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TempolimitLangsam fahren ist billig

Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen.

130 wäre schon mal was, Greenpeace empfiehlt ein Tempolimit von 120 oder 100 Stundenkilometern auf Autobahnen Foto: Florian Gaertner/Photothek/imago

Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima – es käme auch den Portemonnaies der Au­to­fah­re­r:in­nen zugute. Zu diesem Ergebnis kommt der Umweltverband Greenpeace in Berechnungen, die am Sonntag veröffentlicht wurden.

So müssten Fahrende in Deutschland jährlich in Summe 4,9 Milliarden Euro weniger Geld fürs Tanken ausgeben, wenn auf Autobahnen eine Höchstgeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde und auf Landstraßen von 100 Stundenkilometern gälten. Bei einem Tempolimit von 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen wären es sogar 9,5 Milliarden Euro weniger Tankkosten im Jahr.

Für die Berechnung hat Greenpeace die Tankstellenpreise in Deutschland zwischen dem 1. und 7. April 2026 gemittelt. Ein Haushalt besitze im bundesweiten Durchschnitt 1,21 Pkw. Bei durchschnittlich 9.555 gefahrenen Kilometern im Jahr und 7,7 verbrauchten Litern Sprit pro 100 Kilometer müsste ein solcher Haushalt jährlich 1.927 Euro fürs Betanken eines Benziners hinlegen. Durch ein Tempolimit von 120 auf Autobahnen und 100 auf Landstraßen würden die Tankkosten um 96 Euro sinken, durch 100 auf Autobahnen und 80 auf Landstraßen könnte der Haushalt 185 Euro im Jahr sparen.

Weil Autos mit Dieselmotor laut Kraftfahrtbundesamt mehr Kilometer im Jahr fahren – im Schnitt sind es 16.964 –, könnten Haushalte hier noch mehr sparen. Bei einem Tempolimit von 100 und 80 und einem Verbrauch von 7 Litern Diesel auf 100 Kilometer müssten sie jährlich 331 Euro weniger an der Zapfsäule ausgeben.

Tempolimit für mehr Unabhängigkeit

Mit dem Krieg der Regierungen Israels und der USA gegen das iranische Regime war der weltweite Ölpreis zunächst rasant gestiegen, in einigen Ländern wurde Kraftstoff knapp. Spitzen der Bundesregierung berieten am Sonntag über Maßnahmen gegen die hohen Kraftstoffkosten – in Teilen der Koalition aus SPD und CDU war darüber Streit entbrannt. Zuletzt warb die Wirtschaftsweise Veronika Grimm für ein Tempolimit.

„Wir müssen weg vom Öl“, fordert Greenpeace-Sprecher Matthias Lambrecht. Die Bundesregierung müsse den Verbrauch fossiler Energieträger schnell senken – und unabhängiger von Ölstaaten werden. „Ein Tempolimit ist dabei ein leichter erster Schritt.“

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193 Kommentare

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  • Nette Berechnung.



    Für 8 Euro im Monat Ersparnis. Das ist nicht mal ne Packung Zigaretten.

  • Wirksam wäre ein Tempolimit von 100 km/h und LKWs dürften auf geraden Strecken auch 100 km/h fahren, die bisher sowieso schon oft 92-95 km/h real fahren.. Dann erübrigen sich auch die ständigen Spurwechsel als häufige Ursache von Unfällen.

    • @Bauer Gerry:

      Es ist ein großes Sicherheitsbonus der europäischen Autobahnen dass LKW nur 80 fahren. In den USA gibt es ein Tempolimit für alle. Und das ist keine gute Strategie.

      LKW sind viel schwerer, haben längere Bremswege, es ist sehr klug für die ein anderes Tempolimit zu haben.

      Das niedrigere Tempolimit für LKWs und das Rechtsüberholverbot sind extrem wichtig für die Sicherheit. Dagegen würde ein allgemeines Tempolimit nur weniger zusätzliche Sicherheit bringen.

      Subjektiv empfundene Sicherheit und reale statistidche Sicherheit mögen hier abweichen.

      • @Tim Hartmann:

        Schauen Sie sich einfach mal die US-Dashcamvideos speziell von den Trucks an und achten dabei auf die meist eingeblendete Geschwindigkeit - die Zahlen sind übrigens mil/st, und unter 70 (ca. 113 km/st) fährt dort kaum ein Trucker auf den Freeways und Interstates.



        Bei einem nochmals höheren Gesamtgewicht.

        Und Rechtsüberholen sollte zumindest für PKW und Motorräder erlaubt werden, wenn man mal wieder einen jener nervigen Hobbyfahrlehrer und/oder Zombies vor sich hat, die auf der mittleren oder gar linken Spur mit 100 vor sich hincampen.

        • @Frank Frey:

          Das US Autobahnnnetz hat eine miserable, wirklich unterirdische Unfallstatistik.

          Daher sollte man von dort sehr sorgsam sein was zu übernehmen. Insbesondere kein Sondertempolimit für LKW und kein abschaffen des Rechtspberholverbots.

    • @Bauer Gerry:

      Ich habe auf der Autobahn schon ewig keine "richtigen" LKW (sprich ohne die Kleinlaster) mehr gesehen, die schneller als 80 oder 81 km\h fuhren. Die haben nämlich alle einen Fahrtenschreiber und einen genauen Tempomaten.



      Und bitte nicht die Tachoanzeige in ihrem PKW als echte Geschwindigkeitsanzeige ansehen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben und auch sinnvoll, das die angezeigte Geschwindigkeit nicht niedriger sein darf als die tatsächliche Geschwindigkeit. Deswegen gehen die Hersteller immer vom grössten zugelassenen Reifendurchmesser für das jeweilige Fahrzeug aus und geben noch eine kleine Sicherheitsmarge hinzu. Wenn sie jetzt nicht die größten Reifen drauf haben, kommen da schnell 10 Prozent zusammen, die der Tacho mehr anzeigt. Bei meinem Auto (sind die zweitgrößten zugelassenen Reifen drauf) sind es 8 bis 9 Prozent. Sie können das mit dem dem Auto- oder Smartphone-Navi vergleichen und mal hinter einem LKW herfahren. Das sind auf der Autobahn bei freier Strecke immer real 79 bis 81 km\h und bei Reisebussen 99 bis 101 km\h.

      • @Offebacher:

        Werkseitig/offiziell sind die meisten LKW über 7,5t zGG bei 86 km/st abgeregelt, in der realen Welt gibt es kaum eine Zugmaschine, die tatsächlich auch bei 86 'fini' macht. GPS-gemessen fahren mir die meisten Zugmaschinen bei 90 Eigengeschwindigkeit mehr oder minder schnell davon, und vor ein paar Wochen hat die Polizei nahe Rostock einen LKW mit 127 aus dem Verkehr gezogen.



        Und gerade bei den LKW macht der Unterschied zwischen Strich 80 und den meist tolerierten (warum eigentlich?) 86-90 km/st nicht nur einen erheblichen Verbrauchs-, sondern auch einen großen Sicherheitsunterschied aus. Wenn Sie mir das nicht glauben wollen, können sie im Selbstversuch ihren PKW vor einen voll beladenen (öfters überladenen) Lastzug stellen und einfach mal schauen, was passiert, wenn der LKW mit 10 km/st (angenommene Restgeschwindigkeit) an dem Auto andockt.



        Ich war lang genug selbst in der Branche unterwegs, dies zur Info.

        • @Frank Frey:

          Das sind ausländische LKWs, die andere Richtgeschwindigkeiten haben.



          In Frankreich und Großbritannien z.B dürfen die LKWs 90 km/h auf der Autobahn fahren, deshalb sind ausländische LKWs häufig mit einer höheren Gewschwindigkeit abgeregelt.

  • Ja, klar, langsam fahren ist billig. Gar nicht fahren kostet gar nichts. Aber ich habe auch keine 1,21 Autos zu Hause und bei 100-200 € Ersparnis im Jahr habe ich mich gerade gefragt ob hier jemand heimlich Lack säuft. Wie naiv kann man sein, zu denken, wir hätten das dann in der Tasche. Zudem wenn ich mit dem PKW unterwegs bin kann ich auf überfüllten und schlecht insatand gehaltenen Straßen eh keine 100 fahren, mal abgesehen von einigen Stellen auf Bundesstraßen ohne dutzende LKW vor einem. Ein zügiges Vorankommen mit an den Verkehrsfluss angepassten Regelelementen im Straßenverkehr auf gut ausgebauten Verkehrswegen mit einem beträchtlichen Anteil des Güterverkehrs auf den Schienen, boah was für ein Träumchen, sogar bei 130 auf der Autobahn. Da spart sogar unsere WIrtschaft, wegen der Zeit, verstehst? Nix Stau rund 33 Millarden, sagt der KI.

  • Nun, ich halte mich eh freiwillig an die empfohlenen Tempolimits. Täte ich es nicht, könnte ich laut Artikel 185€ im Jahr sparen. 15,42€ im Monat. Eine lächerliche Summe für ein gut verdienendes Akademikerpaar wie hier in unserem Haushalt.

  • Erstaunlich wieviele Kommrntare zu dem Schluss gelangen, ein Tempolimit würde ja nichts am Sprit ändern.



    Dabei sagen diverse Experten, daß dieses sehr wohl einen Einfluss hätte. Denn der Preis bildet sich nunmal aus Angebot und Nachfrage. Wird also weniger verbraucht, sinkt der Preis mittelfristig.



    Natürlich spielt dieser Mechanismus bei bei einem Überangebot keine große Rolle, aber wenn die Krise weiter anhält (wonach es derzeit ausdieht), wird das Angebot auch hierzulande knapp..und die Preise werden weiter kräftig steigen..







    Aber so sind sie die Auto-Privatiers: denken vor allem innerhalb ihrer sechs bis acht Wände und kaum darüber hinaus.



    Mal sehen ob sich daran etwas ändert, wenn der Spritpreis sich der 3€ Marke nähert.? Täte der Bewusstseinsbildung vlt ganz gut..

    • @Wunderwelt:

      Hi, unsere Gesllschaft lebt durch und von Mobiltät. Es gibt viele die sich auch 3€ leisten können. Die Anderen können ja ÖVV fahren und erleben die zwischenmenschlichen Beziehungen dort dann hautnah, sofern sie Anschluss haben, was bei der Bahn nicht immer gegeben ist. Oder sie machen einen auf Umweltminister, einfach nen Stromer für nen paar 10k €. Langfristige Lösungen wären eben sinnvoll, aber dafür braucht es eben Fachkräfte und hierzulande gibt es ja schon Mangel an Diesen. Wenn ein Experte hier was bejaht, dann ist Vorsicht geboten!!! Ach ja und zwecks weiterdenken, denken Sie mal an die ganze Fracht die wir importieren, über Luft-und See und was da an Energie verballert wird, nur damit es hier schön billig ist. Da kann ich auf vieles verzichten und habe dfaür lieben einen günstigen Kraftstoffpreis. Gruß

    • @Wunderwelt:

      Na ja, wenn ein Elektroauto langsam(er) fährt ändert es tatsächlich nichts am Spritverkauf an den Tankstellen.

