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27.08.2026 , 21:35 Uhr
Also, durch das Umlagesystem brauchen wir mehr Migration, um die Renten des sehr zahlenstarken älteren Generationenblocks zu finanzieren. Das möchte diese eher konservativ wählende Gruppe nicht. Für die Pflege- Azubis aus dem Ausland fehlt weiterhin sehr viel Wohnraum. Die selbe Gruppe möchte auch nicht, dass für die jungen Arbeitskräfte mehr gebaut wird, denn das würde die Rendite ihrer Betongold-Anlagen schmälern.
zum Beitrag27.08.2026 , 04:37 Uhr
*Gandhi
zum Beitrag27.08.2026 , 04:22 Uhr
Durch die falsche Gleichsetzung "heutiges Ostdeutschland=Kolonie, Apartheidstaat" wird Rechtsextremismus als moralisch aufrechte Bürgerrechtsbewegung umgewertet. Das AfD-Personal ist aber nicht Ghandi oder Mandela. Spätestens da sollte die Absurdität dieser sprachlichen Gleichsetzung auffallen. . Diese rhetorischen Verzerrungen spielen rechter Propaganda zu, weil sie den Anti-Demokraten zur Selbstdarstellung als gerechte Widerstandskämpfer gegen das System dienen. . Wenn Sie über meine früheren Beiträge schauen, dann wird Ihnen auffallen, dass ich in der Vergangenheit mehrfach thematisiert habe, dass Rechtsextremismus nicht als ostdeutsches, sondern gesamtdeutsches Problem besprochen werden sollte.
Ich kenne niemanden, der heute noch Begriffe wie Wessi und Ossi verwendet, daher liegt es mir fern, solche Gräben aufzumachen.
Bemerkenswert ist aber, dass Sie die NS Vergangenheit damit als Schnee von gestern abtun, dass die Generation von damals bereits unter der Erde ist. Das mit der Wende verbundene Leiden darf aber nicht in Vergessenheit geraten.
zum Beitrag26.08.2026 , 02:18 Uhr
"Die Selbstwahrnehmung vieler Ostdeutscher und deren AfD-Affinität ist so diffus wie verschroben." . Besonders schamlos ist die Selbst- "Rassifizierung" mancher Ostdeutscher als "Kolonialopfer des Westens", mit der der Rechtsextremismus ostdeutscher Mitbürger entschuldigt wird, die Jagd auf Menschen mit Migrationshintergrund machen möchten, die tatsächlich koloniale Traumata in ihren Familiengeschichten haben. . Die Nazi- Vergangenheit wird bei dieser Selbstbetrachtung anscheinend auch glatt übersprungen. Die Täter -Opfer -Umkehr wird als Identität verfestigt.
zum Beitrag25.08.2026 , 23:57 Uhr
"Die Deutschen können heute nur deshalb in Freiheit und Sicherheit leben, weil sowjetische, US-amerikanische, britische und französische Eltern ihre Kinder in die Befreiung Europas und in den Krieg entlassen haben."
Ja, umso trauriger ist vor diesem Hintergrund, dass heute ein gewisser Prozentsatz aus verantwortungslosen, wohlstandsverwöhnten Wählern an der Demokratie zündeln will.
zum Beitrag24.08.2026 , 02:08 Uhr
Sie nivellieren den Begriff Kolonialisierung, wenn Sie die Wiedervereinigung mit der deutschen Kolonialgeschichte gleichsetzen. Der Voelkermord an den Herero und Nama (im heutigen Namibia), die begangenen Massenverbrechen im Zuge von “Lebensraum im Osten” sind in keiner Weise in der selben begrifflichen Kategorie wie die Wiedervereinigung. Es ist tatsächlich schon perfide, sich sprachlich die Geschichte der Massenmorde an den slawischen Voelkern und der Verbrechen an den Zwangsarbeitern im Zuge der Ostexpansion im 3. Reich anzueignen - vor allem, wenn die eigenen Vorfahren als Täter an den Verbrechen beteiligt waren.
Und das muss man so deutlich sagen, weil die Nährung von falschen Opfermythen zu Propagandazwecken in der deutschen Geschichte verheerende Konsequenzen hatte.
