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16.09.2026 , 12:50 Uhr
Das habe ich anders in Erinnerung. Ich habe mich extra bei x und telegram angemeldet, weil ich nicht glauben konnte, wie ... die Täter des 07.10.23 und ihre Unterstützer vorgingen. Ich wollte mir ein Bild machen, ob Menschen tatsächlich so sein können. Nichts, was ich gesehen habe, entsprach dem tatsächlichen Grauen, das in wenigen Medien nur in Worten geschildert wurde. Vielleicht war ich aber auch zu spät dran, da ich aus verschiedenen Gründen längere Zeit mit mir gerungen habe.
zum Beitrag15.09.2026 , 16:23 Uhr
"Aber Kinobilder sind einfach schlechter auszublenden als der pure Text, ..."
Deshalb finde ich es auch so unausgewogen, dass die meisten von uns niemals die Bilder der Opfer des 07.10.23 gesehen haben. Nicht aus Sensationslust, sondern aus Gründen der Glaubwürdigkeit und besonders auch, um vielleicht doch noch aus dem/der ein oder anderen Pro-Palästinenser: in ein Minimum an Mitgefühl zu entlocken.
zum Beitrag14.09.2026 , 13:11 Uhr
"Die Balance zu halten ist nicht so einfach."
Da haben Sie recht. Ich persönlich hoffe darauf, dass Die Linke die SPD beerben kann.
zum Beitrag14.09.2026 , 12:44 Uhr
"„weibliche Genitalverstümmelung“" ... "„weibliche Beschneidung“"
Ich wünsche mir, dass wir im deutsch-sprachigen Raum eine Bezeichnung dafür finden, die zwischen diesen beiden Begriffen liegt.
"Beschneidung" finde ich erheblich zu harmlos, da, zumindest ich und vielleicht auch andere, die männliche Beschneidung damit assoziieren, die zumindest einige medizinische und hygienische Vorteile, auch für die Sexualpartnerinnen der beschnittenen Männer aufweist. Bei der weiblichen "Beschneidung" sind mir diesbezüglich keine Vorteile bekannt.
Dass die Frauen nicht als "verstümmelt" bezeichnet werden wollen, verstehe ich. Ich habe kein meiner Meinung nach passendes Synonym für "Verstümmelung" gefunden, aber vielleicht wäre "Verletzung" möglich. Es ist meiner Meinung nach eher eine "Verletzung" als eine "Beschneidung".
Andererseits ist wohl davon auszugehen, dass sich Menschen, die sich mit dieser Tradition auseinandersetzen, den Unterschied kennen.
zum Beitrag13.09.2026 , 13:08 Uhr
"Das größte Problem mit der Linken ist nun mal die Linke selbst." Auf mich wirkt die Linke tragisch und gleichzeitig ärgere ich mich enorm über die Linke.Eine Partei die so wichtig ist,gebraucht wird und die ich ebenso wie viele andere "eigentlich" wählen müssten und-auf mich persönlich bezogen-möchte.Aber genau das,was die Linke so wichtig und unentbehrlich macht,nämlich für alle Menschen,auch weltweit,ein gutes und auskömmliches Leben zu erreichen,ist genau das,woran sie dann,meiner Meinung nach,letztendlich scheitert,weil ihre Einflussmöglichkeiten begrenzt sind und die Linke,statt sich im Hier und Jetzt in beispielsweise Berlin darauf zu konzentrieren,die Lebensmöglichkeiten zu verbessern,sich im u.a. Palästina-Konflikt aufreibt.Mir erscheinen Linke immer mehr wie Kinder,die alles haben wollen,sofort und gleich.Mit grenzenlosen Allmachtsphantasien,die eher von Revolution träumen,als den ganz normalen Alltag gestalten zu wollen.Wenn ich beispielsweise etwas über u.a. Enteignungspläne lese,denke ich,weshalb ist die Einsicht so schwer,dass nicht jede/r dort wohnen kann,wo m/w/d es sich wünschen.Das ist gelebter Alltag überall auf dieser Welt.Und dass bereits der Berl. Stadtrand al
zum Beitrag12.09.2026 , 09:39 Uhr
"Das sollte einem doch zeigen, dass die „eigene“ Religion nicht unbedingt für etwas „Gutes“ steht."
Wenn ich es richtig weiß, war der Koran/Islam "damals" durchaus eine Verbesserung im Vergleich zu den zuvor geltenden Regeln und Gesetzen der (vor-islamischen) Zeit. Es ist nur so schade, dass die Transformation in die Jetzt-Zeit so schwer erscheint. (Ist bei anderen Religionen vermutlich auch der Fall, die uns aber nicht als so dominant erscheinen.)
Mein subjektives Fazit: Scharia war größtenteils vorteilhafter als "Dschahiliyya", erscheint mir allerdings erheblich schlechter als unser Grundgesetz. Meiner Meinung nach erlaubt die Scharia u.a. einen zu großen Ermessensspielraum und Missbrauchspotential.
zum Beitrag08.09.2026 , 10:32 Uhr
Ich stimme Ihnen zu und finde Ihren ersten Satz sehr einfühlsam. Meiner Meinung nach haben sich diejenigen, die den Sachverhalt auf "Hass, Hetze, rechts" einschränken, sich nicht ausreichend damit befasst, wie sich die Lebensverhältnisse in Ceuta verändert haben. Davon abgesehen denke ich, dass manche der Geflüchteten in Marokko ein besseres Leben hatten, als es die ceutischen Bürger:innen m/w/d jetzt und auf unbestimmte Zeit haben werden. Die Integrationsmöglichkeiten der Geflüchteten in Ceuta dürften begrenzt sein.
zum Beitrag07.09.2026 , 21:20 Uhr
"... viele von ihnen minderjährig."
Wenn sie Ausweisdokumente mit sich führen, ist das darin angegebene Alter rechtsverbindlich. Dann müssten doch aber auch die Eltern ausfindig gemacht werden können.
Wenn die Person keine Ausweispapiere dabei hat, aber angibt, minderjährig zu sein, gilt im spanischen Recht grundsätzlich die Vermutung der Minderjährigkeit.
Ein Staatsanwalt kann zwar ein Altersfeststellungsverfahren einleiten, aber ich gehe nicht davon aus, dass die Kapazitäten vor Ort dafür ausreichen.
Insofern weiß ich nicht, inwiefern die Angaben zur Anzahl der Minderjährigen belastbar sind.
zum Beitrag07.09.2026 , 15:33 Uhr
Beide Seiten sollten auf Gewalt verzichten. Es sind nicht nur die Einheimischen, die Gewalt ausüben, auch die Geflüchteten scheinen sich nicht ausschließlich zu verteidigen, wenn man anderen Medien glauben darf. Wobei ich nicht weiß, was stimmt.
zum Beitrag07.09.2026 , 14:09 Uhr
"Das haben Merz & Co nämlich nie kapiert, dass sie die Hand Richtung Mitte und Progressive ausstrecken müssen, um für mehr Leute wählbar zu sein."
Ich erwarte, dass es wie in den USA auf zwei "Blöcke" hinausläuft. Ein progressiver linker Block (alle incl. CDU/CSU) und ein rechter konservativer Block (AFD).
zum Beitrag07.09.2026 , 12:33 Uhr
Ich stimme Ihnen zu, möchte Ihre Aufzählung jedoch insofern erweitern, dass auch die Ausbreitung einer Ideologie, die nicht das Grundgesetz, sondern ein anderes Rechtssystem als Basis des Zusammenlebens betrachtet, von Relevanz ist.
zum Beitrag07.09.2026 , 11:54 Uhr
"... für die meisten AfD-Wähler ist das Thema Migration das wichtigste und ausschlaggebend."
Sie scheinen recht zu haben; ich habe mich vorsichtshalber nochmals bezüglich Ihrer Aussage vergewissert (einfache Google-Suche reichte aus). Somit halte ich es für möglich, dass die Vorkommnisse in Ceuta evtl. Einfluss auf die Wahl mancher Bürger:innen m/w/d hatten, so wie "damals unser 2015" angeblich auch auf die Wahlen in den USA und den Brexit.
zum Beitrag05.09.2026 , 20:08 Uhr
"... also, abgesehen von irgendwelcher Moral - warum nicht?"
Wenn wir auf moralische Ansprüche verzichten, dann doch aber bitte "universalistisch". "Universalistisch" habe ich von einem Mit-Kommentatoren geklaut. ;-)
zum Beitrag05.09.2026 , 20:04 Uhr
"Diese (und alle anderen Gegner der Linkspartei) rufe ich dringend zur Mäßigung in diesem Antisemitismus-Streit auf."
Heikel. Zu Antisemitismus (oder Rassismus oder Sexismus) schweigen, weil es Wähler:innenstimmen kosten könnte oder, auf Sie und mich als Privatpersonen bezogen, persönliche Nachteile zu erwarten sind? Politiker:innen machen das ja oft genug, allerdings würde ich persönlich sie nicht explizit dazu auffordern.
zum Beitrag05.09.2026 , 19:29 Uhr
Ihren Beitrag möchte ich noch gerne um den Vorfall anlässlich eines Besuches des Bürgermeisters von Berlins Partnerstadt Bat Yam, Herrn Tzvika Brot, in Berlin erweitern. (Okt. 2025) Gerade in Berlin, wo der Mord an ca. 6.000.000 unschuldigen, jüdischen Menschen geplant wurde, einen Nachkommen dieser Menschen (Enkel eines Holocaust-Überlebenden zu beschimpfen ist ... (links?) Einmal beschimpfen hat auch nicht gereicht. 1x "Völkermörder" und dann noch 2x "Mörder".
So kann doch keine vernünftige Politik gemacht werden, die es sicherlich auch hin und wieder erforderlich macht, mit Menschen zu sprechen, die man nicht schätzt.
zum Beitrag05.09.2026 , 16:37 Uhr
"... und dass die für sie inakzeptabel ist, darf man den betreffenden Parteien ja wohl abnehmen."
Ich stimme Ihnen zu. Auch der Satz "Der Antisemitismus-Vorwurf ist vorgeschoben" hat mich befremdet, da ich daraus schließe, dass es tatsächlich Personen gibt, in deren Vorstellungsvermögen die Ablehnung von Antisemitismus, gerade in Berlin, gerade in Deutschland, nicht glaubwürdig ist oder sein kann.
zum Beitrag05.09.2026 , 16:16 Uhr
"Solange sich Demokraten gegenseitig schwächen, anstatt zu erkennen wo der wirkliche Feind steht, müssen die extrem Rechten keinen geschlossenen Wiederstand fürchten."
Den Linken scheint das aber auch nicht so wichtig zu sein, sonst würden sie auf Antisemitismus verzichten, siehe "Die deutsche Geschichte hat gezeigt, wohin das führen kann."
zum Beitrag05.09.2026 , 16:00 Uhr
"... dass nur 'Die Linke' sich für ihn einsetzt und nicht die CDU/CSU-SPD-FDP-AfD-"Volksvertreter", ..."
Selbst wenn es so wäre, wovon ich persönlich nicht ausgehe, hoffe ich darauf, dass es immer noch genug Menschen gibt, die sich (nicht nur angesichts unserer Geschichte) weigern, Antisemiten an die Macht zu wählen.
zum Beitrag05.09.2026 , 12:52 Uhr
"So und daran kann sich vermutlich jede der drei Parteien hier halten, incl eine Regierung aus denen."
Ich gehe davon aus, dass vieles von dem, was man von der AFD in Bezug auf Migranten und migranten-unterstützende Projekte/Institutionen erwartet bzw. gesetzlich möglich/umsetzbar ist, für Die Linke in Bezug auf jüdische/israelische Menschen und die entsprechenden Projekte/Institutionen möglich/umsetzbar ist. Kürzlich habe ich als Beispiel die Besetzung von Richterstellen genannt. Auch wenn Richter:innen selbstverständlich dem Gesetz verpflichtet sind, haben sie Möglichkeiten Straftaten strenger oder weniger streng zu ahnden. (Siehe Täter CSD-Anschlag)
zum Beitrag05.09.2026 , 12:36 Uhr
"Das beste wäre eine Minderheitenregierung, bei der die Linke nach Sachlage abstimmt."
Das habe ich mir auch für den Bund gewünscht und finde ich vernünftig. Eine Minderheitenregierung und jede Partei stimmt nach Sachlage ab. Ich erlaube mir die Illusion, dass dann "bessere" Politik möglich ist. Weder links noch rechts haben ausnahmslos und immer recht und die Mitte ebensowenig.
zum Beitrag05.09.2026 , 12:29 Uhr
Danke für den Link. Habe ich durchgelesen und, bei diesem Text kann ich das ohne Scham zugeben, nicht alles verstanden. Gut fand ich u.a. den Hinweis auf die Quelle (71). So, dachte ich viele Jahre lang, müssten Linke "eigentlich" sein; schade, dass es vorbei ist. Aufgrund solcher Texte wie (71) denke ich, dass ich eher links als rechts bin.
zum Beitrag05.09.2026 , 10:41 Uhr
"Jeder Verlust von Arbeitsplätzen zeigt zum einen, dass die derzeitige Verantwortlichen versagen."
Auch, aber vielleicht nicht nur? Evtl. müssen wir unsere gesamte Bürgergemeinschaft allmählich dahingehend umstellen, dass es zukünftig noch in viel stärkerem Maße nicht mehr möglich sein wird, fast jede/n m/w/d mit einem Arbeitsplatz und einem ausreichenden Erwerbseinkommen zu "versorgen". Da würde ich meine Hoffnungen auf eher linke Politik setzen. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn es geht nicht nur um finanzielle Versorgung, sondern für manche auch um Lebenssinn, Beschäftigung, Tätigkeit als eine Form der "Therapie", ...
zum Beitrag05.09.2026 , 10:07 Uhr
"Alle anderen Modelle, so die aktuelle Planung des Vorstands, sollen künftig in Polen, Spanien und der Slowakei gefertigt werden."
Das ist bitter, allerdings gönne ich den Menschen in Polen, Spanien und der Slowakei die Arbeitsplätze selbstverständlich auch.
zum Beitrag05.09.2026 , 09:49 Uhr
" Das Auslastungsproblem gibt es nur, weil die Nachfrage nach Elektroautos zu gering ist."
Oder vielleicht auch, weil chinesische Hersteller mehr für weniger Geld bieten? Mir tut es für VW wirklich sehr leid, aber in meinem Umfeld fahren die meisten BYD oder XPENG.
Ich finde es schade, dass die E-Autoprämie nicht nur für deutsche/europäische Autos gilt, aber das hätte dann vermutlich wieder andere Nachteile ... ich kenne mich in dem Bereich, auch juristisch, nicht aus.
zum Beitrag04.09.2026 , 09:42 Uhr
"Universal Männern, Frauen und "Eichhörnchen" gleiche Rechte, auch faktisch."
Und Pflichten, finde ich wichtig. Keine Rosinenpickerei.
zum Beitrag04.09.2026 , 09:34 Uhr
Ich halte Angst, es nicht zu schaffen und das Wissen der Überforderung, mangelnder Resilienz für denkbar. Neues Leben in die Welt zu setzen und dafür zu sorgen, dass diese Kinder ein glückliches Leben haben werden, sie zu beschützen und das vor dem Hintergrund, dass sich immer mehr Sachverhalte der eigenen Kontrolle entziehen, ist eine unglaubliche Verantwortung.
Ich bin der Ansicht, dass sich weltweit viel zu wenige Menschen Gedanken darüber machen, ob sie dazu befähigt und dieser gewaltigen Aufgabe gewachsen sind. Ich persönlich finde, dass keine andere Aufgabe, kein anderer Job so anspruchsvoll ist, wenn man es ernst nimmt. Wen immer ich frage, und es gibt Menschen darunter, die herausragende Jobs haben/hatten, keine/r ist der Ansicht, dass die beruflichen Herausforderungen anspruchsvoller oder bedeutsamer wären, als diese eine Aufgabe, ein Kind ins Leben zu begleiten.
(Ebenso wie Konsum können übrigens auch Kinder eine Ersatzbefriedigung sein; ebenso traurigerweise "Mittel zum Zweck".)
zum Beitrag03.09.2026 , 11:00 Uhr
"Frauen bekommen immer weniger Kinder." Somit Männer auch.Grundsätzlich finde ich das angesichts von ca. 8,31 Milliarden Menschen auf dieser Welt nicht negativ.Ich denke öfter darüber nach,dass das Leben für uns alle (auch Flora/Fauna) besser,friedlicher und angenehmer sein könnte,wenn wir nicht so viele Menschen wären.Auf Details gehe ich jetzt nicht ein,da dies zu weit vom Thema wegführen würde.
"Viele Frauen haben keine Lust mehr,sich über die Aufteilung von Familien-und Erwerbsarbeit zu streiten." Einen großen Einfluss auf das Streitpotential in einer Beziehung oder Familie,nicht nur in Bezug auf die Verteilung der Aufgaben,hat die Partnerwahl.Ein Kind,denke ich,kann Mann/Frau mit fast jedem Partner m/w/d bekommen,ohne "karriere- u/o rententechnisch" auf Lebenszeit zurückgeworfen zu werden.Ab dem zweiten Kind,meine ich,wissen m/w/d üblicherweise,was mit dem/der gewählten Partner:in m/w/d möglich ist und was nicht
"Da ist es ...verweigern" Kinder "konkurrieren" heutzutage mit einer ungeheuren Vielfalt an alternativen Lebensgestaltungsmöglichkeiten,die m/w/d offenstehen und ich meine,dass u.a. auch deshalb der Wille zum Kind nicht mehr so "unbedingt" ist wie in früheren Zeiten.
zum Beitrag02.09.2026 , 16:44 Uhr
"Inwiefern hat es den Einfluss?"
Es reicht ja indirekt und subtil darauf einzuwirken, dass die Polizei bei antisemitischen Handlungen oder strafbaren Parolen der Demonstrationen gegen Israel nicht so genau hinzusehen und hinzuhören.
Also genau das zu befördern, was Linke der Polizei in Bezug auf Rassismus vorwerfen. Oder auch die Besetzung von Richterstellen.
Im Prinzip alles das, wovor man sich bei der AFD in Bezug auf Bürger:innen mit Migrationshintergrund fürchtet, könnte Die Linke in Bezug auf jüdische und/oder israelische (Doppel-)Staatsbürger:innen anwenden.
zum Beitrag02.09.2026 , 16:31 Uhr
"Man kann eine tolle Opfer-Erzählung daraus stricken und sich als Robin Hood fühlen."
Und sie können sich selbst entlasten und unsere Schuld an den 6.000.000 unschuldigen jüdischen von uns ermordeten Menschen relativieren, indem sie Israel und dessen Bewohner dämonisieren. Das wurde meiner Meinung nach sehr deutlich, als sie in den Berliner Hochschulen Hamas-Dreiecke an die Büros der Mitarbeiter gemalt haben. Ob nur bei jüdischen Namen oder wahllos konnte ich trotz vieler Bemühungen nicht herausfinden.
zum Beitrag02.09.2026 , 16:12 Uhr
"das sieht heir kaum einer so, im rest der welt sehen das hingegen alle."
Der Rest der Welt hat auch keine ca. 6.000.000 unschuldiger, jüdischer Menschen gequält, gefoltert und ermordet. Diese furchtbare Last ist erdrückend und ich verstehe Sie und jede/n anderen sehr gut, der sich dann lieber mit dem Rest der Welt solidarisieren will bzw. gemein macht.
Es gibt weltweit nur noch zwei Staaten, die Israel und damit jüdisches Leben schützen, USA und (eingeschränkt) Deutschland. Für mich wäre es eine Schande, wenn wir Israel und jüdische Menschen erneut in Stich lassen würden. Außerdem, weshalb kann man Israel und jüdischen Menschen nicht einmal diese beiden Länder auf ihrer Seite gönnen. Es sollte doch auch den meisten Antisemiten allmählich mal reichen, dass sich die restlichen ca. 195 Länder gegen Israel stellen und jüdische Menschen nirgendwo in Sicherheit leben können.
zum Beitrag02.09.2026 , 16:02 Uhr
"In denen der angetroffene Bevölkerung nur zwei Rollen zugedacht sind:Entweder hat sie angeblich nicht existiert. Oder sie sind oder waren Terroristen." Würde ich gerne noch erweitern um "Verhandlungspartner". Sie hätten einen palästinensischen Staat mit 100 % Gaza,90 % Westjordanland plus Ausgleich der fehlenden 10 % durch Gebiete der Negev-Wüste.Wüste klingt erst einmal unbrauchbar,allerdings gibt es dort Bodenschätze.Vor Gaza wie bekannt Gasvorkommen.Die heikle Tempelbergfrage sollte gelöst werden,indem die Hoheit über den Tempelberg horizontal geteilt würde.Die Israelis sollten die Verfügungsgewalt über die Klagemauer und diverse Höhlen erhalten,die Araber über alles was oberhalb dieser liegt. Einen neuen Krieg zu beginnen und Angriffe auf jüdische und/oder israelische Bürger weltweit! durchzuführen,schien sich allerdings mehr zu lohnen und nach Ansicht der Pro-Palästinenser auch eher zu rechnen,denn das obige Angebot wurde wie bekannt abgelehnt. Auch der Olmert-2008-Vorschlag. Im Laufe der Jahre hätte ich persönlich auch die Hoffnung gehabt,dass sich im Rahmen guter Nachbarschaft und Zusammenarbeit noch ein bisschen was nachverhandeln,tauschen oder ausgleichen lässt.
zum Beitrag02.09.2026 , 14:48 Uhr
"Aber es muss nicht auf jede Minderheit Rücksicht genommen werden."
Das haben Sie richtig gut auf den Punkt gebracht. In dem Zusammenhang auf die jüdische Minderheit in Berlin Rücksicht zu nehmen, würde Wähler:innenstimmen kosten, auf die Die Linke erfolgsorientierterweise nicht verzichten will.
zum Beitrag02.09.2026 , 14:41 Uhr
"Die meisten Palästinenser hierzulande haben auch die deutsche Staatsbürgerschaft."
Nach dieser Information suche ich bereits länger. Können Sie mir bitte sagen, wo das nachlesbar ist, da ich stets nur auf die gegenteilige Behauptung gestoßen bin? Mir ist nur bekannt, dass die meisten dieser Menschen in Deutschland als "staatenlos" gelten und die Einbürgerung für sie besonders hürdenreich ist, da sie sich glaubhaft zum Existenzrecht Israels bekennen und auf Antisemitismus verzichten müssten, was, wie ich gelesen habe, auch genauer geprüft wird. Wie es in Berlin ist, weiß ich noch weniger.
Kürzlich hat hier ein deutsch-palästinensischer Autor einen Artikel veröffentlicht, in dem er deutlich machte, dass er auf das "deutsch" zukünftig verzichten will. Ob das bedeutet, seine deutsche Staatsangehörigkeit zurückzugeben, ist mir nicht bekannt.
"Nahost ist ein innerdeutscher Konflikt."
Ich stimme Ihnen zu. Ich hätte und würde viel dafür geben, wenn die Möglichkeit bestünde, dies nach der Shoah unseren jüdischen und/oder (deutsch-)israelischen Mitbürger:innen zu ersparen. Das scheint aber weder in Deutschland noch im Rest von Europa möglich zu sein.
zum Beitrag02.09.2026 , 08:53 Uhr
"Ceuta ist winzig klein, es kann doch nicht so schwer sein, mit ein paar Hundertschaften von Polizei die verbliebenen Menschen, die sich illegal Zutritt zur Enklave verschafft haben, zu ergreifen und mit Bussen oder zu Fuß zurück nach Marokko zu führen ..."
Die rechtliche Situation hat sich aufgrund eines Urteils des spanischen Obersten Gerichtshofs (Tribunal Supremo) (veröffentlicht am 8. Juli 2026) geändert. Die spanische Regierung darf diese Geflüchteten nicht mehr ohne individuelle Identifizierung, rechtliche Unterstützung und die Möglichkeit, Asyl zu beantragen, zurückschicken.
Ich bin gespannt, wie lange diese Vorgänge in Ceuta dauern werden. Bei uns sind es ja oftmals Jahre.
zum Beitrag01.09.2026 , 21:11 Uhr
Weil sich dieser Antisemitismus dann prozentual auf mehr Menschen verteilen würde und somit geringer wäre.
Und, das ist nur meine persönliche Meinung, ich den "Durchschnitts-Brandenburger" für weniger antisemitisch halte als den "Durchschnitts-Berliner". Beispielsweise habe ich aus Brandenburg nicht gelesen oder gehört, dass der 07.10.23 gefeiert wird/wurde und Süßigkeiten verteilt werden oder dass in Brandenburg Juden krankenhausreif geprügelt oder bespuckt und angegriffen werden.
zum Beitrag01.09.2026 , 21:05 Uhr
"Keiner von diesen Menschen befürwortet die schrecklichen Verbrechen von Hamas oder IDF."
Sie setzen die gazanische Regierung/Hamas-Hizbollah-Huthi-Iran mit der IDF gleich. Und Sie gehen davon aus, dass Sie von "allen" (abgeleitet von Ihrem "keiner") Gesprächspartnern ehrliche Antworten bekommen. Das finde ich bemerkenswert; ebenso, dass zumindest von den jüdischen und/oder israelischen Menschen niemanden die Gleichsetzung der Täter des 07.10.23 und der Soldaten der IDF zu stören scheint. Kann das an einer Art Abhängigkeitsverhältnis liegen, benötigen/wollen/brauchen diese Menschen etwas von Ihnen?
zum Beitrag01.09.2026 , 20:32 Uhr
"Warum fordert die Linkspartei nicht Die Öffnung aller Gefängnisse und Abschaffung der Nationalstaaten?"
Weil es ihnen gegenwärtig zu wenige Wähler:innenstimmen bringt. Grundsätzlich habe ich schon den Eindruck, dass Linke Polizei (ACAB) und Militär (Soldaten sind Mörder) und Grenzen (Kein Mensch ist illegal.) ablehnen. Ohne Grenzen auch keine Nationalstaaten.
zum Beitrag01.09.2026 , 20:27 Uhr
"Welcher europäische Bürger möchte freiwillig unter einem arabischen König/Führer leben?"
Ich denke, Anhänger:innen des Islam, sofern Wohlstand garantiert ist. Ansonsten vermutlich notgedrungen eher nicht.
zum Beitrag01.09.2026 , 19:51 Uhr
Ich habe dieses Interview (auch vor Ihrem Hinweis) mehrfach gelesen, weiß aber nicht, was Sie mir damit sagen wollen. Wenn diese Menschen ihr Leben in Ceuta unerträglich finden würden, so denke ich, würden sie nach Marokko zurückkehren.
Was möchten Sie konkret sagen?
Am Strand übernachten ist in Spanien grundsätzlich! verboten; für Touristen, für Einheimische, für alle. Dass die Polizei versucht dieses Fehlverhalten zu unterbinden, finde ich nachvollziehbar und verstehe es auch. Des Weiteren halten sich Journalisten, nehme ich an, bevorzugt dort auf, wo es etwas zu "berichten" gibt. Hätte Herr Wandler mit anderen Geflüchteten in irgendeinem Wäldchen übernachtet, wäre er vielleicht nicht vertrieben worden. Wir werden es nicht erfahren, da er widerrechtlich am Strand übernachten wollte.
Herrn Wandler ist es sicherlich bekannt, dass man in Spanien nicht an Stränden übernachten darf. Dies dann trotzdem zu tun und sich zu beklagen, dass die Polizei das nicht toleriert, finde ich unangemessen.
zum Beitrag01.09.2026 , 19:00 Uhr
Ihnen ist die Reproduktionsrate in beispielsweise Gaza von vor dem Krieg bekannt? Ebenso, dass israelische Behörden erlaubt haben, das Sperma der männlichen Gefängnis-Insassen nach Gaza zu schmuggeln und die Existenz von insgesamt neun IVF- bzw. Fruchtbarkeitszentren? Für mich persönlich sieht das nicht nach einem Völkermord, geplant oder ungeplant, aus.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:53 Uhr
"Da leben viel die Leute, für die das ständiges "Thema" ist. Weil es ihre Verwandten, Freunde, die Menschen ihrer Geschichte und ihres Kulturkreises betrifft."
