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Hitzerekorde und Verhalten der PolitikFast schon unterlassene Hilfeleistung

Silke Mertins

Kommentar von

Silke Mertins

Statt in den Hitzeschutz zu investieren, tun Politik und Wirtschaft so, als seien heiße Tage die Ausnahme der Regel. Dabei sind sie das neue Normal.

D ie Steverhalle in Senden bei Münster: draußen sind es 37 Grad, in der Halle selbst kaum kühler. Die Kon­zert­be­su­che­r*in­nen fächern sich hektisch Luft zu. Die ganze Veranstaltung ist für Zuschauer und Musiker eine einzige Zumutung. Der Witz: Die Steverhalle wurde gerade erst aufwendig saniert. Nur an eines haben die Verantwortlichen nicht gedacht: eine Klimaanlage. Die Steverhalle ist ein typisches Beispiel für Regierungshandeln auf allen Ebenen in Deutschland. Ja, man hat erkannt, dass der Klimawandel ein Problem für die Zukunft darstellt. Und ja, viele Kommunen sind stets bemüht, die CO₂-Emissionen zu senken. Manche Städte und Gemeinden haben dazu richtig gute Programme entwickelt, um das Leben in den Städten erträglicher zu machen, beispielsweise Bochum.

Aber insgesamt wird noch immer so getan, als ginge es nur darum, mal ein paar besonders heiße Tage zu überstehen. Wenn man sich vor Augen führt, dass sich in den vergangenen 10 Jahren die Zahl der Hitzetoten nahezu verdoppelt hat, dann kann man hier fast schon von unterlassener Hilfeleistung sprechen: Zwischen 2005 und 2014 waren es 20.000 bis 25.000 Tote und zwischen 2015 und 2024 bereits 39.000 bis 41.000.

Da geht es längst nicht mehr um die Zukunft, sondern um Maßnahmen für das Hier und Jetzt: mehr Freibäder mit mehr Schatten, Trinkbrunnen an jeder zweiten Ecke, wohnortnahe Abkühlungsräume für Menschen, deren Wohnungen überhitzt sind, Fassaden begrünen, Pflegeheime und Kliniken wenigstens mit Deckenventilatoren nachrüsten. Denn gerade alten Menschen ist nicht sonderlich damit geholfen, sie vom überhitzten Altenheim ins überhitzte Krankenzimmer zu verlegen. Viele Krankenhäuser haben nicht einmal Jalousien oder Vorhänge zur Verdunklung.

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Bei den Unternehmen sieht es kaum besser aus als im öffentlichen Raum. Das höchste der Gefühle, was den Arbeitgebern bei Hitze einfällt, ist, den Beschäftigten ein Eis zu kaufen. Ob Werkstätten, Fabriken, Büros – Klimatisierung ist die Ausnahme, obwohl man sie im Prinzip mit eigenen Solaranlagen energetisch versorgen könnte. Dass die Unternehmen hier nicht längst investiert haben, verwundert, denn die Leistungsfähigkeit von Menschen verringert sich bei Hitze drastisch. Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sinkt die Produktivität um etwa zwei bis drei Prozentpunkte pro zusätzlichem Grad über 20 Grad. Schon eine viertägige Hitzewelle reduziert das Produktivitätswachstum in Westeuropa um bis zu zwei Prozentpunkte pro Quartal.

Dabei existieren bereits viele Lösungen bei Hitzeproblemen: Steine, die sich weniger aufheizen, wurden bereits entwickelt. Auf Fassaden können spezielle Moose angesiedelt und Dächer mit leichten Granulaten statt Erde begrünt werden. An Ideen mangelt es jedenfalls nicht. Politik und Wirtschaft müssen dringend begreifen, dass der Klimawandel mit seinen häufigen Extremwetterereignissen bereits da ist – und entsprechend handeln. Denn letztlich ist es auch eine Frage der Freiheit: Ohne Anpassungen sind wir im Sommer in unseren Häusern gefangen.

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Silke Mertins

Silke Mertins Redakteurin Meinung

Kommentatorin & Kolumnistin, Themen: Grüne, Ampel, Feminismus, Energiewende, Außenpolitik
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125 Kommentare

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  • Politiker müssten generell einmal im Jahr für eine Woche in Räumen, nur mit Geldkisten frisch gedruckter Geldscheine und ein paar Kisten Wasser verbringen müssen, damit sie ganz bewusst die Erfahrung machen - Geld kann man nicht essen....

  • Wir benötigen vor allem ausreichend Klimaanlagen in der Wohnbebauung, um uns gegen die Hitze zu wappnen. Ein Planschbrunnen und mehr Bäume in der Stadt sind keine Equivalent zu einer gekühlten Wohnung, vor allem in den Obergeschossen.

  • Sie kennen sicher die alte Staatsformel : "Ich übergebe meine Freiheitsrechte an den Staat, dessen Eingriffsmöglichkeiten durch Gesetze geregelt werden, die demokratisch legitimiert sind. Dieser Staat beschützt mich im Rahmen der Gesetze, aber er muss sich auch selbst daran messen lassen."



    Steuern und Gesetze werden also vom Einzelnen durch Aufenthalt in diesem Staate akzeptiert, Gesetze sind aber auch vom BürgerIn gegenüber dem Staat einforderbar.



    Hier: der Staat unternimmt zu wenig bis nichts die schon lange vorhersehbaren Auswirkungen der bevorstehenden Heißzeit (um den irreführenden Begriff Klimawandel zu meiden) zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten zu begrenzen.

    • @Helmut Zapf:

      Ich habe mir die Schieflage so erklärt, dass der Staat, Parlamente und Parteien mit überdeutlicher Mehrheit von Personen ohne naturwissenschaftliche Ausbildung dominiert ist. Das können Sie mit einfacher deskr. Statisitik belegen.



      Wir hatten das jetzt einmal länger anders, das war aber kein Durchbruch, die Nachfolger hatten das schon wieder nicht.

      • @Hans - Friedrich Bär:

        Es ist nicht die mangelnde Bildung der Politiker, es ist der Einfluss der Lobby, der Entscheidungen weg von der Vernunft hin zu egoistischen Gewinnzielen leitet.







        Ich glaube nicht, dass Reiche und Merz nicht ganz genau wissen, was sie tun. Auch ohne Wärmeleitfähigkeiten oder Schmerzrezeptoren richtig verstehen oder erklären zu können, sind sie nicht dumm genug, um z.B. nicht zu wissen, was Hitze bei kreislaufschwachen, alten Menschen anrichtet. Ich halte sie schlicht für empathielose Menschen, die sich sicher sein können, selbst nie von solchen Zwangslagen betroffen zu sein, weil ihr finanzieller und gesellschaftlicher Status dies verhindern wird.

  • Tja. Über lange Jahre wurden jegliche Maßnahmen zur Linderung der Folgen des Klimawandels bekämpft und verteufelt, weil diese "das Grundproblem nicht lösen!"

    Wer den Klimawandel nicht aufhalten, sondern sich auf ihn einstellen wollte, war schon fast ein Verräter an der guten Sache...

    Den Strohhalm aus Plastik hätte man vermutlich auch bei Hitze mehrmals verwenden können. Der aus Papier wird nach einem Getränk auf jeden Fall zu Müll.

    • @Metallkopf:

      Der Halm aus Plastik bleibt der Umwelt Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte erhalten, auch in Form von Plastikpartikeln - höchst gefährlich und bereits jetzt sogar in Muttermilch zu finden. Der Halm aus Papier ist nach ein paar Wochen unschädlich zerfallen.

    • @Metallkopf:

      Wenn ich sehe, wie viele unnötige Plastikpflanzen tagtäglich bei Ikea und Konsorten verkauft werden, wünsche ich mir meinen Plastikstrohhalm zurück…

      • @ToMuch:

        Genau! Sonst ist die Verdreckung von Natur und Umwelt nicht schnell genug hinzukriegen....

  • Es klingt als hätte der Staat die Gemeinden verpflichtet ihre Parks und sonstigen Grünflächen zu versiegeln, um den Händlern vor Ort Parkplätze für deren Kunden zu schaffen. Dem ist nicht so. Die Kommunen trafen diese Entscheidungen aus ganz eigenen Zielen heraus. Heute sind die Händler weg, Dönerbuden und Bürokomplexe blieben. Nun soll der Staat die Gemeinden wieder aufhübschen, mit Steuergeld. Nein Danke



    Es ist wichtig für jede Stadt sich langsam den neuen Gegebenheiten anzupassen. Denn je länger sie warten, desto unattraktiver werden ihre Gemeinden. Daher werden die Gemeinden kreativ sein, um es zu schaffen. Der erste Versuch, lass alles vom Staat bezahlen. Ich bin mir sicher, es werden auch konstruktive Ideen entstehen, wenn man die Gemeinden nur lässt.

  • Meine Wohnung wurde im Laufe des Samstags unbewohnbar. Sollten solche Hitzewellen öfters passieren, müsste ich mich wohl auch irgendwohin begeben, um so einen Tag zu überstehen. Oder mir teure Geräte holen, die das eventuell nur abmildern und die Strom fressen .... Ich denke, die Politik ist gut beraten, gerade Kinder und Senioren besser zu schützen. Und was war das Angebot bei mir?



    Gab keins. Ich hätte wohl in eine Bibliothek fahren können oder länger im Supermarkt rumsuchen können, viel war das nicht möglich.

    • @Andreas_2020:

      @ Andreas_2020



      Man sollte sich auch nicht unbedingt ein Penthouse mit 40 Meter Glasfronten ohne Beschattung & Klimaanlage als Domizil auswählen, womöglich mit unisoliertem Flachdach !