Verständnis fuer die Trauer und Enttäuschung, die die Wende im Osten ausgelöst hat- ja. Diese Trauer ist vorhanden und das muss anerkannt werden. Aber das muss man trennen von begrifflichen Gleichsetzungen, die nicht zutreffend sind.
zum Beitrag23.08.2026 , 18:25 Uhr
Es ist schön, dass Sie den Platz unter meinem Kommentar nutzen, um sich als bayrischer Landesvater vorzustellen, der die Hände über die ostdeutschen Schützlinge breitet, aber... was hat das im Entferntesten mit meinem Kommentar zu tun? . Lesen Sie bitte nochmal was ich geschrieben habe: "Das Problem wird zu sehr als Ossi und Unterschichten-Phänomen exotisiert, damit man nicht darüber sprechen muss, wie konform diese Ansichten in westdeutschen, akademischen Kreisen sind"
In anderen Worten, ich habe am Artikel bemängelt (!), dass Rechtsextremismus zu wenig (!!) in seiner westdeutschen(!), bildungsbürgerlichen Ausprägung besprochen wird- und zu oft als reines Ost- und Unterschichtenproblem dargestellt wird. . Bitte erst richtig lesen, bevor Sie sich ereifern.
zum Beitrag23.08.2026 , 17:16 Uhr
Was bedeutet Menschenfeindlichkeit? Antisemitismus, Rassismus, Sexismus. Wenn Sie dafür plädieren wollen, dann sind Sie nicht mehr auf der Seite des Grundgesetzes!
zum Beitrag23.08.2026 , 00:45 Uhr
Stimme zu, dass diese Sicht nicht plausibel ist weil der Begriff "Kolonialisierung" in dem Zusammenhang eine Verharmlosung darstellt. Kolonialisierung geht mit Völkermorden einher, mit Fremdverwaltung, Zwangsarbeit, Sklaverei, brutalem Extrahieren von Ressourcen. Siehe Belgisch Kongo oder Generalplan Ost im 3. Reich. Letzterer hat aber nichts mit den Ostdeutschen als Geschädigten zu tun, die waren damals natürlich Teil des Reiches.
zum Beitrag22.08.2026 , 21:27 Uhr
Sehe ich auch so. Die Autoritären reagieren auf Macht von oben und folgen Trends.
Damals hat die überlegene Siegermacht USA die Entnazifizierung und Demokratisierung von oben angeordnet. Der beflissene Demokratie-Musterschüler- Status hat vielleicht verschleiert, wie stark die autoritäre Prägung ist. Nun ist die moralische Instanz USA gefallen und man traut sich wieder aus dem Versteck.
zum Beitrag22.08.2026 , 21:09 Uhr
"Verlangt bitte nicht auch noch Dankbarkeit von uns für die Kolonialisierung unserer Heimat."
Aus Kolonien werden Ressourcen raus gepumpt, nicht Soli-Gelder reingesteckt.
zum Beitrag22.08.2026 , 20:59 Uhr
Bei Menschenfeindlichkeit muss man moralisch werten. "Fragwürdig" finden das nur die, die sich gerne mit der Täterseite solidarisieren.
Und um den Bewusstseinswechsel auf die nächsten Generationen zu vertagen, dazu haben wir keine Zeit.
Der Rest Ihres Kommentars ist frei galoppierendes Kopfkino zum Thema "Frau demütigt kleinen Mann in der Öffentlichkeit", das nichts mit dem Inhalt des zuvor Gesagten zu tun hat.
zum Beitrag22.08.2026 , 19:31 Uhr
@TooMuch Kallstadt, nicht Karlstadt. Kallstadt war damals Teil des Königreich Bayern. Das können Sie gerne hier und an anderen Stellen nachlesen: en.wikipedia.org/wiki/Frederick_Trump
Wenn man schon korrigieren möchte, dann bitte richtig. :)
Warum Sie meinen Kommentar als "Protzen" wahrnehmen, erschliesst sich mir nicht- aber danke für den Beitrag.
zum Beitrag22.08.2026 , 18:52 Uhr
Erinnerungskultur ist entkernt wenn sie dazu dient: 1. Holocaust - Überlebende mit "Wir sind Gedenk- Weltmeister, Sie reden uns da nicht rein” - Einstellung zu schulmeistern 2. das Dritte Reich als “singuläre Marke” mit verkapptem Patriotismus auf den Scheußlichkeits-Sonderstatus zu verteidigen (“An die Führungsriege von damals kommt heute keiner ran in der AfD”) 3. Sich in intellektuellen “Fachidiotien” nach dem Muster “den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen” zu verzetteln, als ob irgendwer behauptet hätte, dass das Dritte Reich 1:1 mit dem selben Personal, den exakt selben Details und dem Design von damals wiederauferstehen würde. Darüber völlig das Schicksal von Mitmenschen ausblenden.