    • @Wunderwelt:

      "Wird also weniger verbraucht, sinkt der Preis mittelfristig."

      Mittelfristig werden andere Länder in die Bresche springen und die Nachfrage hoch halten.



      Es ist ja nicht so, dass unsere Lieferketten von der Blockade der Straße von Hormus besonders betroffen sind. Aber die asiatischen Kunden, die davon betroffen sind, sind bereit, uns zu überbieten und uns den Sprit wegzukaufen.

      Wenn das für Sie schon unter das Stichwort 'Krise' fällt. Überangebot hatten wir übrigens bestenfalls vor der Ölkrise - seitdem ist alleine die OPEC davor...

  • Meinetwegen gerne ein zeitlich begrenztes Tempolimit für PKW und Motorräder von max.130, für Wohnmobile und andere 3,5 Tonner auf 100 und für Busse und für LKW auf echte 80 mit Überholverbot auf allen zweispurigen Autobahnen. Würde eine Menge bringen und sollte nach dem festgelegtem Zeitraum automatisch wieder aufgehoben werden. Dann könnten alle in Ruhe das Ergebnis evaluieren und anschließend per Volksabstimmung entscheiden, was sie wirklich wollen

    • @vieldenker:

      Nach den letzten vom ADAC veröffentlichten Umfrageergebnissen will das schon jetzt eine klare Mehrheit von 55 %, der 41 % Ablehnende und 4 % Unschlüssige gegenüberstehen.

  • Just FYI: die Durchschnittsgeschwindigkeit auf den hiesigen Autobahnen liegt derzeit unter 120 km/st.

    Allerdings: mich wundert das Gejammer der Speditionen und sonstigen LKW-Nutzer über die hohen Dieselpreise - während diese mit 80 über Landstraßen (StVO: max. 60) und 90+ über die Autobahnen donnern und mit meist rücksichtslos durchgeführten Überholmanövern einen konstanten Verkehrsfluss meist unmöglich machen. Wie wäre es denn z.B. mit einem Überholverbot für KfZ über 3,5t zGG von 6-22 Uhr, einer gesetzlichen Abriegelung der Vmax auf 80 km/st für LKW über 7,5t und deutlich härteren Strafen für Fahrer, Disponenten und den Speditionseignern?

    Es sind nicht die paar Hansels, die mit 140+ über die Autobahn brettern, aber das aufgezwungene Abbremsen und Wiederbeschleunigen, welches den Kraftstoffverbrauch signifikant erhöht - selbst mit einem Tempolimit 130.

    • @Frank Frey:

      Ein weitgehendes LKW-Überholverbot (ausgenommen besondere Lagen wie Hangsituationen u.ä.) wäre in der Tat mehr als notwendig und überlegenswert.

  • Es ist fast egal, wie die Kosten sind. Es stellt sich die Frage, wieviel Reisende kann - besonders im Fernverkehr - überhaupt die Bahn zusätzlich transportieren... Gravierenden Nutzen für Finanzen und Klima kann nur die E-Mobilität bringen.

  • Mit meinem Fiat seicento fahre ich eh meist nur 110 oder 120 auf der Autobahn, mich würde mal interessieren, wo mich da ein Tempolimit entlastet. Das gleiche ist es mit meinen Motorrädern, wobei die ob ich sie jetzt mit Tempo 100 oder 140 fahre keinen wirklichen Unterschied im Verbrauch haben.

    • @Biker-Ffm:

      In Physik nicht aufgepasst?

      Der Luftwiderstand erhöht sich mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Doppelte Geschwindigkeit bedeutet viermal soviel Luftwiderstand. Beim ineffizienten Verbrenner merkt man das nicht ganz so stark, weil der auch in Schritttempo schon ein paar Liter vergeudet. Zieht man diesen Grundverbrauch ab, dann erhöht sich der Verbrauch fast im Quadrat der Geschwindigkeit. Man muss das natürlich konstant fahren, um den Effekt im eigenen Fahrzeug zu erleben.

      Oder eben wenigstens die Grundzüge der Physik verstanden haben.

    • @Biker-Ffm:

      Super, dann brauchen Sie auch keinen Tankrabatt.

  • Wo ist denn dieses Grundrecht auf schnelles Fahren in Deutschland festgeschrieben? Ist das etwa die Freiheit von dem alle sprechen? Es gibt Länder mit weitaus besseren Indizes, wie skandinavische Länder, Benelux, Neuseeland, etc. und dort herrscht ein Tempolimit. Freiheit allein ist somit ungültig als Argument.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Die Freiheit, so schnell zu fahren, wie man möchte, ist ein Ausfluss der allgemeinen Handlungsfreiheit (Feie Entfaltung der Persönlichkeit, Art. 2 Abs 1 GG, der ursprünglich mal lauten sollte "Jeder kann tun und lassen, was er will,...", was aber dem Parlamentarischen Rat dann doch zu unjuristisch klang). Die ist natürlich einschränkbar, aber nicht nach Gutdünken: Speziell ist erforderlich, dass eine Handlung die Rechte Anderer "verletzt", also nicht deren (absolut hemmungslose Nutzung IHRER) Freiheiten bloß einschränkt und auch nicht nur potenziell verletzen KANN. Es erfordert also mindestens eine vorsichtige Abwägung, dann kann man Tempolimits erlassen. Eine Freiheit für insgesamt nichtexistent zu erklären, weil ihre Verwirklichung der eigenen Vorstellung von "Gemeinwohl" widerspricht, ist hingegen unzulässig.

      • @Normalo:

        Ich fühle mich aber auch unfrei, wenn bei jedem Überholvorgang fast einer im Kofferraum einparkt und ich ständig zu dem bereits erwähnten Wechsel von Bremsen und Beschleunigen gezwungen werde, von dem bereits die Rede war. Und was mich das kostetm, weiß ich auch, denn im Gegensatz zu manchen hier zitierten brauche ich keinen Experten dazu, mir das ausrechnen zu lassen. Da reichen ein paar gelegentliche Notizen über Fahrtverlauf und Verbrauch und durchschnittliche mathematische Kenntnisse. Die zeigen dann auch, wann das Fahrzeug am wenigsten verbraucht - bei mir ist das bei 90 -100 km/h und ruhigem Fahrtverlauf - Idealfall leere Landstraße. Vom Nervenkostüm ist da noch nicht mal die Rede.



        Freiheit ist zumindestens auch die Freiheit der anderen..

        • @Christine_Winterabend:

          "Ich fühle mich aber auch unfrei, wenn bei jedem Überholvorgang fast einer im Kofferraum einparkt und ich ständig zu dem bereits erwähnten Wechsel von Bremsen und Beschleunigen gezwungen werde, von dem bereits die Rede war."

          An einer rücksichtslosen Fahrweise würde aber auch ein Tempolimit nichts ändern.

          • @Tom Tailor:

            Und soll das jetzt der Grund sesin, dass rücksichtslosen Rasern Freiheit zusteht, mir aber nicht? Oder wie?

            • @Christine_Winterabend:

              Mitnichten. Ich wollte nur darauf hinweisen, das ein Tempolimit kein wirksames Mittel ist um undisziplinierte Autofahrer zu maßregeln.

        • @Christine_Winterabend:

          Wie gesagt bedarf es einer Abwägung, was noch zumutbare Einschränkung von (gefühlter) Freiheit ist - ich finde es eine empfindliche Einschränkung meiner Entscheidungsfreiheit, wie sch...teuer die meisten E-Mobile immer noch sind, und unverschämt, dass mir bei ein wenig Wellengang am Strand irgendwer vorschreiben darf, nicht mehr ins Wasser zu gehen, um mal zwei ganz unterschiedlich gelagerte Beispiele zu wählen -, und was schon eine echte Verletzung darstellt, die ein Verbot des Verhaltens der Mitmenschen rechtfertigt. Dafür haben wir Parteien und Wahlen.



          Mir ging es darum, dass man nicht einfach Freiheiten wegdefinieren darf, die einem nicht in den Kram passen. So "total" gedacht funktioniert Miteinander halt nicht. Wenn uns der Staat alle Verhaltensweisen verbieten würde, die er und viele Mitmenschen mit irgendwelchen, meinetwegen auch guten, Gründen für unvernünftig und/oder verschwenderisch halten, würden wahrscheinlich auch Sie recht schnell fragen, wo da eigentlich der Mensch bleibt.

          Es ist immer einfach, eine Freiheit für störend, entbehrlich oder gar nichtexistent zu erklären, wenn man selbst keinen Wert darauf legt von ihr Gebrauch zu machen - in meinen Augen ZU einfach.

          • @Normalo:

            Ich würde trotzdem gern von meiner Freiheit Gebrauch machen, mich nicht von bescheuerten Idioten zu einer teuren und gefährlichen Fahrweise zwingen zu lassen. Sollen sie doch auf den Nürburgring gehen, wenn sie das brauchen.

            • @Christine_Winterabend:

              Wie gesagt: Können Sie so sehen, und gern "xy tun" würden wir wohl alle gern.



              Aber das als absoluten Maßstab zu betrachten wer wem was zumuten/ verbieten kann, ist vielleicht etwas unterkomplex. Es gibt Parteien, die Ihre Ansicht vertreten und solche, die es anders sehen und die Freiheit zum Schnellfahren (da wo sie noch nicht weggeschildert ist), erhalten wollen. Aus welchen Gründen auch immer haben in den letzten Jahrzehnten immer mehr Leute diese letzteren gewählt.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Jetzt habe ich glatt mal recherchiert. Die Anzahl der Verkehrstoten in Deutschland pro Million Einwohner liegt unter dem EU-Durchschnitt. Benelux liegt über Deutschland. Trotz Tempolimit. Genau wie Frankreich, Spanien oder Österreich. Also irgendwas stimmt nicht mir dem Argument "Tempolimit sorgt für weniger Verkehrstote".

      • @Ahnungsloser:

        Überraschung: Verkehrstote können verhindert werden. Ein Toter bei 160km/h gegen denselben, der bei 120km/h den Unfall gerade noch vermieden hat.

        Dann bleiben wir auch weiterhin unter dem EU-Durchschnitt und senken die Zahlen und einige hundert.

        • @Troll Eulenspiegel:

          Ich wollte damit nur aufzeigen, dass das Argument "Verkehrstote" nicht wirklich hilft. Umwelttechnisch ist das natürlich richtig und wichtig.



          Übrigens passieren "nur" ca.10% der tödlichen Unfälle auf Autobahnen. Der Rest Landstraße und Innerorts

  • Kein (zumindest temporäres) Tempolimit ist auch unsolidarisch mit unseren Freunden in aller Welt die sich die höheren Preise nicht einfach leisten können!

  • Es gibt keine vernünftigen Argumente gegen ein allgemeines Tempolimit - nur dumme!

    • @celcon52:

      Dumm ist einzig und allein zu glauben, daß in zehn bis fünfzehn Jahre noch nennenswert viele Verbrennerautos in Deutschland fahren. Und wie ein Tempolimit bei einem Elektroauto Sprit sparen soll können Sie ja mal erklären.

