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Ausweitung des AchtstundentagesDer SPD ist nicht mehr zu helfen

Kommentar von

Gunnar Hinck

Die Sozialdemokraten sind bereit, die größte Errungenschaft der Arbeiterbewegung aufzugeben: den Achtstundentag. Koalitionszwänge? Unglaubwürdig.

SPD aufgepasst: Einen Angriff auf den „ Acht-Stunden-Tag“ lassen sich die Gewerkschaften nicht bieten Foto: Annegret Hilse/reuters

J uso-Chef Philipp Türmer mag sich regelmäßig sehr kalkuliert über Dinge aufregen, aber hier hat er recht: „Den Achtstundentag zu schleifen, ist kein Aufbruchssignal, das ist eine Frechheit.“ Nicht nur das – die Koalitionspläne sind auch falsch, unnötig und dürften für die SPD fatal werden.

Der Auftritt von Bärbel Bas auf dem DGB-Kongress in der zurückliegenden Woche zeigte wieder eindrücklich das Talent der SPD, sich selbst zu zerlegen. Die Arbeitsministerin sagte: „Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen.“ Und dann: „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“

Die SPD-Vorsitzende als beflissene Staatsnotarin, die kleinlich darüber wacht, dass die Punkte des Koalitionsvertrags auch ordentlich abgearbeitet werden. Ein Koalitionsvertrag ist übrigens rechtlich gesehen kein verbindlicher Vertrag, sondern eine politische Absichtserklärung, die natürlich im Laufe einer Legislaturperiode geändert werden kann.

SPD unterschätzt die Brisanz dieser Entscheidung

Da ist sie wieder, die SPD, die ja eigentlich für die – wie es bei ihr immer heißt – hart arbeitenden Menschen da sein will, aber leider, leider wegen der vermeintlichen Sachzwänge einer Koalition das Gegenteil machen muss.

Investigativjournalistinnen oder Historiker werden sicher irgendwann einmal herausfinden, wie es der Punkt, künftig eine wöchentliche Höchstarbeitszeit statt einer täglichen zu ermöglichen, in den Koalitionsvertrag schaffte. Vielleicht waren die SPD-VerhandlerInnen kurz unaufmerksam. Oder Lars Klingbeil setzte sich innerparteilich durch. Wir wissen es – noch – nicht.

Jedenfalls hat die SPD die Brisanz komplett unterschätzt. In den Gewerkschaften, bei Betriebsräten, im ArbeitnehmerInnenlager überhaupt ist die Wut derzeit groß. Warum ist das so? Der Achtstundentag gehört zur DNA von ArbeiterInnenbewegung und Gewerkschaften. 1918, kurz nach der Novemberrevolution, wurde er durchgesetzt, schon Karl Marx forderte ihn. Er machte gerade harte, körperliche Arbeit erträglicher. Wenn jetzt die SPD die Axt an den Achtstundentag legt, wäre das ein tiefer Schnitt in den Identitätskern ihrer Restklientel.

Fremdbestimmte und selbstbestimmte Arbeit

Das Deprimierende ist, dass die Führungsleute der ehemaligen Arbeiterpartei SPD den Unterschied zwischen fremdbestimmter und selbstbestimmter Arbeit nicht mehr zu kennen scheinen: Eine selbstständige Handwerksmeisterin, die abends noch den Bürokram macht, oder der freie Künstler, der gerade im Flow ist, denken nicht im Achtstundentakt – und sie können so lange arbeiten, wie sie wollen.

Aber die Buchhalterin im Großraum und der Zerspanungsmechaniker in der Fabrik verkaufen ihre Arbeitszeit – und sind nach acht Stunden (plus häufiger Überstunden) „durch“. Und: Arbeit ist heute zwar gesünder als zu Karl Marx’ Zeiten, aber die Arbeitsdichte und damit die Arbeitsbelastung sind durch technischen Fortschritt und Digitalisierung immens gestiegen.

Das Absurde an der ganzen Debatte ist, dass Flexibilität schon jetzt möglich ist. Das Arbeitszeitgesetz erlaubt problemlos Zehnstundentage, wenn es einen Ausgleich zu einem späteren Zeitpunkt gibt. Will die Koalition ernsthaft, dass die Leute elf Stunden und mehr arbeiten?

Schwach abgesicherte Beschäftige haben das Nachsehen

Durchschaubar ist das Argument, dass sich Arbeitnehmer mehr Flexibilität wünschten – diese Behauptung hat es tatsächlich in den Koalitionsvertrag geschafft. Die Frage ist: Wessen Flexibilität? Natürlich werden in Wahrheit damit die Flexibilitätsbedürfnisse des Arbeitgebers bedient. Wenn ArbeitnehmerInnen mehr Flexibilität wünschen, wollen sie diese selbstbestimmt, also freiwillig.

Sollten die Koalitionspläne durchkommen, wird es ausgerechnet die schwach abgesicherten Arbeitenden treffen. Das bedeutet nach dem Mindeststandard der EU-Arbeitszeitrichtlinie 48 Stunden pro Woche – im Durchschnitt. Diejenigen, für die ein Tarifvertrag gilt, dürften ungefährdet sein, weil ihre Arbeitsbedingungen immer von den Gewerkschaften mitverhandelt werden. Das alles dürfte die Zweiklassengesellschaft in der Arbeitswelt verstärken – und den von der SPD gern beschworenen gesellschaftlichen Zusammenhalt weiter zerbröseln.

Wenn die SPD nicht das Ende des Achtstundentags verhindert, dann ist ihr wirklich nicht mehr zu helfen. Und dann sollte sie sich nicht wundern, warum sie mehr und mehr zur Kleinpartei wird.

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ist Redakteur im taz-Ressort Meinung.
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229 Kommentare

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  • Koalition ?



    ⛔️ Immer wieder reicht die SPD der Union die Hände. Von Bärbel Bas hätte man mehr die Einhaltung einer rote Line erwartet ❗️



    Noch kann Sie zeigen was ihr die drei Säulen, auf der die SPD steht wert sind :



    - Freiheit , bedeutet sich nicht Weisungsgebunden den Arbeitgebern völlig ausliefern zu müssen.



    - Solidarität, bedeutet Stärkere setzen sich für Schwache in der Gesellschaft, für deren Rechte ein



    - Gerechtigkeit, bedeutet gleiche Chancen für alle, unabhängig von Herkunft und Geschlecht, sowie eine faire Verteilung von Wohlstand



    Es muss doch wohl möglich sein, sich innerparteilich als gestandene Frau wie Frau Bas, die Genossen der SPD hinter sich zu bringen und sich gegen ein Soldatensöhnchen durchzusetzen ❗️

  • Bei der letzten großen Reform unter Schröder hatte dieser den enormen Vorteil das die sehr SPD nahen Gewerkschaften die Vorschläge "ihres" Kanzlers mitgetragen haben, auch um ihn nicht (noch mehr) zu schädigen. Heute führt man einen gnadenlosen Arbeitskampf gegen die böse Merz Union, alleine das erwähnen von Änderungen wird schon als Blasphemie angesehen. Kann man machen, nur gibt es dann halt bei alle Beteiligten nur Verlierer.

    • @Günter Witte:

      Eujoijoi.

      “Heute führt man einen gnadenlosen Arbeitskampf gegen die böse Merz Union, alleine das erwähnen von Änderungen wird schon als Blasphemie angesehen.“

      Hola. Vermute mal sesan Gag-Schreiber beim



      Preisgekröhnten Drögemichel Nuhr - wa! 🙀🥳

      Na Mahlzeit & hoffentlich n Carepaket für Fritz

    • @Günter Witte:

      Die Gewerkschaften lassen eben (hoffentlich) nicht wieder so leicht über den Tisch ziehen.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        @warum_denkt_keiner_nach?



        Kommt halt darauf an, was für Aufsichtsratspöstchen in der freien Wirtschaft auf Frau Bas und den Soldatensohn warten...



        Irgendwas werden sie sich schon von den Altvorderen, auch aus kleinsten Verhältnissen gekrochenen Gerhard Schröder & dem unsympathischen, unglaubwürdigen Sigmar Gabriel abgeschaut haben, woll 🤑

    • @Günter Witte:

      Sie haben da natürlich einen wunden Punkt erwischt mit dem Hinweis auf die neoliberale Agenda-Politik Schröders damals und ihrer fast kritiklosen Unterstützung durch die Gewerkschaften. Wären diese nicht (immer noch) so verbandelt mit der SPD, würden sie heute weitaus glaubwürdiger dastehen in ihrem Einsatz gegen die soziale Kahlschlags-Politik der Merz-Regierung.



      Wo bleiben denn die massenhaften, von den Gewerkschaften organisierten Proteste auf deutschen Straßen? Der Angriff auf den 8-Stunden-Tag sollte doch ein Weckruf sein: bis hierhin und nicht weiter! Leider hat sich dazu noch ein großer Teil der deutschen Arbeiterschaft von der neofaschistischen AfD den Kopf verdrehen lassen.

      • @Abdurchdiemitte:

        @ Abdurchdiemitte



        Antworten auf Ihre Fragen zu den laufenden Vorbereitungen zu den Protesten / Streiks werden Ihnen die Gewerkschaft & mächtigen Sozialverbände geben können.



        www.verdi.de



        Kleiner Tipp zur Wortwahl - Arbeiter sind auch Arbeitnehmer.

  • "Wenn die SPD nicht das Ende des Achtstundentags verhindert, dann ist ihr wirklich nicht mehr zu helfen"



    War es nicht so, dass schon zur letzten Bundestagswahl 38% der Arbeiter AfD gewählt haben?



    Ihre 'Klientel' hat die SPD doch schon lange verloren, oder?



    Der 8-Stunden-Tag macht da den Bock auch nicht mehr fett.



    Was ich an der SPD so bestürzend finde, die machen jetzt mit der Union das exakte Gegenteil von dem, was sie in der Ampel gemacht haben.



    Bei dieser Partei geht es einfach nur darum, irgendwie an der Macht zu sein.



    Linie? Programm? Nur auf dem Papier.

    • @Astrid Sehnefeld:

      @Astrid Sehnefeld



      Alles fein, nur Bezeichnen Sie lieber Arbeiter und Angestellte als Arbeitnehmer, einige der Mitforisten kommen sonst völlig vom Patt ab und können ihrem guten Beitrag nicht ganz folgen.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Arbeiter? Wann hat die denn das letzte Mal wer gefragt?



      Die SPD ist eine Partei für Rentner und Angestellte im öffentlichen Dienst.

  • Es gibt Tage da ist schönes Wetter, in der Arbeit gibt's nichts zu tun, meine Frau hat frei... Da ist es toll wenn ich nach 5 Stunden nach Hause gehen kann. Dank Gleitzeit kein Problem.

    Es gibt Tage, da ist das Wetter Mist, meine Frau hat Nachtschicht, ich bin ausgeschlafen und in der Arbeit gibt's spannende Arbeit ohne Ende.



    Da hätte ich überhaupt kein Problem 11 Stunden zu arbeiten. Geht aber nicht; nicht wegen meinen Arbeitgeber, sondern wegen dem Gesetz.

    Keine Ahnung inwiefern das mich (einen einfachen Arbeitnehmer) vor irgendetwas schützt.

    • @lundril:

      @lundril



      Wenn das Arbeitszeitschutzgesetz, durch die SPD fällt, werden Tür & Tor für die Arbeitgeber geöffnet, über ihre in Abhängigkeit Beschäftigten zu verfügen, jederzeit wie es ihnen gerade passt und es wird weder auf schönes Wetter oder ihre Frau, ihre Familie, ihre Katze oder ihren Hund Rücksicht genommen. SIE haben auf ANWEISUNG an ihrem Arbeitsplatz zu erscheinen - Ihre Begehrlichkeiten braucht Ihren Arbeitgeber nicht mehr zu interessieren. Sind Sie ein Lemmling ?

    • @lundril:

      Sie können 11h effektiv schaffen? Gratuliere. Allerdings wird das Ihre Gesundheit nicht lange mitmachen.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nein nein, das Gesetz soll ja nur nicht gelten bei Regen und wenn die Frau Nachtschicht hat.

    • @lundril:

      Vermutlich gibt es manche Woche, da könnten Sie 60 oder 70 Stunden arbeiten. Vermutlich gibt es manche Woche, da könnten Sie auch samstags oder sonntags arbeiten. Es gibt vermutlich manchen Tag, da benötigen Sie keine Pause.



      Das ist natürlich ein großartiger Grund, all diese Dinge, die sich die Arbeiterbewegung in den letzten 100 Jahren erkämpft hat, abzuschaffen. Gell?

      • @Kaboom:

        Erklären Sie ihre Logik bitte mal einem Landwirt mit Tierhaltung, dieser muss 365/24 für seine Tiere da sein. Oder arbeiten Landwirte nicht ??

        • @Günter Witte:

          Nur sind Landwirte meistens selbstständig, und keine Arbeitnehmer. Und um die geht es hier.

  • Es drängt sich der Eindruck auf dass die SPD akzeptiert hat dass sie hauptsächlich von Menschen gewählt wird, welche nicht mehr (lange) arbeiten müssen. Also warum sich noch groß um irgendwas bemühen ?



    Eine Arbeiterpartei ist sie schon lange nicht mehr und in Anbetracht der Wahlergebnissen auch keine Volkspartei. Höchstens noch eine Rentnerpartei

    • @Rabenbote:

      "Es drängt sich der Eindruck auf dass die SPD akzeptiert hat dass sie hauptsächlich von Menschen gewählt wird, welche nicht mehr (lange) arbeiten müssen."

      Bei faktischen Rentenkürzungen ist die SPD doch auch dabei...

  • Statt auf der SPD rumzuhacken, sollten Sie lieber den Widerstand gegen die Rechten organisieren, die dieses Programm von länger arbeiten, mehr Ausbeutung und Sozialkahlschlag vorantreiben. Die SPD ist dabei Erfüllungsgehilfin.



    Es gilt alle Kräfte zu stärken und zu verbinden, die nicht einfach die Reichen füttern wollen.



    Die Merz-Regierung betreibt in vielen Punkten die gleiche Politik wie Trump. So die Big Beautifull Bill, durch die Arbeiter und Ärmere in den USA viel weniger Geld haben (werden).

    • @Land of plenty:

      "Die SPD ist dabei Erfüllungsgehilfin."

      Eben. Also muss man auch der SPD Widerstand leisten. Die SPD ist dabei Erfüllungsgehilfin. Es nützt nichts, wenn rechte Politik rot angestrichen wird.