Da die Erinnerungskultur in Teilen von ihrem eigentlichen Zweck, der Mitmenschlichkeit, entkernt scheint, sollten wir uns fragen, wie sie heute zweckentfremdet wird: Als Hülle eines morbiden, versteckten Patriotismus, der seine "einzigartige" Identität aus den Gräueltaten des 3. Reiches schöpft und paradoxerweise völkische Phänomene der Gegenwart herunterspielt, um den identitären Ausnahmestatus vor jeglicher “Konkurrenz” zu verteidigen.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:50 Uhr
Auch Donald Trump ist deutsch in 3. Generation. Der Grossvater Friedrich Drumpf kam aus Bayern und machte als Bordellbetreiber zur Zeit des Goldrausches das erste Vermögen. Er kehrte nach Bayern zurück, heiratete dort, kurz darauf kam der Vater von Donald Trump in NY zur Welt. Die Rückkehr in die USA erfolgte, um den Konsequenzen der nicht nachgekommenen Wehrpflicht zu entgehen.
Die ältere, mittlerweile verstobene Schwester von Donald T., Maryanne, beschrieb den gemeinsamen Vater als grausamen Patriarchen, der insbesondere den Bruder von Donald zum Sündenbock machte. Dieser ging beruflich eigene Wege und wurde als Abtrünniger vom Familienunternehmen und autoritären Familiensystem zur Dauer- Zielscheibe von Häme, Spott und Abwertung bis in den frühen Tod. Das Handwerk der politischen Hetze musste Donald nicht erlernen. Er hat es mit der Erziehung zuhause mitbekommen.
zum Beitrag22.08.2026 , 01:12 Uhr
"Woher bloß kommt der Reflex, die AfD vor NS-Vergleichen in Schutz nehmen zu wollen, während Antifaschisten pauschal als Gewalttäter (..) angeprangert werden?"- . Ja, instinktive, reflexhafte Solidarisierung mit der Täterseite. Tut man das von links, winkt ausserdem die Gelegenheit, sich als Volks- Versteher zu profilieren.. . Zum anderen ist zu bedenken, dass viele im letzten Jahrzehnt vielleicht schon so oft im Bekanntenkreis bei bestimmten Stammtischparolen bewusst weggehört, normalisiert und weggeschaut haben, dass konsequentes Weiter-Verharmlosen der einzige mögliche Fluchtweg vor dem Eingestehen der eigenen Feigheit ist. . Jeder ist den AfD-lern schon begegnet! Das macht das Thema, wie man gesellschaftlich mit der AfD umgeht, zu einem sehr persönlichen und keinem rein theoretischen. Spielt man das Problem konsequent herunter, hat man bequemerweise auch keine Verantwortung. Weder für versäumtes Handeln noch für zukünftiges.
zum Beitrag21.08.2026 , 10:37 Uhr
Mit inkorrekter Semantik meine ich das Wort "Nazi". Korrekt heisst es "Neo- Nazi".
zum Beitrag21.08.2026 , 00:15 Uhr
Dieser Text ist ein Beispiel für eine Erinnerungskultur, die ad absurdum geführt wird: "Ich sehe vor meinem Fenster keinen Zeppelin, auf dem "Hindenburg" steht und Uniformen seh ich auch keine - Ergo, ist es kein Faschismus. Und Frau Knobloch, Sie als Holocaust- Überlebende tragen zur Verwässerung des Holocausts bei! Das erkläre ich Ihnen!"
Es ist absurd, die Erinnerungskultur als Scheuklappe anzuwenden, mit der 1. alles ausgeblendet wird, was nicht exakt dem selben Schema entspricht wie damals und 2. alles Leiden ignoriert wird wenn es noch nicht das Niveau von Gaskammern erreicht hat. 2023 fand eine Tagung mit AfD Mitgliedern statt, bei der ein Masterplan zur Remigration vorgestellt wurde. . Warum ist man mehr damit beschäftigt, den Holocaust als Gedenkheiligtum vor inkorrekter Semantik zu beschützen als Menschen im Hier und Jetzt?
zum Beitrag20.08.2026 , 22:51 Uhr
Und im Übrigen seh ich in dem Text ein Plädoyer für die als identitätspolitische Echokammer verspotteten Räume. Wenn der verhetzte Mensch seine Umgebung zu seinem Produkt machen will, folgt doch nur logischerweise, dass diejenigen, die sich der ideologisch durchseuchten Umwelt entziehen wollen.. in ihre FLINTA* spaces zurückziehen zum Beispiel, um ihren Verstand zu bewahren. Hätte es die damals gegeben, wären die Autor:innen von damals evtl da unterwegs gewesen statt sich in die innere Emigration zu begeben.
zum Beitrag20.08.2026 , 21:36 Uhr
Die Lösung vor 10 Jahren wäre gewesen: Ganz klar Grenzen bei menschenfeindlichem Humor aufzeigen, um eine stille Normalisierung zu verhindern. Warum ist das wichtig? Weil dieser dauer-provozierende, sadistische Humor, den es damals schon gab und der heute Afd- szenetypisch ist, das Instrument der rechten Landgewinnung war, mit dem ständig gemessen wurde, wie die Temperatur im Umfeld bei bestimmten Themen steht und wie weit man gehen kann.
