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ZDF lädt Danger Dan und Igor Levit aus Jetzt canceln sie schon die Staatstragenden

Leon Holly

Kommentar von

Leon Holly

Die Absage des ZDF an die Künstler ist falsch. Doch wo waren die beiden eigentlich, als die Palästinabewegung gecancelt wurde? Im Zweifel auf der anderen Seite.

E in falsches Statement, eine falsche Zeile, und Sender und Kulturinstitutionen canceln die Auftritte von Publizisten und Künstlerinnen. Dieses Muster ist in Deutschland mittlerweile bekannt. Jetzt traf es den Pianisten Igor Levit und den Sänger Danger Dan. In einer Folge der Anstalt sollten die beiden den Song „Keine Angst“ performen, der verschiedene Formen des Widerstands gegen die extreme Rechte behandelt. Doch weil der Song laut der ZDF-Führung als „Aufruf zu Gewalt“ verstanden werden kann, sagte der Sender den Auftritt ab.

Man kann jetzt darüber diskutieren, ob der Liedtext wirklich eindeutig zu Gewalt aufruft; ob Gewalt gegen Neonazis legitim sein kann; oder ob hier nicht vielleicht auch ein lyrisches Ich einen sich radikalisierenden linken Widerstand nachzeichnet, ohne jeden Aspekt davon gutzuheißen. Das ZDF aber hat sich dafür entschieden, das Lied nicht ohne eine „dokumentarisch-journalistische“ Einordnung spielen zu lassen – und eine neue Cancel-Debatte produziert.

Bekannt ist, dass man sich beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit einiger Zeit darum sorgt, als zu links wahrgenommen zu werden. Bekannt ist, dass diese Angst in den höheren Etagen des ÖRR genährt wird von Bild- und Nius-Kampagnen, auf die dann auch gerne CDU und AfD aufspringen.

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Bekannt ist schließlich auch das Muster im Statement des ZDF zur Absage: Weil der Song als Gewaltaufruf „verstanden werden“ kann, macht man die radikalstmögliche Deutung zum Maßstab für die eigene Absage, anstatt das Lied zu senden und dann die Öffentlichkeit über die Auslegung diskutieren zu lassen.

In Deutschland zielte diese Dynamik der Diffamierung und Ausladung in den letzten Jahren vor allem auf jene linke Szene ab, die sich solidarisch mit den Palästinensern versteht und die gegen die Einäscherung Gazas und gegen die israelischen Menschenrechtsverbrechen protestiert.

Und hier liegt die große Ironie: Denn die guten Antifaschisten Igor Levit und Danger Dan haben in diesem Konflikt nicht nur keine Solidarität mit den Ausgebombten gezeigt, sie haben sich rhetorisch teils gar auf die Seite der kriegsführenden Staaten gestellt. Und nicht mal eine abstrakte Verteidigung der Meinungsfreiheit war angesichts der Welle von Absagen und Demoverboten drin.

Alles Antisemiten

So veröffentlichte Danger Dan mit seiner „Antilopen Gang“ im April 2024 den Song „Oktober in Europa“, in dem die Band Greta Thunberg als Judenhasserin diffamiert. Für die toten Palästinenser ist in dem Lied keineswegs Israel verantwortlich, nein: „Zivilisten in Gaza sind Schutzschild der Hamas, Schutzschild der Nachfahr'n der Juden-Vergaser“.

In einem direkt nach der jüngsten Kontroverse erschienenen Spiegel-Interview äußert Danger Dan sich ebenfalls krude. Dort wird er gefragt zu dem Konflikt um das Jugendzentrum „La Casa“ in Berlin-Hellersdorf. Wie die taz berichtete, versuchten israelfreundliche Antideutsche dort politische Gegner zwangszuräumen und das Haus zu besetzen, woraufhin sich die andere Seite (ebenfalls gewaltsam) versuchte, die Besatzung zu beenden. Wohl mit Blick auf diese Gegenwehr spricht Danger Dan im Interview von „Antisemiten, die linke Projekte angreifen in ihrem Wahn“.

Auch Igor Levits Antifaschismus schlägt zwar bei Neonazis an, setzt aber aus, wenn es um die Feldzüge der teils faschistischen israelischen Regierung geht. Als jene Regierung gemeinsam mit den USA im Juni 2025 ihren Angriffskrieg gegen den Iran begann, forderte Levit, die Bundesregierung müsse jetzt „klar und eindeutig Position“ für Israel beziehen (ganz so, als hätte es jemals daran gemangelt). Auch zur Zerstörung Gazas hört man Kritik von Levit nur in den allerleisesten Tönen.

Zum Glück gab es andere, die sich gegen diese Kriege gestellt haben und stellen. In einer weiteren Ironie waren unter ihnen überproportional viele linke Jüdinnen und Juden, die natürlich ebenso erbarmungslos verprügelt und gecancelt wurden – weil es hier nicht um den Schutz jüdischer Menschen geht, sondern um die Wahrung und Herstellung eines politischen Konsenses, der gegen Linke durchgesetzt werden muss.

