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Konflikt zwischen USA und Iran Ein Krieg, der leider logisch ist

Lisa Schneider

Kommentar von

Lisa Schneider

Ja, der Angriff auf Iran hat die Blockade an der Straße von Hormus erst ausgelöst. Aber realpolitisch gesehen darf auch Europa nicht einfach zusehen.

E s herrscht wieder Krieg zwischen den USA und Iran. Das Memorandum of Understanding – oder wohl eher Misunderstanding – hat nicht gehalten. Das ist nicht überraschend, hatte es doch Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus, die für den globalen Handel äußerst wichtige Meerenge, überlassen. Zur Erinnerung: Im Abkommen stand, dass „die Islamische Republik Iran nach besten Kräften Vorkehrungen“ treffen soll, „um Handelsschiffen 60 Tage lang eine gebührenfreie Durchfahrt zu gewährleisten“. Diese Frist von 60 Tagen wäre Mitte August ausgelaufen.

Bereits Anfang Juli traf ein iranisches Geschoss einen Tanker etwa acht Seemeilen östlich von Limah in Oman. Das bedeutete: innerhalb omanischer Hoheitsgewässer. Die erstrecken sich laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen über zwölf Seemeilen vor der Küste des jeweiligen Staats.

Iran hat also klar gegen das Abkommen verstoßen, um seinen angeblichen Anspruch auf die Straße von Hormus geltend zu machen. Dass die Islamische Republik sie als Kriegsbeute sieht, macht auch die Rhetorik der Führungsebene klar. Nun kann man – und das mit guten Gründen – argumentieren, dass dieses Problem vor dem US-amerikanisch-israelischen Angriff auf Iran Ende Februar 2026 nicht bestand und nicht Iran die Eskalation ausgelöst hat. Auch dass der Angriff völkerrechtswidrig war und bislang innenpolitisch in den USA sehr unpopulär ist, ist bekannt. Doch Irans Griff nach der Straße von Hormus hat die geopolitische Lage völlig verändert.

Irans Vorgehen hat die geopolitische Lage völlig verändert und macht Schule

Dass der Krieg nun fortgeführt wird, ist – leider – logisch. Weil es ein katastrophales Exempel bedeutet, wenn ein Anrainerstaat eine natürlich entstandene, nicht vom Menschen erbaute Wasserstraße einfach kapert – und bestimmen möchte, wer sie passieren darf, und dafür auch noch abkassieren will. Es gibt weltweit einige solcher Wasserstraßen – und damit dasselbe Konfliktpotenzial. Da wäre einmal die zwischen Indonesien und Malaysia verlaufende Straße von Malakka. Analysten befürchten, dass sie in einem Konflikt zwischen China und den USA zum Faustpfand werden könnte.

Oder die Meerenge Bab al-Mandab zwischen Indischem Ozean und Rotem Meer. Diese hat gerade erst die von Iran unterstützte Huthi-Miliz unter ihre Kontrolle gebracht und verweigert Schiffen mit Kurs auf Saudi-Arabien oder von dort kommend die Durchfahrt. Das ist auch deswegen ein Problem, weil Riad derzeit genau über diese Meerenge sein am Weltmarkt begehrtes Öl verschifft. Das Vorgehen in der Straße von Hormus macht also Schule.

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Dass weder die USA noch die benachbarten Golfstaaten dabei zusehen wollen, ist geopolitisch gesehen klar. Und in Anbetracht der Konsequenzen für die Weltmärkte sollte es auch in Europas Interesse liegen, dass Meerengen auch künftig frei passierbar bleiben und die Straße von Hormus Irans Griff wieder entrissen wird. Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement.

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Lisa Schneider

Lisa Schneider Redakteurin für Nahost

Redakteurin für Westasien & Nordafrika. Studium in Beirut, Mainz und Paris. Alumna des Ernst Cramer & Teddy Kollek Programms (IJP) bei Times of Israel.
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145 Kommentare

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  • "Ein Krieg, der logisch ist", was für eine Schlagzeile ist denn das? Logik hat immer mit einem System zu tun, innerhalb dessen gedacht wird. EUnd eine Kriegslogik hat immer mit den Menschen zu tun, die ihn für logisch halten. Einen Krieg an sich, der logisch ist, das gibt es nicht.

  • Ich finde es immer wieder toll, wenn Jorunalisten/innen von wem auch immer etwas einfordern...



    Habe ich hier täglich in den Kommentaren solch gewissenhafter Schreiber in meiner Tageszeitung. Herr X fordert mehr Lehrer auszubilden, Frau Y hätte lieber schnell mehr Polizisten. Spätestens nächste Woche natürlich. Der Eine verlangt ein paar zig Millionen für Wohnungsbau locker zu machen, die Andere für Krankenhäuser, der Dritte für die leidgeprüften Mittelständler. Klar - alles wichtig. Aber das all das in keiner Realität machbar ist - wen schert's? Offenbar muss keiner dieser "Spezialisten" vorher darüber nachdenken, was das bei den Leuten anrichtet, die das täglich lesen müssen...



    Frau Schneider hätte halt offenbar gern ein paar deutsche Soldaten im Fronteinsatz. Um auszubügeln, was der Irre aus Gottes eigenem Land nicht mehr hinbekommt. "Wie auch immer geartet." Ist jetzt mal wohl das extremste Beispiel.



    Immerhin fordert sie noch nicht...

  • Wenn man ein schlechtes Blatt hat, einfach mal die Klappe halten. und natürlich wie ein Schachspieler mehrere Züge im Voraus denken. Und die eigenen militärischen Fähigkeiten und deren Nutzen realistisch einschätzen. Alles nicht Stärken von Trump!



    Die USA und Israel haben eine sehr fähige Luftwaffe. Aber das nützt nur am Anfang etwas, im zweiten Drittel des Konfliktes braucht man fähige Bodentruppen. In 5 Jahren gibt es vielleicht genügend Drohnen für so eine Aufgabe, aber heuer braucht man immer noch viel menschliche Infanterie. Aus Systemgründen kann die ein demokratischer Staat nur selten liefern.



    Also: dass man diesen Krieg nicht gewinnen kann, hätte Trumps Backoffice eigentlich klar sein müssen. Trump hätte auf das Drängen von Netanjahu nicht hören dürfen

    • @Christoph Strebel:

      Ich behaupte, dass die Amerikaner diesen Krieg militärisch gewinnen könnten, wenn sie wirklich wollten. Der Preis und der Blutzoll wären aber immens, die politische Zukunft des Iran ungewiss, ein jahrelanges, kräfte- und Soldatenleben zehrendes Engagement notwendig, und das Trump-Regime würde das politisch nicht überleben. Aus letzterem Grund wird das also nicht passieren. China würde in dem Fall vielleicht auch die Gunst der Stunde nutzen und das Taiwan-Projekt durchziehen.

  • Nicht nur Europa hat, nicht zuletzt bei Venezuela, geschwiegen.



    Und im Rausch war dann eben der Nächste dran.



    Wenn so eklatant das (Völker)recht mit Füßen getreten wird, und keiner was sagt, kann sich Friedrich nur wundern.

    History will teach us nothing.



    Außer vielleicht, dass Atomwaffen frieden schaffen. :-(

    • @MYGM:

      Darauf läuft die Welt von Donald Trump hinaus. Wer nur das Recht des Stärkeren predigt, sorgt nur für nukleare Aufrüstung.

      Früher oder später werden diese Waffen dann auch genutzt werden. Dieser Weg führt direkt zur Auslöschung der Menschheit.

      Alle, die zu dieser Fehlentwicklung geschwiegen haben oder Trump unterstützten, sind direkt schuld daran. Das Völkerrecht ist im Grunde schon tot. Die Verankerung des Völkerrechts im Grundgesetz ist einfach nur ein bloßes Gimmick.

    • @MYGM:

      Echten FRIEDEN schaffen die auch nicht!



      Höchstens Waffenstillstände



      Die natürlich immer noch besser sind als Kriege!

  • "und die Straße von Hormus Irans Griff wieder entrissen wird"



    Und dafür wird, ebenso vage wie "alternativlos" "militärisches Engagement" gefordert?



    Die VAE bauen aktuell den Hafen von Fudschaira aus (inklusive Zuführungspipelines), Saudiarabien baut seine Pipelines nach Jeddah aus. In etwa einem Jahr wird es für zwei Drittel des Öls alternative Exportwege geben, dann hat sich das Erpressungspotential des Irans erschöpft, ganz ohne deutsches "militärisches Engagement".

    • @Barbara Falk:

      Es wäre immer noch attackierbar, doch dann ein klarer Verstoß.



      Nimm dem Rowdy einfach das Spielzeug gewaltfrei weg, ist immer ein guter Zug.



      Dummerweise sind da noch zwei andere Rowdies: der notorische Dauerkrieger Netanyahu und ein Großmaul ebenfalls vor einer eigentlich verlorenen Wahl. Die zwei werden wieder züngeln, egal wie.

    • @Barbara Falk:

      Dann kann man nur hoffen, dass die Pipelines nicht durch Iran und die Proxis zerbombt werden ...

  • Iran hatte darauf spekuliert, dass die USA dem Krieg nicht weiterführen wollen oder können. Da hat die iranische Führung eine bittere Fehlentscheidung getroffen. Allerdings ist Trump nicht bereit, Bodentruppen einzusetzen und realistisch Krieg gegen den Iran zu führen.