Ich erinnere allerdings daran, dass vor ca 10 Jahren wenige das Problem sehen wollten. Es galt als ungemein unziemlich, jemanden als rassistisch zu bezeichnen, der mit solchen Dauerprovokationen auffiel.
“Ach der X ist halt der X” “Der meint das nicht so” “Der macht nur Spass” Eher wurde man damals zurechtgewiesen, mit der “Nazikeule” die kollektive Bräsigkeit zu stören, als dass den Provokateuren Grenzen gesetzt wurden. Die Quittung haben wir nun. Der AfD- Humor war keine Randerscheinung, er war bestens integriert. Sonst wären wir heute nicht hier. Das Problem wird zu sehr als Ossi und Unterschichten-Phänomen exotisiert, damit man nicht darüber sprechen muss, wie konform diese Ansichten in westdeutschen, akademischen Kreisen sind
zum Beitrag19.08.2026 , 19:20 Uhr
Anstatt reaktiv krisenbegleitend zu berichten, wäre es besser, den aktuellen Forschungsstand zum Klimawandel vermitteln. Sonst geht der Fokus aufs Wesentliche unter. D.h. Studien durchforsten, Risikoanalysen aus der aktuellen Fachliteratur lesen, mit Experten besprechen, die Ergebnisse an die Öffentlichkeit vermitteln. Welche Folgen treten laut Prognosen bei 2 Grad und welche bei 3 Grad ein? Seit 2015 ist übrigens zu sehen, dass die Erderwärmung schneller voran geht. ( Quelle: Tagesschau) Einberechnet in die Modelle sind noch nicht die Folgen der aktuellen Kriege aufs Klima. . In einer Risikoanalyse der Uni Essex z. B. wird in der Tabelle (Appendix 1) aufgeschlüsselt, was wahrscheinlich bei 3 Grad eintritt. actuaries.org.uk/m...etary-solvency.pdf
zum Beitrag19.08.2026 , 17:06 Uhr
Ich würde mir wünschen, dass die Medien bei dem Thema in die Tiefe gehen, anstatt reaktiv krisenbegleitend zu berichten. D.h. Risikoanalysen aus der aktuellen Fachliteratur einholen, mit Experten besprechen, die Ergebnisse an die Öffentlichkeit vermitteln. Welchen Temperaturanstieg sehen wir voraussichtlich 2030? - Welche Folgen treten dann konkret ein? Welche Folgen haben wir bei 2 Grad? Seit 2015 ist übrigens zu sehen, dass die Erderwärmung schneller voran geht. ( Quelle: Tagesschau) Einberechnet in die Modelle sind noch nicht die Folgen der aktuellen Kriege aufs Klima. . Die Versicherungsbranche beschäftigt sich schon lange mit diesen Fragen. Diese Studien sind auch mit Sicherheit der Regierung bekannt. In einer Risikoanalyse der Uni Essex z. B. wird in der Tabelle (Appendix 1) aufgeschlüsselt, was bei 3 Grad eintritt: 4 Milliarden Tote auf der Welt. Bei 2 Grad 2 Milliarden Tote. Die Analyse bewertet das beste Szenario ( Halten des momentanen Zustands bei 1.5 Grad) als unwahrscheinlich. Diese Lage sollte der Öffentlichkeit kommuniziert werden, damit zumindest alle den selben Info-Stand haben. actuaries.org.uk/m...etary-solvency.pdf
zum Beitrag18.08.2026 , 13:56 Uhr
Es gab die AfD- Anhänger auch schon vor der Gründung der AfD. Ich bin mit Leuten zur Schule gegangen, die exakt den selben Sprech drauf hatten wie Miriam Tanski oder die Abiturienten auf Sylt. Man hat dieses Phänomen einfach jahrzehntelang nicht wahrgenommen oder als pubertäre Rebellion verniedlicht, weil diese Leute nicht in die gängigen Erklärungsmuster passten. Jung, bürgerlich, (weiblich), rechtsextrem, westdeutsch, Abitur.