Ja, ist halt wieder einmal äußerst unglücklich für die jüdischen und/oder israelischen Menschen, dass sie in der Minderheit sind und für sie, aus mir unbekannten Gründen, nicht einmal die Linken Minderheitenschutz reklamieren. Ich bin froh über jede Nachricht, die mich darin bestätigt, dass jüdische und/oder israelische Menschen auch ohne diesen Schutz überleben können.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:47 Uhr
Ich denke, das, was Sie schildern, ist für Pro-Palästinenser nicht von Relevanz.
Mir hat kürzlich mein ägyptischer Nachbar, den ich seit vier Jahren kenne, mit dem mich, so hatte ich den Eindruck, sogar Freundschaft verband, eröffnet, dass die 6.000.000 unschuldigen, jüdischen Menschen, die wir ermordet haben, zu wenige waren. Ich war so schockiert und wusste nicht wie reagieren, habe mich einfach abgewandt und bin weggegangen. Sollten wir nochmals ein Gespräch führen, werde ich mein Handy nehmen und ihn fragen, ob ich das aufnehmen darf. Dann könnte ich damit zur Polizei gehen und prüfen lassen, ob das ein Straftatsbestand ist.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:30 Uhr
"pro-israelisch" finde ich persönlich gut, denn irgendwo sollten jüdische Menschen relativ verfolgungsfrei leben können. Sie sind zwar auch in Israel nicht sicher, wie der 07.1023 gezeigt hat, aber zumindest müssen sie sich in Israel nicht, wie sogar! in Deutschland verstecken und verleugnen. Ich denke, wenn wir sogar! nach der Shoah jüdischen und/oder israelischen Menschen keine sichere Heimstatt bieten, haben wir nichts gelernt und sind die gleichen Verbrecher und Mörder wie unsere Vorfahren.
"Antimuslimisch". Ja, der Islam hat für männliche, heterosexuelle Menschen einiges zu bieten. Davon kann man sich korrumpieren lassen oder auch nicht.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:22 Uhr
"Hoffentlich können wir dann den unappetitlichen Teil der Linkspartei in die Richtung loswerden."
Da meine erste Antwort nicht durchgekommen ist, versuche ich es nochmal anders: Ich teile Ihre Hoffnung. Ich müsste "eigentlich" Die Linke wählen, wie so viele andere Bürger:innen in Deutschland und will das auch (es wäre naheliegend, vernünftig und vorteilhaft für mich persönlich), aber die Hürde von ca. 6.000.000 unschuldiger jüdischer Menschen, die wir verbrecherisch ermordet haben, lässt das für mich nicht zu. Dann nehme ich lieber diverse Nachteile in Kauf.
zum Beitrag01.09.2026 , 18:10 Uhr
"Wenn Menschen sich nicht mehr trauen hebräisch zu sprechen, offen zu zeigen, dass sie Juden sind und/oder Israelis, dann muss das in Berlin thematisiert werden."
Ich sehe das wie Sie. Nur leben in u.a. Berlin, wir wissen alle warum, zu wenige jüdische und/oder israelische (Doppelstaatler-?)Bürger:innen. Deren Wählerstimmen sind im Vergleich zu den Wählerstimmen der Anhänger:innen des Islam zu gering. Umso anständiger und nobler finde ich es, dass zumindest die CDU/CSU an der Staatsräson festhält, wenn auch zu Gunsten der u.a. Die Linke.
zum Beitrag01.09.2026 , 14:43 Uhr
"Also ich würde jetzt mal abwarten, was Sanchez vorlegt."
Ich auch. :-) Und bis dahin bleibe ich bei meiner ersten Vermutung, dass ein bis zwei Wochen vor dem Grenzsturm bereits Geflüchtete Ceuta erreichten, diese ihren Erfolg in den sozialen Netzwerken mit Fotos teilten und das zusammen mit der jüngsten Gerichtsentscheidung zu einem Schneeballeffekt führte (plus ein bisschen Mathematik :-) ).
Ich lasse mich aber durch Beweise auch davon überzeugen, dass Russland und Israel "dahinterstecken".
zum Beitrag01.09.2026 , 13:48 Uhr
"Unplausibel sind die Vorwürfe also nicht."
Ich nehme an, Herr Sánchez wird die Belege noch offenlegen. Ich bin sehr daran interessiert, da ich in einem Artikel von CORRECTIV andere, aus meiner Sicht nachvollziehbare Gründe, gelesen habe.
Vielleicht ist es einfach "nur" Mathematik und Schneeballeffekt. Wenn es stimmt, dass bereits in der Woche vor dem 30.07. ca. 1.000 bis 2.000 Geflüchtete tröpfchenweise nach Ceuta reisen konnten und diese das ihren Freunden, Kumpels und Bekannten via Social Media mitgeteilt bzw. Fotos gepostet haben, kann auch das, in Verbindung mit u.a. der bekannten Gerichtsentscheidung, der maßgebliche Auslöser gewesen sein.
Ich hoffe, dass wir bald Belege für die eine oder andere Theorie erhalten werden. Das müsste meiner Einschätzung nach bei dieser Sachlage doch relativ einfach möglich sein. Wer hat was wann gepostet, wer bekam von wem Geld für Falschbehauptungen (?), beginnend ca. zwei Wochen vor dem Grenzsturm. Sind die Postings von "echten Menschen mit einer Geschichte" oder verliert sich die Spur irgendwo.
Zumindest meine bzw. die CORRECTIV-Sichtweise dürfte leicht zu widerlegen sein, sollte sie nicht zutreffen.
zum Beitrag01.09.2026 , 13:25 Uhr
"Spaniens Regierungschef Sánchez wirft Israel und Russland vor, den Ansturm auf Ceuta befeuert zu haben."
Ich möchte nochmals versuchen, mit dem Hinweis durchzukommen, bitte auch einen Artikel in CORRECTIV (Max Bernhard, Kimberley Nicolaus, 21.08.26) zu lesen, um eine andere Sichtweise bzw. Einschätzung der Situation in Betracht zu ziehen. CORRECTIV gilt als seriös und wird sogar meist eher als links wahrgenommen.
Ich verstehe Herrn Sánchez, halte es aber für möglich, dass er nicht alle Informationen vorliegen hat.
zum Beitrag01.09.2026 , 11:19 Uhr
Wenn die Schilderungen aus den ersten Tagen stimmen, erhielten die Geflüchteten weder Essen, noch Getränke, auch keine medizinische Versorgung oder Zelte zum Übernachten. Ebenso waren alle Einkaufsläden, Bistros usw. geschlossen. Das hat sich mittlerweile geändert, weshalb ich meine andeuten zu dürfen, dass die anderen ca. 70.000 Geflüchteten nicht ganz so freiwillig gegangen sind, wie es manchmal dargestellt wird. Ich sehe da durchaus, dass auf die Geflüchteten Druck ausgeübt wurde, kann mich aber selbstverständlich auch täuschen, da ich nicht vor Ort war/bin.
"Aber wohl kaum, weil sie sich wünschen noch dort zu sein."
Diejenigen Geflüchteten, die noch in Ceuta sind, bekommen im Gegensatz zu den anderen ordentliche (nehme ich an) Asylbewerbungsverfahren und Einzelfallprüfungen. In Anbetracht dessen, dass alle Geflüchteten ihr Leben riskiert haben, um das zu erreichen und später vielleicht in der EU aufgenommen zu werden, würde es "mich" schon ärgern, diese Geduld nicht aufgebracht zu haben. Zumal sich die Aufenthaltsbedingungen, siehe erster Absatz, verbessert haben. Aber, wie immer, ich kann auch falsch liegen und Ihre Einschätzung ist korrekt.
zum Beitrag31.08.2026 , 20:49 Uhr
"Das Thema Nahostkonflikt schnurrt in der Berliner Landespolitik darauf zusammen, wie die Polizei mit den zuletzt seltenen Palästina-Demos umgeht und welche zivilgesellschaftlichen Organisationen und Einrichtungen finanziell unterstützt werden."
Wenn auf Pro-Palästina-Demonstrationen zum Mord an Juden aufgerufen oder "Hamas, Hamas J.... ... ..." skandiert wird und die Berliner Regierung das toleriert, ist das meiner Meinung nach durchaus national ebenso wie international bedeutsam.
Ich finde es nach wie vor bedauerlich, dass der Stadtstaat Berlin im Rahmen der Wiedervereinigung nicht mit Brandenburg zusammengeführt wurde. "Irgendwie" wäre das dann alles weniger hässlich.
zum Beitrag31.08.2026 , 16:58 Uhr
Ich sehe das von Ihnen beschriebene Verhalten nicht ganz so extrem ausgelebt, kann Ihnen jedoch teilweise zustimmen. Der Unterschied dürfte sein, dass ich es nicht auf Rechte beschränken würde, sondern auch auf Linke und Religiöse. Bei allen drei Prägungen sehe ich eher flexible Moralvorstellungen, das Leugnen von Fakten und Korruption. Wie wir dem entgegenwirken können, weiß ich noch nicht und bin gegenwärtig noch etwas ratlos. Tröstlich ist meiner Meinung nach, dass nicht alle Rechten, nicht alle Linken und nicht alle Religiösen so sind.
zum Beitrag31.08.2026 , 16:30 Uhr
"Ist bestimmt nicht schwer, stimmt, aber illegal."
D.h., Sie gehen davon aus, dass die restlichen 70.000 (?) Personen in Begleitung des Militärs freiwillig gegangen sind? Ich bin noch unsicher, wie freiwillig somit legal diese Menschen Ceuta wieder verlassen haben. Wenn das so war, ärgern sie sich jetzt bestimmt, dass sie nicht länger ausgeharrt haben.
zum Beitrag31.08.2026 , 10:38 Uhr
"Es ist doch viel einfacher zu sagen "selbst schuld" als sich einzugestehen als Gesellschaft selbst Teil des Problems zu sein."
Das sehe ich ebenso. Mir fehlt bei vielen Menschen auch die Einsicht, dass sie selbst Abhängige sind. Es gibt außer Alkohol und Drogen noch sehr viele andere Suchtmittel, die teilweise großen Schaden anrichten. Nicht nur Alkohol, auch Kaufsucht, Sexsucht, die Sucht nach Bestätigung, die Sucht, andere abzuwerten oder ihnen Gewalt anzutun uv.m.. Ich denke, dass wirklich kaum jemand von uns einen Grund hat, Abhängige zu verurteilen, ohne sich gleichzeitig selbst zu verurteilen.
zum Beitrag31.08.2026 , 10:09 Uhr
Das ist die Konstellation, die mich umtreibt und die ich unter einem anderen Artikel bereits erläutert habe: Frauen, Juden und L, G, B, T, Q, I, A+ werden zwischen Rechten/Nazis und Linken/Anhänger des Islam aufgerieben und Wähler:innen können sich, meiner Meinung nach, "eigentlich" nur noch überlegen, von welcher Seite sie am wenigsten Schaden und Einschränkungen zu erwarten haben. Wir hätten die Polarisierung unserer Bürgerschaft und unseres Gemeinwesens, die ihren deutlichsten Anfang in Hartz IV fand und sich meiner Einschätzung nach mit der Nicht-Grenzschließung 2015 verstärkt hat, verhindern sollen. Ob wir diese Gräben wieder zuschütten können, weiß ich nicht, hoffe aber sehr darauf.
zum Beitrag31.08.2026 , 09:57 Uhr
Frau Eralp sagt das, was ihre Wähler:innen hören wollen; kann man ihr als Politikerin nicht verdenken. Gerade in Berlin wird sie mit dem Thema "antipalästinensischer Rassismus" sicherlich gut ankommen. Für jüdische und/oder israelische Menschen (auch) in Berlin tut mir das sehr leid. Sollte Die Linke nach der kommenden Wahl mehr politischen Einfluss haben, bin ich auf die weitere Entwicklung gespannt und sehe sie in Bezug auf jüdisches und/oder israelisches Leben in Berlin mit Sorge.
zum Beitrag31.08.2026 , 09:41 Uhr
"Zitat: "Er hat volle Tage, macht einen Deutschkurs und ein Praktikum""
Genau deshalb denke ich, dass er noch andere Wünsche und Träume als "Privatsphäre und Ruhe" hat und hätte es schön gefunden, wenn Abdul sie mit uns teilen würde. Wenn wir die Wünsche und Träume dieser Menschen kennen, kann das die Integration erleichtern.
zum Beitrag30.08.2026 , 19:30 Uhr
"... Berliner FDP mit dieser Aktion sicher nicht beliebter gemacht. Aber auf die scheint sie offenbar keinen Wert zu legen."
In Konkurrenz zu Die Linke sind meiner bisherigen Einschätzung nach alle Parteien im Nachteil, da sie nicht die gewünschten Positionen in Bezug auf Juden und/oder Israel vertreten. Die Linke Elif Eralp hat sich diesbezüglich meiner Meinung nach erfolgversprechender positioniert.
zum Beitrag30.08.2026 , 19:14 Uhr
"Abdul weiß noch nicht, wohin er ziehen wird, wenn die Unterkunft Ende Dezember 2026 erstmal schließt. Er schreibt: „Ein bisschen Privatsphäre und Ruhe zu haben, ist immer noch ein Traum.“"
Mich würde interessieren, weshalb ein Leben in Syrien für ihn keine Option ist, da lt. UNHCR bereits ca. 1,63 Millionen geflüchtete syrische Staatsbürger:innen in ihr Heimatland zurückgekehrt sind. Wenn Abdul andere Träume als "Privatsphäre und Ruhe" hat, wäre es doch schön, diese zu teilen.
zum Beitrag30.08.2026 , 16:21 Uhr
"Von Portugal bis Norwegen liegen diese Parteien bei 20 Prozent oder mehr."
Mit 20% Linken, 20% Rechten und einer schönen breiten Mitte von somit dann ca. 60 % könnte ich gut leben und denke, das könnte durchaus vorteilhaft für unsere Bürgergemeinschaft sein.
Allerdings hat diese Mitte unter Herrn Bundeskanzler Schröder, meiner Meinung nach, durch die Einführung von Hartz IV extrem rechte Politik gemacht und Frau Bundeskanzlerin Merkel, die ich auch eher als Mitte gesehen habe, mit "ihrer" Nicht-Grenzschließung extrem linke Politik. Somit finde ich, ist es schwer für die Mitte eine Partei zu finden, die glaubwürdig "mittig" ist.
Vielleicht war die Politik von Herrn Bundeskanzler Schröder und Frau Bundeskanzlerin Merkel aber auch einfach liberal in einer Weise, die mir nicht zusagte.
Der "Schutz des Individuums" wurde meiner Meinung nach mit Hartz IV ausgehebelt. Die "Begrenzung der Staatsmacht", durch die Verhinderung der (wie es jetzt scheint dauerhaften) Aufnahme von Millionen Menschen in die deutschen Sicherungssysteme war nicht möglich. Beides war und ist für mich keine mittige Politik, die meinem Eindruck nach die meisten Wähler favorisieren würden.
zum Beitrag30.08.2026 , 15:34 Uhr
"... um die allgemeine Meinungsbildung v.a. antiliberal zu versauen."
Vielleicht könnte eine Verlängerung der Schulpflicht zu Gunsten von Fächern wie beispielsweise Medien-, Digital-, Finanz- und Politik-Kompetenz helfen. Wenn Kinder und Jugendliche länger zur Schule gehen bzw. gebildet/ausgebildet werden, scheint ihnen das meinem Eindruck nach nicht zu schaden.
Kostet zwar Geld, aber alles kostet Geld.
zum Beitrag29.08.2026 , 09:47 Uhr
Ich besitze auch mehrere Dosen WD-40. Die Dosen-Aufschrift habe ich bisher nie gelesen. Als Würzmittel für Steaks habe ich es bisher nicht benutzt. Jetzt gehe ich mal davon aus, dass das ein Scherz sein wird. Wenn ich nachher in der Garage bin, muss ich gleich einmal die Aufschrift lesen. (Und ja, pardon, ich bin blond, sogar freiwillig. ;-) )
zum Beitrag28.08.2026 , 15:38 Uhr
Vielleicht haben wir aneinander vorbeigeschrieben oder meine Erwiderung hat nicht so richtig gepasst. Mir ging es nur darum, dass es auch andere Gründe als "Sieg und Macht, letztlich um Systemsturz" geben kann.
Ich hatte nicht vor ein "Fass aufzumachen", sondern wollte einen Aspekt in die Diskussion einbringen, der zumindest für mich nicht so ganz unerheblich ist, mich seit 2015 zunehmend beschäftigt und auch nach dem 07.10.23 nochmals verstärkt wurde. Ebenso sind in diesem Zusammenhang auch die Vorgänge Ceuta und die Forderungen von Die Linke von Relevanz; meiner Meinung nach.
zum Beitrag28.08.2026 , 15:16 Uhr
"... islamistischen Theokratie ..."
Es gibt bereits weit unterhalb einer offiziellen "islamistischen Theokratie" Lebensverhältnisse und Einschränkungen der Bewegungsfreiräume von Frauen Juden und LGBTQIA+, die ich nicht widerstandslos hinnehmen möchte.
Grundsätzlich verursacht jede Regierung Einschränkungen, die von Bürger:innen hingenommen werden müssen. Die Frage ist lediglich, wer mit welchen Einschränkungen leben kann und will und wer nicht.
zum Beitrag27.08.2026 , 14:42 Uhr
Die angegebenen Zahlen der spanischen Regierung und der Regierung in Ceuta unterschieden sich von Anfang an sehr stark.
zum Beitrag26.08.2026 , 20:28 Uhr
"Offen bleibt allerdings das Schicksal der rein weiblichen Kampfeinheiten der SDF. Ihre Eingliederung gilt als ungewiss."
Da haben sich wieder einmal Männer zu Lasten von Frauen geeinigt. Deren Eingliederung hätte eine Forderung bei den Verhandlungen sein müssen. Wie sollen die Soldatinnen jetzt Geld verdienen? Ich hoffe, die Frauen behalten heimlich zumindest einen Teil ihrer Waffen.
Was passiert, wenn Frauen keine Möglichkeit bekommen, sich zu wehren, sehen wir in u.a. Afghanistan. Es war einer unserer Fehler, dass wir dort die Männer bewaffnet und ausgebildet haben, nicht jedoch auch die Frauen (von Ausnahmen abgesehen). Ob die afghanischen Frauen nicht durften oder nicht wollten, kann ich nicht einschätzen.
zum Beitrag26.08.2026 , 19:07 Uhr
"... denn gemessen an den Heilsversprechen der AfD ist das ihren Anhängern nie genug."
Ich bin mir da nicht so sicher. Manchen m/w/d würde es vielleicht bereits ausreichen, wenn wir uns in Hinsicht auf Zuwanderung nicht fast ausschließlich auf männlich gelesene Anhänger des Islam aus archaischen und patriarchalischen Gesellschaften stützen würden.
zum Beitrag26.08.2026 , 18:34 Uhr
Noch wähle ich sie nicht. Aber das Dilemma für Frauen, LGBTQIA+ und Juden ist, dass sie zwischen Rechten und männlichen Anhängern des Islam "eingeklemmt" sind. Da drängt sich meiner Meinung nach schon der Gedanke auf, unter wem man ggf. mehr zu leiden hätte oder leiden würde. Ich persönlich habe weniger Angst vor einer russischen Regierung als vor der Scharia. Das ist eine individuelle Einschätzung. Ich habe in einem anderen Kommentar ja auch bereits einmal geschrieben, dass ich eine Militärdiktatur einer Religionsdiktatur vorziehe, wenn ich mich entscheiden müsste.
zum Beitrag25.08.2026 , 20:12 Uhr
"Und der Partei sowie ihren Sympathisanten geht es nicht um Diskurs und Gestaltung, sondern um Sieg und Macht, letztlich um Systemsturz."
Ich kann nur für mich selbst sprechen und mir persönlich geht es nicht um "Sieg und Macht". Aber ich bin keinesfalls bereit, vor den in patriarchalischen, archaischen Gesellschaften geprägten, männlichen Anhängern des Islam zu kapitulieren. Das trennt mich wohl von linken Männern und das akzeptiere ich. Ich bin nicht bereit, Rückschritte widerstandslos hinzunehmen. Mittlerweile leben wir in einer Gesellschaft, in der Morde aus religiösen Gründen wieder naheliegend sind und durchgeführt werden. Mag die Linke das hinnehmen, ich nicht.
zum Beitrag24.08.2026 , 10:09 Uhr
"... wie der Staat das Vertrauen der Bürger verspielt, ..."
Hier bin ich ganz anderer Meinung. Mein Vertrauen würde der Staat verspielen, wenn Menschen mit Waffen durch belebte Gegenden laufen können und die Polizeibeamten würden erst einmal davon ausgehen, dass es eine Spielzeugwaffe ist.
zum Beitrag24.08.2026 , 09:48 Uhr
"Was jetzt mehr als nur angebracht wäre, aber weder in Bayern noch irgendwo in Deutschland existiert: eine unabhängige Aufklärung des Vorfalls durch eine unabhängige Behörde, bei der alle Seiten gehört werden."
Vielleicht verstehe ich es falsch, aber ich gehe davon aus, dass der Verein, der die Familie vertritt und unterstützt zusammen mit der Familie Anzeige wegen "Polizeigewalt" o.ä. erstatten wird. Dann, dachte ich, kommt der Fall vor Gericht und wird detailliert geprüft und untersucht. Es scheint ja relativ viele Zeugen vor Ort zu geben. Beispielsweise die Menschen, die - tatsächlich oder angeblich - aus Angst vor dem Waffenträger geflohen sind.
Wir werden vermutlich in den nächsten Tagen noch mehr erfahren. Dass die Mutter ihrem Sohn glaubt und ihn verteidigt, ist verständlich und naheliegend. Aber, nicht nur Polizisten sagen manchmal die Unwahrheit, auch junge Leute. ;-)
zum Beitrag23.08.2026 , 20:14 Uhr
"Der gleiche Satz könnte auch in einem Artikel über die RAF stehen."
Ich gehe davon aus, dass auch die Anhänger und Unterstützer der Gruppe um Lina E. oder den "Budapest"-mutmaßlich-Tatverdächtigen davon ausgehen, dass es gerecht war/ist rechts gelesenen Menschen mit Hämmern die Kniescheiben o.a. zu zertrümmern.
zum Beitrag23.08.2026 , 12:20 Uhr
"100 oder gar 500 € mehr auf dem Konto machen da keinen Unterschied."
Hier, u.a., stimme ich Ihnen zu. Ich meine, dass einige Menschen auf Geld oder mehr Geld verzichten würden, wenn sie das Gefühl, ohne Angst Weihnachtsmärkte zu besuchen, durch Einkaufsstraßen zu bummeln, auch ihre weiblich gelesenen Kinder unbelästigt das Schwimmbad besuchen können, zurückbekommen würden. Für mich kann ich das verbindlich und zweifelsfrei feststellen.
zum Beitrag23.08.2026 , 10:37 Uhr
"Ein gutes Leben für alle - wollen wir undogmatischen Linken."
Damit assoziiere ich Linke schon immer, finde das auch total sympathisch und war früher, so denke ich, selbst links. Meine es - mit Einschränkungen - auch immer noch zu sein.
Die Schwierigkeit besteht meiner Meinung nach allerdings darin, dass nicht jede/r m/w/d unter einem guten Leben das Gleiche versteht und wir uns als Bürger:innen diesbezüglich immer weiter auseinander entwickeln. Beispielsweise werden Reichsbürger und Kalifatsanhänger sehr unterschiedliche Vorstellungen eines "gutes Leben" haben. Und was ist mit Menschen, für die ein "gutes Leben" eine neunjährige Ehefrau bedeutet und die davon ausgehen, dass sie ein Recht darauf haben, weil ihr Gesetzbuch ihnen neunjährige Ehefrauen erlaubt?
"Ein gutes Leben für alle" wünschen sich, so denke ich, die meisten Menschen. Es dürfte nur schwer auszuhandeln sein, wer wie viel und was für dieses Ziel geben darf/kann/muss und worauf jeweils zu verzichten ist, nicht nur in finanzieller Hinsicht.
zum Beitrag22.08.2026 , 15:37 Uhr
"Die im Koran formulierten Regeln interpretiert Foucault als vom Volke ausgehend, ..."
Statt "vom Volke ausgehend" würde ich sagen, von heterosexuellen Männern ausgehend. Weshalb Herr Focault davon ausging, dass er in einem solchen System bei seiner sexuellen Ausrichtung leben bzw. überleben könnte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Schade und für mich persönlich traurig, dass Linke heute immer noch und wieder auf der Seite heterosexueller männlicher Anhänger des Islam stehen.
Danke an die taz für diesen Text.
zum Beitrag22.08.2026 , 15:22 Uhr
"Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich Landtagsabgeordnete der CDU für eine Minderheitsregierung ihrer Partei ausgesprochen, die ihre parlamentarische Mehrheit mal mit den Stimmen der AfD, mal denen der Linken suchen soll."
Weshalb entweder/oder? Wenn die CDU "vernünftige" Vorschläge macht, würde ich darauf hoffen, dass sie sowohl von der AFD als auch von Die Linke Mehrheiten erhält. Weshalb auch nicht?
zum Beitrag21.08.2026 , 19:37 Uhr
Ich habe den Artikel gelesen. Dass Herr Dobrindt vermutlich nicht darf, was er tut, ist bereits bekannt. Wie in einem anderen meiner Kommentare bereits angemerkt, denke ich, dass im Bereich von Asyl beide Seiten von Recht und Gesetz abweichen. Spanien wird jetzt doch, entgegen aller Beteuerungen und Gesetze, geflüchtete Menschen auf das spanische Festland bringen. Das war abzusehen, weil Ceuta nicht ausreichend ausgestattet ist, um die Geflüchteten angemessen zu versorgen. Schwierig finde ich, dass es anfänglich vehement abgestritten wurde. Das könnte durchaus als "Wortbruch" verstanden werden.
Vielleicht lasse ich mir mal ein paar spanische Zeitungen übersetzen, um zu erfahren, wie diese Entscheidung auf dem spanischen Festland aufgenommen wird. Vermutlich ist es aber wie bei uns, Linke sagen "ja", Rechte sagen "nein".
zum Beitrag21.08.2026 , 19:20 Uhr
Das kann von niemandem verbindlich festgestellt werden, ob durch die Zurückweisung oder Festnahme zwischen Mai 2025 und Mai 2026 der
- 47.659 unerlaubt Einreisenden - 1.821 einreise gesperrten Personen - 8.842 mit offenen Haftbefehlen gesuchten - 1.415 Schleusern - 1.581 Personen aus dem links-, rechts- und ausländerextremistischen sowie islamistischen Spektrum
jemand m/w/d zu Schaden gekommen oder verletzt worden wäre.
Ob der Aufwand der Grenzkontrollen sich "rechnet" weiß ich nicht, da es auch davon abhängt, welchen "Wert" man Straftaten zugrundelegt, aber die Frage, ob Grenzkontrollen grundsätzlich der Sicherheit dienen oder nicht, könnte ich nicht so eindeutig beantworten wie Sie.
Die obigen Zahlen habe ich von einem Artikel aus euronews. (Lt. Google KI ist euronews durchaus als seriös zu betrachten, wenn auch "europa-freundlich".)
zum Beitrag21.08.2026 , 09:15 Uhr
Weil sich die Geflüchteten ohnehin selbst aussuchen, wo sie leben möchten und ich davon ausgehe, dass Deutschland nach wie vor ein reizvolles Land für diese Menschen ist. Wenn Deutschland sie freiwillig aufnimmt, erhalten wir zumindest einen "Lebenshaltungszuschuss" von 20.000 Euro pro Person. Ansonsten gar nichts. Für die über eine Million syrischen Geflüchteten erhielten wir keine Ausgleichszahlung von der EU. Für die ca. eine Million ukrainischen Geflüchteten einmalig ca. 75 Millionen Euro.
zum Beitrag21.08.2026 , 09:10 Uhr
"Eigentlich ist nach Dublin III Spanien zuständig ..."
Letztendlich werden doch aber die Geflüchteten selbst bzw. bei Minderjährigen die Eltern entscheiden, wo in Europa sie leben wollen. Zumindest ist das mein Kenntnisstand. Sie bleiben ja nicht (immer?) im Erstaufnahmeland.
"Ich bin deshalb dafür, dass zumindest ein finanzieller Ausgleich stattfinden sollte."