    • @celcon52:

      Danke für das gute Beispiele, dass nicht nur Rechte andere Meinungen gerne abwerten und canceln wollen - und damit an dem Rutsch der Gesellschaft nach rechts teilhaben.

      • @rero:

        Na bitte. Wieder eine:n erwischt, die/der am Rechtsrutsch Schuld ist. Die sollen bitte rechts fahren, damit ich überholen kann. Brrrrrmm.

        • @Mondschaf26:

          Die fahren leider überall.

          Rechts, links in der Mitte.

          Die Zeiten waren einfacher, als die alle rechts fuhren.

    • @celcon52:

      Dumm könnte sein, dass man sie nicht einmal sieht.

  • ad freiwillig vernünftig:



    es ist kein individuelles Geschmacktsthema.



    Regeln und Normen sind für alle notwendig.



    Weil die Emissionen gesenkt werden müssen.



    Natürlich kann ein Tempolimit nicht die Benzinpreise senken.



    Die Fossilokratie ist eine Herrschaft, die die ganze Gesellschaft als Geisel nimmt. Es ist nicht klug zu schreiben: "aber ich kann davon kommen".



    Als Lektüre empfehle ich Klaudia Kemferts Essay vom 21.3.2026



    taz.de/Transformat...rsorgung/!6161399/ und den kurzen Text vom 13.1.26 www.diw.de/de/diw_...lt_beherrscht.html



    Mit Vermögensumverteilung, mit Übergewinnsteuer der Ölkonzerne das Geld einnehmen, mit dem ÖPNV günstig gemacht werden kann. Querfinanzierung.



    individualistisches Entkommen ist eine Illusion.

    • @Land of plenty:

      Juhuu, also Ihre Übergewinnsteuer ist interssant aber Sie wissen schon wem die Raffinerien hier gehören. Absprechen werden die sich freilich nicht, ist ja Verboten! Ach und ÖPNV, da mache ich die Nachrichten an und dann vergeht mir das ganz schnell wieder, oder ich versuche mal auf dem platten Land mit dem ÖPNV zu einer bestimmten Zeit an eine bestimmten Ort, ach vergiss es.. Ich weiß, bin ein oller Miesmacher, aber was erwarten Sie, ich habe nur ein Kfz, keine Roller, oder Zweitwagen oder Wohnmobil, ach und ne Gasheizung. 70k für nen Stromer und ne neue Heizung und Dämmung habe ich gerade nicht parat. Hier stimme ich Ihnen allerdings zu:



      "individualistisches Entkommen ist eine Illusion". Richtig, aber die "Grünen" denken ja die Klimaerwärmung endet an der Grenze und unsere 2 % rettet die Menschheit vor dem Untergang, nee das Schiff sinkt nur um 2% langsamer, also im Prinzip.

  • Die Deutschen. Hängen an der Raserei, wie die Amis an Schusswaffen.

    Einfach Fach Mal machen: Einführen das Tempolimit und ein Jahr später kräht kein Hahn mehr nach Tempo 150.

    • @Nansen:

      Also ich kenne niemanden der gerne "rast", das sind sicherlich die wenigsten Autofahrer. Es ist aber hilfreich, für kurze Zeiträume die Geschwindigkeit signifikant zu erhöhen um längere Kolonnen von z.B. LKW zu überholen, um danach wieder in die "normale" Reisegeschwindigkeit zurück zu kehren.

      • @Tom Tailor:

        Ich kenne einige und auch ihre eigenartigen Argumente.



        Mein Lieblingswirsinn: "Wenn ich schnell fahre, bleibe ich konzentriert. Wenn ich langsam fahre, würde ich einschlafen."

    • @Nansen:

      Läuft auch ohne Probleme in allen anderen EU Ländern, aber hierzulande sitzt die Indoktrination durch die allmächtigen und allgegenwärtigen Autokonzerne sehr tief. Lieber Tausende von Toten als mehr Sicherheit auf den Straßen, oder Gott bewahre, weniger Straßen/Autos.

  • Hier stand ja einmal zu lesen, Deutschland leiste sich die dümmsten Debatten. Das stimmt auch. Allerdings leisten wir uns ebenso die dümmsten Antworten auf die Fragen der Zukunft, und die klugen Antworten lauten nicht immer "Wachstum" und oder "keine Regulierung". Man möge sich beispielsweise einmal seinen 'Porschemotor' oder seinen 'Fernreiseflieger' um den Hals hängen und schwimmen, oder in den Alpen am Grat wandern gehen. Es darf daneben auch gerne tief eingeatmet werden, während man die Haare mit feinstem Erdöl gelt. Schämen!

  • Zu der Überschrift "Langsamfahren ist billig"



    muß ich ganz klar sagen: Ein Tempolimit bei 150 km/h würde von Vielen ganz schnell akzeptiert im Gegensatz zu 120 km/h, was auch ich ablehnen würde. Würden Alle elektrisch fahren, würde sich der Sinn eines Tempolimits von selbst aufheben.

    • @Uwe Bosse:

      Es gibt eine Mehrheit für 130 kmh Geschwindigkeitsbegrenzung.



      Das wäre schön deutlich weniger als 150.



      .



      Der Verkehrsfluss ist Grund genug für ein Tempolimit auch bei Elektroantrieb.



      Und auch der Strom muss ja erzeugt werden, also spielt auch hier der Verbrauch eine Rolle.

    • @Uwe Bosse:

      Nur einmal abgegeben Freiheiten bekommt man selten wieder, auch wenn der Grund, warum man diese Freiheit abgegeben hat obsolet ist.

  • Langsam fahren ist nicht billig, es ist etwas billiger oder ehr weniger teuer :)



    Billig wäre es vielleicht. nicht mit dem Auto zu fahren, wenn alternative Möglichkeiten bestehen.

    • @M_Kli:

      Teuer ist relativ. Nehmen wir eine Bahnfahrt mit Bahncard 50 -- habe ich, weil es einfach angenehmer und bequemer ist. Morgen Vormittag ab 10 von Köln nach Berlin. Zwei Züge, alle Sitzplätze komplett ausgebucht (mein Auto nie), ich müßte 6 Stunden stehen. Der dritte kostet trotz 50 % Ermäßigung 140 Euro. Das sind bei 570 Straßenkilometern 25 Ct/km. Da ist mein Auto, wenn ich alles mitrechne, Wartung, Reifen, Öl, Reparaturen (aber nicht Steuern und Versicherung, die weiterlaufen, wenn es in der Garage steht), selbst dann billiger, wenn ich nur allein fahre. Ohne Bahncard wäre es nur halb so teuer.



      Ja, Reisen kostet sehr viel Geld. Aber das gilt eben nicht nur für das Auto. Fliegen wäre mit Hinflug morgen 450 Euro hin und zurück.



      Im Auto kann ich sperrige Sachen transportieren oder gegen Kostenbeteiligung bis zu drei andere Personen mitnehmen. Viel Geld kostet es, aber teuer ist es nicht.

  • Ein Tempolimit halte ich für nicht gut! Den das fordern wieder Menschen die nicht täglich mit dem Auto unterwegs sein müssen. Das spaltet wieder das Land zwischen Stadt und ländlicher Raum.

    • @Marcelo:

      Wollen Sie wirklich sagen, daß Sie auf tägliche Höchstgeschwindigkeiten angewiesen sind?

      • @Kahlschlagbauer:

        Mir geht's es nicht nur um die Autobahn sondern um alle Straßen! Bei dem Thema geht es ja auch um Bundes- und Landstraßen! Mein Auto schafft keine 200 kmh aber mal auf der Autobahn 150 fahren ist vollkommen in Ordnung wo es erlaubt ist und das ist eh schon in NRW nur auf wenigen Stellen möglich

      • @Kahlschlagbauer:

        Nein, aber auf eine angenehme Reisgeschwindigkeit von 130km/h und für kurze Zeit auch mal um jemanden zu überholen.

        Es geht den wenigsten um das Recht 200 zu fahren, aber 150 sollten es auf der linken Spur schon sein. In der Debatte fallen oft 100km/h

  • Was hat das Tempolimit denn mit meinem Geldbeutel zu tun? Mich zwingt ja niemand in jedem freigegebenen Bereich das Gaspedal durchzutreten, oder?



    Außerdem, wieso soll ich mit meinem Elektroauto das zu100% Ökostrom lädt nicht auch 150km/h Fahren dürfen? Hier hinkt die Argumentation.



    Zusätzlich noch die Bemerkung, dass die Niederländer grade dabei sind ihr Tempolimit aufzuweichen, weil die gemerkt haben, dass 100km/h doch schon ziemlich wenig sind.

    Mich stört nicht unbedingt die Diskussion, sondern eher diese grundsätzliche masochistische Verbotskultur. Das Tempolimit passt in die politische Agenda, die Argumente sind beliebig, so scheint mir.

    • @Herr Müller*in:

      Wieso fahren Sie mit 100 % Ökostrom? Schon mal den deutschen Strommix angeschaut? Und selbst wenn Sie den Strom von einem Ökostromanbieter beziehen - bei Ihnen kommt der Strommix aus der Steckdose.

    • @Herr Müller*in:

      Wer auch sonst nichts kann - verbieten geht halt immer.

  • Es steht jedem frei auch 80 zu fahren und sich bei den LKW einzuordnen.

    Aufgrund von CO2 ein Tempolimit zu fordern finde ich win höchst illiberale Denkweise. Warum ist das gesellschaftlich akzeptiert? Wenn jemand fordern würde max. Auf 17 Grad zu heizen würden sich alle aufregen, würde aber wahrscheinlich mehr CO2 bringen.

    • @Tim Hartmann:

      So illiberale Länder wie Österreich, die Niederlande und Frankreich haben ein Tempolimit. Auch Kanada hat es. Die Folgen sind eindeutig: nicht nur weniger Verbrauch, sondern auch weniger Unfälle.

      • @Kahlschlagbauer:

        Das mit den weniger Unfällen ist nicht wahr. Deutschland hat im Vergleich sehr wenig Verkehrstote pro Autobahnkilometer. Das Tempo gibt also nicht den Ausschlag

        • @JSch:

          @ JSch



          Laut NDR heute Nachmittag, 14.04.2026 wird laut ADAC zu schnelles Fahren als Hauptursache der Verkehrstoten benannt.

          • @Alex_der_Wunderer:

            Aber nicht wegen zu schnellem Fahren innerhalb der jetzt gültigen Tempolimits, sondern Geschwindigkeiten, die schon jetzt nicht erlaubt sind.

      • @Kahlschlagbauer:

        Furchtbar! Wegen dem Tempolimit in Kanada kommt man nicht in einer Stunde von der Ost- zur Westküste!

  • Zum Glück bedeutet "kein Tempolimit" ja nicht, dass man das Gaspedal immer voll durchtreten muss. Auch wenn man manchmal den Eindruck hat, wenn man manche Medien konsumiert.

    Wer sparen will, kann auch freiwillig vernünftig fahren.

  • Ich brauche keine gesetzliche Regulierung - ich fahre auf der Autobahn immer 100 km/h.