    Insgesamt ist der Krieg ein Fiasko. Besonders für die iranische Bevölkerung . Die wird immer ärmer und gefährdeter leben müssen. Und das System wird immer mehr militarisiert und aktioniert. Das Regime muss seine Anhänger ständig in Alarmbereitschaft halten. Es muss ständig Ungewissheit herrschen. Für die USA ist diese Regierung schwer einschätzbar. Die Region dürfte jahrelang instabil bleiben. Am Ende geht es dann um militärische Stärke. Verhandlungen sind nur zweite oder dritte Wahl in so einer Situation. Trumps Verhandlungsstil wird hier eher kontraproduktiv enden, dazu sind die Iraner zu gut informiert. Langfristig bietet Trump eigentlich nichts an. Nur kurzfristig und das reicht Teheran nicht aus...

  • Nette Forderung, aber kurz - oder gar mittelfristig nicht umsetzbar. Abgesehen davon hat die EU im Moment andere, dringendere Baustellen in Bezug auf militärische Fähigkeiten als die Marine. Eine sinnvollere Lösung wäre die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu forcieren.

  • Ich finde beide Regime völlig abscheulich und möchte, das beide beseitigt werden: das iranische Regime und das Trumpregime. und Weder Öl noch Saudis. Nur fällt eben dem Ballroom-Trump nichts anderes ein, als selbst Gebühren für alles zu erpressen.

  • "Aber realpolitisch gesehen darf auch Europa nicht einfach zusehen."



    Tja. Das galt auch für zum Beispiel Afghanistan. Wo führt sowas hin? Kann man vorher ahnen und sieht es ein paar Jahre später. Spätestens.

    • @Nansen:

      Zumal es ja - in dem Kommentar leider nicht in Betracht gezogen - eine einfache Lösung: man kann sich mit den Iranern an einen Tisch setzen und verhandeln. Das wäre sogar tatsächlich Realpolitik, denn mit der militärischen Lösung kommt selbst die USA nicht so Recht voran. Es ist traurig und erschreckend, dass sich die linksliberale Kritik an der Trump'schen Iranpolitik allzu oft mehr an ihrer Erfolglosigkeit entzündet, nicht an ihrer kriminellen Energie. Und das gegen alle Erfahrungen - es gibt keinen Grund zu glauben, dass eine weitere Eskalation des Iran-Krieges bessere Ergebnisse als bisherige militärische Abenteuer in der Region (erst Recht nicht für die Menschen dort). Man sollte meinen, dass zumindest mit dem Völkermord in Gaza ein Punkt erreicht wurde, an dem das eigene Selbstverständnis in Frage gestellt wird - aber offenkundig ist die einzige Lösung in vielen hiesigen Köpfen nur noch mehr Gewalt.

      • @O.F.:

        "Man könnte ja mal mit denen verhandeln..." - und worüber? Der Iran beansprucht die Oberhoheit und das Zollrecht über die Straße, also das Recht, Geld für die Durchfahrt zu nehmen und die Möglichkeit, sie Jedem jederzeit zu verweigern (und das Recht, Uran jenseits aller zivieln Nutzungsmöglichkeiten anzureichern und weiter Israel nach der totalen Vernichtung zu trachten, aber das mal außen vor...).



        Früher haben sich die Mullahs mal davor gefürchtet, was passiert, wenn sie diesen Anspruch formulieren. Das ist nun vorbei. Also was bliebe zu verhalndel? Unter welchen Bedingungen man das Durchfahrtsentgelt verweigern darf, wenn es dem Iran mal wieder einfällt, die Straße zu sperren, um irgendwas durchzusetzen? Was würde das nutzen?



        Es ist wie bei Putin: Wer bereits Gewalt als probates Mittel für so ziemlich Alles akzeptiert hat, was er auf seiner politischen Agenda stehen hat, ist am Verhandlungstisch nicht wirklich zu zähmen: Will er später mehr, nimmt er ich mehr. Und die Gegenseite will dann wieder verhandeln...

        • @Normalo:

          "...ist am Verhandlungstisch nicht wirklich zu zähmen: Will er später mehr, nimmt er ich mehr. Und die Gegenseite will dann wieder verhandeln..."



          Sie plädieren demnach für einen brutalen Eroberungskrieg? Drunter machen's die Mullahs nämlich nicht, wie Donald gerade peinlicherweise erfahren muss. Einmal davon ab, dass ich die militärischen Fähigkeiten dazu nicht wirklich sehe - Sie schaffen damit das ungute Beispiel, dass Staaten in dieser Welt ihre Interessen nur mittels Gewalt erreichen können. Man sollte ja meinen, dass wir seit 1945 besseres gelernt hätten...

        • @Normalo:

          Als ich noch zur Schule gegangen bin, hieß das „Mut zur Luecke“ – ich erinnere Sie gerne daran, dass die ganze Situation nicht der mangelnden Verhandlungsbereitschaft Teherans geschuldet ist, sondern dem amerikanischen Hang, sich nicht an Vertrage und Absprachen zu halten bzw. Iran während man noch verhandelt zu bombardieren. Und von der unsäglichen Schuldumkehr einmal abgesehen: Hormuz ist für Iran vor allem Verhandlungsmasse – wenn man sich also über eine Aufhebung der Sanktionen, Sicherheitsgarantien und Reparationszahlungen verständigt, kann man sicher auch die Konditionen der Nutzung von Hormuz aushandeln (hat nach der Suez-Krise ja auch funktioniert). Das wäre auch ein Gebot der Vernunft: dass man mit Bomben zwar Schulkinder ermorden, aber ein Land, das die Geographie auf seiner Seite hat, nicht so einfach unterwerfen kann, hat sogar Trump erkennen müssen. Es gibt also keinen Grund, denselben Fehler immer wieder zu machen.

          • @O.F.:

            "...dass man mit Bomben zwar Schulkinder ermorden, aber ein Land, das die Geographie auf seiner Seite hat, nicht so einfach unterwerfen kann, hat sogar Trump erkennen müssen. Es gibt also keinen Grund, denselben Fehler immer wieder zu machen."



            Doch, doch: starke Altersdemenz. Weshalb er's ja auch immer weiter mit In-Grund-und-Boden-bomben versucht.



            Allerdings kein Grund, ihm hier nachzueifern.

            Über die vielen Opfer wollen wir mal gar nicht reden, das scheint sowieso niemanden zu interessieren...

          • @O.F.:

            Das Problem bei solchen Konflikten ist immer, dass man mit Fingerzeigerei nicht weiterkommt. Teheran wird auch schwer begründen können, für welche zivile Anewendung man auf über 20% (geschweige denn 60%) angereichertes Uran braucht, besteht aber darauf, das zu tun. Und nu? Plattmachen?



            Also ja, die USA haben gröblichsten Mist gebaut, dass sie mit Israel zusammen diesen Konflikt so eskaliert haben und einen riesigen strategischen Schaden angerichtet. Sie sind "schuld", dass der Iran jetzt so unverhohlen die Souveränität über die Straße von Hormuz beansprucht und sie als seine private Verhandlungsmasse betrachtet. Aber das ändert leider nichts daran, dass es im Vokabular der Mullahs das Wort "Notwehrexzess" nicht gibt. Heute ist es Verhandlungsmasse für Sanktionen oder Stillschweigen zu seinem Atomprogramm, morgen sind es Wuchergebühren für die Durchfahrt und übermorgen darf nur noch fahren, wer keine Geschäftsbezieungen nach Israel unterhält, der Shi'a die Treue schwört, Mekka hergibt etc....



            Teheran macht keine Anstalten, sich zu mäßigen. Wieso sollten Verhandlungen das tun?

            • @Normalo:

              Warum sollte Teheran sich von sich aus mäßigen? Das würde Trump doch nur als Bestätigung für den Erfolg sei er Luftschläge ansehen.

            • @Normalo:

              ‚ Teheran wird auch schwer begründen können, für welche zivile Anewendung man auf über 20% (geschweige denn 60%) angereichertes Uran braucht, besteht aber darauf, das zu tun. ‘

              Das ist aber nicht besonders schwer zu verstehen, nach all dem was bislang durch die offizielle Atommacht und durch die als solches Gelesenen in der Region so alles passiert ist, oder? Genau so übrigens denkt auch Saudi-Arabien (die aber ja augenblicklich die Guten sind - 9/11 ist halt schon zu lange her).

  • Ganz genau.



    Und so ein militärisches Engagement würde wieder "gute" und "sichere" Arbeitsplätze schaffen.

    Berlin Militarisierung



    IG Metall Berlin: Spagat zwischen Friedenspolitik und Arbeitsplatz



    Eine Erklärung der Berliner IG-Metall zur Munitionsfabrik des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding sorgt für Diskussionen und Kritik.



    www.nd-aktuell.de/...-arbeitsplatz.html

    Noch so ein "ganz logisches" Argument.