Sehe ich auch so und ist meines Wissens nach bei GEAS auch genau so vorgesehen ... allerdings ist die Summe (ich meine 20.000 Euro pro Geflüchtetem/Geflüchteter) so gering, dass wohl die meisten Staaten lieber bezahlen möchten. 100.000 Euro p.P. wären vielleicht angemessen, in Anbetracht dessen, dass Geflüchtete, zumal wenn sie beispielsweise Deutschland nie mehr verlassen wollen, höhere Kosten verursachen können. (Andere Aspekte lasse ich mal außen vor.)
zum Beitrag21.08.2026 , 09:03 Uhr
"Bei denen die noch in Ceuta sind, handelt es sich in der Regel um Minderjährige."
Da ist die Nachrichtenlage nicht ganz eindeutig und ich persönlich weiß nicht, was stimmt. Es scheint allerdings so, dass in Marokko auch viele obdachlose Jugendliche leben. Evtl. sind von diesen Jugendlichen einige in Ceuta gestrandet. Ein besseres Leben ist ihnen zu wünschen und ebenso zu hoffen, dass sie befähigt sind oder befähigt werden, ihre Chancen in Europa nutzen.
zum Beitrag19.08.2026 , 19:37 Uhr
"Und Menschen, die so über andere Menschen denken, haben verdient zu leben?"
Es ist, meiner Meinung nach, schwierig, das Lebensrecht eines Menschen davon abhängig zu machen, wie er über andere Menschen denkt. Da könnten auch einige von uns taz-Kommentatoren in Schwierigkeiten geraten.
zum Beitrag19.08.2026 , 18:33 Uhr
"Fast alle mussten die Exklave wieder verlassen, das europäische Festland dürfte wohl kaum jemand erreicht haben."
Es sind noch ca. 5.000 (lt. spanischer Regierung) oder "bis zu" 10.000 (lt. Präsident von Ceuta) Geflüchtete in Ceuta. Nicht alle nimmt Marokko wieder zurück. Wo sollen diese Menschen hin, wenn sie nicht in Ceuta bleiben können und auch nicht nach Marokko zurückdürfen/wollen?
Die Abgeordnete Clara Bünger votierte schon relativ früh dafür, dass diese geflüchteten Menschen von Deutschland aufgenommen werden sollen. Ich denke, auf die paar Menschen kommt es jetzt doch auch nicht mehr an, zumal Spanien lt. euronews ohnehin bereits Geflüchtete auf das spanische Festland gebracht hat und weiterhin bringen wird. Ob diese Menschen dann in Spanien bleiben möchten oder weiterziehen, werden wir noch erfahren.
zum Beitrag18.08.2026 , 21:37 Uhr
Ich verstehe den Artikel nicht so ganz. Hat Frau Constanze Oehlrich ihren Mitarbeitenden sexuell belästigt/bedrängt oder nicht. Ist das ein Straftatbestand und ermittelt die Polizei? Ist es eine Form von Mobbing?
zum Beitrag16.08.2026 , 16:13 Uhr
"Zu Ihrer letzten Bemerkung: Wer sagt Ihnen eigentlich, dass ich keine weiblich gelesene Person bin?"
Das weiß ich selbstverständlich nicht und wollte nur ganz allgemein zum Ausdruck bringen, nennen Sie es Freundlichkeit oder Offenheit für Gegenargumente von Mit-Kommentatoren m/w/d, dass ich aufgrund meines Geschlechts vielleicht nicht richtig nachvollziehen kann, weshalb Männer (die die Hauptgruppe der Täter in diesem Bereich stellen) vergewaltigen, auch wenn sie dafür ggf. abgeschoben werden. Mir persönlich wäre "es" das "echt nicht" wert. Ein Mann hat vielleicht Argumente, die mich das besser verstehen lassen, zumal bezüglich der obigen "Kosten-Nutzen-Analyse".
Diese Bemerkung war nicht auf Sie persönlich bezogen und wenn ich damit ungewollt Unbehagen ausgelöst habe, bedauere ich es. Ich schätze Sie, unabhängig davon, ob Sie m/w/d sind.
zum Beitrag16.08.2026 , 13:33 Uhr
"Man muss die Nachfrage sättigen." Ja und nein. Sicherlich ist es erstrebenswert, in diesem und auch in anderen Bereichen die Nachfrage zu sättigen. Nur denke ich, dass das Leben einfach nicht so funktioniert. Es wird immer sehr viele Menschen geben, die u.a. aus finanziellen Gründen nicht dort wohnen können, wo sie gerne wohnen möchten ... meiner Einschätzung nach ist das sogar die Mehrheit. Ebenso ist es meiner Meinung nach ein überzogener Anspruch davon auszugehen, wenn ich jetzt eine Wohnung miete, kann ich diese so lange ich will "behalten". Ich war lange Jahre Mieterin, aber mir war immer bewusst, wenn ich die Miete nicht mehr bezahlen kann oder eines der Kinder der Vermieter diese Wohnung haben möchte, muss ich umziehen. Ich hatte Verständnis dafür und war mental und emotional auch während der gesamten Mietzeit darauf vorbereitet.
Wenn Enteignungen auf Berlin beschränkt bleiben, kann es gerne versucht werden. Eines weiß ich aber definitiv, ich würde mich nicht gut fühlen, wenn ich in einer Wohnung nur deshalb leben kann, weil "man" andere enteignet, diesen die Wohnung weggenommen hat. Ich frage mich auch, ob das wirklich so richtig "links" ist.
zum Beitrag16.08.2026 , 13:09 Uhr
""Denn wer in Städten heute seine Wohnung verliert, dem bleibt oft nur der Stadtrand,.." Vermutlich fehlt es mir an Verständnis,aber Enteignungen zu befürworten,damit Menschen nicht am Stadtrand wohnen müssen,finde ich unangemessen.Ist meine Sichtweise, dass nicht jede/r m/w/d dort wohnen kann, wo es persönlich gewünscht (oder auch besonders schön) ist,falsch?
"..weit entfernt von der eigenen Schule,dem eigenen Verein und den eigenen Freund*innen." Auch hier denke ich,Veränderungen gehören zum Leben.Es gibt viele Berufe,in denen Erwerbstätige-und ihre Familien-mehrfach umziehen müssen.Das kann positiv aber auch negativ verstanden,auf jeden Fall aber gestaltet,werden.Ich kenne mich in Berlin nicht aus,aber gibt es am Berliner Stadtrand wirklich keine Schulen und Vereine? Ich gehe davon aus,dass sich der Immobilien-Miet-Markt mit dem Altern der "Boomer" und deren Umzug in Pflege-/Seniorenheime entspannen wird.Des Weiteren ist unsere Fertilitätsrate auch nicht mehr hoch:2025 waren es 1,32 Kinder je Frau (Quelle: Google-KI) Ich bin - trotz dieses Kommentars - nicht grundsätzlich gegen Enteignungen, ich halte sie nur nicht für hilfreich oder notwendig.
zum Beitrag15.08.2026 , 14:17 Uhr
"Wer mit in einem Unrechtsregime zusammenarbeitet und dorthin abschiebt, macht sich mitschuldig, und das ohne wenn und aber."
Ich stimme Ihnen zu, habe jedoch persönlich kein Problem mit dieser "Mitschuld", weil ich davon ausgehe, dass "man" und auch Mann auf Morde und Vergewaltigungen verzichten kann (im Gegensatz zu Diebstahl aus Hunger, Schwarzfahren u.ä.) und denke, die afghanischen Geflüchteten, die hier solche Straftaten begehen, wissen, dass sie evtl. abgeschoben werden ... und das scheint es ihnen wert zu sein. Somit meine ich, wenn es diese Straftäter nicht "sonderlich kümmert", muss es mich auch nicht. Zumal ich Vergewaltigung für ein abscheuliches Verbrechen halte, auf das "man" nun wirklich leicht verzichten kann. Aber vielleicht fehlt mir als seit Geburt weiblich gelesene Person hierfür auch die Kenntnis solcher Sachverhalte.
zum Beitrag14.08.2026 , 17:09 Uhr
Ich verstehe Ihre Antwort auf meine Frage
"Weshalb werden wir Bürger:innen dann nicht öfter gefragt, was wir wie wollen?"
nicht ganz. Sie gehen davon aus, dass PolitikerInnen Ihre Einschätzung teilen und deshalb, entgegen der Aussage von Google-KI und ihrer eigenen, doch keine Volksentscheide wollen?
Bin verwirrt. ;-)
zum Beitrag14.08.2026 , 16:59 Uhr
"Dort sind die Verantwortlichen weiterhin der Ansicht,dass aus „derartigen Kontakten auf technischer Ebene“ noch „keine politische Anerkennung der Taliban als rechtmäßige Regierung Afghanistans“ folge." Weiß jemand,wie eine "rechtmäßige Regierung Afghanistans" aussieht bzw. sich bilden könnte?Afghanistan scheint bereits viele Formen von "Regierungen" erlebt zu haben.Ich habe es so verstanden,dass die Basis des "Gemeinwesens" nach wie vor von Clans und Stämmen bestimmt wird,die "traditionell autonom und dezentral organisiert sind".Das macht mir etwas Hoffnung,weil es auf eine gewisse Form der "Selbstbestimmung" hindeutet.Des Weiteren gibt es immer noch regelmäßige Dschirgas (Versammlung Ältester und Anführer),die vor Ort Entscheidungen treffen). Zwischen Scharia und Paschtunwali gibt es viele Überschneidungen,sodass ich mich nicht traue einzuschätzen,ob die Taliban die afghanischen Bürger:innen gegen deren Willen unterworfen haben. Ich möchte darauf hinaus:Mit wem könnte man bezüglich Abschiebungen sprechen?Das müsste vermutlich die Dschirga des Dorfes sein, aus dem der abgelehnte Asylbewerber stammt.Übrigens, lt. Paschtunwali dürfen auch keine Nicht-Muslime vergewaltigt werden.
zum Beitrag13.08.2026 , 18:08 Uhr
Ich habe etwas dazugelernt: "Und das sieht sowohl Volksentscheide als auch Vergesellschaftung vor." Bisher dachte ich, dass ausschließlich die AFD Volksentscheide möchte. Lt. Google-KI befürworten jedoch alle Parteien, außer der CDU/CSU, Volksentscheide. Weshalb werden wir Bürger:innen dann nicht öfter gefragt, was wir wie wollen? Das müsste doch auch für Politiker:innen entlastend und hilfreich sein.
zum Beitrag12.08.2026 , 11:42 Uhr
Von mir nachfolgend auf die Schnelle auch gerne ein paar Zahlen, in ungeordneter und unvollständiger Reihenfolge. Wir wissen ja beide, wo wir alle Zahlen finden. Das Hauptanliegen meines Kommentars war, ob die beiden weiblich gelesenen Politikerinnen deshalb so relativ streng sind, weil sie in einem Bereich sensibilisiert sind, in dem ihre männlich gelesenen Politikerkollegen das evtl. nur in einem geringeren Maße sind.
Kennzahlen zu Asylanträgen 2023 Gesamtzahl Erstanträge: 329.120 Männliche Antragsteller: ca. 72 % Weibliche Antragsteller: ca. 28 %
Asylbewerber 2022 nach Geschlecht Männlich: 67,8 % (ca. 147.600 Erstantragsteller) Weiblich: 32,2 % (ca. 70.200 Erstantragsteller)
Gesamtzahl Erstanträge 2024: 229.751 Männliche Antragsteller: ca. 67 % Weibliche Antragsteller: ca. 33 %
Gesamtanzahl Asylanträge: Rund 441.899 registrierte Antragsteller im Jahr 2015 Männliche Antragsteller: ca. 304.900 Personen (69 %) Weibliche Antragsteller: ca. 137.000 Personen (31 %).
zum Beitrag12.08.2026 , 11:19 Uhr
"Bodo Ramelow plädiert für eine Zusammenarbeit von CDU und Linken nach der Wahl."
Geht es um "Zusammenarbeit" oder ...
"Es geht in Sachsen-Anhalt allenfalls um eine CDU-geführte Minderheitsregierung, die von der möglicherweise einzig verbliebenen Oppositionskraft im demokratischen Lager, eben der Linken, toleriert wird."
... um "tolerieren"?
Das kann doch die Linke selbst entscheiden, ob sie eine CDU-geführte Minderheitsregierung toleriert oder nicht. Wenn es um "tolerieren" geht, frage ich mich, etwas flapsig ausgedrückt, was gibt es da zu reden oder das "Einverständnis" des politischen Gegners einzuholen? Außer, man toleriert den politischen Gegner eben gerade nicht und will etwas haben, dann muss man reden ... allerdings ist es dann eher ein Geschäft, gemeinsames Projekt oder Zusammenarbeit.
zum Beitrag11.08.2026 , 13:53 Uhr
Unsere Zuwanderung besteht gegenwärtig fast ausschließlich, von ukrainischen, meist weiblich gelesenen Geflüchteten abgesehen, aus männlich gelesenen Personen aus archaisch und (extrem) patriarchalisch geprägten Gesellschaften. Ob diese Menschen zu uns kommen, weil sie genau diese Prägung hinter sich lassen wollen oder ob sie sich wünschen, diese (für Männer ja durchaus vorteilhafte) Prägung hier auszuleben und auf andere Menschen auszuweiten, werden wir sehen bzw. konnten es teilweise seit spätestens 2015 beobachten.
Ich denke noch darüber nach, woran es liegt, dass es gegenwärtig zwei Frauen!, noch dazu aus unterschiedlichen politischen Lagern sind, die sich diesbezüglich äußern.
zum Beitrag11.08.2026 , 13:32 Uhr
-"Restle hat dabei zunächst das auch in The Nation an der These klebende Fragezeichen vergessen,es später nachgeschoben und sich dafür entschuldigt." In diesem Zusammenhang ist das Fragezeichen wichtig,weswegen ich mir nur schwer vorstellen kann,dass das Fehlen dessen nur ein Versehen war. -"„Ich mache mir dieses Zitat weder zu eigen,noch hätte ich es selbst so formuliert“,schrieb Restle auf X.„Daher war es ein Fehler, dieses Zitat so kommentarlos wiederzugeben.“" Da Herr Restle kein Praktikant oder Auszubildender ist,sondern ein erfahrener Journalist,fällt es mir auch in diesem Punkt schwer,ihm zu glauben,möglich ist es aber durchaus. -"..sondern auch gesteuert verliefen.." In den Tagen vor den Ereignissen sind bereits mindestens 1.500 Geflüchtete nach C. gelangt,konnten sich dort frei bewegen und teilten Fotos,Erfahrungen und Schilderungen in den sozialen Medien.Wenn von den 1.500 vorerst erfolgreich Geflüchteten jede/r nur ca. 9 Follower hat und von diesen jede/r auch nur 5 Follower,kommt schnell eine große Anzahl von Menschen zusammen.Dies in Zusammenhang mit der Legalisierung Illegaler u. Gesetzesänderung bezüglich Erreichens von C. scheint mir auch nicht ganz abwegig.
zum Beitrag09.08.2026 , 16:37 Uhr
"Im Streit darüber zerlegt sich gerade unsere Gesellschaft."
Auch aus anderen Streitgründen, wie ich denke.
Allerdings war ich überrascht bis hin zu entsetzt, als ich soeben in DIE ZEIT (Quelle: DIE ZEIT, dpa, pip 9. August 2026, 13:43 Uhr), nicht einmal vier Wochen vor der nächsten Wahl, gelesen habe, dass die SPD verbesserten Familiennachzug für Menschen mit eingeschränktem Schutzstatus fordert.
Vielleicht ist es falsch, aber mir erscheint es so unsensibel, gerade jetzt, wo das Gerechtigkeitsgefühl vieler Menschen "torpediert" wird, indem die Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden soll/wird, indem die Regierung sich weigert, die Kosten für Grundsicherung(für Arbeitsuchende)empfänger in der GKV auf alle Bevölkerungsgruppen zu verteilen und stattdessen die Höchstlast bei den (gezwungenermaßen) GKVersicherten belässt u.v.m..
Ich kann mir das nur damit erklären, dass auch die SPD-Politiker etwas abgehoben sind ... allerdings nehme ich an, dass die Partei DIE LINKE das ebenso unterstützt.
zum Beitrag09.08.2026 , 16:19 Uhr
"Die Linke kanns, von dem die Rechten nur reden, halbwegs human und trotzdem entschlossen."
Ich frage mich, ob "halbwegs human" zu akzeptieren ist, wenn die spanische Gesetzgebung mehr Humanität verlangt. Damit beziehe ich mich auf das bekannte spanische Gerichtsurteil, dass die Geflüchteten, die Ceuta schwimmend erreichen, Anspruch auf Einzelfallprüfung haben. (Bisher war das so. Seit, ich glaube Freitag, gibt es eine physische Barriere im Meer, die dieses Gerichtsurteil, wenn ich es richtig verstanden habe, hinfällig macht. Vielleicht möchte sich ein Jurist m/w/d dazu äußern.)
Ich persönlich habe von einem Linken, Sozialisten mehr erwartet. Und, ganz ehrlich, Geflüchtete mit Militär "zurückzubringen" und ihnen Essen und Wasser zu verweigern ist meiner Einschätzung nach nicht "halbwegs human". Dürften/würden das die anderen Regierungen in der EU auch, sähe die politische Landschaft in der EU vermutlich anders aus.
zum Beitrag08.08.2026 , 18:09 Uhr
"Marokko wird seit etwa 20 Jahren von Spanien und der EU dafür bezahlt, die Grenzen der spanischen Exklaven Ceuta und Melilla dichtzuhalten."
Auch wenn Marokko dafür bezahlt wird, bin ich der Ansicht, dass die Hauptverantwortung bei der Verhinderung von unerwünschten Grenzübertritten eher bei Spanien liegt, da Spanien der Staat ist, der keine Grenzübertritte auf sein Landesgebiet möchte. Ja, Spanien und die EU können versuchen, die Verantwortung gegen Geldzahlungen an Marokko zu delegieren, aber dann entscheidet Marokko. (Ich fand es auch falsch die Türkei dafür zu bezahlen, dass sie die syrischen Geflüchteten davon abhält, zu uns weiterzureisen, da ich denke, wenn wir keine Geflüchteten aufnehmen können/wollen/dürfen, sind wir für den Grenzschutz zuständig und nicht andere. Vereinbarungen finde ich in Ordnung, aber keine Geldzahlungen.)
Mir erscheint es unehrlich, "hässliche Bilder" bei uns, zu Lasten der "hässlichen Bilder" bei anderen zu vermeiden. Zumal einige unserer "Partner" in Hinsicht auf Menschenrechte zweifelhaft sind bzw. zweifelhafte Methoden anwenden.
zum Beitrag07.08.2026 , 19:01 Uhr
"Für negative Entwicklungen würde sich die Partei kaum selbst verantwortlich machen, sondern sie als Notwendigkeiten darstellen, Sündenböcke erfinden und positive Ereignisse von außen zudem für sich vereinnahmen."
Meinem Eindruck nach macht das allerdings jede Partei so. Das ist/wäre kein Alleinstellungsmerkmal der AFD.
zum Beitrag06.08.2026 , 19:05 Uhr
"Vor den Hartz-Gesetzen war ja die Arbeitslosenversicherung noch so ziemlich aufgestellt wie in der alten BRD - das funktioniert natürlich nicht, wenn ein Land von 20 Millionen in die Sozialsysteme einwandert, von denen niemand je eingezahlt hat."
Schwieriger Punkt, finde ich. Je nach Definition der amtlichen Statistiken "lag die Zahl der offiziell erfassten Berufstätigen im Jahresverlauf bei etwa 8,5 bis 9,7 Millionen Menschen". Wegen der "paar" Leute wurde ein, meiner Meinung nach, gutes Arbeitslosensystem abgeschafft, obwohl diese Menschen ja auch etwas mitgebracht haben. Land, Sachwerte, Fabriken, Museumswerte usw.. So ganz erschließt es sich mir nicht, ob das wirklich notwendig war, in Anbetracht dessen, dass wir dafür eine rot-grüne Regierung "geopfert" haben, die noch viel Positives in diesem Land und für die hier lebenden Menschen mit und ohne Migrationshintergrund hätte bewirken können.
zum Beitrag05.08.2026 , 12:56 Uhr
"Es ist wahrscheinlich interessanter zu fragen, warum früher mehr nach Programmen und Interessen gewählt wurde und heute immer weniger."
Eine Erklärung könnte sein, dass die Programme nicht (mehr?) aussagekräftig sind (und Interessen oftmals ignoriert werden).
Beispiel: Agenda 2010 war meiner Einschätzung nach eher CDU/CSU-Politik, 2015 "Grenzen nicht schließen" eher SPD-Grüne-Linke-Politik. Als Wählerin finde ich das nicht nur verwirrend, es beschädigt für mich auch die Glaubwürdigkeit der gewählten Parteien. Weshalb Parteien auf diese Weise Politik machen bzw. weshalb sie davon ausgehen, dadurch Wählerstimmen zu gewinnen/zu behalten, weiß ich nicht. Vielleicht ist es auch einfach nur Gleichgültigkeit den Wählern gegenüber, die einen, fürs Erste, an die Macht gebracht haben.
zum Beitrag04.08.2026 , 16:31 Uhr
"Das gilt ebenso für ALLE Schwarzafrikaner, bei denen wird nach dem Gerichtsurteil, der Asylgrund überprüft."
Das ist genau der Punkt, den ich nicht verstehe und zu dem ich auch noch keine eindeutige Antwort gefunden habe. Nach meinem Verständnis des Gerichtsurteils von vor ein paar Wochen hätten alle marokkanischen, geschwommenen Geflüchteten Anspruch auf Einzelfallprüfung, nicht nur die nicht-marokkanischen Geflüchteten.
Bezüglich der unbegleiteten Kinder/Jugendlichen hätte ich eher angenommen, dass sie zu ihren Eltern gebracht bzw. von diesen an der marokkanischen Grenze abgeholt werden. Es gibt auch in Marokko "jugendamtähnliche" Institutionen und Behörden.
zum Beitrag04.08.2026 , 12:49 Uhr
"Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass Gerichte die Rückführung nach Marokko für rechtswidrig erklären."
Nun wurde nachträglich die Barriere errichtet, die das Gerichtsurteil vielleicht (ich bin keine Juristin) ab jetzt neutralisiert. Aber die ca. 60.000 Geflüchteten der letzten Tage kamen vor der Errichtung dieser Barriere. Insofern erwarte ich auch, dass ein paar Geflüchtete bzw. NGOs klagen werden; meiner Meinung ist das auch richtig.
Interessant wird dann, ob die widerrechtlich (?) zurückgeführten Geflüchteten nach Ceuta zurückgeholt werden müssen, wie es Deutschland (manchmal?) bei widerrechtlich abgeschobenen Personen tut.
Ich fände es gut, wenn die ganze Angelegenheit auch juristisch nachvollziehbar aufgearbeitet wird, denn immerhin kamen ca. 80 Menschen zu Tode und werden es vielleicht auch weiterhin.
zum Beitrag03.08.2026 , 21:36 Uhr
"Was für ein hämisches Geschenk für Antidemokrat:innen und EU-Verächter:innen mitten im Sommer, wenn der EU-Betrieb auf Sparflamme läuft: ..."
Meiner Meinung nach ist es bemerkenswert und auffällig, wie wenige sich darüber empören, dass Spanien den Geflüchteten, die schwimmend ! (ich erinnere an das kürzliche spanische Gerichtsurteil) Ceuta erreichten, ein nach diesem Urteil ordentliches Asyl-Verfahren verweigerten. Die geflüchteten Menschen wurden nicht einmal mit dem Notwendigsten "„Bett-, Brot- und Seife-Prinzip“" versorgt. Weshalb sorgt das nicht für Aufsehen und Kritik?
Deutschland scheint vordergründig geflüchteten Menschen so viel mehr zu bieten und wird trotzdem ständig kritisiert und ermahnt, dass es erheblich zu wenig ist. Auch u.a. Ungarn wurde für seinen Umgang mit geflüchteten Menschen kritisiert. Weshalb kann Spanien in dieser Weise mit geflüchteten Menschen umgehen und sie unversorgt per Militär einfach über die Grenze zurückbringen? Ich finde das falsch, ganz besonders für einen links und sozialistisch gelesenen Ministerpräsidenten.
zum Beitrag03.08.2026 , 13:15 Uhr
Ich versuche mich in die Situation der Geflüchteten hineinzuversetzen und denke, dass ich ganz genau so wie diese Menschen gehandelt hätte. Erst die Meldung, dass illegale Migranten einen Aufenthaltstitel (welcher Art auch immer) in Spanien bekommen und dann die Information, wer Ceuta schwimmend ! erreicht, "darf" nicht sofort abgeschoben werden, bekommt somit erst die Möglichkeit Asylantrag - dann abgelehnt/illegal - dann legal. Das ist doch durchaus logisch und auch verlockend, meiner Meinung nach.
zum Beitrag03.08.2026 , 13:07 Uhr
"Nach diesem Tag wird sich Sanchez genauer überlegen, für wen welche Folgen seine Ankündigungen haben."
Bereits seine Entscheidung, das Militär einzusetzen und die Geflüchteten nicht versorgen zu lassen, fand ich irritierend und "passt" meiner Meinung nach nicht zu einem linken, sozialistischen Politiker.
Da finde ich Frau Bünger von Die Linke mit ihren Forderungen glaubwürdiger.
zum Beitrag02.08.2026 , 21:00 Uhr
"Scheint in diesen 40.000 Fällen nicht gegeben zu sein. Andernfalls würde das Asylrecht ad absurdum geführt."
Ich denke gerade darüber nach, ob es genau das ist, was die Geflüchteten versäumt haben, das Wort "Asyl" auszusprechen. Denn, wenn ich es richtig weiß, hängt an diesem einen Wort, auch in Deutschland, die gesamte weitere Vorgehensweise. Somit, vielleicht haben sie (aus Unwissenheit oder mangels Instruktionen?) nicht "Asyl" gesagt oder sie sprachen es aus und Polizisten/Militärs hatten Anweisung, das zu ignorieren.
Ich hoffe, wir werden noch mehr erfahren, auch über die Menschen die in Ceuta blieben.
zum Beitrag02.08.2026 , 18:47 Uhr
"Laut spanischem Gericht haben die Migranten – sofern sie schwimmend Ceuta erreichen – ein Recht auf ein Asylverfahren."
So habe ich das Urteil des spanischen Gerichtes auch verstanden. Ich ging sicher davon aus, dass Herr Ministerpräsident Sánchez Geflüchtete in dieser Anzahl auf das spanische Festland bringen "muss", da Ceuta bei selbst 85.000 Einwohnern mit ca. 60.000 Geflüchteten sicherlich überfordert wäre. Wenn ich es richtig weiß, erhielten die Geflüchteten nicht einmal Nahrung und Getränke, bei dieser Hitze und deren Erschöpfung. Letztendlich wurde das Militär eingesetzt, damit die Geflüchteten "freiwillig" nach Marokko zurückkehren. Somit verstehe ich nicht, wofür Herr Sánchez gelobt wird. Würden andere EU-Länder mit Geflüchteten so umgehen, ...
(Ja, die Besonderheit von Ceuta und Melilla sind mir bekannt.)
zum Beitrag31.07.2026 , 17:15 Uhr
"Eine Frau die sich also schonen muss ist also "schwach" in deinen Augen?"
Da habe ich mich missverständlich ausgedrückt und bitte um Entschuldigung.
zum Beitrag30.07.2026 , 10:31 Uhr
"... wenn der Arbeitgeber sich nicht nur über eine mögliche Schwangerschaft Gedanken machen muss, sondern auch bis zu 5 Arbeitstage weniger Arbeit im Monat..."
Da dieser "Urlaub" dann allen Frauen zustünde, unabhängig davon, wie stark die Beschwerden sind, finde ich es auch den m/d-Kollegen gegenüber unkollegial, wenn Frauen nur drei Wochen statt vier Wochen pro Monat arbeiten müssen und die Vertretungsarbeit von Kollegen übernommen werden muss. Bei Erkrankungen ist das selbstverständlich und jede/r ist mit Menschen, die Schmerzen haben oder krank sind, solidarisch, aber der Vorschlag scheint ja in die Richtung zu gehen, dass jede menstruierende Frau, unabhängig ihrer Beschwerden, frei machen kann.
Ich persönlich möchte auch nicht, nur weil ich halt menstruiere, dem Klischee der "schwachen" Frau, die geschont werden muss, entsprechen.
zum Beitrag29.07.2026 , 21:23 Uhr
Was die Partei Die Linke angeht, finde ich es naheliegend, da sie wissen, mit einer Unterscheidung würden sie islamische Wähler, gerade in Berlin, vergraulen. Ich finde das enorm schade, weil Die Linke als Partei so enorm wichtig ist; meiner Meinung nach.