  • Schön das hier alle so auf die SPD einhacken. Wieviel % hat sie bei den letzten Wahlen erhalten? Wieviel wird sie bei den nächsten Wahlen erhalten? Ihr werdet euch noch nach der guten alten Tante SPD zurücksehnen, wenn die CDU oder was ich viel mehr befürchte die AFD alleine regiert, dann viel Spass....Oder glaubt hier wirklich noch jemand an die sozialistische Revolution, oder das die Linke 25% plus x bekommt?

    • @Biker-Ffm:

      Wenn die SPD so agiert wie immer wieder seit der Gerd-Show, ist sie überflüssig. Denn sie hat ihre Aufgabe im Parteiensystem vergessen. Wenn sie Sozen sich daran erinnern, und entsprechend agieren, werden die Ergebnisse auch wieder besser.

    • @Biker-Ffm:

      Das ist keine Glaubensfrage. Wenn Sie sich in anderen Ländern der westlichen Hemisphäre umschauen, werden Sie feststellen, dass die Wähler: innen sich tendenziell zu den Rändern bewegen, sprich die Gesellschaften radikalisieren sich. Genauso wie es auch die Parteien tun, siehe CDU. "Mitteparteien" verschwinden dabei zusehends. Deutschland hinkt bei dieser Entwicklung, wie immer, hinterher, aber der Trend ist auch hier klar.



      Nur, je stärker das rechte und rechtsextreme Lager wird, desto stärker wird auch die Gegenbewegung eventuell werden. Eine Gesellschaft ist schließlich kein Monolith und in der heutigen vernetzten Welt in einem offenen Land wie Deutschland ist es nahezu unmöglich nur ein Narrativ zu etablieren, im Gegensatz zur Vergangenheit.

  • "Diejenigen, für die ein Tarifvertrag gilt, dürften ungefährdet sein, weil ihre Arbeitsbedingungen immer von den Gewerkschaften mitverhandelt werden."



    Es steht in Deutschland jedem frei, geschützt durch das Grundgesetz, sich in einer Gewerkschaft zu organisieren! Die Gewerkschaften sind nicht irgendwelche "Behörden", die Gewerkschaftsmitglieder sind die Gewerkschaft! Darauf zu warten, dass es "andere regeln" ist fatal, aber scheinbar geht Bequemlichkeit und anschließend jammern vor Engagement.

    • @Demokratischer Segler:

      Also in meinem Brufsfeld existiert keine Gewerkschaft, soviel dazu....und eine Gewerkschaft zu gründen ist nochmal ein ganz anderes Kaliber, das erfordert Zeit, Geld, Vernetzung, Kommunikationsstärke, rechtliche Kenntnisse etcetc.

      • @PartyChampignons:

        @Demokrater Segler



        Lassen Sie sich doch einmal von Verdi kostenlos beraten, es gibt auch private Arbeitsrechtschutzversicherungen, gar nicht mal so teuer.



        www.verdi.de

  • Worüber wird hier eigentlich geredet? Man kann doch 10h am Tag arbeiten inklusive Pausen. Das steht im Gesetz oder irre ich mich?

    • @Zange:

      Ich war mal ein paar Jahre im öffentlichen Dienst, bei einer Dienststelle gab es eine Sonderregelung: Man musste in der 12-Stunden-Schicht keine Pause machen. Außer den Rauchern haben auch alle die volle Zeit durchgeackert.

    • @Zange:

      Kleiner Tipp - Gunnar Hinck unten & verschiedene kundige Beiträge - lesen!



      Da wird Sie geholfen.



      (Immer gern and always at your servíce)

    • @Zange:

      Worüber wird hier eigentlich geredet? Man kann doch 10h am Tag arbeiten [...]

      Hier (vor allem in den Kommentaren) werden hemmunglos - aber mit Lust - maximale und durchschnittliche Tages- und Wochenendarbeitszeiten durcheinandergewürfelt. Und dann auch noch [regulär bezahlte/ "schutzwürdige"] Arbeitszeit mit [reduziert bezahlter] Bereitschaftszeit, [unbezahlten] Pausen und Arbeitsunterbrechungen [die Arbeitszeit werden, wenn sie der Arbeitgeber bezahlt aber keine Pause, wenn sie der Arbeitgeber nicht bezahlt] sowie Schichtzeiten als Summe über alles...

      Das Arbeitszeitgesetz sagt beispielsweise, dass die 10 Stunden zulässig sind, wenn zeitnah durch Zeitausgleich 8 Stunden/Tag herauskommen. Wobei der gleichen Gesetzgeber vom Bauarbeiter erwartet, dass die "Schlechtwetterstunden" für den November bereits ab Jahresbeginn anstatt während der Lkw-Fahrer bereits im 4-Wochen-Durchschnitt auf die 8 Stunden kommen soll - soviel zu "zeitnah"...

    • @Zange:

      Jein. Kurzfristig ja.



      Innerhalb von 6 Kalendermonaten oder 24 Wochen muss die durchschnittliche Arbeitszeit pro Werktag wieder bei exakt 8 Stunden liegen.



      Aber 48 pro Woche, 6x8 ist dauerhaft zulässig, weil Samstag ein Werktag ist.

    • @Zange:

      Nicht ganz. Man kann am Tag 10 Stunden arbeiten, wenn man innerhalb von 24 Wochen pro Tag nicht mehr als 8 Stunden im Schnitt gearbeitet hat.

      Dh ein Tag mit 10 Stunden muss durch einen anderen Tag mit 6 Stunden ausgeglichen werden.

      Finde ich auch völlig richtig so.



      Bei mir gibt es nur Tage an denen ich schon nach 5 Stunden gehen will (weil nichts zu tun, schönes Wetter usw.)



      Und ab anderen Tagen hätte ich überhaupt kein Problem 11 Stunden zu arbeiten (weil zu Hause sturmfrei, schlechtes Wetter, ich bin wach,fit und es gibt was zu tun usw.)

      Und genau das verbietet mir nicht mein Arbeitgeber, sondern das Gesetz...

  • Das Problem-eben nicht nur der SPD- ist, dass im Prinzip ALLE sich demokratisch nennenden Parteien inklusive der jetzt einzig alternativ wirkenden 'Grünen' die Realität der Profitwirtschaft verleugnen, in der Gewinne privatisiert und Solidarität nur dann funktioniert, solange 'die Wirtschaft' noch etwas Spielraum für auskömmliche Löhne und Steuern hergibt, wie es in Nachkriegsdeutschland lange Zeit der Fall war. In Zeiten, wo unglaublich viel Kapital (am Beispiel für den Traum Chipherstellung oder Batteriefabrik hierzulande vollkommen sinnfrei, wer soll denn davon noch etwas haben) eingesetzt wird, um ohne teure Arbeitskräfte auszukommen für einen imaginären 'Weltmarkt' , der mangels Nachfrage ausgetrocknet wird, wenn sich niemand die Segnungen aufgrund der zunehmenden Bedeutungslosigkeit arbeitender Menschen leisten kann und fast nur noch für die Tonne produziert wird, die zu vielen Autos auch gleich zum Abwracker wandern können. Einstmals gab es eine SPD, die für Ihre Mitstreiter Wohnungsgenossenschaften schufen und mit Coop auch für einen günstigen Lebensunterhalt sorgen wollte. Heute wundern sie sich, wenn Kapitalisten den Arbeitenden ihre Arbeit weg organisieren 'müssen'.

  • >Das Absurde an der ganzen Debatte ist, dass Flexibilität schon jetzt möglich ist.<

    Das sind alles Scheingefechte die außer einigen Gewerkschaftsfunktionären niemanden interessieren. Wir haben andere Probleme für die niemand eine Lösung hat. Insbesondere die demographische Veränderung unserer Gesellschaft.

  • Oh man! Ich war mal Mitglied der SPD. Ich schäme mich entsetzlich dafür

    • @Jürgen Matoni:

      „Ich bin Sozialdemokratin. Das ist für mich nicht nur eine politische Idee, sondern eine Weltsicht. Und wenn die Realität nicht so ist, muss man nicht gleich austreten. Man kann auch versuchen, für etwas einzutreten..“ (Juli Zeh)



      taz.de/Juli-Zeh-ue...-waehlen/!6137251/

      • @Mondschaf26:

        Seit Helmut Schmidts 2. Amtsperiode spielt der linke Flügel der SPD keine relevante Rolle mehr. Entsprechend kann man sich in der SPD zwar für Dinge einsetzen, aber es wird keine Effekte haben, denn die Seeheimer haben alles im Griff.

  • Mit Komplettverweigerung, wird sich die SPD immer weiter ins Aus befördern. Was dagegen machen sollte: positiv die Zukunft gestalten.



    Es lässt sich nicht weg diskutieren, dass das Arbeitszeitgesetz verhindert, dass Arbeitnehmer ihre 40 Stunden an vier Tagen ableisten und dafür freitags zu Hause bleiben.



    Natürlich gibt es, eine Zweiklassengesellschaft zwischen Angestellten mit Tarifvertrag und solchen ohne. Aber warum schafft man nicht Anreize für Arbeitgeber in den Tarif zu gehen: Ausweitung der täglichen Arbeitszeit und der Deckelung der wöchentlichen Arbeitszeit gibt es nur für Tariftreue. Wer nicht nach Tarif zahlt, hat die bestehende Arbeitszeitregelung. Das wäre eine positive Gestaltung der Zukunft im Sinne der Arbeitnehmer. Und gleichzeitig ein positive Maßnahme für Tariftreue.

    • @MK:

      Es gibt nur einen Anreiz für Tarifverträge: Streik. Aber solange zu viele abhängig Beschäftigten zu blöd sind, sich gewerkschaftlich zu organisieren, wird das nichts. Das Grundgesetz garantiert Tarifautonomie. Man muss nur etwas daraus machen.

      • @Claude Nuage:

        "Aber solange zu viele abhängig Beschäftigten zu blöd sind, sich gewerkschaftlich zu organisieren, wird das nichts."

        Solange selbst starke Gewerkschaften selbst eine Zweiklassengesellschaft innerhalb ihrer Mitglieder produzieren (beispielsweise Vier-Tage-Woche in Wolfsburg und "Öffnungsklausel" mit reduzierter Lohnerhöhung bei den Zulieferern, die den Kostendruck abbekommen), ist eine Mitgliedschaft nicht für jeden attraktiv...

        Das Tariflohngefälle innerhalb eines Tarifgebiets kann ja dank Öffnungsklauseln in mehreren Tarifrunden inzwischen größer sein als das Gefälle innerhalb des nominellen Tariflohns in verschiedenen Tarifgebieten West / Ost...

        • @FriedrichHecker:

          Nuja, die Nicht-Mitglieder nehmen die von der Gewerkschaft ausgehandelten Tariflöhne nach meiner Erfahrung immer gerne an. Und ungeachtet aller Schwächen sind in aller Regel sowohl die Tariflöhne als auch die Entwicklung der Löhne und Gehälter in tarifgebundenen Betrieben signifikant besser als in gewerkschaftsfreien Zonen.

  • Ich arbeite 9,5 Stunden am Tag und habe dafür Freitags um halb Zwei schluss bzw. jeden zweiten Freitag frei.



    Damit bin ich aktuell sehr zufrieden.....



    Es muss durchaus nicht immer ein 8 Stunden Tag sein und trotzdem kann die Regelung fair und vernünftig ausfallen.



    Eine Gewerkschaft ist in meinem Berufsfeld übrigens nicht existent.

    • @PartyChampignons:

      Dann machen liberalisieren wir mal den freien Freitag weg. 48 Stunden sind zulässig und Sie kriegen ja schon Samstag frei.



      Toll, oder?

    • Gunnar Hinck , Autor des Artikels,

      @PartyChampignons:

      Hallo, es ist gut, dass es bei Ihnen funktioniert. Das Problem ist: Viele wollen oder können nicht mehr als 8 Stunden arbeiten. Diese werden bislang durch das Gesetz geschützt (max. 10 Stunden bei zeitnahem Ausgleich). Wenn das Gesetz kippt, kann der Arbeitgeber 10 Stunden und mehr durchsetzen - wenn es keinen Tarifvertrag im Betrieb und keine starke Gewerkschaft im Rücken gibt. Individuelle Regelungen taugen nur im Einzelfall, nicht kollektiv. MfG aus der taz, Gunnar Hinck

      • @Gunnar Hinck:

        >Viele wollen oder können nicht mehr als 8 Stunden arbeiten.<



        >Wenn das Gesetz kippt, kann der Arbeitgeber 10 Stunden und mehr durchsetzen.<

        Viel Freude wird der Arbeitgeber an den zwei Stunden mehr dann wohl nicht haben.

      • @Gunnar Hinck:

        Aber soll denn auch die maximale Wochenarbeitszeit von aktuell 48 Stunden aufgeweicht werden? Das wäre doch in dem Zusammenhang eine wichtige Frage oder nicht?



        Wenn nicht sehe ich hier absolut keinen Konflikt, dann kann der Arbeitgeber vielleicht an dem ein oder anderen Tag die 10 Stunden anordnen, muss aber ja auch einen Ausgleich dafür schaffen.

        • @PartyChampignons:

          Haben Sie Kleinkinder und keine Familie in der näheren Umgebung? 2h können einen sehr großen Unterschied machen, wenn man in seiner Freizeit noch Care-Arbeit nachgeht. Das System bei einigen Familien ist fragil, da ist alles auf Kante genäht. Und die haben häufig keine Lobby, da kann man nur aufs Mitgefühl der Vorgesetzten hoffen.

  • Spätestens seit Schröders „ Kanzlerei“ ist der Verrat an der Sozialdemokratie so weit fortgeschritten, dass kaum noch was zu reparieren ist. Und da die Bevölkerung auch noch wie Lemminge den falschen Demagogen hinterher läuft, anstatt ihr nochmal eine Chance (als Vertrauensvorschuss) mit breiterMehrheit zu geben, stürzt sie als „Mini-Koalitions-Werkzeug“ immer mehr ins Verderben und damit die ganze Republik.



    Mein Alter ist wohl die Garantie dafür, dass ich das Schlimmste nicht mehr erleben werde. Für unsere jungen Menschen aber sehe ich schwarz, wenn ich mir all die Verrückten (allerorten) an den Spitzenpositionen der Staaten so betrachte.

