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Debatte um ArbeitDoch, Teilzeit ist ein Lifestyle

Die Union hat eine emotionale Debatte um das Recht auf Teilzeit ausgelöst. Der Kampf um die Arbeitszeit ist eine komplexe Verteilungsfrage.

Zu glauben, der Gipfel der Gleichberechtigung sei erreicht, wenn alle gemeinsam noch mehr schufteten, ist eine Falle Foto: Oliver Helbig/plainpicture

H ier soll jetzt gleich eine fluffige Kolumne über Teilzeit und Lifestyle stehen. Und das in einer Vollzeitwoche, in der die Kinder krank sind, die Wärmepumpe streikt (danke, Robert Habeck) und die Schule bestreikt wird (danke, Gewerkschaften). Also wieder Überstunden am späten Abend. In der taz haben wir die Worte des Bundeskanzlers vernommen, und als fleißiger Bürger wird nun in die Hände gespuckt und auf die Tastatur und alles gegeben, um den Standort mit einem weiteren neunmalklugen Text voranzubringen.

Zum Thema: In Deutschland gibt es (noch?) ein Recht auf Teilzeit. Sprechen keine betrieblichen Gründe dagegen, muss der Arbeitgeber sie erlauben. Und so viele Menschen wie noch nie, 29 Prozent der Erwerbstätigen, machen davon Gebrauch. Jeder neunte Mann und fast jede zweite Frau.

Die Mittelstandsunion (Triggerwort Nummer eins) fordert deshalb, das Recht auf Teilzeit als „Lifestyle“ (Triggerwort zwei) einzuschränken. Und wie das so ist mit Triggerwörtern und den Debatten, die auf sie folgen: Sie verlaufen reflexhaft.

wochentaz

Dieser Text stammt aus der wochentaz. Unserer Wochenzeitung von links! In der wochentaz geht es jede Woche um die Welt, wie sie ist – und wie sie sein könnte. Eine linke Wochenzeitung mit Stimme, Haltung und dem besonderen taz-Blick auf die Welt. Jeden Samstag neu am Kiosk und natürlich im Abo.

Das fängt damit an, dass Lifestyle so klingt, als hätte jemand in der Union das Wort im Lexikon für Jugendsprache gefunden. Aber auch viele vermeintlich linke und liberale Reaktionen auf den Vorschlag waren erwartbar. Eine Unverschämtheit sei der Vorstoß, hieß es, und dann kamen die bekannten Argumente: die Teilzeitfalle der Frauen, die fehlende Kinderbetreuung und so weiter und so fort. Das ist alles nicht falsch und doch ein bisschen unehrlich.

Kita, Care und Katzen

Ja, es gibt viele Menschen, die gern mehr arbeiten würden, aber nicht können – weil es ihre Lebensumstände nicht zulassen oder ihr Arbeitgeber sie nicht lässt. Es gibt aber ebenso viele Menschen, die nicht mehr arbeiten wollen oder am liebsten weniger arbeiten würden als bisher. Weil sie lieber auf Geld verzichten als auf Zeit. Weil sie die Nasen ihrer Kinder lieber sehen als die ihrer KollegInnen.

Es ist deshalb defensiv und etwas scheinheilig, so zu tun, als würden ja alle liebend gern 40 Stunden arbeiten, nur – leider, leider – ginge das nicht, weil: Kita, Care, Katzen. Denn mit dieser Argumentation unhinterfragt übernommen wird das Ideal der Vollzeitarbeit. Zu glauben, der Gipfel der Gleichberechtigung sei erreicht, wenn alle gemeinsam noch mehr schufteten, ist eine Falle.

Besser wäre es doch, offensiv dagegenzuhalten. Ob man das nun Lifestyle oder Work-Life-Balance nennt oder schlicht Freizeit. Wie viel davon zur Verfügung steht, ist schließlich nicht gegeben, sondern wurde von Gewerkschaften und Arbeiterinnen erkämpft. Das gilt für die 40-Stunden-Woche wie für das Recht auf Teilzeit. Statt sich über sie zu empören, kann man der Mittelstandsunion dankbar sein und ihr selbstbewusst zustimmen: Ja, Teilzeit ist oft eine bewusste Entscheidung, ist auch Ausdruck von Wohlstand in einer Gesellschaft, ist Lifestyle. Und wenn Arbeitgeber und Bundesregierung wollen, dass mehr gearbeitet wird, müssen sie dafür etwas bieten.

Letztlich ist der Kampf um die Arbeitszeit dann eine dreifache Verteilungsfrage: zwischen Unternehmen und Angestellten zur Höhe des Lohns, zwischen Staat und Bürgern zu Arbeitnehmerrechten und einer öffentliche Infrastruktur, die das Arbeiten erst möglich macht – und nicht zuletzt ein Kampf zwischen Männern und Frauen.

