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Eralps „Spiegel“-Interview Offenbarungseid – und Chance

Barbara Junge

Kommentar von

Barbara Junge

Eralps Kommunikationspanne mit dem „Spiegel“ ist ein peinlicher Fauxpas. Jetzt muss sie die Gelegenheit nutzen, Hamas-nahen Kräften den Kampf anzusagen.

K eine Angst!, will man Elif Eralp zurufen. Keine Angst, Befürchtungen um die persönliche Sicherheit auszusprechen. Keine Angst, Hamas-unterstützende Strukturen in Berlin zu benennen. Keine Angst, entschiedene Politik gegen Antisemitismus und Hamas-Sympathisanten zur Maxime des Regierens zu machen. Keine Angst, nach einem Fehler weiterzumachen. Keine Angst, dem Einfluss des Nahostkonflikts auf die Berliner Politik endlich Einhalt zu gebieten.

Die Furcht einer potenziellen künftigen Regierenden Bürgermeisterin der Hauptstadt vor einem Hamas-Freund oder der Hamas-nahen Szene ist beileibe keine Bagatelle. Wenn Eralp in einer (vom Spiegel gegen ihren Willen veröffentlichten) internen Anmerkung schreibt, die Erwähnung von Ibrahim Ibrahim bringe sie und ihre Familie in Gefahr, dann drückt sie damit unfreiwillig öffentlich aus, was auch viele andere in der Stadt spüren: Diese Szene ist zu einer informellen Kraft in Berlin geworden und diskreditiert zugleich die Solidarität mit Palästina, mit den Pa­läs­ti­nen­se­r*in­nen und jene, die sich für ein friedliches Nebeneinander einsetzen.

Niemand sollte Angst haben müssen, dies auszusprechen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Als Politikerin indes, die möglicherweise bald für die Sicherheit in der Stadt Verantwortung trägt, sollte Elif Eralp ein solcher Fauxpas nicht passieren. Dieser Umgang mit interner Kommunikation ist nicht nur unprofessionell. Die Handhabung und das Bekenntnis sind zusammengenommen ein politischer Offenbarungseid. Zu Recht stellt sich die Frage, wie diese Frau, die selbst Furcht vor jenen Strukturen hat, als Bürgermeisterin unerschrocken gegen dieselben vorgehen soll. Die Berliner Linke schafft es ja nicht einmal, parteiinterne rote Linien auch als solche zu handhaben.

Und nun? Es bleibt nur die Flucht nach vorne. „Keine Angst“, dichtet der Sänger Danger Dan. „Steh auf, wenn Du am Boden liegst“, singt die Band Die Toten Hosen. Wenn es jemandem zuzutrauen ist, nach solch einem Fehler wieder aufzustehen, dann wohl der kämpferischen Elif Eralp, die im Wahlkampf ein so gutes Gespür für das politische Momentum hatte.

Sie muss allerdings – und hat jetzt die Chance –, sie muss schnell dazulernen und diesen Strukturen auch gegen den Widerstand aus Teilen ihrer eigenen Partei angstfrei und überzeugend den Kampf ansagen. Selbst wenn es sie Zustimmung bei ihrer Wäh­le­r*in­nen­schaft kostet.

Es geht schließlich um Größeres als nur um ein politisches Amt. Jetzt muss sich zeigen, ob sich eine moderne, aufgeklärte Linke von autoritären Kräften einschüchtern lässt. Elif Eralp sollte nicht bereit sein, eine rot-grün-rote Koalition und eine soziale Politik in Berlin am Nahostkonflikt scheitern zu lassen.

Barbara Junge

Barbara Junge Chefredakteurin

taz-Chefredakteurin, Initiatorin der taz-Klima-Offensive und des taz Klimahubs. Ehemals US-Korrespondentin des Tagesspiegel in Washington.
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60 Kommentare

  • Gerald Müller

    Wie sagen die Engländer so schön: "he who sups with the devil must have a long spoon". Oder besser "she who sups with the devil..."



    Eralp und die Linke in Berlin wollten die Stimmen der pro-palästinensischen Gruppen und die Unterstützung anderer beim Wahlkampf. Die haben sie bekommen, aber die werden eine Gegenleistung fordern. Und jetzt kommt das langsam raus, nämlich dass es Beziehungen zu Hamas-nahen und OK-nahen Gruppen gibt, wobei noch die Frage ist ob es zwischen diesen beiden (Hamas und OK) nicht auch Schnittmengen gibt. Das schadet der Bundes-Linken und, guilt by association, auch der Bundes-SPD und den Bundes-Grünen wenn es zu einer Koalition kommen sollte. Jede Menge Sprengstoff, zumal niemand weiss wieviele Minen noch bei der Berliner Linken liegen die hochgehen wenn jemand aus Versehen drauftritt. Eralp hat hier sehr hoch gepokert um zu gewinnen, geblufft und noch dazu noch mit Schuldscheinen gespielt. Bin mal gespannt ob Erap´s Löffel lang genug sein wird.