Ich persönlich hoffe auf eine politische Linke in späterer Zukunft, die für die Gleichberechtigung und Gleichbepflichtigung von Frauen-Juden-LBQT+-Menschen einsteht, auch wenn die Wähler Anhänger des Islam und nicht rechte(/konservative) Deutsche sind.
Was außerparteiliche Sichtweisen angeht, hoffe ich darauf, dass Sie hier ein paar Kommentare "privater Linker" erhalten werden, die auch ich mit Interesse lese.
zum Beitrag29.07.2026 , 19:02 Uhr
Danke. Ich stimme Ihnen zu.
zum Beitrag29.07.2026 , 18:19 Uhr
Ich fände es schöner, wenn wir uns als Gesellschaft allmählich in die Richtung Gleichbehandlung von m/w/d bewegen. Im Fall auftretender Schmerzen finde ich es gut geregelt. Wenn m/w/d Schmerzen haben, gehen sie zum Arzt oder rufen den Notarzt, erhalten eine Krankschreibung und können ihrem Arbeitsplatz fernbleiben bzw. im HomeOffice aussetzen. (Die Situation von Müttern und Vätern m/w/d ist anders, wenn kleine Kinder zu Hause sind, aber das ist nicht das Artikelthema.)
Da durch KI, Robotik usw. Arbeitsplätze wegfallen werden, halte ich es für kontraproduktiv, wenn Frauen als Bewerberinnen nicht nur durch ihre Gebärfähigkeit und evtl. Schwangerschaft, sondern auch durch zusätzlichen "Menstruationsurlaub" alle vier Wochen Wettbewerbsnachteile gegenüber m/d haben. Die Intensität der Menstruationsbeschwerden ist selbstverständlich unterschiedlich, dennoch denke ich, dass eine "normale Krankschreibung" der bessere Weg ist, zumal auch m/d, wenn sie Schmerzen haben, diesen Weg gehen müssen.
Ich würde mich mit einer solchen Regelung bezüglich Menstruationsbeschwerden-Freie-Tage nicht wohl fühlen und finde das unangemessen.
zum Beitrag28.07.2026 , 20:00 Uhr
Mich stimmt dieser Artikel hoffnungslos, weil er so deutlich aufzeigt, dass selbst kluge und gebildete Menschen (und sicherlich ist Frau Zara Rahman klug und gebildet) einseitig und verblendet argumentieren. Was dürfen wir dann von Menschen erwarten, die weniger privilegiert sind, was Bildung usw. angeht? Frau Rahman dürfte wissen, weshalb arabische Parolen auf den Demonstrationen verboten wurden, ebenso wie ihr sicherlich die dortigen Feiern des 07.10. bekannt sind; und ganz bestimmt weiß sie auch, dass sich Juden, besonders in ihrem bisherigen Stadtteil, nicht zu erkennen geben dürfen.
Ich nehme an, sie ist zuversichtlich, für sich und ihre Familie einen besseren Ort zum Leben gefunden zu haben und so soll das ja auch sein.
zum Beitrag27.07.2026 , 17:45 Uhr
Beide Sichtweisen sind meiner Meinung nach möglich, je nachdem, ob man die "Söldner" des Iran mit einbezieht oder außen vor lässt.
zum Beitrag27.07.2026 , 17:39 Uhr
"Wenn nun der Iran die Straße von Hormus blockiert oder unter seine Kontrolle bringt, gilt das als Aggression ..."
Er blockiert auch die Gewässer des Oman, was ich durchaus aggressiv finde.
"... die Saudis sollen ja wollen und auch bals dürfen.. ..."
Ob es bei den Saudis um Waffenherstellung oder um zivile Nutzung geht, kann ich nicht einschätzen und habe mir dazu aus diesem Grund noch keine abschließende Meinung gebildet. Der relevante Unterschied ist für mich allerdings, dass die Saudis keinem anderen Staat glaubwürdig mit Vernichtung drohen und das durch ihre Söldner auch bereits mit Einschränkungen versuchen.
(Ich weiß, dass Iran angeblich "nur" Israel vernichten will, nicht jegliches jüdisches Leben, aber diese Unterscheidung kann als widerlegt betrachtet werden.)
zum Beitrag27.07.2026 , 17:27 Uhr
"Die breitere Straße von Hormus beinhaltet internationales Gewässer."
Und ebenso, nur als Ergänzung, omanische Gewässer, für deren Befahrung Oman die Erlaubnis erteilt hat.
zum Beitrag27.07.2026 , 17:12 Uhr
"Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater."
Meine nachfolgende Einschätzung soll keine Provokation sein und klingt vielleicht etwas naiv, aber wenn Friedensforscher erfolgreich wären, dann gäbe es meiner Meinung nach keine Kriege oder sehe ich das falsch?
zum Beitrag27.07.2026 , 16:50 Uhr
"Zu derart komplizierten Gedankengängen oder psychologischem Einfühlungsvermögen ist der Mann nicht fähig."
Diese Einschätzung teile ich, denke jedoch, dass es in seinem Umfeld vermutlich die ein oder andere sehr kluge Person geben wird und Donald Trump u.a. aufgrund seiner Eitelkeit und seinem Hunger nach Bestätigung in hohem Maße manipulierbar ist.
Ich überblicke nicht den gesamten Sachverhalt, bin jedoch der Meinung, dass es so sein kann, wie die meisten von uns denken und wonach es auf den ersten Blick aussieht, ebenso denkbar ist für mich jedoch auch, dass es ein paar Aspekte gibt, die bisher noch nicht beleuchtet wurden bzw. uns noch nicht zugänglich sind.
Das soll jetzt keine Verschwörungstheorie sein, sondern nur eine Erinnerung, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint ... hat sicherlich schon jede/r von uns einmal erfahren.
zum Beitrag26.07.2026 , 09:37 Uhr
Meine Formulierung war überspitzt, da stimme ich Ihnen zu.
Da meine erste Antwort an Sie nicht übermittelt wurde, versuche ich es nochmals auf andere Weise: Sehen Sie sich das Familienrecht in Afghanistan an. Sie werden feststellen, dass es für afghanische Männer weitreichende Möglichkeiten gibt, deren "fehlende Selbstbestimmung" und Not zu kompensieren. Für Frauen gibt es keinerlei Möglichkeiten.
zum Beitrag25.07.2026 , 14:23 Uhr
Ich habe mir den Artikel durchgelesen, danke für den Link. Es wird Ihnen wohl nicht gefallen, aber ich habe nichts darin gelesen, was nicht in den meisten Ländern praktiziert wird, in denen Männern fast absolute Gewalt über Frauen zugebilligt wird.
Was das Kastensystem angeht, so denke ich, dass auch dies kein Alleinstellungsmerkmal Afghanistans ist.
Ich habe in meinen Kommentaren hier schon öfter erwähnt, dass ich wirklich nicht weiß, wie afghanische Menschen leben wollen. Ob sie sich mit den religiösen Gesetzen des Taliban-Islam arrangieren können und wollen oder nicht.
zum Beitrag25.07.2026 , 12:49 Uhr
Darf Frau K. wirklich eigenmächtig entscheiden, wen sie abschieben lässt und wen nicht? Ich dachte, das entscheiden Gerichte und habe bisher auf Gerichtsentscheidungen vertraut.
" „Was motiviert Sachbearbeiter in Ausländerbehörden, Leute so zu behandeln, Leute anzulügen, Leute in die Abschiebung zu drängen?“"
Vielleicht gehen die Sachbearbeiter davon aus, dass sie belogen und Tatsachen verschleiert werden.
"Mohamed Sesay wollte nicht freiwillig ausreisen, aber weil er keinen Pass besaß, konnte er auch nicht abgeschoben werden."
Schwieriger Punkt. Es gibt sicherlich viele Geflüchtete, die nicht ausreisen wollen. Von meiner Seite aus könnten sie alle bleiben, aber wenn das "wollen" ausschlaggebend ist, brauchen wir auch nicht diese aufwändigen und für die Geflüchteten zermürbenden Asylverfahren.
"Ayana Akello und ihr Sohn sind seither in Therapie."
Das zumindest ist eine gute Nachricht und großes Glück für die beiden, Therapieplätze gefunden zu haben.
Da der Vater der beiden Kinder einen Aufenthaltstitel hat, wäre eine Eheschließung von Frau Ayana Akello und dem Vater ihrer Kinder bezüglich Bleiberecht vielleicht vorteilhaft?
zum Beitrag24.07.2026 , 18:52 Uhr
Vielleicht ist es unlogisch, aber zu diesen Menschen gehöre ich. Ich finde es schlimmer, wenn ausschließlich weibliche Kinder und Frauen unterdrückt werden, als wenn auch männliche Kinder und Männer unterdrückt werden. Deswegen würde ich auch immer lieber in einer Militärdiktatur oder russischer Einflussnahme leben als in einer Religionsdiktatur oder unter der Scharia.
Zum einen widerspricht es meinem Gerechtigkeitsgefühl, wenn es sich 50% der Bevölkerung gut gehen lassen und die anderen 50% gequält werden dürfen; zum anderen denke ich, dass Frauen in diesen Systemen nicht nur von der Regierung/dem Staat unterdrückt werden, sondern zusätzlich auch noch von den bevorrechtigten Männern, ihren Ehemännern, Vätern usw., was Unterdrückung bis in den persönlichen, intimen Bereich (u.a. Vergewaltigung?) bedeutet.
Der Unterschied besteht für mich darin,
zum Beitrag24.07.2026 , 18:37 Uhr
Der Frauenanteil afghanischer Schutzsuchender in Deutschland liegt bei 35%. Frauen werden nicht nach Afghanistan abgeschoben.
Die Überrepräsentanz afghanischer Männer bei u.a. schweren Sexualdelikten dürfte Ihnen bekannt sein.
zum Beitrag18.07.2026 , 17:29 Uhr
"... dann wäre ich definitiv auch von vorne herein auf absolute Eigensicherung im Gehirn alarmiert."
In diesem Beruf vielleicht sogar nicht nur Eigensicherung, sondern auch der Schutz weiterer Passanten. Täglich (?) werden Menschen mit Messern bedroht und teilweise zu Tode gebracht. Ich finde es wichtig, dass Polizeibeamte das mitdenken.
zum Beitrag18.07.2026 , 17:26 Uhr
"Die Zeit in denen Menschen, die hier lebten & leben ... sollten mMn. auch nicht wiederkommen! :-("
Das wünsche ich mir auch. Im Gegenzug sollten "wir" allerdings darauf verzichten, mit Messern in der Öffentlichkeit "herumzufuchteln" und andere damit zu bedrohen. Vielleicht im Nachtleben sogar grundsätzlich darauf verzichten, Messer mit sich zu tragen.
zum Beitrag18.07.2026 , 17:22 Uhr
In Anbetracht dessen, wie viele tödlich verlaufende Messerangriffe es zwischenzeitlich gibt, konnte der Polizist nicht ausschließen, dass Lorenz den nächsten Passanten mit seinem Messer angreift. Dieses Risiko ging der Polizist nicht ein. Ob zu Recht oder zu Unrecht weiß ich nicht.
zum Beitrag18.07.2026 , 17:05 Uhr
""Ohne in einer Partnerschaft zu sein, entschied ich mich, Mutter zu werden. Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss sind in meiner Konstellation ausgeschlossen. " taz.de/Alleinerzie...in-Armut/!6066447/""
Freiheit hat ihren Preis. Meiner Meinung nach ist es bedauerlich, dass diesen Preis auch indirekt die Kinder bezahlen müssen. Aber es ist ja bei allen Kindern so. Sie profitieren von den guten Entscheidungen ihrer Eltern und werden durch die negativen Entscheidungen belastet. Wobei ich mir nicht anmaße und es auch nicht weiß, was gute und schlechte Entscheidungen sind.
zum Beitrag17.07.2026 , 21:43 Uhr
Wie kann der "Fall" geprüft werden? Wie kann jemand, auch ein psychologischer Fachmann/Fachfrau zweifelsfrei feststellen, ob sich "jemand" als Frau oder Mann fühlt? Ich halte das für unmöglich.
Um das Dilemma zu verdeutlichen: Ich weiß ja selbst nicht, ob ich ein Mann oder eine Frau bin. Biologisch bin ich vermutlich eine Frau, aber der Rest vielleicht nicht. Woran soll ich persönlich es festmachen, was ich bin? Ich weiß es tatsächlich nicht und kann nur sagen, dass mich diese Diskussion verwirrt.
zum Beitrag17.07.2026 , 21:37 Uhr
Es scheinen doch nur "irgendwelche Einträge" bei "irgendeinem Amt" zu sein. Dem würde ich keine so große Bedeutung beimessen, wenn die Vorteile so offentsichtlich sind.
zum Beitrag17.07.2026 , 21:30 Uhr
Jährlich das Geschlecht wechseln zu können, finde ich seltsam. Da müssen die juristischen Konsequenzen meiner Meinung nach bedacht werden. Da ich nicht so richtig weiß, was Mann oder Frau sein bedeutet, kann ich mir vorstellen, dass es andere vielleicht auch nicht wissen. Nur, jährlich das Geschlecht zu wechseln klingt "irgendwie" mühsam.
zum Beitrag17.07.2026 , 21:26 Uhr
Ich finde es falsch, dass Frau Liebich in einem Männergefängnis ihre Strafe absitzen muss. Furchtbar und unverantwortlich, eine Frau in ein Männergefängnis zu schicken. Unmenschlich.
zum Beitrag09.07.2026 , 19:31 Uhr
"... Ja, Israel könnte nicht mehr straflos expandieren und die USA müssten es ab und an mit Diplomatie statt mit Bomben und Sanktionen versuchen."
(Das mit dem "expandieren" Israels lasse ich jetzt mal außen vor, dafür reichen die Zeichen nicht.) Israel könnte dann gar nichts mehr, weil es schlichtweg vernichtet werden würde. Sagt die iranische Regierung ja ganz offen. Die Verfolgung iranischer "Regierungskritiker" in Deutschland/Europa würde meiner Einschätzung nach zunehmen.
"Schlimm wäre das für die Menschen in der Region sicher nicht. ..."
Interessante Bemerkung, besonders das "sicher nicht". Da traue ich mir im Gegensatz zu Ihnen keine Einschätzung zu, ob das für "die Menschen" dort "sicher nicht" schlimm wäre.
zum Beitrag09.07.2026 , 19:08 Uhr
"Die iranische Regierung beeindruckt das nicht."
Die iranische Regierung hat meiner Einschätzung nach "beeindruckt", dass die Möglichkeit besteht, die Seestraße vor Oman zu befahren, sonst hätten sie die dort fahrenden Schiffe nicht beschossen.
Der Oman ist nicht zu beneiden. Verzwickte Lage.
zum Beitrag07.07.2026 , 18:49 Uhr
Wie sich das praktisch lösen lässt und ob überhaupt, kann ich nicht einschätzen. In Anbetracht dessen, dass (nach Afghanistan) die meisten Asylbewerber aus (Syrien und) der Türkei stammen, fände ich es schon nicht schlecht, wenn geprüft werden würde, ob diese Menschen (Männer?) sich der Strafverfolgung ihres Herkunftslandes entziehen möchten. Wir "interessieren" uns juristisch ja auch, meiner Meinung nach zu Recht, für deutsche Staatsbürger, die im Ausland Straftaten begehen und ziehen sie ggf. zur Rechenschaft. Weshalb könnten wir das bei nicht-deutschen Staatsbürgern, die in Deutschland leben, dann nicht auch grundsätzlich tun? (Ein anderer taz-Artikel thematisiert einen syrischen Staatsbürger, der in Syrien Straftaten beging und in Deutschland vor Gericht steht.)
zum Beitrag06.07.2026 , 16:35 Uhr
"Der Täter wurde in der Türkei wegen Sexualmissbrauch verurteilt, und ist dort aus der Haft und dann nach Deutschland geflohen."
Die Vorgeschichte des Täters wurde meines Wissens nach bisher nicht von der Staatsanwaltschaft bestätigt. Es kann ja auch eine zufällige Namensgleichheit o.ä. sein. Wie lange so eine Bestätigung amtlicherseits dauern kann, weiß ich nicht, zumal die Zusammenarbeit zwischen Türkei und Deutschland in der Hinsicht nicht ganz reibungslos möglich zu sein scheint.
Sollte! sich das bestätigen, würde ich allerdings schon gerne wissen, wie es sein kann, dass Medien (bzw. ein Medium auf das sich andere Medien beziehen) solche Informationen vor der Polizei/Staatsanwaltschaft erhält. Noch dazu, wenn es sich um ein Medium handelt, von dem man üblicherweise sagt ".... war dabei, .... sprach mit der Leiche."
"Das ist doch die eigentliche Frage."
Da gibt es noch mehr "eigentliche" Fragen.
zum Beitrag06.07.2026 , 16:25 Uhr
"Andererseits bezeichnet die Patentante es als "Chronologie eines Alptraums". Für die Betroffenen also weit überfordernd."
Da die Patentante selbst im sozialen Bereich tätig ist, wäre ich davon ausgegangen, dass sie die - sofern tatsächlich stattfindende - Überforderung der Eltern teilweise ausgleichen kann. Wie bisher bereits bekannt, scheint sie die Eltern aber eher darin bestärkt zu haben, dass ihnen "Unrecht angetan" wird. Mich wundert es, da die Fluchtwagenfahrerin ja selbst Mutter und Oma ist und ich würde annehmen, dass ihr bekannt ist, inwiefern sich die Anzeichen eines Schütteltraumas und eines Kopfaneinanderstoßens voneinander unterscheiden und wie sicher Ärzte ein Schütteltrauma diagnostizieren können.
zum Beitrag06.07.2026 , 16:11 Uhr
"... ich fürchte dass die gute Sabine hier auf die Herkunft des Täters abzielt ..."
Das tut die "gute Sabine", ;-) danke dafür übrigens, gerade nicht. Der Täter wird vor Gericht gestellt und ich denke, dass er verurteilt werden wird. Vielleicht wird in dem Zusammenhang auch die Zusammenarbeit zwischen internationalen Polizeibehörden geändert, sofern gewünscht, wenn sich die Vorwürfe bestätigen lassen.
Mich treiben eher seine Helfer und Unterstützer um. Beispielsweise die Dame, die den Fluchtwagen gefahren hat. Ich erwarte nach bisherigem Informations- und Kenntnisstand nicht, dass man ihr etwas nachweisen kann. Und dass sie sich zumindest moralisch mitschuldig fühlt, weil sie den Täter in seinen Ansichten bestätigt hat, statt deeskalierend auf ihn einzuwirken, nehme ich angesichts u.a. ihres Briefes an diverse Medienanstalten eher nicht an.
Und ja, ich frage mich auch, weshalb sie als Patentante des Kindes, Vertraute der Familie und selbst im Sozialbereich beschäftigte Person bei dem Jugendamt-Gespräch nicht in vertrauensbildender Position dabei war.
U.v.m.
zum Beitrag06.07.2026 , 11:05 Uhr
"Lustig" habe ich aus diesem Grund in Anführungszeichen gesetzt, da ich Ihnen durchaus zustimmen kann. Mir ging es darum, wie der Begriff in meinem Umfeld verwendet wird und, dass die Interpretation des Artikelautors für mich vollkommen neu war. Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu, dass es selbstverständlich abzulehnen und deutlichst zu kritisieren ist, wenn diese Bezeichnung "unter Männern (?)" abwertend verwendet wird. Bitte sehen Sie es mir nach, dass ich nicht weiß, wie Männer untereinander reden ... da habe ich vielleicht auch etwas naive Vorstellungen.
zum Beitrag05.07.2026 , 15:36 Uhr
Ein sehr einfühlsamer und unaufgeregter Artikel, der nicht triggert, was ich angenehm und hilfreich finde. Trotzdem sollten die unangenehmen Fragen "irgendwann" gestellt und vielleicht auch beantwortet werden, sofern das möglich ist.
zum Beitrag05.07.2026 , 15:26 Uhr
"Für die Linke ist das Thema Enteignung großer privater Wohnungskonzerne unverhandelbar ..."
Für viele Parteien und Politiker war manches "unverhandelbar", bis dann der "Lockruf" der Macht, Ämter, Positionen, Geld ertönte.
Ich persönlich hoffe nicht, dass die Linke in Berlin zu viel Macht erhält, da ich davon ausgehe, dass das Leben in Berlin für die jüdischen und/oder israelischen Mitbewohner:innen dann noch unerquicklicher wird.
zum Beitrag05.07.2026 , 15:17 Uhr
Das erfahre ich jetzt zum ersten Mal, dass der Begriff Warmduscher mit Homosexualität assoziiert wird. In meinem Umfeld höre ich den Begriff hin und wieder, bezeichne mich auch selbst so (ich bin das auch wirklich zu 100%, das darf auch jede/r wissen), und es ist immer nur eine "lustige" Bezeichnung für Menschen, die sich nicht so gerne "quälen", durch Unangenehmes durchkämpfen oder etwas weniger diszipliniert sind als andere. Jede/r Mensch ist in der ein oder anderen Hinsicht ein Warmduscher, unabhängig von dessen sexuellen Orientierung.
Ich verstehe sprachliche Restriktionen und finde sie auch richtig, wie beispielsweise bei "Paprika-Schnitzel". Das Wort "Warmduscher" würde ich aber vermissen, weil, wie erwähnt, ich das ja auch bin. (Weiblich geboren und bisher weiblich gelesen, heterosexuell.) Ich fange aber schon mal an, über eine Alternative nachzudenken.
zum Beitrag05.07.2026 , 13:59 Uhr
"Wohnen ist einfach heutzutage sauteuer und daran wird man sich gewöhnen müssen."
Ich gehe davon aus, dass es sich mit dem Rückgang der Boomer-Bevölkerung ändern wird, zumal die Reproduktionsrate in Deutschland pro Frau nur 1,3 beträgt. Viele Boomer werden evtl. in Senioren- und Pflegezentren umziehen, sodass deren Häuser und Wohnungen frei werden.
zum Beitrag05.07.2026 , 12:56 Uhr
"... die z.B. in Berlin mal billig an die Privatwirtschaft verscherbelt wurden; übrigens von SPD und genau den LINKEN, die heute am lautesten nach "ENTEIGNUNG" schreien, die es sowieso nicht geben kann, da, wenn der deutsche Staat ... ("Substanzschutz"); ..."
Für mich klingt das auch eher nach "Raubrittertum", wenn ich "jemandem" erst etwas verkaufe (mich über das eingenommene Geld freue, was ja auch zumindest ein bisschen kapitalistisch ist ;-) ) und es den Käufern dann wieder "wegnehmen" will; wohlgemerkt, nicht zum Marktpreis zurückkaufen, sondern quasi zu einem selbst festgelegten Preis rückübereignen. Da hoffe ich doch, dass es Gesetze gibt, die so etwas verhindern.
Ich befürworte günstigen Wohnraum für alle und bin ein großer Fan von Wohnungsbaugenossenschaften oder privaten Initiativen, die zusammen ein Mehrfamilienhaus kaufen, bewohnen und bewirtschaften, aber "Enteignung" ist meiner Meinung nach der falsche Weg. Zumal wir ja nicht wissen, wen es dann "am Ende" alles trifft.
zum Beitrag04.07.2026 , 16:37 Uhr
"... und sie dann möglichst schnell und gewinnbringend wieder abzustoßen."
Dann können diese Häuser doch gekauft und danach vergesellschaftet werden oder verstehe ich das falsch?
"... sondern eine demokratisch kontrollierte Anstalt öffentlichen Rechts (AöR)."
Anstalt öffentlichen Rechts; klingt für mich teuer, je nachdem wie viele Mitarbeiter zu welchen Konditionen eingestellt werden.
"... Ziel ist, die Wohnungsbestände durch Mieter:innenvertreter, Beschäftigte, Stadtgesellschaft und Senatsvertreter gemeinwirtschaftlich verwalten zu lassen."
Ich kenne ein solches Konstrukt nicht und bin auf Details gespannt. Was ich kenne, sind Genossenschaften, die ich gut finde. Vielleicht wäre das ein Kompromiss. Je komplizierter die Lösung ist, desto teurer, nehme ich an. "Anstalt öffentlichen Rechts" klingt für mich erst einmal nach viel Bürokratie, Wasserkopf und somit auch teurer als "Genossenschaft". Vielleicht irre ich mich aber auch.
zum Beitrag03.07.2026 , 14:59 Uhr
"Fordert nicht gerade die AfD, die ansonsten keine Gelegenheit auslässt, auf (muslimische) Migranten herum zu hacken, nicht eine Stärkung der familiären Systeme gegenüber der Schutzfunktion des Staates?"
Eines scheint mir offensichtlich: Hätte die Schwiegermutter eines AFD-Landtagsabgeordneten den Fluchtwagen gefahren, würden wir vermutlich mehr Details erfahren.
zum Beitrag03.07.2026 , 14:57 Uhr
" Dies konnte niemand ahnen, zumal er früher wohl nie strafrechtlich aufgefallen war."
Vielleicht wird uns die taz noch darüber informieren, ob seine strafrechtliche Vergangenheit in der Türkei der Wahrheit entspricht. Sollten die Vorwürfe stimmen, hoffe ich darauf, dass er die Strafe für seine Taten in einem türkischen Gefängnis absitzen wird.
zum Beitrag03.07.2026 , 14:27 Uhr
"Die Gutachter, die schnell 5.000 EUR pro Auftrag kassieren und komplett vom Gericht abhängig sind, wissen das, und setzen Himmel und Hölle in Bewegung, um auch noch das absurdeste Ergebnis zu rechtfertigen."
Das klingt für mich etwas einseitig. Gibt es die Möglichkeit ein Gegengutachten zu beauftragen?
"Da wird einer Mutter, weil sie Makeup trägt, fehlende Empathie unterstellt, ..."
Das liest sich wirklich seltsam, da sich sehr viele Mütter und Nicht-Mütter schminken.
"Als Anwalt kämpfe ich mit allem, was ich habe, gegen solche Gutachten an, ..."
Wenn die Gutachten "Fake" sind, finde ich das richtig und gut, dass Sie so engagiert für Ihre Klienten kämpfen.
"Ich kann verstehen, wenn Eltern vor so einer Wand durchdrehen und kein Licht am Ende sehen."
Diesen Satz verstehe ich in Zusammenhang mit der furchtbaren Tat in State nicht und denke, ich will ihn auch lieber nicht verstehen.
zum Beitrag03.07.2026 , 14:08 Uhr
Ich hoffe auf einen weiteren Artikel. Außer der taz und DIE ZEIT lese ich "eigentlich" keine Zeitungen, fernsehen usw. tue ich ohnehin nicht und bin auch in den sozialen Medien nicht präsent. In diesem Fall weiche ich aus verschiedenen Gründen von meinem Prinzip ab. Es gibt bei diesem Mordfall sehr viele offene Fragen und Ungereimtheiten in der Berichterstattung. Meiner Meinung nach wird "man" den Opfern in Stade nicht gerecht, wenn im Gegensatz zu der furchtbaren, monströsen Tat in Hanau, kein Recherche-Interesse an den Details zu Stade besteht.
Ich möchte seriös informiert werden, und zwar von der taz (am liebsten) oder aus DIE ZEIT (am zweitliebsten), aber ich möchte informiert werden.
Gerade in der heutigen Zeit wäre es meiner Meinung nach so wichtig, dass gerade linke Medien ihrem Informationsauftrag nachkommen, offene Fragen beantworten und die Deutungshoheit nicht anderen Medien überlassen.
zum Beitrag02.07.2026 , 20:52 Uhr
"Aber ich frage mich auch, wieviel Ohnmacht ein Mensch erfahren muss, um zu solch einer Tat fähig zu sein."
Woher wissen Sie, dass es ein Gefühl der "Ohnmacht" war und nicht ein Gefühl der Allmacht, der Überlegenheit, "mir kann keiner", er es nicht als sein "gottgegebenes" Recht angesehen hat?
"Wie sehr haben wir als Gesellschaft versagt, dass dieser Mensch keine andere Möglichkeit sieht, als all seine Wut und Frustration in einer solchen hasserfüllten Tat zu kanalisieren."
