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26.09.2026 , 03:46 Uhr
Sie irren. Man schaut im norddeutschen Schmuddelwetter verdammt oft auf den Boden und weniger auf die Gebäudefassaden. Dazu ist es viel kleinteiliger und weniger erfolgreich, jeden panisch um Wertverlust besorgten Immobilienbesitzer vorab untertänigst um Erlaubnis zu bitten, ob man eine Tafel am Gebäude anbringen darf - oder schlimmer noch eine ganze WEG. Auf dem Bürgersteig können die Bewohner*innen es nicht verhindern. Dazu neigt man beim Anschauen der Stolpersteine automatisch den Kopf - soviel zur "Unterwerfung". Es gibt Stolpersteine auch da, wo es gar keine Gebäude mehr gibt, wo man Tafeln anbringen könnte. Und auch Tafeln oder Denkmäler werden beschmiert, was bei den Stolpersteinen qua Material schon deutlich schwieriger sein dürfte.
zum Beitrag26.09.2026 , 03:35 Uhr
Also, ich bin da, trotz 50-Stunden-Woche und on top Zeitstress für ärztliche Weiterbildung, in Hamburg nie "achtlos drübergetrampelt", sondern öfters kurz stehengeblieben, um zu lesen, wer da wann wohin deportiert wurde und was weiter geworden ist (selten nur Exil, meist Vernichtung).
zum Beitrag26.09.2026 , 03:29 Uhr
Das müsste sicher von Amts wegen aufgrund fehlender Genehmigungen sofort geahndet und die Schuldigen (also, die, die solche Steine verlegen würden; nicht die damit gemeinten Täter*innen aus den 1930ern und 40ern) zur Abschreckung mit empfindlichen Strafen gemaßregelt werden. Wo kämen wir sonst auch hin? /s
zum Beitrag26.09.2026 , 03:24 Uhr
Mal - eher ausnahmsweise - d'accord.
zum Beitrag26.09.2026 , 03:15 Uhr
Die CDU/CSU ist die Partei, die sich am stärksten gegen Transparenz in der Parteienfinanzierung einsetzt und die maßgeblich dafür verantwortlich ist, wie lax die Geldwäsche-Gesetze in Deutschland und auch in der EU sind. Geld stinkt für die Christsozialen noch weniger als für alle anderen (die AfD läuft da technisch bisher außer Konkurrenz, weil noch keine außerkommunale Regierungsverantwortung gehabt; und die FDP ist historisch natürlich auch nicht viel besser). Sobald der Clan Əliyev heißt oder aus den USA oder Saudi-Arabien kommt, ist alle Saubermann- und Law-and-Order-Rhetorik vergessen.
zum Beitrag26.09.2026 , 02:57 Uhr
Die Ölindustrie ist - aber vor allem: war - ja aber mal sowas von kriminell! Ich erinnere mal abseits von "Schadensbegrenzung" im Sinne von PR (nichternsthaft in der Sache) bei strukturell bedingten und in Kauf genommenen (Eventualvorsatz) Riesen-Unfällen wie bei BP oder der Exxon Valdez sachte auch an so Dinge wie den Sturz demokratisch gewählter Regierungen wie im Iran - die Konsequenzen bsi heute für die Weltwirtschaft sind wohl hinlänglich bekannt und mit etwas mehr zu veranschlagen als irgendwelche Social-Media-Verläufe von Bezirkskandidaten in Berlin ...
zum Beitrag26.09.2026 , 02:35 Uhr
Nun, lassen Sie uns gemeinsam darüber nachdenken. Vielleicht ist die Maxime "machen, dass alle das Völkerrecht achten", ein bisschen absolut. Aber man könnte in die Richtung tun, was möglich ist. Da gibt es Waffenfabriken, die exportieren in "Spannungsgebiete" (schöner Euphemismus, wenn man sich gewisse nahöstliche Schauplätze ansieht, nicht wahr?). Die brauchen dafür wohl erstaunlicherweise immer noch Exportgenehmigungen, die dt. Behörden absegnen müssen. Vielleicht müssten sie das nicht tun. Wenn man jetzt darauf abstellen wollte, dass das ja Bundes- und nicht Landesverantwortungsei, könnte man auf Landesebene ggf. die Neuansiedlung solcher Unternehmen behindern. Es gäbe ggf. noch Nadelstiche, die man seitens des Ordnungsrechts landesseitig versetzen könnte, ich habe gehört, dass ein ehemaliger griechischer Finanzminister wegen befürchteter unliebsamer Äußerungen nicht nach Berlin kommen durfte. Man könnte Strafverfolgung laufen lassen - schließlich ist Völkerstrafrecht ja neuerdings in Deutschland zumindest gegen gefallene Warlords aus Afrika oder Syrer*innen mit wenig verbliebener Lobby justiziabel, selbst ohne dt. Verdächtige oder mutmaßliche Opfer. Und Ihre Vorschläge sind?
zum Beitrag26.09.2026 , 02:13 Uhr
Klar, verstanden. Besser, wir machen nichts. Ellenlange Rechtsstreitigkeiten sind von vornherein aussichtslos, und es kann weder von Vergesellschaftung ein Signal für den Bund ausgehen - das ist bei den Vetmögensverhältnissen der Betreiber der veröffentlichten Meinung auch von vornherein ausgeschlossen -, noch könnte es den Druck im Kessel zu gerechterer Steuererhebung und -eintreibung erhöhen, damit das alles nachhaltig finanziert werden kann. Lassen wir alles weiterlaufen wie bisher, weder Wahlerfolge der AfD noch die Wirkmächtigkeit der bisherigen Entwicklung und der herrschenden Verhältnisse sind es wert, mal was zu machen. Weil ein Berliner Parteibezirk Kontakte ins Clanmilieu und einige Linke indirekt über Musiker zu - säkularen! - Restterroristen wie der PFLP haben sollen. Gute Lösung für Berlin, noch bessere für die Selbstwirksamkeit (man könnte sagen: Legitimierung) der Demokratie. Weiter so! /s
zum Beitrag26.09.2026 , 01:52 Uhr
Politische Verantwortung als Parteien der Mitte und des gemäßigten links-progressiven Spektrums wäre es zunächst einmal, anzuerkennen, dass die Berliner*innen eine sozialere Politik gewählt haben, und sich nicht hinter den Befindlichkeiten einiger Akteure eines Berliner Parteibezirks zu verstecken, nur um sich ja nicht mit den wirklich Mächtigen anlegen zu müssen. Allmählich reicht es mit den Krokodilstränen, dem Hinhalten und Verschleppen. Berlin als Bundesland wird schließlich nicht die Außenpolitik oder die bundesweite Innenpolitik bestimmen. Also Schluss mit den Ausreden!
zum Beitrag25.09.2026 , 00:10 Uhr
Komisch, dass, wenn diese Vorteile so deutlich sind, so viele Besserverdienende sich in die PKV absetzen. Werbung und PR haben einfach eine zu große Macht, oder wie? Der weniger verdienende Lebenspartner kann ja dann die Kinder gesetzlich kostenlos mitversichern lassen.
zum Beitrag25.09.2026 , 00:05 Uhr
Vielleicht Herrn Günther aus Schleswig-Holstein. Ich wäre allerdings ernsthaft auch dafür, dass man die Parteiendemokratie abschafft und das Amt einfach auslost (sagen wir mal, römisch-athenisch für ein Jahr - und am besten: Doppelspitze! Könnte man noch Teilzeit machen). Ich glaube nicht, dass das im Resultat schlechter ausfallen würde. Echt nicht.
zum Beitrag24.09.2026 , 23:08 Uhr
Mich offenbar nicht! Also, ich als angestellter Arzt in Vollzeit beim größten Klinikkonzern in Deutschland habe bis 04/2025 in einer unisolierten Altbau-Wohnung im Erdgeschoss mit zeitweise 400 Euro Heizkosten im Monat bei fast 4 m Deckenhöhe gelebt. Platte war das nicht, aber kaum billiger und kaum gesünder. Manchmal gibt es Ärzte, die sogar noch andere Familienmitglieder mitfinanzieren, ob man es nun glauben mag oder nicht. Und da sind die weniger als 5000 Euro netto dann auch so schnell ausgegeben wie verdient.