  • Vermutlich ist die Blockade von Hormuz und jetzt beginnend der Versuch, auch das Rote Meer zu blockieren, durch Irans Proxies der Anstoß, dass die Welt sich weg vom Öl entwickelt, nicht morgen und nicht übermorgen, aber die Notwendigkeit, andere Wege der Energieversorgung zu finden, wird jetzt konkret weltweit bewusst und zum Glück haben wir bereits eine ziemlich weit entwickelte Alternative. Als Folge werden jetzt Investitionsentscheidungen getroffen, die Öl ersetzen, z.B. werden aktuell mehr E-Autos zugelassen als Verbrenner. Dies stellt Weichen, die sich erst später zeigen werden, aber als banaler Grundsatz ließe sich sagen: Ist erst einmal in etwas investiert worden, hält man daran fest. Das war der Grund, weshalb es bisher so schwer war, vom Öl wegzukommen, und genau das kann jetzt der Hebel sein, vom Öl wegzukommen.



    Weltweit wird die Volatilität der Ölversorgung, ganz praktisch die reale Verfügbarkeit, aber auch die Preisfrage spürbar. Die Investitionen, die jetzt in Alternativen fließen, werden dann auch weiter wirken.



    Blickt man in die Vergangenheit, werden Systeme nicht repariert, sondern sie werden ersetzt.

    • @nutzer:

      Es sind viele Länder, die sich ernsthaft um Alternativen bemühen und die fossilen Energien zu überwinden suchen. Allerdings ist Deutschland nicht darunter, selbst die USA sind da aufmerksamer - nur Frau Reiche und Herr Merz haben das nicht gesehen oder besser, sie wollen das nicht sehen.

    • @nutzer:

      Etwas optimistisch. China verstrohmt Kohle in enormen Mengen und fördert Elektrofahrzeuge um nicht noch mehr Öl importieren zu müssen. Woher in Deutschland der Strom und der Mehrbedsrf kommen soll ist nicht geklärt. Schauen Sie sich dazu bitte den Primärenergiebedarf an und die gegenwärtigen Energiequellen. Es fehlen uns realistische Übergangslösungen für die nächsten Jahrzehnte, bis wir irgendwann im CO2 neutralen Energieparadies ankommen. Dieses Übergangslösungen sind jedoch die Voraussetzung für eine langfristige Transformation.

      • @Nachtsonne:

        Richtig ist aber auch, dass China den Ausbau von regenerativen Energiequellen in enormem Ausmaß vorantreibt.

        Und der Primärenergiebedarf lässt sich massiv reduzieren, wenn man konsequent auf effizientere Formen der Stromerzeugung setzt als die Verbrennung von fossilen Brennstoffen.

        Dass diese Umstellung nicht von einem auf den anderen Tag geschieht, schon klar. Aber wenn man, wie unsere Wirtschaftsministerin, vorwärts in die Vergangenheit möchte und die notwendigen Transformationen gar nicht erst anstößt, werden die auch nicht kommen.

  • Jetzt zu jammern, dass der Iran sich nicht an die internationalen Regeln hält, ist peinlich. Trump und Netanjahu als Tandem haben ja klar gemacht, dass internationale Regeln gestern waren.

    Im Gegenteil, dieser Krieg muß in einem großen Schlamassel für die beteiligten Parteien enden, damit man sich erinnert, warum man nach den beiden Weltkriegen überhaupt eine regelbasierte Welt angestrebt hat. 18 Tote US-Soldaten (offizielle Statistik) reichen da wohl nicht aus.

    Erst wenn die internationalen Institutionen wieder Gewicht haben, kann man in ihrem Namen Krieg gegen die führen, die sich nicht daran halten. Aber im Moment gehören alle Kriegsparteien dazu!!!!

  • Nichts auf diesem Planeten passiert zufällig !



    Glaubt wirklich jemand das die Sperrung der Straße von Hormuz nicht von Trump mit eingeplant war ? Zuerst hat Trump sich den zugriff auf das Öl aus Venezuela gesichert um dann den Iran anzugreifen, daraufhin die Blockade der Seewege und der Ölpreis ist gestiegen. Danach (Schein) Verhandlungen mit einem Super, Super Deal bis der Ölpreis wieder gefallen ist und man das mit neuen Angriffen wieder korrigieren musste. Hier geht es nur darum das Trump und sein Clan sich hemmungslos bereichern.

    • @Günter Witte:

      Nichts passiert zufällig, aber nicht alles passiert so wie geplant - Trump hat sich schlichtweg verbockt und geglaubt, dass die Islamische Republik rasch kollabiert. Dass der Trump-Clan die Situation nutzt, um sich zu bereichern, stimmt ohne Zweifel, aber das heisst nicht, dass die gegenwärtige Situation für die USA langfristig tragbar ist (nicht nur, weil militärische Kapazitäten gebunden werden, sondern auch, weil der ökonomische Nachhall direkt oder indirekt auch die eigene Wirtschaft trifft). Ein historisches Gesetz: Menschen machen dumme Dinge...

      • @O.F.:

        Nur interessiert Trump halt nur Trump, nicht Amerika oder der Rest der Welt. Trump macht in den 2 Jahren, die ihm als Präsident noch bleiben, jetzt nochmal richtig Kohle für sich und seinen Clan, wenn danach alles vor die Hunde geht ist es ihm auch egal, er hat ausgesorgt.

    • @Günter Witte:

      "Glaubt wirklich jemand das die Sperrung der Straße von Hormuz nicht von Trump mit eingeplant war?"



      Allerdings, das glaube ich. Zu derart komplizierten Gedankengängen oder psychologischem Einfühlungsvermögen ist der Mann nicht fähig.

      • @Encantado:

        "Zu derart komplizierten Gedankengängen oder psychologischem Einfühlungsvermögen ist der Mann nicht fähig."

        Diese Einschätzung teile ich, denke jedoch, dass es in seinem Umfeld vermutlich die ein oder andere sehr kluge Person geben wird und Donald Trump u.a. aufgrund seiner Eitelkeit und seinem Hunger nach Bestätigung in hohem Maße manipulierbar ist.

        Ich überblicke nicht den gesamten Sachverhalt, bin jedoch der Meinung, dass es so sein kann, wie die meisten von uns denken und wonach es auf den ersten Blick aussieht, ebenso denkbar ist für mich jedoch auch, dass es ein paar Aspekte gibt, die bisher noch nicht beleuchtet wurden bzw. uns noch nicht zugänglich sind.

        Das soll jetzt keine Verschwörungstheorie sein, sondern nur eine Erinnerung, dass nicht immer alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint ... hat sicherlich schon jede/r von uns einmal erfahren.

  • Klar ist die Kontrolle des Irans über die Straße von Hormuz eine Zeitenwende im internationalen Warenverkehr. Nur gibt es keine Möglichkeit, diese Kontrolle zu beenden ohne dass daraus eine Eskalation resultiert, bei welcher der Iran die restliche Öl-Infrastruktur und die Entsalzungsanlagen der Nachbarstaaten weitgehend zerstört. Nachdem jeder weitere Tag der Blockade die Weltwirtschaft schwächt und die Ernten verringert ist die beste Handlungsmöglichkeit unter lauter schlechten die Kontrolle durch den Iran zu akzeptieren und den Krieg zu beenden.

    • @gzost:

      Und dann geht das immer so weiter. Bis dann die Weltwirtschaft kollabiert.

    • @gzost:

      guter Kommentar. Die Forderungen der Mullahs zu akzeptieren ist der billigste Weg zum Frieden. Trumps Sieg über die Mullahs wäre das Schlimmste, was passieren könnte, nämlich das Ende einer Illusion von Völkerrecht.

  • >Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement.<

    Fragt sich nur auf welcher Seite.

    • @test_name:

      Vor allem bedarf es ernsthafter DIPLOMATISCHER Bemühungen und zwar mit Iran UND den USA. Es bedarf einer ehrlichen, standhaften Haltung und keines Appeasements gegenüber einer der beiden Seiten - auch und gerade gegenüber Trump. Der versteht dieses Herumschleimen als Bestätigung seiner "Politik".

  • Ein „wie auch immer geartetes“ militärisches Engagement Europas zu befürworten, ist aber ein äußerst schwaches Argument angesichts des Schlamassels an der Straße von Hormuz, Frau Schneider.



    War es nicht so, dass gerade das erratische aussenpolitische Gebahren des POTUS in die festgefahrene Situation geführt hat, wie sie sich jetzt präsentiert und unter der die gesamte Welr leidet?



    Nein, momentan bleibt der EU nur, die von den USA selbst geschaffenen Realitäten - die iranische Kontrolle über die Wasserstraße - zu akzeptieren und diplomatisch ‚kleine Brötchen‘ zu backen. Bzw. eindringlichst an beide Konflikparteie zu appellieren, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.



    Die Situation mit den Huthi am Bab al-Mandab macht die Sache nur noch komplizierter. Ist es aber nicht sinnvoller - v.a. angesichts begrenzter Möglichkeiten -, erst einmal einen Brandherd auszutreten bevor man sich darin verzettelt, alle Brände gleichzeitig löschen zu wollen?

  • St. Goar, Bop­pard, Ko­blenz, An­der­nach und Bonn, Ko­blenz, Remagen und Köln: Die Zölle am Rhein bestanden in wechselnden Konstellationen und im Konflikt zwischen Kaiser und Landsherren sowie dem Erzbischof von Köln über 1400 Jahre. Warum sollte es an der Straße von Hormus anders sein?

    • @hedele:

      Am Rhein hat man 1815 die Zölle abgeschafft. Warum sollte es an der Straße von Hormuz anders sein?

    • @hedele:

      Weil wir im Jahr 2026 und nicht mehr ausschließlich in Kleinstaaten leben. Darüber hinaus ist es ökonomisch nicht sinnvoll.

