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Koalition will VergesellschaftungsverbotFrontalangriff im Dienste des Immobilienkapitals

Timm Kühn

Kommentar von

Timm Kühn

Die Bundesregierung will Vergesellschaftung von Wohnungen auf Landesebene verbieten. Das Vorhaben ist ein Angriff auf Mie­te­r:in­nen – und hanebüchener Unsinn.

E s ist beeindruckend, wie viele sinnlose Substantive in den einen Satz passen, mit dem SPD und CDU auf Bundesebene dem erfolgreichen Volksentscheid in Berlin, die großen Immobilienkonzerne der Stadt zu vergesellschaften, das Genick brechen wollen. Im Ergebnis des Koalitionsausschusses heißt es: „Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden, wird durch Bundesgesetz geregelt, dass die Verstaatlichung privater Mietwohnungsbestände durch Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich ist.“

Schon der erste Satzteil – „Um den privaten Wohnungsbau nicht zu gefährden“ – trieft vor Unterwürfigkeit gegenüber dem Immobilienkapital. Er suggeriert zudem, private Wohnungskonzerne würden in großer Zahl die Wohnungen bauen, die auch gebraucht werden, also bezahlbare. Das tun die Konzerne aber nur, wenn sie üppige Förderungen kassieren oder zu Sozialquoten verpflichtet werden.

Das Geschäftsmodell der riesigen Wohnungskonzerne mit über 3.000 Wohnungen, die in Berlin laut einem Volksentscheid vergesellschaftet werden sollen, besteht dagegen hauptsächlich darin, Wohnungen aufzukaufen, Mieten zu erhöhen, Kosten zu senken – und sie dann möglichst schnell und gewinnbringend wieder abzustoßen.

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Was hauptsächlich gebaut wird, sind ästhetisch abstoßende Luxusimmobilien, von denen sich die Konzerne die höchsten Renditen versprechen, die aber immer öfter einfach leer stehen, weil alle Yuppies der Stadt längst mit Dachgeschoss-Lofts ausgestattet sind.

Weiter geht’s mit dem Wort „Verstaatlichung“ – ein Kampfbegriff, der DDR-Assoziationen wecken soll, aber völlig am Kern des Berliner Vorhabens vorbeigeht. Dieses strebt keineswegs die Überführung von Wohnungsbeständen in Staatshand an, sondern eine demokratisch kontrollierte Anstalt öffentlichen Rechts (AöR). Ziel ist, die Wohnungsbestände durch Mieter:innenvertreter, Beschäftigte, Stadtgesellschaft und Senatsvertreter gemeinwirtschaftlich verwalten zu lassen – also gerade eben nicht vom Immobilienkapital oder von Politiker:innen, die sie im Zweifel einfach wieder reprivatisieren könnten.

Man fragt sich auch, was mit dem Satz „Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich“ gemeint sein soll. Basis der Vergesellschaftung ist Artikel 15 Grundgesetz, das Vergesellschaftungen explizit erlaubt. Ein einfaches Bundesgesetz dürfte kaum das Grundgesetz auf Landesebene gänzlich außer Kraft setzen können. Auf die Begründung, warum das nicht verfassungswidrig sein soll, darf man gespannt sein.

Den Vergesellschaftungsartikel im Grundgesetz hatte damals übrigens die SPD erkämpft, um die Möglichkeit offenzulassen, Wirtschaftsbereiche wieder unter die demokratische Kontrolle zurückzuführen. Dafür haben sich die Ber­li­ne­r:in­nen im Volksentscheid entschieden.

Wenn die SPD diese demokratische Entscheidung jetzt verhindern will, zeigt sie damit nur erneut, dass sie die Interessen der arbeitenden Bevölkerung im Zweifelsfall denen des Kapitals unterzuordnen bereit ist. Wie sehr will die Sozialdemokratie die Mie­te­r:in­nen Berlins eigentlich noch verraten?

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Timm Kühn

Timm Kühn Redakteur

Timm Kühn ist Redakteur für soziale Bewegungen im Inland und in Berlin. Für die taz schreibt er seit 2021 über Klima, Kapitalismus und kleine Risse im großen Ganzen. Hat auch mal Politische Theorie studiert.
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209 Kommentare

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  • Kein sozialistischer Menschenfreund wird daran gehindert, allein oder (genossenschaftlich) zusammen mit anderen sein Geld in Wohnungsbau- oder Kauf zu stecken, um es dann in Mieten-günstige und dabei unrentierliche Mietobjekte und deren Unterhaltung zu stecken um - hochentzückt - jährlich neues Geld für die Unterhaltung, Renovierung, ökologisch-energetische Auflagen einschließende Investitionen nachzuschießen, um bei Netto-Verlusten virtuelle Bruttogewinne zu versteuern. Nur Mut, Genossen/innen!

    • @Gerald Kolb:

      Meinen Sie wirklich virtuelle Gewinne, so in Bitcoins und anderen Kryptowährungen? Die wären natürlich steuerpflichtig, sofern sie realisiert werden (warum auch nicht?). Aber vermutlich meinen Sie fiktive Gewinne. Die sind steuerfrei.



      Auch bei der Wohnraumvermietung wird nur der tatsächlich erzielte Gewinn versteuert, also die tatsächlichen Einnahmen abzüglich der abzugsfähigen Kosten. Selbst bei einer verbilligten Vermietung müssen keine nicht vorhandenen Gewinne versteuert werden, sondern es entfällt lediglich wegen sog. Liebhaberei (der fehlenden Gewinnerzielungsabsicht) die Möglichkeit, etwaige Verluste aus der Vermietung von anderen Einkommensarten abzusetzen (§ 21 Abs. 2 EStG).



      Das zu ändern, wäre ein sozialer Gedanke, aber mir scheint, dafür müssten Sie zunächst die politischen Seiten wechseln. Die hier gemeinten Wohnungskonzerne trifft dieses Problem ohnehin eher nicht. Sie sind in der Regel Kapitalgesellschaften und würden ihre Wohnungen wohl auch kaum für weniger als 50 % der ortsüblichen Marktmiete überlassen.

    • @Gerald Kolb:

      Sie lassen die Geier-Gesellschaften sich hinter den vielen Anständigen unter den Privatvermietern verstecken?



      Ökologische Modernisierung ist Wertgewinn, nebenbei.

    • @Gerald Kolb:

      Diese Modelle gibt es doch und um diese geht es gerade nicht.



      Es geht darum, den Druck auf DeutschBau und wie sie alle heißen zu erhöhen. Es geht darum zu verhindern dass man die einen Wohnungen verkommen lässt, und die anderen Luxussaniert.

  • Eigentlich hätte die SPD jetzt die Möglichkeit



    Ihre Fehler, also den damaligen Verkauf von



    Wohnungsgesellschaften wieder gut zu machen und Vertrauen zurück zu gewinnen .



    Macht sie aber nicht.



    Wie schon mal gesagt.



    " Wer noch der SPD vertraut , dem hat man das Gehirn geklaut.

  • Wer hat uns verraten...

    Klingbeil und Seinesgleichen sind der Hindenburg der Sozialen Marktwirtschaft

  • Hier wird bestimmt über die DEGAG und Birger Dehne gesprochen?



    Oder andere Großvermieter die alles verkommen lassen gerne aber Mieten und Nebenkosten kassieren und plötzlich nicht mehr auffindbar sind?



    Tausende von Mietern wissen nicht ob sie morgen noch ein Dach über dem Kopf haben.



    Und es geht hier ausdrücklich nicht um den Kleinvermieter der 2 oder 3 Mehrfamilienhäuser hat.

  • Traum von Merz und Co: Eine „ Wohnungsloch“ für 40% des Gehaltes (+15% für fossile Energie) aus dem Bürger (bis zum 75. Lebensjahr) zur Arbeit flüchten (weil Lage, Zustand, Kosten es erfordern), um das Bruttosozialprodukt zu steigern, von dem nur Unternehmer/n profitieren. Dann haben sich Rentenzahlungen gleich miterledigt.

  • Die Bundes- und Landesregierungen können sich jetzt so was von freuen, dass die Diskussion um Enteignungen losgetreten wird.







    Es wird mit Paragraphen jongliert, um zu belegen oder zu widerlegen, dass das möglich ist. Das wahre Problem, die Versäumnisse der Regierungen im Wohnungsbau, ist nur noch noch Nebensache.







    Der Buhmann ist nun (ja, mit gewisser Berechtigung) die private Wohnungswirtschaft, die öffentliche Hand ist fein raus. Gestritten wird über ein Luftschloss, statt die entscheiderisch grundsätzlich simple Lösung (wir brauchen mehr günstigen Wohnungsbau!) auf den Weg zu bringen.

    • @Sisone:

      Nagel auf den Kopf getroffen.



      Deutsche Wohnen und so weiter sind natürlich finstere Gesellen, aber wer hat denen denn Millionen Wohnungen verkauft? Wer betreibt denn ein Bundes- und etliche Landes-Bauministerien, und was machen die Leute dort denn eigentlich?



      Sozialwohnungen kann sinnvollerweise nur die öffentliche Hand in Auftrag geben, und die sollte es auch tun. Wenn dafür Steuern eingehoben werden müssen, dann ist das eben so.

  • Wir sollten uns nicht vermeintlich einfache Lösungen der ach so sozialen, aber eigentlich ahnungslosen, Enteignungsbefürworter aufschwatzen lassen.

    Ja, Ziel von Wohnungsbaugesellschaften ist in erster die Generierung von Gewinnen. Und die werden zur Zeit eher im Bereich teurer Wohnungen erzielt. Gewinnerzielung an sich ist erst mal auch keine moralische Frage, sondern eine existentielle für jeden Betrieb, da sonst die Insolvenz logische Folge ist. Das hat man eben davon, wenn man privatisiert.

    Aber was hindert die Politik daran, parallel dazu ein eigenes Wohnungsbauprogramm auf die Beine zu stellen mit dem ausschließlichen Schwerpunkt auf bezahlbare Wohnungen? Wäre dort das Geld nicht deutlich effektiver investiert als im teuren Rückkauf von Wohnungen, die z.B. in Berlin mal billig an die Privatwirtschaft verscherbelt wurden; übrigens von SPD und genau den LINKEN, die heute am lautesten nach "ENTEIGNUNG" schreien, die es sowieso nicht geben kann, da, wenn der deutsche Staat rechtmäßig erworbenes Eigentum für öffentliche Zwecke (Infrastruktur, Gemeinwohl) beansprucht, immer marktgerecht entschädigen MUSS ("Substanzschutz"); und marktgerecht heißt im Augenblick sauteuer.

    • @Sisone:

      Ich bin sicher, Sie kennen das Neun-Punkte-Rätsel. In Anbetracht Ihrer All-ein-Lösung „bauen bauen bauen“ kann ich nur vermuten, daß Sie die Lösung des Rätsels nicht kennen. Oder vertreten sie einen Baukonzern?



      Alleine die Tatsache der Überhitzung in den Großstädten in den letzten Wochen müßte Ihnen doch ein Anlass gewesen sein, nach besseren Lösungen zu suchen.



      Tatsächlich stehen in Berlin und D Wohnhäuser und Gewerbehäuser mit guter Bausubstanz jahrelang leer, weil das profitabel ist. DARUM geht’s. Das ignorieren Sie genauso beharrlich wie die wiederholte Erklärung, daß Berlin sein „Tafelsilber verscherbeln“ mußte, weil zuvor der Haushalt von Herrn Landowskis CDU an die Wand gefahren wurde.



      Auch was den Preis für Rückkäufe betrifft, bzw. den Preis für Entschädigungen, streiten sich die Fachleute, welcher Wert der Immobilien eigentlich veranschlagt werden muß. Bisher verhielt sich jeder Senat - wie gewohnt - extrem eigentümerfreundlich, müßte es aber gar nicht. Notwendig ist, über das geglaubten Rand hinauszudenken, wie im Neun-Punkte-Rätsel.

    • @Sisone:

      Nun, Gier ist zumindest in unserem christlichen Wertegemeinschaft mal das Gegenteil einer Tugend gewesen - und damit durchaus moralisch. Glücklicherweise hat der Neoliberalismus mit dieser sinnlosen Moral aufgeräumt, und Gewinnmaximierung ist erstmal gut. Ich maximiere meinen Gewinn zum Beispiel dadurch, dass ich keine Miete zahle und beim Auszug kurz vor der Räumung noch das Kupfer aus den Wänden ziehe.

    • @Sisone:

      "... die z.B. in Berlin mal billig an die Privatwirtschaft verscherbelt wurden; übrigens von SPD und genau den LINKEN, die heute am lautesten nach "ENTEIGNUNG" schreien, die es sowieso nicht geben kann, da, wenn der deutsche Staat ... ("Substanzschutz"); ..."

      Für mich klingt das auch eher nach "Raubrittertum", wenn ich "jemandem" erst etwas verkaufe (mich über das eingenommene Geld freue, was ja auch zumindest ein bisschen kapitalistisch ist ;-) ) und es den Käufern dann wieder "wegnehmen" will; wohlgemerkt, nicht zum Marktpreis zurückkaufen, sondern quasi zu einem selbst festgelegten Preis rückübereignen. Da hoffe ich doch, dass es Gesetze gibt, die so etwas verhindern.

      Ich befürworte günstigen Wohnraum für alle und bin ein großer Fan von Wohnungsbaugenossenschaften oder privaten Initiativen, die zusammen ein Mehrfamilienhaus kaufen, bewohnen und bewirtschaften, aber "Enteignung" ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Zumal wir ja nicht wissen, wen es dann "am Ende" alles trifft.

  • "... und sie dann möglichst schnell und gewinnbringend wieder abzustoßen."

    Dann können diese Häuser doch gekauft und danach vergesellschaftet werden oder verstehe ich das falsch?

    "... sondern eine demokratisch kontrollierte Anstalt öffentlichen Rechts (AöR)."

    Anstalt öffentlichen Rechts; klingt für mich teuer, je nachdem wie viele Mitarbeiter zu welchen Konditionen eingestellt werden.

    "... Ziel ist, die Wohnungsbestände durch Mieter:innenvertreter, Beschäftigte, Stadtgesellschaft und Senatsvertreter gemeinwirtschaftlich verwalten zu lassen."

