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Steigende BenzinpreiseEs gibt kein Recht auf billigen Sprit

Kommentar von

Björn Hartmann

Ein gedeckelter Benzinpreis würde zu unkontrolliert hohen Kosten führen. Und es würde nicht denen helfen, die dringend Entlastung brauchen.

Kleinere Autos mit geringerem Verbrauch oder gar Elektromotor helfen Kosten sparen Foto: imago

W enig regt die Deutschen so auf wie steigende Spritpreise. Seit die USA gemeinsam mit Israel Krieg gegen Iran führen, hat sich Öl kräftig verteuert, kosten Benzin und Diesel an Tankstellen mehr als je zuvor, rufen diejenigen, die weniger Staat fordern, plötzlich laut nach ihm. Offenbar ist der Staat doch gut genug, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Dabei kann die Bundesregierung nur sehr begrenzt etwas tun. Denn Weltmarktpreise lassen sich nicht in Berlin stoppen.

Hätte die Bundesregierung zum Beispiel vor drei Wochen die Steuern gesenkt, wäre die Ersparnis bis heute komplett verschwunden. Teuer wäre es immer noch. Der Effekt lässt sich im kleinen Maßstab in der Gastronomie sehen: Zum Jahreswechsel sank der Mehrwertsteuersatz auf Speisen von 19 auf 7 Prozent. Angekommen ist davon beim Kunden in den Restaurants praktisch nichts. Die steigenden Kosten der Betriebe haben die Steuersenkung aufgefressen.

Den Spritpreis staatlicherseits bei zum Beispiel zwei Euro zu deckeln, führt zu unkontrolliert hohen Kosten – denn die Bundesregierung müsste die Differenz zum wahren Spritpreis übernehmen, sonst bleibt der Zapfhahn trocken. Die Pendlerpauschale zu erhöhen, klingt vielleicht verlockend, wirkt aber erst, wenn die Steuererklärung gemacht wird, ändert nichts an den hohen Preisen und wird ebenfalls teuer für den Staat und damit für alle.

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Es gibt kein Recht auf billigen Sprit. In Deutschland, wo freien Bürgern freie Fahrt zusteht, kann jeder entscheiden, weniger oder langsamer zu fahren, wo möglich, auf Nahverkehr umzusteigen, kleinere Autos mit geringerem Verbrauch oder gar Elektromotor zu kaufen. Jede und jeder kann mit dem eigenen Verhalten dazu beitragen, die eigenen Ausgaben zu senken.

Wenn die Bundesregierung etwas tun will, kann sie denjenigen direkt Geld schicken, die es vermutlich am meisten benötigen: Haushalte mit geringen Einkommen, die auf das Auto angewiesen sind. Technisch sind solche Überweisungen inzwischen möglich.

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225 Kommentare

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  • Es geht nicht um ein Recht auf billigen Sprit es geht darum das sich Konzerne und der Staat hier hemmungslos bedienen.

    Aus einem Barrel Öl entstehen etwa 110 Liter Benzin und Diesel. Wenn ein Barrel jetzt 95$ und nicht mehr 70$ kostet dann sind das Mehrkosten in der Produktion nach Umrechnung etwa 0,19€/Liter.



    Was wir an den Tankstellen sehen hat damit nichts mehr zu tun.

    Dabei geht es auch anders. In Griechenland wird offen von Wucher gesprochen und die Gewinne der Konzerne wurden per Dekret auf 0,05€/L begrenzt bei sehr heftigen Strafen wenn dagegen verstossen wird. Frau Reiche möchte lieber die Pendlerpauschale erhöhen und den Konzernen die Gewinne und dem Staat die Steuern lassen.

    Warum fällt es dieser Regierung so schwer einfach mal steuernd einzugreifen wenn es nötig ist?

  • die politische Öffentlichkeit sollte jetzt deutlich machen, dass Frau Reiche nicht die Interessen der Allgemeinheit vertritt, sondern ausschließlich die Interessen der Erdöl- und Erdgaskonzerne.

  • Das Auto ist ein Symbol dafür (das trifft noch mehr für Flugreisen zu!), dass wir über unsere Verhältnisse leben, gewissermassen eine Einbahnstrasse in eine Sackgasse: Da werden Unmengen an Rohstoffen quasi verplempert, der Staat d.h. die Gesellschaft benötigt Steuergelder, die er gerade nicht mehr eintreiben kann, nur um Brücken und Strassen zu reparieren und neue Sutobahnen zu planen mit dem Effekt, dass die Innenstädte zugeblecht werden, nur besonders dreiste und optimistische Autofahrer glauben noch, den Staus entgehen und sich durchmogeln zu können (zum Glück gibt es andere Verkehrsmittelnutzer, sonst würde alles komplett zusammenbrechen! ) und es gibt Politiker die ernsthaft appellieren, diese Form der Fortbewegung würde 'Freiheit' bedeuten. Inzwischen



    kostet das Privileg am Steuer für viele Zeitgenossen mehr, als sie es sich leisten können, bei einem Neuwagen kommen da schnell einmal 500 € im Monat zusammen (kaum ein Neuwagenverkäufer mag den 'Endpreis' nennen, sondern wirbt mit 'günstigen' Leasingraten

  • Das sind ja mal tolle Tipps, die der Autor hat.



    "Weniger fahren" Ja, klar, man sagt dem Arbeitgeber einfach, man kommt weniger häufig ins Büro. Und der Mutter. Dass man sie nun weniger oft besuchen kommt. Ja, man kann "langsamer fahren", aber in der Stadt statt 50km 30km zu fahren, kostet sogar eher mehr Sprit. "Wo möglich, auf Nahverkehr umzusteigen" eben, wo ist das möglich? An vielen Stellen nicht. "Kleinere Autos mit geringerem Verbrauch oder gar Elektromotor zu kaufen " Klar, der Autor hat anscheinend 20.000-50.000 € auf seinem Konto rumliegen, die er für sonst nichts braucht, um mal eben ein kleineres Auto oder eins mit Elektromotor zu kaufen. Viele andere nicht.



    Von der einzig vernünftigen Möglichkeit erzählt der Autor nichts: Dass der Staat jedem, der ein kleines e-Auto kaufen will, so viel dazu gibt, dass der oder die sich das leisten kann. Und dass dann in so kleinen Happen abbezahlt werden kann, dass schon die Spriteinsparung das finanziert. Und der Staat das durch hohe Steuern auf neue große Benziner und notfalls eine Milliardärssteuer finanziert: demokratieingefahr...rechtsextremismus/

  • Die Pendlerpauschale ist eine Subvention des Staates für die Arbeitgeber, damit diese sich bei der Standortwahl weniger Gedanken machen müssen über die Distanzen und Finanzierung der Arbeitswege der Arbeitgeber.

  • Die Pendlerpauschale sollte man anheben.. Ansonsten steht gegenwärtig weniger Öl zur Verfügung und es muss weniger verbraucht werden. Hier funktioniert der Markt. Spannend wäre die Frage, wie der Staat die zusätzliche Steuereinnahmen investiert oder ob sie wie üblich verkonsumiert werden.

    • @Nachtsonne:

      Und warum sollten vor allem reichere Haushalte noch mehr subventioniert werden als ohnehin? Die Pendlerpauschale, das Dienstwagenprivileg, und andere fossilen Subventionen sollten komplett abgeschafft werden.

      • @Okti:

        Die Pendlerpauschale bekommen Sie auch, wenn Sie zu Fuß zu Arbeit laufen.

        • @Querbeet:

          Und genug verdienen, um überhaupt Einkommenssteuer in m Nennenswerten Bereich zu bezahlen.

      • @Okti:

        Keine Ahnung ob ich reich, arm oder Mittelstand bin. Ich fahre allerdings hin und wieder zur Arbeit und die Aufwendungen will ich in meiner Steuererklärung mit einer den Kosten entsprechenden Pauschale pro gefahrenem Km berücksichtigt sehen. Wenn Sie unter "reichen" Haushalten diejenigen verstehen, die ihren Lebensunterhalt eigenständig bestreiten, dann sollten Sie mit Ihrer Argumentation zurückhaltender sein. Es könnte sein, dass Ihnen sonst die Solidarität derjenigen abhanden kommt, die kein Bürgergeld in Anspruch nehmen. Aber seien Sie nicht traurig, das versteht die SPD ebenfalls nicht und wundert sich gleichzeitg , warum ihnen die Arbeitnehmer als Wähler davonlaufen.

        • @Nachtsonne:

          👍

      • @Okti:

        Das wäre doch mal eine sinnvolle Aufgabe für den IT-Kram, KI usw.: Gezielt diejenigen fördern, bei denen es angebracht ist.

  • Simone Schmollack schreibt einen Kommentar in der TAZ "Der ÖPNV muss billiger werden" und Björn Hartmann schreibt in der TAZ "Es gibt kein Recht auf billigen Sprit".

    Das zeigt meiner Ansicht nach genau woran wir als Gesellschaft scheitern. Nicht an Ost und West, Alt und Jung, Links und Rechts sondern Stadt und Land.

    Jemand der auf dem Land lebt und auf das Auto angewiesen ist soll teuren Sprit bezahlen (welcher bei hohen Kosten natürlich höhere Steuern abwirft) und jemand der in der Stadt wohnt und ein tolles Verkehrsnetz vor der Tür hat kann mit 58€ (Deutschlandticket) seine kompletten Mobilitätskosten für einen Monat abdecken, das Ganze wird auch noch jährlich mit 3 Mrd. € subventioniert.

    Und jetzt brauch mir niemand damit kommen das Verkehrsnetz auf dem Land müssen dann eben ausgebaut werden. In einer Bauernschaft mit 500 Einwohnern lohnt es sich einfach finanziell nicht alle 7 Minuten einen Bus fahren zu lassen.

    Mit der Pendlerpauschale muss auch niemand anfangen, die gibt's für jeden ab dem 1.km, nicht nur für "echte" Pendler.

    • @Herr Müller*in:

      Sie vergessen, dass die Menschen auf dem Land meist wesentlich billiger Wohnen, bei den derzeitigen Mieten in der Stadt, kann das die Fahrtkosten schon mal ausgleichen.

    • @Herr Müller*in:

      Und die angehende Klempnerin fährt mitm Fahrrad zur Berufsschule@ÖPNV aufm Land? Evtl. sollte mensch so alberne Takte, welche vermutlich noch ned ma die Kölner U-Bahn hinkriegt, als Basis für ne Disskussion überdenken ;) .



      (Des D-Ticket kostet mittlerweile 63, masoamRande.)

    • @Herr Müller*in:

      Es stimmt, auf dem Land hat man höhere Spritkosten. Aber dafür wohnt man billig. Für meine aktuelle Miete in Berlin könnte ich mir auf dem Land zwei Wohnungen leisten.

      • @MLK:

        Die Mieten in Berlin sind doch ein Witz. Vergleichen Sie mal mit München oder Hamburg. Von Paris, London, NY und Co mal ganz zu schweigen. Weltstadt sein wollen, aber Mieten wie in Finsterwalde erwarten.

    • @Herr Müller*in:

      Fast 80% der deutschen Bevölkerung leben in Ballungsräumen, sprich die überwiegende Mehrheit. Wenn es ein Kostenproblem für die ländliche Bevölkerung gibt, dann kann man ja dort gezielt seitens des Staates aushelfen. Allgemeine Vergünstigungen, wie sie so gerne vorgeschlagen werden, sind hingegen kontraproduktiv. Nur sollten Sie bei Ihrer Tirade gegen das Deutschlandticket, welches vor allem Millionen an Nutzern aus sozial schwächeren Schichten zugute kommt, auch bedenken, dass Sprit ohnehin schon auf verschiedenste Weisen umfangreich subventioniert wird.

  • Das ist doch total irre. Jeder weiß, dass wir den Verbrauch von fossilen Brennstoffen stark reduzieren müssen, uns den Autokult 'jederzeit überallhin' von der Backe putzen können, dann passiert vollkommen überraschend etwas böses in der Welt - ein Krieg! warum das denn?? - Und dann als Problemlöser mehr Pendlerpauschale. Dieses Ding, was uns beim Pendeln in der eigenen Karosse so glücklich macht. War da nicht erst vor ein paar Jahren so eine Energiekrise? Soll Vater Staat jetzt jedes Mal die goldene Gießkanne zücken um den Kanonenrauch zu vertreiben? Und bezahlen müssen alle, auch die, die mit zeitaufwendigem Öpnv mobil sind??? Die sollen jetzt noch klimaschädliches Pendeln mitsubventionieren!? Ich wähle nächstens auch irgendwas doofes.

