Profil-Einstellungen
Login Kommune
Hier könnten Ihre Kommentare stehen
Herzlich willkommen.
Auch Sie haben eine Stimme und auch die soll gehört und gelesen werden.
Hier werden alle Kommentare gesammelt, die Sie verfassen. Außerdem können Sie Kontaktmöglichkeiten hinterlegen und sich präsentieren.
Wir freuen uns, wenn Sie die taz.kommune mit Ihren klugen Gedanken bereichern.
Viel Freude beim Lesen & Schreiben.
meine Kommentare
22.09.2026 , 21:16 Uhr
Wir sind das erste Industrieland, das alle seine Kernkraftwerke ausschaltet und gleichzeitig Kohlekraftwerke außer Betrieb nimmt, um dann neue Gaskraftwerke zu bauen, die bis 2045 allesamt wieder vom Netz gehen müssen.
Früher waren wir das Land der Erfindungen. Zugegeben schon lange her.
zum Beitrag21.09.2026 , 20:21 Uhr
Warum sollen immer wir Deutschen mit neuen Ideen voran gehen? Können wir nicht abwarten, bis andere Staaten ein Wahlrecht für alle einführen und von ihren Erfahrungen profitieren?
Weil wir in den vergangenen Jahren verhältnismäßig offen waren und viele Migranten aufgenommen haben, gibt es besonders viele Einwohner ohne Wahlrecht. Daraus aber eine Bringschuld der Deutschen zu konstruieren, halte ich für verfehlt. Wenn Ausländerwahlrecht sich international etablierte, wäre es was anderes. In diesem Falle sollten wir nachziehen.
zum Beitrag21.09.2026 , 18:05 Uhr
Dann können AfD-Mitglieder so rechtsradikal sein, wie sie wollen, solange das Parteiprogramm gemäßigt bleibt.
zum Beitrag21.09.2026 , 16:53 Uhr
Enteignungen ohne Entschädigung sind mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Aber ist es nicht genau dies, was sich viele bei der Linken mutmaßlich wünschen? Also mit dem Sieg für die Demokratie bin ich mir nicht so sicher.
zum Beitrag21.09.2026 , 16:46 Uhr
Ich dachte, keine Koalition ohne Enteignungen? Damit bleibt nur noch schwarz-rot-grün, also den Farben von Kenia, Libyen oder Afghanistan? Nicht einmal einen Mietendeckel gäbe es dann, sondern weiter so mit Mietspiegel und Zweckentfremdungsverbot.
zum Beitrag20.09.2026 , 18:36 Uhr
Priscille kam am 22. Mai, einem Freitagabend, in die Klinik. Innerhalb von 30 Minuten soll dann laut Gesetz ein Richter gefunden werden, der eine darüber hinausgehende Fixierung genehmigt? Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies im Klinikalltag realistisch ist.
zum Beitrag19.09.2026 , 16:16 Uhr
Klär mich bitte einer auf: wer steckt hinter der grossen christlichen Allianz zur Wiederherstellung der patriarchalen Ordnung? Die AfD? Die fällt mit vielem auf, aber eigentlich nicht christlichem Fundamentalismus.
zum Beitrag18.09.2026 , 17:29 Uhr
Können Sie ein Gegenbeispiel aus der jüngeren Geschichte nennen, wo eine kriegsführende Partei ausschließlich militärische Ziele angegriffen hat? Und sagen Sie nicht, die Ukraine, denn deren Drohnenschläge treffen Raffinerien, Wildberries (russisches Amazon) und Wohnhäuser tief im russischen Hinterland. Kürzlich gab es auch Drohungen gegen die zivile Luftfahrt über Russland.
So richtig und wichtig es ist, Kriegsverbrechen anzuprangern, klingen Auflistungen ziviler Ziele schnell so, als ob es den guten, gerechten Krieg gäbe, der nur das gegnerische Militär vernichtet, dessen Soldaten allesamt den Tod verdient haben.
zum Beitrag18.09.2026 , 16:29 Uhr
Bei der kanadischen Fixierung auf Vimy Ridge muss ich immer an Hill 364 aus Big Lebowski denken. Einen Hügel an der Westfront, den kanadische Truppen im Ersten Weltkrieg einnahmen und der sogar in die Unterlagen zum Einbürgerungstest eingegangen ist. Zusammen mit Poppies in Flanders Fields, wobei es mit das Schlimmste ist, was man einem Kanadier oder Briten sagen kann, dass die Opiumblüten, die sie sich an die Mäntel heften, eigentlich Drogensymbole sind.
Das Zweitschlimmste für Kanadier ist dann die Feststellung, wie teuer die 5000 km lange Grenze zu den USA ist, wenn man ein eigenes Strassen-, Telekommunikations-, Elektrizitäts- und Handelsnetz hinzu rechnet. Und für die Frage, warum es zwischen den USA und Kanada keine Übereinkunft zur Freizügigkeit wie innerhalb der EU geben kann, bürgern sie einen glatt aus. Sie sind nämlich überaus nachtragend, was man schon im 200 Jahre alten Zwist zwischen Quebec und den Anglos bestätigt findet.
Kurzum, die Kanadier sind etwas sonderbar und ich glaube nicht, dass die Ehe mit der EU eine glückliche würde, so sie denn zustande käme. Denn nichts ist ihnen wichtiger als ihre Unabhängigkeit, und auch Brüssel würden sie nichts vergeben.
zum Beitrag18.09.2026 , 00:00 Uhr
Ich habe keinen Fernseher und informiere mich nicht über den ÖRR, schon weil es ihm an der Ausgewogenheit fehlt, für die das Gebührenmodell in den Anfangsjahren der Bundesrepublik einmal gedacht war. Warum sollte ich also Gebühren zahlen für ein Angebot, das ich nicht nutze, wenn nicht aus Zwang?