Was an der Palästinabewegung durchexerziert wurde, wird sich in den kommenden Jahren vermehrt auf das linksliberale Milieu ausweiten. Die harte Repression durch AfD und autoritärere bürgerliche Parteien wird im kulturellen Raum flankiert von ängstlicheren Institutionen, die Ärger und Budgetstreichungen vermeiden wollen.

Die Zeiten werden härter, auch für noch so staatstragende Linke. Wie singt Danger Dan in seinem neuen Lied? „Es geht uns trotzdem an den Kragen, nur halt etwas später“.

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Leon Holly

Leon Holly

Schreibt über gesellschaftliche Konflikte und internationale Politik, mit besonderem Fokus auf die USA und die Levante. Von 2023 bis 2024 Volontär der taz Panter Stiftung. Davor Studium der Politikwissenschaft und Nordamerikastudien in Berlin und Paris.
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61 Kommentare

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  • Guten Tag.

    Wenn jemand hilfreiche Hinweise gibt, sich mit anderen Menschen zu verbinden um ein positives Ziel für eine Gesellschaft zu verfolgen, dann finde ich das gut. Positive Ziele wären Gleichberechtigung, Chancengleichheit etc.



    Diese und mehr basieren auf Respekt gegenüber anderen Menschen.



    Wenn jemand sich aufgrund seiner politischen Haltung oder Weltanschauung zugesteht, anderen ihr Menschsein abzusprechen, ist dieser Mensch auf dem falschen Weg und dabei, positive Ziele aus dem Blick zu verlieren. Mich stört in dem Lied ein Begriff, der darauf hinweist: "Nazischweine". Menschen als Schweine zu bezeichnen hat große menschenverachtende Tradition. Wer soweit ist, hat sich selbst erhöht, dem Gegenüber Menschenrechte abzusprechen.



    Diese Einordnung von Menschen ist jedenfalls weit entfernt von Antifaschismus und einer wünschenswerten Gesellschaft.



    Das Lied heißt" Keine Angst"



    Es klingt aber, als hätte der Autor selbst Angst. Er bereitet sich und andere auf eine Art Bürgerkrieg vor. Damit geht er leider den faschistisch, völkischen auf den Leim, die das herbeischreien wollen.



    Verbindung zwischen Menschen schaffen: Ja.



    Menschen ihr Menschsein absprechen: Nein

  • Ein guter und berechtigter Kommentar, insbesondere die Kontextualisierung zu Palästina.



    Ich hatte mir das Lied auch angehört und dachte, im Grunde nicht neues als jenes Lied" das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt".



    Hat mich erinnert an einen Bericht hier in der TAZ über die Hinterlandgang, ähnliches Liedgut, wenn ich zum Beispiel an "Sport im Osten, Faschos boxen" denke.



    Wobei ich da noch den Ostzuschlag vergebe und nicht das Gefühl von Salonlinken bekomme wie beim gefährlichen Dan...



    Und trotzdem kann ich mir meine Sympathie für den Gefährlichen nicht ganz verkneifen, natürlich schon getrübt durch diese neuen Infos. Sprechen mir doch so songs wie "Lauf davon" schon aus der Seele.



    Es ist eben noch kein Messias vom Himmel gefallen.

  • Krude ist allenfalls dieser Kommentar. „Europa im Herbst“ war einer der wenige Lichtblicke in einer Zeit, als sich die Künstlerszene gerne vollkommen faktenblind mit einer die Hamas und deren terrorverherrlichenden Unterstützerszene solidarisiert hat. Und der Autor mag es nicht wahrhaben wollen, aber selbstverständlich hat die Hamas die Toten in Gaza zu verantworten und in ihrem erklärten Willen Israel UND die Juden auszulöschen sind sie ideologisch tatsächlicher ein würdiger Nachfahre der damaligen Judenvergaser. Teile der israelischen Regierung haben faschistische Züge? Ja, mag sein und das ist zu verurteilen. Aber die Führung der Palästinenser ist keine Antipode dazu, sondern komplett religiös verbrämt faschistisch.

  • Vielen Dank!

  • Falsch verstanden? Ein jüngeres Beispiel aus der älteren linken Liedermacher-Szene:



    Hannes Wader und Freunde "gekapert" (gecovert)...



    /



    "2003 sangen Hannes Wader, Konstantin Wecker und Reinhard Mey zusammen »Es ist an der Zeit« gegen den Irak-Krieg. Ein Affront, dass gerade diese Hymne 2005 von einem rechtradikalen Lautenschläger gecovert wurde. »Ein Stiefeltritt ins Gesicht: Neonazis singen meine Lieder«, kommentiert Wader in der Autobiografie »Trotz alledem«. Sein Lied klingt aus in der Hoffnung, dass künftige Kriege zu verhindern sind..."