zum Beitrag24.09.2026 , 23:02 Uhr
Je nachdem, bezahlen Sie sogar deutlich weniger in der PKV: wenn Sie so Anfang 20 sind. Ich als Arzt bezahle in der freiwilligen GKV über 1000 Euro im Monat - und habe seit Oktober 2025 keinen hinreichend ortsnahen Hautarzt-Termin bekommen. Vielleicht fahre ich in Unterlaufung der elektronisch-privatwirtschaftlichen Terminvergabestellen, die sagen, dass die Praxis GKV-Neupatient*innen nicht nehmen könne. demnächst von Hamburg nach Kiel, wo eine Bekannte von mir vor 20 Jahren jetzt Hautärtzin ist - nur, um eine Überweisung zu bekommen für die Uni-Ambulanz in Hamburg. Eine einfache Hausarzt-Überweisung reicht dafür natürlich nicht aus, wo denken Sie hin? Es muss schon eine fachärztlich-dermatologische Praxis sein, die die Überweisung ausstellt - sonst könnte ja jeder Arzt sich selbst ungerechtfertigt einen Behandlungstermin zuschustern ...
zum Beitrag22.09.2026 , 22:49 Uhr
In der Tat. Und sollte es funktionieren, wird es nur rational sein - ganz im Sinne des Gemeinwesens -, dass die Konservatien und Skeptiker*innen mithelfen, dass der Rest Deutschlands schnell folgt und sich auch auf EU-Ebene dafür sehr stark gemacht wird. Meinen Sie nicht auch?
zum Beitrag22.09.2026 , 16:00 Uhr
Mit der Denke schützen Sie nicht unbedingt "unser Staatswesen" (wer ist "uns"?), sondern v. a. die Pfründe und Privilegien der bisher Berechtigten und den Status quo, der ja sowieso schon krass am Rutschen ist. Jede Stimme "manipuliert" das Ergebnis mit, das ist irgendwie der Sinn des ganzen Verfahrens. Man könnte sogar sagen, dass die Intentionen hinter den Stimmen nicht genug Durchschlagskraft auf die dann resultierende, konkrete Politik der - meist ja - Berufspolitiker*innen haben.
zum Beitrag22.09.2026 , 15:54 Uhr
Hehe, das ist falsch, zeigt aber, wie festgefügt einige Meinungen und Mentalitäten sind, dass die Alternative für unmöglich bzw. nicht existent gehalten wird. Es gibt einige Länder, die genau das tun: Fünf Staaten, die ein allgemeines nationales Wahlrecht (für Parlaments- oder Präsidentschaftswahlen) für alle dort lebenden Ausländer*innen unabhängig von ihrer Herkunft erlauben, sofern sie eine Mindestaufenthaltsdauer erfüllen: - Neuseeland (nach 1 Jahr) - Chile (nach 5) - Uruguay (nach 15) - Ecuador (nach 5) - Malawi
Auf Gegenseitigkeit gibt es auch: - UK mit Irland; - Portugal mit Brasilien, Cap Verde, São Tomé und Príncipe; - Spanien mit einigen Ex-Kolonien wohl auch.
Dann gibt es die Länder mit für Ausländer*innen geöffneten regionalem Wahlrecht, aber ohne nationales Wahlrecht: - Schweden, Dänemark, Finnland; - in der Schweiz in 2 Kantonen; - Spanien für Länder mit Gegenseitigkeitsabkommen
Unbenommen davon wäre natürlich trotzdem mehr Engagement für die Einbürgerung sowohl bei den potenziell EinZUbürgernden als auch bei den Einbürgernden (Bürokratie, Formalitäten, Hemmschwellen, Hindernisse, Bestehen auf Abgabe der alten Staatsbürgerschaft etc.) sehr wünschenswert ...
zum Beitrag22.09.2026 , 15:32 Uhr
Naja, Sie bringen das Argument, gegen das Sie am Ende selbst (auf Landes- und Bundesebene) sind, ja selbst für den kommunalen Bereich. Bürger*innen von Zweitstaaten innerhalb, aber auch von Drittsaaten außerhalb der EU sind ja auch nicht nur und oftmals nicht wesentlich von kommunalen, sondern gerade von Bundesgesetzen zu Aufenthalt, Einbürgerung, auch Steuern betroffen. Warum sie dann ausgerechnet nur kommunal mitreden dürfen sollen, aber keinesfalls regional und national, ist irgendwie nicht stimmig. Wenn sie jahrelang mit dauerhaftem Wohnsitz in Deutschland leben, werden auch sie ein Interesse am Rechtsstaat, innerer und äußerer Sicherheit etc. haben.
zum Beitrag22.09.2026 , 15:16 Uhr
Also, die kostenlose Version der Google-KI in der Suchmaschine sagt: "Die 14 EU-Länder, die Drittstaatsangehörigen (Personen ohne Pass eines EU-Staates) unter bestimmten Bedingungen ein aktives Kommunalwahlrecht gewähren, sind: * Belgien * Dänemark * Estland * Finnland * Irland * Litauen * Luxemburg * Niederlande * Portugal * Schweden * Slowakei * Slowenien * Spanien * Ungarn
Wichtige rechtliche Differenzierung: * Kommunalebene: Das Wahlrecht „ohne Pass“ bezieht sich in diesen Ländern fast ausschließlich auf Kommunalwahlen (lokale Wahlen). Ein allgemeines Wahlrecht bei nationalen Parlamentswahlen bleibt weiterhin an die jeweilige Staatsbürgerschaft geknüpft. * Mindestaufenthalt: Die Erlaubnis ist in der Regel an eine bestimmte Dauer des rechtmäßigen Wohnsitzes im jeweiligen Land gekoppelt (z. B. 6 Monate in Irland, 2 Jahre in Finnland oder 5 Jahre in den Niederlanden). * Gegenseitigkeit (Reziprozität): Einige Länder wie Spanien oder Portugal gewähren das Wahlrecht nur Bürgern aus Drittstaaten, deren Heimatländer im Gegenzug auch spanischen oder portugiesischen Staatsbürgern das Wahlrecht einräumen.
* EU-weit darf jeder wohnhafte EU-Bürger an EU- und Kommunalwahlen teilnehmen"
zum Beitrag22.09.2026 , 14:41 Uhr
Ja, zumindest gab es phasenweise Parteien, die Programmpunkte von Parteitagen oder sogar Kandidat*innen für Parteiämter auch extern haben mitwählen lassen! Das hatte den Sinn, dass man Nicht-Parteimitglieder, die sympathisieren, enger an sich bindet und hofft, dass diese die Partei dann bevorzugt auch an der Wahlurne wählen. Ganz logisch, eigentlich ...
zum Beitrag22.09.2026 , 14:38 Uhr
Nicht jedeR kann das, weil man meist die bisherige Staatsbürgerschaft aufgeben muss - vorher! und dann ggf. auch noch ohne Garantie, die deutsche am Ende wirklich zu bekommen und, wie man sieht, auch zu behalten. Und es gibt einige Staaten, z. B. Iran, die aus Prinzip ihre Staatsbürger*innen nicht aus der bisherigen entlassen. Dann konnte man sich über die längsten Phasen der BRD in Deutschland schlicht nicht einbürgern lassen. Wie es jetzt aktuell wieder ist, entzieht sich aber meiner Kenntnis.
zum Beitrag22.09.2026 , 14:34 Uhr
Na, dann spricht ja aber auch nichts dagegen in Ihrer Logik. Wenn sich der Grad von Liberalismus zu Autoritarismus bei denen, die jetzt schon wählen, nicht signifikant unterscheidet von denen, die das Wahlrecht neu erlangen würden, dann wäre das ein Nullsummenspiel, und es fände zusammen, was im Leben und Wirtschaften eh schon längst zusammengehört - aber eine Vorenthaltung wäre dann einfach ein bewusstes, recht willkürliches Versagen von Repräsentation ... Vielleicht wären die Neuwähler*innen ja dann auch noch nicht gleich so doof und würden sofort AfD wählen, wenn sie wissen, dass die AfD ihr Wahlrecht und eigentlich ihren Aufenthalt in Deutschland ablehnt - das würde dann die AfD wahrscheinlich in Summe wieder schwächen an der Wahlurne.