Wer das Wort Zwangsgebühren nicht mag, sollte sie auf freiwilliger Basis einziehen. Aber soviel Ehrlichkeit wäre wohl zuviel verlangt.
zum Beitrag17.09.2026 , 16:53 Uhr
Ein Grund für die steigende Mietquote mögen überteuerte Kaufpreise für Immobilien sein. Oder aber die Preisregulation am Mietenmarkt. In Berlin beispielsweise entspricht der Kaufpreisverlust einer vermieteten Wohnung mit Bindung an den Mietspiegel etwa 20 Jahren Mieteinkünften. Wenn ich also als Vermieter eine Wohnung leer stehen habe, bin ich gut beraten, sie schleunigst an einen Selbstnutzer zu verkaufen, denn mir bleiben nur 3 Monate, bis mich das Wohnamt wegen verbotenen Leerstands sanktioniert, oder aber ich die Wohnung zu den sehr ungünstigen Konditionen des Mietspiegels neu vermieten muss. Anders gesehen ist es finanziell gesehen klüger, eine Wohnung zum Mietspiegel zu mieten und sein Geld vielleicht an der Börse anzulegen, als eine überteuerte zu kaufen.
zum Beitrag17.09.2026 , 16:30 Uhr
Nennen Sie es anekdotische Evidenz für acab. Irgend etwas an meinem Äußeren und / oder meinem Gepäck hat die Streife getriggert und ich bin in einer Personenkontrolle vorher wirklich noch nie gefragt worden: "Na von wo sind SIE denn heute angereist!?" Und sollte sonst schon mal jemand am Bahnhof seine Flugtickets vorzeigen? Welche andere Erklärung gäbe es denn für dieses sonderbare Polizeiverhalten, wenn nicht Repressalien gegen Obdachlose?
zum Beitrag16.09.2026 , 03:36 Uhr
Etwas off topic, aber zum draussen essen kann ich was beitragen. Als ich letztens am Flughafen Frankfurt ankam und noch eine Stunde auf den gebuchten Zug nach Berlin warten musste, bin ich, statt in die überteuert wie schlechten Flughafenrestaurants, ins Tiefgeschoss in den Lebensmittelladen, mir eine Brotzeit zu besorgen. Die habe ich dann am Fernbahnhof auf einer Sitzbank ausgepackt und die Polizei hat sich sofort auf mich gestürzt.
Ich vermute, sie hielten mich für obdachlos, denn sie verlangten bei der Personenkontrolle einen Nachweis, von wo ich angereist wäre.
Fazit: acab. Als Obdachloser darf man offenbar nicht am Flughafen Fernbahnhof rumlungern, die Bullen assoziieren Brotzeiten auf Bahnhofsbänken mit Wohnungslosigkeit und wissen nicht, dass Reisetaschen aus Zeltplanen genäht, die unter den Sitz passen, die Wunderwaffe für Fernreisen nur mit Handgepäck sind :D
Als Obdachloser hat man's wirklich nicht leicht. Nicht nur, dass preiswertes Essen sich auf kalte Küche beschränkt, sondern man wird von unseren Ordnungshütern obendrein grundlos belästigt.
zum Beitrag16.09.2026 , 00:12 Uhr
Wenn aber 85 Millionen Deutsche alle in Berlin leben möchten, müssen sie durch unerschwingliche Preise abgeschreckt werden. Alternativ könnten staatlich verordnete Zuzugsbeschränkungen die Nachfrage unterdrücken. Ich schreibe das nicht, weil ich den zweiten Lösungsweg bevorzuge; im Gegenteil. Die Idee der Vergesellschaftung, wenn sie nicht auf besonders problematische Marktteilnehmer beschränkt bleibt, sehe ich als einen Mittelweg, der billige Wohnungen zum Privileg macht.
zum Beitrag15.09.2026 , 23:55 Uhr
Die sogenannten Übergewinne dürften aus unerlaubten Preisabsprachen von Mineralölkonzernen resultieren. Was macht eigentlich das Bundeskartellamt dieser Tage?
Ansonsten wären Senkungen von Sprit- und CO2-Steuern der richtige Weg zu billigerem Benzin. Gesetzliche Preisdeckel hingegen sind viel zu unflexibel für den volatilen Spritmarkt und könnten lange Schlangen an den Tankstellen nach sich ziehen.
Preisdeckel sind generell nicht die Lösung für inflationäre Zeiten, sondern vielmehr wäre es die Aufgabe der EZB, die Leitzinsen entsprechend anzuheben und insbesondere den Ankauf von Staatsanleihen ausschließlich dem Finanzmarkt zu überlassen. Das würde kurzfristig einen schmerzlichen Einschnitt für eine langfristige wirtschaftliche Erholung bewirken.
zum Beitrag15.09.2026 , 17:06 Uhr
Dobrindts Grenzschließung Light ist ein populistisches Zugeständnis an die AfD, welches wegen seiner völligen Wirkungslosigkeit auch vom Koaltionspartner SPD geduldet wird.
zum Beitrag15.09.2026 , 16:45 Uhr
Zu wenig Angebot führt nur zu hohen Preisen, solange ein freier Wohnungsmarkt entscheidet, wer in welcher Stadt leben darf oder kann. Mit staatlichen Quoten wäre das Problem gelöst; ein vergesellschafteter Wohnungsbestand könnte das Problem zumindest für gut vernetzte Aktivisten entschärfen.
zum Beitrag15.09.2026 , 16:36 Uhr
Das Zweckentfremdungsverbot sanktioniert aber die Nutzung von Büros zu Wohnzwecken und macht flexible Ansätze unmöglich.
zum Beitrag15.09.2026 , 16:31 Uhr
Nein, denn spätestens ab dem Herbst 2015 hat das Schwungrad seinen Drehimpuls gesammelt. Migration, Covid, Energiewende, Deindustrialisierung und Krieg in Europa haben sich, zumindest in den Augen einer wachsenden Minderheit, zu einer Dauerkrise verdichtet. Die völlig verschlafene Rentenreform wird zudem sozialen Sprengstoff liefern, sobald die Boomer in Rente sind. Alles Probleme, die mit einem Verbot der AfD nicht einfach verschwinden.
zum Beitrag14.09.2026 , 22:44 Uhr
Remigration stand schon im 17 Jahrhundert für freiwillige Rückkehr ins Herkunftsland. Das militärische Gerät wird dafür natürlich nicht gebraucht, sondern für massenhafte Abschiebungen und Grenzsicherung. Ja, die AfD will diese, differenziert aber immerhin auch zur Remigration. Wir dargelegt, will sie eigentlich die Emigration ihr nicht genehmer Gruppen.
zum Beitrag14.09.2026 , 17:09 Uhr
Wäre es nicht besser, die Diskussion zu entdramatisieren und Begriffe entsprechend ihrer tatsächlichen, und nicht mutmaßlichen Bedeutung zu verwenden?