      • @Nachtsonne:

        Aus einer globalen Sicht bestimmt nicht sinnvoll, aus der Sicht einzelner Klein- und Großstaaten vielleicht aber schon. Ist ja mit Trumps vermaledeiten Tariffs ja auch nicht anders. Ein Dilemma mit vielen Gefangenen.

    • @hedele:

      Erstens sind Wegzölle heutzutage ein Relikt der Vergangenheit und verstoßen gegen das Völkergewohnheitsrecht.

      Zweitens gibt es ein Recht auf Transitdurchfahrt für Küstenmeere. Gilt für die Ostsee ebenso wie für die Straße von Hormus. Gemäß Artikel 37 des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen. Dies besagt, das ein Blockieren oder Erheben von Sonderabgaben auch dann unzulässig ist, wenn es die eigenen Hoheitsgewässer betrifft.

      In zivilisierteren Zeiten als heute würde eine ein derartiger Verstoß gemäß Völkerrecht zu einer UN Resolution führen, die auch ein Mandat für die ggf militärische Durchsetzung der freien Transitdurchfahrt enthalten würde.

      Da wir aber wieder in Zeiten leben in der Großmächte Kriegsführung nach eigenem Ermessen betreiben und Staaten internationale Verträge nur dann als bindend ansehen, wenn es ihren Zwecken nutzt, darf es auch nicht mehr verwundern, das mittlerweile auch taz Autoren in einem Artikel europäisches Engagement für einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg fordern. Nicht die Weltgemeinschaft in Form der UN sondern Staatenbündnisse wie EU und USA sollen es richten, auch militärisch. Der dezivilisatorische Prozess macht auch hier nicht halt.

      • @Sam Spade:

        Sie meinen das Der Rechtsübereinkommen, das der Iran nicht ratifiziert und die USA nicht unterzeichnet haben? In zivilisierteren Zeiten hat man übrigens auch keine souveränen Staaten überfallen und das Staatsoberhaupt ermordet (gemeinsam unter anderem mit über 150 Kindern).

    • @hedele:

      Weil wir inzwischen im 21. Jahrhundert leben und es so etwas wie ein allgemein verbindliches Völkerrecht gibt?

      • @Klabauta:

        Hahaha, der war gut.



        Im ernst, dass das Völkerrecht mehr nur so ne freiwillige Richtlinie ist, haben wir doch in den letzten Jahren zur genüge gesehen. Jetzt von einem autoritären Gottessstaat zu erwarten, dass er sich dran hält, nachdem wir im demokratischen Westen fett drauf geschissen haben, ist schon irgendwie putzig.

      • @Klabauta:

        Völkerrecht? Da war doch was 🧐?

  • logisch wäre auch solche Angriffvektoren vorrauszusehen und entsprechende gegenstrukturen zu etablieren. wer das schon nicht hinbekommt sollte kriegerische Handlungen wohl lieber meiden da logischerweise angenommen werden muss das auch hier die Fähigeiten nicht ausreichen um die reale Sachlage und Konsequenzen vollumfassend überblicken zu können. doch das entzieht sich wie immer dem zionistischen tunnelblick

    • @geradenicht:

      Vektoren?

      • @Francesco:

        It sec person

  • Dass Horst Köhler 2010 zurücktrat, lag nicht zuletzt daran, dass er militärische Einsätze auch mit der Sicherung von Handelswegen und wirtschaftlichen Interessen begründete. Diese Vorstellung wurde damals als problematisch kritisiert, weil das Grundgesetz und das Völkerrecht keine „Wirtschaftskriege“ kennen.

    taz.de/Kritik-an-A...usserung/!5141889/

    Umso erstaunlicher ist es, wenn heute in einem linken Medium ähnliche Argumentationsmuster auftauchen. Wer Krieg gegen Iran mit der Bedeutung der Straße von Hormus und den Interessen der Weltwirtschaft rechtfertigt, stellt Geostrategie über Recht. Dann wird nicht mehr gefragt, was völkerrechtlich zulässig ist, sondern was aus Sicht westlicher Interessen „logisch“ erscheint.

    Wer Frieden will, sollte Friedens- und Völkerrechtsforscher fragen – nicht Militärstrategen. Denn deren Aufgabe ist es, Kriege zu gewinnen, nicht sie zu verhindern. Sobald wirtschaftliche Interessen als Begründung für militärische Gewalt akzeptiert werden, wird Krieg zur normalen Fortsetzung von Politik. Genau diese Logik sollte eine friedensorientierte Öffentlichkeit zurückweisen.

    • @Yoriko N.:

      Der Iran hat schlicht kein Recht Durchfahrtsgebühren zu erheben. Wenn Sie dem international Vorschub geben wollen, dann sind sie auf dem besten Weg.

    • @Yoriko N.:

      Sehr schön ausgeführt – mal abgesehen davon, dass die bellizistische taz natürlich längst nicht mehr „links“ ist. Und ist es nicht paradox, dass Wirtschaftsflüchtlinge als despektierlich, Wirtschaftskriege aber als notwendig betrachtet werden?

      • @Thomas Raukamp:

        Sehr gute Beobachtung: Wirtschaftsflüchtlinge und Wirtschaftskriege, das bringt es auf den Punkt!

      • @Thomas Raukamp:

        Sehr treffend ,Danke

    • @Yoriko N.:

      Sie machen es sich zu einfach.

      Mit den Wirtschaftsinteressen geht einher, dass der Iran die iranischen Hoheitsgewässer als Kriegsbeute betrachtet.

      Wenn ein Land mit militärischer Gewalt Territoriumtwile eines anderen Landes beansprucht, ist das ein zulässiger Kriegsgrund nach dem Völkerrecht.

      Dazu kommt, dass eine Miliz eine Meerende kontrolliert und dort Schiffe angreift.

      Dagegen vorzugehen, ist völkerrechtlich unproblematisch.

      • @rero:

        In der Sache hat @Yoriko N. doch recht. Die Resultate dieses von Israel und den USA angezettelten Krieges können wir doch jetzt sehen: 1) iranische Kontrolle der Straße von Hormuz. 2) Implementierung eines Regimes im Iran, dass viel radikalisierter und aussenpolitisch als unzurechenbar einzuschätzen ist - nicht zuletzt wegen interner Machtkämpfe, die USA haben das bisherige Machtzentrum um Chamenei einfach weg gebombt - und zudem viel repressiver gegen die eigene Bevölkerung vorgeht.



        Militärisches Engagement der Europäer? Bedeutet das denn, für den POTUS die Kohlen aus dem Feuer zu holen, an denen er selbst sich die Finger verbrannt hat?



        Und die Sache mit den Huthi am Bab al-Mandeb ist ja wohl wesentlich älter als der aktuelle Konflikt der USA mit dem Iran. Hier hat man aber einfach zugeschaut und den Konflikt treiben lassen statt zu versuchen, Saudi-Arabien bzw. die Golfstaaten und den Iran an den Verhandlungstisch zu bringen. Denn die haben es in der Hand, ob der Bürgerkrieg im Jemen beendet wird oder nicht.

        • @Abdurchdiemitte:

          Ich habe Yoriko N nicht so verstanden, dass es um die Resultate ging.

          Wenn es Ihnen darum geht:

          1) ist offensichtlich.

          2) ist jedenfalls kein Stück besser geworden.

          Was "militärisches Engagement der Europäer " konkret bedeuten soll, müsste die Autorin erklären.

          Saudi-Arabien hat den Krieg im Jemen nicht in der Hand, sonst gäbe es ihn nicht.

          Er ist nicht im Interesse Saudi-Arabiens.

          Diplomatische Gespräche bringen nur etwas, wenn für beide Seiten es etwas Besseres geben könnte als Krieg.

          Für eine Regierung, die sich mit einem göttlichen Sendungsauftrag sieht und den Märtyrertod als höchsten Lebenssinn feiert - für so eine Regierung gibt es nichts Besseres als Krieg.

          Man muss ihn halt nur gewinnen.

          Wer hätte denn im Jemen Ihrer Meinung nach mehr tun können als Zuschauen?

          • @rero:

            Ich wäre ja schon zufriedener, wenn USA, GB, F und Deutschland wengistens einfach nur zugeschaut hätten.

      • @rero:

        Durch die öffentliche Darstellung entsteht oft eine verzerrte Vorstellung von Krieg als bloße geopolitische Option. Für die Menschen vor Ort bedeutet er jedoch Tod, Flucht und die Zerstörung ihres gesamten Lebens – ein Grauen, das in Debatten kaum vorkommt, da Befürworter militärischer Lösungen nicht in bombardierten Städten leben müssen. Am Ende wird es ohnehin eine diplomatische Lösung mit Iran und im Jemen brauchen, um dauerhaft Frieden und sichere Passagen zu gewährleisten. Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater.

        • @Yoriko N.:

          "Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater."

          Meine nachfolgende Einschätzung soll keine Provokation sein und klingt vielleicht etwas naiv, aber wenn Friedensforscher erfolgreich wären, dann gäbe es meiner Meinung nach keine Kriege oder sehe ich das falsch?

        • @Yoriko N.:

          "Für die Menschen vor Ort bedeutet er jedoch Tod, Flucht und die Zerstörung ihres gesamten Lebens ..."

          Ich fürchte, dass ist jedem in unserem Land bewusst.