  • Die Hitze ist von Menschen gemacht, man hätte mehr Schattenspendete Bäume pflanzen müssen, statt jeden freien Platz zu zu Betonieren. Wir sind zu viele Menschen, da wird die Hitze unser kleinstes Problem werden, wenn das Wasser nicht mehr ausreicht. Es wurde auch nicht in die Zukunft gedacht sondern nur für Heute, den Moment.



    Heute finanzieren wir Kriege, Unruhen produzieren dadurch riesige Zerstörung an unserer Natur. Während wir ständig nach Schuldigen suchen, entscheiden wir uns täglich mehr für Zerstörung und damit gegen menschliche Existenz und Leben.

  • Dem gibt es nichts hinzuzufügen. Im unklimatisierten Büro erreichen die Temperaturen bereits um 8.00 knackige 34°C und was tut der Chef?



    Er lädt in sein klimatisiertes Zimmer ein und spendiert ein Eis.

    Unpackbar.



    Grüße aus Wien

  • Ich finde die Diskussion sollte ernsthafter geführt werden als dem Staat "unterlassene Hilfeleistung" oder "Freiheitsberaubung" (s.u.) zu unterstellen (demnach wären Steuern Diebstahl und Gesetze Nötigung)?

  • Was darf man lesen: jeder ist seines Glückes Schmied bzw. Staat, Land Kommune tun zu wenig gegen die Hitze. Ja, man kann das Problem individualisieren, dann opfert man die Alten, Kranken, sozial Schwachen, also alle, denen es an Geld mangelt. Oder man sieht Stadt, Land, Staat in der Verantwortung, dann benötigen diese Institutionen die Mittel, ihre Aufgaben zu erfüllen, also Steuern, die direkt bzw. indirekt am wirtschafltichen Erfolg der hier ansässigen Firmen hängt. Also: ökonomischer Erfolg auf dem internationalen kaptialistischen Markt. Solange unser Wohl und Wehe daran hängt, dass Unternehmen Gewinne machen, hängt unser Wohl und Wehe an der Ausbeutung und Zerstörung der menschlichen Lebensgrundlagen des Planeten. Vereinfacht formuliert: die Frau Reiches dieser Welt fördern bspw. fossile Geschäftsmodelle, weil damit Gewinne erzielt werden können, die Arbeitsplätze sichern und Steuereinnahmen generieren. Und damit auch die nächste Hitzewelle.



    Im Kapitalismus Lösungen zu finden für Probleme, die der Kapitalismus strukturell produziert ist wohl eher sinnlos. Denn es gilt weiterhin der alte Satz: Eher ist der Untergang der Welt vorstellbar als der Untergang des Kapitalismus.

    • @Favier:

      Vor Reiche hatten wir die "grünen Spinner" mit in der Regierung und die haben innerhalb des Kapitalismus eine ganz andere Schallplatte gespielt als Merz und Reiche. Aber, weil ein paar kleine Zumutungen oder Befürchtungen schon zu viel waren und Migranten sowieso viel gefährlicher sind als der Klimawandel, haben wir uns von der Vernunft verabschiedet und lieber die gelogenen Versprechen von Steuersenkungen und Tauruslieferungen gewählt.







      Auch innerhalb des Kapitalismus gäbe es Lösungen für Probleme und auch der Kapitalismus selbst ist großteils ein Problemlöser (man denke nur an die Millionen Hungertoten in China in den vorkapitalistischen Zeiten). Man muss die erwirtschafteten Mittel eben nur in die richtigen Bahnen lenken. Man kann auch mit Windrädern und Wärmepumpen Gewinne erzielen, Arbeitsplätze sichern und Steuereinnahmen generieren, es müssen nicht unbedingt Verbrennerautos und Frackinggas sein.

      Hier ein Beispiel, wie "kapitalistisch erwirtschaftetes Geld" seitens des Staates sinnvoll eingesetzt werden könnte: www.tagesschau.de/...tze-klima-100.html



      oder genauer:



      www.gruene-bundest...olitik-fuer-dich-b

    • @Favier:

      "Eher vorstellbar" ist für 2026 aber gewaltig untertrieben.

      Der Untergang der Welt, wie wir sie kennen und ausnutzen, ist mitten im Gange. Die Kipppunkte rauschen einer nach dem anderen im Rückspiegel vorbei.



      Der Kapitalismus ist so dominant wie zuletzt um 1900.

  • Es ist richtig, dass wir in unserem Land versuchen mit gutem Beispiel voran zu gehen.



    Um etwas zu bewirken müsste die ganze Welt mitmachen und gemeinsam einen Plan festlegen. Das wird jedoch nicht so schnell Realität werden.

  • "Da geht es längst nicht mehr um die Zukunft, sondern um Maßnahmen für das Hier und Jetzt: mehr Freibäder mit mehr Schatten, Trinkbrunnen an jeder zweiten Ecke, wohnortnahe Abkühlungsräume für Menschen, deren Wohnungen überhitzt sind, Fassaden begrünen, Pflegeheime und Kliniken wenigstens mit Deckenventilatoren nachrüsten."

    Alles richtig, aber in der Realität nicht im "Hier und Jetzt" = heute und sofort umsetzbar wenn überhaupt.

    Auch ohne "Bürokratie" braucht es Vorlauf. Es braucht Material, es braucht Planungspersonal und es braucht Baufirmen, die entsprechende Kapazitäten frei haben.

    Nehmen Sie z.B. nur die Forderung nach "Trinkbrunnen an jeder zweiten Ecke": Wie viele wären das alleine in Berlin? Und Hamburg? Köln? München? Und in all den anderen Städte und Gemeinden? Soviele Brunnen sind garnicht verfügbar. Und jeder Brunnen braucht eine Wasserzuleitung, d.h. die Straßen müssen aufgerissen und dann wieder hergerichtet werden. Und es muss im Betrieb einwandfreie Trinkwasserqualität gewährleistet sein.

    Abkühlungsräume? Die den Rest des Jahres leerstehen (müssen)? Wo heute der normale Wohnraum nicht ausreicht?

    Ich fürchte, wir reden von Jahren. Wahrscheinlich von Jahrzehnten.

    • @Josef 123:

      Nicht umsonst sagen Experten, die Versäumnisse sind vor 20 Jahren passiert.

  • Anscheinend denk jeder, der Staat wäre für das eigene Leben verantwortlich. Nein. Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Wenn mir die Wohnung zu heiß ist, muss ich umziehen, wenn mir der Arbeitsplatz zu heiß ist, muss ich den wechseln. Wenn ich ne Klimaanlage will, kauf sie. Was für ne Panikmache. Und wenn Leute sterben, ja das passiert. Die Zahlen sind Schätzungen. Der Staat ist nicht dafür verantwortlich, dass ich ein super schickes Leben habe, das bin ich selbst.

    • @AllesWirdGuter:

      @AllesWirdGuter



      Erste Lektion - den Staat bilden wir Bürger.



      Zweite Lektion - wenn die Regierung durch Gesetze Klimaanlagen verbiet, haben Sie sich daran zuhalten.



      Dritte Lektion - die Bürger sind nicht selbstverantwortlich, wenn die Regierung Sie in den Krieg schickt, heißt es die Stiefel anziehen.



      Klar, wenn Sie bei dem Einastz sterben, wissen Sie wenigstens für wen - für Industrie-, Wirtschafts- & Kapitalstrukturen.

    • @AllesWirdGuter:

      Anscheinend denken sie, dass der Staat für gar nichts verantwortlich ist, sobald es um Themen wie die staatliche Daseinsführsorge geht.

    • @AllesWirdGuter:

      Ja klar, sehr schlüssig: wenn die Wohnungsnot extrem ist, die Mieten im Orbit kreisen, dann ist es ganz einfach, sich mit einer Durchschnittsrente oder Einkommen einfach so eine andere Wohnung zu suchen. Das ist bei Jobs genauso: ich suche mir halt einen anderen Job. Diese Haltung spricht für ein nicht entwickeltes Bewusstsein der Realitäten in unserer Gesellschaft. Und wenn die Politik sich nicht um solche Probleme kümmert, dann versagt sie. Niemand erwartet, das "der Staat alle Verantwortung für das eigene Leben übernimmt" doch die Rahmenbedingungen liegen ganz klar in der Verantwortung des Staates. Dafür ist ein Staat letztendlich da.

    • @AllesWirdGuter:

      "...Jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich. Wenn mir die Wohnung zu heiß ist, muss ich umziehen, wenn mir der Arbeitsplatz zu heiß ist, muss ich den wechseln. Wenn ich ne Klimaanlage will, kauf sie..."







      Ernsthaft?







      Nehmen sie eine Krankenschwester, die im Seniorenheim arbeitet und in einer Wohnung in der gleichen Kleinstadt wohnt. Die Wohnung dürfte sie nur mit einer Klimaanlage ausstatten, wenn der Vermieter es zulässt, was, wie so oft, hier nicht der Fall ist. Aber gut, einfach eine neue Wohnung mit Klimaanlage suchen; soll der Nachmieter das Problem haben.







      Nur, neue Wohnung in der Stadt ist nicht zu finden. Muss sie halt ganz woanders wohnen, auch wenn der Ehemann in der Kleinstadt einen klimatisierten Bürojob hat (man kann sich ja auch einfach scheiden lassen). Aber auch egal, im Seniorenheim gibt es ja eh keine Klimaanlage, weil zu teuer oder verboten wegen Denkmalschutz. Dann kündigt sie dort einfach. Sollen die Alten doch alleine vor sich hin schwitzen und kollabieren und sterben (ja, passiert halt). Wenigstens hat sie jetzt ein "schickes leben".