    Quelle 2022 nd-altuell.de



    /



    Bei evangelisch.de



    "Mit Es ist an der Zeit schenkte Hannes Wader der westdeutschen Friedensbewegung ein weiteres hymnisches Mitsinglied. Er sang es mit dem Pathos eines linken Barden, ganz in der Tradition Pete Seegers. Tatsächlich stand Hannes Wader im Spektrum der Friedensbewegten ganz links; durch seine große Liebe zur echten, freiheitsliebenden deutschen Volksmusik war er jedoch auch in Kreisen beliebt, die mit Parteipolitik nicht viel am Hut hatten."



    Titel:



    "Songs des Friedens



    "Es ist an der Zeit" bewegt bis heute"

  • Ob Menschen, die sich faktisch Ben-Gwir solidarisch positionieren als Antifaschisten zu bezeichnen sind, darf aus guten Gründen bezweifelt werden.

  • Nein, man kann nicht darüber diskutieren ob Gewalt gegen Neonazis legitim sein kann. Das kann sie nie sein, wie bescheuert ist denn diese Aussage?

  • Geiler Artikel. Danke, dass an die Doppelmoral und blinde Israel- Unterstützung der beiden erinnert wird.



    Das macht mir eine Einordnung dieses Themas viel einfacher!

  • Das lied und die Ausladung der beiden Künstler haben rein gar nichts mit Israel oder der Ablehnung der Hamas zu tun.



    Warum muss in so vielen Kommentaren bei der taz immer wieder dieses Thema aufgegriffen werden.



    Nicht das es nicht wichtig wäre, aber der Zusammenhang erschließt sich mir nicht.



    Die Vorgänge im linken Hauspeojekt bei denen sich „Linke“ und andere „Linke“ mit Gewalt bekämpfen haben mit dem Thema auch nichts zu tun.



    Zum Thema: das Lied ist nicht verboten, jedoch hat ein Songtext der zu Gewalt aufruft im öffentlich rechtlichen Fernsehen nichts zu suchen.



    PS: gewalt- und drogenverherlichende, misogyne Rapper könnten meiner Meinung nach auch gerne gecancelt werden.

  • Perfektes Doppel-Marketing: Daniel Gefährlich biedert sich links und die Mainzelmännchen rechts an. Angst verkauft sich einfach überall gut!

  • Wo ist denn bitte der Skandal? Fernsehen schaut doch sowieso keiner mehr, und der Song ist durch die Aufregung doch erst richtig bekannt geworden. Also Ziel erreicht.

    Ceterum censeo: Israel begeht schwere Kriegsverbrechen.

  • Wer "Oktober in Europa" als "krude" abtut, hat außer Projektion nichts anzubieten. "Wir" gegen "Die" ist das Motto, von "Links", von Rechts ganz zu schweigen. Ein Autor der sich im Rahmen dieser kruden Logik bewegt, sollte sich ein anderes "Hobby" suchen. Ob dieser Herr Politikwissenschaftler die Charta der Hamas wohl gelesen hat? Feinde sind immer besonders leicht ausfindig gemacht. Und weil man sich am Bullshitbingo nicht beteiligt, wird einem sogleich unterstellt, dass man bei Menschen Unterschiede macht. Das ist perfide und unredlich! Zu einfach, zu kleinkarriert und nicht hilfreich!

  • Schade dass man jetzt beginnt wie die AFD Zweideutigkeiten zu verbreiten und dann allen erzählt wie sehr man doch missverstanden wird.

    Wer Gewalt propagiert wird die Mitte und damit den Kampf gegen Rechts verlieren.

    Wer dich für ein Lied starkmacht dass verurteilte Straftäter als Beispiele nennt und andeutet wie man es doch lösen kann der hat mit schuld an der Niederlage.

    Ich bin mir zudem sicher die AFD schickt ihm einen Presentkorb mit Dankeswort denn die Feiern heute.

    Ich bin seit Erfurt eigentlich nurnoch fassungslos wie schnell man es geschafft hat sich so angreifbar zu machen.

  • Nein hier werden keine Staatstragenen gecancelt - allein die Zeile "liebe Grüße an Lina, Gucci, Maja und Nanuk" ist schon disqualifizierend, weil es sich zumindest bei Maya und Lina um verurteilte Verbrecher handelt.



    Schwere Körperverletzung ist kein Vergehen, das ist ein Verbrechen.



    Verbrecher abzufeiern ist nicht staatstragend, es ist staatszersetzend.



    Wenn das ZDF das geduldet hätte, müsste im Umkehrschluss auch ein Song geduldet werden, der 'liebe Grüße an Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos' besingt - und da sind wir uns wir uns hoffentlich alle einig, dass das eine absolute Fehlinterpretation von 'künstlerischer Freiheit' wäre.



