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18.09.2026 , 17:19 Uhr
Den Eindruck der Kampagne teile ich. Jede/r, der seit ein paar Jahren Nachrichten verfolgt, hat doch schon mal mitbekommen, dass Politiker grundlos hochgejubelt oder aus objektiv gesehen, relativ nichtigen, aber medial tagelang aufgebauschten "Anlässen" abgeschossen wurden. . Wer die letzten Wochen selbst von linken Mainstream -Medien ekstatisch beworben wurde ("Afd- Wählen macht gute Laune"...!) haben wir mitbekommen. Wer momentan abgeschossen werden soll, sehen wir auch. Jede minimale verbale Unbeholfenheit des Kanzlers wird jetzt gerade mit aller Macht zum Drama hochstilisiert und ausgiebig in ganz vielen Artikeln in allen Zeitungen breitgetreten. ("Merz muss weg") . Ich habe auch den Eindruck, dass diese Kampagne gegen den Kanzler einem internen CDU Machtkampf geschuldet ist. In den USA kaperte der Maga-Flügel, der aus der Tea Party entstand, die wertekonservativen Republikaner, die in der Partei keine Rolle mehr spielen, nachdem diese zur Trump-Machtzentrale umgestaltet wurde. . Und ja, natürlich ist es nicht im Interesse von Linken, auf den Zug aufzuspringen und den Kopf von Merz jetzt zu fordern.
zum Beitrag16.09.2026 , 22:45 Uhr
Wie beim social media Gesetz geht es nur darum, die Verunsicherung in der Bevölkerung auszunutzen, um Massenüberwachung und den Abbau unserer Rechte voranzutreiben. Es geht weder um Terrorismus noch Schutz von Kindern, aber damit soll es in den Medien verkauft werden. In 5, 10 Jahren werden wir merken, wofür und gegen wen diese Gesetze eigentlich zur Anwendung kommen werden
zum Beitrag15.09.2026 , 00:08 Uhr
Stimme in allem zu. Ich finde es auch blöd, die Absetzung zu fordern.
zum Beitrag14.09.2026 , 23:41 Uhr
Ja, damit sind wir doch einer Meinung! Und ich finde es sehr löblich, dass Sie diesmal wenigstens etwas recherchiert und ergänzt haben, anstatt mich wie sonst durchs Forum zu stalken wie ein komischer Kauz.
zum Beitrag14.09.2026 , 02:36 Uhr
Das mit den KZs und Menschenexperimenten im Kolonialismus, die im Holocaust wiederholt wurden, kann man hier nachlesen: de.wikipedia.org/w...en_Herero_und_Nama
Und bevor wieder irgendjemand schreit, dass die Einzigartigkeit des Holocausts nicht verglichen werden darf: Mittlerweile wirkt das weniger wie eine tugendhafte Aufrechterhaltung von Holocaust- Gedenken, sondern wie ein egoistischer Schutzreflex, der die Teil- Amnesie aufrecht erhält, mit der man wiederkehrende Muster in den Zyklen der Geschichte nicht sehen möchte.
zum Beitrag14.09.2026 , 01:16 Uhr
Alles, was wir in der Geschichte nicht konfrontieren und aufarbeiten wollen, müssen wir wiederholen. Leider.
zum Beitrag14.09.2026 , 01:10 Uhr
Ja, stimme zu.
Schwarze Deutsche haben vor Jahren in den sozialen Medien darauf hingewiesen, dass es im deutschen Kolonialismus die Genozide an Herero und Nama, KZs, Zwangsarbeit und "Experimente an Menschen" gab, wie später im Holocaust, wo das "Untermenschen- Denken" auf andere Gruppen übertragen wurde. Den dt. Kolonialismus wollte man aber nicht aufarbeiten, denn "das ist doch so lange her". In der BRD nach dem 2. WK ging es mit Medienhetze auf Gastarbeiter, Muslime, Flüchtlinge weiter. Die Rhetorik der Nazis vom "Parasiten, der sich am Volkspelz labt" wurde auf neue Gruppen übertragen. . Und in der dt Kolonialzeit argumentierte man mit solchen Argumenten gegen die Vernichtung der Bevölkerung: „Aber eine Vernichtungspolitik braucht sie darum doch nicht zu werden, dies nicht aus Liebe zu den Eingeborenen, sondern aus Liebe zu unserer Sache. Denn ich halte eine Vernichtung der Eingeborenen zumal eines so lebenskräftigen Stammes wie die Herero wirtschaftlich für schädlich". . Das hört sich doch so "mitmenschlich" an, wie viele Linke heute argumentieren. (Stichwort "Wir brauchen die als Bettpfannen-Ausleerer", "was soll aus unserer Wirtschaft werden")
zum Beitrag13.09.2026 , 19:04 Uhr
Und selbstverständlich wissen auch CDU ler trotz gegenteiliger Behauptungen irgendwo, dass man sich mit den Werten "Leistung, Fleiss, Disziplin und Effizienz" keine 'überlegene', sondern eine sehr verhärmte Kultur geschaffen hat. Sonst müsste man zur Erholung nicht ständig in "weniger effiziente" südeuropäische Länder fliegen.
zum Beitrag13.09.2026 , 17:00 Uhr
Und ich finde, man kann sachlich über die Medienstrategie hinter dem Kandidaten Siegmund aufklären, ohne den unpassenden, reisserischen "ui wie geil is das denn"- Ton zu übernehmen ( "Afd wählen macht gute Laune", Demokraten sind ausmobilisiert- O-Ton Taz) . Ich habe die Auftritte nicht gesehen aber es scheint, dass hinter dem Kandidaten Siegmund das Unterfangen steht, einen politischen Personenkult aufzubauen, der emotionale Bedürfnisse anspricht, besonders bei den Jüngeren oder Einsamen. Die gute-Laune-Positiv-denken- Strategie erinnert stark an die Tele-Evangelisten charismatischer protestantischer US Kirchen sowie die law of attraction "Manifestations"- Ideologie. ("Positiv denken, alles wird gut")
zum Beitrag13.09.2026 , 16:38 Uhr
*dem
zum Beitrag13.09.2026 , 16:24 Uhr
Ja, und um die Woken nochmal in Schutz zu nehmen- Die kommen aus den Gruppen, die jahrzehntelang medial als "bildungsfern" beschimpft worden sind. Die sind erst seit wenigen Jahren sichtbar, haben ihre Abschlüsse gemacht und wehren sich gegen abwertende Zuschreibungen. Davor hat die CDU jahrzehntelang die deutsche Identität als "Leitkultur" in Abgrenzung zu migrantischen Gruppen definiert, und zwar über die Begriffe "Leistung" und "Bildung". Damit hat man sich eine sehr konjunkturanfällige und freudlose Identität geschaffen. Gleichzeitig wurden christliche Werte wie Barmherzigkeit neoliberal wegrationalisiert und übrig blieb eine Neidgesellschaft mit tiefer Unzufriedenheit, die sich gern Sündenböcke sucht. Die AfD sammelt in S.A. teilweise (!) Leute ein, die den CDU Anspruch “deutsche Leistungsgesellschaft” nicht verkörpern, und den die 100 streikenden migrantischen Unternehmer in Magdeburg besser entsprechen. Nachdem die Emanzipation und das teilweise Abbauen systemischer Barrieren Frauen mehr Sichtbarkeit verholfen hat, fürchtet man weitere Statusverluste und möchte Status auf DNA- Basis gratis erhalten, also das Gegenteil von dt. Leistungsgesellschaft. (So das Versprechen)
zum Beitrag13.09.2026 , 14:35 Uhr
Danke, Herr Merz, für diese klaren Worte! Dafür hat der Kanzler meinen vollen Respekt. . Die Lektion "Du darfst keine Juden vertreiben" mag vielleicht nach Jahren Geschichtsunterricht vielleicht mehr oder weniger verstanden worden sein. Aber, "Du darfst auch keine Muslime und anderen Gruppen vertreiben" scheint immer noch nicht verstanden worden zu sein. Und weil die Geschichte jede nicht verstandene Lektion in der Gesellschaft wiederholt, sind wir jetzt hier. Leider. . Wie die Vorfahren, die "nichts mitbekommen" haben wollen, flüchtet man sich in die Amnesie und instrumentalisiert Gedenkkultur als Alibi: "Die Muslime und anderen Migranten sind aber keine Juden, darum dürfen wir das machen".
zum Beitrag11.09.2026 , 15:52 Uhr
Die Bewegung ist auch von den Medien gemacht. Ohne Medien kein Populismus. Der durchschnittliche Deutsche konsumiert ca 10 Stunden Medien täglich. 3h TV, 2h Internet, den Rest Radio. Eigentlich müssten alle kollektiv raus aus der Medien-Parallelwelt, die diese Emotionen schürt und Themen erfindet. . Ich kann mich erinnern, dass Deutsche gern über den "dummen, ungebildeten Ami" gelacht haben, der immer so dumme Präsidenten wählt. Und nun sitzt man in der selben Suppe, nach all der historischen Bildung, und sagt: "rechtsradikal ist eigentlich links, die AFD -ler haben nur Probleme, das an der Urne ausdrücken", "der meint es nicht so" und überhaupt: "bitte nicht so deutliche Worte". . Ja, warum ist es von aussen immer schwer verständlich, warum die Amerikaner z.B. den Irak-Krieg wollen und solche schwer nachvollziehbaren Wahl- Entscheidungen treffen? Weil man nicht miterlebt hat, wie die Medien auf einen einprasseln. . Das Bedrohungsszenario Migration ist jahrelang in D aufgebauscht worden. Aber genau wie Amerikaner damals werden es Deutsche als Beleidigung empfinden, wenn man sagt, dass es nicht real ist.
zum Beitrag11.09.2026 , 14:50 Uhr
Und was ist die Konsequenz für die, die mit dem Geld anderer Leute sehr riskant gezockt haben, weils lustig ist und nicht ihr eigenes? Wahrscheinlich keine, darum macht mans ja.
