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Spahns Vaterglück durch Leihmutterschaft Für konservative Werte – außer es betrifft ihn selbst

Eva Fischer

Kommentar von

Eva Fischer

Der CDUler und sein Partner sind mithilfe einer Leihmutterschaft Eltern geworden. Hierzulande ist das verboten – auch wegen seiner Partei.

D er Chef der konservativen Unionsfraktion im Bundestag findet die Politik seiner Partei nicht gut – zumindest wenn sie ihn persönlich einschränkt. Jens Spahn und sein Ehemann Daniel Funke haben sich ein Kind gewünscht. Und weil es in Deutschland nicht erlaubt ist, eine andere Person mit dem Austragen eines Kindes zu beauftragen, mussten sie eben auf ein Land mit liberalerer Gesetzgebung ausweichen. In dem Fall die USA. Dort ist eine Leihmutterschaft kommerziell zu haben: für rund 150.000 bis 250.000 Dollar. Die Leihmutter erhält davon nur einen Bruchteil.

Spahns Partei hat unterdessen bei ihrem Parteitag vor ein paar Monaten erneut bekräftigt, dass Leihmutterschaft ausdrücklich verboten bleiben soll.

Die Frage der Legalisierung von Leihmutterschaft ist ein schwieriges Thema. Konservative können es sich dabei leicht machen – indem sie alles, was nicht heteronormativer Fortpflanzung entspricht, einfach ablehnen.

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Aus linker Sicht ist es komplexer. Natürlich sollen Queere und ungewollt Kinderlose die Möglichkeit haben, ein eigenes Kind zu bekommen. Natürlich sollen Frauen selbst entscheiden, was sie mit ihrem Körper tun.

Man kann aber auch argumentieren, dass Leihmutterschaft eine kapitalistische Ausnutzung des weiblichen Körpers bedeutet. Dass Frauen, die gegen Geld eine Schwangerschaft für andere auf sich nehmen, dies in den meisten Fällen aus finanzieller Notwendigkeit tun.

Dennoch hätte Spahn auch hierzulande seinen Kinderwunsch wahr werden lassen können, Stichwort Adoption oder Pflegeelternschaft. Geht es einem um ein biologisch eigenes Kind, ist Co-Parenting eine Möglichkeit. Es gibt einige Single-Frauen, die keine Lust oder Zeit mehr haben, nach einem passenden Partner zum Kinderkriegen Ausschau zu halten und sich stattdessen eine alternative Familiengründung vorstellen können. Aber dafür braucht es eben Kompromisse mit anderen. Etwas, was Spahn nicht so zu liegen scheint.

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Eva Fischer

Eva Fischer Themenchefin

Jahrgang 1989; seit Anfang 2025 bei der taz, derzeit als Themenchefin, Nachrichtenchefin und CvD bei taz.de. Vorherige Stationen: u.a. EU- und Nato-Korrespondentin in Brüssel beim Handelsblatt, Redakteurin für Internationale Politik beim Tagesspiegel, Redakteurin bei der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". Wirtschaftspsychologie-Studium mit Schwerpunkt Arbeits- und Organisationspsychologie und dem Nebenfach Politikwissenschaft, Besuch der Holtzbrinck-Journalistenschule, gelernte Medienkauffrau Digital und Print beim Spiegel-Verlag. Und auch ausgebildete Yogalehrerin.
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121 Kommentare

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  • Wunderbar, diese vielen zusammengetragenen Punkte gegen den Delinquenten Spahn.



    und der Spott, und Humor.



    Ich möchte besonders den Zusammenhang betonen der sich ergibt zwischen dem Warnken-Bericht in dem alles geschwärzt wurde, was Spahn betrifft, und dem Versuch das Informationsfreiheitsgesetz IFG so zu ändern, dass es dem Sinn entstellt, pervertiert wird - um z.B. Korruptionsmassen wie Spahn und die Masken zu schützen.



    FragDenStaat mit Arne Semsrott hatte noch die verbliebenen Unterlagen, die nicht geschwärzt gewesen sind zuvor erhalten.



    www.tagesschau.de/...enbericht-100.html



    Und nein: Leihmutterschaft zu kaufen ist keine Privatsache, bei jemand der so sehr die Öffentlichkeit und die Macht sucht.



    Hemmungsloses Typen müssen Grenzen gesetzt werden.

  • Tja. Aber Frau Weidel sitzt fest im Sattel. Noch ein Unterschied zwischen Konservativen und Rechtsradikalen.

  • Dass Jens Spahn jetzt wegen der "Leihmutteraffäre" zurückgetreten ist, erinnert an Al Capone, den man schließlich wegen Steuerhinterziehung fassen konnte.



    Beide hatten wesentlich Schlimmeres auf dem Kerbholz.

    Auf einer persönlichen Ebene kann ich den Wunsch nach einem biologischen Kind absolut nachvollziehen.

    Auf gesellschaftlicher bzw. rechtlicher Ebene sehe ich eigentlich keine Argumente FÜR eine Zulassung von Leihmutterschaft: Welche Frau geht freiwillig durch die Qualen einer Schwangerschaft und Geburt für ein Kind, dass sie nicht selbst aufwachsen sehen kann? Da ist doch höchstwahrscheinlich wirtschaftliche Not ausschlaggebend. Hier bin ich also auf der politischen Linie der Union bzw. Jens Spahns (außer es betrifft ihn selbst).

    Im Rücktrittsverlangen des Kanzlers an Spahn erkenne ich, kleiner verschwörungstheoretischer Exkurs, eine späte Rache für die bis zum 3. Wahlgang fehlenden Stimmen, hinter denen ich, ganz in der Manier Al Capones, entweder eine "Message" Söders oder eben Spahns vermute ....

    • @Stavros:

      In den USA dürfen allerdings nur solche Frauen Leihmütter werden, die bereits sehr gut satuiert sind. Also obere Mittelschicht aufwärts. Sonst geht das nicht. Es ist also nicht so, dass da verarmte Frauen für das Geld ihre Gebährmutter verkaufen. Die Frauen, die das machen, wollen das offenbar auch und zwar ohne wirtschaftliche Not.

  • Taz??? "Für konservative Werte – außer es betrifft ihn selbst"

    Konservativ ist da, wo man für sowas ins Ausland reisen muss!

    Immerhin hat das Kind nun amerikanische Staatsbürgerschaft.

    Konservativ in Sachen Leihmutterschaft heißt in Deutschland Ängste, dass es zu Streit um das Kind mit der Leihmutter kommen könnte oder andere Konflikte. Ich bin auch konservativ, und zwar in dem einen Punkt Gesetzgebung: Der Bundestag hat gewöhnlich soooooo viele JuristInnEn in seinen Sitzreihen sitzen, dass Gesetzgebung Sache des Parlamentes sein müsste anstelle dem Abnicken von Gesetzesvorlagen aus den Ministerien. Im Bundestag sitzen aber immer auch ein paar gewöhnliche BürgerInnen, die auf lebensnahe Gesetzgebung pochen würden. So könnten Rechtsexperten und ihre normalbürgerlichen Beisitzer im Parlament gemeinsam den Mut fassen, Dinge so konfliktarm wie möglich in Gesetze zu fassen. So könnte auch eine sinnvolle Lex Leihmutter entstehen. Es gibt ja sogar schon Sterbehilfegesetze, da ist die Lex Leihmutter einfach nur eine Leerstelle in dem, was das Parlament gefälligst noch anständig zu regeln hat! Frisch ans Werk, Bundestag. Ein Vorab-Lob allen Fraktionsvorsitzenden mit Mut dazu! Mut tut gut

  • Zitat: "... Dennoch hätte Spahn auch hierzulande seinen Kinderwunsch wahr werden lassen können, Stichwort Adoption oder Pflegeelternschaft. ..."