      Wie schön, dass es Leute wie Sie gibt, die richtig gute Lösungsvorschläge bringen, die auch funktionieren.

      • @Sisone:

        Ich sag nur, jeder muss abwägen, was ihm wichtig ist. Alles wird man nie bekommen

      • @Sisone:

        Mobile Monoblockklimaanlagen sind nicht das effizienteste, aber dafür brauchen Sie keine Einwilligung des Vermieters

      • @Sisone:

        Ich hab nicht gesagt du musst in der selben Stadt bleiben. Alles Abwägung. Gibt Gegenden, da findet man leicht neue Wohnungen, auch zu gutem Preis, aber vielleicht kann man nicht alles haben.

    • @AllesWirdGuter:

      Nur nimmt mir der Staat mein Geld weg und gibt es an die Treiber der Klimakatastrophe weiter. Wenn er das lässt und den angerichteten Schaden mir mit Zins und Zinseszins erstattet hat, ein bisschen Schmerzensgeld obendrauf: Dann können wir reden!

    • @AllesWirdGuter:

      Wenn ihr kein Brot habt, esst doch einfach Kuchen... Wenn Sie die Probleme der Prekarisierten so nerven, ziehen Sie doch einfach auf Ihre Privatinsel.

    • @AllesWirdGuter:

      Wenn Ahnungslosigkeit auf Empathielosigkeit trifft entsteht dieser Ragebait-Kommentar.

      Es sei denn er ist als verunfallte Parodie all die Ignoranten gemeint, die den Ernst der Lage entweder nicht verstehen können oder wollen. In dem Fall will ich nichts gesagt haben.

    • @AllesWirdGuter:

      Genau. Einfach die Wohnung wechseln, wenn die zu heiß wird.



      Tun wir bei Socken schließlich auch.



      Jessas ...

  • Ja, das ist unterlassene Hilfeleistung.



    Und bei Vielen sind es wirklich »nur ein paar heiße Tage« oder »ist halt Sommer!« Der hat gerade erst angefangen und da dürfen wir gespannt sein, ob sich präventiv jemand etwas ausdenkt, falls es in den kommenden Monaten nochmal so hochfackelt .



    Eine Bitte hätte ich: Wenn es so heiß ist, geht bitte nicht Joggen. »Ja, aber...« - nein. Macht das in der Frühe und nicht mittags. Denn nun kommen auch noch die Freizeitsportler*nnen in die Notaufnahmen reingeschmolzen und einen Hitzschlag durch Sport bei 37° kann man vermeiden, indem man die Füße stillhält. Die Alten in den überhitzten Pflegeheimen hingegen sind dem Ganzen wehrlos ausgeliefert und da interessiert mich, welche Ideen Frau Warken dazu wohl hat. Es sieht so aus, als müssten wir uns schnell etwas einfallen lassen.



    Denn die Regierung tut es nicht.

    • @narkosedingsbums:

      Wollte ich noch ergänzen weil die Kommentarfunktion noch auf ist : Es gibt in der Physikalischen Therapie das Überwärmungsbad mit 38,°5 bis 41°C Wassertemperatur . Das ist ausgesprochen gefährlich wenn man nicht auf die Patienten aufpasst wegen Selbstanwendung von "viel hilft viel und geht dann schneller" (bis zur Bewußtlosigkeit) . Man muss auch größten Wert darauf legen, dass die Thermometer genau messen.

    • @narkosedingsbums:

      "Unterlassene Hilfeleistung" 323cStGB ist juristisch mühsam, da wird selten drauf erkannt.



      Die Schmerzschwelle der Aδ Fasern für Temperatur beginnt ab ca. 42°C, ab dieser Temperatur, gerinnt Eiweiß, setzen Gewebsschäden ein. Fieber 42°C wird deswegen im Ggs. zur Außentemperatur eher nicht überlebt. Die Thermoregulation über Schwitzen puffert diese Erfahrung weg. Viele wissen nicht warum sie überleben. Das ist das schwierige an der Gefahrenaufklärung.



      Sorglose Klinikplanung: Das ist doch wie bei Sisyphos, es sind auch immer dieselben Strukturen.

    • @narkosedingsbums:

      Die "Regierung" (ich nehme an, Sie meinen die Bundesregierung) ist dafür nicht zuständig, sondern die Städte und Gemeinden.

      • @Josef 123:

        Wenn ich dazwischen reden darf:



        Krankenhausfinanzierung ist am ehesten Ländersache (Bauten) zusammen mit den Krankenkassen (Betriebskosten).



        www.bundesgesundhe...enhausfinanzierung



        Zusätzlich sind es die Eigentümer der Krankenhäuser, wer wem was erstattet etc ist ziemlich unüberschittlich (s.Text) des BMG Artikels, und somit eine Ursache der unübersichtlichen Siutation in der Praxis.

        • @Hans - Friedrich Bär:

          In gewisser Weise haben wir beide recht:

          "Bundesregierung sieht beim Hitzeschutz Länder und Kommunen in der Pflicht /



          Berlin: Das heiße Wochenende hat die politische Diskussion um den Hitzeschutz in Deutschland neu entfacht. Bundesumweltminister Schneider betonte deshalb die Verantwortung von den Bundesländern und Kommunen. Er verwies im Deutschlandfunk auf die vom Bund zur Verfügung gestellten 100 Milliarden Euro Sondervermögen. Laut Schneider reicht das Geld aus, um etwa die jüngste Forderung der Grünen umzusetzen, öffentliche Gebäude wie Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kitas mit solarstrombetriebenen Klimaanlagen auszustatten. - In Deutschland sind vor allem Länder und Kommunen zuständig für Hitzeschutz und Hitzeaktionspläne. Der Bund kann unterstützen und fördern. (Sendung: Bayern 2 Nachrichten, 29.06.2026 10:00 Uhr)" (BR 24)

          Weitere Meldungen



          Merz sagt vor Koalitionsausschuss "großen Sprung" bei Reformen voraus (BR24

  • Na ja, die genannten Maßnahmen sind nicht verboten, oder? Also kann sie jeder, der sie für nötig erachtet, ergreifen. Er kann wählen: Urlaub oder Klimaanlage. Ein kleines mobiles Gerät gibt es (gut, aktuell sind sie ausverkauft) für 200-500 Euro. Wir können und müssen uns auf wärmere Zeiten einstellen. Aber es gibt auch etwas wie Eigenverantwortung. Aber nein, lieber nach dem Staat rufen. Das ist das große Problem, dass wir haben.

    • @Strolch:

      "...Aber es gibt auch etwas wie Eigenverantwortung. Aber nein, lieber nach dem Staat rufen. Das ist das große Problem, dass wir haben..."







      Das wirkliche Problem, das wir haben, dass "der Staat" die Augen verschließt und die neue Realität noch verschärft.







      Nehmen wir nur Berlin; statt die Stadt klimaresilienter zu gestalten, werden bei "Sanierungen" und Neubauten wie dem Gendarmenmarkt oder Fußgängerzonen Bäume einfach vergessen, werden für schöne "Sichtachsen" am Schäfersee oder für Straßensanierungen gesunde Bäume gefällt, werden am Havelufer Bäume gefällt für den schönen Touristenausblick auf´s Wasser. Dann eine Energie- und Verkehrspolitik, die einen nur noch sprachlos zurücklässt und all die Dinge protektiert (Flugbenzin, Treckerdiesel, Verbrennerautos, Öl- und Gasheizungen, fossile Verstromung usw.), die die ganze Situation erst verursacht haben.







      Es gibt neben der Eigenverantwortung auch eine Verantwortung für die Gesellschaft und die obliegt dem Staat. Wenn Sie sich eine Klimaanlage einbauen, hilft das nicht den Senioren im Heim, den Kindern in der Schule, den Menschen, die auf dem Bau arbeiten müssen usw.

    • @Strolch:

      "Aber nein, lieber nach dem Staat rufen. Das ist das große Problem, dass wir haben."

      Das "große" Problem in diesem Fall ist das der Staat seiner Verantwortung die Bürger zu schützen und vor Schaden zu bewahren nicht nachkommt. Dieser Leitsatz eines jeden demokratischen Rechtsstaats gilt universell, nicht nur auf Konflikte bezogen.

      • @Sam Spade:

        " Bürger zu schützen und vor Schaden zu bewahren " Das ist aber eine ziemliche Leerformel. Was soll das heißen, die Bürger vor Schaden zu bewahren? Soll er z.B. das Rauchen verbieten? Das Sonnenbaden? Alles schädlich.

        • @Strolch:

          Da habe ich mich wohl in ihnen getäuscht, dachte sie sind rechtskundig.

          Für sie führe ich das jetzt einmal der Einfachheit halber in Bezug auf Deutschland auf.

          Artikel 2 Absatz 2 GG behandelt das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Schutzpflicht des Staates gegenüber seinen Bürgern greift auch dann wenn deren Gesundheit durch Dritte bedroht ist. Dazu gehören Umwelteinflüsse aber auch Krankheiten wie Pandemien.

          Diese Form der Schutzpflicht des Staates gegenüber seinen Bürgern werden sie in so gut wie jeder Verfassung von demokratischen Rechtsstaaten finden.

          Bei uns in Norwegen ist es bei diesem Thema in der Verfassung der Umweltparagraph 112 der jedem Bürger das Recht auf eine Umwelt einräumt, welche die Gesundheit seiner Bürger schützt. Schutz vor Hitze gehört dazu. Denn auch in Norwegen treten Hitzewellen vermehrt in Erscheinung.