Migration ist ein modernes Wort für Völkerwanderung, bei der sich Menschen, die in der EU ankommen, in aller Regel freiwillig für Deutschland entscheiden. Remigration heißt, dorthin zurückzugehen, woher man kam, und impliziert Zwang, weil Migranten, die weiterziehen möchten, nicht generell eine Rückkehr in ihre alte Heimat vorschwebt. Diejenigen, die zurück in ihr Herkunftsland möchten, haben aber das Recht dazu und nur ein totalitärer Staat würde versuchen, es ihnen zu versagen. Deswegen bringt es uns nicht weiter, Remigration zum rechten Kampfbegriff zu machen.
Was die AfD eigentlich will, ist mehr Emigration, denn wo Menschen bleiben sollen, die sie in Deutschland nicht haben will, ist ihr wurscht. Der einfachste Weg zu mehr Emigration ist es, im eigenen Land für so schlechte Zustände zu sorgen, dass Menschen ein Eigeninteresse entwickeln, anderswo ihr Glück zu suchen. Am besten mit wirtschaftlicher Talfahrt und dem damit verbundenen Sozialabbau.
zum Beitrag14.09.2026 , 01:11 Uhr
Dem linken Lager werden in Berlin 49% prognostiziert, aber die Stimmung ist gedrückt. Welch Ironie, dass die Linke mit einem traditionell rechten Thema punktet, nämlich Antisemitismus, dabei aber obendrein zu linksradikal bleibt, um eine Koalition mit der SPD zu suchen. Kann aber auch Wahltaktik sein, denn das Versprechen, Berlin durch Enteignungen und Mietendeckel wieder bezahlbar zu machen, ist vollkommen unhaltbar. Selbst wenn die Maßnahmen als solche wirken, würden die Preistrends durch Zuzug aus dem übrigen Bundesgebiet sofort gedreht und Wohnungen erst recht zur Mangelware. Dann lieber die CDU weiterwursteln lassen!?
zum Beitrag14.09.2026 , 00:25 Uhr
Inkompetenz mit einem guten Schuss Korrumpiertheit, würde ich tippen. Die Mezzanine-Anleihen sind noch aus der Finanzkrise 2008 wohlbekannt und die Risiken können niemanden überrascht haben.
Was allerdings beim Zinsanstieg von 2022, der die Schieflage beförderte, gern totgeschwiegen wird ist der Zusammenhang mit dem "Einfrieren" russischer Bonds. Der Bondmarkt kennt keine Ausflüchte. Wenn ein Schuldner, und sei es Russland, nicht mehr bedient wird, ist das ein Zahlungsausfall und dieser wird von anderen Geldgebern mit der Forderung nach höheren Zinsen quittiert. Die Bonität des kollektiven Westens hat also gelitten und sein Finanzsystem insgesamt destabilisiert. Auch 2008 dauerte es nicht lange, bis das "Counterparty-Risiko" von Zockern wie Bear Stearns auf Lehman's und bald das gesamte Finanzsystem übersprang. Hoffen wir mal, dass dieser Kelch nun an uns vorüber geht.
zum Beitrag11.09.2026 , 22:46 Uhr
Hatten Sie schon einmal mit den Berliner Wohnämtern zu tun? Die verteilen nämlich saftige Strafen an alle, die ein einmal als Wohnraum genutztes Büro wieder zum Büro machen wollen. Natürlich nur, um Wohnraum zu schaffen.
zum Beitrag11.09.2026 , 22:42 Uhr
Ja, und der Bäcker hat die Sonntagsbrötchen jemand anderem weggenommen, wo sollten sie sonst herkommen :D
zum Beitrag11.09.2026 , 22:39 Uhr
Niedrigzinsen auf Staatsanleihen haben Investoren nach Rendite suchen lassen, beispielsweise in Immobilien. Je inflationärer die Notenbankpolitik, desto größer der Druck, das Geld in Sachwerte, sprich, Kapital zu verschieben und desto spekulativer der Finanzmarkt.
zum Beitrag11.09.2026 , 22:26 Uhr
Der Staat hat spekuliert, die Renten- und Krankenversicherung würden mit dem Pillenknick keine Probleme bekommen und sich schwer verzockt. Oder schlicht die absehbaren Probleme vor sich her geschoben, was ich noch schlimmer finde als unverantwortliche Risiken am Finanzmarkt.
zum Beitrag11.09.2026 , 13:18 Uhr
Finanzinvestment sollte an allgemeinbildenden Schulen unterrichtet und nicht "den Kapitalisten" überlassen werden. Die werden dann nämlich noch reicher und alle anderen ärmer. An der Steuerschraube kann auch nur noch gedreht werden, wenn es massive Wegzugsstrafen gibt, die wiederum den Zuzug beschränken und Investoren abschrecken. Aber ich gebe dem Autor recht, dass es in Deutschland genauso kommen wird, eigentlich sogar muss.
zum Beitrag11.09.2026 , 13:10 Uhr
Die EZB hat mit ihrer Zinspolitik, insbesondere dem direkten Ankauf von Staatsanleihem wesentlich dazu beigetragen, die Europäer zu Spekulanten zu machen. Wer sein Geld auf der Bank lässt, es in Lebensversicherungen oder Bundesobligationen anlegt, verliert garantiert. Breit gestreute Aktienfonds hingegen sind verhältnismäßig sicher.
zum Beitrag11.09.2026 , 12:39 Uhr
Vorhersagen sind schwierig, insbesondere zur Zukunft. Verfassungstechnisch wäre ein Verbot möglich und auch durchsetzbar, aber klug wäre es nicht.
Denn erstens sind die Projektionen zur Finanzlage des Bundes, der Kranken-, Pflege- und Rentenkassen alarmierend und könnten bei einem Scheitern der sozialen Sicherung plausibel zu inneren Konflikten führen. Solche Krisen meistert man besser mit Zusammenhalt und Konsens, und nicht, indem 40%+ ausgegrenzt werden.