Da ich den Täter nicht kenne, weiß ich nicht, ob er wütend und frustriert war. Vielleicht ist er einfach nur der Meinung, es steht ihm zu, andere (auch mit dem Tod) zu bestrafen, wenn sie nicht machen, was er will.
zum Beitrag18.06.2026 , 22:43 Uhr
"Am Ende hat er das Regime womöglich stabilisiert."
Ich werde erst einmal beobachten, welches "Regime". Bleibt es ein "weiter so", obwohl einige der bisher führenden Köpfe ersetzt wurden? Hat das neue Führungspersonal, das teilweise im Ausland studierte, vielleicht andere Ideen, Visionen, Wünsche? Auszuschließen ist das meiner Meinung nach nicht; ebenso, dass diese Männer vielleicht nicht nur an sich selbst und ihre eigenen Vorteile, sondern auch an ihre Mitbürger:innen, an "ihr" Volk denken.
zum Beitrag17.06.2026 , 21:06 Uhr
Meiner Meinung nach eine Chance für investigativen Journalismus, die hoffentlich genutzt wird. Bisher gehe ich davon aus, dass keine KI investigativen Journalismus ersetzen kann.
zum Beitrag16.06.2026 , 21:40 Uhr
"Aber in einer freien Gesellschaft sollte es selbstverständlich sein, dass ein Fußballprofi öffentlich sagen darf, dass Jesus Christus für ihn wichtig ist."
Meiner Meinung nach sind wir schon lange oder waren es nie, eine freie Gesellschaft. Sonst müssten jüdische und/oder israelische Menschen ihren Glauben bzw. ihre Staatsangehörigkeit nicht verstecken, um sich unbeschadet in der Öffentlichkeit bewegen zu können.
Ich halte es da mit Kurt Tucholsky (?) und dessen politischer Metapher.
zum Beitrag16.06.2026 , 21:06 Uhr
Ich habe so sehr darauf gehofft, dass mit der Wiedervereinigung dieses religiöse Getue, zumindest in Deutschland, zurückgedrängt wird. Stattdessen ist es noch schlimmer geworden und auch in Deutschland werden wieder Menschen im Namen irgendeiner Religion getötet. Als ob wir keine anderen Probleme hätten. Schade, sehr schade.
zum Beitrag16.06.2026 , 12:10 Uhr
Auch ich denke, dass der Iran "gewonnen" hat, was ich bedauere. Meine Hoffnung ist, dass sich der Iran durch die Entmachtung der religiösen Führung, sofern der Begriff verwendet werden kann, zu Gunsten der militärischen Führung, von einer Religions-Diktatur zu einer Militär-Diktatur wandelt. Beides ist übel, aber eine Militär-Diktatur räumt den Menschen vielleicht zumindest im privaten Bereich mehr Spielräume ein, indem Frauen keine bestimmte Bekleidung mehr aufgezwungen wird, sie dafür getötet werden können und LGBTQIA+-Menschen nicht mehr aufgehängt oder von Dächern geworfen werden. Mit einer Militär-Diktatur stände der Iran wieder da, wo er zu Schah-Zeiten stand. Für mich als Atheistin trotz allem die bessere Alternative.
zum Beitrag15.06.2026 , 12:59 Uhr
Ich bevorzuge eine Minderheitsregierung, die sich ganz pragmatisch für die anstehenden Probleme Mehrheiten sucht.
CDU und Die Linke in einer Regierung würden meiner Meinung nach dazu führen, dass sich Wähler beider Parteien umorientieren. Für mich grenzt das schon fast an Wahlbetrug und wäre eine absurde Kombination.
zum Beitrag15.06.2026 , 09:44 Uhr
Ich schiebe die Schuld meiner Meinung nach gerade nicht dem Opfer zu, sondern frage mich bzw. das Forum, ob es keine übergeordnete Behörde gibt, wenn das Ausländeramt einen/diesen Ausweis nicht anerkennt. Ich kann es schlecht nachvollziehen, dass irgendein Sachbearbeiter irgendwo irgendetwas entscheidet und weder Vorgesetzten noch Gerichten usw. Rechenschaftspflicht schuldet. Das erscheint mir in Deutschland nicht so ganz typisch, aber vielleicht ist das heutzutage so.
zum Beitrag14.06.2026 , 21:01 Uhr
Ich wünsche den Menschen in Gaza, dass es möglich sein wird, die gegenwärtige gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas zu entwaffnen und zu entmachten. Sonst sehe ich keine Möglichkeit, dass sich die Wünsche der Gazaner erfüllen werden. Deren Visionen gefallen mir sehr gut, aber für die gazanischen LGBTQ+ macht es keinen Unterschied, ob sie von einem Dach mit oder ohne Dachgarten gestürzt werden. Und auch für die wahllos gefolterten und hingerichteten Bürger:innen in Gaza ist das keine echte Verbesserung.
Jedenfalls scheint dieses Fleckchen Erde sehr schön sein zu können und ich hoffe, dass die gazanischen Bürger:innen Entscheidungen treffen, die ihnen und ihren Kindern dort ein gutes Leben ermöglichen.
zum Beitrag14.06.2026 , 16:05 Uhr
"Immerhin war es ihr gelungen, einen sogenannten Proxy-Pass zu organisieren, einen, der ausgestellt wird in Abwesenheit. Das Ausländeramt in Passau erkennt ihn nicht an."
Können Ausländerämter "von sich aus" entscheiden, welche Pässe sie anerkennen und welche nicht? Es wird doch eine übergeordnete Behörde geben oder ein Gericht, das über die Rechtmäßigkeit entscheidet. Hatte Frau Kamara bereits alle Rechtswege ausgeschöpft oder war das nicht mehr möglich, weil sie vorher abgeschoben wurde?
zum Beitrag11.06.2026 , 20:33 Uhr
Da es ein Video zu geben scheint, werde ich versuchen es zu finden und dann daraus lernen ... ebenso wie aus Ihrem Hinweis und den Hinweisen anderer Kommentatoren.
zum Beitrag11.06.2026 , 20:30 Uhr
Wäre "Sabine" mein echter Name, könnte leicht gegoogelt werden, in welchem Jahr dieser Name am häufigsten gewählt wurde. ;-) Ist es aber nicht. Da ich mich weder wegen Jugend noch wegen Alter Vorurteilen aussetzen möchte, teile ich Ihnen mein Geburtsjahr nicht mit ... außer wir sehen uns mal irgendwo im Nirgendwo in einer Bar.
zum Beitrag11.06.2026 , 14:03 Uhr
Ich ging davon aus, dass jemand im Auftrag des Hausbesitzers oder Hausverwalters den Mieter:innen m/w/d die Hausordnung vorgelesen/ggf. übersetzt und sie mit Arbeitsmaterial versorgt hat.
zum Beitrag11.06.2026 , 12:26 Uhr
"Da sind die Geflüchteten, denen Deutschland verweigert, worauf sie ein Recht haben: ein faires Asylverfahren und Schutz vor Verfolgung."
Dieses Recht haben sie, aber nicht nur und ausschließlich in Deutschland. Außerdem, wenn es um Recht geht, weshalb dann nicht in einem der vielen vorherigen Länder Asyl beantragen, wie es rechtlich vorgesehen ist.
"Und womöglich eine Folge der deutschen Grenzpolitik, die den polnischen Rechten eine Steilvorlage geliefert hatte."
Bisher hat die deutsche Grenzpolitik den deutschen Rechten eine Steilvorlage geliefert. Ich weiß nicht, ob das besser ist.
"Es untergräbt die Idee eines rechtsstaatlichen Europa."
Allmählich fällt es mir immer schwerer zu akzeptieren, dass Recht einmal gelten soll und dann aber auch wieder nicht. Ich halte es für das größere Problem, dass "wir" uns aussuchen wollen, wann und welches Recht gilt, in Anspruch genommen darf und in welchen Fällen wir auf Rechtssicherheit verzichten wollen.
zum Beitrag09.06.2026 , 22:11 Uhr
"Die AfD-Truppe zwang alle, die sie für Rom*nja hielt, dazu, mit Besen und Keller die Straßen zu putzen."
Das habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden. Wodurch erfolgte der Zwang? Ja, es gibt in manchen Bundesländern/Städten die Vorgabe, dass Anwohner die Straße fegen und schneefrei halten müssen. (Oder zum Beispiel die "Rinnsteine" beikrautfrei halten müssen, um den Abfluss von Regenwasser zu gewährleisten, Schäden an der Bausubstanz zu verhindern und die allgemeine Verkehrssicherheit zu erhalten.) Gehörte in den Mehrfamilienhäusern, in denen ich wohnte, zur "Hausordnung". Kenne ich zur Genüge und muss ich auch jetzt in meinem Einfamilienhaus erledigen. Aber wie kann eine politische Partei (?) Anwohner dazu zwingen, die Hausordnung durchzuführen?
zum Beitrag08.06.2026 , 20:11 Uhr
Möchten Sie erläutern, weshalb es Ihrer Meinung nach ein Hinweis darauf ist, dass die Gesellschaft nach rechts abgedriftet ist?
Für mich ist es ein Hinweis auf "ich weiß nicht was". Grundsätzlich würde ich denken, dass wir, über ethnische und politische Grenzen hinweg, insofern die gleichen Werte vertreten, dass es nicht in Ordnung ist, wenn alte, betrunkene (?) Damen dummes Zeug reden/jemand beleidigen, wir nicht wollen, dass diese geschlagen und getreten werden, von Brüdern, Cousins, Ehemännern bedroht werden.
Aber da scheinen wir uns, zumindest in diesem Forum, nicht einig zu sein. Die Autorin des Artikels wirkt auf mich eher relativierend, allerdings gehören wir unterschiedlichen Generationen an und "Du F...." war zu meiner Zeit wirklich das Schlimmste, was man zu einer Frau sagen konnte. Schlimmer als H... oder S....... . Ich weiß nicht, ob ich es gut finden soll, dass die Autorin das so "wegsteckt", zumal sie Kinder hat. Aber, wie gesagt, andere Generation.
Was das mit links, rechts oder Mitte zu tun hat, verstehe ich nicht und würde mich über Ihre Erläuterung freuen.
zum Beitrag08.06.2026 , 19:38 Uhr
Die Werte beider Konfliktseiten scheinen mir doch offenkundig.Was verstehe ich falsch?Konfliktpartei 1:Ist betrunken oder leicht angeheitert und sagt etwas Dummes,Nachtgespenst,was Konfliktpartei 2 als Beleidigung auffasst. Konfliktpartei 2:Reagiert in Übermacht (2 gegen 1,jung gegen alt) mit Schlägen und Tritten.Und:Beleidigt eine vermittelnde Person mit"Du F..".Meiner Meinung nach eine erheblich schlimmere Beleidigung als "Nachtgespenst".Dann wird noch der Bruder herbeigerufen,der einen männlichen Kontrahenten nach eigener Aussage körperlich angegriffen hätte(mit ungewissem Ausgang),es dann aber bei einer Drohung gegenüber der älteren,angeschickerten Frau belässt.Außerdem mache ich keinen Unterschied zwischen "wir" und "Anderen",sondern zwischen Personenkreisen,die in solchen Fällen die Polizei rufen und Personenkreisen,die Ehemänner,Cousins und Brüder rufen.Wofür eigentlich?Haben Sie verstanden,was der Bruder tun sollte?Ich persönlich käme in solchen Fällen überhaupt nicht auf die Idee meinen Mann,Bruder oder Cousin zu rufen,da rufe ich die Polizei.Ich persönlich hoffe darauf, dass der Fall vor Gericht kommt,ich will lernen,wie Profis das einschätzen.
zum Beitrag08.06.2026 , 11:20 Uhr
"Zwischen verschiedenen Kulturen ist es so wichtig, wirklich zu respektieren, dass jede einfach ihre Werte auf ihre Weise lebt."
Dann rufen wir Frauen jetzt alle unsere Männer, Brüder, Cousins etc., wenn wir tatsächlich oder vermeintlich beleidigt wurden und die tragen das dann schlagender Weise für uns aus, weil das Werte sind, die jede/r m/w/d auf seine Weise lebt? Wir prügeln uns wegen "Nachtgespenst"?
zum Beitrag08.06.2026 , 09:39 Uhr
Ich befürworte Volksentscheide, weil ich davon ausgehe, dass damit der Einfluss von Lobbyisten zurückgedrängt werden kann. Diese Lobbyisten müssten dann versuchen, einem größeren Personenkreis ihre Vorhaben "schmackhaft" zu machen und könnten sich nicht einfach ein paar Politiker "kaufen".
Des Weiteren bin ich der Ansicht, dass sich Politiker mehr um gute, ausgleichende Politik bemühen würden, wenn sie sich nicht ständig zuallererst einmal selbst versorgen und bedienen dürften.
Ein Beispiel der jüngeren Zeit: Weshalb erwartet die Regierung/Politik, dass gesamtgesellschaftliche Aufgaben fast ausschließlich von den Versicherten der gesetzlichen Sicherungssysteme übernommen werden müssen. U.a., weil sie selbst sich nicht angemessen daran beteiligen müssen. (Über die Steuerzuschüsse indirekt ja, wie wir alle Anderen zusätzlich! auch, aber die Zuschüsse gleichen die Entnahmen nicht aus).
zum Beitrag07.06.2026 , 19:37 Uhr
Ich betrachte die Hamas als gazanische Regierung und sie wird meiner Einschätzung nach nicht ausreichend und auch nicht so oft kritisiert wie die israelische Regierung. Die gazanische Regierung kann einfach weitermachen. Sie könnte damit anfangen, den Weg für einen Wiederaufbau in Gaza freizugeben. Solange die Kämpfer dieser Regierung dort weiterhin bewaffnet herumlaufen, wird vermutlich kein Staat Mitarbeiter zum Wiederaufbau entsenden (können).
"Die Hamas steht auf der Terrorliste ..."
Damit ist die Kritik an der gazanischen Regierung und ihren Unterstützern dann ziemlich erschöpft. Ich persönlich finde es nicht sonderlich beeindruckend, dass sie auf dieser Terrorliste stehen und gehe davon aus, dass es auch die gazanische Regierung und ihre Kämpfer nicht sonderlich beeindruckt.
zum Beitrag07.06.2026 , 19:27 Uhr
"Fatal, eine Regierung wie die derzeitige israelische würde in jedem Land außer Israel als faschistisch qualifiziert."
Da bin ich mir nicht so sicher. Israel wird seit ca. 80 Jahren nahezu täglich angegriffen; da sind Verteidigungsmechanismen etwas robusterer Art meiner Meinung nach durchaus naheliegend. Wie andere Länder in dieser Bedrohungslage reagieren würden, weiß ich nicht. Jüdische Menschen werden schon seit über 2.000 Jahren verfolgt, diskriminiert und angegriffen. Und wenn ich es richtig weiß, haben sie sich ja durchaus, auch in Deutschland während des 1000-jährigen Reiches, angepasst und friedlich unter uns gelebt. Ich persönlich finde es gut, dass sie sich jetzt endlich mal wehren.
"Ihr Kommentar zeigt leider einmal mehr, wie offensichtlich unmöglich es ist ist, differenziert zu diskutieren in dieser Sache."
Ich stimme Ihnen zu, mit der Korrektur, dass es nicht mein Kommentar ist, der das zeigt, sondern die unschöne Realität. Weshalb würde/n sonst in Deutschland zum Mord an Juden (nicht Israelis) aufgerufen werden und jüdische Menschen, die keine Israelis sind und vielleicht niemals in ihrem Leben in Israel waren, angegriffen, bespuckt und verfolgt werden.
zum Beitrag07.06.2026 , 09:51 Uhr
"Dass Deutschland sich zu anderen Konflikten anders positioniert: das ist dann Doppelmoral, ja."
Oder ist unserer Vergangenheit geschuldet.
(Davon abgesehen, denke ich, dass Doppelmoral in der gesamten Politik (und uns nicht in der Politik tätigen Menschlein) vertreten wird, auch vom globalen Süden. Doppelmoral scheint in der Politik zur Grundausstattung zu gehören. Ich will das nicht kritisieren, da ich mich in der Politik nicht gut genug auskenne und privat vermutlich auch oft genug zu Doppelmoral neige, auch wenn ich mich darum bemühe, das nicht zu tun.)
zum Beitrag07.06.2026 , 09:45 Uhr
Ich würde im Sicherheitsrat gerne eine "universalistische Stimme" sehen, tue das aber zu meinem eigenen Bedauern nicht. Vielleicht muss ich genauer hinsehen und hinhören.
zum Beitrag07.06.2026 , 09:42 Uhr
"Aber (völlig zurecht) Kritik an der israelischen Regierung üben ist ja angeblich kein Antisemitismus, das könnte die Regierung schon, wenn sie es denn wollte und sich trauen würde."
Ich vertrete die Meinung, dass uns das nach 6.000.000 von uns ermordeten unschuldigen jüdischen Menschen nicht zusteht. Außerdem, welchen Unterschied würde es schon machen, wenn zusammen mit dem Rest der Welt "sogar wir" uns gegen Israel stellen. Die symbolische Wirkung wäre verheerend und aus meiner Sicht ein Dammbruch. Dann wäre jüdisches und/oder israelisches Leben in Deutschland (und vielleicht auch in anderen Ländern) noch gefährlicher und ungeschützter. Das will ich nicht. Die symbolische Wirkung, wenn Deutschland sich gegen Israel stellt, und darauf läuft es letztendlich hinaus, wird von Pro-Palästinensern genau deshalb so vehement eingefordert ... es wäre ein Fanal. Für mich eine symbolische Reichskristallnacht.
zum Beitrag07.06.2026 , 09:17 Uhr
Die gewählte gazanische Regierung wurde und wird meiner Meinung nach nicht ausreichend kritisiert. Sie scheinen ja "einfach" so weitermachen zu können, wie vor ihrem Angriff auf Israel.
zum Beitrag07.06.2026 , 09:13 Uhr
"Netanjahu versucht gerade mit militärischen Mitteln eine Ideologie zu vernichten."
Ich denke nicht, dass er das versucht und sehe andere Ziele bei ihm.
"Und das funktioniert nicht. Hat es noch nie. Und kann es auch niemals."
Vermutlich haben Sie recht. Aber ich gehe davon aus, dass es Israel ausreicht, wenn die Menschen im Norden Israels ohne fast täglichen Beschuss leben können und von Gaza kein erneuter 07.10.23 zu erwarten ist. Wurde und wird ja mehrfach angekündigt.
"Mit Waffengewalt lässt sich dieser Konflikt jedenfalls weder für die Israelis noch für die Palästinenser sinnvoll auflösen."
Seit ca. 80 Jahren wurde nicht nur mit (beiderseitiger) Waffengewalt versucht, den Konflikt zu lösen. Auch eine andere Methode war bisher nicht erfolgreich. So, meine ich zumindest, ist es richtig, dass Israel versucht, seine Bürger vor Raketenbeschuss usw. zu schützen. Das würde ich von meiner Regierung auch erwarten. Es ist deren Job. Dass die gazanische Regierung seine Bevölkerung nicht schützen wollte und will, kann meiner Meinung nach nicht der Maßstab sein.
zum Beitrag07.06.2026 , 09:02 Uhr
Danke, ich teile Ihre Sichtweise. Es gibt nur noch zwei Länder auf dieser Welt, die Israel öffentlich unterstützen (nicht-öffentlich sind es ein paar mehr, erfreulicherweise) und dass eines dieser beiden Länder Deutschland ist, finde ich nicht nur selbstverständlich (ich erinnere an die 6.000.000), sondern auch davon abgesehen richtig. Die Gegner Israels wollen nicht nur Israel, sondern jüdisches Leben weltweit auslöschen. Ich kann nicht verstehen, weshalb sich so viele auf deren Seite stellen. Und nein, Israel will nicht islamisches oder arabisches Leben weltweit auslöschen.
zum Beitrag04.06.2026 , 19:49 Uhr
Ich habe den Eindruck, dass sich in der Schweiz mehr Menschen (auch) für öffentliches Eigentum verantwortlich fühlen und dieses auch pfleglicher behandeln als in Deutschland. In Deutschland scheint es mir recht weit verbreitet zu sein, Müll und Zigarettenkippen einfach auf die Straße zu werfen; auch Personen, die in öffentlichen Anlagen aus den Blumenrabatten Pflanzen pflücken, sehe ich öfter. Kann man alles machen, wird ja auch nicht geahndet, aber störend ist es für manche dann eben doch.
--> Damit möchte ich sagen, vielleicht hat die Schweiz einfach die angenehmeren Bürger:innen m/w/d.
zum Beitrag04.06.2026 , 10:08 Uhr
"... um mal auf der richtigen Seite zu stehen."
In dem Zusammenhang würde ich gerne wissen, ob evtl. unbewusst Solidarität mit dem "nicht-weißen" Beteiligten eine Rolle spielte. Oftmals wird ja, zumindest in Deutschland, unterstellt, dass sich die Polizei mit "weißen" Beteiligten solidarisiert; vielleicht war es in diesem Fall umgekehrt.
zum Beitrag04.06.2026 , 09:54 Uhr
Ich habe nirgendwo einen Hinweis darauf gefunden, weshalb dieser junge Mann erstochen wurde. Das Motiv finde ich wichtig, um ggf. ähnlich gelagerte Konfliktfälle zukünftig zu entschärfen.
Interessant und neu war für mich, dass es in (manchen?) Sikh-Orden zur religiösen Pflicht gehört, ein oder zwei "Messer" bei sich zu tragen.
zum Beitrag04.06.2026 , 09:37 Uhr
Mein Eindruck ist, dass eine erhebliche Anzahl Menschen zu unüberlegt ein oder mehrere Kinder "miteinander" bekommen bzw. die Motive auch öfter eher "suboptimal" sind.
zum Beitrag04.06.2026 , 09:28 Uhr
Nicht eine Frau zu sein macht arm, sondern mit den falschen Partnern oder zum falschen Zeitpunkt Kinder zu bekommen oder finanziell, aus welchen Gründen auch immer, nicht befähigt zu sein, auch als Alleinerziehende ein oder mehrere Kinder großzuziehen. Wobei zumindest ein Kind, in meinem Bekanntenkreis, mit Vollzeitberufstätigkeit vereinbar zu sein scheint.
zum Beitrag04.06.2026 , 09:17 Uhr
Das Ergebnis ist meiner Meinung nach nicht überraschend. Jüdisches und/oder israelisches Leben schützen zu wollen, ist in der UN mittlerweile, von Ausnahmen abgesehen, ein Alleinstellungsmerkmal. Somit ziehe ich es vor, dass Deutschland diesen Sitz nicht erhielt. Gut fände ich allerdings, wenn wir auch unsere Zahlungen an die UN und deren Unterorganisationen reduzieren würden.
zum Beitrag02.06.2026 , 18:09 Uhr
"Wenn das Volk ohnehin auf der Palme ist, wieso soll es sich bei Volksabstimmungen plötzlich nüchtern und rational verhalten?"
Ich würde mich darauf verlassen, dass nicht alle (die Betonung liegt auf alle) emotional und irrational abstimmen.
Ebenso denke ich, dass das Bundesverfassungsgericht und auch andere Gerichte, die EU usw. relativ strenge Grenzen ziehen, was möglich ist und was nicht. Auf die Gerichte und die Gesetzgebung würde ich mich an dieser Stelle verlassen.
Und dann, der "eigentliche" Sinn dieser Sache: Wenn beispielsweise 70% der Bürger darauf bestehen, wie ich beispielsweise, dass für den Wunsch/die Vorgabe zu gendern, eine ordentliche Rechtschreibreform auf den Weg gebracht werden muss, dann sind das eben 70% Bürger:innen, die das wollen. Ich bin zu 100% für Gendern, aber ich will es richtig und lt. Duden machen und nicht, dass jede/r irgendwie sich jedes Mal aufs Neue überlegen muss, wie ist es nun korrekt ausgedrückt, wie vermeide ich es, jemanden m/w/d vor den Kopf zu stoßen.
Wobei ich zu der Generation gehöre, für die der Duden noch etwas zu sagen hat. ;-)
zum Beitrag30.05.2026 , 17:06 Uhr
Nicht nur "gestresste Leistungsträger" machen Urlaub. Da gibt es auch ganz normale, "kleine" Leute (zu denen ich gehöre, deshalb erlaube ich mir diese Bezeichnung), die Jahre auf einen Urlaub sparen.
zum Beitrag23.05.2026 , 21:59 Uhr
"Und wie sieht es aus, wenn sie das Geld statt in ein Dreifamilienhaus in Teilzeit und Reisen investiert hätte? Oder anders gesagt: Könnte nicht Ihre Mutter, Ihnen noch schnell eine Bildungsweltreise ermöglichen, die viel Geld kostet und dann die Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen?"
Schön wäre das schon, aber beides entspricht ihr nicht und weshalb sollte sie ihren Charakter ändern. Versuche ich ja auch zu vermeiden. ;-)
zum Beitrag21.05.2026 , 10:05 Uhr
Auch wenn ich persönlich betroffen sein werde (voraussichtlich erbe ich von meiner Mutter ein halbes Dreifamilienhaus in einer baden-württembergischen Kleinstadt) votiere ich dafür, dass das gesamte Vermögen einer Person, somit meiner Mutter, für die Pflege eingesetzt werden muss. Es gefällt mir nicht, aber ich möchte fair sein und ich vertrete den Standpunkt, weshalb sollen andere Steuerzahler die Pflege meiner Mutter bezahlen, damit ich ein leistungsloses Erbe erhalte. Wobei nicht ausgeschlossen ist, dass andere Steuerzahler wiederum meine Pflege werden bezuschussen müssen.
(Dass es an anderer Stelle Ungerechtigkeiten im System gibt und ich für Menschen mitbezahlen muss, lasse ich außen vor. Es enthebt mich nicht meinem eigenen Anspruch an mich selbst auf Fairness.)
zum Beitrag17.05.2026 , 13:23 Uhr
"... - es ging also nur um ein parlamentarisches Spiel als um die Sache."
Mich persönlich frustriert das erheblich: Politiker stecken Zeit, Energie und (Wähler-)Geld in Anträge, die gar nicht erfolgreich sein sollen oder theoretisch nicht erfolgreich sein können. Und wenn sie dann wider Erwarten doch erfolgreich sind, hätte man den Antrag lieber doch nicht gestellt.
Eines wird für mich dadurch bestätigt: Politiker leben meiner Meinung nach wirklich in ihrer ganz eigenen, von der Durchschnitts-Bevölkerung entfernten Welt.
zum Beitrag17.05.2026 , 13:14 Uhr
"Waa Tobias Schulze da im letzten Absatz seines Kommentar vorschlägt (Strichlisten über Abstimmungsvehalten,…) - bedeutet eine Blockade ..."
Und meiner Meinung nach auch Zeit- und (Steuer-)Geldverschwendung, die die Abgeordneten "uns" Wählern "eigentlich" schulden.
zum Beitrag17.05.2026 , 13:11 Uhr
"Kindergarten". Genau das dachte ich auch. So verhalten sich Politiker/Personen die keine anderen Sorgen haben. Beneidenswert.
zum Beitrag17.05.2026 , 13:09 Uhr
Darüber bin ich auch gestolpert. Als Nicht-Politikerin kann ich nicht verstehen, dass Politiker mit "so etwas" dann Zeit, Energie und (Steuer-)Geld verschwenden. Oder es entspricht nicht der Wahrheit, auch möglich (und meiner Meinung nach in Ordnung).
zum Beitrag17.05.2026 , 13:01 Uhr
Ich fand den Antrag der Grünen gut und gebe offen zu, dass es mir als Wählerin egal ist, mit wessen Stimmen der Antrag angenommen wurde.
Inwieweit es im politischen Tagesgeschäft praktikabel ist, dass die u.a. Grünen, bevor sie einen Antrag stellen, versuchen herauszubekommen, wie die politische Konkurrenz abstimmen wird, kann ich nicht einschätzen. Es sind ja auch immer Krankheitsabwesenheiten, Abweichler usw. zu berücksichtigen.