    • @Suspicion:

      Der ÖPNV Pendler, der Radler und der Fußgänger bekommt die Pendlerpauschale genauso wie der PKW Fahrer. Nur mal so zu Info.

      • @Querbeet:

        Die Pendlerpauschale ist offenbar ein Hobby von Ihnen, so gern wie Sie darauf hinweisen, dass die jedem Arbeitnehmer zusteht...



        Ja, rein theoretisch bekommen die auch Fußgänger, aber wenn ich nicht irre liegen dabei die Wegkilometer zum Arbeitsplatz zu Grunde.



        Was meinen Sie: Wieviel Kilometer braucht man da pro Arbeitstag, damit das Wirkung entfaltet?

        "Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte von



        mindestens 20 km bis 40 km29,00 € monatlich"

        Ist das für den durchschnittlichen Fußgänger drin?

    • @Suspicion:

      Die Benzin- und Ölpreise haben einen grossen Einfluss auf Kosten, der weit über den Individualverkehr hinausgeht.



      Da fast alle Verbrauchsgüter über die Strasse transportiert werden, steigen die Verbraucherpreise für fast alle Waren.



      Öl ist ein Rohstoff für sehr viele Produkte, zB Kunsttsoffe, so dass ein höherer Ölpreis auch hier Preissteigerungen verursacht.



      Schlussendlich steigen auch die Preise für erneurbaren Strom, dank des Merrit Order Prinzips.

      • @T-Rom:

        @T-Rom



        Genauso schaut es aus - leider.



        Meine Frau und ich sind z. B. schon seit Jahren E-Mobil unterwegs, versorgen unsere Häuser, zur Eigennutzung und Vermietung, auch schon länger mit Wärmepumpen & PV-Anlagen.



        Nur meinen kleinen Spider Mazda MX 5 Bj. 2002 [ E-Super ] fahre ich aber nur ab und an zum WE. Unser Wohnmobil braucht allerdings auch Diesel... Aber durch unsere unfähigen Politiker dürfen wir alle mit den Folgekosten der steigenden Öl Preise rechnen, ob im Handel, in der Gastronomie & Kultur pp.



        Zudem wird die Stimming der Bevölkerung im Land, immer mehr von der inkompetenten und unhumanistischen Regierung negativ beeinflusst, was die Lebensqualität stark mindert. Wir fragen uns wirklich, ob wir noch weiterhin in so einem Land leben möchten wollen.

    • @Suspicion:

      "Die sollen jetzt noch klimaschädliches Pendeln mitsubventionieren!?"

      Ja, natürlich. So wie wir Autofahrer auch Radwege, Zuschüsse an die Bahn und das Deutschlandticket mitbezahlen, was auch voll in Ordnung geht, obwohl wir es nicht mitnutzen. Weniger Mißgunst tut gut!

  • Beim Lesen des vorletzten Absatzes dachte ich spontan an den JJ Rousseaus Satz "Wenn sie kein Brot haben sollen sie doch Kuchen essen." Ob Björn Hartmann damit etwas anzufangen weiß?

    • @Rosa Roxanne:

      Ich glaube, der Satz ist nicht von Rousseau, sondern von Marie Antoinette, die ihn aber auch nicht gesagt hat.

      Schade, denn der Satz ist witzig und er passt wunderbar. Man muss nur schauen, wie schwer die Autos über die Jahre wurden, wie viel PS hinzukamen, wie sie immer breiter wurden. Die Leute sind jetzt da, wo sie ihre Entscheidungen hingebracht haben. Wer sich ein Auto gekauft hat, das literweise Benzin schluckt, der muss jetzt halt mehr bezahlen.

      • @derzwerg:

        Rousseau nicht, Marie-Antoinette nicht. Wer hat ihn denn nun als erstes gesagt?

  • Niemand darf ein Auto besitzen, niemand darf giftige Abgase ausstoßen!



    Die Verhaltensweise: überall alles vollparken, auf Rad- und Gehwegen, in Kurven und Kreuzungen, bei jeder Ansprache reagieren die Autoherrscher aggressiv drohend, als hätten sie das Recht dazu.



    Die aktuelle Politik und die Kommentare von mehreren Foristen z.B. auf taz.de der letzten Monate zeigen: jeder zieht in seinen Privatkrieg, alle wollen mehr Konsum, Eigentum, Macht, und fordern die Zerstörung der Gesellschaft und der Sozialstaats. Wie die Panzerfahrer des IS.



    Eine Wegboxmentalität die der Aggression der Rechtsfront der Regierung entspricht. Das Gesagte entspricht dem Verhalten im Alltag: unbekümmert, selbstherrlich, siegessicher.



    Andere leiden darunter.

    • @Land of plenty:

      Glücklicherweise sieht eine deutliche Mehrheit das deutlich anders als Sie. Wir haben in Deutschland knapp 50 Mio Autos. Und die Menschen konsumieren gern. Was den Sozialstaat betrifft ist ebenso eine Mehrheit für die Verschärfung beim Bürgergeld.

    • @Land of plenty:

      Ich darf ein Auto besitzen und ich will ein Auto besitzen. Sie dürfen gerne verzichten. Meine Tiefgararagenstellpĺätze nehmen niemanden den Platz weg. Abgasnormen sind zu erfüllen, keine Frage. Seit wann sind Faharradfahrer nicht aggressiv, insbesondere die, die ideologisch unterwegs sind? Warum sollte ich mit Menschen solidarisch sein die mich nicht schátzenund die ich nicht schätze. An der Stelle reicht es völlig sich aus dem Weg zu gehen.

      • @Nachtsonne:

        Klar dürfen Sie Ihr Auto besitzen - Sie haben es schließlich teuer bezahlt. Und nun halt auch die restlichen Kosten zu tragen. Was vermutlich auch kein Problem ist...



        Deshalb ausgerechnet dem meistgefährdeten Fahradfahrer bösartige Rücksichtslosigkeit anzudichten, geht allerdings in den meisten Fällen an der Realität vorbei.



        Die gibt es sicher, der Durchschnitt sind sie nicht. Zumindest nicht all die alten Tanten und Onkels, die hier in der Provinz rumkutschen. Die sind auch in aller Regel nicht ideologisch unterwegs, sondern einfach nur preiswerter. Manchen macht es sogar noch Spaß sich (zu Teilen) selbst anzustrengen...



        Letztendlich hat der Autofahrer die schärferen "Waffen"...

      • @Nachtsonne:

        Ist halt so, dass Fahrräder weniger Platz wegnehmen, weniger Unfälle mit Toten oder schwer Verletzen produzieren und vor Allem keine (oder kaum) Rohstoffe verbrauchen und schädliche Abgase ausstoßen.

  • Das Thema ansich halte ich für vollkommen fragwürdig. Soll sich erst.mal jemand die Mühe machen mir zu beweisen, dass Spit schneller teurer geworden ist als andere Dinge. Sprich mal die normalen Inflationsdaten einrechnen.



    Kann mich noch gut erinnern, damals im Urlaub bei Oma: Benzin 90 Pfg pro Liter, Eiskugel 25. Heute, beides in €: 2,3 bzw. 2. Kurzum: Eispreisbremse statt Spritpreisbremse.

    • @Tom Farmer:

      Sprit war vorm Irankrieg viel zu billig. Ölpreis um die 60 USD und Euro war 1,15 USD wert. Deswegen erschreckt der aktuelle Spritpreisanstieg viele. Und weil der März wieder sehr warm war gibt’s bei uns gerade viel Heizöl (=Diesel) . Wir haben es immer noch gut.

      • @Westried:

        @westried Nachtrag: Meine Quelle: NZZ, 2. April, Seite 18. Wir sind im Schnitt der letzten 40 Jahre inflationsbereinigt allenfalls mittelpreisig derzeit!



        Und nun dieser Aufschrei von Arm bis Reich. Unfassbar!

      • @Westried:

        Richtig, und weil was viel zu billig war, nun plötzlich inflationär wird, soll der Staat eingreifen. Nee,..... Konsument wurde zu sehr verwöhnt und wurde letztlich "(drogen)abhängig".



        Und die Politik springt da auch noch voll drauf auf den Zug. Und auch alle Medien!



        Habe auch mittlerweile den Chart in der NZZ gefunden. Sprit ist im Rückblick der letzten 50 Jahre immer noch billig!!! Vieles andere wurde viel teurer! Alles irrational und vollkomnen daneben: Bevölkerung, Meinung, Politik.... kaum auszuhalten

        • @Tom Farmer:

          Ja das Auto - kommt doch an 1. Stelle in Deutschland, noch vor dem Schäferhund.

  • Was wir für unfähige Politiker wir doch nur seit Jahrzehnten in- / an der Regierung haben.



    Spätestens seit der Ölkrise in den 70er Jahren - Stichwort " Autofreie Sonntage ",



    War doch allen Menschen klar, in was für einer Abhängigkeit, wir uns bezüglich fossiler Energien befinden. Hier hat die Politik versäumt unser Land auf derartige Situationen vorzubereiten. Große Öllager im Ausland, viele Standorte in verschiedenen Staaten aufzubauen, auf die wir Europäer immer Zugriff haben. Verpflichtende Versorgungsverträge mit den Lieferanten anderer Staaten.



    Abgesehen von der zögerlich Entwicklung / Umstellung auf Erneuerbare Energien, zeigt sich nun die ganze, vollkommende Unfähigkeitkeit von unseren



    " Möchtegerns " Staatsleuten - Parteiübergreifend !

    • @Alex_der_Wunderer:

      Das würde mich mal interessieren, welcher ihrer Menung nach "fähiger" Politiker auf solche Ideen kommt.

      Für wie lange sollen denn diese Öllager im Ausland reichen? Und warum sollen andere Länder das Öl für Deutschland lagern? Ein Jahresvorrat Öl für Deutschland würde erfordern: 750 Millionen Barrel bzw. ~119 Millionen Kubikmeter Lagerraum. Das sind 100–120 große Fußball-Stadien voller Öl.



      Im Kriegsfall reichen 120 Drohnen um ihre Jahresplanung hochgehen zu lassen.

      Da kann man das Öl wie jetzt auch besser "in einem anderen Land" in der Erde lassen und ganz normal Fördern.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        @Prinz Leonce vom Königreiche Popo



        Zu 1. - Die Krux ist doch gerade, wir haben scheinbar keine fähigen Politiker die auf die naheliegendenste Idee der Bevoratung kommen. Habe ich doch deutlich geschrieben !



        Zu 2. - Fußballstadion sind zum Fußball spielen. Fast jede Raffinerie auf der Welt verpachtet Tanks zur Lagerung von Öl. Die Bevorratung für ein Jahr haben Sie ins Spiel gebracht, ich denke eine Sicherstellung der Ölkapazitäten von 3 - 6 Monaten wäre schon sehr hilfreich um nicht bei jeder kleinen Störung der Schifffahrtsindustrie, massive Probleme zu bekommen.



        Zu 3.- Sicherlich sind Raffinerien nicht vor Terroranschlägen 100 % geschützt, daher sollte ja auch in verschiedenen Staaten, an unterschiedlichen Standorten, die Öllagerung für die Europäischen Staaten erfolgen, nicht nur für Deutschland, wir leben ja hier nicht auf einer Insel und müssen unsere Wirtschaftsverbindungen mit den anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union schon aufrechterhalten können.



        Zu 4. - Warum sollten andere Länder das Öl für Deutschland lagern - ganz einfach - Business. Wobei Sie die Frage durchaus berechtigter Weise stellen, so wie unsere Regierung z. Z. Stimmung gegen Ausländer macht...

  • Man löst das Problem der Abhängigkeit von klimaschädlichen Ölimporten nicht mit Preisreduzierungen.

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      Ja. Aber man ändert in Jahrzehnten gewachsene Strukturen nicht per Mausklick.

      Und natürlich kann man darüber jammern, dass sehr lange sehr viel versäumt wurde. Nur ändert das nichts daran, dass wir hier und heute mit der aktuellen Situation klar kommen müssen. Und zwar bald. Die AfD klopft an die Tür...

  • Da fahre ich mit Klimaanlage, Sitzheizung und Massagefunktion deutlich entspannter. Dazu bin ich bei schnellerer Fahrweise 10 Minuten früher auf der Arbeit und genieße dort noch einen Kaffee. Die paar Euro mehr für Sprit fallen doch gar nicht auf.