Zweitens ist die Geschichte voller Beispiele multikultureller und multiethnischer Gesellschaften, die sich zerlegt haben. Manchmal auch friedlich, wie bei Tschechien und der Slowakei, wobei sich hier die Frage aufdrängt, warum überhaupt die Trennung bevorzugt wurde. Ansonsten fallen mir die indische Unabhängigkeit mit Zerfall in Indien und Pakistan, Yugoslavien oder Ruanda als neuzeitliche Ereignisse ein. Wer sowas vermeiden will, darf nicht spalten.
zum Beitrag11.09.2026 , 12:24 Uhr
Nur wer wollte sich allen Merzens Nachfolge antun? Die Rahmenbedingungen einer Koaltionsregierung, die sich nicht zu Reformen, sondern höchstens mehr Schulden durchringen kann, sind unverändert.
zum Beitrag10.09.2026 , 00:35 Uhr
Für den Wohnungsmarkt ist die Nettozuwanderung entscheidend. Rund 4 Millionen seit 2015, die natürlich den Wohnungsmangel in Großstädten verschärfen. Aber Sie haben recht, dass die Ausreisepflichtigen hier keine Wende bringen, selbst wenn man sie alle abschieben könnte.
zum Beitrag10.09.2026 , 00:04 Uhr
Sind Deportationsbefürworter immer Faschisten? Müsste man nicht mindestens differenzieren, unter welchen Umständen Menschen ausgewiesen werden? Ist die Ausreisepflicht gemäß aktuellem Bundesrecht rechtsradikal?
zum Beitrag09.09.2026 , 22:26 Uhr
Nehmen wir eine fiktive Partei, die sich offene Grenzen und unbegrenzte Migration wünscht. Und eine zweite fiktive Partei, die, wie Ingo Bernable es schreibt, 25 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund deportieren möchte und deswegen bei Wahlen besonders erfolgreich ist. Die Partei der offenen Grenzen könnte nun einen Kompromiss mit sich selbst eingehen, indem sie sich in ihrem Wahlprogramm für geregelte Migration mit Arbeitsvisa und eventuell Aufnahmeprogrammen für besonders Bedürftige einsetzt. Wer die Deportationspartei wählt, aber eigentlich mit geregelter Einwanderung auch zufrieden wäre, könnte so eventuell umgestimmt werden. Also kurzum politische Parteien den mutmaßlichen Wählerwillen ausloten und ihre Programme in geeigneter Weise danach ausrichten.
Aber ist das nicht das kleine 1x1 der parlamentarischen Demokratie?
zum Beitrag08.09.2026 , 15:54 Uhr
Das AfD-Verbot müsste, wie bei der KPD, auch Nachfolger verbieten. Wie sollte das gehen ohne eine Liste von AfD-Positionen, die klar als verfassungswidrig einzustufen sind? Was im Gutachten des Verfassungsschutzes zusammengetragen wurde, sind oft nur Äußerungen einzelner Mitglieder und betreffen nicht das Parteiprogramm.
Und was ist mit den möglichen Reaktionen von AfD-Wählern auf ein Verbot? Dass diese einfach wieder ihr Kreuzchen bei einer der Verbieter-Parteien machen werden, ist kaum zu erwarten. Eher schon sinkt die Wahlbeteiligung auf deutlich unter 50% und wer immer dann regiert, wird als weltfremder Spinner gelten. Viele einfache Handwerker, Industriearbeiter, Lastwagenfahrer könnten in den Bummelstreik treten oder einfach das Land verlassen. Im Jahre 1961 hat schon einmal jemand eine pragmatische Lösung gefunden für dieses Problem. Ich weiß nicht, ob wir uns dann nicht lieber mit der AfD auseinandersetzen und Kompromisse suchen.
zum Beitrag08.09.2026 , 15:28 Uhr
In ihrem anderen Kommentar schreiben Sie von der Euphorie der Eigengruppe. Die mag es auch bei Linken geben. Oder Vermietern, die sich an Einkünften freuen, wenig Verständnis für Mietdeckel aufbringen und diejenigen, die es sich nicht leisten können fragen, was sie noch in Berlin wollen. Allgemein mangelnde Empathie für die Nöte anderer.
zum Beitrag07.09.2026 , 12:59 Uhr
Ist Dänemark eine grimmige Diktatur? Dort war es nämlich möglich, mit pragmatischen Maßnahmen den dortigen Rechtsparteien den Wind aus den Segeln zu nehmen. Nicht durch Brandmauern und Verbote, sondern, indem sich die etablierten Parteien bewegt haben. Warum eigentlich geht das in Deutschland nicht, und warum ist das starre Festhalten an unpopulären Positionen besonders demokratisch?
Soll doch die AfD in Sachsen-Anhalt einmal zeigen, welche Versprechen sie umsetzen kann. Davon geht die Bundesrepublik nicht unter. Man erinnere sich hierzu an den Erfolg der FDP von 2009, von dem in der Regierung nichts blieb.
zum Beitrag06.09.2026 , 14:26 Uhr
Nehmen wir die alte Geschichte vom Samariter, der dem unter die Räuber gefallenen Fremden hilft. Er zahlt dem Wirt zwei Silberlinge für Unterbringung und Pflege und verspricht, später noch nachzuzahlen, sollten diese nicht reichen. Nächstenliebe wäre demnach nicht nur, Notleidenden dorthin weiterzuhelfen, wo es ihnen mutmaßlich gut gehen wird, sondern vielmehr selbst für ihren Unterhalt aufzukommen, sollten diese ihn selbst nicht bestreiten können.
zum Beitrag05.09.2026 , 16:39 Uhr
Auf die zentrale Frage der aktuellen Politik, wie nämlich der deutsche Sozialstaat bewahrt werden kann und das Leben für alle bezahlbar bleibt, hat die AfD keine überzeugende Antwort. Deswegen wird sie, sobald sie irgendwo an die Regierung käme, stark an Zustimmung verlieren.
