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Berliner Linken-Abgeordnete Emde Auf Crashkurs

Kommentar von

Stefan Alberti

Das Berliner Linksbündnis könnte an der Abgeordneten Vanessa Emde scheitern. Die SPD dringt auf ihren Ausschluss aus der Fraktion.

D as Berliner Abgeordnetenhaus hat 153 Mitglieder, es ist das größte Landesparlament in Ostdeutschland. 91 davon sind den Parteien zuzuordnen, die seit Montag über eine rot-grün-rote Koalition unter Führung der Linkspartei verhandeln. Und doch kann es an einer einzigen Abgeordneten hängen, dass eben dieses Bündnis nicht zustande kommt.

Dabei geht es nicht etwa darum, dass die Mehrheit eines solchen Linksbündnisses an genau dieser einen Stimme hängen würde. Rot-Grün-Rot hätte eine komfortable 15-Stimmen-Mehrheit. Ganz anders als in Hessen 2008, wo eine solche Koalition nur eine knappe Mehrheit gehabt hätte und letztlich an ein paar widerstrebenden SPD-Abgeordneten scheiterte.

Nein, in Berlin kann die 45-jährige Linkspartei-Abgeordnete Vanessa Emde ein Linksbündnis einfach dadurch verhindern, dass sie Mitglied der Linksfraktion bleibt. Denn Emde symbolisiert für Kritiker genau jenen Antisemitismus und Israelhass in den Reihen ihres Landesverbands, der schon vor der Parlamentswahl am 20. September für viele Debatten über dessen Regierungs- und Bündnisfähigkeit sorgte.

Bis zu den jetzigen Koalitionsgesprächen kam die Linkspartei, die bei der Wahl so gut abschnitt wie noch nie in Berlin und mit 25,7 Prozent der Stimmen stärkste Kraft wurde, nur durch eine schriftlich fixierte Distanzierung von Antisemitismus (und Organisierter Kriminalität, eine weitere offene Flanke). Grüne und SPD als mögliche Partner hatten darauf gedrängt und wollten sonst noch nicht mal in Sondierungsgespräche einsteigen.

SPD drängt auf Ausschluss

Die Abgeordnete Emde aber bestreitet weiterhin das Existenzrecht Israels. Weil sie das nicht nur denkt, sondern auch nach Unterzeichnung des erwähnten Papiers weiter öffentlich macht, drängt vor allem die SPD darauf, sie aus der Fraktion auszuschließen. „Dann werden wir keine Koalition haben“, legte sich Berlins SPD-Chef vorige Woche in der Talksendung „Markus Lanz“ für den Fall fest, dass Emde Teil der Linksfraktion bleibt.

Die Abgeordnete auszuschließen, ist allerdings nicht ganz einfach – eine einfache Mehrheit genügt dafür nicht, es braucht in der Fraktion schon eine Zweidrittelmehrheit unter den 44 Mitgliedern.

Die Fraktionsführung um Elif Eralp, die Berlins erste Regierungschefin mit Migrationshintergrund und Linken-Parteibuch werden könnte, beeilt sich bis jetzt allerdings nicht, dafür einen Antrag auf den Weg zu bringen. Das galt bislang als Zeichen dafür, dass sie sich einer ausreichenden Mehrheit nicht sicher war. Zu Wochenbeginn hieß es nun, dass sich zuerst die Partei und nicht die Fraktion damit befassen solle.

SPD-Chef Krach hat bei „Markus Lanz“ zwar keine Frist gesetzt, bis wann Emde raus sein muss. Doch gilt er ohnehin nicht als großer Fan eines Linksbündnisses. Er steht zudem unter großem Druck aus der eigenen Bundespartei und früherer Berliner SPD-Größen, nicht mit der Linkspartei zu koalieren.

CDU streckt Hand aus

Nun hat auch noch die CDU ganz offiziell die Hand ausgestreckt und zu parallelen Gesprächen eingeladen – mit den Grünen zusammen gäbe es auch dafür eine Mehrheit im Parlament, wenn auch nur eine knappe.

Dieses Angebot haben Grüne und SPD zwar mit Verweis auf die gerade erst begonnenen Koalitionsgespräche abgelehnt. Doch kommt die Linksfraktion mit ihrem Ausschlussverfahren nicht bald in die Gänge oder verlässt Emde nicht von selbst die Fraktion, wird ihr Verbleib dort der entscheidende Hebel für die Gegner eines rot-grün-roten Bündnisses, dieses noch zu stoppen.

Emde provoziert derweil weiter: Sie kam Dienstag in Begleitung einer Parteifreundin in die Fraktionssitzung, die als noch extremer gilt.

Stefan Alberti Redakteur für Berliner Landespolitik

Jahrgang 1967. Seit 2002 mit dreieinhalb Jahren Elternzeitunterbrechung bei der taz Berlin. Schwerpunkte: Abgeordnetenhaus, CDU, Grüne.
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125 Kommentare

  • elektrozwerg

    SPD und Gruene sollten mehr Druck bezueglich des Fraktionsausschlusses machen. Wenn die Linke-Fraktion dafuer keine Mehrheit findet, hat sie sich fuer eine Koalition disqualifiziert. Dann wissen die Waehler der Linken auch wen sie in Zukunft waehlen sollten, wenn es ihnen nicht primaer um Palaestina geht, SPD oder Gruene und nicht die Linke.

  • Zangler

    Irgendwie bekomme ich bei diesen Vorgängen ein gewisses Gefühl von Déjà-vu, wenn auch kleiner als beim ersten Mal (Wiederholung der Tragödie als Farce?!)



    Vor etwas mehr als zwei Jahren warfen innerparteiliche Kritiker:innen der Kandidatin für das Amt der US-Präsidentin Kamala Harris vor, nicht klar genug auf Seiten der Palästinenser:innen zu stehen (und dieser Konflikt innerhalb der „Democrats' platform“ zieht sich bis heute, s. Michigan und die Wahl von Abdul El-Sayed zum ersten Senator muslimischen Glaubens).



    Derweil gewann ein gewisser Donald J. Trump die Wahl, indem er niedrigere Lebenshaltungskosten dadurch versprach, das er sich für die nationalen Interessen einsetzen und illegale Migration bekämpfen werde.



    Kaum ins Amt eingeführt, träumte er dann davon, den Gazastreifen durch einen Völkermord in ein Paradies (für Immobilienhaie) zu verwandeln. Das hat dem Frieden im Nahen Osten und den Palästinenser:innen sehr genützt, oder?



    Der Unterschied ist, dass eine US-Präsidentin tatsächlich Einfluss auf Israels Regierung nehmen könnte, eine Regierende Bürgermeisterin aber nicht. Davon abgesehen: Vollkommenes Déjà-vu in dieser ganzen sinnbefreiten Abseitigkeit.

  • Davin_112

    Ein Politiker ist eine Person, die aktiv das gesellschaftliche und politische Zusammenleben in einem Staat, einer Region oder einer Gemeinde mitgestaltet und regelt.

    Frau Emde hat unabhängig von ihrer Position bewiesen, dass sie das nicht will oder kann.

    Und ja, da gibt es auch andere, aber hier geht's nun mal um Emde.

  • Reinero66

    Sie wird nicht der/die erste Linke (PDS) Bürgermeister Berlins, das gilt nur für gesamt Berlin, die PDS (Linke) stellte vo 1949-1989 den Bügermeister vom Berlin (Ost).

    • Christian Götz

      @Reinero66:

      Guten Tag o66

      Was auch immer Sie damit ausdrücken wollen.

      Die PDS existierte von 1990 bis 2007.

      • Reinero66

        @Christian Götz:

        Sorry, SED

  • Querbeet

    Sie kann ja eine neue Partei mir Claudia Roth gründen. Die redet neuerdings auch vom Genozid in Gaza und dem angeblichen Druck von jüdischen Organisationen auf sie, dies nicht zu äußern.

  • Auweiowei

    Warum regen sich (fast) alle derart auf?



    Das Wohl und Wehe einer mittelgroßen Hauptstadt mit überaus bewegter Vergangenheit (B.), ganz zu schweigen des dazugehörigen Landes (D.), soll vom missliebigen Umgang und dubiosen Aussagen 'einer (Stadtverordneten) unter vielen' abhängen?

    Dieses Schattenboxen zeigt doch nur, dass weder B. noch D. der - mit Kant -selbstverschuldeten Unmündigkeit lösungsorientiert zu entrinnen suchen:



    Der abgestandene, übelriechende 'Antisemitismus' aus dem 19.Jh. wird bis heute keiner international verlässlichen Definition zugeführt;

    'Genozid' wird nicht unvoreingenommen überall dort, wo er auftritt, als solcher benannt;

    'Volkes Stimme' wird gerne nur dann ernst genommen, wenn sie niemand wehtut (B.!);

    'Demokratie' wird als Selbstläufer gesehen und allenfalls durch Gedenktage und dergleichen 'verinnerlicht' (D.); usw. usw.

    Die wirklich alle betreffenden Krisen und Probleme sowie Lösungsansätze ('Klimakollaps', 'Rechtsruck', 'Lebensbedingungen/sozialer Frieden', 'Europa'...) werden entweder blind negiert oder einfach aufgeschoben oder durch Vorgeschobenes verdeckt (B.).

    Vermutlich liegt das nicht allein an Trump, Putin und Konsorten.

  • Systemknecht

    Sehr viele Kommentare hier sind seit gestern Abend ja wohl obsolet:

    taz.de/Ansage-der-...nkspartei/!6228309

    Bin schon gespannt, was den "Kritikern" der (Berliner) Linken nun als nächstes einfällt um sie zu diskreditieren.

