sollen die "Rosinenbomber" herkommen, um diesen Stützpunkt zu versorgen, wenn Deutschland den einfach mal blockiert?



      Die USA laufen hier Gefahr, auf eine militärische Aktion eine militärische Antwort zu erhalten.

  • Willkommen zurück im 18. Jahrhundert - (Grön)Land gegen Feuerwasser...

  • Eine kapitalistische Welt funktioniert nach dem Konkurrenzprinzip. Das produziert vor allem in den periodischen Krisen des Kapitalismus nahezu zwangsläufig wieder und wieder kleine und große Kriege. Fressen und gefressen werden.



    Hochrüstungsorgien helfen da kein Stück weiter, sondern ganz im Gegenteil, das verschlimmert die Lage erheblich.

  • Und was sind jetzt die politischen Vorschläge außer jammern, dass sich die USA nicht an Verträge halten wollen und „Europa untergeht“ (was ich auch für etwas übertrieben halte). Wie wärs denn mit einem offenen Bekenntnis Europas sich aktiv an der Sicherung der artistischen Seewege zu beteiligen und unter dieser Begründung eine kooperative Entsendung sagen wir französischer, deutscher und dänischer Truppen (Finnland dabei zu haben wäre auch super, die haben Erfahrung mit arktischen Bedingungen) um eine Basis in Grönland zu erreichten? Dann müsste Trump bei der Entsendung des US Militärs nicht einfach nur mehr Truppen schicken, die nichts anderes machen müssen als da zu sein, sondern im Zweifel aktive Kampfhandlungen provozieren. Das ist eine andere Nummer. Aber nein, dafür ist Europa zu zögerlich und das macht sich Trump zu Nutze. Eine Annexion kostet ihn ja nichts. Und er kann sich darauf verlassen, dass die einzige europäische Reaktion (Aktionen gibt’s ja sowieso nicht), darin besteht zu sagen wie gemein er ist. Das ändert aber nichts. Und die Bodenschätze Grönlands den Amerikaner kampflos zu überlassen wird perspektivisch die Unabhängigkeit von den USA sicher nicht erhöhen.

    • @Maxime Musterfrau:

      Wenn man nicht bereit ist sich mit Großmächten wie China und Russland zu arrangieren gibt es keine erfolgsversprechenden Lösungsansätze. Man muss halt Prioritäten setzen.

      • @Alexander Schulz:

        Das sehe ich nicht so. Trump agiert wie er agiert, weil Europa ihm nicht genug nutzt und im Zweifel eher eine Belastung ist. Was aus meiner Sicht aber keinesfalls bedeutet, dass er ein Interesse daran hat (oder sein Stab, seine Berater bzw. Schattenkabinet) das Europa an Russland fällt bzw. Russland in Europa einen größeren Einfluss hat. Amerika first gilt, aber Europe Second ist erstrebenswerter als Russland oder China second. Der Friedendvertrag zwischen Armenien und Aserbaidschan, Intervention im Iran und Venezuela und selbst der potenzielle Waffenstillstand in der Ukraine usw. Schwächen Putin. Taten sprechen mehr als Worte. Aber versuchen Sie die Logik zu verstehen: Wenn Russland morgen Grönland angreift, wer würde es faktisch verteidigen? Die EU oder die USA? Also liegen die Kosten strategisch gegen Russland zu halten (und glauben Sie ruhig, dass auch Russland über die strategische Rolle Grönlands weiß) bei den USA. Aber der Nutzen sowie die Bodenschätze kommen aktuell eher Europa zu Gute. Dieses Verhältnis wird nicht mehr akzeptiert. Und aktuell ist Grönland „billig“ zu haben. Wenn Europa stärker wird, wird der Sinn einer Partnerschaft wieder relevant.

        • @Maxime Musterfrau:

          "Wenn Europa stärker wird, wird der Sinn einer Partnerschaft wieder relevant."

          Amerika hat aber überhaupt gar kein Interesse, dass Europa stärker wird und sorgt gerade erfolgreich für das Gegenteil - wichtiger als die militärische Stärke ist hier schließlich die wirtschaftliche Stärke.

    • @Maxime Musterfrau:

      Damit Europa beim derzeitigen Stand der Rüstung und der militärischen Optionen seine (arktischen) Seewege selbst und ganz allein sichert, bedürfte es tatsächlich artistischer Anstrengungen, bei diesen Übungen sich die Europäer leicht verrenken und verheben können.



      Damit sich z.B. die Bundeswehr daran beteiligt, dürfte die deut. Marine nicht so schon materiell und personell aus dem letzten Loch pfeifen und sollten Rüstungsprojekte wie die der Fregatte F126 nicht schon kurz nach Baubeginn der Schiffe scheitern.

      • @Vigoleis:

        Welche arktischen Seewege denn? Die Nordostpassage führt durch russische, die Nordwestpassage durch kanadische und us-amerikanische Hoheitsgewässer.

      • @Vigoleis:

        Allein Deutschland hat 180.000 aktive Soldaten. Es geht ja nicht darum Krieg gegen die USA zu führen sondern ein Signal zu setzten und die Kosten einer potenziellen Annexion zu erhöhen. Dafür muss man nicht alles rein werfen. Die USA haben kein Interesse an einer Eskalation mit Europa. Aber aktuell müssen sie nicht mal eine kleine fürchten und gleichzeitig bringt Ihnen Europa außer als Pufferzone und Einflusszone nicht viel. Gar nichts tun und rumjammern, betonen wie handlungsunfähig man ist etc. wird überhaupt nichts ändern. Außer das man mal wieder nichts riskiert, aber auch nichts gewinnt (im Zweifel sogar einen großen Verlust einfährt). Schicken wir doch unsere Klapper Regatten. Was soll’s? Im Zweifel müssen diese dann angegriffen werden. Darum geht es und das ist eine gaaaanz andere Dimension als in ein quasi leeres Land einzumaschieren (militärisch gesprochen) in dem das eigene Land sogar schon eine Basis hat.

        • @Maxime Musterfrau:

          Was soll denn der Unterschied sein zwischen "keinen Krieg gegen die USA führen" und "Kosten für die Annexion erhöhen und ein Signal setzen"? Wenn wir unsere Fregatten gegen die USA schicken und sie dann "im Zweifel" (von den USA) versenkt werden, ist das Krieg und nichts anderes.



          Die USA setzen einen Diktator ab, wenn auch mit fragwürdigen Mitteln, und Sie schreien danach, sich militärisch gegen unseren Verbündeten zu wenden? Ich hoffe, Sie gehörten nicht zu der Fraktion, die bis heute der Ukraine, die nun wirklich das Opfer eines Diktators ist, sogar die Lieferung von ein paar weitreichenden Taurus verweigerte, aus Feigheit oder Gleichgültigkeit.

          • @Vigoleis:

            Sie können eindeutig nicht lesen. Ein Manöver von NATO Partnern ist keine Kriegserklärung. Die Militärbasis der USA in Grönland soll auch bleiben. Aber wir müssen klar machen, dass wir bereit sind unsere geopolitischen Interessen zu verteidigen und ja bis zu einem Punkt auch die unseres Verbündeten der USA. Sie sehen die USA nicht mehr als Verbündeten? Na dann wundern Sie sich doch bitte nicht, dass die USA das ebenfalls so sehen und in strategischen Fragen keine Rücksicht auf europäische Empfindlichkeiten nehmen. Wir schicken unsere Klapperregatten natürlich nur im Verbund mit Dänemark, gerne Frankreich und wenn’s super läuft noch Kanada und weiteren NATO Partnern um das arktitische Meer strategisch gegen Russland und China abzusichern und diese Aufgabe nicht de facto den USA alleine zu überlassen. In diesem Sinne sollte auch klar sein, dass ich von Deutschland weit mehr als ein paar Taurusraketen für die Ukraine erwarte. Mit der Ukraine hat Europa gezeigt, dass es ohne die USA nicht einmal bereit ist im eigenen Hinterhof Verantwortung zu übernehmen… wieso sollten wir dann für die USA in irgendeiner anderen Frage von Relevanz sein?

    • @Maxime Musterfrau:

      Ergänzend: Kanada mit ins Boot zu holen wäre sicher auch sinnvoll (und natürlich alle anderen willigen NATO Staaten ich hab nur erstmal spekuliert, wer verhältnismäßig kurzfristig zusammen agieren könnte.) Natürlich müssten die Grönländer da sich aktiv fordern und unterstützen (Erhöhung der Legitimität). Einen offenen Konflikt mit den mächtigsten anderen NATO Ländern kann selbst Trump sich nicht leisten. Die MAGA Bewegung lehnt US-Außeneinsätze mehrheitlich ab. Trump konnte die bisherigen Interventionen nur verkaufen, weil sie eben reine Gewinne waren. Wenig Aufwand, keine toten Soldaten, keine flächendeckende Aggression. Dafür massive Gewinne für geopolitischen Einfluss der USA. Also muss man offensichtlich die potenziellen Kosten erhöhen. Ist das alles toll? Nö, aber das ist nunmal die Realität in der wir grade stecken.

      • @Maxime Musterfrau:

        Grönland ist europäisches Gebiet, ein Angriff darauf käme hier in Europa überhaupt nicht gut an. Und das für quasi nichts, da ja die USA bereits jetzt in Grönland Basen haben und es im Rahmen der NATO eine Kooperation gibt. Es gibt da kaum etwas zu gewinnen. Auch Bodenschätze müssten aufwendig extrahiert werden, wer macht das in einem Gebiet, das umstritten ist?



        Trump und sein Team spielen da derzeit ein anderes Spiel als wir, eines das wir im Moment weder so spielen möchten noch können.



        Es ist derzeit leider nur zu hoffen, dass es noch Kräfte im Umfeld Trumps gibt, denen klar ist, welche Kosten ein Angriff auf Grönland hätte und die es schaffen, diesen Unsinn aufzuhalten.



        Vertun sie sich mal nicht, die Kosten für Schlagzeilen wie "USA annexing Greenland!" wären für die USA sehr hoch, nicht nur in Europa. Diese Kosten bilden sich in Trumps "Spiel" zwar nicht ab, real könnten sie für die USA aber eigentlich kaum höher sein.

  • Was wir jetzt brauchen ist Spider-man, Iron man und Superman geführt von Hulk und She Hulk and Storm.



    Einfach Mal was den Allmachtsfantasien entgegen setzen.

    • @Andreas Flaig:

      Bitte europäisch Asterix, Obelix und Super-Tjemp!

    • @Andreas Flaig:

      Batman vielleicht noch, mit Robin, beide im Batmobil. Und vielleicht lassen sich auch noch Sigurd und Bodo reanimieren. Die könnten dann vielleicht die infantil-mittelalterlichen Eroberungsfantasien klären. Und Nick, der Raumfahrer. Ach ja, Dennis wäre auch noch gut. Allein schon als frisurtechnischer influencer.

      Wäre doch gelacht.

  • Da hilft nur noch rabenschwarzer Humor.

    "Besuchen Sie Europa (solange es noch steht)" in der aktualisierten Version von Jack Pott:

    www.youtube.com/wa...65Gk&start_radio=1

  • Es ist völlig klar, dass ein wie auch immer gearteter Angriff der USA auf Grönland das Ende der NATO bedeutet. Das ist aber nicht die Frage. Die Frage ist, ob die NATO nicht längst tot IST. Glaubt irgendjemand, die USA würden im Falle eines Angriffs von Trumps bestem Kumpel Putin auf das Baltikum (oder sonstwo) würden die USA Europa verteidigen? Ich glaube, es ist naiv, das anzunehmen.



    Abgesehen davon agieren die USA nun wirklich nicht wie ein Verbündeter oder Partner. Entsprechend ist es notwendig, dass Europa sich ASAP unabhängig von den USA machen muss. Vor allem militärisch. Und wenn das passiert ist: Ami go home!