Denn wenn weniger Frauen in Teilzeit arbeiten sollen, kann das nur funktionieren, wenn Männer Arbeit abgeben und stattdessen andere Aufgaben übernehmen. Solche, die sinnvoller sind, als nachts Welterklärerkolumnen zu schreiben.

Vollzeit für alle? Ja, aber mit 30 Stunden, bitte. Das wäre ein guter Lifestyle.

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Kersten Augustin
Ressortleiter Inland
Kersten Augustin leitet das innenpolitische Ressort der taz. Geboren 1988 in Hamburg. Er studierte in Berlin, Jerusalem und Ramallah und wurde an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München ausgebildet. 2015 wurde er Redakteur der taz.am wochenende. 2022 wurde er stellvertretender Ressortleiter der neu gegründeten wochentaz und leitete das Politikteam der Wochenzeitung. In der wochentaz schreibt er die Kolumne „Materie“. Seine Recherchen wurden mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Langem Atem und dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet.
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41 Kommentare

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  • Momentan erleben wir eine Kultur des bewussten Falschverstehen.



    Jeder, aber auch wirklich jeder, weis das unser Sozialsystem reformiert werden MUSS, weil genauso wenig wie es ein endloses Wachsen der Wirtschaft gibt oder je gegeben hat, kann auch das Sozialsystem nicht unendlich Wachsen ! Da ja Angriff immer noch die beste Verteidigung ist versucht nun natürlich jeder seine eigenen Pfründe zu sichern, sollen doch andere dafür zahlen. Das St. Florian Prinzip funktioniert halt immer ...

  • Teilzeitfachkräfte werden nicht dadurch motiviert und im Unternehmen gehalten, indem man sie diffamiert und in die Vollzeit zwingt. Die vielen zunehmenden Arbeitslosen einfach umschulen zu den benötigten Fachkräften. Win-Win: Weniger Arbeitslose und mehr Fachkräfte - durch die Teilzeit ist Arbeit für alle da!

  • Ich wäre für eine unbedingte Teilzeit für Parlamentarier, vielleicht würde dann nicht soviel Unfug, verbal fabriziert. Oder zum Ausgleich der verbalen " Bäuerchen " der Politiker, eine prozentuale, produktive Arbeitszeit einführen, wo tatsächlich eine Leistung zu aroieren wäre !

  • Die Diskussion zur Mehrbelastung der Solidargemeinschaft ist ja ein wichtiger Teil der Argumentation. Solidargemeinschaft bedeutet ja, daß die Gesellschaft Personen stärker belastet, die diese Last schultern können um schwächere zu entlasten. Die grundsätzliche Annahme dabei ist, daß jeder so viel leistet und beiträgt wie er *kann*. Einer, der aus Krankheit, Pflege- oder Erziehungspflichten oder einfach einer Schwäche in seinem Arbeitsmarkt nicht mehr leisten kann, kommt - zu Recht - in den Genuß der Unterstützung durch die Gemeinschaft.



    Wie sieht das aber bei jemandem aus, der nicht so viel leisten möchte, wie er könnte? Das wird auch den Wegfall oder Beibehaltung des gesetzlichen Rechts auf Teilzeit nicht adressiert. Die Diskussion vermittelt den Eindruck, daß die (nachträgliche) Reduktion auf Teilzeit aus Lust und Laune erfolgt, was nicht stimmt. Andererseits klammert es die Personen aus, die sich von vornherein 'aus Lust und Laune' auf eine Teilzeitstelle bewerben, obwohl die äußeren Umstände eine Vollbeschäftigung zulassen würden, Auch diese Personen partzipieren von der Solidargemeinschaft. Aber diese Differenzierung ist deutlich komplizierter.

  • Endlich mal die Debatte ehrlich aufgezogen. Danke dafür!

    Aber natürlich drängt sich jetzt die Frage auf, warum man von anderen Menschen pauschal verlangen können soll, dass sie die eigenen Lifestyle-Entscheidungen durch entsprechnede Zugeständnisse unterstützen? Eigenltich klingt das - wie andere Dinge, bei denen untescheidlichen Menschen unterschiedliche Prioritäten haben (z. B. Firmenwagenregelung, Arbeitsumfeld, Geahltshöhe) - nach einem prima Gegenstand für Verhandlungen.

