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Tankrabatt und TabaksteuerDie höhere Tabaksteuer geht zu Lasten der Ärmeren

Gastkommentar von

Dirk Engelmann

Um den Tankrabatt zu finanzieren, wird die Tabaksteuer erhöht. Das ist ungerecht, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Dirk Engelmann.

Rauchen soll teurer werden Foto: Sven Hoppe/dpa

D ie Bundesregierung hat eine erstaunliche Leistung vollbracht, nämlich weitgehende Einmütigkeit unter Öko­no­m:in­nen zu erzeugen. Allerdings liegt diese in der Bestürzung über die Pläne zum Tankrabatt.

Bisher wenig beachtet in der Diskussion ist allerdings die Verteilungswirkung der steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie und ihrer Gegenfinanzierung durch die Erhöhung der Tabaksteuer. Ein verteilungspolitisches Problem vieler Verbrauchsteuern ist, dass diese regressiv wirken, also Ärmere relativ stärker belasten als Reichere und damit zu einer Erhöhung der Ungleichheit führen – im Gegensatz zu progressiven Steuern wie der Einkommensteuer.

Die meisten regressiven Steuern sind solche, bei denen Reichere zwar absolut mehr zahlen als Ärmere, Letztere aber einen höheren Anteil ihres Einkommens aufwenden, beispielsweise bei der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel. Schon solche Steuern erhöhen die relative Ungleichheit. Umfragen legen aber nahe, dass der Tabakkonsum in Deutschland – wie in vielen anderen Ländern – unter Ärmeren höher ist als unter Reicheren.

Damit ist die Tabaksteuer ein Extremfall, da die Ärmeren nicht nur relativ zum Einkommen, sondern sogar absolut mehr zahlen als die Reicheren. Die Tabaksteuer ist vermutlich die am stärksten regressiv wirkende Steuer überhaupt, zumindest unter allen nicht trivialen.

Wer dagegen von der Entlastungsprämie profitieren wird, ist unklar. Bezahlen werden sie jedoch die Rau­che­r:in­nen und damit überproportional die Ärmeren. Zwar gibt es gute gesundheitspolitische Gründe für eine Tabaksteuer. Wenn sie aber zur Finanzierung von Umverteilungsmaßnahmen herangezogen wird, sollte man die Verteilungswirkung auch konsequent bedenken.

Die Bundesregierung verteilt also um – von den Ärmeren zu irgendjemandem – und sie weiß selbst nicht, wohin. Rauchen hat keine Lobby, Autofahren schon. Ein Argument scheint zu sein, auf Rauchen könne man auch verzichten. Rauchen ist aber eine anerkannte Sucht, und damit ist Aufhören schwer, auch bei höherer Tabaksteuer. Wäre es anders, könnte die Bundesregierung durch die Tabaksteuererhöhung auch nicht die Einnahmen erhöhen.

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213 Kommentare

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  • Schauen Sie: wenn niemand Schnaps trinkt, dann wird die Schnapssteuer gleich Null sein. Ich rauche und trinke nicht.

  • eurotabak.de/Tabakblaetter



    30 Euro für 1 kg Tabak, da kommt man schon weit

  • Verbrauchssteuern sind allgemein schlecht: sie lassen das Billionen-Vermögen unangetastet und bürden Kosten den Lohnabhängigen auf. Nun steigert das die Merz-Rechtsfront indem sie die aktuellen Verbrauchsteuererhöhungen und die Tankrabatte noch extrem unsozial gestaltet. Einfach nur deshalb. Genauso wie sie die Gesetzliche Rentenversicherung als »Basisabsicherung« ansehen. Es geht nicht darum, Erwerbslose in Arbeit zu vermitteln, es geht nur um Ausgrenzung, bei allem was sie machen. Eine reine Politik der Feinderklärung und dieser selbst willen.



    Außenpolitisch zwar feige, aber innenpolitisch um so repressiver.



    Blackrock verwaltet 12.530 Milliarden Dollar an Vermögen. Wo kommen diese Vermögen her?



    Bildet sich hier deutschlandweit ein darwinistischer Konsens der Abschaffung des Solidaritätsprinzips?

  • Sehr kurz gedacht. Denn geht es wirklich zu Lasten der Armen? Wer aufhört zu rauchen lebt nicht nur gesünder sondern spart auch viel Geld. Wenn höhere Steuern das bewirken können..., warum nicht.

  • wieso denn das? Dass Ärmere eine kürzere Lebenserwartung haben ist hinlänglich bekannt. Zumal, da dass Argument Raucher belasten Krankenkassen unbestritten ist, es gibt aber Studien, dass logischerweise umgekehrt die Alterssicherungssysteme entsprechend entlastet werden, Raucher kommen häufig aus bildungsfernen Schichten, Ihr solltet für für die Gesundheit dieser Menschen argumentieren und gegen das Rauchen.



    Michael Fischer.

  • Diese Diskussion ist doch fehl am Platz. Steuern sind in der Verwendung nicht zweckgebunden, selbst wenn manche das gerne als Argument nutzen. Das einzelne Ausgaben prozentual zum Gesamteinkommen regressive wirken ist eine Verdrehung. Das Päckchen kostet für alle gleich viel. Regressiv würde einen Mengenrabatt bei Mehrberbrauch bedeuten. Eine überproportinale Belastung ärmerer Menschen ist nicht sachlich darstellbar. Mir kann es egal sein, ich habe meiner Gesundheit zu Liebe vro Jahrzehnten das Rauchen aufgehört. Politik ist leider oft von veröffentlichter Meinung getrieben, daher konnte die Regierung es nicht verhindern.

    • @jogi19:

      „regressiv“ heißt hier nichts anderes, als dass die Steuerbelastung im Verhältnis zum Einkommen sinkt. Je höher das Einkommen desto niedriger die relative Steuerbelastung und je niedriger das Einkommen desto höher. Wenn zwei Menschen 10,- € für Tabaksteuern aufwenden, entrichtet derjenige, der 1.000,- € verdient, dafür 1 % seines Einkommens und derjenige, der 10.000,- € verdient, nur 0,1 %. Unser Einkommensteuersystem ist progressiv (je reicher desto stärker die Belastung) ausgestaltet und da wirkt die regressive Steuer unsozial, weil sie Geringverdiener im Verhältnis zu Gutverdienern stärker belastet.

      • @Yes:

        @Yes



        Die Verdeutlichung wurde mal Zeit...



        Dankeschön dafür 👍👍

    • @jogi19:

      @ jogi19



      Ein zum Kauf angebotener Liter Milch kostet auch für alle Mitbürger/ Kunden gleich.



      Eine zum Kauf angebotene Immobilie für 600.000 Euro kostet auch für alle Mitmenschen gleich.



      Kleines mathematisches Denkspiel für Demokraten :



      A - Macht für einen Mitbürger mit Kapitalerträgen von zwei Millionen Euro im Jahr, wieviel Prozent von seinem verfügbaren Finanzen aus ?



      B - Macht für einen Mitbürger mit eineim Jahreseinkommen von 60.000 Euro im Jahr, wieviel % von seinen verfügbaren Finanzen aus ?



      Steuern sind nicht in der Verwendung zweckgebunden - Stimmt - nur Steuer sind auch unter anderem zur Umverteilung / Ausgleichung von eklatanten Unterschieden, bezüglich der Finanzstärke innerhalb der Bevölkerung angedacht.



      Steuern, wie die Vermögenssteuer sollen unter anderem der Akkumulation von Vermögen entgegenzuwirken, um politische Einflussnahme von extrem Vermögende auf Regierende zu verhindern ❗️

      • @Alex_der_Wunderer:

        @ Alex_der_Wunderer: Wenn die Akkumulation von Vermögen verhindert werden soll, wozu dann noch arbeiten?

  • Liebe taz, nach welchen Kriterien wählt Ihrdurch uns Leser_innen mwd zu kommentierende Artikel aus? Wieso bleibt dieser Artikel so lange offen? Wollt Ihr die Haltung Eurer Leser_Innen zum Rauchen feststellen? Sachlich-inhaltich kommt hier nichts Fundiertes mehr, wire auch?Zum fundierten Kommentieren brauchen wir hier Steuerfachleute, Ärzt:Innen und ähnliche Berufsgruppen.

  • 76 / 77 % Steuern auf ein Produkt...



    Sollten wir als Staatsbürger für unseren Staat, auch beim Kauf von PKW'S einziehen.



    Endlich wieder frische Luft in den Städten.

  • Mehr Steuern auf Tabak, Zucker und Alkohol sind absolut in Ordnung, da es Suchtmittel sind, die keiner braucht. Ganz einfach.



    Und da braucht es in diesem Fall auch kein Mitleid mit Ärmeren.

    • @cazzimma:

      Sozialer Ausgleich ist überfällig. Aber nicht über teuer verbilligtes Rauchen, Schampus/Schnapssaufen, Autofahren o.ä.



      Sondern über anständige Löhne und Wohlfahrtsnetze.

      Bei Zucker führte die Steuer in UK dazu, dass Geschmack nicht mehr derart durch Zucker ersetzt wird wie davor.

  • Ich war auch Nikotin Junkie..



    Nach Kurzatmigkeit und sinkender Atemleistung habe ich meine Sucht über Nacht beendet. Dazu musste ich erst mal einsehen was ich an Geld rausgeworfen hatte. Meine Leidenschaft Apnoetauchen konnte ich eh vergessen. Noch nach über 12 Jahren ohne stinkende Glimmstängel keuche ich die Treppen hoch. Mich wundert das die "Armen" ausreichend Geld für Rauch und Unmengen Alkohol haben. Habe auch eine Zeitlang gekifft. War halt die Zeit..



    Bin kein Moralist, aber wer die pfeifenden rasselnden Lungen beim Pneumologen hört kann doch nichts verharmlosen.



    Also 15 Euro die Schachtel sollten es schon sein und wer das negiert ist so dumm wie ich es war. Rauchen ist nicht "in" oder "sexy".



    Einfach nur Selbstmord in täglichen Raten.



    Gehe übrigens wieder zum Apnoetauchen - mit halber Leistung - aber immerhin ;-) jbmunich

    • @Jbmunich:

      Apnoetauchen ist auch eine gesundheitsschädliche Übertreibung, aber ohne Übertreibung besser als Rauchen. Ich bin eher genervt, wenn ich über die Treppe den achten Stock erreiche und mein verstärktes Atmen mt einer Krankeit in Verbindung gebracht wird.

  • "Die höhere Tabaksteuer geht zu Lasten der Ärmeren"



    Nein, sie geht zu Lasten der Raucher! Oder sollen Besserverdiener nun mehr pro Schachtel zahlen?



    Hört auf zu rauchen - es geht und es tut richtig gut, wie ich nach 40 Jahren Reval ohne Filter und nun 5 Jahren Abstinenz nur bestätigen kann.

  • Ich finde es schade, dass Menschen so denken, wie in diesem Artikel gedacht wird. Die Aussage, dass eine Plage wie die Quarzerei nicht teurer werden dürfe, damit speziell arme Menschen nicht mehr für's Rauchen zahlen müssen (bzw. mehr Nikotin, Teer und das ganze übrige gute Zeug für's Geld bekommen), ist so offensichtlich an den Haaren herbeigezogen, dass man fragen muss: Wer denkt sich sowas aus? Eigentlich kommt nur Jemand in Frage, dem Klassenkampf wichtiger ist als jede Vernunft.



    In umgekehrter Richtung - also z. B. von CSU oder FDP gestellt -würde man diese Forderung wahrscheinlich als perfiden Versuch interpretieren, die armen Raucher zu verführen, sich ins "sozialverträgliche Frühableben" zu qualmen. Wie man's macht...



    Aber Danke! Dieser Kommentar hat mir eine alten Ausdruck wieder ins Gedächtnis gerufen, der sich schon tief in den passiven Wortschatz verabschiedet hatte:



    "Brett vorm Kopf"



    ps ich bin KEIN militanter Nichtraucher, sondern gönne mir gerne mal eine Tschick, aber auf solche "Schützenhilfe" kann ich verzichten.

  • Es gibt nichts, aber auch gar nichts Positives am Rauchen. Es gibt tonnenweise Negatives am Rauchen. Umweltverschmutzung, Krankheiten, Tod. Für Raucher und alle drumherum. Wir sind über 60% Nichtraucher bei den Erwachsenen, dazu noch die Kinder, und trotzdem wird Rauchen als Recht stärker geschützt als das Recht auf rauchfreie Luft (Zuhause Recht auf Rauchen, aber Zuhause kein Recht auf rauchfreie Luft.)

    Wir sind Schlusslicht in Europa beim Nichtraucherschutz, Tabaklobby und CDUCSUFDP sei „Dank“.

    Rauchen ist idiotisch und nur mit Suchtverhalten zu erklären. Es ist für jeden idiotisch, für Ärmere noch idiotischer, weil das verrauchte Geld relativ viel mehr bedeutet.

    Wie oft sitzen Schüler in zu dünnen Klamotten und ohne Essensgeld, aber die Kleidung die sie haben und die Haare stinken nach Zigarettenqualm!

    Wie gesagt, reiche Raucher sind genau so eine Pest für ihre Umgebung und sich selbst, aber zum Artikel hier sei gesagt, man sollte Rauchen für alle extrem schwer erreichbar machen, wenn es dann für Ärmere noch schwerer ist: Die brauchen das gesparte Geld noch dringender und bessere Gesundheit für sich und die Kinder auch. Freier Wille hat beim Schutz anderer Grenzen.