  • Die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn liegt heute bereits bei 89 km/Std. Was bringt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 120 km/Std. wenn diese bereits heute schon deutlich unterschritten wird, wie auch jeder der auf der Autobahn unterwegs ist erkennen kann. Die vorgeschlagenen Geschwindigkeitsbegrenzung dient rein der Ideologie und bringt keinen einzigen Liter Spriteinsparung.

    • @Jürgen23:

      Wenn die Durchnittsgeschwindigkeit sowieso schon nur bei 89 km/h liegt, was spricht dann gegen ein Tempolimit? Ändert ja nichts an der Verkehrssituation

    • @Jürgen23:

      Doch: Dann sinkt die Durchschnittsgeschwindigkeit weiter auf 85-86km/h oder weil der Verkehr weitaus flüssiger läuft durch weniger plötzlichen Bremsungen nach blitzschnell Fahrt erhöht sich gar.

      Und auch gilt: Je weniger Beschleunigungsvorgänge, desto gleichmäßiger die Fahrt, desto geringer der Sprittverbrauch. Das ist simpelste Verkehrsphysik, nur Verschwörungstheoretiker widersprechen der Physik.

      Ausgerechnet jemand, der sogar von der Letzten Generation und Tadzio Müller gecancelt wird (weil ich zu ökoradikal bin), muss dir das jetzt erklären.

  • Ein Tempolimit ist natürlich generell sinnvoll, das war es schon lange vor dem völkerrechtswidrigem Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Aus den bekannten Gründen.

    Aber zur Abmilderung der Spritpreise für die Verbraucher ist es absoluter Schwachsinn. Denn wem der Sprit zu teuer ist, der kann ja sowieso langsamer und weniger fahren. Dazu muss man ihn nicht zwingen.

    • @Jalella:

      Das sagt man immer, aber wer es sich leisten kann, brettert trotzdem mit 180 weiter.



      Das Ziel eines Tempolimits ist, dass alle zum Sparen gezwungen werden, damit die Nachfrage insgesamt geringer und der Sprit für alle billiger wird (und die Abgase für alle weniger).

      • @Hektor Rottweiler:

        Glauben Sie ernsthaft, dass - wenn in D ein Tempolimit durchgesetzt wird - die weniger verbrauchten Treibstoffe zu eine globalen Senkung der Mineralölpreise führen wird??? :D :D :D

      • @Hektor Rottweiler:

        @ Hektor Rottweiler



        Wer über seine Zeit selbsbestimmt, hat es nicht nötig zu rasen.



        Also kann er es sich leisten vernünftig zu fahren ❗️

  • kommen gerade von einer Frankreichreise. Das Fahren in den Ländern außerhalb des Autolandes Deutschland ist so viel entspannter! zB dadurch, daß Du nicht ständig damit rechnen mußt, daß irgendwer mit über 200 km/h an Dir vorbeirast, daß ebendiese Fahrer nicht mit hoher Geschwindigkeit wild blinkend knapp vor der Stoßstange eines anderen landen oder oder 130 find ich wunderbar! (und wenn die Bahn leer ist, kann ich es ja immer noch mit den Südfranzosen halten und Regeln generell mal als Vorschlag betrachten😉 200 müssen es ja nicht werden...

    • @susonne:

      Die fehlannahme die hier viele machen ist, dass ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen dazu führen würde, dass man auf einmal wie in Frankreich (oder in vergleichbaren Ländern) fahren würde. Diesen Tausch würde auch ich als Gegner des Tempolimits sofort eingehen, es ist großartig in Frankreich Autobahn zu fahren. Man ist in Frankreich zumindest tagsüber viel schneller unterwegs weil man die besagten 130 überall fahren kann, weil nichts los ist. Dies liegt zum Großteil an dem mautsystem was Langstreckenfahrten für den Verbraucher um die 50% (!, variiert natürlich nach Strecke/auto) teurer macht, im Gegenzug ist weniger los und die Straßen sind in einem enorm guten Zustand. In Deutschland würde die stumpfe Einführung eines Tempolimits dazu fuehren dass man meistens nicht schneller fährt als sonst auch durch Baustellen und Stau. Zusätzlich ist man dann aber auch bei freier Fahrbahn und auch nachts gezwungen zu kriechen. Es würde eine abstrus niedrige faktische Durchschnittsgeschwindigkeit erreicht < 80kmh.



      Wir werden durch ein Tempolimit keinen Zustand von französischen Autobahnen erreichen. Es bliebe alles natürlich dem Grunde nach wie es jetzt schon ist: voll p:)

    • @susonne:

      Das ist mal kein Argument.



      Wer von jemanden mit Tempo 200 von hinten überrascht ist, fährt zu unaufmerksam. Auch bei einem Tempolimit braucht es durchgängig Aufmerksamkeit auf den Verkehr.



      Wer entspannen will, muss Bahn fahren



      Das bringt dann auch mehr Treibstoffersparnis, als ein Tempolimit.

      • @MK:

        Wer bei 200km/h von einem ausscherenden LKW überrascht wird, war wohl auch einfach nicht aufmerksam genug

      • @MK:

        so ein Blödsinn! Natürlich ist es anstrengender als 120 Fahrende auf Raser achtzugeben, als wenn der Verkehr mit Allen bei max 130 fließt... Das hat mit Unaufmerksamkeit nichts zu tun. Außerdem fließt der Verkehr dann, und es gibt viel weniger Staus... Fahr doch mal im Ausland lange Strecken

        • @susonne:

          In der Fahrschule haben wir gelernt, dass man auf der Autobahn alle paar Sekunden in den Rückspiegel blickt - wer sich daran hält hat kein Problem mit Schnellfahrern.



          Lange Strecken fahre ich bevorzugt gar nicht und wenn mit der Bahn. Autofahren ist mir auf der Langstrecke zu anstrengend.

          • @MK:

            Schön wär's. Ich beobachte tagtäglich, wie noch weit entfernte (!) Raser ohne jede Verzögerung angerauscht ankommen und erst im allerletzten Moment hinter dem Überholenden abbremsen. Man kennt das, die wollen aggressiv schocken. Ganz normaler Alltag auf deutschen Autobahnen.

            Dass auch ein moderat fahrender Autofahrer ein Recht auf Überholen hat und nicht hinter einem LKW in die Eisen gehen muss, nur weil 600m hinter einem einer angerast kommt,...

            dass man als Raser ja auch einfach mal leicht verzögern kann, damit auch andere überholen können,...

            dass man moderat fahrenden Autofahrern nicht jede Lücke zumachen muss, die diese anderen überholenden Rasern freimachen,...

            dass jemand, der 180+ fährt, kein Vorrecht gegenüber dem 120 Fahrenden hat,

            ...all das sehen diese asozialen Fahrer nicht. Stattdessen wird Kampflinie gefahren und gedrängelt, gemeckert und beleidigt, was das Zeug hält.

            Keine Diskussion, die Sache ist klar. Das Problem sind nicht die, die 120 fahren. Das Problem sind die, die 180+ fahren wollen und das gegen jede Vernunft und mit absoluter Rücksichtslosigkeit gegen die anderen Verkehrsteilnehmer durchsetzen wollen.

            Es braucht ein forciertes Tempolimit.

  • Ist diese Studie, genau so wie die alte aus der Ampel-Zeit vom Umweltministerium ?



    Dort wurde für die Ersparnis auch damit gerechnet, dass das Tempolimit zu einer starken Umsteigewirkung auf die marode Bahn führen würde. Sehr realistisch.

    • @rosef:

      Sie meinen vermutlich die 2024 im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellte Darstellung. Genau auf der beruhen die Berechnungen von Greenpeace.



      Die Unklarheit, mit der die Autoren bei Greenpeace die physikalischen Formeln zum Energieverbrauch in Alltagssprache darzustellen versuchen, erwecken Zweifel daran, dass sie die Formeln verstanden und richtig angewandt haben.



      Die Erläuterungen deuten auch darauf hin, dass bei der Ermittlung des Verbrauchs durch ein (unterstelltes) Ausweichen auf kürzere Alternativrouten lediglich die Einsparungen durch die verkürzte Fahrstrecke zugrunde gelegt worden seien, aber nicht der Mehrverbrauch, der entsteht, wenn der Verkehr sich innerorts bewegt.



      Aus viel mehr als diesen beiden Aspekten sollen die Berechnungen allerdings nicht bestehen. Da die Erläuterungen nicht offenlegen, wie sie sonst zu den Ergebnissen gekommen sind, bleibt fraglich, ob sie überhaupt zutreffen.

  • "Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima – es käme auch den Portemonnaies der Au­to­fah­re­r:in­nen zugute. Zu diesem Ergebnis kommt der Umweltverband Greenpeace in Berechnungen, die am Sonntag veröffentlicht wurden."

    Diese Erkenntnis ist weder neu noch überraschend, das sind Grundlagen die in jeder Fahrschule vermittelt werden. Und eben weil dies Allgemeinwissen ist braucht es zur gerade kein Tempolimit - lass die Fahrer doch selbst entscheiden ob die sparsam fahren wollen oder ihr Geld lieber zum Fenster raus werfen. Soviel ich weiß gibt es auch kein "Wasserverbrauchs-Limit" oder Vorschriften wie warm man es gerne in seinen eigenen vier Wänden haben darf. Mit ist schleierhaft warum es ein Anliegen mancher Menschen ist alles und jedes regulieren und daraus verbindliche Verhaltensweisen für Dritte generieren zu wollen. Lasst die Leute doch einfach in Ruhe. Muss doch jeder für sich selbst entscheiden dürfen ob es sinnvoll ist sparsam zu agieren oder eben nicht.

    • @Tom Tailor:

      @Tom Tailor



      Völlig sinnbefreite Diskussion, warum zum Teufel sollte die Automobilindustrie ein Tempolimit befürworten, selbst wenn sich die Regierung auf den Kopf stellt, wird datt nix 😁

    • @Tom Tailor:

      "Mit ist schleierhaft warum es ein Anliegen mancher Menschen ist alles und jedes regulieren und daraus verbindliche Verhaltensweisen für Dritte generieren zu wollen."

      Ist eigentlich ziemlich logisch: wenn dein Verhalten nur dich Betrifft, dann mach doch was du willst.



      Wenn dein Verhalten aber Auswirkungen auf andere Menschen und die Umwelt hat , einen Großteil der Menschen das aber völlig egal ist, weil sie nur ihren eignen kleinen Kosmos sehen, dann soll der Staat bitte so viel regulieren wie möglich. Mit zu schnellem Fahren gefährdest du Andere und verpestest die Umwelt. Wasserverbrauch wird in (hoffentlich ferner) Zukunft auch reguliert werden müssen, du hast nicht das Recht 5x am Tag zu baden, während andere nicht einmal mehr ihre Felder bewässern können oder Wasser zum Trinken haben.