    • @Kaboom:

      Dieses Jammern über die Nato und USA kann ich nicht mehr hören. Wir hier in Europa müssen was tun. Die Vereinigten Staaten von Europa 🇪🇺🇪🇺🇪🇺 gründen , uns zusammen schließen und nicht immer auf den großen Bruder hoffen, der einem alles abnimmt. Ein starkes USE Parlament. Eine starke USE Armee. Eigene Steuern, eigener Haushalt auf USE Ebene. Nicht mehr jedes Mickey Mouse Land das vorrechnet wie viel Mitgliedsbeiträge es bezahlt hat. Wir werden doch ausgelacht von China, USA Russland. Wir müssen endlich erwachsen werden. Regelbasierte Grundordnung und demokratische freiheitliche Ordnung muss man auch verteidigen und durchsetzen können. Macht es endlich konkret und zerredet es nicht. Wir sind eine Riesenwirtschaftsmacht , noch. Technologisch noch ganz gut dabei . Nur Schluss jetzt mit dem klein klein. Wenn wir unser Europa erhalten wollen, dann müssen wir uns einsetzen und ein Herz fassen und die Vereinigten Staaten von Europa 🇪🇺🇪🇺🇪🇺 gründen. Falls Orban und babis erstmal nicht mit dabei sein wollen, gerne!

    • @Kaboom:

      Allen Zweiflern hier: Vasallenkontinent der USA zu sein ist keine Option, Trump kriegt den Hals ja nicht voll und ist ein zu unsicherer Kantonist, um für unsere Verteidigung zu sorgen. Da müssten wir uns hier auf unsere eigenen Kräfte besinnen.



      Dann bräuchte Deutschland die Rüstungsgüter wohl eher selbst und kann leider, leider nicht mehr nach Israel exportieren. Und diese komische US-Enklave in Ramstein, die brauchen die USA dann ja wohl nicht mehr wenn sie Grönland haben, oder?

    • @Kaboom:

      Das machen die Deutschen dann mit amerikanischem LNG, F35 und ohne russisches Gas?

      • @Marco Dorn:

        Es gibt 3 dutzend andere Anbieter von Erdöl und Erdgas, und Europa hat ohne jeden Zweifel ausreichend eigene Kompetenz im Waffenbau. Und man muss zum Schutz vor "grünen Männchen" endlich anfangen, über eine europäische Atombombe nachzudenken. Ein Trägersystem existiert ja.

    • @Kaboom:

      Wenn man nicht bereit ist sich mit Großmächten wie China oder Russland bis zu einem gewissen Grad zu arrangieren, muss man halt die Konsequenzen tragen. Geopolitik war nie fair.

      • @Alexander Schulz:

        Das Problem mit dem Arrangieren mit Russland ist das dort regierende faschistische Regime. Von unserer Seite gibt's da keine Probleme. China ist gar kein Problem. Die Geschichte zeigt, dass das Land per se nicht militaristisch ist. Was allerdings von einem traditionell imperialistischen Staat wie den USA zu halten ist, wenn es autoritär regiert wird, bleibt abzuwarten.

    • @Kaboom:

      ... vorher aber bitte noch schnell den Windows-PC auf ein südafrikanisches Linux migrieren!! ;-)

      • @Grenzgänger:

        Digitale Dienstleistungen sind mit das größte Problem, das ist mir klar. Ich habe allerdings nicht behauptet, man könne oder solle mit einem gegnerischen Staat wie den USA keinen Handel treiben

  • Wenn das Ende der NATO tatsächlich kommen sollte - und Trump macht so rasant schnell so viel kaputt, dass wir nun wirklich nicht auf einen Wechsel bei den nächsten Präsidentenwahlen in USA warten können -, benötigt Europa neue Bündnispartner. Welche sollen das sein? Etwa Russland, China? Oder sind noch ganz andere Konstellationen denkbar? Welche, die die Selbstbehauptung Europas zwischen den imperialen Mächten Russland und USA stärken könnten. Darüber lohnt es sich nachzudenken.



    Auf alle Fälle sollten sich die Europäer der geopolitischen Neuaufteilung der Welt, die von den USA angestrebt wird, stellen und nicht weiter irgendwelchen transatlantischen Luftschlössern nachhängen (die Freundschaft mit Kanada muss ja nicht aufgekündigt werden, nur weil man zu den USA auf Distanz geht, im Gegenteil).

    • @Abdurchdiemitte:

      Europa könnte sich tatsächlich eigentlich ganz gut selbst verteidigen, gegen das bereits vom Krieg geschwächte Russland allemal.



      Vielleicht müssen wir uns mal von dem Gedanken verabschieden, dass wir eine Großmacht zum Schutz brauchen? Das war doch sowieso eine Erzählung der USA, um ein Bollwerk gegen den Sozialismus zu errichten. Wir sind vor den USA doch auch ganz gut ohne die USA ausgekommen, so lange wir uns hier nicht gegenseitig die Köpfe eingehauen haben.

    • @Abdurchdiemitte:

      Europa ist nach wie vor der größte Wirtschaftsraum der Welt. Das einzige Problem ist die militärische Stärke.

    • @Abdurchdiemitte:

      Es gibt leider keine erfolgsversprechende Alternative zu einem arrangieren mit Russland und China oder wir werden den Preis dafür zahlen. Bei einem arrangieren würden wir übrigens auch Unterstützung der neutralen Länder wie Brasilien usw. gewinnen.

      • @Alexander Schulz:

        Auch bei einem Arrangieren mit Russland oder China werden wir einen Preis bezahlen müssen und zwar einen sehr hohen, fürchte ich.



        Trotz der deprimierenden Lage - oder gerade deswegen - gehen meine Überlegungen eher in eine visionäre Richtung. Länder wie Brasilien, Indien oder Südafrika, aber auch westliche wie Kanada, Australien oder Neuseeland könnten gemeinsam mit Europa ein antiimperiales Bündnis gegen die Big Three bilden (USA, China, Russland - fraglich natürlich, ob Russland überhaupt noch dazuzuzählen ist). Zumindest ist Europa nicht allein auf der Welt, wenn es darum geht, die imperialistische Neuaufteilung des Globus aufzuhalten.



        Der politische Wille und die Weitsicht, ein solches internationales Bündnis zu schmieden, müssen natürlich vorhanden sein - und da sehe ich bei unseren amtierenden europäischen Staatenlenkern eher schwarz.

        • @Abdurchdiemitte:

          Ich stimme Ihrem ersten und letzten Satz voll zu. Ersteres hätte natürlich nicht sein müssen, wenn man früher gehandelt hätte und hätte vermutlich der Ukraine auch sein heutiges Schicksal erspart.



          Wenn man sich mit China und Russland arrangiert, würde das eine Grundlage legen aus neutralen Staaten wie z.B. Brasilien "Verbündete" machen.

    • @Abdurchdiemitte:

      > Welche sollen das sein?

      ich würde mal mit Kanada und Australien reden...

      • @Grenzgänger:

        Das wäre schon mal ein Ansatz. Ich dachte aber auch an Staaten wie Indien, Brasilien oder Südafrika.

  • Es gibt eine EU-Bündnispflicht.



    Wenn die für Grönland nicht greift… ja welchen Grund hat dann noch irgendein Staat sich an irgendwelche EU-Verpflichtungen zu halten, wenn die Anderen sich nicht einmal daran halten?



    Die Alternative heißt natürlich, dass 26 EU-Staaten im Krieg mit den USA stehen. Ohne dabei auf irgendwelche NATO-Einrichtungen zurückgreifen zu können. Denn die funktionieren alle nicht ohne die USA. Ebenso wie einige wichtige Technologien.

    Einzige Lichtblicke:



    Die USA brauchen ihre Einrichtungen in Europa für ihre globalen Ambitionen. Der Verlust von Ramstein und co wird auch einigen US-Generälen Kopfzerbrechen bereiten.



    Der EU-Abstazmarkt ist auch für die USA nicht uninteressant. Jetzt wäre der Zeitpunkt dieses neue Abkommen über den Import von Rindfleisch und Autos aus USA zu kassieren.

    So oder so: Beistand gegen Russland können wir vergessen.

    Ja, das ist das Ende Europas wie wir es kennen.

    • @metalhead86:

      Grönland gehört nicht zur EU.

    • @metalhead86:

      Ramstein und all die anderen Militärbasen in D und in Europa werden mitnichten verloren gehen für die USA, im Gegenteil: das sind die vorgeschobenen Brückenköpfe in einer Auseinandersetzung zwischen ihnen und dem Rest der NATO. Europa ist jetzt schon so klein mit Hut...

    • @metalhead86:

      Die EU-Bündnispflicht gilt ja eben nicht für Grönland, da dieses nicht in der EU ist.

      • @Saile:

        Als ich das letzte mal geschaut habe war Grönland dänisches Hoheitsgebiet. Damit gilt die EU-Bündnispflicht.

        Wenn wir das jetzt zur Diskussion stellen weil Grönland ja doch irgendwie son bisschen nicht in der EU ist dann sind wir schon genau in dem von mir beschriebenen Szenario.

        • @metalhead86:

          Das Königreich Dänemark besteht aus drei Ländern: Dem eigentlichen Dänemark, den Färöer-Inseln und eben Grönland, letzteres hat 1985 die damalige EG nach einer Volksabstimmung drei Jahre zuvor wieder verlassen und ist somit definitiv auch nicht Bestandteil der EU.

    • @metalhead86:

      Nachtrag: Die UEFA könnte geschlossen die diesjährige WM Boykottieren.



      Tut nur leider dann auch Kanada und Mexico weh.

  • Ein wie auch immer geartete Vereinnahmung Grönlands durch die USA wäre ein Wendepunkt, aber natürlich nicht das Ende von Europa.



    Selbst ohne die USA sind die Länder West- und Nordeuropas zusammen militärisch um ein vielfaches stärker als zB die Ukraine. Auch ist momentan keine konkrete Bedrohungslage zu sehen, wenn man die Lage nüchtern betrachtet.

    • @T-Rom:

      "Auch ist momentan keine konkrete Bedrohungslage zu sehen, wenn man die Lage nüchtern betrachtet."



      Vielleicht sollten Sie in Ihre nüchterne Betrachtung Russland mit all seinen Ausläufern einbeziehen?

      • @Encantado:

        Inwieweit ist denn momentan irgendein EU Staat von Russland konkret bedroht? Ausser das abundzu ein Paar Kabel in der Ostsee beschädigt werden und russische Internettrolle sich auf sozialen Medien tummeln.

        • @T-Rom:

          So ungefähr jedes Land in Europa ist konkret von Russland bedroht worden. GB, Dänemark und Schweden beispielsweise mit der Zündung von Atombomben im Meer zwecks Erzeugung einer Tsunami.



          Vor ein paar Tagen hat Russland mit der Entführung des Kanzlers gedroht, atomare Drohungen durch Russland erfolgen inzwischen quasi tagtäglich.

        • @T-Rom:

          Lassen wir mal die verbalen Ausrutscher russischer Angriffsfantasien auf Europa außen vor, sind Ihnen Angriffe auf kritische Infrastrukturen, Beeinflussung via sozialen Medien bis hin zu möglichen Wahlbeeinflussungen mit Einfluss auf politische Parteien so egal, dass sie Ihnen nicht als (Vorbereitungen zu einem) Angriff in die Meinungssphäre gleiten?



          Ich wünsche Ihnen auch zu meinem Wohlergehen kein unsanftes Erwachen in imperiale Realitäten...

          • @Encantado:

            "Angriffe auf kritische Infrastrukturen"

            Das dürfte kein Problem sein, die duldet man ja auch von Verbündeten.

    • @T-Rom:

      Je nu, prinzipiell vielleicht ja, aber wenn es zu einem US-Angriff auf Dänemark/Grönland kommt und vom Rest der EU und Nato kommen lediglich lauwarme Verlautbarungen, dass die Lage natürlich komplex sei, dann kann sich Dänemark auch die Beiträge sparen (abgesehen von der Bedeutung für zB die baltischen Staaten und die resultierende Abwesenheit von Abschreckung gegen russische "Bedürfnisse"). Zu denken, dass das nicht zu einer Spaltung und daher erheblichen Schwächung der theoretischen "militärischen Stärke" führen würde, halte ich milde gesagt für optimistisch.