Das Medien- Establishment hat rechtsextreme Ansichten immer in der Unterschicht, bei den Alten und Abgehängten oder bei den Ostdeutschen verortet. Daher die "Überraschung" über diese vermeintlich "neue" Gruppe.
Das einzige, was sich geändert hat, ist dass diese Gruppe sich politisch formalisiert hat und daher sichtbarer wurde. Aber sie waren schon immer da.
zum Beitrag17.08.2026 , 01:44 Uhr
Mieten und Wohnen ist DAS soziale Thema schlechthin weil psychische Gesundheit und viele anderen sozialen Probleme indirekt damit verknüpft sind. Man braucht gar nicht erst halbherzig an hundert anderen kleinteiligen sozialen Baustellen herumschrauben, wenn man dieses existenzielle Problem nicht vorher entschärft.
Die im Text besprochene Umverteilung wird dadurch verschlimmert, dass internationale Immobilienkonzerne Panama-Papers-artige Strukturen der Steuerflucht nutzen. Dieses Kapital wird unentwegt aus der Stadt extrahiert, ohne ihr in angemessenen Steuern zugute zukommen. Diese Instrumente stehen Klein-Vermietern nicht zur Verfügung- das ist der Unterschied.
Diese Entmietungs- Strategien haben ausserdem System, das offensichtlich konzernübergreifend angewandt wird. Wie kommt das? Welcher Eigentümer steckt eigentlich hinter den von Herrn Diekmann beschriebenen Schlägertrupps der Arcadia Estates?
zum Beitrag16.08.2026 , 22:14 Uhr
"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. Wir zerbrechen uns darüber nicht den Kopf. Uns ist jedes gesetzliche Mittel recht, den Zustand von heute zu revolutionieren. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“"
Joseph Goebbels, 1928.
Man muss sich entscheiden, ob man ein Schaf sein will. Das brav die Tür auhält und ganz, ganz fest hofft, dass diejenigen nicht die bösen Absichten verfolgen, die sie schon angekündigt haben.
zum Beitrag16.08.2026 , 20:36 Uhr
Versprecher. Die Staatsanwaltschaft stellte damals fest, dass aufgrund der Korruptionsaffäre mindestens 25 Millionen Euro als Schaden des Landes Berlin verblieben. (Welt)
zum Beitrag16.08.2026 , 13:19 Uhr
Hier sollte man nachbohren, warum die SPD sich querstellt. Der Filz hat in der Berliner SPD offensichtlich langen Bestand: mauschelige Wahlkampffinanzierungen, anteilige Bezahlung der SPD Wahlkampfparty durch den Immobilieninvestor Roland Specker in den fruehen 2000ern. Unter Thilo Sarrazin und Strieder ( SPD) erhielt Roland Specker zweistellige Milliarden- Zuschüsse in der Tempodrom- Affäre, die sich so weit ausweitete, dass die Staatsanwaltschaft ermittelte. ( Quelle: www.spiegel.de/pol...uck-a-292806.html)
Man kann davon ausgehen, dass die Verbindungen von Wirtschaft und Politik Kontinuität haben.
zum Beitrag14.08.2026 , 14:17 Uhr
Das ist der Stand heute bei 1,5 Grad Erwärmung über vorindustriellem Niveau. In den nächsten 25 Jahren steuern wir auf + 3 Grad zu. ( Quelle: Tagesschau)
Wissenschaftler haben bei Naturkatastrophen und Unfällen ein paradoxes menschliches Verhalten, die Normalitätsillusion (normalcy bias) beobachtet. Anders als in Filmen dargestellt, handeln 70-80% der Bevölkerung bei Flugzeug- Crash- Landungen NICHT, wie man es den Umständen entsprechend erwarten würde. Sie bleiben mehrheitlich sitzen, obwohl die Flammen sichtbar näher kommen oder folgen alltäglichen Routinen im Angesicht der Katastrophe und bringen sich dadurch in Lebensgefahr. Im Englischen wird dieses paradoxe Festhalten am Gewohnten bis in den Untergang mit dem Spruch "die Liegestühle auf der Titanic neu anordnen" benannt. Verantwortlich dafür ist der Glaubenssatz “Mir passiert schon nichts”. Demzufolge neigt die Mehrheit dazu, bei nie dagewesene Katastrophen die Warnungen immer als "alarmistisch" und "hysterisch" einzuschätzen.