    Leitplanken müssen an beiden Flanken des Rechtsstaats klar verteidigt werden - Verbrecher abfeiern kann und darf im ÖRR niemals eine Plattform geboten werden.



    Richtige Entscheidung des ZDF.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Sie setzen zwei vielfache Mörder mit Leuten gleich, die wegen schwerer Körperverletzung verurteilt wurden.



      Man muss die Liedzeile nicht gutheißen um zu bemerken, dass dieser Vergleich unsäglich ist.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Die Gleichsetzung mit dem staatlich geförderten NSU ist völlig indiskutabel. In Budapest durften Neonazis die Massenmörder der SS abfeiern, was schon außerhalb jedes demokratischen Diskurses ist und der NSU hat gezielt Menschen aufgrund ihres Migrationshintergrunds heimtückisch ermordet. Wer den Unterschied nicht erkennt, hat ein Intelligenzproblem. Das Hufeisen und damit die Verharmlosung der rechtsextremistischen Gewalt ist weit verbreitet und nimmt gegen antifaschistische Menschen und Aktionen hysterische Züge an. Ganz im Sinne der staatstragenden Mitte. Die Tatsache, dass Lina und Maya und viele andere von deutschen und ungarischen Gerichten verurteilt wurden, macht sie für mich nicht zu Verbrechern.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Anschließe mich.



      Das ZDF nimmt hier eine Art Hausrecht wahr. Der Sender lehnt für sich etwas ab (Verherrlichung von Gewalt durch Beifall für verurteilte Gewaltverbrecher), was auf Demos eventuell noch durch Meinungsfreiheit gedeckt ist.



      Das eigentlich Gefährliche an der Diskussion ist, dass hier von einigen Köpfen das Gewaltmonopol des Staates immer um einen kleinen Schritt mehr infrage gestellt wird. D.h.: Dass jemand die Durchsetzung vermeintlichen Rechts mit allen Mitteln in die eigenen Hände nehmen dürfte.

  • Das ist falsch und gefährlich! Wir müssen als Linke gegen solche Aufrufe zur Gewalt sein - der Song ist nicht in Ordnung. Gut dass sie ihn nicht zeigen. Wenn wir da mitmachen, werden wir genauso wie die Gegenseite. Gewalt geht nie! Igor hat sich verrannt.

  • Zur Frage der Verbindung von Antifaschismus und Pali-Soli möcht ich Deniz Yücel zitieren: „Ein Antifaschismus, der sich vor einer Auseinandersetzung mit dem Islamfaschismus scheut, ist keiner.“



    Denkt mal drüber nach..

  • "Doch weil der Song laut der ZDF-Führung als „Aufruf zu Gewalt“ verstanden werden kann, sagte der Sender den Auftritt ab." - Wie die Kollegin Coldewey richtig festgestellt hat, ist dieses "Lied" eine Anleitung (genau wie damals "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" - Böhmermann und correctiv grinsen von hinten) und damit liegt der Vorwurf durchaus nahe. Man stelle sich vor, Rechtsextreme dichten ein Lied wie man Ausländer (wahlweise Linke, Juden, you name it) niederknüppeln "könnte" ohne erwischt zu werden. Und dann stelle man sich vor, dass das ZDF das sendet.



    Beim Rest wird mir etwas bange

    • @Samvim:

      Nur enthält der Text weder eine Anleitung noch eine Aufforderung dazu Nazis niederzuknüppeln. Und der Hinweis darauf, dass man sich inzwischen eben einer doch druchaus realen Gefahr aussetzt wenn man sich öffentlich gegen Rechts engagiert und deshalb allen Grund hat darauf vorbereitet zu sein sich notfalls auch verteidigen zu können oder eben auch von vornherein klandestin zu agieren ist eben mittlerweile leider nötig. Der Mord an Walter Lübcke dürfte vielen noch in Erinnerung sein, aber all die täglichen Schikanen und Angriffe, die digitalen und analogen Drohungen, die vielen 'kleinen' Taten, Einschüchterungen und der Psychoterror mit denen all jene regelmäßig überzogen werden die sich den Faschos noch in den Weg stellen und die dabei leider allzu effektiv sind und längst zu Regionen rechtsextremer Hegemonie geführt haben, sind es allzu oft eben nicht.

    • @Samvim:

      Suchen wir den Unterschied:



      Die eine Seite propagiert und praktiziert rohe Gewalt, ordnet Menschen in Kategorien ein, die durchaus differenziert mit wohltemperierter Gewalt "beglückt" werden dürfen, bereitet eine gleichgeschaltete rassistische Gesellschaft vor...



      Die andere Seite wehrt sich - muss es erst lernen sich zu wehren - bevor es zu spät ist.

      Man stelle sich vor, Rechtsextreme sängen nur Lieder, statt Menschen umzubringen. Traumhaft.

      • @Nansen:

        Sorry, aber da gehe ich nicht mit. Lina und co hatten ebenfalls die Absicht Menschen schwer zu verletzen, wenn nicht sogar zu töten.