      • @Outis:

        Von der EU kommt deswegen nicht viel, weil sie keinerlei militärischen Kompetenzen hat, diese liegen weiterhin komplett bei den einzelnen Staaten.



        Und die militärische Stärke der europäischen Staaten würde ich jetzt auch nicht unterschätzen. Grönland wäre eher nicht dauerhaft zu verteidigen gegen die USA, der Schaden für die USA würde hier aber auch schon direkt bei einer gewaltsamen Annektion auftreten. Aber in Europa selbst? Gegen ein Russland, das sich jetzt bald im fünften Kriegsjahr befindet?



        Ach ja, USA: Say bye-bye to Ramstein.

  • Die USA machen, was sie immer machen!



    Wie üblich wird dies von Konservativen in Berlin und Brüssel legitimiert.



    Und nun? Wie immer, keine Lösung in Sicht und nur Blabla. Das ist die bittere Realität.



    Am besten, wir konzentrieren uns auf den Wirtschaftskrieg gegen China, schrotten weiter unsere Binnenkonjunktur und organisieren ein langjähriges Sterben der deutschen Automobilindustrie...



    Das können wir schließlich gut.

  • Anderes Szenario: Europa gibt dem Aggressor, den es sich groß und stark gezüchtet hat über die Jahrzehnte, nicht nach. Frankreich und England sind Atommächte. Europa könnte den USA mit einem Atomschlag drohen. Mal sehen, was Trump dann sagt. Denn die NATO ist ja nun wirklich völlig hinfällig.



    Einziger Haken: Europa hat sich unendlich abhängig gemacht von den USA, z.B. in Sachen IT. Die USA werden uns dann erstmal sämtliche Cloud-Dienste ausknipsen: Azure, Amazon-Cloud, alles was mit Google einhergeht etc.



    Gute Nachricht: die deutschen Faxgeräte sind sicher.

    • @Jalella:

      Ach klar. Europa droht den USA einfach mit einem Atomschlag. Als nächster Schritt dann wahrscheinlich ein wütender Brief auf Recyclingpapier. Atomwaffen als Diskussionsbeitrag – weil nichts „deeskaliert“ so überzeugend wie die Aussicht auf den Weltuntergang.

      Frankreich und Großbritannien sollen also für Europa nuklear Roulette spielen, während man gleichzeitig einräumt, dass ohne US-Clouds, US-Software, US-Satelliten und US-IT hier binnen Stunden das Licht ausgeht. Grandiose Idee: Erst nuklear drohen, dann per Fax um Gnade bitten.

      Die NATO wird beiläufig für „hinfällig“ erklärt, als wäre sie ein abgelaufener Joghurt, und Trump soll vor europäischer Entschlossenheit erzittern. Spoiler: Er würde nicht zittern, sondern den Stecker ziehen – wirtschaftlich, technologisch, politisch.

      Die Faxgeräte als Pointe sind immerhin ehrlich: Sie zeigen, auf welchem sicherheitspolitischen Stand dieses Gedankenspiels ist. Ironie-Level hoch, Realitätsbezug null.

    • @Jalella:

      Ich bin da kein Experte aber wenn ich richtig informiert bin, kommen die Atomsprengköpfe der Franzosen und Briten aus den USA...🤷🏼‍♂️

      • @Grenzgänger:

        Nein.

      • @Grenzgänger:

        Nein, Eigenentwicklung.



        Nur England verbaut Komponenten aus den USA und A.

      • @Grenzgänger:

        Das Uran dafür in Teilen wohl auch aus Russland.

    • @Jalella:

      "Europa könnte den USA mit einem Atomschlag drohen. Mal sehen, was Trump dann sagt."



      Was er dann vermutlich sagt? 'Nuke them, we got the biggest bombs in the world!' Mehr oder minder wörtlich.



      Und er hätte auch viele Amerikaner hinter sich, die eigentlich gegen ihn sind, sich nicht atomar aber nicht erpressen lassen.

      • @Encantado:

        Europa soll den USA atomar drohen?



        Die Amis haben das zehnfache an Atomwaffen. Die Amis haben vermutlich auch zehnmal so viele Trägersysteme einsatzbereit.



        Von der wirtschaftlichen Abhängigkeit Europas von den USA will ich erst gar nicht anfangen... - dagegen war der Gasentzug von Russland ein Kinderspiel.



        Wenn wir es uns mit den USA noch verspielen - wer bleibt dann noch übrig?



        Russland - Feind. China - quasi Feind. Indien - ist Kumpel von Russland und China.



        Europa steht ohne Rohstoffe und isoliert da - wir sind von den USA abhängig in jeglicher Hinsicht.

        • @Saskia Brehn:

          "Europa soll den USA atomar drohen?



          Die Amis haben das zehnfache an Atomwaffen."



          Sag ich doch.



          Wenn auch die reine Zahl nicht unbedingt ausschlaggebend ist.



          War ich so mißverständlich? Sorry.

          • @Encantado:

            Tschuldigung, war als Antwort an @Jalella gedacht. Ich bin ganz bei Ihnen.

    • @Jalella:

      Sie glauben also Paris oder London würden für Nuuk geopfert?

      Mal davon ab, dass das französische Arsenal dafür nicht ausgelegt ist und die britischen Raketen samt den U-Booten auf denen sie fahren faktisch von den USA geleast sind.

  • Jetzt sitzen wir mit Afrika und Lateinamerika in einem Boot. Die Erfahrung der Machtlosigkeit und der Unzuverlässigkeit des Völkerrechts kennt man dort schon lange.

    • @Joseph Kuhn:

      Wie wahr!

    • @Joseph Kuhn:

      Leider wahr :(

  • Wenn sich letztendlich nur 7 Natostaaten zur Souveränität Grönlands bekennen, stellt dies für die USA geradezu eine Einladung dar, ihre Pläne umzusetzen!



    Denn ich fürchte keiner wird es wagen die USA aufzuhalten!

    • @Harald Eberhard:

      So funktioniert das nicht.

    • @Harald Eberhard:

      Wie soll das auch gehen? Die USA sind nunmal die stärkste militärische Macht! Aufhalten könnten sie nur Russland + China zusammen. Das wollen wir ja auch nicht oder?

      Die USA laufen gerade Amok.

  • Jetzt mal ganz unabhängig von Grönland:



    Russland und China wollen Demokratien zerstören - die USA hingegen wollen sie wieder installieren.



    Von daher feier ich den Einsatz in Venezuela.



    Das unterjochte Volk in den totalitären Diktaturen in Kuba und Nicaragua bitte als nächstes befreien.

    • @Carnivore:

      Dann bitte auch den zukünftigen zugriff auf Grönland feiern, da dieser folgt nämlich der selben Logik der Machtpolitik der USA.

    • @Carnivore:

      Man kann gerade mitverfolgen, welchen Stellenwert die Demokratie in den USA hat.

    • @Carnivore:

      "Russland und China wollen Demokratien zerstören - die USA hingegen wollen sie wieder installieren."



      Die innenpolitischen Entwicklungen dort im letzten Jahr haben Sie aber mitbekommen, oder?

    • @Carnivore:

      Leider sind die USA auch keine Demokratie mehr. In einer Demokratie sind laut Verfassung Presse sowie Justiz unabhängig, wovon in Amerika nicht mehr die Rede sein kann, seit Mitglieder der Presse von Trump persönlich beleidigt und eingeschüchtert werden. Die Rechte von Minderheiten

    • @Carnivore:

      Die USA ist auch weniger an eine Demokratie in Venezuela interessiert, zu mal sie ihre eigene gerade einschränken.

    • @Carnivore:

      Ich glaube, du hast da was missverstanden. Es geht ganz offiziell um Öl, nicht im Demokratie. Daher hat der große Anführer auch vor und nach dem Angriff auf Venezuela mit den Ölfirmen gesprochen, aber wer die Demokraten noch den Kongress in Kenntnis gesetzt.

      Demokratieexporte waren natürlich schon immer ein zweifelhaftes Argument der US-Außenpolitik, aber spätestens seitdem ein Putschist dort den Rechtsstaat zersetzt und an der Autokratie arbeitet, hat sich das Argument auch ganz offiziell überlebt. Außer natürlich weltweite Meinungsfreiheit für Hetze gegen die richtigen Minderheiten, dafür setzt sich die Administration mit Herz und Seele ein.

    • @Carnivore:

      Die Motivation hinter der US-Amerikanischen Außenpolitik war es noch nie(!!!!) Staaten zu demokratisieren, oder die Interessen der Bevölkerung zu schützen. Sie war schon immer ausschließlich durch geo-politische und wirtschaftliche Interessen motiviert. Macht und freier Markt.

  • Das Ende Europas wäre es nicht. Die Russen sind im nicht in der Lage eine neue Front aufzumachen. Dieses zeitliche Fenster müsste Europa nutzen während es sich komplett von den USA entkoppelt. Schwierig aber machbar, wenn der politische Wille dazu existiert.

    • @Okti:

      "Die Russen sind im nicht in der Lage eine neue Front aufzumachen."



      Brauchen sie auch nicht. Ehe sich das Chaos der auflösenden NATO und ihrer sämtlichen Strukturen gelichtet hat, stehen sie längst in Brüssel.

      • @Encantado:

        Ah ja. Beamen die sich dahin, oder wie soll das funktionieren?

    • @Okti:

      Da wäre ich mir nicht so sicher, die sind im Hintergrund schon eifrig dabei, natürlich nicht sofort man hat wohl aus der Ukraine gelernt.

    • @Okti:

      So schätze ich das auch ein. Aber dann müssten unsere europäischen Staatenlenker jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, dieses Ziel (Unabhängigkeit von den USA) zu erreichen.



      Sehen Sie dafür irgendwelche Anzeichen?

      • @Abdurchdiemitte:

        Nein. Aber Not treibt Menschen bekanntlich. Daher würde ich nicht gleich vom Wort-Case Szenario ausgehen wollen.

      • @Abdurchdiemitte:

        "Aber dann müssten unsere europäischen Staatenlenker jetzt mit Hochdruck daran arbeiten, dieses Ziel (Unabhängigkeit von den USA) zu erreichen.



        Sehen Sie dafür irgendwelche Anzeichen?"



        Ich sehe vielmehr zu viele Anzeichen, dass unsere ach so geschätzten Staatenlenker sich mit Hochdruck in ihren persönlichen Petitessen verlieren...

  • Dass Putins Position besser geworden ist, möchte ich stark bezweifeln. Wenn die USA tatsächlich die Kontrolle über die venezolanischen Ölreserven erlangen, dann erhalten sie einen noch größeren Einfluß auf den Weltmarkt für Öl und über den Ölpreis dann auch einen größeren Hebel auf Russland.



    .



    Zitat: - "Putins Ziel, dass Russland bis nach Lissabon reichen soll ..." Mir ist unverständlich, wie man so etwas ernsthaft schreiben kann. :-(( Aber da wir schon in Lissabon sind: Wenn die USA als zuverlässiger Verbündeter ausfielen, dann wäre doch nicht eine Mischung aus EU-Kraftmeierei und Panik die vernünftige Reaktion. Sondern vielmehr eine Rückbesinnung auf die Idee eines gemeinsamen Sicherheitsraumes von Lissabon bis Wladiwostok. Natürlich kein Bündnis mit Russland gegen Dritte, aber doch ein Verständnis, dass der Westen Europas und Russland keine "Erbfeinde" sind und dies in beiderseitigem Interesse auch nicht werden dürfen. Das wäre dann nicht das Ende, sondern vielmehr der Neubeginn Europas.

    • @Kohlrabi:

      "Mir ist unverständlich, wie man so etwas ernsthaft schreiben kann."



      Verlautbarungen russischer Offizieller bieten hierfür einen recht soliden Untergrund.



      "...eine Rückbesinnung auf die Idee eines gemeinsamen Sicherheitsraumes von Lissabon bis Wladiwostok."