    • @snowgoose:

      @snowgoose



      Jep, wir können Ihre guten Gedanken vollkommen nachvollziehen & sagen - diese Woche lassen wir diese Verrückten der vielen Staaten mal verrückt sein.....



      & feiern von unserem



      ⚜️ U D O LINDENBERG ⚜️



      den wirklichen, wahren & besten



      BOSS von unserer Welt & unserem DEUTSCHLAND.



      🥁🎵🎤🎶🎶🎷🎶🎶🎺🎶🎸🎵🎶🎶



      sein Geburtstags Jubiläum



      ✨️Happy Birthday Udo ✨️



      🌏 - we love you forever - 🌎✨️✨️✨️✨️✨️✨️✨️✨️✨️✨️✨️



      Thanks for the great Mucke 🫶

      🎵🎶🎶 Hau rein is Tango...🎶🎶🎶

      • @Alex_der_Wunderer:

        Mir geht es ähnlich wie @snowgoose, und es ist nicht so einfach, Kindern und Enkeln noch Optimismus zu vermitteln. Wenn ich dann mit Udo komme, lachen die nicht nur über mich. Panische Zeiten. 😎

        • @Mondschaf26:

          @Mondschaf26



          🕶👍Klar soll & kann man mit Udo auch lachen, Udo ist ein großer Humanist & schafft mit seinen Texten Verbindung unter den Menschen, anstatt sie zu spalten.



          ✨️

  • Niemand ist an jedem Arbeitstag immer acht Stunden lang komplett konentriert, kreativ und "produktiv". In meinem Berufszweig wird behauptet, dass man durchschnittlich 3,5h produktiv sei und in der restlichen Zeit Standardaufgaben oder Bürokratie erledigen kann.

    Wie auch immer: Mehrarbeit hilft niemandem! Von den Mehrbelastungen fürs Gesundheitssystem ganz zu schweigen. Vor Corona war ja die 4-Tage Woche mal Thema, auch im DLF. Da gab es Interviews mit Leuten aus Handwerk und Industrie, die das 4 Tage Modell erproben und für gut halten. DAS wäre eine moderne Richtung, in die man gehen sollte! Warum war das Thema so schnell vergessen damals??

  • Wenn die Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden festgelegt wird, dann kann man vom 8-Stunden-Tag gerne abweichen. Aber mit dieser SPD ist derzeit alles vereinbar. Die verkaufen für eine Regierungsbeteiligung alles was sie noch haben. Auch die letzten Werte noch.

  • Wer Freitag nur einen halben Tag oder gar nicht arbeiten will, muss die anderen Tage länger arbeiten. Der 8-Stundentag ist nicht mehr zeitgemäß. Aber die Gewerkschaften wollen die Freiheit von Arbeitgeber und -nehmer einschränken, und das für eine früher sicherlich wichtige Errungenschaft, die aber heute überholt ist.

    • @JeanK:

      Ideen von Unternehmern:

      Alle, auch die denen das nicht paßt, arbeiten Mo-Do 10h und Fr mache ich zu, um Heizkosten zu sparen.

      Wir arbeiten künftig, wenn die Solaranlage gerade viel Leistung bringt.

      Hier geht es nicht um Freiheit, sondern um Willkür zur Profitsteigerung. Das wäre das Ergebnis einer Gesetzesänderung.

  • Ich arbeite seit 2007.

    Ich hatte noch nie eine 40 Stunden Woche, es war immer mehr als das....

    • @Todesfister:

      Dann mal besser schnell liberalisieren und dafür sorgen, dass Sie nicht mehr unter 45 wegkommen.

  • Der Autor hat es sehr gut erkannt: Der Unterschied liegt in der Bestimmbarkeit der eigenen Arbeit. Wenn ich im Flow bin gehen auch mal ein paar Stunden mehr als selbstbestimmter Künstler. Als fremdbestimmter Tagelöhner ist das eher abträglich.



    Nur: Wir sind meistens weder das eine, noch das andere Extrem, sondern irgendetwas dazwischen.



    Daher denke ich, dass es schon wichtig wäre, sich hier flexibler zu zeigen. Dafür sollten aber auch alle Überstunden endlich mal wirklich bezahlt werden.

  • Einmal mehr demonstriert die SPD ihre eigene Überflüssigkeit, die sich auch erstaunlicherweise in Wahlergebnissen widerspiegelt. Sozialdemokratische Politik wäre in diesem Land notwendiger denn je, dummerweise wird diese von der SPD schon länger nicht mehr betrieben.

  • Der Vorstoß zur „Flexibilisierung“ geht am Kern der Rechtslage vorbei: Schon heute erlaubt § 3 ArbZG den 10-Stunden-Tag völlig legal, sofern im Schnitt acht Stunden pro Werktag erreicht werden. Diese Regelung deckt bereits jetzt fast alle betrieblichen Bedarfe ab. Wer behauptet, das Gesetz sei zu starr für moderne Arbeit, ignoriert die bestehende Praxis. Der eigentliche „Quatsch“ an der Debatte: Die Koalition will nicht nur Flexibilität, sondern den Schutzwall einreißen. Durch den Wechsel von einer täglichen zu einer wöchentlichen Höchstarbeitszeit entfällt die Pflicht zum Ausgleich innerhalb eines halben Jahres. Damit droht der 10- oder gar 12-Stunden-Tag zur einseitig anordbaren Normalität zu werden – ohne dass Beschäftigte die Kontrolle über ihre Zeit behalten. Es geht hier nicht um moderne Arbeitswelten, sondern um die Aufweichung der „DNA der Arbeiterbewegung“ von 1918. Dass ausgerechnet eine SPD-geführte Regierung den täglichen Schutzstandard opfert, ist ein massiver Rückschritt. Flexibilität darf keine Einbahnstraße zugunsten der Arbeitgeber werden, besonders dort, wo kein Betriebsrat die Einhaltung der Ruhezeiten überwacht.

    • @Hannah Remark:

      "Damit droht der 10- oder gar 12-Stunden-Tag zur einseitig anordbaren Normalität zu werden – ohne dass Beschäftigte die Kontrolle über ihre Zeit behalten."

      So ist es

  • Sie glauben es gäbe nichts zu verteilen?



    BlackRock verwaltet Vermögen von 12,53 Billionen Dollar oder Euro.



    12530 Milliarden.



    Wie kommt dieses Vermögen zustande? Möchten Sie ihre Arbeit verschenken?

    • @Land of plenty:

      Immerhin schreibst du es richtig, Black Rock verwaltet das Vermögen. Das Vermögen gehört den ganzen direkten und indirekten Black Rock Kunden. Pensionsfond, etc.



      Auf geschätzte 100 Mio Kunden aufgeteilt, sind das "nur" ca. 63000 € pro Nase. Für eine Rentenversicherung als Selbstständiger sollte man wenn man heute in Rente geht ca. 1,6 Mio Euro auf der Seite haben um die nächsten 30 Jahre gut überbrücken zu können. Das entspricht grob 4000 € brutto von denen Steuern + Krankenversicherung noch abgeht.



      + Inflationsausgleich für die Folge Jahre

      Und das Vermögen möchten Sie verteilen? An wen?

      • @MatB1012:

        @Mat1012



        Der Trick mit dem Durschnittssrechner ist Blödsinn, die Rechnung geht so nicht auf.



        Es gelten bei BlackRock Mindestzeichnungssummen und Mindesteinlage Werte.



        Es gibt Kunden/Anleger bei BlackRock mit Einlagevermögen mit 10.000 Euro/ Dollar und welche mit 10 Millionen Euro / Dollar aufwärts.



        Also ein völlig verfehlter Veranschaulichungsversuch ‼️

    • @Land of plenty:

      Man muss sie nicht verschenken, vielen wird sie einfach so weggenommen.

    • @Land of plenty:

      Die größten Kunden von Blackrock und Co. sind in der Regel Staaten bzw. staatliche Pensionsfonds oder Versicherungen die die Beiträge ihrer Kunden als Rücklagen für Schadensfälle anlegen.

  • Jeder der lesen kann, versteht, dass dieses Vorhaben nichts mit flexibler Einteilung der Arbeitszeit zu tun hat.



    Es geht um die radikale Ausweitung der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit.



    Das soll die Mehrheitsbeschafferin der Rechtsfront, die SPD mit durchziehen, sonst kommt eben die Rechtsfront-Koalition ohne SPD.



    Das ist nackte Erpressung, genau wie alle anderen Programmpunkte, die der "leider leider" Merz durchzieht: nix da mit Rollstuhl, Zahnprophylaxe, ausreichende Rente, Integrationskurse, Finanzierung des Deutschlernens, Recht auf Einreise, Recht auf Wohnen. Einfach nur Ausgrenzen um der Ausgrenzung willen. Alle Verlierer wie Erwerbslose werden zu Prügelkindern gemacht. Um der Gewalt willen.



    Die Proletarier kriegen, was sie gewählt haben, weil sie sich immer selbst runterputzen.



    Facharbeiter glauben, die Arbeitslosen würden auf ihre Kosten leben und taz-Foristen schreiben seit 2024: alle Sozialpolitik solle abgeschafft werden.



    Geht's noch rechtsradikaler? Ja immer.



    In vielen Ländern der Welt gibt es soziale Revolten, aus Armut und Wut. Das ist jetzt hier notwendig: Alle gemeinsam gegen die Angriffe von oben!

  • "Bas betonte, gemeinsam mit der Flexibilisierung wolle sie auch die elektronische Arbeitszeiterfassung regeln: „Es soll ja auch nicht ausbeuterisch werden.“



    Nach Abzug der elfstündigen Mindestruhezeit und 45 Minuten Pause wäre eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden und 15 Minuten zulässig. Bei einer Sechs-Tage-Woche – laut EU-Richtlinie ist nur ein wöchentlicher Ruhetag vorgeschrieben – ergäbe das im Extremfall 73,5 Stunden."

    Die Sklavenmentalität hat sich endgültig bei den "Sozialdemokraten"( man muss sich schämen dieses Wort überhaupt noch auszusprechen) durchgesetzt.

    "Es soll ja auch nicht ausbeuterisch werden..."



    Wie zynisch kann man sein.

    Die Gewerkschaften laufen sich warm.



    Die Streikkasse ist voll.

  • Also von mir aus arbeite ich den einen oder anderen Tag auch mehr als 8 Stunden, solange die vertraglich vereinbarte Wochenarbeitszeit nicht überschritten wird.

    • @Tom Tailor:

      Eh lieb, aber wie die Autorin schreibt, geht es nicht um Sie, sondern um „die Buchhalterin im Großraum und der Zerspanungsmechaniker in der Fabrik“, diese Leute „verkaufen ihre Arbeitszeit – und sind nach acht Stunden (plus häufiger Überstunden) ‚durch‘“.

    • @Tom Tailor:

      Genau. So kann man mit dem Zeitguthaben flexibel auf Ereignisse reagieren - wenn die Art des Jobs das hergibt.

    • @Tom Tailor:

      Und wenn das alles nur darum geht, am Ende genau diese Wochenarbeitszeit zu erhöhen?



      Die ändern ja nie sofort das worum es eigentlich geht, sie gehen Schritt für Schritt dahin. Jetzt die tägliche Arbeitszeit, als nächstes dann die Wöchentliche.

      Ich kann mich nicht erinnern das es in letzter Zeit in Politik und Wirtschaft häufig Diskussionen um die täglichen Schichten ging, aber es ging ziemlich oft um die Gesamtarbeitszeit...

      • @Rikard Dobos:

        Gehen Sie davon aus, dass eine Abkehr von der 40 Stundenwoche nicht das Diskussionsthema ist.

        • @Tom Tailor:

          Wieso sollte ich davon ausgehen, weil die Politiker noch nicht drüber sprechen? Dazu müsste ich jede Erfahrung mit Politik ignorieren.

          Zwischen dem Versprechen das die LKW Maut nie auf PKWs angewendet wird, und Dobrints Versuch das doch zu tun, lagen nicht mal 10 Jahre. Die Spd wollte nie auf keiner Ebene mit der Sed zusammen arbeiten, hat auch keine 10 Jahre gehalten. Und und und.

          Warum sollte man unter dieser Prämisse nicht davon ausgehen das die noch mehr vorhaben, nachdem man doch genau das immer und immer wieder erlebt hat?

    • @Tom Tailor:

      Darum geht es am langen Ende doch gar nicht. Das wird ein Spass als Arbeiter an der CNC Maschine demnächst so richtig schön geknechtet zu werden. Und das kommt dann. Auch wenn mein Arbeitgeber nicht so ist sind doch andere Arbeitgeber nicht wie meiner ...

  • Erst gestern sagte ein Arbeitswissenschaftler bei Caren Miosga, dass verlängerte Arbeitszeit keine Produktivität steigert. Ob das jemanden interessiert?

    • @aujau:

      Diese pauschale Aussage ist genauso falsch, wie die, dass die Produktivität erhöht wird. Das ist abhängig von Job und Arbeitsumfeld. In vielen Unternehmen wird das schon gelebt. Auf Wunsch der Mitarbeiter.

  • Die Linke muss unbedingt unser Bildungsministerium übernehmen ‼️



    Diese absichtlich herbeigeführte Verdummung, durch politische Indoktrinationen- der Parlamentarier die im Sinne von den Vertretern der Industrie-, Wirtschafts-& Kapitalstrukturen, unserem Nachwuchs und somit zukünftigen Wählern, in öffentlichen Schulen & Universitäten, muss ein Ende gesetzt werden. Den Menschen muss grundlegend vermittelt werden, welche Parteien nicht in ihrem Interesse agieren und welche Partei sich für das Wohl und die wichtigen humanistischen Werte für unsere Gesellschaft einbringt. Solange dass hier in diesem Land so desolat weiter geht, was politische Bildung betrifft, müssen unbedingt mehr Info Busse durch die Städte fahren und für die Bevölkerung politische Aufklährungsarbeit leisten.

    • @Alex_der_Wunderer:

      "...Den Menschen muss grundlegend vermittelt werden, welche Parteien nicht in ihrem Interesse agieren und welche Partei sich für das Wohl und die wichtigen humanistischen Werte für unsere Gesellschaft einbringt....."



      Sie haben eine erschütternde (oder auch herablassende) Art, über andere Menschen zu denken. Meinen SIe nicht, die Menschen wissen, was gut für sie ist und was nicht??