  • dites-mois

    Die "Linke" hatte es nicht einmal geschafft, sich von ihrem Putinflügel zu trennen, ihn stattdessen in Ruhe seine Loslösung planen lassen, erst Recht nicht wird sie ihren Hamasflügel rausschmeißen. Zu präsent und konstitutiv sind antiimperialistische und dekoloniale Narrative, die Israelhass für "propalästinensisch" halten.



    Traurig für Elif Eralp und noch viel trauriger um die vertane Chance progressiver Politik. Und ein weiterer Booster für die extreme Rechte.

  • gerdos

    Elif Eralp hat von den skandalösen Ergänzungen des Interviews nichts gewußt. Als sie davon erfuhr, haben die Spiegelredakteure diese Aussage unter Verletzung des Gebots journalistischer Ethik diese gegen ihren Willen als Ergebnis einer redaktionsinternen Diskussion veröffentlicht. Bei den großen Wohnungsunternehmen knallten vermutlich daraufhin die Sektkorken. Kein Wort darüber in der taz.

    • PeWi

      @gerdos:

      Welche Ergänzungen empfinden Sie als "skandalös"? Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es um Randbemerkungen von Frau Eralp selbst, die sie im Rahmen der Abstimmung des Interviews vor der Freigabe gemacht hat. Es ist in Deutschland üblich, dass ein Text mehrfach zwischen Redaktion und Interviewtem hin und her "wandert", bis der Text freigegeben wird.

      Durch ein Versehen(?) hat der Spiegel die Version mit den Randbemerkungen erhalten. Ob die Veröffentlichung ein Verstoß gegen das "Gebot journalistischer Ethik" war, darüber lässt sich trefflich streiten.

      Als der gestohlene Mail-Verkehr der AfD publiziert worden ist, waren doch viele, die jetzt den Spiegel kritisieren und ihn auf eine Stufe mit BILD und WELT stellen, sehr einverstanden.

      In beiden Fällen wurden Hinter- und Abgründe politischer Parteien der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mehr nicht.

      Und bitte nicht vergessen: Es war die Entscheidung der Linken, das für die Berliner Politik an sich nicht relevante Thema Nahost so ins Zentrum ihrer Wahlkampagne zu stellen. Sie hätten wissen müssen, wer da auch zur Zielgruppe gehört.

  • FtznFrtz

    So liefert man leider den rechten Kritikern, denen es um die Verhinderung von Rot-Grün-Rot in Berlin geht zusätzliches Material. Distanz zu organisierter Kriminalität und Antisemitismus sind eigentlich Selbstverständlichkeiten, hier muss die Linke klar und sauber werden, sonst läuft die rechte Kampagne auf unabsehbare Zeit weiter und zerstört diese für die Stadt Berlin positive Aussicht.

  • Jalella

    Echt jetzt? Macht jetzt die TAZ bei dieser unfassbaren Kampagne auch noch mit? Kann man denn gar keine Zeitung mehr abonnieren?



    Die Linke wird auch hier geframt als antisemitisch und "Hamas-nah". Das ist niemandes würdig, der für sich das Wort "JournalistIn" beansprucht.



    Keine inhaltliche Auseinerandersetzung mit den Aussagen, um die es geht. Reines Nachgeplapper der Frames und Hetze.



    Würde ich bei WELT und FAZ ja erwarten, aber hier?



    Und derweil knallen bei den echten Antisemiten und Rassisten von cdU/csU/AfD die Korken, da sich mit deren echten Leichen niemand mehr beschäftigt.



    Die Rechten haben offenbar die bessere PR, die Medien und damit Menschen umdreht. Die Menschen gehen auf die Straße gegen Rechts und die gesamt Presse schreibt sich unisono Kampfparolen gegen Links in die Blätter.

    • PeWi

      @Jalella:

      Sie scheinen ein sehr kurzes Gedächtnis zu haben. Nach meinem Eindruck wird, nicht nur hier, seit Tagen durchaus eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Aussagen geführt. Dass Ihnen manche Schlussfolgerungen nicht gefallen, ist Ihr gutes Recht, aber noch kein Beweis für "Framing".

      Wer völlig unnötigerweise den Nahostkonflikt zu einem der zentralen Wahlkampfthemen macht, ohne darüber nachzudenken, wer auf diesen "Zug" aufspringen könnte und pseudo-religiöse Eifererinnen, wie Frau Emde, nicht rechtzeitig "einfangen" kann, der hat möglicherweise tatsächlich die schlechteren PR-Leute.

      Aber daran sind nicht die bösen "Rechten" schuld. Das hat die Linke ganz allein verbockt.

      Ich weiß auch nicht, ob die Berichte so viele Leute "umgedreht" haben. Die Linke hat in Berlin nichjt die Mehrheit, sie ist nur stärkste Partei.

