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Tempolimit-Aktion von GreenpeaceDann machen sie es eben selbst

Greenpeace-Aktivist:innen haben an deutschen Autobahngrenzübergängen Schilder zur Richtgeschwindigkeit überklebt. So lange galten dort 100 statt 130 Kilometer pro Stunde.

An 26 Orten führen deutsche Autobahnen ins Ausland – überall dort haben Greenpeace-Aktivist:innen am Montag Tempo-100-Sticker auf die Schilder mit der offiziellen Richtgeschwindigkeit geklebt. Mit der Aktion macht sich Greenpeace für ein allgemeines Tempolimit in Deutschland stark, „als Antwort auf die fossile Krise“, wie die Umweltorganisation mitteilte.

Infolge des Krieges zwischen Iran, USA und Israel verkaufen Mineralölkonzerne in Deutschland Benzin und Diesel an den Tankstellen zu deutlich höheren Preisen. Um den Preisanstieg zu bremsen, führte die Bundesregierung Anfang Mai einen umstrittenen Tankrabatt ein. Der läuft noch bis Ende Juni.

Greenpeace argumentiert: Wenn auf Autobahnen eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 Kilometern pro Stunde gälte, ließen sich längerfristig Spritkosten sparen als durch den Steuerrabatt. Außerdem diene ein Tempolimit erwiesenermaßen der Verkehrssicherheit und sorge insgesamt für einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch.

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An den 26 Grenzübergängen stehen normalerweise Schilder, die auf die in Deutschland gültige Richtgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen hinweisen. Indem die Ak­ti­vis­t:in­nen die 130 dort überklebt haben, hätten sie gezeigt, wie schnell und einfach ein allgemeines Tempolimit umsetzbar wäre, sagt Swantje Michaelsen, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag.

Polizei teilweise schnell vor Ort

Tempolimit als CO2-Sparmaßnahme

kann ein Tempolimit von 130, kombiniert mit der geltenden Höchstgeschwindigkeit von 100 auf Landstraßen die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen im Straßenverkehr von 2025 bis 2035 um 24 Millionen Tonnen reduzieren.

Für ein Tempolimit von 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen, wie Greenpeace es fordert, errechnet das UBA für den gleichen Zeitraum 90 Millionen Tonnen eingesparte Emissionen.

In den vergangenen Jahren hat der gesamte deutsche Verkehrssektor seine Klimaziele stets deutlich verfehlt, im Jahr 2025 gingen 146,3 Millionen Tonnen ausgestoßene Treibhausgase auf sein Konto.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat Vorschläge für ein Tempolimit bislang konsequent abgelehnt. Nun starten die Grünen um Michaelsen einen neuen Versuch, sie bringen einen Gesetzentwurf für ein Tempolimit von 130 Kilometern pro Stunde auf Autobahnen in den Bundestag ein. Am 22. Juni soll der Entwurf dort besprochen werden.

An einigen Grenzübergängen, zum Beispiel bei Pomellen an der polnischen Grenze, rückte am Morgen schnell Polizei an und entfernte die Aufkleber wieder. An anderen Orten klebten die großen Tempo-100-Sticker noch am späten Montagmittag, wie ein Greenpeace-Sprecher der taz sagte.

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118 Kommentare

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  • Warum will man ein Tempolimit auf Autobahnen? Geht's um Klimaschutz, geht es um weniger Unfälle? Oder geht's einfach darum das Menschen die kein Auto brauchen andere Menschen die aufs Auto angewiesen sind zu ärgern?

    Das Argument Unfälle und das ärgern kann man so oder so sehen. Bringt nichts drüber zu diskutieren.

    Das Argument Klimaschutz halte ich für schwierig, den die Vergangenheit hat gezeigt Verbote erzeugt Ablehnung bei den Leuten den es betrifft. Das Auto ist in Deutschland als Steuereinnahme, Wirtschaftszweig und als Transportmittel viel zu wichtig um es als erstes bezüglich Kilmaschutz anzugehen! Daher wäre mein Vorschlag einen andere Weg zu gehen und zwar die Infrastruktur der Großstädte. Im Sommer ist es dort deutlich heißer als im ländlichen Raum. Genau da sollten wir als erstes anpacken! Ein Verbot der Autos in der Großstadt funktioniert in keiner Stadt der Welt daher müssen andere Lösungen her. Ich bin für den Abriss sämtlicher Hochhäuser die größer sind als 3 Stockwerke. Dafür wird die Fläche der Großstadt durch neue Bauten größer aber das sollte ja kein Problem sein

  • Eigentlich kann man es nicht oft genug wiederholen: Führt ein Tempolimit mit automatischer Befristung ein. Entweder treten in diesem Zeitraum die von den Befürwortern immer wieder postulierten Verbesserungen ein, dann wird es kaum noch Gegner geben, oder die Skeptiker haben recht und die positiven Veränderungen sind nicht wirklich relevant. Dann ist das auch geklärt. Warum BEIDE soviel Langst vor der echten praktischen Evaluierung auf unseren Autobahnen haben, erschließt sich mir auch nach zwanzig Jahren noch nicht.

  • Glückwunsch, der kurze Bericht schafft es – mal wieder – auf Platz 1 in der Liste der meistkommentierten Artikel. Hier im Forum das übliche Hin und Her, es wird ernsthaft behauptet, dass ein Tempolimit die persönliche Freiheit einschränken soll. Tipp an die Bleifüße: besucht mal ein Gefängnis, das kalibriert Euren Freiheitsbegriff ein wenig.

    Danke auf jeden Fall an die mutigen Greenpeaceler:innen, dass Ihr rausgeht und nicht nur daheim rumsitzt und Kommentare fürs taz-Forum schreibt.

  • Ich wiederhole mich gern.



    Die Deutschen. Hängen an der Raserei, wie die Amis an Schusswaffen.

    Einfach Fach Mal machen: Einführen das Tempolimit und ein Jahr später kräht kein Hahn mehr nach Tempo 150 und Freeeiiiiheit. 😁

    • @Nansen:

      Das stimmt nicht.



      Gut 90% fahren 130 . Nur 6% über 160.



      Diese Zahlen kennt man seit Jahren.

      • @Jan Hünerasky:

        Aber es sind diese 6%, die das Fahren auf der Autobahn stressig und gefährlich machen. Davon abgesehen geht es weniger um ein Tempolimit von 130, sonder um eins von 120 oder 100.

  • Mal ein paar Daten:



    83% der Autofahrer bleiben unter der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, nur 1% faehrt schneller als 160.

    Autobahnen sind die sichersten Strassen in Deutschland, sicherer als die 30er-Zone, sicherer als Landstrasse auf denen es ungefaehr 2,6 mal soviele Tote gibt. Die Verkehrstoten sind auf der Autobahn seit 2000 um ungefaehr 2/3 zurueckgegangen.