zum Beitrag20.09.2026 , 01:51 Uhr
Sorry, im Großen & Ganzen Nein. Kritik muss nicht vernichtend, kann & sollte konstruktiv sein. Mag sein, dass sensationslüsterner Clickbait-Journalismus dominiert, der genau das nicht ist. Aber ich sehe seit 20-30 Jahren eine starke Tendenz der Leitmedien, insbesondere der (medial präsentesten) Top-Journalistinnen mit viel Reichweite im ÖRR, zur anbiedernden Anlehnung an die Herrschenden und ziemlich kritiklosen Wiedergabe von Regierungs-PR. Es gibt da eine ungute Distanzunterschreitung, wohl aus Gründen der Bequemlichkeit & des persönlichen Narzissmus. Ist ja auch cool, wenn man privat damit prahlen kann, das man auf Du mit den in der Berliner Blase "ganz wichtigen" "Gestalter*innen" ist ... Wenn die Bürger*innen nicht verstehen, dass Kritik nicht gleich unüberbrückbare Differenzen oder Feindschaft bedeuten muss (und ich kenne hier in Norddeutschland viele, die im Privaten so ticken - ich denke, eine Reminiszenz an den wilhelminischen Obrigkeitsstaat), ist das ein gesellschaftliches Problem, welches der Journalsmus kaum ausgleichen kann, ohne seine Seele zu verkaufen. Die Gefahr ist doch hurra-patriotische "Du bist Deutschland"-Berichterstattung. Bleibt kritisch, aber konstruktiv!
zum Beitrag20.09.2026 , 01:07 Uhr
Der ÖRR muss nicht unbedingt verschlankt werden, auch wenn ich den meisten trivialen Formaten keine Träne nachweinen würde. Er muss besser, also kritischer, staatsferner und im abgebildeten Meinungsspektrum pluralistischer werden. Wir zahlen für seine Unabhängigkeit, und er soll sich nicht wie in den letzten 20-30 Jahren aus Bequemlichkeit so an die Herrschenden anbiedern!
zum Beitrag20.09.2026 , 00:59 Uhr
Bei den Punkten Werbung und Tratsch und Klatsch. Und natürlich zu Recht. Sollte rausfliegen aus dem ÖRR. Blöde Anbiederung an den Schund und geisttötenden Stil der Privaten, um ein paar Schäfchen auf dem angenommenen kleinsten gemeinsamen Nenner "abzuholen" und zu "binden". Rechtfertigt natürlich überhaupt nicht die Privatisierung sphantasien des Ministers. Von allem, was er (und die CDU/CSU) will, das Gegenteil machen! War schon immer ein guter Gradmesser für gute Politik.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:51 Uhr
Sport und Unterhaltung können meinetwegen weg. Aber: "Warum braucht es zwei Mediatheken?" - Im Sinne des Meinungspluralismus würde es eher 100 Mediantheken brauchen, finden Sie nicht? Nur zwei sind irgendwie ein bisschen unzureichend, angesichts zweier schrumpfender, aber noch großer politischer Lager ...
zum Beitrag20.09.2026 , 00:47 Uhr
Na, umso schlimmer! Ich würde die taz da ja eher rausgehen, weil genossenschaftlich organisiert. Aber natürlich haben Sie Recht: Es braucht auch öffentlich-rechtliche Zeitungen.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:44 Uhr
Naja, Transparenz wäre ja nicht gleich Verzicht und Reduktion. Wäre das so, würden wohl viele Politiker*innen nicht so viele lukrative Nebenjobs haben. Aber: Gibt es nicht Transparenz- und Auskunftsgesetze? Es wäre ja doch ziemlich interessant und im Sinne der politischen Hygiene, wenn die Vierte Gewalt in ihren Finanzierungsstrukturen bekannter wäre. Ich fürchte, über die finanziellen Abhängigkeiten und Rücksichtnahmen gerade bei privaten Zeitungen und Sendern sowie umso mehr bei Internet-Formaten wären wir wohl ziemlich entsetzt ...
zum Beitrag20.09.2026 , 00:36 Uhr
Gegen Krisen helfen redundante Systeme. Lehnt sich ein Sender des ÖRR zu sehr an politische Kräfte (ich wefe da mal einen kritischen, stechenden Blick Richtung BR), so gibt es noch andere, die den Meinungspluralismus aufrecht erhalten können.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:26 Uhr
Medien werden von Menschen gemacht. Daher finde ich, dass die Gehälter im ÖRR erheblich höher liegen sollten als in der Privatwirtschaft. Ale sollten zum ÖRR gehen wollen und nicht zu den vermaledeiten Privatsendern! Ich bin auch dafür, dass es öffentlich-rechtliche Zeitungen als Gegenmacht braucht.
zum Beitrag20.09.2026 , 00:09 Uhr
Ihre Apologetik eines Lobbyisten der privaten Medienwirtschaft mit Ministerrang ist mir suspekt. Die Stoßrichtung des viel zu sehr durch Interessenskonflikte gekennzeichneten Ministers ist doch ziemlich klar. Die wirklich interessante Frage ist doch, warum es trotz unabhängiger Gebührenfinanzierung nicht gelingt, die seit 20-30 Jahren immer mehr zunehmende Staatsnähe der Öffentlich-Rechtlichen zurückzuschrauben.
zum Beitrag19.09.2026 , 22:46 Uhr
Thema getroffen und gleichzeitig verfehlt. Du predigist hier sozusagen "den Gläubigen" ;-) Der Vorredner hob doch - in einer schwer verständlichen, idiosynkratischen und damit seinen Anliegen eigentlich einen Beärendiebst erweisenden Ausdrucksweise, wie ich gern einräumen möchte - genau darauf ab, dass der rechts- und 'rechtgläubige" Mob doch der Einfachheit halber und zur Komplexitätsreduktion und mentalen Entlastung und Verantwortungszurückweisung pauschal und diffus (eine Spezialität der Buchreligionen) auf eine "Rettung durch Jesus" und eben nicht auf Gemeinsinn und Vernunft heutiger, real lebender Menschen verweist - aber natürlich trotzdem frech auf unreif-konkretistischen Auslegungen unhinterfragter, unverstandener uralter Dogmata besteht. Die können aufgrund der Verachtung von Vernunft ("Logos", des Heiligen Geistes) hre eigene Religionsauffassung noch nicht mal widerspruchsfrei formulieren. Soviel zum "Respekt". Und: "Lattenjoseph el Sandalinista" ist ja eher eine Bezugnahme darauf, wie die politisch-religiöse Rechte Jesus interpretiert und instrumentalisiert: "Latten" (patriachal) und "Sandinista" (religiös begründetes Umstürzlertum - für mögliche Auswirkungen s. Iran).
zum Beitrag19.09.2026 , 21:37 Uhr
Ich denke, dass westliche, v. a. US- und UK-Außenpolitik sowie -Geheimdienste schon vom Auftrag her von Haus aus seit dem Ende des Kalten Krieges ausführlich einen auf Hegemonie abzielenden hybriden Krieg gegen China und Russland sowie den Iran führen: medial-propagandistisch, technologisch, durch vom Westen dominierte Handelsordnungen und formal übernationale, aber westlich dominierte Plattformen / Organisationen (SWIFT, Internet-Domain-Agentur etc.)
zum Beitrag19.09.2026 , 21:27 Uhr
Beim Thema Pistorius und mangelhafter Zivilschutz stimme ich zu. Das der Krieg unausweichlich sei, hat Bürger L. auch nicht geschrieben, sondern, dass die vorherrschende Atmosphäre mache, dass es so scheint.
zum Beitrag19.09.2026 , 21:08 Uhr
Als Bewohner*in des Westens als Täter ist es aber nicht Ihre Sprecher*innenposition, aus "Unlust" über vom Westen ausgegangene Aggressionen nicht sprechen zu wollen! Die AfD will auch nicht über schon etwas länger zurückliegende deutsche Verbrechen sprechen. Denken Sie mal drüber nach. Und: die Sowjetunion gibt es nicht mehr (den Rechtsnachfolger allerdings schon - noch), und wenn Bayern so wie damals Teile der tschetschenischen Elite Abspaltung wollen würde, wäre das auch verfassungswidrig und könnte - müsste sogar! - repressiv nach den geltenden Gesetzen bekämpft werden; man blicke mal nach Katalonien, wo - anders als die militanten Tschetschen*innen - ein NATO- und EU-Mitglied gewaltfreie und sogar demokratisch legitimierte Politiker*innen konsequent verfolgt. Wo ist da die Sanktion, der Aufschrei, der Ausschluss aus EU und NATO? Von dem "wichtigen geostrategischen Verbündeten" Türkei will ich hier mal lieber gar nicht erst anfangen ...
zum Beitrag19.09.2026 , 20:45 Uhr
"Mein Freund ist der Westen" aber auch: kannste ja mal z. B. in Griechenland herumfragen ...