    Natürlich hat das den Nachteil, dass gerade nicht soo gefragte Arbeitskräfte keine so gute Verhandlungsposition haben wie die, an denen gerade akuter Mangel herrscht. Der pöse Markt mal wieder. Und leider bewirkt der Markt auch, dass Arbeitsplätze, deren Besetzung mehr Ärger als Produktivität bringt, tendenziell wegfallen. Deshalb, Herr Augustin, die lakonische Antwort auf Ihre Frage, was denn die Arbeitgeber bieten würden, um Vollzeitarbeit da schmackhaft zu machen, wo Teilzeit für sie nicht so viel Sinn macht: Vollzeit-Arbeitsplätze.

  • Diese Debatte erscheint ja wie eine grundsätzliche Einschränkung von Teilzeit. Es geht nur darum, daß ich nachträglich die Arbeitszeit auf Teilzeit reduzieren möchte und den gesetzlichen Anspruch darauf. Sehr viele Stellen sind doch bereits als Teilzeitstellen ausgeschrieben oder werden während der Einstellung als solche vereinbart. Das gegen den Willen des Arbeitgebers nachträglich durchzusetzen betrifft doch nur eine Minderheit, diese Debatte vermittelt das aber als Sturmangriff auf den Sozialstaat.

    • @TomDePhazz:

      In den Ohren der zuständigen Lobbyisten (jaa, die gibt's nicht nur auf Arbeitgeberseite) ist JEDE Schmälerung der Rechtssphäre von Arbeitnehmern ein Sturmangriff auf den Sozialstaat, weil sie berufsmäßig der Meinung sind, dass der Sozialsstaat bereits jetzt viel zu wenig Rechte für ihre Klientel bereithält. Da ist eine Rücknahme einfach ein Schritt in die verkehrte Richtung und damit fundamental falsch. Kann man eigentlich gut verstehen - zumal wenn man bedenkt, dass es nicht der primäre Job von Lobbyisten ist, allgemeinverträgliche Lösungen zu präsentieren...

  • Nicht zu vergessen der Lifestyle von Quandt und Co , die mit geerbtem Vermögen Jahr für Jahr Milliarden verdienen. Erträge aus Kapital, nicht aus Arbeit.

  • Dass die Medien mal wieder über das populistische Stöckchen unserer rechten Regierung springen ... na ja.



    Genauso wie die Asylantenhetze und die gegen die "bösen faulen Bürgergeldempfänger" geht es hier auch nur um eins: spalten, Repression schüren, Arbeitnehmerrechte einschränken. Und natürlich: von allen echten Problemen ablenken.



    Wie auch in den anderen Fällen wird hier nicht ein einziges Problem gelöst.



    Anekdotisch evidente Anekdote aus meiner Firma: meine Kollegin (30h/Woche) hat angefragt, aufzustocken. Meine Firma hat abgelehnt weil sie das nicht bezahlen möchte. Gerade im Prozess, die vierte Auslands-Dependence zu gründen (in Indien).



    Auch gestern im Presseclub wurde einfrig diskutiert. Und die Leute klangen mehrheitlich, als würden sie in Jobs arbeiten, die nichts mit der Realität zu tun haben. Denn die geforderte Flexibilität, bei Bedarf mehr als 8h zu arbeiten, ist längst überall gegeben. Es geht um die Einschränkung von Arbeitnehmerrechten in Fällen, wo es keine Tarifverträge gibt (ein wachsender Anteil).



    Alle geforderten Vorteile existieren längst, sie lösen wie gesagt keine Problem. Es geht um die rechte Erzählung vom faulen Arbeitnehmer. Nix mehr.

  • Auch wenn wir uns nicht mehr so richtig erinnern wollen, die "Erfindung" der freien, aber vertraglich vereinbarten Arbeit und damit einhergehend der Arbeitszeiten hatten ihren Ursprung in den verschiedenen Formen von Zwangsarbeit. Kapitalbesitzer wünschten Beschäftigte, die sehr, sehr billig und möglichst lange, Regelarbeitstage für Kinder, Frauen und Männer von bis zu 16 Stunden waren dabei möglich. Es bedurfte nicht nur der Gewerkschaften sondern auch staatlicher Reglementierungen, um diese Zwangssysteme abzuschaffen. Schaut man die Entwicklungen der letzten Jahre nur hier in Europa (bspw. Griechenland) an, da ist festzustellen, dass wir im Rückwärtsgang unterwegs sind. Mehr Arbeit für weniger Geld, weniger Rechte für Beschäftigte und damit mehr Zwang für alle. Der Rest ist ideologischer Überbau. Belebt die Debatte, lenkt aber vom Kern ab.

  • Mehrere Foristen schreiben, dass Teilzeit die Sozialsysteme belastet, weil weniger eingezahlt wird.



    Das erscheint mir unlogisch, denn die bundesweiten Gesamtarbeitsstunden sind derzeit auf einem Allzeithoch, sie sind nur anders verteilt als früher.