    • Walterismus

      @Systemknecht:

      Äh nein. Obsolet sind die Kommentare in dem Moment, wenn Emde draußen ist.



      Andernfalls handelt es sich um Lippenbekenntnisse wie mit dem Antisemitismus Papier, was bereits 24 Std später für die Tonne war...

  • Kohlrabi

    Frau Emde verhält sich einigermaßen destruktiv, aber von außen an die Linke herangetragene Forderungen zur Parteisäuberung sind unbillig. Über das Stöckchen tät ich nicht springen. Die Linksfraktion könnte erklären, dass Frau Emde für keinen Ausschuss nominiert wird und keinen Sprecherinnenposten erhält. Das sollte allen, die guten Willens sind, vorerst reichen. Vielleicht entdeckt Frau Emde ja alsbald von selbst, dass die Linksfraktion nicht ihr bevorzugtes Habitat ist. Wenn der Pulverdampf sich verzogen hat und sie nicht mehr jeden Tag ihr Foto in der Zeitung sieht.

    • Walterismus

      @Kohlrabi:

      Warum unbillig? SPD und Grüne dürfen ja wohl selber entscheiden ob sie eine Koalition mit der Linken und Emde eingeht oder nicht.



      Frau Emde kann ja gerne in der Partei und Fraktion bleiben, nur darf dann auch SPD und Grüne nein zu einer Koalition sagen.

      • Kohlrabi

        @Walterismus:

        Natürlich sind SPD und Grüne frei in ihrer Entscheidung, ob sie mit der Linken oder der CDU in eine Koalition gehen wollen. Es wäre m.E. aber höchst albern, wenn diese Entscheidung nicht von stadtpolitischen Fragen abhängig gemacht würde, sondern von der Wortwahl einer einzelnen Abgeordneten zu einem abseitigen Thema.

  • Traditioneller Sozialist

    Schon fast 50 Kommentare, wenn ich abschicke, bestimmt schon wieder mehr...

    Liebe taz, könntet ihr bitte dieses Berliner Linkssektenthema ignorieren? Ich weiß, die Berliner (und bestimmt auch Hamburger) "Urbanen", egal welcher der beiden "Nahost-Fronten" brauchen das. Aber trotzdem: Es sind hier doch immer die Gleichen, egal auf welcher Seite, die immer die gleichen Texte posten. Das ist alles so erwartbar. Eine Diskussion, von Verständnis und Verständigung ganz zu schweigen, kommt hier doch eh nicht zustande, nur gegenseitiges "Parolen-an-den-Kopf-Werfen". Beide Linken-Fraktionen (nicht nur in der Partei gemeint) schlagen sich wieder bildlich die Köpfe ein.

    Lasst doch diese(s) "Casa", Neukölln, Berlin einfach links liegen!

    Berichtet bitte über positive Dinge, wie zum Beispiel, dass in Sachsen-Anhalt Eva v. Angern bei der MP-Wahl gegen Siegmund antreten wird. Sie ist eine Adelige aus hochmittelalterlichem Altmärkischem Uradel. So etwas schmerzt die von der AfD sicher besonders, da die ja meinen, die Geschichtsinterpreration für sich gepachtet zu haben.



    Darüber habe ich bei euch leider noch nichts gelesen.



    Aber immerzu dieses Berlin. Ich kann es einfach nicht mehr (hören) lesen.

    • Auweiowei

      @Traditioneller Sozialist:

      Dass in der 'Causa Emde' eine Mücke zum Kamel (oder Elefanten) gemacht wird, darin gebe ich Ihnen Recht.



      Dass aber die - gewiss ehrenwerte -



      'Causa von Angern' die Ignorantenpartei



      besonders schmerzen wird, glaube ich eher nicht. (Denn wenn Ignoranz wehtun würde, müssten diese Herrschaften ja Tag und Nacht vor Schmerzen schreien.)

  • TGV

    Hat sie eigentlich schon genug Material um etliche gerade öffentlich auftretende Politiker u.ä. wegen Rufmord zu verklagen?

  • Pico

    Frau Emde vertritt eine EINSTAATEN-Lösung, also wo Menschen mit arabischen Wurzeln in einem Staat Israel leben können und dürfen und ebenso Menschen mit jüdischen Wurzeln. Was soll daran jetzt antisemitisch sein? Dass Menschen mit arabischen Wurzeln in Zukunft mehr Einfluss haben in Israel liegt auf der Hand. Die einen haben mehr Nachwuchs, die anderen eben weniger. Schon jetzt zeigt sich doch, dass man kaum noch an arabischen Parteien vorbeikommt. Und noch gilt: Eine Person, egal ob mit jüdischen Wurzeln oder arabischen Wurzeln, hat sofern das Wahlalter erreicht ist, EINE Stimme. Das vertritt Frau Emde. Und was vertreten jene die ihr Antisemitismus vorwerfen?

  • Bambuspanda

    Für mich ist Frau Emde nicht zwingend untragbar, weil sie recht radikale Meinungen zum Palästinakonflikt vertritt, darüber ließe sich ja noch ein Diskurs führen.



    Untragbar ist sie für mich, weil man Frau Emde nicht mehr vertrauen kann.

    Wie kann man jemanden noch vertrauen, mit dem man gemeinsam, mühsam und im gegenseitigen Einverständnis, Zusagen getroffen hat, die im nächsten Augenblick wie aus heiterem Himmel, für diesen Menschen plötzlich nicht mehr gelten.

    Wie soll sich mit solchen Menschen, gemeinsam ein neues Haus errichten lassen?

    • Francesco

      @Bambuspanda:

      Stattdessen soll sie lieber ihre Wähler verraten?

    • rero

      @Bambuspanda:

      Ich würde darauf tippen, sie wurde dazu gedrängt mit der Begründung, dass sei nur eine Formalie ohne Wert.

      Nun ist sie überrascht, dass man sie für die Koalition verrät.

      Die Unzuverlässigkeit in der Linken sehe ich nicht bei Vanessa Emde.

      Sie würde sich sonst nicht so aufrecht darstellen.

      Ihrer Parteikarriere nutzt das nicht unbedingt.

      • Bambuspanda

        @rero:

        Ähhh sorry, aber gegen Ihre These sprechen ganz eindeutig die zeitlichen Abläufe des ganzen!

        Der Parteivorstand hatte sich mit Frau Emde geeinigt, die sie sogar unterschrieben hatte.



        Damit war ein mögliches Ausschlußverfahren vom Tisch.



        Gleich am nächsten Tag hat sie dies aber auf Instergram widerrufen.

        Wenn Ihre These richtig sein könnte, dann hätte ja wohl der Parteivorstand zuerst die Abmachung widerrufen müssen, mit dem Verweis, dass Frau Emde trotz der gegenseitigen Abmachung aus der Linken fliegen soll.



        Dann wäre Ihre These halbwegs logisch.

        So aber war erst nach dem Widerruf von Frau Emde, Tage später das Thema Rauswurf wieder auf dem Tisch.

        Sie haben aber insofern recht, dass die Linke tatsächlich ein "Unzuverlässigkeitsproblem" hat, denn Frau Emde ist ja nicht nur die einzige Unzuverlässige. Es gibt einige kleine Grüppchen innerhalb der Linken, die ihr eigenes Süppchen kochen und denen das große Ganze an den wichtigen Dingen dieser Stadt, wie auch im ganzen Land mit ihren Menschen herzlich egal sind, so lange ihr Süppchen nicht den gleichen Stellenwert hat.

  • Tongo

    Wieso muss die taz diesem Ton nachtröten? Ich kann in keiner einzigen Aussage von Emde etwas antisemitisches finden, zumindest nicht wenn ich die Jerusalem-Declaration heranziehe und nicht die konservativ-rechte IHRA. Das es faktisch und juristisch kein Existenzrecht von Staaten gibt, dazu gehören auch Deutschland, die Ukraine, die USA - sehr wohl aber eine Unantastbarkeit des Menschen auf gesundheitlichem und freiheitlichem Level, ist nicht nur internationale sondern auch verfassungsmäßige Gesetzgebung hier, in diesem Land, in dessen Hauptstadt gerade über genau dieses verhandelt wird.

    Frau Emde verlangt weder Ausschluss, Diskriminierung, Andersbehandlung oder sonstwie gelagerte verunsachlichung jüdischer Menschen in Berlin und anderswo, sie ist nur stur dabei, wie man zu Gaza und Palästina steht. Dass die taz das als linkes Mainstream-Medium immer noch nicht versteht sondern der Instrumentalisierung von Antisemitismus weiter medialen Raum gibt, ist mehr als nur schade.

  • Machiavelli

    Hat Frau Emde sich eigentlich auch zum Existenzrecht von Russland, China oder anderen Staaten wie Sudan geäußert. Alles koloniale Projekte die alle viel mehr menschen getötet und vertrieben haben als Israel in den letzten jahrzehnten. Oder gilt ihre staatskritik nur Juden?

    • Francesco

      @Machiavelli:

      Es geht gar nicht um das Recht Israels, weiter zu existieren, sondern um das Recht Israels, ein jüdischer Staat zu sein.

      • Machiavelli

        @Francesco:

        Wenn Israel ein Existenzrecht hat, hat es auch das Recht sich als jüdischer staat zu definieren. Weil sonsts müsste Frau Emde sich erstmal an den ganzen islamischen staaten abarbeiten.

    • Querbeet

      @Machiavelli:

      Tja, gute Frage. Schon auffällig.

    • EffeJoSiebenZwo

      @Machiavelli:

      Ich meine, ja, das hat sie.