Das ist eine kleine Nachricht. Aber bei Flüchtlingen wird natürlich seit Jahren ausgiebig über jeden Cent diskutiert, den die zu viel haben könnten.
zum Beitrag11.09.2026 , 13:50 Uhr
Den Traum von der kuschligen therapeutischen Community im Hafen der AfD können Sie träumen.
Aber für die AfD sind ihre Wähler vor allem Mittel zum Zweck- nützliche Idioten, die sich gratis mit sadistischen Memes und Nachrichten abspeisen lassen, während die Geschäftsleute hinter der AfD die Steuerkassen so richtig plündern werden.
zum Beitrag11.09.2026 , 13:16 Uhr
Nein. Es ist richtig, das Kind beim Namen zu nennen. Auffällig sind eher die ganzen Mitläufer, AfD-Versteher, AfD-realtivierenden Mit-Helferlein, Türöffner -Rhetoriker, Schafe, die den faschistischen Wähler unter Minderheitenschutz stellen wollen und die ganze Zeit für mehr Verständnis für ihn trommeln. Denen ist von der AfD Propaganda schon der Kopf verdreht worden, denn wenns um Menschenrechtsverletzungen in Saudi Arabien geht, dann wissen doch alle ganz genau, wo die Linie von richtig und falsch ist. So "komplex" ist das gar nicht! . Warum ist es für so viele hier so wahnsinnig "komplex"? Weil sie möglicherweise mit jemandem verwandt oder verpartnert sind, der AfD wählt und sich die Tatsachen schön lügen müssen. DARUM muss die Absicht der AfD Wähler so vehement hier verteidigt werden. . Die Begründungen, warum der AfD Wähler eigentlich ein "Guter" ist, der den Wunsch nach Fürsorge und sozialer Politik nur ganz missverständlich ausgedrückt hat, nimmt bei manchen Kommentatoren hier ja schon so Züge an von: "Mein Ehemann ist eigentlich ein Guter. Schlagen tut er mich nur sonntags! Und eigentlich meint ers auch nicht so!"
zum Beitrag11.09.2026 , 12:35 Uhr
Die AfD Wähler wollen ihre tiefen sadistischen Instinkte bedienen UND dafür noch gesellschaftlichen Respekt behalten und die falsche Opfer-Pose einnehmen.
Im Prinzip ist die ganze Diskussion wie damals, als Frau Clinton den Trump-Kult einen basket of deplorables nannte. Sie hatte Recht. Das Land wird von der Kleptokratie ausgeplündert, die Trump- Wähler sind empfindlich von sozialen Kürzungen betroffen aber so lang die sich am zelebrierten Leiden und Sterben der anderen gütlich tun können, sind die vollauf zufrieden.
Dass Biden in der Zeit zwischen den Trump- Amtszeiten diesen Wählern Wahlgeschenke gemacht hat, hatte keine Wirkung. Es geht um Bosheit.
zum Beitrag11.09.2026 , 12:05 Uhr
Inhaltlich ist Ihr Kommentar ehrlich gesagt kaum verständlich.
Ich kann maximal entziffern, dass Sie mehr Empathie für Mitläufer fordern, und zwar von den zukünftigen Betroffenen der ethnischen Säuberung.
zum Beitrag10.09.2026 , 23:29 Uhr
Jaja. 2023 war der Remigrationsgipfel der AfD in Potsdam, der den "Masterplan Remigration" vorgestellt hat. Jetzt können wir natürlich noch lange sehr schlau fachsimpeln, dass die Wahl des Ortes sowie der Name der Agenda nicht mit der Wannseekonferenz zu vergleichen sind und wir erstmal "die Vollstreckung des Masterplans abwarten müssen", um danach Vergleiche korrekt anwenden zu können.
Ordnung muss sein. Das ist ganz wichtig im Sinne der semantischen Sorgfalt. Denn anders als Menschen und ihre Würde darf die Ordnung keinesfalls verletzt werden!
zum Beitrag10.09.2026 , 22:58 Uhr
* Natürlich gehören zu den Woken auch die LGBTQ und alle, die sich mit Inklusion beschäftigen, aber ich habe diejenigen mit Migrationshintergrund spezifisch erwähnt, weil der Remigrationsgipfel auf sie bezogen ist.
zum Beitrag10.09.2026 , 22:46 Uhr
Verdrehung von Ursache und Wirkung. Die AfD wurde 2013 gegründet. Das Denken in "Untermenschen"- Kategorien hat Thilo Sarrazin 2010 sehr salonfähig gemacht, aber es war auch gar nicht so viel Nachhilfe nötig. Vor diesem Zeitpunkt lagen bereits Jahrzehnte medialer rassistischer Hetze gegen türkische Deutsche. Die Hetze gegen Flüchtlinge begann ab 2016. Die Woken ( die Rassismus- Aufklärung betrieben) waren erst um 2021 medial sichtbar. . Der europäische Imperialismus war mit einem Bündel an Ideologien unterfüttert, die auch in die Siedlerkolonie Amerika exportiert wurden. Das ist die gemeinsame Wurzel. Und wie Sie heute sehen, besteht zwischen US-Rechtsextremismus und deutschem Rechtsextremismus eine Wechselwirkung. Die AfD will ethnisch säubern und die Geschichte und Lehrpläne umschreiben, Elon Musk mit seinen AfD Kontakten und Deutschamerikaner Peter Thiel haben sehr tiefe Taschen, um Deutschland zur Sandkiste für ihre ideologischen Spielchen zu machen.. Und Sie ärgern sich, weil eine Person irgendwann drauf hingewiesen hat, dass diese neo-imperialistischen Akteure schon wieder Männer weißer, westeuropäischer Herkunft sind und halten DAS für den eigentlichen Eklat? :)
zum Beitrag10.09.2026 , 21:30 Uhr
Zur Erinnerung, die Woken sind POC-und-migrantische Deutsche. Die, welche die AfD ethnisch säubern will. Rhetorische Frage: Ist der Begriff "Woke-Faschisten-Allianz", der Gemeinsamkeiten bzw. Komplizenschaften insinuiert, vor dem Hintergrund besonders glücklich? . Zum anderen ist interessant, dass der Begriff ein Schmähwort geworden ist, das auf alles gestülpt wird, was man von links für irgendwie verwirrt hält. Diese Wertung wurde von rechts übernommen. . Die falsche Schonung von Faschisten kommt von Linken, die sich mit dem "armen AfD - Wähler" identifizieren und immer noch nicht wahrhaben wollen, dass der rassistisch ist. Mit der Verwirrung haben die Woken nichts zu tun, das muss man ihnen nicht auch noch falsch andichten.
zum Beitrag10.09.2026 , 02:48 Uhr
Wie bedauerlich, dass ich in Ihren Augen weder Umberto Eco noch Kant bin!
😄
zum Beitrag10.09.2026 , 01:05 Uhr
Teilweise scheinen ja auch schon taz Autoren im Euphorie-Taumel vom AfD Wahlkampf zu berichten: "Nicht die AfD ist ausmobilisiert, wie man lange hoffte. Die Demokraten sind es. (...) Warum? Eine Antwort ist: AfD wählen macht gute Laune. (...) Nun aber hat die schlechte Laune die Seiten gewechselt. Es sind die Parteien der Mitte, die sagen, was alles nicht geht. Die Rechtsextremen dagegen laden zum Selfie ein, strahlen und schreiben auf ihre Plakate: Alles wird gut." . Die Medienstrategie hinter dem Personal Branding des AfD Kandidaten wird unhinterfragt übernommen ( "Sunnyboy") und vervielfältigt. Ich habe die Auftritte nicht gesehen, aber von der Beschreibung klingt die Masche, die mit Siegmund angetestet wurde, wie der Stil der US- Tele-Evangelisten oder säkularen US-Motivations-Coaches wie Tony Robbins.
zum Beitrag09.09.2026 , 23:51 Uhr
Ich bin auch immer wieder überrascht, wenn ich in den Kommentaren so was lese wie, in etwa: "Hää was für Rechtsextremismus? Die Nazis sind doch schon tot."
Und das ist völlig ernst gemeint.
