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Weniger Steuereinnahmen als erwartetDie Mär vom Ausgabenproblem

Gastkommentar von

Leo Laurin Wagener

Der Staat wird dieses Jahr weniger Steuern einnehmen als erwartet. Viel wichtiger als die absolute Zahl ist aber die Frage: Wer trägt die Steuerlast?

D eutschland wird in diesem Jahr nun doch keine Billion Euro an Steuern einnehmen. Die jüngste Steuerschätzung korrigiert die erwarteten Einnahmen nach unten: Statt der zuvor prognostizierten Billion rechnet der Staat jetzt mit 998,7 Milliarden Euro. Für Bund, Länder und Kommunen bedeutet das Mindereinnahmen von rund 17,8 Milliarden Euro.

Doch obwohl die Einnahmenprognose sinkt, werden einige Stimmen daraus wieder die politische Botschaft ableiten, Deutschland habe kein Einnahmeproblem, sondern vor allem ein Ausgabenproblem. Der Staat müsse sich endlich „zusammenreißen“, Sozialausgaben begrenzen und Investitionen zurückfahren, statt ständig über neue Einnahmen oder gerechtere Besteuerung zu sprechen. Diese Erzählung greift zu kurz und verkennt die eigentlichen Probleme.

Leo Laurin Wagener

ist Referent für Steuerpolitik bei FiscalFuture, einem gemeinnützigen Verein für zukunftsfähige Finanzpolitik. Er hat Politische Ökonomie am King’s College London studiert.

Zunächst zeigt die neue Steuerschätzung vor allem, wie stark globale Entwicklungen die öffentlichen Einnahmen beeinflussen. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) erklärte, die Steuerschätzung zeige, wie sehr uns der Irankrieg wirtschaftlich schade. Die positive wirtschaftliche Dynamik werde durch Trumps verantwortungslosen Krieg und den daraus resultierenden weltweiten Energiepreis-Schock vorerst ausgebremst.

Die neue Steuerschätzung dürfte die Kürzungsdebatten verschärfen und die Koalitions-Spannungen erhöhen

Die schwächeren Einnahmeerwartungen sind Ausdruck einer vertieften Krisensituation. Die neue Steuerschätzung dürfte die Kürzungsdebatten weiter verschärfen und die Spannungen innerhalb der Koalition erhöhen. Denn sinkende Einnahmeerwartungen erhöhen den Druck auf den Bundeshaushalt erheblich: Während Investitionsbedarfe bei Infrastruktur, Wohnen oder Klimaschutz bestehen bleiben, werden Forderungen nach Einsparungen und Sozialkürzungen nun noch aggressiver vorgetragen.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Jedes Jahr ist Rekordsteuerjahr

Gleichzeitig bleibt ein wichtiger Punkt bestehen: Auch knapp 999 Milliarden Euro sind historisch betrachtet weiterhin extrem hohe Einnahmen. Nach Jahren hoher Inflation und steigender Löhne ist das wenig überraschend. Seit 2011 war beinahe jedes Jahr ein Rekordsteuerjahr, abgesehen vom Corona-Krisenjahr 2020. Das ist der normale Effekt einer wachsenden nominalen Wirtschaftsleistung.

Entscheidend ist deshalb nicht die absolute Zahl, sondern die Steuerquote, also das Verhältnis der Steuereinnahmen zur Wirtschaftsleistung. Und diese Quote bewegt sich in Deutschland seit Jahren relativ stabil zwischen etwa 21 und 22 Prozent. Von einem ausufernden Staat kann also keine Rede sein. Die eigentliche Frage lautet vielmehr: Wer trägt die Steuerlast?

Denn Deutschland hat sehr wohl ein Einnahmeproblem – allerdings nicht, weil insgesamt zu wenig Geld erwirtschaftet würde, sondern weil die Politik sich seit Jahrzehnten weigert, große Vermögen und hohe Kapitaleinkommen angemessen zu besteuern. Gleichzeitig werden Arbeitseinkommen besonders stark belastet. Für viele Beschäftigte fließen erhebliche Teile des Lohns in die Einkommensteuer und Sozialabgaben. Große Vermögen hingegen bleiben weitgehend verschont und leisten einen vergleichsweise kleinen Beitrag – gemessen an dem, was für sie leistbar wäre.

Eine Vermögensteuer wird seit 1997 nicht mehr erhoben, obwohl sie rechtlich möglich wäre und zur Durchsetzung grundlegender Verfassungsprinzipien, wie der sozialen Verpflichtung von Eigentum, nötig wäre. Die Erbschaftsteuer enthält zahlreiche Ausnahmen für große Betriebsvermögen, und Kapitalerträge werden häufig niedriger besteuert als Arbeitseinkommen. Kryptogewinne können nach Ablauf der einjährigen Spekulationsfrist sogar steuerfrei realisiert werden. Zumindest hier soll sich nun etwas ändern.

Hinzu kommt, dass etwa die Körperschaftssteuer bis 2032 wesentlich gesenkt werden soll – auf zehn Prozent. Obwohl die ökonomische Studienlage recht klar zeigt, dass solche Steuersenkungen für Unternehmen nachweislich nicht zu mehr Investitionen oder Innovation führen.

Das Ergebnis ist eine strukturelle Schieflage: Menschen, die von ihrer Arbeit leben, finanzieren einen erheblichen Teil des Gemeinwesens, während sehr Vermögende gemessen an ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit vergleichsweise wenig beitragen.

Die Mehrheit will die Vermögenssteuer

Gerade deshalb ist die Behauptung, Deutschland habe lediglich ein „Ausgabenproblem“, politisch irreführend. Natürlich muss über effiziente Ausgaben diskutiert werden. Aber ein Staat, der marode Infrastruktur sanieren, Schulen modernisieren, sozialen Wohnungsbau ausweiten, Sicherheit gewährleisten, die Bahn erneuern und den Klimawandel bekämpfen soll, braucht stabile, langfristige und gerechte Einnahmen.

Wer allein auf Kürzungen setzt, blendet aus, dass Deutschland auch ein Gerechtigkeitsproblem auf der Einnahmeseite hat. Nicht die Gesamthöhe der Steuereinnahmen ist das zentrale Problem, sondern ihre soziale Verteilung.

Trotz Rekordeinnahmen zeigt die abgesenkte Steuerschätzung deshalb vor allem eines: Öffentliche Einnahmen hängen von geopolitischer und wirtschaftlicher Stabilität ab. Und ein Steuersystem, das Arbeit stark belastet, Vermögen aber schont, macht den Staat zusätzlich anfällig. Die entscheidende Debatte sollte daher nicht lauten, ob der Staat „zu viel“ ausgibt. Sondern ob die Lasten fair verteilt sind – und ob die wirtschaftlich Stärksten endlich einen angemessenen Beitrag leisten.

Es gibt gesellschaftliche Mehrheiten in Deutschland, die eine solche Politik befürworten. Jüngst zeigte eine ARD-Umfrage, dass 81 Prozent der Deutschen finden, dass der wirtschaftliche Wohlstand im Land ungleich verteilt ist. Mehr als 60 Prozent befürworten die Wiedereinführung einer Vermögensteuer und die Anhebung von Steuern auf große Erbschaften. Wer über Haushaltslöcher spricht, darf deshalb nicht bei Kürzungen stehen bleiben – sondern muss endlich auf die Mehrheit der Bevölkerung hören und die Frage stellen: Warum tragen ausgerechnet die Reichsten in diesem Land noch immer so wenig zur Finanzierung des Gemeinwesens bei?

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117 Kommentare

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  • Weniger Steuereinnahmen als erwartet...



    Dann sollten unser Bundeskanzler und seine ihm getreuen Parlamentarier mal fix unsere gezahlten Steuergelder von den CUM-EX " Ganoven zurück fordern, 35 Milliarden Steuergeld haben wir Bundesbürger nicht mal so zu verschenken.



    Wie hieß noch gleich eine der Rechtsanwaltskanzleien, wo Friedrich Merz als Anwalt & Senior Consul von 2010 - 2019 tätig war, - ach ja Kanzlei Meyer Brown in Düsseldorf und eine von den betroffenen Banken wo Friedrich Merz im Aufsichtsrat saß, die auch in Bezug auf die CUM-EX Affäre durch die Medien ging ? War wohl das Bankhaus HSBC - Trinkhaus & Burkhardt AG.



    Dann mal ran liebe Politiker, der Drops ist für die Steuerzahler aus Deutschland noch lange nicht gelutscht ❗️

  • Wo bleibt die Einführung der Luxussteuer für Kfz ab 100.000 Euro, Motor-& Segelyachten ab 150.000 Euro, privat Flugzeuge.



    Uhren, Schmuck ab 5.000 Euro ?



    Ruhig 30 / 40 % Luxussteuer auf Luxusgüter und dafür die MwSt auf Grundnahrungsmittel abschaffen ❗️



    Kann mal einer bitte unseren gut bezahlten Parlamentariern einen Wecker stiften ?