  • Die Erhöhung der Steuer auf Tabakwaren ist doch sicherlich der Einstieg unserer Regierung, auf die Einführung einer allumfassenden Luxussteuer auf Luxusgüter wie; auf Champagner, Trüffel, Kaviar, hochpreisige Designer Bekleidung.

    Autos ab 100.000 Euro, Segel- & Motoryachten, Privatflugzeuge, echten Schmuck ruhig mit bis zu 40 % bei Erwerb besteuern, dann erübrigt sich die Besteuerung auf Konsumgüter des täglichen Bedarf, wie Lebensmittel, Fahrtickets für den ÖPNV, Eintrittskarten für Kultureinrichtungen und Sporteinrichtungen wie Schwimmbäder pp.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Viel Spaß in der Neidgesellschaft. Leistungsträger dürfen auf keinen Fall mehr haben als Andere. Die Steuersätze müssen immer 1% über meinem Einkommen explodieren. Extreme Verringerung des ÖPNV Preises hat einen überschaubaren Umstiegseffekt. Viele Kultureinrichtungen sind massiv subventioniert und trotzdem nur von einem elitären (reichen) Publikum besucht. Bei Schwimmbädern sehe ich Nachholbedarf, dann bitte wir in Paris wo ein schwimmender Käfik in die Seine gehangen wird.

      • @jogi19:

        @ jogi 19



        Genau, alles die richtigen Maßnahmen, im Sinne der arbeitenden Leistungsträger.



        Prophylaktisches, politisches handeln, um unnötige Neiddebatten einzudämmen und Demokratie gefährde Akkumulation von Vermögen entgegenzuwirken. Zu große Vermögen einzelner Mitmenschen birgt die Gefahr von undemokratischeer Einflussnahme einzelner Vermögender / Mitmenschen / großer Unternehmen / mächtiger Konzerne, auf unsere demokratische Regierung.

    • @Alex_der_Wunderer:

      Ja, das soll ja nun gerade vermieden werden.

      • @Yes:

        @ Yes



        Die Vermeidung sollten & dürfen wir Wähler nicht zulassen ❗️

  • Irgendwann ist Schluss mit sozialer Rücksichtnahme. Auch die Armen wissen, dass Rauchen schädlich ist. Es gibt keine Ausreden mehr. Hohe Preise halten junge Menschen - auch die armen - davon ab, in die Sucht einzusteigen, von der sie später als Erwachsene nur schwer wieder loskommen. Hohe Tabakpreise sind also eine Investition in die Zukunft für mehr gesunde Menschen. Die Tabak- und Nikotinsucht verursacht mit 140 000 Toten jährlich mehr Todesfälle als die illegalen Drogen (1400), Alkohol (44 000), Verkehr (unter 3 000) und Selbstmorde (12 000) zusammen.

    • @OhneRauch:

      @OhneRauch



      Auf der Welt - von 2024 - 2025



      ⛔️ 240.000 Kriegstote ❗️

    • @OhneRauch:

      Paternalität und Rücksichtnahme sind ja auch schlecht miteinander vereinbar. Und wer hohe Preise etabliert, tut wenigstens auch den Tabakkonzernen einen kleinen Gefallen.

      • @Yes:

        Wenn ich Tabakmanager wäre, würde ich sehr gerne auf die Steuern verzichten, und lieber auf meine eigene Kasse die Preise erhöhen, wenn ich das für marktgerecht halte.

        • @Normalo:

          Für Tabakmanager gibt es da kein Entweder-Oder, sondern nur ein Entweder-Und. Die Konzerne nutzen die Steuererhöhungen regelmäßig als Vorwand, um in deren Windschatten unauffällig auch die Nettopreise oft um mehr als die jeweilige Steuererhöhung anzuheben. Dies war bislang bei fast jeder Steuererhöhung der Fall. Der Markt gibt das offenbar her und so können selbst bei sinkenden Verkaufszahlen die Gewinne stabil gehalten oder sogar noch gesteigert werden, während der Verbraucher glaubt, es sei ausschließlich der Staat, der ihm da wiedermal in die Tasche greife. Auch die Preise für Tschicks werden dementsprechend gestiegen sein.

          • @Yes:

            Die Wirtschaftsunternehmen nehmen den Preis, den die Konsumenten bereit sind, zu zahlen. Konsumstreik nutzt.

        • @Normalo:

          Man siehts ja auch beim Sprit, dass hohe Steuern nicht von Rasen, Lärmen und sinnlosen Herumfahren abhalten.

          • @Erfahrungssammler:

            Es gibt immer welche, die solche Anreize betont ignorieren. Aber wirtschaftlich machen die nicht den Markt aus sondern nur eine winzige Nische, in der vielleicht Platz für Lamborghini und AMG ist aber nicht für Massenlieferanten wie Philipp Morris oder Reynolds. Die leiden sehr wohl darunter, wenn sich ganz viele Normalverbraucher zweimal überlegen, ob sie jetzt gerade wieder Extrageld durch Lunge oder Auspuff blasen wollen.

    • @OhneRauch:

      Danke.

      Ich stelle mir gerade vor, was hier los wäre, wenn wir Rauchen wegen Umwelt-und Menschenverpestung mit Krankheit-und Todesfolge zurückdrängen/erschweren/verbieten, aber dann den Armen, weil die ja so arm sind, noch die Kippen sponsern. Für sozialverträgliches Frühableben oder wie?

      Rauchfrei für alle. Ärmere haben auch ein Recht auf rauchfrei, rauchen ist kein Menschenrecht!

      Rauchfrei ist Menschenrecht, in Deutschland muss es aber noch zu oft hinter angeblich „sozial toleriertem“ Rauchen von Suchtkranken zurückstehen. Das ist so krank! Undemokratisch noch dazu, Nichtraucher sind die große Mehrheit. Aber der Sucht und der Lobby muss Vorfahrt gewährt werden, immer weiter, wir sind schon Schlusslicht in Europa vor lauter Tabakförderung.

  • Es stimmt : RaucherInnen habe und sind keine lobby. Einziges "Druckmittel" Sie sterben früher. Wenn massenweise Leute aufhören belastet das die Rentenkassen und damit den Staatshaushalt.



    Aber wichtiger ist: der Griff zur Tabaksteuer zeigt, dass sich Merz und Co nicht an die echte Zuckersteuer herangetraut haben. Den für diegeht es nur um gesüsste Getränke. Nicht um süße Getränke, nicht um andere Nahrung. Nicht um Babynahrung. Aber die sind das weit größere Gesundheitsproblem. Denn Zucker hat eine Lobby. Über die Bauern mit den Zuckerrüben.

  • Ein schönes Beispiel um zu zeigen, dass "Gerechtigkeit" nichts absolutes ist, sondern immer vom eigenen Standpunkt abhängt. Jeder hat sozusagen seine eigene Gerechtigkeit. Meine ist: Wer durch Rauchen Kosten verursacht soll sie bitte auch selbst tragen. Man muss nicht rauchen, weiss ich selbst seit 19 Jahren und habe keinen Tag davon bereut.

    • @Samvim:

      @ Samvim



      Autohalter benötigen eine Kaskoversicherung.



      Extremsportler eine separate Risikoversicherung.



      Raucher brauchten auch eine Risikoversicherung.

  • Ich finde es einfach nur noch zum tot lachen, Zuckersteuer? Auf ihn mit Gebrüll, Tabaksteuer? Diffizil, weil es trifft die Armen. Cannabis? Geht ja überhaupt nicht, weil unsere Bubble.



    Okay, Cannabis, da schaut die taz drüber weg, weil lange genug hat man gekämpft endlich Cannabis legal und unbedenklich zu framen. Aber Zucker anders zu kommentieren als Tabak? Das muß mir echt jemand erklären

  • Hab mit 17 angefangen, wusste schon da: Das muss wieder aufhören. Verhältnismäßig teuere Macke (20 Stück ca. 3 Mark/ DDR) sehr ungesund auf jeden Fall.

    Das Wichtigste ist ein wirklich ERNSTHAFT angestrebtes Ziel. Und der echte Wille es auch zu erreichen. Mein guter Anlass war die Geburt unserer Tochter. Mein Alter damals 26.



    Zielzeitrahmen: Ein halbes Jahr. Langsam gesenkter Konsum, beginnend bei etwa 15 bis 20 Stück pro Tag.

    Die letzte Kippe nach einem Monat ohne, das halbe Jahr war vergangen, schmeckte schon nach wenigen Zügen eklig.



    Da wusste ich, dass ich drüber weg war.



    Hatte tatsächlich jahrelang Alpträume, in denen ich rückfällig wurde.



    Wirklich fertig damit ist man erst, wenn einen der Rauch der Anderen richtig stört.

    Ich halte mich nicht unbedingt für besonders charakterstark. Hatte mehrere gute Gründe, den passenden Anlass. Und wollte das Laster einfach loswerden.

    Ich glaube: Wenn ich das ohne Hilfe geschafft habe, können die meisten anderen das teure Hobby ebenfalls aufgeben.



    Es gibt nicht vieles, das so lächerlich ist, wie erwachsene Menschen, die ohne Nutzen ein glimmendes Stäbchen zwischen den Lippen balancieren. - Einfach mal aus dem Blickwinkel betrachten...

  • Wer raucht ist nicht arm. So einfach ist das.



    Wer für sowas Geld hat den fehlt es offenbar nicht.



    Rauchen ist einfach dumm, Nikotin eine Droge die nichts außer süchtig macht.



    Ich habe 10 Jahre sehr viel geraucht (weil es mit egal war), daher kann ich nur sagen: Das Einzige was davon abhält mit den rauchen aufzuhören ist der eigene Schweinehund.



    Dafür braucht keiner seine finanzielle Situation, die Gesellschaft oder irgendwas als Ausrede hernehmen.



    Daher darf ruhig so viel Steuer drauf wie geht. Die (meisten) Raucher selber nehmen ja auch keinerlei Rücksicht auf die Menschen welche sie im Umfeld mit vergiften und durch den Gestank belästigen.

    • @Das B:

      Ich empfinde eine solche Einstellung als ziemlich empathielos.

      Wenn sie selbst mit ihrer Suchterkrankung so gut zu recht gekommen sind Glückwunsch.



      Die haben aber in der Regel psychosoziale Gründe.



      Das kann man nicht einfach auf das Individuum zurück werfen.



      Das mit dem inneren Schweinehund ist eine totale Simplifizierung..



      Libertäre Propaganda der Tabakindustrie in meinen Augen.

      • @Ulrich Schoppe:

        Hi, ich kenne Personen, die haben einfach aufgehört. Einfach so, mich eingeschlossen. Ja, man kann zunehmen und ja mancher ist auch 4 Wochen lang echt genervt, aber danach ist es TOP. Ach ja, der Wille muss von innen kommen, intrensisch motiviert. Sonst ist da nichts.

      • @Ulrich Schoppe:

        Zum obigen Artikel: mir kommen die Tränen. Zum Leserkommentar: die Suchterkrankungen von Tabakkonsumenten (E-Zigaretten beziehe ich hier mit ein) mit denen von Beziehern harter Drogen gleichzusetzen („psychosozial“) halte ich meinerseits für ziemlich daneben. Ich kenne genügend Raucher jeden Alters und aller Verdienstgruppen, die es nach wie vor einfach als cool empfinden, sich ne Fluppe anzustecken. Von den Auswirkungen auf andere kann meine asthmakranke Freundin ein Lied singen. Letztens im Biergarten: auf die Frage an das Raucherpärchen am Nachbartisch, doch bitte mit den Zigaretten kurz an einen anderen Ort zu gehen, auch wg. der besagten Krankheit meiner Partnerin, gab es zur Antwort: „Dann geh doch nach Hause und mach’s Fenster zu!“. Das war übrigens kein Einzelfall - Rücksichtnahme von Rauchern kommt eher selten vor, auch wenn es sie ab und zu gibt.



        Von daher: Steuern ruhig noch mehr nach oben, und die Krankenkassenbeiträge für Raucher gleich mit.



        Habe letztens übrigens gelesen, dass E-Zigaretten in China verboten sind.



        P.S. Ja, die Abhängigkeit zu überwinde, ist anstrengend. Ich kenne aber genügend Ehemalige, die es geschafft haben.

        • @TerryX:

          Warum haben Sie sich nicht einfach umgesetzt? In einem Biergarten ist das Rauchen nun einmal erlaubt. Oder setzen Sie sich einfach rein, da ist das Rauchen verboten. Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße

          • @AmArschderHeide:

            Ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, ob Rauchen im Biergarten erlaubt ist. Man macht es einfach nicht. Das letzte Mal, dass ich jemanden im Biergarten rauchen gesehen habe, muss irgendwann in den 80igern gewesen sein.



            Bei schönem Wetter ist es viel zu voll, um sich umzusetzen. Außerdem sind in der Regel auch Familien mit Kindern da. Da versteht es sich von selbst, dass man nicht raucht. Wer es nicht lassen kann, geht halt mal ein paar Minuten wohin, wo es niemanden stört. So schwierig ist das nicht.

          • @AmArschderHeide:

            Danke für diese Satire! Ganz vereinzelt haben Leute aber ja tatsächlich solche Ansichten.



            Natürlich ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man als Raucher darauf achtet, anders Menschen nicht zu belästigen - die große Mehrheit macht das auch. Egal ob erlaubt oder nicht. Man darf schließlich auch anderen Leuten ins Gesicht Rülpsen oder sie Anpupsen - macht trotzdem fast keiner. Und sechs Wochen nicht zu Duschen ist auch erlaubt, trotzdem wollen Sie oder ich danach nicht neben demjenigen im Kino sitzen.