Dieser bekannte Effekt sollte im Hinblick auf die Klimakrise (und andere Krisen) bedacht werden:
en.wikipedia.org/wiki/Normalcy_bias
zum Beitrag09.08.2026 , 17:34 Uhr
Alle Schlagzeilen, die ich zum Thema gesehen habe, lassen das Wesentliche aus, das erst ab ca. der Mitte der Meldungen erwähnt wird. Es sollte eigentlich heißen: "CDU Politiker verursachte Auto-Unfall auf Drogen - 3 Schwerverletzte noch im Krankenhaus"
Stattdessen heißt es: "CDU Politiker Bareiß schwer verletzt" (SWR)
Dieses Framing ist auffällig empathisch gegenüber dem Unfall-Verursacher und banalisiert die Konsequenzen.
Der Unfallhergang wirft zudem weitere Fragen auf. Offensichtlich soll Bareiß auf der falschen Fahrspur gefahren sein.
zum Beitrag07.08.2026 , 19:43 Uhr
Das naiv-kindliche fällt mir bei den AfD Kommentaren auch auf, wobei ich es eher maliziöse gespielte Unschuld nennen würde.
“Och man wird doch wohl noch Remigration fordern dürfen, ohne gleich rechtsextrem gennant zu werden? 😊 ”.... “Hmm man wird doch wohl die Demokratie abschaffen dürfen .. ist doch ganz normal in einer Demokratie? 🤷♀️ ”
Ekelhaft.
Trump verkörpert auch diese seltsame Mischung aus kindlichem “Charme” (ich nenn es so in Ermangelung eines besseren Begriffs) und Sadismus, der anscheinend von manchen nicht wahrgenommen wurde weil das Naiv-Kindliche diese verharmlosende Wirkung hat.
Wie ein anderer Kommentar schon angemerkt hat, ist es schwer in einer Kultur, die sich sehr übers Materielle definiert, die tiefe Unzufriedenheit mit mehr “Dingen” zu lösen. Die Kultur müsste sich ändern. Erich Fromm hat Gesellschaften, die faschistisch werden u.a. in “Wege aus der kranken Gesellschaft” beschrieben, auch den Sadismus, der aus einem sinnentleerten Leben mit wenig erfüllenden Abläufen entsteht. Ich erkenne vieles von seiner Gesellschaftsbeschreibung aktuell wieder.
zum Beitrag07.08.2026 , 00:35 Uhr
Die medialen Themenwochen “islamistischer Gefährder- wie bedroht sind wir wirklich” und die ganze Diskussion um "Sicherheit" ist scheinheilig und willkürlich.
Jeden Tag passiert ein Femizid. Jeden Tag wird eine Frau von einem Mann in Deutschland umgebracht. Von sexueller Gewalt, Vergewaltigung, sexueller Gewalt an Kindern, Stalking, digitaler Gewalt, häuslicher Gewalt, die von Männern verübt wird, ganz zu schweigen.
Im Anbetracht dieses "ganz normalen" Terrors, medial kaum beachtet, weil er in der Mitte der Gesellschaft sehr “akzeptiert” ist und von ihr ausgeht, halte ich die Islam- Terror-Ängste für überzogen.
Und nein, die Täter kommen aus allen Gesellschaftsschichten, so sehr manche wieder sich bemühen, das Thema allein auf migrantische Communities und die “Unterschicht” zu externalisieren, um das Image der deutschen Mittelschicht möglichst rein zu halten.
zum Beitrag06.08.2026 , 19:08 Uhr
Es ist nicht rational.
Die Themen sind austauschbar.
Ich erinnere, dass vor ca 15 Jahren Onkel Ernst seine wutschäumenden Anfälle zum Stichwort "Griechenland" hatte und den Austritt aus dem Euro- Raum wollte.
Schnee von gestern.
Das Thema Griechenland ist nahtlos ausgetauscht worden mit "Ukraine", Flüchtlinge usw.
Geht man zurück in die Geschichte, findet sich die selbe Rhetorik vom "Parasiten", der sich am Volkspelz des aufrichtigen deutschen Michels labt, mit dem die Nazis Hass auf Juden und Minderheiten schürten.
Die Erzählung bleibt, die Protagonisten werden ausgetauscht.
zum Beitrag06.08.2026 , 15:46 Uhr
Richtig. Man sieht es hier in den Kommentaren, die AfD- Wähler und - Versteher wollen eine Partei wählen, die Remigration im Programm hat, schreien aber laut und beleidigt, dass man sie auf gar keinen Fall rechtsextrem nennen darf.
zum Beitrag06.08.2026 , 15:30 Uhr
Ist China schuld an der deutschen Wirtschaftskrise?
Wettbewerb ist anscheinend nur so lange super, bis man verliert. Dann klagt man, dass das Spiel nicht fair ist. Ein Schuldiger muss wieder reflexhaft her..