      Ihre Argumentationsweise erinnert sehr stark an die Art, wie AfDler mit Kritik umgehen. Auch da sind immer die Anderen schuld und man selbst nur Opfer einer Kampagne.

    • Martin Sauer

      @Jalella:

      Die TAZ schreibt nicht das D I E Linke antisemitisch und Hamas nah ist, sondern Teile der Linke Berlin sind es.

      Vor wem muss den Frau Eralp auf dem Landesparteitag geschützt werden. Vor der FAZ oder Welt, vor der AfD . oder doch vor Teilen der eigenen Deligierten.

      Vor wem fürchtet sich Frau Eralp und Ihe Eheman, vor der FAZ oder Welt, oder Menschen aus der eigenen Partei.

      Weil sich die Linke Berlin gegen Antisemitismus und für das Existenzrecht von Israel ausgesprochen hat wird Frau Eralp und andere massiv bedroht. Aber nicht von FAZ und Welt.

      Ja, ja und alle Medien sind Rechts. Spiegel, Tagesspiegel, Zeit usw. Herr Banazak, Frau Dröge (Grüne) oder Herr Klingbeil oder Frau Giffey (SPD) haben sich gegen RRG in Berlin ausgesprochen. Rechte Hetzkampagne??

  • Nico Frank

    Berlin das die Partei Die Linke als Regierungspartei nicht verdient. Sollen doch die Loser die SPD und Grüne mit Kai Wegner weiter machen. Vielleicht übernimmt dann in ein paar mit absoluter Mehrheit die AfD.



    Diese Medienhetzkampange gegen die Linke ist sowas von beschämt.

  • aujau

    Es fällt auf, dass wo immer der Nahost-Konflikt Thema ist, er das politische Handeln teilweise lähmt und Gesellschaften spaltet.



    Den vor Ort Betroffenen beider Seiten hilft das einen ...

    • *Sabine*

      @aujau:

      Deshalb fände ich es gut, wenn Frau Emde und Herr Koçak (wie Frau Wagenknecht) ihre eigene Partei gründen würden. Dort könnten und würden sich vermutlich dann alle die wiederfinden, die meiner Meinung nach gegenwärtig die Chancen auf politische Gestaltung durch die Partei Die Linke zerstören. Das sind meiner Meinung nach nicht "die Medien".

      Ohne die bekannten problematischen Positionen, Mitglieder und Kontakte der aktuellen Die Linke, könnte diese Partei sicherlich einige Wählerstimmen von ehemals SPD und auch Die Grünen erhalten. Es ist absolut unangemessen, dass gute, linke Politik in Deutschland für das Thema Nahost geopfert wird. Ja, es leben schätzungsweise 175.000 bis 225.000 Menschen mit palästinensischen Wurzeln in Deutschland, aber auch diese wollen in Deutschland gut leben.

  • DerBlondeHans

    und das an den Spiegel war wirklich "aus versehen" und die haben das einfach mal so veröffentlicht? echt??

  • Friedemann Schäfer

    Vielen Dank für diesen sehr guten Artikel!

  • Aurego

    Es ist interessant, wer jetzt alles auf Frau Eralp herumhackt. Manche Leute suchen offensichtlich jeden noch so lächerlich wirkenden Strohhalm, um eine Landesregierung unter Frau Eralp zu verhindern oder wenigstens anrüchig werden zu lassen. Einmal wird die Linke wegen einzelner Mitglieder als "linksradikal", dann als "antisemitisch" bezeichnet, jetzt werfen Leute, die selbst oft genug angstgetriebene Politik betreiben, Frau Eralp vor, vor bestimmten Leuten Angst zu haben. Die meisten dieser Angriffe wirken konstruiert und unbeholfen. Dass der Spiegel inzwischen einen solchen Boulevard-Journalismus betreibt, irritiert.

    • Martin Sauer

      @Aurego:

      Ja, Frau Eralp erhält morgen Polizeischutz auf dem Landesparteitag. Vor wem wird sie geschützt, vor der AfD oder vor ihren eigenen Parteimitgliedern. Lesen Sie mal was linke Gruppierungen zum morgigen Parteitag und Frau Eralp so schreiben. Und Frau Eralp hat gegenüber dem Spiegel geschrieben das sie Angst vor eigenen Parteimitgliedern hat. Wenn der Spiegel das erfunden hätte wäre es Boulvard Journalismus, hat der Spiegel aber nicht erfunden.

  • el_duderino

    Ich verstehe nicht, was die Verfasserin des Artikel sagen will . Etwa "Frau Eralp muss jetzt allen ihren Mut zusammen nehmen, keine Angst mehr haben und dann neu und frisch gegen die Hamas reden" ? Meine Lebenserfahrung sagt mir, dass das nicht klappt bei den meisten Menschen. Man kann eine Angst nicht wegbeten. Aber Frau Eralp muss ja Entscheidungen für die Stadt treffen und wie soll das gehen, wenn man Angst hat ?