      Aaaah, da kommt's.



      "ein Verständnis, dass der Westen Europas und Russland keine "Erbfeinde" sind und dies in beiderseitigem Interesse auch nicht werden dürfen."



      Ich nehme an, das ist auch die Vision, die Putin so vorschwebt?



      "der Neubeginn Europas."



      ...unter russischer Flagge. Wladimir, bist du's?

    • @Kohlrabi:

      Nur möchte kein US-Ölkonzern venzolanische Ölfeöder. Die Förderung ist viel zu teuer. Und den niedrigen Ölpreis derzeit sprechen sie ja selbst an…

      • @metalhead86:

        Die ganze Golfküste und teile Kaliforniens warten da nur drauf. Diese ganzen Raffinerien sind Hauptsächlich ausgelegt für Schweröl.



        Oder noch einfacher gesagt, dem Orangenen seine ganzen Wahlkampf Financiers.

      • @metalhead86:

        Trump musste denen schon Subventionen für den Wiedereinstieg in die venezolanische Ölindustrie anbieten. So richtig rechnen kann er ohnehin nicht.

    • @Kohlrabi:

      „Sondern vielmehr eine Rückbesinnung auf die Idee eines gemeinsamen Sicherheitsraumes von Lissabon bis Wladiwostok.“



      Da sprechen Sie eine wichtige Erkenntnis aus. Historisch betrachtet blieb das bisher allerdings nur Fiktion: wegen der selbstgewählten Isolation Russlands bis Peter dem Großen (der erste richtige Europäer auf dem Zarenthron), später dann, im 19. Jahrhundert, wegen der imperialistischen Konkurrenz der europäischen Großmächte untereinander, dann diskreditiert durch den Hitler-Stalin-Pakt, schliesslich verhindert durch die Blockbildung im Kalten Krieg.



      Aber jetzt haben wir eine neue Zeit, die Neuaufteilung der Welt ist im vollen Gange und Europa steht tatenlos daneben.

    • @Kohlrabi:

      "Mir ist unverständlich, wie man so etwas ernsthaft schreiben kann"

      Die Geschichte Russlands in den letzten 500 Jahren zeigt, dass expansiver Imperialismus das ist, was in Russland immer das zentrale Leitmotiv der Politik war. Und wer das nicht versteht, kann mir nur leid tun.

      "Sondern vielmehr eine Rückbesinnung auf die Idee eines gemeinsamen Sicherheitsraumes von Lissabon bis Wladiwostok. "

      Glücklicherweise war das noch nie eine europäische Idee. Entsprechend kann es auch keine "Rückbesinnung" geben.



      Wenn Russland - irgendwann in ferner Zukunft - ein friedlicher, möglichst demokratischer Rechtsstaat ist, kann man beginnen, über eine friedliche Koexistenz nachzudenken. Solange dieses Land aber seinen Sinn darin sieht, andere Länder zu unterjochen, ist das selbstverständlich nicht möglich.

      • @Kaboom:

        Man hatte bisher doch auch keine Probleme sich mit dem kriegerischen US "Imperium" durch die Welt zu kämpfen.

      • @Kaboom:

        "Die Geschichte Russlands in den letzten 500 Jahren zeigt, dass expansiver Imperialismus das ist, was in Russland immer das zentrale Leitmotiv der Politik war."



        In den letzten 500 Jahren haben andere europäische Staaten noch einiges mehr an expansivem Imperialismus gezeigt.

        • @Francesco:

          Soso. Nennen Sie mal Beispiele.

      • @Kaboom:

        Zitat: - "Glücklicherweise war das noch nie eine europäische Idee."

        Oh doch. (Antwort gleichzeitig an @Encantado) - Es geht wohl sogar zurück auf De Gaulle, und nach 1990 ist es von verschiedenen westeuropäischen und russischen Akteuren aufgegriffen worden, u.a. gibt es ein Papier der Bertelsmann-Stiftung, das im Netz leicht zu finden ist. Es stand auch mal in einem Koalitionsvertrag, ein Verweis darauf findet sich hier noch in jüngerer Vergangenheit beim SPD-Wirtschaftsforum. Man muss also das Fahrrad nicht neu erfinden oder bei Putin eins ausleihen.

        www.spd-wirtschaft...n-bis-wladiwostok/

        Wobei da der Fokus auf einer Freihandelszone liegt. Aktuell müssten aber sicher Abrüstung und vertrauensbildende Maßnahmen im Vordergrund stehen.

        Natürlich wird Europa nicht "unter russischer Flagge" segeln (@Encantado). Aber es sollte auch nicht unter antirussischer Flagge segeln, im Zeitalter der neuen Unübersichtlichkeit schon gleich gar nicht.

        • @Kohlrabi:

          In dem SPD-Paper steht etwas von Handel und Normalisierung der Beziehungen. Von einem "gemeinsamen Sicherheitsraum" steht da nichts. Und auch bei de Gaulle findet sich davon nichts.



          Und was nun die Handelsbeziehungen angeht: Europa hat Russland alle Türen geöffnet. Noch 2014 wurde modernstes Militärgerät geliefert. Russland hat es aber vorgezogen, in den kalten Krieg zurückkehren. Russland - oder um genau zu sein die russischen Machthaber - ziehen diese Situation dem Frieden vor. Weil Russland im Frieden bedeutungslos ist.

  • Wieso sollte das nicht gehen? Zusammmen stellen wir mit Abstand die drittgrößte Militärmacht des Planeten dar. Atomwaffen sind auch vorhanden...

    • @spaltarsch:

      Es war betonte Politik, ohne USA nicht militärisch handlungsfähig zu sein (Fast-Ausnahme Frankreich). Dadurch mussten die Yankees nicht ständig den Knüppel für den Kontinent schnitzen und gab es Vertrauen.



      Ob man das zumindest für die nächsten drei Jahre ändert, ist eine andere Frage - Zeit würde es dauern, und es hätte Folgen.

      Zusammen ist da schon weiterhin am besten. Vielleicht beginnt Europa mal, in den USA anders zu lobbyieren.

    • @spaltarsch:

      Nur dass das Zusammen über die NATO läuft. Die aber nur durch die USA dieses Zusammen ermöglicht. Die entsprechenden Stäbe und Kommandos sind ohne US Personal quasi nicht-existent.



      Es fehlen auch wichtige strategische Fähigkeiten/Enabler wie Strategic Airlift, Logistics… WIr kommen doch gar nicht nach Grönland hin vor dem Faite Accompli. Und selbst auf dem heimischen Kontinent würde uns nach 14 Tagen die Puste ausgehen.

      Und was die Kernwaffen angeht:



      Das französische Arsenal hat den Zweck den Russen hinter dem Rhein zu halten. Mehr nicht.



      Das Britische beruht in ähnlichem Maße auf US-Technologie wie die NATO-Stäbe auf US-Personal.

      • @metalhead86:

        "... Das französische Arsenal hat den Zweck den Russen hinter dem Rhein zu halten. Mehr nicht. ..." Das deckte sich ja in den 1980ern mit der Nato-Doktrin, da war ja die BRD auch nur der Verzögerungsstreifen, wenn sowjetischen Panzer durch die Fulda-Gap einfallen. Angesichts der kurzen Vorwarnzeiten beim Einsatz atomarer Gefechtsfeldwaffen hat man sich als Zivilist auch weiter keine Gedanken gemacht, weil man davon ausging im Ernstfall ziemlich schnell tot zu sein.

  • Das große Problem, dass Europa für die USA schon seit geraumer Zeit nicht mehr Freund, sondern Konkurent ist, muss Europa verinnerlichen. Damit ist USA auch kein Freund.



    Niemand käme auf die Idee Militärstützpunkte für Russland oder China in Europa und Grönland zu etablieren und zu unterhalten, nur weil man in der Vergangenheit gemeinsame Interessen hatte.



    Europa muss ganz schnell eine multinationale Eingreiftruppe nach Grönland senden und alle US-Amerikaner und deren Mittelsleute des Landes verweisen; mit allen nötigen Mitteln die dafür notwendig sind. USA ist kein Freund. Russland will große Teile der Ukraine, USA die Abbaurechte und Europa soll das bezahlen.



    Nur wenn USA bemerkt, dass sie durch ihr Verhalten dem Reich China nun alleine gegenüber stehen werden kommen sie vielleicht auf den Gedanken "mit Freunden lebt es sich besser".



    Wenn sie sich nicht auf diesen Gedanken nötigen lassen, müssen wir auch keinen zukünftigen Feind füttern. Und wenn wir allem nur klein bei geben haben wir am Ende sowieso nichts mehr.



    Primäre Frage ist, würde jemand es gut heisen wenn wir für Russland oder China ein Ramstein unterhalten? bzw. das Gleiche in Grönland?

    • @Ramaz:

      Trump benutzte während seiner ersten Präsidentschaft den Begriff "foe". Gegner. Das trifft es.

  • Man muss jetzt endlich auch verhandeln - die Truppen der USA könnten sich ja auch ohne Okkupation sowieso frei entfalten, Platz genug wäre doch. Auch die Rohstoffe hat bisher keiner beansprucht. Die USA kommen eh günstiger weg, wenn Dänemark weiter die Insel subventioniert. Aber...

    Sonst wird es noch lange dauern, bis wir Europäer einer entschlossenen USA in der Situation irgendwie Paroli bieten können. Müssten wir nicht auch eine massive atomare Aufrüstung betreiben?

    Will man diese weitgehende Militarisierung dann akzeptieren?

    Mein Europa wäre das auch nicht.

    • @ttronics:

      Die USA haben doch schon Basen in Grönland. Und mir ist jetzt weder bekannt, dass dort einem Ausbau widersprochen wurde, noch dass US-amerianische Unternehmen davon ausgeschlossen wären, sich Lizenzen für Minen o.ä. zu beschaffen.



      Gegen die USA wäre Grönland nur symbolisch zu verteidigen, den größten Schaden hätten sie trotzdem selbst.

  • Was ist eigentlich Sinn von solchen Artikeln? Konnte schon vor ein paar Monaten lesen, dass das vielleicht unser letzter Sommer in Friedenszeiten war und jetzt muss nur noch der Ami in Nuuk landen, bevor Russen in Lissabon stehen. Geht davon die Aufrüstung jetzt schneller? Klar muss man immer informiert bleiben, aber muss man das Untergangsszenario durchspielen? Texte über den Untergang Europas kenne ich sonst nur von pi-news. Aber Hauptsache, das bringt jetzt Klicks. Hat mich sogar dazu gebracht einen Kommentar dazulassen. An andere weiterleiten werde ich es aber sicher nicht.

    • @Paul Anther:

      Vielen Menschen – vorallem linkerseits – scheint der Ernst der Lage eben nicht bewusst.



      Ähnlich wie bei der Klimakatastrophe. Nur dass es da eher die Rechte sind.

      • @metalhead86:

        Am rechten Rand sehnt man sich nach einem System nach Vorbild Russlands. Die Speichellecker sind geradezu ständig in Russland. Der eigentliche Chef vons janze meint, man solle Deutschland nicht verteidigen. Warum kommt das bei Ihnen nicht vor?

  • "Damit ist Putins Ziel, dass Russland bis nach Lissabon reichen soll, in greifbare Nähe gerückt. "

    Wo ist dieses Ziel formuliert worden? Ist das Putins Ziel oder ist es Ziel der Autorin, dass dies als Putins Ziel verstanden wird?

    "Ein Europa ohne Nato wird nicht überleben."

    Was ist gemeint, wenn die Autorin sagt, dass der Kontinent sterben wird, wenn die amerikanische Machtprojektion auf den europäischen Kontinent endet?

    "Russland ist bislang nicht im Baltikum einmarschiert, weil die Abschreckung einer US-geführten Nato funktioniert."

    Bitte. Journalismus. Recherchieren, argumentieren, überraschen.

    "Sollte Trump Ernst machen und Grönland angreifen, wäre dies das Ende von Europa – das Ende eines Lebens, wie wir es kennen."