    • @Alex_der_Wunderer:

      Nee, wir lassen alles, wie es ist, und schleifen weiterhin - so wie in den letzten Jahrzehnten - peu a peu alles, was die Arbeiterbewegung erreicht hat. Die nächste Krise kommt so sicher, wie das Amen in der Kirche, und dann kann man die "Lifestyle-Freizeit" angehen, die Zahnarztkosten privatisieren, Lohnfortzahlung beenden, Sozialleistungen streichen, bis jenseits der 70 arbeiten, etc. pp. Also alles weiter wie geplant.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Warum die linke? Hinzu kommt die Schulen was wie unterrichtet wird ist Ländersache

    • @Alex_der_Wunderer:

      Sie meinen alles dies, was nach vier Jahren "unerträglichem Linksgrün" (Zitat) alleine in München endlich wieder zurückgefahren wird? Leider kein Sarkasmus.

      Der grüne OB Krause hat erst einmal die Kita für alle gestrichen, in drei Jahren werden die Beiträge nach und nach erhöht - oder war es verdoppelt - man verspricht sich Mehreinnahmen von 51 Millionen. Meist lese ich solche "erfreulichen" Nachrichten nicht mehr bis zum Abschnitt Mehreinnahmen...

  • Seit Gerhard Schröder steht das "S" in SPD nur noch für Sozialabbau.

    Die 'soziale Brandt-SPD' ist schon lange tot und wird auch nicht mehr auferstehen. Der Sozialstaat wird von der CDU/CSU/SPD-Koalition immer mehr abgebaut und die Arbeitnehmerrechte kommen jetzt auch noch in den "merzschen Mülleimer".

    Wer noch sozial denken kann, der wählt nicht mehr SPD, sondern 'Die Linke'.

    • @Ricky-13:

      …anschließe mich.

      Sozialstaat? Eine Erfindung von



      Hermann Heller in “Rechtsstaat oder Diktatur“



      Dem Kronjuristen der SPD gegen dem



      Kronjuristen der Nazis Carl Schmitt!



      & däh



      “Sozialstaat“ fand den Weg ins Grundgesetz!



      Aber sogleich begann dagegen die Hetze von rechts: der Lieblingschüler von Carl Schmitt -



      Ernst Forsthoff erklärte es für ein rechtlich irrelevantes “Redaktionsversehen“!



      Die jetzige Gurkentruppe als Einfallstor der Wirtschaftslobby & dem Militärisch Industriellen Banken Komplex wird ihn miit allen Mitteln aushöhlen bis es hohl durch die verbliebenen TorsoLöcher pfeift •

  • Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin steht nicht im Verdacht eine gewerkschaftsnahe Kampforganisation zu sein.



    Dort steht:



    "Die aktuelle Diskussion um Arbeitszeitverlängerungen orientiert sich oft ausschließlich an vermeintlich wirtschaftlichen Kriterien, ohne dabei gesundheitliche Effekte für die Beschäftigten zu berücksichtigen. Mit zunehmender Dauer der Arbeitszeit ist jedoch mit einem Anstieg von gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen. Dieses Ergebnis lässt sich in verschiedenen untersuchten Stichproben zeigen und kann daher als abgesichert betrachtet werden."



    www.baua.de/DE/Ang...kus/artikel20.html

    Gleiches gilt für den ADAC :



    Dort steht :



    "Die maximale tägliche Lenkzeit beträgt 9 Stunden. Zweimal wöchentlich darf man 10 Stunden am Tag fahren. "



    www.adac.de/verkeh...nk-und-ruhezeiten/

    Es gibt weitere Berufe, für die spezielle Beschränkungen der Arbeitszeit gelten, die nicht aus der Luft gegriffen waren ....

    Die ganze Diskussion ist in jeder Hinsicht weltfremd:

    Henry Ford führte den Achtstundentag offiziell am 5. Januar 1914 für die Arbeiter seiner Automobilwerke ein.

    • Gunnar Hinck , Autor des Artikels,

      @Hans - Friedrich Bär:

      Danke für die Links! MfG aus der taz, GH

      • @Gunnar Hinck:

        Bitte gern, freut mich .

    • @Hans - Friedrich Bär:

      @Hans-Friedrich-Bär



      👍👍 Sehr gut recherchiert - Dankeschön dafür.



      Sofort, umgehend an Klingbeil & Bas weiterleiten...

      • @Alex_der_Wunderer:

        Danke meinerseits:

        Weiterleitung ?

        Frau BM Bas ist m. W. Sozialversicherungsfachangestellte Fachrichtung Krankenversicherung (Ausbildung ca. 1994-1997)

        Lehrplan 1996:



        www.kmk.org/filead...achang96-09.26.pdf



        Lehrplan heute:



        www.bundesamtsozia...ng/fachrichtungen/

        und könnte die ICD Verschlüsselung Z56, Kontaktanlässen mit Bezug auf das Berufsleben, aus ihrer Berufspraxis kennen:



        gesund.bund.de/icd-code-suche/z56



        (Zweitschlüssel)

        ICD : Internationale Klassifikation der Krankheiten , Pflichtschlüssel in der Deutschen Sozialversicherung



        (§295 SGBV)

        www.barmer.de/gesu...schluessel-1070992

        Die BAuA ist dem BMAS (BM Bas) untergeordnet. Wer weiß wie lange noch die BAuA med. Erkenntnisse veröffentlichen darf ?

        Blick auf die Stellenausschreibungen Sozialversicherungsfachangestellte/r : Ca. 1.500 offene Ausbildungsstellen (ohne Gewähr).

  • Wenn die fast 350.000 Mitglieder der SPD nicht in absehbarer Zeit mehrheitlich darauf drängen, dass sich die Partei "nach links" öffnet,



    war`s das mit der einst stolzen Arbeiter*innen-Partei.

    Es reicht eben nicht, an der Basis nur darüber zu jammern, dass man im Gespräch mit den Mitbürgern Argumentationsschwierigkeiten hat.

    Wenn der sogenannte linke Flügel der Partei nicht irgendwann massiv und öffentlichkeitswirksam gegen den Kurs der von konservativen Kräften gestützten Parteiführung aufbegehrt, wird er mitverantwort lich für den Niedergang der SPD sein.

    Der Spruch, dass "der Fisch vom Kopf her stinkt..." ist im Fall der ehemals linken Partei bedauerlicherweise durchaus treffend. Allerdings ist niemand in der SPD gezwungen den selbstzerstörerischen Kurs der Parteiführung mitzutragen.

    Wenn alles andere nicht mehr hilft, wäre es vielleicht ein Signal, wenn zum Anfang erstmal 50.000 der 348.000 SPD-Parteimitglieder geschlossen ihr Parteibuch gegen eins der Linkspartei austauschen würden...... aber ich weiß, das ist wohl eher Wunschdenken.

    • @Bürger L.:

      Das wird außerdem nichts nützen. Die SPD ist ein (Medien)unternehmen mit beigeordneter Mitgliedsabteilung, die nicht klein genug sein kann.



      Außerdem wird sich das auf natürlich Weise erledigen :



      Die Mehrheit der SPD-Mitglieder hat das Rentenalter erreicht oder überschritten.

      Auf dem Weg zur Funktionärspartei:



      www.kas.de/documen...-890b-f50b405b463b

    • @Bürger L.:

      Besser kann man das kaum auf den Punkt bringen.

      • @Perkele:

        @Perkele



        👍



        Ich möchte mich Ihren Ausführungen auch unbedingt anschließen.

  • Die SPD hat in der Post-Industriegesellschaft nie eine echte Strategie entwickelt, soziale Kompromisse und vor allem soziale Gerechtigkeit für Durchschnittsmenschen zu schaffen.



    Bis 1982 konnte die SPD halbwegs ihre Ideen als realistisch propagieren und noch zu guten Teilen umsetzen, seither läuft eine Rückwärtsbewegung zugungsten des Kapitals und der Kapitalbesitzer, die Oberschicht wird immer wieder gestärkt und gefestigt, privilegiert und von Kosten ausgespart.



    Die jetzige SPD ist meiner Meinung nach ein Verein der Ratlosigkeit. Es wird ein neoliberaler Anti-Wachstumskurs von Merz umgesetzt, der auf Umverteilungsstrategien fusst. Diese laufen aber direkt zuungunsten der SPD-Wähler ab.



    Und der 8-Stunden-Tag ist 2026 schon ein Fehler, es sollte ein 6 oder 7-Stunden-Tag sein. Die Intensität und der Druck ist enorm hoch. Gesetzlich gibt es nur eine Pflicht zu 4-Wochen Urlaub, 5-Wochen wären m.M. zwingend notwendig.



    Die SPD ist nicht progressiv, sie ist ratlos und kompromissfreundlich für neoliberale CDUler. Das ist ein Fiasko.



    Und eine Folge des AfD-Aufstiegs. Ohne diese verfassungsfeindliche Partei, wäre die SPD nicht so unter Druck, jeden Sche...ß mitmachen zu müssen.

    • @Andreas_2020:

      Und Martin Schulz hat heute im taz-Interview eindrucksvoll das SPD-Dilemma bestätigt, das Sie im letzten Satz Ihres Kommentars formuliert haben. In ihrer im Grunde seit 1914 (Zustimmung zu den Kriegskrediten) bestehenden Fokussierung auf eine staatstragende Rolle vergisst die SPD immer wieder ihr Versprechen auf soziale Gerechtigkeit. Und verrät damit ihr eigenes Klientel. Wobei die sozialdemokratisch orientierte Arbeiterschaft diesen Verrat auch immer wieder geduldig mitmachte.



      Auch Schulz spricht davon, die derzeitige Regierungsbeteiligung der SPD sei notwendig, um die AfD zu verhindern. Diese Politik des ‚Schlimmeres verhindern‘ ist von den SPD-Funktionären im Laufe der Geschichte dieser einst stolzen Partei derart internalisiert worden, dass sie überhaupt nicht merken, wie sehr diese staatstragende Rolle der Partei selbst schadet und obendrein das ‚Schlimme‘ erst ermöglicht.



      Das tut dermaßen weh, dass man sich die SPD-Genoss*innen am liebsten packen und ordentlich durchschütteln würde, damit sie endlich aufwachen und zu Verstand kommen.



      In ihrer Dramatik erinnert das heutige Agieren der Parteiführung durchaus an das Einknicken der (Mehrheits-)SPD 1914 und 1918/19.

  • Die SPD kann sich ihre Krokodilstränen sparen. In vier Bundesländern stellt sie den Kultusminister und trotz höchstrichterlicher Urteile weigert man sich (in allen 16 Bundesländern), die Arbeitszeit von Lehrer*innen auch nur zu erheben.

  • Der Achtstundentag, die größte Errungenschaft der Arbeiterbewegung, sollte sich doch problemlos erhalten lassen indem man einfach wieder die Sechstagewoche einführt.

    • @Ingo Bernable:

      6 Tage arbeiten, dann 4 Tage Wochenende. Wahlweise auch 3+2+3+2. Die drei zusätzlichen Wochentage werden nach berühmten Persönlichkeiten der Arbeiter:innenbewegung benannt.

    • @Ingo Bernable:

      Fragen Sie einfach einmal den Post-Zusteller, bei Ihnen im Ort, der noch Deutsch versteht, ob er eine Fünf- oder Sechs-Tage-Woche hat, und wann er seinen letzten freien Tag auch wirklich nehmen konnte. Ich gehe mal davon aus, dass ihr Beitrag ansonsten herrlicher Sarkasmus war ;)

  • Dass Schröder die SPD neoliberalisiert und halbiert hat, was die Urkatastrophe der SPD im letzten Jahrhundert war, ist das eine, dass Klingbeil und Bas dies Zerstörungswerk unreflektiert fortsetzen, das andere. 'Die Linke' als Abspaltung der SPD mit ihrer Neuerfindung ohne Wagenknecht ist die einzige legitime Nachfolgerin der einstmals so großen SPD. Es ergibt sich nun die Chance, dass 'die Linke' mit ihrem linken Anspruch als Sprachrohr für soziale Gerechtigkeit gerade auch für große und kleine Menschen in prekären Lebenssituationen ein Standing entwickelt, eine wirkliche Alternative für ganz Deutschland zu werden. Die Rest-SPD ist in dieser Hinsicht verloren. Mit Frau Reichineck möchte ich sagen: ' Auf die Barrikaden!'

    • @Heiko Blumberg:

      Die Linke steht aber vor dem Problem eigentlich Regierungsunfähig zu sein. Egal wer mit denen in einer Koalition wäre, weder mit Grünen, noch mit der SPD, schon garnicht mit der CDU, wäre eine gute soziale Politik möglich. Es sei denn die Linke erhält mal über 50%, aber daran glaubt wohl niemand ernsthaft.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht, die SPD hat sich schon lange von der arbeitenden Bevölkerung getrennt. Ihre Klientel sind die "nichtarbeitenden" egal ob Rentner oder Bürgergeldempfänger ... Und denen ist der 8 Stundentag egal. In den letzten Jahre gab es kein Initiative der SPD um Arbeitsplätze in Deutschland zu halten oder die Steuerzahler zu stützen. Wenn ich das Wort Reichensteuer rauf , dass zweimal am Tag heuausposaunt wird schon höre, vergeht es mir. Die Steuer ist so niedrig angesetzt, dass Sie eigentlich Mittelstandvernichtungssteuer heissen müsste! Frau Bas ist die Königin des Umverteilens! Macht Sie ganz toll!

  • Ab jetzt geht es wohl nur noch darum die Jüngeren irgendwie zu belabern, das sie ohne das es sich für sie wirklich lohnen würde, sich den Rücken krum buckelt um die Boomer zu versorgen.



    Erinnert an die Wehrpflicht Debatte, wo Verweigerer wie Campino sich hin stellen und die Jüngeren zum Dienen überreden wollen.

  • Die Quellendes Priblems ist nicht die SPD, sondern Leute wie Sie und ich: wir alle wollen vieles/alles sofort, egal ob Montag um 10, Donnerstag um 23 Uhr oder Samstag Nacht um 2 Uhr.



    Und wenn die Leute zeitlich und/oder finanziell kompensiert werden, sehe ich nicht, wo ein existenzielles Problem liegt



    bei uns im Betrieb arbeiten viele sehr gerne länger, dass sie dann mehr Zeit am Stück mit der Familie verbringen können.



    und wie gesagt: es steht jedem Vorrichtung frei zu wählen welche Unternehmen sie/er zur Befriedigung der Bedürfnisse wählt.