    • Martin Sauer

      @el_duderino:

      Vor allen Dingen will sie ja Zb. bei Demonstrationen weniger Polizei einsetzen. Wenn es dan Zb. bei israelkritischen Demos zu starken Auschreitungen kommt, wird man ihr das vorhalten. Frau Eralp will mehr Sozialarbeiter und weniger Polizei. Wenn dann die Clankriminalität steigt wird man sagen aus Angst hat sie die Polizei abgebaut.

  • Klabauta

    Keine Angst, möchte ich noch hinzufügen, vor jenen Kräften in Politik und Medien, denen keine Verleumdung und kein konstruierter Vorwurf zu schäbig ist, um eine rot-grün-rote Regierung in Berlin zu verhindern.

  • Annette Hauschild , Autor*in ,

    Da hat die Bundesregierung keinen Einfluss darauf. Es gäbe sicher Möglichkeiten für die Stadt, durch die räumliche Verteilung von Zuzüglern Einfluss zu nehmen. Es ist aber einfacher, alle Migranten, Flüchtlinge etc in Neukölln oder Kreuzberg unterzubringen als in Alt- Tegel Zehlendorf oder Köpenick , wo. Burger protestieren könnten und die Miete sehr hoch ist. Schön gemerkt, dass Migranten vor allem in ärmeren Gegenden konzentriert sind?

    Mitschuld ist außerdem die einseitige Stellungnahme der Stadt zu einer einzigen Seite des Nahostkonfliktes.,

  • Franz Hofer

    Ich denke, dass hier aus einer Mücke ein Elefant gemacht wird. Wenn ich das richtig verstanden habe, wollte Frau Eralp lediglich dem Rat des LKAs folgen. Leider ist zur Zeit in den Medien keinerlei vernünftige Einordnung mehr erkennbar. Die Jagd nach dem nächsten Skandal steht im Vordergrund.



    Auch die taz ist nicht frei davon: Da wird aus einem Berliner JU-Funktionär, der eine unsinnige Forderung stellt, schon mal "die CDU".

  • Dirk Osygus

    Na, ja. Wenn man den verantwortlichen Spiegel-Redakteur im Podcast von Herrn Ronzheimer zu der Veröffentlichung hört, dann würde ich nicht von "gegen ihren Willen veröffentlicht" ausgehen.



    Vielmehr scheint es bei der LInken niemand gemerkt zu haben, was da an brisanten Informationen weitergeleitet wurde.

  • Südlicht

    An einem Tag wie heute voller wirrer Kommentare und Ratschläge von der falschen Seite bin ich mal wieder dankbar, dass es die taz gibt. Der Kommentar bringt die Sache auf den Punkt. Ich wünsche Elif Eralp und der vermutlichen Mehrheit der Berliner Linken am Wochenende die Kraft, den falschen Freunden die Tür zu weisen.

  • Jalella

    Die rechte Hetze gegen die Linke aus Angst sie könnten Vergesellschaften nimmt inzwischen allerbizarrste Züge an. Ich ann diesen ganzen Mist echt nicht mehr lesen.



    Ich schätze, man muss sagen: die Rechten haben Erfolg gehabt mit ihrem Angriff. Die Linke wird nicht unbeschadet daraus hervorgehen. Wie immer wenn jemand einfach Unsinn behauptet. Irgendwas bleibt immer hängen. Und inzwischen treibt der Druck die Linke zu absurden Reaktionen.



    So schade für Deutschland. Nie war eine starke linke Kraft mehr nötig als jetzt. Aber nie wurde sie von mehr rechten Idioten stärker beschossen als jetzt.

  • Arne Babenhauserheide

    Danke!

  • Martin Rees

    "Zu Recht stellt sich die Frage, wie diese Frau, die selbst Furcht vor jenen Strukturen hat, als Bürgermeisterin unerschrocken gegen dieselben vorgehen soll..."



    /



    Egal gegen welche Gewalt in dieser Gesellschaft:



    Es braucht wahrscheinlich wirklich fast unmenschlich viel Mut und Resilienz...



    "Erst die Hassparolen, dann die Messer"



    Henriette Reker überlebte die Attacke eines Rechtsradikalen und will sich rechter Gewalt entgegenstellen: "Offenbar ist da viel mehr, als wir es für möglich hielten."



    Bei spiegel.de 2019

  • Agarack

    "Sie muss allerdings – und hat jetzt die Chance –, sie muss schnell dazulernen und diesen Strukturen auch gegen den Widerstand aus Teilen ihrer eigenen Partei angstfrei und überzeugend den Kampf ansagen."