            Und spätestens bei einem „die Leidtragende der Belästigung hat zu verschwinden“ wird es richtig originell - zivilisierte Menschen wie Sie oder ich würden selbstverständlich einfach etwas weggehen, wenn sie in einer solchen Situation darum gebeten werden - ich mag kaum glauben, dass es (abgesehen von pubertierenden Jungs) Menschen gibt, die das nicht tun. Wenn man in der Straßenbahn von jemandem gebeten wird, vom Platz aufzustehen, weil der Fragende zB eine Knieverletzung hat und nicht stehen kann - dann sagen normale Menschen eben auch nicht „bleib doch Zuhause“, sondern kommen der Bitte selbstverständlich nach.

            • @Stefan Groß:

              Das direkte Anblasen mit dem Rauch könnte sogar eine Körperverletzung oder eine Beleidigung auch gegenüber Rauchern sein. Darum geht es hier aber nicht. Es geht um die soziale Norm. In einem Raucherlokal ist nicht das Anblasen, Anrülpsen, Anpupsen, aber das Rauchen akzeptiert und üblich. Dementsprechend ist zu erwarten, dass andere Gäste es tolerieren. Wenn nun ein Gast verlangt, dass andere damit aufhören, würde das dort als Normverletzung wahrgenommen. Das wäre dann in etwa so, als ob man auf einem Konzert erwarten würde, dass die Musik aufhört, weil man gerade Kopfschmerzen bekommen hat, sich lieber unterhalten möchte oder einem die Stimme missfällt.

          • @AmArschderHeide:

            Rauchen ist aber kein „Naturzustand“. Man kann es, sofern man jemanden wirklich damit stört, beenden oder aufstehen und (kurz) woanders hingehen. Hier in diesem Forum wird zurecht viel über Umweltschutz diskutiert und derselbige eingefordert. Ich denke dass saubere Luft ein Grundrecht ist. Daran müssen sich eben auch Mitbürger halten, die gerne rauchen. Insofern ist das zunächst eine Bringschuld für die letzteren.

          • @AmArschderHeide:

            @ AmArschderHeide



            👍👍 Genau !

          • @AmArschderHeide:

            Das Recht auf Biergarten & Co haben immer nur die Raucher. Als Nichtraucher können sie bereits dort sitzen, es können alle minus eins Nichtraucher sein, sie dort happy und draußen sind, und dann kommt EIN Raucher und qualmt alle voll weil „ist ja draußen und ich darf das und ihr könnt ja schließlich rein gehen oder gleich zuhause bleiben.“

            Sie merken es nicht mal mehr, wie sehr dieses asoziale Verhalten normalisiert ist. Es heißt „militanter Nichtraucher“, aber die sind alle unbewaffnet, im Gegensatz zum Raucher. Welcher Raucher wird durch den Nichtrauch seiner Nachbarn belästigt, verstunken, krank? So dass er eben weg gehen muss, rein oder nach Hause? Gleiches an jeder Bushaltestelle, wenn man sich setzen möchte.

          • @AmArschderHeide:

            Recht so!

        • @TerryX:

          Gerade bei den psychosozialen Aspekten gibt es starke Parallelen zwischen Tabak- und dem Entzug harter Drogen (Gewohnheiten, Rituale, Stressbewältigung, Freunde, die konsumieren usw.). Die Unterschiede bestehen bei den körperlichen Entzugserscheinungen: Der Entzug harter Drogen kann körperlich sehr heftige Reaktionen auslösen und sogar riskant sein, wohingegen der Nikotinentzug medizinisch meist ungefährlich ist und die Betroffenen aber regelmäßig ungenießbar macht.



          Auch für Asthmatiker dürfte der Rauch vom Nebentisch unter freiem Himmel im Biergarten wohl allenfalls zu erwittern sein und jedenfalls keine körperlichen Beeinträchtigungen hervorrufen. Der Rauch steigt in der Regel nach oben und verdünnt sich dort in der Umgebungsluft. Wenn man dennoch mal einen Hauch abbekommt, wird das nicht gleich einen Asthmaanfall oder überhaupt körperliche Beschwerden auslösen, es sei denn die Symptome treten stets schon beim bloßen Gedanken an Rauch auf.

          • @Yes:

            Bitte besuchen Sie mal einen Biergarten. Einen richtigen Biergarten, keine norddeutsche oder japanische Biergarten-Imitation. Und dann erfreuen Sie dort ihre Sitznachbarn mit einer elaborierten Erklärung, warum sie der Rauch unmöglich stören kann, nicht einmal Asthmatiker 🤣.

          • @Yes:

            Och je - hier oben siehts noch aus, als wollten Sie nur ein aus Ihrer Sicht sinnvolles Argument anführen.



            Liest man bis nach unten durch scheint's einfach nur um Recht haben zu gehen. - Egal wie...



            Ja, der Rauch steigt "in der Regel" nach oben. Die Regel kennt aber allerhand Ausnahmen. Luftzug, sogenannter Wind gehört dazu. Da "profitiert" oft der Nichtraucher mehr von der Kippe als der Raucher.



            Gelegentlich ist auch die räumliche Situation einfach zu eng für friedliche Koexistenz. Und dann muss Mensch nicht zwingend Asthmatiker sein, um den stinkenden Rauch vom Nachbartisch beim Essen als höchst unangenehm zu empfinden.



            Ich kenne diese Situation zur Genüge. Nicht immer hat der Nichtraucher die Wahl in ein "Drinnen" zu gehen. Und spätestens in solchem Falle wäre der Raucher ein besserer Mensch würde er - zumindest, wenn am Nachbartisch gegessen wird - seinem eigenartigen Hobby eine Weile entsagen...



            Insbesondere dann, wenn der Nichtraucher bereits vor ihm da war. - Denn dann hat der sich wahrscheinlich seinen Platz entsprechend der vorhandenen Umgebungsluftqualität ausgewählt...

            • @Der olle Onn:

              Na, mich stört der Qualm nicht. Aber weder der Raucher noch der Nichtraucher ist das Maß aller Dinge und man darf sowohl rücksichtsvoll als auch tolerant sein. Wenn am Nebentisch unappetitliche Themen besprochen, Kimchi oder Kutteln gegessen werden, wird man ja schließlich auch nicht automatisch zum Querulanten.

          • @Yes:

            Doch, natürlich kann man von einem kurzen Rauchschwall einen Asthmaanfall bekommen. Wie bei jeder anderen allergischen Reaktion können auch kleine Mengen reichen. Wenn man von einer Krankheit wenig weiß, dann sollte man nicht im Brustton der Überzeugung falsche Aussagen verbreiten…

            • @Stefan Groß:

              Draußen verdünnt sich der Rauch sehr schnell und steigt zudem nach oben, so dass am Nebentisch die Konzentration der Reizstoffe normalerweise zu gering ist, um einen starken, über einen Hustenreiz hinausgehenden, Asthmaanfall auszulösen. Sollten dennoch bei jemandem Beschwerden auftreten, dürfte derjenige die gleichen Probleme auch im Straßenverkehr (Abgase), mit starkem Deo, Kälte, Kerzen, Hausstaub und ähnlichem haben und sollte dementsprechend Abstand von solchen Reizquellen nehmen, vielleicht seine Medikamente griffbereit haben und nicht unbedingt in einen Biergarten gehen, in dem das Rauchen gestattet ist. Mit Marburgfieber sollte man auf Sightseeing‑Touren und Rundgänge ja auch lieber verzichten.

          • @Yes:

            Es scheint, dass Sie sich nicht wirklich auskennen. Ich habe einige üble diesbezügliche Asthmaanfälle meiner Partnerin mitbekommen - nicht schön….. Wie heißt der alte Spruch: die Freiheit der einen endet dort, wo die Belästigung der anderen anfängt. Und jetzt kommen Sie mir bitte nicht damit, dass das Verlangen das Rauchen einzustellen die eigentliche Belästigung darstellt.

            • @TerryX:

              Ich bezweifle nicht die Asthmaanfälle, sondern dass sie im Freien allein auf das Rauchen zurückzuführen sind. Auch eine gewisse Erwartungshaltung („Oh, da raucht jemand.“) kann solche Symptome verstärken oder auslösen. Wie handhabt Ihre Partnerin das denn auf Grillpartys?

              • @Yes:

                Bitte setzen Sie sich an einem der nächsten schönen Tage in einen Biergarten und achten bewußt darauf, was bei Luftzug bzw. „Wind“ mit Raucherqualm (egal ob Tabak oder Vape) passiert. Da ist, wenn zünftig dran gezogen wird, nix mit psychischer Erwartungshaltung.



                Zu Ihrer Frage: wir bewegen uns zum Glück in einem sozialen Umfeld, wo aufeinander Rücksicht genommen wird.

                • @TerryX:

                  „Bitte setzen Sie sich an einem der nächsten schönen Tage in einen Biergarten...“



                  Warum? Damit ich einen Asthmaanfall bekomme? Sehr trickreich! Aber ich gehe gerne mit Heuschnupfen in den Botanischen Garten, mit Ornithophobie in den Vogelpark, mit Tierhaarallergie in den Streichelzoo und mit Homophobie in den Darkroom. Die werden sich schon alle nach mir richten, denn ich befinde mich ja in einem „Naturzustand“.

          • @Yes:

            „ Auch für Asthmatiker dürfte der Rauch vom Nebentisch unter freiem Himmel im Biergarten wohl allenfalls zu erwittern sein und jedenfalls keine körperlichen Beeinträchtigungen hervorrufen“

            Mit dieser Einschätzung liegen Sie völlig falsch. Es ist eine beliebte Raucher-Ausrede, dass der Nebenmann sich den Rauch ja nur „einbildet“.



            Probieren Sie es einfach aus und nehmen nächstes Mal eine Kaugummi- oder Schokoladenzigarette, und sehen, ob es ihren Nachbarn etwas ausmacht.

            Wenn Sie wegen Rauch angesprochen werden, dann sagt es einer was zwanzig vorher still ausgehalten haben, man will ja keinen sozialen Stress.

            Stellen Sie mal bisschen Buttersäure auf Ihren Nachbartisch und essen dann gemütlich, während der Duft nach Erbrochenem höchstens „erwittert“ werden kann bzw. sowieso Einbildung ist, weil der nur nach oben steigt.

            Oder setzen sich gleich mal neben Erbrochenes. Wird ja wohl kaum körperliche Beschwerden und auch kein Asthma auslösen, nicht wahr?

            Vielleicht können Sie sich so besser rein versetzen.

            • @GoJoRow:

              Wenn es ums Hineinversetzen ginge, hätte man bei Ihren letzten Vorschlägen vielleicht zuerst an den armen Gastwirt gedacht. Es geht aber um Alltagskompetenz: Wer seekrank wird, geht nicht auf Schiffsreise, wer Fleisch erwartet, nicht zum Vegetarier und wenn man keinen Rauch verträgt, geht man nicht in ein Lokal, wo das draußen gestattet ist und erwartet, dass die anderen das dort unterlassen. Das wäre anmaßend. Man muss alle Seiten sehen, nicht nur die eine.

              • @Yes:

                Rauchen im Biergarten spricht jetzt eher nicht für Alltagskompetenz. Ich kenne niemanden, der im Biergarten raucht. Höchstens Touristen, denen vor lauter Selfies machen nicht aufgefallen ist, dass keiner raucht.

              • @Yes:

                Rauchen ist, im Gegensatz zum Nichtrauchen. eine direkte Einwirkung auf die Umwelt. Das sollte auch Ihnen einleuchten.

                • @TerryX:

                  Das ganze Leben ist eine direkte Einwirkung auf die Umwelt.

              • @Yes:

                Schön dass Sie hier unbewusst/bewusst darlegen, das Problem nicht verstehen zu wollen. Dann erübrigt sich auch eine weitere Diskussion.



                In einigen anderen EU-Ländern wird drüber nachgedacht, Rauchen in den (meisten?) öffentlichen Räumen zu verbieten, inkl. gastronomischer Außenbereich. Ich bin alles andere als ein Vertreter staatlicher Regulierungswut, aber das würde ich unterstützen.

        • @TerryX:

          So richtig asozial sind Balkonraucher. Die eigene Wohnung soll nicht vollgequalmt werden. Also geht man raus auf den Balkon und nebelt die Nachbarn ein. Wer nicht schnell genug das Fenster zumacht, hat dann den Gestank der anderen in seinen vier Wänden.

          • @Oma:

            So ist es. Auch wenn einige User hier das wohl als „Leben und Leben lassen“ auffassen.

      • @Ulrich Schoppe:

        Das B hat völlig Recht, Eigenverantwortung ist hier gefragt, man kann nicht immer so tun als wäre für alles die Allgemeinheit verantwortlich. Das ist nicht so.



        Der Mensch hat auch eine eigene Verantwortung sich selbst gegenüber, unabhängig vom Geldbeutel.

  • Wäre es nicht toll, wenn es ein Medikament gäbe, dass die negativen Folgen des Rauchens - wie beim übermäßigen Essen die Abnehmspritzen - einfach wegzaubert? Also nicht mehr bloß ‚(Fr)Essen für die Lebensmittelindustrie und Big Pharma‘ sondern künftig auch Rauchen für Phillip Morris, Reemtsma und Big Pharma?

    • @EffeJoSiebenZwo:

      Ein Medikament gibt es wohl noch nicht, aber mehr Geld zur Behandlung der Gesundheitsschäden durch Rauchen wird wohl zukünftig auch von Nichtrauchern kassiert werden.

  • Nochmal zum Thema Tabaklobby:



    www.youtube.com/shorts/5f0exFm3WFk

    (Gerade aus dem Newsletter der School for Moral Ambition entnommen.)