zum Beitrag11.09.2026 , 13:21 Uhr
"... macht eine zentral gelenkte Wirtschaft nicht plötzlich demokratischer." Demokratischer als heute wäre es ja wohl aber doch schon, wenn die Entscheider*innen in der Wirtschaft demokratisch legitimiert wären (das waren sie im "real existierenden Sozialismus" ja eben gerade nicht). Die Beschäftigten könnten ihre Chefinnen und Chefs ja vielleicht wählen? Gewählte Chefetagen gibt es nämlich heute bei uns kaum. Man kann ja gern der Meinung sein, dass "zu viele Köche den Brei verderben" in Wirtschaftsfragen, aber warum nur da? Und "demokratisch" ist das dann schonmal nicht - sondern, wie ich finde, verdammt nah an autoritären Vorstellungen, die man dann ja auch auf alle möglichen anderen Bereiche übertragen könnte - Wissenschaft, Kultur etc. Oder eben gleich auf die Politik mit dem Ruf nach einem "starken Entscheider", der alles besser wisse als das dumme Volk. Umgekehrt erscheint es doch eigentlich rechtfertigungsbedürftig, warum ausgerechnet ein so vital wichtiger Bereich der Gesellschaft wie die Wirtschaft gar nicht demokratisch legitimiert sein darf.
zum Beitrag01.09.2026 , 02:27 Uhr
Auf jeden Fall Aber die Verfechter*innen eines folgenlosen "Abhören unter Freunden - das geht gar nicht" gegenüber den noch US-demokratischen USA ja nun irgendwie auch. Wie passend, dass Trump nun diese Infrastruktur nicht nur geerbt hat, sondern ohne Gegenwehr von den "Demokrat*innen" in unserem Land nutzt (Ramstein etc.).
zum Beitrag01.09.2026 , 02:09 Uhr
Also sind die Isländer*innen im Grunde parallel zu den Eu-Europäer*innen. Was für eine paradoxe Weltlage.
zum Beitrag01.09.2026 , 02:03 Uhr
So ist der Spätkapitalismus halt: Man wird da leicht zur eigenen Abrissbirne, mit tatkräftiger Unterstützung einer korrupten Wirtschaftselite im eigenen Land. Griechenland ist maximal unfreundlich von insbesondere Deutschland behandelt worden - nicht zum verdammt ersten Mal in den letzten100 Jahren! Die EU ist in allererster Linie im Verbund mit dem Euro ein Kohl-Mitterand-Gebilde zwecks Ausweitung des Absatzmarkts, ohne die ehemaligen Nationalwährungen aufwerten zu müssen. Das sieht man ganz deutlich an den Demokratie-Defiziten in der Struktur der Entscheidungsfindungen der EU, wo die nationalen einzelstaatlichen Regierungen den Takt vorgeben, schön sortiert nach wirtschaftlicher Macht und geostrategischen Prioritäten. Nicht ohne Grund hat die griechische Linke den Euro stets skeptisch (altgriechisches Wort!) beäugt. Deutschland soll mal seine Schulden aus WK 2 begleichen, dann können wir weiterreden hier. Die Ukraine sollte sich diese Vorerfahrungen mit westlichem Neokolonialisnus verdammt gut merken vor einem Beitritt.
zum Beitrag26.08.2026 , 18:38 Uhr
Also, im antiken Griechenland haben Demokratien recht häufig Kriege gegeneinander geführt. Kann es sein, dass Sie ein enges Verständnis davon haben, was "Demokratien" sind? Dass Sie meinen, liberal-westliche Marktdemokratien, die vorbehaltlos das US-Primat akzeptiert haben, führen keine Kriege gegeneinander? Da würde ich dann zustimmen. Ich erinnere mich aber an unschöne Szenen und Verläufe in mittel- und südamerikanischen Ländern seit den 1950er Jahren, wo (damalige) Demokratien wie die USA zumindest ja verdeckt (aber ziemlich massiv) gegen unliebsame, aber ja dennoch demokratisch legitimierte Regierungen gekämpft und diese auch abgesetzt haben. Der Blutzoll war erheblich, die Welt dadurch wohl eher nicht zum Besseren gewandelt. Vielleicht haben Sie da aufgrund Ihres Benutzer-Logos eine andere Einstellung zu. Interessant ja auch, dass enfants terribles wie Russland "wegen unserer Werte" schärfstens zu bekämpfen, Regime wie das Erdogans aber ob ihrer "geostrategischen Bedeutung" zu hofieren seien. Eine Demokratisierung der Türkei würde mindestens doppelt so viele Menschen betreffen wie in der Ukraine, eine Demokratisierung der autoritären USA sogar >8x so viele. Also zu den Waffen?
zum Beitrag30.07.2026 , 01:51 Uhr
"Bemerkenswert ist vielmehr, dass ausgerechnet das Existenzrecht Israels immer wieder relativiert oder zerredet wird, während niemand ernsthaft verlangt, die Existenz anderer Staaten zunächst bis ins letzte Detail ihrer Grenzziehung zu definieren." Tja, nun provzieren Sie hier ja geradezu damit Whataboutism, herzlichen Glückwunsch - ich verstehe nicht im Geringsten, wie man so ahistorisch und auch nachrichtenblind sein kann, dass man nicht erkennt, dass diese Aussage aber sowas von unzutreffend ist: Darf ich mal anmerken: ALLE Nationalist*innen und Revanchist*innen stellen fast IMMER die Existenzrechte der gegnerischen Staaten in Frage! Ob das die aufkeimenden Befreiungsbewegungen auf dem Balkan waren, die das "Existenzrecht" des Osmanischen Reichs verneinten und mit zu seiner Abschaffung beitrugen, ob es ein eingedeutschter Österreicher war, der das "Existenzrecht" Österrreichs abschaffte, ob es die Regierungen der Türkei und Aserbaidschans sind, die das "Existenzrecht" Berg-Karabachs und ja wohl auch das "Existenrecht" des restlichen Armeniens - mal wieder und unter Ignoranz des Westens und der Mehrheit der Weltgemeinschaft! - ableugnen - Absprechen von Existenzrechten ist Usus!
zum Beitrag30.07.2026 , 01:13 Uhr
"(3) Wohin?" Na, wohl erstmal in die Hauptstadt des ehemaligen Imperiums, was maßgeblich für einen Großteil des Leids in Pakistan, Indien, Bangladesch verantwortlich zeichnet: London, würde ich vermuten.
zum Beitrag30.07.2026 , 01:03 Uhr
Welche Ansichten teilen Sie denn? Ehrlich interessiert ...
zum Beitrag30.07.2026 , 01:02 Uhr
Eine Elite-Universität wird sich schon immer mal für ein Semester finden und dann die nächste ... Bangladesch akademisch zu revitalisieren wäre ja im Moment nach Weggang der bisherigen Ministerpräsidentin auch eine schöne, wenn ggf. nicht lukrative Aufgabe.
zum Beitrag17.07.2026 , 11:24 Uhr
Es wäre v.a. schön, wenn man dem Faschismus durch umsichtige & sozial absichernde Politik einen Großteil seines strukturellen Nährbodens nimmt, um die Argumentation "Fremde, Schwache und Bedürftige kosten Geld --> Alles wird teurer, Geld ist knapp und es ist tabu, es bei den Reichen zu holen --> die, die Geld kosten, müssen weg" zu durchbrechen. Das muss dann aber im Alltag der Menschen spürbar mal über Jahre konsequent durchgehalten werden, dass Leute spüren, das ihr Leben wieder besser wird (Mieten, Preise, Infrastruktur). Die AfD saugt doch die Unzufriedenheit & über Jahrzehnte von Neoliberalismus gewachsenen schlechten Erfahrungen der einfachen Menschen nebst (sehr begründeten) Zukunftsängsten auf wie ein Schwamm. Weniger Geld zu verteilen zu haben, ist eine Sache. Wem man aber was wegnimmt, die andere - politische, eben. Der Staat ist kein Unternehmen und kein Privathaushalt, auch das ist Tatsache. Er kann z. B. über Steuern gesamtgesellschaftlich generierten Wohlstand besteuern.
zum Beitrag05.07.2026 , 02:32 Uhr
Aus Opportunismus und um die Geschäft auf Laufen zu halten. Vorbilder aus dem Großbürgertum gab es in der Weimarer Republik und unter den Nazis zuhauf.