Es gab vor 15 Jahren schon Warnungen, dass die deutsche Autoindustrie mit den Innovationen im Ausland nicht mithalten kann und ins Hintertreffen gerät. Was hat man gespottet über die chinesische und amerikanische Konkurrenz. Und diejenigen ausgelacht, die schon damals anfingen, ihre Aktien umzuschichten.
Die Schuld an einem vagen Gefühl, dass Deutschland sich "abschafft" gab man lieber Schülern aus Neukölln, denen man zu Verstehen gab, dass sie im "Land der Tüchtigen und Fleissigen" nichts verloren haben. Nun sind die Tüchtigen, Innovativen und Fleissigen andere. So schnell kann sich das Blatt wenden. Nun schreit man panisch nach Rettungs- Subventionen und Schutzzöllen, um sich an den bröselnden Titel Exportweltmeister zu klammern. Schon ist ein neuer Schuldiger für die Misere gefunden: der “Chinese”, der ein falsches Spiel namens Wettbewerb betreibt.
Aber immerhin sind wir Fussballweltmeister 2026. Den Titel lassen wir uns nicht nehmen.
zum Beitrag06.08.2026 , 03:48 Uhr
Es geht nicht um Migration.
Die Feindbilder wechseln, die ewige Unzufriedenheit bleibt, aber hinterher will sich keiner mehr erinnern!
In den frühen 2010er Jahren bis 2015, dem Zeitraum, in dem die AfD gegründet wurde, war das Feindbild Nr.1, bei dem den Deutschen der Schaum vorm Mund stand, der "Pleite-Grieche". Mittlerweile längst vergessen und abgelöst vom "Flüchtling", der die Sündenbock-Rolle übernommen hat. Davor war es jahrelang das "Kopftuchmädchen".
Die Unzufriedenheit und der Wunsch, andere dafür büssen zu lassen, ist die ewige Konstante. Die Hassbilder und Sündenböcke wechseln. Mal Juden, Gastarbeiter, der Hartz4- Bezieher, südeuropäische Euro- Staaten wie Griechenland, usw.
Nachher will es wie immer keiner mehr wissen oder gewesen sein, es gibt längst neue Sündenböcke.
zum Beitrag06.08.2026 , 01:20 Uhr
Den Eindruck haben nicht nur Sie: Laut einer Studie der Michigan State University weist Deutschland weltweit das höchste Maß an Narzissmus auf. www.sciencefocus.c...rld-study-suggests
Mein Eindruck ist, dass in einer narzisstisch geprägten Gesellschaft, die sehr statusbedacht und materialistisch sowie seelisch, emotional und kulturell verarmt ist, Neid- und Missgunstdebatten bestimmend werden. Diese Debatten kreisen nicht mal um materielle Güter, sondern immaterielle und vermutete Vorteile.
Dadurch entsteht das Paradox, dass das Leben sehr belastend und wenig zufriedenstellend ist trotz des Wohlstands, der Sicherheit (im Vergleich zu anderen Ländern) und des allgemein sehr hohen Lebensstandards.
Das Missgunst-Thema kann man sehr gut an den Kommentaren von AfD Wählern sehen, die einer anderen Gruppe etwas nicht gönnen - seien es "Grossstädter", "Vereine, die Kulturförderung erhalten", "Entwicklungshilfe, die in andere Länder fliesst, nicht an uns", etc.
Echte Probleme sehen anders aus aber ich leugne absolut nicht, dass es Leidensdruck gibt, der durch die Kultur bedingt ist.
zum Beitrag05.08.2026 , 19:40 Uhr
Zeit, nach Schwaben zu ziehen, wenn Sie das Stadtbild in Berlin so stört?
zum Beitrag05.08.2026 , 19:10 Uhr
"Die trauen sich jetzt nicht, weil sie keine Partei außerhalb des demokratischen Spektrums wählen wollen."
Das wissen Sie, weil Sie in die Köpfe der Wähler bei der geheimen Wahl schauen können?
Wer AfD wählen will, wählt sie. Das Argument, dass man es sich momentan noch nicht "traut" allein, in der Wahlkabine, das Kreuz bei der AfD zu machen, halte ich für Gerede.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:57 Uhr
An anderer Stelle hat jemand die Merz Koalition als Beihelfer bezeichnet, die die Brandbeschleuniger bereitstellen.
Ich sehe das auch so. In Bayern werden Millionen in eine neue Abschiebe- Infrastruktur investiert. Für wen?