    68% der Unfaelle mit Personenschaden passieren auf Autobahnabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, deren Anteil ist aber ungefaehr 70%.



    In europaeischen Laendern mit Tempolimit, zB Frankreich oder Italien gibt es im Vergleich zur deutschen Autobahn mehr Verkehrstote.

    Auf der A45 wurde getestet, ob es mit Tempo 100 weniger Schallemissionen gaebe. Das war nicht der Fall, da LKWs eh nicht schneller als 100 fahren duerfen.

    Was die CO2-Emmissionen betrifft, gehen die Schaetzungen ausseinander, zB bei 120 km/h rechnet man mit einer Einsparung von 0,27 % des deutschen CO2-Ausstosses.



    Das Kieler Institut für Weltwirtschaft beziffert die Vermeidungskosten auf 716 Euro pro Tonne CO₂ bei Tempo 130 und 1.382 Euro bei Tempo 100. Aufgrund dieser hohen Wohlfahrtsverluste lehnt das Institut ein generelles Tempolimit ab.

    • @elektrozwerg:

      Gut ausgesuchte Daten. Gratuliere.



      Zwischen 130 und 160 liegt eine Zone von 30 km/h. Sie haben übersehen zu schreiben, wie viele Unfälle in diesem Geschwindigkeitsbereich passieren.



      Daß in Ortschaften mehr Unfälle passieren, ist durch die höhere Durchmischung von Motorfahrzeugen, Fahrrädern und Fußgängern, ganz zu schweigen von Kinderwagen etc., vorgegeben. Der Vergleich ist sinnlos.



      Ob es in anderen Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung mehr Unfälle gibt, ist irrelevant. Das Ziel ist, in Deutschland Unfälle und Energieverbrauch zu reduzieren. Es ist die einfachste Physik, zu verstehen, daß niedrigere Geschwindigkeiten zu weniger Unfällen führen.



      Der Energieverbrauch steigt in der dritten Potenz der Geschwindigkeit. Der Anstieg ist nicht linear. Eine Beschränkung auf 100 (warum nur haben Sie da keine 'Schätzungen' angegeben?) würde selbstverständlich zu signifikant weniger Energieverbrauch und Schadstoffausstoß führen.

      • @Kahlschlagbauer:

        "Der Energieverbrauch steigt in der dritten Potenz der Geschwindigkeit."



        Korrektur: quadratisch, also zweite Potenz.

    • @elektrozwerg:

      Danke für die Zahlen.

      Wenn wir jetzt 130 einführen, bringen wir die 17%, die das Fahren auf Autobahnen zum Streß machen, auch noch in den Griff 😉

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Naja, Stress ist subjektiv. Manche sind schon gestresst wenn sie rueckwaerts Einparken muessen. Trotzdem kaeme keiner auf die Idee den Rueckwaertsgang zu verbieten. 😉

        Ich bin gegen pauschale Loesungen weil sie der jeweiligen Verkehrssituation nicht gerecht werden. Variable Geschwindigkeitsbegrenzungen abhaengig vom Verkehrsaufkommen sind da effektiver.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        83% sind langsamer als 130. 6% achneo160. Der Rest fährt knapp über 130.



        So sind es nicht stumpf 17% die man in den Griff bekommen muss.



        Eigentlich nur 6%.

        • @Jan Hünerasky:

          "Der Rest fährt knapp über 130."

          Das ging aus den Zahlen jetzt nicht hervor. Aber knapp drüber, ist eben auch drüber.

  • Aus meiner Sicht gibt es KEIN (sinnvolles) Argument das gegen Höchstgeschwindigkeit 130 auf allen Autobahnen spricht.



    Weniger Unfälle, weniger Energieverbrauch, weniger Lärm...

    • @nepp:

      Es muss kein Argument gegen ein Verbot geben, es muss immer Argumente dafür geben und die müssen auch die "Bevormundung" rechtfertigen. Problematisch ist, dass vieles was dafür spricht eigentlich nur von den wirklichen Problemen ablenkt. Z.B. CO2? Einschränkung der Superreichen und ihrer jets und yachten wurden weitaus mehr bringen, als die paar Leute, die dann nicht mehr über 130km/h. Ein Voranbringen der Verkehrswende und damit der Elektromobilität würde es sowieso obsolet machen. Das Thema Tempolimit ist ein billiger Versuch den Anschein zu erwecken aufgeräumt zu haben, während der eigentliche Dreck noch überall rumliegt. Wenn wir den beseitigt haben, können wir auch über das Tempolimit reden, vorher ist es eine Nebelkerze.

  • Solche "Aktionen" bringen Zustimmung in der eigenen Bubble.



    Gibt es irgendeine, dem Anliegen dienende, Wirkung auf die Gesamtbevölkerung ?

    • @Stechfliege:

      Selbstverständlich gibt es die. Ich weiß nicht, was Ihre Präferenzen sind, aber weniger Unfälle, weniger folgenschwere Unfälle, und eine signifikante Reduktion von Schadstoffausstoß, Energieverbrauch und Lärm sind, was mich angeht, wünschenswert.

    • @Stechfliege:

      Natürlich - diese Aktionen rufen Kommentare wie den Ihrigen hervor, den die 99% der Autofahrer lesen, die sich auf den Straßen ordentlich verhalten; sie halten Ihren Kommentar für einen satirischen Witz von Harald Schmidt und freuen sich ob dieser Aufheiterung. Ergo Wirkung die Gesamtbevölkerung, denn irgendwie lachen dann auch die Raser über ihre Blödheit.

    • @Stechfliege:

      Ich vermute mal, dass diese illegale Aktionen eher kritisch von der Gesamtbevölkerung gesehen wird, also eher das Gegenteil von dem gewünschten Ergebnis eintritt. Aber, wie gesagt, ist es nur eine Vermutung. ;-)

      Mit Sicherheit werden diese "Heldentaten" in der eigenen Bubble gefeiert. Also lohnen sich diese Aktionen doch. :-)

  • Wie kann eine Regierung ein Tempolimit vorschreiben wenn eine der führenden Ministerin und Vize Parteichefin einer der Regierungsparteien Verkehrsregeln vollkommen egal sind ?



    www.merkur.de/poli...ever-94341905.html

  • Jeder darf heute so schnell oder langsam fahren wie er will. Wer Tempolimit haben will darf das gerne für sich individuell umsetzen, ich bleibe bei freier Fahrt.

    • @Flocke:

      Das ist aber nett.



      Besonders wenn mir, der vielleicht mit 100 dahinfährt, jemand mit 160 hinten auffährt.



      Jeder so schnell wie er will. Gewiß.