    Na, ja. Für beides gibt es Voraussetzungen. Stichwort: "Eignungsprüfung" www.aok.de/pk/maga...uessen-sie-wissen/

    Wenn man dagegen nur die Geldbörse zu öffnen braucht, ... Spahn ist eben kein Mensch, der andere gern um Rat bittet oder gar um Erlaubnis fragt. Anderenfalls wäre doch einiges in seiner Amtsführung anders gelaufen.

  • Es ist schon erstaunlich, dass J. Spahn ausgerechnet jetzt - und endlich! - über so eine Lappalie stolpert.



    Irgend eine Person hier erwähnte schon den Maskenskandal, den ich viel gravierender finde. Das kostete die Steuerzahlenden nicht nur Milliarden, sondern ich erinnere mich auch daran, dass Spahn damals sogar ernsthaft meinte, fehlerhafte Masken (also nicht schützende!) könne man doch getrost an Hartz4-Beziehende verteilen!!



    Hinzu kommen auch noch die neuesten leaks aus den USA, demnach Spahn offenbar als einziger deutscher Politiker auf der Einladungsliste von Peter Thiels "Dialogue" stand. Einem Club der Möchtegern-Elite, die sich über den 3. Weltkrieg und das Revival von Atomenergie austauscht - um hier nur die harmlosesten Themen zu nennen.



    Wer weiß, ob hier nicht durch einen "kleinen Rücktritt" noch Schlimmeres abgewendet werden sollte, damit bloß niemand weiter nachforscht?



    Für mich jedenfalls ist der Mann schon seit langem untragbar mit seiner "Sollen-sie-doch-Kuchen-essen"-Attitüde und er sollte ALLE politischen Ämter niederlegen.

    • @Pittsi und Curry:

      Das ist keine Lappalie. Das ist eine extrem unethische Verhaltensweise, es grenzt an Sklaverei. Eine Frau zum Gebären zu missbrauchen ist ein Verbrechen, no less. Eine Frau hat auch emotionale Bindungen an das Kind, doch es wird ja "verkauft" an einen "Christen" - anno 2026 !!

  • Es gibt sofort große Empörung gegen Jens Spahn - das ist verständlich. Ich finde aber: aus dem falschen Grund.



    Die Opposition sollte sich nicht mit homophoben Instinkten und Rachegelüsten vermischen, sondern die von Spahn, Alfons Sauter (CSU) und allen Masken-Kaufbetrügern verursachten Kosten ihrer Korruption zurückfordern.



    Mir geht es um das öffentlich-rechtliche Solidaritätsgestalten und nicht um das Abschießen von Personen.



    Und für Frauke Brosius-Gersdorf als Verfassungsrichterin selbstverständlich.



    Die Nius-Vius-Torpedierungskampagne abschalten.



    Die Plünderer, den Sozialkahlschlag stoppen!

    • @Land of plenty:

      Die Regressierung der Masken kann/konnte erst mit seinem Rücktritt beginnen!

  • ""Die CdU hat plötzlich den Sozialismus entdeckt ......""



    =



    Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach hat Fraktionschef Spahn (CDU) wegen dem Kauf eines Kindes durch Leihmutterschaft in den USA den baldigen Rücktritt nahegelegt.



    =



    Begründung:



    ""Politiker machten die Regeln und erwarteten, dass sich jeder daran halte. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, dass die Regeln für einige Menschen nicht gültig seien oder »NUR GENUG GELD « vorhanden sein müsse, sagte Bosbach und fügte hinzu: Das wäre »fatal«. Der Graben »zwischen Gewählten und Wählern ist immer größer geworden, und das liefert jetzt einen weiteren Beitrag«, sagte der frühere Bundestagsabgeordnete.



    =



    Das seltsam entrückte Verhalten Spahns gipfelt ja nicht nur darin sämtliche ethisch- moralischen Grundsätze der Christdemokraten in den Küchenabfall zu werfen. Spahns Vorschlag, das die Bundestagsfraktion das Problem ""Spahn"" nun lösen sollte ist ein weiterer Höhepunkt seiner persönlichen Desorientierung. Die Fraktion hat die Aufgabe politische Programmatik umzusetzen - dementgegen entscheidet das Präsidium über wichtige politische und personelle Grundsatzentscheidungen welches der Kanzler am Montag einberufen hat.



    =

    • @zartbitter:

      @ zartbitter



      Daran kann man sehr gut erkennen, welch nahezu kindliche Vorstellungen Jens Spahn von der Aufgabe eines vom Volk für ihre Interessen eingesetzte Parlamentarier hatte. Es ist einfach ungeheuerlich, wielange sich dieser Delinquent unser Demokratie, in der Politik gehalten hat.

  • Der "Postillion" hat es auf den Punkt gebracht und titelt:



    "Spahn stellt klar: "Es ist keine Doppelmoral, wenn man generell keine Moral hat"

    • @Gerald Müller:

      Hahaha.

  • Müßte der erste Satz nicht lauten: "Der Chef der konservativen Unionsfraktion im Bundestag findet SEINE UND die Politik seiner Partei nicht gut – zumindest wenn sie ihn persönlich einschränkt"?

    Schließlich soll auch er es gewesen sein, der die von ihm ganz klar rechtswidrig in Anspruch genommene "Dienstleistung" (aus meiner Sicht zu Recht) ablehnte? Und daß er für den mithin vorsätzlichen Gesetzesverstoß nicht nur nicht gerügt, sondern auch noch mit Gratulationen bedacht wurde, zeigt nun wieder, daß er in der "Chefetage" nicht der einzige ist, dessen moralische Qualitäten dem bekleideten Amt nicht genügen.

  • "Einen Unterschied machen"



    (Sein ewiges Mantra)



    Gelungen...



    /



    Er ist da ja nicht der Einzige in seiner Partei, der diese Lösung gefunden hat.



    Ob das für Solidaritätsadressen reicht?

  • Es ist schlicht und einfach widerlich seit Jahren ein ums andere Mal mit ertragen zu müssen wie dieser hochsubventionierte aalglatte "Volksvertreter" in jede irgend vorhandene Kameraoptik grinst und zu fragen scheint: "Was wollt ihr eigentlich alle von mir? Das kann doch nur eine Verwechslung sein..."

  • Herr Spahn wird vor die Gemeinde, äh, Partei treten und, sich dabei ein Tränchen aus den Augen wischend, auf den Apostel Paulus berufen.



    "Sind wir nicht allzumal Sünder?"



    Und die Partei wird ihm gut christlich vergeben.

    • @Klabauta:

      Warum auch nicht? Was ist schlecht an der guten alten Barmherzigkeit?

    • @Klabauta:

      Die Partei vielleicht schon, aber die Christen vergeben ihm aber nicht:

      "Der katholische Bischof von Passau, Stefan Oster, bezeichnete das Vorgehen am Freitag als einen „echten Skandal“. Oster erklärte, Spahn habe zur Erfüllung eigener Wünsche gegen die Gesetze des Landes und die Grundlinien der eigenen Partei verstoßen. Die CDU lehnt die in Deutschland verbotene Praxis der Leihmutterschaft ab, und auch Spahn selbst hatte sich in der Vergangenheit dagegen ausgesprochen. Durch das öffentliche Bekenntnis zur katholischen Kirche entstehe zudem ein Widerspruch. Oster betonte, dass Spahn damit einen Schritt getan habe, „den wir als Glaubensgemeinschaft auch in Zukunft nie werden mitgehen können“. Die Praxis der Leihmutterschaft sei in Deutschland aus Gründen der Menschenwürde untersagt. Das Kind sei durch die Umstände bereits eine öffentliche Person, und zwar „als 'gekaufte Ware'“. Der Bischof fügte hinzu, dass jedes Kind „zunächst ein Recht auf seine natürlichen Eltern hat – und zwar viel mehr, als dass potenzielle Eltern ein Recht hätten, sich ein Kind 'anzuschaffen' oder 'machen zu lassen' oder gar 'einzukaufen'“. (Vatican News)

      • @Josef 123:

        @Josef 123



        Christentum ist eh etwas zu überbewertet.