  • Bei staatlicher Ausgabenseite haben wir seit 2003 der Agenda2010 Arbeitsmarktreform zu alleinigen Lasten der Arbeitnehmer, außer Beamten, MdBs, das Problem, dass branchenübergreifend private, kirchliche, kommunale, staatliche Unternehmen an 8 Milliarden €/anno für Lohnsubvention im prekär Zweiten Arbeitsmarkt aus den Sozialkassen und dem Restvermögen der Arbeitnehmer vor dem Schonvermögen für private Altersvorsorge abschöpfen an EU-; WTO-Regeln vorbei. Was dann medial nicht Arbeitgeber Subvention sondern meist staatlichen Ausgaben für Sozialkassen zugeordnet wird. Steuergerechtigkeit besteht zu aller erst darin bei allgemein flotierender Inflation die das Vermögen, leistungsloses Einkommen aus Kapitalerträgen, steigenden Grund-, Boden-, Immobilien Bewertungen Besitzender wundersam mehrt, Arbeitseinkommen Kaufkraft dagegen expotenziell absenkt, durch Kaufkraftabschöpfung Vermögender über erhöhte steuerliche Veranlagung in Balance zu halten die Inflation zumindest zu dämpfen, was auch der Vermögenssubstanz Besitzender zugute kommt, sie vor Blasenbildung an Börsen-, Immobilienpreis- , Kapitalmärkten mit zugespitztem Restrisiko Totalverlust Währungsverfall Crash Risiko bewahrt

    • @Joachim Petrick:

      @ Joachim Pertick



      👍👍



      Auch sollten wir nicht unerwähnt lassen, die berechtigte in unserem GG verankerte Vermögenssteuer soll auch unsere Demokratie vor Überreichen schützen, die sonst durch ungesteuerte Akkumulation von Millionen-/ Milliardenvermögen der Demokratie erheblichen Schaden, durch ungerechtfertigte Einflussnahme auf



      unsere Regierung nehmen könnten, was dem grundsätzlichem, elementaren Demokratiegedanken, entgegen wirken könnte. Somit könnte unsere Demokratie zerstört werden.

  • Ein Staat braucht aber keine Einnahmen, um Ausgaben zu tätigen. Als Schöpfer der Währung sind Ausgaben und Einnahmen für einen Staat Geldschöpfung und Geldvernichtung. Ein neu gegründeter Staat muss ja seine neue Währung auch erst mal durch Geldschöpfung in Umlauf bringen. Ihm kann das Geld also niemals ausgehen:



    youtu.be/1RptgTQeM...s=L9XtJ8A0-Zr97f2E



    Steuern haben andere Aufgaben, z.B. für die Akzeptanz der Währung zu sorgen oder die gefährliche Machtkonzentration zu bremsen.



    Und nein, mehr Geld im Umlauf löst keine Inflation aus, da es immer eine Sparquote und Produktivitätssteigerungen gibt.



    youtu.be/fE0Khi_vO...s=qnxiSkK-wk8ZDwKW

  • Wie genau wendet man eine Vermögensteuer an? Im Gegensatz zu Einkomme, die regelmäßig z.b. monatlich erfasst werden, gibt es keinen einheitlichen Ansatz um Vermögen zu ermitteln. Wie auch? das 50 Jahre alte Gemälde plus der Weinkeller, samt Grundstückswert der nach verschiedensten Gutachtenarten ermittelt werden kann? soll die Häfte der Deutschen zukünftig einen Job als Vermögensgutachter annehmen? diese Naivität in der Debatte zeigt mal wieder, dass es sehr leicht ist nach einer Sache zu schreien - wenn man wenig davon versteht, wie sie denn praktisch umzusetzen ist.

    • @Usch Bert:

      Am Stammtisch bejahrter Minimalvermögender bekommen Ablenkungsversuche noch Beifall, hier eher weniger.

      Wir reden nicht von Onkel Dieter sein Weinkeller, wir reden von wirklichem Kapital wie von inzwischen halbwegs bewertetem Immobilieneigentum in ganz anderen Bereichen.



      Wir reden vom seit Jahrzehnten verschleppten Auftrag, die Vermögenssteuer wieder zu entpausieren. Hat früher auch halbwegs funktioniert und unsere Gesellschaft zusammengehalten.

      • @Janix:

        @Janix



        Ebend !



        Es geht ja auch um den sozialen Frieden im Land. Wer möchte nicht, auch Nachts noch gerne heile nach Haus kommen und dieses dann auch möglichst ohne Einbrecher vorfinden ?

    • @Usch Bert:

      Da würde man wahrscheinlich auf das BewG abstellen und den Steuerwert heranziehen.

    • @Usch Bert:

      @ Usch Bert



      Schon was von Versicherungen für Kunstschätzen & Immobilien gehört ?

      • @Alex_der_Wunderer:

        Schon mal gehört, dass Bauplätze, Gärten, Äcker etc versichert werden? Ich nicht...

        • @FriedrichHecker:

          @FriedrichHecker



          Sie wollen ja nur wieder alle Enteignen, nur dann wäre ich fast brotlos. Es könnte auch der aktuelle Verkaufspreis als Bemessungsgrundlage herangezogen werden.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Schließt ma halt eine Versicherung im Ausland.

      • @Alex_der_Wunderer:

        So mancher Hausbesitzer wäre froh, wenn die neue Grundsteuer nach dem Versicherungswert berechnet würde - da kocht der Staat aber gleich mehrere eigene Süppchen, bei denen jeweils andere Zahlen herauskommen. Und die sind nicht immer niedriger als der Versicherungswert 😇

        • @FriedrichHecker:

          @FriedrichHecker



          Bei uns legen die Kommunen den Hebesatz fest und erheben die Grundsteuer für die Grundstücke.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Der Hebesatz regelt aber nur das Verhältnis zwischen dem Steuerbetrag und dem vom Finanzamt festgelegten Immobilienwert.

  • Mehr " Sondervermögen " als jemals zuvor, seit die CDU seit 2025 den Bundeskanzler stellt...



    Das spüren wir Bürger leider nur duch den massiven Sozialstaatabbau ❗️

  • Das Problem sind nicht die Steuern sondern das Einkommen. Ein Mindestlohn, der gerade zum Überleben reicht? Immer mehr Niedriglohn- und Teilzeitjobs?



    Denen, die mehr haben, es nur deswegen wegzunehmen weil sie mehr haben, hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun. Vielleicht haben sie deswegen mehr, weil sie z.B. mehr (Kraft, Zeit, Fleiß und Arbeit) in ihre Ausbildung investiert haben, dadurch aufgestiegen sind oder einfach cleverer waren, zur richtigen Zeit am richtigen Ort oder was auch immer.



    Vermögen darf nicht besteuert werden, nur die Vermehrung. Die Anschaffung des Vermögens wurde ja bereits durch Lohnsteuer etc. besteuert. Daher muss die Erbschaftssteuer abgeschafft werden.Hier bereichert sich der Staat doppelt.



    Natürlich sind die Ausgaben das Problem. Zigarettenverbot statt Erhöhung der Tabaksteuer.Senkt auf Dauer sogar die Sozialausgaben.



    Keine Finanzierung des Kriegs in der Ukraine (denken wir an das Verhalten der Nato, das maßgebend war).



    Ein immer größer werdender Bundestag mit Gefolge.



    Parteienfinazierung als Aufgabe des Staates? Das ist Selbstbedienung.



    Es gibt genug Posten zum verantwortungsvolleren Umgang mit Steuern.

    • @Cave1602:

      „Die Anschaffung des Vermögens wurde ja bereits durch Lohnsteuer etc. besteuert."

      Nur mal so, um sich mal die Relationen zu verdeutlichen : Wenn Sie seit der Entdeckung Amerikas durch Christopher Columbus im Jahr 1492 JEDEN TAG 5.000€ "verdient" hätten, und bis heute nicht einen Euro davon ausgegeben hätten, wären Sie heute immer noch KEIN Milliardär.



      Niemand hat sich so ein Vermögen "erarbeitet".

    • @Cave1602:

      Irgendwie scheinen Sie davon auszugehen, dass die Besitzer sehr großer Vermögen, um die es hier geht, für ihr Vermögen gearbeitet haben. Das ist aber bei den Meisten nicht der Fall. Sie haben es geerbt. Der Besitz resultiert daraus, dass jemand in richtigen Bett zur Welt gekommen ist. Nicht auf eigenem Verdienst.

      Übrigens. Geld arbeiten zu lassen, statt selbst zu arbeiten, rechtfertigt auch keine Steuervorteile.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nicht alle haben es geerbt. Viele lassen auch andere für sich arbeiten, unter anderem hochbezahlte Steuervermeidungsspezialisten - und die fühlen sich nicht mal ausgebeutet.

        • @Erfahrungssammler:

          @Erfahrungssammler



          Genau, unter den Regierenden in diesem Staat ist vieles möglich. Man gründet z. B. eigenen 💡Wirtschaftsdienst und bietet für Narren Investitionen an. Baut mit schlechtbezahlten Mitarbeitern Drückerkolonnen auf, zieht rechtschaffenden Bürgern mit windigen Zusagen auf Vermögensvermehrung deren Geld💰💰💰 aus der Tasche, verkauft dann fix den " Laden " und lässt sich dann von den Politikern hofieren...🤑

    • @Cave1602:

      Sie haben die in der Verfassung verankerte Soziale Marktwirtschaft nicht verstanden.



      Jeder trage nach seinen Möglichkeiten bei. So wie auch in Skandinavien.

      Warum soll man Vermögen nicht besteuern ? Wenn Sie einigermaßen geschickt ein Haus kaufen zahlen Sie keine Steuern.



      Und auch die Tabak- oder Branntweinsteuer wird vom lohnversteuerten Geld bezahlt.

      Und bloß weil ein Schwätzer mit guten Kontakte nach oben kommt bringt er nicht zwingend Leistung

    • @Cave1602:

      @ Cave1602



      Nur, die staatlichen Steuereinnahmen von den Bürgern mit Einkommen bis 60.000 Euro per anno ändern sich doch gar nicht für den Staat, da diese Einkommensgruppen oftmals so oder so ihr zur Verfügung stehendes Geld ausgeben. Der Unterschied liegt nur für die Bürger darin, sie bekommen weniger Waren für's gleiche Geld - die Sterbelastung bleibt bestehen, der Staat verdient unverändert. Erst höher e Einkommensgruppen entziehen durch vermehrte Investitionen im Kapitalmarkt durch Aktienkäufe, der Wirtschaft ihr Geld.

