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17.08.2026 , 21:10 Uhr
Die Vorstellung, die Bundesrepublik werde nach einem AfD-Verbot zur alten Normalität grosser Koalitionen von SPD und CDU zurück kehren, ist reichlich naiv. Wenn rund 40% ihre Stimme nicht mehr abgeben dürfen, wird die Wahlbeteiligung auf deutlich unter 50% sinken. Ohne ausreichende Legitimität bliebe Regierungen nur die Wahl zwischen mangelnder Akzeptanz und Autorität, oder dem Wandel zum autoritären Regime. Und ich dachte, letzteres wollten wir unbedingt vermeiden.
zum Beitrag14.08.2026 , 14:19 Uhr
Extrem ist ein Zustand weitab von Norm und Mitte, während Extremismus laut Innenministerium und Bundeszentrale der politischen Bildung den demokratischen Verfassungsstaat und seine Normen ablehnt. Wenn nun Extreme zur Norm werden, und ich sehe diese Tendenz sowohl in der Akzeptanz der gewaltbereiten Linken, als auch im Erfolg der AfD, ist entweder der Verfassungsstaat nicht mehr demokratisch, oder er muss sich öffnen, um Extremisten wieder im Extremen zu verorten. Bisher hat niemand eine gute Lösung parat.
zum Beitrag14.08.2026 , 10:55 Uhr
Einen TÜV für Immobilienkonzerne, der bei fortgesetzten Mängeln in der Verwaltung und Instandhaltung die Vergesellschaftung anordnen kann, halte ich für sinnvoll. Der Wohnungsmangel lässt sich jedoch nur beheben, wenn es mehr Angebot als Nachfrage gibt. Dazu müsste entweder die demographische Entwicklung die Nachfrage senken, oder eine ausreichende Zahl neuer Wohnungen entstehen, oder eine staatliche Wohnraumbewirtschaftung könnte vorhandenen Wohnraum anders verteilen. Als nächste Steigerung dürfte gleich der Staat entscheiden, wer in welcher Stadt leben darf oder muss, demokratisch und ohne lästigen freien Wohnungsmarkt.
zum Beitrag14.08.2026 , 08:31 Uhr
Was sind schon noch 40 Milliarden? Eine zusätzliche Belastung mehr, die sich in Bund, Ländern und Kommunen zu etwas Unbezahlbarem addiert und deren Wirkung durch Inflation verpufft.
zum Beitrag12.08.2026 , 16:23 Uhr
Wenn Schulze ohne Wahl im Amt bliebe, wie er das ja allen Ernstes ankündigte, wäre es nur konsequent, im Landtag generell nicht mehr abzustimmen. Nach pragmatischer Demokratierettung klingt das alles nicht.
zum Beitrag11.08.2026 , 16:50 Uhr
Die Welt kann sich eine weitere Kontamination der ohnehin schon stark belasteten Ozeane nicht leisten. Quecksilber, Plastikmüll im gesamten Pazifik und Ölpesten sind im Ökosystem schlimmer, als die Auswirkungen der Erderwärmung. Dass es immer noch keine internationale Umweltschutzorganisation mit Zuständigkeit für havarierte Tanker gibt, ist ein unfassbares Versagen.
Das gesagt frage ich mich allerdings auch, was Handelssanktionen im Einzelfall bringen, wenn sie auf Kosten und im Risiko der Weltgemeinschaft umgangen werden? Ob Umweltkatastrophen wie jetzt mit der Caroline Bezengi nicht schlimmer sind, als der Handel mit russischem Öl?
zum Beitrag08.08.2026 , 10:41 Uhr
Als Reaktion auf vereinzelte Drohnenangriffe könnte Deutschland den Spannungsfall ausrufen mit Grundrechtseinschränkungen, Arbeitsdienst, Kapitalkontrollen, Wehrdienst und mehr. Es geht also nicht nur um allgemeine Verunsicherung.