        Wissenschaft sollte mehr Beachtung bekommen.

        • @Alex_der_Wunderer:

          In diesem Fall hat der Bischof allerdings recht finde ich. Hätte diese Argumentation ein linker Politiker gebracht wäre der Zustimmungsjubel wahrscheinlich groß.

  • Egal, ob Trans/Queer/Homo/Hetero: Es sollte nicht möglich sein, Menschen zu kaufen.

    Und nichts anderes ist es.

    • @ToMuch:

      In einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis verkaufen wir uns doch auch. Sexarbeit gilt mittlerweile auch als normaler Beruf.



      Ich sehe da keinen fundamentalen Unterschied, wenn eine Frau 9 Monate ein Bloc verkauft.

      Von der menschlichen Seite leistet die Leihmutter einen ganz besonderen Dienst, vergleichbar vielleicht mit der Lebendspende von Organen.

      Insgesamt ist eine ethisch äusserst schwierige Angelegenheit. Ich bin froh, dass ich dazu kein verbindliches Urteil abgeben muss.

      Insofern gönne ich Herrn Spahn sein Familienglück von Herzen. Schwierig ist für mich, dass er offensiv Positionen vertritt, die seiner Lebensentscheidung diametral zuwiderlaufen.

      • @Carsten S.:

        Auch Probanden erhalten für klinische Studien Geld,



        tw auch sehr hohe „Aufwandsentschädigungen“ (lt KI).

    • @ToMuch:

      Ich wundere mich auch, dass Leihmutterschaft überhaupt in irgendeiner Rechtsprechung legal ist

      • @derzwerg:

        Das mag für aufgeklärte, zivilisierte Staaten richtig sein. Doch in den USA ??

      • @derzwerg:

        Arme Frauen sind schon gezwungen ihren Uterus an reiche Menschen zu "vermieten", damit die sich einen Kinderwunsch erfüllen können. Und ein angeblich "christlich"-konservativer Politiker macht da sogar mit, anstatt mal zu überlegen, warum einige Frauen so etwas überhaupt machen müssen. Das ist schon mehr als erbärmlich.

      • @derzwerg:

        Aus der jüngeren Vorgeschichte:



        "Leihmutterschaft in der umkämpften Ukraine



        »Bleiben Sie ruhig. Das Leben Ihres Kindes hängt davon ab«



        Vor dem Krieg galt die Ukraine als globales Zentrum für Leihmutterschaften. Jetzt liegen 18 Babys in einem Schutzbunker, weil ihre ausländischen Eltern sie nicht abholen können. Und fast täglich kommen neue hinzu."



        www.spiegel.de/aus...-b379-98e5a82c7a67

        • @Martin Rees:

          Es gibt da eine "deutsche Abteilung". Spahn ist nicht der einzige Kunde solcher Unternehmen, aber einer, der öffentlich Wasser predigt und selbst Schampus im Glas hat.

          • @dtx:

            "Wasser predigt und selbst Schampus im Glas hat"



            🥤Ja, das IST AUCH EIN ECHTER ❗UNTERSCHIED...🍾🥂

  • Das ist nur ein weiterer Beweis, wie abgehoben und weit vom "normalen Wahlvolk" entfernt, einige hochbezahlte Politiker*innen agieren.

    Die noch rechteren von der AFD werden sich freuen.



    Herr Spahn bietet ihnen wieder einmal die Möglichkeit pauschal zu behaupten, dass "die da oben" machen was sie wollen, während sie



    "dem kleinen Mann und der kleinen Frau" das gleiche verbieten.

    Nach allen anderen Fehlleistungen des Herrn Spahn wäre es für viele ein Akt der Befreiung, wenn er endlich aus der aktiven Politik ausscheiden würde.

    Seine finanzielle Absicherung aus Steuermitteln ist sicher auch danach noch ausreichend gewährleistet, Ich bin sicher, Herr S. wird auch künftig nicht auf Bürgergeld oder die Tafel angewiesen sein - und er hätte genügend Zeit sich um sein Kind zu kümmern.



    Das wäre dann eine wirklich gute Tat.

    • @Bürger L.:

      Zitat: "Ich bin sicher, Herr S. wird auch künftig nicht auf Bürgergeld oder die Tafel angewiesen sein - und er hätte genügend Zeit sich um sein Kind zu kümmern. Das wäre dann eine wirklich gute Tat."

      Zu ersterem: Zumindest nicht gleich. Ob die Sparkasse nicht insgeheim froh war, eine mögliche Übernahme aus dem Lehrverhältnis nicht diskutieren zu müssen? Und er hätte noch ein paar Jahre bis zu einer Altersrente, für der er die Wartezeit lange noch nicht erfüllt haben kann.

      Zu dem Zweiten: Welchen moralischen Kompaß kann ein Mensch, dessen eigener so offensichtlich diskutabel erscheint, mitgeben? Denn es hätte ja durchaus einen rechtskonformen Weg gegeben. Aber wenn die Voraussetzungen einer Adoption www.aok.de/pk/maga...uessen-sie-wissen/ nicht voll umfänglich gegeben waren?

      • @dtx:

        Nachtrag zu: "Welchen moralischen Kompaß kann ein Mensch, dessen eigener so offensichtlich diskutabel erscheint, einem Kind mitgeben?"

        In seinem Rücktrittsschreiben soll es heißen: „Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt“.

        Demnach dürfte es unter Parlamentariern per se keine Eltern geben?

        Für mich ein weiterer Beleg für den Leitgedanken des Artikels: Regeln gelten für alle anderen, nur nicht für ihn. Das Pflege- und Erziehungspersonal, mit dem er seines Kindes wegen zu tun haben wird, kann einem jetzt schon leid tun.

  • Gerade als Linker freut mich sich darüber! Wenn eine führende Person aus einer Partei das macht, die das eigentlich ablehnt! Vielleicht ist das der erste Schritt Richtung uns und die Leihmutterschaft ist in paar Jahren legal! Ihn jetzt vorwerfen er muss konservativ sein, halte ich für falsch, weil wir wollen doch unsere Arg8umente zur Mehrheit bringen und das kann der erste Schritt sein

    • @Marcelo:

      Linke sind für Leihmutterschaft? Das ist Konsens? Sie meinen vielleicht Liberale wie die Amis. Armut von Frauen ausnutzen um Menschen zu kaufen ist nicht links.

      • @Šarru-kīnu:

        Ja, Leihmutterschaft gehört zur Freiheit des einzelnen und Toleranz und dafür stehen wir

    • @Marcelo:

      Im Artikel wird doch klargemacht, dass es auch aus linker Sicht sehr gute Argumente gegen Leihmutterschaft gibt. Links bedeutet gerade nicht, dass das Individuum seine Bedürfnisse und Wünsche über alles andere stellen darf.

      • @Suryo:

        Die meisten Linken in Deutschland sind eigentlich Liberale. Deshalb machen wir aktuell auch Kulturkampf obwohl Klassenkampf angesagt wäre.