Und wäre es für die kleineren Schlachthöfe besser gewesen, der Antrag wäre abgelehnt bzw. erst gar nicht gestellt worden? Ob Politik so verstanden gut für die Wähler und Wählerinnen m/w/d funktionieren kann, weiß ich nicht.
zum Beitrag12.05.2026 , 15:54 Uhr
Mir persönlich wäre wichtiger als der Verzicht auf einen Teil der Diäten, dass alle Politiker in den gesetzlichen Krankenkassen versichert sind und Beiträge an die gesetzliche Rentenversicherung bezahlen müssen. Ich erhoffe mir davon eine fairere und kenntnisreichere Gesetzgebung gegenüber den gesetzlich Versicherten. Dass sich die Politiker zusätzlich privat absichern ist zu erwarten, aber sie hätten doch einen besseren und tieferen Einblick in die Materie. Und, vielleicht würden sie das Ungleichgewicht dann doch als auch persönlich Betroffene deutlicher wahrnehmen, sprich, sie würden stärker "fühlen", dass dieses System nicht "gerecht" ist. Im besten Fall würden Politiker sich dann für mehr Gerechtigkeit einsetzen.
zum Beitrag11.05.2026 , 20:05 Uhr
Einerseits gefällt mir dieser Artikel, andererseits "verstört" es mich auch, dass es immer noch so wichtig zu sein scheint (ich beziehe mich der Einfachheit halber auf Deutschland), ob wir mit oder ohne Penis geboren werden. "Irgendwie" hatte ich die Hoffnung, dass wir schon weiter sind und gesamtgesellschaftlich ebenso wie individuell Werte und Eigenschaften anstreben, die wir als Menschen anstreben und die uns als Menschen auszeichnen, nicht als Junge/Mann oder Mädchen/Frau oder d/d usw..
Ein inspirierender Artikel, auch für mich als Frau ohne Kinder. (Mit "Frau" meine ich, seit Geburt als Frau gelesen und vermutlich nicht männlichen Geschlechts, körperlich zumindest definitiv nicht.)
zum Beitrag11.05.2026 , 19:33 Uhr
"Die Schule meines Sohnes hat schon seit Jahren ein Problem mit Gewalt."
Schule wechseln. Ggf. umziehen, wenn das für den Schulwechsel notwendig ist.
"Auch dort, wo er für sich erst herausfinden muss, was für ein Mann er sein will."
Mich würde mehr interessieren, was für ein Mensch er sein will. Wie er die Begegnungen und Beziehungen mit anderen Menschen, w/m/d, Alten und Jungen, Reichen und Armen, Bedeutenden und Unbedeutenden, Freunden und Freundinnen, Partnern und Nicht-Partnern etc. dann gestaltet, wird sich daraus ergeben. Außerdem weiß niemand von uns, ob er sein Leben lang ein Mann ist/sein wird/will.
zum Beitrag11.05.2026 , 12:12 Uhr
Sie haben recht; nur gehe ich davon aus, dass dann nicht mehr so viele Parkplätze benötigt werden und viele Menschen ihre eigenen Autos abschaffen bzw. nur bei Bedarf per App bequem und zielgenau ein Auto bestellen. Ebenso können die Preise gestaffelt werden, indem gleich angeboten wird, wer 1-2-3-4 Mitfahrer akzeptiert (und evtl. eine etwas längere Fahrzeit die Folge ist) erhält Nachlässe. Mir gefällt "meine" ;-) Idee.
Die Praxis würde zeigen, ob es etwas bringt oder nicht.
zum Beitrag10.05.2026 , 10:09 Uhr
Auch für Menschen wie Sie hoffe ich darauf, dass sich autonomes Fahren endlich durchsetzt. "Wir" mit einer App "einfach" ein Fahrmobil bestellen, das nach jeder Fahrt geprüft/gereinigt und danach wieder auf den Weg geschickt wird. Kürzlich in den USA sah ich in der Realität zumindest schon einmal eine Vorstufe davon, fahrerlose Taxis. Zwar immer noch für vier Personen gedacht und drinnen saß meist nur ein Fahrgast, aber die können ja mittelfristig auch als 1- oder 2-Sitzer angeboten werden.
Ebenso sah ich kleine, autonome Kisten, die Transportwege übernommen haben. Das war lustig, zumal sie auch noch in den Farben orange/rosa gehalten wurden. Diese autonom fahrenden "Kisten" können auch die ein oder andere Autofahrt ersetzen, wenn nur eine Kleinigkeit benötigt wird.
zum Beitrag09.05.2026 , 20:18 Uhr
Meiner Einschätzung nach ist fast allen Personen,die auf Transportmittel angewiesen sind,um von A nach B zu kommen,daran gelegen,dass diese Transportmittel bequem,sicher,preisgünstig und sauber sind.Somit setze ich meine Hoffnungen bei Autos auf autonomes Fahren und gehe davon aus,dass "man" mit einer App das benötigte Transportmittel (groß für Einkäufe beim Baumarkt,klein bei der Fahrt in die Oper) unkompliziert bestellen und je nach Anzahl der MitfahrerInnen zu reduzierten Preisen nutzen kann.Ich weiß aus meinem Umfeld verbindlich,dass mit der Einrichtung einer S-Bahn-Strecke die Anzahl der Menschen,die mit dem eigenen Auto zur Arbeit fuhren,erheblich zurückging.Ebenso wurde mit dem Angebot des TGV nach Paris die Anzahl der Flüge nach Paris,von Notfällen abgesehen,auf "0" reduziert.Insofern denke ich,je weiter die Technik voranschreitet und die Alternativen für "(Noch-)Autofahrer" ausgebaut werden,desto eher kann der Individual-Verkehr,der das Problem zu sein scheint,reduziert werden.Für mich steht fest:An dem Tag,an dem ich eine sichere,bequeme und preisgünstige Alternative zu meinem Auto habe,werde ich es noch am gleichen Tag verkaufen.Ein Auto besitzen ist Unsinn,wenn es Alt
zum Beitrag09.05.2026 , 16:44 Uhr
"... die glauben wirklich ihren Heil in den heutigen Rattenfängern zu finden, die wieder wie schon einmal alles nur noch schneller im Abstieg, schlimmer, katastrophaler und zur Hölle für uns alle gemacht haben, diese Wähler versprechen sich wirklich eine Besserung dadurch, ..."
Davon gehe ich nicht aus. Ich denke eher, dass diese Menschen, entsprechend der Glasl Eskalationsskala Stufe 9, andere "in den Abgrund" mitreisen wollen. Ich kann es ihnen auch kaum verübeln. Bin selbst verärgert, dass bei der Gesundheitsreform wieder nur die "dummen und zwangsweise" gesetzlich Versicherten einen großen Teil der versicherungsfremden Leistungen, die meiner Meinung nach gesamtgesellschaftliche Aufgaben sind, leisten müssen. (Bei den Renten ist es ähnlich.)
Ich meine, dass sich "die Politik" nicht einmal mehr darum bemüht, den Eindruck zu erwecken, sich um ein Minimum an Fairness und Ausgleich zu bemühen. Meiner Einschätzung nach ist das fatal.
zum Beitrag04.05.2026 , 19:45 Uhr
Auf Ihre Fragen suche ich schon seit Jahren nach Antworten und kann mir die Position der Linken bezüglich Israel und Positionierung im US-Israel-Iran-Krieg nur mit "Der Feind meines Feindes ist mein Freund." beantworten.
Weshalb können Linke nicht "einfach" die Position vertreten, ich stelle mich auf die Seite von Regierungen/Staaten/Personen, die LGBTQIA+ nicht von Dächern werfen oder an Baukränen aufhängen. Das wäre doch eine Basis, auf der "man", auch mit politischen Gegnern, aufbauen könnte.
So ist für mich unklar, obwohl nicht LGBTQIA+, sondern "nur" westlich sozialisierte, seit Geburt weiblich gelesene Person, wie können sich Linke mit den o.g. Regierungen/Staaten/Personen solidarisieren.
Somit bleibt meine einzige Erklärung bisher: "Der Feind meines Feindes ist mein Freund."
zum Beitrag04.05.2026 , 19:31 Uhr
"Francesca Albanese erfüllt ein klar definiertes Mandat: die Untersuchung der Menschenrechtslage in den besetzten palästinensischen Gebieten. Wer daraus ableitet, sie müsse gleichzeitig sämtliche Verbrechen der Hamas in Gaza umfassend behandeln, kritisiert nicht mangelnde Objektivität, sondern verkennt schlicht die Aufgabenbeschreibung."
Ich habe gerade in der taz sehr oft gelesen, dass Gaza angeblich auch besetzt sei, insofern denke ich, dass die Regierung in Gaza/Hamas durchaus ein Thema für sie hätte sein können, ebenso die Interessenvertretung des Iran. Und zwar vor dem von Gaza begonnenen Krieg gegen Israel.
Und wenn sie selbst sagt: "Ich wurde von den Vereinten Nationen beauftragt, Menschenrechtsverstöße in den besetzten palästinensischen Gebieten zu dokumentieren und darüber zu berichten." Das verstehe ich so, dass sie auch die Menschenrechtsverstöße auf der arabischen/palästinensischen Seite thematisieren müsste. Das tut sie meiner Einschätzung nach nicht.
Das ist keine Kritik meinerseits an Frau Albanese, sie macht ihren Job so, wie sie ihn versteht.
zum Beitrag04.05.2026 , 18:18 Uhr
Für mich wäre das Interview interessanter und vielleicht sogar authentischer geworden, wenn Frau Zingher oder Herr Potter zum Kreis der Interviewenden gehört hätten.
zum Beitrag04.05.2026 , 18:12 Uhr
Ich sehe in dem Begriff "Israelisierung" wie so häufig eine Sonderbehandlung, da wir ja auch nicht die Begriffe Russifizierung, Amerikanisierung oder gar Chinesisierung verwenden. Gerade Letzteres wäre meiner Meinung nach, angesichts der chinesischen Marktmacht nicht abwegig, ebenso der Einfluss der US-Amerikaner oder das Gefahrenpotential, das u.U. von Russland ausgeht. Damit will ich nicht werten; mir fällt nur auf, dass in Bezug auf Israel "mal wieder", so scheint es mir, negative, neue Begriffe etabliert werden, die auch auf andere Staaten passen würden.
zum Beitrag23.04.2026 , 22:09 Uhr
"Männer mit Ehefrau werden älter als Männer ohne eine solche. Frauen ohne Ehemann werden älter als Frauen mit Ehemann."
Mir persönlich ist die Zeit mit meinem Ehemann das ggf. kürzere Leben wert, auch wenn ich öfter Salat essen und Sport machen "muss". ;-)
zum Beitrag23.04.2026 , 22:03 Uhr
"Viele Männer haben das Bedürfnis, von der Frau verhätschelt zu werden wie ein Baby und sie dennoch zu beherrschen wie ein Pascha."
Vielleicht ist das so. Ich erlebe eher, dass sich jede/r w/m/d es gerne angenehm hat und sich zeitweise verwöhnen lassen möchte, aber ebenso das Bedürfnis spürt, sich und seine Bedürfnisse durchzusetzen. Ist aus meiner Sicht in Ordnung. Ich kann nur empfehlen: Auslosen. :-)
Mein Mann und ich ziehen öfter Lose. Mal geht es nach dem Kopf des einen, mal nach dem Kopf des anderen.
zum Beitrag23.04.2026 , 21:54 Uhr
" ... – und die sprechen nun mal nicht für die Männer."
Oder für die w/m/d die "solche" Menschen als Partner wählen. Nicht alles im Leben unterliegt unserer Kontrolle, aber ich bin der Ansicht, in der Partnerwahl sind reflektierte w/m/d relativ frei (Menschen, die zwangsverheiratet werden, nehme ich aus). Sich bei der Partnerwahl ausschließlich von Gefühlen oder Hormonen leiten zu lassen, ist meiner Meinung nach keine gute Idee. Gefühle und Hormone mögen für nicht-ernsthafte Beziehungen ausreichen, für ernsthafte und auf Dauer angelegte Beziehungen meiner Einschätzung nach nicht.
Und selbstverständlich müssen sich w/m/d besonders die Menschen gut anschauen, mit denen sie Kinder haben möchten.
zum Beitrag30.03.2026 , 21:20 Uhr
Ich möchte "Abwehr" gerne um "Anpassung" erweitern. Meiner Meinung nach wäre es klug, wenn sich die Menschheit den veränderten Rahmenbedingungen anpassen würde.
zum Beitrag30.03.2026 , 21:14 Uhr
Ich denke, dass der Unterschied zwischen Iran und Israel u.a. darin besteht, dass in Israel Frauen und LBQT+ nicht angegriffen werden, weil sie Frauen und LBQT+ sind, sondern, weil sie ggf. Terrorist:innen sind. Während sie im Iran angegriffen und verfolgt werden, weil sie einfach Frauen und/oder LBQT+ sind. Für mich persönlich macht das einen Unterschied.
zum Beitrag30.03.2026 , 21:11 Uhr
Hier bin ich anderer Meinung. Ich denke, es würde eher dazu führen, dass jüdische Mitbürger:innnen noch stärker als Freiwild angesehen werden.
zum Beitrag30.03.2026 , 20:51 Uhr
Ich denke eher, dass diese Hizbollah-Mitarbeiter, genannt "Journalisten", so eine Art PR-Mitarbeiter, früher genannt Propaganda-Mitarbeiter sind. Ist ja in Ordnung, für diesen Beruf kann man sich durchaus entscheiden und bringt sicherlich auch einige Vorteile.
Die Mitarbeiter von Herrn Goebbels haben teilweise auch überlebt und eine Nische gefunden, andere sind ins Ausland geflohen.
zum Beitrag26.03.2026 , 19:19 Uhr
"Wenn ein/e Deutsche mit einem/r Partner/in aus einem Nicht-EU-Land zusammenleben, dann setzt das in der Regel eine Heirat voraus." und "Dort können die 230 Euro zusätzliche Ausgaben aber den Unterschied ausmachen zwischen einer Zustimmung und einer Visumsablehnug, weil hierfür nachgewiesen werden muss, dass der Lebensunterhalt gesichert ist."
Wenn 230 Euro pro Monat einen Unterschied machen, sollten vielleicht beide Partner erwerbstätig sein, bis Kinder kommen. Ein nicht erwerbstätiger Partner muss ja ohnehin vollständig "subventioniert" werden, Miete, Lebenshaltungskosten, Sportstudio usw..
zum Beitrag26.03.2026 , 19:12 Uhr
" Sollen jetzt Hausfrauen sich nach 30 Jahren wieder einen Job suchen, weil ihre drei Kinder erwachsen sind?"
Das, oder die Krankenkassenbeiträge für sich selbst vom Ehemann bezahlen lassen, wie Miete, Lebensmittel, Friseur, Auto usw. auch.
zum Beitrag26.03.2026 , 19:00 Uhr
Ich hätte es auch besser gefunden, wenn der Begriff "Personen" verwendet worden wäre, denn die Möglichkeit, durch eine Eheschließung eine kostenlose Krankenversicherung zu erhalten, besteht für m/w/d gleichermaßen.
zum Beitrag24.03.2026 , 20:51 Uhr
Meiner Minderheiten-Meinung nach musste der Konflikt mit dem Iran früher oder später ausgetragen werden.Noch hoffe ich darauf,dass das iranische Volk nach diesem Krieg zeitnah selbst über sein politisches System bestimmen kann und nicht mehr ihrem islamistischen Regime ausgeliefert ist(auch wenn das kein vordergründiges Kriegsziel der USA/Israel ist/war.)Davon abgesehen möchte ich weder,dass der Iran über ballistische Raketen verfügt,die bis nach Eur. reichen (da bin ich vorurteilsbehaftet,russ./US/usw. Raketen beunruhigen mich weniger),noch über atomare Waffen.Wie weit die Entwicklung dieser fortgeschritten ist,ist mir nicht bekannt,da es je nach "politischer Heimat" widersprüchliche,meiner Meinung nach glaubwürdige,sich einander widersprechende Informationen gibt.Und,für mich besonders wichtig:Wenn die gaza. Regierung und ihre Kämpfer/Hamas, Hizbollah und Huthi vom Iran (indirekt Russl.?) nicht mehr unterstützt,ausgebildet und finanziert werden,sich dadurch ggf. auflösen,sehe ich die Chance,nach den Wahlen im Oktober (?) in Israel,neu über Optionen für die arabische Bevölkerung im Westjordanland und Gaza (evtl. auch Ost-Jerusalem) zu sprechen u. viell. Frieden zu schaffen.
zum Beitrag23.03.2026 , 15:37 Uhr
Ich finde es bedauerlich, dass sich die SPD, aber auch andere Parteien in Deutschland, politisch nicht an ihren Kollegen in Dänemark orientieren können und/oder wollen. Meiner Einschätzung nach würde die AFD dann bald an der 5%-Hürde scheitern.
(Das ist schon länger meiner Meinung, die durch den taz-Artikel mit/über Robert Habeck in Kopenhagen bestätigt wird.)
zum Beitrag21.03.2026 , 21:09 Uhr
"Darauf beruht der Vorwurf des Kolonialismus."
In diesem Punkt, denke ich, sind wir fast alle gleichzeitig Opfer und Täter.
zum Beitrag21.03.2026 , 18:58 Uhr
" Kibbuzim wurden zuerst auf gekauftem Land errichtet (wobei arabische Bewohner vertrieben wurden), ..."
Das verstehe ich nicht. Wurde das Land gekauft oder nicht? Wenn ich Land kaufe, habe ich meiner Meinung nach selbstverständlich das Recht, es zu bewohnen. Auch im osmanischen Reich gab es bereits so etwas wie "Grundbuchwesen".
(Ob das nachfolgende stimmt, weiß ich nicht ganz genau: Angeblich ließen viele Bewohner ihre wie auch immer gearteten "Nutzungsrechte"(?) nicht eintragen, weil sie keine Steuern bezahlen wollten.)
Außerdem muss bekannterweise zwischen "Miri" und "Musha" unterschieden werden.
zum Beitrag21.03.2026 , 18:48 Uhr
"Abbas ist seit 15 Jahren im Amt, weil Israel und der Westen fürchten, dass bei Neuwahlen ein Kandidat der Hamas gewinnen würde."
Ich finde es sehr bedauerlich, dass (aus u.a. diesem Grund?) keine Wahlen mehr stattfinden. Aus meiner Sicht wäre diese Wahlen sehr wichtig und falls tatsächlich ein Kandidat der Hamas gewinnen würde, könnten der Rest der Welt und insbesondere die "Pro-Palästinenser und Israel-Kritiker" sehen, mit was und wem sie sich solidarisieren. Ich finde Ehrlichkeit in diesem Punkt wichtig.
Noch will ich glauben, dass nicht alle! "Pro-Palästinenser und Israelkritiker" die Hamas und deren Methoden (beispielsweise den 07.10.23) gut finden.
Meiner Meinung nach sollten zeitnah Wahlen stattfinden. Dann werden die Ziele der "Israelkritiker und Pro-Palästinenser" deutlicher.
zum Beitrag10.03.2026 , 19:28 Uhr
Ich freue mich für die fünf Sportlerinnen und hoffe sehr, dass ihre Familien im Iran nicht zu hart bestraft werden. Und meiner Meinung nach ist es toll, dass sie auf einem der Fotos ihre Haare nicht bedecken, was in ihrem Herkunftsland dazu führen könnte, dass sie totgeschlagen oder von einer Sittenwächterin unter einen Zug gestoßen werden.
Ich wünsche den fünf Frauen alles Gute und viel Erfolg.
zum Beitrag06.03.2026 , 14:09 Uhr
Das schaffen wir "nicht einmal" in Deutschland, obwohl ich nach der Wiedervereinigung diesbezüglich optimistisch war.
zum Beitrag06.03.2026 , 14:08 Uhr
"... während Sie gleichzeitig den Extremismus, der durchaus auch unter Juden und Christen existiert, ignorieren. ..."
Dann schiebe ich das jetzt einmal ganz keck "auf die Medien", obwohl ich fast ausschließlich linke bis ganz linke Medien konsumiere, wenn ich über enorm viele unschöne bis strafrechtlich relevante Taten der pro-palästinenschen/islamischen Bürger:innen gegen Juden in Deutschland informiert werde, aber relativ selten etwas darüber lese, dass jüdische und christliche Bürger:innen in Deutschland ebenso und in gleicher Weise und Anzahl gegen ihre pro-palästinensischen/islamischen Mitbürger:innen vorgehen.
(Dass es in allen Religionen auch Extremisten gibt, ist bekannt.)
zum Beitrag21.02.2026 , 21:11 Uhr
"„Warum dauert das so lange?“, fragt Roj. Man müsse doch das Gesetz ändern, wenn die Täter danach einfach frei sein könnten."
Meiner Meinung nach eine vernünftige Einstellung (wenn auch vermutlich nicht links, grün oder rot). In Deutschland ist das "eben so". (Ich erinnere an die 18-Jährige, die kürzlich von einem ihr unbekannten Mann vor einen fahrenden Zug mitgerissen wurde, der wenige Tage zuvor Polizisten angegriffen hatte u.v.m..)
Das Einzige, was meiner Meinung nach möglich ist, dass Menschen wie Herr Hozan Roj politisch aktiv sind und versuchen darauf Einfluss zu nehmen, dass diese Gesetze geändert werden. Ich persönlich denke nicht, dass dies zu unzumutbaren Härten führen würde, aber das kann selbstverständlich auch anders gesehen werden.
Ich hoffe, Herr Hozan Roj übersteht die Verletzungen gut und zeigt sich bald wieder in der Öffentlichkeit, ohne das Gefühl zu haben, sich verstecken zu müssen.
zum Beitrag20.02.2026 , 13:03 Uhr
"Die Menschen werden sich in ihrer Hoffnung auf ein besseres Leben dennoch in Schlauchboote setzen, Zyklon oder nicht."
In Bezug auf das "bessere Leben" frage ich mich, ob es wirklich nicht möglich ist, für die enormen Summen, die für die Reise bezahlt werden müssen (Höchstwerte bis zu 27.500 Euro pro Person und Route, lt. KI google), im Herkunftsland ein kleines Geschäft zu eröffnen oder auf andere Weise die Existenz abzusichern. Was vermuten diese Menschen, womit sie diese Kosten in beispielsweise Europa wieder hereinholen können? (Um Sicherheit scheint es, meiner Einschätzung nach, nicht in erster Linie zu gehen, sonst würden sie ja nicht durch so viele sichere Länder zu höheren Kosten immer weiter reisen.)
zum Beitrag20.02.2026 , 12:39 Uhr
"Sicher kann man immer wieder einzelnen Menschen oder auch gruppen helfen."
Ich denke, dass die meisten Kommentatoren hier, ebenso wie ich, obdachlosen Menschen auf der Straße etwas Geld geben, aber in den Haupteinkaufsstraßen wird jede/r von uns schon in dieser "kleinen, überschaubaren Welt" überlegen müssen, wem kann ich wie viel geben. (Bei mir hängt es u.a. auch davon ab, ob es Monatsanfang oder Monatsende ist.) Und so ist es im Großen eben auch.
zum Beitrag19.02.2026 , 19:32 Uhr
"Italiener sind mehr als 250 Jahre ausgewandert und es gibt in Kanada, USA, Australien, Brasilien und Argentinien eine Menge Menschen mit DNA aus Italien. Die Italiener wurden damals reingelassen, sie wurden aufgenommen (nicht immer herzlich gut)."
Ich nehme an, dass die Anzahl der Ein- bzw. Auswanderer relevant ist, ebenso die Größe des aufnehmenden Landes. So dicht besiedelt wie Europa sind die von Ihnen genannten Länder nicht. Ebenso stimmt, dass sie reingelassen/"aufgenommen" wurden, aber so richtig um sie gekümmert, wie wir das zurecht (trotzdem immer noch zu wenig) tun, hat sich in diesen Ländern niemand um die italienischen Einwanderer. Sie sind dann nicht auf der Reise, sondern im Aufnahmeland (mangels Gesundheitsversorgung, Verdienstmöglichkeiten usw.) gestorben.
zum Beitrag19.02.2026 , 19:18 Uhr
Ich denke, dass dieses viele, viele Leid die meisten von uns abstumpfen bis hin zu apathisch werden lässt, worauf die Medien u.a. aus Eigeninteresse (?) reagieren.
Zumal die Hilfsmöglichkeiten so eingeschränkt sind. Wir schaffen es ja, (hier erlaube ich mir ausnahmsweise einen Kraftausdruck) verdammt nochmal, nicht einmal zu verhindern, dass in Hamburg Menschen erfrieren. 18 Tote (lt. DIE ZEIT), alleine in diesem Winter bisher.
Somit denke ich, dass es weniger ein "es kümmert niemanden" ist, als Hoffnungslosigkeit, Resignation, nicht helfen können. (Einige von uns spenden, aber auch da müssen die meisten überlegen, wem sie wieviel spenden können; welchen und wievielen Obdachlosen in der Stadt man ein paar Euro überlässt.)
zum Beitrag18.02.2026 , 11:23 Uhr
Von der Linken in Berlin erwarte ich das nicht, da diese auf die Wählerstimmen dieser Gruppen angewiesen ist.
zum Beitrag18.02.2026 , 11:21 Uhr
"Der Fall in Frankreich ist eine weitere Steilvorlage für alle Rechten, die Antifaschisten pauschal als Terroristen dargestellt sehen wollen."
Ich denke nicht nur eine Steilvorlage für alle Rechten. Wenn Linke zu den Methoden der Rechten greifen, wird der "eigentlich gute Grundgedanke" in Linken und in Linken-Themenwelten überdeckt und die Unterschiede verwischen sich. Die "Mitte" sieht vielleicht nur, die einen schlagen einen Asylbewerber mit "falscher" Hautfarbe tot, die anderen einen Mathematik-Studenten mit "falscher" politischer Ausrichtung. Die "Mitte" dürfte wohl beides ablehnen, sorgt sich in diesen Zusammenhängen um "Sicherheit, Recht und Ordnung" und wählt in Folge noch konservativer.
zum Beitrag17.02.2026 , 19:47 Uhr
"Genauso wie darüber zu urteilen, wie die Iranische Bevölkerung das sieht. Außer das das Regime weg muss, kann ich nichts dazu sagen. Es fehlen die Infos."
Zu "Es fehlen die Infos": Ich weiß weder, was iranische Bürger*innen in der Mehrzahl wollen, noch was afghanische Bürger*innen in der Mehrzahl wollen. (Und, auch wenn das hier nicht das Thema ist, weiß ich nicht einmal, obwohl darüber die letzten ca. zwei Jahre wirklich sehr viel geschrieben, veröffentlicht, reflektiert und analysiert wurde, was die gazanischen Bürger*innen wollen.)
zum Beitrag17.02.2026 , 19:23 Uhr
"... ich hingegen gehe davon aus, dass die meisten menschen im iran ihre bedürfnisse als menschen reflektieren, die frei von willkür, unterdrückung, hunger, todesangst und terror leben wollen ..."
Das klingt schön. In (manchen von?) uns Menschen scheint aber auch der Wunsch nach Macht(ausübung) angelegt zu sein; das macht es so schwierig. Denn auch die Anhänger und Unterstützer der Mullahs, vielleicht auch diese selbst, wollen vermutlich "frei von willkür, unterdrückung, hunger, todesangst und terror leben".
zum Beitrag17.02.2026 , 19:17 Uhr
König Charles III. ist, denke ich, nun wirklich nicht so ganz schlimm; er spricht sogar mit Pflanzen, wie ich aus gut unterrichteten Quellen weiß. ;-) Und wenn sich das iranische Volk in Entsprechung dessen einen König/Schah Cyrus Reza Pahlavi wünscht, kann das durchaus eine zusätzliche Einkommensquelle für die iranische Staatskasse sein, die den Bürger*innen zugutekommt. Ich meine es durchaus ernst, dass sich damit Tassen, Teller, Geschirrtücher usw. verkaufen lassen. Auch touristisch würde Persien, ich hoffe, sie benennen das Land dann wieder um, profitieren. Da König/Schah Cyrus Reza Pahlavi Geld (vielleicht durch seinen Vater dem Volk gestohlen, stark verkürzt) mitbringt und die Paläste ohnehin schon stehen, würde das durchaus Möglichkeiten eröffnen. Die Mullahs eröffnen meiner Meinung nach keine Möglichkeiten und bringen nur den Tod.
zum Beitrag17.02.2026 , 18:58 Uhr
"Aber es ist alles andere als ein Ausdruck des Rechtes auf nationale Selbstbestimmung, wenn von außen ... entschieden wird."
War bei uns nach dem 2. WK auch nicht anders. Ich weiß, wir waren damals die Aggressoren, aber der Iran ist das im Irak, Jemen, Gaza und Libanon auch. Der Iran greift meiner Meinung nach alle diese Länder durch seine "Söldner" an. Insofern finde ich den Vergleich nicht ganz und gar unpassend.