        Dieses Lied ist eine Anleitung, wie man anderen Menschen auflauern kann, meinen Sie nicht, dass das am Ende ebenfalls zu Gewalt führt?



        So wie Rechte viele Menschen in Kategorien einteilen, machen das Linke ebenfalls. Wer garantiert denn, dass nicht irgendwann alle CDU Wähler von der "Antifa" als Extremisten gebrandmarkt werden?

      • @Nansen:

        "...sängen nur Lieder, statt Menschen umzubringen. Traumhaft..."



        Ganz richtig, oft passt nun aber auch im Retrospektogramm:



        »Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte, achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen, achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten, achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter, achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal«



        Charles Reade

      • @Nansen:

        Korrektur:



        Die andere Seite „propagiert und praktiziert rohe Gewalt“, wie im Text und von Lina und Co., „ordnet Menschen in Kategorien ein“, nämlich Nicht-Nazi und Nazi, wobei Letztere „durchaus differenziert mit wohltemperierter Gewalt "beglückt" werden dürfen“.

      • @Nansen:

        Wenn ich auf die Straße gehe und Leute rauspicke und ernsthaft verletze, ist das kein Wehren, es ist eine Form des Terrorismus.

  • Im Deutschlandfunk (Corso) verweist der Jurist Steinbeis darauf, dass das Verhalten des ZDF höchst bedenklich sei.



    Aufrufen zur Gewalt sei z. B. bei Rappern Gang und Gebe und durch Kunstfreiheit gedeckt.



    Beizeichnend, dass der Steinbeis befragende Deutschlandfunk-Redakteur mehrmals darauf hinweist, dass der Song eine Aufforderung zu Gewalt impliziere. Der Jurist Steinbeis verweist darauf, dass dieses nicht klar abzulesen sei.

    Die "besorgten Fragen" des Deutschlandfunk-Redakteurs machen deutlich, wie stark im öffentliich-rechtlichen Rundfunk Denkmuster vorherrschen, die zivilen Widerstand, Antifaschismus im Vorhinein in ein schlechtes Licht rücken.



    Zu erklären nur durch eine Anpassung der Öffentlich-Rechtlichen an CDU und AFD , die eine "neutrale Berichterstattung" wollen, was aber aus demokratieschützender Hinsicht falsch ist.

    Gefährlich ist die rechte Wende im ÖRR auch, weil die Ärmsten der Armen, z. B. die angeblichen "Sozialschmarotzern", verunglimpft werden. Z. B. durch Sarah Tacke (ZDF) mit einen TV bekannten Bürgergeldimpfänger als Buhmann.



    Dazu passt, dass der Intendant des SWR vor zu kritischen Rundfunk warnt.

    • @Lindenberg:

      Ich halte fest:



      Es gibt zu diesem Punkt ob es sich um einen Gewaltaufruf handelt, sehr verschiedene Ansichten in der Presse, ich habe einige des überregionalen Prints gesichtet. Meiner Meinung nach trifft es die FAZ am besten wohingegen z.B. bei der "Zeit online" krampfhaft versucht wird alles zu bagatellisieren. Die FAZ also macht drei Punkte.

      1) In der letzten Strophe wird "ist eh klar was zu tun ist" syntaktisch unmittelbar mit "liebe Grüße an an "Maja T., Gucci" usw. verknüpft. Damit ist eh klar was mit "ist eh klar, was zu tun ist" gemeint ist!

      2) Die Musiker spiegeln das Mißtrauen bzw. die Vorwürfe gegen den ÖRR von der rechten Seite nun mit ihren nachgelagerten Vorwürfen.

      3) Im "Spiegel" redet sich Danger Dan raus in Bezug auf Punkt 1). D.h. er weicht dem Kernproblem seines Stückes aus. Mutig ist das nicht, aber verständlich. Denn natürlich möchte er auch weitere eine Karrere haben, auch im ÖRR.

      Letzter Punkt von mir: Böhmermann hat es vorgemacht, wie man immer an der Grenze oder kurz darüber operiert. Das hat ihm einen gewißen Ruf eingebracht und trotz ab und an jurist. oder Zensurproblemen ist er etbliert. Ob seinen Botschaften damit geholfen ist? Fragt sich auch hier!

    • @Lindenberg:

      Hört sich leider an wie ein Statement der AFD wenn Höcke mal wieder erklärt das das anders gemeint war.

      Ich kann das alles nichtmehr.

      Die Glaubwürdigkeit derjenigen die zu Recht jeden Satz der AFD bis ins kleinste zerlegen sitzen jetzt vor dem Bildschirm oder der Kammera und machen haarklein das selbe. Das ist kompletter Irrsinn.