    Ich kenne ein solches Konstrukt nicht und bin auf Details gespannt. Was ich kenne, sind Genossenschaften, die ich gut finde. Vielleicht wäre das ein Kompromiss. Je komplizierter die Lösung ist, desto teurer, nehme ich an. "Anstalt öffentlichen Rechts" klingt für mich erst einmal nach viel Bürokratie, Wasserkopf und somit auch teurer als "Genossenschaft". Vielleicht irre ich mich aber auch.

  • Aus der Traum vom kostengünstigen Wohnen zu Lasten der Gesellschaft. Hier helfen folgende Vorgehensweisen: Umziehen, Wohnung odef Haus selbst kaufen, eigene Gesellschaft gründen. Ihr schafft das!

    • @Nachtsonne:

      Ist der Schwachsinn Ernst oder Ironie und Sarkasmus?

    • @Nachtsonne:

      Sehr guter Vorschlag 🤷



      Dem stimme ich zu.



      Anpacken, machen.



      Selbst was schaffen, nicht fordern das einem alles gestellt wird.



      Tun statt meckern 👍

      • @Astrid Sehnefeld:

        Das widerspricht aber Linker Politik: z.B. Jan van Aken forderte eine sehr hohe Erbschaftssteuer für mittelmäßige Häuser auf dem Land oder totale Bruchbuden in besserer Lage zwecks Umverteilung von in seinen Augen reich zu in seinen Augen arm.

        • @Otto Mohl:

          Die LInke fordern vor allem, dass auch zahlt, wer 300+ Wohnungen erbt. Da sind wir doch alle dabei, oder?

      • @Astrid Sehnefeld:

        Diesen Rat hätte ich zuerst der jetzigen Berliner Stadtregierung gegeben. Anpacken, machen (oder ihre bewusste Lethargie politisch aktiv zu bewerben).



        Bevor sie zu Tante Bundes-CDU/SPD läuft, um ihre Nichterfüllung des Volksentscheids zu verdecken.

  • "Man fragt sich auch, was mit dem Satz „Vergesellschaftungsgesetze auf Landesebene nicht mehr möglich“ gemeint sein soll."

    Damit ist folgendes gemeint: Gesetze zur Vergesellschaftung fallen nach Art. 74 I Nr. 15 GG in den Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung. D.h. dass die Länder hier solange Gesetze erlassen dürfen, solange und soweit der Bund nicht vollständig von seiner Gesetzgebungskompetenz gebrauch gemacht hat. Merz stellt sich nun vor ein Gesetz zu erlassen, in dem nur ein Satz steht "Hiermit macht der Bund abschließend von seiner Kompetenz gem. Art. 74 I Nr. 15 GG gebrauch", um eben Landesgesetze zu verhindern. Das ist die Überlegung. Sie scheitert aber an zwei Punkten, 1. an Art. 72 II GG und 2. an der Bundestreue aus Art. 20 I GG.

    • @Robin Mayer:

      Es ist viel einfacher. Das Gesetz wird sinngemäß lauten "Vergesellschaftung von Wohnuneigentum ist unzulässig". Artikel 31 GG macht den Rest.

    • @Robin Mayer:

      Hier liegt doch ein gesamtstaatliches Interesse vor, den der Bund und auch die anderen Länder müssten befürchten, dass mögliche Investoren in Deutschland nicht mehr investieren, wenn und soweit erstmals eine Vergesellschaftung vorgenommen worden ist.

      • @DiMa:

        Selbst wenn das so eintreten sollte, was bei einem so eng gefassten Gesetz und den zu zahlenden Entschädigungen keinesfalls gesetzt ist, stellt sich immer noch die Frage ob das wirklich so schlimm wäre. Investoren investieren schließlich deshalb weil sie Profite erzielen wollen und genau das ist ja die zentrale Triebfeder bei den immer weiter eskalierenden Mietniveaus und führt dort wo die Preise besonders hoch sind zu so pervervsen Praktiken, dass dort statt eigentlich benötigtem günstigen Wohnraum vor Allem Luxuswohnungen gebaut werden die man dann leerstehen lässt weil man allein per Wertsteigerung genug verdient und sich mit Mietern und Abnutzung gar nicht erst belasten möchte.



        Es geht hier aber nicht darum Investoren eine weitere Asset-Klasse für die Vermehrung ihres Überreichtums an die Hand zu geben, sondern um die Versorgung eines Grundbedürfnisses. Das muss das gesamtstaatliche Interesse sein, allein schon deshalb weil ein Staat der immer wieder die Profite der Investoren über die Bedürfnisse der Menschen stellt damit irgendwann jede Legitimation und Zustimmung verspielt.

        • @Ingo Bernable:

          Erklären sie mir bitte mal logisch, warum die bösen Investoren unter den jetzigen Bedingungen statt in sogenannte Luxuswohnungen, die offensichtlich Gewinn versprechen, in einfache Wohnungen, die anscheinend keinen Gewinn versprechen, investieren sollten?







          JEDER privatwirtschaftliche Betrieb hat eine Gewinnorientierung. Und wenn man so dämlich war, den Wohnungsbau (genauso wie Strom, Wasser, Krankenhäuser usw.) freiwillig in private Hand zu legen, darf man sich hinterher auch nicht darüber beschweren.







          Aber so wie sozialer Wohnungsbau aus staatlicher Hand mal gang und gäbe war, könnte es auch wieder werden, wenn endlich mal der Startschuss gesetzt wird. Ganz unabhängig davon was die Privatwirtschaft veranstaltet. Diese ganze Enteignungsdiskussion lenkt nur von der eigentlichen Lösung ab!

          • @Sisone:

            Es gab mal Zeiten, da hatten Konzerne noch Charakter. Sie bauten günstige, gute Werkswohnungen für ihre MA, um sie zu binden. Und die MA identifizierten sich gerne mit „ihren“ Firmen.



            Heute in Zeiten von shareholder value investieren die „bösen“ Investoren in jedem Markt, der den größten Gewinn verspricht, und das IST böse. Man kann es natürlich auch asozial nennen, gierig, zynisch, destruktiv, oder wie Sie wollen. Meine ungebildete Oma erklärte das Prinzip auf ihre Weise: Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen. Mit anderen Worten sagte dasselbe William Lazonick im TAZ-Interview am 21.1.26. Oder Aristoteles in „Politik“ (in meinen Worten): Geld für Geld, Gewinn aus dem Besitz ziehen, ist hassenswert, weil wider die Natur.



            Und entschieden NEIN: NICHT jeder privatwirtschaftliche Betrieb hat eine Gewinnorientierung im obigen Sinne.



            Und wer so dämlich war, schwere Fehler zu begehen, darf doch klüger werden, und sie berichtigen, oder? Es gibt in D kaum Mangel an Wohnraum, nichtmal in Berlin, es gibt nur einen Mangel an Gemeinsinn.

        • @Ingo Bernable:

          Die Frage ist doch eher, ob Investoren überhaupt noch investieren, wenn und soweit erstmals von der Möglichkeit der Vergesellschaftung Gebrauch gemacht worden ist.

          Insoweit strahlt eine Vergesellschaftung im Land Berlin auf die gesamte Bundesrepublik aus.

          • @DiMa:

            Ich denke, man sollte unterscheiden einerseits zwischen Investoren in der produzierenden Wirtschaft, die aus Geld Sachkapital machen, die im besten Falle technologischen Fortschritt hervorbringen und Arbeitsplätze schaffen. - Und andererseits "Investoren", die den Bereich öffentlicher Daseinsvorsorge (Wohnen, Gesundheit) ausbeuten, deren Gewinne nicht aus Produktivitätssteigerungen resultieren, sondern aus Externalisierung von Kosten. Letztgenannte "Investoren" braucht es nicht, die können gern fernbleiben.

            • @Kohlrabi:

              Ein Investoer wird bei seiner Investitionsentscheidung eine solche Unterscheidung bei der Bewertung nicht vornehmen. Wer weiß, ob Herr Musk hier ein Autowerk gebaut hätte, wenn eine Vergesellschaftung vorgenommen worden wäre.

          • @DiMa:

            Tatsächlich investieren Investoren und auch Unternehmen wie Bosch oder Siemens sogar in nominell kommunistischen Staaten wie Vietnam. Aber selbst wenn man ihre Befürchtung teilt und annimmt, dass so ein Schritt die scheuen Rehe Investoren komplett verschrecken würde ändert das nichts daran, dass eine demokratisch legitimierte Mehrheit sich für diesen Weg entschieden hat. Diese demokratische Entscheidung top-down zu revidieren weil man um Interessen und Wohlwollen von Investoren fürchtet ist eben ein Schritt der nicht minder auf die gesamte Bundesrepublik ausstrahlt und einmal mehr verdeutlicht, dass die soziale Marktwirtschaft in der die Demokratie den Rahmen der Wirtschaft setzte längst einer marktkonformen Demokratie gewichen ist in der das Primat der Wirtschaft den Rahmen des demokratisch Entscheidbaren bestimmt.

            • @Ingo Bernable:

              "...ändert das nichts daran, dass eine demokratisch legitimierte Mehrheit sich für diesen Weg entschieden hat..."







              Die demokratisch legitimierte Mehrheit in der repräsentativen Demokratie ist die gewählte Regierung (auch wenn die jetzige eine Katastrophe ist)!







              Die rechtliche Verbindlichkeit des Volksentscheids „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ liegt knapp über Null und entspricht einem Meinungsbild zu einem bestimmten Zeitpunkt.







              Für mich liegt das Problem der Volksentscheide darin, dass mit viel Emotionalität über eine aktuelle Situation abgestimmt wird, ohne das ein Großteil der Abstimmenden die Langzeitfolgen einer Entscheidung wirklich überblicken kann.







              Ich bin mir z.B. sicher, dass die Mehrheit in GB dem Brexit mit dem Wissen von heute nicht mehr zustimmen würde.

              Oder wie wäre es mit einem neuem Volksentscheid über das Tempelhofer Feld mit der konkreten Frage, alles so zu lassen wie bisher oder dort Wohnungen zu bauen? Ich denke, heute wäre das Ergebnis ein anderes.







              Oder wie wäre wohl ein Volksentscheid über Remigration am Tag nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt gelaufen?







              Würden sie dann auch der "demokratisch legitimierten Mehrheit" folgen wollen?

              • @Sisone:

                Das Argument, dass das unmittelbare Ergebnis einer Volksentscheidung weniger demokratisch legitimiert sei, als der nur mittelbar gewählte Kanzler und sein gar nicht gewähltes und teils nicht einmal mandatiertes Kabinett, scheint mir schon eine sehr steile These.



                Und das Problem, dass die Wählenden möglicherweise emotionalisiert, undurchdacht, spontan oder auch nur aus einer Laune heraus abstimmen stellt sich grundsätzlich bei Bundestagswahlen aber gar nicht anders. Denkt man ihr Misstrauen gegen die Wählenden konsequent zu Ende bleibt nur der Schluss, dass man von demokratischen Verfahren besser grundsätzlich Abstand nehmen sollte.

                • @Ingo Bernable:

                  Ich liebe Ihre klugen Kommentare!



                  (ganz ohne Ironie)

                • @Ingo Bernable:

                  "...Das Argument, dass das unmittelbare Ergebnis einer Volksentscheidung weniger demokratisch legitimiert sei, als der nur mittelbar gewählte Kanzler und sein gar nicht gewähltes und teils nicht einmal mandatiertes Kabinett, scheint mir schon eine sehr steile These..."







                  Das ist keine steile These, sondern geltende Gesetzgebung; so sieht es die Deutsche Verfassung nun mal vor.







                  Und diese "Abstimmung über den Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne" hat so, wie er angelegt war, nie über empfehlenden Charakter hinaus irgendeine gesetzlich bindende Basis gehabt.







                  Und ich misstraue nicht grundsätzlich Wählenden, bin mir aber der Tatsache bewusst, dass ich niemals ausreichend in der Lage wäre, z.B. die Rechtmäßigkeit einer Parole (und nicht anderes ist der Ruf nach "Enteignung") oder die langfristigen Folgen wirklich abschätzen zu können, obwohl ich mir einbilde, ganz gut politisch informiert zu sein. Ich denke, dass schon das reine Fehlen einer Alternativlösung die Abstimmung diskreditiert hat. Stellen wir die gleichen Bürger doch vor die Wahl zwischen "Enteignung", "ab jetzt massiver Sozialwohnungsbau" und "Miete halbieren sofort", schon ist das Ergebnis anders.

            • @Ingo Bernable:

              Nur gibt es mit Vietnam ein Investitionsschutzabkommen, welches unter anderen auch vor Vergesellschaftungen schützt.

              • @DiMa:

                Na, wenn das denn geeignet ist das nötige Vertrauen bei den geliebten Investoren herzustellen, wäre das doch der offfensichtlich geeignete Weg um die von ihnen befürchtete Abwanderung der Investoren in Folge der in Berlin angedachten Vergesellschaftungen zuverlässig zu verhindern.

      • @DiMa:

        Die Möglichkeit zur Vergesellschaftung steht seit 1949 im Grundgesetz. Und der Staat enteignet auch ständig. Warum sollten also "Investoren" plötzlich die Flucht ergreifen? Da hauen doch höchstens ein paar Spekulanten ab.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Der Blick in das Gesetzbuch erleichtert bekanntlich die Rechtsfindung.



          Art. 4, Abs. 3 GG: "Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig. Sie darf nur durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes erfolgen, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt. Die Entschädigung ist unter gerechter Abwägung der Interessen der Allgemeinheit und der Beteiligten zu bestimmen. Wegen der Höhe der Entschädigung steht im Streitfalle der Rechtsweg vor den ordentlichen Gerichten offen."



          E n t s c h ä d i g u n g steht dort. Noch Fragen?

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Wuerde Berlin vergesellschaften, dann koennen auslaendische Firmen vor internationalen Schiedsgerichten auf Schadensersatz klagen. Folglich bekommen sie fuer ihre Wohnungen mehr als deutsche Firmen, die diesen Weg nicht gehen koennen. Das ist ein Wettbewerbsnachteil gegenueber auslaendischen Konkurrenten, auf den es dann zB diese Reaktionen geben wird:



          - 1. Deutsche Firmen investieren nur noch im Ausland, da sie dann auch vor internationale Schiedsgerichte ziehen koennen.