Die Linke hat also beste Chancen, in Zukunft auch die Bundespolitik zu gestalten, weil der CDU kaum etwas anderes übrig bleiben wird, als eine für sie schädliche Zusammenarbeit. Der Sozialismus kehrt zurück, das ist doch klasse, oder?
zum Beitrag04.09.2026 , 20:48 Uhr
Und von der Ukraine bekanntlich noch nie Anschläge auf Energieinfrastruktur verübt wurden? Es bei Nordstream auch erst hieß, es seien die Russen gewesen? Ohne konkrete Belege sind Anschuldigungen kontraproduktiv.
zum Beitrag02.09.2026 , 13:52 Uhr
Ja, und Gorbatschow war allein schuldig, dass die Ukraine vor 35 Jahren unabhängig wurde? Ganz so einfach ist es nicht. Aber selbst wenn, geht es momentan um das sehr reale Risiko eines Dritten Weltkriegs, zu dem alle beitragen, die in diesem Konflikt eskalieren.
zum Beitrag02.09.2026 , 13:44 Uhr
Privilegierte können sich Strom zu 1€ / kWh und Sprit für 5€ leisten. Es muss wohl erst zu Rationierungen kommen, bis alle aufwachen. Selensky hat derweil den russischen Luftraum für vogelfrei erklärt. Nicht für die zivile Luftfahrt natürlich, sowas macht die Ukraine nicht, aber wegen der schieren Zahl der Drohnen werde es einfach zu eng. Naiv zu glauben, wir blieben wegen der NATO-Abschreckung dauerhaft verschont.
zum Beitrag02.09.2026 , 10:57 Uhr
Ich freue mich eher, wie friedlich und sicher es in Deutschland geblieben ist. Ukrainische Drohnen fliegen bis weit hinter Moskau, die Ukraine ist Kriegsgebiet und Millionen Menschen mussten fliehen. Der Iran wurde angegriffen, seine Gegenschläge verursachten schwere Schäden in den Emiraten. Spätestens, wenn wir Russland den Krieg erklären, wird es mit unserer Ruhe vorbei sein.
Nebenbei bemerkt gab es in der Sowjetunion rund 20 Millionen Opfer der deutschen Kriegsmaschine. Ob in den Grenzen der Ukraine von 1991, oder in Russland, deutsche Waffen töten nun Nachfahren der Überlebenden. Eigentlich hielte Deutschland sich besser zurück.
zum Beitrag02.09.2026 , 09:17 Uhr
Der Westen scheint Russland haushoch überlegen zu sein, was die Organisation von Drohnenschlägen anbelangt.
Nach Sibiren wurden ganze Lastwagenladungen von Kampfdrohnen geschmuggelt, die einen Teil der russischen strategischen Nuklearbomber außer Gefecht setzten. Russland schafft es im Gegenzug nur, Drohnen zu schicken, die mit Fußtritten außer Gefecht gesetzt werden können, oder einfach auf dem Feld direkt vorm Flughafen liegen bleiben.
Und wohlgemerkt ist Russland zusammen mit der Ukraine führend im Drohnenkrieg. Westliche Geheimdienste müssen ganze Arbeit leisten, das Einschmuggeln brauchbarer Kampfdrohnen so umfassend zu unterbinden.
zum Beitrag31.08.2026 , 09:24 Uhr
Treffende Analyse. Aber wer sind WIR? Die parlamentarische Demokratie? Seit Jahrzehnten kann diese keine langfristigen Strategien umsetzen, weil Politiker, stets mit einem gehörigen Schuss Populismus, in spätestens vier Jahren ihre Wiederwahl sichern. Renten und Staatsverschuldung sind beste Beispiele. Statt in der Rentenversicherung wegen des Pillenknicks Rücklagen zu bilden, wurden höhere Renten für die Rentner von heute priorisiert. Auch mit sozialen Wohltaten aus Schulden verschiebt man Probleme nur auf morgen.
Im Ergebnis werden in unserer Gesellschaft tiefgreifende Veränderungen nicht geplant, sondern durch die Umstände erzwungen. Nun sind wir weltweit in einer Umbruchsphase und Regierungen mit unlösbaren Problemen könnten einmal mehr einen Ausweg im Krieg suchen.
zum Beitrag31.08.2026 , 09:03 Uhr
Vor 17 Jahren hat der Westen mit Quantitative Easing begonnen, sein Finanzsystem durch Ausweitung der Zentralbankbilanzen zu stabilisieren, in bis dato unbelanntem Ausmaß. Staatliche Institutionen griffen also in den Finanzmarkt ein, um speziell die Zinsen längerfristiger Anleihen zu unterdrücken.
Dies hat zwar, wie gewünscht, Banken und später auch Staaten wie Griechenland vor dem Bankrott bewahrt, aber eben auch die Umverteilung von unten nach oben intensiviert.
Denn mir leiht beispielsweise keine Bank eine Milliarde praktisch zu Nullzins. Milliardären hingegen schon, und die konnten sich mit dieser Geldflut Sachwerte aneignen und für uns alle das Leben verteuern.
Und mir erscheint es vollkommen logisch, dass ein System, welches Spekulation und soziale Ungerechtigkeit fördert, bald auf mehr Regulierung, Kontrollen und Autoritarismus setzen wird.
zum Beitrag30.08.2026 , 20:50 Uhr
Die Weimarer Republik scheiterte, weil es ihr nicht gelang, akzeptable soziale Verhältnisse für die breite Masse zu schaffen oder wenigstens glaubhaft machen zu können, diese für die Zukunft anzustreben.
Heute werben die Wahlplakate in Berlin, abgesehen von CDU und FDP, wieder um Menschen, denen die Mieten zu teuer sind und die Lebenshaltungskosten zu hoch. Auch bei vielen Unterstützern der AfD steht der Wunsch nach besseren, stablieren oder sichereren Lebensverhältnissen im Vordergrund.
Eine Mehrheit sieht offensichtlich ihren Wohlstand gefährdet und wenn sie sich zwischen sozialer Sicherheit und Demokratie entscheiden müsste, bevorzugt sie möglicherweise Ersteres.
zum Beitrag30.08.2026 , 20:13 Uhr
Genau. Es ist wichtiger, was die Opposition vielleicht täte, wenn sie an die Macht käme, als das Tun und Lassen der Regierung. Das hebt jedoch die Erwartungen, was die AfD im Sinne ihrer Wähler alles bewegen könnte.
zum Beitrag29.08.2026 , 13:31 Uhr
Aus solchen scheinbaren Nebensächlichkeiten, wie patriotischen Sportvereinen, wird klar, was für Dumpfmeier sich in der AfD engagieren.
zum Beitrag28.08.2026 , 15:49 Uhr
Die Vermutung Niels Hovius', der 1000 m tiefe Sturz habe das Eis sofort schmelzen lassen, verwirrt mich etwas. 1 kg Eis wird entsprechend einer Erdbeschleunigung von 9,81 m/s² mit einer Kraft von 9,81 N angezogen. 1 kg sind 1000 g Eis. Beim Sturz über 1000 m wurde also für jedes Gramm Eis eine kinetische Energie von 9,81 N m frei, oder 9,81 Joule. Um ein Gramm Eis zu schmelzen, braucht es jedoch eine Energie von 334 Joule. Es kann also unmöglich das gesamte herabgestürzte Eis sofort geschmolzen sein. Sondern vieles spricht dafür, dass aufgestautes Wasser plötzlich talwärts schoss und Schlamm und Gestein mitnahm.