zum Beitrag05.07.2026 , 02:01 Uhr
"Aktivistischen Sermon" fand ich beim Vorredner nicht, aber ein nicht direkt faktengestütztes "ominös" bei Ihnen schon. Na, dann erläutern Sie doch mal mit Fakten die "Ominösität" in bis zu 1200 Anschlägen. Sie können gern auch einen längeren, wissenschaftlich bequellten Text zur Frage der Omniösität des Mietshäuser-Syndikats und zum von Ihnen ganz faktenorientiert benutzten Begriff "ein ziemlicher Knüller" hier verlinken, wir sind gespannt. Korrektur: Gewaltfrei und andere nicht vereinnahmend kommunizierend, kann ich natürlich nur für mich sprechen: Also, ich bin gespannt. Erneute Korrektur: Also, wenn ich ehrlich sein soll, dann glaube ich gar nicht, dass Sie meine Forderungen nach faktenbasierter Untermauerung der Ominösität beherzigen wollen - insofern bin ich in Wahrheit gar nicht gespannt auf Ihre Antwort.
zum Beitrag05.07.2026 , 01:49 Uhr
Damit am Ende der ganze Bereich Wohnen langfristig und nachhaltig dem inkompetenten und marktversagenden privaten Sektor entzogen wird. Und das sage ich als Eigentümer einer fremdvermieteten Immobilie. Der Staat wird sich das nötig werdende Geld dann wohl von denen holen müssen, die es haben. Wie auch immer. Steuererhöhungen wären eine jahrhundertealte Möglichkeit hierzu.
zum Beitrag05.07.2026 , 01:42 Uhr
Vor allem wäre durch so ein Gesetz der Sinn und Grundgedanke von Demokratie und auch Subsidiarität untergraben. Ich muss mal hart nachdenken, welcher Partei das vielleicht im Entferntesten nützen könnte. Irgendwie komme ich grad nicht darauf: Können Sie mir vmöglicherweise helfen?
zum Beitrag05.07.2026 , 01:39 Uhr
Wir brauchen keinen "Lernerffekt", wir brauchen bezahlbare Wohnungen. Wenn man die Wähler*innen so wenig respektiert, dass Volksentscheide egal sind, dann sind es Wahlen zur ach-so-toll-überlegenen Parteiendemokratie auch. Vielleicht mal drüber nachdenken! Meine Lernerfahrung dazu war der Volkseintscheid mit 75 % gegen die Privatisierung der Hamburger Landeskrankenhäuser, die gleichzeitig mit der Wahl zum Senat stattfand, wo eine Mehrheit der sich gegen die Privatisierung Aussprechenden schizophrenerweise auch die CDU wählte, die nach dem Wahlsieg die Privatisierung beschloss - gegen den nicht mehr deutlicher zu erklärenden Volkswillen. Das Hanseatische Oberlandesgericht als oberster Gralshüter der Hamburger Verfassung - wenn nicht im Geiste - wo kämen wir da hin? dann doch zumindest in der Formalität - entblödete sich nicht, darzulegen, dass der Volkswille ja zwar mit dem Volksentscheid (nur) zum Zeitpunkt der Wahl klar dagegen gewesen sei, andererseits aber ja die Bürgerschaft auch als Ausdruck des Volkswillens eine Woche später genauso legitim das vorige Votum wieder kassieren könne. Da sah man jetzt also mal so gar keinen WIderspruch, auch keine Irreführung des Volkes.
zum Beitrag05.07.2026 , 00:59 Uhr
"Zum Thema Kapitalanleger: Was passiert wohl, wenn diese, wie Sie sich es wohl wünschen, zukünftig einfach kein Geld mehr in den Wohnungsmarkt stecken?" - Die im SInne der Allgemeinheit vernünftige Antwort darauf wäre: Dann besteuern wir die Kapitalanleger so ("whatever it takes"), dass nicht mehr sie, sondern wir das Kapital haben und unter unserer - idealerweise demokratischen - Kontrolle das Geld selbst investieren. Denn wo kommt das Geld der Kapitalanleger denn eigentlich so her? Alles selbst erarbeitet zum Mindestlohn? Oder haben sie doch andere clever für sich arbeiten lassen? Aha! Dann ist es wohl eher (gesamt-) gesellschaftlich erarbeitet und auch nicht mit Ewigkeitsklausel bei den (bisherigen) Kapitaleignern in der Höhe richtig allokiert. Kann oder will es der Markt nicht, muss es wohl ein anderer machen. Ach so, ja: Und sollte das Kapital "fliehen" wollen, obwohl es hier erarbeitet wurde, dann haben wir ja eine immer umfassendere Überwachungsinfrastruktur, die dabei helfen könnte, das zu verhindern. Sollten andere Staaten oder seltsam staatsähnliche Gebilde wie die Kanalinseln nicht kooperieren, so haben wir durch die Aufrüstung ja alle Mittel, um Compliance zu erzwingen.
zum Beitrag27.06.2026 , 00:49 Uhr
Na, durch die gottgebene, wundersame und anstrengungslose Geldvermehrung, natürlich! Das Geld arbeitet doch, im Gegensatz zu uns faulen Arbeitnehmer*innen!
zum Beitrag27.06.2026 , 00:46 Uhr
Jo, hat ja schon bei den "Volksaktien" der Privatisierungen der 1990er-Jahre, beim Dotcom-Crash etc. super funktioniert. Meine zu erwartende Betriebsrente bei der Generali zeigt an, dass ich mich glücklich schätzen kann, wenn die eingezahlten Beiträge halbwegs inflationsbereinigt wieder rauskommen. Schade, dass mir in den davor liegenden Jahrzehnten die Kaufkraft abgezogen wurde bzw. worden sein wird. Wo ist die nur hin?
zum Beitrag27.06.2026 , 00:17 Uhr
Naja, man könnte im Westen ja mal über die geografischen Grenzen des Atlantiks und der danach benannten, noch (?) US-geführten Verteidigungsorganisation nachdenken. Oder auch nicht. Schließlich kann jedes Land, was ins westliche Narrativ passt, seine eigenen, ganz souveränen Entscheidungen treffen, ganz ohne Folgenabschätzung für Dritte und ganz ohne Konsequenzen für sich selbst. Das muss doch ein Menschenrecht sein! /s
zum Beitrag27.06.2026 , 00:07 Uhr
Na, vielleicht fehlen ihm eben aktuell einfach die Mittel? Vielleicht kommt der ukrainische Präsident ja nochmal in eine Machtposition (wie Putin), wo er dann zeigen kann, wes Geistes Kind er ist. Wenn er den russischen Aggressor heroisch niedergerungen hat und als Teil der EU und NATO sowohl finanziell als auch militärisch schalten und walten kann in den rückeroberten - pardon: befreiten - Gebieten, wie es ihm beliebt. Lackmus-Test versus Hype.
zum Beitrag26.06.2026 , 23:48 Uhr
"Zumal Selenski natürlich auch Rücksicht auf die eigenen Rechten nehmen muss. Es ist das Militär, das* die Ukraine am Leben erhält, und deren Befindlichkeiten müssen ..."
Na, dann hoffen wir mal, dass die Rechten und deren Befindlichkeiten nicht noch öfter und am Ende mit realen, schwerwiegenden Folgen für Leib und Leben von Minderheiten oder politisch Andersdenkenden beschwichtigt werden müssen. Historische Vorbilder kann sich jede*r selbst raussuchen, fürchte ich.
zum Beitrag26.06.2026 , 23:37 Uhr
Tja. Und ich finde es einen sehr leicht vermeidbaren Affront - also, leicht natürlich nur, wenn Selenskyj innenpolitisch nicht den Faschist*innen nachgeben MUSS. Vielleicht muss er das aber - dann sind die Geschichten der politischen Irrelevanz der Faschist*innen in der Ukraine falsch oder bestenfalls überholt; oder er will es von sich aus - dann ist er eben nur aufgrund seines Jüdischseins offenbar doch nicht automatisch immun gegen total revisionistisches, geschichtsvergessenes oder offen faschistisches Gedankengut. Regen und Traufe, würde ich sagen.
zum Beitrag26.06.2026 , 23:24 Uhr
Die Antwort könnte hier vielen missfallen: Lieber Appeasement und Anerkennung der alten bösen Geister als (auch nur halbwegs) konstruktive Realpolitik. Kann man schon bezeichnend und entlarvend finden. So, von wegen "die Faschist*innen spielen in der Ukraine doch keine Rolle" und so. Ihr kennt die Narrative.