Ideologische Kontinuitäten, die nicht nur Antisemitismus umfassen, scheinen nicht verstanden zu werden? Darum gelten auch alle als enorm nervig, die auf diese hinweisen.
Gleichzeitig wird gerne selbstgewiss behauptet, man sei schon weltweit einsame Spitze im Aufarbeiten der Vergangenheit, eine weitere Vertiefung des Themas sei gar nicht nötig.
zum Beitrag09.09.2026 , 22:48 Uhr
"Lustigerweise ist das wahrscheinlich die einzige Thematik, bei der es eine Woke-Faschisten-Allianz gibt."
Ich kann die Seitenhiebe auf die Woken nicht mehr hören. Die waren die Kanarienvögel in der Grube, die vor 10 Jahren gesagt haben: der Rechtsextremismus ist nicht nur am Rand, er kommt aus der Mitte und ist breit anschlussfähig. Denn sie haben den rauen Wind am eigenen Leib gemerkt, anders als die Linken, die mit, sorry, aber: männlich, weiß, hetero-Norm- Status vor solchen Realitäten gut gepolstert waren oder nicht wirklich hinhören wollten, was in ihrer Umgebung für Bemerkungen fallen. . Anders als viele aus der linken Mitte wussten die Woken schon lange mit wem sie es zu tun haben. Diese Klarheit wurde ihnen ständig perfiderweise von Mitte links vorgeworfen- denn sie hätten mit ihrer Existenz die AfD provoziert und seien überhaupt erst Schuld am Entstehen der AfD. . Es sind nicht die Woken, die AfD- Wähler bemuttern und infantilisieren und davon reden, sie mit mehr "Daseinsfürsorge" und sozialer Politik zu belohnen. Es sind mittig Linke, keine Woken, die sich mit den AfD Wählern identifizieren und ihre Probleme in sie reinprojizieren, die der AfDler gar nicht hat.
zum Beitrag09.09.2026 , 19:22 Uhr
Kurz gesagt, es gibt keinen Populismus ohne Medien. Und das Fernsehen steht in D immer noch vor social media.
zum Beitrag09.09.2026 , 19:18 Uhr
"Im vergangenen Jahr haben die Menschen in Deutschland im Schnitt täglich knapp elf Stunden Medien genutzt. " www.zeit.de/digita...rank-giersberg-gxe
Das beliebteste Medium ist Radio, dann TV (täglich fast 3h) und Internet ( ca 2h). Selbst wenn Sie alle 2 Wochen nur 30min herum zappen und auf eines der Talk-Themenangebote stoßen, das um eines der Quoten-Evergreens der letzten Jahrzehnte, wie "Kopftuch", "Islam", "Migration", "Flüchtling" "Integration" kreist, dann sind Sie nach 10 Jahren ideologisch durchmariniert. Denn diese Themen werden seit Jahrzehnten (!) wiederholt. Darüber hinaus sehen Sie die Schlagzeilen der Boulevardpresse im öffentlichen Raum und Sie hören Gespräche, die um Medienthemen kreisen. Möglicherweise haben Sie Bekannte, die Ihnen aufgebracht von einem Medienthema erzählen wollen. . Erkennen kann man das auch an den Kommentarspalten, in denen kleine Echos aus "Deutschland schafft sich ab" (meistverkauftes Sachbuch in der Geschichte der BRD) erklingen und das typische Vokabular und die "Fall-Beispiele" und "Protagonisten" aufgewärmt werden, die dem Talk-TV bzw Reportage- Medienkosmos entstammen.
zum Beitrag09.09.2026 , 17:22 Uhr
( Mit dt. Mann meine ich zugespitzt den konservativen dt. Mann, der sehr nach rechts/AfD hin aufgeschlossen ist. )
zum Beitrag09.09.2026 , 17:19 Uhr
Der Faschismus ist auch Rache an der Emanzipation. Vor nicht zu langer Zeit wurde Frauen eingeredet, sie könnten kein Mathe. Anteil der Studentinnen heute in Medizin: 65%. Zahnmedizin: 75%. Oh Schreck! Den hat der Mann kaum verdaut, da tauchen im Blickwinkel auch schon die woken POC auf: Die Gesellschaft hat enorm viel Nachholbedarf, was Rassismus und Bildungsgerechtigkeit angeht. Wahr, aber der dt Mann sieht jetzt endgültig seine Felle davonschwimmen. Dann sind da noch die LGBTQ, die ihn wurmen, denn die haben eine eigene Flagge!, und zelebrieren ihre Identität! ungeniert! mit dem CSD, die urbane und kreative, unverkalkte Antwort auf das Volksfest. Auch hinter dem CSD steht eine kraftvolle Botschaft von Selbstfindung in einer hetero-normativen Gesellschaft. Im Prinzip haben alle eine heldenhafte Mission vor sich und laufen los. Der dt. Mann ist da und nirgendwo hin unterwegs. Er flüchtet in die Opferrolle und den rechtsnationalen Abklatsch all der emanzipatorischen Bewegungen um sich herum. Er möchte auch eine Flagge und auch so was wie den CSD, in völkisch maskulin! Also, Bismarck und Bier! Das wird der Hit! Die anderen müssen weg. Er fängt an, alles kurz und klein zu schlagen..
zum Beitrag08.09.2026 , 22:26 Uhr
Kurz gesagt, die 1. rassistischen Untertöne 2. die Klage vom Abstieg Deutschlands und 3. die verschwörerische Erzählung, dass der Feind der Nation im Inneren sitzt (Menschen mit Migrationshintergrund, die EU, Flüchtlinge) und Deutschland von innen “abschafft” und den Platz auf der Weltrangliste sabotiert, den D. sonst einnehmen würde, existieren schon sehr lange in den Mainstream- Medien. Und zwar seit 2010 und teils noch viel früher, VOR der Gründung der AfD. . Somit sind alle Analysen falsch, die so tun, als sei das Problem gerade erst frisch entstanden. Der Durchschnitts-Deutsche hat bereits 15+ Jahre mediale Dauerberieselung hinter sich, die beim Thema “Kopftuch” oder “Migration” mittlerweile bei einigen Pawlowsche Reflexe antrainiert hat. . Außerdem: laut bpb pendelt der Anteil der Nichtwähler seit 2009 etwas unter der 30% Marke. Über die Motive der Nichtwähler kann man spekulieren, aber ein gewisser Prozentsatz wird schon lange rechtsextreme oder antidemokratische Ansichten haben. Wie man anhand der Grafik (an anderer Stelle in der taz) sehen kann, aktiviert die AfD besonders Nichtwähler, und frühere CDU-Wähler, die “Deutschland den Biodeutschen” wollen.
zum Beitrag08.09.2026 , 17:32 Uhr
Der Größenwahn endet zuverlässig in der Kränkung. Die Pisa Schmach war das Versailles, auf dem die AfD aufbauen konnte. Ja, wirklich. Nach dem Pisa Schock ca 2005, bei dem das 'Land der Dichter und Denker' empfindlich von der OECD auf den Boden der Tatsachen gestellt wurde, hatte Thilo Sarrazin 2010 die erlösende Antwort: Nein, unser System ist nicht verbesserungswürdig. Denn: Schuld ist der migrantische Schüler, der Deutschland abschafft. Balsam für die gekränkte dt. Volksseele, das Buch wurde der Bestseller des Jahrzehnts. 2010 geistert ein weiterer Sündenbock durch die Medien- der faule Pleite-Grieche. Ähnlich wie beim Schüler aus Neukölln lautet die Medienerzählung: faule südeuropäische EU Länder ziehen uns runter. Wo wären wir, wir die nicht hätten - Weltklasse! 2013: Gründung der Afd, die aus dem reichen Substrat der jahrzehntelangen Medienhetze politische Gewinne schöpfen kann. 2016: An allem, was in D schief läuft ist “der Flüchtling” schuld. Nach dem AfD Ergebnis 2026 kann man in linken Medien ebenfalls eine Suche nach dem Sündenbock in den eigenen Reihen beobachten: Die Woken sind schuld. Hätten die nur die Augen verschlossen gehalten, dann gäbe es kein Probleme!
zum Beitrag08.09.2026 , 16:44 Uhr
"Sieg Unheil", "Sunnyboy", "Gut gelaunter Rechtsextremismus", und jetzt "Wir sind Siegmund?" Wer denkt sich eigentlich diese Überschriften aus? Dieser dauer-lobhudelnde, irritierend ergebene Hofberichterstatter- Ton in den Schlagzeilen gegenüber der AfD ist wirklich unwürdig.
Ich weiss, die kritischen Texte wie dieser hier haben damit nichts zu tun, aber die Überschriften sprechen unfreiwillig eine andere Sprache.
zum Beitrag07.09.2026 , 02:27 Uhr
Dieses Ergebnis ist auch von den Medien mitfabriziert worden, denn die Partei wurde wochenlang vorher als Angstszenario regelrecht beworben. ("Der gefährlichste Mann Deutschlands" - ist ein verstecktes, überzogenes Kompliment. Für diese großflächig sichtbare Werbekampagne hätte die Partei ansonsten viel Geld ausgeben müssen, aber die Medien haben sie ihr gratis geschenkt) Besonders die Protestwähler, die immer zuhause bleiben und eigentlich nie wählen gehen, wird die Tatsache, dass die etablierten Medien diesen Kandidaten als bürgerlichen Albtraum anpreisen, besonders motiviert und Genugtuung verschafft haben.
zum Beitrag04.09.2026 , 21:19 Uhr
Putin ist nach einem Terroranschlag an die Macht gekommen. Es gab konkrete Hinweise, dass es keine Terroristen waren und die offizielle Version nicht stimmte. Die Journalisten wurden allerdings ermordet, die nachforschten.
