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02.09.2026 , 11:13 Uhr
Lieber Abdurchdiemitte, ich lese Ihre Kommentare ja nun schon länger und habe den Eindruck, dass Sie DIE LINKE nur für sog. "urbane Zentren" wie (West)Berlin und Hamburg mit ihren antideutschen und antiimperialistischen Sekten als berechtigt sehen. In Sachsen-Anhalt (und vermutlich auch in Mecklenburg-Vorpommern) soll sie ihrer Meinung wohl in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.
Was sagen Sie nun einem wie mir, der sich als Sozialist sieht, aber trotzdem kulturell und mental eher konservativ ist und sich in z.B. Mecklenburg-Vorpommern wohler fühlt, als in Hamburg? Sollen für mich dann doch nur "kapitalistische Parteien" wie die CDU übrig bleiben, obwohl ich bezogen zur Gesellschaftsordnung die Gegenposition vertrete?
Das BSW war ja ursprünglich meine Hoffnung. Aber diese haben sich ja recht schnell vom Sozialismus verabschiedet.
Was sagen Sie also einem "traditionellen Sozialisten" wie mir, sich auch positiv auf die eigene Geschichte und das Christentum bezieht, und das gegenseitige Aufeinandereindreschen der Antideutschen und Antiimperialisten in der LINKEN abartig findet? Wenn hier inzwischen geschlossen sein sollte, können Sie gern in einem anderen Thread antworten. Danke!
zum Beitrag28.08.2026 , 21:00 Uhr
Hallo Tiene Wiecherts, hier ist wohl etwas schiefgegangen. Der Text ist nach dem Zitat abgebrochen. Meine Meinung dazu habe ich aber inzwischen in einen Post an "Abdurchdiemitte" im Artikel "Das Kreuz mit dem Kreuz" geschrieben.
zum Beitrag28.08.2026 , 08:38 Uhr
Sie können ja gerne noch die FDP pushen. Dann haben Sie eine ganz große Mitte-Koalition. Sie werden sich noch umsehen, wenn Ihre Freude erst einmal vorbei ist, den hoffnungsvollen Beginn der LINKEN als akzeptierte und gestaltende Partei in einem konservativen Flächenland zerstört zu haben. Dann wird nämlich genauso die AfD die Macht übernehmen.
Vielleicht haben Sie ja die Meinung, dass die LINKE nur zur "antideutschen-antiimperialistischen Blase" Berlin passt. Ich jedenfalls nicht. Ich möchte eine sozialistische Volkspartei, die auch für traditionelle und konservative Menschen eine Wahlalternative darstellt.
zum Beitrag27.08.2026 , 22:29 Uhr
Liebe Eva von Angern, bitte lassen Sie sich nicht von dem miesen Spiel von Campact und "Taktisch wählen" und von der Gegnerschaft der Grünen und der SPD entmutigen. Es ist unwahrscheinlich wichtig, dass die LINKE auch auf dem konservativen "flachen Land" stark ist. Nur so kann sie zu einer sozialistischen Volkspartei werden. "Berliner Blasen" helfen da wenig. Es ist ganz wichtig, dass die LINKE auch für Menschen eine Wahlmöglichkeit wird, zu denen es leider bisher eine "historische Belastung" gab, wie Christen und Menschen mit einem familiären Hintergrund, wie dem Ihren. PS: Habe heute gleich nochmal gespendet.
zum Beitrag27.08.2026 , 18:18 Uhr
>>>Darunter leidet dann das Ergebnis der Linken, die die einzige tatsächliche Alternative zur AfD ist.
zum Beitrag29.07.2026 , 19:39 Uhr
Das sehe ich doch aus einer anderen Perspektive. Für mich ist zukunftsentscheidend, wie eine politische Linke unter den Bedingungen von AfD-Regierungen wirken, ja, überhaupt existieren kann. Mit einer solchen Regierung müssen wir in mindestens einem Fall ab September rechnen. Dabei bringt es gar nichts, sich in die "heilen Welten" der (West)Berliner, Hamburger oder NRW-Blasen zurückzuziehen. Mit einem positiven Bezug auf Indymedia, Vulkangruppe oder Ähnliches wird ein Überleben der Linken (allg., nicht die Partei) nicht gelingen, im Gegenteil. Genauso kontraproduktiv wäre es, wie in dem Rap von Dan/Levit vorzugehen. Dann hätte man sofort auf der Stelle im Osten verloren. Vielleicht ist es doch nicht ganz verkehrt, bestimmte Elemente aus der DDR geistig zu reaktivieren, wie die Dialektik von (Achtung! Begriffe von damals) "sozialistischem Patriotismus und proletarischem Internationalismus". Mit einer Verachtung der eigenen Geschichte geht es gar nicht, gerade nicht in einem Bundesland mit Quedlinburg, Tilleda, Tangermünde. Da denke ich, dass Frau v. Angern gute Arbeit macht. Auch ihre Ablehnung der "Anti-DE-Anti-Imp-Hochschaukelung" ist positiv. Aber ob es der DIE LINKE noch hilft?
zum Beitrag28.07.2026 , 21:20 Uhr
Die politische Linke in unserem Land hat – so, wie sie sich gegenwärtig präsentiert – schon verloren. Und damit meine ich sowohl Anti-DEs als auch Anti-Imps. Denn genau das ist das Problem: die Identifikation mit einem Konflikt als einer Art Ersatzbefriedigung, weil man für das eigene Land keine Antworten und wohl auch kein Empfinden hat. Dabei war die sozialistische Linke im Osten schon mal bedeutend weiter gewesen. Allen Vorurteilen zum Trotz beruhen auch die sozialistischen Ideen, die Ideen von Marx, Engels und anderen, auch weniger bekannten Denkern, auf den Traditionen und der Kultur des christlichen Abendlandes. Woanders hätten sie schlicht gar nicht entstehen können. Ja, die meisten, die sich als Sozialisten verstehen, sind sicher philosophische Materialisten, aber nicht ausschließlich. Und ja, auch in der DDR läuteten die Glocken, was sich vielleicht einige im Westen sozialisierte anders vorstellen. Nur Gebetsrufe gab es eben nicht, da der Internationalismus bei uns anders verstanden wurde. Um im Osten noch eine Chance zu haben, müsste an diese Traditionen angeknüpft werden. Das BSW hätte es sein können, vielleicht besinnt es sich noch. DIE LINKE wohl eher nicht mehr.
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