  • Wer sich für die Abschaffung der Armut bzw. für Verteilung interessiert, kann mal hier reinschauen:

    Offener Brief an das Bündnis für einen starken und zukunftssicheren Sozialstaat



    bge-rheinmain.org/...cheren-sozialstaat

  • Sobald es um die Tabaksteuer geht mutiert die versammelte Linke zu Friedrich Merzens Fanclub. Recht hat der Kanzler, rauf mit der Steuer1!11

    Wieso die kleinen Leute zunehmend falsch wählen, das wird uns ja ein ewiges Rätsel bleiben…

    • @Nafets Rehcsif:

      Das sind Entzugssymptome der kleinen Leute.

    • @Nafets Rehcsif:

      So RICHTIG falsch wählt ja erst ein knappes Drittel lt. Umfragen, aber das wird Merz noch locker steigern.

  • Stimme dem Autor zu.



    Es ist nicht fair.



    Zumal es nie valide Entzugstherapien über die Krankenkassen gab und gibt..., ein wenig Pflaster aus der Apotheke, ein wenig Entwöhnungskurse - doch Nikotin ist ein starkes Suchtmittel und könnte bei manchen Menschen nur mit angemessener, auch klinischer Therapie behandelt werden.



    Wohlhabende können kompensieren, mal einen Coach, mal eine Wellnessreise, mal allerhand sonstige Möglichkeiten, privat bezahlt.



    Es sind in der Tat eher Personen in stressigen Berufen, eher Personen in prekären Verhältnissen, Menschen, die nicht auf der Sonnenseite leben, die man als Rauchende quasi zu Sündenböcken erkoren hat - ohne sie wirklich zu unterstützen.

    • @Toni Zweig:

      Sie können mit dem Rauchen aufhören wenn es in Ihrem Kopf ist, da sie das wollen. Dann klappt das wunderbar. Bei mir hatte es einen spezifischen Grund, bei Anderen nicht. Aber die die Erfolgreich waren haben eben einfach aufgehört und bis jetzt nicht wieder angefangen. Ich rieche zuweieln ganz gerne mal ein paar Züge, erinnert mich an früher und manchmal kribbelt es in den Fingern aber bis jetzt Toi Toi Toi!

    • @Toni Zweig:

      "Zumal es nie valide Entzugstherapien über die Krankenkassen gab und gibt..."

      Bitte auf dem Boden bleiben. Es gib diese Therapien nicht, weil so gut wie kein Bedarf besteht. Es gibt Pflaster, Tabletten und Spritzen. Kann man sich zahlen lassen und hilft fast immer. Es geht sogar ganz ohne. Und natürlich auch Gruppen. Obwohl ich starke Raucherin war, habe ich es ohne geschafft. Und die meisten Ex Raucher, die ich kenne, auch. Das Hauptproblem ist, sich dafür zu entscheiden, aufhören zu wollen. Dauert manchmal ein paar Jahre...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        @ warum_denkt_keiner_nach?



        Nun, es gibt auch Genußraucher & Genußtrinker, nicht alle Genießer sind gleich Nikotiniker oder Alkoholiker🕺💃 ⚰️⚱️🪦🌿

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ich kenne auch Alkoholiker die das ganze ohne Therapie geschafft haben.



        Ich gehöre nicht dazu.



        Man selbst ist als Beispiel immer nur anekdotisch.

  • Rauchen ist jetzt aber nicht Pflicht, oder?

    • @Josef 123:

      Nur wenn Sie solidarisch sein wollen.



      Neue Form des Gruppenzwangs xD

  • Allen Carr "Endlich Nichtraucher". Damit habe selbst ich es geschafft.

    • @aujau:

      Das Buch ist gut, aber beileibe kein Erfolgsgarant. Mir als starker Suchtraucher hat Joggen und als Entwöhnungskrücke so ein Vape Dingenskirchen, mit nikotinfreiem Liquid geholfen. Aber da muss jeder selbst rausfinden, wie er es schafft. Das wichtigste ist, aufhören zu wollen.

      • @Biker-Ffm:

        Das Wichtigste ist ein verändertes Selbstbild.



        Das auf ein simples Wollen runter brechen ist zu simpel.



        Glückwunsch jedem der das hin bekommen hat.

  • Na nach 2 Monaten soll ja der Tankrabatt wieder zurück genommen werden.



    Dann wird sicherlich auch die Tabaksteuer wieder gesenkt werden :-)



    Also Leute regt euch nicht auf!

    • @Peeragow:

      Hihi, Ihr Humor gefällt mir :-)



      Selbstverständlich wird die Tabaksteuer dann auch wieder gesenkt *kicher

    • @Peeragow:

      So wie das mit Steuern immer passiert : Sie bleiben.

  • Schon interessant, wenn z.B. was wegen dem Klima teurer werden soll gibt es kaum Artikel die monieren, dass es ja die Armen trifft...

  • Als Raucher sage ich, die Regierung sollte sich mal an die Alkoholsteuer herantrauen: "Beispielsweise konsumieren in Deutschland etwa 10 % der Bevölkerung Alkohol in einer Menge, die als riskant oder gefährlich angesehen wird (Männer: > 30 Gramm/Tag, Frauen: > 20 Gramm/Tag)". (Wikipedia)



    Nach meiner "gefühlten" Realität ist kein anderes Genussmittel in den letzten Jahren so hoch besteuert worden, wie der Tabak. Das ist doch einfach nur kacke!

    • @Il_Leopardo:

      Dass Sie als Raucher das so sehen ist verständlich. Ich als Nichtmehrrauchende stelle ebenfalls fest, dass die Zigarettenpreise seit Jahren steigen. Aber das ist gut und richtig so, schließlich ist es für unsere Gesellschaft außerordentlich sinnvoll, rauchfrei zu werden.

      • @Katharina Reichenhall:

        @ Katharina Reichenhall



        Und weitgehends Korruptionsfrei sollte unsere Regierung auch werden, wäre auch mega wichtig für unsere Gesellschaft und unseren sozialen Frieden.

    • @Il_Leopardo:

      Der Weg in denn Alkoholismus lässt sich nicht so leicht verbergen. Der Weg in die Nikotinsucht ist wesentlich unauffälliger, weil man lange gut funktioniert. Wahrscheinlich Jahrzehnte lang.

    • @Il_Leopardo:

      Genussmittel ist so ein nettes Wort. Tatsächlich sind Nikotin und Alkohol gesundheitsgefährdende Substanzen. Aber Sie haben Recht. Die Alkoholsteuern sollten auch erhöht werden. Zusammen mit der Tabaksteuer.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Da kann man nur zustimmen.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Nikotin ist nicht wirklich gesundheitsgefährdend, nicht umsonst hat Michael Russell schon in den 70igern gesagt: "Raucher rauchen wegen des Nikotins, aber sterben durch den Rauch."



        Das Problem ist die Konsumform, während Alkohol an sich ein Zellgift ist.

        • @Wurstfinger Joe:

          Wie hilft das jetzt weiter?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ja, stimmt. Genussmittel ist ein Euphemismus und Tabak ist gesundheitsgefährdend! Sehen Sie es mir nach. Da ich im Jahr vielleicht zwei Gläser Wein trinke - eines an meinem Geburtstag und eines an Silvester - hat es mich halt immer ziemlich aufgeregt, wenn regelmäßig nur die Tabaksteuer erhöht wurde.

        • @Il_Leopardo:

          Schon mal darüber nachgedacht, auf das Dampfen umzusteigen? Schmeckt besser, man stinkt nicht und reduziert die Schadwirkung gegenüber dem Rauchen um über 90%. Hat mir nach über 30 Jahren Rauchen sehr viel Lebensqualität zurückgebracht. Ich kann jetzt endlich morgens in Ruhe meine quietschenden Knochen zählen statt grüne Austern ins Klo zu husten.



          Und noch eine kleine Anmerkung: Nicht diesen Einwegmüll dazu nutzen, sondern lieber ein kleines Podsystem, am besten mit wechselbaren Coils, oder noch besser, sich in einem Fachgeschäft beraten lassen.

          • @Wurstfinger Joe:

            Die Zahl 90% wirkt wie Werbung, nicht wie Sachlichkeit!

            "In Tabakrauch können laut Tabakatlas 2025 des Nationalen Krebspräventionszentrums [externer Link] rund 250 gesundheitsschädigende Stoffe stecken, im Aerosol von E-Zigaretten etwa 100. Viele der giftigen Substanzen entstehen bei der Lagerung, wie die krebserzeugenden Nitrosamine, oder beim Erhitzen der Liquids. Dazu zählt etwa Formaldehyd, das Augen und Schleimhäute reizt und ebenfalls als krebserzeugend gilt. " Quelle: BR. Findet man leicht im www.

            Weniger schädlich ja, aber durch fehlende Metastudien und durch die erst kurze Dauer kann man da nie genaue Angaben machen. 90% klingt nach gewollt positiver Darstellung, Süchtige machen das

            Schönreden ist falsch. Zumal viele Kinder und Jugendlche so verleitet werden können. Poppige Farben animieren.

            Bitte seien Sie sich ihrer Verantwortung bewußt. Aufhören ist die Lösung. Zumal viele den Umstieg nicht schaffen und dann beides kombinieren. Sachlickeit tut jeder Diskussion gut! Immer!

            20 Zigaretten zu Rauchen ist besser als 30, und kann dennoch töten. "Besser als" gibt es immer. Aber wirklich harmlos ist eben nur Abstinenz. Wem das eigene Leben wichtig ist, das schützt es!

            • @menschbin:

              Bei Zigarettenrauch sind es eher um die 500 gesundheitsschädlich Stoffe und die sind in wesentlich höheren Konzentrationen vorhanden. Bei E-Zigaretten sind die meisten kritischen Stoffe knapp über der Nachweisgrenze enthalten, komischerweise beziehen sich auch einige Institutionen auf sogenannte Kokelstudien, die auf einer fehlerhaften Versuchsanordnung beruhen. Und als Beispiel mal Formaldehyd, davon schwimmen zwischen 0,5 und 1 ml pro Liter Blut in jedem Säugetierkreislauf als Stoffwechselendprodukt herum, ausgeschieden wird diese meist über die Atemwege. Bei Versuchen zu E-Zigaretten wurde nur eine minimal größere Konzentrion im Exhalat gemessen.



              Ansonsten empfehle ich Bernd Mayer auf Youtube, der hat mehrere ausführliche Beiträge dazu gemacht und ist zudem Professor an der Uni Graz.

  • In dem Zusammenhang weise ich auf eine Veranstaltung am 12.5. hin:



    Gesundheit statt Profite: Wie können wir die Industrien für Tabak, Alkohol und Lebensmittel regulieren?



    10-12 Uhr, online



    unfairtobacco.org/...ol-lebensmittel/#/

  • Die Verteuerung von Tabakprodukten hat in Australien nachweislich dazu beigetragen, dass weniger Jugendliche mit dem Rauchen anfangen. Da es gut belegt ist, dass nach dem 20. Lebensjahr nur eine sehr geringe Zahl noch mit dem Rauchen anfängt, kann damit mittelfristig die Zahl der Raucher effektiv gesenkt werden.



    Der einzige Unsinn ist, dass die Tabaksteuererhöhung mit der Kraftstoffsteuer-Senkung begründet wird.



    Es ist eine gesundheitspolitisch sinnvolle Maßnahme und zu behaupten, dass Raucher keinen politischen Einfluss haben zeugt vor dem Hintergrund jahrzehntelanger massiver Lobbyarbeit der Tabakindustrie von grober journalistischer Fahrlässigkeit.



    Übrigens kann die Argumentation des Autors auch gegen die "Zuckersteuer" verwendet werden, auch die trifft überproportional arme Familien.

  • Sehr seltsame Rechnung, beides hat nichts miteinander zu tun.

    Der Tankrabatt ist kein Geschenk, sondern letztlich gibt der Staat nur das zurück, was er durch die gestiegenen Preise an Umsatzsteuer mehr einnimmt und zwar an die, die es zahlen an der Tankstelle. Wer immer "Übergewinn" ruft, sollte das richtig finden.

    Mir wäre neu, dass Zigaretten oder Zucker irgendetwas mit Tanken zu tun haben.

  • Vielleicht denkt sich der Kommentator ja auch etwas dabei, diesen Text genau so zu formulieren. Vielleicht geht es im ja um prinzipielles.



    Vielleicht denkt er ja ,so funktioniert das System, seit tausenden Jahren schon.



    Vielleicht denkt er auch dieses System kann nur so existieren.



    Vielleicht denkt er" Hm,wenn alle Menschen dieser Welt Millionäre wären, wer putzt den dann die Klos? "



    Vielleicht denkt er gar nichts dabei,wer weiß das schon.

  • Also die Methode die gut funktioniert ist man nimmt sich 3 Pflanzen Zuhause und holt sich einen Vaporizer somit hat man einen super leckeren und viel besser wirkendes Blütenmaterial ;D

    Die Umgewöhnung geht innerhalb 1-2 Wochen, zurück will niemand, wenn man die richtigen Geräte hat.

    • @Retsudo:

      Ich empfehle einen vulcano. Klappt prima. :)

      • @Riodria Sonnenherz:

        Nach 4 Jahren täglicher Nutzung des VolcanoHybrid habe ich ihn letzten Dezember verkauft.

        Nun habe ich die next Generation Vapos am Start ich empfehle einen Ball Vaporizer wie Universal Baller und für unterwegs einen Vestratto Tornado oder Tempest 2 mit Induktionsheizung.