    Richtig, genau das ist jetzt nötig. Diese Strukturen sind allerdings insbesondere bei den jüngeren Neumitgliedern der Linken durchaus auch überregional vertreten (wie der entsprechende Beschluss der Linksjugend von vorletztem Jahr zeigt). Und in Neukölln dürfte man bei der Linken Schwierigkeiten haben, diese Linie durchzudrücken, weil sie dort sehr populär ist - es ist kein Zufall, das Leute wie Emde und Kocak dort ihre Basis haben. Will die Linke ultimativ eine Partei sein, die die Demokratie stabilisiert, dann muss sie diesen Kampf führen und gewinnen. Gibt sie klein bei, wird sie sich über kurz oder lang aus dem demokratischen Spektrum zurückziehen.

    Ich hoffe, dass Frau Eralp der Tragweite dieser wichtigen Funktion gewachsen ist, traue ihr - bei aller tiefen Differenz zu den Positionen ihrer Partei - dies aber grundsätzlich zu und wünsche ihr viel Erfolg. In unser aller Interesse.

  • Monika Fabri

    Dass man sich in Berlin von organisierter Kriminalität bedroht fühlt, dürfte an der innenpolitischen Feigheit der vergangenen Jahre liegen. Wenn die Berliner LINKE als Wahlsieger für die Lösung der vernachlässigten Berliner Erbhöfe sich trotz verständlicher Angst nicht wegducken will vor Wirtschaftskriminalität und ethnisch behaupteter Brutalität, dürfte sie genau das ausführen, wofür sie gewählt worden ist.



    Ob der Spiegel sich einen Gefallen damit getan hat, sensibel ehrliche Menschen zu enttäuschen, wird er noch merken. Ich wünsche Elif Eralp weiterhin die Aufsteh-Mentalität, die unsere Stadt braucht!

  • Thomas Seidel

    Na ja, vor allem wird Frau Eralp von einer hysterisierten Medienlandschaft gejagt. Auch dem Besitzbürgertum und ihren Parteien ist keine Lüge über die Linken zu grotesk. Ich jedenfalls habe heute, nach über 50 Jahren, mein Spiegel-Abonnement gekündigt.

  • Jens Köster

    "Keine Angst, dem Einfluss des Nahostkonflikts auf die Berliner Politik endlich Einhalt zu gebieten."

    Ist das Ernst gemeint? Die Linke hat das Thema aktiv im Berliner Wahlkampf verwendet.

  • quatschkopp

    Über seine Angst zu reden ist imho überhaupt nicht verwerflich. Vermutlich haben auch die CDU und SPD Männer gelegentlich Angst und trauen sich nur nicht das auszusprechen. Entscheidend ist doch, wie manfrau mit der Angst umgeht. Und die Veröffentlichung einer Notiz gegen den Willen der Betroffenen geht gar nicht. Der Spiegel ist leider doch nur ein ehemaliges Nachrichtenmagazin:(

  • Jörg Kahl

    Erschreckend, wie bei diesem Thema völlig unterschiedliche Ebenen vermischt werden. Ich bin nach dem Austritt von Sahara Wagenknknecht der Linken beigetreten und engagiere mich sachpolitisch im Bereich Sozialversicherungspolitik. Als ehemaliger Hausbesetzer bezeichne mich immer noch als Anarchist und Anti-Nationalist, weil ich den Aufstieg des Natioalanismus Ende des 19. Jahrhunderts für einen dramatischen Fehler in der Geschichte mit seinen bekannten Folgen betrachte. All diese persönlichen Einstellungen kann ich zwar prinzipiell persönlich in die Willensbildung innerhalb der. Partei einbringen, praktisch sehe darin aber keinen Sinn. Eine Partei funktioniert dadurch, dass sie gemeinsam ein politisches Programm erstellt und dieses vertritt, Dabei gehört Radikalität bei der Linken dazu, wir fordern beispielsweise schon lange, dass alle Einkünfrte egal welcher Art zur Finanzierung der Sozialkassen herangezogen werden und alle Einkommen gerecht besteuert werden. (Tax the Rich). Radikalität heißt für mich nicht, Privateigentum anzuzünden oder Rahthäuser anzuzünden. (1 von …)

    • Land of plenty

      @Jörg Kahl:

      Ihren Weg finde ich sehr cool!

  • DerBlondeHans

    "Gegen ihren Willen", ein "Versehen". Klar.

  • Elite123

    Sie hat Angst vor denen, die auf der Wahlparty der Linken herumtanzen.

    Mehr Offenbarungseid geht nicht.



    Wie soll sie eine Fraktion führen mit Menschen, vor denen sie (mittelbar) Angst hat?



    Man schafft es ja nicht einmal, eine Vanessa Emde oder einen Ferat Kocak aus der Partei zu entfernen.

    Wie soll sie eine Polizei führen, wenn sie Angst haben muss, dass polizeiliche Erkenntnisse intern in der Partei zu Stellen weitergeleitet werden, vor denen sie Angst hat?