  • Und im TV erzählt der Bundeskanzler Friedrich Merz („Was nun"-ZDF) unwidersprochen die alte, falsche Mär, dass zehn Prozent „Besserverdienende/Reiche" der Bevölkerung 50 % der Steuern bezahlen würden. Er könnte es besser wissen:



    de.wikipedia.org/w...mmen_(Deutschland)

    • @Mondschaf26:

      aus dem zitierten Wikipediabeitrag geht nichts über den Anteil der Einkommensklassen zum Steueraufkommen hervor. Und in diesem Fall hat Merz (ausnahmsweise) recht (s.u. @warum_denkt_keiner_nach?)

    • @Mondschaf26:

      Nö, Merz hat schon Recht.



      www.wiwo.de/finanz...dazu/23689878.html

      • @AmArschderHeide:

        Die Lobby der oberen 10% als Quelle...

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Sie können jede beliebige Quelle heranziehen, das Ergebnis bleibt das Gleiche

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Die Zahlen stimmen mit der offiziellen Statistik des Finanzministeriums überein:



          www.bundesfinanzmi...rpolitik-2026.html



          "Die – gemessen an der Höhe der Einkünfte – oberen 10 Prozent der Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen zahlen rund 57 Prozent des gesamten Lohn- und Einkommensteueraufkommens 2026". Dazu kommt die anteilige Mehrwertsteuer, zu der keine Zahlen vorliegen. Aber auch da dürfte der Anteil der "Besserverdienenden" überproportional sein, so dass das mit den "über 50%" schon hinkommt. Ist in einem Sozialstaat auch richtig so und kein Grund zum Jammern! Die oberen 10% beginnen übrigens schon bei ca. 55.000 € zu versteuerndem Einkommen für Singels und dem Doppelten für gemeinsam veranlagte Ehepaare (rd. 72.000 € bzw. 135.000 € brutto)!

          • @Dedo v. Krosigk:

            Merz sprach von Steuern... Sie schreiben von Einkommensteuer. Um dieses Sprachpfuscherei ging es mir. Und dass Sie Glauben machen wollen, Besserverdienende würden aufgrund höheren Konsums höhere Mehrwertsteueranteile zahlen, ist auch eine Nebelkerze. Ich sage dazu mal z.B. „Dienstwagenprivileg"

          • @Dedo v. Krosigk:

            "Dazu kommt die anteilige Mehrwertsteuer, zu der keine Zahlen vorliegen. Aber auch da dürfte der Anteil der "Besserverdienenden" überproportional sein, so dass das mit den "über 50%" schon hinkommt."

            Ihnen ist aber schon klar, für was Mehrwertsteuer anfällt?

            "Die oberen 10% beginnen übrigens schon bei ca. 55.000 € zu versteuerndem Einkommen für Singels und dem Doppelten für gemeinsam veranlagte Ehepaare (rd. 72.000 € bzw. 135.000 € brutto)!"

            Wo stammt diese Information her? Das wäre ja jede kleine Führungskraft.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              72.000 x 2 =144.000, moderne Handys korrigieren das sogar von alleine, KI lässt grüßen

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              "Ihnen ist aber schon klar, für was Mehrwertsteuer anfällt?"



              ja, neben den Ausgaben für Lebensmittel etc. (nicht Miete), die Ärmere relativ zu ihrem Einkommen stärker treffen als Reiche (absolut aber weniger) z. B. auch für teure Autos, Luxusartikel etc.



              "Die oberen 10% beginnen übrigens schon bei ca. 55.000 € zu versteuerndem Einkommen für Singels und dem Doppelten für gemeinsam veranlagte Ehepaare (rd. 72.000 € bzw. 135.000 € brutto)!"



              Quelle: grob interpoliert aus der verlinkten Datensammlung zur Steuerpolitik, S. 46+47, ebenso grob zurückgerechnet auf brutto. Gerade sehe ich, dass auf S. 20 eine Tabelle steht, die beide Gruppen zusammenfasst. Die oberen 10% entsprechen danach Einkünften ab 111.491 € ('gibt den jeweiligen Gesamtbetrag der Einkünfte wieder. Es handelt sich somit weder um die (Brutto-) Einnahmen noch um das zu versteuernde Einkommen, sondern um die Einnahmen abzüglich der Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben.') und haben einen Anteil von 57% an der Lohn- und Einkommensteuer

  • Völlig klar, dass die große Mehrheit für höhere Steuern und Abgaben der "Reichen" = der "anderen", der Minderheit ist. Was soll damit bewiesen oder gar legitimiert werden, außer, dass es gut ist, dass es in Fragen das Eigentums und anderer das Begehren auslösender heikler Dinge die besitzenden Minderheiten vor den deren Besitz begehrenden Mehrheiten per Gesetze geschützt werden müssen? Die diesen Schutz garantierende Einrichtung nennt man gemeinhin "Rechtsstaat", dessen Grundlagen und Prinzipien durch die "Ewigkeitsklausel" des Art. 79 Abs. 3 GG sogar vor einer Abschaffung durch Verfassungsänderung geschützt sind. In unserem Rechtsstaat stehen sowohl der Schutz des Eigentums einschließlich des Rechtes auf dessen Vererbung (Testierfreiheit) nach Art. 14 GG u n d das Sozialstaatsprinzip nach Art. 20 GG in einem ausgewogenen Verhältnis. Wenn man die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit auf Druck von "Mehrheiten" allzu sehr aufweicht, dann verhalten sich auch staatliche Gemeinwesen sehr bald ähnlich wie Räuberbanden - nach innen wie nach außen.



    GG=Grundgesetz/Verfassung

    • @Gerald Kolb:

      Geraubt heißt noch mal wie in Latein? Privatus!

      Freiheit steht Menschen zu, nicht Besitzansprüchen. Wenn Sie wirklich mal ins GG geblickt hätten, wüssten Sie, was wirklich ewig geschützt ist und was nur bedingt. Sie würden Artikel 14 gelesen haben mit seiner Sozialpflicht. Und Artikel 15 mit der Enteignung.



      Sie bekommen, bevor Sie das nächste Mal das große Wort zu führen versuchen, ein Grundgesetz im Buchhandel (und bei der Bundeszentrale für politische Bildung gratis).

      • @Janix:

        Mit Verlaub, das Grundgesetz ist zu lesen und zu verstehen, wie es geschrieben steht und nicht, wie es jemandem opportun erscheint.

        Art. 14, Abs. 2 Eigentum - ".. sein G e b r a u c h soll zugleich dem Allgemeinwohl n u t z e n." Die E n t e i g n u n g stellt die absolut rare Ausnahme dar und ist in Art. 14 und 15 (letzterer speziell auf Grund, Boden und Naturschätze bezogen) immer an eine Entschädigung gebunden.

        Latein ist eine sehr präzise Sprache: "Geraubt" heißt "raptus" von rapere=rauben. "privatus" hingegen ist ein lateinisches Adjektiv (Partizip Perfekt von privare), das „privat“, „persönlich“, „eigen“, „einzeln“ oder „ohne öffentliches Amt“ bedeutet. Es bezeichnet etwas, das einer einzelnen Person gehört oder vom öffentlichen Leben getrennt ist. Als Substantiv beschreibt es einen Privatmann, im weiteren Sinne einen Privatier. Das bei manchen - zumeist lateinunkundigen - Links-Ideologen verbreitete Missverständnis, dass "privatus" `geraubt´ bedeute, liegt in der - falschen - Annahme einer etymologischen Verbindung zum Verb "privare"=Aneignung (vulgo - aber falsch! - gerne übersetzt mit "entziehen, rauben") i.e.S. und primär aber für Schaffen von Eigentum steht. Sic!

      • @Janix:

        @Janix: Mit Verlaub, das Grundgesetz ist zu lesen und zu verstehen, wie es geschrieben steht und nicht, wie es jemandem opportun erscheint.



        Art. 14, Abs. 2 Eigentum - ".. sein G e b r a u c h soll zugleich dem Allgemeinwohl n u t z e n." Die E n t e i g n u n g stellt die absolut rare Ausnahme dar und ist in Art. 14 und 15 (letzterer speziell auf Grund, Boden und Naturschätze bezogen) immer an eine Entschädigung gebunden.



        Latein ist eine sehr präzise Sprache: "Geraubt" heißt "raptus" von rapere=rauben. "Privatus" hingegen ist ein lateinisches Adjektiv (Partizip Perfekt von privare), das „privat“, „persönlich“, „eigen“, „einzeln“ oder „ohne öffentliches Amt“ bedeutet. Es bezeichnet etwas, das einer einzelnen Person gehört oder vom öffentlichen Leben getrennt ist. Als Substantiv beschreibt es einen Privatmann, im weiteren Sinne einen Privatier. Das bei manchen - zumeist lateinunkundigen - Links-Ideologen verbreitete Missverständnis, dass "privatus" rauben bedeute liegt in der - falschen - Annahme einer etymologischen Verbindung zum Verb "privare"=Aneignung (vulgo - aber falsch! - gerne übersetzt mit "entziehen, rauben") i.e.S. und primär aber für Schaffen von Eigentum steht.

      • @Janix:

        "Geraubt heißt noch mal wie in Latein? Privatus!"

        Polemik. Der Übersetzer sagt:



        "Die Wurzel liegt im Verb privare (befreien/berauben), was ursprünglich darauf hindeutet, dass die Person von öffentlichen Angelegenheiten "befreit" ist."

      • @Janix:

        Gerald Kolb, Prof. Dr. Dr. an "Janix": Mit Verlaub und in aller Höflichkeit, ich kenne und lese das GG nach dem gesetzten Wort und nicht in seiner jedwed`gewünschten Interpretation. Danach ist der Schutz des Eigentums die Regel und die - immer entschädigungspflichtige - Enteignung in Art. 14 u. in15 ( dort für besondere Zweige von Land und Grundbesitz und spezielle Bereiche der Volkswirtschaft) die seltene Ausnahme. Nach Art 14 GG soll der G e b r a u c h ! (sic) des (privaten) Eigentums auch dem "Wohl der Allgemeinheit" verpflichtet sein aber explizit nicht das Eigentum per se sozialisiert werden können. Die Testierfreiheit ist dem nach Artikel 14 geschützten Eigentum (über den Tod hinaus) immanent; die Reglungen der Erbschaftssteuer sind bereits eine Einschränkung, die einer besonderen Sensibilität und nicht der Beliebigkeit der jeweiligen politischen Stimmung obliegt.