        Geschmacklich eine andere Welt im Gegensatz zum Volcano oder S&B Portables

  • Danke für diesen merkwürdigen Kommentar. Ja, es wäre gut gewesen, im gleichen Atemzug nich nur die Tabaksteuer, sondern auch die Ausstiegsangebote speziell für Ärmere Menschen zu erhöhen: Wirksame Hilfe, dass sie los kommen von der Tabaksucht. So, wie die Ärmeren das jetzt handhaben - sie haben ja auch Familien, Kinder, Angehörige, die finanziell vpn ihnen abhängen -, schaden sie sich UND ihren Angehörigen massiv und brauchen also jede Hilfe und Unterstützung, gut, niedrigschwellig, kostenlos, um das Rauchen zu lassen. Nicht jede/r kuriert sich selbst mit der Lektüre von Allan Carr, Endlich Nichtraucher. Übrigens werdebn die Krankenkassen: Im Mai werde ich rauchfrei. Das wär doch mal was!

    • @ja wirklich?:

      Ausstiegshilfen für Raucher? Was soll der Käse? Wenn man wirklich will, schafft man das. Man muss es halt wirklich wollen. Ohne das geht es nicht. Ich weiß wovon ich rede, ich habe mit 12 angefangen zu rauchen und dann mit 35 beschlossen, aufzuhören. Es hat geklappt, ohne dass mir jemand das Händchen gehalten hat. Weil ich es wollte.

    • @ja wirklich?:

      Ich will nichts dazu sagen, viel mehr bin ich erstaunt über Ihren einleitenden Satz ,Sie benutzen das Wort "merkwürdig" als das was dieses, bei genauer Betrachtung, aussagt.



      Würdig zu merken, ich denke nicht das Sie merkwürdig im Sinne von "seltsam oder komisch " meinen, oder.

      • @Flemming:

        Doch. Ich meinte "seltsam".

    • @ja wirklich?:

      Wenn du mit dem Rauchen aufhören möchtest, bieten die gesetzlichen Krankenkassen mittlerweile ein breites Spektrum an Unterstützung an – von Kursen bis hin zu Medikamenten auf Rezept.

      Hier ist die kompakte Zusammenfassung der Kassenleistungen beim Rauchstopp:

      Kurse: Die Kasse zahlt 75 % bis 100 % der Kosten für zertifizierte Nichtraucherkurse (vor Ort oder online).

      Medikamente: Bei schwerer Abhängigkeit werden Nikotinersatz (Pflaster, Kaugummis) oder verschreibungspflichtige Medikamente übernommen, wenn du gleichzeitig einen Kurs machst.

      Apps auf Rezept: Dein Arzt kann dir spezielle Nichtraucher-Apps (DiGA) verschreiben, die dann komplett kostenlos für dich sind.

      Beratung: Telefonische Hilfe und Infomaterial (z. B. von der BZgA) sind immer kostenlos.

      • @Carolin Rudolf:

        Vielen Dank! Nicht weil ich die Infos brauche. Es macht einfach Spaß, Text zu lesen von jemand, die Ahnung hat.

  • Bisher wenig beachtet in der Diskussion ist allerdings die Verteilungswirkung der steuer- und abgabenfreien Entlastungsprämie und ihrer Gegenfinanzierung durch die Erhöhung der Tabaksteuer.



    ----



    Na ja, dann rauchen die Leute jetzt "für Deutschland"! Oder besser für die SUV's & 2. Flieger, besser die Tankrechnung unserer "Mittelschicht"!



    Btw. Diese "Steuererhöhung" war & ist wohl der "kleinste Kompromiss" den unsere BuReg den Wählern verkaufen konnte.



    Klingt "symbolisch gut", gesundheitsfördernd, vergleiche "Schaumweinsteuer für die kaiserliche Flotte", kratzt aber die Ideologie unserer Konservativen nicht an.



    Ob die "Importenkiste" sprich (teure Zigarren) 300 oder 320 € kostet, stört unsere Leistungsträger mit "Spesenkonto" wohl nicht! Wen kümmert dann, das 40 Gr. Feinschnitt teurer werden! :-(



    Mein Fazit: Mal in Opas "Gartenbuch" gucken, da finden wir Anregungen, wie wir, wie in "alten Zeiten", wenn etwas Garten oder ein größerer Blumenkasten auf dem Balkon vorhanden ist, "sparen können"! :-)



    Mein Fazit: Unsere BuReg ist ausnehmend großzügig. Ein steuerfreies Geschenk 1.000 € wird diese kleine o.a. Einbuße der Wahlbürger wohl kurzfristig kompensieren. :-(



    Brummt Sikasuu

  • Rauchen gehört nicht zu den "Lebenshaltungskosten" - das ist eine ungesunde, nicht einmal euphorisch wirkende Luxussucht, die noch dazu Nichtraucher nervt, weil sie widerlich stinkt und auch die Nichtraucher krank machen kann.



    Ich habe bei Einführung des Euros aufgehört mit der unsinnigen Geldverbrennerei und es keine Sekunde bereut. Als Nächstes steht allerdings noch der Kampf gegen den Zucker an - mein Endgegner.

  • Rauchen ist freiwillig.

    • @Volker Krüger:

      Äh --- Nichtrauchen auch.

  • Vielen Dank für diesen Kommentar. Ja, es trifft als Lenkungsmechanismus die Ärmeren und Ja, es ist gut so.

    Rauchen als Coping-Mechanismus zur Regulierung von Stress, Belastungen und Emotionen steht im Zusammenhang mit den sozioökonomische Verhältnissen. Oder einfach formuliert: Wer arm ist, geht in die Raucherecke, wer Geld hat ins Yoga-Studio.

    Trotzdem dürfen die Rauchenden nicht mit ihrer Sucht allein gelassen werden sondern müssen im Sinne der Lenkungstheorie an andere Coping-Mechanismen rangeführt werden. Finanzieller Druck allein reicht da nicht.

    • @VivaHamburgo:

      Ich habe Yoga-Kurse an der hiesigen VHS gefunden, deren Kurs bei 9 Terminen insgesamt 63€ kostet. In vielen Fitnessstudios, die einen monatlichen Beitrag von teilweise lediglich 30-40€ verlangen, sind die 4-5 mal in der Woche stattfindenden Yoga-Kurse bereits integriert. Ja, das sind nicht die Instagram-Kurse mit Meerblick oder vor dem Kaminfeuer des Stanglwirts, aber vergleicht man die Preise mit denen einer Schachtel Zigaretten, ist es schon ziemlich an den Haaren herbeigezogen zu behaupten, dass Yoga etwas für die „Besserverdiener“ ist. Meine Freundin z.B. nutzt einfach irgendwelche YouTube Kurse und sitzt mit ihrer Yogamatte einmal am Tag im Wohnzimmer vor der Leinwand- kostenlose Stressbewältigung. Ich bin jedenfalls nicht bereit, meine Zigarettensucht und die dafür nötige Entzeihungskur von der Allgemeinheit zahlen zu lassen, das Geld kann durchaus besser verwendet werden. p.s.: Ich hätte trotzdem gerne gesehen, wie der Staat mit Hilfe von SternTV versucht, Karin Ritter durch Yogastunden das Rauchen abzugewöhnen... DAFÜR hätte ich wahrscheinlich WIRKLICH Geld gezahlt!

  • Laut "Deutsche Hauptstelle für Suchtgefahren" war in 2023 der niedrigste Tabakkonsum zu verzeichnen und steigt seitdem wieder leicht an. Rund 11 Mio. Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren (22 % dieser Alterskohorte) ) rauchen regelmäßig, davon rund 10 % mindestens 20 Stück täglich. Ca. 4 Mio. der Gesamtbevölkerung sind nikotinabhängig.



    Das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg schreibt in einer Veröffentlichung, dass durchschnittlich rund 5,5 % des Haushaltseinkommens "in Rauch aufgehen". Weitere Studien belegen, dass der Bildungsgrad und die finanzielle Situation den Tabakkonsum bestimmen: je geringer und schlechter, um so mehr wird geraucht. Die ärmeren Bevölkerungsschichten lassen sich jedoch laut Schätzung der Weltbank durch eine Tabaksteuererhöhung in ihrem Verhalten durchaus leiten: Erhöhung der Tabaksteuer um 10 % = Rückgang Konsum bei Ärmeren um 13 % gegenüber lediglich 4 % in der Gesamtbevölkerung (Daten aus der Veröffentlichung des DKFZ).



    Die Steuer ersetzt aber selbstredend nicht die Aufklärung.

  • Die Argumentation ist schwer erträglich und lässt sich eigentlich nur damit erklären, dass der Kommentator persönlich betroffen ist.



    Zu Recht hat Rauchen keine Lobby und es gibt jede Menge Gründe, die Überwindung von Suchterkrankungen zu fördern.



    Statt die finanzielle Belastung der höheren Tabaksteuer für Arme zu beklagen, wäre meines Erachtens sinnvoller, die unzureichende Finanzierung von Suchtentwöhnungsprogrammen zu beklagen und die zumindest teilweise Verwendung der Mehreinnahmen hierfür zu fordern. Damit wäre den suchtkranken Armen besser und nachhaltiger geholfen.

  • Wir sollten endlich damit aufhören der Politik und deren Logik auf den Leim zu gehen und disruptiv hier in der TAZ oder auch gesamtgesellschaftlich trennen zu lassen.



    Es wird gesagt, wenn wir hier die Steuer erhöhen (z.B. beim Vermögen) dann haben wir genug Geld für Bildung. Wir sagen hier im Artikel, wenn Tabak teurer wird könne wir an der Tankstelle entlasten usw. Das sagt aber nur die Politik, und wir greifen das auf.



    Richtig wäre eine Grundsatzreihenfolge der Bedarfe festzulegen: Bildung first, Infrastruktur second...und dann ist immer genug Geld da.



    Die letzte Priorität fällt dann eben raus.... z.B. eben Flugbenzinsteuerbefreiung oder Militärbudget wird schmäler oder Elterngeld mal gestrichen oder CSU's Oma-Rente .... aber eben nicht diese unsägliche Ausspielerei "wenn hier mehr - erst dann da was möglich" ist eine Frechheit. Und spaltet uns als Gemeinschaft.

  • Ich rauche selber und vermisse ebenfalls die Zeiten, wo ein Päckchen 5 Euro gekostet hat. Trotzdem würde ich SOFORT jeden Gesetzentwurf unterschreiben, der den Preis pro Päckchen auf „irische Verhältnisse“ anhebt, was dann in etwa 20€ entsprechen würde. Meine Sucht und deren Folgen muss nicht von der Allgemeinheit finanziert werden, wenn ich mir das Ganze nicht mehr leisten kann oder will, muss ich halt aufhören. Die Steuer für Alkohol, Zucker und E-Zigaretten kann übrigens im gleichen Atemzug ebenfalls gerne deutlich angehoben werden, hierfür gilt das Gleiche: Es sind schädliche Stoffe, die häufig zu Langzeiterkrankungen führen und eine Belastung für das Gesundheitssystem darstellen. Adipositas, Krebs, Lebererkrankungen, Herzprobleme usw., die durch falsche Ernährung, den Konsum von Alkohol, Nikotin o.ä. verursacht werden darf sich gerne jeder leisten, wir sind ein freies Land. Aber eben nicht auf Kosten der restlichen Bevölkerung.

    • @MarsiFuckinMoto:

      Wieso sind Sie als Raucher keine Belastung für die Allgemeinheit? Weil sowieso privatversichert?

    • @MarsiFuckinMoto:

      Das ist eine wirklich gute Einstellung. Mir geht es ähnlich. Zwar ist es bedauerlich, dass ärmere Menschen (wieder mal) härter betroffen sind als Wohlhabenede - doch in diesem Zusammenhang ...

  • Wenn man die Kommentare unter diesen Beitrag liest, möchte man sich die Frage stellen, ob manchen Lesern einer Genossenschaftszeitung das Wort Genossenschaft geläufig ist?!



    Dieses Gesetz ist eine Farce und ein Geschenk an Freunde großer Karossen.

    • @Laughin Man:

      Sowieso geerbt und Beamter oder Bürgergeldempfänger, man kennt weiter nichts dazwischen.

    • @Laughin Man:

      Arme halten Genossenschaftsanteile?

  • Wenn Rauchen- Nikotin, Alkohol, Cannabis usw. eine Sucht ist,



    dann kann ich doch die Qittung bei der Krankenkasse als anerkanntes Suchtmittel, als Rezept auf Rückerstattung einreichen?



    Allen ein schöner 1. Mai

  • Wir reden hier von einer Volksdroge die keinerlei Vorteile hat. Es ist eine Sucht und sie sollte so hoch besteuert werden das Leute AKTIV aufhören oder nicht anfangen.

  • Gibt's dieses Jahr mal einen Vorschlag der nicht lautet "lebenskosten erhöhen"?

    • @Todesfister:

      Ja, Beamte waren bis eben krass unterbezahlt und unsere Abgeordneten erhöhen ihre Diät, wohl um der Allgemeinheit nicht zur Last zu fallen.

  • Für den Tankrabatt die Tabaksteuer zu erhöhen ist nicht Okay, besonders weil der Tankrabatt nach zwei Monaten wieder wegfällt, die höhere Tabaksteuer aber bleibt. Richtig wäre die Einnahmen der Tabaksteuer - wie die Zuckersteuer - in das Gesundheitswesen fließen zu lassen, denn hier werden die Schäden durch Tabakkonsum abgemildert. Das gleiche gilt für die Alkoholsteuer, die ja auch kommen soll. Was wir noch brauchen ist eine Cannabis Steuer. Denn die Psychosen die von Cannabis verursacht werden und andere Schäden landen auch im Gesundheitswesen. Und da nach der Legalisierung nun Kiffen zum guten Ton gehört sollte der Staat da fürs Gesundheitswesen auch abschöpfen.

