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27.05.2026 , 12:17 Uhr
Mit der schleichenden Ausbreitung von Selbsthilfe- Inhalten in der Schule und der Medienlandschaft finden wir uns an dem Punkt wieder, den Michel Foucault und Nicolas Rose mit “Healthism” und “Entrepreneur of the Self” bereits in den 70ern treffend vorausgesagt haben: Glück als neoliberales Selbstverwaltungs- Projekt, das jeder einzelne verantwortungsbewusst erzeugen kann, indem er Routinen befolgt und sich über Ernährung informiert.
Auch die AfD verspricht ihrer jugendlichen Klientel Orientierung: Mach Sport, engagiere dich in unserer Gemeinschaft, komm zu unseren Freizeit- und Teamsport-Angeboten. Disziplin, Ordnung und Routinen als Lebensrezept.
Ich habe nun wirklich nichts gegen Bewegung und gesunde Ernährung. Aber hier werden Bedienungsanleitungen fürs Leben ausgehändigt, die vermeintlich für Klarheit sorgen (“Befolge die Regeln und du musst die Zukunft nicht fürchten.”) und das Vakuum der politischen Ideenlosigkeit angesichts der Klimakrise stopfen sollen.
Dass die Lebensqualität und Freiräume für Kinder stark abgenommen haben, hat zudem viele und sehr konkrete Gründe, die Jugend-Soziologe Aladin El-Mafaalani identifiziert hat und die hingehend bekannt sind.
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