      Sie hat ja nicht explizit Israel sein Existenzrecht abgesprochen, sondern erklärt, dass Staaten grds kein Existenzrecht 'haben', einfach weil es solch ein Recht im Völkerrecht / Internationalen Recht nicht gibt. Insofern also eine allgemeingültige Aussage, die auch für 'Russland, China oder anderen Staaten wie Sudan' & you name it gilt.

      • rero

        @EffeJoSiebenZwo:

        Nein.

        In dem Kontext er das keine allgemeingültige Aussage.

        Das war ja keine Völkerrechtsvorlesung.

        • Francesco

          @rero:

          Das Existenzrecht wird doch immer nur von (pro-)israelischer Seite aufgebracht. Welcher andere Staat fordert von seinen Kritikern die Anerkennung seines Existenzrechts?

          • Machiavelli

            @Francesco:

            Außer bei Taiwan und Ukraine plant niemand andere staaten abzuschaffen/zu zerstören als bei Israel.

  • Stavros

    Es ist offensichtlich gestattet, in der Palästinafrage eine härtere Position als die Bundesregierung zu vertreten.

    Mit Auslöschungsphantasien zu kokettieren, um wirklich alle potenziellen Wähler zu mobilisieren, nicht. Das ist der schmale Grad, auf dem Emde und andere in der Linkspartei wandeln.

    Das Muster ist in der Politik wohlbekannt und nennt sich "dog whistling": Von Gerhard Schröders Äußerungen über "kriminelle Ausländer", über Merz' "Stadtbild", Sahra Wagenknechts "Vernunft in der Migration", die völkischen "Entgleisungen" oder "unbeabsichtigte" Ausflüge in Naziterminologie der AfD.

    Tatsache ist: Israel darf und muss kritisiert werden. Vanessa Emde hat aber bewusst eine identitätspolitische Grenze überschritten. Es ist nicht nur falsch, sondern auch unsozialistisch, verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen.

    Der Nahostkonflikt wird nicht in Berlin entschieden. Politische Klasse hätte jemand, der sowohl den Schmerz der palästinensischen Communitiy adressieren könnte als auch die Ängste der israelischen, ohne sich gemein zu machen.

    Ansonsten wünschen sich die Berlinerinnen und Berliner wieder eine lebenswerte Stadt.

    • Francesco

      @Stavros:

      »Es ist nicht nur falsch, sondern auch unsozialistisch, verschiedene Gruppen gegeneinander auszuspielen.«



      Tut sie das denn?

      • Stavros

        @Francesco:

        Was Frau Emde zum Nahostkonflikt sagt, ändert an der dortigen Situation nichts.

        Ihre Äußerungen können aber eine progressive Koalition in Berlin verhindern.

        Sie können aber auch bereits bestehende Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen in Berlin verschärfen, anstatt zur Verständigung beizutragen.

        Glauben Sie ernsthaft, dass die Stimme einer Berliner Lokalpolitikerin irgendwo bei einer zukünftigen Lösung des Konflikts eine Rolle gehört werden wird?

        Sie ist gewählt, um in Berlin das Leben der Menschen zu verbessern. Das Leben ganz normaler Menschen, unabhängig von ihrer Herkunft, Religion, Nationalität. Sie muss sich mit Privilegierten anlegen. Das wird schwierig genug. Dafür braucht sie eine parlamentarische Mehrheit und dann muss sie sich an die mühevolle Kleinarbeit machen.

        Die ganze Debatte und das Bestehen darauf ist doch nur destruktiver Kindergarten und wird der Verantwortung in keiner Weise gerecht.

  • Klabauta

    Ich nehme mal an, Frau Emde sieht sich als aufrechte Kämpferin für das Gute und als Sprachrohr der Unterdrückten dieser Erde beziehungsweise im Gazastreifen. Dass sie damit all jenen Wähler*innen, die der Linkspartei ihre Stimme wegen deren sozialpolitischer Agenda gegeben haben einen Bärendienst erweist, scheint ihr in ihrer Verblendung dabei vollkommen gleichgültig zu sein.



    Dass die Gegner*innen einer RGR-Koalition das Geschenk dankend annehmen, ist dabei wenig überraschend.

  • test_name

    >Emdes Äußerungen nannte Gysi „antisemitisch und vor allen Dingen indiskutabel für seine Partei“.<







    Ich verstehe es nicht. Emde propagiert die Einstaatenlösung. Dass die Israelis aus Israel vertrieben werden, fordert sie meines Wissens nach nicht. Das entspricht in etwa der offiziellen israelischen Regierungsposition. Was ist daran antisemitisch?







    Beide - Emde und Vertreter der offiziellen israelischen Regierungsposition - sagen natürlich nicht, was mit der jeweils anderen Volksgruppe passieren soll. Selbst da müsste zumindest die Diskussion erlaubt sein. Auch die Hamas-Position - dass die Gründung Israels Unrecht auf Kosten der Palästinenser war - ist erst mal nicht antisemitisch(?).







    Ich will die Einstaatenlösung nicht verteidigen. Sie ist aber wirklichkeitsnäher als eine Zweistaatenlösung.







    Mich würde nur wirklich interessieren, was an der Emde-Position jetzt so schlimm weil antisemitisch ist.

    • Pawelko

      @test_name:

      "Ich verstehe es nicht. Emde propagiert die Einstaatenlösung. Dass die Israelis aus Israel vertrieben werden, fordert sie meines Wissens nach nicht."

      Natürlich sagt sie das nicht offen. Was sie aber macht, ist sich demonstrativ mit Hanna Bruns zu zeigen, die die Hamas (die de facto Führung der Palästinenser) in Tel Aviv sehen will. Die Hamas hat das erklärte Ziel, alle Juden zu vertreiben und arbeiten mit anderen islamistischen Gruppen unermüdlich daran dies auch umzusetzen (z.B. 7. Oktober)



      Mit dem Wissen sehen sie hoffentlich die Problematik an Frau Emde

      • Francesco

        @Pawelko:

        Die Hamas hat vor Jahren erklärt, die Zweistaatenlösung zu akzeptieren.

    • Agarack

      @test_name:

      " Ich will die Einstaatenlösung nicht verteidigen. Sie ist aber wirklichkeitsnäher als eine Zweistaatenlösung. "

      Nein, ist sie nicht, zumindest nicht so, wie sie sich ihre Verfechter ausmalen. Die binationale Einstaatenlösung bekommt in allen Umfragen unter Isralis wie Palästinenser*innen einstellige Zustimmungswerte. Jüd*innen möchten nicht in einem Staat mit arabisch/muslimischer Bevölkerungsmehrheit leben, und ein nicht unerheblicher Teil der Palästinenser*inenn hat die Präsenz der Jüd*innen in Israel immer noch nicht akzeptiert.

      Es ist im Übrigen auch schlicht Unsinn, dass die israelische Regierung eine Einstaatenlösung favorisieren würde - schon gar keine binationale Einstaatenlösung, wie Emde sie sich vorstellt. Das zusammenzuwerfen, wirkt auf mich, als würden Sie sich mit den Lösungskonzepten, die zu diesem Konflikt existieren, nicht wirklich auskennen.

    • Janix

      @test_name:

      Es so zu labeln passt gerade vielen ins Konzept. Oft genug wiederholt, sickert es bei anderen ein.

      Doch in den Disput: Es könnte schon theoretisch antisemitisch sein, wenn Israel als einzigem ein Existenzrecht bestritten würde, weil jüdisch. Während mensch etwa bei Burisch-Südafrika schwiege. Vgl. die diversen Antisemitismus-Euingrenzungsversuche.

      Eben das macht Emde ja nicht. Sie redet von Staaten allgemein.

    • Budzylein

      @test_name:

      Siehe meinen Kommentar von heute, 9:40 Uhr.

    • Normalo

      @test_name:

      Die Antwort ist relativ einfach: Das Problem ist genau das beredte Schweigen, dass Emde dazu an den Tag legt, was in ihrer Vorstellung von der Einstaatenlösung aus den jüdischen Israelis werden würde. Dass ihr Modell auf ein Palästina hinauslaufen würde, in dem nach den bisherigen Erfahrungen die Macht in den Händen Jener landen würde, die Juden gegenüber - nicht nur, aber insbesondere israelischen - eindeutig genozidale Absichten hegen, scheint ihr egal zu sein.

      Davon abgesehen gelten in Deutschland andere Maßstäbe als anderswo, wieviel Sicherheit dem jüdischen Volk zusteht. Und dieses Maß ist mit dem Status Quo bereits deutlich unterschritten. Auch wenn Netanjahu & Co. sicher an diesem Zustand nichts verbessern, sind doch Vorstellungen wie die von Emde nochmal deutlich verunsichernder. Der Gedanke eines Staates, Inn dem Juden nicht die Minderheit sind, die nicht selbst darüber entscheiden kann, ob die Mehrheit sie hasst, verfolgt oder gar tötet, ist vielleicht nicht der einzige Weg zum Ziel. Aber wer ihn so harsch in Frage stellt, sollte sich wenigstens sichtbar Gedanken machen, wie denn eine auch für die Juden gangbare Alternative aussehen könnte. Das sieht man bei Emde nicht.

  • Georg Sonntag

    Frau Emde auszuschließen wäre Wahlbetrug. Schließlich hat eine große Zahl der Wählenden die Linke genau dafür gewählt. Jede noch so schrille pro Pali Demo war gut bestückt mit Fahnen der Linkspartei. Und auch die liebe Frau Schwerdtner hat schon einen Schal getragen der Israel schon in der arabischen Welt eingemeindet. www.jungewelt.de/l...s-schwerdtner.html



    Und nachdem sie sich fadenscheinig von sich selbst distanziert hat wurde sie von der eigenen Bubble dafür angefeindet. Liebe Linke, steht zu eurer tiefsten Überzeugung.