  • Lindenberg

    Frau Junge unterschlägt einen massiven Vertrauensbruch der Spiegelredaktion gegen den Eralp juristisch und mit einer Meldung beim Presserat vorgeht. ein Trauerspiel, das nun ein Teil der taz-Redaktion mit Frau Junge an der Spitze sich gegen Teile der eigenen Redaktion [u. a. Herr Holly) stellt, statt zu betonen, dass ein grundsätzliches Problem mit Antisemitismus bei der Neuköllner Linken nicht eine Mehrheit der Partei betrifft. Frau Junge folgt einem einem rechten Narrativ wie in den USA (siehe aktuelle ARTE-Serie über die Harward University), obwohl es in Deutschland keine Maga-Bewegung gibt statt zu hinterfragen, ob die Infragestellung des Status Quo durch die Linke [Eigentum, Aufrüstung ohne Alternative] der eigentliche Grund für die mediale und politische Kampagne gegen die Linke in Berlin sein könnte.

  • MarsiFuckinMoto

    Tut mir leid, aber das ist kein "Fauxpas", es ist genau das, was die Überschrift bereits sagt: Ein Offenbarungseid. Und zwar nicht nur für Frau Eralp, sondern für die gesamte (Berliner) Linke. Der Spiegel hat das in seinem heutigen Podcast sehr gut zusammengefasst: Man nimmt Frau Eralp sofort ab, dass sie sich gegen Antizionismus und Clan-Kriminalität stellt und diesen bekämpfen will. Allerdings gelingt ihr das nicht mal in der eigenen Partei, weder vor noch nach der Wahl. Die Austritte bekannter Linken-Politiker zeigen dies ebenso deutlich wie der Umgang mit Frau Emde. Und wenn schon DAS nicht gelingt, dann ist diese Frau ganz offensichtlich überfordert, noch bevor sie das Amt überhaupt antreten konnte. Und wieder kann man den Spiegel-Podcast zitieren: Man stelle sich vor, Wulff oder Schröder hätten als kommende Ministerpräsidenten (aus versehen) den Medien erzählt, dass sie Angst vor den Hells Angels hätten, die damals ein großes Chapter in Hannover hatten. Hätte die Kommentarsektion hier dann auch gesagt: „Kann mal passieren, das ist "eine Chance.“?! Wohl kaum...

    • Francesco

      @MarsiFuckinMoto:

      Frau Erslp hat das gerade nicht den Medien erzählt. Das waren interne Notizen, die an den Spiegel gelangt sind.

  • *Sabine*

    Nicht nur Geld und Sex korrumpieren, auch Angst. Wir werden sehen, ob und wie es für Die Linke in Berlin weitergeht.

  • Oculus aquilae

    Zunächst habe ich gedacht es ginge um Hogwarts, da es einen gibt, dessen Name nicht genannt werden darf.



    Aber nein: Berlin und Ibrahim sind gemeint.



    Ist Eralp wie Harry Potter?



    Sieht nicht so aus, denn sie ist erkennbar eingeschüchtert.



    Da nicht klar ist, wie stark dieser Ibrahim in Teile der Berliner Linke hineinwirkt, bleibt offen, ob Eralp überhaupt einen hinreichenden Rückhalt (oder schlicht genügend Mitglieder) in der Berliner Linke hat, um sich von allem im Artikel Diskutiertem sich zu trennen. Möglicherweise zerreißt das die Berliner Linke…

  • Janix

    Hä? Das Land Berlin ist für den Nahostkonflikt irrelevant. Warum die israelische Noch-Regierung da so Panik schiebt und andere hinterher, ist schon nachdenkenswert eigenartig.



    Die Linke hiermit vorführen zu wollen, das kennen wir Lesers bereits von Corbyn. Was soll Eralp jetzt dramatisch falsch gemacht haben? Wie hätte sie es bitteschön machen sollen? Entgegen der Kripo-Hinweise Namen nennen?

    Dass Menschen wirklich aller Schattierungen in Berlin ein gutes Leben führen können, das ist, wo die Musik spielt. Ich hoffe, das darf so langsam mal auch anfangen.



    Wenn die abgehalfterte Berliner Union auch noch etwas anderes will als die Trogplätze, könnte sie ein übergreifendes Berlin-Bündnis anbieten, wo sie auf die Bundesregierung einwirkt und die schlimmsten Sozial-Axtereien dort mildert und die Verfolgung von Steuer- und Finanzstraftaten verbessert. So bekämpft mensch Familien-Kriminalität.

  • Pico

    Etwas naiv war dieses Interview schon. Und vom Spiegel weiß man, dass die gnadenlos sind. Die zählen sich zu jenen, die glauben nicht nur was zu berichten, sondern meinen jene zu sein die dazu berufen wären, zu bestimmen wer mit wem eine Koalition zu bilden hat und wer nicht.

  • Éljen a Magyar

    Sehen wir der Realität ins Auge: Eralp ist als Kandidatin für die Position des Regierenden Bürgermeisters von Berlin verbrannt.