        Ich führe keineswegs "das große Wort§ sondern halte mich an den Text des Grundgesetzes

  • ... ein Steuersystem, das Arbeit stark belastet, Vermögen aber schont, macht den Staat zusätzlich anfällig.



    ----



    Klingt gut, aber was machen wir mit "Dienstwagen, Gastronomie, erhöhten Abschreibungen, ... uvam"?



    Das alles in Frage zu stellen ist unseren Leitungsträgern doch nicht zuzumuten? Oder doch?



    -



    Die entscheidende Debatte sollte daher nicht lauten, ob der Staat „zu viel“ ausgibt. Sondern ob die Lasten fair verteilt sind



    ----



    Och je, Fairness? Unsere BuReg, incl. LaReg & der passenden Parlamente ist doch FAIR! Wenigstens gegenüber den Freinden & Spendern!



    Ist halt ein Problem der Einzelnen, der Gruppen, wenn sie die "falschen Freunde" haben, an die "falschen spenden" oder mit den Flaschen Essengehen, reden usw.



    Wir sind doch ein freies Land denn "... Hier kann jede/r machen was er/Sie will! In Rahmen der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, versteht sich!"(c) F.J.Degenhardt, 1972)



    Nicht mit J.J.Degenhardt von der Paederquelle verwechseln!



    .



    – und ob die wirtschaftlich Stärksten endlich einen angemessenen Beitrag leisten.



    ----



    Na ja, "Jeder nach seinen Fähigkeiten, jeder nach seinen Vermögen" zur Steuer heranzuziehen ist doch so was von veraltet! Siehe Paris 1789!

  • Insgesamt ein ausgewogener Artikel. Der Hauptfehler liegt m.E. in der Annahme der Steuerquote. Die belastbarer Zahl ist die Gesamtbelastung. Dieser Wert setzt Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ins Verhältnis zum BIP und ist aussagekräftiger als die reine Steuerquote, da Länder wie Deutschland Sozialsysteme stärker über Beiträge finanzieren. Die liegen wir über dem OECD Schnitt.

  • Wenn Themen durcheinander geworfen werden....



    Konstante Steuerquote korrekt nennen, aber das dann als Beweis für einen angeblich nicht ausufernden Staat heranziehen?



    Das ist doch das Problem. Einnahmen zu Ausgaben. Wenn man den ausufernden Staat betrachtet ist doch die Einnahmenseite gar nicht das Thema, sondern allein die Ausgabenseite die hier komplett ignoriert wird. Und wer überhaupt sagt, dass er gegen Investitionen wäre? Sorry, so argumentieren und behaupten, das geht doch nicht!



    Ich helfe gerne: Mal Stichwort Staatsquote pauken. Und für Investieren sind nach meiner Wahrnehmung wirklich alle!

    • @Tom Farmer:

      Es gibt auch sinnlose Investitionen: jetzt eine Ölheizung in die Fabrikhalle einbauen, ein Firmen-Verbrennerauto kaufen. Wer ohne Investition und entsprechenden Ressourceneinsatz dieselbe Wohlfahrt schafft, wäre klüger.

      Bei der Ausgabenseite können und sollten wir anpacken: Ich zähle notorische Steuerausnahmen für Privilegierte und Fossilraushauer mal gnädig nicht dazu, sondern etwas wie das dysfunktionale Gesundheitssystem mit den privaten Kassen und Hochgewinnen, etwas wie das Wohngeld (geht faktisch an Vermieter) statt sozialen Ausgleichs, Polizisten, die politisch vorgegeben an Grenzen schaulaufen und aufhalten statt Finanzsünder und Klauer zu packen.

      Wir müssen die Einnahmen aber schon erhöhen. Es aber mal ausnahmsweise nicht vom Arbeitenden nehmen, sondern von den Be-häb-igen.

  • Die Aussage, daß das Steueraufkommen (auch relativ zur Wirtschaftsleistung) sich nur wenig ändert und der diesjährige Abfall auf den Irankrieg zurückzuführen ist, ist insofern irreführend, da der Vergleich zu den Vorjahren nicht berücksichtigt, daß wir seit Jahren eine Schieflage haben, also hohe Einnahmen haben müssen, um die Staatsausgaben zu finanzieren.

    Ein Staat, der mit seinen (hohen) Einnahmen noch nicht mal seine Grundaufgaben (Infrastruktur, Digitalisierung, Bildung etc.) bestreiten kann, der hat ein grundsätzliches Problem und das eher bei den Ausgaben.

    Ich denke nicht, die Situation würde sich durch neue Einnahmequellen (Verrmögens- und Erbschaftssteuer usw.) verbessern, auch dieses Geld würde 'versickern', unser Sondervermögen ist das beste Beispiel dafür. Wir brauchen einen effizienteren Staat, weniger Bürokratie, weniger wohleingerichtete Nischen, dann reicht es auch wieder mit dem Geld.

    • @TomDePhazz:

      Wir brauchen eine gerechte Verteilung der Lasten und das bedeutet die Vermögenden endlich stärker zu belasten.

      • @Anna Bell:

        Ja. Aber wir brauchen nicht mehr und zusätzliches Steueraufkommen, sondern eine andere Verteilung der Einnahmen und evtl. auch andere Einnahmequellen, z.B. stärkere Besteuerung von Kapitaleinkünften oder Reduktion der Beamtenvergünstigungen. Damit können wir dann gezielt z.B. untere Einkommensschichten entlasten. Aber egal, welches Privileg angetastet werden soll, es gibt ein riesiges Geschrei.

        Meiner Meinung nach sollten Steuern auf Einkommen erhoben werden, also auf etwas, was erwirtschaftet wird und 'dazukommt'. Und mit dem eingenommenen Geld muß der Staat seine Aufgaben finanzieren.

        Eine Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer oder sonstige Abgaben auf Bestand, das ist vergleicbar mit dem Finanzierung laufender Ausgaben über Erspartes. Das geht eine Weile gut, aber dann ist es aufgebraucht.

        ...und es schafft neue Ungerechtigkeiten. Wenn ich spare, ein Haus kaufe oder einen kleinen Betrieb aufbaue, dann ist das an sich schon Dienst an der Gemeinschaft und ja, ich möchte das an meine Kinder weitergeben. Wo ist sonst der Unterschied zu einem, der sein Geld verprasst und dreimal im Jahr auf die Malediven fliegt.

        • @TomDePhazz:

          @ TomDerPhazz



          Der Regierung ist es fast egal wofür Sie Ihr Geld ausgeben, Hauptsache Sie geben es aus- die Steuereinnahmen zählen, ob duch Hausbau oder Urlaubsreise - am besten Pauschalreise vor Ort buchen !

  • Und immer das Märchen von den Investitionen in Schulen, ÖPNV und Infrastruktur. Der einzige Posten, der stetig wächst, sind die Sozialausgaben. Es wird mit frischem Geld nicht investiert. Jahrelang konnte dies mit reduzierten Verteidigungsausgaben kaschiert werden. Jetzt nicht mehr.

    • @Puky:

      Na klar doch!! Und wenn man jetzt das Wohngeld auch noch kürzt und damit viel (ein Lacher!!!!) einspart, dann rutschen viele Leute in des Bürgergeld. Das ist ja auch viiiiiiiiiiiiiiiiiel billiger.

      • @Perkele:

        Vielen Dank für Ihre Bestätigung, daß es nicht um Investitionen, sondern um Sozialtransfers geht.

  • Eine Vermögenssteuer auf nationaler Ebene wäre, wie die zuletzt von der Linken beauftragte Studie zeigt, Unsinn. Frankreich hat dies vor ca. 10 Jahren versucht - erinnert sich noch jemand an die schöne Schlagzeile "Obelix wird Russe"? Besteuert man Vermögen, wird bewegliches Kapital aus dem Land geschafft. Das produziert nicht nur neue Ungerechtigkeiten, sondern hemmt auch Investitionen. Besser wäre eine vernünftig konzipierte Erbschaftssteuer - oder, wenn es denn eine Vermögenssteuer sein soll, eine gesamteuropäisch konzipierte, bei der ALLE (!) EU-Länder mitziehen müssen.

    • @Agarack:

      Wir haben eine Wegzugssteuer! Und man kann das durchaus so gestalten, dass auch ein Kapitalabfluss entsprechend besteuert wird.

      • @Bartl:

        Wir sind EU-Mitglied. Die Umsetzung der Wegzugssteuer darf also nicht den freien Kapitalverkehr und die Personenfreizügigkeit (samt der davon abgeleiteten Niederlassungsfreiheit) einschränken - ist also ein entsprechend zahnloser Tiger.

        Es ist kein großes Problem, bewegliches Vermögen in ein Land zu schaffen, in dem Kapitalerträge einer anonymen Quellensteuer unterliegen, so dass das Finanzamt im Heimatland nicht die geringste Ahnung (geschweige denn einen Nachweis) über das vorhandene- und potentiell einer Vermögenssteuer unterliegende - Vermögen hat. Luxemburg und andere lassen grüßen...

      • @Bartl:

        Es gab einmal eine "Reichsfluchtsteuer" .. .

      • @Bartl:

        Die deutsche Wegzugssteuer erfasst nur einen Bruchteil der Vermögenswerte von Einzelpersonen (Anteile an Kapitalgesellschaften). Einen Großteil der Kapitalflucht würde das nicht verhindern. Und wenn man das "so gestaltet, dass auch ein Kapitalabfluss entsprechend besteuert wird", dann wird ein Großteil des potenziell abfließenden Kapitals eben vor Inkrafttreten dieser Steuerreform außer Landes geschafft.