          • @Sam Spade:

            Vielleicht habe ich etwas zu knapp geantwortet: Die Grundrechte sind auf einem abstrakt derart hohen Niveau, dass diese nur durch Rechtsprechung mit Leben gefüllt werden können. Und - auch das ist eine Binsenwahrheit - Sicherheit und Freiheit stehen in einem ständigen Konflikt und das Leben endet mit dem Tod. Das heißt aber auch, dass der Staat ständig abwägen muss, wo lässt er Freiheit und wo Sicherheit zu. Asbest ist verboten, da es die Gesundheit massiv gefährdet und es andere Alternativen gibt. Rauchen ist nicht verboten, da es auch ein Recht ist, sich selbst zu schädigen, der Nichtraucherschutz sieht aber Einschränkungen vor. Vor Hitzewellen kann einen niemand schützen. Wir können nur die Folgen mildern, zB durch die genannte Klimaanlage. Der Staat kann vielleicht bei baulichen Gegebenheiten (siehe Kommentar Sisone) eingreifen und gestalten. Vor UV-Strahlung schützt mich der Staat auch nicht. Ich kaufe selber Sonnencreme und creme mich ein. Der Verweis auf Art. 2 geht daher viel zu kurz, da zu allgemein. Und, wenn ich in Joutenheimen von einem Gewitter überrascht werde, würden Sie mich vermutlich auslachen, wenn ich sage, der norwegische Staat hätte mich davor schützen müssen.

  • Das Interessante an den aktuellen 'Hitze-Diskussionen' ist, dass alles unter dem Motto "Was machen wir jetzt? Was können wir überhaupt noch tun?" betrachtet wird. Ich sehe dies mittlerweile (bei aller Betroffenheit und Berechtigung) als reines Ablenkungsmanöver vom Kernproblem: unverminderter CO2-Ausstoß inkl. Unterstützung der fossilen Industrie weltweit.



    Dieser Artikel vergisst dies auch, legt allerdings den Finger in eine offene Wunde: die steigende Anzahl an Hitzetoden wird mit unterlassener Hilfeleistung in Verbindung gebracht - endlich.



    Ebenso empfinde ich es als Freiheitsberaubung, wenn ich meine Wohnung tagelang wegen der Hitze nicht verlassen kann.



    Ich bin kein Jurist, aber ...

    • @Helmut Zapf:

      Die Omegawetterlage soll durch den Klimawandel ca 4 Grad waermer gewesen sein.



      Deutschland hat einen Anteil von 2% an den weltweiten CO2-Emmissionen.



      Folglich waeren die Temperaturen bei einem klimaneutralen Deutschland 0,08 Grad niedriger gewesen. Auf den Rest haben wir keinen Einfluss, sich darauf zu verlassen entspricht dem Prinzip Hoffnung.

      Das Kernproblem ist dementsprechend die Annahme, wenn wir diese 0,08 Grad Temperaturveringerung (aka Klimaneutralitaet) erreichen, braeuchte es keine Klimaanlagen.

      Ob man das nun unterlasse Hilfeleistung oder ideologisch-strukturellen Todschlag nennt, bringt meiner Mutter im Pflegeheim ohne Klimaanlage absolut garnichts.

      Der Versuch den Klimawandel zu stoppen oder sich auf diesen vorzubereiten gleicht in Deutschland einem Arzt, der Antibiotika bekaempft. Zum Glueck sind wir diesbezueglich eine krasser Aussenseiter, sonst waere der Planet schon laengst verglueht.

      • @elektrozwerg:

        Wenn ein Arzt eine Blutvergiftung (Folge) infolge einer eiternden Wunde (Ursache) mit Antibiotika bekämpft, die Wunde aber unbehandelt lässt, ist das ein Kunstfehler.







        Dass Ihre Mutter im Pflegeheim eine Klimaanlage bekommen sollte, ist gut und mehr als richtig. Aber das sollte nicht ausschließen, dass alles machbare von allen jetzt auch für die Zukunft gemacht werden muss.







        Wenn Deutschland auch nur 2% CO2-Anteil am Weltausstoß hat, ist es doch trotzdem in den Top 10 der Weltrangliste und darüber hinaus ein wichtiger Bestandteil der EU, die immerhin schon auf 6-8 % kommt. Sollen die 190 Länder, die weniger ausstoßen, sich auch darauf berufen, dass wir ja viel mehr ausstoßen?







        Wenn wir schon bei Zahlenspielen sind:



        Wir stoßen die weltweiten 2% CO2 mit nur 1% der Weltbevölkerung aus, also pro Kopf doppelt so viel, wie der Rest der Menschheit.



        Historisch betrachten stammen von den Gesamtemissionen der Welt der letzten 100 Jahre sogar knappe 5% aus Deutschland, also pro Kopf ein vielfaches des Weltdurchschnitts. Wir sind deutlich mehr als z.B. der Sudan VERANTWORTLICH für die Misere. Und dort gibt es auch Mütter, die sich nicht einfach mit einer Klimaanlage schützen können!

  • > " Laut Weltgesundheitsorganisation WHO sinkt die Produktivität um etwa zwei bis drei Prozentpunkte pro zusätzlichem Grad über 20 Grad. Schon eine viertägige Hitzewelle reduziert das Produktivitätswachstum in Westeuropa um bis zu zwei Prozentpunkte pro Quartal."

    Diese Argumentation ist vermutlich die einzige Art und Weise um die Union zu erreichen. Auch wenn die momentane aggressive Ignoranz von den Konservativen selbst da wenig Erfolg verspricht, ein Versuch ist es aber wert schätze ich. Das Schweigen von Friedrich "der Inkompetente" Merz und Markus "der Wurstfetischist" Söder während dieser Hitzewelle spricht ebenfalls Bände.

    • @Thomas Baroque:

      Deshalb sollen wir doch alle länger arbeiten, bei voller Lohnabsenkung.

  • Warum "fast schon"? Man kann hier schon absichtliches Ignorieren unterstellen, wenn man Menschen wissentlich und mit x-facher Vorwarnung für sie gefährlichen bis tödlichen Temperaturen aussetzt. Bald wird das Überleben für alle im Sommer gefährdet sein, denn der jetzige ist immer noch der kälteste Sommer vom Rest unseres Lebens. Bald werden auch junge Leute nicht mehr darüber lachen können. Eigentlich müsste man viel lauter danach fragen, warum Regierungspolitiker, denen die Sachlage sehr wohl bekannt ist, nichts Effektives tun, um Schaden abzuwenden. Und, die drei Milliarden Menschen, deren Heimat gerade klimatisch unbewohnbar wird, werden auch bald hier auf der Matte stehen und fragen, warum wir unsere Regierung immer weiter haben machen lassen. Irgendwann kann man mit "fast schon", "eigentlich" und "könnte" auch gleich das Schreiben sein lassen. Denn, es bringt nichts mehr.

    • @Suse Münch:

      "...Denn, es bringt nichts mehr..."







      Nicht aufgeben!







      Noch haben wir die Wahl zwischen "nicht so gut" und "Katastrophe" und zwischendurch gibt es ja auch gute Nachrichten (Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch, Kohle läuft aus, Wärmepumpen-Boom trotz Verteufelung, E-Mobilität wird gewinnen, Maßnahmen gegen Entwaldungen weltweit greifen so langsam...).







      So ganz ohne Bewusstsein für die grundlegende Problematik wäre all das Positive nicht passiert, es sind also auch gute Kräfte am Werk, die weiter Ihre Unterstützung brauchen!

    • @Suse Münch:

      Wenn die Politiker tuen würden was notwendig ist, dann würde hier ein Bürgerkrieg ausbrechen! Menschen müssten wieder in kleinere Wohnungen ziehen, der Konsum müsste massiv eingeschränkt werden, Mobilität auf das minimum herunterfahren usw. Und es geht nicht nur um co2 es geht um Ressourcen allgemein... Die wenigsten würden da mitmachen und die Länder welche jetzt aufstreben, werden auch nicht auf steigenden Wohlstand verzichten... Dort kann sich das auch kein Politiker erlauben.

      Vllt ist nicht nur immer ein Fingerzeog auf die Politiker notwendig, sondern auch mal in den Spiegel.



      by the way... Firmen produzieren nicht für die Lagerhallen ;)

      • @Hitchhiker:

        "...by the way, Firmen produzieren nicht für die Lagerhallen ..."

        Die meisten Firmen produzieren aber auch selten für eine irgendwie geartete Verbesserung der Lebensbedingungen, sondern in aller Regel für den Profit!







        Das ist zwar kein Vorwurf, aber schon ein Problem. Selbst der sinnloseste Blödsinn wird produziert und die Menschen werden so lange mit Werbung bombardiert, bis es jeder unbedingt haben will, auch wenn er es de facto gar nicht braucht oder es ihm sogar schadet. Es ist das Grundproblem, dass der Konsum als das grundlegende Konzept für vermeintliches Glücklichsein fest in die Köpfe der Menschen verankert wurde.







        Ich kann ein Ei im Topf kochen, den ich schon habe, oder eben den Eierkocher kaufen. Gleiches mit Thermomix und den aktuell gehypten "Airfryer", der eigentlich auch nur ein Backofen ist. Handys müssen alle zwei Jahre auf den neuesten Stand gebracht werden und Schnickschnack aus China ist trotz Transport um die halbe Welt so billig, dass ich nicht mehr auf Haltbarkeit achten muss; einfach neu kaufen, wenn kaputt. Direktflug Berlin-Mallorca für 49 Euro als Frühbucher; das ist doch krank. Und für all den Kram arbeiten wir dann bis 70; kurz vor Herzinfarkt.

      • @Hitchhiker:

        Wahre Worte. Vor allem die mit dem Spiegel.

    • @Suse Münch:

      Dieser Text spricht mir aus dem Herzen. Danke dafür. Besser kann man das nicht formulieren.