      Nein der Staat muss hier regulieren, denn sonst wird die Ungleichheit in der Bevölkerung noch größer, als sie sowieso schon ist. Die Leute einfach in ruhe zu lassen funktioniert nicht und hat noch nie funtkioniert! Wenn man sie einfach machen lässt dann kippen sie ihren Müll in den Wald, leiten giftige Abwässer in Flüsse, bringen sich gegenseitig um etcetc........(Liste beliebig erweitern)

    • @Tom Tailor:

      Der Wasserverbrauch oder die Raumtemperatur anderer Leute beeinträchtigt die Mitmenschen aber auch nicht unmittelbar wie die Fahrweise anderer. Wer mit moderatem Tempo unterwegs ist, wird sofort von Schnellfahrern bedrängt. Ich könnte da hundert Beispiele aus dem Alltag beschreiben. Daher passt Ihr Vergleich nicht.

      Tempolimits wären in jeder Hinsicht vernünftig. Man kann in Deutschland auch ganz unbehelligt unvernünftig sein, aber der Straßenverkehr ist dafür denkbar ungeeignet.

    • @Tom Tailor:

      Der Finanzminister behauptet, dass er keine höheren Einnahmen aus der Mehwertsteuer hat, da bereits weniger Treibstoff gekauft wird. Also reagieren die Autofahrer bereits - ohne Zwang.



      Gefühlt fahren auf der Autobahn aktuell auch nur sehr wenige schneller als Richtgeschwindigkeit.



      Also besteht kein Bedarf, dass die Regierung hier eigene Arbeitszeit investiert. Man sollte Dinge umsetzen, die in der aktuellen Krise für die aktuellen Herausforderungen wirklich etwas bringen.

      Ich verstehe auch Greenpeace: die brauchen Aufmerksamkeit.



      Die gibt es nicht für die Erkenntniss dass die Bevölkerung in dieser Krise selbst agiert und der Nannystaat nicht gebraucht wird.

      • @MK:

        Tempolimits senken den Verbrauch.Damit auch die Emissionen und die Kosten.



        Es gibt mit Tempolimit auch deutlich weniger schwere Unfälle.

        • @Kahlschlagbauer:

          Das Tempolimits den Verbrauch und die Kosten senken ist zweifelsohne richtig, nur wie ich schrieb ist dies weder eine neue Erkenntnis noch Aufgabe des Staates, Menschen in dieser Richtung zu "erziehen".

          • @Tom Tailor:

            @ Tom Tailer



            Doch, der Staat hat diese Aufgabe [ Der Staat sind wir alle Bürger ] Die Regierung setzt nur um !



            Jede Verkehrsampel dient der Verkehrserziehung....

            • @Alex_der_Wunderer:

              Ampeln dienen der Verkehrsregelung, nicht der Erziehung. Und auch wenn wir alle den Staat repräsentieren: es gibt Rahmenbedingungen des Miteinanders und Grenzen der staatlichen Kontroile. Wenn es nach Ihrer Argumentation geht, kann der Staat mit einer entsprechenden Mehrheit alles und jedes beschließen, was zur Gängelung und Bevormundung von bestimmten Gruppen führt. Ich meine sogar, dass es in Deutschland in der Vergangenheit die eine oder andere übergriffige Staatsform dieser Art gab ;-)

              • @Tom Tailor:

                @Tom Tailer



                Nun ja, die Mauer is ja nun schon eine Weile wech.

  • Die TAZ spricht immer über die Vorteile eines Tempolimit´s. Dabei wird z.B. in dem Titelbild hier ein 130 KM/h gezeigt, im Artikel dann aber über 100 KM/h Autobahn und 80 KM/h Bundesstraßen genannt.

    Gleichzeitig wird immer betont, dass die Mehrheit der Bundesbürger für ein Tempolimit sei.

    Nun stellt sich mir die Frage, welches Tempolimit nun seitens der TAZ gemeint ist?

    Der ADAC, die Bild und RTL hatten vor zwei Jahren eine Umfrage zu Tempo 130 KM/h gemacht und hierfür eine Mehrheit der Befragten für diese Maßnahme erhalten.



    Eine Umfrage für 120 KM/h der SZ wurde knapp unter 50% beantwortet.

    Eine Befragung bzgl. 100 KM/h / 80 KM/h /30 KM/h bekam nicht einmal 21% Zustimmung.

    Somit wäre eine Begrenzung von 130 auf der Autobahn und die Beibehaltung der 100 auf Landstraßen und 50 als generelle Geschwindigkeit mehrheitsfähig, auch für mich.

    Eine DDR2.0 Begrenzung auf 100 KM/h lehne ich grundlegend ab!

  • "Ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen und Landstraßen wäre nicht nur gut fürs Klima..."

    Das Geschwurbel um gespaarte Milliarden durch Tempolimit ist für mich schwer nachvollziehbar. Die Studie beruht auf den exorbitant hohen aktuellen Spritkosten und damit ist das Potential maximal schöngerechnet worden.

    Während in anderen EU Ländern die Konzerngewinne gedeckelt werden um dem Wucher entgegenzuwirken wird hier ausgerechnet die CO2 Steuer temporär reduziert. Damit trägt die Allgemeinheit die Kosten für den Steuerausfall ohne einen wirklich nennenswerten Effekt. Weiter ist fraglich ob die Konzerne das tatsächlich weitergeben oder ob es sofort eingepreist wird als zusätzliches Gewinnpotential.

    Das wäre wirklich eine Diskussion Wert.

  • Eins vorweg: Ich sehe kein sachliches Argument gegen ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen von 130 km/h.

    Ich finde allerdings die These dieser Studie bizarr. Ich würde sogar so weit gehen, dass Studien wie diese jenen wahrlich einen Bärendienst erweisen, die spätestens seit Corona versuchen, "die Wissenschaft" gegen polemische Wissenschaftsskeptiker verteidigen. Da niemand gezwungen ist, mit 150 oder 200 über die Autobahn zu brettern, ist das Ergebnis dieser Studie, ein Tempolimit würde den Geldbeutel der Autofahrer entlasten, wenig plausibel und Wasser auf den Mühlen jener, die scheinbar wissend grinsend abwinken, wenn man versucht, sie mit Studienergebnissen zu überzeugen.

    • @Katharina Reichenhall:

      Natürlich würde eine Vorschrift den Gesamtverbrauch und damit die Emissionen senken. Aber auch die Zahl der schweren Unfälle geht eindeutig zurück, wo es Tempolimits gibt.

  • Wenn die Grünen oder die SPD nochmal 5-10 Prozent verlieren wollen, sollten sie unbedingt die Forderung von Greenpeace übernehmen. ODER: Man versucht ernsthaft eine bessere Politik zu machen, anstatt sich neue Verbote auszudenken, die in ein paar Jahren ohnehin obsolet sind. Wer fährt denn mit einem E-Auto schneller als 150? Volvo z.B. riegelt alle Autos schon von ganz alleine auf 180 km/h ab. Und wer mit seinem Porsche gerne schneller fahren will, oder meinetwegen auch mit der G-Klasse 25 Liter auf 100 Kilometer verjuckst: Meinetwegen, ICH muss den Sprit nicht bezahlen...

  • Die Argumentation ist falsch, den es geht nicht um den Preis für den Einzelnen, sondern um die Folgen für Inflation und Wirtschaft. Hierauf wirkt sich ein langsameres Fahren der Verkehrsteilnehmer überhaupt nicht aus.

    Hinsichtlich des privaten Geldbeutels steht es ohne gesetzliche Tempolimits jedem frei, insoweit Anpassungen vorzunehmen.

  • ...„Wir müssen weg vom Öl“, fordert Greenpeace-Sprecher Matthias Lambrecht. Die Bundesregierung müsse den Verbrauch fossiler Energieträger schnell senken – und unabhängiger von Ölstaaten werden."



    Dringend muss auch der Schienen-Nahverkehr zur praktischen Alternative werden.



    Auch das "nur zum Spaß" in der Gegend rumfahren ist selbst am Wochenende mit dem ÖPNV von früh bis spät eine echte Herausforderung.



    Handlungsbedarf besteht seit Jahrzehnten.



    Mehr Sonderzüge zu Großveranstaltungen sind unabdingbar.



    www.bahn.de/servic...elle-reise/fanecke

    • @Martin Rees:

      Hi, das ist schon ne Gaudi, wenn Sie am Bundesliga-Spieltagen mit der S-Bahn unterwegs sein müssen. Die vielen Menschen, Aufenthalt im Stehen, nach dem Ölsardinen Prinzip und der guten Luft. Herrlich. Mehr Züge ja, da freut sich die Bahn, das sorgt bestimmt für mehr Pünktlichkeit, solange kein Laub die Schienen blockiert. Ha, das kann ich mir gut vorstellen das klappt. Ach und unabhängiger von den Ölstaaten, dafür abhängiger von Seltenen Erden Produzenten und denen die das Batteriezeug abbauen. Ja das ist auch ne gute Idee. Ja ich bin halt ein Nörgler, habe ich den anderen Kommentaren auch gemacht. Eine Alternative habe ich aber auch. Langfristige Planung nach einem sorgsamen Konzept über einen Zeitraum von 30 Jahren erdacht von unseren Verkehrsministern wie dem Scheuer Andi und dem Herrn Wissing und der Flugtaxi Vision haben Ministerin Frau Bär hahahha, ich kann einfach nicht erst sein Sorry. Muss Tränen abwischen.

  • Langsam fahren ist billig



    Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen.



    ----



    Ja aber nur THEORETISCH!



    a - Wir haben doch nicht genug Schilder für so ein Tempolimit!



    b - Wenn wir NEUE machen lassen, wer & wovon sollen wir die "bezahlen"!



    Btw. Ist ein unlösbares Problem, vor allen Dingen, wenn wir bedenken, wie lange die Lieferzeiten für die o.a. sind!



    Und das Geld dafür können wir "Bürgergeldempfängern & anderen Sozialfällen" nicht nochmal wegnehmen! Die "wichtigen & richtigen Einsparungen" ist schon für Subventionen unserer Leistungsträger & anderen Freunde verplant! :-(

    • @Sikasuu:

      Hallo?? Herr Wissing??? Sind sie es??? 😂😂

    • @Sikasuu:

      "Wir haben doch nicht genug Schilder für so ein Tempolimit!"

      Mein Lieblingsargument ;-)



      Wir bräuchten weniger Schilder, einfach weil es die allgemeingültigen Geschwindigkeiten wären. Ich wäre für eine Regelung wie in Frankreich:

      Außerorts 80 km/h



      Schnellstraßen 110 km/h



      Autobahnen130 km/h

      • @Klabauta:

        Mit diesen allgemeingültigen Geschwindigkeiten sollte man sich eigentlich auch Deutschland arrangieren können. Aber ich fürchte, es wird nicht dazu kommen.

      • @Klabauta:

        👍🏼

  • Es gibt in Deutschland keinen Zwang, schneller als 120 km/h zu fahren.



    Was spricht dagegen, auf freier Strecke 160 km/h zu fahren.



    Unnötige Autofahrten sind ebenfalls umweltschädlich, unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit. Verbieten wir sie also auch gleich mit. Hoppla, wer befindet über die Notwendigkeit einer Autofahrt?



    Könnte das nicht irgendeine noch zu gründende Kommission?