    • @Agarack:

      Ja, es kommt bei einer solchen Massnahme auf Feingefühl an und geschickte Durchführung. Das Projekt aber erst gar nicht zu versuchen ist der berühmte "Kopf im Sand". Die Gesellschaft ist mehrheitlich dafür, es herrscht ein Gefühl der Ungleichbehandlung -was berechtigt ist- . Es ist möglich und es wird in vielen Ländern ähnlich gehandhabt, warum nicht auch hier?

      • @Perkele:

        Man darf gerne "etwas versuchen". Es sollte aber etwas sinnvolles sein. Die meisten Länder auf der Welt, insbesondere der westlichen Welt, erheben keine Vermögenssteuer mehr. Diese Reform macht man gemeinsam rückgängig, oder man lässt es bleiben - sonst verliert man mehr, als man gewinnt.

  • Wer die Saat für Unzufriedenheit wuchern lassen will, macht so weiter, wie nicht nur von Union, AfD und Rest-FDP propagiert.



    Wir können aber auch anders. Sollten wir wohl auch.



    Busse für alle! Keinen Staats-Cent mehr für BMW-Aktionäre!



    Arbeit soll sich lohnen, nicht einfach Geborenwerden!

    • @Janix:

      Aus meiner Sicht ist der Begriff der Familie heute stark in den Hintergrund geraten. Oft wird nur noch das Individuum betrachtet, während Verantwortung, Zusammenhalt und Leistung innerhalb einer Familie weniger zählen.



      Wenn ich etwas aufbaue oder erarbeite, tue ich das nicht nur für mich allein, sondern auch für die Menschen, die zu meiner Familie gehören. Wird ein Kind in diese Familie geboren, profitiert es davon. Das ist kein Unrecht, sondern Ergebnis von Arbeit, Verzicht und bewussten Entscheidungen der Eltern oder Großeltern.



      Natürlich kann man sagen, dass ein Kind dadurch privilegiert geboren wird. Aber dieses Privileg entsteht nicht aus dem Nichts, sondern aus der Leistung seiner Familie. Eltern arbeiten oft gerade deshalb hart, damit ihre Kinder bessere Voraussetzungen haben.



      Deshalb stimme ich zu: Arbeit muss sich lohnen. Meiner Meinung nach aber nicht nur für den Einzelnen, sondern für die ganze Familie. Wer sich für seine Kinder besonders anstrengt, sollte dafür nicht abgezuockt werden.



      Wenn Eltern das nicht tun, sollten Kinder diese Verantwortung zuerst bei den eigenen Eltern suchen, statt vom Staat zu verlangen, anderen Familien ihr hart erarbeitetes Geld wegzunehmen.

      • @AllesWirdGuter:

        Niemand will einer Mittelschichtsfamilie das Haus oder angemessenes Kapital wegbesteuern.

        Es geht um Überreiche, die nicht mehr von Arbeit leben, sondern nur noch von ihrem Vermögen, die dadurch anstrengungslos reicher werden, meist sogar unabhängig von der Wirtschaftslage, sogar trotz oder weil es den meisten schlechter geht. Siehe die massiven Vermögenszuwächse während Corona.



        Wenn Millionen- und Milliardenvermögen fair beitragen, könnte die hohe steureliche Belastung der Normal- und Gutverdienenden sinken.

        Frau Klatten, die reichste Frau Deutschlands hat (vermutlich, wegen Steuergeheimnis darf das ja niemand genau wissen) einen Steuersatz von unter 30%, jedes gute Facharbeitergehalt wird höher besteuert und alle mit niedrigen Einkommen tragen überproportional hohe Konsumsteuern.

        Lassen Sie sich nicht von sogenannten Familienunternehmen einreden, dass Erbschaftssteuern die hart arbeitende Mitte schröpfen ...

        • @Bartl:

          Wissen Sie, das ist eine tolle Rhetorik, die sich aber oft nicht bewahrheitet. Ich kann mich beispielsweise an zwei Fälle erinnern, in denen ich in der Taz als "superreich" bezeichnet wurde - einmal wegen des Elterngeldes (als beschlossen wurde, dieses ab einem gewissen Monatseinkommen zu stornieren), und einmal wegen der Anhebung des Spitzensteuersatzes. Ich bin aber weder Milliardär noch Millionär, und habe das entsprechende Einkommen nach langem Studium und weiterer Ausbildung mit Mitte 30 erreicht, nachdem ich vorher lange nichts oder sehr viel weniger verdient habe. Ich bin seitdem sehr vorsichtig, wenn Linke mir immer versichern, ich wäre mit Sicherheit nicht gemeint, wenn es um "Superreiche" geht - während sie mich z.B. als freiwillig Versicherten gleichzeitig weiter zum Deppen machen wollen, indem sie die Beitragsbemessungsgrenze anheben, ohne dafür wenigstens die Deckelung des Krankengeldes aufheben zu wollen.

          • @Agarack:

            Sorry, aber das klingt nach Paranoia. Niemand wird sie als superreich bezeichnen.

            • @Andreas J:

              taz.de/Kuerzungen-...npolitik/!5946021/

              taz.de/Elterngeld-...dienende/!5941934/

              taz.de/Umstrittene...erzungen/!5942065/

              Eine kurze Suche zum erstgenannten Themenkomplex ergibt alleine hier bei der Taz zwei Kolumnen, in denen unser Haushaltseinkommen als Kennzeichen dafür gewertet sind, das wir "reich" (erster Kommentar) oder "besonders reich" (zweiter Kommentar) sind. Im dritten Kommentar wäre ich gar "ein schlechter Vater", wenn ich gar auf die dumme Idee gekommen wäre, kurz nach Erreichen dieser Einkommenshöhe (die übrigens im Vergleich zu meinem vorherigen Einkommen einer Steigerung von deutlich über 50% entsprach) ein Kind zu bekommen und noch nicht sofort massive Rücklagen angespart hätte.

              Für Sie mag das nach Paranoia klingen. Es ist aber eine real vorhandene Rhetorik, die auch gerne in der Praxis zum Tragen kommt - wie das Beispiel mit der Beitragsbemessungsgrenze zeigt.

        • @Bartl:

          Die Trennung zwischen „Überreichen“ und „Mitte“ ist in der Praxis unscharf: Vermögen steckt oft in Betrieben oder Immobilien und ist nicht frei verfügbar. Vermögens- und Erbschaftssteuern treffen daher sehr wohl Familienunternehmen und können Investitionen und Arbeitsplätze gefährden.

          Auch der Vergleich von Steuersätzen ist irreführend. Kapitalerträge wirken niedriger besteuert, dabei wird ausgeblendet, dass Unternehmensgewinne zuvor bereits mit Körperschaft- und Gewerbesteuer belastet wurden – faktisch eine Mehrfachbesteuerung.

          Vermögenszuwächse etwa während Corona pauschal als „anstrengungslos“ zu bezeichnen, ignoriert unternehmerisches Risiko und Verluste, die ebenfalls getragen wurden. Wertsteigerungen sind kein Automatismus.

          Zudem ist nicht belegt, dass höhere Vermögenssteuern automatisch zu Entlastungen für Arbeitseinkommen führen. Erfahrungsgemäß finanzieren Mehreinnahmen eher neue Ausgaben.

          Das Kernproblem ist weniger die Höhe der Steuern als deren Struktur, Effizienz und Verlässlichkeit – eine sachliche Debatte sollte darauf zielen, statt Gruppen gegeneinander auszuspielen.

        • @Bartl:

          A) Wissen Sie nicht ob ich nicht auch superreich bin, b) gehts auch nicht um die Höhe des Vermögens, denn das ist eine prinzipielle Sache, denn es ist vollkommen ok, wenn die Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, etc. das so hinbekommen haben, dass man nicht mehr arbeiten muss. Frau Klatten + Familie (Bruder) hat mit BMW wirklich vielen Menschen zu einem überaus hohem Einkommen verholfen.

          • @AllesWirdGuter:

            1. Die Methoden des Staates sind vor allem bestimmt vom Gleichheitsgrundsatz und Rechtsstaatlichkeit. Das macht eine Unterscheidung von Superreichen und oberer Mittelstand fast unmöglich.



            2. Die Staaten stehen in ruinösem Wettbewerb gegeneinander. Die Reichen und die internationalen Handelsherren können die Staaten gegeneinander ausspielen.

      • @AllesWirdGuter:

        Für Sie mag es stimmen, und dann seien Sie gerne stolz aufs Erreichte - doch das "Verzicht"-Märchen sollte hierzulande nicht zu häufig wiederholt werden. Blicken Sie auf die Klatten-Quandts und von Guttenbergs dieses unseres Landes. Da muss niemand mehr "hart" "arbeiten" oder "verzichten", außer dem Monatstermin beim Vermögensverwalter.

        Und beides:



        Die gute alte Subsidiarität. Erst hilft mensch sich selbst und einander in überschaubaren Bereichen



        Die gute alte Solidarität. Wir stützen danach einander und ermöglichen so auch ein gewisses Risiko, auch arm geborener Menschen.



        (Familienegoismus hingegen bliebe Egoismus, der bringt uns nur sehr bedingt weiter)

        • @Janix:

          Wer ist für Sie denn "uns"?



          Für mich ist "uns" die Familie, nenne Sie es Egoismus, ich nenn es Fürsorge.

          • @AllesWirdGuter:

            Ich habe nicht die Illusion, Sie von einem Universalismus überzeugen zu können. Wollen Sie wenigstens unser Land als grundsätzliche Solidargemeinschaft ansehen?

            Und ein solches, ja gruppenegoistisches Podest der Kleinfamilie schützt leider mit die Nazi-Erben Klatten-Quandt, die Kurzarbeitergeld sowie Staatssubventionen absaugen, aber ihre Steuern vermeiden, wo sie können (und vielleicht auch, wo sie nicht könnten).