zum Beitrag22.06.2026 , 00:15 Uhr
"Ikara" heißt übrigens richtig Ikaria und wird kommunistisch regiert :-) Wie Sie schon nahelegen, alles eine Frage des richtigen Mindsets😁 de.wikipedia: "Den Entbehrungen des Weltkriegs folgten unmittelbar die des griechischen Bürgerkrieges zwischen Nationalisten und Kommunisten (1946–1948). Die neue griechische Regierung, gebildet aus den siegreichen Nationalisten, benutzte die Insel als Exil-Ort zur Unterbringung von bis zu 13.000 Kommunisten in Verbannungslagern. Diese Exilanten wurden von den Bewohnern Ikarias aufgenommen und beeinflussten diese ideologisch. ... wird die Insel scherzhaft oder provokativ auch „Roter Fels“ (griechisch κόκκινος βράχος, kókkinos vráchos) genannt." Kommunismus kann also auch zur Blue Zone führen ... zumindest in Griechenland. Rückschlüsse hierzu dürfen in einem freien Land wie Deutschland von jeder/ jedem selbst gezogen werden 😄
zum Beitrag11.06.2026 , 01:38 Uhr
Genau: Die SPD wird bestimmt von viel mehr Leuten gewählt werden, wenn sie Streit mit der CDSU möglichst immer vermeidet und jegliche sozialen Grausamkeiten der CDSU mitmacht. Genau dafür wählt man dann SPD oder was? Das Urteil steht schon kafkaesk & unabänderlich fest, man darf sich aber noch aussuchen, dass es von einer "heimeligeren" Partei vollzogen wird? Wie pervers ist das denn? Ist doch leider eh schon viel zu oft so: eine SPD, die die Verschlechterungen der eigenen Klientel gegenüber gegen weniger Widestand seitens der Betroffenen exekutieren kann, als wenn es die CDSU versuchen würde - siehe Agenda 2010 und die Hartz-"Reformen". Hat sich ja total gut politisch ausgezahlt für die SPD! Die Frage ist doch, wie (und evtl. von welcher interessierten Seite) der Streit "eingeordnet", sprich: geframed wird (und ob das Framing von genug Leuten geglaubt wird). Wenn's nach Springer geht, dann als Zeichen der "chaotischen" & "nicht staatsmännischen", evtl. noch "unpatriotischen" "Unzuverlässigkeit" der SPD - wenn's nach der SPD geht, als "mutiger Einsatz" für die "einfachen Leute" ...
zum Beitrag11.06.2026 , 01:00 Uhr
Oder solidarisch ...
zum Beitrag10.06.2026 , 03:07 Uhr
"Forderungen" bringen am (Arbeits-) Markt kaum was. Die Lohnhöhe hängt nicht (direkt) an der Qualifikation, sondern an gewachsenen Tarifhistorien, Zugangsbeschränkungen wie Voraussetzungen, z. B. eine deutsche Staatsangehörigkeit zu haben, um überhaupt verbeamtet werden zu können, und Streikkraft / Organisationsgrad / politischer Streitbarkeit / Lobbyismus. Auch sind Sparten mit hohen Frauenantelen schlechter bezahlt und weniger streikfreudig in (West-) Deutschland (wo sie sich immer noch zu relevant großen Teilen als Nebenverdienerinnen an männliche Hauptverdiener binden und sich dem existenziellen Stress eines Arbeitskampfs weniger gern stellen, weil sie weniger existenziell drauf angewiesen zu sein meinen wegen des männlichen Backups in den Beziehungen).
zum Beitrag10.06.2026 , 02:47 Uhr
Ja, wieviel bleibt denn jeweils netto? 1700 ohne Rentenbeitrag könnte gar nicht so weit weg von 2500 mit Rentenbeitrag liegen ...
zum Beitrag10.06.2026 , 02:40 Uhr
Über planbare Arbeitszeiten dürfen wir angestellten Ärzt*innen (und auch die Kranken- und Altenpflege) getrost mal herzhaft lachen! Oft auch bei größeren Konzernen über den Arbeitsort. Und ich fürchte, in den prekären Zustell- und sonstigen Jobs (früher gab es Postbeamt*innen!) wird's nicht viel anders sein, nur für noch weniger Lohn und definitiv garantiert für eine spätere Rente in Altersarmut. "Gut für uns alle."
zum Beitrag09.06.2026 , 20:02 Uhr
Muss zu 90 % zustimmen. Nur: Vielleicht, vielleicht gibt es für die Konfliktbeteiligten einmal rundum zumindest Anzeigen und Bußgelder, um diese Aktions- und Reaktionsweisen für die Zukunft etwas zu bremsen. Auch die Bedrohung durch den herbeizitierten Bruder ist unschön, wohl aber, weil er sie - die beleidigende Frau betreffend - nur hypothetisch formuliert hat, nicht justziabel.
zum Beitrag06.06.2026 , 15:52 Uhr
Habe ich auch gemacht, halbe Stelle als studentische Nachtwache, u. a. auch, weil gerade knapp nicht Bafög-berechtigt. Hat mich vielleicht ein Jahr mehr Zeit gekostet als Regelstudienzeit, ging mit 5000 Euro Schulden aus dem Studium, was schon ein doofes Gefühl war. Aber da aus einer akademischen Mittelschichtsfamilie stammend, wären zur Not die Eltern eingesprungen, da die Wichtigkeit, abzuschließen, ja anerkannt war, auch wenn es finanziell auch für die Eltern eine erhebliche Belastung gewesen wäre. Ich glaube, dass eben genau so ein Szenario bei Arbeiterkindern wegen fehlendem finanziellen Backup und manchmal fehlender Anerkennung der Wichtigkeit von offiziellen Bildungsabschlüssen seitens des Elternhauses abschreckend wirkt. Deswegen wäre das Bafög so wichtig!
zum Beitrag06.06.2026 , 15:25 Uhr
Temporallappenepilepsie geht öfters einher mit sog. fokal-komplexen Anfällen, die Halluzinationen und visionsartige Bewusstseinsverschiebungen umfassen können.
zum Beitrag06.06.2026 , 13:09 Uhr
Das Deligitimieren macht doch aber nicht die Kommentatorin, sondern die Bundesregierung - indem sie eben nach Gutdünken & geopolitischer Opportunität (nicht mal der eigenen Opportunität, sondern vorwiegend der der Falken/Demokraten in den USA!) u. a. Russland scharf angeht, aber andere Völkerrechtsbrüche - durch USA, Türkei, Aserbaidschan, Golfstaaten, auch China - eben nicht (oder zumindest kaum). Es ist auch nicht folgenlose Rhetorik. Da wird Stimmung gemacht, sanktioniert, werden lukrative Verträge geschlossen, Waffen in Kriegsgebiete geliefert. Das hat reale Konsequenzen, die Länder wie Brasilien, Südafrika & Indien genau beobachten, und angesichts windelweicher Haltungen der Bundesregierung zum elendigen Konzept der US-angestoßenen Regime Changes, die ja auch in unmittelbarer Nachbarschaft z. B. von Brasilien stattfinden, erscheint - nur unter anderem! - Deutschlands Nibelungentreue in Sachen Ukraine eben unglaubwürdig. Da kommt die Delegitimierung her: die propagierten Haltungen sind im Falle Deutschlands zuletzt immer himmelschreiender inkonsistent zum realen Verhalten & die deutsche Außenpolitik daher verlogen.
zum Beitrag05.06.2026 , 23:53 Uhr
"In dem Zusammenhang würde ich gerne wissen, ob evtl. unbewusst Solidarität mit dem "nicht-weißen" Beteiligten eine Rolle spielte." - Das werden Sie - und wohl die meisten Menschen auf der Welt - nie wissen. Vielleicht wird sich einE TherapeutIn in einigen Jahren so einer Frage annähern, aber auch der / die wird es nicht "wissen", sondern im Rahmen einer Therapie mit dem / der Patiente*in ein im besten Fall heilungsorientiertes, im weniger guten Fall bürokratisch für alle Seiten bequemes Narrativ aus den rekonstruierten Erinnerungen und (unbewusst oder bewusst gefärbten) Äußerungen der / des Betroffenen abarbeiten. Wissen Sie denn so, was Ihr Unbewusstes will und macht? Wohl eher nicht, weil es unbewusst ist, oder? Und kennen Sie die "Hautfarben" der beteiligten Einsatzkräfte? Ist es statistisch wahrscheinlich, dass die Polizist*innen - ja: was nun eigentlich genau? "Braun", "schwarz" oder "indisch" waren? Ich meine, um sich "automatisch" zu solidarisieren? In Deutschland ist die Chance sehr hoch, es mit biodeutschen Weißen als Polizist*innen (oder auch noch Lehrer*innen) zu tun zu bekommen - dem Beamtenrecht, welches eine deutsche Staatsangehörigkeit fordert, geschuldet.