    • Walterismus

      @Georg Sonntag:

      Dann akzeptiere aber auch, dass SPD und Grüne so nicht mit der Linken zusammenarbeiten wollen.



      Soweit geht die Akzeptanz dann aber doch nicht, oder?

      • Georg Sonntag

        @Walterismus:

        In der Tat ist die SPD meine einzige Hoffnung. Die Grünen sind gegenüber der Linken so devot, es sind nur noch Nuancen die beide Parteien unterscheiden. Darum ist für die Grünen das Symbol Vanessa Emde so wichtig. Es wird an der Person festgemacht, nicht an der Einstellung zum Problem . Die kann bleiben, da gehen die Grünen mit.

      • Janix

        @Walterismus:

        Anders als Sie lese ich bei G.S. Sarkasmus heraus.

        Und nein, laut Umfragen war wahlentscheidend Soziales, speziell: Wohnen. Keine Legenden bitte.

  • Janix

    Ok, Emde stilisiert sich schon auch. Ich würde sie auch fragen, wenn sie Israels Existenzrecht nicht sieht (und für diese Haltung gibt es ja Sachpunkte), ob sie genauso laut das nicht existierende Existenzrecht Palästina aussprechen mag.

    Ok. Ansonsten könnte der Nebenschauplatz und das Etikettierversuchsfeld auch so langsam wieder verlassen werden, oder? Jüdisch und israelisch zu verwechseln sollte doch langsam passé sein. Die Netanyahuschublade ist auch deutschen Jüdinnen und Juden gegenüber nicht angemessen.

    In zwei Tagen ist 9.11. Das mag erinnern, was Antisemitismus ist.

    • Deep South

      @Janix:

      Emde spricht nur wenige Tage nach, der extra für sie abgeänderten Antisemitismus Erklärung ihrer Partei noch einmal öffentlich Israel das Existenzrecht ab.

      Ein paar Tage, nachdem Äußerungen ihrer eigenen Fraktionschefin aufgetaucht sind, dass sie vor Ibrahim Ibrahim, der den Hamas Chef einen "Märtyrrhelden" nennt, Angst hat und soliarisiert sich Emde öffentlich mit genau diesem.

      Zwei Tage später später taucht sie mit Hannah Bruns auf, für welche "die Befreiung Palästinas endet (dann), wenn Tel Aviv wieder in der Hand von Palästina liegt" und gegen die gerade ein Parteiauschlussverfahren geführt.

      Während ihre Partei über die Frage zur Koalition in Berlin tagt, demonstriert sie vor dem Gebäude gegen diese Koalition und stimmt yalla,yalla an.

      Eine Politikerin, die sich mit ganz offenen Antisemiten solidarisiert, die das Thema Nahost über alles anderen stellt, für ihre radikale Position weder parteiintern noch in eine Koalition zu Kompromissen bereit ist. Die ihrer eigenen Parteikollegin in den Rücken fällt und große Teile ihrer eigenen Partei damit aufbringt.

      Und hier wird versucht, ihr Verahl mit Verweisen auf die Reichsprogromnacht zu relativieren. Kann man sich kaum ausdenken.

    • Budzylein

      @Janix:

      Emde will eine Ein-Staaten-Lösung für die gesamte Region einschließlich eines "Rückkehrrechts" für die Millionen von Nachfahren palästinensischer Flüchtlinge von 1948, die den Flüchtlingssratus geerbt haben. Konsequenz ihrer Forderung wäre ein Staat, in dem die Juden gegenüber den Palästinensern in der Minderheit wären. Welche Folgen das hätte, liegt auf der Hand. Und deshalb ist die Forderung antisemitisch.

      Allerdings ist nicht nur Emde, sondern die gesamte Berliner Linkspartei von zahlreichen Wählern genau wegen dieser Position gewählt worden. Man kann verstehen, dass sie sich jetzt nicht von denen ausschließen lassen will, die von ihrem erfolgreichen Wahlkampf profitiert haben.

      • Francesco

        @Budzylein:

        »Emde will eine Ein-Staaten-Lösung für die gesamte Region einschließlich eines "Rückkehrrechts" für die Millionen von Nachfahren palästinensischer Flüchtlinge von 1948, die den Flüchtlingssratus geerbt haben. «



        Das ist eine Nebelkerze. Das Rückkehrrecht hat nichts mit dem Flüchtlingsstatus zu tun. Und hätte Israel gleich nach Ende des Unabhängigkeitskriegs die Rückkehr der Flüchtlinge zugelassen, statt sie mit Waffengewalt zu verhindern, dann bräuchten wir nicht darüber zu diskutieren, ob sich das Rückkehrrecht auch auf im Exil geborene Kinder und Enkel erstreckt.

    • Astrid Sehnefeld

      @Janix:

      "In zwei Tagen ist 9.11. Das mag erinnern, was Antisemitismus ist."



      Soll das eine Relativierung sein?



      Beginnt Antisemitismus erst wenn Gebäude brennen wie am 9. November 1938?



      Ist alles unter Reichspogromnacht kein Antisemitismus sondern nur Kritik die auszuhalten ist?



      Sehen Sie keine Parallelen in der Grundstimmung, die vor dem 9. November 1938 geherrscht hat, und der Grundstimmung in einigen Zirkeln die regelmäßig bei Anti-Israel-Demos durch Berlin ziehen, 🇮🇱 Flaggen verbrennen und mit vergifteten Intifada oder from the river to the sea Slogans auffallen?



      Und was meinen Sie mit man könnte den "Nebenschsuplatz (...) auch so langsam wieder verlassen"?



      Soll das heißen Ihr Vorschlag ist Israel zu opfern für R2G in Berlin?



      Die historische Verantwortung Deutschlands über Bord werfen - oder zumindest einfach mal aussetzen - for the greater good?



      Und wenn das so ist, WIE oder mit welcher Begründung wollen Sie dann zukünftig der AfD noch das Ministeramt verwehren?



      Politiker die Israel das Existenzrecht absprechen und eine Partei, die es nicht fertigbringt sich von solch einer Extremistin zu trennen, sind auszuhalten - aber die AfD, die Menschen remiegrieren will, nicht?

      • Janix

        @Astrid Sehnefeld:

        Den Unterschied zwischen Linkspartei und Rechtsextremen brauche ich wohl nicht ein weiteres Mal auszubuchstabieren.

        Nein, Sie haben mich anders verstanden als beabsichtigt.



        Antisemitismus wäre _nicht: für die Rechte auch anderer genauso und universal einzutreten - wie es auch Jüdinnen und Juden innerhalb und außerhalb von Israel tun. Israel ist nicht Judentum und Judentum ist nicht Israel.



        Es ist, was u.a. in Deutschland am 9.11. 1938 und davor abging. Wehret den Anfängen, schützt die scheinbar "Anderen" hierzulande vor den braunen Wölfen.

        • Astrid Sehnefeld

          @Janix:

          Die Wölfe tragen sehr offensichtlich nicht mehr nur braun - genau diese, aus meiner Sicht, Tatsache, müssen Die Linke und ihre Wähler anerkennen.

        • Pawelko

          @Janix:

          "Es ist, was u.a. in Deutschland am 9.11. 1938 und davor abging. Wehret den Anfängen, schützt die scheinbar "Anderen" hierzulande vor den braunen Wölfen."

          Es sind (noch) nicht die braunen Wölfe. Diese haben es nicht nötig. Nimmt die Linke und Pro-Pali-Bewegung ihr doch die Arbeit ab.

          "Sehen Sie keine Parallelen in der Grundstimmung, die vor dem 9. November 1938 geherrscht hat, und der Grundstimmung in einigen Zirkeln die regelmäßig bei Anti-Israel-Demos durch Berlin ziehen, 🇮🇱 Flaggen verbrennen und mit vergifteten Intifada oder from the river to the sea Slogans auffallen?"

          Auf den Absatz haben Sie nicht reagiert. Dies geht nicht nur Astrid durch den Kopf. Es ist reale Angst jüdischer Menschen in Deutschland. Aber so lange man nur den Stempel "Israelkritik" drauf macht kann es ja nicht mehr Antisemitisch sein. Richtig? Da kann lahav shapira ganz Israel kritisch zusammen geschlagen werden. Wir sehen alle, dass diese pseudo Israelkritik jüdisches Leben weltweit gefährdet. Auch bei uns. Aber trotzdem besteht man darauf immer radikaler werden zu dürfen.

  • Westlahn

    Ja, natürlich möchte die CDU weiter mitspielen! Wen interessieren denn Wahlergebnisse und Volksentscheide. Wo kämen wir da hin, wenn Regierungen von Leuten zusammengezimmert werden, die nichts anderes vorzuweisen haben als Wahlergebnisse in beneidenswerten Prozentwerten!



    Hat eigentlich die CDUCSU in Koalitionsverträgen aller Art fix den Passus, dass ein Herr Schröder aus der SPD ausgeschlossen werden muß, daß es ohne diesen Beweis keine Koalition gibt...? Der ist schließlich auf der Lohnliste eines kriminellen Klans, der weit mehr Schaden anrichtet:Putins Regierungsschergen.

    • Astrid Sehnefeld

      @Westlahn:

      "Wen interessieren denn Wahlergebnisse und Volksentscheide. Wo kämen wir da hin, wenn Regierungen von Leuten zusammengezimmert werden, die nichts anderes vorzuweisen haben als Wahlergebnisse in beneidenswerten Prozentwerten!"