            • @Janix:

              Solidargemeindschaft ja, wenn jemand ins Unglück stürzt, nicht wenn man oder seine Familie keinen Bock hat. Sie können noch so über Klatten und co schimpfen, sehr viele Menschen bekommen über die Automobilindustrie (auch BMW) super Gehälter und haben sich bei Fleiß und Ehrlichkeit ein super Leben für sich und ihre Kinder erarbeitet.

              • @AllesWirdGuter:

                Nö, die Autoindustrie hat den Rest der Gesellschaft nach Strich und Faden ausgezogen (Infrastruktur, Umweltschäden, Steuervorteile, Zuschüsse); und einige bekamen davon ein paar Krumen ab, was ja jetzt vorbei sein wird.



                Schade, dass die Schäden nicht von Klatten-Quandts, Piechs und Porsches getragen werden, sondern wie so häufig von der Allgemeinheit. Wie zuletzt beim fadenscheinigen angeblichen Kurzarbeitergeld auf Kosten der Allgemeinheit.

                Sie haben meine Subsidiarität hoffentlich gelesen und kennen das Konzept? Vielleicht nicht, sonst verstehe ich Ihren Hinweis nämlich nicht.

      • @AllesWirdGuter:

        Ich schließe mich Ihnen an, befürchte aber, dass die Logik Andersdenkender nur aus Schlagzeilen wie, Tax the rich, besteht.

      • @AllesWirdGuter:

        Ja, wie wunderbar, die Familie. Ich nehme, Sie meinen die moderne Kleinfamilie, die ist ja der neuste Schrei (in der Geschichte der Menschheit hat sie praktisch keine Rolle gespielt).



        Und diese Familie ("Blut ist dicker als Wasser") sorgt also für sich selbst und kooperiert keineswegs mit dem Rest der Gesellschaft.



        Interessant ist die Etymologie: von "Famulus" = Diener, lat. familia bedeutet ursprünglich ‘Gesinde, Sklavenschaft’,

        Noch besser ist de.wikipedia.org/w...l,_Famille,_Patrie

        • @Eric Manneschmidt:

          Ich weiß nicht, was die Auffassung von Wert und Zusammensetzung einer Familie von vor zweitausend Jahren für einen zwingenden Bezug zum Jetzt und Hier hat.



          Fakt ist, dass Menschen messbar unterschiedliche Fähigekeit zur (ihrem Wesen nach nunmal eigenständigen) Solidarität mit Mitmenschen haben und dass mehr oder minder enge Blutsverwandtschaft da einen Riesenunterschied macht. Entsprechend nein, die Familie kooperiert sehr wohl mit dem Rest der Gesellschaft, aber vergleichsweise selten so eng und so solidarisch wie untereinander. Sie muss nicht klein sein - früher war vielleicht mal der Clan die nächstkleinere Einheit innerhalb einer Dorfgemeinschaft - aber je kleiner sie ist, desto leichter ist es, sie dazu zu kriegen, wie Pech und Schwefel zusammenzuhalten.



          Außerhalb solch enger Kreise jedenfalls nimmt die Fähigkeit zur Kooperation - zumindest zu einer Kooperation, die wenig Wert auf Gleichwertigkeit der jeweils erbrachten Leistungen und der jeweils gezogenen Vorteile legt - rapide ab. Und wenn es z. B. gilt, eine ganze Staatsbevölkerug selbstlos solidarisch miteinander zu bekommen, bedarf das regelmäßig schon existenzieller Bedrohungen.

  • Ob dieses Land endlich gerechte Steuergesetze bekommt und diese auch umgesetzt werden (!) ist die



    Neue Soziale Frage.



    Weder braun, schwarz noch hellrot wissen darauf eine Antwort.



    Der Bürger durchschaut nicht welche Ungerechtigkeiten es dort gibt. Die Finanzämter sind mit Kassenbon-sortieren beschäftigt, alles darüber hinaus ist zu komplex bzw. die Anwaltsarmeen der Steuer"gestalter" zu bedrohlich.



    Letzte Rettung KI??

  • Wir haben ein Ausgabenproblem: Der Staat agiert oft inefficienter als private Unternehmen und trifft Entscheidungen, die nicht immer marktwirtschaftlich optimiert sind. Bürokratie und politische Zielkonflikte führen zu höheren Kosten und geringerer Innovationskraft. Deshalb sollten staatliche Aufgaben klarer abgegrenzt und dort, wo sinnvoll, marktbasierte Mechanismen oder öffentlich-private Partnerschaften genutzt werden.

    • @Jak :

      Das hat es bisher immer teurer und schlechter gemacht.

      Daseinsfürsorge geht nicht mit Marktmechanismen. Schau dir den Gesundheitssektor an - der Markt reagiert auf finanzielle Anreize, pickt sich die lukrativen Angebote raus und "optimiert" die - wer nicht bei drei auf dem Baum ist kriegt ein neues Knie reingekloppt. Die notwendigen, aber aus Marktsicht nicht rentablen Leistungen muss dann doch ein Krankenhaus in öffentlicxher Trägerschaft bieten.



      Prävention, nachhaltige Behandlungen, die an einer Stelle mehr kosten, aber insgesamt entlasten usw. finden nicht genug Unterstützung.

      Pflege z. B. die zeitaufwendige, aktivierende Pflege mit dem Ziel Fähigkeiten zu erhalten macht kaum einer - wozu auch? Es geht schneller und ist damit billiger, wenn die Pflegekraft alles übernimmt und wenn die zu pflegende Person dann schneller einen höheren Pflegegrad bekommt - umso besser, gibt's mehr Geld /s

      • @Bartl:

        Der Staat ist doch schon weit über die Daseinsfürsorge hinaus. Immer neue Aufgaben und Förderungen. Und dann der Aufschrei, wenn irgendwo etwas gekürzt wird, was ein sicheres Einkommen in einer Nische ermöglicht hat. Subventionen noch und nöcher, die nur Kosten, aber keinen Nutzen (mehr) haben. Solaranlagen, E-Autos, Wärmepumpen, Ladestationen, um mal den Energiebereich zu nehmen.

        • @Strolch:

          Fossile Energien (70 Milliarden jährlich)

  • Der Staat gibt nach wie vor sein Geld oft ineffizient aus. Zahlt im europaweiten vergleichen mehr als andere Länder für vergleichbare Anschaffungen.

    Der Sozialstaat ist so, wie er die letzten Legislaturperioden angepasst wurde, nicht mehr haltbar, auch ungerecht und bietet nach Ansicht der Mehrheit auch Leistungen die es so nicht bräuchte.

    Das alles wird trotz hoher Einnahmen nicht besser!

    Ich kenne aus meinem Umfeld sehr viele Menschen, die nicht mehr damit einverstanden sind was mit ihrem Geld geschieht. Immer öfter höre ich den Satz: „Ich wäre mit höheren Steuern einverstanden, wenn damit anders umgegangen würde“

    • @Sole Mio:

      Leider hört auf diese Menschen keiner. Es werden nur laute Minderheiten wahrgenommen.

  • Komplexes Thema.



    a) Nach aller Lebenserfahrung lösen Steuermehreinnahmen das Ausgabenproblem nicht. Sie werden von Politikern aller Systeme (Von Demokratie bis Diktatur) dazu verwendet, die eigene Klientel (oder sich selbst) zu bedienen.



    b) Ebenso zeigt alle Lebenserfahrung, dass bei den wirklich Reichen - aus welchen Gründen auch immer - wenig zu holen ist. Dann sind die weniger Reichen, die Halbreichen und die gar nicht Reichen dran.



    c) Produktivvermögen (aka Kapital) für Konsumausgaben zu verplempern erscheint wenig nachhaltig.



    Bestenfalls Theaterdonner. Erinnert sich noch jemand an die Finanztransaktionssteuer? attac hat sie noch immer irgendwo versteckt auf der Homepage...

    • @sollndas:

      "b) Ebenso zeigt alle Lebenserfahrung, dass bei den wirklich Reichen - aus welchen Gründen auch immer - wenig zu holen ist. Dann sind die weniger Reichen, die Halbreichen und die gar nicht Reichen dran."

      Das einzige was man aus dieser Lebenserfahrung lernen kann: Überreiche haben zuviel politischen und medialen Einfluss. Und setzen erfolgreich Mythen in die Welt von abwanderenden Vermögen (nicht wissenschaftlich belegbar) bis zu "die nehmen euch das Familienhäuschen weg" (völliger Quatsch)

      "c) Produktivvermögen (aka Kapital) für Konsumausgaben zu verplempern erscheint wenig nachhaltig."

      Warum? Die Gehälter von Lehrer*innen z. B. gelten als konsumtive Ausgaben - dabei ist es sicherlich nicht sinnvoll, noch mehr an Bildung zu sparen.

      Zudem landen die konsumtiven Ausgaben ja auch wieder als Binnennachfrage im Markt

      • @Bartl:

        Bildungsausgaben kann man in der Tat im weitesten Sinne als staatliche Investition betrachten - und zwar dann auch als die so ziemlich wichtigste Sorte, die es gibt. Leider machen die aber nur einen recht geringen Teil des Bedarfs aus, den der Staat mit etwaigen Zusatz-Steuermilliarden füttern würde.

    • @sollndas:

      a) Ja und nein. Es erfordert eben eine kritische Diskussion und Kontrolle. Und da sind populistische Meinungsmache und Massenmedien eher hinderlich.

      b) das können Sie vermutlich nicht belegen und die Vergangenheit hat auch gut gezeigt, dass zB eine Vermögenssteuer nicht unerhebnliche Einnahmen bringt. Es ist ja eher der politische Wille, der fehlt.

      c) schwer nachzuvollziehen.

      Und ja, sehe ich auch so, dass viele gute oder zumindest diskussionswürdige Konzepte vorhanden sind, aber wir haben halt ein Umsetzungsproblem. Ich habe bis heute nicht verstanden warum leistungslosen Kapitaleinkünfte nur zu 25% versteuert werden während Arbeitseinkommen (also das, mit dem die Wirtschaft voran gebracht wird) mit bis zu fast 50%.