Ich habe den Eindruck, dass die Werkzeuge für die AfD Politik schon mal vorbereitet werden.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:32 Uhr
Nennen Sie's gerne "Hysterie", aber wir werden uns kein weiteres Jahrzehnt leisten können, in dem die Klimakrise ignoriert wird.
zum Beitrag05.08.2026 , 18:24 Uhr
Warum machen Sie sich da jetzt schon in die Hose?! Dann wird man ein neues Verfahren starten. Und noch eins. Das wird die erstmal beschäftigen. Mit allen Mitteln der Bürokratie sollte man die terrorisieren, bis immer mehr Zeit und Ressourcen abschmelzen, um immer wieder von vorn anzufangen.
zum Beitrag05.08.2026 , 15:17 Uhr
Wie instrumentalisieren AfD-ler die Argumente der Frankfurter Schule? Beispiele würden mich interessieren, ich habe es nicht mitbekommen.
zum Beitrag05.08.2026 , 14:40 Uhr
Diese Debatte, die seit ca 10 Jahren geführt wird, verdrängt wichtigere Themen wie Mieten aus den Medien.
Vor 10 Jahren wurden die Risiken des Selbstbestimmungsgesetzes bereits benannt, die Folgen sind eingetreten.
Taub stellen und ohne Eingehen auf die eingetretenen Fälle die ewig gleiche Position zu wiederholen, wirkt langsam so, als ob der Linken der Kulturkampf auch durchaus recht ist, um Inhaltsleere und Orientierungslosigkeit in drängenden Fragen zu überspielen.
zum Beitrag05.08.2026 , 14:08 Uhr
Wo bleibt die Präventivhaft- Diskussion bei Fällen wie Christian Ulmen, den Gisele Pelicot- Vergewaltigungsnetzwerken, den Epstein- Netzwerken und Täter- Chatgruppen mit Berliner Medizinern und Doktoranden?
Was dort gepostet und geplant wurde, inklusive der Beschaffung von Vergewaltigung-Drogen, ist Terrorismus an Frauen. An den Zustand haben wir uns aber gesellschaftlich so gewöhnt, dass wir gar nicht über Früh -Überwachung von Gefährdern reden. Stattdessen wird Betroffenheits - und Einzelfallrhetorik bemüht.
Was all diese Täternetzwerke, egal ob religiöser Terror oder die Frauenhass- Chatgruppen, in denen Christian Ulmen unterwegs war, gemeinsam haben, ist, dass die Täter immer männlich sind. Nicht alle Männer sind Täter, aber Täter sind 99% Männer.
Wenn wir schon von Prävention reden, dann sollten wir logischerweise den Kontroll-Blick insbesondere auf eine Geschlechtsgruppe richten und Gefährder früh identifizieren und unschädlich machen.
Seltsamerweise verstummt dann die Diskussion um präventive Massnahmen ganz schnell!
zum Beitrag05.08.2026 , 12:58 Uhr
Die AfD wird eine Kleptokratie nach US-Vorbild errichten. Wer denkt, dass die AfD eine gütige Robin Hood Partei ist, die den bösen Asylbewerbern nimmt und den guten Biodeutschen gibt, der wird ein hellblaues Wunder erleben.
Dazu braucht man keine Glaskugel- ein Blick in die USA reicht. Das sind wortwörtlich ! die selben Maga- Wahlkampfversprechen, die man von dort importiert und hier in der Mikrowelle aufwärmt.
zum Beitrag05.08.2026 , 12:26 Uhr
Danke, ich kann dieses ewige ängstliche Zaudern beim Thema AfD Verbot nicht mehr lesen! Wir haben die Erfahrung aus der deutschen Geschichte, wir sehen live wie sich der Gaunerstaat unter Trump entfaltet. Warum wird immer noch nicht verstanden, mit wem wir es zu tun haben? "Was ist, wenn es scheitert.. aber .. aber" - Immer noch besser als das gehorsame Schlafwandeln in die ungebremste Kleptokratie, die mit der AfD kommen wird.
"Hinterher, da ist sich Onkel Ernst jetzt schon sicher, wird er von allem nichts gewusst haben."
Ich würde nicht der Illusion verfallen, dass es ein besseres "hinterher" geben wird. Die Geschichte wiederholt sich nur teilweise und sie wird von den Siegern geschrieben. Damals haben die Siegermächte den Deutschen zur Einsicht verholfen. Diesmal, und damit rechnen die Internationalen Rechten, soll kein moralisches Korrektiv übrig bleiben.
Die Lage ist ernst!
Bitte das "gratitude journal" beiseite legen und aufwachen.
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