Man kann solche Fragen vor Wahlen als Verschwörungsgerede abtun oder es hinnehmen, dass es nicht immer Gewissheit gibt und dass manche politische Akteure keine Regeln befolgen, die man gewohnt ist und auch nicht mit offenen Karten spielen werden. Man weiß es manchmal nicht.
zum Beitrag04.09.2026 , 19:28 Uhr
*in der deutschen *die den rechtsradikalen, entwertenden Zuschreibungen entgegengesetzt wird
zum Beitrag04.09.2026 , 19:17 Uhr
Die Mehrheitsgesellschaft lag in deutschen Geschichte schon öfter falsch. Christliche Werte werden gerne behauptet, um sich von anderen Kulturen abzugrenzen, sind aber schon längst aus der Gesellschaft entkernt. Das sieht man ganz deutlich daran, dass jemandem, der zum Thema Geflüchtete "Barmherzigkeit, Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe" im Sinne Jesu zur Sprache bringt, nur noch pure Häme entgegen fließt. Und so versuchen Linke, der irrationalen Menschenfeindlichkeit mit 'Rationalität' entgegenzutreten und argumentieren mit dem wirtschaftlichen "Wert" der Geflüchteten für die Rentenkasse der Deutschen. . Die Reduktion von Geflüchteten auf ihren wirtschaftlichen "Nutzen" für Deutsche stellt bereits eine Entmenschlichung dar, die den rechtsradikalen, entwertenden Zuschreibenden entgegengesetzt werden. Das sagt viel über den Werteverfall der Gesellschaft aus. Dabei möchte niemand, der eines Tages alt oder durch einen Unfall oder Krankheit behindert wird, vor ein Nützlichkeitstribunal gestellt werden. . Im Hinblick auf die dt. Geschichte- die Juden waren assimiliert und wirtschaftlich erfolgreich. Es war den Deutschen auch nicht recht. Denn es ging nie um rationale Gründe..
zum Beitrag04.09.2026 , 15:41 Uhr
Was für ein wunderschönes Tier! Aber nun zur wesentlichen deutschen Frage, zahlt er auch genügend in unsere Rentenkassen ein?
zum Beitrag04.09.2026 , 15:26 Uhr
Es geht nicht um Wirtschaft, es geht um Bosheit. Angefangenes Medizinstudium in der Ukraine oder in Syrien vor dem Krieg? Haha, vergiss es, trag mal schön die Päckchen mit amazon - Schrott aus.
Gleichzeitig wird treuherzig rauf und runter beteuert, man sei auf gar keinen Fall fremdenfeindlich oder gar rassistisch, man hätte nur ein Problem mit all den "bildungsfernen amazon- Logistik- Arbeitern" und würde sich doch einfach nur gebildete, hochqualifizierte Fachkräfte aus dem Ausland wünschen..
zum Beitrag04.09.2026 , 14:47 Uhr
Das narzisstische Ego des deutschen Michels erträgt keine erfolgreichen 'Fremden'. Wir wissen alle, was der erfolgreichen jüdischen Bildungselite in Deutschland angetan wurde. Frau Friedländer hat die boshafte Freude beschrieben, mit der die jüdischen Geschäfte damals kaputtgeschlagen und geplündert wurden.
Zuwanderer werden in den deutschen Medien nur als Bettpfannen - Ausleerer imaginiert, alles andere kränkt bereits empfindlich das Selbstbild. Denn wenn Menschen unter schwierigsten Fluchtbedingungen ein enorm anspruchsvolles Studium wie Medizin beenden, oder als Einwanderer aus Ländern mit jahrzehntelanger, starker Inflation (wie der Türkei) in Ostdeutschland erfolgreiche Unternehmen gründen, muss sich der durchschnittliche deutsche Michel fragen, warum er nicht ähnliche Leistungen unter wesentlich komfortableren Bedingungen erbracht hat.
Das Ressentiment vom minderwertigen, "bildungsfremden" 'Ausländer' muss mit aller Macht verteidigt werden, da dieses Zerrbild zur Stabilisierung des fragilen Egos benötigt wird.
zum Beitrag03.09.2026 , 17:08 Uhr
Die Propaganda-Sprache der Nazis wimmelt von Metaphern, die Ekel, Angst und Paranoia hervorrufen sollen. Von Maden, Parasiten, Ungeziefer, Schädlingen, Kontamination ist viel die Rede, die überall in Haushaltsgegenständen oder in Lebensmitteln vorgefunden wird, wo man sie nicht erwartet. Wer mit diesen Metaphern gemeint ist und wer mit 'Reinheit' assoziiert wird, ist klar. . Reichardt imitiert diesen Sprachstil und bedient sich der Ressentiments, die seit Jahrzehnten in diversen TV-Formaten bebildert werden und dadurch dem Publikum geläufig sind.
zum Beitrag03.09.2026 , 13:20 Uhr
*alternden statt überalterten
zum Beitrag03.09.2026 , 12:48 Uhr
Wir brauchen mehr Migration, um das Schneeballsystem Rentenkasse zu füttern, da wir in einer überalterten Gesellschaft leben. Wer dazu nein schreit, dem schlage ich die Alternative vor: wir lassen das Rentensystem ganz einfach kollabieren und stellen für alle, die dabei unter die Räder kommen, die nicht ganz freiwillige "Wahl" der Sterbehilfe zur Verfügung.
Diese Alternative gefällt auch nicht? Ja was denn nun? Gebärpflicht für 'biodeutsche' Frauen? Welche grandiosen Alternativen schlagen Sie denn vor?
zum Beitrag03.09.2026 , 00:35 Uhr
Bei 2 Grad sterben die Korallenriffe weltweit. Heute wissen wir bereits, dass wir die 1,5 nicht halten werden.
Die heute Geborenen brauchen viele Tiernamen nicht mehr lernen, denn die werden ausgestorben und ihre Lebensräume verwüstet sein.
Soll die KI - Lehrkraft den Kindern statt Tiernamen Algorithmus, Bildschirm, Cloud und Datenzentrum zum Buchstabieren zu geben. Das ist doch die Welt, die man haben möchte und gewählt hat. Erklärt es bitte genau so euren Enkeln.
zum Beitrag02.09.2026 , 12:37 Uhr
Klar betrifft die Mietkrise auch Rentner:innen, die nach einer Eigenbedarfskündigung nichts mehr in ihrer Heimatstadt finden. Aber vor allem ist der mangelnde politische Willen, die Mietkrise in den Ballungszentren zu lösen, ein Verrat an der sozialen Mobilität der jungen Generation. Zwischen 20 und 30 werden viele berufliche Weichen gestellt. Die attraktiven Karrieremöglichkeiten sind in den Ballungszentren. Wer aus einer strukturschwachen, zunehmend rechtsradikalen Region zur Ausbildung oder zum Studium in die Großstadt ziehen möchte, und keine elterliche Unterstützung hat, steht vor wesentlich größeren Herausforderungen als frühere Generationen. Nutznießer der Krise sind internationale Mietspekulanten und die ältere, wohlhabende Generation, die sich über die wachsende Rendite ihrer Betongold-Investitionen freut.
zum Beitrag02.09.2026 , 00:13 Uhr
Die Benachteiligten am Wohnmarkt sind bereits von mehreren Systemen betroffen, die rigoros nach Einkommen aussortieren. Die Auslese am Wohnmarkt greift mit der sozialen Auslese des Bildungssystems ineinander.