  • Was ist mit echtem Wettbewerb an den Tankstellen, Entflechtung der Verbindung von Mineralölkonzernen und Raffinerien ? Es gibt sicher einiges zu tun und zum machen. Schlimm ist, dass wir nach Corona und Ukraine nun in dritte Krise schlittern und genauso unvorbereitet sind wie bei der ersten. Die Beratungen der Regierung gehen so langsam voran, dass man den Eindruck hat, sie wollen verhandeln, bis die Krise vorbei ist.

    • @Andreas Braun:

      Ja. Das würde auch langfristig helfen. Aber nicht mit dieser Regierung. Die will scheinbar die Sache einfach aussitzen.



      Die AfD wird's freuen...

  • Wenn ich sehe, wie auf deutschen Autobahnen immer noch gerast wird, dann muss ich sagen, dass der Treibstoff noch nicht teuer genug ist. Ich bin einer der Wenigen, die seit dem Irankrieg nur noch den LKW´s hinterher fahren. Außerdem mit ausgeschalteter Klimaanlage, ausgeschalteter Sitzheizung und maximalem Reifendruck. Durch die enorme Einsparung durch die Fahrweise kosten mich die Fahrten kaum mehr als zuvor und zeitlich macht sich das gar nicht so nachteilhaft bemerkbar. Außerdem komme ich jetzt viel Entspannter am Ziel an....

    • @AndreasFausV:

      Lobenswerte Selbstgeisselung aber nicht mein Ansatz und glaube auch nicht wirklich mehrheitsfähig

      • @Flocke:

        ...kommt Zeit, kommt Rat...

  • Das Zeug muss letztlich im Boden bleiben. Alles andere ist die Dummheit pur, die wir uns bereits Jahrzehnte lang leisten. Das einmal jedoch hinweggedacht, dann ist die Senkung der "Spritsteuer" bei Erhöhung von Steuern für unsere lieben (angeblichen) "Leistungsträger" kein schlechter Move. Auf Dauer hilft natürlich nur "Sonnen-Power". Aber keine Sorgen, liebe Leute, unsere Nieten in Nadelstreifen in Politik und Wirtschaft, die mir jeden Montag und Donnerstag zB die Wirtschaft im Fernsehen erklären und selbige zu Tode "neoliberalismussen", schlicht null Ahnung haben und ebenfalls weiterhin zB die Umwelt zerstören, holen uns da schon wieder heraus.

  • Traditionell geht man von einer Preiselastizität von nur 0,2 beim Benzin aus. Damit 20% (der Ausfall in der Straße von Hormus) von überforderten Verbrauchern eingespart werden, müsste sich der Preis also erstmal verdoppeln.



    Ich glaube aber, dass das nicht mehr so ganz stimmt. Einen BYD Dolphin Surf kann man aktuell für 189 EUR im Monat leasen. Es gibt also mittlerweile einen bezahlbaren Ausweg, der früher nicht da war.

    • @hedele:

      Ja, wenn man Anzahlung, Restwert-, Schlussrate, Zinsen, Vertrags- und Bearbeitungsentgelte, zusätzliche Servicepakete und Versicherungen, Nachforderungen wegen etwaiger Mehrkilometer oder Schäden sowie Termine, die man demnächst mit dem Hinweis unterbricht, dass man sein Auto schnell von der Ladesäule entfernen muss, und den begrenzten Radius, den einem dieses Auto bietet, außer Acht lässt, ist das tatsächlich ein Ausweg für jeden, der sein Haus bis zum Müllcontainer mit Solarpaneelen pflastert und den Strom nicht anderweitig verwenden kann. So gesehen, könnte man aber auch für 5,- € im Monat einen alten Verbrenner fahren.

      • @Yes:

        Ich habe nochmal nachgerechnet. Der gleiche Fiat 500, der elektrisch 16 kw/h verbraucht, schluckt als Benziner 6 Liter auf 100 km. Man kann also über den Daumen rechnen, dass sich die Anschaffung des E-Leasingfahrzeugs schon jetzt für jeden sofort lohnt, der mehr als 280 km im Monat fährt. Das kann sich dann ja jeder selbst ausrechnen. Für den Fahrspaß mit vollem Sound am Weekend kann man gerne seinen Benziner in der Garage weiterhin stehen lassen.

        • @hedele:

          🤪 Sorry, klitzekleiner Rechenfehler, es sind tatsächlich 2.800 km im Monat, um den Breakeven-Point zu erreichen!🤭

      • @Yes:

        Bei mir sinds bei unter 5L/100km Benzin ca. 60 Tacken im Monat mehr, ich pendel wegen dem Lifestyle (oderso) ca. 40 km einfach. Und so als Mensch, der bis vor paar Jahren immer unterm Existenzminimum existiert hat, ärgere ich mich, letzen Sommer doch obige Karre bei Arbeitsplatzwechsel mit Wegfall Dienstkarre für 4200 über die erweiterte "bubble" geschossen zu haben und ned irgendwas um die 10 für ne E-Karre verballerte, wo 150km bei -10°C ohne zu laden schafft. Einer der Gründe dagegen waren die ca.10 Fahrten/Annum wo ich tatsächlich länger also obige 150km vom hiesigen bis jetzt nur mit Kraftsteckdose an der Hütte ladbaren "Tankpunkt" bis zum Ziel (meist irgendeine kulturelle Teilhabe haha) unterwegs bin. Und somit des Gealber, nachts irgendwo rumzugeistern, um seine Karre an irgendeiner Ladesäule mit hoffentlich in Betrieb und richtigem Plastegeld zu lassen.

      • @Yes:

        In einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: Wer keine Garage hat und damit auch keine eigene Wallbox installieren kann, der hat nur noch einen geringen Preisvorteil angesichts der saftigen Preise und Wartezeiten an den Ladestationen. Also ist es tatsächlich keine Lösung für uns Münsteraner aus der Innenstadt. Da bleibt das Bike halt konkurrenzlos.

      • @Yes:

        Warum mit Gewalt so kompliziert? Man kann doch vor dieser Megainvestition auch schlicht und einfach so den Ökostrom aus der Dose nehmen, kostet derzeit 30 Ct pro kW/h. Das macht bei 16 kW/h Verbrauch eines E-Kleinwagens bloß 4,80 EUR auf 100 km. Machen Sie mir das mal mit einem Benziner vor!

        • @hedele:

          Danke für Ihre Berechnungen, aber ich möchte Ihnen eigentlich gar nichts vormachen, sondern wollte mit meinem Beitrag zu dem von Ihnen genannten Leasingangebot für 189,- € die zugehörige Salamitaktik aufzeigen, die man sonst ja nur im Autohandel erfährt.

  • Also ich zahle jetzt vielleicht 6 € mehr pro Monat. Da gibt es jetzt objektiv Schlimmeres.

    Blöd ist es natürlich für Leute, die weit pendeln.

  • Eine ziemlich dünne Darstellung. Die reißerisch aufgeworfene Frage, ob es "ein Recht auf billigen Sprit" gibt, ist irrelevant. Entscheidend ist, dass die Volkswirtschaft nicht leidet und dabei spielen die Kosten für Kraftstoff nun mal eine große Rolle, in mehrfacher Hinsicht. Die Preise in den Supermärkten steigen jetzt schon, wieder einmal. Ideologie interessiert mich da nicht die Bohne. Es nützt dem Pendler nicht, wenn das Fahren teurer wird und zudem fast alle Güter des täglichen Lebens ebenso.

  • Es gibt kein Recht auf teuren Sprit. der größte Nutznießer der hohen Preise ist der Staat ohne ihn wäre er um 60 % billiger. Das Gelde wiederum wird zweckentfremdet

  • Was ich wirklich interessant finde, sind die vielen Landbewohner, die ständig herangezogen werden um zu beweisen, dass man nicht auf das Auto verzichten könne.. Rein statistisch leben 77,9 % der deutschen Bevölkerung in der Stadt.

    Quelle: de.statista.com/st...ng-in-deutschland/

    • @Klabauta:

      Das ist zu kurz gedacht. Ich wohne im Ballungsgebiet Rhein-Main im Vorort einer mittelgrossen Stadt. Solang ich mich innerhalb dieser Stadt bewege, bin ich in maximal 45 Minuten mit den Oeffis am Ziel, in der Regel deutlich schneller.

      Dummerweise gehoere ich zu der nicht kleinen Zahl an Arbeitnehmern, die nicht in ihrer Heimatstadt arbeiten. Und ein Grossteil dieser wohnt nicht neben dem Hauptbahnhof, ebensowenig befindet sich ihr Arbeitsplatz neben dem Hauptbahnhof der Zielstadt.

      Konkret heisst das: Fahre ich mit dem Auto brauche ich fuer die Strecke von knapp 40 km zwischen 40 und 60 Minuten.



      Gehe ich stattdessen zur Bushaltestelle und fahre mit Bus und Bahn muss ich je nach Uhrzeit 3 oder 4 mal umsteigen und brauche zwischen 2 und 2 1/2 Stunden.

      Sie sehen, man muss nicht auf dem Land wohnen, um das Auto zu bevorzugen. Angewiesen bin ich darauf nicht, ich koennte statt 6,7 bis 10 Stunden mit dem Auto 20 bis 25 Stunden pro Woche, Verspaetungen und Ausfaelle nicht eingerechnet, in Kauf nehmen. Tue ich aber nicht, wer wuerde schon?

      Es ist folglich vollkommen egal, ob Stadt oder Land, was zaehlt ist der Fahrzeitvergleich.

    • @Klabauta:

      Da sind auch Kleinstädte ohne ÖPNV dabei. Und Mittelgroße Städte.



      Guten öffentlichen Verkehr gibt es meist nur in den Großstädten.

      Das: de.wikipedia.org/wiki/Arnis



      läuft übrigens auch unter "Stadt" 😉

    • @Klabauta:

      Und ich geh jede Wette ein, das 20 % der Land-Bevölkerung, die in der Nähe einer größeren Stadt wohnen, auch eine relativ gute Anbindung (Öffis) an diese haben. So bleiben ca. 20 % der Bevölkerung übrig, die „abgehängt" sind.

      Ich könnt jetzt 'ne Verschwörungstheorie entwerfen........ 😉

      • @Thomas Böttcher:

        Und ich gehe eine Wette ein, dass die Anbindung viel zu langsam ist.

  • Mich wundert das Argument mit den Weltmarktpreisen ja schon, bedenkt man den Sinkflug des Rohölpreises.



    In Spanien tankt man btw 95 Octan derzeit für 1,57€/l



    Die Frage ist doch die aktuelle Gewinnmarge der Mineralölkonzerne pro Liter Sprit...

  • Ich habe mal gerechnet und kommen auf mich als Alleinunternehmer ca. € 550.- Mehrkosten im Jahr zu. Das macht sich bemerkbar, wäre aber ohne Preiserhöhung (Marktvorteil ggü. den Mitanbietern) zu verkaften. Für eine Familie mit zwei Kindern und eher geringem Einkommen ist das viel Geld. Warum sollte der Staat mir den Sprit bezahlen? Er sollte lieber das groß angekündigte, dann dem leisen Vergessen preisgegebene Klimageld um einen Spritanteil erhöhen und ausschließlich an Geringverdiener auszahlen. Das wäre nicht nur tätige, wirksame Hilfe, sondern würde auch der sich in Wahlergebnissen manifestiertenden Politikverdrossenheit entgegen wirken.

  • Staatliche Eingriffe in die Energiepreisgestaltung in D heißt: Es zuletzt teurer. Selbst wenn jetzt kurzfristig die Preie gesenkt würden-zu aller Lasten- würde langfristig sich der Staat das Geld an anderer Stelle holen; gerne über moralisch begründete Einnahmen wie die iA propagierte Zuckersteuer. Wirklich hilfreich mMn wäre die massive Subvention für E-Autos ausschließlich bei niedrigen Einkommen, kostenlose Deutschlandtickets für diesselben sowie die Öffnung des Marktes zum Einbau von Wärmepumpen für nicht-deutsche Unternehmen. Sprich Abbau von bürokratischen Hürden für polnische, hollandische usw. Installateure und Elektriker. Bei denen sind die Wärmepumpen wesentlich günstiger als bei uns, da würde sich die Montagefahrt wahrscheinlich lohnen.

  • Ob der Sprit jetzt teuer ist kommt nur auf den Blickwinkel an. In den letzten 65 Jahren hat sich der Spritpreis versiebenfacht ( Stand 31.04.2026) der Nettolohn aber verzwanzigfacht ( von 1,29 auf 25,56) also war Tanken früher viel teurer als heute.



    www.iwkoeln.de/pre...eheren-krisen.html

    • @Günter Witte:

      Die Gewinne und Dividenden in der Branche haben sich im Ergebnis in etwa genauso entwickelt wie die Durchschnittslöhne. Ölkonzerne gelten als sog. „Dividendenmaschinen“. Wie viele Minuten die Aktionäre dafür wohl gearbeitet haben mögen? Dazu äußert sich der zitierte Beitrag leider nicht.