(In Anbetracht dessen, wie der Iran in Deutschland agiert, würde ich Deutschland auch gerne hinzufügen, aber das wäre wohl eine vermeidbare Ausweitung.)
zum Beitrag17.02.2026 , 18:44 Uhr
"Dass der Iran hier seiner bisherigen feindseligen Linie abschwört, ist für die USA essenziell."
Möchten/können Sie erläutern, weshalb dies für die USA essenziell ist? Ich bin sehr froh darüber, dass die USA jüdisches und/oder israelisches Leben schützen und verteidigen (was meiner Meinung nach "eigentlich" wir, also Deutschland, tun müssten), nur ist mir nicht so ganz klar, welche Vorteile die USA davon haben. Ebenso denke ich mit Sorge daran, dass ein anderer - demokratischer? - Präsident Israel im Stich lassen würde. Ich weiß nicht, wie autonom Israel mittlerweile in der Landesverteidigung ist. Außer den USA und, wenn auch mit Einschränkungen, Deutschland, steht ja niemand mehr an Israels Seite.
zum Beitrag17.02.2026 , 18:09 Uhr
So ganz verstehe ich diesen Artikel nicht.Meiner Einschätzung nach ist weder das libanesische noch das israelische Militär das Problem,sondern die Hisbollah,die Israel immer und immer wieder angreift. "Doch die Armee kann die Bürger*innen ... hätte sie keine Chance." Die Armee muss die Bürger*innen,auf beiden Seiten der Grenze,gegen die Hisbollah verteidigen.Ob sie diesbezüglich eine Chance hat,kann ich nicht einschätzen.
"Libanesische Fischer aus dem Südlibanon erzählen der taz, dass sie um ihre Leben fürchten." Werden hin und wieder auch die Bürger*innen auf der anderen Seite der Grenze gefragt,ob sie um ihr Leben fürchten (müssen)? ------------------ Ich denke,die Situation sollte nicht unnötig verkompliziert werden.Die libanesische Regierung ebenso wie die gazanische Regierung sind dafür verantwortlich,dass keine Angriffe auf Nachbarn (u.a. Israel) erfolgen.Sollten die jeweiligen Militärs dazu aus verschiedenen Gründen nicht befähigt sind,müssen sie Söldner beauftragen.Wenn diese Angriffe von den jeweiligen Regierungen nicht unterbunden werden,wird I.,meiner Meinung nach zu Recht, reagieren und sich verteidigen. Die Hisbollah ist der Aggressor, nicht Israel.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:59 Uhr
Aufgrund der Polarisierung in (auch) westlichen Gesellschaften, werden wir uns wohl an solche schrecklichen Taten gewöhnen müssen und das schlimmerweise auch tun. Mir fällt nichts ein, wie wir diese Entwicklung stoppen können. Ich habe auch die kürzlichen Geschehnisse vor Augen, der eine wirft eine ihm unbekannte 18-jährige Frau vor den Zug, der andere fährt auf den Gehweg und tötet eine Mutter und ihre zwei Kinder, wieder jemand anders schlägt einen Fahrkartenkontrolleur tot, ein anderer wird tot geschlagen, weil er ein privates Auto mit einem Uber verwechselt hat ... um solche Vorfälle zu verhindern benötigen wir u.a. sehr, sehr viel Geld, das nicht (mehr?) vorhanden ist. (Ich weiß es sind unterschiedliche Fälle und Ursachen, aber das Ergebnis ist das Gleiche.)
zum Beitrag16.02.2026 , 13:32 Uhr
Danke für diesen Artikel. Da auch in diesem Winter wieder Menschen, die auf der Straße leben, erfroren sind, finde ich es wichtig, immer und immer wieder darüber zu schreiben. Auch über die entsetzlichen, mörderischen Angriffe auf Obdachlose, die niemandem etwas tun und manchmal "einfach so" getötet werden.
Mich stört auch bereits seit Jahren die Behauptung, was für ein reiches Land wir angeblich sind. Das sind wir schon sehr lange nicht mehr.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:17 Uhr
"Ich habe dort auch Produktionsgemeinschaften/ Kollektive von Frauen kennengelernt, in denen die Frauen ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen."
Das finde ich gut und hoffe, dass auch Männer ihre Kinder mit zur Arbeit nehmen. Für Deutschland wünsche ich mir, dass Firmeninhaber ab einer bestimmten Kinderanzahl aller Mitarbeitenden betriebliche Kindergärten bzw. Kinderbetreuung anbieten müssen. Über die Aufteilung der Kosten zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Kommune usw. müsste man sprechen.
zum Beitrag16.02.2026 , 13:07 Uhr
"Die drei Frauen können genauso erfolgreich ihre Kinder erziehen, oder auch scheitern, wie alle anderen."
Ebenso ist meiner Meinung nach zu berücksichtigen, dass es das erste Kind der drei Frauen ist. Ich höre von allen Müttern, die zwei bis fünf Kinder haben, dass sie bei jedem Kind dazulernten und beim darauffolgenden Kind dann etwas anders und ihrer eigenen Einschätzung nach besser gemacht haben. Das wird bei den drei Frauen im Artikel sicherlich nicht anders sein als in den meisten Familien.
zum Beitrag15.02.2026 , 19:16 Uhr
"Alles andere ist übergriffig."
Ich denke, dass die Gebärende (Mo) für ihren Wunsch "Ich habe mir ein Kind gewünscht und auch, schwanger zu sein. Mir war aber schnell klar, dass ich das nicht alleine will und auch nicht zu zweit." den anderen beiden entgegenkommen musste. Der "Preis" dafür war u.a. ohne medizinische Notwendigkeit auf das Stillen zu verzichten. Ob zu Gunsten oder zu Lasten des Babys, kann ich mangels Fachkenntnis nicht einschätzen. Es wird sicherlich spannend in der Zukunft, wie das Aushandeln der Bedürfnisse dieser drei Erwachsenen und der Bedürfnisse des Babys weitergehen werden. Deshalb wünsche ich mir auch einen regelmäßigen Artikel über diese Familie.
Schwer zu verstehen ist für mich auch die Aussage von Mo, dass sie in den ersten Wochen ihr eigenes Baby nicht mal herumgetragen hat ... ich mag es sogar fremde Babies herumzutragen. ;-) (Sofern die Eltern und das Baby es wollen.)
zum Beitrag15.02.2026 , 16:21 Uhr
"... mehr persönliche Freiheiten ..." hätte ich in Bezug auf das Leben von Frauen in Westafrika nicht erwartet. Aber es ist gut, das von jemandem zu lesen, der öfter dort ist und die Lebensverhältnisse einschätzen kann. Die meisten von uns kennen vermutlich nur Berichte aus 3. Hand, die nicht der Wahrheit entsprechen müssen.
zum Beitrag15.02.2026 , 14:50 Uhr
"Projektionsflächen" für ihre Eltern, in welcher Kombination auch immer, sind Babys/Kinder, meinem Eindruck nach fast immer. Mehrere Elternteile können da einerseits entlastend wirken, weil sie einander ausgleichen, ebenso aber auch stressig und belastend sein. U.a., weil das Kind den Erwartungen von drei Elternteilen entsprechen will/muss.
Gerade denke ich an den humorvollen Vergleich zwischen Männern und Katzen. Vielleicht lässt sich das auch auf mehrere Mütter übertragen.
zum Beitrag15.02.2026 , 12:42 Uhr
"„Ein Ziel ist auf jeden Fall, dass wir alle in der Lage sind, die Grundbedürfnisse des Kindes meistens zu erfüllen“"
Das ist einer der Sätze, die ich nicht verstanden habe:
"Grundbedürfnisse": Was ist mit den Nicht-Grundbedürfnissen, aber dennoch vorhandenen Bedürfnissen eines Babys oder Kindes?
"Meistens": Ich habe keine eigenen Kinder, aber reicht "meistens" aus?
zum Beitrag15.02.2026 , 12:17 Uhr
"... täterschützendes System ..."
Das täterschützende System durchzieht meiner Meinung nach das gesamte Strafrecht, nicht nur in Fällen von familiärer Gewalt. Meinem Eindruck nach erhalten Täter auch in den Medien sehr viel mehr Aufmerksamkeit und (positive wie negative) Anteilnahme als die Opfer.
Mag sein, dass ich es falsch sehe, aber meinem Eindruck nach sind doch "eher linke" Menschen gegen eine Verschärfung des Strafrechts. Härtere Strafen bzw. dafür zu sorgen, dass Täter nicht so schnell oder gar gleich wieder andere verletzen können, was ich übrigens befürworte, wird meist von "eher rechten" Menschen gefordert und ich nehme an, das gibt unser Strafrecht nicht her. Sonst wäre der Begriff "polizeibekannt" ja nicht so präsent. Lächerlich wirken auf mich die Gefährderansprachen. Das sind erwachsene Menschen, keine Kinder, bei denen eine "Standpauke" vielleicht noch hilft.
Dass es zu wenig Hilfsangebote und Unterstützung für Opfer gibt, sehe ich auch, nur denke ich, "wir haben halt einfach" kein Geld mehr bzw. die finanziellen Mittel reichen nicht für alle Menschen die Hilfe und Unterstützung brauchen.
zum Beitrag15.02.2026 , 11:49 Uhr
Mich erinnert dieser Art. an das (afrika.?) Sprichwort"Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“.Grundsätzlich anders gemeint,ich weiß. Ich würde mich darüber freuen,regelmäßig etwas über diese Fam. zu lesen,in einer Art "Kolumne".Allerdings würde das vermutlich die Anony. gefährden.Ansonsten lässt mich dieser Artikel verunsichert zurück;viele Anregungen zum Nachdenken incl. Spannungszustände.Einerseits das offene und vielleicht ein wenig gleichgültige "Warum nicht?Kann genauso gut oder genauso schlecht für das Kind sein wie andere Familienkonstellationen."Andererseits erschreckt es mich ein wenig,dass eine Frau,die ein Kind selbst geb. hat,die "Entscheidungsbefugnisse" für das "Wohl und Wehe" des Kindes so relativ einfach paritätisch durch 3 teilt bzw. abgibt.Hat die gebärende Mutter in der Konstellation nicht doch eine "Machtposition",die sich auf die 2 Anderen vorteilhaft ebenso wie nachteilig auswirken kann?Was,wenn später jede der drei Mütter eine andere Schulform für das Kind präferiert usw.?Was das Stillen angeht,bin ich unsicher.Angeblich gilt aus medizinischer Sicht Stillen als die gesündeste Opt.ion.Diese dann aus ideolog. Gründen aufzugeben finde ich heikel.
zum Beitrag14.02.2026 , 15:17 Uhr
"Einfache Antwort: Nichts."
Das sehe ich anders. Seit ca. 80 Jahren gibt es Angebote an die arabische Seite und nie war ein Angebot gut genug. Nachverhandelt wurde aber auch nicht, stattdessen lieber versucht, mit Terror und Krieg "alles" zu bekommen.
Ebenso sollte meiner Meinung nach nicht vergessen werden, dass das Ziel der gazanischen Regierung und ihrer Kämpfer/Hamas und der Unterstützer (u.a. Iran) die vollständige Vernichtung Israels ist. "Angeblich" (ich habe das bereits mehrfach gelesen und gehört, weiß aber, dass viele Pro-Palästinenser und Israel-Kritiker das nicht annehmen wollen; deshalb in "..." und "angeblich") ist das Ziel sogar die Auslöschung jüdischen Lebens.
Der Olbert-Plan 2008 scheint für beide Seiten vorteilhaft gewesen zu sein, wurde von der arabischen Seite aber ebenso wenig akzeptiert, wie alle vorherigen Vorschläge. Und was aus Gaza nach dem Abzug Israels gestaltet wurde, ist bekannt.
Insofern denke ich schon, könnte die arabische Seite incl. Pro-Palästinenser etwas tun bzw. hätten sie tun können. Je länger sie Krieg führen, auf Gewalt setzen, statt zu verhandeln, desto schlechter wird ihre Ausgangsposition.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:42 Uhr
Vielleicht bin ich in der Hinsicht "zu deutsch", aber ich befürworte es, dass WählerInnen sich ausweisen müssen. Ich fände es auch richtig, wenn unterbunden werden würde, dass Doppelstaatler 2x wählen können. Vielleicht ist das mit zunehmender Digitalisierung leichter möglich.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:33 Uhr
"Wieso gehen Sie eigentlich davon aus, der Fahrer wollte kein anderes Auto beschädigen?"
Ob er konkret kein anderes Auto beschädigen bzw. keinen Auffahrunfall verursachen wollte, kann ich selbstverständlich nicht wissen. Aber welchen Grund hätte es für ihn sonst noch geben können, statt auf ein anderes Auto auf den Gehweg zu fahren? Dass sich auf einem Gehweg Menschen aufhalten, weiß man, meiner Meinung nach, auch in einem solchen Moment. Und weshalb nach rechts ausweichen, auf den Gehweg und nicht nach links, auf die Straße? Weil da eben auch Autos sind.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:26 Uhr
Ich denke oft an die Artikel von Frau Zingher und Michaela Dudley, ebenso die Kommentare. Meist mit dem Bedauern, dass sie sich in einem solchen Umfeld versuchen müssen zu behaupten. Ich hoffe, sie machen mit ihrer wichtigen Arbeit weiter, auch wenn es sicherlich oft schwer fällt und ermüdend sein dürfte.
zum Beitrag14.02.2026 , 11:22 Uhr
Keine offiziellen Waffenlieferungen, aber enorme Summen an finanzieller Unterstützung für die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas, von denen diese dann Waffen kaufen. Ähnlich den „Pay for Slay“-Prämien, die aus EU-Geldern, u.a. aus Deutschland, bezahlt werden.
zum Beitrag13.02.2026 , 20:24 Uhr
"Erinnert sei an Nicholas Potter, Klaus Hillenbrand, Erica Zingher oder, wenn auch nur als Gast-Kommentatorin Michaela Dudley."
Die genannten Journalisten scheinen mir aber erheblich ausgewogener und differenzierter zu schreiben, sodass ich den Wunsch nach einem "richtigen" Gegengewicht, das ebenso einseitig argumentieren müsste wie der Autor dieses Artikels, verstehe. Ich würde das sehr begrüßen.
zum Beitrag13.02.2026 , 19:21 Uhr
"Die falsche Reaktion nach rechts auszuweichen ist tragisch, aber als Augenblicksentscheidung nachzuvollziehen."
Sie können es nachvollziehen, dass man als AutofahrerIn auf einen Gehweg fährt, um nicht auf der Straße ein anderes Auto zu beschädigen? Ich bin Autofahrerin und kann es nicht nachvollziehen; für Autofahrer sind Gehwege tabu, das sollten wir doch alle verinnerlicht haben.
zum Beitrag11.02.2026 , 17:30 Uhr
"Was ist denn mit dem Mann, der in Grenchen (Schweiz) einen Rentner nach Geld fragt und diesen dann vor einen einfahrenden Zug stößt."
Was mit dem Mann ist, weiß ich nicht. Ich denke nur, dass bei begrenzten Ressourcen entschieden werden muss, wie viele "Problemfälle" man zu den bereits länger hier lebenden "Problemfällen" aufnehmen und versorgen kann ... oder eben, man nimmt die "Kollateralschäden" in Kauf.
zum Beitrag11.02.2026 , 17:27 Uhr
"Vielleicht hat er auch kaum was erlebt und einfach eine Psychose gehabt."
Oder das Leben hier in Deutschland hat nicht seinen, teilweise vielleicht idealistischen, Vorstellungen entsprochen. Wenn er 12 Jahre in diesem Lager gewohnt hat, wird er dort vielleicht auch Freunde gehabt haben, die er zurückließ.
Ich habe nicht zum ersten Mal den Eindruck, dass wir nicht jedem geflüchteten Menschen einen Gefallen damit tun, in Deutschland leben zu dürfen. Theoretisch müssten wir jedem Geflüchteten, meiner Meinung nach, einen Bundesbürger an die Seite stellen, der/sie den Geflüchteten "an die Hand nimmt" und ggf. auf Warnsignale reagieren kann.
zum Beitrag11.02.2026 , 16:51 Uhr
"Aber da kommt jemand hierher als Flüchtling, das ist dann der Aufreger, ..."
Das ist meiner Einschätzung nach nicht der Aufreger. Der Aufreger ist, meiner Meinung nach zu Recht, das Verhalten dieses "jemand", der einfach mal so eine junge, unschuldige Frau vor einen Zug wirft.
zum Beitrag11.02.2026 , 16:39 Uhr
"Die billige Kausalkette, sobald ein Täter nicht hier geboren wurde, ist nichts anderes als schlecht verbrämter Rassismus."
In diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Zu den hier geborenen "Übeltätern" kommen die nicht hier geborenen "Übeltäter" ja noch dazu, on top. Beiden Gruppen muss Unterstützung, Hilfe und Anteilnahme entgegengebracht werden, für die uns die Kapazitäten fehlen. Ebenso denke ich, dass die Sozialisation der nicht hier geborenen Männer bei den Angriffen auf Frauen, Juden, LGBTQIA+ und Ungläubige durchaus eine Rolle spielt. Und wenn ich mir so ansehe, wie wenige hier geborene Menschen ihre simplen Silvestervorsätze durchhalten bzw. eingefahrene Denkmuster oder gar ihr Verhalten ändern (wollen/können?), frage ich mich, ob wir das von den nicht hier geborenen Männern überhaupt erwarten dürfen bzw. es als gegeben annehmen können. "Wir" stellen deren gesamtes Weltbild auf den Kopf ... das hält nicht jeder aus. (Es geht nicht, wie so oft behauptet, um Haut-, Augen- oder Haarfarbe, sondern um Verhalten.)
zum Beitrag11.02.2026 , 16:26 Uhr
"Dass das Opfer ein Kollateralschaden der Einwanderungspolitik ist?"
Ich habe lange darüber nachgedacht, weshalb unsere Politiker entscheiden bzw. entschieden haben, in dieser Größenordnung Menschen, meist Männer aus archaischen, patriarchalischen Gesellschaften, nach Deutschland einreisen zu lassen. Die Folgen dürften vorher bekannt gewesen sein, alles andere wäre zu naiv für Politiker:innen. Deshalb gehe ich tatsächlich davon aus, dass die Opfer, überlebende und nicht-überlebende, dieser Männer, tatsächlich als "Kollateralschaden" unserer Einwanderungspolitik zu verstehen sind. Mich tröstet diese Sichtweise ein wenig, weil "man" (in dem Fall Politiker:innen) Kollateralschäden ja üblicherweise nur für eine gute, vorteilhafte Sache akzeptiert bzw. in Kauf nimmt.
zum Beitrag11.02.2026 , 15:20 Uhr
"... wie man es auch dreht Privatangelegenheit."
Bei einer Ministerin, die das Machtgefälle zwischen einem "kleinen Schulrektor" und ihrer eigenen Position ausnutzt, ist das meiner Meinung nach keine Privatangelegenheit. Zumal sie ja keinen "guten" Grund für diese Vorzugsbehandlung hatte und einfach, wie vermutlich viele Eltern, die sich an die Regeln halten (müssen), Geld sparen wollte.
zum Beitrag11.02.2026 , 15:08 Uhr
"Da die Ministerin offensichtlich keine falschen Angaben gemacht hat, liegt der Fehler bei der Schule."
Sie lassen meiner Meinung nach das Machtgefälle außer Acht. Es kann sich für eine Schule, zu Lasten der Schüler, nachteilig auswirken, wenn sich ein "kleiner Schulrektor" gegen eine Ministerin stellt. Ebenso könnte er karrieretechnisch Nachteile haben, wenn er sich gegen die Wünsche einer Ministerin stellt.
Für mich hat sie einfach ihre Macht ausgenutzt, um ein paar Euro zu sparen.
zum Beitrag11.02.2026 , 14:59 Uhr
"ABER: Dies nun an der Politikerin der Linken festzumachen ist Blödsinn. Immerhin hat sie angefragt, wenn die Schule dies dann genehmigt: Alles gut, das ist nicht die Schuld von Frau Bernhardt."
Soll sich so ein "kleiner Schulrektor", der für seine Schule vielleicht einmal auf das Wohlwollen und das Entgegekommen einer Ministerin oder eines Politikers angewiesen ist, gegen eine Ministerin stellen?
Für mich ist das ein Fall von Korruption, wenn eine Ministerin, die über Macht und Einfluss verfügt, das in dieser Weise ausnutzt. Korruption ist weit verbreitet und es ist gut zu wissen, dass auch Linke nicht davor zurückschrecken.
Jetzt den Fehler auf die Schule zu schieben, die sicherlich hin und wieder auf politisches Wohlwollen angewiesen sein wird, finde ich falsch. Dazu ist die Machthierarchie zu eindeutig. Das ist bei sexuellem Missbrauch ja oft ähnlich, dass das Opfer, das in der Machthierarchie "unter" dem Täter steht, ja "eigentlich" auch hätte nein sagen können.
zum Beitrag11.02.2026 , 12:16 Uhr
Ich vermisse Frau Reichinnek’s "Auf die Barrikaden"". ;-)
zum Beitrag11.02.2026 , 10:55 Uhr
Danke für Ihren Kommentar. Der gefällt mir richtig gut, besonders auch Ihr persönliches Engagement. Ihr Hinweis auf "Überwachung/Kontrolle" bestätigt das, was mir kürzlich eine seit 2015 sehr engagierte Flüchtlingshelferin, die für ihr Engagement auch mehrfach ausgezeichnet wurde, gesagt hat: "Die Problemfälle kommen nicht zur Flüchtlingshilfe."
Schwierig finde ich, dass meinem Eindruck nach, gerade die Parteien, die sich verstärkt für die Aufnahme einer hohen Anzahl von Geflüchteten aus anderen Kulturen und Sozialisationsgemeinschaften einsetzen, eher "antiautoritär" denken und fühlen, was nicht für jeden Menschen, der zu uns kommt, hilfreich ist. Es scheint mir in den o.g. Parteien auch eher als unlauter wahrgenommen zu werden, Fehlverhalten entsprechende Konsequenzen folgen zu lassen.
zum Beitrag11.02.2026 , 10:39 Uhr
Sehr viele Menschen in Deutschland,Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete,brauchen Unterstützung und Hilfe.Wie das zu bewerkstelligen ist,angesichts leerer Kassen,weiß ich nicht.Die Bevölkerungsanzahl zu erhöhen,scheint mir nicht die richtige Lösung zu sein. Mich irritiert,dass statt eines Waisenkindes und/oder einer jungen Frau,die Wahl für die Aufnahme auf einen jungen Mann fiel.Ja,auch Männern ergeht es in diesen Flüchtlingslagern nicht gut,aber für Frauen und Kinder sind die Verhältnisse nochmals erheblich schlechter.Des Weiteren haben wir keinen Einfluss darauf,dass meist junge Männer auf anderen Fluchtwegen zu uns kommen;da sollten wir,meiner Meinung nach,doch wenigstens bei solchen Aufnahmeprogrammen ausschließlich Frauen und Kindern die Möglichkeit eines Lebens in Deutschland eröffnen.Ich hätte Mitgefühl mit diesem Mann und würde mehr Anteil an seinem Schicksal nehmen,wenn er nicht eine unschuldige,junge Frau mit in den Tod gerissen hätte.Das scheint mir purer Hass,vielleicht Frauenhass,zu sein.Zumal, wenn es stimmt, was er lt. anderen Medien angeblich zu ihr sagte.Weshalb wird nicht die Situation seines Opfers so mitfühlend beleuchtet?Auch das Opfer hat eine Geschichte.
zum Beitrag10.02.2026 , 13:11 Uhr
"Linke weist Vorwurf bewusster Zusammenarbeit mit AfD zurück"
Meiner Meinung nach ist es nicht so sehr wichtig, ob die Zusammenarbeit bewusst oder unbewusst erfolgt, sofern für die Bürger:innen gute Lösungen herauskommen. Wenn Linke und Rechte punktuell "die gleichen Ziele" verfolgen, müsste das Ergebnis doch ziemlich "mittig" sein. Mir gefällt das.
zum Beitrag10.02.2026 , 12:56 Uhr
"Einigen wir uns auf Universalismus von allen Seiten (was geistesgeschichtlich kaum mit Rechts zu vereinbaren ist), dann ließe sich aber weiterdiskutieren."
Sich auf "Universalismus"* einigen, hieße aber auch, keine u.a. politischen Gruppierungen zu unterstützen, die anderen, seien es Frauen, Juden oder LGBTQIA+ Menschenrechte vorenthalten oder diese gar vollständig vernichten wollen. Das tut die Linke meiner Meinung nach jedoch mit ihrer Parteinahme u.a. für die Gaza-Hamas-Iran-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei und der Unterstützung einiger anderer Strömungen. Mein Eindruck ist, dass für viele Linke "Universalismus" weniger gilt, sondern es eine Opferhierarchie gibt, in der Frauen, Juden und LGBTQIA+ nicht so weit oben stehen, was die Zusammenarbeit mit Klerikalen (außer sie sind evangelisch, katholisch oder jüdisch) für mich erklärt.
*Vielleicht möchten Sie bei Gelegenheit erläutern, was Sie unter "Universalismus" verstehen bzw. eine Quelle zum besseren Verständnis zur Verfügung stellen. Was ich bisher zu "Universalismus" gefunden habe, ist für mich nicht ausreichend aussagekräftig.
zum Beitrag09.02.2026 , 20:03 Uhr
"Ein Grund ist wohl auch, dass sie auf einmal endeckt hatten, dass Religion im Allgemeinen und das Kopftuch im Besonderen eine prima Angelegenheit sind, um den gläubigen Einwanderern zu zeigen wie die Linken für ihre Rechte kämpfen kann."
Ich gehe davon aus, dass dies in u.a. Berlin sicherlich recht viele Wählerstimmen bringt, ebenso wie der als "Israelkritik" getarnte Antisemitismus. Für mich ist das deshalb so enttäuschend, weil ich tatsächlich denke, dass das Leben in unserem Land und grundsätzlich auf dieser Welt für alle Menschen besser sein könnte, wenn linke Ideale (u.a. Schutz der Schwächeren) mehr politische Wirksamkeit entfalten könnten. Meiner Meinung nach ist das der! Joker der Linken, würden sie sich dann nicht doch auf die Seite von Homosexuellen-Aufhängenden, Frauenhassern und Antisemiten stellen.
Wann haben Linke "ihre Seele" verloren? Als sie die Ermorderung der jüdischen Sportler in München begrüßt haben? Fing es in Deutschland damals an oder schon früher?
Ich fände es gut, wenn die taz einen Artikel über die Entwicklung der Linken, angefangen mit vielleicht Robespierre?, veröffentlichen würde. Die Linke muss sortiert, eingeordnet werden, vielleicht findet s
zum Beitrag08.02.2026 , 14:15 Uhr
Ich stimme Ihnen zu und habe Ihre ausführliche und hilfreiche Antwort in meinem Danke an rero miteingeschlossen.
zum Beitrag08.02.2026 , 14:14 Uhr
Danke an Sie und Rakader für Ihre guten und hilfreichen Antworten. Sie haben meiner Meinung nach uneingeschränkt recht, was es aber leider trotzdem nicht leichter macht, wenn niemand vor den Kopf gestoßen werden soll. Ich hätte so gerne eine einfache, praktikable Lösung.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:39 Uhr
"Darüber, ob Gewalt gegen Neonazis Teil dieser Praxis sein kann."
Und wer definiert die Menschen/Bevölkerungsgruppen, gegen die Gewalt ausgeübt werden darf? Ich finde das heikel und würde auch nicht entscheiden wollen, gegen welche Menschen/Bevölkerungsgruppen Gewalt legitim sein könnte.
Des Weiteren erinnert mich diese Argumentation an die Argumentation von J. Butler, die/der (Bitte um Entschuldigung, ich weiß nicht, welches Wort ich korrekt zu verwenden habe und mir fiel keine Alternative* ein) den 07.10.23 legitimiert hat.
*Auch wenn es nicht das Artikelthema ist, bedanke ich mich im Voraus für Hinweise und Anregungen, wie ich das besser hätte schreiben können.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:22 Uhr
"Für jeden Menschen, der Werte hat, gibt es einen Moment, wo er zum Hammer greift."