      • @Anna Bell:

        "Ich habe bis heute nicht verstanden warum leistungslosen Kapitaleinkünfte nur zu 25% versteuert werden ..."



        Firmengewinne werden erst mit Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer belegt und zwar vom ersten Euro an (Freibeträge gibt es nicht). Auf den verbleibenden Gewinn werden dann Abgeltungssteuer + Soli noch einmal beim Gesellschafter versteuert. Übrig bleiben knapp 50%. Wenn eine börsennotierte Gesellschaft ihre Gewinne via Dividende ausschüttet ist das identisch. Und Sie als eventueller Anleger haben ja bereit Anteile von Ihrem bereits versteuerten Geld erworben. Man kann es drehen oder wenden wie man will: Die zweiphasige Besteuerung führt letztlich dazu, dass 50% an den Fiskus gehen. Früher wurden daher Ausschüttungen via Halbeinkünfteverfahren zur Hälfte besteuert). Das ewige Gerede davon, dass Kapitaleinkünfte (natürlich leistungslos) geringer besteuert würden, als Arbeit bleibt weiterhin eine populistische Mär.

      • @Anna Bell:

        Sie sollten sich nicht fragen, warum nur mit 25 Prozent besteuert wird, sondern warum die 50 Prozent nicht gesenkt werden.

        • @ludwig_777:

          Dann sollten Sie sich fragen, wie die staatlichen Aufgaben erfüllt werden sollen?

          Außerdem ändern sich dadurch nix daran, dass leistungslosen Einkommen mehr wertgeschätzt wird als Arbeit. Warum wohl?

        • @ludwig_777:

          Die 50% müssen gesenkt werden, aber das geht nur, wenn die 25% auf denselben Satz angehoben werden.

      • @Anna Bell:

        "Es erfordert eben eine kritische Diskussion..."



        Ja, da wird über eine Reichensteuer diskutiert und davon abgelenkt, was wirklich umgesetzt wird: Einschränkung von Ehegattensplitting (von "links" auch noch bejubelt) und Familienversicherung.

    • @sollndas:

      Dem Thema muss man sich belastbar, mithin wissenschaftlich, nähern. Statistisch ist über Reichtum wenig bis gar nichts bekannt. Sie haben jedoch Gewissheit zum Reichtum? Die haben nichts, Entschuldigung, Sie sagten - da sei wohl nicht viel zu holen, warum auch immer. Schaut man zur Bundesbank, dann haben die Deutschen ein Barvermögen von rund 7,5 Billionen Euro. Barvermögen! Jeder kann für sich nachrechnen, wie er daran beteiligt ist. Als Ökonom muss ich noch fragen, ich nehme nur Ihre Worte auf, warum "ich" "Produktivvermögen" nicht für Konsum einsetzen kann?! Es ist völlig Wurscht, was "ich" "flüssig" mache, um am Markt Nachfrage entfalten zu können, oder was "ich" auf den Tisch packe, selbst einen Betrieb, um woanders einen Fehlbetrag auszugleichen. "Nachhaltigkeit" hat in diesem Zusammenhang als "Vokabel" überhaupt keine Bedeutung.

      • @Gerhard Krause:

        "...haben die Deutschen ein Barvermögen von rund 7,5 Billionen Euro."



        Macht pro Person 90.000 €. Ein E-Auto und eine Wärmepumpe, dann ist es weg.



        "...warum "ich" "Produktivvermögen" nicht für Konsum einsetzen kann?!"



        Weil es dann früher oder später (meistens früher) weg ist. Und dann war's das mit der Produktion. Ohne Kapital keine Investition.

        • @sollndas:

          "...Ohne Kapital keine Investition..."

          Genau darum geht es doch. Geparktes Vermögen ist eben keine Investition, sondern dauerhaft dem Geldkreislauf entzogen. Konsum bedeutet in diesem Zusammenhang ja nicht, dass das Geld auf dem Oktoberfest verjubelt werden soll.







          Es wird ein Sondervermögen auf Schuldenbasis (!) von 500 Milliarden aufgemacht, weil der normale Haushalt die notwendigen Investitionen nicht mehr stemmen kann, obwohl 7.500 Milliarden dauerhaft auf irgendwelchen Konten ungenutzt rumliegen. Diese 7.500 Milliarden werden durch Zins und Zinseszins immer mehr. Wie geht das eigentlich?







          Naja, zum Beispiel dadurch, dass die Billionen eben nicht nur in Sparbüchern geparkt sind, sondern zum Großteil im Kapitalmarkt investiert. Im gleichen Kapitalmarkt, bei dem jetzt die Regierung Schulden für das Sondervermögen macht.







          Bedeutet: Der Staat macht über Umwege Schulden bei den sehr Reichen, deren Kontostand steigt, weil die Normalos die Zinsen für den Kredit aufbringen müssen.







          Einer wird ärmer, ohne etwas dafür zu können, der andere wird reicher, ohne etwas dafür zu tun. Fair?

      • @Gerhard Krause:

        Mit "nichts zu holen" war wohl nicht gemeint, dass da nichts wäre, sondern dass der Fiskus mit rechtsstaatlichen Methoden nur stark unterproportional und/oder mit ausuferndem Erhebungsaufwand da rankommt. Mehr Geld - mehr Hebelwirkung aus aufwändigen Steuervermeidungsmodellen. Man mag es ungerecht finden, all die Vermögen unangetastet zu lassen. Aber wem brächte es was, wenn die Summe aus zusätzlichen bürokratischen Reibungsverlusten, dem Aufwand, die Vermögen überhaupt erst einmal zu finden und gerecht zu bewerten, und anderswo im Steuersystem eintretende Verluste durch Kapitalflucht dann die Mehreinnahmen übersteigt?



        Als Ökonom kennen Sie sicher die wichtigste äußere Voraussetzung nachfrageorientierter Wirtschaftspolitik: Geschlossene Märkte - wenig Fluktuation von Waren oder Menschen nach und von außerhalb des Systems, insbesondere kein Preiswettbewerb von Importgütern und keine Immigration, die ohne eigene Nachfragekraft einströmt. Man könnte auch sagen: Die Welt nach Sahra Wagenknecht. Wir haben diese Welt nicht und das Ausland sehr nötig. Deshalb ist Konsum auch kein nachhaltiges Investitionsgut. Tafelsilber kann man verhökern, aber nicht, um strukturelle Veluste zu decken.

        • @Normalo:

          No, Sir, erstmal herumdrehen: kein Nachfrageformat, sondern ein Angebotsformat. .. Später kommen wir darauf bestimmt noch einmal zurück. .. Dass "Reibungsverluste" Einnahmen aufzehren würden, halte ich, freundlich ausgedrückt, für einen Irrtum. "Reibung" sind beispielsweise Jobs, vom Hausmeister bis zum Behördenleiter. Sog. "Reiche" dürften wohl eher die Erhebung ihrer tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse von 'fürchten' bis (was man der Armut gern zumutet) 'unredlich (meint das standhafte falsche behaupten: rechtswidrig)' betrachten. Es hätte zu solchen Vermögen, unter einer klugen Wirtschaftspolitik (im Vergleich zur Produktivität dürften die Löhne insbesondere hochtechnisierter Sektoren noch zu niedrig sein), erst gar nicht kommen dürfen (Einbruch von Inlandsnachfrage, fehlende öffentliche Investitionen). Ferner dürften die 9 Billionen wohl nicht insgesamt zum Anschauen herumliegen, sondern an Märkten Preise machen. Det Cash "konsumiert" nämlich. Ahoi.

          • @Gerhard Krause:

            Was Reiche zu dem Thema sagen, will ich gar nicht groß spekulieren - außer dass sie im Zweifel erstmal ihren Steuergestalter anrufen und beauftragen, bitte schnellstmöglich Gegenmaßnahmen zu entwickeln und der Finanzverwaltung das Leben möglichst schwer zu machen. Dass daraufhin Einnahmen aufgezehrt werden, weil Werte unbesteuerbar gemacht und zusätzliche Bürokratie-Schritte geschaffen werden (="Reibung"), halte ich - ebenfalls freundlich ausgedrückt - für nicht mit zwei platten Worten widerlegbar.



            Daneben ist Wirtschaftspolitik nicht "Lohnfestlegungspolitik". Die obliegt nämlich in Deutschland nicht dem Staat (egal wie er "klug" er die betriebe, wo ich mir jetzt mal ganz dreist erlauben würde, ebenfalls gewaltige Zweifel anzumelden). Und nochmal: Satte Inlandsnachfrage und öffentliches Geldraushauen (das Wort "Investition" passt sicher auch - partiell) sind nicht Grund sondern Resultat der Tatsache, dass Deutschland zu den reichsten Ländern der Welt zählt. Ergo werden sie diesen Status auch nicht maßgeblich erhalten können.



            Ihre kryptischen Einleitungs- und Schlusssätze würde ich gern mal entschlüsselt sehen. Ihre Argumente klingen eher, als wäre Nachfrage Ihr Fixpunkt.

  • Joa. Kann man genau so sehen. Arbeit wird zum geht nicht mehr belastet und Vermögen so gut wie gar nicht. Eine gerechtere Erbschaftssteuer die nicht jeden Firmenerben verschont wäre schon Mal ein großer Schritt. Eine Vermögenssteuer sehe ich nicht ganz so einfach funktionieren. Erstens müssten die Freibeträge relativ groß sein, und der Aufwand in Vergleich zum Ertrag wird wahrscheinlich auch nicht gewaltig sein. Denn, der "Millionenerbe" der Omas Haus bei München erbt ist eine andere Herausforderung als der Konzern Enkel der seine Milliarden von einer Firma zur anderen schieben kann. Und wen wird das deutsche Recht wohl dick zur Kasse bitten? Natürlich den "kleinen" man.