Studierende aus armen Familien z.B. sollen Bafoeg-Amt-Probleme, Nebenjob, versnobte Kommilitonen, Kulturschock, WGs und einen schwierigen Wohnmarkt auf einmal bewältigen- neben einem anspruchsvollen Studium im straffen BA Lehrplan. Wer mittellose Eltern/ keine elterliche Bürgschaft hat, lebt oft in Mietverhältnissen, die einen erheblichen Dauerstressfaktor darstellen. Es muss in diesem prekären Gefüge nur ein kleines Problem auftauchen und schon fällt alles auseinander.
zum Beitrag29.08.2026 , 16:35 Uhr
Richtig, im angelsächsischen Raum wird der Einfluss der Umwelt aufs Individuum viel stärker beachtet, social equity ist ein viel größeres Thema. Im deutschen Raum ist biologistisches Denken leider immer noch verbreitet. D.h. die Annahme, dass die "bildungsferne" Arbeiterklasse über keine akademische Begabung verfügt und dies genetisch vererbt. Natürlich ist von einem solchen Gedanken der Schritt zur Verachtung von "Untermenschen" leider nicht mehr weit. Solche Gespräche habe ich in vermeintlich linken, gebildeten, bürgerlichen Kreisen mitbekommen. . Auch der Vorfall mit Stefan Raab, der einen antisemitischen Einspieler über Gil Ofarim und das "Betrüger-Gen" am Internationalen Tag des Gedenkens an den Holocaust sendete, kommt auch nicht aus dem Nirgendwo. Diese Gedanken sind ja nicht neu. Und nun gilt manches als wieder 'sagbar', was früher lange hinter den spießigen Fassaden schlummerte.
zum Beitrag27.08.2026 , 21:35 Uhr
Also, durch das Umlagesystem brauchen wir mehr Migration, um die Renten des sehr zahlenstarken älteren Generationenblocks zu finanzieren. Das möchte diese eher konservativ wählende Gruppe nicht. Für die Pflege- Azubis aus dem Ausland fehlt weiterhin sehr viel Wohnraum. Die selbe Gruppe möchte auch nicht, dass für die jungen Arbeitskräfte mehr gebaut wird, denn das würde die Rendite ihrer Betongold-Anlagen schmälern.
zum Beitrag27.08.2026 , 04:37 Uhr
*Gandhi
zum Beitrag27.08.2026 , 04:22 Uhr
Durch die falsche Gleichsetzung "heutiges Ostdeutschland=Kolonie, Apartheidstaat" wird Rechtsextremismus als moralisch aufrechte Bürgerrechtsbewegung umgewertet. Das AfD-Personal ist aber nicht Ghandi oder Mandela. Spätestens da sollte die Absurdität dieser sprachlichen Gleichsetzung auffallen. . Diese rhetorischen Verzerrungen spielen rechter Propaganda zu, weil sie den Anti-Demokraten zur Selbstdarstellung als gerechte Widerstandskämpfer gegen das System dienen. . Wenn Sie über meine früheren Beiträge schauen, dann wird Ihnen auffallen, dass ich in der Vergangenheit mehrfach thematisiert habe, dass Rechtsextremismus nicht als ostdeutsches, sondern gesamtdeutsches Problem besprochen werden sollte.
Ich kenne niemanden, der heute noch Begriffe wie Wessi und Ossi verwendet, daher liegt es mir fern, solche Gräben aufzumachen.
Bemerkenswert ist aber, dass Sie die NS Vergangenheit damit als Schnee von gestern abtun, dass die Generation von damals bereits unter der Erde ist. Das mit der Wende verbundene Leiden darf aber nicht in Vergessenheit geraten.
zum Beitrag26.08.2026 , 02:18 Uhr
"Die Selbstwahrnehmung vieler Ostdeutscher und deren AfD-Affinität ist so diffus wie verschroben." . Besonders schamlos ist die Selbst- "Rassifizierung" mancher Ostdeutscher als "Kolonialopfer des Westens", mit der der Rechtsextremismus ostdeutscher Mitbürger entschuldigt wird, die Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund machen möchten, die tatsächlich koloniale Traumata in ihren Familiengeschichten haben. . Die Nazi- Vergangenheit wird bei dieser Selbstbetrachtung anscheinend auch glatt übersprungen. Die Täter -Opfer -Umkehr wird als Identität verfestigt.
zum Beitrag25.08.2026 , 23:57 Uhr
"Die Deutschen können heute nur deshalb in Freiheit und Sicherheit leben, weil sowjetische, US-amerikanische, britische und französische Eltern ihre Kinder in die Befreiung Europas und in den Krieg entlassen haben."
Ja, umso trauriger ist vor diesem Hintergrund, dass heute ein gewisser Prozentsatz aus verantwortungslosen, wohlstandsverwöhnten Wählern an der Demokratie zündeln will.
zum Beitrag24.08.2026 , 02:08 Uhr
Sie nivellieren den Begriff Kolonialisierung, wenn Sie die Wiedervereinigung mit der deutschen Kolonialgeschichte gleichsetzen. Der Voelkermord an den Herero und Nama (im heutigen Namibia), die begangenen Massenverbrechen im Zuge von “Lebensraum im Osten” sind in keiner Weise in der selben begrifflichen Kategorie wie die Wiedervereinigung. Es ist tatsächlich schon perfide, sich sprachlich die Geschichte der Massenmorde an den slawischen Voelkern und der Verbrechen an den Zwangsarbeitern im Zuge der Ostexpansion im 3. Reich anzueignen - vor allem, wenn die eigenen Vorfahren als Täter an den Verbrechen beteiligt waren.
Und das muss man so deutlich sagen, weil die Nährung von falschen Opfermythen zu Propagandazwecken in der deutschen Geschichte verheerende Konsequenzen hatte.
Verständnis fuer die Trauer und Enttäuschung, die die Wende im Osten ausgelöst hat- ja. Diese Trauer ist vorhanden und das muss anerkannt werden. Aber das muss man trennen von begrifflichen Gleichsetzungen, die nicht zutreffend sind.
zum Beitrag23.08.2026 , 18:25 Uhr
Es ist schön, dass Sie den Platz unter meinem Kommentar nutzen, um sich als bayrischer Landesvater vorzustellen, der die Hände über die ostdeutschen Schützlinge breitet, aber... was hat das im Entferntesten mit meinem Kommentar zu tun? . Lesen Sie bitte nochmal was ich geschrieben habe: "Das Problem wird zu sehr als Ossi und Unterschichten-Phänomen exotisiert, damit man nicht darüber sprechen muss, wie konform diese Ansichten in westdeutschen, akademischen Kreisen sind"
In anderen Worten, ich habe am Artikel bemängelt (!), dass Rechtsextremismus zu wenig (!!) in seiner westdeutschen(!), bildungsbürgerlichen Ausprägung besprochen wird- und zu oft als reines Ost- und Unterschichtenproblem dargestellt wird. . Bitte erst richtig lesen, bevor Sie sich ereifern.
zum Beitrag23.08.2026 , 17:16 Uhr
Was bedeutet Menschenfeindlichkeit? Antisemitismus, Rassismus, Sexismus. Wenn Sie dafür plädieren wollen, dann sind Sie nicht mehr auf der Seite des Grundgesetzes!
zum Beitrag23.08.2026 , 00:45 Uhr
Stimme zu, dass diese Sicht nicht plausibel ist weil der Begriff "Kolonialisierung" in dem Zusammenhang eine Verharmlosung darstellt. Kolonialisierung geht mit Völkermorden einher, mit Fremdverwaltung, Zwangsarbeit, Sklaverei, brutalem Extrahieren von Ressourcen. Siehe Belgisch Kongo oder Generalplan Ost im 3. Reich. Letzterer hat aber nichts mit den Ostdeutschen als Geschädigten zu tun, die waren damals natürlich Teil des Reiches.
zum Beitrag22.08.2026 , 21:27 Uhr
Sehe ich auch so. Die Autoritären reagieren auf Macht von oben und folgen Trends.
Damals hat die überlegene Siegermacht USA die Entnazifizierung und Demokratisierung von oben angeordnet. Der beflissene Demokratie-Musterschüler- Status hat vielleicht verschleiert, wie stark die autoritäre Prägung ist. Nun ist die moralische Instanz USA gefallen und man traut sich wieder aus dem Versteck.
zum Beitrag22.08.2026 , 21:09 Uhr
"Verlangt bitte nicht auch noch Dankbarkeit von uns für die Kolonialisierung unserer Heimat."
Aus Kolonien werden Ressourcen raus gepumpt, nicht Soli-Gelder reingesteckt.
zum Beitrag22.08.2026 , 20:59 Uhr
Bei Menschenfeindlichkeit muss man moralisch werten. "Fragwürdig" finden das nur die, die sich gerne mit der Täterseite solidarisieren.
Und um den Bewusstseinswechsel auf die nächsten Generationen zu vertagen, dazu haben wir keine Zeit.
Der Rest Ihres Kommentars ist frei galoppierendes Kopfkino zum Thema "Frau demütigt kleinen Mann in der Öffentlichkeit", das nichts mit dem Inhalt des zuvor Gesagten zu tun hat.
zum Beitrag22.08.2026 , 19:31 Uhr
@TooMuch Kallstadt, nicht Karlstadt. Kallstadt war damals Teil des Königreich Bayern. Das können Sie gerne hier und an anderen Stellen nachlesen: en.wikipedia.org/wiki/Frederick_Trump
Wenn man schon korrigieren möchte, dann bitte richtig. :)
Warum Sie meinen Kommentar als "Protzen" wahrnehmen, erschliesst sich mir nicht- aber danke für den Beitrag.
zum Beitrag22.08.2026 , 18:52 Uhr
Erinnerungskultur ist entkernt wenn sie dazu dient: 1. Holocaust - Überlebende mit "Wir sind Gedenk- Weltmeister, Sie reden uns da nicht rein” - Einstellung zu schulmeistern 2. das Dritte Reich als “singuläre Marke” mit verkapptem Patriotismus auf den Scheußlichkeits-Sonderstatus zu verteidigen (“An die Führungsriege von damals kommt heute keiner ran in der AfD”) 3. Sich in intellektuellen “Fachidiotien” nach dem Muster “den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen” zu verzetteln, als ob irgendwer behauptet hätte, dass das Dritte Reich 1:1 mit dem selben Personal, den exakt selben Details und dem Design von damals wiederauferstehen würde. Darüber völlig das Schicksal von Mitmenschen ausblenden.