  • Maske drüber



    Auch das wird er wieder einfach mal aussitzen, hat er von Angelika Merkel so gelernt. Ich finde es moralisch völlig verwerflich dem Volk die Leihmutterschaft via Gesetz zu verbieten, sich selbst aber den Umweg über die USA zu erlauben. Er sollte schnellstens zurücktreten, bevor die CDU es für ihn tut. Und tut sie es nicht, wird sie viele ihrer konservativ/christlichen Wähler verlieren. Die AfD wirds freuen, wieder ein paar Wähler mehr - leider.

  • Hoffen wir mal, dass dies das Finale seiner CDU - Zeit wird

  • Wie jetzt, ein Politiker mit Doppelmoral? Das hat es in der Geschichte der Bundesrepublik ja noch nie gegeben und ist daher ein Skandal. Er muss mindestens mit einer hochgezogenen Augenbraue gestraft werden. Mehr wird wohl nicht passieren, er hat sich bisher immer durchgemogelt.

  • Aus der Tagesschau:

    "Ich bin lange zerrissen gewesen", sagte Spahn. "Aber eben über dieses Ringen und sich mit dem Thema beschäftigen, haben wir uns für diesen Weg entschieden." Er kenne es "als Christ", dass "das eine die reine Lehre ist und das andere das echte Leben". Es seien "keine einfachen Entscheidungen" gewesen, sagte er."

    Da hat er sich als angeblicher Christ ja schon einiges geleistet.

    Muss man sowas noch ernstnehmen?

    Milliardenverschwendung bei Maskenbeschaffung



    Machtmissbrauch bei Bevorzugung bestimmter Unternehmen



    Schwärzungen und Löschungen im Maskenbericht



    Persönliche Bereicherung



    Verbindungen zu Andrea Tandler



    Milliardenverschwendung bei Krankenhausfinanzierung



    Verbindungen zu René Benko



    Aktenlöschungen und Intransparenz



    Hunderte Millionen Euro ausgegeben ohne Vertrag



    Millionen-Villa mit unklarer Finanzierung...

    Au Backe...



    .

    • @Andreas Flaig:

      - Freundschaft mit MAGAs wie Richard Grenell

      - Verbindungen zu Peter Thiel

    • @Andreas Flaig:

      Vielleicht hofft er als Christ, am Ende auch noch von der Allbarmherzigkeit Gottes profitieren zu können. Das kann man ja schon mal mit einkalkulieren...

  • taz: *Der CDUler und sein Partner sind mithilfe einer Leihmutterschaft Eltern geworden. Hierzulande ist das verboten – auch wegen seiner Partei.*

    In der Welt von Jens Spahn gelten eben andere Gesetze. An Jens Spahn kann man aber gut erkennen, was passiert, wenn man Volksvertretern in einer Demokratie alles durchgehen lässt. Wenn der Eindruck beim Bürger entsteht, das politische Establishment bewege sich in einer eigenen Sphäre außerhalb der geltenden Gesetze und der Reichweite demokratischer Kontrollmechanismen, dann treibt dies natürlich auch immer mehr Wähler in die Hände populistischer Kräfte - und das sehen wir ja leider schon seit Jahren.

    Jemand sollte Jens-"Masken"-Spahn endlich mal klarmachen, dass er nur ein kleiner Volksvertreter in einer Demokratie ist und kein mächtiger historischer Markgraf, für den andere Gesetze galten als für das einfache Volk (siehe dazu die 'Adelsgesetze im Absolutismus').

    Eine arme Frau als Leihmutter auszubeuten, die von den 150.000 bis 250.000 Dollar nur einen Bruchteil erhält, ist sicherlich auch nicht sehr christlich; aber das 'C' in CDU oder CSU ist ja ohnehin nur ein Buchstabe ohne große Bedeutung für die "christliche" Union.

  • Einfach mal "Memminger Prozesse 1988/1989" googeln. Dort wurde ein Arzt mitsamt den Frauen, die bei ihm abgetrieben haben, strafrechtlich scharf verfolgt. Der Staatsanwalt, der in diesen Fällen ermittelt hatte und später beisitzender Richter wurde, hatte seine Freundin allerdings ebenfalls wegen einer Abtreibung zu dem angeklagten Arzt geschickt gehabt. Auf Wikipedia findet sich eine gute Zusammenfassung der damaligen Verfahren.

  • Schon schlecht. Wer wissen will, warum die Demokratie in D einen immer schwereren Stand hat, hat hier ein Paradebeispiel vor sich. Leider zieht sich diese Bigotterie durch das gesamte politische Spektrum: Eine ausländische Lesbe die mit einer Frau aus Sri Lanka lieiert ist und mit deren Kindern zusammenlebt führt eine möchtegern-Faschistische Partei.



    Der Arbeiterführer Peer S. erklärte im Bundestagswahlkampf, als Kanzlerkandidat, dass er zur not auch mal Wein für 5 Euro trinkt. Pro Glas versteht sich.



    Ein ehemaliger Vorsitzender der Linkspartei wurde nicht Porsche-Klaus genannt, weil er sich für die Zuffenhausener Mitarbeiter besonders eingesetzt hätte. Die Liste ist lang und betrifft auch NGOs und individuelle Aktivisten im besonderen Maße.

  • Jetzt wird es Zeit für einen langen Vaterschaftsurlaub, Kohle hat er ja genug.

  • Es überrascht wenig, dass ausgerechnet der Fraktionsvorsitzende der Union, dessen eigene Partei sich im Koalitionsvertrag gegen Leihmutterschaft ausspricht, den bequemsten Weg ins Ausland wählt, statt sich ernsthaft mit legalen Alternativen wie Co-Parenting auseinanderzusetzen. Plattformen für Co-Elternschaft existieren in Deutschland längst, sind rechtlich unbedenklich und hätten Herrn Spahn die Möglichkeit gegeben, Vater zu werden, ohne die eigene Rechtsordnung zu umgehen, die er als Politiker mitverantwortet. Dass er stattdessen den internationalen Leihmutterschaftsmarkt bemüht, wirft ein bezeichnendes Licht darauf, wie ernst es ihm mit den Werten seiner eigenen Partei tatsächlich ist.

    Und die Praxis, die er damit unterstützt, ist keineswegs so unproblematisch, wie es die “Bild”-Schlagzeilen suggerieren:

  • Dafür, dass einige hier Spahn tatsächlich in Schutz nehmen, habe ich null Verständnis. Es ist ja nicht so, dass er nur zufällig in einer Partei ist, die zu dem Thema eben eine andere Meinung vertritt, als er persönlich. Er ist Vorstandsmitglied und Fraktionsvorsitzender dieser Partei. Wenn jemand für deren Programmatik verantwortlich ist, dann er. Außerdem war er auch seinerzeit als zuständiger Gesundheitsminister absolut gegen Leihmutterschaft: www.sueddeutsche.d...hmuetter-1.4869675

    Ich glaube, zwischen seinem politischen Einsatz für das Verbot und seinem jetzigen Handeln besteht für ihn auch gar kein Widerspruch. Denn ein Verbot ist eine Regel und jegliche Regeln gelten ganz selbstverständlich nicht für reiche Menschen, zu denen er praktischerweise gehört. Ich glaube er ist jetzt gerade ehrlich überrascht, dass es Kritik von der CDU selbst gibt. Bin ich ehrlich gesagt auch.

    • @Simon Lübbers:

      " Ich glaube er ist jetzt gerade ehrlich überrascht, dass es Kritik von der CDU selbst gibt. Bin ich ehrlich gesagt auch."