          - 2. Sie verlagern ihren Sitz ins Ausland, um von dort aus in Deutschland zu investieren, dann haben sie den Enteignungsschutz der internationalen Schiedsgerichte.



          - 3. Sie verlagern ihren Sitz ins Ausland und investieren trotzdem nicht in Deutschland, denn wer schlaegt sich gerne vor Gerichten rum?

          Da die Linke nicht in der Bundesregierung ist, ueberrascht es micht nicht, dass diese von diesen Folgen nicht begeistert ist.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          "...Warum sollten also "Investoren" plötzlich die Flucht ergreifen?..."







          Sie bräuchten nicht einmal die Flucht ergreifen. Sie würden wahrscheinlich einfach ihr Kapital einfach woanders investieren, statt in den für sie nicht mehr sicheren Wohnungsmarkt. Vielleicht als Geldgeber für Gaskraftwerke oder ganz simpel in den Aktienmarkt.







          Wem wäre damit geholfen?

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Weil Vergesellschaftung halt noch mal ein ganz anderes Thema ist. Bei der Enteignung braucht der Staat das Gut für andere Zwecke, bei der Vergesellschaftung will er es einfach selbst betreiben. Den Unterschied erkennen Investoren schon.

          • @DiMa:

            Enteignet wird bei der Vergesellschaftung wie bei der Verstaatlichung.

            Viel entscheidener ist fuer mich, wer nach der Enteignung den Nutzen hat. In Berlin haetten nicht allen einen Nutzen, schon garnicht die Wohnungssuchenden, sondern nur Einzelne, die schon eine Wohnung haben.



            Wird stattdessen fuer ein Infrasturkturprojekt enteignet, zB eine Autobahn oder eine Bahnstrecke, haben ausser den direkt Betroffenen auch alle anderen einen Nutzen. Gute Infrastuktur foerdert die Wirtschaft und erhoeht damit die Steuereinnahmen auf allen Ebenen bis hin zum Bundeshaushalt, wodurch auch Helgoland von einer Autobahn in Bayern profitiert.

          • @DiMa:

            Der Staat braucht das Gut. Auch weil die sogenannten Investoren auf einem bestimmten Gebiet komplett versagen. Wenn diese Versager nicht mehr kommen, ist das kein Verlust.

            Aber man kann sicherlich mit der Drohung, "Investoren" würden verschreckt, dem einen oder anderen braven Bürger Angst machen 😁

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Ob der Staat das Gut nun braucht oder nicht wird zukünftig halt. Auf Bundeseben entschieden. Mehr passiert nicht.

              • @DiMa:

                Nein. Die Entscheidung, ob der Staat etwas braucht, soll ja abgeschafft werden.

                • @warum_denkt_keiner_nach?:

                  Nein. Für eine Abschaffung bräuchte es eine Änderung des GG. Der Bundesgesetzgeber entscheidet nur, dass von Art. 15 GG derzeit kein Gebrauch gemacht wird. Diese Entscheidung kann auf Bundesebene jederzeit geändert werden.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Auch weil die sogenannten Investoren auf einem bestimmten Gebiet komplett versagen.

              Mag sein, aber der Staat versagt noch mehr! Und ich brauche jetzt nicht auf die DDR verweisen, Hinweise auf die Bahn oder ähnliche Projekte beweisen es.

              • @Donni:

                Gerade ihr Hinweis auf die Bahn geht nach hinten los, denn die rollte problemlos im Sinne des Gemeinwohls als Staatsbetrieb, bis sie privatwirtschaftlich umstrukturiert und damit den Shareholdern und Investoren zum Fraß vorgeworfen wurde.

              • @Donni:

                "Hinweise auf die Bahn oder ähnliche Projekte beweisen es."



                Ganz im Gegenteil. Die DB funktionierte als Staatsunternehmen vergleichsweise gut und zuverlässig, auch (oder gerade weil) sie nicht durch und durch auf rein ökonomische Effizienz getrimmt war. Die Probleme die wir dort heute sehen, sind im Wesentlichen Folge der Privatisierung und des ideologisch motivierten Versuchs in einem Markt der ein natürliches Monopol ist Effizienzgewinne durch freien Wettbewerb zu erzielen der in einem solchen Kontext aber nun mal einfach nicht funktionieren kann.

                • @Ingo Bernable:

                  Die DB ist genau dafür kein Beispiel!



                  Die funktionierte als Staatsunternehmen deshalb, weil die Infrastruktur mehrere Jahrzehnte jünger war, also mehr Verschleißreserve und weniger Instandhaltungsbedarf hatte.



                  Und die heutigen Probleme sind zu einem guten Teil der Tatsache geschuldet, dass für die Infrastruktur weiterhin der Staats zuständig ist (man lese hiermit Artikel 87e Grundgesetz) - und nicht der Rechtsform des Unternehmens, das im expliziten Auftrag und auf gedeckelte Kosten des Staats tätig ist.

              • @Donni:

                Es gibt auch im Westen seit Jahrzehnten gut funktionierende Wohnungsgenossenschaften.

                Und die Bahn? Die wurde erst in der Autorepublik Deutschland mit Absicht klein gehalten und dann mit "marktwirtschaftlichen Reformen" endgültig an die Wand gefahren.

                • @warum_denkt_keiner_nach?:

                  "Es gibt auch im Westen seit Jahrzehnten gut funktionierende Wohnungsgenossenschaften."

                  Darum gehts es doch garnicht.



                  Die Vergesellschafter haben erkannt, dass sie, bzw die Berliner Genossenschaften, nicht in der Lage sind, neuen Wohnraum zu "bezahlbaren" Mieten zu bauen, sonst wuerde man das Geld fuer die Enteignungen den Genossenschaften geben.



                  Wie so oft wenn Sozialisten enteignen wollen, ist das ein Eingestaendnis der eigenen Unfaehigkeit und ein Ablenkungsmaenoever, um von den eigenen Fehler abzulenken, die die Misere erst erzeugt haben: Es waren vor allem SPD und Linke (PDS), die in Berlin die Sozialwohnungen verramscht haben.

  • Logik a la Fritze Merz:

    - keine Telefonische Krankschreibung



    - AU am ersten Tag



    - Aber: "Sie müssen nicht am ersten Tag in die Arztpraxis."

    www.tagesspiegel.d...-spd-15790919.html

    Ich denk mal, Fritze meint, dass der Leibarzt ja auch zum Patienten kommen kann 😎😎😎

  • Die Methoden der Senkung der Mieten und Eigentumswohnung-Kaufpreise kommen nicht voran. Sie wären:



    Senkung des Anspruchsdenkens, in den großen Städten zu wohnen und Binnenvölkerwanderung auf Kosten des Sozialstaates zu betreiben



    Senkung der Normen beim Bau



    Senkung des Angstlevels bei den Berufsgenossenschaften.



    Senkung des Aufwandes bei der Bürokratie.



    Vielleicht noch Beobachtung des Marktes für Baustoffe und gezielte Subventionen und vereinfachte Zulassung neuer Stoffe und Verfahren



    Vergleich mit den Vorschriften im Ausland und erneute Begründung für strengere, Kosten verursachende deutsche Regeln.

    • @Christoph Strebel:

      Weniger Platzverschwendung durch Neu-Einfamlienhäuserghettos an Ortsrändern.



      Gemeinsames Nutzen von gewissen Dingen



      Mehr barrierearme und bezahlbare Single-Wohnungen für Oma Hilde, die dann endlich nicht mehr das Haus alleine stemmen muss.



      Serienwohnungsbau mit differenzierenden kleinen Unterschieden



      Geld für Wohngeld lieber direkt geben



      Geld für Pendlerbezuschussung lieber für Sozialwohnungsbau ausgeben

      • @Janix:

        "Gemeinsames Nutzen von gewissen Dingen"

        Verrennen Sie Sich bloß nicht so schnell in Details!

        Und Oma Hilde muss man dann auch schon zwangsweise in die barrierefreie Wohnung einweisen können. Die Hälfte dieser Hildes wird gar nicht raus wollen aus dem Haus, da muss nachgeholfen werden.

        Auf die differenzierenden kleinen Unterschiede beim seriellen Bauen freue ich mich jetzt schon.

  • Der Markt löst das Problem des Wohnungsmangels offensichtlich nicht. Warum man ihn dann noch zusätzlich schützen will weiß nur die Lobbygruppe in der Union, bei der vermutlich die Sektkorken knallen. Hat etwas sehr Destruktiv-Dreistes, fast schon AfD-Niveau, nicht das erste Mal in letzter Zeit bei der Union. Ach ja, und die SPD winkt das auch noch durch, die Partei der kleinen Klingbeils, warum auch nicht, ist mittlerweile auch egal.

    • @FtznFrtz:

      Der Markt kann das Problem des Wohnraummangels nicht lösen, da die Politik schon viel zu stark eingegriffen hat. Wohin das führt hat man in Argentinien gesehen, Milei hat gezeigt wie das gelöst werden kann. Gefällt nicht, ist aber so

    • @FtznFrtz:

      Der Markt würde das sofort regeln, wenn man ihn ließe, aber dann ist es halt Essig mit der dörflichen Romantik, die einige Stadtbewohner haben wollen. Dann wird Berlin mit Hochhäusern in verschiedenen Preissegmenten zu-gekleistert. Lockert man entsprechende Vorschriften holt chinesische Firmen ins Land kann man das Wohnungsproblem in 2 Jahren lösen.

      • @Machiavelli:

        Schlimmer geht immer,was?

    • @FtznFrtz:

      Dar Markt würde das sofort regeln. Man muss halt bauen und damit das schnell geht auch die Vorschriften und Gesetze anpassen. In der Schweiz hat das in einer gleichen Situation auch geklappt.

      Aber keine Regierung der letzten 15 - 20 Jahre hat das hinbekommen.

      Wir bekommen es ja als rohstoffreiches Land nicht mal gebacken denn Abbau oder das Recycling dieser ordentlich zu regeln

  • Die Fragen die ich mir stelle, sind



    1.) baut irgendeine Gesellschaft auch nur noch ein Haus, wenn angefangen wurde Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen?



    2.) wie kommt auch nur irgendwer auf die Idee der Staat könnte es? Die Quantität und vor allem Qualität der Häuser in der DDR vergessen?

    • @Donni:

      Nunja, der DDR-Plattenbau gilt politikerseits ganz aktuell wieder als zukunftsweisend ...



      Im Gegensatz zur Deutschen Bahn z.B., die gut funktionierte, bis sie privatwirtschaftlich umgebaut wurde. Oder all die PPP-(privat-public-partnership)-Unternehmen, die allesamt! zu einer Verschlechterung und Verteuerung des Angebots geführt haben und führen.



      Wie kommt also auch nur irgendwer auf die Idee, ein Investor wolle es besser machen, als unbedingt nötig, um seinen Profit zu maximieren?

    • @Donni:

      Die Gesellschaften bauen ja auch ohne Enteignungen weder in ausreichendem Umfang Wohnraum, noch den der tatsächlich gebraucht wird. Ziel von Wohnungsbaugesellschaften ist eben nicht Wohnungsbau, sondern die Erzielung von Gewinne. Und das klappt eben auch ganz gut mit Verknappung, Mieterhöhungen und überflüssigen Luxussanierungen.

      Auch im Westen waren ja lange Zeit sehr große Wohnungsbestände in öffentlicher Hand. Das waren oft, aber nicht ausschließlich Sozialwohnungen. Grundsätzlich galt bis 1990 die Wohnungsgemeinnützigkeit. Insgesamt bedeutete dieses Konstrukt sicheren und bezahlbaren Wohnraum für die Mieter und kontinuierliche Erlöse für die Kommunen. Dann kam iregendwer auf die Idee, dass der Markt es besser könne und der Großteil dieser Bestände wurde verkauft bzw. eher verramscht und zwar oftmals an genau die Konzerne die die Leute nun dermaßen aussaugen, dass man allmählich anfängt über Vergesellschaftung als Notwehrmaßnahme nachzudenken.

    • @Donni:

      Frage 3.

      Warum gibt es z.B. in Bayern Wohnungsgenossenschaften, die seit vielen Jahrzehnten bezahlbare Wohnungen anbieten?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Weil sie altbestand haben und jahrelange Warteliste. I'm Neubau müssen die auch 18€/m² verlangen mindestens.

        • @Machiavelli:

          Die Sanieren ständig und bauen teilweise auch neu.

          Das es zu wenige gibt, ist genau das Problem.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        200 000 Wohnungen für 13 Millionen Einwohner sind natürlich das Paradies!

        • @snowgoose:

          Eben. Es gibt zu wenige davon. Könnte man aber ändern...

    • @Donni:

      Zu 1: Da gehts, mal am Rande, ned um entschädigungslose Enteignung. Ein eigenes Obdach ist ein Menschenrecht und daß sich der Staat nur insofern beteiligt, indem Immos DER Steuervermeidungsklassiker sind und das Feigenblatt "Sozialwohnung" dazu noch fürstlich gefördert wird, ist ned im Sinne des Volkes.



      Zu 2: 1990 wäre des Ziel, daß so ziemlich jede*r ne halbwegs bewohnbare Bude hat, erreicht gewesen. Also Eigentor (weil grade Männerfußballweltfestspiele sind *lol*).

    • @Donni:

      Die sog. "Wohnblöcke", errichtet durch DDR-Betriebe, stehen noch heute und werden (gern) bewohnt. Diese wurden "lediglich" energetisch aufgerüstet. Fliesen in Küche und Bad wurden eingebaut. Über Denkmalpflege bzw Denkmalschutz wird mancherorts bereits mehr als nur nachgedacht. Und zu 1.: natürlich würde gebaut. Wir haben einen Rechtsstaat, der den Eingriff ins Eigentum regelt, hier wird nicht einfach der Schlüssel weggenommen.

    • @Donni:

      1.) Enteignet werden sollen ja nicht WohnungsBAUgesellschaften, sondern Gesellschaften und Private-Equity-Firmen, deren hauptsächliches Geschäftsmodell darin besteht, vorhandene Wohnungsbestände aufzukaufen und die Gewinne daraus zu steigern.