      • @Kahlschlagbauer:

        Das ist Alltag auf allen Autobahnen dieser Welt

      • @Kahlschlagbauer:

        Dann fahr halt schneller. Wenn man jenseits der 100 schon Schweißperlen auf der Stirn bekommt sollte man vielleicht die Bahn nehmen. Tempo 100 auf der Autobahn ist Verkehrsbehinderung. Ein Tempolimit bringt auch nur in der Theorie was, in der Praxis klappt das nie, weil: 1. kann es nicht flächendeckend überwacht werden und 2. sind deutsche Behörden so unglaublich kreativ, dass sie ihre Blitzer immer an der gleich Stelle aufstellen. Auf der "Hausstrecke" weiß man daher wo man angepasst fahren muss und wo man "Gummi geben" kann.

        • @charly_paganini:

          Natürlich klappt das in der Praxis, fast auf der ganzen Welt sogar. Falls Sie noch nie aus Deutschland rausgekommen sein sollten empfehle ich eine Studienfahrt in ein zu ihrem Wohnort nächstgelegenes, europäisches Nachbarland.

          Natürlich fahren da auch ein paar Unreif-Halbstarke mal 150 oder 160. Aber Quartals-Irre, die meinen, gewohnheitsmäßig mit 250 auf öffentlichen Straßen dahindonnern zu müssen, um sonstige Defizite zu kaschieren, finden sie dort extrem selten.

          Vielleicht liegt es auch daran, daß z.B. in Italien sowas als Straftat gewertet wird und das Auto als Tatwaffe. Was dazu führt, daß das Auto beschlagnahmt und versteigert wird und der Erlös dem Staatssäckel zufließt. Das erklären Sie dann mal in der Firma, wenn sie Ihren Dienstwagen auf diese Weise losgeworden sind. Ja, Dienstwagen. Privat bezahlte Fahrzeuge in dieser Motorisierungsklasse sind so selten wie rosafarbige Einhörner.

    • @Flocke:

      "Jeder darf heute so schnell oder langsam fahren wie er will." - Also immer und überall?

      • @Der olle Onn:

        "Also immer und überall?"



        Innerhalb der festgelegten Grenzen. Worauf wollen Sie hinaus?

  • Es ist doch nur Folklore, dass regelmäßig ein Tempolimit gefordert wird. Die genannten Gründe (Unfälle, Umweltschutz, Klima, andere Länder, Lärm) wechseln, treffen aber alle nicht wirklich zu. Es ist schlichter Sozialneid - und Freiheitsneid.

    Die wenigsten Leute, die hier im Forum ein Limit fordern, wären davon selbst betroffen - im positiven wie im negativen Sinne.

    Lasst den Leuten doch die freie Entscheidung und ein bißchen Rest-Freiheit. Die meisten, wenn nicht sogar fast alle, nutzen die Autobahn vernünftig und halten ein angemessenes Tempo ein. Toxische Raser wird es auch mit Tempolimit geben.

    Das sage ich als jemand, der durchaus früher über 200 km/h schnell gewesen ist, nun aber den Stress nicht mehr braucht und mittlerweile meist mit 100 Sachen im E-Auto über die Autobahn trödelt.

    • @Leo Onlin:

      zur Folklore gehört neben ihren genannten durchaus plausiblen Gründen für ein Tempolimit auch, dass eine mögliche Mithaftung ab 130 km/h schon längst von den obersten Gerichten geklärt ist. Das richtungsweisende Urteil hierzu ist: BGH, 17.03.1992 (Az. VI ZR 62/91)

      Folkloristisch und weniger sozial- bzw. freiheitsneidend ist also im Endeffekt der Gasfuß, der wissentlich aus dem Versicherungsschutz rast. Was ja nun mal garnicht zur deutschen Vollkaskomentalität und zur freien Fahrt für freie Bürger passt.

    • @Leo Onlin:

      Was glauben Sie, warum es in fast allen andern Staaten der Welt (und allen andern Staaten in Europa) ein Tempolimit auf Autobahnen gibt? Warum greifen die Argumente anderswo, aber bei uns nicht?

    • @Leo Onlin:

      Warum also muss man sich vom so kleinen Rest gängeln lassen, der dann im Rückspiegel gerne mit Lichthupe auftaucht? Meine Freiheit ist sehr eingeschränkt auf der Autobahn. Sogar mancher LKW-Fahrer meint, wenn man mit 95 in seiner (! !! sowieso klar, rechts ist nur noch LKW und hie und da mal ein Rentner bis zur nächsten Abfahrt) Spur mit eAuto fährt, überholen zu müssen. Also, es zumindest zu versuchen.

      • @Momo33:

        Wenn Sie sich in Ihrer Freiheit eingeschraenkt sehen, dann zeigen Sie denjenigen an. Noetigung via Lichthupe ist jetzt schon nicht erlaubt. Wenn Sie das nicht wollen wird auch ein Tempolimit daran nichts aendern.

      • @Momo33:

        Ich fahre viel, ich fahre meist 120-130 kmh. Lichthupe gibt es selten. Gut am Wochenende etwas mehr, da fahren die Städter ihre Autos aus. Unter der Woche eher gar nicht. Vielleicht mal, wenn man auf der linken Spur "geschlafen" hat und nicht nach rechts gegangen ist. Und wenn doch mal einer in den 2-3 Stunden, die ich unterwegs bin, drängelt, dann lasse ich ihn vorbei. Meine Beobachtung ist aber auch, dass in seltenen Fällen, Verkehrserziehung bei denjenigen einsetzt, die 95 fahren wollen. Was stört Sie denn, wenn Sie ein LKW überholt, weil Sie langsam fahren? Oder geben Sie, wenn der LKW versucht zu überholen, leicht Gas, damit er nicht vorbeikommt? So liest sich Ihr letzter Satz.

        • @Strolch:

          Ich schau mir das erstmal verblüfft an, Elefantenrennen, daiert, bis ich das erfasse, sorry rechne ich zumindest nicht damit dass einer meint, win eAuto könne keine 90 fahren. Gut , hat wohl nen schlechten Tag, Papa war auch LKWfhrer, lass ihn dann vorbei, unsereins hat schließlich Rekuperation, dann wirds mir aber alsbald zu blöd, schon fahren andere da doch mal wieder unter 90, und ich tippe kurz aufs Strompedal. Damit lässt jedes eAuto den Rest stehen. LkW sowieso, und man kann sich sogar in ne Lücke nächste Spur einsortieren. Da ist ja meist so viel los, dass 120 reicht. Das ist aber dauerhaft zu viel. Ich werde genötigt, schneller zu fahren als nötig und gewollt. Freiheit und so.



          Übrigens bin ich früher hie und da bei Papa im Führerhaus mitgefahren. Insofern weiß ich auch, dass konstante moderate Geschwindigkeit viel hilft um anzukommen. Ist auch in jeder Rushhour zu beobachten, man schaue nach Frankfurt A5 linke Spur oder rechts. Bzw Standstreifen, der dann geöffnet wird.