      • @Yes:

        "Wie viele Minuten die Aktionäre dafür wohl gearbeitet haben mögen? Dazu äußert sich der zitierte Beitrag leider nicht."

        Das Prinzip ist dasselbe wie bei der Oma mit dem Sparbuch. Zuerst wird das Anlagekapital erarbeitet, dann verzichte man auf Konsum und nimmt stattdessen eine Gebuehr dafuer, dass man anderen das Geld ueberlaesst. Manchmal heisst die Gebuehr Dividende, manchmal Zinsen.

      • @Yes:

        Das Warum der Öl-Preis gestiegen ist ist die eine Sache, trotzdem ist er in der Relation heute günstiger, trotz Ölkonzerne, trotz Steuerlast als vor 65 Jahren.

        • @Günter Witte:

          Das wollte ich nicht anzweifeln, sondern dezent darauf hinweisen, dass mir der zitierte Artikel ein wenig interessengeprägt erscheint. Er soll wohl beschwichtigen und etwaige Preislenkungsmanöver fernhalten. Er rekurriert selektiv auf frühere Krisen, was die gegenwärtigen Preissteigerungen im Vergleich etwas milder erscheinen lässt. Er geht auch für heute noch pauschal davon aus, dass ein Durchschnittsverdiener 69 % seines Brutto- als Nettogehalt erhält, obwohl die Abgabenlast seit 1960 gestiegen ist. Das lässt den Benzinpreis in dieser Statistik abermals günstiger aussehen, weil der zu hoch angesetzte Nettoverdienst die verhältnismäßige Arbeitszeit verkürzt. Auch die übrigen Beiträge der Webseite vermitteln einen Eindruck, von woher der Wind weht: Danach soll sich der Mindestlohn nicht gegen Einkommensarmut eignen, der Equal Pay Day kein Symbol für Ungleichbehandlung sein, Beschäftigte ihre Arbeitsbedingungen hervorragend bewerten usw..



          Ihre obige Kernbotschaft belegt der Artikel des IW jedenfalls im Ergebnis gut, dass man nämlich je nach Maßstab eine völlig andere Realität bekommt. Aber so ist das eigentlich immer, wenn man das eine überzeichnet und das andere einfach übergeht.

  • Das ist zwar sachlich richtig, wäre politisch allerdings mehr als ungeschickt ( "afd").



    Es ist allerdings im Autofahrerland ein Aufreger, wenn die Spritpreise steigen.



    Dem Problem mit Ignoranz begegnen, ist zwar merzlike, aber keine Lösung.



    In der kurzfristig anberaumten Presseerklärung in den Osterferien hat der Sauerländer mal wieder seine Meinung zu Dingen geäußert, auf die er keinerlei Einfluss hat.



    Deutschland ist weder in der Lage, den Konflikt im Iran zu lösen, noch Einfluss auf Israel oder die USA geltend zu machen.



    Merz ist ein Gernegroß, der eher durch diplomatisches Ungeschick auffällt.



    Zu den Sorgen der deutschen Bürger*Innen: kein Wort.



    Wäre auch schwierig für die Union, es müsste das Eingeständnis folgen, dass der Weg "Zurück zu den Fossilen" nicht funktioniert.



    Eine Neubesetzung der Wirtschaftsministerinnenstelle wäre nötig.



    Im Gegensatz zur Ampel ist die Union in der Krise nicht handlungsfähig.



    Die Idee der Übergewinnsteuer von der SPD lehnt Reiche einfach ab.



    Das ist schlicht Ideologie. Damit kommen wir aber nicht weiter.



    Hier Geld einzunehmen würde die Möglichkeit eröffnen, anderswo zu investieren: ÖPNV und ECarsharing fördern, Regenerative ausbauen...

  • Ich habe aber ein Recht auf saubere Luft und Freisein von giftigen Abgasen!



    Ich fordere alle Autofahrer auf mir im Generalstreik gegen die Autofahrt zu folgen!



    Pkws durch Sammeltaxis ersetzen.



    öffentlich-rechtliche, elektrische gefahren von Menschen, die die Fahrtwünsche aller kombinieren. Das gibt es bereits lokal.



    Wenn jeder sein eigenes Auto hat, ist alles überfüllt und verstopft. Das ist idiotisch.

    • @Land of plenty:

      Nee, vielen Dank....aber diesen "tollen" Forderungen möchte ich nun doch nicht nachkommen.

    • @Land of plenty:

      Nö, das können Sie gerne alleine machen. Ich genieße lieber die Ruhe alleine im Auto. Ohne nervige Mitmenschen. Warum sollte ich meine Lebensqualität freiwillig absenken?

    • @Land of plenty:

      Sie betreten gefährliches Terrain. Frau Reiche mahnte schon, wir müssen flexibel mit den Emissionszielen sein. Genauso flexibel müssen wir auch mit den Grundrechten sein. Zum Wohle der Wirtschaft!

  • Ach, was man alles geschenkt bekommen soll vom Staat, wenn man sich Führerschein und Auto leisten kann.

    So sieht für mich jedenfalls Sozialstaat nicht aus, denn die unterste Stufe der ärmsten Bürger hört nicht bei denen, auf die sich gerade mal so ein Auto leisten können, sondern es gibt Menschen, die sich nicht mal einen Führerschein leisten können, trotzdem alleinerziehend sind, trotzdem arbeiten, trotzdem dörflich wohnen und Öffis keine Option oder Entscheidung, sondern die einzige Mobilität ist oder eben das allseits gehasste Lastenrad. Vor allem, wenn man mit Kleinkindern vielleicht noch einkaufen muss und nach Hause der nächste Bus erst in 2 Stunden fährt.

    Denkt irgendjemand eigentlich diese Menschen auch mit von wegen soziale Gerechtigkeit und so?

    Ich habe nämlich noch nie gehört das Fahrräder subventioniert, gefördert oder gar verschenkt werden. Auch nicht von irgendwelchen Erleichterungen oder Belohnungen für Menschen, die gar kein Auto fahren und trotzdem den gesamten Individualverkehr der bequemeren und wohlhabenderen Bürgers mitzahlen müssen.

    Für diese Leute ist das alles zynisches Luxusgejammer! Der Staat verschenkt ja auch keine Monatskarten für Öffis an Arme

    • @Edda:

      "Ich habe nämlich noch nie gehört das Fahrräder subventioniert, gefördert oder gar verschenkt werden."

      Jobrad?

      Die Pendlerpauschale bekommt übrigens jeder. Auch Radfahrer und Wanderer.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Die Pendlerpauschale ist auch so ein Problem. Damit wird der Individualverkehr gefördert.



        Wer viel Zeit mit Warten auf Öfis und dann in Öfis verbringt und sich morgens und abends mit anderen mal mehr mal weniger sympathischen Zeitgenossen umgibt, bekommt die Pauschale auch. Fein.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Sie wollen jetzt nicht allen Ernstes das Jobrad, was übrigens keine staatliche, sondern eine Leistung des Arbeitgebers ist, wenn er dies will, mit den Subventionen für motorisierten Individualverkehr und die diskutierten Maßnahmen, die ausschließlich zur Erleichterung von Autofahren, dienen sollen, mit dem JobRad vergleichen?! Das ist ungefähr so, wie wenn man ein FitnesscenterAbo seines Arbeitgebers als Sozialleistung mit der staatlichen Krankenversicherung vergleichen will.

        Es gibt mit riesigem Abstand absolut gar nichts, was auch nur ansatzweise mit der Subvention von Auto Kauf und Individualverkehr vergleichbar ist.



        Nur mal um eine Zahl zu nennen, (die ich mir gegoogelt habe):



        Seit 2016 wurden 8,4 Milliarden Steuergelder für den Kauf von 1,7 Millionen Privatautos ausgegeben! + Steuerbefreiung für E-Autos u. Dienstwagenprivileg! Damit könnte man das gesamte Land mit kostenlosen Öffis o. Rädern versorgen! Statt nur einen Teil des Volkes mit Autos. Abgesehen davon, dass das Gesetz die Regierung verpflichtet, klimafreundliche Mobilität vorrangig zu fördern. Tatsächlich werden aber die Kosten für Mobilität für Menschen, die kein Auto haben, immer höher. Aber halt keine Lobby...

        • @Edda:

          "...keine staatliche, sondern eine Leistung des Arbeitgebers ist..."

          Eine staatlich geförderte Leistung des Arbeitgebers. Es gelten ähnliche Bedingungen, wie beim Dienstwagen.

          Wenn man also Behauptungen aufstellt. Sollten sie stimmen.

          Ich habe nichts dagegen, dass Alternativen zum Auto besser gefördert werden. Allerdings sollte man immer sachlich bleiben. Und dabei natürlich auch ein wenig darauf schauen, was für Zahlen man so bringt.

    • @Edda:

      Die Entfernungspauschale gilt glücklicherweise für alle Verkehrsmittel. Die Chance darüber bestimmte Verkehrsmittel zu fördern, ist leider vertan.

  • Und eines darf man nicht vergessen: Der Sprit ist gerade nicht deswegen teuer weil sich die Ölkonzerne eine goldene Nase verdienen wollen, sondern weil er tatsächlich knapp wird. Das sieht man hervorragend am Dieselpreis, denn in dem Bereich gibt es Käufer, Die den Kraftstoff kaufen müssen. Speditionen z.B. Ein hoher Preis verursacht ja eine Zurückhaltung der Käufer. Würde man nun diesen Kraftstoff irgendwie künstlich staatlicherseits vergünstigen, würde mehr verbraucht werden. Und das ist nun ungünstig, wenn man nicht ein beliebig großes Angebot hat

    • @Horst Sörens:

      Naja, Knappheit, was bedeutet das?! Soll heißen, ich bezweifle, dass - zumindest was man jetzt darunter versteht, wenn man Ihren Post liest - Öl in diesem Sinne knapp geworden ist. Umgekehrt könnte man fragen, wenn das "G'lump" wirklich so knapp ist, warum kostet der Liter Treibstoff nicht 3 oder 4 Euro.

    • @Horst Sörens:

      Nicht so ganz es wird zwar grade knapp aber die Preise sind vorher schon hoch gegangen. Auffällig ist aber auch das er in den Nachbarländern weniger stark gestiegen ist. Und in Ländern wie den usa schon vor tagen wieder deutlich günstiger geworden ist. In Deutschland wird immer gerne am Preis gedreht weil die deutschen einfach jeden Preis bezahlen.

    • @Horst Sörens:

      Daß sich die Preise am Markt über Angebot und Nachfrage von selbst regulieren, habe ich auch mal geglaubt, weil in der Schule so gelernt. Die Tatsachen lehren etwas anderes.



      Tatsächlich wurden die Spritpreise schon stark angehoben, lange bevor ein Mangel überhaupt eintreten konnte. Ähnlich war es damals mit den Gaspreisen, obwohl es tatsächlich immer ausreichend Gas gegeben hatte.



      Preise werden im Kapitalismus vor allem durch Emotionen bestimmt. Z.B. sozialer Status durch Besitz (vom größten Dauerlutscher über Mode, SUVs ... bis zur Raumstation) hat nichts mit realem Bedarf zu tun.



      Zu den stärksten Emotionen zählen die Gier und die Angst, sowohl der Verbraucher als auch der Anbieter. Das ist der Humus, auf dem der Kapitalismus seine bunten giftigen Blüten treibt ... und wuchert.



      Was wir brauchen, um viele Probleme (auf-)zu lösen, ist Vernunft und ein entsprechend einfacher, sozial verträglicher Lebensstil.

    • @Horst Sörens:

      "...Der Sprit ist gerade nicht deswegen teuer weil sich die Ölkonzerne eine goldene Nase verdienen wollen, sondern weil er tatsächlich knapp wird..."







      Volle Zustimmung.







      Und wenn etwas knapp wird, sollte man nicht so verschwenderisch damit umgehen. Weniger zu verbrauchen könnte die Spritverteuerung abmildern.