      2.) Kommunale Wohnungsunternehmen können es durchaus, vielerorts.

      Nur müssen natürlich gemeinnützige Wohnungseigner kostendeckend wirtschaften, was im Vergesellschaftungsfall die Bedienung der zur Entschädigung aufgenommenen Kredite beinhaltet. Ein Mietwunder könnte man also wohl eher nicht erwarten.

  • Es müsste aber auch zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse er-



    forderlich sein (Art. 72 Abs. 2 GG). Dies wäre nur der Fall, wenn sich die Lebensverhältnisse in



    den Ländern in erheblicher, das bundesstaatliche Gefüge beein-



    trächtigender Weise durch die Enteignung in Berlin auseinanderentwickeln würden oder sich eine derartige Entwicklung konkret abzeichnete (vgl. BVerfG, Urteil 21. Juli 2015 - 1 BvF 2/13; BVerfGE 106, 62 ; 111, 226 ; 112, 226 ). Das sehe ich hier noch nicht so recht.

    • @hedele:

      Das war zu knapp gefasst. Es darf auch mit folgenden Gründen erfolgen:



      - Wahrung der Rechtseinheit



      - Wahrung der Wirtschaftseinheit



      sofern ein gesamtstaatliches Interesse eine einheitliche Regelung erfordern.

      Dabei gilt wie immer beim BVerfG: Der Gesetzgeber hat einen weiten Entscheidungsspielraum.

      • @CR43:

        Auch diese beiden Ausnahmen sind aber nicht einschlägig und beim vorliegen dieser Merkmale kommt der Entscheidungsspielraum an seine Grenzen, wenn es nur ein Land ist, das so ein Gesetz erlässt (keine notwendige Rechtszersplitterung) und die wirtschaftlichen Auswirkungen nur in den Grenzen des Stadtstaats bleiben. Das funktioniert schlicht nicht. Im Übrigen wäre eine Negativgesetzgebung, die nur dazu dient Ländern eine Regelung zu verbieten ohne selbst etwas zu regeln ein Verstoß gegen die Bundestreue.

  • Anfang der 2000 er hatte die Landesbank Berlin schon einmal mit Immobilien gezockt und sich verzockt. Anschließend musste diese mit Milliarden gerettet werden. Wenn jetzt vergesellschaftet wird, so wird sich sicherlich ein Gutachten für einen niedrigen Preis finden. Anschließend wird vor Gericht der tatsächliche Preis ermittelt werden und Berlin muss wieder gerettet werden. Es ist gut, wenn Erwachsene den Kindern gefährliches Spielzeug wegnehmen….

    • @Puky:

      "Es ist gut, wenn Erwachsene den Kindern gefährliches Spielzeug wegnehmen…."



      Das "Spielzeug" um das es hier geht ist allerdings ein Instrument das im Grundgesetz ausdrücklich vorgesehen ist und die Entscheidung es einzusetzen kam per Volksentscheid zustande. Aber vermutlich haben sie Recht und Demokratie und freie Wahlen sind für uns Bürger äh ... Kinder einfach viel zu gefährlich, lassen wir das also besser bleiben.

  • Es wird von Springermedien immer so getan, als wäre eine Enteignung bereits der überschrittene Rubikon zum kommunistischen Einparteienregime.



    Aber allein 2024 fanden bundesweit 60 Enteignungen der Länder nur nach § 19 FernstraßenG statt. Ohne dieses Imstrument wäre der Staat auch schlicht nicht handlungsfähig, sondern den Erpressungen von Eigentümern von Filetgrundstücken hilflos ausgeliefert.



    Und dass die Bundesländer sich die Beschneidung ihrer Kernkompetenzen in einem so wichtigen Punkt durch bloßes Bundesgesetz klaglos gefallen lassen, das wage ich zu bezweifeln. Das endet bestimmt in einem Organstreitverfahren oder einer Normenkontrollklage vor dem BVerfG. Die CDU sollte also vorsichtig wieder von ihrem Baum herunterklettern, den sie mit Karacho hochgejagt ist.

    • @hedele:

      Diese Enteignungen finden unter sehr engen Bedingungen in besonderen Ausnahmefällen statt, wobei der finanzielle Ausgleich meist deutlich über Marktwert erfolgt. Was DWE und Co wolllen ist eine der Enteignung gleiche Vergesellschaftung, allerdings pauschal, de facto Bedingunglos und eine Entschädigung deutlich unter Marktwert.

    • @hedele:

      Hier gilt die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz. Die Länder können entscheiden, bis der Bund eine Entscheidung trifft. Da können dann am Ende die Länder klagen, wie sie wollen, das hilft alles nix.

      • @DiMa:

        ach, bleib mir doch mit solch tristen Fakten weg.

        :-)

  • Vergesellschaften heißt natürlich nicht "Enteignen", sondern zu marktüblichen Preisen abkaufen.



    Eine sauteure Idee, die genau keinen



    Wohnung mehr schafft. Und dann senkt Berlin die Mieten in den gekauften Wohnungen? Oder was ist die Idee? Wohnsubvention Weniger auf Kosten aller Steuerzahler? Wenn man schon Milliarden ausgeben will, dann doch bitte für den Neubau städtischer Wohnanlagen im Eigentum einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft.

    • @Querbeet:

      Ich habe kein Problem damit, wenn der Superreiche Steuerzahler - voraussichtlich gibt's ihn kaum noch, weil er diese netten Schlupflöcher nutzt - das endlich einmal bezahlt, anstatt im Wege von Beteiligungen nur zu kassieren.

      • @Gerhard Krause:

        Und Sie haben auch kein Problem damit, wenn Sie bzw. wohnungssuchende Normalverdiener den billigwohnenden Bestandsmieter subventionieren?

  • "Was hauptsächlich gebaut wird, sind ästhetisch abstoßende Luxusimmobilien, von denen sich die Konzerne die höchsten Renditen versprechen, die aber immer öfter einfach leer stehen, weil alle Yuppies der Stadt längst mit Dachgeschoss-Lofts ausgestattet sind."

    Also Ästhetik ist Geschmackssache. Der zweite Teil klingt nicht sehr logisch. Welcher Geldgeier baut den Luxuswohnungen, die dann leer bleiben, weil alle "Yuppies" bereits versorgt sind?

    • @Querbeet:

      Was gebaut wird, ob von Konzernen oder Genossenschaften, sind Immobilien, die den energetischen Anforderungen genuegen, gepaart mit Wucherpreisen der Kommunen fuer Grund und Boden, garniert mit hohen Material-, Energie- und Buerokratiekosten. Das sind keine Luxusimmobilien, sondern das Billigste was infolge der Politik der letzten Jahre machbar ist. Wir bekommen die teuren Neubauimmobilien geliefert, die wir via Wahlen bestellt haben.



      Daran wird sich so schnell auch nichts aendern, da man Niemanden zum Verlustgeschaeft Neubau zu "bezahlbaren Mieten" zwingen kann und der Staat entweder kein Geld hat oder zu unfaehig ist, meistens beides.

      • @elektrozwerg:

        Genossenschaften die unter 20€/m² vermieten können bei Neubau haben Glück. Sind aber die Ausnahme. Wohnen ist einfach heutzutage sauteuer und daran wird man sich gewöhnen müssen.

        • @Machiavelli:

          "Wohnen ist einfach heutzutage sauteuer und daran wird man sich gewöhnen müssen."

          Ich gehe davon aus, dass es sich mit dem Rückgang der Boomer-Bevölkerung ändern wird, zumal die Reproduktionsrate in Deutschland pro Frau nur 1,3 beträgt. Viele Boomer werden evtl. in Senioren- und Pflegezentren umziehen, sodass deren Häuser und Wohnungen frei werden.

    • @Querbeet:

      Eigentlich bei Ihnen. Leider gibt es aber inzwischen Menschen, die auf das Vermieten verzichten (können). Für den einen Opernbesuch. Oder für den standesgemäßen Besuch. Oder Wertsteigerung reicht ja.



      Unsere sehr schiefe Geldverteilung verzerrt auch den Baumarkt ungut.

    • @Querbeet:

      Du hast es nicht verstanden. Die Wohnungen werden von Leuten mit ohnehin zuviel Kohle gekauft und sind dann beliebte Zweitwohnungen, die man gelegentlich nutzt, wenn man mal in Berlin ist und die in der übrigen zeit leerstehen.

      • @Max Mutzke:

        Ich kenne alleine schon drei solche Leute, die ihre alten Studentenbuden in Berlin mit Mietverträgen aus den 90ern weitgehend leerstehend behalten haben, und ich bin ein stark unterdurchschnittlich soziales Wesen. Folglich müsste es hochgerechnet hunderttausende solcher Wohnungen in Berlin geben, womit auch hinlänglich erklärt wäre, warum abertausende Medianpraktikant_innen (usw.) ihr Menschenrecht auf eine Altbauwohnung im S-Bahn-Ring nicht wahrnehmen können.

        Transparenzhinweis: mag Berlin überhaupt nicht, pflege entsprechend Ressentiments, Vorurteile und ein komplexes Feindbild.

      • @Max Mutzke:

        Der Anteil solcher Wohnungen ist gering. Hauptsächlich geht es hier um Wohnungen für die obere Mittelschicht die wohnen dann aber auch darin.

      • @Max Mutzke:

        Ach so, danke.

  • "Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland /



    Art 15 /



    Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend."

    Da steht es doch: "Entschädigung", ohne die geht es garnicht. Das bedeutet, daß eine Sache aus sehr triftigen und für den Staat wichtigen Gründen, und nur, wenn anders überhaupt keine Einigung zu erzielen ist, zwangsweise abgekauft wird. Und nicht, daß jemandem etwas ersatzlos weggenommen wird.

    Als bei uns eine Umgehungsstraße gebaut werden sollte und sich ein einzelner Grundbesitzer quer gestellt hat, hieß es bei den C-Mandatsträgern auch, "die Bauern" sollten "enteignet" und deren Besitz "verstaatlicht" werden, wobei suggeriert wurde, daß den Bauern deren Eigentum ersatzlos weggenommen werden sollte. Kommunistenmethoden wären das, hieß es. Mancher C-Lokalpolitiker hat es auch nicht anders gewusst, wie sich später herausgestellt hat.

  • Man sollte sich an seinen Wahlkreisabgeordneten wenden und mitteilen, dass man von seinem Stimmverhalten zur Sache wiederum die eigene Wahlentscheidung abhängig machen wird. Ich werde dies tun.

    • @Gerhard Krause:

      Damit das Sinn ergibt, müßten Sie CDU oder SPD gewählt haben. Wenn nicht, sinnlose Beschäftigung.

      • @Donni:

        Wie kommst du darauf?



        Ich habe gestern an den SPD-BT-Abgeordneten geschrieben, der für meinen Bezirk zuständig ist. Meinste, der kann überprüfen, dass ich die SPD nicht gewählt habe? Das wäre ja ein tolles Kunststück.

  • Ich finde den Vorschlag,



    dass der Staat eine Bundesbaugesellschaft gründet,



    KONSTRUKTIV.

    • @Philippo1000:

      Ja. Aber diese Regierung will nicht, dass bezahlbarer Wohnraum gebaut wird. Das würde den Profit der Auftraggeber schmälern.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Im Gegenteil, genau das ist der Plan.

        • @Philippo1000:

          Wo sehen Sie in der Regierung den Willen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?

          Oder habe ich was falsch verstanden?

    • @Philippo1000:

      Hmm. PPP. Was nach Angaben des Bundesrechnungshofes so ziemlich das Ineffizienteste und Teuerste ist, was man in diesem Kontext anstellen kann.

      • @Kaboom:

        Auf Landes- und Kommunalebene würde das wahrscheinlich besser und einfacher organisiert sein.

        Aber mich würde mal interessieren, wie der Bundesrechnungshof zu seiner Einschätzung kommt. Oder haben die nur mit Spahn und Dobrindt als Chefs gerechnet?

  • Es ist schon erstaunlich, wie ideologiegetrieben und lobbygetrieben die Politik der Koalition ist.



    Das wäre ja noch verschmerzbar, solange parallel wenigstens noch die realen Probleme gelöst würden.



    Genau das fehlt aber völlig.

    • @Sonntagssegler:

      Ich finde es viel erstaunlicher, dass die Leute auf den Populismus der Linken reinfallen. Schliesslich war es die Linke, damals PDS, die in Berlin zusammen mit der SPD die Sozialwohnungen verramscht hat.



      Genauso wie es die Linke war, die mit Enteignungphantasien, verfassungswidrigen Mietenstopp und Nachfrageboom durch die Politik der offenen Grenzen zu dem Istzustand beigetragen hat wie keine andere Partei.



      Aber wie bei kleinen Kindern, die umbedingt die heisse Herdplatte mindestens einmal anfassen muessen, muss auch hier der Bock zum Gaertner gemacht werden.

      • @elektrozwerg:

        Immer wieder dieselbe Leier. Die Berliner CDU hat Berlin in den Schuldensumpf getrieben. Und dann hat der Bund entschieden, das die Länder ihr Tafelsilber verkaufen müssen, wenn sie überhaupt noch Unterstützung erhalten wollen.

  • Ich fand den Vorschlag Enteignung am Anfang auch sympathisch. Dann schaut man sich mal an wie wohl die Mietpreise sind. Dann würde man hoffen auf eine städtische Wohnungsbaugesellschaft oder man geht, auch wenn es etwas teurer ist zu einer größeren privaten Wohnungsbaugesellschaft. Läuft es schlecht, dann kommt man wohl zu einem privaten Mieter, welcher noch mal teurer ist. Für was man beten muss, ist das man nicht aus der Not in ein wg zimmer zur Zwischenmiete muss. Da schlägt die Gier des Menschen endgültig zu. EinTeil der Leute, welche ihr Zimmer untervermieten, dürften dann aber, absurderweise, wieder auf den Enteignungsdemos sein.

    Also ja, mir fehlt irgendwie das Argument, welches für eine Vergesellschaftung sprechen soll. Was soll dadurch besser werden? Viel günstiger wird es nämlich wohl nicht.