          Ich sehe nicht, wo hier Friedensforscher klar blicken.

          Vor allem liefern sie nicht.

          Sonst gäbe es weder im Nahen Osten noch in der Ukraine Krieg.

          Militärberater haben einen anderen Job.

          Den müssen sie erst machen, wenn die Friedensforscher versagt haben.

    • @Yoriko N.:

      Friede muss leider auch erkämpft und verteidigt werden. Zeigt der Blick in so ziemlich jeden Teil der Geschichte.



      Ebenso muss das Völkerrecht auch durchgesetzt werden, damit es eine Bedeutung behält. Und das Recht der friedlichen Durchfahrt ist eben (See-)Völkerrecht.

      • @metalhead86:

        Wenn erkämpft und verteidigt worden wäre, keinen völkerrechtswidrigen und davon abgesehen absolut blödsinnigen, undurchdachten aus-der-Hüfte-Angriffskrieg zuzulassen, wenn man also den Angreifern Israel und USA entschieden in den Arm gefallen wäre, dann hätte man neben der Geltung des Völkerrechts auch gleich noch die Beibehaltung der freien Durchfahrt erhalten.

        Dieser Krieg zeigt, welches nachhaltiges Unheil so ein Schnellschuss anrichtet. Die Schließung und der Versuch auch künftiger Kontrolle ist ein Resultat des Angriffskriegs von USA und Israel. Mit Kriegen werden manche Dinge neu sortiert, oft genug zum Nachteil von Vielen.

        Der Dump ist noch nicht mal halb durch und überdurchschnittlich erfolgreich auf dem Pfad maximaler Schädigung der maximalen Anzahl von Menschen.

        Es ist nicht Europas Krieg. Das Trumpel hält doch "all the cards" und löst den Nahostkonflikt in all seinen Ebenen in zwei Wochen.

        Der Rest der Welt, der ihn machen lässt, ernet dann eben, was dabei heraus kommt. Wir müssen eben mit der neuen Situation leben. Die Situation vor dem Krieg kommt nicht zurück. Und kann auch nicht zurück gebombt werden.

      • @metalhead86:

        Das Verbot von Angriffskriegen aber auch.

        • @Francesco:

          Wundere mich doch auch sehr , wie hier Leute aufs Völkerrecht pochen, welches sie doch vor nicht allzu langer Zeit und in anderer Konstellation recht großzügig zu Gunsten der USA und Israel ausgelegt hatten.

  • Das größte aktuelle Problem ist, dass zunehmend das Völkerrecht durch das Recht des Stärkeren ersetzt wird - Ukraine, Gaza/Westjordanland, Venezuela, Kuba ...

  • Kein Blut für Öl!



    (Slogan der Demos gegen den Golfkrieg)



    Das Ziel heißt nicht Krieg.



    Die Situation ist weder für den Iran, noch für die USA nutzbringend.



    Es ist bekannt, dass die USA bereits sehr viel „Pulver“ verschossen haben.



    Der Nachschub an Munition ist begrenzt.



    Bisher wurden 37 Mrd. verballert, ohne dass irgendein Nutzen entstanden wäre.



    Iran mag in irgendwelchen Bunkern noch Waffen haben, aber spurlos vorbei gingen die Angriffe natürlich nicht.



    Es ist also erwartbar, dass beide Seiten wieder zusammenkommen, denn SO haben



    sie nichts zu gewinnen.



    Wir schon gar nicht, wir haben einen Krieg vor der Tür und müssen uns auf die Möglichkeit vorbereiten uns direkt verteidigen zu müssen.



    Grundsätzlich gilt, uns unabhängig zu machen.



    Das heißt, Regenerative stärken, Strom statt Öl.



    Leider hat unsere Wirtschaftsmini Vorstellungen, die die Realität außen vor lassen.



    Wenn Merz schlau wäre (…), dann würde er die bisher völlig belanglose Kabinettsumbildung durch die Absetzung Reiches zu einem echten Gewinn machen.



    Wir sind keine Miltärmacht, wir sind eine Wirtschaftsmacht.



    Damit das so bleibt heißt es JETZT handeln und den Weg der Unabhängigkeit weiter gehen.

  • Der Bosporus ist eine natürliche Wasserstraße und die Türkei verlangt gebühren dafür. Das mit dem Exempel ist also schon längst widerlegt.

    Was allerdings noch viel absurder ist, dass man hier zum Krieg aufruft. Was soll das bedeuten, Europa darf nicht nur zusehen?

    Trump ist mittlerweile zur Ausdehnung der Kriegsverbrechen übergegangen und will vermehrt zivile Infrastruktur angreifen lassen. Möchten Sie, dass deutsche Soldaten sich daran beteiligen? Für die Kontrolle über die Meerenge müsste man wohl einen Bodeneinsatz starten. Wollen Sie deutsche Soldaten dafür in den Tod schicken? Es gibt dort nichts, was Europa vollbringen könnte, was die USA auch nicht schaffen.

    Der Iran hat in etwa 1-2% der Schiffsladung als Gebühr veranschlagt. Ich bin gerne bereit, 1-2% am Ende mehr zu zahlen, wenn das der Preis für den Frieden ist. Trump wird ihn als Verursacher ja eh nicht zahlen. Das kommt noch immer günstiger, als alles was der Krieg bis jetzt an Preisanstiegen bedeutete und klingt allemal besser, als für Krieg zu werben.

    • @Schöneberg:

      Mit Unrecht zu befrieden hat sehr kurze Beine.

    • @Schöneberg:

      Auch dafür gibt es einen Vertrag, da die Bosporus-Durchfahrt ansonsten die Durchquerung türkischer Gewässer erfordert. Die breitere Straße von Hormus beinhaltet internationales Gewässer.

      • @Nachtsonne:

        "Die breitere Straße von Hormus beinhaltet internationales Gewässer."

        Und ebenso, nur als Ergänzung, omanische Gewässer, für deren Befahrung Oman die Erlaubnis erteilt hat.

      • @Nachtsonne:

        Auch dafür wird sich sicher ein Vertrag aufsetzen lassen.

        • @Schmetterling:

          Eben nicht, denn der Iran hat keinen Anspruch auf Geld für das Befahren internationaler Gewässer. Man nennt das nicht Vertrag sondern Erpressung.

  • Wenn man diesen Krieg erfolgreich, in dem Sinne, das das iranische Regime gestürzt würde, hätte führen wollen, hätten im großen Umfang Bodentruppen einsetzen müssen, wofür es aber nie Anzeichen gab.



    Ich habe mich daher von Anfang an gefragt, wie der Trump seine Kriegsziele erreichen wollte.

    • @Axel Schäfer:

      Seit Giulio Douhet 1921 sein Werk „Il Dominio dell’Aria“ veröffentlich hat, glauben immer wieder Militärs und Politiker, dass man durch den Abwurf großer Mengen Bomben Kriege gewinnen kann. Meist war es nicht so...

  • "Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Die Autorin ist sich anscheinend nicht bewusst, was für eklatante Folgen eine militärischen Unterstützung haben werden.



    Ist sie nur naiv oder sollte es provokative Absicht sein?



    In Mainstream Medien, bis hin bei rechtsgerichteten Schreibern würde man den Kopf schütteln- in der taz Zeitung bleibt mir zumindest, die Spucke weg.

  • Europa hat nicht die Mittel um Iran zum Umdenken zu bewegen. Auch nicht im Zusammenspiel mit Nordamerika.



    Europa hat aber die Mittel Pipelines vom Mittelmeer bis an den indischen Ozean zu bauen. und so der Straße von Hormus die Bedeutung zu nehmen.



    Europa hat auch die Mittel, dem Handelsgut Öl die Bedeutung zumindest für Europa zu nehmen.

    • @metalhead86:

      Wo soll denn die Pipeline lang führen?

      • @Uwe Kulick:

        Vor allem: Wer soll die bewachen? Hat ja bei den Nordstream-Rohren auch nicht geklappt …

      • @Uwe Kulick:

        vom Golf zum Mittelmeer würde schon genügen

  • Man sollte Ursache und Wirkung nicht vertauschen.



    Aus der ursprünglichen Aggression nachträglich eine Rechtfertigung für den Krieg abzuleiten, ist ein logischer Fehlschluss.



    Wenn nun der Iran die Straße von Hormus blockiert oder unter seine Kontrolle bringt, gilt das als Aggression – obwohl man nach derselben Argumentation auch von einer Reaktion oder gar Selbstverteidigung sprechen könnte. Oder es auch einfach Notwehr nennen.



    Diese Doppelmoral ist das eigentliche Problem.

    Klarer wäre auch, wenn man wirtschaftliche Abhängigkeiten als Kriegsgrund benennen würde in einer Region, die uns im Grunde genauso wenig angeht wie früher Afrika oder die neue Welt.



    Ein Schelm also, der spätkoloniales Handeln unterstellt.



    Zu Erinnerung:



    Es ging ja um Atomwaffen, die die Mullahs nicht haben dürfen.



    Und zurückzur Doppelmoral: die Saudis sollen ja wollen und auch bals dürfen..

    • @Stefan Schmitt:

      "Wenn nun der Iran die Straße von Hormus blockiert oder unter seine Kontrolle bringt, gilt das als Aggression ..."

      Er blockiert auch die Gewässer des Oman, was ich durchaus aggressiv finde.