    Z.b. haben vor 40/50Jahren deutlich weniger Frauen gearbeitet, Männer häufiger als heute in Vollzeit. Von einem Vollzeitgehalt wurden häufig zwei Erwachsene plus Kinder (damals auch noch mehr) gesundheitlich versorgt.



    Dazu ist es unrealistisch, dass gerade jetzt in der wirtschaftlichen Flaute Teilzeitarbeitende einfach mal Vollzeit arbeiten können.



    Ausnahme bilden die Berufe mit Arbeitskräftemangel, zuvorderst Pflege, Erzieher*innen, Paketfahrer*innen, Gastronomie usw., die alle entweder extrem hart sind oder schlecht bezahlt oder beides.



    Da fehlen Anreize mehr zu arbeiten.

    Keine/r schreibt hier hingegen, dass die Produktivitätsgewinne der letzten Jahrzehnte überproportional in die Kassen der Vermögenden geflossen sind. Wären die Löhne mit der Produktivität gestiegen, hätten wir jetzt weniger Probleme mit Gesundheit und Rente.

  • Ich arbeite Teilzeit. Wegen der Kinderbetreuung. Aber nicht weil ich muss, sondern weil ich will. Natürlich könnte ich meine Kids von früh bis spät an schlechte Kitas/Schülerbetreuungen outsourcen. An Möglichkeiten mangelt es hier nicht. Will ich das? Absolut keinesfalls. Dafür hab ich keine Familie gegründet. Und natürlich gehen mir meine Kinder Kollegen, Chefs, Kunden, Job, Gesellschaft vor. Die Zeit mit den Kindern (und auch der Katz) ist für mich erfüllender als der Job, der Job bringt mir nur eines: das benötigte Geld. Und da reicht mir Teilzeit, ein passendes Gehalt für die eigenen Ansprüche vorausgesetzt. Eine andere Sache ist, dass sich Mehrarbeit, Beförderungen, bezahlte Überstunden für mich selbst finanziell kaum lohnen, der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Die drei Sachen werden nämlich nur bestraft: mit noch mehr Arbeit, noch mehr Stress, und noch höheren Steuern und Abgaben. Dann lieber Teilzeit, Überstunden abbummeln, auf der sicheren Stelle verharren, aber immerhin ein ,bescheideneres aber zufriedeneres, Leben mit Familie, Freunden, Katze...statt Vollzeitjob. Aufstocken? Nur wenn ich keine andere Wahl habe.

    • @Carolin Rudolf:

      Habe ich früher genauso gesehen - wenngleich nicht in Teilzeit beschäftigt...



      Und abzüglich der Katze...

    • @Carolin Rudolf:

      Das ist eine kluge und sehr sympathische Einstellung. Gäbe es davon mehr, die Gesellschaft könnte nur profitieren....

  • Alles dreht sich um: „Gibt es ein Recht auf Teilzeit?“ Im Umkehrschluss geht es darum, gibt es eine Arbeitspflicht? Ja, die gibt es laut Arbeitsrecht als Hauptleistungspflicht des Arbeitnehmers. Doch gibt es sie gegenüber der Gesellschaft? Da fragen wir Wikipedia. Dort landet man auf einer Begriffsklärungsseite. Die zählt auf: Arbeitsverträge, den Reichsarbeitsdienst, den Kontrollratsbefehl Nr. 3, zivile Dienstpflicht, die Verpflichtung Strafgefangener, eine verfassungsrechtliche Verpflichtung der DDR und zur Abgrenzung in einem anderen Artikel Zwangsarbeit. Letzteres ist nicht, was gesellschaftlich erstrebenswert wäre.

    Die Debatte ist, weil die Wirtschaft lahmt. Konzerne verlagern ihre Betriebe ins Ausland. Angeblich zu hohe Energiekosten und zu viel bürokratischer Aufwand. Doch es mangele auch an Arbeitskräften. Bei Lifestyle triggert es bei mir die Geschichte vom Fischer und dem Geschäftsmann. Wo der Fischer meint, nachdem er einen Thunfisch gefangen hat, wäre sein Tagwerk beendet, erklärt der Geschäftsmann, wie man eine Fischereiflotte bekommt. Lifestyle. Soll der Staat seine Bürger verpflichten lange zu arbeiten, wenn es unmöglich scheint, eine Reichensteuer einzuführen?

  • "Es ist deshalb defensiv und etwas scheinheilig, so zu tun, als würden ja alle liebend gern 40 Stunden arbeiten"

    Stimmt, wenn auch sicher nur für einen gewissen Prozentsatz. Vielleicht sollte sich manche*r, die/der hier eine "Diesen Lifestyle-Faulenzern steht dann aber auch nicht der volle Sozialstaat zu" -Debatte aufmacht bedenken, dass ein Mensch, der nur einen Teilzeit-Lohn für Teilzeit-Arbeit bekommt, auch einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. (Diese These kann ich nicht belegen, ihre Logik drängt sich mir nur auf. Vielleicht kennt jemand hierzu eine Studie?).