      Die AfD erzielt seit Jahren Wahlergebnisse, die sie zu Koalitionen oder gar Ministerpräsidentenämter befähigt. Trotzdem wird sie von der Macht gehalten wegen (mutmaßlich) rechtsextremistischen Politikern in ihren Reihen.



      Diese klare Kante muss in beiden Richtungen gelten.



      Es kann nicht sein, dass eine Partei ausgegrenzt wird, die verfassungsfeindliche Remigrationsträume formuliert und eine andere Partei nicht ausgegrenzt wird, die Extremisten in ihren Reihen duldet, die Israel das Existenzrecht absprechen.

    • Stavros

      @Westlahn:

      Ich bin auch der Meinung, dass Vanessa Emde Grenzen überschreitet, die man nicht überschreiten sollte.

      Genauso wie Sie habe ich mich aber auch gefragt: Wer verlangt eigentlich von der Berliner SPD eine Distanzierungserklärung von der Immobilienlobby der Stadt, mit der sie so offensichtlich verquickt ist?

    • Offebacher

      @Westlahn:

      Herr Schröder ist aber kein Abgeordneter mehr, sondern nur einfaches Parteimitglied. Und in der Partei inzwischen auch ohne eine Funktion.

      • Astrid Sehnefeld

        @Offebacher:

        Herr Schröder gehört aus der SPD geworfen und Herr Scholz vor Gericht gestellt.



        Beides würde exakt so laufen, wären es nicht zwei ehemalige Bundeskanzler und damit Aushängeschilder der SPD sondern piepnormale Kommunalpolitiker oder gar unbekannte Normalbürger.



        Diese Doppelmoral ist unerträglich und mit Sicherheit ein riesiges Teil im Puzzle, warum 40% der Arbeiter mittlerweile AfD und nicht mehr SPD wählen.

  • Duplozug

    Es tut mir leid, aber wer hier die Linke verteidigt ist schon mehr als verblendet.



    Es geht nicht nur allgemein um die Linke hier. Emde provoziert fröhlich weiter und wirft unentwegt Stöcke der linken Parteiführung zwischen die Beine.



    Dass sich Grüne und vor allem SPD nicht von dieser Person auf der Nase rumtanzen lassen wollen, ist verständlich. Und Emde kann es ja auch nicht lassen weiter zu machen.

    • Janix

      @Duplozug:

      Es tut mir Leid, aber wer hier so verbal holzt, ist dann was?

      Auf Emdes Stimme ist keine Koalition angewiesen. Sie will vielleicht gerade als Heldin ihrer Überzeugungen herausgesetzt werden - egal. Sachlich hat sie Punkte wie kritisierbare Punkte, und die Sachebene ist wohl die angemessene gerade, um Emde die Heilige Johanna eben auch zu verwehren. Gell?



      Auf Emdes Stimme ist keine Koalition angewiesen. Für die jetzt langsam aber Zeit ist.

  • Elite123

    Frau Emde umgibt sich nicht nur mit Menschen, die unspezifisch als "extremer" gelten, sondern mit Menschen, die die Hamas und deren Taten verharmlosen.

    Wenn sich Frau Eralp nicht sicher ist, ob sie eine Mehrheit gegen den Parteiausschluss dieser Frau in der Fraktion hinbekommt, muss sie konsequenterweise aus dieser Partei austreten.

    • Janix

      @Elite123:

      Um es mit Loriot zu sagen: Ach was? Muss sie das? Gleich austreten? Ich bin fürbass erstaunt.

  • Paul123

    Wenn Staaten kein Existenzrecht haben, wie Frau Emde am rein zufälligen Beispiel Israel aufzeigt (Völkerrecht und sowas), dann haben Bundesländern nun wirklich kein Existenzrecht. Und Bezirke noch weniger!



    Vor allem nicht, wenn koloniale Siedlerprojekte aus anderen Teilen der Welt (Westdeutschland!) den indigenen Neuköllnern die Lastenräder und Eckkneipe wegnehmen!



    Globalize Raucherkneipe, free Hertafahne, Futschi und Spielautomat!

    • Francesco

      @Paul123:

      Und was wollen Sie damit sagen? Wen interessiert ein angebliches Existenzrecht Neuköllns?

    • Comerade Aardvark

      @Paul123:

      Endlich mal eine Stimme der Vernunft!

  • the real günni

    so jetzt nochmal an die taz direkt:



    anstatt in den gleichen medialen kanon zu stimmen, emde sei ´problematisch´, ´antisemitisch´, ísrael-hasserin´, will die taz vielleicht einmal einordnen, was dem ganzen zugrunde liegt?



    sie steht zu ihrem positionen, die völlig legitim sind. es gibt kein existenzrecht von staaten, ihre politischen positionen in bezug auf israel sind sehr kritisch, aber nur nach einer manipulativen IHRA-definition ´anitsemitisch´(israelbezogen), haben aber überhaupt nichts mit dem judentum zu tun. eigentlich ist die vermengung von judentum und dem staat israel nach ebendieser definition antisemitisch. selbst der vorsitzende der jüdischen gemeinde berlins gideon joffe ist gegen den ausschluss emdes.



    dass jetzt krach bei mister lanz so wirksam sich in szene setzen musste, ist eine arrogante position. emde mag eine streitbare person sein, aber sie hat eben ihre prinzipien, die auch alle legitim sind. das muss jeder aushalten. gideon joffe kann das. krach und lanz und die ganze deutsche medienlandschaft nicht? immer noch das herumreiten auf ´existenzrecht israel´?



    das gibt es nicht, sagt selbst gideon joffe.



    wann kommt das mal bei allen an?

    • Oma

      @the real günni:

      Krach durfte sich in Szene setzen? Er durfte sich blamieren.

    • Ruhig bleiben

      @the real günni:

      Au Backe...

      1. Joffe hält dafür andere Aussagen von ihr für antisemitisch.

      2. Warum kommt die Aussage "kein Staat hat ein Existenzrecht" fast ausschließlich bei Israel? Kontext, so wichtig.

      3. Antisemitismus ist keine "streitbare Position".

      4. Der Staat Israel wurde aus einem ganz besonderen Grund gegründet.

      5. "Existenzrecht Israels" in Anführungszeichen zu setzen, ist schon sehr bezeichnend.

      6. Auch die Positionen von Krach, Lanz etc. muss man aushalten.

      7. Warum eigentlich dieser aggressiv-k9nfrontative Ton?

      • Francesco

        @Ruhig bleiben:

        » Warum kommt die Aussage "kein Staat hat ein Existenzrecht" fast ausschließlich bei Israel? «



        Weil nur bei Israel ein Bekenntnis zum Existenzrecht gefordert wird.

    • DerLurch

      @the real günni:

      P.S. eine Zwei-Staaten-Lösung wäre somit auch hin, gibt ja keinen Anspruch auf einen eigenen Staat für die Palästinenser nach Ihrer Argumentation

    • DerLurch

      @the real günni:

      Ja super. Da haben Sie die narrative ja gut verinnerlicht. Auch weiter im Osten ist man der Meinung, dass Staaten kein Existenzrecht hätten. Deswegen werden da die existierenden Menschen einfach in den eigenen Staat zwangseingebürgert. Seit wann argumentieren wie bitte so? Wie würde man reagieren, wenn Israel den Sinai wieder besetzt? Hat Ägypten überhaupt ein Existenzrecht? Das ist doch nun wirklich keine Grundlage für eine angemessene Argumentation.



      Ich mache mir wirklich Sorgen, dass auch hier im linksliberalen Spektrum Dinge einfach sagbar werden, die es zuvor nicht gegeben hätte. Nicht nur bei den Rechten.

      • Francesco

        @DerLurch:

        Auch weiter im Osten ist man der Meinung, dass Staaten kein Existenzrecht hätten. Deswegen werden da die existierenden Menschen einfach in den eigenen Staat zwangseingebürgert."



        Sie reden nicht von der Republik Arzach, nehme ich an.

    • Kai Ayadi

      @the real günni:

      Wenn es kein Existenzrecht von Staaten gibt, gibt es auch kein Existenzrecht eines "Staates Palästina". Für dieses setzt sie sich jedoch vehement ein.



      Und natürlich ist "Israel hat kein Existenzrecht " ein Code für "Israel als jüdischer Staat" darf es nicht geben.

      • Janix

        @Kai Ayadi:

        Ist es nicht kritisierbar, wenn sich noch im 21. Jahrhundert ein Staat ethnisch-religiös definiert und bei seinen eigenen BürgerInnen da Differenzierungen vornimmt?

        War bei Francos katholischer Staatskirche oder der Vertreibung der Juden 1492 doch auch nicht okay, oder?

        Und ja, im Falle Israels gibt es Gründe und Ängste. Doch so wie wir kein muslimisch-arabisch definiertes Großpalästina haben wollen, ist der umgekehrte Fall nicht universal-demokratisch. Jedenfalls, wenn im Gebiet unter der IDF-Knute halbe-halbe bei der Bevölkerungszusammensetzung ist.



        Leider.

  • Klaus Franz

    Ich respektiere es, wenn man mit Menschen fühlt, die man als unterdrückt wahrnimmt.



    Gerne würde ich allerdings mal in Erfahrung gebracht sehen, was Frau Emden und ihre Parteigenossen glauben, welchen Nutzen ihre Haltung für Palästinenser wirklich erbringt.



    Ich sehe keinerlei Möglichkeit dazu, daß Israel seine Politik aufgrund von deutschen politischen Entscheidungen ändert und würde es als regelrechte Illusion betrachten, daß das anders wird, sollte Netanjahu abtreten.