    Falls sich Trump Grönland holt, falls, dann natürlich nicht als Angriff. Tippe auf einen Deal (Erpressung).

    Das Leben, wie wir es kennen, wird eher dadurch enden, dass wir Aufrüsten bis zum Anschlag, wie Russland, China, USA.



    Und dann..!

    • @Schleicher:

      Was ist dann die Lösung Schleicher? Als Spielball abwarten, woher der erste Tritt kommt?

  • Grundsätzlich war es das richtige Manöver, der USA stets zu signalisieren, dass man zwar stärker als die Russen, aber keine eigene oder unabhängige Gefahr an der Gegenküste ist. Westbindung.



    Die Ausnahme ist jedoch ein stumpfer Power-Player in dubioser Entourage, und deshalb sollten deutsche Politikers wohl dringend ihr Schulfranzösisch auffrischen und auch Großbritannien wieder stärker an- und einbinden.

  • Wenn ein Land ein anderes mit Besetzung bedroht, bestehen 2 Möglichkeiten: sich tmzucergeben oder Widerstand zu leisten. Warum schickt also Dänemark und eine Koalition der Willigen nicht sofort Truppen nach Grönland?. Angesichts der mehrheitlich innenpolitischen Ablehnung von neuen Kriegen der USA, würde Trump höchstwahrscheinlich nicht eigene Natotruppen angreifen können. Wozu dienen eigentlich Mllitärberater?

    • @Rinaldo:

      Wie wäre es mit zivilem Ungehorsam im Fall einer Besetzung? Oder würden die USA gegen grönländische Zivilisten vorgehen?

  • "Das Ende Europas", das ist mal wieder eine Überschrift, da kriegt man es als Europäer wirklich mit der Angst zu tun. Ich verstehe auch nicht warum es das Ende Europas sein sollte, Russland ist nicht so stark wie es tut, seit 3 Jahren währt sich die deutlich schwächere Ukraine erfolgreich gegen Russland. Um Russlands Wirtschaft steht es auch nicht gut bestellt, dagegen ist die EU ein Wirtschaftsriese, für Europa heißt jetzt erwachsen werden und auf eigenen Beinen stehen, besonders militärisch, das bedeutet eben mehr Geld in die Verteidigung zu investieren. Ohne wird es nicht gehen, wenn wir weiter in Freiheit und Selbstbestimmt leben wollen.

    • @Ignis Ferrum:

      Die Realität ist deutlich weniger beruhigend. Russland gewinnt derzeit in der Ukraine – langsam, aber stetig. Die Ukraine hält nicht aus eigener Stärke durch, sondern nur dank massiver westlicher Hilfe. Gleichzeitig blutet das Land aus: wirtschaftlich ruiniert, Millionen Geflüchtete, Hunderttausende Tote und Verwundete. Diese Verluste sind kaum ersetzbar. Russland hingegen kann Menschen, Material und Zeit aufbringen.

      Auch wirtschaftlich ist Russland stabiler als lange behauptet. Sanktionen haben es nicht in die Knie gezwungen, die Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren, das Regime sitzt fest im Sattel. Die Hoffnung auf einen russischen Kollaps war Wunschdenken.

      Die EU mag ein Wirtschaftsriese sein, sicherheitspolitisch ist sie ein Zwerg: zerstritten, langsam, abhängig von den USA. „Erwachsen werden“ klingt gut, doch Aufrüstung braucht Jahre, politischen Willen und gesellschaftliche Akzeptanz – all das fehlt bislang. Das eigentliche Risiko ist kein dramatisches „Ende Europas“, sondern ein schleichender Machtverlust, während die Ukraine ausblutet und Russland seine Ziele Schritt für Schritt durchsetzt.

      • @Zippism:

        "Auch wirtschaftlich ist Russland stabiler als lange behauptet. Sanktionen haben es nicht in die Knie gezwungen, die Rüstungsindustrie läuft auf Hochtouren, das Regime sitzt fest im Sattel. "

        Sanktionen brauchen Zeit, um zu wirken. Jeder kann sich das am Beispiel Iran vor Augen führen. Die russische Wirtschaft ist allerdings inzwischen von 2 Dingen abhängig: Von der Kriegswirtschaft (ohne die die wirtschaftlichen Daten des Landes ein Desaster wären) und von China. Wenn Russland bei seinem Kurs bleibt, ist es in ein paar Jahren nichts weiter als ein Satellitenstaat Chinas mit Atomwaffen.



        Und was nun das "Durchsetzen seiner Ziele" durch Russland angeht: Russland hat 2025 weniger als 1% der Ukraine zusätzlich erobert. Es wird weitere hunderttausende russischer Toter fordern, die Ziele Russlands zu erreichen. Und irgendwann wird der Blutzoll jeder noch so geknechteten und mit Agitprop vollgestopften Bevölkerung zu viel. Und wer sich die Geschichte Russlands anguckt, der lernt sehr schnell, dass sowas für Despoten ziemlich endgültige Effekte haben kann.

  • "Die Verteidigung der europäischen Länder funktioniert nicht ohne die USA. Das weiß Trump ganz genau. Putin aber auch. "



    Fatalismus !



    In der jüngeren Geschichte sind noch keine Nationen unter gegangen. Weder in Vietnam, Korea, Iran (!), Irak, Kuba (!) und Polen und viele andere, in denen sich die Bevölkerung gegen Invasoren wehren mußten.



    Wer in der EU die Europäische Union nicht verteigen will, soll (muss) aussteigen.

    • @LeKikerikrit:

      "In der jüngeren Geschichte sind noch keine Nationen unter gegangen."

      Man muss nur nach Jugoslawien schauen, so lange ist das doch noch nicht her.

    • @LeKikerikrit:

      Ehm ... in der realen Welt gab es Polen als Staat ein paar Jahrzehnte nicht, und es verschwand nach der "Zusammenarbeit" zwischen der USSR und Nazi-Deutschland während des 2.WK ebenfalls einige Zeit. Die baltischen Staaten gab es während der sowjetischen Okkupation nicht. Etc. pp.

    • @LeKikerikrit:

      Tibet. Ich glaube, da setzt sich nicht mal mehr jemand für die Freiheit ein. Eine Reihe "kleinerer" Staaten, die gemeinsam mit Indien die Unabhängigkeit erhielten und jetzt zu Indien gehören

    • @LeKikerikrit:

      "In der jüngeren Geschichte sind noch keine Nationen unter gegangen. Weder in Vietnam, Korea, Iran (!), Irak, Kuba (!) und Polen und viele andere, in denen sich die Bevölkerung gegen Invasoren wehren mußten."

      Tschetschenien.



      Kuwait existiert auch nurnoch durch Intervention Dritter. Ebenso Polen und Österreich.



      Die drei baltischen Staaten konnten vor ihrer vollständigen Zersetzung ihre Unabhängigkeit wiedererlangen.



      Aber da können wir gerne über die Definition von "jüngerer Geschichte" streiten.

      • @metalhead86:

        Tschetschenien war nie ein unabhängiges Land. Da könnten Sie genauso Bergkarabach anführen.

  • Ironie der Geschichte; dank Trump wird möglicherweise das eintreten, was sich viele Linke und seinerzeit auch Grüne (man glaubt es heute kaum) in ihrer unbedarften Jugend erträumt haben, nämlich das Ende der NATO. Und zwar schneller als erträumt (damals, Anfang der Achtzigerjahre zu Hochzeiten der Friedensbewegung, hieß es noch: Deutschland raus aus der NATO!).



    Uns älter gewordenen ehemaligen Friedensbewegten dürfte heute angesichts dieser Vorstellung allerdings doch etwas klamm werden.

  • Liebe Eva!



    "Das Ende Europas" - das ist ein Titel für die BILD, nicht für die TAZ!!! Das Ende von was? Dem geografischen Kontinent? Der europäischen Union? Europäischer Werte? Und auch der Rest des Artikels ist mehr Parnikmache als argumentative Reflektion.



    Ja, die europäischen Werte stehen im Moment stark unter Druck und die Europäische Union befindet sich seit vielen Jahren in einer jämmerlichen Verfassung. Aber "Trump übernimmt in 20 Tagen Grönland" und "ein Russland mit Westgrenze Lissabon", ... Auch wenn es von beiden Seiten solche Aussagen gibt, ist das Stammtischgeschwätz. Trump hat sich mit Venezuela viel Scheiße ans Bein geholt, weiß das nur noch nicht und Putin beißt sich seit 4 Jahren an der Ukraine die Zähne aus.



    Ja, in Europa muss etwas geschehen, wenn die Werte der französischen Revolution bewahrt werden sollen. So damatisch ist es. Da stimme ich Ihnen vollkommen zu.



    Aber zackiger Revolverblatt-Journalismus schürt nur Angst. Und Angst ist genau das zentrale Problem Europas: Angst vor sich selbst und Angst auch nur irgendetwas zu verändern, eine Art Schockstarre. Aber reflektierender Journalismus auf der Suche nach Lösungen könnte gegen diese Angst helfen.

    • @Tinus:

      Man kann die Augen auch verschließen. 2022 hat niemand damit gerechnet das Putin ernsthaft die Ukraine angreift, diese hält sich mit massiver westlicher Hilfe momentan geradeso über Wasser verliert aber ständig weiteres Staatsgebiet und blutet wirtschaftlich aus. Die Millionen Geflüchteter nicht zu erwähnen.



      Trumps Venezuelaaktion kam ebenfalls für jeden sehr überraschend, das wird mit Grönland genauso geschehen.

    • @Tinus:

      Sich in Stil und Semantik zu ergehen ist tatsächlich auch eine Bewältigungsstrategie für eine Lage die auf den eigenen Untergang zuläuft.

  • Danke für diesen Artikel!



    Die Bundeswehr macht seit Ampelbeginn ja ständig Fortschritte.



    Doch dem von Merz selbstgestecktem Ziel der "stärksten konventionellen Armee Europas" sind wir noch Meilen entfernt.



    Interessant, dass nun gerade Diejenigen, die von Militarisierung sprechen und "Zwangsdienste" befürchten, nun "deutliche Unterstützung" Dänemarks fordern.



    Wie soll das konkret aussehen?



    Derzeit ist die US Army zentrale Stütze der Europäischen Verteidigung. Wie lange noch?



    Da werden die linken Rechenschieber, die eine Übermacht der NATO gegenüber Russland verkündeten, ihre Ergebnisse anpassen müssen.



    Jahrzehntelang waren wir in der Lage wirtschaftliche Anreize und Geld zur Unterstützung unserer Diplomatie zu gebrauchen.



    Leider ist beides gerade Mangelware.



    Hinzu kommt, dass es der Unionsseite der Regierung leider eklatant an Erfahrung und Fingerspitzengefühl fehlt.



    Merzi liegt da in jeder Hinsicht vorn.



    Dem Artikel stimme ich völlig zu.



    Es ist schon Nichts mehr, wie es war, wir haben nur versucht, das zu ignorieren.



    Doch allmählich nutzt Ohren und Augen zuhalten nichts mehr.



    Wir müssen, statt zu Jammern, beginnen, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen.

    • @Philippo1000:

      Danke für diesen Kommentar. Man bekommt hier ansonsten stark den Eindruck einer gewissen Freude auf einen angeblich bevorstehenden Untergang ganz Europas oder der Welt. Welchen Nutzen hätte das alles für die USA, für China und auch für die Russen? Wo sich doch (vielleicht bis auf Russland mit einem Trieb zur Selbstzerstörung) langfristig alles ums Geld dreht, um Märkte und Absatz? Bei aller Sorge sehe ich seit Donald dem Großen eigentlich viele Chancen für Europa, wenn es sich emanzipiert und aufwacht.

      • @Passionsblumenstrauß:

        Sollten Sie annehmen, Trump und seine Lakaien würde es interessieren, was mit den USA, Europa oder der Welt passiert, liegen Sie falsch. Diese Leute beabsichtigen, sich und ihren Geldgebern die Taschen vollzumachen. Weitere Ziele gibt es nicht.