Da die Erinnerungskultur in Teilen von ihrem eigentlichen Zweck, der Mitmenschlichkeit, entkernt scheint, sollten wir uns fragen, wie sie heute zweckentfremdet wird: Als Hülle eines morbiden, versteckten Patriotismus, der seine "einzigartige" Identität aus den Gräueltaten des 3. Reiches schöpft und paradoxerweise völkische Phänomene der Gegenwart herunterspielt, um den identitären Ausnahmestatus vor jeglicher “Konkurrenz” zu verteidigen.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:50 Uhr
Auch Donald Trump ist deutsch in 3. Generation. Der Grossvater Friedrich Drumpf kam aus Bayern und machte als Bordellbetreiber zur Zeit des Goldrausches das erste Vermögen. Er kehrte nach Bayern zurück, heiratete dort, kurz darauf kam der Vater von Donald Trump in NY zur Welt. Die Rückkehr in die USA erfolgte, um den Konsequenzen der nicht nachgekommenen Wehrpflicht zu entgehen.
Die ältere, mittlerweile verstobene Schwester von Donald T., Maryanne, beschrieb den gemeinsamen Vater als grausamen Patriarchen, der insbesondere den Bruder von Donald zum Sündenbock machte. Dieser ging beruflich eigene Wege und wurde als Abtrünniger vom Familienunternehmen und autoritären Familiensystem zur Dauer- Zielscheibe von Häme, Spott und Abwertung bis in den frühen Tod. Das Handwerk der politischen Hetze musste Donald nicht erlernen. Er hat es mit der Erziehung zuhause mitbekommen.
zum Beitrag22.08.2026 , 01:12 Uhr
"Woher bloß kommt der Reflex, die AfD vor NS-Vergleichen in Schutz nehmen zu wollen, während Antifaschisten pauschal als Gewalttäter (..) angeprangert werden?"- . Ja, instinktive, reflexhafte Solidarisierung mit der Täterseite. Tut man das von links, winkt ausserdem die Gelegenheit, sich als Volks- Versteher zu profilieren.. . Zum anderen ist zu bedenken, dass viele im letzten Jahrzehnt vielleicht schon so oft im Bekanntenkreis bei bestimmten Stammtischparolen bewusst weggehört, normalisiert und weggeschaut haben, dass konsequentes Weiter-Verharmlosen der einzige mögliche Fluchtweg vor dem Eingestehen der eigenen Feigheit ist. . Jeder ist den AfD-lern schon begegnet! Das macht das Thema, wie man gesellschaftlich mit der AfD umgeht, zu einem sehr persönlichen und keinem rein theoretischen. Spielt man das Problem konsequent herunter, hat man bequemerweise auch keine Verantwortung. Weder für versäumtes Handeln noch für zukünftiges.
zum Beitrag21.08.2026 , 10:37 Uhr
Mit inkorrekter Semantik meine ich das Wort "Nazi". Korrekt heisst es "Neo- Nazi".
zum Beitrag21.08.2026 , 00:15 Uhr
Dieser Text ist ein Beispiel für eine Erinnerungskultur, die ad absurdum geführt wird: "Ich sehe vor meinem Fenster keinen Zeppelin, auf dem "Hindenburg" steht und Uniformen seh ich auch keine - Ergo, ist es kein Faschismus. Und Frau Knobloch, Sie als Holocaust- Überlebende tragen zur Verwässerung des Holocausts bei! Das erkläre ich Ihnen!"
Es ist absurd, die Erinnerungskultur als Scheuklappe anzuwenden, mit der 1. alles ausgeblendet wird, was nicht exakt dem selben Schema entspricht wie damals und 2. alles Leiden ignoriert wird wenn es noch nicht das Niveau von Gaskammern erreicht hat. 2023 fand eine Tagung mit AfD Mitgliedern statt, bei der ein Masterplan zur Remigration vorgestellt wurde. . Warum ist man mehr damit beschäftigt, den Holocaust als Gedenkheiligtum vor inkorrekter Semantik zu beschützen als Menschen im Hier und Jetzt?
zum Beitrag20.08.2026 , 22:51 Uhr
Und im Übrigen seh ich in dem Text ein Plädoyer für die als identitätspolitische Echokammer verspotteten Räume. Wenn der verhetzte Mensch seine Umgebung zu seinem Produkt machen will, folgt doch nur logischerweise, dass diejenigen, die sich der ideologisch durchseuchten Umwelt entziehen wollen.. in ihre FLINTA* spaces zurückziehen zum Beispiel, um ihren Verstand zu bewahren. Hätte es die damals gegeben, wären die Autor:innen von damals evtl da unterwegs gewesen statt sich in die innere Emigration zu begeben.
zum Beitrag20.08.2026 , 21:36 Uhr
Die Lösung vor 10 Jahren wäre gewesen: Ganz klar Grenzen bei menschenfeindlichem Humor aufzeigen, um eine stille Normalisierung zu verhindern. Warum ist das wichtig? Weil dieser dauer-provozierende, sadistische Humor, den es damals schon gab und der heute Afd- szenetypisch ist, das Instrument der rechten Landgewinnung war, mit dem ständig gemessen wurde, wie die Temperatur im Umfeld bei bestimmten Themen steht und wie weit man gehen kann.
Ich erinnere allerdings daran, dass vor ca 10 Jahren wenige das Problem sehen wollten. Es galt als ungemein unziemlich, jemanden als rassistisch zu bezeichnen, der mit solchen Dauerprovokationen auffiel.
“Ach der X ist halt der X” “Der meint das nicht so” “Der macht nur Spass” Eher wurde man damals zurechtgewiesen, mit der “Nazikeule” die kollektive Bräsigkeit zu stören, als dass den Provokateuren Grenzen gesetzt wurden. Die Quittung haben wir nun. Der AfD- Humor war keine Randerscheinung, er war bestens integriert. Sonst wären wir heute nicht hier. Das Problem wird zu sehr als Ossi und Unterschichten-Phänomen exotisiert, damit man nicht darüber sprechen muss, wie konform diese Ansichten in westdeutschen, akademischen Kreisen sind
zum Beitrag19.08.2026 , 19:20 Uhr
Anstatt reaktiv krisenbegleitend zu berichten, wäre es besser, den aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel vermitteln. Sonst geht der Fokus aufs Wesentliche unter. D.h. Studien durchforsten, Risikoanalysen aus der aktuellen Fachliteratur lesen, mit Experten besprechen, die Ergebnisse an die Öffentlichkeit vermitteln. Welche Folgen treten laut Prognosen bei 2 Grad und welche bei 3 Grad ein? Seit 2015 ist übrigens zu sehen, dass die Erderwärmung schneller voran geht. ( Quelle: Tagesschau) Einberechnet in die Modelle sind noch nicht die Folgen der aktuellen Kriege aufs Klima. . In einer Risikoanalyse der Uni Essex z. B. wird in der Tabelle (Appendix 1) aufgeschlüsselt, was wahrscheinlich bei 3 Grad eintritt. actuaries.org.uk/m...etary-solvency.pdf
zum Beitrag19.08.2026 , 17:06 Uhr
Ich würde mir wünschen, dass die Medien bei dem Thema in die Tiefe gehen, anstatt reaktiv krisenbegleitend zu berichten. D.h. Risikoanalysen aus der aktuellen Fachliteratur einholen, mit Experten besprechen, die Ergebnisse an die Öffentlichkeit vermitteln. Welchen Temperaturanstieg sehen wir voraussichtlich 2030? - Welche Folgen treten dann konkret ein? Welche Folgen haben wir bei 2 Grad? Seit 2015 ist übrigens zu sehen, dass die Erderwärmung schneller voran geht. ( Quelle: Tagesschau) Einberechnet in die Modelle sind noch nicht die Folgen der aktuellen Kriege aufs Klima. . Die Versicherungsbranche beschäftigt sich schon lange mit diesen Fragen. Diese Studien sind auch mit Sicherheit der Regierung bekannt. In einer Risikoanalyse der Uni Essex z. B. wird in der Tabelle (Appendix 1) aufgeschlüsselt, was bei 3 Grad eintritt: 4 Milliarden Tote auf der Welt. Bei 2 Grad 2 Milliarden Tote. Die Analyse bewertet das beste Szenario ( Halten des momentanen Zustands bei 1.5 Grad) als unwahrscheinlich. Diese Lage sollte der Öffentlichkeit kommuniziert werden, damit zumindest alle den selben Info-Stand haben. actuaries.org.uk/m...etary-solvency.pdf
zum Beitrag18.08.2026 , 13:56 Uhr
Es gab die AfD- Anhänger auch schon vor der Gründung der AfD. Ich bin mit Leuten zur Schule gegangen, die exakt den selben Sprech drauf hatten wie Miriam Tanski oder die Abiturienten auf Sylt. Man hat dieses Phänomen einfach jahrzehntelang nicht wahrgenommen oder als pubertäre Rebellion verniedlicht, weil diese Leute nicht in die gängigen Erklärungsmuster passten. Jung, bürgerlich, (weiblich), rechtsextrem, westdeutsch, Abitur.