        • @Strolch:

          LKW haben Tempolimit 80 auf der Autobahn, zumindest ist das mein aktuelker Wissensstand. Fahren quasi alle schon 90, klar. Und wenn man da mitschwimmt, ist man der große Schleicher, was sonst.

    • @Leo Onlin:

      "Die meisten, wenn nicht sogar fast alle, nutzen die Autobahn vernünftig und halten ein angemessenes Tempo ein."



      Merkt man recht schnell, wenn man einfach mal mit ca. 120 km/h über die Autobahn fährt. Damit gehört man nämlich überraschenderweise bereits zum (geschätzten) schnellsten Drittel auf der Straße.

      • @Encantado:

        Leider stimmt das nicht.

        120 km/h ist leider derzeit auf deutschen Autobahnen die am schwierigsten und stressigsten zu fahrende Geschwindigkeit, da man damit für ein Drittel des Verkehrs zu schnell, und für ein weiteres Drittel des Verkehrs zu langsam fährt.

        Das langsamer fahrende Drittel ist in der Regel nicht das Problem, sondern das schneller fahrende. Da wird gedrängelt, was das Zeug hält, und Kampflinie gefahren.

        Fährt man korrekt, d.h. nur zum Überholen auf der Mittelspur (oder ggf. ganz links) und ansonsten vorschriftskonform rechts, muss man permanent ausscheren und hat dann die oben genannten Probleme mit den Schnellfahrern. Denn anders als diese oft von sich meinen, sind sie meistens keine besonders mitdenkenden, vorausschauenden Fahrer, die z.B. antizipieren, dass ein 120 km/h fahrender Autofahrer auch gerne an einem LKW vorbeikäme, um sein Tempo halten zu können - worauf dieser übrigens genauso einen Anspruch hat wie der, der mit 180 auf der linken Spur durchknallt. Die Konquenz: Das120 km/h-Drittel macht die Mittelspur dicht, und einige trauen sich nicht mal mehr nach links, um den zwischen 110-125 km/h schwankenden Fahrer zu überholen.

        Das Resultat ist bekannt.

        • @Bussard:

          Mittelspurfahrer sind mittlerweile pandemisch, auch bei kilometerlang freier rechterSpur, da haben Sie recht.

        • @Bussard:

          "Leider stimmt das nicht.



          120 km/h ist leider derzeit auf deutschen Autobahnen die am schwierigsten und stressigsten zu fahrende Geschwindigkeit..."



          Ich weiß nicht wo Sie fahren, aber aus



          "...Überholen auf der Mittelspur..."



          schlussfolgere ich, dass Sie meist dreispurig unterwegs sind. Bei meinen meist zweispurigen, die ich regelmäßig nutze, ist das anders.



          Aber da es keinen Sinn hat, uns gegenseitig unsere Anekdoten-Beweise um die Ohren zu hauen, schlage ich vor, dass wir in Frieden unsere unterschiedlichen Ansichten behalten. :-)



          Mit 'Stress' und 'sich trauen' bewegen wir uns sowieso im Gefühlsbereich, der sich nicht wirklich nachweisen lässt; was ich mit meinem ursprünglichen 'geschätzten' sowieso schon andeuten wollte.

  • Die SPD hat sich auf mehreren Parteitagen (unter anderem in den Jahren 2007 und 2010 gegen den Willen der Parteispitze) dafür ausgesprochen, ein generelles Tempolimit von 130 km/h auf deutschen Autobahnen einzuführen. Auf die Sozen ist nun mal immer Verlass. (Satire aus!)

    • @gerdos:

      Interessant auch, dass die KFZ Versicherungen schon längst auf die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h setzen.



      Denn rausche ich mit 180 Sachen auf der Autobahn auf der linken Spur in ein anderes, ausscherendes Auto, trifft mich eine Mitschuld, oft so zwischen 20 und 40 %, manchmal mehr, manchmal auch weniger.



      Das wissen wahrscheinlich nur ein Promille der Bleifüße..

      • @Stefan Schmitt:

        Versicherungen versuchen grundsätzlich eine Mitschuld anzuhängen, denn dann sinkt bei allen Unfallbeteiligten der Schadenfreiheitsrabatt und man spart ggf. die Selbstbeteiligung.

      • @Stefan Schmitt:

        Spielt in der Situation aber auch nur eine eher untergeordnete Rolle.



        .



        Das muss man erstmal überleben.



        .



        Tot ist tot.

      • @Stefan Schmitt:

        Für die Feststellung einer Mitschuld sind nicht die Autoversicherungen zuständig, sondern die Gerichte.

        • @Francesco:

          Natürlich versuchen Versicherungen oft, möglichst billig aus der Verantwortung zu kommen. Allerdings ist der Umstand der oben bechrieben möglichen Mithaftung schon längst von den obersten Gerichten geklärt, steht also auch auf rechtlichen Boden und stellt keine Willkür dar.



          Das richtungsweisende Urteil hierzu ist:



          BGH, 17.03.1992 (Az. VI ZR 62/91)

          Zuständig ist also im Endeffekt der Gasfuß, der wissentlich aus dem Versicherungsschutz rast. Was ja nun mal garnicht zur deutschen Vollkaskomentalität und zur freien Fahrt für freie Bürger passt.

        • @Francesco:

          Letztendlich schon. Aber die werden auch erst aktiv, wenn man die Regulierung der Versicherung, die eine Mitschuld einkalkuliert, bestreitet.

          • @Meister Petz:

            Die eigene oder die gegnerische Versicherung?

  • Tempolimit ja, aber bei 170 km/h um die Speed-Touristen abzuwehren.

    • @AllesWirdGuter:

      Die meisten E-Autos machen da eh Schluß.



      Bspw der Opel Astra Sports Tourer Electric bei 170 oder der id.7 von VW bei 180. E Kleinwagen meist deutlich vorher...



      Die machen das natürlich der Batterie wegen, selbst bei diesen Geschwindigkeiten geht die Reichweite schon beträchtlich in die Knie.

  • Gibt keine guten Argumente gegen ein Tempolimit, einzig und allein primitive.

    Allerdings ändert dies natürlich nicht, dass sie Aktion illegal ist...

    • @UB Setala:

      Huch, nein wirklich? Es wird Zeit für eine Tempopflicht von mindestens 100 ab Auffahrt, LKWs und Sonntagsfahrer endlich mal Gas geben!

  • In fast jedem Europäischen Land hat man ein Tempolimit auf der Autobahn! Aber nein, Autors, rasen, Verbrenner sind der Deutsche Fetisch!