  • Die einzige Lösung: Mehr Spionage, Aufrüstung und eine europäische Atombombe. Ohne werden/sind wir brutal erpressbar. Das ganze Friedesblabla funktioniert halt nur, wenn die Nachbarn nett sind.

    • @Stefan Gröschel:

      Was ist jetzt aus "Frieden schaffen ohne Waffen" geworden? Sowas in einem linken Blatt zu lesen, tztz...

      • @mullhart:

        Es hat wohl ganz einfach nicht geklappt, so ohne Waffen

    • @Stefan Gröschel:

      Projekt Götterfunke klingt super.



      Nur wer bekommt die Launchcodes?



      Das EU-Kommisionspräsidium? Das EU-Parlamentspräsidium? Der Europarat? Irgendein hohes Tier aus einem EU-Mitgliedsstaat? Aus einem europäischen Staat der nicht EU-Mitglied ist?

  • Wie üblich wird die Lage zwar analysiert, aber die Schlußfolgerungen werden verschwiegen: Deutschland muß massiv aufrüsten und das schließt Atomwaffen mit ein. Es ist eindeutig, daß Europa und Deutschland sich zukünftig gegen drei Großmächte verteidigen können muß. Nebenbei: Nach diesen Maßnahmen kann man sich Grönland auch wieder zurückholen.

    • @Alberta Cuon:

      So Atommacht gegen Atommacht. Klar.

  • So wie die Ukraine allein dastand (an der Nase herumgeführt durch 5000-Helme-Deutschland) wird auch Dänemark allein dastehen. Das war nebenbei auch der ganze Grund zur Sprengung von NordStream II, es sollte verhindert werden, daß Deutschland der Ukraine, Polen und den baltischen Ländern in den Rücken fällt.

  • "Internationales Recht gilt nicht mehr, wenn man eine militärische Großmacht ist." – Nur Russland ist keine militärische Großmacht, wie z.B. die USA. Russland steckt in der Ukraine nicht nur durch Waffenlieferung der USA auf der Stelle, sondern eben auch, weil die russische Armee eben keine Großmacht ist, sondern ein Land welches so tut als ob.

    Was für die USA jedenfalls passieren wird, sie werden jede Soft-Power verlieren, die bisher gehabt haben. Sie werden nur noch durch Drohungen und Gewalt irgendwas bekommen können, weil Vereinbarungen oder Bündnisse mit den USA nichts mehr wert sind. Schon die Auflösung von USAID hat hier wohl sehr viel kaputt gemacht.

  • Willkommen in der liberalen Wirklichkeit.

    Wer (wie die taz) dem Sonntagsgeschwätz von internationaler Ordnung, Völkerrecht, globalen Partnerschaften oder unzerbrechlichen Allianzen geglaubt und zugleich die Hymne der freien Selbstentfaltung im freien Wettbewerb laut mitgesungen hat, muss sich langsam einmal eingestehen, dass er auf das Pferd seiner eigenen Widersprüche gesetzt hat. Soviel sollte auch einem noch so wirren Geist klar sein: Wer Wettbewerb sät, wird niemals Frieden ernten. Der riskiert nur, dass die nächste Ordnung nicht die seine sein wird.

    Wer beim gemeinsamen Federballspiel möglichst viele Ballwechsel schaffen will, spielt ein anderes Spiel, als der, der beim Badminton, Punkt, Satz und Sieg einem anderen abringen will. Man kann nicht beides gleichzeitig spielen.

    • @DemokratischeZelleEins:

      Im Geschäftsleben, sowie auch im privaten Bereich und in der Politik, gilt es sich an die Gesetze und Verträge zuhalten.



      Alles andere ist Mumpitz. !

      • @Alex_der_Wunderer:

        So einen Mumpitz sagten der Führer und Stalin, sagen Putin und Trump auch.

  • "wäre dies das Ende von Europa – das Ende eines Lebens, wie wir es kennen."

    Briten und Franzosen verfügen zusammen über 530 Atomwaffen. Der US Anteil beträgt nur 130 in Europa. Wieviel sollten es denn nach Vorstellung der Autorin bitteschön sein, damit sich Europa sicher fühlen darf?

    Auch der Rest des Textes verkennt die Lage doch deutlich. Briten, Polen, Skandinavier etc sind militärisch gut aufgestellt und durchaus im Stande Russland etwas entgegenzusetzen.

    Und auch Deutschland bitte nicht immer kleinreden, das sage ich hier als Norweger. Deutschland ist bekannt für seine etwas längere Anlaufzeit, aber wenn hier erst etwas ins Rollen kommt, dann auch richtig.

    Ein Blick in die Ukraine sollte eigentlich reichen um zu verstehen, dass man es mit einem Papiertiger zu tun hat, der nur wirklich groß darin ist Angstszenarien zu erzeugen.

    Und auch wenn Trump Grönland annektiert, dann ändert sich für das Leben der Europäer erstmal gar nichts.

    Ehrlich gesagt verstehe ich die Intention derartiger Artikel nicht. Ich lebe 400km Luftlinie von der russischen Grenze entfernt. Vor meiner Haustür beginnt quasi die Arctic Front. Aber auf derartige Gedankenspiele würde hier keiner kommen.

    • @Sam Spade:

      Ein Artikel des BBC sieht das mit dem "gut aufgestellt" sein der Briten anders.

      "There remains little evidence that the UK has a plan to fight a war lasting more than a few weeks," argues Rusi's Hamish Mundell. "Medical capacity is limited. Reserve regeneration pipelines are slow… The British plan for mass casualty outcomes appears to be based on not taking casualties."

      www.bbc.com/news/articles/c5yq5zdv907o

  • Wir können uns nur in Teilen ausmalen, was Das Ende der Nato für Europa bedeuten würde. Es wäre aber sicher nicht das Ende von Europa, wie die Autorin insinuiert. Das ist Panikmache.



    Das Beispiel Pesco und Dänemark ist aber ein gutes. Es zeigt auf, wie sich ein Europa der Partikularinteressen und Egoismen verschieben würde. EU-skeptische Länder würden besser eingehegt, die ohnehin fragile deutsch-französische Machtachse würde nichts mehr gelten. Wirtschaftliche Macht würde sich hin zu militärischer Macht verschieben, das wäre vor allem für Deutschland ein Einschnitt, aber auch für Länder wie Spanien, Benelux und Österreich. Für Länder wie Polen bedeutete es einen Machtzuwachs. nicht zu reden von Großbritannien, das fortan Sonderrechte für den europäischen Markt aushandeln würde. Mit der Neutralität der Schweiz und Österreichs wäre es dann auch vorbei.

    So gesehen, es wären massive Umbrüche in Europa, ein Ende von Europa wäre es aber nicht. Da setze ich der Schwarzmalerei Weißmalerei entgegen: Es wäre der Einstieg in die Vereinigten Staaten von Europa.

    • @rakader:

      Es ist wohl das Ziel von Trump / den USA ein gewisses Mitspracherecht in Europa zu bekommen. Bei geschickten Verträgen / Regelungen durch die Europäischen Staaten mit den USA sollte eine friedliche Kooperation möglich sein. Realitätsbewusstsein und Verantwortung gegenüber den Bevölkerungen ist jetzt von allen Europäischen Staaten angesagt, wenn Eskalationen verhindert werden sollen.

    • @rakader:

      Warum wäre es mit der Neutralität der Schweiz vorbei?

    • @rakader:

      Ganz genau







      Und ich finde den Artikel auch unangemessen und inhaltslos (seit wann will Putin nach Lissabon?) und übertrieben (Europa geht unter?).

  • Europa ist ein schlafender Riese mit zwei Atommächten und dreimal soviel Einwohnern wie Russland. Er muß sich nur organisieren.

  • vielleicht doch ein paar Truppen von mehreren europäischen Großmächten in die Ukraine schicken, oder ein paar moderne Kampfjets? Trump fischt im tieftrüben, Europas Eingreifen in der Ukraine wäre völkerrechtskonform.

    • @Conrad Lausberg:

      Was tun wenn diese Truppen dann Opfer eines Angriffs werden? Mehr schicken? Den Russen glaubhaft (ohne die USA) drohen?

  • tja, nur wie darauf reagieren, das ist die Frage.



    Europa muß den Preis für eine Annexion Grönlands sehr hoch treiben, nur dass wird Trump bremsen. Aber die verzagten Reaktionen aus Europa lassen vermuten, dass Dänemark am Ende alleine dastehen wird, das wird auch der Anfang vom Ende der EU sein, der NATO sowieso.

    • @nutzer:

      @nutzer

      Die USA werden einfach in Grönland mit ein paar zusätzlichen Kräften landen, die haben eh schon einen großen Stützpunkt, sonst gibt es in der Nato keinen, der da so schnell genug Truppen hinbekommt. Und sollten die dann auf US Soldaten schießen?



      Ich bin nicht so pessimistisch, was die EU und die Nato betrifft, Grönland ist jetzt auch wieder nicht so wichtig und es geht eher um diplomatische Gesichtswahrung?

      • @ttronics:

        Militärisch macht es keinen Sinn, Überlegungen in irgendeine Richtung anzustellen, niemand wird gegen die USA kämpfen, das ist ausgeschlossen, allein schon, weil Europa die USA im Konflikt mit Russland benötigt.



        Europa steckt in der Zwickmühle, lässt es sich von den USA ein Territorium wegnehmen und reagiert nicht darauf, ist die EU keine ernstzunehmende Partei mehr. Die inneren Spannungen aus einer Annexion werden dann auch die EU sprengen. Eine Konfrontation mit den USA ist ebenso nicht zu gewinnen, weil die EU eben nicht ein, sondern viele Staaten sind, obendrein uneins. Bei einer militärischen Gegenwehr wäre der Schutz der USA für Europa und der Ukraine sofort weg.



        Lediglich politischer Gegendruck, abseits von Erklärungen kann funktionieren, es gibt einige Punkte wo die USA die EU brauchen. Das ist schwach, aber die einzige Chance.

      • @ttronics:

        "Grönland ist jetzt auch wieder nicht so wichtig..."



        Wenn Sie jetzt anfangen, Länder nach Wichtigkeit zu sortieren, sind Sie bereits auf einer ganz schiefen Ebene.



        Ich nehme an, Zypern ist dann auch nicht so wichtig? Malta? Litauen? Luxemburg?

    • @nutzer:

      Das ist wohl zu 100% wahr. Es gibt europäische Länder, die sogar noch Kolonien in den Amerikas haben: Frz. Guayana, Falklands, Curacao. Das unwirtliche Grönland wurde nie als solche wahrgenommen. Es wäre wahrlich taktvoller von Trump, würde er woanders anfangen mit der Reamerikanisierung. Aber so ist er halt nicht. Zu dumm.

    • @nutzer:

      Trump folgenden Deal anbieten:



      Du kriegst Grönland! Aber nur wenn eure Spezialeinheit Putin schnappt und er vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt wird!

      Hauptsache, die Ukraine kann ihre rechtmäßigen Territorien von der Krym bis zum Donbass wieder bekommen.

      Oder sollen wir die Ukraine ausliefern an Russland?

      • @Troll Eulenspiegel:

        Warum sollte Trump bei seiner Mentalität Putin schnappen lassen?

      • @Troll Eulenspiegel:

        Wer glaubt das so ein Vorgehen auch nur im Ansatz gutgehen könnte.

        • @Zippism:

          Klar, wenn Trump den Deal annimmt, wird er trotzdem Grönland einverleiben, obwohl er Putin weder entführt noch ermordet hat.

          Die Optionen sind:



          Nichts tun. Trump nimmt Grönland.



          Deal. Trump nimmt Grönland.



          Verteidigen. Trump nimmt Grönland. Und schmeißt auf uns Bomben.

          Und da ist nichts zu tun und herumzusitzen, wie es Merz gerade tut neben der Idee, dass Bomben fallen werden sollten wir Solidarität mit (von mir aus auch unabhängigen) Grönland zeigen, aus meiner Sicht noch fataler.

          • @Troll Eulenspiegel:

            "Nichts tun. Trump nimmt Grönland."