      Warum zum Teufel also jetzt nicht die Gelegenheit genutzt wird, durch wenigstens zeitlich begrenzte Tempolimits den Gesamtverbrauch an Benzin und Diesel in Deutschland zu senken und das gleichzeitig mal als Feldversuch (Akzeptanz? Entwicklung der Unfallzahlen? Weniger Stress und Aggressivität auf der Autobahn? Weniger Feinstaub / CO2-Ausstoß?) durchzuziehen, ist mir schleierhaft.

      Was haben wir zu verlieren, wenn es einfach mal versucht würde?

      • @Sisone:

        Hi Sisone, sollte eigentlich eine Replik auf Ihren Kommentar sein, in dem Sie mutmaßten, ich würde den Spritverbrauch falsch ermitteln bzw. verdrängen - aber hier paßt es auch, es geht ja ums gleiche Thema.

        Sie können mir die Angabe zum Spritverbrauch des X1 23d (E84, also altes Modell) schon glauben. Lassen Sie mich Ihnen ein Bsp. geben: Kurz nachdem ich das Auto in 2015 als dreijährigen Gebrauchten kaufte, habe ich die bisher einzige Volllastfahrt unternommen: In Hamburg vollgetankt, über die A1 bis nach Köln. Durchschnittstempo (!) 175 km/h, wann immer möglich, echte 220, Tacho 230 (mehr schafft die Kiste nicht).

        In Köln wieder vollgetankt. Verbrauch dieses Höllenritts exakt 10,1 Liter Diesel pro 100km. Die KI-Angaben entsprechen nicht den echten Werten. Auch nicht bei Strich 100, da brauche ich nicht 4-5, sondern ca. 7 Liter. Ich habe keinen Grund, Sie anzulügen.

        Der Unterschied ist beim Verbrenner, daß er bei niedrigen Geschwindigkeiten einen schlechteren Wirkungsgrad hat als Ihr E-Auto (da ist er immer nahezu gleich hoch). Bei dem steigt der Stromverbrauch daher viel proportionaler zur abgerufenen Leistung. Beim Verbrenner liegen die Werte dichter beieinander.

        • @Debaser:

          ...es muß natürlich heißen, der Verbrenner hat bei niedrigen Geschwindigkeiten einen geringeren Wirkungsgrad als bei hohen, im Gegensatz zu Ihrem E-Auto, bei dem er über den gesamten Geschwindigkeitsbereich gleich hoch ist.



          Sorry für die sprachliche Unschärfe.

      • @Sisone:

        Jeder darf sich auch heute schon an die Richtgeschwindigkeiten von 130 km/h auf Autobahnen halten. Wem das immer noch zu nah an Bettelstab und der Lichtgeschwindigkeit, darf auch noch bis 80 runter, ansonsten halt Finger und Gaspedal weg von der Autobahn.

  • " die Bundesregierung müsste die Differenz zum wahren Spritpreis übernehmen"

    Das ist nur bedingt richtig. Da die Steuern auf den Sprit (Mineralölsteuer, CO2-Abgabe, Umsatzsteuer) den allergrößten Teil des Preises ausmachen (70-80%), würden nur die Einnahmen aus dem Sprit ein wenig sinken - es müßte kein zusätzliches Geld lockergemacht werden.

    Für viele mag das dasselbe sein, aber tatsächlich gibt es einen Unterschied zwischen einem Einnahmeausfall und Kosten, die man direkt zusätzlich zahlen muß.

    • @Debaser:

      Dann erklären Sie mal den fundamentalen Unterschied zwischen Einnahmeausfällen und Ausgabensteigerungen in einem Staatshaushalt.

  • Autofahren ist kein Luxus, sondern für die meisten Menschen schlichtweg notwendig, um überhaupt zur Arbeit zu kommen. Gerade auf dem Land kann man nicht einfach auf die Bahn umsteigen, weil es dort oft gar keine vernünftigen Verbindungen gibt. Eine Spritpreisbremse verhindert zudem, dass durch hohe Transportkosten auch alles andere, wie Lebensmittel, für alle unbezahlbar wird. Sie entlastet normale Verdiener und kleine Betriebe, die sonst bei jedem Preissprung an der Zapfsäule um ihre Existenz bangen müssten. Wer das ablehnt, nimmt in Kauf, dass Mobilität zum Privileg für Reiche wird und die Gesellschaft immer weiter auseinanderbricht.



    Aufgrund der derzeitigen Inflation steigen die Preise im Alltag für alle, aber besonders die Autofahrer und zwar die mit Verbrennern sind besonders betroffen. Warum sollte ein E-Autofahrer oder ein Nurtzer der ÖPNV besonders entlastet werden? Die zusätzlich auftretenden Kosten sind doch viel geringer als bei jemanden, der auf sein Auto als Mobilitätsmittel angewiesen ist?

    • @Marc-Oliver Schmidt:

      Ja, das stimmt so auch nicht ganz. Das Auto mag für viele notwendig sein, aber sicherlich nicht für die meisten. Die meisten könnten problemlos auf ÖPNV umsteigen, tun es aber aus Komfort- oder Motivationsgründen nicht. Ich frage mich z. B., warum in Berlin wirklich alle Straßen zugeparkt sind.



      Ich stimme auf jeden Fall zu, dass Menschen, die wirklich auf das Auto angewiesen sind, entlastet werden sollten. Aber das ist quasi nicht umsetzbar, nur diese zu entlasten.

      • @Sojafreund:

        In den Ballungsräumen werden schon lange Menschen an die Randlage gedrückt. Ich selber durfte auch aufgrund Eigenbedarf raus aus Stuttgart und muss nun jeden Tag 35km je Strecke pendeln, also 70km am Tag. Mit den Öffis brauche ich für eine Strecke fast 2 Stunden. Mit dem Auto 35 min. Also mich erwischt es momentan trotz sparsamen Fahrzeugs (5 Liter Diesel) besonders. Und nein, ein BYD leasen mit Familie geht nicht. Nicht bei den Km-Leistungen und der Anzahlung und Restrate etc.

  • Alles soziale Marktwirtschaft, oder was ?



    Das Schlechte beinhaltet auch immer etwas Gutes. Es ist gut, zu spüren, die Konsequenzen zu spüren, damit setzt sich etwas in Bewegung. Natürlich gilt das nicht für alle, die Bewegungsunfähigen wird es schwer fallen ,Veränderung positiv zu gestalten.



    Es ist gut zu spüren, wie unzuverlässig Abhängigkeit ist, es ist gut zu spüren, dass es trotz der ungleichen Machtverhältnisse immer wieder möglich ist diese zu kippen. Das Problem aber ist, die Trägheit der Massen, es muss immer erst weh tun, ich meine so richtig schmerzen, "Oh, ich kann mein Auto nicht mehr volltanken ". ist da erst der Anfang. Zu Fuß gehen steht ganz hinten in der Liste, gleich auf mit Fahrrad oder Bus fahren.



    Schmerzen tun weh und das hat etwas mit spüren zu tun.

    • @Flemming:

      Na ganz toll, dann erzählen sie meinem Kollegen mal wie er von Ellern (Hunsrück, kann man googlen) zu Fuß oder mit dem Fahrrad nach Frankfurt zur Arbeit kommt. Tolle Wurst...und nein, Bus ist auch keine Alternative, wenn man sich ansieht, wie lange er da unterwegs ist....Und ich hab nicht wenige Kollegen, die solche Strecken bewerkstelligen müssen....und nein, auch Umzug ist keine Alternative, zumal Wohnungen in Ffm kaum bezahlbar sind.

      Aber Sie finden das natürlich ganz toll.

      • @Biker-Ffm:

        Berechtigte Frage - warum wohnt jemand dauerhaft 100 km vom Arbeitsplatz entfernt? Ja, die naheliegenden Lösungen sind teuer und nicht kurzfristig umsetzbar, aber Wohnung näher an Arbeitsplatz oder Arbeitsplatz näher an Wohnung sollte schon mal durchdacht worden sein. Wer sein Leben darauf baut, dass es nur funktioniert wenn der Spritpreis über Jahrzehnt niedrig bleibt, handelt kurzsichtig.

        Zum konkreten Beispiel Ellern - Frankfurt. Ellern liegt Nähe A61. Mitfahrerparkplatz suchen, Fahrgemeinschaft nach Ingelheim (oder Bingen, oder Mainz), Deutschlandticket, Bahn nach FFM. (Das waren jetzt für mich 5 Minuten Maps und Bahn.de für einen Vorschlag)



        Ja, ist aufwändig. Ja, kostet viel Zeit. Aber wurde es denn schon mal ausprobiert?

    • @Flemming:

      Na dann: 40km Weg zur Arbeit auf dem Land zu Fuß. Auf gehts!



      Ist nicht schlimm, zusammen mit dem Rückweg dann nur 80km. Und das jeden Tag, bei Wind und Wetter. E-Auto? Muss man sich leisten können. Fahrrad? Und wer nimmt dann früh schnell die Kinder noch mit? Auch die Schule ist auf dem Land ja nicht im gleichen Ort. Das klingt immer alles so einfach, wenn man in der Stadt wohnt mit einem einigermaßen funktionierenden ÖPNV. Sofern er nicht gerade bestreikt wird oder der Bus kaputt ist (der auch tanken muss) oder kein Fahrer für den Bus da ist.

      • @Lee Ma:

        Ich meine wirklich, mit der eigenen Garage, die man auf dem Land doch meist hat, ist es mit dem E-Auto nicht sooo schwer.

        • @hedele:

          Und wer bezahlt das dann, wenn das Geld ohnehin nur für einen Gebrauchtwagen reicht und man 4 Kinder hat, es also auch ein vergleichsweise großes Auto sein muss.

        • @hedele:

          Auch auf dem Land wohnt bei weitem nicht jeder im eigen Haus...

      • @Lee Ma:

        Und dass der ÖPNV nicht angemmessen ausgebaut ist, liegt auch an mangelnder Nachfrage.

        • @Francesco:

          Das Problem wird man auf dem Land immer haben. Es sind nun mal keine Städte. Aufgrund der wenigen Nahverkehrsfahren ist ÖPNV ohnehin mindestens eine Halbtagsunterfangen, wenn man mal in die eigentlich gar nicht so weite Stadt fahren muss (weil nur da die Läden und Ärzte etc. sind).

      • @Lee Ma:

        Schülertransport ist Aufgabe der Kommunen. Dafür braucht man kein Auto.

        • @Francesco:

          Blöd nur, wenn der dann ewig lang bestreikt wird. Und zum Laufen ist es ist weit und zum Radfahren zu bergig.

      • @Lee Ma:

        Es gibt bestimmt Fälle, wo das zutrifft. Aber für die meisten trifft es nicht zu. Es ist keine gute Idee, mit extremen Beispielen Politik zu machen.

        • @Kahlschlagbauer:

          Auch in der Stadt laufen die wenigen Leute 5 Haltestellen für zum Beispiel einen Arzttermin. Ich bin ja auch der Meinung, dass sich was ändern muss, aber eine Gesellschaft, die Mobilität erwartet, muss auch eine Basis schaffen. Und die ist nun mal blöderweise auf dem Land oft nicht gegeben. Eigene Garage muss man auch erst mal haben - auch auf dem Land gibt es Mietshäuser ohne Garagen. Und Photovoltaik ist wünschenswert, liegt aber auch in der Hand des Vermieters.

        • @Kahlschlagbauer:

          Genausowenig trifft es zu, dass jeder einen S-Bahn-Ring, drei U-Bahn-Linien und drölf Buslinien und sechs Spätis vor der Tür hat. In Citylage von Millionenstädten lässt sich gut reden. Ich frage mich manchmal, was diese Städte für Vorstellungen vom Leben außerhalb von Tarifzone "A" haben.

  • Ein guter Artikel. So muss das sein!

  • Ob der Sprit jetzt für den Einzelenen teuer ist oder nicht, ist doch erst mal zweitrangig.

    Wichtig ist vor allem, dass es nicht zu einer erneuten Inflation und zu einem Einbruch der Wirtschaft kommt. Daran sollten sich die Maßnahmen orientieren. Eine Änderung der Mineralölsteuer wäre dabei wichtig - es sollte einen Festbetrag pro Liter geben und nicht eine Quote am Veräußerungspreis. Während einer Krise sollte die Mineralölsteuer ganz ausgesetzt werden.

    Wichtig wäre dann auch eine zumindest befristete Erhöhung der Pendlerpauschale. Die Pendlerpauschale deckt die Werbungskosten im Zusammenhang mit den Aufwendungen des Fahrtweges pauschal ab. Steigen die Preise, dann ist es richtig, dass Pauschalen entsprechnend angepasst werden - egal, wann eine Wirkung eintritt.