  • Hmmmm keine Ahnung, vielleicht ist es auch einfach nur konsequent, sich gegen Antisemitismus, Antizionismus, Rassismus und Faschismus einzusetzen? Darüber mal nachgedacht? Mit ihrer Ablehnung der so called Antideutschen verscherzt es sich die junge Antifa mit vielen stabilen Antifaschisten, die mehr gegen Nazis getan haben als alle "Israel ist das faschistischste Übel der Welt"-Rufer zusammen. Wer sich mit der Geschichte der Linken in Deutschland auseinandersetzt weiß, das wir schon viel weiter waren und aktuell einen Backlash erleben. Erstaunt zu tun, wenn (zugegebenermaßen popkulturell sehr erfolgreiche) Antifaschistischen gegen das Erstarken des Faschismus und zugleich den explodierenden Antisemitismus einsetzen, zeugt irgendwie von Unkenntnis.

    • @Axotono:

      Nö, Zionismus steht für Vorherrschaft einer Gruppe gegenüber anderen Gruppen und hat nichts mit universellen Menschenrechten für alle zu tun.



      Der Ersatznationalismus der Antideutschen, gerne werden T-Shirts mit Panzern und der Aufschrift "Merkava in your Face" getragen, widerspricht linken Grundsätzen.



      Danger Dan hat in einem Interview davon gesprochen auf Seiten der Polizei auf linke Demonstraten einschlagen zu wollen, wenn die gegen die EZB demonstrieren.

  • Vielleicht wurden wurden die beiden gar nicht wegen Ihrer konsequenten Haltung gegen Rechts gecancelt.

    Vielleicht wurden sie beide für dieses Exempel wegen ihrer Position zum Hamasüberfall ausgewählt? Dann würde ÖRR gleich zwei Fliegen …

  • Jahrelang galt das Dogma, nicht der Sender einer Nachricht bestimmt ob diese legitim ist oder Gefuehle verletzt, sondern der Empfaenger.



    Wie sich die Zeiten aendern koennen.

    Davon abgesehen sind ARD und ZDF nicht die freie Presse, sie sind Rundfunk. Und als Rundfunk muessen sie ausgewogen agieren, das ist die Bedingung fuer die Gebuehren, die jeder zahlen muss.

    Ich bin offen fuer Beispiele, die belegen, dass ARD und ZDF bei Kultur/Musik diese Ausgewogenheit verletzt, indem sie haeufig "Rechtsaussen-Bands" einladen, aber die "Linksaussenbands" nicht. Es duerfte eher umgekehrt sein.

    • @elektrozwerg:

      Guter Ansatz

    • @elektrozwerg:

      Das ZDF hat aber eben nicht ausgewogen reagiert, im Gegenteil. Es gab offenbar einen direkten Eingriff kurz vorher vom Intendanten selbst. Und das sind Tendenzen, die grundlegend dem ÖRR widersprechen, antidemokratisch und autoritär sind. Ich muss mich schon wundern, was Sie hier in der taz vertreten. Das Ganze hier schadet dem ÖRR im extremen Maß selbst und ist Wasser auf den Mühlen einer AfD und anderen Vertretern für Staatsfunk und absoluter Privatisierung.

  • Wenn die "Narren" (Böhmermann) der öffentlich-rechtlichen Sender durch den Intendanten zensiert werden, müssten eigentlich alle Alarmglocken leuten.



    Dem scheint nur bedingt so zu sein, denn die Redaktion der Anstalt warf dem ZDF lediglich Mutlosigkeit vor. Dabei wäre strukturelle Kritik am ZDF geboten. Keine Sendung der Anstalt in Zukunft mehr, die nicht live gesendet wird!



    Kein Abnahme des Sendekonzeptes durch die ZDF-Senderhierarchie wie im DDR-Staatsfunk!!!



    Georg Schramm war das Live-Konzept wichtig, um das Hineinregieren der Senderhierarchie zu verhindern. Auch beim Altmeister Hildebrand war live Grundvoraussetzung für Wahrheit, so dass sch der Bayrische Rundfunk sich ausblendete, als es politsch zu kritisch wurde.

    Wenn die Anstalt zu ihrem 100. Jubiläum nicht gewaltig auf den Putz haut, um das Verhalten des ZDF zu skandalisieren, wird die Gilde der Fernsehnarren in Zukunft wieder das sein, was sie seit Königszeiten schon immer: nützlich, um den Schein der Liberalität der Mächtigen zu wahren, bei Bedarf aber ganz schnell obsolet, wenn sich der Wind in der Senderhierachien wie im ZDF oder dem SWR nach rechts dreht. Die Bürgergeldiffamiererin Sarah Tacke (ZDF) lässt grüßen!

    • @Lindenberg:

      Wieso sollte Frau Tacke eine Bürgergelddiffamiererin sein? Weil Sie in ihrer Reportage aufgezeigt hat, was in diesem Bereich manchmal schief läuft und wie das Bürgergeld ausgenutzt werden kann?