    Ich selbst habe mein ganzes Arbeitsleben lang meistens in Teilzeit gearbeitet, und das aus freier Entscheidung und in realistischer Erwartung der lächerlich kleinen Rente, die ich jetzt beziehe. Ich bin mit wenig Geld ausgekommen, habe infolgedessen bescheiden gelebt, weniger konsumiert, bin z.B. noch nie geflogen. Ich habe abgesehen von zwei kurzen Zeiten der Arbeitslosigkeit nie staatliche Unterstützung erhalten und bekomme auch jetzt keinen Grundrentenzuschlag. Und nein, ich bin keine Erbin.



    Ob ich also am Ende die Gesellschaft mehr koste als Vollzeit Arbeitende, halte ich für zumindest fraglich.

    • @Klabauta:

      "... Ich habe abgesehen von zwei kurzen Zeiten der Arbeitslosigkeit nie staatliche Unterstützung erhalten ..."



      Das ist keine staatliche Leistung, sondern schlicht eine Zahlung der Versicherung, die du für den Fall der Arbeitslosigkeit abgeschlossen hattest!



      Es ist das gleiche wie die Zahlung einer Kfz-Versicherung für ein kaputtes Auto. ;-)

  • Die Menschheit ist total verwirrt,



    Wenn sie den Sachzwang zum „Lifestyle" kürt...

  • Vollzeit ist relativ, in Deutschland aber in der Regel 40, unter günstigen Umständen aber ermäßigt auf 35 Stunden die Woche. Für Viele ist das noch zu viel. Ein Sechsstundentag ist schon grenzwertig, da das Arbeitsrecht dafür schon kein Recht auf Arbeitspause einräumt. Da ist man/frau/divers auf freiwillge Gewährung von Pausen angewiesen, weil Sechsstundenjobs in anstrengenden Jobs für Viele eben doch mit Pause besser sind als ohne, die Arbeitsleistung/h und Arbeitsplatzzufriedenheit höher wird. Wenn Teilzeit in dieser Weise pausenoptimiert ist, ist es win/win für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

    Die Arbeitnehmerschaft kann nicht als ganzes zum Vollzeitarbeitsrausch gezwungen werden. Teilzeit muss ein offenes Angebot bleiben. Vollzeitzwang für Alle höhlt das "Recht auf Arbeit" endgültig aus zur Arbeitspflicht, bringt Arbeitgeber in Verlegenheit, die gerade Teilzeitangestellte brauchen, sie aber als Vollzeitkräfte einstellen müssen, weil es nicht anders erlaubt ist. Das ist staatliche Gängelei, die die Produktivität nicht erhöht, sondern vielen Menschen nur Probleme schafft. Das "freiheitliche" Gesellschaftsmodell, dass einst Bundespräsident Pfarrer Gauck gern predigte, wäre zu Ende.

  • Die Teizeitdebatte, hat noch eine andere Facette, die negative Auswirkungen hat. Unser Sozialsystem, funktioniert eigentlich so wer viel verdienst muss für den Anteil des Gehaltes dass unter der Beitragsbemessungsgrenze liegt Sozialabgaben z.B. Krankenkassenbeiträge bezahlen. Durch die Teilzeit (vornehmlich Angestellte) fehlen den Krankenkassen die Beiträge welche durch die das niedrigere Teilzeitgehalt gegenüber einer 100% Stelle wegfallen. Wobei die Kosten für die Krankenkassen gleich bleiben jemand der in Teilzeit arbeitet ist ja dennoch voll krankenversichert und bekommt auch im Krankheitsfall die entsprechende Leistung. d. h. in Deutschland fehlen quasi wenn 30% in Teilzeit arbeiten. Deren Krankenkassenbeiträge für das durch die Teilzeit entstande Gehaltsdefizit. Dieses Defizit erhöht also die Sonderbeiträge der Krankenkassen um die steigenden Kosten zu tragen, welche wiederum von allen Beitragszahlern bezahlt werden muss. Denke jeder hat Verständnis wenn jemand wegen Kinder, Eltern pflegen oder eigene Krankheit nur Teilzeit arbeiten kann. Die Frage ist nur muss die Allgemeinheit für die Haltung von Katzen, oder Freizeitaktivitäten die Sozioalkosten übernehmen?

    • @Thomas Zwarkat:

      Da man in dem Fall nicht erwarten sollte, dass Vollzeitarbeiter mit Teilzeitarbeitern aus Lifestyle Gründen solidarisch sein sollen. Warum auch? Das ist ja tatsächlich keine Notlage.