zum Beitrag05.06.2026 , 21:53 Uhr
Der Bau von Studierenden-Wohnheimen scheint auch zu viel zu kosten ... Früher gab es sogar für Azubis Wohnheime, Schwestern-Wohnheime zum Beispiel. Sind hier in Hamburg jetzt weitgehend privatisiert, und große Klinikkonzerne versuchen zwecks Personal- und Azubi-Gewinnung bzw. Personalanwerbung aus dem außereuropäischen Ausland nun mühselig, die alte Infrastruktur - dann jetzt natürlich aber zu ihren Konditionen und vor allem für ihre Azubis - wiederherzustellen ... eine Ode an den Neoliberalismus ... Resilienz und Effizienz geht anders.
zum Beitrag05.06.2026 , 21:44 Uhr
Bafög ist für Studierende aber kein reiner Leistungsempfang, sondern zur Hälfte auch ein Kredit (zu guten Konditionen), der auch zurückgezahlt werden muss. Meine Frau war mit der Rückzahlung erst als End-50igerin komplett durch, hatte mit Mitte 40 das erste Mal studiert, nachdem sie vorher in Ausbildungsberufen gearbeitet hatte. Beim Azubi-Bafög ist es wohl anders und ein Vollzuschuss, aber das müssen offenbar wegen Ausbildungsvergütungen nur deutlich weniger in Anspruch nehmen (hauptsächlich die mit rein schulischer Ausbildung, so weit ich weiß). Bitte bei den Fakten bleiben.
zum Beitrag31.05.2026 , 08:43 Uhr
Loswahl wie bei den Schöff*innen. Demokratischer geht es wohl kaum.
zum Beitrag25.05.2026 , 23:10 Uhr
Hab eine halbe Wohnung in Thessaloniki. Würde ein, zwei Flüchtlinge aufnehmen, wenn's hart auf hart kommt. Griechische Oma & griechischer Opa, denen das Haus gehörte, waren vorher auch Flüchtlinge als Kleinkinder in den 1920ern, einmal aus Ost-Thrakien & einmal aus Smyrna ...
zum Beitrag08.03.2026 , 01:35 Uhr
Naja, die deutschen Rüstungslieferungen an eine Regierung, deren Mitglieder teils als Verdächtige für einen Völkermord gesucht werden, wäre ja schon eine konkrete Stellschraube, an der nicht zu drehen am Ende von internationalen Gerichten oder Tribunalen vielleicht als ebenfalls strafbare Beihilfe gewertet werden könnte. Man erinnere sich an die ungewöhnliche Mäßigung Frau Baerbocks und ans Zurückrudern der damaligen Ampel ...
zum Beitrag08.03.2026 , 01:26 Uhr
Dann sollte die libanesische Regierung Israel oder saubererweise die UN offiziell darum bitten, die Hisbollah im Libanon militärisch zu bekämpfen. Dann wäre es wohl legitim. So aber?
zum Beitrag08.03.2026 , 01:19 Uhr
"Verliert man dafür seinen Job?" Ja natürlich, kann passieren, oder ja doch zumindest droht dies, in befristeten Arbeitsverhältnissen in der Wissenschaft z. B. oder bei Nicht-Wiederbewilligung von Projektgeldern in der Kultur wegen politischer Unliebsamkeit. Vielleicht kann man wie Varoufakis auch einfach nur nicht einreisen bei angeblicher "EU-Freizügigkeit", und am Ende steht noch nicht mal eine Behörde dafür gerade, und alle zeigen auf jeweils andere - konsequent gelebte "westlich-liberale-transparente Verantwortungskultur" in der "besten aller denkbaren Welten", die wir hochmotiviert gegen die AfD verteidigen sollen, nachdem Kritik von links von AfD bis zu den Grünen über Jahrzehnte lächerlich und verächtlich gemacht werden musste und für die unsere Jugend bald wieder den Heldentod sterben soll - aber ich schweife ab. Das Land Berlin hatte da schon einige Skandälchen, und eine Bundesministerin der Ampel musste in letzter Sekunde zurückrudern und eine Staatsministerin opfern. Dann gibt es noch diesen konservativen Verleger mit quasi-Ministeramt, der sich jüngst nicht entblödete, auf die Berlinale und ihre Chefin Druck auszuüben. Und das war ja nicht das erste Mal seinerseits.
zum Beitrag08.03.2026 , 00:44 Uhr
Den neuen syrischen Machthabern könnte die Destabiliserung des vergangenen syrischen Staates auch komplett egal sein, und sie könnten aktuell und in Zukunft auch einfach gerade den Willen ihrer überwiegend türkischen Geldgeber umsetzen. Soviel zum Pathos und zum "Verstandenhaben" der neuen Machthaber.
zum Beitrag30.11.2025 , 20:34 Uhr
"Wenn alles was die IDF macht unter Selbstverteidigung fällt, dann kann Antifa-Ost kaum wegen Militanz kritisiert werden." In der Tat ein schöner dialektischer Satz! Das einzige, was da dran ein Problem werden könnte, ist die Sache mit dem Sich-auf-die-gleiche-Ebene-Begeben, ob man am Ende nicht durch ständige Einübung seinen Gegner*innen strukturell und methodisch erstaunlich anfängt zu ähneln. So ungefähr wie der Teil der 68er, der sich auf dem "Marsch durch die Institutionen" am Ende von den ursprünglich kritisierten Institutionen nur noch wenig unterschied.
zum Beitrag30.11.2025 , 20:29 Uhr
Verdammt gut & knapp zusammengefasst, Danke!
zum Beitrag30.11.2025 , 15:04 Uhr
de.wikipedia.org/wiki/Rosenthal-Effekt Außerdem ist es Ihre Interpretation, was schlussendlich wohl geholfen hat. Es kann bei so kleinen Fallzahlen (N=1) z. B. Spontanverlauf (sehr wahrscheinlich, v. a. bei Unpässlichkeiten!) oder auch einfach Zufall sein. Daher muss man für Wissenschaftlichkeit schon größere Fallzahlen und entsprechend Statistik heranziehen, um reproduzierbar überzufällige Häufigkeiten herauszufinden. Und natürlich, um etliche andere positive oder negative Einflussgrößen, so weit es geht, herauszurechnen. Am besten in kontrollierten Studien, doppelverblindet.
zum Beitrag04.11.2025 , 21:57 Uhr
Reaktionär oder doch zumindest scheuklappen-konservariv ist es im Gegenteil, das globale Zutaumeln auf den Abgrund der objektiven Wachstumsgrenzen als absoluter Verwertungsschranke zu negieren & einem Weiter-So das Wort zu reden, welches uns erst in die ernsten und kaum systemimmanent im real existierenden Kapitalismus lösbaren Schwierigkeiten gebracht hat. Schließlich sind die Entwicklungen der letzten 35 Jahre ja wohl kaum den geschmähten "Alternativen", die sich übrigens auch (staats-) kapitalistisch verhielten, anzulasten, sondern eben grad dem "alternativlosen" Siegeszug des "überlegenen" Systems, das freilich nur etwas länger überlebt hat & dessen Todeszuckungen wir gerade gewahr werden. "Mehr Wohlstand für alle" war schon immer ähnlich wie die "internationale Solidarität" & ähnliche Slogans bestenfalls das: Slogans, oft aber eine glatte Lüge - heute umso mehr. Viel mehr Fantasie, mehr Kreativität wird politisch & gesellschaftstheoretisch verzweifelt benötigt. Wir haben eine nach Ende des Ostblocks immer noch nachwirkende Krise der nutzbaren kritischen politischen Theorien, die das Scheitern der bisherigen Systeme überzeugend erklären & nutzbare Ableitungen ermöglichen.
zum Beitrag02.11.2025 , 03:43 Uhr
Korrektur: Ilja Trojanow scheint sich männlich zu identifizieren: de.wikipedia.org/wiki/Ilija_Trojanow
zum Beitrag02.11.2025 , 03:03 Uhr
"also, ich möchte schon geschützt werden" - um jeden Wucherpreis, der dazu in die Lage kommen könnte, uns allen die Lebensgrundlagen abzugraben (Klima, sozialer Zusammenhalt, Verhindern des Abdriftens des Wahlvolks in den Rechtsextremismus - der, an der Macht, dann sogar all dieses Mordinstrumentarium nach eigenem Gutdünken einsetzen könnte)? Ich fürchte, wir können uns die teuren militärischen Gegensätze schlicht immer weniger leisten, wenn wir ernsthaft das menschliche (und möglichst auch demokratisch-rechtsstaatliche) Leben erhalten wollen! "das militärische Engagement im Nahen Osten müsste diskutiert werden" Nach meinem Empfinden müsste es nicht diskutiert, sondern mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden. Darüberhinaus müsste der Politik richterlicherseits aufgegeben werden, die Exportbestimmungen für Waffenlieferungen und die Bestimmungen so abzuändern, dass Geheimdienste und Militärs, die Informationen an Akteur*innen in Spannungsgebiete liefern, keine Beihilfe mehr leisten oder dafür ebenfalls langjährig in Haft kommen.