Ursächlich für die Katastrophe dürfte auch die neuzeitliche Bebauung des flutgefährdeten Tals in unteren Lagen sein. Wobei natürlich eben diese gefährdeten Areale besonders geeignet sind für Verkehrswege. Sicherlich passieren Gletscherabbrüche wegen der Erderwärmung derzeit häufiger. Aber auch in der vorindustriellen Zeit wird es in dem nepalesischen Tal bereits Schlammlawinen gegeben haben, deren Gefahr unterschätzt wurde.
zum Beitrag27.08.2026 , 10:29 Uhr
Innerhalb weniger Monate 13 verschiedene Psychopharmaka verschrieben: diese können, wie auch Cannabis, Psychosen auslösen oder verschlimmern. Wer beispielsweise wegen Depressionen ein Antidepressivum verschrieben bekommt, tatsächlich aber an einer bipolaren Störung leidet, kann sich in einer manischen Phase einen psychotischen Schub einhandeln.
Die Liste der Psychopharmaka, die Lindsay Clancy verschrieben wurden, ist im Internet zu finden. Von Antidepressivum zum Antipsychotikum Quetiapine zurück zu Valium und Antidepressivum. Quetiapine retardiert 300 mg + 100 mg + 25 mg nicht retardiert wurden im Dezember von Rebecca Jollatta, NP (nurse practitioner), verschrieben. In dieser Dosierung senkt das Medikament den Dopaminspiegel und eignet sich zur Behandlung einer Schizophrenie. Im Januar bekam Clancy dann Trazodone 150 mg und Amitriptyline 10 mg von der Ärztin Jennifer Tufts verschrieben, beides Antidepressiva. Das dürfte ein schwerer Behandlungsfehler gewesen sein und die Krankenschwester lag richtig.
Noch als Antwort zu anderen Beiträgen: während einer schweren Psychose mit Kommandohalluzinationen sind Betroffene tatsächlich schuldunfähig.
zum Beitrag26.08.2026 , 18:27 Uhr
Ohne eigene Erfahrungen mit Militärdienst bleiben Erörterungen zum Für und Wider theorielastig. Ich war während des Kalten Krieges als Wehrpflichtiger bei der Bundeswehr und kann selbst nur spekulieren, wie man sich als Soldat im Kriegseinsatz fühlen mag. Aber eine Armee in Friedenszeiten liefert zumindest einige Anhaltspunkte.
Befehl und Gehorsam muss man, denke ich, erlebt haben. Selbst beim Gang zum Klo musste man sich mindestens während der Grundausbildung beim Vorgesetzten abmelden. Man durfte die Kaserne nur mit Ausgang verlassen. Ständig wurde einem mit dem Militärgefängnis gedroht und selbst eine falsche Frage konnte genügen, bildungsferne Unteroffiziere zu provozieren.
Ich wurde mit 19 eingezogen, mit einem damals nicht diagnostizierten Asperger-Syndrom. Einfach, weil ich anders war, mit den typischen sozialen Besonderheiten, wurde ich zur bevorzugten Zielscheibe für Schikanen aller Art.
Im Krieg kann man aus Schikane auf Himmelsfahrtskommandos geschickt werden und man braucht keinen Asperger, um aufzufallen. Wer sich jetzt als aus ethischen Gründen zum Militär berufen fühlt, sollte sich dessen klar sein. Ich kann nur dringend abraten.
zum Beitrag22.08.2026 , 13:01 Uhr
Wer hätte was gegen Wirtschaftswachstum in einer sozialen und ökologisch nachhaltigen Gesellschaft? Selbst die viel gescholtenen Merz und Reiche wären mit dieser Dreierkombi zufrieden, wenn es mit ihr nicht so viele Schwierigkeiten gäbe. Ohne Produktivitätssteigerungen werden beispielsweise bessere Sozialleistungen zu höheren Steuern und Abgaben führen, die schlecht für die Wirtschaft sind. Oder wenn Energie teuer bleibt, kann man nicht gleichzeitig Unternehmenssteuern erhöhen und Investoren anlocken. Keine neue Regierung wird es allen recht machen können.
zum Beitrag20.08.2026 , 10:05 Uhr
Die Geschichte vom Jutebeutel klingt nach Demenz. Und Ganoven, die bestehende Vorurteile, wie die von der korrupten Polizei, geschickt für sich zu nutzen wissen. Das gestiegene Misstrauen kann ich aber aus zwei Begegnungen, die ich kürzlich mit Polizisten hatte, bestätigen. Erstens ein Verhör wegen Brombeerpflückens im Park, weil es verdächtig ausgesehen hätte. So ganz aus der Luft gegriffen sind Verschwörungstheorien zu racial profiling dann nicht. Zweitens fragte ich Polizisten, die gerade einen Radfahrer wegen Falschparkens belästigten, ob sie schon auf die Sportwagen mit Auspuffklappen aufmerksam geworden seien, die in den Abendstunden unbekümmert durchs Quartier kurven. Solche ausländerfeindlichen Sprüche solle ich mir sparen, hieß es. Wohlgemerkt, die Verbindung zu Ausländern zogen sie, nicht ich.
zum Beitrag18.08.2026 , 17:39 Uhr
Das große öffentliche Interesse macht es für die Angehörigen hoffentlich nicht noch schwieriger, den Suizid zu verarbeiten.
zum Beitrag18.08.2026 , 11:15 Uhr
Nachdem wir aus Russland kein Gas mehr bekommen, und nun die Zufuhr aus der Golfregion zumindest eingeschränkt bleibt, sind Preissteigerungen logisch und Engpässe im Winter nicht unwahrscheinlich. Dass sich dies schon jetzt in einem saisonal geminderten Füllstand der Gasspeicher ausdrückt, hätte ich nicht gedacht. Katherina Reiche dürfte aber recht haben, dass staatliche Einkäufe die Preise weiter in die Höhe treiben, wovon auch andere EU-Staaten betroffen wären. Das Risiko einer ernsthaften winterlichen Energiekrise ist real.
zum Beitrag18.08.2026 , 10:56 Uhr
Die Kurzfassung nicht nur dieses Artikels zum Krieg in der Ukraine ist ein wenig irreführend.