    • Janix

      @Klaus Franz:

      Auf Landesebene in Berlin herzlich überschaubar.

      Dass Deutschland immer noch u.a. wirksame EU-Verurteilungen von Völkerrechtsbrüchen verhindert oder Waffen jenseits von U-Booten lieferte, ist unrühmlich und das ist ein Punkt.

    • the real günni

      @Klaus Franz:

      ich glaube auch nicht, dass das irgendjemand bei den linken glaubt. es geht wohl darum, erstmal hier in deutschland auf die politik und medien entgegenwirken zu können, die sehr stark von der sogenannten israel-lobby (DIG, ELNET, NEPPO, etc.) beinflusst ist (hierzu siehe auch den podcast claudia roth bei jung&naiv zur berlinale, wo sie als kulturstaatsministerin massiv vom zentralrat der juden unter druck gesetzt wurde), um zum beispiel waffenlieferungen einzustellen und boykotte und sanktionen in erwägung zu ziehen. und zum beispiel die IHRA.erklärung rückgängig zu machen.

      • Ruhig bleiben

        @the real günni:

        Die Erzählung von Netzwerken von Juden, die Politik, Medien etc. lenken bzw manipulieren, knüpft direkt an klassische, antisemitische Verschwörungstheorien an:

        www.bpb.de/themen/...er-antisemitismus/

        • the real günni

          @Ruhig bleiben:

          meinen sie wirklich? sie glauben, lobby organisationen, die explizit die positionen israels vertreten, existieren gar nicht? von wem haben sie sich das denn erzaehlen lassen?es gibt sogar in der israelischen regierung ein ministerium dafür, der begriff hasbara sagt ihnen etwas? ist ja auch völlig legitim und normal, vielen staaten betreiben PR,



          was sie hier wieder machen, ich weiss nicht ob bewusst oder unbewusst, ist israel und judentum zu verwechseln und vermischen - genau das ist anitsemitismus.



          trennen sie!



          juden-lobby = antisemitische verschwörungstheorie.



          israel-lobby = real existierend.



          informieren sie sich.

          • Ruhig bleiben

            @the real günni:

            Nicht projizieren, günni.

          • Oma

            @the real günni:

            Die Existenz von Lobby-Organisationen stellt niemand in Frage. Wie Sie richtig bemerken, sind die meisten auch legitim und normal.. Aber wenn man glaubt, die Öffentlichkeit würde von einer bestimmten Lobby gesteuert, kann man schon mal über Verschwörungstheorien nachdenken.

            • the real günni

              @Oma:

              glauben sie gern an verschwörungen, ich halte mich an die fakten. israel investiert immense summen für seinen einfluss in die schaltstellen der macht, politik & medien, in den USA, deutschland, UK, etc. . irankrieg geht auf das konto netanjahus. folgen sie einfach mehr den internationalen medien, dann brauchen sie auch keine antisemitischen verschwörungen mehr wittern. einfach nur blanke machtpolitik.

  • Bürger L.

    Dass Frau Emden nicht unproblematisch ist ist völlig unbestritten.



    Dass sie ihr Abgeordnetenmandat einem starken persönliche Wahlergebnis verdankt auch.

    Nun kann man sich ja vieles wünschen, dass es aber nicht so einfach ist, jemanden einfach loszuwerden, sollte auch die SPD - spätestens seit Thilo Sarrazin - wissen. Die Sozialdemokraten brauchten damals immerhin drei Anläufe und viele interne Diskussionen um den sozialdemokratischen "Rechtsausleger" dann nach Jahren endlich aus der Partei entfernen zu können..

    Nun geht`s bei Frau Emden erstmal "nur" um den Ausschluss aus der Linken-Fraktion, aber es ist schon verlogen so zu tun, als müsse Frau Eralp jetzt einfach nur ein Machtwort sprechen, um sich des "Problems Emden" zu entledigen.

    Vielmehr scheint es mir eher darum zu gehen, dass etlich SPD-Strategen lieber in gewohnter Weise weiter mit der CDU "rumwurschteln" wollen. Da kommt dann so eine Frau Emden gerade Recht als Begründung, warum man sich vor der Beteiligung an der Umsetzung eines progressiven Politikansatzes drückt.

    • Fran Zose

      @Bürger L.:

      Sie sagen es doch selbst, es geht hier erstmal nur um den Ausschluss aus der Fraktion und der ist wie im Artikel dargelegt mit eine 2/3-Mehrheit möglich. Frau Emde fällt nicht nur durch Ihre Ausfälle gegen Israel auf, sondern hat sich auch am Rande des Linkenparteitages klar gegen eine Regierungsbeteiligung positioniert. Wenn die Linken-Fraktion also wirklich regieren will, dann sollte es Ihr möglich sein mit deutlicher Mehrheit Frau Emde auszuschließen, die offensichtlich nicht regieren will und vielmehr alles tut, damit eine Koalition nicht zu Stande kommt. Kommt die 2/3-Mehrheit nicht zu Stande, dann ist die Linke anscheinend nicht regierungsfähig oder willig.

    • Janix

      @Bürger L.:

      Unbequemes Wahlergebnis. Doch hier hat die Linke das laut Umfrage wahlbestimmende Thema geprägt: die tatsächliche Umsetzung des Volksentscheids. Und hatte die CDU in kürzester Zeit jegliches Kapital verspielt. Giffey sollte sich für ihren Wegner-Fehler ins brandenburgische Umland begeben müssen, so groß ihr Talent mal war.

      Progressive Koalitionen dürfen auch mal sein. Was die Union nicht so ganz zu begreifen scheint.

    • rero

      @Bürger L.:

      Natürlich weiß die SPD, wie schwierig es ist, jemanden los zu werden.

      Umso peinlicher ist es, dass Emde überhaupt in die Fraktion aufgenommen wurde.

      Wenn Eralp hier schon scheitert, was soll dann erst sein, wenn sie mal wirklich eine schwierige Entscheidung durchsetzen muss?

      Antisemitismus ist nie progressiv.

      Die Linke muss hier liefern und kriegt sie nicht auf die Reihe.

      Niemand will einen solchen Koalitionspartner.

      Welche Partei das auch immer ist.

      • Francesco

        @rero:

        "Umso peinlicher ist es, dass Emde überhaupt in die Fraktion aufgenommen wurde."



        Bilden nicht normalerweise alle Abgeordneten einer Liste automatisch eine Fraktion? Meines Wissens wird da niemand eigens aufgenommen.

      • O.F.

        @rero:

        "Antisemitismus ist nie progressiv."



        Völkermord auch nicht. Offenkundig sind diejenigen, die hier am lautesten mit Antisemitismus-Vorwürfen hantieren (wann genau hat Emde sich den judenfeindlich geäußert?), ihren eigenen Rassismus nicht zu reflektieren in der Lage sind – weder in diesem Forum, noch in SPD und Grünen…

    • *Sabine*

      @Bürger L.:

      "... als müsse Frau Eralp jetzt einfach nur ein Machtwort sprechen, um sich des "Problems Emden" zu entledigen."

      Ich denke, wenn die für den Fraktionsausschluss erforderliche Zweidrittelmehrheit nicht zustande kommt bzw. es erst gar nicht versucht wird, heißt das ja auch, dass die Mehrheit von Die Linke hinter Frau Emde steht und ihre Sichtweise teilt. Die Überzeugungen von Frau Emde zu unterstützen wird in dem Fall, meinem Verständnis nach, höher priorisiert als die Gelegenheit zu ergreifen, eine andere Politik in und für Berlin zu gestalten, die vielleicht auch auf andere Bundesländer ausstrahlen könnte, wenn sie positiv wirkt. Das wäre dann schon sehr eindeutig.

      Es ist eine Form der Ehrlichkeit, die ich schätze und die meinem Eindruck nach bei Politikern mittlerweile Seltenheitswert hat.

      Andererseits habe ich den Eindruck, dass Die Linke, ebenso wie die SPD, noch lavieren. Die Linke sagt nicht klipp und klar, dass sie Frau Emde aus der Fraktion ausschließen und die SPD legt sich meinem Verständnis nach nicht eindeutig fest.

      Frau Eralp würde ich lieber in einer anderen Partei sehen und kann sie mir auch in einer Funktion vorstellen, in der sie bundesweit sichtbar wird.

      • Oma

        @*Sabine*:

        Emde als Lackmus-Test, wofür die Mehrheit in der Linken steht.

      • Janix

        @*Sabine*:

        Frau Eralp wird jedoch so rasch nicht Bundespräsidentin. Sie passt auch zu den Linken wohl ganz gut.

        Innerparteiliche Vielfalt ist nichts per se Schlechtes. Frau Emde beruft sich auf Rechte eben auch für Palästinenser und eine Perspektive auf Menschen, nicht auf Staaten. Darüber ließe sich schon auch diskutieren. Wer es von außen zur Grundsatzfrage macht, hat wohl einen Keil als Absicht.

        Es scheint nur einfacher, einen Stempel zu setzen, statt einen blinden Fleck, Rechte auch der Palästinenser, von verschiedenen Seiten auszuleuchten. Deutlich gesagt: Nicht einfach Netanyahu nachzudacklen.

        Ansonsten nicht das Thema für Berlins Wählendenschaft laut Umfragen, und auch daher: Ablenkungsversuche nicht einmal ignorieren und die progressive Mehrheit nutzen.

  • Andreas Flaig

    "Gewählt für Palästina. Verraten für den Senat“.