    Im Übrigen, Sprit wird derzeit - unter anderem auch - wegen des Staates teurer. Neben der Mineralölsteuer gewinnt der Staat auch durch die Umsatzsteuer.

    • @DiMa:

      "es sollte einen Festbetrag pro Liter geben und nicht eine Quote am Veräußerungspreis."



      Das ist doch so. Nur die Umsatzsteuer bemisst sich am Preis.

    • @DiMa:

      Der Energiesteuersatz (nicht Mineralölsteuer) für Diesel und Ottokrafstoff ist seit 2003 unverändert und hängt nicht vom Endpreis ab. Was Sie beschreiben gilt lediglich für die Umsatzsteuer.

  • E-Auto kaufen. Problem gelöst.



    Wenn der Staat Geld ausgeben soll, dann für Förderung von Windrädern und Solaranlagen. Ziel sollte sein, dass die "Straße von Hormus" keine Bedeutung mehr für unseren Wohlstand hat.

    • @Semon:

      Geben sie mir das nötige Geld für den kauf?



      Mindestlohn auf dem Land. Ach ja wie sagen viele immer: na such dir doch einen job der besser zahlt.



      Einfach ne?

      Jeder laden ist hier weit weg. Einkaufen mit dem Öffi wenn der nur 3 mal am Tag fährt auch mal ein Erlebnis

      • @Welt Bürger:

        Na, "geben Sie mir das Geld?" ist doch etwas plump. Warum fragen Sie das nicht die Person, die Ihnen das Geld für das letzte Auto gegeben hat?



        Bin auch noch per Benziner unterwegs, aber das nächste Auto sollte etwas elektrisches werden. Wenn denn der Benziner irgendwann das zeitliche segnet (was bei seiner Haltbarkeit noch ziemlich lange dauern kann).



        Bitte nicht darauf warten, dass Geld vom Himmel fällt, sondern den Umstieg auf Elektro planen. Wenn sie irgendwann einen neuen Verbrenner kaufen müssen, kostet der auch Geld. Die Frage "wieviel und woher" ist letztendlich die gleiche.

        • @Der dreckich Katz:

          Ich habe für das Letzte Auto mit der Finanzierung vorher Jahre sparen müssen, musste bei den Eltern wohnen damit ich das kann. Ich habe doch erwähnt Mindestlohn. Wissen sie wie man von 1800 euro und Miete ein neues Auto finanzieren soll? Ich würde gerne ein E Auto holen aber um genau zu sein steht nur der verkauf des alten und Kauf eines Rads im Raum. Mieten, Versicherungen etc.,. Ich kann mir nicht mal einen Urlaub leisten da alles bisschen was ich Sparen kann in eine Rente geht die ich selber ansparen muss.

          Sie schaffen es nicht mal ihren Ekel über Mindestlöhne zu verstecken. Das ist arm.

        • @Der dreckich Katz:

          "Warum fragen Sie das nicht die Person, die Ihnen das Geld für das letzte Auto gegeben hat?"

          Ist auch plump. Weil die meisten Menschen eben erst mal ein paar Jahre sparen müssen, um sich ein Auto kaufen zu können. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass einige Menschen nicht wissen, wie es ist, auf Anschaffungen sparen zu müssen.

      • @Welt Bürger:

        "[...] such dir doch einen job der besser zahlt."



        Wenn das dann alle machten, stehen wir wieder da, wo wir hergekommen sind. Genauso ein Blödsinn wie: "du musst dich weiterbilden, wenn du mehr Geld willst" oder "zieh doch näher an deinen Arbeitsplatz", wenn der Weg zu weit ist. Alles nicht zuende gedachter Quatsch.

      • @Welt Bürger:

        Der Laden ist weit weg, weil alle mit dem Auto fahren. In meiner Kindheit gab es im Dorf noch Läden in Fußgängerentfernung.

        • @Francesco:

          Unser. Dorf hatte das probiert Tatsache. Es gab sogar schon eine Zusage. Dann hat die Naheliegende Stadt geklagt das wir kein Innenstadtrelevantes Sortiment haben dürfen. Bebauungsplan etc. Zack da wars das mit dem Laden. Der Bäcker musste auch schließen. Aber hey.,...

        • @Francesco:

          Und wenn ich das Auto abmelde, kommt jemand und macht einen Laden auf? Das ist doch weltfremd.

    • @Semon:

      Schön, das es offenbar Leute gibt, für die der Sofort-Kauf eines neuen Autos kein Problem ist. Gratuliere.

      • @Josef 123:

        Ein e-Auto spart Geld. Wenn Sie sich einen Benziner leisten können, können Sie sich ein EV leisten. Der Gebrauchtmarkt hat gute Angebote.

        • @Kahlschlagbauer:

          Momentan spart man mit E-Autos schon, aber in der Zukunft ? Steuereinnahmen durch Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) 33 Milliarden €, Kfz Steuer 30 Milliarden im Jahr. Glauben Sie wirklich das der Staat in Zukunft auf solche Einnahmen verzichtet wenn alle E-Autos fahren ?

        • @Kahlschlagbauer:

          Das klappt nicht, wenn das Geld nur für einen gebrauchten Verbrenner reicht. Und das sind gar nicht so wenig Leute, bei denen das so ist. Ich bin nicht gegen die Energiewende und auch nicht gegen bessere Mobilitätskonzepte. Es wäre nur schon, wenn das Leben weiterhin organisierbar bleiben würde - auch auf dem Land. Im Ort mit 1000 Einwohnern gibts fast nix mehr an Läden und Gastronomie (1 Blumenladen, ein Bäcker, eine Imbissbude und ein Kindergarten).

        • @Kahlschlagbauer:

          Überraschung. Es gibt Menschen, die nicht einfach ständig ein Auto kaufen können, sondern erst einmal ein paar Jahre sparen müssen, bis sie das Nächste kaufen können.

        • @Kahlschlagbauer:

          Wie kann man so eine weltfremde Aussage tätigen. Wenn sie sich einfach so ein Auto für 40-60k einfach so kaufen können . Glückwunsch. Ein ID7 oder andere taugliche Familienkutsche mit E- Antrieb ist nicht so günstig. Dumm wirklich wenn man Kinder hat und diese zur Schule, zum Kindergarten, in den Sport müssen und dies alles eben nicht 500m fußläufig erreichbar ist. Es lebt eben nicht jeder in Deutschland in Berlin.

          • @Duplozug:

            Rechnen Sie es doch mal aus, bevor Sie hilflos den Kopf schütteln. Der Markt für gebrauchte E-Autos ist groß und hat viele vernünftige Angebote. Weltfremd ist, wer meint, daß er/sie nichts ändern kann.

    • @Semon:

      "E-Auto kaufen. Problem gelöst."

      Vorschlag. Teilen Sie mir ihre E-Mail mit. Ich schicke dann meine Kontonummer, damit Sie mir das Geld für ein neues Auto überweisen können. Das Prospekt des E-Autos liegt schon auf dem Schreibtisch. Allerdings gehöre ich zu den Menschen, die das Geld dafür nicht rumliegen haben und erst mal sparen müssen.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Sie haben natürlich recht. Mit rund 200Mrd Euro könn(t)en 10Mio Pkw - Neuwagen - ersetzt werden. Das zeigt die Wichtigkeit dessen, dass, nennen wir sie einmal so, die Verkehrswende durch die Gesellschaft - der Staat - getragen werden müsste, wenn wir sie schnell haben wollen.

        • @Gerhard Krause:

          Müsste man. Da die politische Debatte sehr laut von Menschen aus der "kauft euch doch einfach" Fraktion geführt wird, wird das aber nicht passieren. Die Person, die aktuell im Kanzleramt sitzt, kann sich ziemlich sicher auch nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht einfach mal so fünfstellige Beträge vom Konto abrufen können.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Keiner redet von fünfstelligen Beträgen. Gebrauchte E-Autos sind im Preis mit Verbrennern vergleichbar. Das alte Auto kann man auch noch verkaufen. Es ist nicht hilfreich, sich selbst hilflos zu machen.

            • @Kahlschlagbauer:

              Es ist auch nicht hilfreich, schwer nachvollziehbare Behauptungen auszustellen.

              Ich habe gerade mal bei einem großen Onlineportal geschaut. Und dabei großzügige Einstellungen verwendet. Alle Angebote 5-stellig. Das liegt vor allem daran, dass vor allem große Kisten auf dem Markt sind.

              Ich brauche aber einen Kleinwagen. Die Reichweite muss nicht groß sein, aber ich kann es mir auch nicht leisten, eine Klapperkiste zu kaufen, deren Werkstattkosten mich auffressen. Ich brauche ein Auto, dass mich ZUVERLÄSSIG 5 Tage die Woche in die Firma bringen. Ein Bastelbogen ist für mich nutzlos. Genau wie ein SUV o.ä. bei dem mich die Betriebskosten auffressen.

            • @Kahlschlagbauer:

              Wir reden aber von fahrtüchtigen Autos.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Das! Hier kommen immer solche Kommentare und genau das ist die Debatte der Politik. Aber keiner debattiert für die vielen die es nicht können. Ich will die Energiewende, wäre dafür das jedes Haus Voltaik auf dem Dach haben müsste etc. Aber leider werden wir Arbeiter die nicht die Finanziellen Voraussetzungen haben mit den Kosten und den Anstiegen sitzen gelassen. ich muss nicht nur drüber nachdenken mein Auto zu verkaufen und bei anderen mit zu fahren beim Einkaufen oder in die Stadt die 45 Minuten zu radeln, ich muss auch die Kosten der Energiekrise stemmen, Essen, Strom, Heizen. Aber nebenbei denken hier Leute ich kann mir einfach ein E Auto kaufen

  • Genausowenig wie es ein Recht auf eine billige Wohnung in zentraler Lage gibt.



    Die Größe der Wohnung lässt sich auch nach unten regulieren. Die Lage auch. Dauert nur etwas länger.

    • @CR43:

      Es gibt ja auch keine billigen Wohnungen in zentralen Lagen.

    • @CR43:

      Falsch. Wohnen ist schon lange ein Grundrecht. Eigentlich bereits seit Kaiserzeiten, spätestens seit unserer jetzigen Verfassung.

      • @W. Otto:

        Äh Moment.. Ich habe ein Grundrecht überall dort zu wohnen wo ich möchte? Und der Staat muss mir das bezahlen oder?



        Ja wo ist dann das Problem, dann ziehen wir doch alle nach Berlin Mitte. Ist ja mein Grundrecht.

      • @W. Otto:

        Wohnen ist ein Grundrecht, richtig…aber eben nicht unter Marktpreis in einer begehrten Innenstadtlage wie z.B. Kreuzberg, Friedrichshain usw.

      • @W. Otto:

        Vielleicht einfach nochmal versuchen den Kommentar von CR43 inhaltlich zu erfassen: "Es gibt kein Recht auf eine billige Wohnung", schon gar nicht in gefragter, bzw. bevorzugter Lage.

      • @W. Otto:

        Damit man sich die Wohnung leisten kann, muss man auf dem Land ohne ÖPNV und gerne mal mehr als 40km einfach auch zur Arbeitsstelle kommen können.

      • @W. Otto:

        Dieses Grundrecht bestreitet niemand. Es kann aber nicht bedeuten, in einer Wohnung in selbst gewünschter Größe an jedem selbst gewünschten Ort zu wohnen.

        Das wäre ähnlich widersinnig, wie aus dem Grundrecht auf Mobilität das Recht auf einen Privatflieger abzuleiten. Wobei ein Mittelklassewagen auf dem Land eigentlich dazu gehört. Wobei jetzt hoffentlich weiterhin jeder seine eigenen Prioritäten setzen darf. Billige Wohnung plus PKW auf dem Land versus teure Wohnung plus ÖPNV in der Stadt. Und da sind exorbitant hohe Benzinpreise dann für manche genauso existenziell wie eine unverschämte Mietsteigerung für manchen Großstädter.

      • @W. Otto:

        Aha, und welcher Grundrechtsartikel im GG soll das sein?

      • @W. Otto:

        Jo. Wenn man die erstaunliche Verrenkung schafft, sogar bei einem einzelnen Satz die entscheidenen Attribute komplett zu ignorieren, hat man immer Recht.

      • @W. Otto:

        80 Millionen Deutsche klagen ihr Grundrecht auf eine billige Wohnung mitten in Berlin ein.



        Genau mein Humor!

  • So etwas kann nur schreiben für den Geld keine Rolle spielt. Schön für die taz-Redakteure.

    • @Alberta Cuon:

      Wenn Sie sich ein Benzinauto leisten können, können Sie sich en EV leisten. Es spart nämlich Geld.