      Überrascht werde ich erst sein, wenn diese Kritik irgendwelche Konsequenzen hat. Bis dahin ist das für mich Rascheln im Gebüsch.

  • Coole Sache, diese repräsentative Demokratie: Wir ermöglichen unseren gewählten Volksvertretern die Anhäufung finanzieller Mittel via Abgeordnetenentschädigung, welche die Parlamentarier sodann zur Umgehung der Gesetze eben dieser Demokratie nutzen. Eigentor parlamentarische Demokratie. Hat schon jemand nach der Entlassung des Bundestrainers gerufen? Jürgen Klopp stünde eventuell zur Verfügung - vorausgesetzt, die Kasse stimmt…

  • Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt keinen Politiker, der ALLE Thesen/Abstimmungen der eigenen Partei richtig findet. Gleichwohl wird er sich der Mehrheit beugen und hier und da gegen die eigentliche Überzeugung stimmen - das nennt sich dann Fraktionszwang.

    JS hätte ja auch das Gesetz nicht alleine ändern können, er hätte schon seine Fraktion dazu gebraucht.

    • @Strolch:

      "Ich bin mir ziemlich sicher, es gibt keinen Politiker, der ALLE Thesen/Abstimmungen der eigenen Partei richtig findet."



      Das sicher. Wenn diese Person allerdings öffentlich bestimmte Thesen vehement vertritt, aber für sich selber nicht gelten lässt, ist das schlicht verabscheuenswerte Doppelmoral.

    • @Strolch:

      Fraktionszwang ist auch so ein Ding .



      Die MdB sind nur Ihren eigenen Gewissen verpflichtet und Ihren Wählern.



      Falls Sie gegen die Fraktion stimmen , hat das für Sie keine Folgen .



      Der Fraktionszwang ist nur eine dumme Ausrede für fehlendes Gewissen und Überzeugung.



      Er dürfte wohl auch verfassungswidrig sein .



      Rechtlich gibt es für ihn jedenfalls keine Formulierung , die MdB zu Entscheidungen gegen Ihren Willen zwingen könnte .



      Ganz im Gegenteil - siehe Grundgesetz .

    • @Strolch:

      .... Sphan ist ein Strolch !

      • @Worgt Michael:

        Nein, Spahn ist in Wahrheit 'CDU-Zorro mit der Maske', der aber nicht wie der klassische Zorro (Don Diego de la Vega) sich für die armen Bürger und unterdrückten Bauern einsetzt, sondern für die Reichen und Mächtigen kämpft.

        Apropos Maske. Hätte Spahn sich nicht lieber noch einen Zweitjob suchen sollen, anstatt in dieser verrückten und überbevölkerten Welt noch mehr Kinder von schlecht bezahlten Leihmüttern "austragen" zu lassen? Mit dem Zweitjob könnte er dann den Milliarden-Euro-Steuergeldschaden begleichen, den wir Bürger ihm zu "verdanken" haben (Maskendeal). Ich habe zwar keine Ahnung wie lange er dafür arbeiten müsste, aber sicherlich seeehr laaange.

        Übrigens fordert Jens Spahn ja eine Reform des Acht-Stunden-Arbeitstages zugunsten flexiblerer Arbeitszeiten; also könnte er da ja gleich mal mit einem Zweitjob anfangen. Da hat man dann allerdings keine Zeit mehr um ein Kind großzuziehen.

    • @Strolch:

      Dazu wäre zu sagen, dass der "Fraktionszwang" nur bei Entscheidungen im Bundestag besteht. Hr. Spahn hätte, wenn er aus Überzeugung für Leihmütter gewesen wäre, vorher offen dafür Stellung beziehen können, z.B. auch auf CDU-Parteitagen, wo über das Thema gesprochen und entschieden wurde. Hat er aber nicht. So entsteht eben der Eindruck, dass er für die Allgemeinheit das Verbot will, für sich selbst aber zwar nicht illegal, aber illegitim handelt.



      Was den Fraktionszwang betrifft, hätte er, wenn es ihm ein solches Herzensanliegen ist, nach seinem Gewissen entscheiden können. Oder geheime Abstimmung beantragen können, was bei anderen Entscheidungen, die sensible Themen betreffen, üblich ist.

  • Konsequent wäre bei so etwas ein Rückzug aus der Politik allemal. Wie will denn jemand, der politisch "Hü!" sagt, aber privat "Hott!", noch glaubwürdig seine Partei vertreten?

    Persönlich kann ich sein Verhalten freilich nachvollziehen. Auch das Ausweichen in ein anderes Land, um die hierzulande geltenden Beschränkungen zu umgehen, halte ich nicht für problematisch.

    Das wird es erst duch seine Mitgliedschaft in einer in dieser Frage diametral in Opposition befindlichen Partei!

    • @Metallkopf:

      Auch privat kann ich diese Entscheidung nicht



      billigen.



      Sie ist höchst frauenverachtend und unmenschlich .



      Reicher Mann kauft arme Frau zum Papa werden.



      Das ist asozial .

  • Gäbe es in Deutschland eine echte Alternative und nicht die AfD, würden die locker über 50% bekommen und müsste nichts dafür tun.

    Das erledigen Politiker von den Parteien der sg. Mitte wie Jens Spahn, Könige der Doppelmoral.

  • Die Aufregung sollte eigentlich im konservativem Lager stattfinden - Spahn demonstriert öffentlich was er persönlich von der Mehrheitsmeinung seiner Partei hält...

    Ansonsten sollten wir uns über jedes Kind freuen.

  • Bei Spahn wundert mich gar nichts mehr. Noch



    verlogener



    geht fast nicht mehr, von den AfD- Knülchen



    mal abgesehen .



    Früher hätten solche Leute ihren Hut nehmen



    müssen , Spahn schon vor Jahren.

  • Die neue Rechte definiert sich nicht nur über Ideologie, sondern auch über einen offenen politischen Narzissmus, nach welchem für die neuen Elite-Kader keine Regeln gelten. Repression ist für die Masse. Gut gelent vom Neoliberalismus ist das, nur auf autoritär gedreht. Siehe Weidel, siehe Trump, siehe Erdogan, Orban, Le Pen, Farage und wie die Grifter alle heißen. Spahn ist genau so ein neurechter Narzisst: "Ich darf alles und auch wer J... ist, bestimme ich."

  • Tatsächlich eine erschreckende Instinktlosigkeit für einen Spitzenpolitiker. So sehr ich den Kinderwunsch nachvollziehen kann, so dreist ist es, wenn ein Politiker so öffentlich für sich eine Möglichkeit nutzt, die in seinem Land aus welchen Gründen auch immer nicht erlaubt ist. Spahn gibt die perfekte Munition für alle, allem voran die AfD, die schon immer auf "die da oben" schimpfen um daraus billiges politisches Kapital zu schlagen. Allein schon dafür sollte mindestens in die zweite Reihe zurücktreten wenn nicht gar sich komplett aus der Politik zurückziehen.

    • @Fran Zose:

      "Tatsächlich eine erschreckende Instinktlosigkeit für einen Spitzenpolitiker."



      Hmm. Haben Sie Kinder? Falls ja, würden Sie sagen, die wären Ihnen eine "politische Instinktlosigkeit" nicht locker wert? Und würden Sie umgekehrt leichtfertig ihren Beruf aufgeben, wenn sie gerade Eltern geworden sind und ein Kind großzuziehen haben?