            Die einzig realistische Option, da Europa auch mit einem aktiven Krieg auf dem Kontinent seit Jahren zu bequem ist eine eigene Sicherheitsarchitektur aufzubauen. Das ist nun der Preis den man dafür bezahlen muss.

  • Das stimmt so nicht. Konventionell ist die Nato ohne USA Russland sogar überlegen, gibt dazu eine gute Studie von Greenpeace. Diese Tendenz wird sich verstärken, da die EU Nato Länder massiv investieren, selbst kaufkraftbereinigt ergeben sich deutlich höhere Investitionen, während RU Panzer aus dem Museum in der Ukraine einsetzt. Sie haben es nach Jahren nicht geschafft Ukraine einzunehmen. Ich möchte die Gefahr durch RU nicht herunterspielen. Es brauch mehr Koordination in der Verteidigung innerhalb der EU. Aber finde die Tendenz gefährlich, so stark aufzurüsten wie es gerade der Fall ist, und Angst zu schüren dass die USA gebraucht würde. Auch eine blind Aufrüstung ist nicht sinnvoll. Im besten Fall stehen die Panzer rum und verrosten. Im schlechtesten Fall werden sie eingesetzt - aber nur zur Verteidigung? Glaube ich nicht.

    • @pachamama89:

      "Konventionell ist die Nato ohne USA Russland sogar überlegen"



      Nach Zahlen vielleicht, ja. Aber wenn die USA schlagartig aus sämtlichen Strukturen fallen, funktioniert eine ganze Weile erst einmal gar nichts mehr. Dann löst auch die theoretische Überlegenheit in Luft auf.



      Und von Kampfeswillen und Entschlossenheit wollen wir erst einmal gar nicht anfangen.

  • Am ende wird es dann nur eine maximal große Stationierung der USA-Soldaten werden, mit weitreichenden Befugnissen gegenüber Grönland, bzw. Denmark. Da wird Denmark einfach zustimmen, wie auch die restlichen EU-Staaten, denn ohne USA geht eben nicht. So hat es USA unter Trump einfacher als Putin gegenüber seinen ehem. Flüchtlingsstaaten. Trump muss nicht einmaschieren, oder Krieg führen, die europäischen demokratischen Staaten machen da einfach mit aus Angst vor Putin. Ein sehr effizientes Zusammenspiel zwischen Trump und Putin. Kein Wunder das sich beide so gut verstehen. Daher hat die Ukraine auch schon seit der aktiven Einmischung von Trump den Krieg verloren, denn beide Völkerrechtsmissachter teilen sich die Ukraine untereinander auf. Die EU dient hierbei nur der moralischen Unterstützung auf dem Weg zum Ziel.

  • Ob das nicht einfach nur wiedermal ein argumentativer Überdreher von Trump ist, um seine Verhandlungsausgangsposition höher zu bringen. Ein billiger Immobilientrick aus seiner beruflichen Erfahrung, die allerdings auch nicht immer funktionierte. Aber aus der Masche kommt er eben nicht so leicht raus, unser Präsi im Rentenalter.

    • @Sonnenhaus:

      Wie zuverlässig seine Drohungen sind, solltest Du seit der Invasion und dem Regime Change in Venezuela gesehen haben.

    • @Sonnenhaus:

      Gute Gedanken. Ich musste ein bisschen schmunzeln.

  • "... das Ende eines Lebens, wie wir es kennen"

    Und es liegt allein in der Hand von ein paar us-amerikanischen Oligarchen, ob das passiert oder nicht.



    Europa ist größer (mehr als 2 x so viele Einwohner; sogar nur die EU ist noch viel größer als die USA) , Europa ist wirtschaftlich viel mächtiger als die USA (aber eine Wirtschaftsmacht ohne Plan und gemeinsames Ziel); allein militärisch ist Europa den USA weit unterlegen - nicht quantitativ, aber qualitativ.



    Wer dumm genug war, den us-amerikanischen Imperialismus jahrzehntelang zu übersehen oder absichtsvoll zu irgnorieren - es waren ja Ausbeuter im gleichen Geiste und somit 'natürliche' Verbündete - muss jetzt die Zeche für seine selbst verschuldete Blindheit zahlen. Aber die wirklich Schuldigen werden genug Kohle und Gelegenheiten haben, sich diese Schlacht aus der sonnigen Ferne anzuschauen.



    Am Arsch sind mal wieder die Ausgebeuteten. Es graut mir in dieser Lage, meinen Kindern und Enkelkindern in die Augen sehen zu müssen. Denn mit Recht fragen sie, warum wir bei all' dem Jahrzehnte einfach zugeschaut haben - für ein bisschen Wohlstand und die paar Brotkrumen, die die Imperialisten von ihren Tischen haben herabfallen lassen.

    • @Tiene Wiecherts:

      „Ein paar US-Oligarchen“ als allmächtige Strippenzieher – bequem. So muss man weder Europas eigenes Versagen noch die eigene politische Trägheit benennen. Europa ist nicht ohnmächtig, es ist orientierungslos, selbstzufrieden und konfliktscheu. Jahrzehntelang wollte man billige Sicherheit, billige Energie, billige Moral – geliefert von anderen. Jetzt überrascht tun, dass Abhängigkeiten ihren Preis haben, ist keine Analyse, sondern Selbstentlastung.

      Der Verweis auf „Imperialismus“ ersetzt keine Strategie. Wer immer nur moralisch klagt, aber politisch nichts durchsetzt, wird zwangsläufig Objekt fremder Interessen. Nicht die USA haben Europa entmündigt – Europa hat es selbst getan, aus Bequemlichkeit und Angst vor Verantwortung. Militärisch unterlegen? Ja. Aber vor allem mental: unfähig, Macht als Realität zu akzeptieren und entsprechend zu handeln.

      Und die Kinder? Die werden uns nicht fragen, warum „die Imperialisten“ böse waren. Sie werden fragen, warum wir trotz Wissen, Ressourcen und Zeit lieber kommentiert als entschieden haben. Nicht Ausbeutung ist das Kernproblem, sondern die Weigerung, erwachsen Politik zu machen.

    • @Tiene Wiecherts:

      Ich finde ihre kämpferische Haltung gut. Aber sie liegen in den Basisfakten nicht richtig.

      Die USA sind vom BIP und vom realen BIP größer als die EU selbst wenn man Großbritannien dazurechnet. Ganz zu schweigen von dem Gerangel untereinander und der Hoffnung einiger Regierungen, durch Servilität verschont zu werden. Und die USA haben durch die TechRiesen auch strukturell eine viel größere Kraft und Erpressungsmacht als wir im Gegenzug haben. Wir sind auch wirtschaftlich nicht ansatzweise auf Augenhöhe.

      • @JK83:

        OK, das BIP der EU plus Großbritannien liegt bei 81% der USA (aber es gibt ja noch viele Länder mehr in Europa). Ob das BIP auch wirklich die realen wirtschaftlichen Fähigkeiten abbildet, ist zumindest umstritten. (Jeder Unfall erhöht das BIP, jeder Mord oder jede Beerdigung auch; und noch vieles Unsinnige mehr - ob das wirklich eine starke Wirtschaft ausmacht?)

        • @Tiene Wiecherts:

          Das BIP schlechtzureden ist der nächste bequeme Ausweg. Natürlich misst es nicht „Sinn“ oder „Wohlstand“, sondern Wertschöpfung. Aber genau daraus entstehen Macht, Handlungsspielräume, Technologie, Militär, Einfluss. Wer behauptet, wirtschaftliche Stärke sei wegen Autounfällen und Beerdigungen eine Illusion, verwechselt Statistik mit Politik.

          Entscheidend ist nicht, ob das BIP perfekt ist, sondern was man daraus macht. Die USA verwandeln ihre Wirtschaftsleistung in Innovation, strategische Industrien und geopolitische Durchsetzungskraft. Europa verwandelt sie in Binnenstreit, Regulierungsfetisch und moralische Selbstvergewisserung. Das Problem ist also nicht, dass das Maß falsch ist – sondern dass Europa seine reale wirtschaftliche Potenz nicht bündelt, nicht priorisiert und nicht verteidigt.

          Eine Wirtschaft ist nicht stark, weil ihre Kennzahlen „schön“ sind, sondern weil sie Ziele definiert und Mittel konsequent einsetzt. Solange Europa lieber über Messmethoden diskutiert als über Macht, wird es trotz aller Zahlen politisch leichtgewichtig bleiben.

  • Ja, es wird einen bewaffneten Konflikt mit den USA geben. Alles richtig. Es wird eng für Europa. Und richtig: Das Leben wie wir es kennen ist bald Geschichte. Aber: Putin wird durchmarschieren und Europa ist nicht wehrlos. Es könnte umgekehrt ein Erwachen des alten Kontinents passieren. Eine Rückbesinnung und Neuorganisation. Kleinmut ist fehl am Platz. Putin dachte er kriegt die Ukraine in 4 Tagen. Jetzt hat er in vier Jahren kaum Fortschritte erzielt.



    Die USA haben nicht mal Afghanistan besiegt. Etwas mehr Selbstvertrauen sollten wir haben!

    • @Reisehank:

      "Die USA haben nicht mal Afghanistan besiegt. Etwas mehr Selbstvertrauen sollten wir haben!"

      An dieser Katastrophe waren auch eine ganze Reihe europäischer Länder beteiligt, genau wie im Irak.

    • @Reisehank:

      Hoffentlich gibt es keinen bewaffneten Konflikt mit der USA, und wie sehe ich das nicht. Ansonsten bin ich ganz ihrer Meinung.

      Putin wird natürlich nicht bis Lissabon durchlatschen. Das hatte er nie vor, das habe ich nie gehört. Woher hat sie das?

      Und die EU ist eine starke Staatengemeinschaft. Vielleicht vereinen wir uns wieder mit Russland.

  • Die Welt ist nun einmal unfair.



    Es war ein großer Fehler, dass wir uns nicht mit Moskau arrangiert haben. Mit der UDSSR hat das auch funktioniert und die war wesentlich imperialistischer und aggressiver (Prager Frühling z.b. lässt grüßen) als das heutige Russland. Möglich wäre das natürlich nur gewesen, wenn man wie früher bei der UDSSR die russische "Einflusszone" akzeptiert hätte.



    Überhaupt hätten wir eine Politik verfolgen sollen bei dem wir uns mit allen Großmächten arrangieren hätten können, um sie ggf. auch gegeneinander ausspielen zu können. Die Sympathie der großen neutralen Staaten wie z.B. von Brasilien wäre uns sicher gewesen.

    • @Alexander Schulz:

      "Möglich wäre das natürlich nur gewesen, wenn man wie früher bei der UDSSR die russische 'Einflusszone' akzeptiert hätte."

      Süd- und Mittelamerika als Teil der us-amerikanischen Einflusszone akzeptieren "wir" doch auch!

    • @Alexander Schulz:

      Da bin ich ganz bei Ihnen.

      Aber UdSSR schreibt man so. Es hieß "Union der sozialistischen Sowjet-Republiken" .

    • @Alexander Schulz:

      Das setzt voraus dass die Großmächte dadurch saturiert wären und z.B. dass das russische Gerede von einer Vormacht über Europa nachdem die USA verdrängt wurde nicht umgesetzt wird.

      Was wenn die Interessen dieser Großmächte in einer direkten Kontrolle Deutschlands (Demokratie abschaffen, AfD-Regierung einsetzen) bestehen? Wie viele territoriale Zugeständnisse gegenüber Russland wären Sie bereit einzugehen? Es leben immerhin einige Millionen Russischsprachige in Deutschland, die Moskau schützen könnte....Ostdeutschland war auch mal russisches Einflussgebiet!

      Hätte eine solche Politik Grönland vor einem amerikanischen Zugriff geschützt?

      • @Chris McZott:

        Die Russischsprachigen Bewohner Deutschlands sind überwiegend Russlanddeutsche. Soweit geht deren Zuneigung zu Russland nicht, dass sie eine russische Invasion begrüßen würden.