zum Beitrag02.11.2025 , 02:52 Uhr
"Machen" oder "Unterlassen"? Es mag rhetorisch unklug gewesen sein, eine NATO-Mitgliedschaft anzustreben und explizit auch zu sagen, man habe nichts dagegen, NATO-Atomraketen zu stationieren, die in ca. 5 min Flugzeit in Moskau einschlagen können, wenn gleichzeitig ein gegenseitiges militärisches Kontroll-Abkommen nach dem anderen seitens der NATO einseitig aufgekündigt oder nicht verlängert wurde, weil man auf die Regionalmacht Russland keine Rücksicht mehr zu nehmen brauche. Hat sich für den pro-westlichen Teil der zerstrittenen ukrainischen Oligarchie nicht (politisch-strategisch) ausgezahlt (monetär kurzfristig durch westliche Gelder vielleicht schon). Mit anderen Worten: Man sollte den Bogen der echten, realen Handlungsspielräume nicht tollkühn überspannen. Hat auch Kuba in der Kuba-Krise nicht gutgetan, die Folgen der Sanktionen durch die USA sind bis heute durchschlagend.
zum Beitrag02.11.2025 , 02:42 Uhr
CO2-Emissionen aller Militärapparate weltweit sind sogar Staatsgeheimnisse, weil Gegner*innen keine aus solchen Informationen auch indirekt gewinnbaren Vorteile ziehen sollen! Vordergründig ja erstmal gut für die Sicherheit einzelner Staaten, aber das schmälert halt nur meinen individuellen Zukunftsoptimismus, dass gesellschaftliches und privates CO2-Sparen dem Klima am Ende hilft, wenn es vielleicht nur ermöglicht, dass unter Bezugnahme auf diese Einsparungen der militärisch-industrielle Komplex noch ein paar Megatonnen mehr CO2 raushauen kann. Ich bezweifle, dass ich mit diesem Unbehagen ganz allein dastehe. Das blöde Fußvolk wird schon sparen! Und die Folgen bezahlen! Wer auch sonst? Blöd nur, dass bei zunehmender Intensität der Klimakatastrophe dann ja die globale Sicherheitslage immer prekärer werden dürfte - dann also wieder gut, dass wir dem Militär keine (überprüfbaren) Zügel angelegt haben ;-) Denn unser Militär wird am Ende die klimabedingten Verwerfungen menschenrechtskonform und rechtsstaatlich ausgleichen, beheben und befrieden ;-) Sieht man schon ganz gut heraufdämmern in Sachen Migration, Frontex und Abkommen der EU mit "wichtigen Transitländern" der Migration.
zum Beitrag02.11.2025 , 02:30 Uhr
Deswegen sind alle Menschen, auch Sie, aufgerufen, überall dort, wo sie etwas gegen Atomwaffen tun können, ihren Herrschenden maximales Ungemach zu bereiten.
zum Beitrag02.11.2025 , 02:17 Uhr
Ähm, hat Polen nicht zur Oblast Kaliningrad sehr wohl eine direkte Grenze?
zum Beitrag14.10.2025 , 21:58 Uhr
Das kluge Individuum vertraut bei solchen Situationen und Konstellationen hoffentlich nicht blind. Dazu gibt es viel zu viele Präzedenzfälle allein schon im Hellfeld. Deutschland ist im internationalen Vergleich zumindest unter Industriestaaten dazu besonders schlecht in Sachen Verfahren gegen Polizist*innen und Aufklärung sowie Entschädigung von Justizirrtümern. Die korrespondierende andere Seite der Medaille ist, dass der Staat durch mindestens Duldung solcher Vorgehensweisen sich selbst delegitimiert.
zum Beitrag14.10.2025 , 21:48 Uhr
Z. B. in Ausweisen von Institutionen wie des Jugendamts, des Justizvollzugs und der Forensischen Psychiatrie steht das. Offenbar auch in Ausweisen der Parlamentsangehörigen.
zum Beitrag27.02.2022 , 12:57 Uhr
Sorry, aber wer von Nawalny spricht, wird nicht zu Assange, Snowden, Manning schweigen können. Als ob der Westen im Kern, wenn es um schlechte PR geht, so viel anders ticken würde als Russland (Machtpolitik halt) - Methoden sind vielleicht subtiler und wirken weniger barbarisch, aber das Ziel ist doch immer, "Nestbeschmutzer" fertig zu machen. - Übrigens hat Wagenknecht die Interviewerin im Radio korrigiert, als diese sie so verstand, dass Wagenknecht eine geringe Kriegsgefahr sehe: Sie sagte, dass die Situation brandgefährlich sei und meinte einfach, dass eine Invasion nicht wirklich im übergeordneten russisschen Interesse sei (wie ich sie implizit verstanden habe: aber dennoch, aus einer Art Verzweiflung und sich in eine Sackgasse manövriert haben, möglich).
zum Beitrag27.02.2022 , 03:50 Uhr
Leute, wendet Euch bitte auch an die Psychiatrischen Institutsambulanzen der Krankenhäuser. Da gibt es immer wieder junge psychologische und ärztliche Psychotherapeut*innen, die i. R. ihrer Weiterbildung dringend auf Richtlinen-Psychotherapie-Patient*innen angewiesen sind. Wird alle 4 Stunden fachpsychotherapeutisch supervidiert (zumindest an meiner Klinik in Hamburg).
zum Beitrag24.02.2022 , 21:33 Uhr
Bitter, bitter. Ich habe nur noch Bitterkeit übrig. Vor allem für den Westen. Der Westen erntet, was er gesät hat - den Preis bezahlen aber die Ukrainer*innen. Die Russen haben eindringlich im Kosovo-Krieg davor gewarnt, keine Abspaltungen unilateral anzuerkennen - dies würde einen gefährlichen, nicht wieder rückgängig zu machenden Präzedenzfall schaffen für spätere Auseinandersetzungen. Das ist jetzt eingetreten. Der Westen war derjenige, der die vorher relativ verbindlichen Völkerrechts-Konventionen arrogant über den Haufen geworfen hat - weil man dachte, die Russen sind in den 90ern eben schwach und können ja eh nichts machen. Das rächt sich jetzt (Ergebnis: Bankrott der internationalen Moral). Und: Wer einseitige Grenzverschiebungen & -ziehungen mit militärischer Macht absolut und aus Prinzip ablehnt, könnte mal ein Wörtchen zur "Türkischen Republik Nordzypern" verlieren - bzw. mit harten Sanktionen handeln - aber sorry, ist ja ein großer, wichtiger Verbündeter, die Türkei. Da nützt Zypern die EU-Mitgliedschaft halt gar nichts. Die Türkei fliegt bestimmt nicht aus dem SWIFT-System dafür. Oder: die vielbeschworene "Souveränität" - fragt mal die Griechen, wie "souverän" man in westlichen Verbünden so ist. Aber: es ist die eine - vielleicht einizge - ehrliche Erfahrung auf der Metaebene für die pro-westlichen Elemente der Ukraine ist: noch gar nicht EU- oder NATO-Mitglied, und schon macht man die typische Erfahrung: zur Eskalation und zum Ärgern Russlands taugt man gut, aber im Gegenzug hat man vom Westen nichts Substanzielles zu erwarten. Regime change ist schiefgegangen, allen US-Geldern und westlichen Think Tanks zum Trotz. Wusstet Ihr, dass der IWF schon Bedingungen für die Westanbindung der Ukraine formuliert hat? Gesundheitswesen zu überbläht und zu teuer, Bildungswesen zu teuer, weil kostenlos, und Gassubsventionen für die Bevölkerung zu teuer. Das ist die Freiheit, die die Ukrainer*innen zu erwarten hätten im Westen. Mit allen langfristigen Konsequenzen.
zum Beitrag10.12.2015 , 01:37 Uhr
Ja, ja, ganz bizarr, diese Griechen, haben sogar Berufsbezeichnungen als Nachnamen, ganz anders als im Land der Schmidts und Bauers: https://de.wikipedia.org/wiki/Grammaticus_%28Lehrer%29
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