      • @Normalo:

        Nicht die Kinderlosigkeit ist instinktlos; im Gegenteil ich kann den Wunsch mehr als nachvollziehen. Aber als prominenter Politiker einer Partei, die sich grade kürzlich noch, und wahrscheinlich auch mit der Stimme von Herrn Spahn, gegen die Leihmutterschaft ausgesprochen hat, muss ich doch wissen, was für ein verheerenden Eindruck es erwecken muss, wenn ich für mich selbst aufgrund meiner finanziellen Leistungsfähigkeit einen Weg einschlage. Es muss zwangsläufig den Eindruck der Doppelstandards für eine bestimmte Kaste erwecken und leistet damit populistischer Politikerschelte und Frust Vorschub. Spahn ist intelligent genug als das er das nicht hätte antizipieren müssen. Man kann eben nicht immer alles haben. Sein Entscheidung für das Kind ist legitim und auch hat er am Ende nichts illegales getan. Aber in der Funktion geht es nicht wenn man zumindest einen Rest von Integrität und Glaubwürdigkeit erhalten will. Und grade letzteres ist so wichtig in Zeiten von Populismus und einem allgemeinen Vertrauensverlust in die Politik.

        • @Fran Zose:

          Aber er konnte ja nicht ahnen, dass die Deutschen so früh aus der WM ausscheiden.

        • @Fran Zose:

          "Spahn ist intelligent genug als das er das nicht hätte antizipieren müssen."

          Würde ich auch sagen. Und ich würde sagen, Fass er das voll antizipiert hat.



          Und dann hat er gesagt "Sch... drauf. Ich lass mir doch nicht von den ganzen (im Zweifel selbst bigotten) Hatern da draußen mein Glück versauen. Also Augen zu und durch." - und das "durch" passiert halt jetzt gerade. Er hat den Stier bei den Hörnern genommen, indem er gleich mit den "Glückliche Väter"-Bildern rausgekommen ist, und hofft jetzt, dass er den ersten Ansturm übersteht und dann der nächste News Cycle den Rest erledigt.



          Das können Sie verdammen und schimpfen und sich diebisch freuen, wenn Spahn's Taktik ihn auch nicht rettet. Aber fragen Sie sich halt - falls Ihre Vorstellungskraft es hergibt -, schon mal, was Sie an seiner Stelle getan hätten.

          • @Normalo:

            Ich lese Ihre Kommentare immer sehr gerne und bin fast immer Ihrer Meinung. Auch hier liegen wir nicht so weit entfernt: Ich kann seine Entscheidung für das Kind absolut nachvollziehen. Und wenn er sich dessen bewusst war umso besser. Aber er muss halt auch die Konsequenzen ziehen. Wo ich Ihnen widersprechen muss ist, dass ich nicht der Meinung bin, dass er sich wider der Parteilinie die er selbst vertritt verhält und gleichzeitig meint weiter deren Fraktionsvorsitzender sein zu können. Das richtet einen immensen politischen Flurschaden an, der nur den Populisten Auftrieb verleiht. Manchmal geht eben nicht alles; überspitzt formuliert: ich kann nicht Veganer sein und Steaks verzehren. Ich möchte auch unbedingt klarstellen, dass ich keine diebische Freude darüber empfinde. Ich bin Gegenteil eher darüber entsetzt, dass dieser politische Schaden für die CDU angerichtet wurde und hoffe, dass sein Rücktritt dazu gereicht diesen zu minimieren. Und nochmal: Ich respektiere die Entscheidung für das Kind und hätte mich selbst so entschieden. Aber ich hätte auch die Konsequenz getragen, Punkt.

          • @Normalo:

            Ihr Einsatz ehrt Sie.

      • @Normalo:

        Bei den Kindern, ich habe selber welche gro0gezogen bin ich bei Ihnen. Aber wenn ich damals die Möglichkeit gehabt hätte mit den Ruhestandbezügen von Herrn Spahn zu Hause zu bleiben, ich wäre sofort zu Hause geblieben.

      • @Normalo:

        Na dann sind die Kinder auch den Rücktritt wert. ;-)



        .



        Er könnte ja noch eine Weile Abgeordneter bleiben, selbst im worst case bliebe genug Zeit für einen Jobwechsel.



        .



        Als Spitzenpolitiker ist er mit der Entscheidung nicht mehr haltbar.



        .



        Er hätte ja dann auch mehr Zeit fürs Kind und sein Partner verdient ja auch mehr als genug. Spricht also alles eher DAFÜR.

  • Darf ein Fraktionsvorsitzender nur das machen, was die Partei/Fraktion gut findet oder darf er in bestimmten Bereichen



    eine Privatmeinung haben ?

    • @behr Behr:

      Wenn Spahn sich an alle Gesetze gehalten hat, kann man ihn rechtlich sicherlich nicht dafür belangen







      Aber Fraktionsvorsitzender einer Partei zu sein, die das Verbot der Leihmutterschaft (als Teil des Embryonenschutzgesetzes) eingeführt hat und bis heute bis ins Detail verteidigt und Spahn selbst dann dieses Verbot umgeht, weil er es sich, im Gegensatz zu den meisten Normalos mit gleichem Kinderwunsch, finanziell leisten kann, ist maximal unglaubwürdig und egoistisch.







      Privatmeinung?







      Politiker sind auch ihrem Gewissen verpflichtet. Wenn Spahn die letzten Jahre, meinetwegen auch erfolglos, gegen die Position seiner Partei zu diesem Thema gekämpft hätte, wäre es eine andere Sache. Im Gegenteil hat er aber stattdessen in der Vergangenheit (noch vor der Ampel) gesagt, er könne sich "als Christ persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden“ und lehnte als Gesundheitsminister jegliche Legalisierung ab ( ! ).







      Defacto ein Verbot unterstützen und sich dann einen Weg suchen, dass es für ihn selbst nicht gilt? Damit zeigt er wieder einmal nur, was alle eh schon wissen: Spahn und Moral passen einfach nicht zusammen.

      • @Sisone:

        Was sagen Sie denn zu der MP von M-P, die ihre Kinder auf eine Privatschule schickt, obwohl ihre Partei im Grundsatz



        politisch nur öffentliche Schulen haben möchte.

        • @behr Behr:

          Wer oder was ist M-P?

    • @behr Behr:

      Eine Privatmeinung darf jeder haben. Im Interesse der Glaubwürdikeit vertritt man aber nicht öffentlich das genaue Gegenteil davon.



      Mit Wasser Predigen und Wein Saufen macht man nur die AfD gross.



      Fraktionsvorsitzender einer Regierungspartei ist kein unwichtiger Posten. Da darf man schon etwas Glaubwürdigkeit erwarten.

      • @Carsten S.:

        Ein Kind zu haben, ist aber schon etwas höchstpersönliches und nicht nur das "Vertreten einer Meinung". Müssen denn alle Grünen Politiker zurücktreten, die einen Verbrenner fahren? Und ich hoffe wir sind uns einig: Das Auto gegen die Überzeugung zu wechseln, stünde ca. 10 Stufen unter dem Punkt auf ein Kind zu verzichten, das man gerne möchte.

        • @Strolch:

          Der richtige Vergleich wäre, sich bei bestehendem Verkaufsverbot für Verbrennerautos in Deutschland einen Ford Mustang mit V8-Motor in den USA zu kaufen und zuzulassen und hier in Deutschland zu fahren.







          Oder sich 2034, wenn in Nordkorea das Verbot gekippt wird, dort klonen zu lassen (bitte nicht!).

        • @Strolch:

          Da haben Sie durchaus recht, aber ich habe mich auf den Leserkommentar von behr Behr bezogen mit der originalen Wortwahl "Privatmeinung".