      "... die Saudis sollen ja wollen und auch bals dürfen.. ..."

      Ob es bei den Saudis um Waffenherstellung oder um zivile Nutzung geht, kann ich nicht einschätzen und habe mir dazu aus diesem Grund noch keine abschließende Meinung gebildet. Der relevante Unterschied ist für mich allerdings, dass die Saudis keinem anderen Staat glaubwürdig mit Vernichtung drohen und das durch ihre Söldner auch bereits mit Einschränkungen versuchen.

      (Ich weiß, dass Iran angeblich "nur" Israel vernichten will, nicht jegliches jüdisches Leben, aber diese Unterscheidung kann als widerlegt betrachtet werden.)

  • Ja, aber, nein.



    Ursache, Wirkung, Lösung?



    Die Strasse war frei bevor der Krieg begonnen wurde. Es hätte, aus der Ferne gesehen, wahrscheinlich auch eine Lösung ohne Durchfahrtserpressung gegeben. Nur das der great dealmaker wieder gescheitert ist. Wobei die andere Seite auch nicht besser ist.



    Und dann eskalierte der Krieg weiter.

    Aber wenn es nur um die Strasse gehen würde, müsste es eine UN Resolution geben und dann eine entsprechende Aktion. Aber, so wird alles verknüpft, bis hin zur Israelfrage und in den unklaren Schlamassel sollte sich die EU nicht reinziehen lassen. Zumal sie ja nicht bestimmen dürfte, sondern als Vasall zu dienen hätte.

  • "in Anbetracht der Konsequenzen für die Weltmärkte sollte es auch in Europas Interesse liegen (...). Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Mit dem Engagement geh ich mit. Aber warum das sofort und unumgänglich alternativlos militärisch zu sein hat wüsste ich schon ganz gern.



    Besonders in der taz.

  • Die Huthis sind auch nur eine Terrororganisation wie Hamas, Hisbollah, Taliban. Es ist ein Problem, wenn sich solche Gruppen zu Territorialfürsten entwickeln. Es braucht dagegen völlig neue Strategien, aber auch gegen Iran. Da darf kein Wasserfahrzeug mehr von Irans Küste ablegen. Minensuche und Raketenabwehr muss mit Massenproduzierbarem schnell und sicher erledigt werden. Wie haben die USA in Wk2 das gemacht? Massenproduktion!!! Patriot System ist zu teuer. Zu wenig Stückzahl.

  • Was für eine merkwürdige Sicht. Es waren die Herren Trump & Co., die die jetzige Situation geschaffen haben. Indem sie einen unsinnigen Krieg begonnen haben. Die Lösung kann da doch nicht sein, den Unsinn immer weiter zu treiben.

    Und natürlich ist es völlig absurd, wenn die "Europäer" jetzt auch noch bei diesem Unfug mitmachen. Was die kampstärkste Flotte der Welt nicht erreichen kann, werden bestimmt nicht ein paar Boote aus Europa schaffen. Dazu kommt noch, dass niemand ernsthaft will, dass sich die ehemaligen Kolonialmächte wieder am Golf breit machen. Also lassen wir doch bitte diesen galoppierenden Größenwahn und schauen, dass wir so schnell wie möglich vom Öl loskommen. DAS wäre weiter als von um 12 bis Mittag gedacht.

  • Nein. Europa sollte den USA auf die Finger klopfen. Die USA haben diesen Krieg angezettelt. Europa soll gefälligst die Finger davon lassen. Diesen von Machtgier und falschen Einschätzungen getriebenen US-Präsidenten zu unterstützen kann nur Nachteile bringen.

  • Moment mal. Richtig ist, dass der Iran angegriffen wurde. Dass die sich wehren ist dabei die Logik die ich sehe. Dass die Druck ausüben, ist auch logisch. Seit Jahren wird doch Druck auf den Iran ausgeübt. Jetzt halt mal etwas Gegendruck. Und der Iran will und möchte verhandeln. Nur die schlucken halt nicht alles. Und wenn die Amis jetzt zum Exporteur von Atomenergie in der Region werden, dann hat der Iran alles Recht der Welt ebenso Atomenergie zu haben. Gefällt mir zwar nicht. Es ist aber die Logik.

    • @Pico :

      Sehe ich wie **S**ie. Am Ende wird es ohnehin eine diplomatische Lösung mit **dem** Iran und im Jemen brauchen, um dauerhaft Frieden und sichere Passagen zu gewährleisten. Friedensforscher blicken hier oft klarer als Militärberater.

    • @Pico :

      "Moment mal. Richtig ist, dass der Iran angegriffen wurde."

      Nein.

      Das muss man so nicht sehen.

      Man kann es auch als einen Krieg zusammen mit dem Überfall der Hamas auf Israel und die Hisbollahangriffe sehen.

      Der Iran sieht das so, darum verhandelt er den Krieg im Libanon mit.

      Die Israelis sehen das auch so.

      • @rero:

        Nein.



        Das muss man so nicht sehen. Man kann es auch als völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA und Israel auf den Iran sehen.

        • @Schmetterling:

          Beide Sichtweisen sind meiner Meinung nach möglich, je nachdem, ob man die "Söldner" des Iran mit einbezieht oder außen vor lässt.

    • @Pico :

      Der Iran übt Druck aus, in dem er unbeteiligte Staaten angreift und wird damit selbst Aggressor.

    • @Pico :

      Ich sehe es so wie Sie, nur dass es nicht nur um Druck ausüben geht. Der Iran wurde mittlerweile zwei mal inmitten der Verhandlungen von den USA und Israel angegriffen, noch während sie liefen.

      Aus Sicht des Irans wird dieses Druckmittel benötigt, um nicht immer wieder erneut angegriffen zu werden. Die Schuld dafür liegt allein bei Trump.

      • @Schöneberg:

        Danke, dass auch viele andere das ebenso sehen. Mich wundert nur, dass es auch bei uns welche gibt, die die Sichtweise eines Donald Trump sich zu eigen machen.

        • @Pico :

          Es liegt vor allem an den Medien und denken in Schubladen. Viele wollen auch an dem Glauben festhalten, der ihnen seit der Kindheit eingehämmert wurde, dass die USA unsere Freunde wären.



          Oft merkt man in Gesprächen, dass Leute nicht mal feste Grundsätze haben, sondern sie je nach Sympathie verbiegen. Geht man Beispielsweise in irgendeinen beliebigen Artikel in irgend einer beliebigen deutschen Zeitung mit dem Krieg in der Ukraine als Thema, so werden Sie mit großer Sicherheit eine große Mehrheit sehen, die Angriffe auf zivile Infrastruktur feiern und es bejubeln.



          So sehr man Putins Angriffskrieg verabscheuen muss, wer so etwas feiert, der hat keinerlei Prinzipien und wird die schlimmsten Untaten verteidigen, so lang es den eigenen Interessen dient.

  • Ach so, wir sollen jetzt für die Weltmärkte in den Krieg ziehen?

    • @Der dreckich Katz:

      Nein, für das Völkerrecht. Stichwort friedliche Durchfahrt.

      • @metalhead86:

        Für das Völkerrecht in einen Krieg ziehen, der mit einem völkerrechtswidrigen Überfall angezettelt wurde? Suchen wir uns den teil des Völkerrechts heraus, der gerade nützlich ist?

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Wer redet denn davon am US-Iran-Krieg telizunehmen?

          • @metalhead86:

            Was wäre es sonst, wenn da noch jemand mitballert?



            Man kann doch keinen Krieg neben dem Krieg führen,

      • @metalhead86:

        Das ändert aber nichts daran, dass es nur um Wirtschaftsinteressen geht.

  • Es zeigen sich wider mal viele Doppelstandarts die "wir" im Westen uns wie selbstverständlich herausnehmen.

    Der Iran -- obwohl im Krieg, da von den USA angegriffen -- soll das "Recht auf frieldiche Durchfahrt" durch seine Hoheitsgewässer achten.



    Und die "Freiheit der hohen See" sowieso.

    Aber gegen die sogenannte "Russiche Schattenflotte" muss vorgegangen werden -- "kapern" auf "Hoher See" am besten gleich mit eingeschlossen (Frankreich hat zwei mal Tanker auf Hoher See aufgebracht).

    Ja was den nun ?

    Und noch eine Anmerkung zu "Schattenflotte":



    -- so bezeichnen wir Tankte die "unsere" EU-Sanktionen umgehen.

    Nur sind diese Sanktionen "Senkundärsanktionen" denn Tanker unter der Flagge Panamas oder dergleichen die Öl von Russland nach Indien fahren bewegen sich nicht im europäischen Rechtsraum.

    Wie sage Bundeswirtschaftsministerin Zypries 2017 noch sachlich sehr richtig, Zitat laut Zeit zu Sekundärsanktionen der USA gegen Russisch-Deutschen Handel 2017:

    "Das US-Gesetz sehe auch Sanktionen gegen deutsche und europäische Unternehmen vor. "Wir halten das schlicht und ergreifend für völkerrechtswidrig ..."

    So auch der Wiss. Dienst des Bundestages, siehe WD 2 - 3000 - 079/25;

    • @Jörg Heinrich:

      Bitte genauer hinschauen. Bei den aufgebrachten Schiffen handelt es sich um staatenlose, da die vermeintliche Registrierung nicht gestimmt hat. Und auf hoher See hat jeder das Recht beziehungsweise die Unterzeichner der UN Seerechtskonvention die Pflicht, solche Schiffe zu überprüfen. Allein schon wegen Haftungsfragen.