    • @Hitchhiker:

      Sie haben doch fas Argument für die Vergesellschaftung im dritten Satz selbst gegeben.

    • @Hitchhiker:

      Das ist die wichtigere Frage. Denn durch Steuerbefreiung auf gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften, wie sie dereinst von Kohl abgeschafft worden ist, hätte der Staat mit dem gleichen Mitteleimsatz wohl einen viel größeren Hebel. Überall würden sich dann Nachbarn zusammentun, um Wohneigentum - vielleicht mithilfe der von den soziale Wohnkosten erdrosselten Kommunen - zu schaffen. Genossenschaften würden wie Pilze aus dem Boden schießen. Und der Staat müsste mit der Steuerbefreiung nur die Differenz übernehmen und günstige Grundstücke zur Verfügung stellen, damit sie am Markt gegen die Giganten bestehen könnten.

      • @hedele:

        Genossenschaften würden wie Pilze aus dem Boden schießen.

        Glaube ich nicht. Als ich mir vor Jahrzehnten meine Wohnung in München gekauft habe, dachte ich geniale Idee.



        Aber heute 40 Jahre später, erkenne ich die Nachteile.



        Die Fasade wurde renoviert um Energie zu sparen, jetzt kühlen die Zimmer nachts nicht mehr ab, kuschelige 28 Grad C. Jetzt sind die Fahrstühle dran, über 70 Tausend € pro Stück. Nächstes Jahr die Tiefgarage und in absehbarer Zeit die Dächer. Die Heizungsanlage muss auch umgestellt werden.



        Und ja, ich zahle keine Miete, aber wer hat schon das Geld zum Sofortkauf, also wird die Bank angepumpt. Ist es nicht egal ob das Geld an eine Bank oder an einen Vermieter geht?



        Und es gibt noch einen gravierenden Nachteil, umziehen ist schwer möglich. Jobwechsel oder Umgebungswechsel sind deshalb schwer zu realisieren.

        Das alles gilt natürlich nicht für Leute mit Geld wie Heu nur die bilden keine Genossenschaft, die kaufen sich ihr Chalet und wenn es sein muß, jedes Jahr eins.

        • @Donni:

          Das mit dem Jobwechsel stimmt, ist aber machbar. Bin mittlerweile wieder auf 5 km runter, mitm E-Scooter über Feldwege - mitm Auto 10km und sehr viel Stau.



          Es gab Zeiten, da konnte der Staat Kredite aufnehmen und hat noch Geld dafür bekommen - warum wurde es da nicht in die Bauwirtschaft gesteckt? Masken haben die Bauarbeiter eh auf.



          Ich kann mich über Eigentumsverwaltung einer ansonsten genossenschaftlichen Gesellschaft nicht beklagen. Die Dächer werden so alle 10 Jahre erneuert und das Geld dafür ist in der Umlage enthalten.



          Insgesamt zahle ich an Hausgeld, Grundsteuer und Müllabfuhr 220€ für eine Wohnung am Stadtrand von Bremen, die Kosten für Wasser sind auch schon enthalten, entspricht also der Bruttokaltmiete. In Bremen darf ein Single als Bürgergeldempfänger 528€ zahlen.



          Mit 78qm müssten aber mindestens 3 Personen (Anspruch auf 75qm) oder 4 (Anspruch auf 85qm) einziehen, bei Mieten von 672 / 758 €.



          Eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft für Bürgergeldempfänger könnte also genau die Riesenrenditen einfahren, die die meist britischen Wohnungskonzerne hier einfahren.



          Und in welchen Zeiten wollen die denn gebaut haben? Einfach mal auf deren Homepages schauen, 10 Wohnungen...

        • @Donni:

          Psst. Geheimnis - bzw. nur ein Verdacht, weil beweisen kann ich das nicht:

          Exakt deshalb wünschen sich die Bestandsmieter eine Vergesellschaftung. Auf dass die Mieten niedrig bleiben und die Gesellschaft zahle.

        • @Donni:

          Es gibt einen enormen Unterschied zur Miete.

          Sie schmeißen das Geld nicht weg, sondern investieren es.

          Die Dämmung, die Fahrstühle, das neue Dach, die neue Heizung. Das sind alles Kosten, die Sie auch als Mieter tragen müssten, über eine dauerhafte Mieterhöhung. Sie profitieren hingegen von einem potentiell höheren Verkaufspreis.

          Und dass die Bude im Sommer nicht mehr abkühlt in der Nacht dürfte auch an den Außentemperaturen liegen, sonst tut es auch ein geöffnetes Fenster.

          • @sociajizzm:

            Ihre Argumentation stimmt nur, wenn ich es verkaufe ansonsten ist es ein Griff in meine Tasche.



            Ein Mieter zahlt nur die Arbeitszeit, ich hingegén muss auch das Material bezahlen.

          • @sociajizzm:

            Ja und nein. Das ist ein gängiges Argument, nur ist die Investition nur erschwinglich, wenn Sie dann auch wirklich verkaufen. Ansonsten ist es eben keine Investition

            • @DerLurch:

              Das wäre dann aber ein Argument gegen Vermögens und Erbschaftssteuer. Weil das sich ja auch in 99% aller Fälle in Immobilien oder Aktien befindet die auch nur einen Wert haben sollten sie verkauft werden.

  • In Berlin fehlen einfach Wohnungen. Und dass die durch Enteignung nicht entstehen, ist sicher klar. Entstehen können die nur durch drei "Player", private Investoren, Genossenschaften und der Staat bzw. die Stadt. Private Investoren verlieren sicher mehr und mehr die Lust, Genossenschaften könnten, haben aber nur begrenzt Kapital. Naja und die öffentliche Hand steckt ja alles in die Enteignungen anstatt neu zu bauen, mal abgesehen davon dass Berlin eh sowas von kein Geld hat. Also finde den Fehler. Der Traum vieler "Enteigner" ist, dass dem Staat am Ende so viel gehört, dass er einfach per Fingerschnippen großflächig Mieten subventionieren kann. Auch das kostet dann aber nochmal Geld und was das mittelfristig mit der Bausubstanz macht, hat man früher in Ost- und teilweise auch Westberlin gesehen. Aber die Berliner (und ich war früher sogar selber einer, sogar ein echter) entscheiden ja konsequent populisitisch: neue Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld - igittigitt, Mietpreisdeckel na klar, und wenn dann alles nichts mehr hilft Enteignung. Was kommt eigentlich danach wenn man feststellt dass dadurch die Situation auch nicht besser geworden ist - Großstadtslum und Bandenkrieg?

    • @wie_auch_immer:

      Berlin muss konsequent und transparent mit Brandenburg zusammenarbeiten zwecks Erschließung. Berlin liegt in einer völlig flachen Landschaft, es ist absurd, dass es nicht genug Wohnungen gibt.

      • @FancyBeard:

        Dann müsste man schnellzug Linien bauen die die Leute schnell ins Zentrum bringen viel Spaß damit 2100 sind sie fertig damit. Wenn sie Glück haben.

  • Das ist verfassungskonform, weil es Artikel 74 Nr. 15 GG so drin steht. Der besagt sinngemäß, dass wenn der Bund zu einem in Artikel 74 GG genannten Thema ein Gesetz macht, die Länder nichts mehr zu sagen haben, sogenannte konkurrierende Gesetzgebung.

  • Die Berliner Grünen und Linken können der Bundesregierung auf Knien danken. Sie werden davor bewahrt, mit der Vergesellschaftung die Dummheit ihres Lebens zu begehen, können aber dem Bund vorwerfen, dass er ihnen das vermeintliche Instrument zur Rettung des Wohnungsmarktes aus der Hand geschlagen hat. Die Wahlkampfstrategen reiben sich schon die Hände...

    • @Jochen Laun:

      "mit der Vergesellschaftung die Dummheit ihres Lebens zu begehen"

      Seltsamerweise gab es VOR der irrsinnigen Privatisierung der kommunalen und landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften keinen massiven Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Aber das wird sicher Zufall sein, gell?

      • @Kaboom:

        Nein, Zufall ist das nicht. Während 1990 in Berlin ca. 3,4 Mio Menschen gelebt haben, waren es 2023 schon knapp 3,9 Mio (und das sind nur die, die tatsächlich gemeldet sind). Dagegen ist die Anzahl der Wohnungen im selben Zeitraum nur von 1,7 Mio auf 2,0 Mio gestiegen. Mit der Privatisierung des Wohnungsbestands hat der derzeitige Mangel also maximal am Rande zu tun.

      • @Kaboom:

        Der Bestand war allerdings auch komplett marode besonders im Ostteil. Ohne die Privatisierung hätte Berlin das niemals selbst stemmen können von der massiven Verschuldung nach dem Bankenskandal mal abgesehen. Mieten in Berlin waren jahrzehntelang künstlich billig und subventioniert zum Schaden des gesamten Landes.



        Bei Verkauf gingen die Verantwortlichen in Berlin übrigens noch von einer leicht sinkenden Einwohnerzahl aus mittelfristig. Die halbe Million Neuberliner der letzten Jahre waren so eigentlich nicht vorgesehen.

  • Was bringt Hammer Art. 15 GG Grund, Boden, Wohnen Vergesellschaftung, was der Mietendeckel, der von Ausnahmeregeln Indexmieten, möblierten Wohnungen u. u. durchlöchert ist, wenn gleichzeitig Binnenkaufkraft unvermindert sinkt.

    Petition für Mietwohnwende fordert Wohnungsmarkreform Bund, Ländern, EU. Mieten gehören sukzessive Vertragsdauer mietsenkend in Option auf Wohnrecht , steuerlich gefördert mietpreistreibend subventionierter Leerstand gehört abgeschafft. Haus-, Wohnungs-Eigentumsverhältnisse gehören im Grundbuch offengelegt. Miethöhe gehört an Vermieter Selbstkosten gemessen nach gesetzlicher Rücklagenbildung für Instandsetzung, Modernisierung, Neubau, Reparaturen im Bestand. Mietsteigerungen über staatlich zu zahlenden Inflationsausgleich hinaus gehören von zu gründender Regulierungsbehörde wie in Belgien, Niederlande, Schweden geprüft. Ziel ist gemeinwohlorientierter Wohnungsmarkt mit bezahlbaren Mieten Binnenkaufkraft für Klimatransformation zu heben. Grund-, Boden-, Haus-, Wohnungsmarkt gehören deregulierten Finanzmärkten als Anlagesegment in Konkurrenz zu Staatsanleihen entzogen

    www.change.org/p/f...l-zur%C3%BCckgeben

  • Da steht nur, dass man es nicht durch "Vergesellschaftungsgesetze" machen darf. Kann sich Berlin ja was anderes überlegen. Z.B. die Gemeingut Wohnen selbst bauen lassen. Bestimmt günstiger, als wenn man den Konzernen die Wohnungen abkauft, selbst wenn man nicht den realen Markt/Mondpreis bezahlt.

    • @Cededa Trpimirović:

      Bauen wird immer teurer, ist sehr sehr umweltschädlich, es mangelt an Arbeitern und Materialien.

      • @Gerhard Krause:

        Was ist denn die Alternative zum Neubau bei Wohnungsmangel?



        Zwangseinquartierungen?



        Zwangsumsiedelungen in halbleere ostdeutsche Dörfer?



        Reduzierung der Transferleistung fürs Wohnen so dass die aktuellen Empfänger in die obigen Dörfer umziehen müssen?

        • @MK:

          Wo gibt's denn diesen Wohnungsmangel, ist es bereits Wohnungsmangel, wenn sich Wohnraum in einer Kommune in Konflikt mit Zuzügen befindet? Wenn Mangel beschwört wird, möchte ich als Wissenschaftler erst einmal die Zusammenhänge sehen.

          • @Gerhard Krause:

            Es gibt einen gefühlten Mangel sonst ließe sich mit dem Thema keine Politik machen.

    • @Cededa Trpimirović:

      Wäre toll, wenn es denn nur so einfach wäre würde man es tun. Was Linke und DWE gerne verschweigen, ist dass Bauen einfach sehr sehr teuer ist. Und zwar für alle. Auch die Berliner Wohnungsbaugenossenschaften bauen nicht, weil man mit "niedrigen" Mieten nicht mal die Kreditzinsen und die Instanthaltungskosten reinbekommt. Es grüßen Mindestlohn, Baurecht, Umweltauflagen etc. pp. Wurde jeweils zuvor gewarnt, dass es so kommen würde, aber das wollte ja keiner hören.

      • @Samvim:

        Der Mindestlohn hat im Baubereich keinerlei Auswirkungen. Selbst einfache Bauarbeiter verdienen mindestens 15.86€ + 5.9% Baumzuschlag. Materialkosten, Überregulierung, Baugrund und steigende Zinsen sind Faktoren.



        .



        Nun hätte der Staat über Jahre Kredite mit 0% Zinsen aufnehmen und mit diesen den Bau von preiswerten Wohnraum finanzieren könne. Und man hätte auch die Verordnungen entschlacken können. Und man. hätte die Einwanderung von Fachkräften gezielt fördern können und aufenthaltsrechtliche Perspektiven schaffen können, mit Arbeits/Ausbildubgserlaubnisse und unkomplizierten Fortbildung für bestehende Qualifikationen.

        Nunja hätte hätte Fahrradkette.

        • @sociajizzm:

          "Selbst einfache Bauarbeiter verdienen mindestens 15.86€ + 5.9% Baumzuschlag."

          Wenn er denn in Euro bezahlt wird. Er kann auch 40 Lei oder 60 Złoty je Stunde bezahlt bekommen - und sowohl er als auch sein Chef unterschreiben jeweils eine eidesstattliche Erklärung, das er den Gegenwert von 13,90€ pro Stunde bekommen würde.

      • @Samvim:

        Nee, das verschweigt niemand. Bei der Vergesellschaftung geht es nicht um die Schaffung neuen Wohnraums sondern um die Erhaltung oder Wiederschaffung bezahlbaren Wohnraums, den es in Berlin kaum noch gibt.



        Aber alle schreiben ständig was von neuen Wohnungen, die durch die Vergesellschaftung nicht geschaffen werden. Das ist so, als wäre der Mindestlohn nur richtig gewesen, wenn er neue Arbeitsplätze geschaffen hätte ...