      Im Grunde müssten auch Lifestyle-Teilzeitarbeiter die kompletten Krankenkassen und Sozialbeiträge zahlen, welche auch bei 40 std fällig wären.

      Das wäre tatsächlich gerecht.

    • @Thomas Zwarkat:

      Solange nicht alle in die Sozialkassen einzahlen müssen , siehe Selbstständige, Politikerinnen, Beamtinnen, etc. pp., brauchen wir keine scheinheiligen Debatten über den Verlust an Beiträgen durch Teilzeit.

    • @Thomas Zwarkat:

      Wenn mehr Menschen in Arbeit sind (selbst wenn es Teilzeit ist), dafür aber weniger Menschen qua Familienversicherung mitversichert sind, was ist dann wohl systemisch sinnvoller und damit besser?

      Man sollte den Aussagen der CDU-Mittelstandsvereinigung nicht so einfach auf den Leim gehen. Denn deren Aussagen sind nicht nur "polemisch", sondern auch höchst einseitig durch kunstvolles Weglassen von zu erwägenden Zusammenhängen, die für den Gesamtblick aber wichtig sind.

    • @Thomas Zwarkat:

      Ich verstehe Ihre Argumentation, aber sie hinkt doch trotzdem. Denn wer ein hohes Einkommen hat, bezahlt auch mehr in die KV ein. Soll er jetzt mehr Leistungen bekommen als eine Person, die auch voll arbeitet und nur 50% des Einkommens hat, also auch weniger in die KV einzahlt? Wie soll das denn dann genau geregelt werden? Der Begriff Solidargemeinschaft kann dann ins Museum.

      • @Achsachbloß:

        Nein jeder zahlt gemäß eines Vollzeitjobs in die Sozialkassen ein. Jemand mit hohem Einkommen zahlt dann trotzdem noch viel mehr ein. Aber dann hätten wir eine echte Solidargemeinschaft, wo jeder den gleichen prozentualen Teilbetrag des Einkommens abgibt.



        Es gibt keinen Grund warum jemand in Teilzeit (egal welche Branche, ob Arbeiter oder Anwalt) nicht den vollen Sozialbeitrag zahlen soll, wenn Er/Sie Teilzeit arbeitet, aber die Leistungen voll in Anspruch nimmt.

    • @Thomas Zwarkat:

      Es fehlen den gesetzlichen Krankenkassen auch die Beiträge von Selbstständigen, die privat krankenversichert sind und dann, wenn die Beiträge ins Unermessliche steigen, in die gesetzliche wechseln, um Leistungen zu erhalten, für die sie nie in die gesetzliche eingezahlt haben. Es gibt sogar Dienstleister, die Selbstständige beraten, wie sie ihre Einnahmen zum richtigen Zeitpunkt entsprechend klein rechnen.

  • Ja, Teilzeit ist zu einem gewissen Teil Lifestyle. Vor allem für diejenigen, deren entspannter Wohlstand unverdient vererbt wurde oder wird. Alle anderen müssen ran und versuchen, das finanziell Beste aus ihrer Arbeitssituation rauszuholen. Wieder so ein Neider, höre ich den einen oder die andere ausrufen. Neid? Gerechtigkeit!

    • @Niels Mander:

      Es gibt auch genügend Menschen die so viel verdienen, dass sie trotz Teilzeit viel Geld zur Verfügung haben und das Mehr an Freizeit für Urlaube oder Hobbys nutzen wollen.

    • @Niels Mander:

      Natürlich ist Teilzeit Lifestyle. bei denen, wo am Ende des Geldes noch viel Monat übrig ist, stellt sich die Frage gar nicht.



      Meine Frau arbeitet auch Teilzeit mit flexibler Einteilung. Und verdient mit ihren 20 Stunden noch mehr, als ich mit meinen 40+x. So lange sie das möchte (eigentlich wollen wir es beide, da wir schon damals beschlossen haben, das unsere Kinder nicht in eine KiTa-Verwahranstalt abgeschoben werden sollen), kann sie auch so weiterarbeiten. Und wir haben beide nicht geerbt und werden es auch wahrscheinlich nicht. Die Eltern beider Seiten waren relativ arm im einfachen Beamtendienst bzw als Verkäuferin. Momentan reicht unser beider Einkommen aber locker für einen guten Lebensstil. Augen auf bei der Berufswahl.

  • Zitat:"Wie viel [Freizeit] davon zur Verfügung steht, ist schließlich nicht gegeben, sondern wurde von Gewerkschaften und Arbeiterinnen erkämpft."