      Vergleich, hinkend: die deutsche Polizei darf auch Fahrzeuge mit gefälschten Kennzeichen anhalten und festsetzen, wenn diese Kennzeichen ausländisch sind. Hinkend, weil sie eh nur in Deutschland kontrollieren darf.

      • @travellingpete:

        Tatsächlich behauted Frankreich das -- flasche Flagge" -- gerne und oft.

        Nur gestimmt hat es bisher nie.

        Konkretes BSP:

        Die Festsetzung des Tanker "Boracay" Herbst 2025 durch Frankreich.

        Er wurde erst wegen angeblich "falscher Flagge" aufgebacht und nach Frankreich "verschleppt" dann wurde der Vorwurf gegen die Besatzung reduziert, Zitat Spiegel Okt 2015:

        "Der Kapitän ... wurden auch wegen des Vorwurfs festgenommen, die »Nationalität des Schiffes« nicht belegen zu können. Der Kapitän soll sich nun am 23. Februar des kommenden Jahres vor einem französischen Gericht verantworten, weil er bei einer Kontrolle auf See offizielle französische Anweisungen nicht befolgt haben soll. Weitere Vorwürfe wurden fallen gelassen."

        Tatsächlich ist im öffentlichen IMO-Register (UN-Unnterorganisation) ein lückenloser Verlauf von Regestrierungen:

        Name:



        PHOENIX (effective 2026-01)



        Boracay (effective 2025-09)



        ...



        IMO Number: IMO 9332810



        Flag:



        Russian Federation (effective 2026-01)



        Benin False (effective 2025-09)



        Malawi False (effective 2025-06)



        Gambia False (effective 2024-12)



        Djibouti (effective 2024-11)



        ...

        • @Jörg Heinrich:

          Da steht aber auch oft genug falsch, um eine Überprüfung durchaus zu begründen. Mir ist der aktuelle Name entfallen, irgendwann war er mal Bella. Vermeintliche Umflaggung auf hoher See, obwohl die Regularien dazu einen Hafenaufenthalt vorgeben. Schwierig, wenn man bevorzugt über Transfers von Schiff zu Schiff handelt. Und dann musste noch eine niederländische Flagge umgenäht werden, weil auf dem plötzlich angeblich russischen Schiff keine russische Flagge zu finden war.



          Insofern sind Kontrollen durchaus angezeigt. Auch wenn dabei raus kommt, daß ausnahmsweise mal alles ok ist.

    • @Jörg Heinrich:

      Das Recht zur friedlichen Durchfahrt gilt allerdings nicht, wenn bestimmte Handlungen vorgenommen werden.



      Bewusst den Anker über den Grund schleppen wo Verbindungskabel verlaufen zum Beispiel. Oder Aufklärungsdrohnen starten.

      • @metalhead86:

        Selbst die Gerichte von Ländern die von Beschädigten Leitungen direkt betroffen sind -- sind nicht zuständig für die Unfälle auf hoher See die dazu führten.

        Hierzu hat ein Finnische Gericht festgestellt:

        Konkreter Fall, der Tanker "Eagle S" dessen Anker ein Unterseekabel zischen Finland und einem der baltischen Staaten beschädigt hatte.

        Zitat Tagesschau 31.12.2024:

        "Erneut wird ein Unterseekabel in der Ostsee beschädigt. Im Verdacht steht ein Frachter, der mit eruntergelassener Ankerkette angetroffen wurde."

        Die rechtliche Situation, Zitat NTV 02.10.2025:

        "Im Prozess um die Beschädigung mehrerer Unterwasserkabel in der Ostsee durch ein mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehörendes Schiff hat ein Gericht in Helsinki die Klage der Staatsanwaltschaft abgewiesen. "Es war nicht möglich, finnisches Strafrecht auf den Fall anzuwenden", hieß es in einer Erklärung des Gerichts. Die Klage falle nicht in den zuständigkeits-bereich des Gerichts. ..."

        Auf hoher See ist "an Board" ein Schiffes vereinfacht gesprochen "Hoheitsgebiet" des Flaggenstaates.

        Und wir -- die Wirtschaft der EU -- sind sehr auf die Einhaltung dieser Regel angewiesen.



        Die Straße von Hormus zeigt das gerade.

  • "militärisches Engagement." - im Prinzip ja, aber womit und wie? Unsere Intressen sind bedroht aber, wir haben ein einziges Minenjagdboot, das noch dazu einen Bundestagsbeschluss und ein internationales Mandat brauchen würde um zum Einsatz zu kommen, am St Nimmerleinstag. Also sehr sehr wenig, irgendwann. Wir bräuchten eine echte Marine um Macht auch projizieren zu können, um ernst genommen zu werden. Derzeit ist Deutschland international eine Lachnnummer, sorry, aber das ist das Ergebnis jahrzehntelanger Vogel-Strauß-Politik. Dazu kommt die dadurch geprägte Geisteshaltung die das Wegschauen und den Amis alles überlassen kultiviert und zum Credo erhoben hat. Und mal ehrlich, wer nimmt denn Merz oder What-a-fool oder Klingbeil für wichtig, außerhalb Deutschlands? Und jetzt wundern sich alle (ich nicht! um mal das Leben des Brian zu zitieren). Hier müsste zunächst umgedacht, dann gehandelt werden aber dafür müssten SPD, Grüne und große Teile der CDU über ihren Schatten springen. Was sie nicht tun werden. Also geht alles weiter wie bisher, D zahlt und wundert sich dass alle lachen.

    • @Gerald Müller:

      Scheint Sie irgendwie zu stören, dass Einsätze der Bundeswehr demokratisch legitimiert sein müssen?



      Ihre Forderung nach einer "echten" Marine erinnert mich an Wilhelm zwo, der hat da auch von geträumt. Wie derartige Großmacht-Träume ausgehen, wissen wir.

    • @Gerald Müller:

      Das Thema Minensuche ist übrigens erstmal abgeblasen. Der Verband ist auf dem Weg zurück ins Mittelmeer.

    • @Gerald Müller:

      Wir zahlen aber immer noch Kaiser Wilhelms Schaumweinsteuer für die Deutsche Kriegsflotte. Hurrraaa ! (Die Schaumweinsteuer (umgangssprachlich Sektsteuer) wurde im Jahr 1902 von Kaiser Wilhelm II. eingeführt, um den Aufbau und die Modernisierung der kaiserlichen Kriegsflotte zu finanzieren. Obwohl die damalige Marine längst untergegangen ist, existiert die Steuer in Deutschland bis heute.)

  • Anstatt hier frank und frei ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement zu fordern (wer? wie? womit? wofür? bis wann? ...?) könnte man auch den naheliegenden Schluss ziehen, die gerade teuer bestellten Waffen und die gerade zaghaft auf Kriegsdienst eingeschossene (haha) Jugend noch ein bisschen für die tatsächlich unsere schöne Freiheit bedrohende zaristische Armee aufzusparen. Und gleichzeitig den durch die trumpistische Armee auf Expedition im Morgenland hervorgerufenen wirtschaftlichen Verwerfungen mit der so oder so gebotenen Resilienzsteigerung und anderen Abhängigkeitsverminderungsmaßnahmen begegnen.

  • Puh, ja nee, also ... "wie auch immer geartetes militärisches Engagement" ist in seiner gefährlichen Unbestimmtheit ungefähr das, was die US-Regierung unter Donald Trump gerade im Iran macht.

    Die US-Kritik am US-Krieg gegen den Iran in US-Medien wie z.B. dem Atlantic von Anfang an und bis heute lautet: Unklare Kriegsziele, keine Exit- und Alternativ-Strategien.

    Wir brauchen also bitte garantiert kein "wie auch immer geartetes militärisches Engagement" der Europäer. WTF!

    Was wir statt dessen brauchen, wäre eine geopolitische Strategie welche auch die militärische Komponente als eine von vielen berücksichtigt.

    So eine Strategie könnte z.B. bedeuten, sich von den fossilen Energien des Nahen Ostens noch beschleunigter unabhängig zu machen (also das Gegenteil von dem was Reiche macht) und Europa militärisch so weit zu stärken, dass es sich von Trumps USA oder einem zukünftigen US-Präsidenten Vance z.B. in Bezug auf die Ukraine nicht mehr erpressen lassen muss.

    Solch eine Strategie könnte z.B. auch beinhalten im Inneren für mehr materielle Gleichheit zu sorgen, so dass Propaganda aus dem Osten nicht mehr so gut verfängt und europa- und nationalfeindliche Parteien ausgebremst werden.

    • @Hanno Homie:

      100%.



      Energiewende mit Freiheitsenergien?



      Reiche (und damit Merz und damit auch die spd!) zerstört diese grade durch ihre korruptes roll-back in der Energiepolitik.



      Steuergerechtigkeit?(taxjustice.net hören!)



      untätig: ALLE Finanzminister seit 1982.



      Klingbeil kündigt kleinlaut an, was er nicht vorhat durchzusetzen.



      Blackrock-Merz wird einen Teufel tun.



      Habecks' "den Bach rauf" Einstellung fehlt.

      Sozialpolitik finanzieren zu können?

    • @Hanno Homie:

      volle Zustimmung.