  • "Steine, die sich weniger aufheizen, wurden bereits entwickelt. "

    Ein Hitzeplan ohne Klimaanlagen können sie vergessen.

    Bäume pflanzen, Steine die sich weniger (!) aufheizen sind bestenfalls nutzlos bei Hitze.

    Da haben sie ihre unterlassene Hilfeleistung. Je wie kann man so vernagelt sein. "Wenn du schon in einem Loch sitzt, hör auf zu graben".

    • @GregTheCrack:

      "...Ein Hitzeplan ohne Klimaanlagen können sie vergessen..."

      Einen Hitzeplan nur mit Klimaanlagen können sie auch vergessen.







      Überhaupt ein Plan wäre schon mal schön.







      Bei der Sanierung des Gendarmenmarkts (oder auch der Tegeler Fußgängerzone) wurden Bäume einfach vergessen und in der Ollenhauer Straße in Berlin ist noch für dieses Jahr eine sinnlose und an die 20 Millionen teure Fahrbahnsanierung auf einem Kilometer Strecke geplant, bei der mal eben (ernsthaft!) 116 gesunde, schattenspendende Bäume gefällt werden sollen, womit die Ollenhauer Häuserschlucht in bester Nord-Süd-Ausrichtung zukünftig mittags der prallen Sonne ausgesetzt sein wird.

      Die Petition dagegen läuft übrigens noch:



      www.openpetition.d...xus-strassen-neuba







      Was im Augenblick in Deutschland passiert, ist genau das, was Sie sagen; die eigenen Grube noch tiefer graben, indem man weiter all die Dinge protektiert (Flugbenzin, Treckerdiesel, Verbrennerautos, Öl- und Gasheizungen, fossile Verstromung usw.), die die ganze Situation erst verursacht haben.







      Ein "weiter so, aber mit Klimaanlagen" wird das zugrundeliegende Problem nicht lösen.

    • @GregTheCrack:

      Steile These. Ich liebe meine vor 30 Jahren gepflanzte Platane, die Jahr für Jahr brav ihre Funktion als kühlende Schattenspenderin in unserem Hof erfüllt.



      Und wenn Sie es wissenschaftlicher mögen:



      www.wsl.ch/de/news...ei-extremer-hitze/

      • @Klabauta:

        Wenn Sie es nicht nur wissenschaftlich, sondern zusätzlich praktisch mögen

        www.baumpflegeport...ern-pflanzenstaub/

        Unproblematisch sind Platanen nicht, v.a. nicht für Arbeiter, die sie bearbeiten müssen.

        Außerdem schädigt das Wurzelwerk Straßen, -pflaster, Fundamente von Häusern usw.

        • @Josef 123:

          Da wir die Platane selbst schneiden, ist mir das Problem bewusst . Mit Atemmaske und passender Kleidung bekommt man das aber gut in den Griff.

          Natürlich gibt es auch andere in Frage kommende Bäume und inzwischen auch Listen, welche davon hitze- und trockenheitstolerant sind.

    • @GregTheCrack:

      Bäume haben eine sehr wichtige Funktion im Umgang mit Hitze:

      Schatten verhindert, dass Boden und Gebäude sich stark aufheizen.



      Über die Blätter verdunstetes Wasser entzieht der Umgebung Wärme; das ist der wichtigste physikalische Kühleffekt.



      In Parks und Baumgruppen kann sich dadurch ein kühleres Mikroklima bilden, besonders an heißen und trockenen Tagen.

      In Mitteleuropa können baumbestandene Flächen laut einer Studie gegenüber bebauten Flächen etwa 8 bis 12 Grad kühlere Oberflächentemperaturen haben.



      Einzelne Stadtbäume wurden mit Kühlleistungen im Bereich von 20 bis 30 Kilowatt beschrieben, also ungefähr vergleichbar mit mehreren Klimageräten.

      Quellen: www.forstwirtschaf...terung-verschaffen, www.gabot.de/ansic...ehlung-417677.html, www.tum.de/aktuell...ngen/details/33393

      • @J. H.:

        Das mag sein. Aber ich kann keinen Baum in meiner Wohnung pflanzen. Da ist eine Klimaanlage wesentlich klüger. Aber deren Einsatz wurde bis vorgestern insb. von Grünen und solchen, die sich dafür halten, heftig bekämpft. Ich erinnere mich noch an Diskussionen hier im Forum, die waren schon wunderlich. Nicht mal der Hinweis, dass Klimaanlagen vorzugsweise dann laufen, wenn besonders viel (zu viel) Strom zur Verfügung steht, hat zu einem Umdenken geführt.

        • @Bommel:

          Im Gegensatz zu CDU und Co. sind die GRÜNEN eben lernfähig und passen Ihre Politik den sich verändernden Bedingungen an.

          Die GRÜNEN fordern aktuell, sensible Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen flächendeckend mit Klimaanlagen auszustatten.

          Die Ablehnende Haltung war auch zu Zeiten der Kohleverstromung nur bedingt. Die Grünen haben dafür plädiert, nicht nur an die Symptom- sondern vorrangig auch an die Ursachenbekämpfung zu denken. Und konkret ging es bei der Kritik an Klimaanlagen auch um die damals gängigen chemischen Kältemittel, die ein extremes Treibhauspotenzial aufwiesen.







          Und während die Merz-CDU den nächsten hirnlosen Tankrabatt beschließt, fordern die GRÜNEN ein Förderungsprogramm aus dem Sondervermögen für den gekoppelten Einbau von Klimaanlagen und Photovoltaikanlagen.







          Aber nur Klimaanlageneinbau als einzige Maßnahme wird nicht reichen. In der Berliner Innenstadt ist es tagsüber locker 3-5° heißer, als an den grünen bewaldeten Stadträndern rund um den Grunewald oder Tegeler Forst, woran der kühlende Effekt gut abzulesen ist. In der Innenstadt hingegen werden sinnlos weiter Bäume gefällt und bei Platzsanierungen Neupflanzungen "vergessen".

      • @J. H.:

        "Bäume kühlen den Asphalt unter ihren Kronen um bis zu 20°C und die Luft um bis zu zwei Grad Celsius ab, wie Studien von Mohammad Rahman vom Lehrstuhl für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung der TUM gezeigt haben."

        Aus der Studie Ihres Links. 20° Reduzierung der Oberflächentemperatur zeitigen 2° Reduzierung der Lufttemperatur, wen ich es richtig verstehe. Besser als nichts natürlich, aber das entspricht vielleicht dem Unterschied zwischen Windstille und einem leichten Lüftchen. Oder nicht mal dem Unterschied zwischen der gemessenen und der unsäglichen "gefühlten" Temperatur.

        • @Josef 123:

          Das ist das ? www.tum.de/aktuell...ngen/details/33393



          Die Oberflächentemperatur ist bei Strahlungswärme (Sonne) wichtiger als die Luft, weil aus Bodenerwärmung durch Kontakt mit der zum Boden untersten Luftschicht Lufterwärmung wird.



          20°C Reduktion der Bodenerwärmung ist ein enormer Effekt, alleine wenn man die Schäden , z.B. am darunterliegenden Belag oder Pflanzen zählt.



          Alleebäume wurden gepflanzt wegen Mensch und Vieh aber auch wegen Schonung des Straßenbelags, weil sogar Hartgestein auf Dauer unter Sonne mürb wird.



          Aus 20°C Differenz am Boden werden 2° C Differenz in der Luft , weil die Luft verglichen mit dem Steinboden wesentlich weniger Masse / m³ hat und daher pro m³ deutlich weniger Wärmemenge speichern kann. Luft hat aber den konvektiven Effekt, d.h. hat leider etwas mit der gefühlten Temperatur zu tun: Je schneller der Luftzug und je niederer die Luftfeuchte , desto kühler fühlt sich Luft an weil wegen der Alpha - Zahl pro cm² Haut überproprotional viel Wärmemenge im Vergleich zur Temperaturdifferenz abgegeben wird. Das ist bei Haut wie bei Blech, nur dass die Haut zusätzlich Verdunstungskühlung einsetzt.

          • @Hans - Friedrich Bär:

            Ah, Strahlungswärme. Das hatte ich gedanklich nicht berücksichtigt. Wohl der gleiche Effekt, warum es einem im Winter in einem beheizten Raum mit 18° Lufttemperatur zu kühl erscheint. Befindet sich ein Kachelofen (Strahlungswärme) im Raum, empfindet man 18° Lufttemperatur als nicht zu kühl. Richtig?

  • "Manche Städte und Gemeinden haben dazu richtig gute Programme entwickelt, um das Leben in den Städten erträglicher zu machen, beispielsweise Bochum."



    Das ist auf dem Papier auch so und wird dann auch sicher bald einen Unterschied machen, aber am Samstag auf dem Weg ins Schauspielhaus Bo (draußen 37 Grad, drinnen erträglich), sah es an den Alleen wie im Frühherbst aus. Hitzestress lässt das Blattwerk als Laub auf den unteren Grünflächen wie ein goldgelber Teppich erscheinen, sogar etwas leuchtend. - Sieht nicht schlecht aus, ist aber ein Alarmzeichen!



    "Schwammstadt" ist noch keine flächendeckende und überall fühlbare Realität.



    Auch Hannover schwächelt derzeit in der Umsetzung seiner ambitionierten Programme.



    "City Roofwalks verbinden begrünte Dächer in der Innenstadt



    Unterwegs auf grünen Dächern: In der City von Hannover soll ein besonderes Programm zur Dachbegrünung umgesetzt werden – mit üppig bepflanzten Dachgärten und Fassadenbegrünungen ("hängende Gärten"). So soll eine ökologisch wirksame und erlebbare neue Dachlandschaft entstehen, die durch City-Roofwalks (Brücken von Dach zu Dach) miteinander verbunden sind."