    • @Carsten S.:

      Wenn schon unnötig, warum dann nicht etwas weniger gesellschaftsunverträglich?

      Gegen 160 auf freier Strecke sprechen z. B. unter anderem die höheren Emissionen, die ja kein Schnellfahrer alleine weg atmet.

      Ja ja, ich weiß - die persönliche Freiheit.....

      ...endet da, wo andere beeinträchtigt werden.

  • Warum wird ein Verbot mit einem billigeren Leben begründet? Es kann doch bereits jetzt jeder mit maximal 100 bis 130 km/h auf der Autobahn fahren. Es zwingt niemand zu einer höheren Geschwindigkeit.

  • Wie definieren sie "billig"?



    Auch zum "Langsamfahren" benötigen Sie diversen Zubehör, welches in keiner Weise "billig" ist.

  • Wenn jedes Szenario immer zu Verbotsaufrufen animiert wird es langsam langweilig.



    Habe gerade so 700km deutsche Autobahn hinter mir. Fast alle fahren so um Tempo 120-130 . Es war sehr entspannt. Ab und zu hat es eine mal eiliger, na und?

  • Das wäre ein guter Teil der Lösung!



    Neben weniger Spritverbrauch sinkt auch die Zahl der Unfälle,



    wie Statistiken anderer Länder belegen.



    Es wäre eine Chance diesen Schritt zu machen und Lobbyinteressen zu vernachlässigen.



    Ein weiterer Teil der Lösung wäre die von Klingbeil vorgeschlagene Übergewinnsteuer. Damit würde der Staat an anderer Stelle mehr einnehmen - Geld, das er schon jetzt wegen weniger Fahrens der Bürger*Innen nicht einnimmt.



    Es gibt viele Gründe für ein Tempolimit und daher halte ich mich freiwillig bereits seit Jahren daran.



    Doch leider folgen zu Wenige der Vernunft , daher muss der Staat lenkend eingreifen.



    Wie Statistiken über schwere Unfälle, oft durch überhöhte Geschwindigkeit, belegen, sind Jüngere hier überproportional beteiligt, da scheint noch Erziehungsbedarf zu bestehen.

    • @Philippo1000:

      Statistiken anderer Länder belegen genau das nicht. Mir ist kein Land bekannt, in dem die Zahl der Unfälle bzw. der Verkehrstoten auf der Autobahn, bezogen auf den Kilometer, geringer ist als bei uns. Dazu kommt, daß bei fast jeden schweren Unfall ein LKW involviert oder sogar ursächlich war.

      Das Problem sind die ca. 3% Rowdies, denen Verkehrsregeln und andere Verkehrsteilnehmer egal sind, die keine Rücksicht kennen und andere massiv gefährden. Aber genau die bekommt man mit einem Tempolimit auch nicht eingehegt - weil es ihnen egal ist und sie sich generell nicht dran halten.

      • @Debaser:

        Beispiel,



        nachzulesen bei Statista,



        In Autobahnabschnitten in Deutschland mit Geschwinfigkeitsbegrenzung sind tötliche Unfälle um 75% niedriger im Gegensatz zu Strecken denen keine Gescheindigkritsbegrenzzng gilt.

    • @Philippo1000:

      Welche Statistiken genau belegen das? Wer dazu Fakten haben will hier sind ein paar: www.adac.de/verkeh...e-durch-tempolimit Da geht ziemlich klar daraus hervor das die Autobahnen nicht gerade die Unfallschwerpunkte sind.

      Persönlich bin ich ein Fan von Temporegelung nach Verkehrsdichte, wie es z.B. bei München und Frankfurt schon weitestgehend realisiert wurde

      • @Moonlight:

        Ich empfehle mal so etwas zu lesen. Tempolimits sind vor allem eine Methode der Verminderung von Todesfällen und schweren Verletzungen.



        pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32036789/

        • @Kahlschlagbauer:

          Wir haben eh schon fast flächendeckend 30 in Wohngebieten und Seitenstrassen und an Gefahrenpunkten. Das ist auch alles okay so... aber hat mit Spritsparen nix zu tun.

      • @Moonlight:

        Na da hamse ja was verlinkt: lt. Ihrer Statistik sind bis auf zwei Ausnahmen in Europa die Totenzahlen in DE signifikant höher als in Ländern mit Geschwindigkeitsbegrenzung, und das wollen Sie uns als Beleg dafür verkaufen, dass Rasen völlig ok ist? Und dass es auf Autobahnen sehr viel weniger Todesopfer als innerorts und auf Landstraßen gibt ist wohl logisch – auf letzteren beiden werden vorwiegend Fußgänger und Radfahrer umgenietet und davon treffen Sie auf der Autobahn wieviele? Eben.

        • @Schusterjunge:

          Na ja es sind ja auch nur 6 europäische Länder gelistet... Wo bitte habe ich geschrieben das Rasen völlig okay ist?



          In erster Linie habe ich Phillipo gefragt wo er das genau herhat weil es mich interessiert hat... Inzwischen hab ich es auch gefunden... : de.statista.com/in...d-ohne-tempolimit/

        • @Schusterjunge:

          Ich muß noch etwas hinzufügen: In der verlinkten Studie ist außerdem folgendes zu lesen:

          "Auf Abschnitten ohne Geschwindigkeitsbeschränkung gab es 2023 nicht mehr Unfälle pro Kilometer als auf Strecken mit Tempolimits von 120 oder 130 km/h."

          Alles untermauert mit genauen Zahlen. Womit das Argument, es gäbe bei einem generellen Tempolimit weniger Unfälle, auch nicht mehr haltbar ist...

        • @Schusterjunge:

          Umgekehrt wird ein Schuh draus: Außer in Österreich, der Schweiz und den Niederlanden haben alle anderen Länder eine höhere Anzahl an Verkehrstoten pro Milliarde Fahrzeugkilometer.

          Und dabei ist noch nicht berücksichtigt, daß wir in Deutschland sehr viel mehr LKW-Transitverkehr haben als A, CH oder NL. Alle von und nach Osteuropa fahren durch Deutschland.

          Zählt man nur die Verkehrstoten von Unfällen, die nicht von LKWs verursacht werden, sind wir wirklich ganz oben. Trotz fehlendem Tempolimit...

  • Ich fahre eigentlich nur noch zwischen 80 und 100, verbrauche nur 4 Liter. Selbst drei Euro der Liter wäre mir egal. Kein Tempolimit ist Realitätsverweigerung

    • @Nickalsname:

      Toll, dann haben Sie ja ein paar Euro gespart, aber wegen der längeren Fahrtdauer Lebenszeit verplempert. Und Spaß macht das kriechen ja wohl auch nicht.

    • @Nickalsname:

      Mit Richtgeschwindigkeit auf der Autobahn würden Sie vermutlich ca 5 l/100 km brauchen, d.h. 80 % der Spritkosten sind auch bei Ihrer Fahrweise noch da.

      • @MK:

        Im Netz findet man für einen Golf 1,6 TDI:



        130km/h => 7,2l



        90km/h => 4,6l

        Das ist bei Richtgeschwindigkeit ein Mehrverbrauch von 56%. Da kann man schon mal drüber nachdenken.

    • @Nickalsname:

      Wozu brauchen Sie ein ausdrückliches Tempolimit, wenn Sie eh nicht schneller fahren als 100?

      Der Diskussionspunkt ist ja nicht so sehr, ob Langsamfahren grundsätzlich vernünftig ist, sondern ob es dem Staat zusteht, dem Individuum diese Abwägung abzunehmen und das, was ER für vernünftig befunden hat, verbindlich Allen vorzuschreiben.

      • @Normalo:

        solange andere mit 180 angebraust kommen können ist das langsamere 100 fahren gefährlich und mit Angst verbunden. Ein gleichmässigeres Tempo macht friedlich.

        • @fotopitter:

          Debaser hat völlig recht, Angst muss man keine haben. Ich nehme mir schon seit Jahren die Freiheit, auf der linken Spur 100 zu fahren, und ich muss sagen, ich finde das mittlerweile echt entspannend. Klar, ab und zu kommt mal einer von hinten angerauscht und gibt Lichthupe, aber wenn man dann auf die Warnsignale reagiert und die Geschwindigkeit reduziert, hören die meisten auch nach 20km oder so auf.

          • @Schmetterling:

            Das ist Nötigung, und Ausbremsen wird mittlerweile zu Recht schwer bestraft.



            Sie sollten aufpassen. Immer mehr Leute betreiben eine Dashcam, es wird Ihnen also über kurz oder lang passieren, daß Ihnen unerwartet eine Anzeige ins Haus flattert, wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Erstattet von einem, den Sie genötigt, behindert und ggf. gefährdet haben.

        • @fotopitter:

          Daß langsam fahren durchaus ein wenig mehr Streß verursacht und anstrengender ist, sehe ich sogar genauso. Wenn ich mal, z.B. aus technischen Gründen, mit 100 schleichen muß, sind das die anstrengendsten Autobahnfahrten. Will man wirklich mal überholen, muß man bisweilen eine Weile warten, bis man auf die Überholspur kann. Das Problem hat man natürlich als Schnellfahrer nicht, dafür muß man öfter in den Rückspiegel blicken, um zu sehen, ob jemand noch schnelleres ankommt - den will man natürlich nicht behindern und macht aus Rücksicht schnell die Spur frei.

          Aber Angst? Da sollte man doch vll nicht Auto fahren, bzw. eine Behandlung erwägen. Wovor haben Sie denn solche Angst? Wenn man vorm Überholen zweimal in den Rückspiegel blickt, erkennt man doch die Geschwindigkeit des Herannahenden und kann einschätzen, ob man es ohne Behinderung schafft oder nicht.

          Allerdings finde ich es auch lebensgefährlich, mit welcher Geschw.-differenz einige überholen. Wenn ich auf einen Pulk oder zwei hintereinanderfahrende LKW treffe, nehme ich Gas weg. Bei 160 kann ich noch bremsen, wenn einer rauszieht, bei 230 nicht. Aber bei freier gerader Strecke gibt es keinen Grund, nicht mit Vmax zu reisen.

        • @fotopitter:

          Wollen Sie damit sagen, Sie MÜSSTEN stand heute schon deutlich schneller als 100 fahren, um ungefährlich und angstfrei mit den Rasern auf einer Straße koexistieren zu können? Das halte ich für eine Milchmädchenrechnung.

        • @fotopitter:

          👍🏼

      • @Normalo:

        Bei begrenzten Ressourcen steht dem Staat selbstverständlich das Recht zu, Maßnahmen zu ergreifen, um den Ressourcenverbrauch zu verringern.

        • @test_name:

          Nur im Notfall. Ansonsten hat der Staat die Finger davon zu und den Markt das über die Preise regeln zu lassen. Es gibt - wie an anderer Stelle von der taz richtig bemerkt - kein Recht auf billigen Sprit und damit auch keine Pflicht des Staates, den Sprit durch Zwangsmaßnahmen billig zu halten. Mal davon abgesehen wäre der Effekt minimal und die Ressourcen hielten durch iin Limit kaum länger.

          • @Normalo:

            Ich empfehle mal so etwas zu lesen.