Das Medien- Establishment hat rechtsextreme Ansichten immer in der Unterschicht, bei den Alten und Abgehängten oder bei den Ostdeutschen verortet. Daher die "Überraschung" über diese vermeintlich "neue" Gruppe.
Das einzige, was sich geändert hat, ist dass diese Gruppe sich politisch formalisiert hat und daher sichtbarer wurde. Aber sie waren schon immer da.
zum Beitrag17.08.2026 , 01:44 Uhr
Mieten und Wohnen ist DAS soziale Thema schlechthin weil psychische Gesundheit und viele anderen sozialen Probleme indirekt damit verknüpft sind. Man braucht gar nicht erst halbherzig an hundert anderen kleinteiligen sozialen Baustellen herumschrauben, wenn man dieses existenzielle Problem nicht vorher entschärft.
Die im Text besprochene Umverteilung wird dadurch verschlimmert, dass internationale Immobilienkonzerne Panama-Papers-artige Strukturen der Steuerflucht nutzen. Dieses Kapital wird unentwegt aus der Stadt extrahiert, ohne ihr in angemessenen Steuern zugute zukommen. Diese Instrumente stehen Klein-Vermietern nicht zur Verfügung- das ist der Unterschied.
Diese Entmietungs- Strategien haben ausserdem System, das offensichtlich konzernübergreifend angewandt wird. Wie kommt das? Welcher Eigentümer steckt eigentlich hinter den von Herrn Diekmann beschriebenen Schlägertrupps der Arcadia Estates?
zum Beitrag16.08.2026 , 22:14 Uhr
"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“"
Joseph Goebbels, 1928.
Man muss sich entscheiden, ob man ein Schaf sein will. Das brav die Tür auhält und ganz, ganz fest hofft, dass diejenigen nicht die bösen Absichten verfolgen, die sie schon angekündigt haben.
zum Beitrag16.08.2026 , 20:36 Uhr
Versprecher. Die Staatsanwaltschaft stellte damals fest, dass aufgrund der Korruptionsaffäre mindestens 25 Millionen Euro als Schaden des Landes Berlin verblieben. (Welt)
zum Beitrag16.08.2026 , 13:19 Uhr
Hier sollte man nachbohren, warum die SPD sich querstellt. Der Filz hat in der Berliner SPD offensichtlich langen Bestand: mauschelige Wahlkampffinanzierungen, anteilige Bezahlung der SPD Wahlkampfparty durch den Immobilieninvestor Roland Specker in den fruehen 2000ern. Unter Thilo Sarrazin und Strieder ( SPD) erhielt Roland Specker zweistellige Milliarden- Zuschüsse in der Tempodrom- Affäre, die sich so weit ausweitete, dass die Staatsanwaltschaft ermittelte. ( Quelle: www.spiegel.de/pol...uck-a-292806.html)
Man kann davon ausgehen, dass die Verbindungen von Wirtschaft und Politik Kontinuität haben.
zum Beitrag14.08.2026 , 14:17 Uhr
Das ist der Stand heute bei 1,5 Grad Erwärmung über vorindustriellem Niveau. In den nächsten 25 Jahren steuern wir auf + 3 Grad zu. ( Quelle: Tagesschau)
Wissenschaftler haben bei Naturkatastrophen und Unfällen ein paradoxes menschliches Verhalten, die Normalitätsillusion (normalcy bias) beobachtet. Anders als in Filmen dargestellt, handeln 70-80% der Bevölkerung bei Flugzeug- Crash- Landungen NICHT, wie man es den Umständen entsprechend erwarten würde. Sie bleiben mehrheitlich sitzen, obwohl die Flammen sichtbar näher kommen oder folgen alltäglichen Routinen im Angesicht der Katastrophe und bringen sich dadurch in Lebensgefahr. Im Englischen wird dieses paradoxe Festhalten am Gewohnten bis in den Untergang mit dem Spruch "die Liegestühle auf der Titanic neu anordnen" benannt. Verantwortlich dafür ist der Glaubenssatz “Mir passiert schon nichts”. Demzufolge neigt die Mehrheit dazu, bei nie dagewesene Katastrophen die Warnungen immer als "alarmistisch" und "hysterisch" einzuschätzen.
Dieser bekannte Effekt sollte im Hinblick auf die Klimakrise (und andere Krisen) bedacht werden:
en.wikipedia.org/wiki/Normalcy_bias
zum Beitrag09.08.2026 , 17:34 Uhr
Alle Schlagzeilen, die ich zum Thema gesehen habe, lassen das Wesentliche aus, das erst ab ca. der Mitte der Meldungen erwähnt wird. Es sollte eigentlich heißen: "CDU Politiker verursachte Auto-Unfall auf Drogen - 3 Schwerverletzte noch im Krankenhaus"
Stattdessen heißt es: "CDU Politiker Bareiß schwer verletzt" (SWR)
Dieses Framing ist auffällig empathisch gegenüber dem Unfall-Verursacher und banalisiert die Konsequenzen.
Der Unfallhergang wirft zudem weitere Fragen auf. Offensichtlich soll Bareiß auf der falschen Fahrspur gefahren sein.
zum Beitrag07.08.2026 , 19:43 Uhr
Das naiv-kindliche fällt mir bei den AfD Kommentaren auch auf, wobei ich es eher maliziöse gespielte Unschuld nennen würde.
“Och man wird doch wohl noch Remigration fordern dürfen, ohne gleich rechtsextrem gennant zu werden? 😊 ”.... “Hmm man wird doch wohl die Demokratie abschaffen dürfen .. ist doch ganz normal in einer Demokratie? 🤷♀️ ”
Ekelhaft.
Trump verkörpert auch diese seltsame Mischung aus kindlichem “Charme” (ich nenn es so in Ermangelung eines besseren Begriffs) und Sadismus, der anscheinend von manchen nicht wahrgenommen wurde weil das Naiv-Kindliche diese verharmlosende Wirkung hat.
Wie ein anderer Kommentar schon angemerkt hat, ist es schwer in einer Kultur, die sich sehr übers Materielle definiert, die tiefe Unzufriedenheit mit mehr “Dingen” zu lösen. Die Kultur müsste sich ändern. Erich Fromm hat Gesellschaften, die faschistisch werden u.a. in “Wege aus der kranken Gesellschaft” beschrieben, auch den Sadismus, der aus einem sinnentleerten Leben mit wenig erfüllenden Abläufen entsteht. Ich erkenne vieles von seiner Gesellschaftsbeschreibung aktuell wieder.
zum Beitrag07.08.2026 , 00:35 Uhr
Die medialen Themenwochen “islamistischer Gefährder- wie bedroht sind wir wirklich” und die ganze Diskussion um "Sicherheit" ist scheinheilig und willkürlich.
Jeden Tag passiert ein Femizid. Jeden Tag wird eine Frau von einem Mann in Deutschland umgebracht. Von sexueller Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Gewalt an Kindern, Stalking, digitaler Gewalt, häuslicher Gewalt, die von Männern verübt wird, ganz zu schweigen.
Im Anbetracht dieses "ganz normalen" Terrors, medial kaum beachtet, weil er in der Mitte der Gesellschaft sehr “akzeptiert” ist und von ihr ausgeht, halte ich die Islam- Terror-Ängste für überzogen.
Und nein, die Täter kommen aus allen Gesellschaftsschichten, so sehr manche wieder sich bemühen, das Thema allein auf migrantische Communities und die “Unterschicht” zu externalisieren, um das Image der deutschen Mittelschicht möglichst rein zu halten.
zum Beitrag06.08.2026 , 19:08 Uhr
Es ist nicht rational.
Die Themen sind austauschbar.
Ich erinnere, dass vor ca 15 Jahren Onkel Ernst seine wutschäumenden Anfälle zum Stichwort "Griechenland" hatte und den Austritt aus dem Euro- Raum wollte.
Schnee von gestern.
Das Thema Griechenland ist nahtlos ausgetauscht worden mit "Ukraine", Flüchtlinge usw.
Geht man zurück in die Geschichte, findet sich die selbe Rhetorik vom "Parasiten", der sich am Volkspelz des aufrichtigen deutschen Michels labt, mit dem die Nazis Hass auf Juden und Minderheiten schürten.
Die Erzählung bleibt, die Protagonisten werden ausgetauscht.
zum Beitrag06.08.2026 , 15:46 Uhr
Richtig. Man sieht es hier in den Kommentaren, die AfD- Wähler und - Versteher wollen eine Partei wählen, die Remigration im Programm hat, schreien aber laut und beleidigt, dass man sie auf gar keinen Fall rechtsextrem nennen darf.
zum Beitrag06.08.2026 , 15:30 Uhr
Ist China schuld an der deutschen Wirtschaftskrise?