    Bei hannover.de



    Avanti!

  • Unterlassene Hilfeleistung trifft es nicht ganz.

    Union, SPD, FDP und AfD weigern sich ja gerade, Maßnahmen zur Dekarbonisierung und damit Einhaltung eines menschlich noch erträglichen Temperaturanstiegs einzuleiten.

    Und das seit Jahrzehnten.

    Trotz anderslautendem Wählerauftrag.



    Trotz erdrückend klarer Erkenntnislage.



    Trotz völkerrechtlich verbindlicher Verträge und eindeutiger Rechtsprechung durch das BVG und das EUGH.

    Da reden wir nicht von Unglücken, die einfach so passieren.



    Sondern von einer bewußt oder mindestens fahrlässig herbeigeführten Krise.

    Es ist es also keine unterlassende Hilfeleistung, wenn der TäterIn sich nicht um seine Opfer kümmert.



    Sondern Ausdruck seiner/ihrer Brutalität und Verkommenheit.

    Es geht hier also um eine besondere Schwere der Schuld.

    • @hsqmyp:

      Der von Ihnen angesprochene Täter kann aber nicht direkt die aktuelle Regierung sein. Der Täter ist die Industrie, der private Autonutzer und fossile Heizungsbetreiber etc. Die Politik ist untätig, das ist wahr, aber auch hier wahrscheinlich nur fahrlässig. Und selbst wenn die Politik jetzt massiv intervenieren würde, wie Ihnen das so vorschwebt, wird sich ein eventuelles Ergebnis doch erst in 50 oder 100 Jahren zeigen. Und das auch nur, wenn alle anderen Staaten, die Industrie und auch die Bevölkerung mitspielen. Dies sollte auch Ihnen eigentlich bewusst sein.

      • @Oleg Fedotov:

        "...wenn die Politik jetzt massiv intervenieren würde, wie Ihnen das so vorschwebt, wird sich ein eventuelles Ergebnis doch erst in 50 oder 100 Jahren zeigen..."







        Die Politik hätte die schon die letzten 50 Jahre massiv intervenieren müssen und auf die "grünen Spinner" hören sollen. Denn so lange mindestens ist schon bekannt, dass es so kommen wird. Haben sie aber nicht, schön dämlich.

        Und wir können jetzt tun, was wir tun können oder wir sind genauso dämlich. Davon hängt ab, wie "das Ergebnis in 20, 50 und 100 Jahren aussieht.

      • @Oleg Fedotov:

        Ich würde schon auch an die Politik adressieren. Der Verbraucher, sage ich sachlich als Ökonom, wird und würde doch durch die Zeit nur für dumm verkauft: Rauchen, Autos, Kleidung, Fliegen .. ungefährlich, männlich, Partnerwahl, Effizienz. .. Naja, und zwischendurch wurden die, die es Dank Studium und Gewissen aus und von der Uni zB zu den Grünen geschafft hatten und uns gewarnt haben, als Heizungskellerinvasoren verschrien. 🤷

      • @Oleg Fedotov:

        "Der Täter ist die Industrie, der private Autonutzer und fossile Heizungsbetreiber etc. "

        Die von Ihnen vorgeschlagenen Täter tun genau das, was in Deutschland (wieder) erlaubt und gängig ist und gefördert wird.

        Erst nach dem Regierungswechsel und der Carbonisierungsagenda von Schwarz-Rot haben die Zement- und Stahlbetriebe ihre Umstellung auf grünen Wasserstoff gestoppt.

        In keinem anderen Land dieser Welt fehlt ein Tempolimit.



        Kein Land hat so laut gegen die Abschaffung des Verbrennermotors mobilisiert wie Deutschland.

        In vielen europäischen Ländern ist der Weiterbetrieb und erst recht der Einbau von fossilen Heizsystemen verboten. Dort gibt es bezahlbare Alternativen.

        Fazit: Die Rahmenbedingungen müssen verlässlich und nachhaltig von der Politik im Dialog mit der Gesellschaft gesetzt werden.



        Nur dann funktioniert es.

        Der Rest ihrer klimaleugnenden Argumentation ist überall und immer wieder widerlegt worden.



        Dies sollte auch Ihnen eigentlich bewusst sein.

        • @hsqmyp:

          Aus reinem Interesse: in welchem europäischen Land ist der Weiterbetrieb von fossilen Heizsystemen verboten? Ich kenne kein einziges europäischen Land, dass verlangt, funktionierende (fossile) Heizsysteme rauszuschmeißen. Aber vielleicht können Sie mir helfen?

          • @Bommel:

            Wer hat wann vom Weiterbetrieb geredet bzw. geschrieben?

    • @hsqmyp:

      Danke. Genau das ist der Fall. Nicht nur, dass nichts gegen die steigenden Temperaturen getan wird. Die Klimakatastrophe wurde durch unsere Regierungen bewusst herbeigeführt, da seit den 70er Jahren die Auswirkungen unseres ausbeuterischen Lebensstils bekannt sind. Insofern ist es aktive, vorsätzliche Körperverletzung plus unterlassene Hilfeleistung.

      • @Suse Münch:

        Bereits zu Beginn der 1950er Jahren klärten Forscher in Westeuropa viele industriell verursachte Schadensmechanismen auf, besonders in Hinblick auf Smog.

        Die Forschungsergebnisse wurden von europäischen Regierungen weitgehend ignoriert und meist nur aufgrund von Katastrophenereignissen wie den "Great London Smog" fügten sich Regierungen den öffentlichen Druck und ergriffen Maßnahmen wie den Einbau von Filtern in Industrieschornsteinen zur Reduzierung von Feinstaub.

        Die 70er Jahre hätten aufgrund des Nachweises über die Folgen des "Sauren Regens" oder des bodennahen Ozons in Hinblick auf das Waldsterben der Weckruf sein müssen. Aber selbst nach dem Bericht des Club of Rome beließen es Regierungen bei Absichtserklärungen, von denen in der Praxis nur wenig umgesetzt wurde.

        Wäre es europäischen Regierungen um verantwortungsvolles Handeln gegenüber Mensch und Umwelt und nicht einzig um wissenschaftliche Interessen gegangen, wäre ein Gegensteuern schon in den 50er Jahren Pflicht gewesen.

        Die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit waren damals in den Städten nicht weniger gravierend als heute. Mehr als 12000 Menschen starben allein an den Folgen des Great London Smog.

  • Ohne Klimawandel wäre es letztes Wochenende 3 Grad 'kühler' gewesen -



    siehe taz taz.de/Studie-zur-...en-Hitze/!6190981/



    Also 'nur' 35 bis 38 Grad statt nunmehr 38 bis 41...



    Das in Deutschland seit jeher konsequent keine Klimaanlagen eingebaut werden, ist absolut unverständlich. Dazu brauchte es keinen Klimawandel.



    Der Deutsche ist da mal wieder typisch eigenbrötlerisch. Klimaanlagen gelten als Energiefresser. Völliger Käse im Vergleich zum wirtschaftlichen Schaden durch Überhitzung. Klimaanlagen würden sich fünfmal rechnen wenn man Anschaffungs- und Stromkosten mit der Ineffizienz der Arbeiter durch Hitze gegenrechnet.



    Und spätestens seit der Entwicklung von Solarstrom und dem Boom in Deutschland Anfang der 2000er hätten die flächendeckend verbaut gehört.



    Wir verschenken im Sommer beinahe täglich Solarstrom ins Ausland, zahlen teilweise Unsummen das die uns den grünen Strom abnehmen und unsere Netze nicht zusammenbrechen - und sitzen gleichzeitig in schwülheißer Luft vor kleinen Ventilatoren...



    So viel Dummheit verdient es nicht anders 🤷

    • @Astrid Sehnefeld:

      Das stimmt, man muss Klimaanlagen / Wärmepumpen im Kontext sehen.



      Dummheit ? Thermodynamik ist auch in den MINT Fächern eine intellektuelle Hürde, da fallen viele durch. Wie Wärme fließt können viele Menschen nicht richtig verstehen. Viele Menschen glauben sogar, dass Kälte fließt. Das hat vielleicht etwas mit dem Schulunterricht zu tun .



      Dummheit ist in der Politik vorhanden, wenn das Beispiel aus Münster stimmt.



      Es sind aber auch Interessenlagen, jeder kennt doch die ganzen Klimawandelleugner. Das sind nicht wenige mit entsprechendem Gewicht.



      So schlimm ist es aber insgesamt auch nicht. Wir sind schon lange aus dem Atomstrom raus, das muss erst jemand nachmachen. Wir stecken irgendwo mitten drin inder Entwicklung.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Die Hitze verschwindet nicht durch Klimaanlagen. Sie wird nur nach draußen befördert. Es ist zwar auch gut, Symptome zu bekämpfen, aber besser ist es eine Krankheit zu heilen.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Sie bringen es auf den Punkt, Klimaanlagen lösen wesentliche Teile des Problems kurzfristig, können im Winter z.Z. zum Heizen genutzt werden und im Sommer korrelieren PV-Überschuss und Hitze nahezu perfekt. Wenn, ja wenn da nicht möglicherweise eine gewisse Technologiefeindlichkeit wäre. Interessant sind daher auch die netten Hinweise auf Bäume pflanzen und Klimaschutz. Die Bäume brauchen viele Jahre, der Klimaschutz Jahrzehnte. Bei den Bäumen darf man sich dann über Schatten freuen (viel Kühler wird es trotzdem nicht) und der CO2-Anteil in der Atmosphäre wird in einigen Jahrzehnten bestenfalls konstant bleiben, da der CO2-Ausstoß nicht auf Null gefahren werden kann.