      Vor allem der Teil mit dem unabhängig machen von den fossilen Abhängigkeiten.



      Dann bräuchten wir auch kein " militärisches Engagement" - was auch immer die Autorin damit meint.

  • Seitdem unser Gaslieferant Nummer 1 einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf ein Land begonnen hat, sanktionieren wir den - völlig zurecht - nach Strich und Faden, trotz enormer Kosten für Wirtschaft und Abbau des Sozialstaats zugunsten des Militärs.



    Wir schließen ihn sogar von internationalen Sportgroßveranstaltungen aus.

    Unser neuer Gaslieferant Nummer 1 beginnt dummerweise auch völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf ein Land. Den sanktionieren aber wir nicht, sondern er sanktioniert uns. Willkürliche Strafzölle gegen unsere Wirtschaft, Zwang zu mehr Geschäfte mit ihm, Mitsprache bei unseren Gesetzen, Abbau des Sozialstaats, Förderung Rechtsextremer, Zerstörung Europas. Ist uns egal.



    Wir lassen den sogar eine internationale Sportgroßveranstaltung ausrichten.

    Und jetzt sollen wir ernsthaft auch noch bei dem Krieg auf der Seite des Aggressors mitmachen? Warum schicken wir nicht auch gleich Truppen zur Unterstützung Putins?

    • @Limonadengrundstoff:

      Weil "wir" wissen, wer uns überlegen und wer uns unterlegen ist.

      Und weil auch Putin aufpasst, dass kein Flächenbrand entsteht.



      Oder weil er für einen Flächenbrand nicht machtvoll genug ist.



      Suchen Sie es sich aus.

      Der Iran will ihn haben, darum bombardiert er ja Nachbarn, die diesen Krieg nicht wollten und sich nicht aktiv beteiligen.

      • @rero:

        Diese Nachbarn sind allesamt Verbündete der USA mit amerikanischen Militärstützpunkten.

        • @Francesco:

          Nun kriegt Deutschland trotz Militärbasis der USA keine russischen Bomben ab.

          Scheint also schon einen Unterschied zu geben.

          • @rero:

            Manch einer würde wohl sagen:



            Weil der Iran für diesen Flächenbrand nicht machtvoll genug ist.

        • @Francesco:

          Die Nachbarn wissen, warum.

      • @rero:

        "Der Iran will ihn haben, darum bombardiert er ja Nachbarn, die diesen Krieg nicht wollten und sich nicht aktiv beteiligen."

        Ohne die Basen in den Nachbarländern könnten die USA den Krieg nicht führen.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Würde der Iran weniger aggressiv auftreten, würde es die Militärbasen nicht geben.

          Gerade Saudi-Arabien hat sich lange damit schwergetan.

          • @rero:

            Echt? Eine Huhn - Ei Debatte?

            Die Basen entstanden übrigens, als es gegen den Irak ging...

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Der Iran tritt seit der Islamischen Revolution aggressiv auf.

              Der Iran hat als Ziel die Zerstörung Israels offen proklamiert.

              Auch schon vor der Einrichtung der Militärbasen der USA hat die iranische Führung versucht, die Revolution zu exportieren und die verschiedenen schiitischen Minderheiten aufzuwiegeln.

              Durchaus mit Erfolgen.

              Nein, das ist keine Huhn-Ei-Debatte.

              Das jetzt stornierte Abraham-Abkommen fußt darauf, dass Israel und mehrere Golfstaaten ein gemeinsames Problem haben: Iran.

              • @rero:

                "Nein, das ist keine Huhn-Ei-Debatte."

                Doch. Wie immer in solchen Debatten kann man sich beliebige Zeitpunkte heraussuchen. Wie wäre es damit, dass die USA alles taten, um das Terrorregime des Shahs an der Macht zu halten?

                Und neben dem Abraham-Abkommen gab es auch eine, von China vermittelte, Annäherung zwischen dem Iran und seinen Nachbarn.



                Geschichte und Politik sind eben dann doch nicht ganz so einfach. Beides ist ganz selten schwarz/weiss)

                • @warum_denkt_keiner_nach?:

                  Politik ist nie einfach und nie Schwarz/Weiß.

                  Nur spielt im Verhältnis des Irans zu den arabischen Staaten keine große Rolle, dass die USA den Schah stützten.

                  Deshalb lässt sich hier der Zeitpunkt wirklich recht gut bestimmen: die Islamische Revolution.

                  Die Golfstaaten sehen bis heute einen bewaffneten Konflikt mit dem Iran nicht in ihrem Interesse.

                  Es gibt auch keine relevanten Grenzstreitigkeiten oder anderes, was einen Konflikt mit den arabischen Staaten langfristig nähren würde.

    • @Limonadengrundstoff:

      es gibt aber doch feine Unterschiede zwischen beiden - völlkerrechtswidrigen - Angriffskriegen. Die scheinen Ihnen aber entgangen zu sein.



      Differenzieren und nuancieren ist eine Kunst.

  • "Und das bedeutet eben auch ein – wie auch immer geartetes – militärisches Engagement."



    Zwingend? Müsste man nicht erst diplomatische Mittel versuchen? Ist das amerikanische Embargo gegen iranische Häfen nicht genauso illegal? Müsste Europa nicht in erster Linie Druck auf die USA ausüben, damit diese den illegalen Angriffskrieg beendet? Auch wenn sie gegen das Seevölker verstoßen dienen die iranischen Aktio en dazu, sich gegen die amerikanische Aggression zu wehren.

    • @Francesco:

      Die iranischen Aktion dienen zu mehr

      Der Iran will seit geraumer Zeit mindestens Regionalmacht sein.

      Dafür finanziert er die Proxys.

      Das kostet ihm viel Geld.

      Dazu gehört auch die vollständige Kontrolle über die Straße von Hormus.

      Dazu gehören die Bombardierungen der Golfstaaten.

      Dazu gehören die internationalen Anschläge.

      Der Iran hat Visionen.

      Da ist es zu klein gedacht, der Iran wolle sich nur wehren.

      Dann würde er sich anders verhalten.

      Diplomatische Anstrengungen, mit der iranischen Regierung klarzukommen, gibt es nun seit 47 Jahren.

      Erfolg sieht anders aus.

      Heißt aber nicht per se, dass die Bundeswehr mehr Erfolg hätte.

      • @rero:

        "Diplomatische Anstrengungen, mit der iranischen Regierung klarzukommen, gibt es nun seit 47 Jahren."



        Hatte nicht Trump in seiner ersten Amtszeit einen entsprechenden Vertrag gekündigt und so alle bisherigen Bemühungen zunichte gemacht?

      • @rero:

        "Der Iran will seit geraumer Zeit mindestens Regionalmacht sein."

        Das will Saudi-Arabien auch.

        • @Francesco:

          Ja. Und?

  • nein, das beinhaltet kein militärisches Engagement. Selbst wenn es in unserem Interesse liegen sollte, wirtschaftlich tut es das ganz bestimmt, aber weltpolitisch ist das eine tickende Zeitbombe.



    Es kann der tipping point sein für die wirtschaftliche Katastrophe, aber ganz sicher ist es ein militärisches Pulverfass und kein bloßer tipping point. Dieser Konflikt hat Potential für die ganze Welt zum auslöser zu werden für neue militärische Eskalationen.



    Auf die wirtschaftlichen Folgen, gäbe es theoretisch die Möglichkeiten autonom zu reagieren, auf die militärischen Folgen ganz sicher nicht, das ist ein Strudel ohne Ausweg. Gar nicht erst reingehen!

    • @nutzer:

      Sie meinen, die Staaten im Würgegriff des Iran sollte man lieber im Würgegriff lassen?

      • @rero:

        ich könnte genauso plakativ fragen:



        Sie meinen, wir sollen in einen Krieg ziehen, ohne die Folgen zu bedenken?

  • >>Das bedeutete: innerhalb omanischer Hoheitsgewässer. Die erstrecken sich laut dem Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen über zwölf Seemeilen vor der Küste des jeweiligen Staats.

    • @Francesco:

      Da ging leider der eigentliche Beitrag verloren:



      In der Straße von Hormuz veräuft die Grenze der Hoheitsgebiete in der Mitte der Meerenge und damit weniger als 12 Seemeilen von der omanischen Küste entfernt.

  • Alles schön und gut, nur scheut das Trump-Regime aus innenpolitischen Gründen leider die einzige Option, diesen Krieg auch zu einem für sie und den Rest der Welt erfolgreichen Ende (d.h. keine Kaperung der Straße von Hormuz, keine Atomwaffen für Iran, Ende des mörderischen Mullah-Regimes) zu bringen: eine breit angelegte Bodenoffensive. Die Menschen im Iran hätten es verdient, bei ihrem Kampf gegen die Mörder-Mullahs, die Revolutionsgarde und die Milizen Unterstützung zu bekommen.

    So wird dieses Theater halt noch Monate, wenn nicht Jahre weitergehen, dank der dilettantischen Politik des Trump-Regimes und seinem unsäglich inkompetenten Personal.

    • @Bussard:

      "...eine breit angelegte Bodenoffensive..."

      Klingt ganz einfach. Ein kleiner Blick auf die Geographie des Landes zeigt aber, dass das keineswegs einfach ist. Das würde eine sehr blutige Angelegenheit. Vor allem auch für die Menschen, die man angeblich befreien will.