    Wenn Emde und Konsorten es tatsächlich schaffen sollten, das Bündnis zu stoppen, dann muss sie sich einem Shitstorm hingeben, der ihr wahrscheinlich gar nicht gefallen wird.



    Sie würde damit alle Hoffnung auf positive Veränderungen ersticken, das Ende der Links Partei. Sie hätte dann die gesamte Verantwortung für ein politisches Aus dieser Partei gegeben.



    Wie bösartig kann eine Person denn sein, der das alles schnuppe ist?

    "Das galt bislang als Zeichen dafür, dass sie sich einer ausreichenden Mehrheit nicht sicher war. Zu Wochenbeginn hieß es nun, dass sich zuerst die Partei und nicht die Fraktion damit befassen solle."



    Ja was für eine unprofessionelle Einstellung ist das denn?



    Wenn Ihr Veränderungen wollt, für die Ihr gekämpft habt, glückliche Gesichter, die ein Ende der unbezahlbaren Mieten ermöglichen könnte, Beispiel geben wie das Leben sozialer und menschlicher werden kann. Was erzähl ich hier, reißt Euch alle Mal am Riemen und schmeißt Frau Emde endlich vor die Tür!



    Ein letztes Wort an Frau Emde:



    Sie könnten mit ihren Leuten die hinter Ihnen stehen, eine eigene Partei gründen. Haben Sie womöglich Angst vor Verantwortung?

    • *Sabine*

      @Andreas Flaig:

      "Wenn Emde und Konsorten es tatsächlich schaffen sollten, das Bündnis zu stoppen, dann muss sie sich einem Shitstorm hingeben, der ihr wahrscheinlich gar nicht gefallen wird."

      Ich bin mir in diesem Punkt nicht sicher, da ich bisher noch davon ausgehe, dass Frau Emde starken Rückhalt in ihrer Partei und Wählerschaft hat. Kritik von Menschen wie u.a. Ihnen und mir läuft ins Leere, da wir nach deren Überzeugung verständlicherweise nicht zu den "Guten" gehören. (Einer der "Guten" ist wohl eher Herr Ibrahim. ;-) ) Das wäre nach einem Scheitern der Koalitionsverhandlungen vermutlich weiterhin so.

      "Sie könnten mit ihren Leuten die hinter Ihnen stehen, eine eigene Partei gründen."

      Das würde auch ich sehr begrüßen.

  • FtznFrtz

    Frau Emde hätte eine tolle Karriere in Talkshows vor sich, wäre sicher oben auf der Liste wenn es um die Linkspartei geht. Die Talkshows lieben wirre Querköpfe, die das komplette Gegenteil der Parteilinie vertreten, gerne auch ohne guten Grund.



    Sarrazin bei den Sozis, Palmer bei den Grünen, Wagenknecht sowieso, Emde kann bei Maischberger wüten, dann bliebe sie den Berlinern erspart, die Koalition könnte gebildet werden und das Leben der Berliner verbessern.

    • *Sabine*

      @FtznFrtz:

      "... Emde kann bei Maischberger wüten, dann bliebe sie den Berlinern erspart, ..."

      Ich bin mir nicht sicher, ob "die Berliner" wollen, dass ihnen Frau Emde "erspart" bleibt, denn sie hat ja ein wirklich gutes Wahlergebnis erzielt. Vielleicht unterschätzen Sie und ich, wieviele Berliner ihre Sichtweise teilen.

      Ihren Hinweis auf Talkshows finde ich schon fast salomonisch. ;-) Frau Emde kann als Fraktionsmitglied in Die Linke den Nahostkonflikt nicht lösen, aber sie kann ihre Anliegen mittels Teilnahme an Talkshows mehr Öffentlichkeit verschaffen. Was ich nicht einschätzen kann, ist, ob sie dem intellektuell gewachsen ist. (Das ist nicht wertend gemeint. Da ich keine Talkshows anschaue, weiß ich nicht, ob die Teilnehmer klug sein müssen.)

  • *Sabine*

    Ich denke darüber nach,ob Neuwahlen eine hilfreiche Lösung wären,falls Frau Emde die Fraktion vorerst nicht verlassen möchte.Wenn Neuwahlen angesetzt sind und Frau Emde erst dann PdL verlässt,kann sie als parteilose Kandidatin ein Mandat erringen.Sie ist in ihrem Bezirk und Milieu sehr erfolgreich,so dass sie meiner Einschätzung nach auch ohne Parteianschluss gewinnen kann(meiner Meinung nach wird).Dann wäre sie politisch frei und könnte sagen und tun was sie möchte.Ich kann mir Frau Emde auch gut als Parteichefin in einer neu zu gründenden Partei vorstellen.Die Wähler m/w/d hätten dann auch die relative Sicherheit,dass SPD,Grüne und Linke koalieren werden,ebenso wäre die politische Ausrichtung dieser Koalition aufgrund der Sondierungs- und Koalitionsverhandlgungen bereits in Auszügen sichtbar,was ich ideal finde.Ich gehe nicht davon aus,dass CDU und AFD erheblich mehr Wählerstimmen erhalten würden,als bei der letzten Wahl,sodass es auf PdL,Grüne u. SPD hinauslaufen würde,nur ohne Fr. Emde.Im Idealfall würden sich auch Leute wie Hr. Ibrahim und Remmo auf Fr. Emde konzentrieren.

    • Francesco

      @*Sabine*:

      Man kann nicht einfach ohne gravierende Gründe Neuwahlen ansetzen.

    • Janix

      @*Sabine*:

      Das hätten einige gerne, und auch deshalb wird gerade aus allen Rohren gefeuert. Wieder einmal in Berlin nachwählen, damit sogar eine abgehalfterte CDU eine Chance hat.



      Daran sollte sich die Bundeshauptstadt nicht gewöhnen. Die mögliche Mehrheit ist da und deutlich. Mit oder ohne Fr. Emde.

      • *Sabine*

        @Janix:

        " Wieder einmal in Berlin nachwählen, damit sogar eine abgehalfterte CDU eine Chance hat."

        D.h., Sie gehen davon aus, dass die CDU bei Neuwahlen mehr Wählerstimmen erhalten würde? Das nehme ich wie erwähnt nicht an, kann aber selbstvertändlich nur Vermutungen äußern.

        Oder meinen Sie, dass Die Linke ohne Frau Emde, wenn diese "parteilos" antreten würde, weniger Wählerstimmen erhielte?



        Da halte ich zugegebenermaßen beides für möglich. Dass Die Linke ohne Frau Emde für mehr Wähler m/w/d wählbar wird oder, dass sich Wähler m/w/d von Die Linke abwenden, weil sie genau die Positionen von Frau Emde in Die Linke politisch vertreten und durchgesetzt sehen möchten.

        • Janix

          @*Sabine*:

          Hmm, nun könnte Wegners Vollscheitern nach dieser Ohrfeige an der Urne wieder etwas vergeben sein, das wäre der Hintergrund dieser Vermutung.

          Emde sehe ich als bis zur Wahl und endlosen Spiegelaufmachern eher als Neuköllner Folklore. Linke haben - Hypothese - kein Problem damit, dass auch mal zur Abwechslung Palästinenser-Rechte eingefordert werden. Es ist aber wahrscheinlich für die wenigsten der entscheidende Punkt, so oder so. Wer das Leid aus Familienerzählungen kennt, mal ausgenommen.

  • Sonnenhaus

    Wenn der Kindergarten nie ein Ende findet.



    Frau Emde sollte sich ein Beispiel an Nithya Raman nehmen, die sich ebenfalls zurecht für Palestina einsetzt, aber das Existenzrecht von Israel logischerweise anerkennt und nun, trotz massiver Proteste selbst aus den eigenen Reihen Bürgermeisterin von LA geworden ist. So lässt sich der Politprofi vom Amateur leicht unterscheiden, geht es doch in beiden Städten fast um die gleichen gesellschaftlichen Inhalte.



    Also Frau Emde, es wird Zeit zu gehen, außer sie wollen in die Geschichte eingehen, und für weitere sechs Jahre die Verantwortung tragen, das wir Berliner unter einer Grünen-SPD-Union weiterhin so miese Lebensbedingungen aushalten müssen. Dann unterscheiden sie sich nicht mehr sehr von den Polittennisspielern und allen anderen, welchen die Lebenssituation der Durchschnittsbürger einfach vollkommen egal sind, weil es nachweislich nur um das eigene Ego geht.

  • Il_Leopardo

    Ich zitiere den berühmt-berüchtigten Satz von Frau Emde hier nochmal vollständig: "



    „Es gibt kein Existenzrecht für Staaten – Menschen haben ein Recht zu existieren.“



    Ich finde, da hat sie durchaus recht.

    • Deep South

      @Il_Leopardo:

      Den Satz sagt sie, auf die Frage, ob sie das Existenzrecht Israels anerkennen würde. Gleichzeitig demonstriert sie für Palestina und fordert eine Einstaatenlösung. Die Diskrepanz müsste eigentlich mehr als deutlich sein.

      • Francesco

        @Deep South:

        Ich sehe keine Diskrepanz. Ein gemeinsamer Staat aller auf einem Territorium lebender Menschen ist eine logische Konsequenz aus den Menschenrechten und weltweit der Normalfall.

      • O.F.