"Trotz aller jüngsten Mutmaßungen dürfte die Ukraine den brutalen Angriffskrieg Russlands nicht gewinnen können."
Nein, natürlich kann die Ukraine den von Russland geführten Krieg nicht gewinnen. Höchstens ihren eigenen Abwehrkampf.
oder im themenverwandten Artikel ohne offene Kommentare: "Moskau warnt London vor dem Einsatz britischer Drohnen Kyjiws."
Tatsächlich geht es in diesem Artikel um britische Drohnen, die von der Ukraine eingesetzt werden. Moskau warnt London vor der Lieferung, und vielleicht die Ukraine vor dem Einsatz.
zum Beitrag17.08.2026 , 21:10 Uhr
Die Vorstellung, die Bundesrepublik werde nach einem AfD-Verbot zur alten Normalität grosser Koalitionen von SPD und CDU zurück kehren, ist reichlich naiv. Wenn rund 40% ihre Stimme nicht mehr abgeben dürfen, wird die Wahlbeteiligung auf deutlich unter 50% sinken. Ohne ausreichende Legitimität bliebe Regierungen nur die Wahl zwischen mangelnder Akzeptanz und Autorität, oder dem Wandel zum autoritären Regime. Und ich dachte, letzteres wollten wir unbedingt vermeiden.
zum Beitrag14.08.2026 , 14:19 Uhr
Extrem ist ein Zustand weitab von Norm und Mitte, während Extremismus laut Innenministerium und Bundeszentrale der politischen Bildung den demokratischen Verfassungsstaat und seine Normen ablehnt. Wenn nun Extreme zur Norm werden, und ich sehe diese Tendenz sowohl in der Akzeptanz der gewaltbereiten Linken, als auch im Erfolg der AfD, ist entweder der Verfassungsstaat nicht mehr demokratisch, oder er muss sich öffnen, um Extremisten wieder im Extremen zu verorten. Bisher hat niemand eine gute Lösung parat.
zum Beitrag14.08.2026 , 10:55 Uhr
Einen TÜV für Immobilienkonzerne, der bei fortgesetzten Mängeln in der Verwaltung und Instandhaltung die Vergesellschaftung anordnen kann, halte ich für sinnvoll. Der Wohnungsmangel lässt sich jedoch nur beheben, wenn es mehr Angebot als Nachfrage gibt. Dazu müsste entweder die demographische Entwicklung die Nachfrage senken, oder eine ausreichende Zahl neuer Wohnungen entstehen, oder eine staatliche Wohnraumbewirtschaftung könnte vorhandenen Wohnraum anders verteilen. Als nächste Steigerung dürfte gleich der Staat entscheiden, wer in welcher Stadt leben darf oder muss, demokratisch und ohne lästigen freien Wohnungsmarkt.
zum Beitrag14.08.2026 , 08:31 Uhr
Was sind schon noch 40 Milliarden? Eine zusätzliche Belastung mehr, die sich in Bund, Ländern und Kommunen zu etwas Unbezahlbarem addiert und deren Wirkung durch Inflation verpufft.
zum Beitrag12.08.2026 , 16:23 Uhr
Wenn Schulze ohne Wahl im Amt bliebe, wie er das ja allen Ernstes ankündigte, wäre es nur konsequent, im Landtag generell nicht mehr abzustimmen. Nach pragmatischer Demokratierettung klingt das alles nicht.
zum Beitrag11.08.2026 , 16:50 Uhr
Die Welt kann sich eine weitere Kontamination der ohnehin schon stark belasteten Ozeane nicht leisten. Quecksilber, Plastikmüll im gesamten Pazifik und Ölpesten sind im Ökosystem schlimmer, als die Auswirkungen der Erderwärmung. Dass es immer noch keine internationale Umweltschutzorganisation mit Zuständigkeit für havarierte Tanker gibt, ist ein unfassbares Versagen.
Das gesagt frage ich mich allerdings auch, was Handelssanktionen im Einzelfall bringen, wenn sie auf Kosten und im Risiko der Weltgemeinschaft umgangen werden? Ob Umweltkatastrophen wie jetzt mit der Caroline Bezengi nicht schlimmer sind, als der Handel mit russischem Öl?
zum Beitrag08.08.2026 , 10:41 Uhr
Als Reaktion auf vereinzelte Drohnenangriffe könnte Deutschland den Spannungsfall ausrufen mit Grundrechtseinschränkungen, Arbeitsdienst, Kapitalkontrollen, Wehrdienst und mehr. Es geht also nicht nur um allgemeine Verunsicherung.
Solange wir die Herkunft der Drohne nicht kennen, sollten wir uns mit Listen möglicher Verantwortlicher zurück halten. Und nicht so tun, als ob niemand außer Russland, Nordkorea, Iran und China in Frage käme. Denn meines Erachtens steht noch nicht einmal fest, ob es überhaupt ein staatlicher Akteur war. Auch den Nordstream-Vorfall, wo zunächst Russland die Schuld bekam und nun in eine völlig andere Richtung ermittelt wird, kann man ruhig im Hinterkopf behalten.
zum Beitrag07.08.2026 , 17:33 Uhr
Jeder Artikel über die AfD ist Publicity für die AfD. Und bringt ihr Stimmen, möchte man meinen. Auch Trump wusste im Wahlkampf die negative Presse für sich zu nutzen. Es gibt sie, die Wähler, die Politiker allein deshalb für gut halten, weil die Linke sie schlecht findet. Mit Blick auf die Medienlandschaft scheint es fast wichtiger, was eine Opposition vielleicht einmal ändern könnte, als was die gegenwärtige Regierung tut oder unterlässt. Diese Schieflage kann auf Dauer nicht gesund sein.
zum Beitrag07.08.2026 , 17:10 Uhr
Warum hat Lina E. ihre Aussage nicht einfach gescholzt, also vorgegeben, sich nicht zu erinnern? Läuft genauso auf eine Aussageverweigerung hinaus, nur im Zusammenhang einer Gerichtsverhandlung eben weit weniger provokant.
zum Beitrag25.07.2026 , 14:15 Uhr
Beamte, die nur in Bezug auf ihren Ermessensspielraum großzügig entscheiden, gibt's beispielsweise auch in Finanzämtern. Deutschland hat immer noch Probleme mit Obrigkeitshörigkeit.