    Die unappetitlichen Vorkommnisse während des Wahlkampfes, die Kontakte in das clankriminelle Milieu, die Unfähigkeit, einen klare Entscheidung zum Umgang mit Emde zu finden, zuvor das wochenlange Gezerre, bis überhaupt klar war, das der aggressive Antisemitismus in Teilen der Berliner Linken dann doch nicht so schlimm ist, daß daran die Vor-Sondierungsgespräche hätten scheitern müssen. Und jetzt eben die Affaire Ibrahim Ibrahim.

    Egal von welcher Partei, schon nur zwei dieser Punkte hätte man keinem männlichen Kandidaten ohne Migrationshintergrund durchgehen lassen, an der Summe der Skandälchen und Skandale wird jetzt selbst eine Frau mit Migrationshintergrund scheitern.

  • Harry Leggs

    Der einzige Grund, warum ich und viele andere in Berlin die Linke gewählt haben, ist ihre Haltung zu Israel und Palästina. Sie waren die Einzigen, die Israels völkermörderischen Krieg gegen die Palästinenser nicht einfach vorbehaltlos unterstützt haben. Ganz im Gegensatz zur SPD, den Grünen und den anderen Parteien, die die israelische Propaganda drei Jahre lang völlig unkritisch übernommen und weiterverbreitet haben.

    Wenn die Linke jetzt auch noch anfängt, in dieser Frage Kompromisse einzugehen, wird sie bei der nächsten Wahl zu den größten Verlierern gehören. Das ist ihnen mit Sicherheit bewusst, und genau deshalb bleiben sie bisher bei ihrer Haltung. Ich hoffe, dass sie das auch weiterhin tun. Denn die Medien, die taz eingeschlossen, haben offenbar völlig den Verstand verloren, wenn sie ernsthaft glauben, dass die Linke ausgerechnet in dieser Frage Kompromisse eingehen sollte. Damit würde sie auch noch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit bei ihren Wählern verspielen.

  • ja wirklich?

    Guter Kommentar. Hoffentlich handelt Frau Eralp mit ihren Unterstützern in der Linken auch danach. Fatal ist ja auch: Wenn Hamas Unterstützer sich so beit machen können in Berlin, dann ist das nicht das Werk der Linken, sondern der verantwortlichen PolitikerInnen der letzten Legislaturen. - Was den PFLP Mann betrifft, der sogar deutscher Staatsangehöriger geworden ist: Wieso bieten wir Terror verherrlichenden Menschen , deren Tun in Berlin ja schon lange beobachtet werden konnte, einen Lebensraum und die deutsche Staatsangehörigkeit? Wie mag das sein mit dem Bekenntnis dieses Mannes zum Grundgesetz?

  • YeahYeah

    Das wirklich Groteske ist ja, dass da eine Politikerin Angst vor der eigenen Wählerschaft haben muss.

  • Sole Mio

    Frei nach Goethe:



    „Die Geister die ich rief, werd ich nun nicht los“

    Grundsätzlich ist es zu befürworten, dass dieses Thema nun schnell gekommen ist und vor den Koalitionsverhandlungen geklärte wird.

  • StefanMaria

    Was ist daran schlimm. Die Polpulisten bei den Konservativen udn der Presse haben wieder Futter, um abzulenken von den wirklcih wichtigen Themen. Merz macht Freudensprünge, die man ihm gar nicht zutraut.



    Hier wird höchstens ein Problem an die Oberfläche gebracht, wo gerade die Konservativen von CDU, CSU, SPD und Grünen die letzten Jahre versagt haben. Die letzte Gernation wurde gejagt, aber bei den Schwerkriminellen wurde versagt? Wer hat denn die letzten Jahre Berlin regiert?



    Und Lanz und andere Presseleute versuchen verzweifelt Einfluss zu nehmen, als häötte sie ihr ganzes Geld in die Wohnbaukonzerne Berlins gesteckt.



    Hoffentlich haben die Verhandler von Grünen und SPD und Elif genug Kraft das durchzustehen und es die nächsten Jahre besser zu machen als die Versager der Konservativen.



    Diese Diskussion jetzt gibt höchstens wieder der AFD Auftrieb, weil sie die "etablierten Parteien" wieder lächerlich und unglaubwürdig macht.

  • DocT

    Die taz Artikel zum Eralp/Hamas Thema sind zum Glück differenzierter als in vielen anderen Medien, doch wäre es nicht auch mal an der Zeit zu thematisieren, welche Stadt- und Bundesregierungen bzw. Innenministerien es zugelassen haben, dass es zu derart machtvollen Strukturen von OK und Terrorunterstützern in Berlin kommen konnte?



    Danke für die taz



    Christian Thede

    • -_JK_-

      @DocT:

      Dem Lob möchte ich mich an der Stelle anschließen. Wir können froh sein, dass es in Zeiten in denen die "Berichterstattung" einiger anderer Medien, aber auch die Stellungnahmen vieler Politiker der bürgerlichen Parteien, immer konfuser und gleichzeitig emotionaler wird (man könnte fast von einer Panik vor drohendem Sozialismus sprechen), noch Stimmen gibt, die die Sachverhalte objektiv einordnen.