    • @Emmo:

      Und wenn die Leute zeitlich und/oder finanziell kompensiert werden, sehe ich nicht, wo ein existenzielles Problem liegt

      Das existenzielle Problem entsteht dort wo kein Tarifvertrag und keine starke Arbeitnehmervertretung die Beschäftigten vor Willkür beschützt.

    • @Emmo:

      "§ 3 Arbeitszeit der Arbeitnehmer



      Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten." Das können auch zehn Stunden werden, aber sie müssen ausgeglichen werden. Und dieses Gesetz schützt den Arbeitnehmer vor Willkür und Ausbeutung über die Arbeitszeit. Darum geht es. Wer das ändern, macht einen großen Fehler. Ganz einfach, dann kommt Willkür und Ausbeutung, dann kommt es zu mehr Unfällen und anderen Konsequenzen aus der Arbeit.

    • @Emmo:

      @ Emmo



      Es hindert doch auch, bei dem bestehendem Arbeitsschutzgesetz, keinen Arbeitnehmer - nach Absprache seine Arbeitszeit mit dem Arbeitgeber/ Vorgesetzten auszuhandeln. Zum Beispiel in Krankenhäusern doch schon längst üblich...



      Es macht aber ein großer Unterschied, ob Arbeitnehmer selber mitbestimmen oder ob Arbeitnehmer eine Arbeitsanweisung vom Arbeitgeber / Vorgesetzen, wehrlos entgegennehmen müssen, da unfähige Politiker nicht die Arbeitsrechte der Arbeitnehmer zu verteidigen in der Lage sind.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Bitte noch um unfähige Betriebsräte ergänzen. Danke!

      • @Alex_der_Wunderer:

        Eines ist aber klar: solange die 40 Stundenwoche erhalten bleibt, muss die entsprechende Mehrarbeit des einen Tages an anderen Tagen wieder ausgeglichen werden.

        Es sei denn wir sprechen von Überstunden. In solchen Fällen ist der 8-Stunden-Tag aber eh Makulatur.

        • @Tom Tailor:

          @ Tom Tailer



          Was Ihnen und vielen anderen Mitbürgern noch klar erscheinen mag, sollten Sie in schriftlicher Form den Regierenden zusenden und um eine schriftliche Bestätigung, am besten notariell beglaubigt, sich zurücksenden lassen....

      • @Alex_der_Wunderer:

        Sie können bereits jetzt bis zu 10h pro TaTagg und bis zu 48h pro Woche arbeiten.



        Mehr als 10h ist eh unprosultov ind gesundheitsschädlich.



        Also ökonomosch unsinnig.

        • @J_CGN:

          Nö. Sie können bereits jetzt auch zwölf Stunden am Stück arbeiten. Habe ich als Vierschichtler über hunderte Wochenenden genauso erlebt. Für sowas gibt's Ausnahmeregelungen...

      • @Alex_der_Wunderer:

        Genau das ist der Punkt.

  • 8 Stunden Arbeit ist genug .



    Die Politiker haben in der Regel nie lohnabhängig gearbeitet , siehe Klingbeil .



    Die SPD kapiert wirklich nichts mehr und



    macht sich zum Wahlhelfer der AFD.



    Die einzigen Sozialdemokraten sind DIE LINKEN .

    • @Worgt Michael:

      "Die Politiker haben in der Regel nie lohnabhängig gearbeitet"



      Aber wenn sie dann mal aus der Wirtschaft kommen wie Merz oder Reiche macht man ihnen das ja auch zum Vorwurf und obendrein noch mangelnde Regierungserfahrung.



      Der perfekte Politiker sollte demnach also am Besten direkt aus einem bodenständigen Malocherjob in die Politik gewechselt sein, dabei aber bloß nicht den Anschein von zuviel Wirtschaftsnähe erwecken und gleichzeitig schon mal 10 Jahre Erfahrung auf der Regierungsbank mitbringen, also am Besten so eine Art Elder Statesman-Baggerfahrer, der dann nach Ministerrrunde in Brüssel abschwirrt um nochmal schnell ne Baugrube auszuheben.

      • @Ingo Bernable:

        Richtig, "aus der Wirtschaft kommen" zählt nicht als Lohnarbeit.

  • Hach - isses nich irgendwie doch auch schön!



    Daß es die Modderatistas crew so weit ins bürgerliche Sprachlager getrieben hat! Woll



    Daß es - wie unter den SPezialDemokraten too - ihnen im Oberstübchen so derart etepetete zugeht - daß in der Arbeiterschaft einst geläufige Kampfbegriffe wie “wer hat uns verraten?“ sofort kurz. vom Infarkt blutdruckt.



    Ja selbst so ein abgeklärter wie Hans-Jochen Vogel kriegte tetatete ☕️☕️ rote Flecken als ich Sebastian Haffners “Der Verrat“ ins angeregte Gespräch in Kloster Freising einbrachte •



    So ähnlich macht ihr euch scheint’s ins Beinkleid. Newahr



    Normal

  • " Die Sozialdemokraten sind bereit die größte Errungenschaft der Arbeiterbewegung aufzugeben "



    Soll wohl besser heißen " die Parlamentarier der Partei der SPD, sind dazu bereit, ihre letzten Wähler und die Berufstätigen / Arbeitnehmer zu verkaufen !



    Die Wähler der SPD, große Teile der Bevölkerung, große Teile der Arbeitnehmer, die Sozialverbände mit über 20 Millionen Mitgliedern und die Gewerkschaften sind es NICHT ‼️

    ZIEHT EUCH WARM AN -



    Ihr Parlamentarier / " Kollegen " der SPD - die Demonstrationen & Streiks sind schon in Vorbereitung.



    www.verdi.de

    • @Alex_der_Wunderer:

      👍👍👍

  • Wenn die SPD den 8-Stundentag abschafft, schafft sie sich selbst gleich mit ab. Aber das ist dann auch das Ende der Demokratie, wie wir sie bisher kannten. Denn damit ist die Machtübernahme durch die AfD nicht mehr zu verhindern.

  • Möchte dem Kommentar von @FraMa weiter unten zustimmen.

    Liebend gern würde ich meine Wochenarbeitszeit auf 4 Tage verteilen und dann eben auch mehr als acht Stunden am Tag arbeiten. Einige Kollegen sehen es ähnlich, vor allem jene, die von ziemlich weit außerhalb einpendeln. Der Arbeitgeber ermöglicht es (noch) nicht aus betrieblichen Gründen.

    Ich vermag nicht zu sagen, wie repräsentativ das ist. Möchte aus meiner privatempirischen Sicht aber zumindest Zweifel streuen an der Annahme, dass der Achtstundentag die letzte Verteidigungslinie der Arbeiterklasse ist, die von der SPD unbedingt gehalten werden muss.

    • @Kohlrabi:

      Und an dieser Stelle seid ihr schon den Neoliberalen auf den Leim gegangen ohne es zu bemerken.



      Der Arbeitgeber ermöglicht es also aus betrieblichen Gründen nicht? Vermutlich, weil eine 5 Tage Abdeckung mit lauter 4-Tages-Leuten nicht wirklich sinnvoll ist? Was genau sollte das nun mit den unterirdischen Forderungen nach einer Arbeitszeitverlängerung zu tun haben?



      Wie willfährig kann man sich von neoliberalen Profiteuren eigentlich vor den Karren spannen lassen?



      Sie haben offensichtlicherweise entweder nicht verstanden oder wollen es nicht verstehen, dass solche Dinge wie die 8-Stundenwoche der Ursprung der gesamten Sozialdemokratischen Arbeiterbewegung sind, und dass die SPD mit diesem Schritt zeigt, dass Sie weder für Arbeiter steht noch bereit ist, irgendwas für diese zu machen... und damit können die weg. Denn wir brauchen zu den irrelevant gewordenen neoliberal unterwanderten "Liberalen", den grün angemalten Neoliberalen und den schwarz angemalten Neoliberalen nicht auch noch rot angemalte Neoliberale.

      • @Cypher:

        Eine Antwort an Sie und auch an alle anderen kritisch Kommentierenden.

        Zu den betrieblichen Gründen schreibe ich jetzt nix. :-)

        Ich habe nicht lautstark eine Stellungnahme abgegeben, sondern Zweifel angemeldet. Und eingeräumt, dass meine Mikro-Perspektive vielleicht nicht repräsentativ ist.

        Mehr als zwanzig Jahre habe die SPD abgelehnt, weil das für mich seit Schröder "rot angemalte Neoliberale" waren, wie Sie schreiben.

        Inzwischen sehe ich es anders. Es gibt ja keine erkennbare progressive Perspektive mehr, sondern nurmehr eine Abwehr. Dafür ist die SPD zuständig. Ob diese Partei für mich wählbar ist, entscheidet sich daran, ob sie in der "Groko" die Stellung hält und die schlimmsten Dammbrüche verhindert. Das betrifft aus meiner Sicht aber nicht den Achtstundentag (dessen Symbolik noch aus einer Zeit herrührt, als die Sechstagewoche üblich war). Entscheidend für mich ist die Verhinderung einer weiteren Privatisierung von Risiken im Bereich Gesundheit & Pflege. - Das nur zur Erklärung.

      • @Cypher:

        Nein, das Arbeitgeber darf es nicht, wobei 4 x 10 Stunden noch zulässig wäre. Hinzu kommen die Pausen. Vielleicht muss man sich überlegen, ob wir noch alle in Fabriken arbeiten oder ob man nicht auch eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf möchte und da behindert das Gesetz mehr als es nützt.

    • @Kohlrabi:

      Nach der geplanten Neuregelung könnte dein Arbeitgeber es dir aber auch gegen deinen Willen aufs Auge drücken. Wo wär jetzt da genau der Vorteil für dich?

    • @Kohlrabi:

      Ob du und andere einzelne Leute vielleicht gerne und sogar freiwillig lieber 4x10 Stunden arbeiten würden, ist hier nicht besonders relevant. Es geht ja um die Schutzfunktion des Achtstunden-Tags, gerade in Berufen mit schwacher Gewerkschaftsmacht oder Personalmangel. Ich kann verstehen, dass dass in manchen Berufen mit guter Verhandlungsoption oder besserer Selbstbestimmtheit es attraktiv zu sein scheint, aber für prekär Beschäftigte oder Berufe mit enormer körperlicher Verausgabung, Logistik, Pflege, Gastro, Industrie usw. bedeutet die Aufweichung von Schutzgrenzen dann schlicht und einfach längere Verausgabung der Arbeitskraft. Und das Problem ist auch, was daraus folgt im Machtverhältnis zwischen Arbeitnehmer - und Arbeitgeber:



      - Plötzlich gilt jemand der nicht 10 Stunden am Stück arbeiten will, als weniger flexibel / der Standard verschiebt sich



      - Arbeitszeit wird schlechter planbar



      - Letztendlich wird langfristig die Macht von Betriebsräten und Tarifstandards unterlaufen werden

      Und am Ende ist doch die Frage, warum eigentlich Produktivitätsfortschritte seit Jahrzehnten nur in Gewinne und Vermögen abfließen und nicht in Arbeitszeitverkürzung.

      • @Dima77140:

        Volle Zustimmung.



        Wenn gesetzliche Grenzen fallen oder aufgeweicht werden, werden sofort die Anforderungen an die neuen Grenzen angepasst.



        Und dann wird aus "Höchstarbeitszeit" wieder "Regelarbeitszeit".

    • @Kohlrabi:

      Zweifelsand in die Augen streuen …,nothing else •

    • @Kohlrabi:

      In meiner Branche war das möglich und wurde auch von einer Reihe Kollegen so gemacht.

      • @Oma:

        Wenn es rechtlich funktioniert per Zustimmung von Arbeitnehmer und Arbeitgeber - wozu dann ein neues Gesetz?







        Könnte es nicht doch sein, dass unter dem Deckmantel der Flexibilität nur mehr Arbeitsstunden aus Arbeitnehmern gequetscht werden sollen? Würde das nicht passen zu all den anderen Maßnahmen wie Rentenalter rauf, am besten noch als Rentner weiterarbeiten, Feiertage streichen usw.? Es glaubt doch nicht ernsthaft jemand, dass den Arbeitenden einen Gefallen getan werden soll.

  • Dummheit starft die kommende(n) Wahlen..

  • Auch die Sozen sind von der Shrinkflation betroffen - der Name steht noch drauf, der Inhalt in geschrumpft: also die Shrinkflation Patei Deutschland.

  • Diverse Funktionsträgers haben die neoliberale Suppe nicht vertragen.



    Wer in der SPD noch SPDig war, wurde dann noch von interessierten Medien niedergeschrieben (Nahles, Esken, Nowabo, Bas). Vernünftig wären die anderen.

  • "...Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen. Aber es steht im Koalitionsvertrag...“







    Ernsthaft?







    Frau Bas begründet die bedauernswerte Unumgänglichkeit eines Arbeitnehmerverrates damit, dass die eigene Partei den Verrat per Koalitionsvertrag unterschrieben hat? Ist das Satire?

    • @Sisone:

      Ohne diese "Unumgänglichkeit" wäre die SPD gar nicht in die Regierung gelassen worden, so bitter sich dies lesen mag! -.-

  • Wenn die Arbeiterschaft überwiegend Afd und CDU wählen, haben sie sich nicht nur von der SPD verabschiedet, sondern auch von der Solidarität.



    Die Frage ist wem ist nicht mehr zu helfen, m E. eher der Arbeiterschaft.



    Die Gewerkschaften sollten statt Herrn Merz besser ihre eigenen Mitglieder ausbuhen.!

    • @Oliver Wagner:

      Ihre Anmerkung zur Arbeiterschaft ist ein Gedanke, der auch mich umtreibt. Demnach wäre es nicht die SPD, sondern es sind ihre (ehemaligen) Wähler aus der Arbeiterklasse, die dafür sorgen, dass diese Gesellschaft immer weiter in den neurechten Autoritarismus hineinrutscht.



      Denn der von den Rechten propagierte Ethnonationalismus ist die eine Sache, der Sozialabbau die andere. Beide sind nur die zwei Seiten der einen Medaille (auch wenn der faschistische AfD-Flügel um Höcke einen ‚ethnisch reinen‘ Sozialstaat verspricht).



      Die Gewerkschaften müssten diesen Punkt natürlich viel stärker hervorheben, tun es aber nicht aus alter Verbundenheit mit der SPD. Man möchte sich schließlich nicht gegen das eigene Klientel wenden.