      • @Kahlschlagbauer:

        Wo gibt es denn die gebrauchten E-Autos für 2500€ mit 2 Jahren TÜV? Wäre interessiert.



        Das Fahren mit E-Autos ist leider hierzulande auch nicht preisgünstig, im Vergleich zu anderen Ländern. Man muss nur mal vergleichen, wievel einmal volladen (zB an der Wallbox) in Finnland, Norwegen. Polen, Spanien oder Frankreich kostet. Die Energiepreise insgesamt sind hier einfach sehr hoch.

    • @Alberta Cuon:

      Oder der, für den der Spritpreis aufgrund entsprechender Lebensentscheidungen eine allenfalls untergeordnete Rolle spielt. Mieten in der Stadt werden schließlich auch nicht aus dem Staatssäckel subventioniert.

    • @Alberta Cuon:

      Welche "Rolle" spielt denn Geld?

      Geld für Terror an Islamisten und autoritäre Staaten und Akteure? Und darauf die Reaktion: Geld für Verteidigung, Krieg oder zur Terrorabwehr?

      Wann wird das beim Verursacher eingepreist?

  • Den Sprit auf Staatskosten pauschal billiger machen, ist natürlich keine Lösung.

    "...wo möglich, auf Nahverkehr umzusteigen..."

    Zeigt aber auch ein Problem. Die Nahverkehrsunternehmen müssen auch auch mehr für ihren Sprit zahlen. Und die Speditionen auch. Ein hoher Spritpreis macht eben vieles teurer. Und hier muss der Staat dafür sorgen, dass die fast Monopole nicht mehr erhöhen können, als es der tatsächliche Einkaufspreis nötig macht.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Auch Speditionen müssen mehr für Sprit zahlen. Richtig.



      Wie z.B. amazon u.a. Online-Händler, die überflüssige Güter hin und her kutschieren, und uns das Ver-Konsumieren des ganzen Globus so bequem machen?



      Wir brauchen insgesamt einen einfacheren Lebensstil. Das wissen wir seit Jahrzehnten.

      • @Selbstauslöser:

        "Wir brauchen insgesamt einen einfacheren Lebensstil. Das wissen wir seit Jahrzehnten."

        Vollkommene Zustimmung.



        Nur hilft das Menschen, bei denen das Geld knapp ist, im Moment nicht weiter. Höhere Preise beim Einkauf im Laden treffen sie hart. Schließlich muss so gut wie alles, was wir zum Leben brauchen, transportiert werden.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Ich weiß, wovon Sie sprechen, war selbst sehr lange davon betroffen. Deshalb ja: wir brauchen INSGESAMT einen einfacheren Lebensstil, weil ich mich trotzdem nicht auf dieses "wir oder ihr" einlassen möchte.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Machen Sie doch mal Ihren Namen zum Programm: Wie entwickeln sich wohl Preise, bei fallender Nachfrage, wenn die nachgefragten Mengen sinken würden?

      Na? Na?

      • @W. Otto:

        Das kann genauso auch zu Preiserhöhungen führen.

      • @W. Otto:

        Die Idee, dass die nachgefragte Menge signifikant sinkt, ist eben nur eine Idee. Gerade Nahverkehrsunternehmen und Speditionen müssen tanken, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Und auch privat fahren sehr viele Menschen schon lange nur noch so viel, wie nötig. Sprit ist ja nicht erst seit einem Monat teuer...

        Helfen würde eine große Veränderung des gesamten Verkehrs. Da müssen wir auch hin. Nur ist das kurzfristig nicht möglich.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Nahverkehrsunternehmen und "Staat" sind beim ÖPNV oft das gleiche. Z.B. Bremen: Die Stadtgemeinde Bremen besitzt über die stadteigene Bremer Verkehrsgesellschaft mbH mittelbar 100 % der Anteile an der Bremer Straßenbahn AG.

      Es ist der Staat selber, der letztendlich die Preise erhöht. (Wenig) amüsant ist das, wenn die dann regierenden Parten, wie in Bremen, bei jeder (!) Wahl damit hausieren gehen, dass ÖPNV kostenlos werden soll, wenn man sie wählt. Das nervt!

      Der Staat bzw. die für ÖPNV verantwortlichen Städte und Regionen haben finanziell andere Schwerpunkte als die Verkehrswende umzusetzen.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        In Stadtstaaten mag so was stimmen - in Flachenländern wie Bayern decken die städtischen Betriebe oftmals nicht einmal die Hälfte vom ÖPNV Angebot - wenn es überhaupt eins gibt. Bei uns fährt 3x täglich der Bus. Die nächste Kleinstadt ist 15km und rund 400 Höhenmeter entfernt, die nächste Großstadt, wo viele arbeiten, 45km und die Anbindung ist ohne Auto quasi nicht gegeben.

      • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

        Wenn die Busse im Nahverkehr viel teureren Diesel tanken müssen, wird der Betrieb teurer. Egal wem die Unternehmen gehören. Und den Mehrpreis zahlt die ganze Gesellschaft. Da kann man doch wohl erwarten, dass der Staat dafür sorgt, dass nicht auch noch Zusatzprofit gemacht wird.

  • "Es gibt kein Recht auf billigen Sprit", als Artikelüberschrift.



    Wer hat wann behauptet, dass es ein "Recht auf billigen Sprit gäbe?", dazu konnte ich im Artikel nichts finden. Ich habe auch sonst diese Forderung nirgendwo gelesen.



    Das ist sprachlich schwach.

  • Eigentlich war ja das "Klimageld" genau dafür gedacht, oder nicht? Aber man hat ja lieber alle beschissen und zahlt es jetzt doch nicht aus. Mir ist es wurscht, ich brauche keinen PKW.

    Wir hätten übrigens Habeck als Kanzler haben können und statt erneuerbare zu bremsen, würde man jetzt wohl vermutlich schneller ausbauen und vielleicht endlich über Speicher nachdenken. Naja, kann man nix machen, Danke an 60% Rentner für die CxU und den schlechtesten Kanzler aller Zeiten \o/

    • @Impe:

      Vor allem die schlechteste Wirtschaftsministerin des 21. Jahrhunderts.



      Man hört gar nichts mehr von ihr, ist sie abgetaucht ?

    • @Impe:

      So ist es, leider.

    • @Impe:

      Habeck als Kanzler wurde geopfert für eine Frau, welche nicht zu ihren eigenen Verfehlungen gestanden hat und andere dafür mitverantwortlich gemacht hat. Das hat mit den Rentnern nichts zu tun. Die Rentner haben auch nicht Millionen von Mindestlohnempfänger geopfert, um sich ein Wahlkampfthema zu sichern. Das waren SPD und Grüne.

      Und für Habeck waren die 10 Milliarden für Intel direkt unumstößlich, so viel Einsatz hat es für das Klimageld nicht gezeigt.

      Vielleicht auch mal due eigene bubble in den Verantwortung nehmen und nicht nur ihren Worten lauschen, sondern auch auf ihre Taten sehen. Vllt lässt sich so mehr ändern.

      • @Hitchhiker:

        Es geht um die Wahl 2025, nicht 2021.

    • @Impe:

      Ich fürchte, Sie haben Recht.

    • @Impe:

      This.

      Die Leute wollen halt auf Teufel komm raus fremd gefördertes Öl und Gas in ihre Auto- und Heizungstanks füllen. Und jetzt bekommen sie genau das, was sie bestellt haben.

      Wohl bekomm´s.

      • @Arafna:

        Keine Ahnung was "die Leute" wollen, aber ich denke viele haben so wie ich einfach keine Wahl.

        • @Tom Tailor:

          Nun, die Leute, die Mehrheit der wahlberechtigten Bevölkerung.



          Und was die Mehrheit zuletzt wollte, war ja recht deutlich.



          Die CDU hat doch vor der Wahl mehr als klar gemacht, wo es mit ihr in den nächsten Jahren hingehen wird. Weiter mit fossilen Brennstoffen, das war doch die Botschaft.



          Die Alternative dazu war ebenfalls da. Ausbau der Erneuerbaren. E-Autoprämie, Heizungsgesetz ect pp.

          Das ist die Wahl.

          • @Arafna:

            Nur theoretisch. In der Praxis bietet diese Auswahlmöglichleot für viele Menschen eben keinen Mehrwert. So eben auch bei mir: ich habe gar kein größeres Interesse an fossilen Kraftstoffen. Die Alternative dazu nützt mir aber auch nichts.

  • Das Geld für die Unterstützung von Haushalten mit geringen Einkommen sollte man aus den zusätzlichen* Gewinnen der Mineralölkonzerne finanzieren.



    *) es sollte möglich sein, die tatsächlichen Einkaufspreise des Rohöls der Ölkonzerne zu prüfen und was da über die durchschnittlichen Gewinnmargen der vergangenen Monate aufgeschlagen wurde einzuziehen. In anderen Branchen muss man bei Nachträgen auch Kalkulation offenlegen und kann die Gewinne nicht einfach beliebig erhöhen.

    • @Axel Schäfer:

      Und denen die Kosten für Terrorabwehr, Krieg und Verteidigung auferlegen.

      Dann merkt der "Verbraucher" endlich wieviel seine angebliche "Freiheit" kostet.

  • 56% des Spritpreises sind Steuern.



    Der Staat hat den Preis hochgetrieben und erklärt dir jetzt, er sei leider machtlos.



    Lösung des Autors...



    Direktzahlungen an ausgewählte Haushalte. Der Staat nimmt von allen, gibt an wenige zurück, und nennt das Entlastung.



    Einfachere Idee: Steuern senken. Jeder behält mehr. Sofort. Kein Antrag, keine Prüfung, keine Bürokratie.

    • @Comedian:

      Vielleicht sollten wir einfach ALLE Steuern streichen! Mensch, was ginge es uns dann gut!

    • @Comedian:

      Die Steuern wurden aber nicht erhöht, lediglich die Umsatzsteuer steigt mit dem Verkaufspreis.

      • @Xanyd:

        Nun ja, 19% von 70cent Preiserhöhung macht pro Liter ~14cent. Da kann man den Staat schon als Kriegsgewinnler betrachten.

  • Eine Möglichkeit wäre auch, die CO2 Abgabe zu streichen...das wäre wenigstens ein kleiner Tropfen auf den heissen Stein.

    • @Die_Mitte_machts:

      Der heiße Stein sind dabei selbstverständlich die Spritpreise, nicht etwa die Abhängigkeit von fossilen Rohstoffen oder deren Auswirkungen auf die Athmosphäre.

    • @Die_Mitte_machts:

      Wann wollen sich die Verursacher endlich der Realität stellen und die wirklichen Kosten des Produktes fossile Brennstoffe stellen? Morgen? Nächste Regierung? Nächster Überfall oder Terroranschlag? Völkermord oder Glaubenskrieg? Nie?

    • @Die_Mitte_machts:

      Unfreiwillig komisch. Ein Tropfen auf einem heißen Stein verdampft bekanntermaßen ohne jeden Effekt. Aber populistisch mal eben gegen die böse CO2-Abgabe zu trommeln kommt immer gut, ne?

      Und im übrigen nutzen Sie immer noch den rassistischen Avatar.

  • Die Tschechen haben den Preis gedeckelt und der Staat zahlt trotzdem nicht die Differenz. Sie haben nämlich einen flexiblen Deckel, der an den Weltmarktpreis gekoppelt ist. Aber den Gewinn von freien Unternehmen zu schmälern, diese Idee kommt in Deutschland nicht einmal eine linke Zeitung wie die Taz. So tief verwurzelt ist die marktwirtschaftliche Ideologie in Deutschland.

    • @wirklich?:

      Dat isset!!!

  • Wir drehen uns im Kreis. Elektroautos sind in der Anschaffung für kleine Einkommen viel zu teuer, der öffentliche Nahverkehr ist gerade auf dem Land unzureichend, der Arbeitsplatz dank der von der Arbeitnehmerschaft geforderten Mobilität oftmals viel zu weit weg. Das Monatsgehalt kann nur einmal ausgegeben werden. Wenn der Benzinpreis weiter steigt, dann wird an anderer Stelle gespart. Und dieses Geld fehlt dann wieder denen, die zum Beispiel vom Tourismus leben.

    • @Ludowig:

      Gebrauchte EVs sind so teuer wie gleichwertige Verbrenner. Und sparen Geld.

    • @Ludowig:

      Für Tourismus und anderen Tand wurde zu Coronazeiten das schöne Wort systemrelevant eingeführt, gilt noch immer, in dem Fall dann sozusagen systemirrelevant.