    • @Georg Sonntag:

      "Steuern dürfen zudem nicht zweckgebunden sein: Jeder Steuer-Euro fließt unabhängig von der Steuerart in die Gesamtmasse des Haushalts, aus dem wiederum alle Ausgaben finanziert werden. Denn alle Einnahmen im Etat müssen zur Finanzierung aller Ausgaben dienen." (bpb.de)

  • Wenn die Armen nicht rauchen, sind sie weniger arm.

    Im Ernst, die Problematik mit der regressiven Wirkung von Verbrauchssteuern ist schon richtig, nur mag ich diesen Gedankenschritt bei Suchtmitteln wie Tabak und Alkohol nicht mitgehen.

    Also bleibt, wer weniger raucht oder damit aufhört, hilft sich in jeglicher Hinsicht selbst. Dazu gehört natürlich auch ein flächendeckendes Werbeverbot für sämtliche Drogen.

    • @Lahmarsch:

      Das Problem ist doch eher, dass wirtschaftlich schwächere Menschen aus Geldnot verzichten müssen, während die reichen Menschen gewissermaßen die Wahl haben. Natürlich ist rauchen schädlich, aber die Entscheidung für oder dagegen über Geld zu regeln ist ein Eingriff in die freie Entfaltung der Menschen. Wer Menschen mit wenig Geld aus gesundheitlichen Gründen erziehen will ist übergriffig

      • @DerLurch:

        Das ist aber doch in jedem Bereich nun mal so, nur hier hätte er zumindest einen positiven Nebeneffekt auf die „Armen“. Fliegen kann auch nur jemand, der über das nötige Kleingeld verfügt. Weniger arbeiten ebenfalls.

        • @ToMuch:

          Schon richtig, aber es wäre doch auch unfair zu sagen: wir machen fliegen jetzt so teuer, Ass nur die reichsten Menschen es sich leisten können. Alle anderen haben Pech. Aber es ist ja für ne gute Sache, weil sie ja am Klima auch profitieren.

          Oder wir sollten Menschen mit Leistungsbezug verbieten Auto zu fahren, weil das ja auch gefährlich ist. Sollen das lieber nur die reichen machen.

          So war das gemeint

  • Auch machem WiWi fehlt machmal das Wissen.



    Rauchen: Schlecht. Macht krank, kostet.



    Hohe Preise wirken als Ausschlussprinzip.



    Hilft damit denen, die sich überlegen müssen, ob sie sich ein bad (schlechtes Gut) leisten.



    Wird die individuellen Indifferenzkurven neu formen. Da Milch und Wasser relativ günstiger werden, es sind gute Lebensmittel, werden diese stärker nachgefragt.



    Außerdem: Wir brauchen gerade die schlecht bezahlten, aber am meisten Leistenden. Die halten die Wirtschaft am laufen.



    Nicht ein dahergelaufener WiWi.

  • Rauchen = BÖSE. Macht daher nichts, dass Rauchende wieder mal zur Kasse gebeten werden für eine Sache, die mir dem Rauchen nichts zu tun hat.



    Beim Autoverkehr wäre es eigentlich angebracht, die Alkohol-Steuer zu erhöhen, damit Fahrende vom Konsum abgehalten werden. Das hätte wenigstens einen Sinnzusammenhang. Aber Alkohol = GUT!



    Als rauchende Person finde ich unverschämt, wie die Gesellschaft mir auf­ok­t­ro­y­ie­ren will, wie ich mich zu verhalten habe. Ich sterbe ja schon ca. 8 Jahre früher und spare daher schon beim Gesundheits- und Rentensystem für die Allgemeinheit. Das sollte mal gewürdigt werden.



    Der heutigen kommodifizierten Gesellschaft ist jeder Sinn nach Genuss, auch wenn dieser in Teilen schädlich ist, verloren gegangen. Eine Prise kalkulierte Unvernunft gehört zum Freiheitsverständnis dazu. Oder wieso zahlt die Solidargemeinschaft die Unfallfolgen von Skifahrenden, Mountainbikenden, usw usw?, wenn schon kein Verständnis hier in der taz-Kommentarspalte dafür aufgebracht werden kann, das Ärmere überdurchschnittlich belastet werden. Ihr könnt euch wohl die feineren Drogen leisten, gelle?

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Wer schreibt Ihnen denn etwas vor? Sie dürfen soviel rauchen wie Sie wollen, niemand hier will Ihnen etwas verbieten, genauso wie mir mit MEINER Raucherei. Aber es ist unbestreitbar, dass das Rauchen zu den unterschiedlichsten Langzeiterkrankungen führt, da nutzt auch die durchschnittlich etwas geringere Lebenserwartung nichts. Die Gesellschaft zahlt für UNSER Suchtverhalten, und das ist nicht fair. Also kann man das Ganze ruhig höher besteuern, und Sie haben völlig recht: Alkohol, Zucker etc. könnten genauso eine Steuererhöhung vertragen, aber nur weil die Politik dies nicht auf die Kette kriegt heißt das nicht, dass man es beim Tabak deswegen lassen sollte. Und jetzt entschuldigen Sie mich, meine Skigondel kommt gleich und ich möchte vorher noch eine rauchen...

      • @MarsiFuckinMoto:

        Meine stark nikotinaffine Schwester sagte bei solcher Argumentation immer: Unterm Strich ist die Summe aller Laster gleich.



        Wenn es nicht der Alkohol oder der Zucker ist, dann vielleicht eine gefährliche Sportart oder Hobby , deren mögliche Folgen man der Allgemeinheit zumuten kann? Wo soll da die Grenze gezogen werden ?

        Ein weiterer Spruch meiner Schwester hat sich leider nicht bewahrheitet: Räucherware hält sich länger. R.I.P.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Mein Vater ist grade vor kurzem verstorben aufgrund jahrzehntelangem Rauchens. Der gesamte Oberkörper bestand fast nur noch aus Krebs, zwei Monate vor seinem Tod hatte er noch eine Herzklappen-OP für 60.000€ und täglich war der Pflegedienst zweimal da, um ihm Flüssigkeit abzusaugen undundund

      Glaub mir, dass was er vier Jahre früher verstorben ist als der Durchschnitt, dass hat er massivst zuvor wieder „reingeholt“. Und mit als Kind und meinen Kindern als Enkel, wir hätten ihn sicherlich noch ein paar Jahre gehabt, wenn er keine Kohle mehr zum Qualmen gehabt hätte.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      Das Argument mit dem Genuss ist eine typische Selbsttäuschung und verschleiert lediglich die eigene Suchterkrankung.



      Keinen Gelegenheitsraucher (und damit wahren Genussraucher) wird die höhere Tabaksteuer ernsthaft belasten.



      Übrigens trägt die Solidargemeinschaft ganz ordentlich die Kosten der Raucher, insbesondere im Gesundheitswesen.

    • @Hatespeech_is_not_an_opinion:

      "Ich sterbe ja schon ca. 8 Jahre früher und spare daher schon beim Gesundheits- und Rentensystem für die Allgemeinheit. "

      Ja schon, aber sie sterben ja nicht einfach so leise vor sich hin, das wäre dann der Glücksfall für die Kassen. In der Regel erkranken Raucher im Laufe ihres Lebens häufiger und schwerer und länger und nehmen verursachen dadurch schon höhere Kosten. Krebsbehandlungen, Herz-Kreislauf-Behandlungen usw....die Gesundheitskosten fallen für Sie halt schon viel früher an. Ebenso Pflegekosten. Und durch diese früheren Erkrankungen sind sie weniger oder kürzer arbeitsfähig. Auch hier fallen dann schon wegen eingeschränkter Arbeitsfähigkeit oder Arbeitsunfähigkeit schon früher Kosten an. In der Summe sparen Sie den Renten/Sozial/Gesundheitskassen vermutlich weniger als Sie denken.

  • Ein Kommentar so bizarr wie man in sonst nur in sehr speziellen Publikationen findet.



    Die Tabaksteuer hat nach Überzeugung der Wissenschaft eine sehr klar belegte Lenkungswirkung, d.h. die Menschen gewinnen Lebensjahre. Ist das ungerecht?



    Dass "das Rauchen", also die Tabakindustrie, keine Lobbymacht hätte ist eine so absurde Theorie, dass sich eigentlich jeder Kommentar erübrigt. In Wirklichkeit ist das immer noch eine der schlagkräftigsten Interessenvertretungen in Deutschland und weltweit, sonst könnten sie nicht jedes Jahr ungestraft 8 Mio. Menschen töten (WHO-Zahlen).



    www.rlp.de/service...acco-international



    Natürlich gehört die Tabasteuer in eine zweckgebundene Abgabe zur Suchtprävention umgewandelt...

    Rauchen verursacht volkswirtschaftlich mehr Schäden, als es über Steuern usw. einspielt (www.dkfz.de/aktuel...s-auf-einen-blick). Und dass höhere Steuern zu einer massiven Ausweitung des illegalen Handels führen würden, klingt zwar plausibel, lässt sich aber empirisch nicht belegen (und wird von Big Tobacco trotzdem gerne behauptet).

    • @Eric Manneschmidt:

      Die Tabaksteuer hat nach Überzeugung der Wissenschaft eine sehr klar belegte Lenkungswirkung, d.h. die Menschen gewinnen Lebensjahre. Ist das ungerecht?



      ----



      Na ja, bisschen einseitig gesehen! :-)



      Rauchen entlastet die Renten- & Pflegekasse, sozialverträgliches "Frühableben"!



      Auch dürfte das "Verbrennen von 1l fossilen Brennstoff", Sprit uvam. weit weniger Schadstoffe freisetzen als das von 1 Päckchen Zigaretten! Wenn wir dem "Volksmund" glauben :-)



      Außerdem, so geht das Gerücht, das die schweren Unfälle durch achtlos weggeworfenen Zigarettenresten, eine sehr große Zahl von Unfällen nach sich zieht!



      Gr. Sikasuu



      Obj:



      Was machen wir, wenn der Russe kommt? Wir werfen denen geballte Ladungen "Roth-Händel" vor die Panzer & gewinnen den Krieg! :-)



      siehe:



      de.wikipedia.org/wiki/Roth-H%C3%A4ndle

  • Ob der Tankrabatt sinnvoll ist? Eher nicht. Aber jetzt die „Armen Raucher“ als sozial Ausgegrenzte anzuführen ist schon eine extrem einseitige Sicht der Dinge. Muss man wohl Raucher für sein, um das zu verstehen.

  • Ich hab wirklich selten einen größeren Unsinn gelesen. Nach dieser Argumentation sollte man die Tabaksteuer wohl am besten senken, um den Armen etwas Gutes zu tun? Was noch? Glücksspiel billiger machen? Alkohol? Die Möglichkeiten für soziale Wohltaten sind unbegrenzt!

  • "Die höhere Tabaksteuer geht zu Lasten der Ärmeren"



    Es ist genau umgekehrt! Die höhere Tabaksteuer animiert die Ärmeren weniger oder gar nicht zu rauchen und sparen damit Geld. D.h. es führt dazu, dass die Ärmeren sogar weniger arm wären. Nichtrauchen bietet das beste Sparpotential! Mal abgesehen davon, stelle ich mir schon die Frage, warum ich mit meinen Steuern das Rauchen subventionieren und mich über meine Krankenkassenbeiträge an den gesundheitlichen Folgen des Rauchens beteiligen soll. Da darf der "Ärmere" gerne mal mehr Verantwortung übernehmen - vor allem, wenn es noch nicht mal was kostet.

  • Mag sein, dass unter den ärmeren mehr Menschen rauchen.



    Statistisch gesehen sterben Ärmere auch früher.



    Wenn es nun einen weiteren Anreiz gibt, mit dem Rauchen aufzuhören, könnte das der Gesundheit und auch einem frühen Tod entgegen wirken.



    Ich wüsste nicht, was daran falsch sein soll.



    Die Behauptung, dass Raucher*Innen keine Lobby haben ist interessant. Ich weiß nicht, wo der Autor des Artikels die letzten Jahrzehnte verbracht hat, ich kann mich allerdings gut erinnern, dass das Rauchverbot in Gaststätten und öffentlichen Räumen, in Flugzeugen, Zügen und den Arbeitsstätten hart erkämpft werden musste.



    Eine Steuer, die die Gesellschaft indirekt zu weniger Gesundheitsrisiko verhilft, ist eine gute Initiative.

  • Schon mal Tabakpreise in anderen Ländern gesehen?



    War das auch Umverteilung von Unten nach Oben? Bzw wie möchte man das dort der Autolobby unterjubeln?

    Rauchen ist eine Sucht ja, aber soll das heißen, nur weil "arme" mehr dazu neigen ihr zu verfallen, sollte man das nicht bekämpfen?

  • Das „Rauchen“ keine Lobby hat, kann nur begrüßt werden, Jahrzehnte lang haben uns die Zigarettenkonzerne mit getäuschte



    Gutachten belogen, dass Rauchen nicht schädlich ist, dabei ist es für viele Krankheiten Risikofaktor Nr. 1 und verursacht extrem hohe



    Gesundheits- u. Folgekosten. Ich kenne im übrigen viele Bürgergeld-



    Empfänger, die sich trotz hoher Zigarettenpreise mindestens 1 Schachtel am Tag leisten können, wie sie das machen, ist mir ein Rätsel, denn die Grundsicherung soll doch angeblich noch nichtmal



    für das tägliche Essen reichen.