    • @Oliver Wagner:

      So sehe ich es auch, dazu kommen noch die unorganisierten, die sich gerne den Gewerkschaftsbeitrag späten, dann aber über die schlechten Abschlüsse jammern... Ein guter Teil der Arbeiterschaft/der prekar beschäftigten will es ja nicht anders.

      • @Biker-Ffm:

        "die sich gerne den Gewerkschaftsbeitrag späten, dann aber über die schlechten Abschlüsse jammern..."

        Und wo arbeiten Sie? In einem der Großbetriebe, mit denen die Gewerkschaften ihre "Leuchtturm-Abschlüsse" machen? Oder bei einem der kleineren Zulieferer, an die der Kostendruck (auch wegen gestiegenen Lohnkosten) weitergereicht wird und bei denen (man kann inzwischen schon sagen traditionell) mit Zustimmung der Gewerkschafter im Betriebsrat die "Öffnungsklausel" aus diesem Tarifvertrag gezogen wird. Und wo dementsprechend der Tarifabschluss nicht in voller Höhe ankommt...

        Überzeugen Sie dort doch mal jemanden, einer Gewerkschaft beizutreten, damit man nicht mehr "jammern" muss... 🤔

    • @Oliver Wagner:

      Schonn. But.

      Ganz soo neu ist das ja leider nicht - wa!



      Kennse den?: “Na wie? Die sind doch ooch schon früher hinter der roten Fahne herjeloofen - wa! Als noch keen Hakenkreuz druff war!“ • Volkers 🫦

      Na Mahlzeit

    • @Oliver Wagner:

      Ja und Nein.



      Ja, weil die Arbeiterschaft (falls es die in der überlieferten Bedeutung überhaupt noch gibt), den rechten Rattenfängern auf den Leim geht und damit gegen sich selbst wählt, nein, weil die SPD ihrer ehemaligen Klientel kein überzeugendes Angebot mehr macht. Ein bisschen Klassenkampfrhetorik am 1. Mai auf dem Marktplatzgenügt nicht, um die Wählenden bei der Stange zu halten und ist genauso wenig überzeugend wie die allzu durchsichtige Rollenverteilung in Good Cop ( Bullshit!-Bas) und Bad Cop (Sparen!!-Klingbeil)

      • @Klabauta:

        Entgangen scheint der doch immer noch gutversorgten und sozial abgesicherten Industriearbeiterschaft, dass eine Partei, die etwas bewirken will, eine ordentliche parlamentarische Mehrheit benötigt. Unser ehemaliger Bundeskanzler Olaf Scholz hat als 1.Priorität dort gehandelt wo es am nötigsten war: Menschen am Rande der Gesellschaft ein einigermaßen würdevolles Dasein zu ermöglichen. Respekt auch gegenüber Menschen, die in der Leistungsgesellschaft zu den Verlierern gehören.



        Die Errungenschaften, die die Deutsche Sozialdemokratie für die "einfachen" Menschen erkämpft hat ist bemerkenswert!



        Auch der Verweis,dass die SPD eine Partei nur für Bürgergeldempfänger ist reinste Bildzeitungspropaganda.



        Gerade die Industriebeschäftigten haben von den großzügigen Kurzarbeiterregeln besonders profitiert



        Oder auch der von Frau Nahles durchgesetzt Mindeslohn, der besonders für nichtorganisierte Beschäftigte eine deutliche Einkommensteigerung brachte.



        Oder auch der stetige Kampf um ein bundesweites Tariftreuegesetz

  • Für die Politik / die SPD steht der Arbeitnehmer immer noch am Fließband oder sitzt hinter der Supermarktkasse. Für viele Arbeitnehmer wäre es ein Segen, die Arbeitszeit (innerhalb von Grenzen, Wochenarbeitszeit, besser noch Monatsarbeitszeit, selbst bestimmen zu können).

    • @Pfennig:

      Das Problem ist, dass es



      den Arbeitgebern nicht primär darum, ihren Arbeitskräften mehr individuelle Freiheit zu zustehen, sondern darum, Arbeitskraft möglichst effizient und profitabel einzusetzen. Genau deshalb sind gesetzliche Arbeitszeitgrenzen überhaupt entstanden. Langfristig können somit einfach Standards verschoben werden, so dass jemand der kein Bock hat, 10 Stunden am Stück zu arbeiten, als weniger flexibel gilt.



      Außerdem müsste doch eigentlich die Frage lauten, warum wir überhaupt noch über den Achtstundentag streiten, zu einem Zeitpunkt wo doch die technische Entwicklung der Produktivkräfte längst einen Vierstundentag möglich machen würde…

      • @Dima77140:

        "sondern darum, Arbeitskraft möglichst effizient und profitabel einzusetzen."

        In Zeiten, in denen einerseits die Demographie zuschlägt und andererseits die Arbeitsstunde in fast allen Nachbarländern von Polen bis Luxemburg (dort sogar bei vergleichbarem Brutto und höherem Netto) weniger kostet, ist effizienter Personaleinsatz wesentlich für die mittelfristige Sicherung von Arbeitsplätzen und Steuereinnahmen...

    • @Pfennig:

      Denen ist aber kein bisschen damit geholfen, ihren Arbeitgebern noch mehr freie Hand zu geben.

  • Das Beste ist, dass die Idee "mehr Arbeiten heißt mehr Rendite" wissenschaftlich längst überholt ist.

    Die Politiker folgen da wohl irgendwelchen feudal-konservativen Machtfantasien der Unternehmensbosse. Doch sie schneiden sich damit selbst ins Fleisch.

    Studien zeigen, dass ab einer bestimmten täglichen Arbeitsdauer die Grenzproduktivität deutlich sinkt. Sie fällt oft nach 5–6 Stunden stark ab. Kürzere Arbeitszeiten und Arbeitsteilung erhöhen also die Produktivität pro Stunde wesentlich.

    Zudem steigt die Häufigkeit von Fehlern mit der Zeit an. Diese können auch teuer werden. Auch Arbeitsunfälle werden wahrscheinlicher. Und langfristig ist auch mit mehr Krankheitstagen zu rechnen.

    Was da gemacht wird ist nicht fundiert sondern basiert auf einem stupid-autoritärem und überkommenen Verhaltensmuster aus dem 19. Jahrhundert.

    Es wird den Bossen keinen Cent mehr einbringen.

    • @nothingness:

      Zumal es ohnehin nicht die Arbeit ist, die Wachstum erzeugt, sondern Technik, Innovation.

      • @Warim Wilke:

        Technik und Innovation entstehen durch was?

  • Es gibt sowas wie Wellen im Zeitgeschehen. Dinge die größer sind als das man sie eliminieren könnte..der Klimawandel gehört dazu.



    Intelligente Politik schwimmt also nicht gegen die Welle, sondern "surft" sie.







    Leider hat, insbesondere die cdsU dies in vielen Punkten nicht vertstanden..und so versucht sie mit veralteten Konzepten gegen den Strom zu schwimmen (die Welle hinauf).



    Und weil dies nicht funktioniert, soll nun unbedingt mehr gearbeitet werden, was die Probleme nicht löst.







    Zudem haben die meisten Menschen verstanden, daß die Früchte ihrer Mehrarbeit nicht zuerst bei ihnen ankommen würden, sondern bei der betuchten Stammwählerschaft von csdU.







    Das die SPD auch nur darüber nachdenkt hier mit zu gehen, ist gelinde gesagt blind und taub.







    Es wäre jetzt an der Zeit Klima und Wirtschaft zu versöhnen..ebenso wie Soziales mit Engagement. Und dazu braucht es eine echte Aufbruchstimmung, vor allem mit konkreten Visionen, das Land besser zu machen.



    Sei es ein Europäisches Hochgeschwindigkeitszugnetz..ein groß angelegtes Klimaprogramm was den Menschen das Gefühl gibt, die Zukunft meistern zu können (und ihr nicht ausgeliefert zu sein) oder was auch immer.







    SPD hör die Signale..

  • >8 Stunden ist in einzelnen Themen immer schon gängige Realität. Z.B. Projektarbeit, Jahresabschlüsse.... Wochenlange 10-14 Stunden Tage, unerfasst: geht auf die Gesundheit (AN) und Qualität (AG).

    Eine starke Vertretung durch Gewerkschaften / die Linke ist daher weiter wünschenswert.

    • @Wiese:

      Dank der ach so starken Vertretung der Gewerkschaft, bin ich dort nach 28 Jahren ausgetreten. Wenn man die Gewerkschaft brauchte - war sie nicht da - oder der "andere Ortsverband" zuständig. Aber hey, der Kuli zur 25-Jahres-Papp-Urkunde hielt dafür zwei Monate! :D

      Übrigens werde ich jetzt noch von Verdianern beschimpft, dass ich es auch nur wage, laut darüber nachzudenken, warum ich nicht gleich zum Beamtenbund gegangen bin.

      Starke Gewerkschaften... pfff

  • Mit der SPD ist es so wie mit vielen etablierten Marken:



    Der Name ist der alte, der Inhalt ist ein ganz anderer.

    Jetzt mag man argumentieren die Zeiten häten sich ja auch geändert, die Welt sei eine andere geworden usw.

    Aber nehmen wir nur als Beispiel das Geseihere über die Lebensarbeitszeit:



    Ja, stimmt, die Menschen leben heute länger.



    Vor dreißig Jahren lag die Lebenserwartung bei rund 79 Jahren - heute liegt sie bei rund 83 Jahren. Also ca 5% mehr.

    Die Arbeitsproduktivität ist in der gleichen Zeit allerdings um sagenhafte 40 % gestiegen.

    Also könnte Mensch deutlich früher aufhören zu arbeiten - bei gleichem Gewinn des Kapitals aus der Lebenszeit der Menschen.

    Und das ist nur EIN Beispiel dafür, wie uns die SPD hinter die Fichte führt.

    Ok- das tun die anderen Parteien auch. Aber die behaupten ja auch nicht die Partei des "kleinen Mannes" zu sein.

    • @Bolzkopf:

      Kürzlich gab es hier in der taz ja einen Artikel über Shrinkflation, ein Begriff, der mir vorher noch nicht geläufig war.



      Ich finde, er beschreibt sehr gut, was das Elend der SPD ausmacht und Sie auch zutreffend formuliert haben: „Der Name ist der alte, der Inhalt ein ganz anderer.“



      Deutlicher als in dieser Koalition mit der Merz-CDU kann die SPD nicht signalisieren, wie sehr sich ihre Politik gegen ihr eigenes Klientel gewendet hat.



      Ist es zu hart formuliert oder gar falsch zu sagen, die SPD treibt damit ihre Wähler in die Arme der AfD und macht sich so zur Totengräberin der Demokratie?

    • @Bolzkopf:

      Wie schon gesagt ,die einzige sozialdemokratische Partei ist die Linkspartei.



      Die SPD ist schon seit 1913 nicht mehr



      sozialdemokratisch.



      Wenn immer von der großen Geschichte der



      SPD geschwärmt wird , bekomm ich das



      ganz große Kotzen.

    • @Bolzkopf:

      "...Die Arbeitsproduktivität ist in der gleichen Zeit allerdings um sagenhafte 40 % gestiegen. Also könnte Mensch deutlich früher aufhören zu arbeiten - bei gleichem Gewinn des Kapitals aus der Lebenszeit der Menschen..."







      Wenn Sie diesen Gedanken fortführen: es arbeiten heute auch 8 Millionen mehr Menschen in Deutschland als vor dreißig Jahren bei kaum veränderter Bevölkerungszahl. Also mehr Menschen arbeiten länger und produktiver als vor 30 Jahren.







      Wo ist dann der ganze erwirtschaftete Gewinn geblieben? Und könnten die inzwischen über 9 Billionen (9 Millionen Millionen!) Barvermögen, die irgendwo in Konten und Portfolios geparkt sind, etwas damit zu tun haben?

      • @Sisone:

        @Sisone



        👍👍 & 👍👍

      • @Sisone:

        Danke für dieses Kommentar! Hab ihn gesucht!



        Völlig richtig.



        Eigentlich total absurd, über dir Aufweichung des Achtstundentags zu diskutieren, zu einem Zeitpunkt, an dem die Produktivität längst ausreichen würde, um Max. 4 Stunden täglich zu arbeiten und die Automatisierung vieler Berufe vor der Tür steht.



        Anstatt in Arbeitszeitverkürzung, fließen die erarbeiten die erarbeiteten Gewinne seit Jahrzehnten einfach nur in Vermögen ab.

    • @Bolzkopf:

      Sehe ich ganz genau wie Sie.

      Es war Stärke von Sozialdemokratie und Gewerkschaften, eine bestimmte Gruppe der Bevölkerung schlagkräftig zu organisieren, ihre Rechte durchzusetzen und ihr einen Teil am Produktivitätsfortschritt zu erkämpfen (beileibe keinen "gerechten Teil", denn die Reichen wurden ja trotzdem reicher).

      Diese Gruppe gibt es immer noch und sie verarmt zusehends. Es wird sich aber jemand anders finden, sie zu organisieren, wenn die SPD nicht mehr will.

    • @Bolzkopf:

      Volle Zustimmung. Und davon abgesehen sehe ich die Zukunft der Arbeit dank KI nicht unbedingt im Mehrarbeiten.

      • @Anna Bell:

        Da wäre ich nicht so sicher, bei der Anfälligkeit von KI. ;)



        Aber mal im Ernst: Man redet seit Kurzem von einer KI namens Mythos, die wohl erhebliche Probleme bei Systemsicherheiten in Infrastruktur erzeugen kann. Weniger und sicherer arbeiten geht wohl so eher nicht.

  • Auf S. 63 (Koalitionsvertrag der Ampel) stand "Klimageld" ald Komoensation für steigende CO2-Preise.

    www.bundesregierun...ata.pdf?download=1

    Damals bestimmte (formal) Herr Scholz als Bundeskanzler die "Richtlinien der Politik".



    Dieses wäre ein wichtiger Mechanismus gewesen um die Akzeptanz der Energiewende zu steigern und Lasten gerecht zu verteilen.



    Es kam nicht, da die spd (und sein "Klimakanzler"!) vor dem kleinsten, neoliberalen Koalitionspartner eingeknickt sind.



    Wer erwartet, dass die spd jetzt als Juniorpartner den Rücken grade machen würde (zumal bei 100-jährigen Errungenschaften ihrer ehem. Klientel!) kennt den jetzigen Zustand dieser Partei nicht.



    Für ein Schulterklopfen von F. Merz tun die Parteivorsitzenden alles.



    Ein "Ruder rumreißen" wird es nicht mehr geben.