            Tempolimits reduzieren Todesfälle und schwere Unfälle. Sie erhöhen die allgemeine Sicherheit. Natürlich ist da der Staat gefordert.



            pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32036789/

            • @Kahlschlagbauer:

              Diese Betrchtungen unterstellen im eine unifaktorielle, lineare Wirkung von Temnpolimits. Das wahre Ergebnis geben sie nicht wieder. Ergo mal vom Ergebnís her betrachtet: Ich kenne kein Land mit Tempolimit, das bei insgesamt vergleichbarer Verkehrsdichte (=Fahrleistung je Straßenkilomenter) bessere Unfallzahlen pro Einwohner hat als Deutschland - zumal auf Autobahnen. Selbst ohne Betrachtung der Verkehrsdichte stehen die meisten Länder schlechter da als wir. Fahren die alle schlechter Auto?



              Davon abgesehen ist der Verweis auf die Unfallzahlen, in einer Diskussion um Maßnahmen gegen Spritkosten eher ein "ceterum censeo" als ein Sachargument.

          • @Normalo:

            >Nur im Notfall.<

            Wenn das jetzt kein Notfall ist, dann weiß ich es auch nicht.

  • Tempolimit wäre natürlich sinnvoll. Das ist vielfach belegt. Ich selber wäre nicht begeistert davon. Die hier angeführte Argumentation ist aber doof. Jeder, darf sich auch jetzt schon an die Richtgeschwindigkeit halten und entsprechend Geld und Sprit sparen. Am hohen Spritpreis und den damit für uns alle verbundenen Konsequenzen ändert das aber leider nix.

    • @Powow:

      Die angeführte Argumentation ist nicht doof - das sind nur die, die einfach rücksichts- und verantwortunglos weiter rasen. Und noch doofer sind die, die eine Einschränkung zum Verlust von Freiheit erklären.

      • @Perkele:

        Üblicherweise gehen Einschränkungen immer mit Freiheitsverlusten einher ;-)

        • @Tom Tailor:

          Ohhh, das ist relativ! Nach grüner Denke ist es erst ein Freiheitsverlust, wenn der Saldo "rechtliche Einschränkung heute" v. "durch Erfolg der politischen Maßnahme erwartet gerettete (reale) Freiheit morgen " negativ ausfällt. Nach wirklich STRAMM-grüner Denke (so ab etwa 8,5/10 Punkten auf der ehernen Claudia-Roth-Skala) ist ökosozialpolitisch unerwünschtes Verhalten gar nicht erst vom Freiheitsbegriff gedeckt.

        • @Tom Tailor:

          Das ist zu kurz gegriffen. Bekanntlich hört die Freiheit des Einen da auf, wo die des Anderen beginnt. Erst das Gesamtbild ergibt einen Sinn. Savvy?

          • @Perkele:

            @Perkele



            Guter Ansatz 👍



            Auch wenn man Menschen von ihren Einschränkungen durch die weit verbreitete Idologie :



            " Immer Höher - Weiter - Schneller - Mehr haben wollen - = Besser " befreit, gewinnen diese Leutz viel Freiheit für sich selbst zurück.

      • @Perkele:

        Die Argumentation ist, dass man Geld sparen kann wenn man langsam fährt und die ist sehr wohl doof, denn das kann jeder jetzt auch schon. Dafür braucht es kein Verbot. Es ist ja nicht verboten langsam zu fahren oder? Wenn jemand kein Geld sparen möchte, aus welchem Grund auch immer, ist das nicht per se rücksichtslos, sondern vor allem eine persönliche Entscheidung.

        Je teurer es ist, desto mehr Leute werden entsprechend abwägen. Wer jetzt schon Geld spart weil langsam fahrend, spart gar nix zusätzlich durch ein Tempolimit.

      • @Perkele:

        Und wie häufig im Leben gilt: Wenn der Verstand nicht ausreicht, muss leider ein Verbot her.

        • @Flix:

          Auf Deutsch: Wer nicht hören will, muss fühlen. Ich bin mir nicht sicher, ob schwarze Pädagogik als Vorbild für politische Konzepte geeignet ist.

        • @Flix:

          ..und genau das so apodiktisch zu behaupten, stößt mir auf. WARUM muss ein Verbot her? Die Welt ist voller Lebensbereiche mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, in denen sich unterschiedliche Leute mit mehr oder weniger Nebenwirkungen bei ihren Mitmenschen unterschiedlich "vernünftig" verhalten (wer auch immer die Definitionshoheit für dieses Prädikat hat...), man sie da aber lässt und teilweise noch die Folgenbeseitigung selbstverständlich übernimmt. Da bedarf es schon eines speziellen Grundes.



          Gleichmal vorab: Die Greenpeace-Studie fußt auf einer des Umwelt-Bundesamtes und diese verwendet wieder das HBEFA als Datengrundlage. Das ist zwar wohl die allgemein akzeptierte Referenz für Behörden, hat aber in seinen Berechnungsmethoden gerade für Fahrbahnabschnitte ohne Tempolimit immer noch große Ungenauigkeiten, weil es pauschale Reduktionen der Durchschnittsgeschindigkeit im Bereich von Tempolimits unterstellt, die die Vielfalt des Verkehrsgeschehens nicht wiedergeben können. Die Emissionseinsparungen sind also nur unterstellt. Das einzige was man wohl sicher sagen kann, ist dass es sie gäbe, aber ihre Höhe kann mit diesen Modell nur grob geschätzt werden. Traue keiner Statistik...

      • @Perkele:

        Die meisten, vielleicht auch alle Argumente gegen umwelt- und ressourcenschonendes Fahren fallen unter die Überschrift "Wohlstandsverwahrlosung".

  • Nun ja, nach meiner aktuellen Erfahrung im Osterreiseverkehr sind schon sehr viele Menschen so wie ich auch mittlerweile „sparsamfahrend“ unterwegs. Von daher würde ich die Rechnung der Greenpeacer für nicht mehr aktuell halten.



    Aber man sollte jedem Unternehmen raten, die Höchstgeschwindigkeit für Dienstwagen drastisch zu drosseln. Denn wer auch für private Fahrten die vollen Kosten einfach weiterreichen kann, kommt vielleicht gar nicht auf die Idee das Gaspedal weniger stark zu drücken. Bei de hohen Quote privat genutzter Dienstwagen in diesem Land, wäre das ein schneller Zusatzgewinn für klagende Unternehmer.

    • @vieldenker:

      Ein privat nutzbarer (und als geldwerter Vorteil versteuerter) Dienstwagen ist in den meisten Fällen ein Gehaltsbestandteil. Fiele er weg, müßte der Arbeitgeber das Gehalt erhöhen, um den Mitarbeiter zu halten - also kein schneller Zusatzgewinn.

      So ein Dienstwagenkauf ist ja für den Arbeitgeber kein Verlust, sondern lediglich ein Aktivtausch. Den Gewinn und damit die Steuerlast senken dann die laufenden Abschreibungen. Die Umsatzsteuer wird auch durch die Vorsteuer wieder hereingeholt. In vielen Fällen ist es unter dem Strich günstiger, einen Dienstwagen zu stellen, als 10.000-20.000 Euro mehr Jahresgehalt zu zahlen.

      • @Debaser:

        Das System ist mir aus der Praxis durchaus gut bekannt - daher habe ich ja auch nicht zur Wegnahme der häufig überwiegend privat genutzten Fahrzeuge geraten. Aber die beliebte Praxis, dass man prinzipiell im privaten Bereich möglichst den „Dienstwagen“ nimmt, da dort auch alle Betriebskosten vom Arbeitgeber übernommen werden und es daher egal ist, was der Kilometer real kostet und wie sich das im Monat summiert., sollte überprüft werden. Da liesse sich euch eine entsprechende Deckelung Algen formale Gehaltskürzung eine Menge für Unternehmen sparen. Und so mancher Nutzer würde sich wahrscheinlich wundern, wie sparsam sich seine Karosse ohne Komfortverzicht einsetzen läßt.

  • Was waeren wir ohne Greenpeace? Natuerlich brauchen wir dringend ein Tempolimit, denn ohne brettern alle Autofahrer zwanghaft, praktisch von den Oelkonzernen ferngesteuert, durch die Landschaft, des eigenen Denkens unfaehig und abhaengig von Politikern und Verboten, damit der Tag Struktur hat.

    Mal schaun wann Greenpeace es den Gruenen nachmacht und dieses Menschenbild als liberal verkauft.

    • @elektrozwerg:

      Na ja, wenn man sich Meinungen über Elektroautos anhört, klingt das schon etwas zwanghaft.



      Unsinnige oder längst überholte Behauptungen kommen vor allem von denen, die so gar keine Erfahrungen haben. Das sieht durchaus nach "von Ölkonzernen ferngesteuert" aus.

    • @elektrozwerg:

      "Natuerlich brauchen wir dringend ein Tempolimit, denn ohne brettern alle Autofahrer zwanghaft, praktisch von den Oelkonzernen ferngesteuert, durch die Landschaft, des eigenen Denkens unfaehig"

      Großartig. Einer der arrogantesten und herabwürdigendsten Kommentare hier. Noch dazu ohne jeden Bezug zur Realität.

      Nahezu alles in diesem Satz ist falsch. Weder brettern alle (Sie auch?), noch tun sie es zwanghaft oder von den Ölkonzernen ferngesteuert - und den Leuten, die eine andere Meinung haben, die Fähigkeit zum eigenen Denken abzusprechen (Sie selbst besitzen die natürlich, oder?), ist einfach unsäglich.

      • @Debaser:

        Ironie ist tendenziell in Internet-Diskussionen leicht zu übersehen...

        • @Normalo:

          Ui, ich bitte um Entschuldigung, besonders bei Ihnen, elektrozwerg! Bei nochmaligem, diesmal genauerem Lesen habe ich die Ironie erkannt. Ich kann meinen Kommentar leider nicht mehr löschen.

          • @Debaser:

            Ach iwo, sowas kann doch jedem mal passieren.

  • "Während die Koalition über hohe Spritpreise berät, fordert Greenpeace ein Tempolimit. Das könnte nicht nur den Geldbeutel der Fah­re­r:in­nen schonen."



    Jedem Fahrer, der seinen Geldbeutel schonen will, steht es bereits jetzt frei, langsam und spritschonend zu fahren. Wie dämlich muss man eigentlich sein, dafür auf ein offizielles Tempolimit zu warten?

    • @Encantado:

      Es geht nicht ausschließlich um Spritpreise und jeden einzelnen Geldbeutel, sondern auch darum den gesamten Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren aufgrund der relativen Knappheit. Aus den bekannten anderen Gründen (CO2, Unfallrisiko usw.) sowieso.







      Jedem steht es frei, sich anzuschnallen oder nicht, aber ohne Gurtpflicht würden es sehr viele nicht tun.

      • @Sisone:

        "Es geht nicht ausschließlich um Spritpreise und jeden einzelnen Geldbeutel, sondern auch darum den gesamten Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren..."



        Aufhänger ist der Geldbeutel. Wenn das eigentlich das Argument ist, ist es unredlich, es als Hauptargument zu nutzen.