Solange wir die Herkunft der Drohne nicht kennen, sollten wir uns mit Listen möglicher Verantwortlicher zurück halten. Und nicht so tun, als ob niemand außer Russland, Nordkorea, Iran und China in Frage käme. Denn meines Erachtens steht noch nicht einmal fest, ob es überhaupt ein staatlicher Akteur war. Auch den Nordstream-Vorfall, wo zunächst Russland die Schuld bekam und nun in eine völlig andere Richtung ermittelt wird, kann man ruhig im Hinterkopf behalten.
zum Beitrag07.08.2026 , 17:33 Uhr
Jeder Artikel über die AfD ist Publicity für die AfD. Und bringt ihr Stimmen, möchte man meinen. Auch Trump wusste im Wahlkampf die negative Presse für sich zu nutzen. Es gibt sie, die Wähler, die Politiker allein deshalb für gut halten, weil die Linke sie schlecht findet. Mit Blick auf die Medienlandschaft scheint es fast wichtiger, was eine Opposition vielleicht einmal ändern könnte, als was die gegenwärtige Regierung tut oder unterlässt. Diese Schieflage kann auf Dauer nicht gesund sein.
zum Beitrag07.08.2026 , 17:10 Uhr
Warum hat Lina E. ihre Aussage nicht einfach gescholzt, also vorgegeben, sich nicht zu erinnern? Läuft genauso auf eine Aussageverweigerung hinaus, nur im Zusammenhang einer Gerichtsverhandlung eben weit weniger provokant.
zum Beitrag25.07.2026 , 14:15 Uhr
Beamte, die nur in Bezug auf ihren Ermessensspielraum großzügig entscheiden, gibt's beispielsweise auch in Finanzämtern. Deutschland hat immer noch Probleme mit Obrigkeitshörigkeit.
Davon abgesehen, diskutieren wir über 'No Countries, no Borders'. Allgemeine Freizügigkeit ist ein Menschenrecht. Leider lässt es sich global nur auf Gegenseitigkeit umsetzen, die es für Deutsche außerhalb der EU fast nirgendwo gibt. Schnell gegoogelt, bietet beispielsweise Sierra Leone keine Standard-Resident-Visa an.
Bereits die Forderung 'No Countries, no Borders' impliziert eine Huhn-und-Ei-Problematik. So können Sozialleistungen des deutschen Staates, mit wenigen Ausnahmen, nur innerhalb seiner Grenzen gewährt werden. Oder es gibt nur so viele Wohnungen, wie sie auf begrenztem Bauland existieren. Und nimmt die Weltbevölkerung zu, braucht es insgesamt mehr Wohnungen. Kein Land kann das allein bewerkstelligen.
zum Beitrag16.07.2026 , 20:21 Uhr
Ich erkenne bei Marla-Svenja nicht nur rechtsradikale, sondern auch psychopathische Tendenzen. Die Frage, wie man Missbrauch des SBGG verhindert, kann ich leider nicht beantworten. Es sei denn, beim Gesetzestext wird nachgebessert.
zum Beitrag08.07.2026 , 21:18 Uhr
Der Iran hat nicht nur strategisch gewonnen, sondern auch noch die Verletzlichkeit der US-Flotte bewiesen. Die USA mussten ihren Flugzeugträger außerhalb der Reichweite iranischer Raketen zurückziehen, mutmaßlich schwer beschädigt. Jede Wette, dass die Kriegsspielplaner im Pentagon nun wesentlich weniger optimistisch sind, was einen möglichen Krieg um Taiwan anbelangt.
zum Beitrag08.07.2026 , 14:02 Uhr
Krieg wird in nicht allzu ferner Zukunft robotisch geführt, was Diskussionen über Truppenstärken obsolet macht. So ist beispielsweise die Front der Ukraine trotz ihrer personellen Unterlegenheit erstaunlich stabil. Für Russland macht es deswegen kaum noch einen Unterschied, ob NATO-Staaten direkt in den Konflikt involviert sind und Truppen in die Ukraine schicken, oder nur alle verfügbaren Drohnen und sonstigen Kampfroboter an die Ukraine liefern. Damit ist jedoch die Abschreckung der NATO vor direkten Angriffen auf ihr Territorium infrage gestellt.