Davon abgesehen, diskutieren wir über 'No Countries, no Borders'. Allgemeine Freizügigkeit ist ein Menschenrecht. Leider lässt es sich global nur auf Gegenseitigkeit umsetzen, die es für Deutsche außerhalb der EU fast nirgendwo gibt. Schnell gegoogelt, bietet beispielsweise Sierra Leone keine Standard-Resident-Visa an.
Bereits die Forderung 'No Countries, no Borders' impliziert eine Huhn-und-Ei-Problematik. So können Sozialleistungen des deutschen Staates, mit wenigen Ausnahmen, nur innerhalb seiner Grenzen gewährt werden. Oder es gibt nur so viele Wohnungen, wie sie auf begrenztem Bauland existieren. Und nimmt die Weltbevölkerung zu, braucht es insgesamt mehr Wohnungen. Kein Land kann das allein bewerkstelligen.
zum Beitrag16.07.2026 , 20:21 Uhr
Ich erkenne bei Marla-Svenja nicht nur rechtsradikale, sondern auch psychopathische Tendenzen. Die Frage, wie man Missbrauch des SBGG verhindert, kann ich leider nicht beantworten. Es sei denn, beim Gesetzestext wird nachgebessert.
zum Beitrag08.07.2026 , 21:18 Uhr
Der Iran hat nicht nur strategisch gewonnen, sondern auch noch die Verletzlichkeit der US-Flotte bewiesen. Die USA mussten ihren Flugzeugträger außerhalb der Reichweite iranischer Raketen zurückziehen, mutmaßlich schwer beschädigt. Jede Wette, dass die Kriegsspielplaner im Pentagon nun wesentlich weniger optimistisch sind, was einen möglichen Krieg um Taiwan anbelangt.
zum Beitrag08.07.2026 , 14:02 Uhr
Krieg wird in nicht allzu ferner Zukunft robotisch geführt, was Diskussionen über Truppenstärken obsolet macht. So ist beispielsweise die Front der Ukraine trotz ihrer personellen Unterlegenheit erstaunlich stabil. Für Russland macht es deswegen kaum noch einen Unterschied, ob NATO-Staaten direkt in den Konflikt involviert sind und Truppen in die Ukraine schicken, oder nur alle verfügbaren Drohnen und sonstigen Kampfroboter an die Ukraine liefern. Damit ist jedoch die Abschreckung der NATO vor direkten Angriffen auf ihr Territorium infrage gestellt.
Außerdem ist eine kollektive Antwort der NATO keineswegs eine Gewissheit, wenn es zu Drohnenschlägen auf kritische Infrastruktur kommt, die Russland gegebenenfalls verleugnen, oder als Fehlfunktionen ukrainischer Langstreckendrohnen darstellen kann. Deutschland würde vielleicht für sich allein den Spannungsfall ausrufen, welcher drastische Auswirkungen auf den Alltag in Deutschland hätte, ohne in Russland viel zu bewirken.
zum Beitrag08.07.2026 , 13:22 Uhr
Wenn Wikinger ein Marketing-Gag sind, gibt es dann die Nationen Island, Norwegen, Schweden und Dänemark? Oder Apple, Microsoft, Google und Meta? Anfassen kann man die alle nicht, solche Entitäten sind nur imaginiert. Harari sagt, genau die Massenpsychose norwegischer Fans, sich also kollektiv in den Dienst frei erfundener Identitätsstifter zu stellen, mache uns Menschen aus.
Guter Witz mit Wikipedia :D
zum Beitrag08.07.2026 , 12:48 Uhr
Celeste Amarilla gehört zur Spezies der sehr dummen Politiker, deren Pöbeleien auch in Paraguay inakzeptabel sind.
Was das Fußballspiel anbelangt, ist mir allerdings auch Mbappés sonderbares Verhalten aufgefallen, indem er paraguayische Gegenspieler zu verspotten schien, angeblich dem Torwart Orlando Gill den Handschlag verweigerte und anschließend im Interview damit prahlte, Frankreich könne auch dreckigen Fußball spielen und sei darin sogar besser als Paraguay. Selbst wenn er Weltmeister wird, dürften Produkte, für die Mbappé wirbt, in Paraguay künftig negativ konnotiert sein.
zum Beitrag07.07.2026 , 17:53 Uhr
Auch bei UvdLs Domainsperre, die ihr damals den Spitznamen Zensursula eintrug, war es Kinderpornographie, die angeblich aus dem Internet zu löschen sei. Jetzt ist es beispielsweise die Russenpresse, deren Nameservice bei deutschen Providern auf diesem Wege ausgeschaltet wird. Soll doch die EU wenigstens ehrlich sein, dass es ihr um allgemeine Kontrolle und Zensur privater Chats geht.
zum Beitrag07.07.2026 , 16:04 Uhr
Geht es nicht um die Frage, ob ein freier Wohnungsmarkt, oder Staat und "demokratische Wohngesellschaften" entscheiden, wer in welcher Stadt leben darf oder muss? Die Vergesellschaftung von ein paar tausend Wohnungen wird, sofern diese nicht vorher leer standen, am Wohnungsmangel nichts ändern können.
zum Beitrag07.07.2026 , 01:50 Uhr
Wäre bei uns auch keine Petitesse, wenn wir morgen im Spannungsfall aufwachten.
zum Beitrag05.07.2026 , 23:52 Uhr
Trump beschwört den Ruhm des amerikanischen Militärs und verteufelt den Kommunismus nur nebenbei. Kommunisten glaubten nicht an Gott, so Trump, obwohl sich die erste Gemeinde der Apostelgeschichte bekanntlich als Kommune organisierte. Zeitnah zur zweiten Ansage, der Kommunismus bekäme in Amerika nie eine Chance, durften die Feindbilder Russland und China nicht fehlen. Mit einer neuen McCarthy-Ära, also der Eindämmung eines ideologischen Gegners im Rahmen eines kalten Krieges, wären wir noch besser bedient als dem heissen Krieg gegen China und Russland, auf den es, so fürchte ich, hinauslaufen wird.
zum Beitrag