        • @Max Mutzke:

          Schafft man ein höheres Angebot sinken die Mieten insgesamt. Wenn Leute realistisch aus einer teuren in eine gleichwertige günstigere Wohnung umziehen können sinken die Mieten. Genauso steigen die Gehälter wenn es mehr Jobs als Bewerber gibt und macht damit den Mindestlohn redundant.

          • @Machiavelli:

            Alle drei Punkte mögen im Wirtschaftslegolandmodell stimmen, liegen aber weit außerhalb des real existierenden Kapitalismus. 1) Warum wohl steht in D so viel (Wohn- und Gewerbe-)Raum leer? Weil das profitabel ist. 2) Sinkende Mieten sind nicht die Folge, sondern die Voraussetzung, damit jemand in eine gleichwertige günstigere Wohnung umziehen kann. 3) Den deutschlandweiten (Fach-)Arbeitskräftemangel gibt's schon recht lange, ohne daß dadurch das Real-Lohnniveau gestiegen wäre.

  • Der ach so betonte Unterschied zw. Verstaatlichung und Vergesellschaftung ist reine Haarspalterei. Jedenfalls für den potentiellen Investor in Neubauten.

    Dass wir in D neue, zusätzliche Wohnungen insbesondere in Ballungsräumen benötigen, darüber sind wir uns - hoffentlich - alle einig. Gerne bezahlbare Wohnungen. Was auch immer "bezahlbar" sein soll beim inzwischen extrem teurem Neubau - durch die vielen verschärften Bauvorschriften der letzten 25 Jahre.

    Und jeden Investor müsste angesichts der Enteignungsdrohung - heisse sie wie sie wolle - doch das Mäuschen beissen, bevor der auch nur einen Euro investiert.

    Aber - Überraschung für den Autor - selbst Luxusimmos würden helfen. Denn viele die eine solche Luxus-Immo beziehen, die werden ihre bisherige Wohnung freimachen für einen neuen/anderen Mieter.

    Vergesellschaftung dagegen schafft keine einzige neue Wohnung, bindet aber massiv staatliches Kapital. Wozu eigentlich?

    • @uwe:

      Guten Tag, uwe

      1. Extrem teuer ist Neubau nur, wenn Luxus, gebaut wird



      "Bauen extrem teuer" wird auch dann gerne behauptet, wenn überzogene Renditeerwartungen dabei nicht erfüllt werden.

      2. Teuer ist Neubau nicht wegen der bösen Vorschriften, sondern, weil zu Viele ohne Produktivität an Immobiliengeschäften verdienen:



      Kapitalanleger, Investmentbanken, Makler

      3. Vor Neubau wäre Leerstands-Vermeidung und Bestandssanierung die finanziell und ökologisch bessere Alternative

      4. In Luxuswohnungen ziehen Menschen aus Luxuswohnungen. Die machen keine Wohnungen frei für Menschen mit Mittel- oder Wenigeinkommen.

      • @Christian Götz:

        "In Luxuswohnungen ziehen Menschen aus Luxuswohnungen. Die machen keine Wohnungen frei für Menschen mit Mittel- oder Wenigeinkommen."

        Der Wohnungs-Leerstand in Berlin liegt bei rund einem Prozent und der Großteil davon befindet sich in oder vor Bestandssanierung.







        Nach Ihrer Logik müssten, wenn eine neue "Luxuswohnung" gebaut wird und ein Gutverdiener dort aus einer anderen Luxuswohnung einzieht, ja die alte Wohnung frei bleiben. Dem ist aber nicht so.







        In Realität gibt es nämlich tatsächlich auch heute noch genug Menschen, die im Laufe des Lebens finanziell aufsteigen und dann von einer günstigen in eine teure Wohnung umziehen können, womit eine günstige frei wird. So hilft selbst Luxus-Neubau dem Wohnungsmarkt. Natürlich wäre es trotzdem sinnvoller, zwei günstige statt einer teuren zu bauen. Aber reine Bestandssanierung und Verminderung des minimal vorliegenden Leerstands wird das Problem des rein zahlenmäßigen Wohnungsmangel nicht lösen. Besitzerwechsel übrigens auch nicht.







        Zum Thema Kapitalanleger: Was passiert wohl, wenn diese, wie Sie sich es wohl wünschen, zukünftig einfach kein Geld mehr in den Wohnungsmarkt stecken?

        • @Sisone:

          "Zum Thema Kapitalanleger: Was passiert wohl, wenn diese, wie Sie sich es wohl wünschen, zukünftig einfach kein Geld mehr in den Wohnungsmarkt stecken?" - Die im SInne der Allgemeinheit vernünftige Antwort darauf wäre: Dann besteuern wir die Kapitalanleger so ("whatever it takes"), dass nicht mehr sie, sondern wir das Kapital haben und unter unserer - idealerweise demokratischen - Kontrolle das Geld selbst investieren. Denn wo kommt das Geld der Kapitalanleger denn eigentlich so her? Alles selbst erarbeitet zum Mindestlohn? Oder haben sie doch andere clever für sich arbeiten lassen? Aha! Dann ist es wohl eher (gesamt-) gesellschaftlich erarbeitet und auch nicht mit Ewigkeitsklausel bei den (bisherigen) Kapitaleignern in der Höhe richtig allokiert. Kann oder will es der Markt nicht, muss es wohl ein anderer machen. Ach so, ja: Und sollte das Kapital "fliehen" wollen, obwohl es hier erarbeitet wurde, dann haben wir ja eine immer umfassendere Überwachungsinfrastruktur, die dabei helfen könnte, das zu verhindern. Sollten andere Staaten oder seltsam staatsähnliche Gebilde wie die Kanalinseln nicht kooperieren, so haben wir durch die Aufrüstung ja alle Mittel, um Compliance zu erzwingen.

          • @marilyn.hanson:

            "...Dann besteuern wir die Kapitalanleger so ("whatever it takes"), dass nicht mehr sie, sondern wir das Kapital haben und unter unserer - idealerweise demokratischen - Kontrolle das Geld selbst investieren..."







            Die nächste nette Idee, die von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist.







            Um gar keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin alles andere als ein Befürworter der kapitalistischen Auswüchse und erst recht kein Verteidiger der großen Wohnungskonzerne.







            Aber wenn hier nur idealistische Wunschvorstellungen (mal eben enteignen, mal eben gegen alle übermächtigen Widerstände Kapitalgeber steuerlich zusammenschrumpfen lassen) auf den Tisch kommen, dann muss man sich auch nicht wundern, wenn die naheliegenden Lösungen gar nicht mehr diskutiert werden.







            Mir ist klar, dass die Kapitalanleger ihr Kapital aus Umverteilung von unten nach oben "erwirtschaftet" haben und das das angegangen werden müsste. Daran beißt man sich aber schon seit Jahrzehnten die Zähne aus (z.B. Stichwort "Finanztransaktionssteuer") und eignet sich nicht als Lösung für die Akutsituation des Wohnungsmangels.







            Sie sehen doch selbst, wie schnell solchen Ideen ein Riegel vorgeschoben werden kann.

      • @Christian Götz:

        1. Nein. Unter 4.000-5.000€/qm bauen sie auch die einfachsten Wohnungen nicht mehr.



        2. Nein. Und das nicht nur, weil die von ihnen unterstellten Einkünfte dieser Personengruppen garnicht zu den Baukosten gehören.



        3. Nein, umfassende Sanierungen sind nicht so sehr viel günstiger, manchmal sogar teuer als Neubau.



        4. Nein. Wäre dass der Fall müssten die Mieten von Luxuswohnungen ja ins Bodenlose fallen und jeder könnte sich eine leisten.

        Es hilft, ab und zu seine Vorurteile neu zu gruppieren.

        • @Samvim:

          Guten Tag, Samvim

          Zu 1.



          Doch unter diesen Preisen wird gebaut, weil in erheblichem Umfang staatliche Fördermittel und im Nachgang Steuerabschreibungen genutzt werden.

          2. Diese Einkommensgruppen spielen sehr wohl eine Rolle bei den Baukosten. Es sei denn, Sie wollen ohne Grundstück bauen. Dann sprechen wir nur über Bauwerkskosten als Teil der Baukosten.



          Dann kommen Sie aber nicht auf €5000/m²



          3. Sanierungen erfordern keinen Grundstückskauf. Oft aber Kreativität und Nutzungsänderungsanträge für viele vor Jahren sinnlos hochgezogenen Bürohäuser.



          4. Von kleinerer in größere Luxuswohnung ziehen macht keine Standardwohnung frei.



          Aber die hohen Preise bleiben.



          Zusätzlich werden Standardwohnungen für bessere Rendite auf Luxus hochgejazzt und stehen für weniger Geld habende Menschen nicht zur Vergügung.



          Und AirBnB-Gier hält auch die Preise hoch.

          Guten Tag, Queerbeet



          Als Handwerksmeister bin ich ganz gut über Baupreise, Fördermittel aber auch Boden- und Immobilienhandel informiert.

          • @Christian Götz:

            Bei allem Respekt vor dem Handwerk:

            1. Nein. Abschreibungen senken die persönliche Steuerlast aus Einkünften, nicht die Baukosten. Und Förderprogramme mit signifikanten Einfluss auf die Baukosten gibt es im Mom. imho nicht.

            2. Mal davon ab, dass Kapitalanleger Investmentbanken (das sind die die den Spaß bezahlen) auch keinen Einfluss auf den Grundstückspreis haben: Ich meine Baukosten. Es ist klar definiert was das ist. Das wissen sie als Handwerksmeister.

            3. Sanierungen erfordern im Gegensatz zum Neubau oftmals erstmal einen Rückbau. Auch das wissen sie sicherlich. Der Rest ist Platitüde

            4. Platitüde und Vorturteil. Die Fakten sind benannt.

            Da sie ja offenbar Wissen haben, dass allen anderen fehlt, würde ich darum bitten, dieses zu teilen. Von welchen Firmen können wir so billg bauen lassen, dass bezahlbare Mieten rauskommen? Wer stellt Finanzierung unentgeldlich zur Verfügung? Welche Förderprogramme bringen wie viel unter welchen Bedingungen? Oder noch besser: Schaffen sie selbst bezahlbaren Wohnraum. Viel Erfolg!

            • @Samvim:

              Guten Tag, Samvim und Dank für den Respekt

              1. Mietwohnungsbau soll sich ja nach Ansicht von Anlegern lohnen. Dazu gehört dann in der Gesamtrechnung auch die Steuerabschreibung auf Investitionen. Wir reden ja nicht von Privatleuten, die ein oder zwei Wohnungen bauen, sondern von Unternehmen mit entsprechenden Unternehmensformen.



              Hinweis zu Förderprogrammen?



              Nur ein Beispiel: KfW-Kredit KNN bis zu €100.000 je Wohneinheit zu 0,1% Zinsen



              2. Letzte 10 Jahre Niedrigzinssituation. Leute mit viel Geld konnten nicht genug bekommen. Also Boden und Immobilien gekauft und abgewartet, dann wieder verkauft. Preissteigerungen um die 30%. Siehe dazu auch Punkt 5.



              3. Sanierung erfordert Rückbau- trotzdem günstiger als Neubau.



              4. AirBnB ist in Städten ein Faktor bei der Preistreiberei auf dem Wohnungsmarkt



              5. Bei all dem Gejammer über nicht lohnenden Wohnungsbau habe ich die Wertssteigerungsmitnahme von Immobilieneignern der letzten 10 Jahre noch gar nicht erwähnt. Ich höre oft: Das kriege ich ja nie wieder heraus.



              Ich höre seltener: Die letzten 10 Jahre zusätzlich zur Miete Werte schon längst eingefahren, ohne irgendetwas tun zu müssen. Das ist EK-Wumms bei der Krediteinwerbung für Neues.

      • @Christian Götz:

        Der Bau eines "normalen" Mehrfamilienhauses kostet durchschnittlich ca. 4.000€ - 4.500€ pro qm (Rhein-Main Gebiet). All inclusive. Jetzt darf jeder mal rechnen, was an Miete genommen werden muss, nur um Tilgung und Zinsen für eine Wohnung zahlen zu können. Da hat dann noch niemand dran verdient. Werden die Wohnungen verkauft für dann 5.000€ - 6.000€, und auch vermietet, darf man weiterrechnen.



        Und wie gut der Staat als Unternehmer/Investor ist, hat er mehrfach bewiesen.

      • @Christian Götz:

        Bauen ist nicht teuer wegen Renditerwartungen.



        Haben Sie mal in jüngerer Zeit Handwerkerleistungen und Material angefragt? Mietewohnungsbau lohnt sich kaum bis gar nicht.

      • @Christian Götz:

        Bauen ist teuer, weil die Grundstücke teuer sind.

    • @uwe:

      Der Staat ist das Geld (was Sie irrtümlich "Kapital" nennen), d.h. da wird grundsätzlich überhaupt nichts massiv gebunden. Bitte nicht böse sein, ich halte überhaupt nichts von einem, falls so gemeint, undifferenzierten Mantra, es bräuchte - darauf liege rs hinaus, zB immer gerne genommen als Marktargument - ständig neue Wohnungen (an ständig anderen Orten, Hauptsache Ballungsraum). Wie die Arbeit zu den Menschen kommt, und nicht umgekehrt, geht wohl in gar keinen Kopf rein, der - ich meine nicht Sie! - sinnbefreit über Markt und Wachstum fabuliert. Es mag ja Politiker und Unternehmer, die ich nicht wahrnehme, geben, die dazu lösungsorientiert denken, aber da befürchte ich, dass man sich mehrheitlich im neoliberalen "Besserwessi"-Gequatsche - wir heben jetzt den Krankenschein am ersten Tag und den "Deutschenland-Trust" - sonnen wird.

    • @uwe:

      Warum soll jemand eine Luxus-Immo beziehen, wenn er eine günstigere Luxus-Immo schon hat? Und wer würde die weniger Luxus-Immo beziehen, wenn se einfach zu teuer is?

      • @Sonnenhaus:

        @sonnenhaus



        Vermutlich verwechseln Sie mich mit Christian Götz.