    • @Eulennest:

      Wir haben auch in fast alle Europäischen Ländern eine Maut auf den Autobahnen, bei uns in Deutschland dürfen Ausländer kostenlos rasen.

      • @Günter Witte:

        Na dann steht einem Tempolimit doch nichts im Weg. Kann man doch auch schön kassieren bei Deutschen wie Ausländern. Und die anderen Argumente sind ja auch zu beachten.

        • @aujau:

          Ich wundere mich schon lange darüber warum die Maut von keiner Partei mehr gefordert wird, nach dem ersten Scheitern müsste man jetzt ja wissen wie man es handwerklich Juristisch sicher hinbekommt.

          • @Günter Witte:

            Erwarten Sie etwa wirtschaftliche Kompetenz und sachgemäßes Handeln? Und das noch von der Regierung?

  • Das sollte sich theoretisch bald von selbst regeln. Wenn alle, die für ein Tempolimit sind, konsequent 100 bzw. 130 fahren rollt der Verkehr auf der mittleren und der rechten Spur synchron.



    Bleibt nur noch die linke Spur für die wenigen unvernünftigen und auch nur auf den Abschnitten auf denen es noch kein Tempolimit gibt (ca. 2/3).



    Die werden dann bestraft durch höheren Verbrauch und eine Teilschuld auch bei nicht selbst verursachten Unfällen wegen Überschreitung der Richtgeschwindigkeit von 130, die schon sehr lange gilt.

    • @Thomas2023:

      "Wenn alle, die für ein Tempolimit sind, konsequent 100 bzw. 130 fahren"



      Das ist ja das spannende - angeblich ist eine Mehrheit dafür, aber auf der Autobahn sehe ich diese Mehrheit nicht.



      Ich verbringe jeden Arbeitstag knapp 120 Kilometer auf der Autobahn, unbegrenzt bis auf ein Autobahnkreuz. Morgens um 6 und nachmittags um 15 Uhr fahren da nur die LKW unter 100.



      Eine handvoll Schleicher döst auf dem Mittelstreifen mit 120-130 dahin, der Rest fährt, wenn er kann, schneller.



      Zu Beginn des Irankriegs war mal ne Woche Zurückhaltung zu merken, seitdem ist aber wieder Tempo angesagt.



      Ich behaupte, mit der Zustimmung zum Tempolimit ist es wie mit der Zustimmung zum Klimaschutz. Bei Umfragen stimmt man da gerne zu, kost ja nix, aber wenns dann um die Wurst geht, da tritt die wahre Meinung zutage.



      Derlei Verhalten ist bei Menschen ja öfter zu beobachten. Man beugt sich dem vermeintlich sozialen Druck um zu gefallen, aber für sich denkt man anders

      • @Astrid Sehnefeld:

        "Eine handvoll Schleicher döst auf dem Mittelstreifen mit 120-130 dahin"

        130 km/h Fahrende bezeichnen Sie als dösende Schleicher? Ihr Mindset lässt nichts Gutes ahnen.

      • @Astrid Sehnefeld:

        Das Menschen bei anonymen Umfragen von sozialem Druck beeinflusst werden, halte ich für eher unwahrscheinlich.



        .



        Der Vergleich mit Umweltschutz hinkt gewaltig.



        .



        Ich kann mir gut vorstellen, dass viele gerne ein Tempolimit hätten, dass für alle gilt. Weil es das nicht gibt und in der Realität viele schneller fahren, entsteht eher unterbewusster Druck, bzw Anreiz sich auch so zu verhalten.



        .



        Die meisten Menschen haben gerne ein sauberes Umfeld. Wäre es erlaubt überall Müll zu hinterlassen und wäre das Verhalten normal, wie würden sich viele verhalten?

      • @Astrid Sehnefeld:

        "...Man beugt sich dem vermeintlich sozialen Druck um zu gefallen, aber für sich denkt man anders..."







        Wenn ich in Schweden auf der Autobahn mit dem dortigen Tempolimit von 110 kmh (Ausnahmen bis 120kmh) unterwegs bin, habe ich keinerlei Probleme, nur 110 zu fahren. Auf deutschen Autobahnen 120 khm zu fahren erzeugt aber das Gefühl, zu stehen, weil alle anderen an mir vorbeirasen. Unwillkürlich passt man sich der Geschwindigkeit an, die "vorgegeben" wird.







        Es ist also durchaus möglich, tatsächlich für ein Tempolimit zu sein und trotzdem im Alltag schneller zu fahren, solange es alle anderen auch tun.







        Ich bin auch dafür, dass Männer sich beim Pinkeln hinsetzen, werde aber den Teufel tun, es als einziger zu tun.

        • @Sisone:

          Schweden ist ein wunderbares Beispiel für entspanntes Autofahren, weil die Skandinavier generell einfach eine bessere, rücksichtsvollere Mentalität im Straßenverkehr (und auch in anderen Bereichen) haben und leben. Das Tempolimit tut dann sein Übriges.

          Aber selbst in Ländern wie Spanien oder Frankreich wo es zwischenmenschlich im Straßenverkehr öfter heiß hergeht und wo die Menschen kulturell bedingt nicht zur Geduld neigen, ist das Autofahren mit Tempolimit viel entspannter. Dichtes Auffahren gibt es gerade da zwar auch, aber durch die deutlich geringeren Geschwindigkeitsunterschiede ist das Fahren auf Autobahnen dort trotzdem generell viel ruhiger, risikoärmer und angenehmer.

          Unter'm Strich ist es eben auch ein Mentalitätsproblem. Wir Deutschen haben gegenseitige Rücksichtnahme und ruhiges, entspanntes Verhalten im Straßenverkehr einfach auch nie gelernt. Dieter Nuhr hat mal im seinem Programm gesagt: "Fahren Sie doch mal 58 in einer Baustelle, wo 60 ist. Da fährt der Vatti hinter ihnen dann extra noch zwei Abfahrten weiter als er muss, um Ihnen den Mittelfinger zu zeigen." DAS ist deutscher Autoverkehr.

    • @Thomas2023:

      Die wenigen unvernünftigen sind gar nicht so wenige, Verkehrsschilder sind für die nur unnötige Dekoration - natürlich auch innerorts - und bestraft werden die, welche die unnötig produzierten Abgase und den vermeidbaren Feinstaub verstoffwechseln müssen.

  • Gute Aktion.



    Traurig, dass Deutschland beim Tempolimit immer noch auf seiner Sonderposition beharrt. MoTouristen aus aller Welt kommen her, um mal richtig Gas geben zu können.



    Wann wird der Geschwindigkeitswahn endlich als Sucht eingestuft, - natürlich mit der typischen Stigmatisierung der "Erkrankten"?