    • @Duplozug:

      Sie müssen Einkommen und Vermögen trennen. Sie müssen Vermögen und Vermögenszuwachs trennen. Wenn ich mein Leben lang gut verdient und darauf alle Steuern bezahlt habe darauf und dann 5 Mio € auf dem Sparkonto liegen habe. Wieso soll mir da jemand was wegnehmen dürfen?



      Wenn ich jedoch aus den 5 Mio durch Wertzuwachs meiner Immobilie, Firmenanteile.... zusätzlich Gewinne bekomme kann man gerne darüber reden. Aber die ersten 5Mio.... die wurden versteuert und der Staat muss sich raushalten.



      ( nein, ich rede nicht von meinem Vermögen, es geht nicht um mich).

      • @Tom Farmer:

        Um 5 Millionen auf dem Sparkonto zu haben, müsste man rein rechnerisch (Zinsen mal außen vor, es soll ja nicht um Vermögenszuwachs gehen) 40 Jahre lang jeden einzelnen Monat über 10.000 Euro zurückgelegt haben. Klingt für die meisten Jobs recht unrealistisch, oder?







        Die andere Rechnung sähe so aus: 40 Jahre lang jeden Monat rund 2.000 Euro "investiert" in z.B. einen weltweiten ETF mit historisch 7% Rendite, hat ebenso das Ergebnis 5 Millionen. Dann allerdings hat man durch die Rendite einen Wertzuwachs (!) des Portfolios von 4 Millionen, erzielt durch Zins und Zinseszins, was bedeutet, dass sich 1 Million Einzahlung verfünffacht haben. Bei Auszahlung wird dann im Verhältnis zur Steuerlast bei Arbeitseinkommen lächerlich gering versteuert. Warum?







        Und fragen Sie sich mal, wer diesen Wertzuwachs letztlich generiert. Es sind die arbeitenden Normallohn-Menschen mit dem hoch versteuerten Arbeitseinkommen! Das ist eine Schieflage und das weiterhin geschützte Prinzip der Umverteilung von unten nach oben.







        Die 5 Millionen reichen übrigens aus, sich 50 Jahre lang 10.000 Euro auszahlen zu lassen, Töchterchen ist also fein raus. "Übrig" wären dann nach 50 Jahren: 17 Millionen!



        Pervers?

      • @Tom Farmer:

        Mit der gleichen Begründung, mit der auch das Einkommen unterschiedlich hoch besteuert wird.



        .



        Weil die Infrastruktur, die diesen Reichtum ermöglicht hat mehr Investitionen braucht. Weil Geld benötigt wird für die Energiewende und für Anpassung gegen kommende Katastrophen. Weil mehr 💰 benötigt wird für Menschen, die nicht ganz so viel Glück haben (Fleiß alleine reicht nicht für 5M Vermögen).

  • Was von den Menschen kritisiert wird, sind nicht die Ausgaben des Staates, sondern dass er dabei unglaublich viel Geld verplempert, weil staatliche Einrichtungen unglaublich ineffizient und ineffektiv sind und total unsinnige Prozesse haben.

    • @Horst Sörens:

      Verschwendung? Mag sein, kritisiert wird aber auch die Schonung derer, die am meisten haben. Jedes Schlagloch, jeder fehlende Kindergartenplatz, jeder Zugausfall, jede Woche des Wartens auf eine Facharzttermin findet sich in Form nicht gezahlter Steuern in den Portemonnaies der oberen 20%.

      • @My Sharona:

        Da machen sie es sich zu einfach es fehlt massiv an Fachkräften weil vieles in Deutschland nicht digitalisiert ist und menschliche Ressourcen bindet aber auch wegen dem demografischen Wandel züge fallen häufiger aus weil es an Lokführern mangelt als wegen Geldmangel.

        • @Machiavelli:

          Ich beschreibe eine jahrzehntelange Konstante deutscher Politik, also einen historisch gewachsenen Zustand. Man kann nicht auf allen Feldern einfach den Geldhahn aufdrehen, aber umsteuern muss man: Steuern da holen, wo die Taschen - meist ungerechtfertigterweise - voll sind.

    • @Horst Sörens:

      Da gibt es bestimmt viel Verbesserungspotential, aber vieles ist einfach auch unserer Gesellschaft geschuldet. ZB sind Gesetze inzwischen ja nur deswegen so komplex, weil alle Eventualitäten geregelt werden müssen, weil heutzutage jeder glaubt, sein Recht vor Gericht erstreiten zu müssen.

    • @Horst Sörens:

      Wo sind Ihre repräsentativen Beispiele?!

      • @Gerhard Krause:

        Jeder den ich kenne hat etliche erlebt. Haben Sie denn keine? Schwer vorstellbar.



        Hier eines dieser typischen Schätzchen: 3 Mann führen in einer kleinen Physiopraxis ein Sicherheitsaudit der 3 Baugleichen nagelneuen Behandlungsliegen und einer Wärmelampe durch. Dauer: 3 Stunden vor Ort. Incl. Nachbereitung etwa ein Manntag Ausfall für die Inhaberin.



        Nur Kosten, kein Nutzen. - Und sowas gibt es ständig und überall.

      • @Gerhard Krause:

        Sie brauchen dafür wirklich ernsthaft noch Beispiele?

      • @Gerhard Krause:

        Simples Beispiel Bafög, in 95% aller Fälle könnte das komplett automatisch laufen der Staat hat alle Informationen durch die Steuerbehörden, Universitäten etc. Stattdessen kann man den Antrag zwar online stellen, der wird dann aber vor Ort ausgedruckt und händisch bearbeitet. Papierkosten, Gehälter für die Mitarbeiter etc. Für etwas das eine Software kostengünstig automatisch machen könnte.

  • Das was Deutschland an Summe für seinen "Sozialstaat" ausgibt ist mehr als ausreichend, nur wird so viel Geld für Verwaltung und Bürokratismus verschwendet das es am Ende für die wirklich Bedürftigen fehlt. Immer noch mehr Geld zu verlangen, alleine zur Erhaltung eines maroden Systems, ohne die wirklichen Schadstellen zu beseitigen ist eigentlich nur Idiotisch.

    • @Günter Witte:

      (Sorry, aber wo sind Ihre belastbaren) Zahlen?!

  • Was sollen denn immer wieder diese Hinweise auf das Verhalten von Politikern, die niemals einen Gesetzesentwurf einbringen werden, den die wirklich extrem Reichen verdammt nochmal belästigen würde. Das machen die nicht. Niemals.



    Wo kämen wir denn da hin?



    Wenn Deutschlands Infrastruktur verreckt, dem Geldarsch ist das egal, er bekommt es ja gar nicht mit. Wenn der Sozialstaat dann irgendwann mal völlig kippt, erfährt er es vielleicht aus den Nachrichten und grinst "ach Gottchen". Ja, man muss das ruhig mal ansprechen, die interessiert das Thema Staat und Politik rein ganz und gar nicht. Außer sie haben selbst politische Kontakte im Freundeskreis der Familienunternehmen- und Macht und Geld gehen immer Hand in Hand.



    Deutschland ist der Vorletzte beim Thema "Fiskus schont Vermögen"



    Ganze 2,9% . Zum Vergleich Großbritannien, Australien und die USA liegen bei über 10% .

    Deutschland weiß halt am besten, wie man



    unsere reichen Mitbewohner schützt.

    Diese Bankrotterklärung an das Soziale Gemeinwohl wird teuer bezahlt.



    Die scharrenden Hufen der Faschisten sind deutlich zu hören.

  • Man muss einkalkulieren, dass es die Regierung "darauf ankommen" lässt. Insbesondere die CDU, weil sie sich einbildet, besonders im Osten, sie könne mit der AfD koalieren. Denn das vergleichbar psychopathologisch relevante Festhalten der Regierungsparteien in Wesentlichem an dem, was zusammenfassend kurz Neoklassik und Neoliberalismus genannt wird, dürfte nur eines bedeuten: 'Wir werden die ökonomischen (Macht-) Verhältnisse in diesem Land niemals wieder ändern. Wenn ihr deshalb AfD wählt, dann ist das allein euer Problem.'.

    • @Gerhard Krause:

      Autsch. Das hat gesessen.

      • @derzwerg:

        Nicht wirklich (bzw. nicht bei Leuten, die nicht ohnehin wie Sie und Herr Krause denken). Von außerhalb dieser Blase betrachet ist es ein klassischer Kreisschluss vom Ergebnis her: Man unterstellt der anderen Seite etwas Böses, und weist das durch eine Argumentation nach, die logisch auf der Unterstellung fußt. Ich würde noch was zu langen, kompetent klingenden Aburteilungen wie "psychopathologisch" und Kampfbegriffen à la "Neoliberalismus" schreiben, aber die sind eher schmückendes Beiwerk... ;-) Am Ende hat man eine schöne Wolke heißer Luft, die nur dort "sitzt", wo jemand die Ausgangshypothese schon als feststehende Wahrheit akzeptiert hatte.



        Tatsächlich gibt es gar nicht mal so schlechte Gründe, eine Einnahmenentwicklung, die ihren hohen Anteil am BIP hält (staatliche Belastungen sind nebenbei gesagt nicht nur Steuern) und nur nicht so viel höher steigt wie mal prognostiziert, NICHT als "Mindereinnahmen" zu titulieren. Tatsächlich steigen die Einnahmen des Staates auch nach der Korrektur immer noch ordentlich, aber die Ausgaben steigen noch viel schneller (ohne sehr viel besser zu machen). Und dass eine "gefühlte Mehrheit" DAS einfach töfte findet, ruft die AfD auf den Plan.

    • @Gerhard Krause:

      "Man muss einkalkulieren, dass es die Regierung "darauf ankommen" lässt. Insbesondere die CDU, weil sie sich einbildet, besonders im Osten, sie könne mit der AfD koalieren"

      Wenn die Wahlergebnisse weiterhin in eine gewisse Richtung schwenken wird es irgendwann gar keine anderen Optionen mehr geben.