Das sehe ich unabhängig von Werten. Die meisten Menschen, die angegriffen werden, würden, sofern möglich, die nächstgelegene Waffe in die Hand nehmen, wenn sie nicht zu geschockt, körperlich/geistig eingeschränkt oder "erstarrt" sind. Manche geben (sich?) auf.
zum Beitrag08.02.2026 , 13:09 Uhr
"Simeon T. hat erst in der Haft seine non-binäre Ausrichtung und die Transformation zu Maja entdeckt."
Gibt es hierzu eine verlässliche Quelle? Ich frage, weil es mich an Sven/Svenja Liebich erinnert, welche/r die andere Identität auch erst in der Haft feststellte und die Frage bleibt, ob es darum ging, die Haftstrafe in einem (angenehmeren?) Frauengefängnis absitzen zu können.
Letztendlich versuchen vermutlich die meisten Menschen missliche Umstände für sich persönlich zu verbessern und wenn das mit der Angabe non-binär (ausländische Gefängnisse unzumutbar), weiblich (Frauen- statt Männergefängnis), Asyl (Einwanderungsoption) möglich ist, wird es selbstverständlich genutzt. Das würden wohl viele Menschen tun und warum auch nicht, wenn Gesetze diese Möglichkeiten schaffen. Ich verstehe das.
zum Beitrag08.02.2026 , 12:51 Uhr
"Die Generalklausel für Gewalttätigkeit, wenn die legale Situation der eigenen Selbstgerechtigkeit widerspricht."
Ich stimme Ihnen zu. Damit lassen sich auch die RAF-Opfer, die Opfer des 07.10.23 usw. "recht"fertigen.
zum Beitrag07.02.2026 , 13:18 Uhr
"... sollte dies ein Gesetzgeber vorschreiben, kath. Kliniken ihre gynäkolog. Fachbereiche schließen."
Das ist für mich ein gangbarer "Mittelweg". Wer sich aussuchen will, in welchen Notsituationen er Frauen helfen möchte und in welchen nicht, sollte keine gynäkologischen Fachbereiche zu verantworten haben. Ich gehe davon aus, dass die gynäkologische Versorgung von Mitbewerbern übernommen werden kann.
zum Beitrag07.02.2026 , 12:25 Uhr
Ich "will" eine ordentliche Rechtschreib-Sprachreform, in der alle Geschlechter (und Nicht-Geschlechter, gibt es das?) berücksichtigt werden. Und das muss dann so auch im Duden stehen. Bis dahin hangle ich mich halt so durch (mal mit Sternchen, Binnen-I, Doppelpunkten usw.) und versuche, niemanden vor den Kopf zu stoßen und möglichst alle zu berücksichtigen. Wobei "niemanden" vermutlich auch falsch ist.
zum Beitrag07.02.2026 , 11:48 Uhr
"Ich finde schon, dass die faschistoiden Vereinigungen Hamas und Hisbollah entwaffnet werden sollten."
Ob dazu jemand den Mut hat? Wenn Israel das tut, wird es als "unfreundlich" verstanden, aber wer hat genug Mumm, ihnen die Waffen abzunehmen oder ist überhaupt gewillt dazu?
zum Beitrag04.02.2026 , 20:17 Uhr
"... ideologiesiert ..."
Das sind hier sicherlich die meisten. Und ja, es wäre harmonischer und angenehmer, wenn nur die Apologeten einer der beiden Kriegsparteien zu Wort kämen. Aber das entspricht vermutlich nicht dem Anspruch der taz.
Da ich nicht die Linie von Herrn Bax (und vieler Linker) vertrete, bin ich auch tatsächlich dankbar dafür, dass manche meiner Kommentare trotzdem veröffentlicht werden. Nicht weil ich jemanden überzeugen kann/will, sondern weil hier vielleicht auch jüdische und/oder israelische Menschen mitlesen und ich unter allen Umständen vermeiden möchte, dass sie denken, wir würden "alle" auf der Seite der Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei stehen.
zum Beitrag04.02.2026 , 20:05 Uhr
"... ohne irgendwelche Schutzmaßnahmen für die eigene Zivilbevölkerung zu organisieren, ..."
Ich weiß nicht, wie umfangreich das Tunnelsystem unter Gaza ist, aber die Anzahl nicht-kämpfender Opfer hätte reduziert werden können, wenn Frauen, Kinder, Greise in die Tunnel gedurft hätten und die Kämpfer m/w/d und/oder Kampfgewillten an der Oberfläche den Krieg ausgefochten hätten, den sie führen wollten.
Stattdessen wird erneut die israelische Kriegspartei dafür verantwortlich gemacht und nicht diejenigen, die den Krieg nicht nur begonnen haben, sondern durch ihre Kriegsführung und Militärstrategie auch vorgegeben haben, dass zivile Opfer in dieser Anzahl zu beklagen sind.
zum Beitrag04.02.2026 , 19:52 Uhr
"Der Hinweis auf die durchgängig menschenverachtende Hamas ist immer nötig, denn sehr oft wird die aktive Rolle der Hamas und anderer palästinensischen Akteure nicht erwähnt oder einfach unterschlagen."
Es wird auch nur selten darauf hingewiesen, dass die gazanische Regierung und ihre Kämpfer/Hamas und Unterstützer, die gegnerische Kriegspartei hinter der gelben Linie immer noch angreifen.
zum Beitrag04.02.2026 , 19:13 Uhr
So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein. Vorab: Ich lese ja ausschließlich taz und DIE ZEIT (in Ausnahmefällen folge ich den Empfehlungen anderer Kommentatoren), die TV-Berichterstattung verfolge ich gar nicht und tummle mich auch nicht in sozialen Medien.
Ich sehe es vollständig anders als Sie, nämlich, dass die Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei in für mich unverständlichem Maße romantisiert und idealisiert wird (Beispiele lasse ich weg, Sie kennen sie vermutlich), während der gegnerischen Kriegspartei, die den Krieg nicht einmal begonnen hat, jegliches Unrecht unterstellt wird.
Persönlich finde ich es gut, dass es auch unter Linken Menschen gibt, wenn auch nur wenige, die die Gaza-Hamas-Iran-Huthi-Hizbollah-u.a.-Kriegspartei incl. der Täter des 07.10.23 und ihrer Unterstützer nicht als "Freiheitskämpfer" o.ä. betrachten.
Es würde mich interessieren, ob die Spaltung der Linken darauf beruht, dass sich ältere Linke noch eher für die 6.000.000 Millionen von uns ermordeten, jüdischen, unschuldigen Menschen verantwortlich fühlen und dies für die jüngeren Linken schon "zu lange her" ist.
zum Beitrag04.02.2026 , 18:14 Uhr
"Im Hinblick auf Gaza sehe ich das so wie im Hinblick auf die Deutschen im Weltkrieg: ich kann auf individueller Ebene Mitleid empfinden."
Das sehe ich auch so. Hinsichtlich "Mitleid" denke ich allerdings eher, dass ein hoher Einsatz (einen Krieg zu beginnen) zu einem hohen Gewinn (in Bezug auf Gaza: Vernichtung Israels/jüdischen Lebens in der Region, Verhinderung der Annäherung zwischen Israel und islamischen Staaten, ...) oder eben zu einem großen Verlust (Gebietsverluste, verletzte/getötete Menschen usw.) führen kann. Menschen, die Kriege beginnen und unterstützen, wissen das meiner Meinung nach aber durchaus.
Meiner Meinung nach muss ein Krieg den Angreifern weh tun, sonst beginnen sie zu schnell den nächsten Krieg.
zum Beitrag04.02.2026 , 17:38 Uhr
""Doch das Grauen hört nicht auf: Noch immer bombardiert die israelische Armee den zerstörten Küstenstreifen, wann immer es ihr passt."
Meiner Meinung nach nicht "wann immer es ihr passt", sondern in Folge von Angriffen der gazanischen Kriegspartei auf israelische Soldaten hinter der gelben Linie. Ich finde es einseitig, dass die Angriffe der gazanischen Kriegspartei trotz Waffenstillstand so selten oder gar nicht thematisiert werden.
"Haben Israel-Apologeten nicht immer gesagt, die Hamas könne den Krieg sofort beenden, wenn sie die letzten Geiseln freiließe?"
Für mich war das ("selbstverständlich", deshalb nicht explizit erwähnt) immer damit verknüpft, dass die gazanischen Kämpfer und ihre Unterstützer damit auch ihre Kampfhandlungen einstellen, was sie nicht tun. Wenn die gazanische Kriegspartei den Krieg fortführt, indem sie trotz Waffenstillstand weiterhin israelische Soldaten hinter der gelben Linie angreift, reagiert die gegnerische Kriegspartei. So einfach wie am 07.10.23 wird man es der gazanischen Kriegspartei hoffentlich nie wieder machen.
Und ja, die Anzahl der getöteten Menschen auf beiden Seiten ist furchtbar, deshalb sollte kein Krieg begonnen werden.
zum Beitrag04.02.2026 , 10:58 Uhr
"Ende der Diskussion: TEMPOLIMIT!!!"
Grundsätzlich bin ich für Tempolimits, nur löst es meiner Meinung nach das Problem nicht, wie bereits andere Kommentatoren dargelegt haben. Deswegen stelle ich den gegenteiligen Vorschlag zur Disk.: Keine Tempolimits auf Autobahnen. Vielleicht würde diese Möglichkeit die Raser dazu bewegen, statt in Innenstädten auf Autobahnen zu rasen. Das ist auch gefährlich, ich weiß; aber wenn die Autobahnpolizei ordentlich ausgestattet wird (u.a. Helikopter usw.), die Raser schnell rauszieht und vielleicht auch über Radio oder App vor Rasern wie vor Geisterfahrern gewarnt wird, würde es vielleicht helfen. Rein subjektiv, nicht sachlich untermauert, denke ich, dass nicht-rasende Menschen in Autos auf Autobahnen mehr Schutzmöglichkeiten und eine höhere Überlebenschance haben, als Menschen im Innenstadtverkehr. Es gibt, meiner Einschätzung nach, auch weniger potentielle Opfer, wenn die Autobahn nicht ganz so voll ist.
Ansonsten votiere ich, wie viele Vorredner, für Führerscheinentzug, Beschlagnahmung des Fahrzeugs usw..
Es scheint ja auch eine Milieu-Frage zu sein.Ich kenne keine Leute, die sich über ihre Autos definieren und manche haben echt hübsche. ;-)
zum Beitrag03.02.2026 , 16:26 Uhr
"Es gibt keinen Grund warum jemand in Teilzeit(egal welche Branche,ob Arbeiter oder Anwalt)nicht den vollen Sozialbeitrag zahlen soll,wenn Er/Sie Teilzeit arbeitet,aber die Leistungen voll in Anspruch nimmt." Meiner Meinung nach müsste es richtigerweise heißen,"..die Leistungen voll in Anspruch nehmen könnte."Ob und welche Leistungen Teilzeit-Arbeitende in Anspruch nehmen,wissen wir ja nicht.Wenn es sich um eine "richtige" Versicherung handeln würde,wären Ihre Vorschläge vielleicht hilfreich.Aber es ist eben keine "richtige" Versicherung in der Form,dass vor der Aufnahme Gesundheitsprüfungen stattfinden,nur Personen Leistungen erhalten,die Versicherungsbeiträge entrichtet haben usw..Hinzu kommt,dass die gesetzlichen Krankenversicherungen teilweise Kosten übernehmen müssen,die eine gesamtgesellschaftl. Aufgabe sind und von allen Steuerzahlern erbracht werden müssten.Bevor wir also Menschen stärker belasten,die entsprechend ihrem Einkommen etwas beitragen,würde ich gerne erst einmal die versicherungsfremden Leistungen herausnehmen.Wenn ich mich richtig erinnere,soll es dazu in diesem Jahr noch einen Prozess geben,da die Krankenkassen gegen den Bund (?) geklagt haben.
zum Beitrag02.02.2026 , 20:24 Uhr
"Daher versteh ich auch nicht, warum der Vergleich mit Konzentrationslagern so falsch sein soll, weil wir nicht wissen, wie extremistisch Trump und seine Nachfolger noch werden können." Wenn Sie Vergleiche zwischen Konzentrationslagern und der Ahndung widerrechtlichen Aufenthalts in einem Staat ziehen wollen, ist das vermutlich von der Meinungsfreiheit gedeckt.
"Erleben wir gerade 1934 wieder? Sollen wir etwa warten bis 1941 wieder kommt mit Todesmärschen? Oder den hunderttausenden Opfern, die in Gaskammern ermordet werden, damit Menschen endlich Amerika als Verbrecherstaat anerkennen?"
Und das sehen Sie, weil Menschen, die sich widerrechtlich in einem Land aufhalten, in ihr Heimatland zurückkehren sollen? In ein Heimatland, in dem Millionen anderer Menschen, vermutlich auch Freunde und Familie, leben?
zum Beitrag02.02.2026 , 20:14 Uhr
"ICE verkörperteine Weltanschauung, n der Einwanderer,insbesondere aus Lateinamerika,Afrika und dem Nahen Osten,als Bedrohung für die nationale Identität und Sicherheit dargestellt werden." Bisher scheint es um Menschen ohne gültige Aufenthaltsberechtigung zu gehen.Ich gehe davon aus,dass Einwanderer aus den genannten Ländern,sofern sie über eine gültige Aufenthaltsberechtigung verfügen,nicht als Bedrohung für die Sicherheit dargestellt werden.Ich kann nicht einschätzen,ob und wer gefährlich für die "nationale Identität und Sicherheit" ist,bin aber der Ansicht,dass jeder Staat die Kontrolle darüber haben sollte,wer sich in diesem Staat aufhalten darf.Ob Staaten und Staatsgrenzen ihre Berechtigung haben oder nicht,darüber kann man Argumente austauschen.Ich habe mich da noch nicht festgelegt.So lange wir allerdings in Staaten denken und es Staaten gibt,finde ich es naheliegend,dass zwischen Staatsbürgern und Nicht-Staatsbürgern unterschieden wird.Das geht dann zwangsläufig mit der Unterscheidung von "aufenhaltsberechtigten" und "nicht-aufenthalsberechtigten" Personen einher.Beide Personengruppen können gleichgestellt werden,keine Frage,sollte aber in Gesetze gegossen werden.
zum Beitrag02.02.2026 , 19:12 Uhr
"Wenn man ICE mit Gestapo und SS vergleicht, vergleicht man es mit einer paramilitärischen Schlägertruppe und einer willkürlich agierenden Polizeiorganisation."
Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehe, ist, geht es um "Rechtsbrecher" ("Illegale"), somit um die Durchsetzung geltender Gesetze oder nicht.
zum Beitrag01.02.2026 , 14:54 Uhr
"Denn die Abschiebefantasien, die die ICE-Maschinerie antreiben, sind auch in Deutschland längst salonfähig."
Ich gehe davon aus, dass die Gesetzeslage in Deutschland solche Maßnahmen nicht zulassen. Der junge Mann, der kürzlich in Hamburg eine 18-Jährige vor die U-Bahn in den Tod gerissen hat (keine Beziehungstat), war ja auch bereits polizeibekannt, hat zwei Tage vor dieser Tötung Polizisten angegriffen und konnte dann trotz des Angriffes auf die Polizisten ("gleich"?) wieder gehen. Insofern denke ich, dass unsere Gesetze durchaus einen weitreichenden Schutz gewähren. Die Gesetzeslage in den USA kenne ich nicht.
zum Beitrag28.01.2026 , 13:55 Uhr
"... warum Minijobs bei der Krankenversicherung nur pauschal vom Arbeitgeber mit 13% abgegolten werden ... bei Teilzeit ... vollen Krankenversicherungsschutz bei weniger Beitrag ..."
Den vollen Krankenversicherungsschutz erhalten Sie auch, wenn Sie gar keine Beiträge bezahlen oder jemals bezahlt haben. Insofern finde ich es in Ordnung, dass Teilzeit-Erwerbstätige nicht stärker belastet werden.
zum Beitrag22.01.2026 , 20:25 Uhr
"Der Nordosten Syriens lässt sich vom Rest des Landes nicht trennen." Vielleicht gibt es die Möglichkeit einer Art "Bundesstaat" oder "Bundesland" für die Kurden.Wenn ich es richtig verstanden habe,will die "islamische Regierung"(ob islamistisch traue ich mich noch nicht einzuschätzen) die Region u.a. aufgrund der Öl- und Gasvorkommen dort.Ich hoffe darauf,dass eine Lösung gefunden wird,die die syrische Regierung und den Rest Syriens an den Einkünften aus Öl- und Gasverkäufen beteiligt,den kurdischen Menschen,insbesondere den Frauen!,jedoch eine gewisse Unabhängigkeit ermöglicht. Bisher habe ich nicht den Eindruck,dass Gleichberechtigung von Frauen in Syrien angestrebt wird und möchte diese den kurdischen Frauen weiterhin ermöglichen.Ich wüsste,ganz ehrlich,auch nicht,wie kurdische Soldatinnen mit islamistischen Soldaten in einer Armee zusammenarbeiten könnten."Irgendwie" kann ich mir das nicht vorstellen.Die im Artikel-Bild gezeigte Trophäe ist einfach nur widerlich und ich hoffe,der Soldatin wurde nicht noch Schlimmeres angetan.Jedenfalls zeigt es für mich durchaus zumindest einen Teil des Gedankenguts,das die Soldaten der syrischen Regierung scheinbar verinnerlicht haben.
zum Beitrag21.01.2026 , 09:38 Uhr
"Trotz aller möglichen Kritik sehe ich persönlich die westeuropäische Kultur bzw. die sich aus ihr gebildete liberale, pluralistische, demokratische Ordnung tatsächlich als die derzeit beste der Welt an."
Für Frauen, LGBTQIA+ und Juden ist diese Form des Zusammenlebens meiner Meinung nach fast überlebenswichtig. Heterosexuelle Männer haben es da leichter.
zum Beitrag20.01.2026 , 18:52 Uhr
"Warum sollen die "Neubürger" diese Regeln also nicht mitgestalten?"
Ich meine, das hängt von den Mehrheitsverhältnissen ab. Beispiel: Solange die meisten Menschen in einem Land nicht sonderlich religiös sind, wird es vermutlich schwer sein, religiöse Regeln durchzusetzen.
zum Beitrag19.01.2026 , 15:33 Uhr
"Wir können wissen, was geschieht"
Ich gehe davon aus, dass wir alle wissen, was geschieht und sehr viele Menschen die getöteten iranischen BürgerInnen betrauern. Die meisten werden sich wohl die Frage stellen, wie geholfen werden kann. Ich habe darauf keine Antwort und bin froh, dass die Entscheidung für/gegen militärisches Eingreifen bei den USA liegt.
Unserer jetzigen und früheren Regierung nehme ich es übel, dass wir auf die paar Euro (871 Millionen Euro), das sind nicht einmal 0,1% Anteil an den gesamten deutschen Ausfuhren, nicht meinen verzichten zu können. (Quelle: Deutschlandfunk, 15.01.2026)
Schwierig finde ich, dass wir hauptsächlich "chemische Produkte" und "Maschinen" in den Iran liefern. Lebensmittel und Mineralwasser wären vielleicht noch vertretbar. Aber auch auf diese Entscheidungen haben wir BürgerInnen wenig bis keinen Einfluss.
Am ehesten ließe sich vielleicht noch der Bau von Auto- und Nutzfahrzeugen im Iran durch u.a. Daimler Truck unterbinden.
zum Beitrag19.01.2026 , 13:02 Uhr
"Das ist nun wiederum rassistisch - "
Ich habe mich verkürzt ausgedrückt und Sie haben - teilweise - Recht. In einem anderen Kommentar, in dem der Migrationshintergrund von Herrn Bobga jun. angesprochen wurde, habe ich das besser und genauer erläutert.
Sozialisation ist wichtig und kann Einfluss auf fast alle Bereiche eines Lebens haben. Ebenso wie ein Alt-Nazi sein Gedankengut an seinen Sohn weitergeben kann, ist es auch möglich, dass ein in Kamerun sozialisierter Vater seinen Blick auf Frauen an seinen Sohn weitergibt. Frauen werden in Kamerun enorm schlecht behandelt und, wie ich annehme, schnell mal als H... bezeichnet.
Trotzdem haben Sie Recht, grundsätzlich kann es als rassistisch bezeichnet werden, den Migrationshintergrund von Herrn Bobga mit einzubeziehen, wobei ich mich nicht auf Ethnie, Staatsangehörigkeit, Hautfarbe oder andere Dinge beziehe, sondern lediglich auf die Sozialisation von Personen, die in unterschiedlichen Ländern unterschiedlich sein kann.
zum Beitrag19.01.2026 , 10:13 Uhr
"So etwas als Beleidigung ist altmodisch."
Sein Vater kommt aus Kamerun. Vielleicht ist es dort etwas weiter verbreitet, Mütter von Menschen, die man nicht schätzt, als Huren zu bezeichnen. Aus meiner Sicht ist das, besonders bei einem so jungen Mann, äußerst bedenklich. Sein Frauenbild scheint übel zu sein. Andere Männer zu beleidigen, indem man ihre Mütter als Huren bezeichnet, sollten wir überwunden haben.
Die Mutter von Herrn Söder starb bereits vor einigen Jahren relativ jung (sie hat übrigens auch nicht als Prostituierte gearbeitet), aber ob Herr Bobga sich bei ihr entschuldigt hätte, bezweifle ich.
(Ich lehne und werte den Beruf von Prostituierten m/w/d nicht ab, sofern er freiwillig ausgeübt wird.) Wenn sich Prostituierte selbst als Huren bezeichnen, finde ich das in Ordnung, aber nicht, wenn man fremde Frauen, egal welchen Beruf sie ausüben, als Huren bezeichnet.)
zum Beitrag18.01.2026 , 19:35 Uhr
Hundesohn, H...nsohn, ACAB, eklige weiße Mehrheitsgesellschaft ... die grünen Nachwuchspolitiker scheinen davon auszugehen, damit Erfolg haben zu können. Nun ja, der junge Mann hat nun die Aufmerksamkeit, die er sich vermutlich gewünscht hat. Vielleicht wurde ihm auch von einem PR-Berater empfohlen, mal ein paar Schlagzeilen zu generieren. Ob es seiner Partei Stimmen bringt, werden wir sehen. Dass er persönlich sein Leben lang damit assoziiert werden wird, sofern er einmal ein öffentliches Amt bekleiden sollte, hat er vorher hoffentlich bedacht.
Mich hat die Aussage einer seiner Parteikolleginnen, "... eklige, weiße Mehrheitsgesellschaft ..." sehr gekränkt. Und das von einer Frau, die ja auch im Heimatland ihres Vaters leben könnte, in dem es fast keine weißen Menschen gibt. Andere haben diese Wahl nicht.
zum Beitrag18.01.2026 , 13:33 Uhr
"Wie stellen Sie sich diese Psychologische Begleitung denn vor?"
Ich ging lediglich auf den Vorschlag von Shantivanille ein und denke, versuchen kann man es ja mal. Eine genaue Vorstellung davon, wie psychologische Arbeit mit Islamisten aussehen kann, habe ich leider nicht. Schlimmer als wirkungslos wird es vermutlich nicht sein.
zum Beitrag18.01.2026 , 11:27 Uhr
"Es ist insgesamt um das Thema Gaza ruhig geworden."
Ja, es ist ruhiger geworden; für Medien ist Frieden vermutlich weniger interessant als Krieg. Ich habe den Eindruck, dass es in/für Gaza vorangeht. Die zweite Phase des Gaza-Friedensplans hat begonnen und sogar die Pro-Palästinenser incl. der Täter und Unterstützer des 07.10.23, Hamas, Palästinensischer Islamischer Dschihad, haben dem erneut zugestimmt.
Morgen sollen die Namen des geplanten 15-köpfigen Friedensrates in Davos veröffentlicht werden.
Somit sehe ich durchaus Fortschritte und hoffe auf Erfolg. Die BürgerInnen Gazas sollten meiner Meinung nach frühzeitig eingebunden werden, auch wenn ich keine Prognose wage, für welches politische System sie sich dieses Mal entscheiden werden. An Geld, Unterstützung und guten Wünschen wird es sicherlich nicht mangeln. Mal sehen, was die BürgerInnen aus Gaza gestalten werden. Der Einfluss des Iran auf Gaza kann hoffentlich eingeschränkt werden.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:21 Uhr
"Wir brauchen weitgehende Einigkeit, wie wir d.h. letztlich unser Staat mit dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern umgehen wollen."
Diese Einigkeit wird meiner Meinung nach nicht mehr herzustellen sein, obwohl ich es mir, besonders zu Gunsten der in Deutschland und Europa lebenden jüdischen Menschen, wünsche. Ich bin so pessimistisch und behaupte, dass Einigkeit in diesem Punkt erneut zu grauenhaften Verbrechen führen würde ... die Anfänge sehen wir jetzt bereits.
Und auch die Holocaust-Überlebende Frau Friedländer sagte noch kurz vor ihrem Tod: "So hat es ja damals auch angefangen." Ihren Worten schließe ich mich uneingeschränkt an.
Dann lieber doch keine Einigkeit.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:12 Uhr
"... dogmatischen und fanatischen Weise zum Nahost-Konflikt Stellung beziehen müssen, ..."
Ich meine, dass es diesen Linken nicht um die leidenden Menschen auf beiden Seiten, sondern in der Hauptsache um den Gegner geht. Der Gegner ist in deren Wahrnehmung Imperialist, Kolonialist, weiß, Kapitalist usw.. Wie auf der rechten Seite gibt es vermutlich Menschen, die einen tatsächlichen oder vermeintlichen Gegner brauchen, an dem sie sich abarbeiten können, der vielleicht sogar ihrem Leben Sinn gibt. Außerdem erhalten sie dafür ganz offensichtlich erheblich mehr Bestätigung, mediale Aufmerksamkeit und Anerkennung, als wenn sie sich für die Menschen in der Westsahara, Jemen, Sudan usw. einsetzen würden.
zum Beitrag18.01.2026 , 10:00 Uhr
"Palästinenser sich mit Israelis an einen Tisch setzen und unter einer klugen Moderation, vielleicht erfahrene neutrale Psychologen aus ganz anderen Ländern, die auf Konfliktlösung spezialisiert sind, miteinander reden."
Einen (oder mehrere) Versuch(e) wäre es sicherlich wert. Seit 80 Jahren wird erfolglos versucht, in Gesprächen und Verhandlungen eine Lösung zu finden, allerdings, wie ich annehme, ohne psychologische Begleitung. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob Psychologen Islamisten konstruktiv einbinden können. Dennoch, versucht werden sollte es.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:53 Uhr
"Oder heißt das: Israel muss weg, egal wie und durch wen?"
Es geht nicht um Israel, sondern um jüdisches Leben. Sonst würden ja nicht überall in (auch) Europa, Australien usw. jüdische Menschen angegriffen und verfolgt werden, die weder Israelis sind noch jemals in Israel waren.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:41 Uhr
"Nicht dass ich Mitleid hätte, aber wären bei einem Umsturz nicht zahllose Racheakte und schlimmste Massaker an den bisherigen Unterstützern des alten Regimes zu befürchten?"
Diese Leute würden das Land verlassen und in anderen Ländern um Asyl bitten. Vermutlich nicht in befreundeten Ländern wie Russland, China oder in den Ländern ihrer Glaubensbrüder und -schwestern. Beispielsweise im Irak, in Aserbaidschan oder Bahrain. Auch in Libanon, Kuwait, Pakistan, Afghanistan, Syrien, Saudi-Arabien werden die Täter nicht wohnen wollen. Dabei wären sie dort größtenteils von Schiiten umgeben und würden für ihre Glaubensstärke vielleicht bewundert und anerkannt werden.
zum Beitrag18.01.2026 , 09:33 Uhr
"Nach dem Sturz des Regimes muss hingegen sichergestellt werden, daß sich keine Anhänger des Regimes in Europa verstecken können."
Ich weiß nicht, ob unser Asylrecht das hergibt. Wir leben ja auch mit Assads Folterknechten und afghanischen Taliban-Mitarbeitern hier im Land. Die Mitarbeiter des iranischen Regimes werden, meiner Einschätzung nach, auch das Recht auf Asyl in Deutschland haben. Zumal wir bereits jetzt Mitarbeiter des iranischen Regimes in Deutschland wohnen lassen, die hier Exil-Iraner verfolgen.
Hin und wieder schaffen es die besonders schlimmen Fälle der Verfolgung von Exil-Iranern in Deutschland auch in die Medien.
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