          Immerhin ist das Fahren eines Autos mit Verbrennermotor hierzulande vollständig legal. Kein einziger Schritt dazu muss um Ausland unternommen werden, um hiesige Gesetze zu unterlaufen.

          Wenn ein grüner Spitzenpolitiker ins Ausland reist um etwas zu tun, was hierzulande verboten ist, und er diese Handlung hierzulande offen bekämpft, wäre das für mich ein klarer Fall für einen Rücktritt.



          Stellen wir uns mal vor, Hofreiter würde irgendwo auf Walfangtourismus gehen...

          Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich gönne Herrn Spahn sein Familienglück.

          Ich verüble ihm aber seine öffentlichen Auftritte, in den er sich ablehnend über die Leihmutterschft geäussert hat.

        • @Strolch:

          Gab es nicht mal einen Vorsitzenden der Links-Partei im BT, der einen Sportwagen der Marke fuhr, die sonst nur der



          FDP zugeordnet wird?

          • @behr Behr:

            Hat er dabei das Porsche-Verbot umgangen oder irgendwelche anderen Gesetze?

          • @behr Behr:

            Herr Ernst hat den gebrauchten Porsche 911 aber legal in Deutschland gekauft. Und in Anbetracht der Lebensdauer des Autos ist dieses dann sogar umweltfreundlicher als ein Kleinwagen, der nach 8 bis 10 Jahren verschrottet wird. Ein Oldtimer dagegen muss mindestens 30 Jahre werden, um steuerlich als solcher zu gelten.



            Im Übrigen saß Herr Ernst als Gewerkschaftsfunktionär der IG Metall unter anderem zeitweise auch im Aufsichtsrat von Porsche. Überspitzt ausgedrückt: Er hat mit dem Kauf ein gebrauchtes Produkts von Porsche damit sowohl den Arbeitskräften von Porsche als auch der Umwelt geholfen.

  • Ich verstehe die Aufregung nicht. Die CDU ist eine demokratische Partei, jedes Parteimitglied darf eine eigene Meinung haben, auch abweichend zur parteiinternen Mehrheitsmeinung. Daher ist das Verhalten von Herrn Spahn vollkommen legitim, nicht zu beanstanden und hat auch nichts mit seiner Rolle als Politiker zu tun.

    Herr Spahn hat gegen kein gesetzliches Verbot verstoßen und seine Meinung zur Frage der Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ist nicht bekannt.

    • @DiMa:

      "...Herr Spahn hat gegen kein gesetzliches Verbot verstoßen und seine Meinung zur Frage der Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ist nicht bekannt."







      Erstens:



      Herr Spahn hat mithilfe seiner finanziellen Möglichkeiten, die die meisten anderen Menschen mit gleichem Kinderwunsch nicht haben, das gesetzliche Verbot in Deutschland UMGANGEN!







      Zweitens:



      Bevor er selbst eine Leihmutterschaft in Auftrag gegeben hat, hat er seine Meinung sehr wohl geäußert



      Zitat: "Ich kann mich als Christ persönlich nur sehr schwer mit der Idee eines gemieteten Mutterbauchs anfreunden."







      Darüber hinaus hat er als Gesundheitsminister mit der Ablehnung einer Gesetzesänderung den Weg für die Menschen in Deutschland, die den gleichen Wunsch wie er selbst haben (aber nicht seine finanziellen Möglichkeiten) verbaut.







      Ich verstehe nicht, wie Sie das NICHT aufregen kann, wenn ein Mensch in verantwortlicher Position Regeln für alle aufrecht erhält, die er selbst eindeutig nicht für richtig hält und ignoriert.

    • @DiMa:

      Eine Frage der Moral, nicht des Rechts



      Wer in seiner Parteifunktion gegen Leihmutterschaft auftritt, sich aber selbst nicht daran hält, muss sich zumindest eine Doppelmoral vorwerfen lassen. Die CDU soll selbst entscheiden, ob und welche Posten sie solchen Mitgliedern zugesteht.

    • @DiMa:

      Er hat sich wohl in der Vergangenheit sehr wohl gegen eine Legalisierung von Leihmutterschaft ausgesprochen. Dass er jetzt selbst deren hiesiges Verbot umgeht, angeblich weil er im Einzelfall die Gründe für seine Bedenken nicht erfüllt sah, ist daher nur semi-astrein: Wenn er das entscheiden kann, wieso soll es nicht Jeder können?



      Aber am Ende muss ich sagen, ist das Verhalten menschlich verständlich. Als frischgebackener Vater würde ich auch sagen: "Schaut mal: Mein Sohn!! ...und was Ihr da von politischer Stringenz schwurbelt, ist mir herzlich egal - lasst euch einfach Alle mal knuddeln (ja, Du auch, Heidi), heute ist ein toller Tag."

    • @DiMa:

      Daß der zu jedem Mist seinen Senf dazugibt, hat den Vorteil, daß das I-Net auch was zum Thema findet ;) .



      Und natürlich kann auch Jens Spahn seine Meinung ändern, da hätte es ein Interview mit der GQ (falls es die noch gibt) mit seinem Mann eventuell einfacher gemacht, auch für seine Funktion in einer immer mehr ins Reaktionäre abdriftenden Partei.

    • @DiMa:

      " seine Meinung zur Frage der Legalisierung der Leihmutterschaft in Deutschland ist nicht bekannt."

      Er könnte also eigentlich ein Linker sein, gegen Grundsicherungverschärfung, gegen Aufrüstung, für Vermögenssteuer, aber er verbirgt es vor sich selbst, so dass er vehement die CDU Richtung vorgibt?

      Nein, es ist verlogen als exponierter Politiker (Fraktionsvorsitzender) gegen seine eigenen öffentliche Aussagen und CDU Sicht zu handeln. Und wer öfter lügt, dem....

      • @fly:

        Ne Meinung von vor X Jahren hat doch überhaupt keinen Stellenwert. Verlogen wäre es, wenn es sich um ein aktuelles Statement handeln würde.

        • @DiMa:

          Ist erst im Februar 2026 auf dem CDU parteitag wieder bestätigt worden, Spahn vertritt die CDU als Fraktionsführer und die gemietete Wegwerf-Frau war zu dem Zeitpunkt schon schwanger.

          Spahn ist ja jetzt vom Amt zurück getreten (worden), nachdem Merz auffiel, dass Daumen hoch doch keine so gute Idee war. Mandat behält er aber. Übrigens ist CDU Streek ebenfalls USA-Frau-Ausleiher für "Will Baby haben".

        • @DiMa:

          Doch, sie hat einen Stellenwert. Normalerweise hat irgendjemand eine Meinung, und die bleibt fest bis ans Lebensende, vielleicht mal an einer Stellschraube gedreht.

          Alle zehn Jahre die Meinung zu wechseln zeugt nicht von Standhaftigkeit oder Kompetenz.

        • @DiMa:

          Solange ist das auch wieder nicht her. Und doch, es bleibt verlogen. Er hätte ja seinen von ihnen vermuteten Meinungswechsel auch kundtun können, sofern es ihn gegeben hat...

  • Zwei Fragen:



    1. Bekommen Funke und Spahn Kindergeld?



    2. Woher stammt die weibliche Komponente (Eizelle)? Oder ist die unwichtig?

    • @Mondschaf26:

      1. Selbstverständlich haben sie Anspruch darauf.

      2. Das sollte nach heutigem Verständnis belanglos sein, wenn das Kind erst einmal da ist. (Alles andere wäre reaktionärer Biologismus.)