      • @Nachtsonne:

        Schon mal bei Hitze in der Sonne gewesen und dann in den Schatten gegangen? Da wird es durchaus direkt spürbar kühler.

        • @nihilist:

          Schon mal bei 35 Grad im Schatten gedacht "Oh, schön kühl"?

          • @Fairchild670:

            Ist das jetzt die neueste Marschroute der Klimaskeptiker, den Kühleffekt von Schatten anzuzweifeln?

            • @nihilist:

              Und natürlich bin ich direkt wieder Klimaskeptiker... Bravo! Bestnote im Schubladendenken!

              Worauf ich hinaus wollte, da Sie es offensichtlich nicht verstanden haben: Sicherlich sind Bäume und der Schatten, den Sie spenden, besser als blanker Asphalt. Aber Sie sind wohl kaum genug, um der durch den Klimawandel zunehmenden Hitzebelastung entgegenzuwirken. Die Antwort sollte nicht lauten "Klimaanlagen oder Bäume", sondern "Klimaanlagen und Bäume".

              Und für Sisone: Schön und gut. Tut aber was genau zur Sache?

          • @Fairchild670:

            Sie können sich ja bei 35 Grad im Schatten auch mal für eine halbe Stunde in die Sonne stellen (45 Grad) oder ins Auto setzen (70 Grad). Danach sagen sie mit Sicherheit im Baumschatten "schön kühl"

  • Finale: Endlich zurück zum Alltag.



    Nachdem die Hysterie-Berichterstattung über Hitzerekorde langsam abebbt, kehrt auch der politische Alltag zurück: AfD-Verbot, Infrastruktur, steigende Spritpreise, Abschiebedebatten und die üblichen Dauerbrenner. Reichensteuer? Nein. Weniger Bürgergeld? Ja. Politik gestalten? Irgendwie schon – aber wie?



    Guten Morgen Deutschland!

    • @Okay:

      Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob Ihr Kommentar ironisch gemeint ist oder nicht.

      Die Berichterstattung über die gerade stattfindende Klimakatastrophe ist kein Stoff für Boulevard-Journalismus, die nur von den "wirklich wichtigen" Themen ablenkt, sondern eine Überlebensfrage nicht nur der Menschheit.



      Damit will ich nicht sagen, dass die von Ihnen genannten Themen nicht auch wichtig sind, nur können wir nicht einfach zum Business as usual zurückkehren.



      Aber vielleicht habe ich Sie ja missverstanden und genau das ist Ihr Punkt?

  • @fly: Wenn man die Wahl hat zwischen Hitzetod und Erkältung ist unter Umständen die Erkältung das kleinere Übel. Und Deckenventilator hat die größte Wahrscheinlichkeit, dass die Raumluft zirkuliert ohne dass man direkt im Windstrom sitzt. Er kann ja gern mehrstufig sein, dann kann man gucken, mit welcher Stufe es am besten geht ,,,

  • "Politik und Wirtschaft müssen dringend begreifen, dass der Klimawandel mit seinen häufigen Extremwetterereignissen bereits da ist"

    Das haben die schon längst begriffen, ebenso wie ein Großteil der Bevölkerung. Nur mit der Anerkennung hapert es noch bei den meisten.

    Meine Frau als Ärztin vergleicht diese Form der Realitätsverweigerung gerne mit der Reaktion ihrer Patienten bei ungünstigen Diagnosen. Das nicht wahrhaben wollen ist eine natürliche Abwehrhaltung um unangenehmen Dingen aus dem Weg zu gehen. Ignoranz und Ausreden dienen als Schutzmechanismus. Aber nur bis zu dem Zeitpunkt in dem die Symptome körperlich spürbar werden und ein Ausweichen nicht mehr möglich ist.

    In dieser Hinsicht unterscheiden sich "Ich hatte schon immer etwas höheren Blutdruck" und "sind ja nur ein paar Hitztage im Jahr" oder "früher war es auch heiß" nicht voneinander und dienen dem selben Zweck.

    Da die jetzigen Hitzewellen als Folgen des Klimawandels erst der Anfang sind, ist es natürlich umso verherrender, wenn Industrienationen von Staatenlenkern eines Kalibers Trump oder Merz geführt werden, bei denen politische Gestaltung nur innerhalb ihres eigenen Weltbildes stattfindet.

  • Du hast Recht Silke



    Klimawandel möglichst verhindern aber gleichzeitig das Unvermeidliche erkennen und handeln. Und alle aktuellen Vorgaben berücksichtigen einfach noch nicht die neue Realität und schon gar nicht die in 10, 20 Jahren. Das ist mindestens fahrlässig. Ich habe meine Mitarbeiter bereits vor 20 Jahren bei Temperaturen über 30 Grad nach Hause geschickt und irritierte Blicke vom Kunden bekommen. Heute wird es öfter noch heißer und mir fällt niemand ein der in einer anderen Firma nach Hause geschickt wurde abgesehen von den Mitarbeitern meiner Frau. Traurig

  • Für Neubauten gibt es mit § 14 GEG bereits Vorgaben zum sommerlichen Wärmeschutz.

    Für Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, also etwa Kliniken und Pflegeheime, gibt es ebenfalls konkrete Empfehlungen für Hitzeschutzpläne.

    Für Arbeitsplätze gelten in Deutschland klare Arbeitsschutzregeln, insbesondere die ASR A3.5 „Raumtemperatur“.

    Die Politik ist also nicht untätig. Die Umsetzung kostet aber Geld, Planung und Zeit.

    Und viele können auch selbst etwas beitragen: verschatten, begrünen, richtig lüften, entsiegeln und auf gefährdete Menschen achten.

    • @Benzo:

      Die Vorgaben des GEH 14 sind ein Witz. Das ist nichtmal ein rudimentärer Hitzeschutz, der das Bauen unnötig verteuert, weil wieder zusätzliche Nachweise erforderlich sind. Mal wieder ein Fall für unnötige Bürokratie die weg muss.

    • @Benzo:

      Die ASR 3.5 ist lächerlich. Arbeitsverbot in Räumen erst ab 35°C. Splitklimageräte zu installieren, ist kein Hexenwerk. Stiftung Warentest (www.test.de) hat eine ganze Datenbank zu Klimasplitgeräten inklusive der Midea PortaSplit (zu normalen Zeiten 720-800 €), die überhaupt keine Installation im kältetechnischen Sinne braucht. Das sind jetzt keine Lösungen für größere Unternehmen, aber für Private und kleinere Unternehmen i. d. R. völlig ausreichend.

    • @Benzo:

      Diese Vorgaben und Pläne ignorieren aber gekonnt das Thema Klimaanlagen. Weil die über viele Jahre in Deutschland aus ideologischen Gründen abgelehnt wurden.

      Ohne Klimaanlagen oder vergleichbare technische Anlagen erreicht man im Sommer bei einer Hitzewelle mit deutlich über 30 Grad im dritten Stock eines Gebäudes in der Stadt keine 24-25 Grad.

    • @Benzo:

      Diese Antwort hätte doch unter dem Bürokratie-Artikel erscheinen sollen, oder? 😎😁

    • @Benzo:

      Ach ja. Wir leben eben in Deutschland. Wenn es eine Verordnung gibt, ist die Arbeit erledigt 😁

      Aber da geht sie erst los. Die schönste Verordnung ist nutzloses Papier, wenn sie nicht umgesetzt wird. Und da geht die Arbeit der Politik erst los. Sie muss dort, wo sie es direkt machen kann (in öffentlichen Gebäuden ect.), handeln und in den anderen Bereichen die Umsetzung effektiv kontrollieren.

    • @Benzo:

      Ich frag mich ja, ob alle diese Dinge denn auch Strafbewehrt sind. Wenn das nichteinhalten von Bauvorschriften nicht mit Millionenstrafen verbunden ist, wird da denke eher garnix passieren. Weil hierhulande regiert nur die BWL. Und die denkt nur in Geschäftsjahren, oder sogar nur quartalen.



      Ich seh dauernd sogar bei direkten Investitionen in den langfristigen Gewinn durch niedrigere Kosten: Neee die amortisationszeit muss schon

    • @Benzo:

      Eine Frage: Wie sieht es mit gesetzlichen Vorgaben für Altbauten aus? Unser Vermieter meinte sinngemäß: "Es ist keine gesetzliche Vorgabe, also unternehmen wir auch nichts" – obwohl die Temperatur in der Wohnung (3. OG, darüber bloß noch der kaum isolierte Trockenboden) sich in heißen Nächten kaum unter 25°C drücken läßt und die 30°C absolut locker gerissen werden.

      • @S.R.:

        Es gibt zumindest die Vorgabe, dass der Vermieter mit Gewinnerzielungsabsicht abreiten muss, wie jeder nicht gemeinnützige Unternehmer. Wenn er etwas modernisieren muss, musst du es bezahlen.

  • Auch wenn es sicher ein kollektives Versagen der Verantwortlichen ist, sollte man insbesondere Umweltschutzaktivisten und teils Grüne-Parteien hervorheben, die sich lange gegen Klimaanlagen gestemmt haben.

    Weil die mit ihren Energieverbrauch zum Klimawandel beitragen, weil sie den Außenraum erhitzen, weil es nur eine Notlösung ist und vom Kampf gegen den Klimawandel ablenkt usw. Von einer irrationalen Angst vieler Deutschen vor Klimaanlagen mal ganz abgesehen.

  • Da hilft es nur, die Splitanlage mit dem Balkonkraftwerk zu betreiben...

    • @Cededa Trpimirović:

      Mensch braucht dafür nur noch einen Balkon (mit Südausrichtung) und das Geld für die Anschaffung von beidem....