Wettbewerb ist anscheinend nur so lange super, bis man verliert. Dann klagt man, dass das Spiel nicht fair ist. Ein Schuldiger muss wieder reflexhaft her..
Es gab vor 15 Jahren schon Warnungen, dass die deutsche Autoindustrie mit den Innovationen im Ausland nicht mithalten kann und ins Hintertreffen gerät. Was hat man gespottet über die chinesische und amerikanische Konkurrenz. Und diejenigen ausgelacht, die schon damals anfingen, ihre Aktien umzuschichten.
Die Schuld an einem vagen Gefühl, dass Deutschland sich "abschafft" gab man lieber Schülern aus Neukölln, denen man zu Verstehen gab, dass sie im "Land der Tüchtigen und Fleissigen" nichts verloren haben. Nun sind die Tüchtigen, Innovativen und Fleissigen andere. So schnell kann sich das Blatt wenden. Nun schreit man panisch nach Rettungs- Subventionen und Schutzzöllen, um sich an den bröselnden Titel Exportweltmeister zu klammern. Schon ist ein neuer Schuldiger für die Misere gefunden: der “Chinese”, der ein falsches Spiel namens Wettbewerb betreibt.
Aber immerhin sind wir Fussballweltmeister 2026. Den Titel lassen wir uns nicht nehmen.
zum Beitrag06.08.2026 , 03:48 Uhr
Es geht nicht um Migration.
Die Feindbilder wechseln, die ewige Unzufriedenheit bleibt, aber hinterher will sich keiner mehr erinnern!
In den frühen 2010er Jahren bis 2015, dem Zeitraum, in dem die AfD gegründet wurde, war das Feindbild Nr.1, bei dem den Deutschen der Schaum vorm Mund stand, der "Pleite-Grieche". Mittlerweile längst vergessen und abgelöst vom "Flüchtling", der die Sündenbock-Rolle übernommen hat. Davor war es jahrelang das "Kopftuchmädchen".
Die Unzufriedenheit und der Wunsch, andere dafür büssen zu lassen, ist die ewige Konstante. Die Hassbilder und Sündenböcke wechseln. Mal Juden, Gastarbeiter, der Hartz4- Bezieher, südeuropäische Euro- Staaten wie Griechenland, usw.
Nachher will es wie immer keiner mehr wissen oder gewesen sein, es gibt längst neue Sündenböcke.
zum Beitrag06.08.2026 , 01:20 Uhr
Den Eindruck haben nicht nur Sie: Laut einer Studie der Michigan State University weist Deutschland weltweit das höchste Maß an Narzissmus auf. www.sciencefocus.c...rld-study-suggests
Mein Eindruck ist, dass in einer narzisstisch geprägten Gesellschaft, die sehr statusbedacht und materialistisch sowie seelisch, emotional und kulturell verarmt ist, Neid- und Missgunstdebatten bestimmend werden. Diese Debatten kreisen nicht mal um materielle Güter, sondern immaterielle und vermutete Vorteile.
Dadurch entsteht das Paradox, dass das Leben sehr belastend und wenig zufriedenstellend ist trotz des Wohlstands, der Sicherheit (im Vergleich zu anderen Ländern) und des allgemein sehr hohen Lebensstandards.
Das Missgunst-Thema kann man sehr gut an den Kommentaren von AfD Wählern sehen, die einer anderen Gruppe etwas nicht gönnen - seien es "Grossstädter", "Vereine, die Kulturförderung erhalten", "Entwicklungshilfe, die in andere Länder fliesst, nicht an uns", etc.
Echte Probleme sehen anders aus aber ich leugne absolut nicht, dass es Leidensdruck gibt, der durch die Kultur bedingt ist.
zum Beitrag05.08.2026 , 19:40 Uhr
Zeit, nach Schwaben zu ziehen, wenn Sie das Stadtbild in Berlin so stört?
zum Beitrag05.08.2026 , 19:10 Uhr
"Die trauen sich jetzt nicht, weil sie keine Partei außerhalb des demokratischen Spektrums wählen wollen."
Das wissen Sie, weil Sie in die Köpfe der Wähler bei der geheimen Wahl schauen können?
Wer AfD wählen will, wählt sie. Das Argument, dass man es sich momentan noch nicht "traut" allein, in der Wahlkabine, das Kreuz bei der AfD zu machen, halte ich für Gerede.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:57 Uhr
An anderer Stelle hat jemand die Merz Koalition als Beihelfer bezeichnet, die die Brandbeschleuniger bereitstellen.
Ich sehe das auch so. In Bayern werden Millionen in eine neue Abschiebe- Infrastruktur investiert. Für wen?
Ich habe den Eindruck, dass die Werkzeuge für die AfD Politik schon mal vorbereitet werden.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:32 Uhr
Nennen Sie's gerne "Hysterie", aber wir werden uns kein weiteres Jahrzehnt leisten können, in dem die Klimakrise ignoriert wird.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:24 Uhr
Warum machen Sie sich da jetzt schon in die Hose?! Dann wird man ein neues Verfahren starten. Und noch eins. Das wird die erstmal beschäftigen. Mit allen Mitteln der Bürokratie sollte man die terrorisieren, bis immer mehr Zeit und Ressourcen abschmelzen, um immer wieder von vorn anzufangen.
zum Beitrag05.08.2026 , 15:17 Uhr
Wie instrumentalisieren AfD-ler die Argumente der Frankfurter Schule? Beispiele würden mich interessieren, ich habe es nicht mitbekommen.
zum Beitrag05.08.2026 , 14:40 Uhr
Diese Debatte, die seit ca 10 Jahren geführt wird, verdrängt wichtigere Themen wie Mieten aus den Medien.
Vor 10 Jahren wurden die Risiken des Selbstbestimmungsgesetzes bereits benannt, die Folgen sind eingetreten.
Taub stellen und ohne Eingehen auf die eingetretenen Fälle die ewig gleiche Position zu wiederholen, wirkt langsam so, als ob der Linken der Kulturkampf auch durchaus recht ist, um Inhaltsleere und Orientierungslosigkeit in drängenden Fragen zu überspielen.
zum Beitrag05.08.2026 , 14:08 Uhr
Wo bleibt die Präventivhaft- Diskussion bei Fällen wie Christian Ulmen, den Gisele Pelicot- Vergewaltigungsnetzwerken, den Epstein- Netzwerken und Täter- Chatgruppen mit Berliner Medizinern und Doktoranden?
Was dort gepostet und geplant wurde, inklusive der Beschaffung von Vergewaltigung-Drogen, ist Terrorismus an Frauen. An den Zustand haben wir uns aber gesellschaftlich so gewöhnt, dass wir gar nicht über Früh -Überwachung von Gefährdern reden. Stattdessen wird Betroffenheits - und Einzelfallrhetorik bemüht.
Was all diese Täternetzwerke, egal ob religiöser Terror oder die Frauenhass- Chatgruppen, in denen Christian Ulmen unterwegs war, gemeinsam haben, ist, dass die Täter immer männlich sind. Nicht alle Männer sind Täter, aber Täter sind 99% Männer.
Wenn wir schon von Prävention reden, dann sollten wir logischerweise den Kontroll-Blick insbesondere auf eine Geschlechtsgruppe richten und Gefährder früh identifizieren und unschädlich machen.
Seltsamerweise verstummt dann die Diskussion um präventive Massnahmen ganz schnell!
zum Beitrag05.08.2026 , 12:58 Uhr
Die AfD wird eine Kleptokratie nach US-Vorbild errichten. Wer denkt, dass die AfD eine gütige Robin Hood Partei ist, die den bösen Asylbewerbern nimmt und den guten Biodeutschen gibt, der wird ein hellblaues Wunder erleben.
Dazu braucht man keine Glaskugel- ein Blick in die USA reicht. Das sind wortwörtlich ! die selben Maga- Wahlkampfversprechen, die man von dort importiert und hier in der Mikrowelle aufwärmt.
zum Beitrag05.08.2026 , 12:26 Uhr
Danke, ich kann dieses ewige ängstliche Zaudern beim Thema AfD Verbot nicht mehr lesen! Wir haben die Erfahrung aus der deutschen Geschichte, wir sehen live wie sich der Gaunerstaat unter Trump entfaltet. Warum wird immer noch nicht verstanden, mit wem wir es zu tun haben? "Was ist, wenn es scheitert.. aber .. aber" - Immer noch besser als das gehorsame Schlafwandeln in die ungebremste Kleptokratie, die mit der AfD kommen wird.
"Hinterher, da ist sich Onkel Ernst jetzt schon sicher, wird er von allem nichts gewusst haben."
Ich würde nicht der Illusion verfallen, dass es ein besseres "hinterher" geben wird. Die Geschichte wiederholt sich nur teilweise und sie wird von den Siegern geschrieben. Damals haben die Siegermächte den Deutschen zur Einsicht verholfen. Diesmal, und damit rechnen die Internationalen Rechten, soll kein moralisches Korrektiv übrig bleiben.
Die Lage ist ernst!
Bitte das "gratitude journal" beiseite legen und aufwachen.
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