      • @Carsten S.:

        Belanglos wird es für das Kind aber mutmaßlich nicht sein, nicht zu wissen, wer seine leibliche Mutter ist (für die meisten Menschen ist dies von sehr großer Bedeutung und gar nicht "biologistisch" oder "reaktionär". Und nur um diese Frage geht es dabei). Zudem wird die Erkenntnis, irgendwann zwangsläufig, dass seine Mutter es nur für Geld ausgetragen und dann weggegeben hat, nicht schön werden. Ich bin mir nicht sicher wie jemand, noch dazu in der Phase der Adoleszenz, dort ganz ohne Schaden rauskommen soll.

        • @Vigoleis:

          Ja, im Punkt des Informationsrechts des Kindes gebe ich Ihnen und sollndas recht. Hab mich etwas flapsig ausgedrückt.



          Darüber hinausgehende Rechtsfolgen sehe ich allerdings nicht.

          • @Carsten S.:

            Etwas flapsig. OK. Akzeptiert.



            3. Frage: Geht Jens Spahn jetzt in Elternzeit?

      • @Carsten S.:

        Belanglos?



        Schließlich ist die Eizellspenderin die biologische Mutter. Das Kind hat ein Recht darauf, über seine biologischen Eltern Bescheid zu wissen. Wollen sie ihm dieses Recht nehmen?

  • Liebe Eva Fischer, alles ganz richtig was Sie schreiben, aber... Der Witz bei Jens Spahn ist nicht, dass er sich mit viel Geld einen persönlichen Vorteil verschafft, der ein legal in Deutschland handelnder Mitbürger nicht haben kann. Der Witz ist, dass Jens Spahn das gut findet. Er findet es nach wie vor richtig, dass es deutschen Staatsbürgern verboten ist, hierzulande das zu bekommen, was für ihn im Ausland für viel Geld erreichbar war. Oder wie es gestern in den Tagesthemen verdeutlicht wurde: Jens Spahn will eine Gesellschaft in der fast alle Wasser trinken müssen, er und andere Privilegierte aber nach wie vor Wein genießen.

    • @Rainer Meyer:

      Das ist ja der Aberwitz dieser Leute. Das spielt in einer Liga mit Alice Weidel, die behauptet, ihre Frau habe ja gar keinen Migrationshintergrund, da in der Schweiz aufgewachsen. Jede andere Person dieser Art steht auf der Liste von Martin Sellner, um nach Nordafika abgeschoben werden, nach Gusto der Rechten auch die Weidels dieser Welt, die nicht zufällig Chefin einer Nazipartei sind. EInerseits den rechten, rigoros-harten Moralpostel spielen, selbst jedoch den süßen Wein der Liberalität trinken.



      Verlogener und bigotter geht es kaum.

    • @Rainer Meyer:

      Wein genießen, gut! Nur wenn er in Kübeln runtergeleert wird in den Kopf. Da bleib ich gern beim Wasser.



      Ich glaub das wird Jens auch noch lernen was es heißt sich zu verschlucken ...

  • Da umgeht einer - der das nötige Kleingeld hat - deutsche Gesetze, für die er selber vehement eingetreten ist, ... und bekommt anschließend "herzliche Glückwünsche" von Mitgliedern der Regierung, die "eigentlich" für die Einhaltung deutscher Gesetze verantwortlich sind !!



    Seltsame Sicht auf "Moral".

    • @Thüringer:

      Der Postillon hatte recht, der hat gesagt dass es eine Doppelmoral nur bei Leuten geben kann die überhaupt so etwas wie Moral haben..

    • @Thüringer:

      Dass Julia Klöckner gratuliert, kann nicht überraschen.



      Rein tonn katolsch warrn. (© LOVANDO)

  • Spahn ist nicht konservativ, sondern rechts. Und rechte Politik ist eine der klaren Hierarchien. Wer oben steht, steht über den Regeln, die für andere gelten.

  • Zitat aus dem Postillion: "Es ist keine Doppelmoral, wenn man generell keine Moral hat."

    • @silicananopartikel:

      Damit ist dann auch alles Nötige gesagt.

    • @silicananopartikel:

      Der ist gut :-)

  • Jeden anderen hätte die CDU Fraktion schon aller Ämter enthoben etc. Er scheint einen Schutzstatus zu geniessen.

  • Da Herr Spahn mit seiner Aktion kein deutsches Gesetz gebrochen hat, kann man ihm da schwer etwas vorwerfen.



    Dennoch ist es natürlich maximal ungeschickt, so vorzugehen, und dann auch noch so „dümmlich“ in die Kamera der Bildzeitung zu grinsen.



    Er hat damit seiner ohnehin nicht mehr großen Reputation schwer geschadet, und ich bin mir sicher, dass er zurücktreten müsste, wenn die Boulevardpresse es darauf anlegen würde.

    • @Dirk Osygus:

      Man kann und muss ihm ständig vorwerfen, dass er ein Lügner und Heuchler ist, der sich nicht im Geringsten zu benehmen weiss. Nicht vorwerfen kann man ihm freilich, dass er ein Egozentriker mit Machtphantasien ist.



      Man stelle sich mal vor, dieser Typ wird unser Kanzler....

      • @Perkele:

        Aber auch „heucheln und lügen“ ist gesetzlich nicht verboten.



        Dennoch wird er den Skandal nur mit größter Mühe überstehen.

  • Viel zu kurzer Kommentar. Er läuft sich gerade warm, schon ist der Artikel vorbei... Schade.

  • Was er als Privatmann macht ist ja seine Sache, solange er sich an Gesetze hält.



    Aber offenbar hält er sich für eine Art Sonnenkönig, für den andere Regeln gelten als für den Rest.



    Bleibt zu hoffen, das die Konservativen in der CDU (von denen es ja immer noch viele gibt) das nicht durchgehen lassen und ihn von allen Ämtern abwählen.

    • @T-Rom:

      Mit dieser Aktion zeigt er (erstaunlicherweise), dass er kein Sonnenkönig ist.



      In seiner Funktion als Fraktionsvorsitzender hat er keinen Egotrip durchzuziehen, sondern er muss die Fraktion vertreten.



      Und die Fraktion muss im Sinne der Unionswähler agieren.



      Natürlich kann man Politik moralisch überhöhen, aber am Ende des Tages sind Politiker ein Produkt das Wähler als Kunden überzeugen muss.



      Da darf man durchaus zwischen dem Politiker Jens Spahn und der Privatperson Jens Spahn unterscheiden.



      Abgesehen davon ist die Leihmutterschaft in den USA legal und damit hält sich das Ehepaar Spahn an alle Gesetze.

      • @MK:

        Zwischen Politiker Spahn und Privatmann Spahn unterscheiden?



        Sorry, das ist in diesem Fall mehr als unglaubwürdig. Wenn er als Politiker entschlossen gegen etwas ist, was er dann als Privatmann gut findet ist das pure Heuchelei. Wie sollen die Leute so jemanden noch etwas abnehmen? Gut, das tun die meisten eh nicht mehr, ändert aber nichts an der Heuchelei.

      • @MK:

        Jens Spahn hatte sich bei der Leihmutterdebatte als "schwuler Christ" geäußert und fand des alles befremdlich. Also ned "nur" Meinung der Fraktion.

        Davon mal ab ist die Version der Leihmutterschaft in einigen US-Bundesstaaten garantiert ned nur mit den zu findenden100-150.000 Talern abgedeckt ist. Davon ist die ärztliche Versorgung gedeckt und die Leih(gebär)mutter kriegt Kost und Logie für 9 Monate bezahlt, weil sie des ja nur aus Barmherzigkeit macht. Sonstige Spesen und ne Aufwandsentschädigung werden dann vermutlich unbürokratisch geregelt...