  • Zitat: Na Sie haben vielleicht ein Problem damit, dass wir die Hitze-Limo abgeschafft haben ( Freigetränk ab 27 Grad ) - gehen sie halt in den Vorraum, wo die Arbeit steht, da ist es kühler! Ham se wenigstens was zu tun. - Außerdem haben Sie morgen ja Nachtschicht! Ich mach dann mal Wochenende - puh, ist das heiß!!! Ab an den See.

    Kein Comedy-Gold, sondern Haltung eines Vorgesetzten!

    • @Altbayer:

      Hitze-Limo? Was ist das? Gibt doch den guten alten Wasserautomaten, Leitungswasser ist eh billiger. Wenigstens gab es an einem Tag ein Eis bei uns und großzügigerweise auch noch eine zusätzliche Pause an den schlimmsten Tagen. 😝



      An meinem Arbeitsplatz braucht es nicht mal eine Hitzewelle, um im Sommer locker über 30 Grad zu kommen. Interessiert die Führungsetage weniger, da wird eher geweint, wenn die Maschinen bei der Wärme aussteigen. Zeigt halt auch die Wertschätzung des Unternehmens gegenüber seinen Arbeitern und ist hier weitgehend übliche Praxis.

  • Deckenventilatoren in Pflegeheimen und Kliniken sind keine gute Idee. Selbst Gesunde haben sich im Urlaub in südlichen Ländern schon so manche hartnäckige Erkältung zugezogen, wenn man den Umgang mit Ventilatoren nicht gewöhnt ist.

    • @fly:

      Ich vermute, Sie waren noch nie in einem Pflegeheim. Zumindest nicht im Sommer.

    • @fly:

      Naja, besser ne Erklältung als den Hitzetod sterben oder?

    • @fly:

      Erkältungen werden nicht durch Zugluft versursacht sondern durch Viren....

    • @fly:

      ...Könnte in Kliniken möglicherweise auch, je nach Spektrum und Disziplin, ein Hygiene-Problem werden, aber wahrscheinlich gibt's Beispiele aus Südeuropa, speziell Italien und Spanien.

      • @Martin Rees:

        Mal so, mal so...



        "Aus hygienischen Gründen dürfen in Krankenhäusern keine Ventilatoren aufgestellt werden



        Auch der im Juli 2024 eröffnete Neubau in der Amsterdamer Straße, der sogenannte „F-Trakt“, auf den sich die betroffene Familie bezogen hat, verfügt nicht über eine Klimaanlage. Das bestätigten die Kliniken der Stadt Köln: „Da es keine gesetzliche Grundlage für die Vorhaltung gibt, musste ein Einbau aus finanziellen Gründen verworfen werden“, teilte die Sprecherin mit. Und Ventilatoren dürften aus hygienischen Gründen nicht aufgestellt werden, da sie nicht nur die Luft, sondern auch möglicherweise unerwünschte Keime durchwirbeln und im Raum verteilen würden."



        2025 in Köln, Quelle:



        www.ksta.de/koeln/...imatisiert-1055556

    • @fly:

      Ventilatoren, Temperaturunterschiede oder „Zug“ habe mit Erkältungen erstmal nichts zu tun.

      In Krankenhäusern sind Ventilatoren aus Hygienegründen (keine sollen nicht unnötig durch die Gegend gepustet werden) I.d.R. verboten.

      • @Kawabunga:

        Wenn sich in einem Patientenzimmer im Krankenhaus schon Keime ausgebreitet haben, dann bestehen ganz andere Probleme als die Frage nach einem Deckenventilator.

        Mechanische Kühlsysteme sind nicht ratsam da sich dort Keime ansammeln können.

        Gegen Luftzirkulation ist jedoch nichts einzuwenden. In Krankenhäusern wird auch gelüftet, bei Hitze auch mit Durchzug. Wirbelt die Bakterien auch durch die Luft.

    • @fly:

      Nur Bakterien und Viren verursachen Erkältungen. Ventilatoren verursachen erstmal nur Wind. Das sind zwei Konzepte, die nichts miteinander zu tun haben. Die hartnäckige Urlaubserkältung ist vermutlich der neuste Coronastamm gewesen...

    • @fly:

      An den richtigen Umgang mit Kühlung kann man sich gewöhnen...

    • @fly:

      Also lieber ans Schwitzen gewöhnen? Oder was wollen Sie jetzt mit Ihrem Kommentar aussagen?

  • Bei uns haben sie den Marktplatz für 2,5 Mio. saniert. Mit einem Plan, der vor 20 Jahren erstellt wurde. Hat sogar vom Land einen Preis bekommen wegen vorbildlicher Umgestaltung.



    Leider jetzt Betonwüste mit 6 stark beschnittenen Bäumen unf gefühlt 10 Grad heißer als zuvor.



    So läuft das in Lande äh Ländle.



    Nachrüsten kostet dann wohl wieder ne Stange Geld. Aber Infrastrukturfonds machts möglich, nehme ich mal an.

  • Ja, aber:



    Die Politik ist der Spiegel der Gesellschaft.



    Und Merz wurde gewählt.



    Auch Linke und Grüne waren stets bemüht die Ampel ist schlecht Möglichste Licht zu setzen.



    Nur partiell wird nun in diese Richtung argumentiert, natürlich ganz ohne frühere falsche Standpunkte zu erwähnen.



    Kurz gesagt: wir sind selber schuld!



    In der 80er Jahren waren Heinbuchenhecken der Standard der Gartenbegrenzung und Sichtschutz bestenfalls aus Holz.



    Heute kaufen alle die Landlust, fällen den letzten Baum im Garten, steigen von bloßen Rasenflächen auf Schotter um und Parkplätze und Garagen nehmen eh schon den meisten Platz ein.



    Wer hat verkündet, dass Zäune mit Plastikstreifen schön sind?



    Wer hat noch nicht gemerkt, dass es unter einem Baum kühler ist, als unter einem Sonnenschirm?



    Sind die A..e d..f? Sieht ganz so aus!



    Einfach mal selber machen, das erste Apfelbäumchen pflanzen, dem Nachbarn den Schatten schmackhaft machen/ geht schon mit (essbarer) Balkonbegrünung.



    Ist es in einer solchen Gesellschaft wirklich verwunderlich, dass es PolitikerInnen gibt, die zurück zur Atomkraftwerken wollen, obwohl die, wegen mangelndem Kühlwasser, reihenweise abgeschaltet werden ?



    Mensch - mach mal!

  • Heute gelesen, ab 2031 werden sich die Bedingungen on Frankfurt mit heute Kroatien vergleichen lassen. Dazu muss man wissen, in Kroatien leben auch Leute und scheinen zu überleben. Ob die dort überall Moos auf dem Dach und Spezialsteine haben wage ich zu bezweifeln. Die Hitzetoten, die es in Kroatien ja in Massen geben muss, haben bestimmt Hitze im Totenschein stehen. Aber es stimmt, es wäre sinnvolle sich auf höhere Temperaturen einzustellen, vielleicht den Grünanteil im Städten zu erhöhen und den Betonanteil etwas aufzulockern. Mehr Klimaanlagen helfen auch , durfte gerade in Krankenhaus ohne Klimaanlage arbeiten, nicht nett.

    • @Kommentierer77:

      Also, ich hab mam recherchiert - Kroatien hat nachts Temperaturen zwischen 17 und 19 Grad im Sommer. Dann würde ich auch über 30°C aushalten, denn der Körper hat die Gelegenheit sich auszuruhen. Ich war auch naiv und dachte, die zukünftigen Hitzetage überlebe ich schon - hab schon in südlichen Ländern mit weniger Sauerstoff als in Deutschland gelebt. Aber Alter - fast durchgängig 30°C? Kein Wunder, dass so viele gestorben sind (In Frankreich um die tausend). Und mehr Klimaanlagen werden auch nur helfen, wenn wir die CO2-Emissionen reduzieren. Irgendwann gehen auch Klimaanlagen kaputt.

    • @Kommentierer77:

      Das kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ) hat aufgrund der Schwere der bevorstehenden Hitze besondere Ratschläge herausgegeben.

      Die Behörden weisen darauf hin, dass anhaltende Hitzewellen in ganz Europa, auch in Kroatien, mit einer erhöhten Sterblichkeit in Verbindung gebracht werden. Ältere Menschen über 65 und Menschen mit chronischen Erkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Problemen, sind am stärksten gefährdet. (Quelle: kroatien-nachrichten.de)

    • @Kommentierer77:

      So einfach ist es nicht. Man muss auch andere Kriterien einbeziehen, z.B. das Maß der Bodenversiegelung. Und das ist in Kroatien um einiges niedriger als in Deutschland.

      "ifo Schnelldienst 3/2014 – 67. Jahrgang – 13. Februar 201461Im Blickpunkt



      In der Interaktion der Effekte von Bodenversiegelung und



      Klimawandel zeigt sich einmal mehr die hohe Komplexität



      des Umweltsystems, in dem wir leben. So verliert der Bo-



      den durch Versiegelung auf der einen Seite seine Fähigkeit



      der Kohlenstoffspeicherung, was in letzter Konsequenz den



      Klimawandel sogar beschleunigt. Auf der anderen Seite



      kann ein versiegelter Boden seine Funktion als »Puffer« ge-



      gen Klimawandelfolgen nicht mehr wahrnehmen und ver-



      stärkt damit dessen negative Folgen, wie beispielsweise



      verstärkte Überschwemmungsgefahr bei Starkregen oder



      verstärkte Hitzewellen im Sommer"

      Quelle: www.ifo.de/DocDL/ifosd_2014_03_7.pdf