  • Wie gut, dass die Schaumweinsteuer nur die Reichen belastet.

  • Sich gegen eine Erhöhung der Tabaksteuer auszusprechen und zu behaupten rauchen hätte keine Lobby war glaub ich noch nicht auf dem Sommerfest von Philip Morris in Berlin.

    Das Rauchen enorme Gesundheitsfolgen und Kosten hat wurde hier auch nicht erwähnt.

    Von mir aus kann die Schachtel 100 Euro kosten.

    Nur wenn man den Preis erhöht wird es weniger neue Raucher geben und nur so werden wir die Plage der Kippenstängel los.

    Das man mit Rauchern Mitleid hat statt dich über die gesamt gesellschaftlichen positiven Folgen zu freuen kann nur ein Tabak Lobiist schreiben...

  • "Rauchen hat keine Lobby" Wie absurd ist diese Aussage, in diesem Lobbyisten-Paradies Deutschland.

    Mit Suchtkranken als Kapital Milliardengewinne zu erwirtschaften, sollte eine linke Zeitung eigentlich als Verbrechen betiteln. Dazu sind die Kranken auch noch arm. Dann laufen diese "Raucher" mit den Qualmstängeln durch die Stadt und machen so kostenlose Werbung für ihre Ausbeuterkonzerne. Wer aussteigen will hat es schwer, die Rauchwolke ist überall und haucht einem in die Nase: steck dir eine an! Wer gar nicht erst einsteigen will, hat keine Chance, die Rauchwolke ist überall, man hat sich an den Qualm zu gewöhnen, das senkt die Einstiegshürde.

  • Klingt wie Satire, ist es aber leider nicht.

  • Hallo Herr Engelmann.

    Hohe Kosten heben erwiesenermaßen die Hürde bei Jugendlichen für den Einstieg bei Tabak! Deutschland wurde oft kritisiert, auch von der WHO, soweit ich mich erinnere, für die im internationalen Vergleich zu niedrige Tabaksteuer. Und langjährige, süchtige Konsument*innen hören auch auf nach Erhöhungen. Jeder hat seine Prioritäten!

    Ihre Argumentation ist extrem einseitig und lässt viele Aspekte aussen vor. Auch in einem Kommentar darf man eine Bandbreite an Fakten nennen!

    Bitte die ganzen E-Zigaretten entsprechend auch hoch besteuern. Gesund sind die übehaupt nicht.

    • @menschbin:

      Die letzten zwei Sätze machen keinen Sinn. E-Zigaretten fallen schon unter die Tabaksteuer und sind schon unverhältnismäßig hoch besteuert, was zum einen einen riesigen Schwarzmarkt befeuert und zum anderen diesen Einwegschrott richtig populär gemacht hat, da bei diesen geringen Füllmenge (2 ml) die Steuer bei der Preisbildung wesentlich weniger ins Gewicht fällt.



      Davon, daß Dampfen gesund sei, hat auch niemand gesprochen, es ist aber wesentlich weniger schädlich als Rauchen und bietet eine der leichtesten Möglichkeiten, von der Tabakverbrennung wegzukommen.

      • @Wurstfinger Joe:

        An vielen Läden für E-Zigaretten wird mit angeblicher "95% weniger Schädlichkeit" geworben. Angeblich belegen dass Studien. Diese Werbung muss verboten werden. Gezielte Täuschung. Wie viel schädlicher das Zeug ist, ist noch nicht richtig erforscht.

        Einweg kann auch verboten werden. Das ist echt widerlich, überall liegt der Elektroschrott rum.

        Wenn bestimmte Verkaufsformen die Lenkungswirkung durch Steuern untergraben, muss man andere Wege wählen um die Preise zu heben. Bei Tabak sind ja auch Zigarillos günstiger. Auch das lässt sich ändern.

        Der Wille zählt! Der ist oft nicht erkennbar.

        Und wenn einige Süchtige illegale Produkte kaufen, ist es deren Entscheidung. Wem seine Gesundheit so wenig bedeutet, dem ist nicht zu helfen. Denn bei illegalen Importen bzw Produkten weiss niemand, was drin ist. Und das ist bekannt, dass da oft mehr Schadstoffe und unbekannte Substanzen enthalten sind.

        Das gilt auch für illegale Tabakzigaretten.

        • @menschbin:

          Die 95% kann man nachlesen, einfach mal Google bemühen und nach Public Health England E-Cigarette suchen. Das ist keine Werbung, das ist wissenschaftlich belegt.



          Ja, der Einwegschrott ist auch mir ein Dorn im Auge, aber das wird eben auch von der hohen Steuer eher befeuert, ebenso der illegale Einwegschrott. Da ist eben dann die Lenkungswirkung in die falsche Richtung gegangen und sollte zusätzlich zum tieferen Nachdenken anregen.

          • @Wurstfinger Joe:

            Einzelne Studien, hier geht es um den Stand von 2015, zeigen vielleicht eine Richtung an, Metastudien sind viel Aussagekräftiger. Dazu aber braucht es noch Jahrzehnte bis die entstehen können, weil eben die Studienlage bisher dünn ist. Bis dahin bleibt es eher eine Glaubensfrage. Süchtige und Konzerne neigen dazu, sich das rauszusuchen, was ihre Sicht unterstützt. Sollte es später über Metastudien bewiesen werden, wäre das gut für alle, die süchtig konsumieren. Und ja, alles deutet darauf hin, dass Dampfen weniger Abhängig macht als Tabakrauchen.

            Konsument*innen und vor allem das Gewerbe klammert sich gern an einzelne Studien. Wissenschaft ist nie starr, es kommen neue Erkenntnisse hinzu. Wer dann auf eine 10 Jahre alte Studienlage setzt, ruiniert sich vielleicht die Gesundheit. Die anderen profitieren, wenn sie Süchtige damit überzeugen.

            95%, da sollte man vorsichtig sein. Denn wenn die Zahl durch Langzeitstudien und daraus folgenden Metastudien, die es noch nicht geben KANN, widerlegt werden, kostet das Menschenleben. Verbunden mit viel Leid. Und Kosten für die Allgemeinheit.

            • @menschbin:

              Das ist nicht eine Studie von 2015, Public Health wertet seitdem jährlich alle relevanten Studien zu diesem Thema aus, also in dem Sinne eine Metastudie.

              • @Wurstfinger Joe:

                " also in dem Sinne eine Metastudie."

                Entweder es ist eine Metastudie, oder nicht. Welchen Einfluss Lobbys auf die Bertung nehmen, steht da nicht!

                Vermutlich Dampfen Sie selbst und möchten das geschönte Bild so sehen?

                Viele Jahrzehnte lang wurde Tabak bewertet, das ist hier nicht möglich. Auch wegen des lange Zeit sehr geringen Anteils von E-Nikotin-Konsumierenden. Also ist alles zum jetzigen Zeitpunkt Mutmaßung, und vor allem Wunschdenken.

                E-Zigaretten sind alles andere als gesund, sie schaden. So bewerten es z.B. deutsche Behörden.

                Es ist bisher nicht eindeutig, wie viel weniger Dampf schadet! Zumal die ganzen Aromen auch vielfältig schaden können.

                Dazu kommt die niedrige Hemmschwelle bei Kindern und Jugendlichen. Poppige Verpackungen, Fruchtaromen. Das ist schon abartig!

                Schönreden hilft nie! Verteufeln sicher auch nicht, aber so zu tun, als sei nach wenigen Jahren alles eindeutig, finde ich sehr fahrlässig!

                Es steht ihnen frei, das möglichst positiv zu sehen. Konzerne und Süchtige tun es ja auch.

  • Niemand muss rauchen

    • @christoph ganter:

      Zuweilen ist Sucht eine Krankheit. Nikotin ist in puncto körperlicher Abhängigkeit schon belegt eins der fiesesten Dinge.

      Am besten es gar nicht erst dazu kommen lassen. Und die Stärke mustern, sich davon zu lösen. Dabei siehe Satz 1 und 2.

      Und beim Besteuern, Schmuggel unterbinden, etc. wäre ich bei Ihnen. Gut, dass die Union ihre dogmatische Steuerblockade hier schon mal aufgab.

  • Auch Steuersenkungen treffen Arme und sind ungerecht. Wer als Geringverdiener keine Einkommensteuer bezahlt, profitiert nicht von Steuersenkungen. Daher: alle Steuern abschaffen; das ist wenigstens für die Armen gerecht.

    • @Manfred MIlde-Büttcher:

      Credo quia absurdum?



      Steuern sind mehr als die Einkommenssteuer.



      Die Umsatzsteuer zahlen wir alle, relativ v.a. die Armen.



      Vermögen, Erbe, B**llshitgehälter wieder angemessen besteuern, dann können die Steuern auf Arbeit und Konsum etwas runter und es bleibt noch Geld für Infrastruktur und Wohlfahrt.

  • Die höhere Tabaksteuer geht zu unserer aller Lasten.

    Folge => es wird weniger geraucht, wir leben gesünder und länger.

    Wer gesünder und länger lebt verursacht Kosten. Rente, Gesundheitsvorsorge, etc.

    Die Annahme, dass man durch die Erhöhung der Tabaksteuer irgendwelche Kosten senken kann verbessern kann, ist irrig.

    Wenn wir das Rentensystem retten wollen müssen wir mehr trinken, mehr rauchen und vor allem viel Zucker essen.

    • @test_name:

      Das ist leider ein Irrtum. Die Raucher fallen ja nicht nach gesunder Arbeitsfähigkeit rechtzeitig zum Renteneintritt ins Grab, sondern sind die letzten Jahre ihres Lebens meist chronisch krank (COPD, Lungenemphysem) , haben Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall viel früher als Nichtraucher und verursachen dadurch immense gesundheitliche Kosten und sind viel früher als Nichtraucher nicht mehr voll oder überhaupt arbeitsfähig, also EU-Rentner (kostet auch). Die Kosten der Behandlung eines Lungenkrebses sind immens; und 9 von 10 Lungenkrebspatienten sind nun mal Raucher, der zehnte oft Passivraucher. Eine kombinierte Lungenkrebs-Therapie (OP, adjuvante Chemo, Radiatio und AHB) kostet mal eben 100.000 Euro und danach ist der Patient immer noch krank (COPD, Lungenemphysem usw.) und rezidivgefährdet (das ganze nochmal von vorne).







      Immer noch töten die Zigaretten jedes Jahr allein in Deutschland etwa 100.000 Menschen vorzeitig. So zu tun, als täte man der ärmeren Bevölkerung einen Gefallen, wenn Zigaretten erschwinglich bleiben, ist zynisch.







      Kommen Sie mal zu uns in Lungenkrebszentrum. Wäre gespannt, ob Sie das danach immer noch gerne möglichst günstig weiter so möchten.

      • @Sisone:

        >haben Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall viel früher als Nichtraucher und verursachen dadurch immense gesundheitliche Kosten<

        >Raucher leben im Durchschnitt etwa 9 bis 13 Jahre kürzer als Nichtraucher< => 11Jahre x 12 x 1300€ Rente im Monat = 171.600€ weniger Rentenbezug. Bei Pensionären wäre der Unterschied noch deutlich gravierender.

        Es ist ja nicht so, dass Nichtraucher keine teuren Krankheiten haben und nicht zu Pflegefällen werden. Wir werden alle zum dementen Pflegefall wenn wir nicht vorher - z. B. am Lungenkrebs - sterben.

        Ich will ja nicht behaupten, dass Rauchen gut ist - aber dass Raucher hohe Kosten verursachen ist eben nur ein Teil der Wahrheit.

  • Wenn der Tabakkonsum dadurch reduziert wird, kann man auch von Umverteilung giftiger Luft von der Zigarette zum Auspuff sprechen. Wenn man zynisch sein will, von Erwachsenen zu Kleinkindern, da sie als Fußgänger dem Auspuff am nächsten sind.



    Dank Kohlefilter sind die Autofahrer selbst glücklicherweise nicht betroffen.

    • @nothingness:

      Ja, man muss schon ordentlich weltfremd sein, wenn zwei vollkommen unabhängige Dinge wie Zigaretten- und Benzinpreise willkürlich politisch miteinander verknüpft werden; aber gut, wir reden hier ja von der CDU, wen wunderts also.







      Allerdings ist die Sache mit der Tabaksteuererhöhung isoliert betrachtet nicht die dümmste Idee, selbst wenn sie jetzt aus falschen Gründen zur Debatte gestellt wird.







      Übrigens: Kinder von Rauchern werden weitaus häufiger selbst lebenslange Raucher, womit sie statistisch bewiesen im Durchschnitt 10 Jahre früher sterben werden und deren letzten Jahre davor auch keinen Spaß machen. Da können selbst Auspuffgase nicht mithalten, die trotzdem reduziert werden müssen.

  • Jetzt könnte man natürlich frech die Frage stellen, warum Ärmere überhaupt rauchen. Es kostet Geld, birgt jede Menge Gesundheitsrisiken und der Tabakanbau fristet in Deutschland eher ein Nischendasein. Aber Polen und Tschechien freuen sich über die hohe Nachfrage in Deutschland.

    • @Aurego:

      Jetzt könnte man natürlich frech die Frage stellen, warum Ärmere überhaupt rauchen



      ----



      Stelle die Frage mal anders!



      Warum war & ist in fast jeder Armee weltweit, im Einsatzfall Tabak wichtiger TEIL der Truppenverpflegung? :-)

      • @Sikasuu:

        Armeen sind jetzt keine gute Vergleichsgruppe. Dort hat ja auch jeder eine oder mehrere Waffen dabei und die meisten sind junge Männer.