      • @Ohne_Mitte_geht_nix:

        Vielleicht, weil es das typische Framing und Ablenken von wichtigen Themen seit Jahrzehnten ist und grundsätzlich volkswirtschaftlich vollkommen irrelevant ist? Sind Sie gerade von Welt.de gekommen?

      • @Ohne_Mitte_geht_nix:

        Was ist nun an der mickrigen Summe pro Monat schlimm, wenn ein Bürgi den Staat ausnutzen will wie ein Blutegel? Das sind sowieso nur die wenigsten.

        Viel gravierender sind die Steuerhinterziehungen von Superreichen und von in Konzernen beschäftigten Menschen, die Prokura oder sonst eine hohe Macht haben.

        • @Troll Eulenspiegel:

          ÖRR sind sie.



          Es war aber nie Dogma, dass man strafrechtlich irrelevant alles sagen darf.

        • @Troll Eulenspiegel:

          Der Unfug wird doch nicht wahrer wenn man ihn oft genug wiederholt.

          Der mit Abstand größte Steuerschaden kommt durch Schwarzarbeit und Umsatzsteuerbetrug zustande. Jedes Jahr gehen dem Fiskus dadurch größere Summen durch die Lappen als durch viele Jahre Cum ex.

  • Es geht nicht darum DD, oder den Song, als sakrosankt hinzustellen, sondern um den grundsätzlichen Eindruck, dass der ÖRR den Rechtsschwenk mitmacht. Warum etwa ist ein AfD-Pöbler wie D. Nuhr (noch dazu im Dauereinsatz, bezahlt von Rundfunkgebühren) tragbar, aber ein Stück wie das von DD nicht?

    • @Warim Wilke:

      Nuhr zu beleidigen ist nicht angemessen.

    • @Warim Wilke:

      Man kann von Nuhr halten was man will, aber als "Afd-Pöbler" erscheint er nur vom ganz linken Rand

    • @Warim Wilke:

      Der Gegenpoebler sitzt im ZDF und heisst Boehmermann. Und jener hat schon deutlich mehr Schaden angerichtet.

      • @elektrozwerg:

        Zudem kann DD sein "literarisches Liedgut" gerne auf Indymedia präsentieren. Dort finden sich ja gerne Unterstützer gewalttätiger Aktionen.

  • Schauen wir doch mal in Textpassagen von "Oktober in Europa":



    "Seit dem 07.10. will ich das Gespräch nicht mehr suchen



    Überraschung: Auch Greta hasst Juden



    Damals war'n ganz schnell die Täter verschwunden



    Heute sind die größten Antisemiten



    Alle Antirassisten, gegen Hass und für Frieden"

    Ruft Greta nicht zur Intifada auf? Und was Intifada ist, wissen wir.

    und weiter im Text:



    "Dann nimmt sie die Mesusa aus dem Türrahm'n



    Dafür steht hinter der Tür jetzt ein Schürhaken"

    Die Feindmarkierungen von jüdischen Menschen in Berlin durch Davidsterne und rote Dreiecke haben wir in Erinnerung. Und auch die fehlende Solidarität der Mehrheitsgesellschaft, die Teilnahme an den Soli-Veranstaltungen war sehr übersichtlich. Und der Schürhaken bzw. Baseballschläger hinter der Tür war schon häufiger Thema im Gespräch mit jüdischen Menschen.

    Zum Schluss noch die letzten Zeilen:



    "Ich wollt ja zur Antifa-Demo gegen Judenhass



    Aber gab keine in Berlin, gute Nacht"

    Noch bin ich Abonnent und Genosse der taz.

    • @Gesunder Menschenverstand:

      Also mir gefällt der Text ausnehmend gut. Melancholisch stimmt mich nur, dass nicht nur das ZDF sondern auch taz-Auror*innen und viele andere linke Zusammenhänge textexegetisch da nicht so Recht mitgehen wollen. Tja. Bleibt nur wegducken und auf bessere Zeiten hoffen und bis dahin Tuvia Tenenbom lesen ("Skandal!")

      • @rosengrob:

        Andererseits hat der Recht, der weite einen sagt, was wäre wenn die Rechten das getextet hätten und das ZDF hätte das gesendet? Vielleicht ist die Aufregung auch etwas wohlfeil von uns Sofa- Kommunisten..

  • Greta Thunberg Judenhass vorzuwerfen, finde ich ziemlich legitim. Wie anders sollte man ihr Foto mit Palituch, Palästinafahne und Krake im Hitntergrund am 27. Oktober 2023, gerade 20 Tage nach dem Überfall und größten Massaker an jüdischen Menschen seit der Shoa sonst verstehen?



    Die ausbleibende Solidarität für Juden zu beklagen, war zu dem Zeitpunkt als die Antilopengang das Lied veröffentlicht hat, ebenfalls völlig legitim.