Außerdem ist eine kollektive Antwort der NATO keineswegs eine Gewissheit, wenn es zu Drohnenschlägen auf kritische Infrastruktur kommt, die Russland gegebenenfalls verleugnen, oder als Fehlfunktionen ukrainischer Langstreckendrohnen darstellen kann. Deutschland würde vielleicht für sich allein den Spannungsfall ausrufen, welcher drastische Auswirkungen auf den Alltag in Deutschland hätte, ohne in Russland viel zu bewirken.
zum Beitrag08.07.2026 , 13:22 Uhr
Wenn Wikinger ein Marketing-Gag sind, gibt es dann die Nationen Island, Norwegen, Schweden und Dänemark? Oder Apple, Microsoft, Google und Meta? Anfassen kann man die alle nicht, solche Entitäten sind nur imaginiert. Harari sagt, genau die Massenpsychose norwegischer Fans, sich also kollektiv in den Dienst frei erfundener Identitätsstifter zu stellen, mache uns Menschen aus.
Guter Witz mit Wikipedia :D
zum Beitrag08.07.2026 , 12:48 Uhr
Celeste Amarilla gehört zur Spezies der sehr dummen Politiker, deren Pöbeleien auch in Paraguay inakzeptabel sind.
Was das Fußballspiel anbelangt, ist mir allerdings auch Mbappés sonderbares Verhalten aufgefallen, indem er paraguayische Gegenspieler zu verspotten schien, angeblich dem Torwart Orlando Gill den Handschlag verweigerte und anschließend im Interview damit prahlte, Frankreich könne auch dreckigen Fußball spielen und sei darin sogar besser als Paraguay. Selbst wenn er Weltmeister wird, dürften Produkte, für die Mbappé wirbt, in Paraguay künftig negativ konnotiert sein.
zum Beitrag07.07.2026 , 17:53 Uhr
Auch bei UvdLs Domainsperre, die ihr damals den Spitznamen Zensursula eintrug, war es Kinderpornographie, die angeblich aus dem Internet zu löschen sei. Jetzt ist es beispielsweise die Russenpresse, deren Nameservice bei deutschen Providern auf diesem Wege ausgeschaltet wird. Soll doch die EU wenigstens ehrlich sein, dass es ihr um allgemeine Kontrolle und Zensur privater Chats geht.
zum Beitrag07.07.2026 , 16:04 Uhr
Geht es nicht um die Frage, ob ein freier Wohnungsmarkt, oder Staat und "demokratische Wohngesellschaften" entscheiden, wer in welcher Stadt leben darf oder muss? Die Vergesellschaftung von ein paar tausend Wohnungen wird, sofern diese nicht vorher leer standen, am Wohnungsmangel nichts ändern können.
zum Beitrag07.07.2026 , 01:50 Uhr
Wäre bei uns auch keine Petitesse, wenn wir morgen im Spannungsfall aufwachten.
zum Beitrag05.07.2026 , 23:52 Uhr
Trump beschwört den Ruhm des amerikanischen Militärs und verteufelt den Kommunismus nur nebenbei. Kommunisten glaubten nicht an Gott, so Trump, obwohl sich die erste Gemeinde der Apostelgeschichte bekanntlich als Kommune organisierte. Zeitnah zur zweiten Ansage, der Kommunismus bekäme in Amerika nie eine Chance, durften die Feindbilder Russland und China nicht fehlen. Mit einer neuen McCarthy-Ära, also der Eindämmung eines ideologischen Gegners im Rahmen eines kalten Krieges, wären wir noch besser bedient als dem heissen Krieg gegen China und Russland, auf den es, so fürchte ich, hinauslaufen wird.
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