    Nein, das kann man so leider nicht sagen!! Unsere Freizeit von der Arbeit wurde erkämpft durch erfolgreiche Unternehmen mit guten Produkten und diese weltweit gefragt. Sie ist Resultat einer hohen Produktivität, also Warenausstoß durch hohen Grad an Maschinisierung und Effizienz. Dies ist ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Produzenten, die das know how und die Effizienz nicht haben.



    Jetzt zu argumentieren, dass das in Stein gemeißelt sei und man nur intern, also auf der Insel der Glückseeligen das Vorhandene 'intern' gerecht verteilen könnten ist letztlich ignorant. Nein, wenn wir den Wohlstand erhalten wollen, müssen wir eben in definierten Bereichen unsere Spitzenpositionen halten. Sonst wird woanders produziert und wir kaufen eben zukünftig nicht nur Elektronikprodukte aus China oder sonstwo her, sondern auch überwiegend Autos, Maschinen, Chemische Produkte usw. Dann ist es vorbei mit Umverteilungsfantasien auf bestehendem Status Quo. Dann geht's rückwärts... für uns alle.

    • @Tom Farmer:

      Haha, als würde der Wohlstand nicht vor allem den Unternehmern und Aktionären zugute kommen. Wann in der Geschichte hat technologischer Fortschritt oder Innovation denn tatsächlich dazu geführt, dass Arbeitszeit verringert wurde? Nein, das musste natürlich gegen Widerstand durchgesetzt und erkämpft werden, steht doch alles in den Geschichtsbüchern.

      • @Axotono:

        Zum Mythos der stets gleichbleibenden Arbeitzeit hat @Sarru-kinu ja schon geschrieben. Hier dann noch zum zweiten Mythos, alles fließe in die Unternehmertaschen:

        Finden Sie doch mal ein Unternehmen, dass auch nur annähernd so viel Gewinn ausschüttet, wie es Löhne und Gehälter zahlt! Will sagen: Solange es gut läuft, haben zwar relativ gesehen (also pro Kopf) die Unternehmer mehr von den erzielten Umsätzen. In absoluten Zahlen fließen sie aber weit überwiegend - grob über den Daumen in zehnfacher Höhe - den Beschäftigten zu. Nur weil die das Geld vom Arbeitgeber und nicht vom Kunden bekommen, ist es ja trotzdem auch dort erwirtschaftet.

      • @Axotono:

        Es ging mir darum das klarzustellen. Alle haben da mitgeholfen und Druck aufgebaut um dahin zu kommen wo wir heute sind. Ingenieure und Entwickler, Arbeiter und Verwaltung, und ja, auch Unternehmer und Gewerkschaften. Aber eben nicht nur Arbeiter und Gewerkschaften,.... wie man aus dem Bericht so herauslesen muss. Ist es nicht verdammt logisch, dass ein Unternehmer erst dann Arbeitszeiten verkürzen kann, Sozialabgaben leisten kann kann.... wenn der Betrieb/Produktqualität usw. das hergeben? Dass das ein Gesamtgesellschaftlicher Prozess war.... klar, was sonst?

      • @Axotono:

        Die durchschnittliche Arbeitszeit sinkt in Deutschland ja seit vielen Jahrzehnten kontinuierlich. Zur Zeit der Wende wurden 4h im Schnitt mehr gearbeitet als heute beispielsweise. Eine Erhöhung der Arbeitszeit findet sich das letzte mal noch im ausgehenden 19. Jahrhundert. Natürlich hat das eben auch mit dem technischem Fortschrit zu tun. Es wird auch deutlich weniger schwer körperlich gearbeitet, eine weitere Nebenwirkung des Fortschritts. Vielleicht mal echte Geschichtsbücher konsultieren statt Marx mit den Antworten von vor 150 Jahren? Die haben damals schon nicht wirklich gepasst und tun es heute erst Recht nicht.

        • @Šarru-kīnu:

          "Deutlich weniger schwer körperlich" zu arbeiten ist kein Wert an sich. Ich habe in "meiner" Firma in wenigen Jahren etliche nicht-schwer-arbeitende Mittfünfziger mit Depressionen in den langandauernden Krankheitsstand und anschließend in die Frührente verschwinden sehen. Dauerdruck von oben und ein Vier-Schichten-System schaffen das auch ohne viel Kraftaufwendung...

    • @Tom Farmer:

      Moin Tom, ist nicht ganz richtig...denn zumindest das Krankengeld, ein großer Ausgabenposten bei den Kassen, berechnet sich nach dem Gehalt.



      Zudem wechseln nach meiner subjektiven Erfahrung viele ja gerade aus gesundheitlichen Gründen in die Teilzeit.

      • @Mariex:

        "...zumindest das Krankengeld, ein großer Ausgabenposten bei den Kassen,..."