    • @Aurego:

      An der Frage ist nichts frech, sofern sie nüchtern untersucht wird und nicht nur rhetorisch und abwertend gemeint ist à la, „selbst schuld, wenn sie ihre paar sauer verdienten Kröten auch noch für Zigaretten ausgeben.“ Oder alternativ, „Für sowas hamse Geld, Stütze wohl noch immer zu hoch.“

      Meine Hypothese wäre, aber das ist empirisch zu klären, dass Rauschmittel durchaus eine unerträgliche Situation lindern können, also z.B. der Vollrausch hilft, eine Nacht im Freien zu überstehen. Vielleicht ist bei Tabakkonsum was ähnliches im Spiel.

      • @derzwerg:

        Rauschmittel mildern keine unerträglichen Situationen, sondern helfen nur, sie auszublenden. Danach ist die Situation meist noch schlimmer, weil man nichts dagegen unternommen hat.

        Und Alkohol ist für Übernachtungen im Freien in kalten Nächten keine gute Idee. Er fördert die Auskühlung.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Alles richtig, aber Sie betrachten das aus der „bürgerlichen“ Außenperspektive. Es hilft nichts, jemandem in einer Scheißsituation und einer Suchterkrankung mit Vernunft zu kommen – noch dazu in einem System mit so wenig sozialer Durchlässigkeit

          • @derzwerg:

            Meine bürgerliche Außenperspektive besteht darin, dass ich trockene Alkoholikerin (seit 25 Jahren) und Ex Raucherin bin. Ich weiß also genau, was Sucht bedeutet und was einen drin hält. Einfache (billige) Verfügbarkeit von Suchtmitteln gehört dazu.

            • @warum_denkt_keiner_nach?:

              Gut, das ist ein Punkt. Ich verweise allerdings noch einmal auf die Stoßrichtung des Originalpostings, da ging es ja um etwas anderes. Ich sehe weiterhin keinen Sinn darin, Suchtkranken die Schuld für ihre Situation persönlich zuzuweisen.

              • @derzwerg:

                Niemand ist gezwungen, zu rauchen, zu trinken, zu fixen oder was auch immer. Es ist die eigene Entscheidung. Und ein wichtiger Schritt, um eine Sucht zu überwinden, ist, genau das zu erkennen und nicht mehr alles auf die Umstände zu schieben.

                • @warum_denkt_keiner_nach?:

                  Dann ist das wohl ihre mir-hat-es-schließlich-auch-geholfen-Meinung. Interessant ist, dass man daraus eigentlich die diametral entgegengesetzte Schlussfolgerung ziehen könnte, nämlich Suchtmittel für alle verfügbar zu machen. Denn „niemand wird gezwungen usw.“, wie Sie ja selbst schreiben

                  • @derzwerg:

                    "Dann ist das wohl ihre mir-hat-es-schließlich-auch-geholfen-Meinung."

                    Nein. Das ist das wichtigste, was man lernt. Man muss die Herrschaft der Droge über sich beenden. Und dazu ist es notwendig zu begreifen, dass man es selbst in der Hand hat. Nicht die Droge zwingt einen, sie einzunehmen, sondern man bestimmt das selbst. So lange man sich an Ausreden festhält, kann man kaum aufhören.

                    Und natürlich müssen Suchtmittel schwer zugänglich sein. Weil der Weg in die Sucht leicht ist und es dauert, bis man merkt, dass es zu spät ist. Das Beste ist, nicht erst süchtig zu werden. Man erspart sich und seiner Umgebung sehr viel.

  • Wenn eine höhere Tabaksteuer, ich wäre dafür sie jedes Jahr zu verdoppeln, dazu führt dass es sich jemand nicht mehr leisten kann die eigene Gesundheit zu ruinieren und mit dem Rauchen endlich aufhört, dann ist das ein Gewinn für nicht nur für den Ex-Raucher sondern auch für die Gesellschaft. Es ist eine Sucht aber dennoch sollte das Ziel sein dass in ein, zwei Generation ganz einfach niemand raucht.

  • Ärmere wären weniger arm, wenn sie das Rauchen aufgäben.

    • @Querbeet:

      Stimmt. Genauso korrekt sind Aussagen wie:



      Sie wären weniger arm, wenn sie keine Markenkleidung tragen würden, keine Schokolade oder Kaffee konsumieren würden oder noch besser:

      Arme wären weniger arm, wenn sie weniger Geld ausgeben würden.

      Grandioser Trick.

      • @DerLurch:

        Ja, alles was Sie aufzählen ist nüchtern betrachtet nicht falsch.







        Man könnte auch sagen, wer keine Zigaretten raucht, kann sich stattdessen Markenkleidung leisten, wovon er dann auch nicht krank werden würde.







        Abseits allen Sarkasmus stellt sich doch die Frage, ob gerade in finanziell prekärer Situation das Rauchen aufzugeben nicht zwei Fliegen mit einer Klappe wären. Und als nächstes, wie man mehr Menschen dazu bekommen könnte, aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen. Und da fallen mir neben verstärkter Aufklärung und Prävention, kompletten Werbeverbot und leistbarer Suchtentwöhnungsmaßnahmen auch die Erhöhung der Zigarettenpreise ein. Andere Länder haben es mit Erfolg vorgemacht. Und wer sich dann, weil legal zu teuer, trotzdem steuerfreie Schmuggelzigaretten besorgt, soll das eben tun, man kann nicht allen helfen.

        • @Sisone:

          Ja, ich finde persönlich den Weg auch nicht grundsätzlich verkehrt, die Frage ist einfach, ob man arme Menschen mit immer höheren Kosten erziehen möchte. Darum geht es im Kern. Das ärgert mich einfach. Ob das Rauchen sein lassen nicht einfach ne gute Sache ist, ist unstrittig.



          Ich mag nur keine Erziehung über Geld. Weil die armen Leute drunter leiden und die reichen rauchen, fahren und fliegen einfach

          Dann lobe ich eher solche Ansätze wie: ab Jahrgang xy keinen Verkauf von Tabakwaren mehr. Dann ist das Generationenungerechtigkeit, aber immerhin sind alle gleich dabei

      • @DerLurch:

        Unvergesslich auch der Schlager: Arme wåeen weniger arm, wenn sie mehr Geld verdienen würden.

      • @DerLurch:

        Trick?

        • @Querbeet:

          Ach kommen Sie, Sie wissen worauf ich hinaus möchte. Ja, objektiv hat mehr Geld, wer weniger ausgibt. Aber die ganzen Faktoren drumherum nötigen dann doch zum Geld ausgeben.

          • @DerLurch:

            Beim Rauchen auch?

            • @Querbeet:

              Ja, weil man den Menschen auch einfach mal Konsum gönnen können muss.

  • "... da die Ärmeren nicht nur relativ zum Einkommen, sondern sogar absolut mehr zahlen als die Reicheren. ..." Kann man mir den Teil mal erläutern, denn ich bin mir eigentlich sicher, dass wenn ein armer und ein reicher Raucher bei gleichem Konsum jeweils den gleichen Betrag zahlen?!

    • @Axel Schäfer:

      Der Vorwurf geht für den Einzelnen definitiv ins Leere. Der Raucheranteil ist unter Armen höher als unter Reichen. Das ist die Grundlage für die krude Aussage.

  • Das ist ja grundsätzlich richtig, aber bei diesem Thema leicht daneben - auch Menschen mit niedrigem Einkommen zwingt niemand zu rauchen und jeder kann es zu jeder Zeit aufhören. Und das spart dann so richtig Geld.

  • Ja, Rauchen ist eine Suchterkrankung.



    Doch wenn man bei Experten für Suchtprävention fragt, wird dort nahezu einmütig eine höhere Tabaksteuer als positives Instrument zur Sucht-Prävention genannt.



    Nur, weil es vor allem Ärmere trifft, ist es noch lange nicht gegen die Ärmeren.



    Wenn die höheren Preise dazu führen, dass weniger geraucht wird, ist schließlich auch vor allem den Ärmeren geholfen.



    Der Zeitpunkt mag nicht klug gewählt sein. Dennoch ist eine Erhöhung der Tabaksteuer für alle Betroffenen langfristig eine gute Sache.

    • @Herma Huhn:

      Die Erhöhung der Tabaksteuer ist langfristig eine gute Sache für den Schwarzmarkt und unsere osteuropäischen Nachbarn. Wird es hier zu teuer ohne das Angebot von schadensreduzierten Alternativen (siehe z.B. Schweden, Großbritannien und Neuseeland), dann gibt es halt entsprechende Ausweichbewegungen.

    • @Herma Huhn:

      Wenn man wirklich den Ärmeren vor allem helfen wolle würde, würde man zumindest mal diskutieren die Einnahmen von steuerlichen Erziehungsmaßnahmen wie Zucker,- Alkohol-, und Tabaksteuer zum Beispiel in eine Reduktion der Mehrwertsteuer von Grundnahrungsmitteln zu investieren. Einen Tankrabatt gegen zu finanzieren ist zumindest mal so gar nicht in deren Interesse. Ein Auto und viel fahren muss man sich eben auch erstmal leisten können. Aber da es nicht wirklich darum geht armen Menschen zu helfen, sondern Menschen im Zweifel für ihren Lebensstil zu bestrafen, wird das wohl Zukunftsmusik bleiben. Die CO2-Steuer wurde ja auch nicht in ein Klimageld übersetzt.

    • @Herma Huhn:

      Aus Sicht der Betroffenen ist das aber leider gar keine gute Sache. Wie kommen Sie den darauf? Für wen ist denn eine höhere finanzielle Belastung eine gute Sache? Dass eine Mehrheit nun steuerbedingt das Rauchen aufgibt, ist doch sehr unwahrscheinlich. Würde man dies erwarten, könnte man mit der Steuer nichts gegenfinanzieren.

      Im Übrigen kosten Raucher dem Staat insgesamt im Schnitt weniger Kosten als Nichtraucher. Bereits jetzt liegen die Tabaksteuereinnahmen deutlich über den direkten Gesundheitskosten, die durch das Rauchen entstehen.

      • @Kurzweil:

        Ich schrieb "langfristig"



        Und langfristig wird jedem Raucher zumindest soweit geholfen, dass die Menge der täglich gerauchten Zigarretten zumindest nicht noch weiter ansteigt. Dieser Effekt ist über die gesamte Population gemessen nachweisbar. Höhere Preise senken die Menge an konsumiertem Tabak. Und jede Zigarrette weniger ist ein Vorteil für den Raucher. Selbst wenn das vollständige Aufhören nicht jedem gelingen wird.

      • @Kurzweil:

        Nicht vergessen werden sollte, dass Steuern auch eine steuernde Wirkung haben.

      • @Kurzweil:

        Doch. Ist eine gute Sache. Als ehemalige Raucherin kann ich Ihnen bestätigen, dass nicht rauchen ein Stück Freiheit ist. Die Glimmstängel haben einen ziemlich im Griff. Immer schauen, dass genug dabei sind. Wo kann ich hier rauchen? Die Dinger greifen stark ins Leben ein und bestimmen Abläufe. Wenn also jetzt einige wegen des höheren Preises (spielte bei mir damals u.a. auch eine Rolle) aufhören, haben sie nicht nur mehr Geld in der Tasche, sondern auch ein gutes Stück ihres Lebens zurückgewonnen.

        Mir ist klar, dass das jemand der "drauf" ist, nur schwer verstehen kann. Ging mir lange auch so. Aber es ist wahr.

      • @Kurzweil:

        „Bereits jetzt liegen die Tabaksteuereinnahmen deutlich über den direkten Gesundheitskosten, die durch das Rauchen entstehen."

        Wer hat ihnen denn das eingeflüstert.



        Die Einnahmen durch die Tabaksteuer belaufen sich auf ca. 15 Milliarden, die direkten Gesundheitskosten belaufen sich auf ca. 30 Milliarden. Wenn der Volkswirtschaftliche Schaden dazugerechnet wird, kommt Deutschland auf ca. 100 Milliarden €.



        Im übrigen ist die Tabaksteuer eine Verbrauchssteuer und kein Krankenkassen Beitrag.

  • Bei Verkehrsverstößen würde mir das gefallen, so locker mal 10% vom Monatseinkommen für eine Geschwindigkeitsübertretung. Da würden die Kassen der Kommunen ordentlich klingeln. Und einen pädagogischen Effekt hätte das auch.

    • @Kunoberti:

      Die Autolobby, vom Topmanager bis zum Dorfheini, ist weitaus stärker, als die Tabaklobby. Sogar die Grünen scheuen sich vor Tempolimits oder einkommensabhängige Strafen. Könnte sonst zum Volksaufstand führen.

      Nicht so bei den Rauchern. Oder gab es Tumulte und brennende Barrikaden, als der ÖPNV rauchfrei wurde? Oder Gaststätten vor rund 15 Jahren?

  • Zucker, Tabak und andere gesundheitsschädliche Substanzen, die von Profitorientierten im Umlauf gebracht werden, mit Steuern zu verteuern, ist sinnvoll, denn das hebt die Einstiegs- und Verbrauchshürde.



    Wo ist dabei nur die entsprechende Steuererhöhung auf Öl?

  • Von der reduzieren Kraftstoffsteuer profitieren in erster Linie die Mineralölförderländer.

    • @meerwind7:

      Und das sind fast alles die Falschen. Scheichs, Putins, Mini-Despoten, Maxi-Despoten.



      Wir finanzieren mit Ölgelder diverse Regionalkriege mit.

      Zeit für den Entzug, und das heißt angemessen hohe Fossilpreise statt unverschämter Lobby-Selbstbedienung der Fossilis!