    • @uwe:

      Die erstaulnliche Anzahl von Schein-Gegenargumente, die hier gegen das Ergebnis eines legitimen Volksentscheids nachgeplappert werden, sollten eigentlich Grund genug sein, der Sache mal richtg auf den Zahn zu fühlen. Angefangen damit, dass jedes noch so blödsinnige Gegenargument an den Haaren herbeigezogen und lautstark in die Gegend getrötet wird, hat ja wohl keiner die Erfahrung, was es denn bringen würde. Und genau dafür würde es sich allein schon mal lohnen herauszufinden, ob das inder Praxis nicht ganz was anderes ergibt als die städig prophezeiten Debakel. Mal ganz davon abgesehn, dass das eigentliche Debakel längst stattfindet und man die Bundesbauauministerin mal dringend auf den Boden der Tatsachen bringen muss, bevor Zwangsräumungen, Unterbringung obdachloser Familien, auf der Straße lebende Kinder und andere himmelschreiende Skandale nur noch ignoriert werden.

      • @Christine_Winterabend:

        "...Und genau dafür würde es sich allein schon mal lohnen herauszufinden, ob das inder Praxis nicht ganz was anderes ergibt als die städig prophezeiten Debakel..."

        Ich hoffe, ich verstehe sie falsch. Sie meinen doch nicht ernsthaft, dass man Enteignungen / Vergesellschaftungen einfach mal ausprobieren soll wie ein neues Kochrezept, oder etwa doch?







        Finden sie nicht, dass man im Prinzip unumkehrbare Experimente in solch einem sensiblen möglichst unterlassen sollte?







        Wenn Sie von nachgeplapperten "Schein-Argumenten" sprechen, könnten Sie ja mal das am häufigsten genannte fundiert entkräften und erklären, wie durch Enteignung mehr Wohnungen entstehen sollen.







        Das große Problem sind in Berlin sind nämlich nicht einmal die Bestandsmieten, sondern die astronomisch hohen Angebotsmieten und der absolute Mangel an Wohnungen überhaupt. Keins dieser Probleme wird durch Enteignung gelöst.







        Und der "legitime Volksentscheid" ist lediglich ein Beschlussvolksentscheid ohne einen Gesetzesentwurf (warum wohl), also rechtlich nicht viel mehr bindend als eine Umfrage des ADAC.

      • @Christine_Winterabend:

        Liebe Frau Winterabend, niemand baut noch Wohnungen, wenn das Damaklosschert der Enteignung über einem schwebt. Da Brauch man nichts auszuprobieren, das ist menschliches Verhalten.

        Es gibt auch kein Menschenrecht billig in Berlin zu wohnen, wenn das einem zu teuer ist, dann muss man woanders hin oder selber bauen, aber das ist ja noch teurer. Dank der vielen Bauvorschriften aus Berlin und Brüssel.

        • @Reinero66:

          Danke für die Belehrung. Aber genau das meine ich eben nicht: Es geht nicht um Bauen oder nicht Bauen. Angesichts der Lage ist es einfach notwendig, nachzudenken und etwas anderes zu machen als Luxuswohnungen zu fördern, skrupellose Konzerne die Mieter ausbeuten und den bezahlbaren Wohnungsbestand verfallen zu lassen, ebenso skrupellose Privatvermieter den Profit durch Wohnungsteilungen bei Vermietung an Studenten maximieren zu lassen, Sozialwohnungsbestände durch sinnlose Gesetze zu vernichten, Leerstand steuerlich zu subventionieren.



          Was ich aber meine ist: Das Nachplappern von sinnlos kombinierten angeblichen Ursachen für die Wohnsituation in Berlin, ohne diese genau beschreiben zu können, die hartnäckige Ignoranz gegenüber dem Verhältnis der Mietpreis- zu Einkommensentwicklung (wohlgemerkt bei MIetern), hochmütige Vorschlägen der Qualität "Wer sich Brot nicht leisten kann, muss eben Kuchen essen", und nach noch zehn anderen Punkten vor allem bestimmte Behauptungen zum Thema Menschenrecht auf Wohnen.

          • @Christine_Winterabend:

            Sie antworten hier auf meinen Kommentar bzw. einen Kommentar zu diesem. Leider sind Ihre Texte für mich nahezu unverständlich formuliert.

            Falls es Ihnen nicht ums "Bauen oder nicht Bauen" geht, dann vermutlich ums "Vergesellschaften oder Nicht-Vergesellschaften". Richtig?



            Dazu würde mich interessieren, inwiefern eine Vergesellschaftung zu mehr Wohnungen führen soll - so rein theoretisch. Denn mehr Wohnungen braucht es doch in Berlin - oder etwa nicht?







            Ah, auch das ist nicht Ihr Punkt. Neubau ist Ihnen Banane?

            Ok, in diesem Fall geht es Ihnen um die Subvention der Habenden - sprich der aktuellen Wohnraumbesitzenden aka Mieter durch den Rest der Gesellschaft? Richtig?

            Nein, keine Lust dazu. Möchte ich nicht. Mir sind die Wohnungssuchenden wichtiger als die Wohnungshabenden.

  • Das ist von A-Z ein Verrat der SPD an den Interessen der arbeitenden Menschen.

    Und dann so zu tun, als seien 600€ Entlastung für eine Familie mit 2 Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von 60.000€ eine tolle Sache. Da wird denen locker mehr als das schon dadurch wieder weggenommen, weil ja der Rentenbeitrag um 1% steigen soll, damit der Kapitalstock für die Aktienrente aufgebaut werden kann, von sonstigen Beitragssteigerungen mal ganz abgesehen.

    Für wie bescheuert halten SPD und CDU die Menschen?

    Und dann von jedem, der krank wird, zu verlangen, dass er sich am ersten Tag zum Arzt schleppt! Nach dem Motto: Alle Arbeitnehmer:innen sind potentielle Betrüger. Oder geht das nach dem Prinzip: Lieber sollen sich 100 ehrliche Menschen zum Arzt schleppen müssen, als dass 1 unehrlicher sich krank melden kann.

    Dies ist mal wieder ein Turbo-Beschleuniger für die AfD. Und die CDU und SPD im Osten und in Berlin dürfen dann mal sehen, wie es sich mit 5-10 % weniger lebt.

    Und die SPD wird es damit endlich schaffen, auch im Bund nur noch einstellig zu sein.

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      @EchteDemokratieWä..



      bzgl: zum Arzt schleppen 100:1.

      Ich gratuliere zu Ihrem optimistischen Menschenbild.

      PS nicht das selbe aber das gleiche:



      Unternehmerbekannter berichtet von seinen Homeofficemitarbeitern, dass der KI-Tokenverbrauch Mo und Fr je nur bei etwa der Hälfte des Verbrauchs läge, die am Di, Mi oder Do anfällt.



      ;-)

    • @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Für mich völlig richtig zusammengefasst. Betrug kenne ich auch nur aus dem Arbeitgeber- und Politikraum.

  • Demokratie - nach Meinung der Regierung (aber vor allem der CDU) - ist also, wenn ein Volksentscheid durchgeführt wird, das Ergebnis passt einem nicht, und dann verbietet man der Landesregierung in Berlin, das Ergebnis des Entscheids umzusetzen.



    Und wie sag ichs: Da gratuliere ich dem Fritze dazu, wieder ein klein wenig näher an seinen Kumpel Trump (der ja nach Bekenntnis des Kanzlers im selben Team ist wie er selbst) herangerückt zu sein. Einfach großartig!

    • @Kaboom:

      Der Volksentscheid ist nicht bindend und hat deshalb das Gewicht einer Umfrage.

      Allerdings finde ich das Vorgehen der Regierung ebenfalls falsch. Ich haette es gern gesehen, wenn er umgesetzt wuerde. Nur wuerde ich vor der Umsetzung in Berlin den Laenderfinanzausgleich aussetzen. Die Suppe haetten die Berliner schon selbst ausloeffeln sollen, sonst tritt kein Lerneffekt ein.

      • @elektrozwerg:

        Wir brauchen keinen "Lernerffekt", wir brauchen bezahlbare Wohnungen. Wenn man die Wähler*innen so wenig respektiert, dass Volksentscheide egal sind, dann sind es Wahlen zur ach-so-toll-überlegenen Parteiendemokratie auch. Vielleicht mal drüber nachdenken! Meine Lernerfahrung dazu war der Volkseintscheid mit 75 % gegen die Privatisierung der Hamburger Landeskrankenhäuser, die gleichzeitig mit der Wahl zum Senat stattfand, wo eine Mehrheit der sich gegen die Privatisierung Aussprechenden schizophrenerweise auch die CDU wählte, die nach dem Wahlsieg die Privatisierung beschloss - gegen den nicht mehr deutlicher zu erklärenden Volkswillen. Das Hanseatische Oberlandesgericht als oberster Gralshüter der Hamburger Verfassung - wenn nicht im Geiste - wo kämen wir da hin? dann doch zumindest in der Formalität - entblödete sich nicht, darzulegen, dass der Volkswille ja zwar mit dem Volksentscheid (nur) zum Zeitpunkt der Wahl klar dagegen gewesen sei, andererseits aber ja die Bürgerschaft auch als Ausdruck des Volkswillens eine Woche später genauso legitim das vorige Votum wieder kassieren könne. Da sah man jetzt also mal so gar keinen WIderspruch, auch keine Irreführung des Volkes.

  • Der Volksentscheid in Berlin "Deutsche Wohnen und Co enteignen" war nicht erfolgreich. In dem Entwurf zu dem volksentscheid war kein Gesetzesentwurf enthalten, daher ist er für den Senat nicht bindend.

    Und wieso haben die Initatoren das "vergessen". Eine Anwaltskanzlei hat den Text geschrieben, und auf der Weibseite berlin.de kann jeder nachlesen wie ein Bürgerentscheid auszusehen hat. Zu dieser Zeit regierte RRG, die wollte man wohl nicht zu sehr unter Druck setzen.

    www.dabonline.de/n...entscheidung-steht



    Der Berliner Volksentscheid von 2021 war als sogenannter Beschlussvolksentscheid rechtlich nicht direkt bindend. Er forderte den Senat lediglich auf, ein Gesetz zu erarbeiten.

  • Erstens wurde noch nie ein privater Wohnungskonzern staatlich enteignet und zweitens weiß jeder, dass das zwar ein feuchter Traum von großstädischen Milieulinken ist, aber weder ein Problem löst noch mehr Wohnraum schafft..

    Insofern gut, wenn die Diskussion hier endlich ein Ende findet und Ruhe einkehren kann. Investitionssicherheit stärken nennt man das. Ob das zu mehr Wohnungsbau durch Investoren führt ist unklar - aber sicherlich nicht zu weniger...

    • @Petzi Worpelt:

      So, so die 56% oder waren es gar 58% (?) der Wählenden die sich in Berlin für die Vergesellschaftung großer Immobilienbestände ausgesprochen haben hängen also den "feuchten Träumen großstädtischer Milieulinke(r)" nach, mir scheint sie überdehnen da den Milieubegriff ... Immerhin die einzige Partei übergreifende solide Mehrheit, die sich in dieser Stadt seit langem Ausdruck verschafft hat. Für jede demokratische Glaubwürdigkeit muss die Anerkennung des Vorhabens eigentlich ' too big to fail' sein.

      • @LuckyLulu :

        Lulu - ca. 2005 wurde, durch einen Volksentscheid, bindend erklärt, dass wir in München KEINE dritte Startbahn im Moos brauchen.

        Was interessiert ein Volksentscheid?

        Angenehmer Weise hat ein unabhängiges (!?) Gutachten jetzt bestätigt, dass bis 2030 sich der Flughafen nicht so weiterentwickeln wird, dass wir diese dann bräuchten - genauso wenig wie den ICE-Anschluß ála Frankfurt

  • Schade. So sehr ich den Schritt inhaltlich nachvollziehen kann, hätte ich mir von der Bundesregierung den Mut gewünscht die Sache bis zum Ende laufen zu lassen. Denn wie dieser Kommentar Paradebeispielhaft zeigt, ist jetzt die Dolchstosslegende leicht erzählt. Viel besser wäre es gewesen, dass das Bundesverfassungsgericht erklärt hätte, was die Pläne von DWE und Co in Wirklichkeit sind: Unrecht.

    Und btw.: Natürlich kann der Bund Vergesellschaftungen in den Ländern untersagen, es grüßt Art. 31 GG. Man sollte schon wenigstens einmal ins GG geschaut haben, damit man auch weiß, was tatsächlich "verfassungsfeindlich" ist. Den Autor stehen mutmaßlich einige Überraschungen bevor...

    • @Samvim:

      Die Klage wird weiterlaufen, selbst wenn das Verbotsgesetz kommt. Wir werden so oder so einen Verfassungsrechtliche Einschätzung bekommen.

      • @Walterismus:

        Ich wüsste nicht, dass es bereits eine Klage gäbe. Und durch ein Bundesgesetz wäre der Klage jede Grundlage genommen.

        • @Samvim:

          Vor allem wäre durch so ein Gesetz der Sinn und Grundgedanke von Demokratie und auch Subsidiarität untergraben. Ich muss mal hart nachdenken, welcher Partei das vielleicht im Entferntesten nützen könnte. Irgendwie komme ich grad nicht darauf: Können Sie mir vmöglicherweise helfen?

  • Wie üblich, die SPD macht mal wieder fröhlich mit, wenn darum geht, gegen den Bürger und demokratische Volksentscheide zu regieren.



    Die SPD ist vollkommen nutzlos für den Bürger.

  • Da folgt die Koalition dem bekannten Muster: „Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.“ Denn wenn der private Eigentümer irgendwann versagt und Bankrott geht, wird mit Sicherheit der Staat einspringen.



    Man fragt sich mittlerweile täglich, ob das Ziel dieser Regierung in Wirklichkeit darin besteht, der AfD schnellstmöglich zu einer absoluten Mehrheit zu verhelfen.

    • @Flix:

      Joa und der Staat und manche Linken wollen den Spieß umdrehen.



      "Gewinne sozialisieren, Verluste privatisieren".



      Und wundern sich dann, warum nicht investiert wird.

      • @Walterismus:

        "Gewinne sozialisieren, Verluste privatisieren"

        Aha. Nennen Sie mal ein Beispiel.