    Eine Partei in Auflösung.



    Jedes Vertrauen wurde verspielt. Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen.

    • @So,so:

      „Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen.“



      Doch, einen einzigen noch (wenn zugegebenermaßen auch nur einen taktischen): ohne SPD - sozusagen als Mehrheitsbeschafferin - wird es niemals mehr in dieser Republik eine Option für eine notwendige linke, sozialökologische Reformpolitik geben.



      Die steht zwar in weiter Ferne, aber glauben Sie, Schwarz-Grün könnte das bewerkstelligen? Die könnten zwar fürs erste vielleicht noch eine Machtübernahme der AfD (auf Bundesebene) verhindern, den Bürgern aber keine Hoffnung auf eine positive politische Kehrtwende geben.

      • @Abdurchdiemitte:

        Nein, glaube ich auch nicht. Aber mein Kommentar ist eigtl. ein Hiferuf an die spd sich zu besinnen und die Gewinnerthemen (soziale Gerechtigkeit, Steuergerechtigkeit) die auf der Strasse liegen endlich aufzugreifen und auch durchzusetzen. Dazu braucht es Vertrauen. Dies wieder aufzubauen wird mindst. 10 Jahre dauern. Aber irgendwann muss man ja wieder anfangen Politik mit Rückgrat zu machen.

    • @So,so:

      Traurig, aber leider wahr .

    • @So,so:

      "...Es gibt keinen Grund mehr die spd zu wählen...";



      in dem Punkt volle Zustimmung. Aber:







      "...Es kam nicht, da die spd (und sein "Klimakanzler"!) vor dem kleinsten, neoliberalen Koalitionspartner eingeknickt sind..."







      Sie sind nicht einfach eingeknickt, sondern hatten den ursprünglich angenommenen finanziellen Spielraum nicht mehr, da erstens die Umwidmung der 60 Milliarden Euro an ungenutzten Corona-Krediten in den Klimafonds, aus dem das "Klimageld" hätte kommen sollen, durch die Klage von CDU/CSU nicht mehr zur Verfügung stand und zweitens jedes Aufweichen der Schuldenbremse vom FDP-Finanzminister blockiert wurde, dies ebenso mit Unterstützung der CDU/CSU; die gleiche scheinheilige CDU/CSU, die dann nach der Wahl noch höhere Schulden aufgenommen hat und das Ganze dann schick "Sondervermögen" nannte (da fühlt man sich doch gleich reich).







      Die SPD hat bei vielen Gelegenheiten ihre Inkompetenz gründlich zu Schau gestellt, aber was das Klimageld angeht, hat es nicht nur an der SPD gelegen.

      • @Sisone:

        Aus meiner Arbeitnehmersicht ist die SPD auch wie der sprichwörtliche Hund der zur Jagd getragen werden muss. Daher ist sie je nach Thema auch auf Impulse von Grünen und Linken angewiesen, welche selber andere Mängel haben wo das gleiche gilt. Jetzt hat man halt den schlechtesten Kanzler mit der schlechtesten CDU seit Jahren in der schlechtesten Groko und möchte eigentlich in Winterschlaf gehen.

        Aber in der Betrachtung hat Abdurchdiemitte recht die SPD wir aktuell noch gebraucht um Wähler zu binden die warum auch immer Linke oder Grüne nicht anspricht die sonst nicht wählen würden oder halt schlimmer. Kann man jetzt von halten was man mag.

      • @Sisone:

        Ja, stimmt. Das niederträchtige Verhalten von lindner und €DU hatte ich als gegeben vorausgesetzt.



        Aber dann kann man auch nicht einer Klei-Ko beitreten ohne das Risiko zu kennen.



        Naivität ist noch eine vorsichtige Formulierung.



        lindners fdp war das trojanische Pony der fossilen und reaktionären Lobby.

  • Das Leben ist ein Dschungel. Ein Organismus der sich nicht an Veränderungen anpassen kann, siecht dahin und wird verdrängt.

    Eine Gesellschaft, eine Wirtschaft die nicht reformfähig ist, wird in ein Siechtum übergehen. Nur ein Land, das sich anpassen kann also zu Reformenfähig ist - kann seine Kraft und seinen Wohlstand erhalten.

    Man muß der DDR zugestehen, daß sie bis zum Schluss für die Arbeiterrechte kämpfte. Aber sie war nicht reformfähig. Sie siechte noch ein paar Jahrzehnte dahin und verstarb. Venezuela, Kuba,..

    Einige der geänderten Bedingungen sind: Der demografische Wandel. Das benötigte (geeignete) Arbeitskräftepotential schrumpft.



    Die Lohnnebenkosten werden weiter steigen. Steuern jetzt möglicherweise auch. Auf dem Feld der Erneuerbaren und Co2-armen Energien hat Deutschland zwar gute Techniken aber weniger Sonne, Wind- und Wasser-und Kernkraft, als Konkurrenten. Geographisch bedingt werden in Zukunft die Energiekosten In Deutschland - im Vergleich zu Wettbewerbern - dauerhaft deutlich höher sein.

    An solche neuen Lebensbedingungen muß Deutschland sich anpassen. Die SPD stand einmal für Fortschritt. Heute steht sie für Erstarrung und somit für einen langsamen Tod.

    • @Donald Duck:

      Verzeihung, zumindest zwei Sachen passen bei Ihnen nicht zusammen. Reformfähigkeit betrifft - wenn ich es so ausdrücke, erscheint mir dies verständlicher - nicht nur Menschen bzw die Gesellschaft (Unternehmen eingeschlossen), sondern ebenfalls Technik. Dort heißt "Reformfähigkeit" nämlich "Produktivität". Man sieht bereits an der Ihrigen Wortwahl, die an dem Denken ansetzt, dass "Reformfähigkeit" (auf Menschen bezogen) angesichts einer komplexen Organisation von Wirtschaft und des Einstellens von Erfolg (zB Produkt, Bedarf, Marketing, Eigentum - und Kaufkraft!!) den völlig falschen Begriff darstellt. Ferner, also die zweite nicht passende Sache, vernachlässigt Ihre Prognose (erneut) beispielsweise die eben nicht unwesentlich bedeutsame - siehe oben - Produktivität, wohin ich jedoch gedanklich nicht möchte, sondern auf die Wahl nach dem "Modell", d.h. möchte "ich" weiterhin nur exportieren, oder sorge "ich" auch endlich für gerechte Besteuerung und für Inlandsnachfrage.

    • @Donald Duck:

      Tick Trick & Track könnten dem Onkel vllt mal stecken - daß unbestritten das ärmste 🐽 in der DDR - der Arbeiter war!



      &



      Dementsprechend die Gewinner in der DDR -



      Auch die Gewinner der Wiedervereinigung sind •



      ps klar immer gern always at your servíce 🧐

      • @Lowandorder:

        @ Lowandorder



        Donald Duck steht sicher, seinem Quark Quark nach, kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben und hat wohl zu häufig ein paar falsche Streifen / Videos über den damaligen Unrechtstaat der DDR im Internet auf TikTok gesehen 😇 🤑

    • @Donald Duck:

      Und wann fangen wir an, Reformen so umzusetzen, dass 8 Milliarden und in Zukunft über 10 Milliarden Menschen in Würde leben können ohne dass diese unter dem Klimawandel zu leiden haben?

      Jetzt sind die Reformen doch alle so: Wachstum, Wachstum, Wachstum. Zu Lasten der Indigenen und weiterer marginalisierter Menschen. Zu Lasten derjenigen mit medizinischen Problemen, denen man gerne Faulheit vorwirft. Zu Lasten unseres Planeten sowieso.

      Nein, jede Mehrarbeit ist ein weiterer Schritt in Richtung Sklaverei.

    • @Donald Duck:

      Was wollen Sie uns damit sagen?

    • @Donald Duck:

      Wozu sollen "Reformen" taugen, die das Leben der Masse der Bevölkerung verschlechtern?

      Nur so nebenbei. Gestern meldeten die DAX Unternehmen gestiegene Gewinne trotz gesunkener Umsätze...

    • @Donald Duck:

      Welche Länder haben sich denn erfolgreich angepasst, indem sie Arbeitnehmerrechte geschleift haben?

  • taz: *Ausweitung des Achtstundentages. Der SPD ist nicht mehr zu helfen.*

    SPD-Politiker, die noch sozial sind, sollten sich zu 'Die Linke' begeben. Und die anderen, die immer noch das "neoliberale Schröder-Virus" in sich haben, sind ja ohnehin schon ein Teil der CDU/CSU geworden.

  • Nicht Koalitionszwang, sondern Seeheimer Kreis. Wer braucht eine solche SPD?

    • @Kaboom:

      Koaltions- oder Fraktionszwang ist



      immer eine gute Entschuldigung für das eigene



      Gewissen ...... Genosse hörst Du es noch...



      ( Tucholski)

    • @Kaboom:

      taz: **Die Arbeitsministerin sagte: „Wenn es nach der SPD und auch mir persönlich geht, würden wir das Thema Arbeitszeit gar nicht erst anfassen.“ Und dann: „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“**

      Es gab mal eine soziale SPD in Deutschland, die hätte so einen Koalitionsvertrag gar nicht unterschrieben. Die heutige SPD ist aber nur noch der Steigbügelhalter von CDU-Merz und wird in den nächsten Jahren ohnehin verschwunden sein.

      Ihre Frage "Wer braucht eine solche SPD?" bringt es gut auf den Punkt.

      • @Ricky-13:

        Das Problem ist, dass für diese SPD unter diesem Vorsitzenden alles verhandelbar ist. Es gibt keine No-gos, Klingbeil hat das ja selbst gesagt. Für die SPD wird es erst dann wieder aufwärtsgehen, wenn die Parteirechte entmachtet wird.

      • @Ricky-13:

        @ Ricky-13



        Wir brauchen eine starke, humanistische Partei, die im Sinn & den Interessen der Bevölkerung regiert, da bleibt zur Zeit nur Die Linke. Wieviele Bretter hat man eigentlich den Wählern vor ihre Köpfe genagelt ? Es ist echt nicht zu fassen.



        Gestern war übrigens der äußerst angenehme & politisch sehr kompetente Herr Maurice Höfgen zu Gast im Presseclub, ist ja noch in der AfD Mediathek abrufbar. Lohnt sich anzusehen.

        • @Alex_der_Wunderer:

          ***Maurice Höfgen im Presseclub: DIE ANALYSE!*** www.youtube.com/watch?v=drpk-uJzzd4

          • @Ricky-13:

            @Ricky-13



            👍👍 Genau so, wie Herr Maurice Höfgen hier Aufklärungsarbeit betreibt, stelle ich mit die Informationsarbeit für mindestens 🚍1.000 Demokratieförderungsbusse 🚍, die 24 / 7 durch unsere Städte und abgelegenden Käffer düsen müssen vor. Die Unionsparteien & die unsägliche AfD wären wech vom Fenster, da die Bevölkerung endlich wach werden würde ‼️

          • @Ricky-13:

            @Ricky-13



            PERFEKT - Dankeschön für den Link 👍👍

        • @Alex_der_Wunderer:

          Danke. Ich habe Maurice Höfgen aber ohnehin schon auf YouTube abonniert: www.youtube.com/@Maurice_Hoefgen

          Besonders gerne sehe ich mir seine Kommentare an, wenn er Carsten Linnemann und Jens Spahn auseinanderpflückt.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Ups - A R D Mediathek selbstverständlich - meine Autokorrektur wollte mich wohl kurz zum 🤑 bringen...

          • @Alex_der_Wunderer:

            Die "AfD-Mediathek" heißt NIUS. 😂🤣😂

  • Hallo? Den Arbeitern und Rentnern ist wohl nicht mehr zu helfen. Die ganze Merz-CDU ist marktradikal und unsozial. Nach oben buckeln und nach den Arbeitern und Rentnern treten. Deutschland hat noch nie so viel Arbeitsstunden geleistet wie heute! Ich hoffe, dass die Arbeiter und Rentner nicht wieder so blöd sind weiter CDU zu wählen. Und wann gehen Rentner denn mal gegen ihre mickrigen Renten demonstrieren? Niemals? 21 Mio. Rentner spielen wohl lieber Bingo?

    • @KLaus Hartmann:

      Leider ist es wirklich so, dass viele Rentner immer noch die CDU/CSU wählen und die Zukunft ihrer Enkel gegen die Wand fahren und sich auch selbst damit ein Bein stellen (z.B. mickrige Renten). Bei der jüngsten Bundestagswahl stimmten 38 Prozent der Wählerinnen und Wähler über 60 Jahre für die CDU/CSU. In der noch älteren Gruppe der über 70-Jährigen lag der Anteil sogar bei 43 Prozent.

      Auf der anderen Seite kann man ja froh sein, dass sie "nur" CDU/CSU wählen und nicht noch schlimmer. 🤢

    • @KLaus Hartmann:

      Ich bin Rentner, habe nie die CDU gewählt, werde nie die AgD wählen und wehre mich gegen diese Verunglimpfungen und Verallgemeinerungen.

      • @The Calif:

        Krisch Krisch machten die Bürsten!

        Sie - werden doch gar nicht Verallgemeinert & Verunglimpft - wa!



        Gerade ehna meint er ja nicht •

    • @KLaus Hartmann:

      Die Arbeiter wählen inzwischen weder CDU noch SPD. Sie wählen immer mehr die AFD.

  • Über den Koalitionsvertrag haben die Mitglieder der SPD abgestimmt oder?

    • @Il_Leopardo:

      Ja. Ist traurig.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Merkwürdige Genossen!

        • @Il_Leopardo:

          Die wollten mich tatsächlich mal werben 😁

    • @Il_Leopardo:

      Genau so ist es. Wie Vetter Schorsch schon immer sagte. jeden Tag steht irgendwo ein Dummkopf auf.

      • @Alberta Cuon:

        Nicht nur einer!

  • "Der SPD ist nicht mehr zu helfen."

    Ja.

    Es gibt aber weiterhin einen Bedarf für eine Partei der abhängig Beschäftigten.

    Das wird dann die Linke sein, wenn sie sich professionalisiert.

    Oder jemand anderes.

  • Richtiger und wichtiger Kommentar.



    Das schlimme: Was die CDU unter Merz, Spahn und Linnemann will, ist nicht nicht einmal notwendig. Es reicht ihnen nur nicht. Unfassbar was die SPD da mitmacht. Aber verwunderlich ist es eigentlich nicht mehr.