        @Deep South:

        Es gibt hier keine Diskrepanz: die Aussage impliziert ja nicht, dass keine Staaten existieren sollten, sondern dass sich staatliche Ordnungen an den Rechten der dort lebenden Menschen messen müssen. Im NO hat gegenwärtig nur ein Teil der Menschen volle Rechte, der andere wird im Limbo einer perpetuierten Besatzung festgehalten und gerade Opfer von Völkermord und Vertreibung. Das ist kein akzeptabler Zustand – alle Lösungsversuche: ein eigener Staat Palästina oder ein gemeinsamer, binationaler Staat, erheben den Anspruch, diesen Zustand der Entrechtung aufzuheben. Ein geradezu metaphysisch verklärtes staatliches Existenzrecht spielt für diese Argumentation keine Rolle, im Gegenteil: Strukturen müssen Menschen dienen, nicht umgekehrt.

    • Moby Dick

      @Il_Leopardo:

      Nun ja, es gibt unter anderem die UN Charta Art 2



      "4. Alle Mitglieder enthalten sich in ihren internationalen Beziehungen der Drohung mit Gewalt oder der Gewaltanwendung, die gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit irgendeines Staates gerichtet oder sonst mit den Zielen der Vereinten Nationen unvereinbar ist."



      Das kann man durchaus als Ausdruck eines Existenzrechts für Staaten auffassen.

      Umgekehrt gibt ein Existenzrecht für Menschen wenig Sinn, oder soll damit der Tod verboten werden?

      Insofern ist Emdes Aussage eben keine reine Sachinformation, sondern Träger einer Botschaft.

    • Janix

      @Il_Leopardo:

      Den Punkt werden wahrscheinlich die meisten Völkerrechtler m/w/d sofort unterschreiben.



      Es geht den bekannten Verdächtigen hier um Politstrategie, Emde-in-Märtyrerverhalten-Drängen und "Korrektur" einer Wahl, nicht um den Satz.

      Wenn Palästina und Israel friedlich zu einem gemeinsamen religionsblind fairen Staat würden, namens Islästinael, dann müsste keine Bundeswehr plötzlich "Israel" schützen, wegen "Existenzrechts".

      Ergänzt:



      Das gilt dann auch für Palästina.



      Ein Staat kann womöglich zugleich Menschen schützen - das gilt etwa für Palästina, Israel, Ukraine, ... - er ist also ggf. abgeleitet sinnvoll. Denken wir also weiterhin in verschiedene Richtungen.

      • elektrozwerg

        @Janix:

        "Wenn Palästina und Israel friedlich zu einem gemeinsamen religionsblind fairen Staat würden, namens Islästinael, dann müsste keine Bundeswehr plötzlich "Israel" schützen, wegen "Existenzrechts"."

        Die Existenz Israels wird doch nicht pirmaer durch die Palis gefaehrdet, sondern durch andere Staaten in der Region, wie zB Iran.

        Davon abgesehen schuetzt Deutschland nicht irgendeinen beliebigen Staat, sondern den einen Staat auf diesem Planeten, der ein Zufluchtsort fuer Juden ist. Und das waere durch eine Einstaatenloesung gefaehrdet. Deshalb interpretiere ich den Ruf nach einer Einstaatenloesung als Ruf nach Abschaffung dieses Zufluchtsorts.

    • Kai Ayadi

      @Il_Leopardo:

      Viele Menschen wären froh, wenn ein Staat existieren würde, der ihre "Existenz" schützt.

    • rero

      @Il_Leopardo:

      Nur hat sie den in einem bestimmten Kontext geäußert.

  • Schade Schokolade

    Was ist denn Emdes Ziel?



    Protestieren oder Regieren?

    Ich verstehe den persönlichen Konflikt aber letztendlich bringt es ihr oder neukölln und schon garnicht gaza irgendwas dieses Bündnis zu sprengen.

    Geht es etwa darum, die Linke nicht Regieren zu lassen? Für das ganze Theater so viele menschen zu mobilisieren führt ja bekannter maßen zur politikverdrossenheit und einer abkehr von der Linken.

    Kann mir jemand ihre Strategie erläutern? Da muss doch mehr dahinter stecken als nur nervig sein zu wollen

    • *Sabine*

      @Schade Schokolade:

      "Kann mir jemand ihre Strategie erläutern?"

      Dieser Bitte schließe ich mich gerne an. Deswegen u.a. lese ich die taz, weil ich mehr verstehen möchte und ganz besonders Verständnis für Sachverhalte entwickeln will, die mir fremd sind bzw. sich mir trotz Nachdenkens und Recherche nicht erschließen. Wobei, wie bekannt, Verständnis nicht bedeutet, etwas gutzuheißen.

      Wenn ich es richtig verstanden habe, möchte Frau Emde gegenwärtig nicht mit der Presse sprechen, was ich bedauerlich finde. Frau Emde ist vielleicht die Einzige, die Ihre und meine Frage beantworten kann, auch wenn sie selbst sich ihrer Motivation vielleicht nicht im Detail bewusst ist.

    • Normalo

      @Schade Schokolade:

      Emde hat ihr Direktmandat auf Basis einer propalästinensischen Schwarz-Weiß-Agenda in Bezug gewonnen, zu der die Berliner Lokalpolitik außer Verbalgetöse wenig Bezug hat. Da versteht sie ihren Wählerauftrag ganz richtig, wenn sie sich gegen eine Konstellation stämmt, in dem sie plötzlich Grautöne akzeptieren und das Getöse zurückschrauben müsste. Andere Linken-Abgeordnete mögen ihren Wählerauftrag konstruktiver verstehen, weil die Linke nunmal eigentlich in Berlin ganz andere Dinge erreichen will und dafür Mehrheiten braucht. Aber Emde ist da ein wenig außen vor. Für sie ist dieses "Mehrheiten brauchen" schlicht ein unnötiges Hindernis.

      • elektrozwerg

        @Normalo:

        Da stellt sich fuer mich die Frage, warum man Emde ueberhaupt aufgestellt hat. Die einzige Antwort, die ich habe ist, dass manche Parteigliederungen schon uebernommen wurden.

  • Horst Sörens

    Mich wundert, dass die Linke nicht genug Anstand hat, ohne Druck von außen so eine Israelhasserin loszuwerden.

    • elektrozwerg

      @Horst Sörens:

      Das ist ein Tanz auf der Rasierklinge. Die Linke weiss ganz genau wem sie ihren Stimmenzuwachs zu verdanken hat.

  • O.F.

    Diese ganze Debatte nimmt allmählich kafkaeske Züge an: provokant und extrem sind also die Banalitäten Emdes, nicht die Tatsache, dass es in Deutschland scheinbar zur Regierungsfähigkeit gehört, einen Staat, der in Gaza einen Völkermord begeht und versucht, das WJL ethnisch zu säubern, mit Solidaritätsadressen zu überhäufen - das Verfahren gegen Deutschland wegen Beihilfe zum Völkermord wurde übrigens zur Zeiten einer Regierung eröffnet, an der SPD und Grüne beteiligt waren. Wer hat hier eigentlich einen Grund sich zu distanzieren?

  • Land of plenty

    Markus Lanz ist also derjenige der hier die Definitionsmacht hat. Das ist das Problem. Er verlangt Aktion, fordert auf, in drei Terminen pro Woche und setzt die Themen mehr als viele andere Medienformate. Er lädt Schwerdtner vor, er lädt Beatrix von Storch ein.

    • MontNimba

      @Land of plenty:

      Dieser Ihr Beitrag ist ganz schön gut!



      Steckt ne Menge (Wichtiges) in dreieinhalb Zeilen!



      Merci vielmol!

  • Christian Schmidt

    Ich die Berliner Linke muss sich entscheiden, ob sie regieren will in Berlin oder Palestina

    • Oma

      @Christian Schmidt:

      Vielleicht erstmal in den eigenen Reihen?

  • Bromi

    Vanessa Emde sollte von den Linken ausgeschlossen werden.



    Es ist verfassungsfeindlich, sich mit Terroristen zu solidarisieren.



    Bedrohungen von PolitikerInnen und deren Familien sollten von unseren Verfassungsschützern und der Polizei sehr ernst genommen werden.



    Es kann doch nicht sein, dass in einer Demokratie wieder Angst unter Politikern herrscht. Das hatten wir schon mal, zu Zeiten der RAF. Aber selbst die RAF hat eingesehen, dass Gewalt der falsche Weg ist.



    Lassen wir uns doch nicht von gewalt- oder terrorbereiten Elementen auf der Nase herumtanzen.



    Hier sollte der Staat einen Riegel vorschieben und hart durchgreifen. Es kann doch nicht sein, dass unsere hart erungene Demokratie von Extremisten unterwandert wird.

    • *Sabine*

      @Bromi:

      "Es ist verfassungsfeindlich, sich mit Terroristen zu solidarisieren."

      Dieser Sachverhalt hat mich auch interessiert, deswegen habe ich mal KI gefragt. Gegen Herrn Ibrahim wird zwar ermittelt, aber bis zu einem Abschluß der Verfahren hat er, wie bekannt, als unschuldig zu gelten.

      Der Berliner Verfassungsschutz beobachtet gegenwärtig auch VPNK, aber wie das nach der erfolgten Regierungsbilderung weitergehen wird, dürfte offen sein, da Die Linke ja Änderungswünsche bezüglich Ausgestaltung des Verfassungsschutzes kommuniziert hat. Wird dann wohl von der zukünftigen Innensenatorin m/w/d abhängen.

    • the real günni

      @Bromi:

      mögen sie sich zum einstieg ins thema vielleicht einmal den film ´israelism´ anschauen, sehr aufschlussreich



      www.youtube.com/wa...p=ygUJaXNyYWVsaXNt

      • AuchNeMeinung

        @the real günni:

        Was zum Teufel hat ein lokaler Jahrzehnte alter Konflikt knapp 3000 km weg mit der Landespolitik der Armen aber (früher) sexy Hauptstadt zu tun.

        Nichts, absolut gar nix!