    • aujau

      @DocT:

      Dazu gibt es ein altes Buch: Hans-Georg Behr - Weltmacht Droge.



      Die politische Ökonomie des Drogenhandels - vor den Privatküchen mit den Billiggiften- wird dort treffend beschrieben. EINE Ursache des Problems, nicht nur in Berlin.

    • Bürger L.

      @DocT:

      Lieber DocT, ihrem Leserkommentar kann ich mich voll und ganz anschließen.

      Die Frage, wer welche Entwicklungen sehenden Auges zugelassen hat, wird irgendwann auch noch in ganz anderen Zusammenhängen zu stellen sein.



      Wobei das mit dem sehenden Auge durchaus wörtlich zu nehmen ist, wenn z.B. Teile der Politik,und Justiz auf dem rechten Auge blind zu sein scheinen.

      Unter anderem ist die Frage zu stellen, wenn ich in der Taz lese, dass das Oberlandesgericht Dresden "mutmaßliche Rechtsterroristen" freilässt, damit die für die Rechtsnationalen politische Ämter wahrnehmen können. taz.de/Prozess-geg...ratisten/!6226158/

      Aber solange sich konservativen Kräfte aller Parteien und Medien öffentlichkeitswirksam an der Berliner Linken abarbeiten können, wird das wohl nur ein Randthema sein.

      Es passt aktuell einfach besser ins Gesamtbild, sich (zu Recht) mit Unterstützern des schrecklichen Hamas-Terrorismus zu befassen, anstatt Rechtsterrorismus und das breite Unterstützer-Umfeld in den Vordergrund zu stellen.

      • rero

        @Bürger L.:

        Spannend.

        Das Thema des Artikels ist, wer in der Linken auf dem antisemitischen und dem organisiertkriminellen Auge blind so blind war, dass die angehende Regierende Bürgermeisterin einen „Offenbarungseid“ leistet.

        Sie wollen aber lieber von der angeblichen Blindheit der Justiz auf dem rechten Auge reden.

        Weil das Problem der Linken so schlecht in Ihr Weltbild passt?

    • Astrid Sehnefeld

      @DocT:

      "...wäre es nicht auch mal an der Zeit zu thematisieren, welche Stadt- und Bundesregierungen bzw. Innenministerien es zugelassen haben, dass es zu derart machtvollen Strukturen von OK und Terrorunterstützern in Berlin kommen konnte?"



      Also in Berlin hat lange genug Die Linke mitregiert um sich diese Frage erstens selbst zu stellen - und zweitens ist mir KEINE andere Partei in Berlin oder Deutschland bekannt, bei der Hamas-Sympathisanten zur Wahlparty erscheinen 🤷



      Von daher ist das zuallererst ein Problem der Linken - und nicht aller Parteien.

    • Humble in the jungle

      @DocT:

      Sehr treffend bemerkt!

    • Karl Heinz

      @DocT:

      Eralps Angst steht sinnbildlich für die Angst der linken politischen Klasse, unangenehme Fakten wahrzunehmen zu müssen. Die Revolution frisst mal wieder ihre Kinder.

    • Kommen Tier

      @DocT:

      Vielen Dank, daß Sie hier linke Positionen vertreten.

      Auch "realsozialistische" Staaten sind konsequent gegen O.K. vorgegangen, bei all ihren Schwächen, die sie sonst so hatten.

    • So,so

      @DocT:

      Eben.



      Und zwar unter schwarz-altrosa!

    • economista

      @DocT:

      Es waren Kombinationen aus CDU, SPD und Grünen, die den Clanstrukturen nichts entgegensetzten. Aber wie hätten sie das auch tun sollen, wenn in Diskussionen stets die vordergründig moralisch höherwertige Position gewinnt? Jeder Hinweis auf Parallelwelten wurde mit Sätzen abgekanzelt wie: "Das sind natürlich alles Vorurteile."

    • N. Ietsche

      @DocT:

      In diesem Jahrtausend folgende Regierungsbeteiligungszeiten in Berlin:

      SPD 26 Jahre



      Linke/PDS 16 Jahre



      CDU 10 Jahre



      Grüne 7 Jahre

      Innensenatoren in Berlin:

      20 Jahre SPD



      6 Jahre CDU

      Also wohl hauptsächlich die SPD. Am wenigsten die Grünen. Linke und CDU trifft eine starke Mitschuld.

    • test_name

      @DocT:

      Berlin ist seit Jahrzehnten die Hauptstadt krimineller sogenannter Unternehmensbestatter. Völliges Staatsversagen. Staatsanwaltschaft, Notarkammer, Rechtsanwaltschaft - hilflos. Im Prinzip ist das komplette Gesellschaftsrecht für die Tonne. Stillstand der Rechtspflege.