    • @Flix:

      Ziemlich richtig. 👍

    • @Flix:

      "Man fragt sich mittlerweile täglich, ob das Ziel dieser Regierung in Wirklichkeit darin besteht, der AfD schnellstmöglich zu einer absoluten Mehrheit zu verhelfen."



      Absolute Zustimmung.



      Wobei die Frage habe ich mir auch schon unter der Ampel tagtäglich gestellt - zur Erinnerung: die AfD kam auf 10,3% bei der Bundestagswahl vor der Ampel und auf 20,8% bei der Bundestagswahl danach...

      • @Astrid Sehnefeld:

        Die Wählerwanderung zwischen den Wahlterminen vor und nach der Ampel zur AFD:

        Von CDU/CSU: 1.300.000 Wähler



        Von SPD: 720.000 Wähler



        Von FDP: 800.000 Wähler



        Von Linke: 110.000 Wähler



        Von Grüne: 100.000 Wähler

        Man kann also schon sagen, dass die jetzigen Regierungsparteien CDU/SPD der AFD den größten Wählerzuwachs (>2 Millionen) beschert haben und nicht die damaligen Regierungsparteien (die FDP muss man anhand ihres Verhaltens während der Ampel eigentlich zur Opposition rechnen...)

        • @Sisone:

          Sie vergessen in ihrer Auflistung die restliche Wählerwanderung.



          Die AfD bekam großen Zulauf von der Union, aber die Union ebenfalls großen Zulauf.



          Generell fand einfach eine deutliche Bewegung zu den Rändern statt, mit deutlichem Überhang nach rechts.



          Die "Mitte", vor allem die SPD, hat sich entleert

    • @Flix:

      Na, was sonst?

  • Es gibt die Beschlusslage u.a. in Berlin - ob mensch diese Lösung jetzt für zielführend hält, oder nicht: es gibt sie.



    Und jetzt die offene Untätigkeit von Wegner/Giffey zu bemänteln ein Sondergesetz? Was soll das?



    Ein Blick ins Grundgesetz, Artikel 15, ist dringend empfohlen.

    • @Janix:

      Zu Artikel 15 gehört aber auch Artikel 14, Abs. 3



      Und der wird auch in diesem Fall greifen. Und damit ist das Thema eigentlich durch, weil:



      Im Dorf meiner Schwester (3500 Einw.) gibt es eine Kreuzung, an der es schon mehrere, auch tödliche Verkehrsunfälle gegeben hat. Der Grund ist ein Eckhaus mit kleinem Betrieb, welches die Sicht nach rechts behindert. Ein Plan der gemeinde sah den Abriß dieses Hauses vor. Der Besitzer wäre einverstanden, klagte aber auf einem Entschädigung zum Marktwert (auch weil er seinen Betrieb verlagern müsste, inkl. Adressänderung bei Lieferanten etc.) Als die Gemeindevertreter dann die im Raum stehende Entschädigungssumme bei einem außergerichtlichen Vergleich hörten, wurde das ganze Projekt der sicheren Kreuzung stillschweigend begraben.

    • @Janix:

      Art. 15 GG schafft ja nur eine Grundlage und sagt nichts darüber aus, wer diese nutzen kann.

      Es hilft ein Blick in den Abschlussbericht der Kommission zum Volksenscheid: "Die Überführung von Grund und Boden



      in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft ist gem. Art. 74 Abs. 1 Nr.



      15 GG eine Materie der konkurrierenden Gesetzgebung." (Seite 16 des Berichts; Quelle assets.ctfassets.n...186/FILE_1471.pdf).

      Wenn der Bund Regelungen trifft, dann kann das Land Berlin keine Regelungen mehr treffen: "Die Länder bleiben aber zuständig, solange und soweit der Bund von seiner



      Kompetenz keinen Gebrauch gemacht hat."

      • @DiMa:

        Oleg & DiMa, auch das sind Punkte. Aus Ihrem, Oleg, könnten meine Zweifel erwachsen sein, ob es zielführend ist.



        DiMa: und deshalb ist es ja noch mal deutlicher, dass ein Berliner Einzelfall über die Bundesregierung mit einem Allgemeingesetz opportunistisch erschlagen werden soll, was demokratisch für ungutes Blut sorgen würde. Dann hätte Schwarz-Rot mal Ideen für andere Ansätze präsentieren sollen, um damit zu beginnen.

        • @Janix:

          Wieso den "ungutes Blut". Es ändert sich im Grunde genommen nix. Zukünftig müsste dann halt beim Bund angesetzt werden. Das ist nicht undemokratisch.

          • @DiMa:

            Wenn es dem Bund mal so eingefallen wäre: schön.



            Sonst aber war das pure Parteienpolitik von Schwarz-Rot im Bund für die Untätigkeit von Schwarz-Rot im Land und Gesetzgebung für einen Einzelfall.

  • Der Artikel zeigt, dass die Bundesregierung hier offenbar genau das richtig macht. Sobald das Damoklesschwert der Enteignung/Verstaatlichung/Vergesellschaftung/Verwasweißichung über den Vermietern schwebt für eine Sache, für die sie nichts können, wird noch weniger in diesem Bereich investiert als heute. Warum sollte man das in diesem Fall auch machen?

    • @Bommel:

      Damit am Ende der ganze Bereich Wohnen langfristig und nachhaltig dem inkompetenten und marktversagenden privaten Sektor entzogen wird. Und das sage ich als Eigentümer einer fremdvermieteten Immobilie. Der Staat wird sich das nötig werdende Geld dann wohl von denen holen müssen, die es haben. Wie auch immer. Steuererhöhungen wären eine jahrhundertealte Möglichkeit hierzu.

  • Welche Probleme sollen eigentlich mit Enteignungen gelöste werden?

    Die zu geringe Anzahl an Wohnungen erhöht sich dadurch ja nicht. Es wechseln nur die Besitzer von schon vorhandenen Wohnungen.

    Ob sich dadurch die Mieten senken lassen, wage ich zu bezweifeln. Denn auch dem Staat als Wohnungseigentümer entstehen Kosten, die er an die Mieter weitergeben muss. Es fallen zwar Gewinne weg, die die Mieter zahlen müssen, wenn der Staat nur kostendeckende Mieten verlangt. Aber der Staat, gerade in Berlin, ist jetzt nicht gerade dafür bekannt, effektiv und günstig zu arbeiten.



    Die Mieten könnten sogar höher sein als bei Privatunternehmen. Oder die Mieten werden subventioniert. Aber davon haben nur die was, die bisher schon in diesen Wohnungen leben.

    • @Don Geraldo:

      Guten Tag, Don Geraldo



      Es geht bei Wohnungskonzernen um die Rendite-Erwartungen von Kapitalanlegern. Die werden durch folgendes erfüllt:



      1. Vorsätzlicher Sanierungsstau



      2. Konzerneigene Servicegesellschaften, die überhöhte Rechnungen für Leistungen wie facility management ( also Hausmeistertätigkeiten, Haustechnik-Betreuung, Grünflächenpflege, Zähler-Ablese-und Abrechnungsdienste etc.) stellen, also Rendite durch zweite Miete



      3. Anhebung der Mietspiegel mit Marktmacht durch hohe Wohnungszahl

      Das Argument, dass nicht mehr Wohnungen entstehen ist also gar nicht relevant, weil es um die Verfügbarkeit des Bestandes für die nicht so begüterten Menschen geht.

      • @Christian Götz:

        "Das Argument, dass nicht mehr Wohnungen entstehen ist also gar nicht relevant, weil es um die Verfügbarkeit des Bestandes für die nicht so begüterten Menschen geht."

        Falsch! Gerade in Berlin geht es darum, dass die verfügbare Menge an Wohnungen kleiner ist als die Nachfrage.

        Ob die nicht so begüterren Menschen nicht zum Zug kommen, weil sie sich die Miete nicht leisten können - oder ob sie nicht zum Zug kommen, weil sie sich kein großes Bakschisch / Handgeld / Provision für die Vermittlung des Mietvertrags leisten können, macht unterm Strich keinen Unterschied...

    • @Don Geraldo:

      Zumindest würden die "schrottimmos" dann mit dem Gewinndelta wieder instandgehalten, bei etwas niedrigerem Mietzins. Das ist Realität, aber nicht bei 99% der privaten Immos.

  • Da bin ich ja mal gespannt, wie sich das auf die Wahl in Berlin auswirken wird, wenn der Linken plötzlich eins ihrer Hauptthemen fehlen wird.



    Wahrscheinlich wird das Gesetz aber vor lauter handwerklichen Fehlern dann vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern. Schade eigentlich, denn die Idee dahinter ist gut.

    • @Dirk Osygus:

      "... wenn der Linken plötzlich eins ihrer Hauptthemen fehlen wird."



      Ganz so schlicht ist es dann nun doch nicht!



      Schließlich muss erstmal Merz erklären, warum er den Mehrheitswillen der Berliner per Gesetz verbieten will.



      Und für das Wählerspektrum der Linken ist es doch enorm erhellend, zu sehen, wie die Berliner CDU samt SPD die Unterstützung der Bundesregierung braucht, um die Mehrheit der Berliner mir Füßen zu treten.



      Das kann doch den Linken nur Auftrieb geben.

  • Da hilft außer einer Klage beim BVerfG vielleicht auch das:



    www.syndikat.org/

    • @Klabauta:

      Das Mietshäuser-Syndikat ist ein ziemlicher Knüller. Dort mitzumachen bedeutet:



      Alles selbst machen zu müssen.



      Die Finanzierung und das komplette wirtschaftliche Risiko selbst tragen zu müssen, oder noch besser: Durch zinslose, unbesicherte Kredite auf Verwandte, Freunde und Bekannte zu verteilen.



      Nach dem erfolgreichen Abschluss ist das Wichtigste an dem Eigentum, nämlich die Kontrolle darüber, ohne jede echte Gegenleistung an das Syndikat abzutreten.

      Nutznießer sind neben dem ominösen Syndikat vor allem die Banken, die durch das "solidarisch" eingeworbende Eigenkapital quasi risikofrei ihre Gewinne generieren, wenn sie den Rest finanzieren.

      Merke: Wer dort mitmacht hat es auch verdient.

      • @Samvim:

        Ziemlich böswillige Interpretation basierend auf einem pessimistischen Menschenbild, würde ich sagen.



        Dass es Menschen gibt, die ohne Blick auf den eigenen Vorteil ein aus ihrer Sicht sinnvolles Projekt unterstützen, scheint Ihnen unvorstellbar zu sein.



        Die Banken sollen durch Direktkredite ja gerade außen vor bleiben. Jedes Crowdfunding basiert auf dem Prinzip und Kapitalgebende sind sich des Risikos bewusst.



        Was an dem Syndikat Ihrer Meinung nach ominös ist, müssten Sie noch erklären.

        • @Klabauta:

          Die Fakten habe ich benannt. Aktivistischer Sermon ändert daran nichts. Und so gut wir keines der Projekte kam ohne Bankkredit aus

          • @Samvim:

            "Aktivistischen Sermon" fand ich beim Vorredner nicht, aber ein nicht direkt faktengestütztes "ominös" bei Ihnen schon. Na, dann erläutern Sie doch mal mit Fakten die "Ominösität" in bis zu 1200 Anschlägen. Sie können gern auch einen längeren, wissenschaftlich bequellten Text zur Frage der Omniösität des Mietshäuser-Syndikats und zum von Ihnen ganz faktenorientiert benutzten Begriff "ein ziemlicher Knüller" hier verlinken, wir sind gespannt.



            Korrektur: Gewaltfrei und andere nicht vereinnahmend kommunizierend, kann ich natürlich nur für mich sprechen: Also, ich bin gespannt.



            Erneute Korrektur: Also, wenn ich ehrlich sein soll, dann glaube ich gar nicht, dass Sie meine Forderungen nach faktenbasierter Untermauerung der Ominösität beherzigen wollen - insofern bin ich in Wahrheit gar nicht gespannt auf Ihre Antwort.

            • @marilyn.hanson:

              "Aktivistischen Sermon" fand ich beim Vorredner nicht," - Ich auch nicht, ich meinte den öffentlichen Auftritt des Mietshäuser Syndikats. Mea culpa an Klabauta, sollte dies missverständlich gewesen sein.

              Ansonsten: Das Adjektiv "ominös" beschreibt laut Duden u.a. etwas als bedenklich oder zweifelhaft. Im vorliegenden Fall haben wir eine Gruppierung, die sich ohne jede Gegenleistung Rechte an Immobilien überantworten lässt, die ohne ihre Beteiligung entstanden sind. Alles was man dafür bekommt ist eben dieser aktivistische Sermon. Alle öffentlich verlautbarten Ziele des Syndikats sind problemlos ohne das Syndikat und diese einseitige Bevorteilung erreichbar. Aus meiner Sicht ist die Teilenahme daran durchaus bedenklich und zweifelhaft...

    • @Klabauta:

      Das Bundesverfasungsgericht hat doch noch nicht einmal entschieden ob man Wohnungsbaukonzerne überhaupt enteignen darf weil die Miete zu hoch ist.

  • Es geht darum, internationalen Investoren Sicherheit zu geben. Den Wirtschaftsstandort Deutschland. Um ein paar alteingesessenen Mietern niedrige Mieten zu ermöglichen, Milliarden an ausländischen Investitionen zu verlieren, ist es einfach nicht wert. Die Berliner Blase darf nicht den deutschen Wohlstand gefährden.

    • @Machiavelli:

      Alle sprechen von der Berliner Blase. Niemand spricht davon, Berlin tatsächlich in eine Blase zu stecken.

    • @Machiavelli:

      AusländischInvestorenschutz - M. & 👍 -



      Spardosenterzett & Wiglaf Droste dazu



      “Ruhr hoch N“ (August Zirner;)



      www.youtube.com/watch?v=WjBMc14DYVQ



      Speziell für pepitakarierte Kleingeister ab 2:45

  • Gesetze sind in der Regel weiterhin rechtens und gültig, selbst wenn die parlamentarische oder amtliche Begründung fehlerhaft, unvollständig oder sachlich falsch ist. Nur wenn sie gegen das GG verstoßen, dann sind sie wohl anfechtbar.