    • @Woodbine:

      Wenn Rasen eine Sucht ist und Süchte generell verboten gehören, dann frage ich sie, weshalb Rauchen und Saufen noch legal sind und warum das nicht verboten werden soll?



      Verbieten will man immer, was einem selbst unwichtig oder zuwider ist.

      • @Astrid Sehnefeld:

        Süchte sind tolerierbar, solange nur die Süchtigen selbst betroffen sind.



        .



        Daher gibt es ja rauchfreie Kneipen + Restaurants und kein erlaubten Alkohol am Steuer.



        .



        Wer rasen will,kann das ja gerne auf der abgesperrten Rennstrecke machen

      • @Astrid Sehnefeld:

        Rauchen ist in fast allen öffentlichen Einrichtungen verboten, unter freiem Himmel aber legal.







        Saufen ist beim Autofahren verboten, in der Kneipe aber legal.







        Rasen sollte auf öffentlichen Straßen verboten sein, auf der Rennstrecke aber legal.

  • Anders als im Vorspann behauptet galten dort zu keiner Zeit 100 statt 130 Kilometer pro Stunde.

  • Wir hatten ja zuletzt die Ampel.



    Früher rot grün.



    Keiner ging ans Tempolimit - wird wohl seine Gründe haben...🤷



    Das Argument der Verkehrssicherheit ist ein Alibi. Klar, bei Stillstand passiert am wenigsten.



    Der größte Killer in Deutschland ist aber die Landstraße. Und in den USA, wo extrem langsam gefahren werden muss, passieren sogar mehr Unfälle prozentual als hier.



    Deutschland zählt in jeder Statistik weltweit zu den sichersten Ländern bezüglich Verkehr - trotz der German Autobahn...



    Fahrausbildung, TÜV und Überwachung des Verkehrs sind offensichtlich die ausschlaggebenden Parameter.



    Auch das Argument des Klimas ist nur ein Alibi, andernfalls würde Greenpeace ein Tempolimit für Verbrenner fordern und freie Fahrt für eAutos.



    Das würde sogar Anreize zum Umstieg schaffen.



    Da aber ein generelles Tempolimit immer gefordert wird, geht es nicht ums Klima oder die Sicherheit, es geht denen schlicht um Ideologie.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Na ja, aber die deutschen Straßen sind auch extrem gut gebaut. Kurven sind z.B. an der Außenseite höher gebaut, damit die Haftung hoch bleibt. Haben wir mal in Physik nachgerechnet. Das ist aufwendig, kostet Geld und dient der Verkehrssicherheit. Die USA, die viel weitere Strecken bewältigen und bauen müssen, betreiben den Aufwand nicht.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Sie vergessen die FDP, diese völlig ideologiefreie Partei. Überhaupt ist bloß kein Trmpolimit absolut ideologiefrei.



      In Österreich dürfen eAutos schneller fahren. Da gilt halt allg ein Tempolimit von 100. Mit eAuto merkt man aber auch fix, wie der Verbrauch pro kmh expotentiell steigt. Insofern ist die Regelung uninteressant. Efahrer lernen schnell, dass es die 6 Minuten nicht bringen, und Verbrennerfahrer dann wohl auch.

    • @Astrid Sehnefeld:

      „Auch das Argument des Klimas ist nur ein Alibi, andernfalls würde Greenpeace ein Tempolimit für Verbrenner fordern und freie Fahrt für eAutos." - Armin Laschet, sind Sie das? 😎



      Auch wenn der Strom aus der Steckdose kommt, steigt der Verbrauch mit der Geschwindigkeit. Bei 100 % aus „Erneuerbaren" sprechen wir wieder drüber. 🚜

    • @Astrid Sehnefeld:

      Was für ein Qurk, auch ein E-Auto verbaucht bei höherer Geschwindigkeit mehr, nur eben Strom anstatt Sprit, aber auch da sollte es wünschenswert sein zu sparen und nicht unnötig zu verbrauchen. Und auch E-Autos bergen bei höherer Geschwindigkeit ein höheres Unfallrisiko, erzeugen mehr Lärm und haben einen höheren Reifenabrieb und Bremsenverschleiß etc. AUßerdem: wie soll man bitte den Verkehr regeln wenn für unterschiedliche Fahrzeuge unterschiedliche Geschwindigkeitsregeln gelten? Etwa getrennte Straßen für E-Autos und Verbrenner? Das wäre schlicht Wahnsinn. Das Tempolimit sollte also natürlich für ALLE Fahrzeuge gelten, ihre Argumentation macht überhaupt keinen Sinn.

      • @PartyChampignons:

        "wie soll man bitte den Verkehr regeln wenn für unterschiedliche Fahrzeuge unterschiedliche Geschwindigkeitsregeln gelten?"



        Kameras. Nummernschilder.



        E-Autos haben ja das "e".



        Es gibt Städte in Asien, da dürfen abwechselnd nur Autos mit geraden oder ungeraden Zahlen im Nummernschild fahren...



        Wir leben im 21. Jahrhundert, es gibt natürlich Möglichkeiten e-Autos und Verbrenner in der Verkehrsüberwachung zu unterscheiden. Blitzer in Deutschland können ja auch LKW und Autos voneinander unterscheiden und Strafzettel dementsprechend zuteilen 🤷

        • @Astrid Sehnefeld:

          Ich rede nicht von Verkehrsüberwachung sondern von Verkehrsführung, wie soll das gehen, dass auf der gleichen Straße die einen Autos 130 oder schneller fahren dürfen, die anderen aber nur hundert, man behindert sich doch gegenseitig, ergo bräuchte man getrennte Fahrspuren!

          Das Autos in Peking nur noch an bestimmten Tagen fahren dürfen hat übrigens mit extremem Smog zu tun, den die Stadt so bekämpfen will, das ist also eine Maßnahme aus der Verzweiflung heraus, die man vielleicht nicht gebraucht hätte, wenn man rechtzeitig mit anderen Maßnahmen eingelenkt hätte.



          Versuchen sie mal dem Handwerk, Einzelhandel und Berufspendlern zu erklären, dass sie nur noch an bestimmten Tagen Auto fahren dürfen.....

      • @PartyChampignons:

        Mit dem Argument Strom sparen müssten Sie dann auch jeden ICE einbremsen, reicht ja wenn der 100 fährt...🤷



        Die Welt ist schnell, Zeit ist Geld oder Freizeit.



        Die Menschheit will mobil sein

        • @Astrid Sehnefeld:

          Kann man garnicht miteinader vergleichen, die Bahn ist kein individuelles Beförderungsmittel, sondern ein Beförderungsmittel für große Menschenmengen, zudem gibt es auf Bahnstrecken auch kein vergleichbares Risiko für Unfälle, Personen- und Sachschäden, wie auf der Straße ergo kann und darf hier auch schneller gefahren werden

          • @PartyChampignons:

            Ja schön für den ICE Pendler von Berlin nach Leipzig. Was ist aber mit den Millionen Pendlern von Dorf x zum Betrieb y.