    Vielleicht ist es daher auch verständlich, wenn Danger Dan und Igor Levit bei all den Themen für die man sich als Linker zurzeit einsetzen kann, vielleicht nicht die Meinungsfreiheit der Palästina-Bewegung zur Priorität machen, sondern andere Schwerpunkte setzen, wo man weniger Gefahr läuft, Magenschläge aus den "eigenen Reihen" zu kassieren. Die Kritik des Autors geht für mich insofern ein wenig in Richtung Whataboutism. Er könnte sich nun genauso für die Kunstfreiheit der Gecancelten einsetzen, statt mit dem großen Zeigefinger um die Ecke zu kommen.

    • @Edgar:

      Leider ja. Und „Zivilisten in Gaza sind Schutzschild der Hamas …“ stimmt leider auch. Sie ist zugespitzt, aber auch in Gänze leider treffend. Wen das verwundert, der*die sollte mal über Radio Zeesen nachlesen.

      Daher sagt, wer sich über die Aussage aufregt, damit einiges über sich selbst aus.

  • Wenn man Danger Dan und sein öffentliches Auftreten kennt, kann man sich kaum vorstellen, dass da ein lyrisches Ich spricht. Und wie anders als ein Aufruf zur Gewalt soll das Lied verstanden werden können? Er redet von juristischer Grauzone, vom Elefanten im Raum, von der Bereitschaft zur physischen Konfrontation und grüßt solidarisch Personen, die wegen offensiver Körperverletzung verurteilt sind. Völlig korrekt, dass das ZDF seinen Auftritt abgesagt hat und das Lied und den Vorfall noch einmal journalistisch bearbeiten möchte. Danger Dan redet daraufhin von Zensur. Armselig. Nur weil er sich "Antifaschist" nennt, meint er eine Deutungshoheit zu haben.

  • Dafür hat das ZDF die Rechtsabteilung, damit der Intendant nicht draufschauen muss.



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    Wenn der "Justitiar" einen Beitrag absegnet ist der nicht nur "de jure", sondern auch "de facto" Sendefähig!

    Wenn dann der Intendant sich einmischt, den "cancelt", "riecht" das nicht nur nach Vermeidungs-Politik & wegducken!

    Denn die einzelnen Redaktionen im ÖRR sind nicht nur "pro forma" Unabhängig, sondern garantierten gerade deshalb, dass sie selbst, mit Unterstützung des Justiziars, die oft berufene "Ausgewogenheit", die von konservativer Seite so, mMn. ZU nicht erst seit HEUTE zu oft angezweifelt wird! :-(



    Ps. Ok, wer die ZDF-Geschichte & deren politischen Hintergrund kennt, für DEN ist das verständlich. Doch dieser "Eingriff" in die redaktionelle Freiheit & Unabhängigkeit der Redaktionen" erinnert mich an den BR & ist für einen ÖRR Sender mMn. NICHT akzeptierbar!

  • "Man kann jetzt darüber diskutieren, [...] ob Gewalt gegen Neonazis legitim sein kann"

    Nein, dass kann man eigentlich nicht diskutieren. Sie ist nicht legitim.

    "anstatt das Lied zu senden und dann die Öffentlichkeit über die Auslegung diskutieren zu lassen."

    Da ich das Lied nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen. Aber, wenn das ZDF zum Schluss kommt, dass man es so verstehen kann, ist es m.E. vom Tisch. Welchen Nutzen soll das haben? Wieso gibt es dann überhaupt eine Redaktion beim ZDF? Wir können doch alles senden und die Öffentlichkeit soll das schön selbst klären.

    Und zum Guten Schluss bleibt mir anzumerken, dass das dies die Geister sind, die man selbst rief.

    • @Strolch:

      Natürlich kann sie legitim sein, sie ist bisweilen sogar überlebensnotwendig, das weiß jeder, der die 90er und 00er im Osten miterlebt hat. Alles andere ist nur Gequatsche

      • @Axotono:

        Danke. Würde das allerdings gar nicht so zeitlich und regional einschränken, aber ich weiß genau, was Sie meinen

  • Ich merke schon: ich werde alt und bin mit manchen Formulierungen überfordert. Was bitte sind denn " israelfreundliche Antideutsche"?

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Aus Wikipedia:



      Antideutsche sind eine politische Bewegung in Deutschland und Österreich, die aus verschiedenen Teilen der Linken hervorgegangen ist. Sie lehnen einen speziell deutschen Nationalismus ab, der nach der deutschen Wiedervereinigung besonders stark geworden ist. Weitere anti-deutsche Positionen umfassen Solidarität mit Israel und Ablehnung von Antizionismus, Anti-Amerikanismus, Islamismus, bestimmten ("regressiven") Formen des Antikapitalismus und Anti-Imperialismus. Diese Bewegung hat innerhalb der linken politischen Szene Kontroversen ausgelöst und sorgt weiterhin für Kontroversen.

      • @Andreas Flaig:

        Oder auch etwas böser: wenn sich Axel Springer hätte Linke backen dürfen...