      • @Chris McZott:

        "Wie viele territoriale Zugeständnisse gegenüber Russland wären Sie bereit einzugehen? "

        Keine! Und nein die Ukraine war bis auf den äußersten Westen nie Teil der europäischen Einflusszone.



        Wäre man wegen der Ukraine nicht eine solche einseitige Abhängigkeit eingegangen hätte man z.B. damit drohen können das man in Grönland auch den Chinesen und/oder Russen einige Rechte einräumt. Und das Russland Ambitionen auf Deutschland oder Österreich oder Benelux hat glauben Sie doch selber nicht, oder?

        • @Alexander Schulz:

          "Und nein die Ukraine war bis auf den äußersten Westen nie Teil der europäischen Einflusszone."

          Denken in Einflusszonen untergräbt das Selbstbestimmungsrecht von Staaten.

          "Und das Russland Ambitionen auf Deutschland oder Österreich oder Benelux hat glauben Sie doch selber nicht, oder?"

          Schauen sie einfach mal russisches Staatsfernsehen.



          Und befassen sie sich mal mit dem EU-Beitritt Österreichs.

          • @metalhead86:

            "Denken in Einflusszonen untergräbt das Selbstbestimmungsrecht von Staaten."



            Da haben Sie vollkommen Recht! Das ändert aber nichts daran, dass Großmächte auch seit Verabschiedung des Völkerrechts nachwievor in Einflusssphären denken. Sie wissen ja, dass ich generell für die Einhaltung des Völkerrechts plädiere (nicht nur bei Russland), aber trotzdem sollte man sich den Realitäten nicht verschließen - sonst sieht es am Ende noch viel düsterer als jetzt aus.



            Ferner sollten Sie dem russischen oder auch iranischen Staatsfernsehen nur bedingt Glauben schenken.

        • @Alexander Schulz:

          Russland hat Ambitionen auf sämtliche Staaten mit russischsprachigen Minderheiten angemeldet. Das schließt Deutschland mit ein. Nicht unbedingt territorial aber Veto- und Mitspracherechte

          Russland hat auch eine Hegemonie über ein post-NATO/post-EU Europa angemeldet. Das hieße zum Beispiel das Moskau gerne Regierungen nach Belieben einsetzen möchte...

          "Wie viele territoriale Zugeständnisse gegenüber Russland wären Sie bereit einzugehen? "Keine!" - Also sind Sie ein Kriegstreiber ;)

          "Und nein die Ukraine war bis auf den äußersten Westen nie Teil der europäischen Einflusszone." Aber Ostdeutschland Teil der russischen/sowjetischen...

  • Hm, ich denke es wäre das Ende der NATO wie wir sie kennen, aber nicht das Ende Europas. Selbst eine französische Atombombe reicht aus, Russland im Falle eines Angriffs empfindlich Schaden zuzufügen. Und England hat auch kein Interesse an einem atomar verseuchten europäischen Festland und verfügt über Atomwaffen.

    Europa muss sich militärisch von den USA unabhängig machen, es bleibt leider keine Alternative. Jahrzehnte lang hat Europa sich auf die USA verlassen und dadurch auch viel Geld gespart und anderweitig verwendet.

    Putin verfügt nur über begrenzte Kapazitäten an Soldaten und allein das wird eine Eroberung von Europa eher unwahrscheinlich machen. Klar, er kann Länder atomar angreifen, aber wie lange das gut geht, das steht in den Sternen.

    Es bleibt spannend.

  • Die Nato-Länder ohne die USA gaben 2023 350 Mrd $ für Rüstung aus. Russland gab 2025 aufgrund des Ukraine-Kriegs ca 110 Mrd. € für Rüstung aus. Also sollte die NATO auch ohne Russland fähig sein. gegen Russland anzukommen.



    Zumal wenn man berücksichtigt, dass alleine die reichsten 3900 Personen (die mit mehr als 100 Mill. € Vermögen) über 3.000 Mrd. € an Vermögen besitzen. Vielleicht ist denen ja auch eine freie Gesellschaft ohne russische Dominanz ein paar hundert Milliarden wert.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Dann wird das Geld in Russland wohl deutlich effektiver eingesetzt. Man muss sich nur mal die Schlagzeilen des letzten jahres ins Gedächtnis rufen.

      "Russland produziert viermal mehr Munition als die gesamte Nato"

      "„Die Fabriken arbeiten rund um die Uhr“: Wie Russland bei der Rüstungsproduktion im Stillen die Nato-Länder überholt"

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      "Die Nato-Länder ohne die USA gaben 2023 350 Mrd $ für Rüstung aus. Russland gab 2025 aufgrund des Ukraine-Kriegs ca 110 Mrd. € für Rüstung aus. Also sollte die NATO auch ohne Russland fähig sein. gegen Russland anzukommen."



      Faszinierend, wie Menschen Geld als alleinigen Maßstab aller Dinge ansetzen.



      Wofür genau das Geld ausgegeben wird, sollte interessant sein. Soweit ich weiß, zählen z. B. Rentenzahlungen an Veteranen auch dazu. Damit halten Sie aber keine Panzer auf. Vielleicht lassen sie sich ja mit Geldscheinen blockieren.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Vermutlich SIPRI-Mumpitz, der Ihnen als Quelle dient. Die Kosten für die Herstellung von Rüstungsgütern sind in Russland andere als hier im Westen. Die Personalkosten sind andere als hier im Westen. Abgesehen davon ist die Umrechnung von Kosten in Rubel in Dollar schlicht völliger Nonsens.



      Oder anders gesagt: Die Sipri-Zahlen sind nur in einem Kontext nicht Nonsens. Und das sind die Änderungen zum Vorjahr. Der Vergleich der absoluten Aufwendungen hingegen ist schlicht völlig sinnfrei.

  • Wann in der Geschichte galt denn Internationales Recht?

    • @Eichhörnchen99:

      Es gilt jeden Tag in vielen Teilen der Welt. Es gilt in manchen Teilen nicht. Das Problem ist, dass auch die größte Proponenten - die dieses Recht nur gelegentlich und im Einklang mit unseren Interessen brachen aber im Normalfall verteidigten und sanktionierten (wenn auch selektiv) - es über Bord werfen.

      Das ist schon ein sehr großer Unterschied was heute in Vollzug gesetzt wird.

      • @JK83:

        Ein Gesetz, dem keine Durchsetzungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann nicht als solches betrachtet werden.

        Das Völkerrecht ist unvereinbar mit nationaler Souveränität, obwohl sich viele Länder rechtlich dazu verpflichten, die Urteile bestimmter internationaler Gerichte in bestimmten Angelegenheiten zu befolgen, wie Sie sagen. Selbst in diesem Fall stellen jedoch nicht diese Gerichte den Durchsetzungsmechanismus dar, sondern die Nationen, die sie rechtlich respektieren.

        Aus philosophischer Perspektive mag das Recht eine Vielzahl von Konzepten umfassen, jedoch ist eine präzisere Definition des Begriffs "Völkerrecht" als die tatsächlich formalisierten Aspekte der internationalen Beziehungen (Verträge, Diplomatie, Interaktionen mit weicher Macht etc.) angebracht. Es unterscheidet sich sehr von der allgemeinen Auffassung des Rechtsbegriffs der sogenannten Westlichen Welt.

  • aha, "Das Ende von Europa". Und wer hat uns dahin gebracht? Hier sollte man doch ein wenig Ursachenforschung betreiben um vergangene Fehler nicht zu wiederholen. Pesco hat zwar stattgefunden, aber hat z.B. Deutschland den Verteidigungsetat erhöht? ich glaube nicht.



    Am Ende waren es doch die CDUCSU, die SPD und die Grünen die uns diesen Salat beschert haben. Soviel Selbstrktik muss bzw - wenn ich den Artikel lese - müsste doch sein. Aber das scheint nicht bemerkt zu werden, man fährt halt mit Angela Merkel "auf Sicht". Nur dass Merkel offensichtlich nicht in Fahrtrichtung geschaut hat.

  • Russland schafft es nicht einmal, die Ukraine zu erobern, sondern verschleißt seine Armee in einem Stellungskrieg, bei dem es täglich 1000 Soldaten verliert und kaum vorwärts kommt. Russland kann Europa militärisch nicht besiegen. Außer wenn wir uns mit unseren Ängsten und insbesondere der "German Angst" selbst fertig machen.

    • @Der Anfang:

      Wer glaubt, Russland „verschleiße sich zu Tode“, verwechselt westliche Wunschvorstellungen mit militärischer Realität. Fakt ist: Russland hält die strategische Initiative, bestimmt Tempo und Ort der Kämpfe und gewinnt – langsam, aber stetig – Gelände. Die Ukraine verliert nicht nur Territorium, sondern vor allem ihre kampffähigsten Soldaten, während Mobilisierung, Munition und Moral erodieren.

      „1000 tote Russen pro Tag“ ist Propagandaersatz für fehlende Erfolge. Russland kann Verluste ersetzen, die Ukraine nicht. Moskau kämpft mit Kriegswirtschaft, die Ukraine mit Durchhalteparolen. Wer glaubt, ein industrieller Abnutzungskrieg gehe zugunsten eines Landes ohne Industrie, irrt fundamental.

      Europa sollte weniger Selbstberuhigung betreiben und mehr Realitätssinn entwickeln: Russland gewinnt nicht spektakulär, sondern systematisch. Und genau das ist militärisch am gefährlichsten.

    • @Der Anfang:

      Russland setzt in der Ukraine aus innenpolitischen Gründen nur einen Bruchteil der Truppen und Geräte ein, die das Land mobilisieren könnte. 1,3 Mio ist die aktuelle Truppenstärke, hinzu kommen 2 Mio Reservisten.

    • @Der Anfang:

      Die deutsche Armee ist nicht funktional und könnte nicht mal eine Rekrutierung organisieren, geschweige denn im Notfall einen Aufmarsch improvisieren. Die Ukraine und Russland haben dagegen jahrelang für den Ernstfall trainiert und Strukturen aufgebaut.



      Deutschland und Europa haben nichts dergleichen unternommen. Bevor sie die russischen Fähigkeiten nur belächeln: wir könnte das nicht mal ansatzweise.



      Wir haben weder die Fähigkeiten noch würden wir im Ernstfall die technische und logistische Unterstützung (Aufklärung, elektronische Kampfführung) genießen, die der Ukraine und Russland zur Verfügung steht. Wir können keinen Drohnenkrieg, noch wissen wir wie man im großen Maßstab Krieg führt. Ohne die USA sind wir zudem blind und taub.

      Über Atomwaffen und die hier vorhandenen ethnischen Minderheiten (Moskau könnte hier einen Bürgerkrieg anzetteln) und von der Möglichkeit einer direkten Steuerung der dt. Politik über die AfD fange ich gar nicht erst an.

      • @Chris McZott:

        Der vernünftige Weg sind immer rechtzeitige, diplomatische Verhandlungen zu führen. Die von den Bevölkerungen legitimieren Volksvertreter, haben die Verantwortung über die Unversehrtheit ihrer Bevölkerungen sicherzustellen.

      • @Chris McZott:

        Seit Jahren(!) steigt das Budget der Bundeswehr rasant.



        Und sie kann immer weniger.

        Ukraine, ein Dritte-Welt-Land, hatte nach(!) der Besetzung des Donbass Militärbudget von 7 Mrd. EUR pro Jahr, seit dem Überfall Russlands 35 Mrd EUR/Jahr, und schafft es auch ohne NATO-Bündnis- und EU-Mitgliedschaft das übermächtigen Russland aufzuhalten.

        Alleine die EU-Länder geben derzeit pro Jahr 380 Mrd EUR für Verteidigung aus. Von den NATO-Partnern kommen auch ohne USA noch ein paar hundert Mrd EUR/Jahr dazu.

        Das soll nicht reichen? Wir könnten jedem russischen Soldaten jedes Jahr eine Million überweisen....

        Ich glaube wir haben kein Geldproblem - die Mittel werden schlicht nicht sinnvoll genutzt.