            Kein Bahnhof im Industriegebiet, etc...



            Meinen Sie die Pendler haben Lust mit 80 in der RB an jedem Kuhstall zu halten, dann noch 2x umsteigen und die letzten 2 Kilometer zum Betrieb mit irgendeinem Bus (falls denn einer fährt...)



            Es gibt ein Leben außerhalb der Großstadt und das heißt Individualverkehr.



            Und deshalb müssen für Autos wie Züge gleiche Regeln herrschen.



            Tempolimit für keinen oder alle.



            Die Landbevölkerung ist nicht der willenlose Spielball der hippen Stadt Society.

            • @Astrid Sehnefeld:

              Also was sie hier vergleichen macht überhaupt keinen Sinn, weil Autos langsamer sind müssen Züge auch langsamer fahren weil sonst ist das unfair und die arme arme Landbevölkerung im Nachteil? Machen wir jetzt hier ne Neiddebatte drauß oder was? Es geht um Verbrauch und Verkehrssicherheit und um nichts anderes. Jetzt wird ihre Argumentation nur noch wild. :D

    • @Astrid Sehnefeld:

      "..in den USA, wo extrem langsam gefahren werden muss".. ?

      Interstates: 105-120 kmh, mit Bundesstaaten in den LKW so schnell fahren dürfen, wie PKW.



      Landstrassen: 80-105 kmh



      Innerorts: 48-65 kmh, beim Ortskern auch mal 40 kmh (25mph).

      Kurz, extrem ist das nicht. Die höhere Unfallzahl hängt eher mit größeren Entfernungen (Ermüdung) und schlechterem Autozustand zusammen.

      • @fly:

        In USA wird zusehendes schneller gefahren als noch vor 10 Jahren. Letzte Woche Las Vegas nach Los Angeles und zurück gefahren, Tempomat steht allgemein auf 85-90 Meilen mit deutlich schnelleren Phasen bis 120 Meilen wenn der Verkehr dichter und für die Cops aufgrund der schieren Menge an Fahrzeugen unkontrollierbar wird.

    • @Astrid Sehnefeld:

      Anders als Sie es hier darstellen, gibt es jedes Jahr zahlreiche Tote und Schwerstverletzte auf den deutschen Autobahnen, bei Unfällen mit sehr hohen Geschwindigkeiten. Diese liessen sich sehr wohl durch ein Tempolimit verhindern. Oder sind das ihrer Ansicht nach einfach zu wenige Opfer?

      Meines Erachtens haben auch die Unfälle auf Landstrassen einen mehr oder weniger direkten Zusammenhang mit dem fehlenden Tempolimit auf der Autobahn, da diese falsche Zeichen setzt. Man muss nur mal beobachten, wie auf Landstrassen und auch innerorts gerast wird.

      • @Michel76:

        Sorry aber ich kann weder auf Landstraßen noch innerorts wirkliche Raserei erkennen. Ich lebe in Frankfurt, hier kann man sowieso meist nicht mehr als 50 fahren wobei es in der Rush hour meist nur 30-40 sind, das Tempolimit ist defakto also schon da. Auch auf Landstraßen kann ich nicht wirklich Raserei erkennen. Ich fahre als Motorradfahrer hauptsächlich Landstraßen. Natürlich gibt es ein paar Bekloppte, aber glauben Sie, dass die sich durch ein Templimit aufhalten lassen? Die halten sich ja schon jetzt nicht dran.

        • @Biker-Ffm:

          "Natürlich gibt es ein paar Bekloppte, aber glauben Sie, dass die sich durch ein Templimit aufhalten lassen? Die halten sich ja schon jetzt nicht dran."



          In der Schweiz klappt es mit dem Einhalten der Tempolimits.

        • @Biker-Ffm:

          Aus Radfahrersicht: 50 km/h innerorts sind zu schnell.

          • @Francesco:

            Aus Fußgängersicht: 30 km/h innerorts sind zu schnell.



            Einfach Autos verbannen und Radfahrer absteigen und schieben lassen - ist das dann die Lösung?



            Und was passiert dann mit dem ÖPNV?



            Bus, Straßenbahn, Mietroller - sollen die dann alle 8 km/h maximal erreichen?



            Man muss ein Mittel aus Geschwindigkeit (=Effizienz) und Sicherheit suchen.



            Weltweit sind 50 km/h mit riesigem Abstand am meisten verbreitet.



            Also entweder sind die meisten Länder der Welt hemmunhslose Raser oder weltweit ist man zu der Überzeugung gekommen, dass 50 km/h diese Mitte aus benötigter Effizienz und gebotener Sicherheit ist.

        • @Biker-Ffm:

          Viele, viele Bekloppte auf 2 Rädern. Ich wohne an einer beliebten Motorradstrecke. Da wird schon 100 Meter vor dem Ortsende gerne und zahlreich heftig beschleunigt und auch überholt. Es wird zu wenig kontrolliert und solche Ortsausgänge sind zu raserfreundlich gestaltet. Aber das hat mit einem Tempolimit nichts zu tun.

  • Zwar sind ja bekanntermaßen 60% der Bevölkerung für ein Tempolimit. Aber man kann den Autofetischisten doch nicht damit kommen ihre "Dosis an Rausch* zu reduzieren.







    Was das wieder an Sprit kostet, ständig von 130kmh auf 100kmh runterbremsen (und dann wieder zu beschleunigen) zu müssen.



    Aus Sicht der Autofreunde ist diese Aktion sicher ein Akt von Freiheitsberaubung..vlt sogar ein " gefährlicher Eingriff in den Strassenverkehr".??

    Aber mal im ernst: im Grunde ist diese Aktion doch nur der Versuch, wenigstens ein bißchen (Klima-) Vernunft in den Strassenverkehr zu bringen. Ein Tempolimit ist eine der wirksamen Maßnahmen, den CO2 Ausstoß im Verkehrsektor zu reduzieren. Und da die Bundesregierung ansonsten keine Antwort auf die Frage hat, wie die Klimaziele im Verkehrssektor einzuhalten wären, ist sie geradezu verpflichtet diese Möglichkeit zu nutzen.







    Woran sich im Übrigen auch die Frage festmacht inwieweit die (Volks-) Repräsentanten den Willen der Bevölkerung wirklich repräsentieren..oder eben auch nicht..

    • @Wunderwelt:

      Es ist vor allem aus Sicht des Gesetzgebers ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Sachbeschädigung.

      • @JMarius:

        Rechtliche Lage: Sticker, die sich rückstandslos wieder entfernen lassen, sind keine Sachbeschädigung. Es entstand ja kein Schaden.



        Und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr?