    Wenn das kommt haben die Mitarbeiter:innen in Betrieben ohne Betriebsrat dann gar keine Chance mehr.



    Und deshalb werden die Betriebsräte die nächsten sein, die geschliffen werden. Das macht die CDU dann mit der AFD oder umgekehrt.

    • @Nansen:

      Leider ist das genau so. Wir werden in absehbarer Zeit eine weitere Traditionspartei aus dem Bundestag und Landesparlamenten fliegen sehen. csdU und AgD werden in ihrer Koalition alles schleifen, was auch nur geringfügig nach Linken oder Grünen Ursprüngen, Ideen aussieht. Es wird eine gleichgeschaltete Linie geben und das war's dann mit der Demokratie... So sad !!!

      • @Perkele:

        @ Perkele



        Die Karibik - Barbados ist auch sehr schön.🌊..🏝🏖🏝🌊

  • Wer am Tag 10 Stunden arbeitet und dann 3 Tage frei hat, kann dieses System sehr wohl schätzen - vielleicht sollte man mal Arbeiter und Angestellte befragen anstatt Karl Marx zu bemühen. Der kannte körperliche Arbeit auch nur aus Büchern.

    • @FraMa:

      Seltsames Argument…



      Die meisten Menschen wünschen sich doch nicht mehr Arbeitszeit an einzelnen Tagen, sondern mehr freie Zeit bei gleichem (!) Lebensstandard.



      Wir haben heute eine höhere Produktivität als jemals zuvor - theoretisch wäre längst ein 4-Stundentag möglich, doch anstatt in Arbeitszeitverkürzung fließen Gewinne seit Jahrzehnten in Vermögen und Kapitalbesitz ab.

    • @FraMa:

      Sie haben nicht Unrecht: so könnte man diese Forderung verkürzt sehen. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, werden ja Überstundenregeln und Flexible Zusatzarbeit ebenfalls angepasst bzw. beibehalten.



      Und natüüürlich wird diese neue Flexibilität nur auf Befehl des Arbeitgebers stattfinden und nicht etwa auf Bedarfe des Arbeitnehmers...

    • @FraMa:

      Solange eine wöchentliche Arbeitszeit von 48 Stunden zulässig ist, glaube ich keine Sekunde daran, dass die Entwicklung hin zu einer 3-4x10-Stunden-Woche geht. Eher werden die Arbeitnehmer zu einer 5x9,5-Stunden-Woche gedrängt, mit den CDU-üblichen wir-werden-unseren-Wohlstand-nicht-halten-können-Argumenten.







      Zu Karl Marx´ Zeiten war noch eine 6-Tage-Woche mit 12 h Arbeit gang und gäbe. Das heutige Niveau haben die Gewerkschaften ohne Marx erkämpft und die Firmen- und Betriebsinhaber haben trotzdem keinen schlechten Schnitt gemacht.







      Vielleicht gibt es tatsächlich den einen oder anderen, dem der 10-Stundentag entgegenkommt. Demjenigen ist es auch heute schon möglich, wenn der Arbeitgeber das befürwortet. Wozu dient aus Ihrer Sicht also eine Gesetzesänderung, wenn nicht zum weiteren Herausquetschen von mehr Arbeitsstunden?

    • @FraMa:

      Sie haben die eigentliche Ursache dieses Konflikts erkannt und benannt. Menschen, die sich für schlauer halten als andere, werden leicht übergriffig gegenüber denen, die sie für dumm und hilflos halten.

      Für mich war es eine schrechkliche Zeit, als ich jeden Tag zuerst 1 Stunde öffentlichen Nahverkehr zum Arbeitsplatz hin und dann 1 Stunde zurück "genießen" durfte. Wenn ich heute im öffentlichen Nahverkehr in den Hamburger Süden fahre, weiß ich, daß ich noch schön Zeiten hatte.

      Den Funktionären der SPD und der Gewerkschaften scheinen solche Erfahrungen zu fehlen, sonst würden sie nicht die Interessen etlicher Arbeitnehmer verraten.

      Lieber längere Arbeitszeiten - wenn möglich - und dafür weniger Arbeitswege und Arbeitstage. ( -1/5 = 20% weniger Berufsverkehr) Jeder umweltbewußte Partei- oder Gewerkschaftsfunktionär müßte dem eigentlich zustimmen.

      Schauen wir mal, welcher Partei die Verteidigung der "größten Errungenschaft der Arbeiterbewegung" die meisten Stimmen bringt.

      • @Donald Duck:

        Sie und einige andere Kommentierende habe scheinbar nicht verstanden worum es geht.



        .



        Bereits jetzt ist es ohne Probleme möglich eine Arbeitszeit von 10h und eine 4 Tagewoche zu vereinbaren.



        .



        Wichtig ist nur, dass die Arbeitszeit an 6 Arbeitstagen in der Woche im DURCHSCHNITT nicht länger ist als 8h. 4x10/6 = 6.66 < 8.



        Nach jedem Arbeitstag gilt eine gesetzliche Ruhezeit von 11h und auch eine Pausenzeit von min. 45 Minuten wird bei 9h+ vorgeschrieben.



        .



        Es gibt zudem jede Menge Ausnahmen für bestimmte Branchen und Berufe. In der Landwirtschaft, in der Gastwirtschaft, bei Ärzten, bei Beamten, bei Bereitschaftsdienst generell usw usw.



        Leitende Angestellte haben überhaupt keine Regulierung bei den Arbeitszeiten und im Notfällen darf grundsätzlich IMMER länger gearbeitet werden.



        .



        Daher ist es vollkommen richtig, von einer "Errungenschaft" zu sprechen, dass nicht jeder AG einfach 12h oder 50h + in der Woche verlangen DARF!

    • @FraMa:

      Also ich sehe schon bei einem 8-Stunden Tag im Winter kaum die Sonne. Kann ja sein, dass das jemand mag.

      Das Problem ist aber dass Unternehmer künftig einen 10-Stunden Tag vorschreiben könnten. Und da hört der Spaß dann auf.



      Dazu kommt natürlich, dass die wenigsten Menschen tatsächlich 10 Stunden effektiv arbeiten können. Auch wenn sich das viele einbilden.

    • @FraMa:

      Wer das schätzt, der kann jederzeit mit seinem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung treffen. Dann werden eben an 4 Tagen Überstunden gemacht und dann direkt abgefeiert.

  • „Aber es steht im Koalitionsvertrag.“

    Und dieser wurde von Klingonen geschrieben und die SPD zur Unterschrift gezwungen? Oder war es doch so, dass die SPD diesen Vertrag mit verhandelt hat? Allein dass diese Idee es in den Vertrag geschafft hat, ist ein Skandal.

    Wie im Artikel schon richtig gesagt, bestimmt der Unternehmer die Arbeitszeit. Flexibilität gilt für ihn. Dem Grenzen zu setzten, war die Idee hinter dem Achtstundentag. Jetzt will ausgerechnet die SPD die alte Willkür wieder einführen. Eine solche "Arbeiterpartei" braucht kein Arbeiter mehr. Im Alten Slogan steckt eben doch noch Wahrheit.







    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!

  • Das gesellschaftliche Problem liegt woanders: Doppelstandards der Gewerkschaften zu anderen Berufen außerhalb der großen Industriewerkshallen. Jeder Handwerker auf dem Land, oder Kleinbetrieb, Einzelhandel, Selbstständige.....von Leiharbeitsfirmen, oder Prekärbranchen wie Paketdiensten ganz zu schweigen. Die alle können über derlei Diskussionen eher den Kopf schütteln, da Alltag.



    Und da ist das eben abgehobene Scheinintelkektualität was die Frau Bas oder auch Fahimi da fabuliert. Und somit unwählbar, bzw, mit 15% noch gut bedient.



    Oder noch kürzer:



    Die Arbeitswirklichkeit eines BMW-Daimler-Eon Arbeiters zu einem Normalarbeiter in einer Landschlosserei ist gravierend. Und wer beschwert sich am lautesten? .... denen es schon recht gut geht! Ein Problem!

    • @Tom Farmer:

      Und denen ist geholfen, wenn sie ganz legal 12 buckeln müssen? Vielleicht auch mehr, wenn nicht so genau kontrolliert wird? Diese Doppel Standards sind doch hausgemacht. Die haben sich bequatschen lassen, dass sie Gewerkschaften nicht brauchen. Dass sie ohne Tarifvertrag besser dran sind. Dass mit Betriebsrat die Firma ganz bestimmt morgen pleite ist.

      Es wird Zeit, dass Arbeitnehmer sich wieder organisieren. Wird aber nicht passieren. Lieber hofft man drauf, dass dem Chef das Portemonnaie so überquillt, dass er gar nicht anders kann als es seinen Mitarbeitern zu geben.



      Darum ist denen Bargeld auch so wichtig 😏

      • @Adan:

        Paragraph 3 Arbeitsschutzgesetz, wie es heute gilt: "Die werktägliche Arbeitszeit der Arbeitnehmer darf acht Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu zehn Stunden nur verlängert werden, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt acht Stunden werktäglich nicht überschritten werden."



        Darum geht's. 50 pro Woche max. Letztlich Flexibilität auf beiden Seiten. Niemand redet von 12 h am Tag. So zumindest verstehe ich die Diskussion.

    • @Tom Farmer:

      Das Problem sind eher Leute wie Sie. Statt das Arbeitszeitgesetz überall und bei jede:r durchzusetzen, werden die diffamiert, bei denen es gilt.



      Warum gilt es bei denen? Wegen Gewerkschaft und Betriebsrat.



      Jaja, diese verwöhnten Arbeiter beim Daimler! Mamma man.



      Das Arbeitszeitgesetz ist Gesetz Punkt



      Als wenn irgendwas besser würde, wenn das geschliffen wird.

      Ich kann ja meine Einkommenssteuer auch nicht einfach in Richtung Null drehen, mit der Begründung, dass die Reichen und Schönen ja auch Steuern sparen/elegant hinterziehen, wo sie es nur können.

      • @Nansen:

        Schön, wenn Sie glauben, dass ich das durchsetzen könnte.



        Das ist aber zum Thema hier nicht der Punkt. Es geht um die SPD. Und die tut genau Null für, bzw. gegen prekäre Arbeitsplätze. Zahnlos, und dann bei Großveranstaltungen der Gewerkschaften bei Kaffee und Kuchen den sterbenden Schwan spielen und halbgar die Schuld bei den selbst verhandelten Punkten der CDU zuschieben.



        Alles unterirdisch! Was an dieser Vorgehensweise wollen Sie denn da verteidigen?

    • @Tom Farmer:

      Die Arbeitszeitreglung, um die es hier geht, ist ein Gesetz und gilt für alle. Egal wie groß der Betrieb ist. Gewerkschaften haben teilweise bessere Regelungen im Tarifvertrag stehen.

      Wenn man jetzt die Mindeststandards senkt, wird das vor allem Arbeiter treffen, die nicht von der Gewerkschaft vertreten werden. Also die in kleinen Betrieben. Das die Gewerkschaften trotzdem dagegen sind, hilft allen. Also bitte nicht auf die Gewerkschaften schimpfen. Die brauchen wir als Verbündete.

      Übrigens. Die Arbeiter die großen Konzerne sind NICHT unsere Feinde. Diese sitzen in den oberen Etagen. Und Spaltung der Arbeiter ist eines ihrer beliebtesten Machtinstrumente.

  • Die KI (Kanzler Idee) will es so.

  • Ich kenne niemanden der reguläre 8 Stunden Tage arbeitet. Das ist in den meisten Jobs heute mal mehr mal weniger. Da akzeptiert eher der Gesetzgeber die macht des faktischen. Anstatt Symbolpolitik wie wäre es wenn die SPD daran arbeitet den Erwerb von eigenheimen für die untere Mittelschicht erschwinglich zu machen? Das würde den Menschen mehr bringen.

    • @Machiavelli:

      "Ich kenne niemanden der reguläre 8 Stunden Tage arbeitet."



      Dann kennst du halt niemanden, der harter körperlicher / stressiger Arbeit nachgehen muss. Und du kennst wohl auch niemanden, dessen Arbeitsbedingungen durch einen Tarifvertrag geregelt sind.



      Und was hat jetzt deine Blase mit dem Schutz von arbeitenden Menschen zu tun bzw. wofür ist dein Umfeld ein Argument?

      • @Tiene Wiecherts:

        Ich kenne nur Menschen die stressiger Arbeit nachgehen müssen.

    • @Machiavelli:

      Ohne den 8 Stunden Tag hat man aber wenig Zeit, im Eigenheim zu wohnen 😊

      Dazu kommt, dass der Platz in D dann knapp wird.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Der Großteil Deutschlands ist nicht bebaut. Und Eigenheim kann auch eine Eigentumswohnung sein. Und ja ich verbringen mehr Zeit im Büro als Zuhause, wenn man schlafen abzieht. Trotzdem wäre es schön etwas zu haben, was mir gehört. Und da denke ich unterschreiben 80% der Menschen in diesem Land.

        • @Machiavelli:

          Bedenkt man, dass allein 25% im Niedriglohnsektor arbeiten, ist das fraglich. Für sehr viele Menschen stellt sich die Frage nach "Wohneigentum" nicht, weil sie noch nicht mal annähernd genug Geld dafür haben. Und das ist auch nicht notwendig. Viele Menschen gieren nicht nach Eigentum aus Stein.

          "Der Großteil Deutschlands ist nicht bebaut."

          Ja. Natur und Landwirtschaft werden total überbewertet 😁 Deutschland zählt jetzt schon zu den sehr dicht bebauten Ländern. Irgendwann ist mal gut.

    • @Machiavelli:

      Ja, auch ein guter Beitrag!

      • @Tom Farmer:

        Liggers - macht doch ne Partei auf!



        Ach so stimmt ja - die gibts ja schon!

        • @Lowandorder:

          Ich fände eine sozialdemokratische Partei, die für Menschen und deren Lebenswirklichkeit aus der Mittelschicht da ist echt gut. Viele viele Menschen arbeiten nicht mehr regulär 8h Tage, viele Menschen arbeiten gerne mehr um mehr zu haben. Für die sollte die SPD Politik machen. Überstunden Steuerfrei, niedgrigere Steuern und Sozialabgaben für Unter und Mittelschicht das sollte SPD Programm sein.

          Aber die SPD kennt Arbeiter nur aus dem Bilderbuch, die Gewerkschaftsfunktionäre leben jedenfalls in ihrer eigenen Welt.