  • Wer Benzinpreise deckelt oder subventioniert, bestraft alle die mit ÖPNV, zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Warum sollten diese Verkehrsteilnehmer das tanken anderer mitbezahlen?

    • @Hans Dampf:

      Die deutsche Wirtschaft hängt nun mal am Auto. Da muss jeder seinen Beitrag leisten, auch die die gar kein Auto fahren.

      • @nihilist:

        Dann müssen wir das wohl dringend mal ändern, oder?

  • Wann gab es in Deutschland schon einmal billigen Sprit. Mittlerweile ist der Besuch einer Tankstelle nicht mehr teuer sondern unbezahlbar.

    • @FraMa:

      13 l hat ein VW Käfer gesoffen, heute braucht ein Kleinwagen oft nicht einmal die Hälfte. So gesehen ist tanken Inflationsbereinigt und gemessen an den gestiegenen Gehälter nicht teurer geworden.

    • @FraMa:

      Mehr so gefühlt geglaubt? Autos sind reichlich auf der Straße. Und langsamer oder kleiner sind die auch nicht geworden...

      Kooooomisch.

  • Zitat: "Es gibt kein Recht auf billigen Sprit. In Deutschland, wo freien Bürgern freie Fahrt zusteht, kann jeder entscheiden, weniger oder langsamer zu fahren, wo möglich, auf Nahverkehr umzusteigen, kleinere Autos mit geringerem Verbrauch oder gar Elektromotor zu kaufen."



    Stimmt. Nur können die wenigsten das wirklich beeinflussen.



    Ja schön wenn die eh schon privilegierten Arbeitnehmer Home Office machen können. Schön wenn diejenigen die eh schon im Speckgürtel der Stadt mit der S-Bahn reinfahren können dies auch tun. Ja, Mitnahmeeffekte vom Deutschlandticket....



    Nur was machen die ganzen Berufe die auf Präsenz ausgelegt sind? Verkäufer? Friseure? Die Arbeiter am Fließband? Krankenschwestern? Die Handwerker? ... ja ne, sind ja alle Arbeitnehmer Verwaltungsangestellte vor allem im ÖD die das ganz einfach so machen können.



    Und wenn man auf dem Land wohnt ist das noch mehr Hohn. Was? du musst in die Stadt fahren zum Arbeiten? Warum holst du dir nicht eine dieser super günstigen Mietwohnungen und sparst die die 2 Autos die du brauchst bei 2 Arbeitnehmern und Kindern. Das Problem kennt der Berliner nicht. Und E-Auto als alternative bei Niedriglohn und Mieterdasein ohne PV...ja klar.

    • @Duplozug:

      Sie führen es doch selbst an, wie unterschiedlich die Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land sind. Auf dem Land sind die Wohnkosten erheblich niedriger, dafür fallen erhöhte Mobilitätskosten an.



      Das gleicht sich locker aus und die Wahl des Wohnorts ist eines jeden freie Entscheidung.



      Wollen Sie den armen Stadtmenschen denn auch die teuren Wohnkosten subventionieren?

    • @Duplozug:

      Bitte erzählen Sie nicht, dass die Verkäufer, Friseure, Krankenschwestern und Handwerker alle lange Arbeitswege haben.

  • Sie schlagen vor: "Wenn die Bundesregierung etwas tun will, kann sie denjenigen direkt Geld schicken, die es vermutlich am meisten benötigen: Haushalte mit geringen Einkommen, die auf das Auto angewiesen sind. Technisch sind solche Überweisungen inzwischen möglich." - Was ich im ganzen Artikel vermisse, ist, dass von den Endverbrauchern niemand auf derartige Subventionen angewiesen ist, wenn das wöchentliche Budget durch die erhöhten Preise in der Größenordnung des Preises einer Schachtel Zigaretten belastet wird. Wirklich angewiesen auf Entlastung sind Unternehmen, die den Warentransport nicht mal eben per Lastenfahrrad oder Straßenbahn erledigen können, wie z.B. Speditionen. Oder ist das zu kapitalistisch gedacht?

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Die legen die zusätzlichen Kosten auf ihre Preis um.

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Nee, nicht "...zu kapitalistisch", sondern grundsätzlich falsch, ohne "Wissenshintergrund " gedacht.

      Betriebswirtschaftlich oder ökonomisch richtig wäre: Endlich alle entstehenden Kosten einzupreisen. Also auch Beschaffung, Subventionen und vor allem bisher sozialisierte Kosten: Für Verteidigung, Terrorabwehr und Kriege. Und später für Umwelteinflüsse.

      Selbstverständlich ist eine Subvention für Transport, Spediteure, eine Subvention für Verbraucher weil es ja den niedrigen Preis für das befördern des zu verbrauchenden Gutes mindert.

  • Ein Deckel diskutiert wohl keiner. Wie solldas auch funktionieren? Die Konzerne würden einen beliebigen Betrag über 2 Euro an das Wirtschaftsministerium zur Erstattung melden? Einen Wettbewerb würde es dann ja nicht mehr geben.

    Allerdings ist auch die Unterstützung von Haushalten mit geringem Einkommen nicht so einfach, wie gefordert. Was ist gering? Was ist wenn es sich ändert? Erfolgt dann eine Prüfung der Notwendigkeit eines Autos? Klar, es ist schon mehr Geld verschwendet worden, als hier mögliche Fehlbeträge. Ist eh nur theoretisch, weil es nicht passieren wird.

    • @fly:

      „Einen Wettbewerb würde es dann ja nicht mehr geben.“



      Davon kann allerdings auch jetzt kaum die Rede sein.

  • Meiner Erfahrung nach steigen bei hohen Rohölpreisen die Spritpreise in den 'reichen' Ländern disproportional da die Konzerne dort viel besser abschöpfen können.

    In Tunesien, z.B., kostet Diesel immer noch um die 0,66E.

  • Taz und Berliner Sicht- fast synonym- verstellen gerne den Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen in Deutschland. Nur zur Info: wir fahren in der Regel nicht zum Spaß Auto sondern für Arbeit, Beruf und Wirtschaft.

    • @Flocke:

      Dann sollte es ja mittelfristig kein Problem sein, auf sparsamere Modelle etwa aus China umzusteigen und die gestiegenen Spritkosten so mehr als deutlich einzusparen.

    • @Flocke:

      Ihr "Blick auf die Lebensrealität vieler Menschen in Deutschland" ist unwahr. Die PS Zahlen der verkauften Neuwagen steigen jährlich um 5%.



      1990 92PS



      2008 131PS



      2025 159PS



      2026 166PS

      • @Sam W:

        PS Zahlen sind Teil der technischen Entwicklung der auch mit gleichzeitig abnehmenden Verbrauch einhergeht. Die Entwicklung der PS Zahlen isoliert betrachtet sagt nichts aus.

      • @Sam W:

        In den letzten beiden Werten steckt auch viel E-Auto drin; und da ist PS wenig aussagekräftig!

      • @Sam W:

        Dann müssten die aber ausgehend von den 92 PS aus dem Jahr 1990 schon bei über 500 PS inzwischen liegen.

        Die aktuellen PS-Steigerungen liegen eher darin begründet, dass BEV meist deutlich mehr PS haben. Ansonsten sind die Fahrzeuge über die Jahre schwerer geworden, auch weil immer mehr Sicherheitssysteme verpflichtend wurden. Daher legten auch die PS zu.

    • @Flocke:

      Die die Kosten absetzen kann. Wann erwähnen Sie das? Lange keinen CEO oder Geschäftsführer mehr im Kleinwagen gesehen..

  • Ja, es ist immer interessant, wie wenig man sich dann doch auf die "unsichtbare Hand" der freien Marktwirtschaft verlassen will, wenn man es mal bräuchte...

    Dabei ist es doch so einfach: Wenn die Preise eines Produkts zu hoch sind, einfach weniger davon kaufen. Dann sinkt die Nachfrage und damit sinken die Preise. Nur wenn man gar nicht weniger kaufen will, darf man sich auch nicht wundern, wenn die Preise nicht sinken. Also einfach weniger tanken.

    Das ist uns doch von allen Marktwirtschaftlern immer wieder erklärt worden? Manchmal wünscht man sich fast wieder die FDP in die Regierung... (halt, war ein Witz).

    • @Mustardman:

      Die Preiselastizität ist aber nicht bei jedem Gut gleich. Dazu müsste man sich die entsprechenden Nachfragekurven genauer anschauen. Beispiel Nahrungsmittel, die brauch man halt zum Leben. Da kann man nicht sagen, ist mit zu teuer, verhungere ich lieber.

    • @Mustardman:

      Das wäre ja konsequent. Oder vernünftig. Oder sogar nachhaltig. Sogar logisch!!! Nee,vso verstehen sich unsere Konservativen nicht mehr. Das ist ja nicht populär. Einträglich.

    • @Mustardman:

      Nette Theorie. Nur leider ist der Mensch nicht immer frei in seiner Entscheidung, was und wie viel er kaufen will. Von manchen Dingen wird eben eine bestimmte Menge benötigt. Und da fängt der Teil der Marktwirtschaft an, der anderen Menschen viel Geld in die Tasche spült.

  • Ich hab mich schon immer gefragt, wer die Subventionen eigentlich bezahlt, denn der Staat hat ja doch kein Geld, der verteilt das nur und wenn die Einen was kriegen: Wer bezahlt das?

    • @Peter Teubner:

      Der Mehrwertsteueranteil steigt von 0,30 € auf 0,40 € bei den Preissteigerung. Also 0,10 € pro Liter. Bei 200 Millionen Liter pro Tag, die in Deutschland getankt werde kommt schon eine Summe zusammen, Und die Mehrwertsteuer muss bis zu 10. des Folgemonats an das Finanzamt überwiesen werden. Geld ist also da.

    • @Peter Teubner:

      Klingbeil schlug flexible Preisobergrenzen und diverse Entlastungen für Haushalte vor, die über eine Übergewinnsteuer finanziert würden. „Übergewinnsteuer“ ist ja gerade so ein moderner Begriff und auf den ersten Blick erscheint das auch ein wenig paradox: Wie will man „Übergewinne“ besteuern, die man durch Preisbeschränkungen verhindert? Da könnte etwas faul sein. Es sei denn, die Gewinne aus den vergangenen Monaten sollen (rückwirkend) höher besteuert werden, was verfassungsrechtlich in engen Grenzen möglich wäre. In diesem Fall hätte es der Verbraucher bereits an der Tankstelle bezahlt. Daneben könnten künftige Gewinne zur Finanzierung dienen. Dann zahlt es ebenfalls der Verbraucher, aber erst später. Man könnte auch „Übergewinne“ von vorneherein eindämmen, indem man Margen begrenzt oder Preisbeschränkungen am Rohölpreis ausrichtet. In diesen Fällen müssten die Aktionäre einen Teil ihrer Dividende einbüßen.

      • @Yes:

        Ihr letzter Vorschlag scheint mir der gerechteste und machbar zu sein.



        Wäre nicht auch eine Verschärfung des Kartellrechts überfällig?

        • @Selbstauslöser:

          Ja, gegen den geringen Wettbewerb, den wir durch das Oligopol von im wesentlichen gerade mal vier großen Kraftstoffanbietern (Raffinerien) haben, wäre das das richtige Instrument. Da sich verbotene Preisabsprachen kaum sicher feststellen lassen und es ihrer ja auch gar nicht mehr bedarf, können die Preise an den Tankstellen immer schön im Gleichklang fallen und steigen. Einen wirklichen Wettbewerb kann man da nicht mehr erkennen. Die Kraftstoffpreise auf anderen Märkten mit mehr Anbietern sind jedenfalls deutlich günstiger. Kartellrechtliche Verschärfungen sind aber politisch oftmals nicht wirklich gewollt. An ihrer konsequenten Umsetzung würde es dann möglicherweise ebenfalls dementsprechend hapern. Bei (wirklich) hohen Weltmarktpreisen könnte das Kartellrecht allerdings tatsächlich nur wenig ausrichten und gegen die aktuellen Preiserhöhungen wirkt es wohl nicht schnell genug.

  • Das Fazit des Artikels kann ich nur unterstützen. Ich benötige keinen billigen Sprit. Haushalte mit geringem Einkommen gehen vor!

    • @pesetenpaule:

      👍🤝💪 Autos stehen. Soll Fritze März die Machtdemonstration der Multis unter Kontrolle bekommen.

      Der "halbiert" ja so gerne. Und ständig so 'erfolgREICH'.