        Ok, es war ein Eingriff. Und eigenmächtig Verkehrsregeln einführen, kann gefährlich sein, wenn Menschen sich darauf verlassen, dass diese Regeln gelten (wie beim eigenmächtig angelegten Zebrastreifen).



        Aber wo besteht die Gefahr, wenn ein Teil der Fahrer irrtümlich davon ausgeht, auf der Strecke würde ein Tempolimit von 100 gelten? Es wäre ja auch ohne das Schild jederzeit möglich, das Fahrzeuge diese Geschwindigkeit haben.

        • @Herma Huhn:

          Amtsanmaßung (§ 132 StGB) fiel mir als erstes ein. Verkehrsschilder sind normsetzende Verwaltungsakte, und die darf nur aufstellen, wer dazu hoheitlich befugt ist.

          • @Normalo:

            Ja, der Paragraf könnte ziehen. Habe ja auch nur auf Marius geantwortet, keinen Freispruch beantragt ;-)

      • @JMarius:

        Richtig - hochkriminell. Dann lieber massiv Steuern hinterziehen und die Umwelt im industriellen Maßstab versaubeuteln, dann ist die Polizei nicht so schnell oder kommt gar nicht.

  • Dann setzen wir es eben selbst durch! Es braucht nur ein paar Entschlossene, um 130 km/h auf der Autobahn zur Realität zu machen. Wenn alle konsequent maximal 130 fahren ;-D auch links ;-) dann macht wir es einfach selbst.

    • @TempolimitSelberMachen:

      Machen Sie das lieber nicht. Denn dann flitzen Biker:innen zwischendurch - und über den Standstreifen auch PKW. Alles schon erlebt Auch bei Geschwindigkeitsbegrenzungen, die ausgeschildert waren.



      (Disclaimer: Ich war Vielfahrer - jetzt im Ruhestand)

      • @Mondschaf26:

        "dann flitzen Biker:innen zwischendurch "



        In Frankreich normalzustand

      • @Mondschaf26:

        Biker, die sich über den Standstreifen mogeln werden auch von 160 fahrenden Fahrzeugen auf der linken Spur nicht aufgehalten.

      • @Mondschaf26:

        Tscha - Biker - eine andere Problematik....

    • @TempolimitSelberMachen:

      Wäre ich dafür, aber: Bitte alle konsequent maximal 100km/h fahren, das ist eindeutig das sinnvollere Tempolimit und wird von Greenpeace hier ja auch gefordert.

      • @Saile:

        Meine Dashcam hätte dann viel Futter und die Polizei ebenso. Die StVO regelt ziemlich genau wie ein Überholvorgang abzulaufen hat.

        • @AmArschderHeide:

          Unbefugtes Filmen in der Öffentlichkeit ist im übrigen auch Strafbar ;-)

  • Dabei handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Wie kann man so etwas befürworten oder unterstützen? Die Grünen saßen doch in der Bundesregierung. Sie hätten das Gesetz auch in dieser Zeit einbringen können.

    • @DiMa:

      Greenpeace = die Grünen?

      • @Francesco:

        Ist den Swantje Michaelsen nicht etwa bei den Grünen?

    • @DiMa:

      Die Grünen waren sehr dafür, dieses Gesetz umzusetzen. Aber der FDP-Verkehrsminister glaubte ja, wir hätten nicht genug Schilder im Land, um das umsetzen zu können.



      Nun zeigt sich sehr deutlich: 26 Schilder sind ausreichend.

      • @Herma Huhn:

        Es tun sogar Aufkleber. Davon kann man der Bundesregierung sicherlich ein paar tausend zum schmalen Preis zukommen lassen.

  • "Indem die Ak­ti­vis­t:in­nen die 130 dort überklebt haben, hätten sie gezeigt, wie schnell und einfach ein allgemeines Tempolimit umsetzbar wäre, sagt Swantje..." Tempolimit nur für Ausländer, Swantje? Analoges hat schon bei Dobrindts Maut nicht geklappt.

    • @PeterArt:

      Für Inländer genügt es, die StVO zu ändern. Da sind gar keine neuen Schilder nötig. Man muss nur die Schilder, die eine höhere Höchstgeschwindigkei anordnen, entfernen.

  • Coole Aktion in einem immer rückständigeren Land. Schade dass es nur bei einem weiteren Appell und einer Symbolaktion bleibt

  • Heldenhaft.



    Wie schnell die Polizei mal wieder ist wenn es um:



    "Freiheit, Autofahren, Sterben"



    geht.



    Chapeau.

  • Wieder einmal verkauft Greenpeace Symbolpolitik als „einfache Lösung“. Ein Tempolimit wird hier wie ein Wundermittel inszeniert, das Klima, Geldbeutel und Moral zugleich retten soll. In Wahrheit ist es vor allem bequem: Es kostet den Staat nichts, verlagert Verantwortung auf Autofahrer – und lenkt elegant davon ab, dass beim Ausbau von Bahn, Netzen und erneuerbaren Energien seit Jahren geschlafen wird.

    • @Zippism:

      Wenn es den Staat doch nichts kostet, warum ziert er sich so? Ist ja nicht so, als wären unsere Regierungen ansonsten so allergisch gegen Symbolaktionen.

  • Was soll diese illegale Aktion bewirken?



    Ja, auch ich als Porsche und Pickup Fahrer bin für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen.



    130 KM/h ist im öffentlichen Raum genug, aber doch nicht 100 und schon gar noch 80 auf der Bundesstraße.

    Wenn ich mal "die Sau" rauslassen möchte gehts halt auf den Ring und dann wir in der abgesperrten Grünen Hölle so richtig Gas gegeben.



    Das macht richtig Spaß und gefährdet niemanden.



    Ach ja für die Umwelt tue ich auch noch was und zahle ganz viel CO2 Steuer in den Klima und Tranformationsfond.

    • @AuchNeMeinung:

      Ich fahre zwar nur nen RAM und nen AMG, aber warum sollte ich nicht täglich um 05:00 Uhr morgens mit 200+ Tür Arbeit fahren dürfen?

      • @AmArschderHeide:

        Weil das zu gefährlich ist und zuviel CO2 ausstößt.

        • @Francesco:

          Um die Uhrzeit ist es nicht gefährlich, da die Autobahn total leer ist. Und kein Gesetz sagt wie hoch der CO2 Ausstoß sein darf.

          • @AmArschderHeide:

            Aber in der Regel dunkel. So gut ist ihr Fernlicht nicht, dass sie eventuelle Gefahrenstellen rechtzeitig sehen um noch rechtzeitig bremsen zu können.

          • @AmArschderHeide:

            Da haben Sie Recht. Gesetz gegen das Verschmutzen gibt es keins. Verschmutzen Sie! Das ist Freiheit.