        6,6 Prozent - mehr nicht.

        Das Krankengeld verursachte bei Einführung der der allgemeinen Versicherungspflicht unter Bismarck tatsächlich den größten Teil der Ausgaben der Krankenkassen (medizinisch ging halt noch nicht so viel...). Deshalb - und nicht etwa zum Zweck der solidarischen Umverteilung - sind auch die Beiträge traditionell einkommensanhängig. Das Verhältnis hat sich - vornehmlich durch Lohnfortzahlungsanspruch und medizinischen Fortschritt seither auf den Kopf gestellt.

        Freilich sind auch andere wichtige Leistungen der gesetzlichen Sozialversicherungen einkommensabhängig, insbesondere Rente und ALG. Insoweit kann man dort sehr wohl davon auszugehen, dass die weniger einzahlenden Teilzeitbeschäftigten auch weniger rausholen. Da kostet "nur" die Verwaltung das gleiche pro Kopf - was leider auch ein ordentlicher Batzen ist...

  • So verkürzt die Aussage mit der Lifestyle-Teilzeit ist - es gibt sie. Und zumindest in Mangelberufen ist das ein gesamtgesellschaftliches Problem. Und ja, die meisten haben individuelle Gründe dafür. Was aber auch gesagt werden muss: unser progressives Steuersystem macht mehr Arbeit finanziell nicht unbedingt attraktiv. Am übelsten ist es in der Gehaltsgruppe. 50-60.000 Euro: kurz vorm Spitzensteuersatz und noch unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze. Von jedem zusätzlich verdienten Euro 0,60 € an Steuern und Sozialabgaben weg. Das Verhältnis aus investiert der Lebenszeit und mehr netto stimmt einfach nicht mehr. Man sollte das diskutieren, und nicht komplett die Augen davor verschließen. Die Lifestyle Teilzeit zu leugnen ist genauso falsch wie der verkürzte Vorschlag der Union.

  • Leider fehlt der letzte Punkt: Vollzeit ist auch eine Frage der Steuern. Wenn man von jedem weiteren Euro, den man verdient 42 an Steuern und unter Umständen noch weitere 20ct an Sozialabgaben zahlen muss, muss man für jeden weiteren netto Euro drei brutto Euro verdienen. Das lohnt sich nicht. Dann lieber Teilzeit. Man profitiert von allen staatlichen Leistungen muss aber weniger dazu beitragen. Der Staat muss schlanker werden, weniger Aufgaben übernehmen, damit es Anreiz gibt, etwas beizutragen.

    PS: Die Selbstironie "....um den Standort mit einem weiteren neunmalklugen Text voranzubringen." hat mir gut gefallen ;)

  • Sehr guter Text der da am Abend entstand.



    Ich arbeite selbst Teilzeit. 25 Stunden. Freiwillig. Früher der Kinder wegen, heute Pflege eines Elternteils. Ich könnte auch 30 Stunden. Aber ich habe Angst, dass wenn ich jetzt höher gehe später nicht mehr runtergehen kann.



    Und: es reicht ja auch so. Finanziell. Und sozial.



    Und da ist die Krankheit des Systems. Mehr arbeiten? Gern. Aber ich brauche ein WOFÜR, lieber Herr Merz.



    Zum Abbau des Schuldenbergs Deutschlands? Das reizt mich nicht. Wahrscheinlich niemanden.



    Also WOFÜR? Steuerlich wäre es für mich unrentabel, das haben wir durchgerechnet. Zum Gesundheitssystem habe ich vollen Zugang, egal ob 25, 30 oder 40 Stunden. Und Rentenpunkte😅, mir egal, außer verbeamtet kann man von der gesetzlichen Rente eh nicht gut leben. Wir haben privat vorgesorgt. Ob genug wird sich dann zeigen🫣



    Zur Teilzeitdebatte sage ich: Merz und Kollegen müssen einsehen, dass ohne Anreiz keiner mehr arbeiten wird.



    Und die Teilzeitbefürworter müssen einsehen, dass volle Sozialabsicherung für 20 oder 30 Stunden ein defizitärer Luxus ist.



    Ein 'Vollzeit-Sozialstaat' kann von Teilzeit nicht bewirtet werden. Teilzeit heißt soziale Standards für ALLE Nutzer runter.

    • @Antje1971:

      Und die Teilzeitbefürworter müssen einsehen, dass volle Sozialabsicherung für 20 oder 30 Stunden ein defizitärer Luxus ist.

      Da die Sozialbeiträge vom Gehalt, unabhängig von der geleisteten Arbeitszeit berechnet wird führe ich ihren Gedanken einmal weiter:



      Niedriglohn ist dann auch ein defizitärer Luxus.