        "Ölverbrauch Deutschlands zu minimieren aufgrund der relativen Knappheit."



        Das wiederum ließe sich viel wirkungsvoller ganz anders erreichen: Kontingentierungen. Jeder kriegt nur soundsoviel Liter die Woche über Bezugsscheine, die an der Tankstelle vorgelegt werden müssen. Rationierung halt. Aber das geht natürlich nicht, das riecht ja nach Bevormundung oder Notlage. Stattdessen benutzt man offenkundig Argumente, die das Problem nicht fassen, und ist damit schlicht unehrlich.

        • @Encantado:

          "Dämlich, unehrlich, unredlich"







          Bleiben Sie mal locker, das ist hier nur ein Meinungsaustausch!

          • @Sisone:

            "Bleiben Sie mal locker, das ist hier nur ein Meinungsaustausch!"



            Falls Sie sich angesprochen fühlten, tut mir leid. Das war nicht die Absicht.

        • @Encantado:

          "Aufhänger ist der Geldbeutel. Wenn das eigentlich (*) das Argument ist, ist es unredlich, es als Hauptargument zu nutzen."



          (*) nicht



          Sorry.

      • @Sisone:

        Gurtpflicht ist nun ein gutes Gegenbeispiel, denn wer ohne Gurt fährt gefährdet wirklich nur sich selbst. Es genügt die Pflicht, Kinder anzuschnallen, aber die Pflicht für Erwachsene als erzieherische Maßnahme kann man durchaus kritisch sehen.

        • @Descartes:

          "Gurtpflicht ist nun ein gutes Gegenbeispiel, denn wer ohne Gurt fährt gefährdet wirklich nur sich selbst."

          Ich finde das der Staat auch die Pflicht hat, Menschen vor sich selbst und vor allem vor der Dummheit anderer zu schützen! Bleiben wir doch bei Ihren Beispiel, Erwachsener nicht angeschnallt es kommt zu einem Unfall, das Kind auf der Rückbank schwer verletzt braucht Hilfe, Papa kann leider nicht helfen, weil Papa durch die Windschutzscheibe flog und jetzt auf der Gegenfahrbahn klebt. Dieses Szenario hätte verhindert werden können wenn Papa angeschnallt gewesen wäre!

          P.S. Die Mutter mit Ihren Kindern auf der Gegenfahrbahn hat einen schweren Unfall gebaut, die Mutter und die Kinder auf der Rücksitzbank, sind schwerverletzt, weil Sie den Mann der auf der Gegenfahrbahn klebt ausweichen musste, weil derjenige nicht angeschnallt war, und deswegen die Frau von der Fahrbahn abkam!

          Schöner Versuch zu glauben, das wie in diesem Beispiel es keinerlei negative Konsequenzen für andere geben und die sich nicht zur einer Katastrophe für unschuldige und unbeteiligte entwickeln kann.

        • @Descartes:

          Wenn Sie denken, dass Menschen, die bei Hochgeschwindigkeitsunfällen mangels Sitzgurt durch die Gegend geschleudert werden, "wirklich nur sich selbst gefährden", dann haben Sie nicht genug über das Thema nachgedacht. Ich hätte wenig Lust, bei einem Unfall einen meiner Mitmenschen ins Gesicht zu bekommen.

        • @Descartes:

          Jaja. Mein Vater verbrachte sein Leben in der festen Überzeugung, dass ihm sein Nicht-Angeschnalltsein in jungen Jahren mal das Leben gerettet habe und gab auf die Gurtpflicht keinen Pfifferling.

          Aber seit jedes Auto einen Airbag hat, liegt die Saceh anders: Das Risiko, unangeschnallt auch bei einem nicht so gefährlichen Unfall von dem Ding regelrecht erschlagen zu werden, ist wirkloch SEHR groß. Und die Erfahrung, aus der man klug werden könnte, kann man naturgemäß dann erst mit dem eigenen Ableben machen. Das hat selbst besagter Vater irgendwann eingesehen...

  • Ein Tempolimit ist aus sehr vielen Gründen vernünftig und das ist auch wissenschaftlich belegt, mir ist kein ernsthafter Grund bekannt, der dagegen spricht. Wenn also Vernunft und Wissenschaft dafür sprechen, wird es, wie so viele andere Dinge für die dasselbe gilt, von einer (maga-) unionsgeführten Regierung mit Sicherheit nicht eingeführt werden.

    • @Flix:

      Wozu braucht es Gründe dagegen? Wer etwas, eine Änderung, fordert, der muß Gründe dafür bringen. Der Wunsch, niemand anders soll schneller fahren dürfen, als ich fahren möchte, ist alt und kommt immer wieder auf. Die dafür vorgebrachten Gründe wechseln und sind zahlreich. Jeder einzelne davon wurde bis jetzt objektiv widerlegt. Daß etwas eigentlich eine erwünschte Wirkung haben sollte und im Modell haben müßte, heißt lange nicht, daß die in der erfahrenen Praxis auch eintritt.

      • @Axel Berger:

        Welcher Grund für ein Tempolimit wurde außerhalb der Blase „NIUS, Springer, Union“ objektiv widerlegt?

        • @Flix:

          Kraftstoffverbrauch im internationalen Vergleich und Unfallzahlen. Deutsche Autobahnen waren lange die sichersten Straßen der Welt. Wir reden hier nicht über innerstädtische Begrenzungen und solchen auf kurvigen, unübersichtlichen, schmalen Landstraßen.

          • @Axel Berger:

            Der Kraftstoffverbrauch im internationalen Vergleich ist irrelevant, da der relative Verbrauch bei einer Reduzierung der Geschwindigkeit sinkt.



            Gleiches gilt für die Anzahl der Unfälle, ob mit oder ohne tödlichen Ausgang.

    • @Flix:

      "...mir ist kein ernsthafter Grund bekannt, der dagegen spricht..."







      Sie werden sich wundern, wie viele "ernsthafte" Gründe von Gegnern des Tempolimits in dieser Kommentarspalte genannt werden werden. Ich nehm´s mal vorweg, damit die anderen nicht so viel zu schreiben brauchen:







      "Immer diese Verbotskultur"



      "Jeder kann doch so langsam fahren, wie er will"



      "Mein Auto braucht nur 9 Liter / 100 KM bei Tempo 200"



      "Tempo 100 ist gefährlich wegen Sekundenschlaf";



      "Dann kann ich ja gleich mit der Bahn fahren"



      "Freie Fahrt für... usw."



      "Spritpreise jucken mich nicht"



      "Undemokratisch; die Mehrheit will kein Tempolimit"



      "Deutsche Autobahnen sind die sichersten der Welt"



      "Die ganze Welt beneidet uns"



      "Tempolimit senkt den zu hohen Benzinpreis nicht"



      "Langsamer fahren ändert eh nichts mehr am Klimawandel"







      Zack, da sind sie, die unwiderlegbaren Beweise, dass ein Tempolimit nichts bringt. Ist zwar alles Unsinn, aber sollte trotzdem dafür ausreichen, das überfällige Tempolimit wieder mal totzudiskutieren.

      • @Sisone:

        Es fehlt mir noch das Argument, kein Tempolimit zu haben, sei eine zivilisatorische Errungenschaft. Ansonsten Hochachtung vor der prophetischen Begabung, die meisten der angeführten Scheinargumente wurden bereits vorgebracht.

      • @Sisone:

        Sie haben die beiden wichtigsten Punkte vergessen. Den Spaß und die Zeitersparnis. Ich fahre jeden Morgen mit weit über 200 auf einer Recht leeren Autobahn und spare viel Zeit, die ich sinnvoller nutzen kann.

        • @AmArschderHeide:

          Spaß? Im (womöglich noch dichten) Straßenverkehr? Welch ein unqualifziertes Argument. Was Dein Spaß ist, ist anderen Verkehrsteilnehmern eine echte Plage und Beeinträchtigung ihrer Rechte.

        • @AmArschderHeide:

          Ich schrieb von ernsthaften Argumenten…

          • @Flix:

            Zeitersparnis ist eines der ernsthaften Argumente. Vor allem in Tagesrandzeiten oder nachts kann man sehr viel Zeit gewinnen, die sich unmittelbar in Lebensqualität umsetzt, wie z.B. vor 23:00h nach Hause kommen, zu Hause und nicht im Hotel schlafen können, nicht in Frankfurt abends am Flughafen stranden, weil die Bahnverbindung weg ist, etc…

            • @Flocke:

              Ich hoffe wir sind hier noch bei den nicht ersnt gemeinten Argumenten, denn Zeitersparnis ist KEIN argument, die ist quasi nicht vorhanden, wurde längst widerlegt ....

              www.20min.ch/story...ich-kaum-103377205

              Gerne auch selber mal Googlen, gibt endlos viele Artiekl zu dem Thema die alle zu dem selben Ergebnis kommen....

              • @PartyChampignons:

                Deckt sich aber nicht mit meinen Erfahrungen auf der Langstrecke. Durchschnitt 100 oder 130 macht bei 600 Kilometer Distanz einiges an Zeitersparnis

                • @Flocke:

                  Die Einsparung gegenüber einem Tempo von 200km/h betägt 1 Stunde und 37 Minuten. Jedoch bezweifle ich ernsthaft, das sie mit 200 diese 600 km durchfahren können (meine Erfahrungen nach 30 Jahren Montage).



                  Am Ende wird es doch bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 140 oder 150 enden.

                  • @Thomas Böttcher:

                    1:40 h früher zu Hause ist es mir wert

                • @Flocke:

                  Und genau dieses "einiges an Zeitersparnis", was sie ja noch nichtmal genau beziffern können, ist einfach nur eine gefühlte Wahrheit und mehr nicht. Wie gesagt googlen sie es wenn ihnen der eine Artikel nicht reicht, ihre Aussage ist klar widerlegt. Abgesehen davon steigt dadurch der Spritverbrauch exponentiell und damit auch die Kosten für die Fahrt und da Zeit ja bekanntlich Geld ist haben sie im Endeffekt nichts gespart.....von höhrem verschleiß an Fahrzeug und Fahrbahn, erhöhter Unfallgefahr und höherem CO2-Ausstoß fange ich garnicht erst an.....

                  • @PartyChampignons:

                    Ist nicht gefühlt, sondern schlichtweg die Differenz der vom Navi kalkulierten Ankunftszeit bei Abfahrt vs. tatsächlicher Ankunft. Da tut sich einiges wenn man freie Bahn hat.Den Vorteil möchte ich nicht missen.

                    • @Flocke:

                      Wie schon geschrieben. Freie Bahn ist in Deutschland, vorallem bei 600 km, ein Wunschtraum.

                      • @Thomas Böttcher:

                        Mal so, mal so. Nach dem Berufsverkehr ab 19:00 h wird es leer und dann ist in der Regel Platz

  • Tempolimit mit "Begründung" es schone den Geldbeutel. Ja, tut es. Aber wem wäre es heute untersagt, langsamer zu fahren?

  • Liebe Frau Boenisch,



    Sie bzw. Greenpeace haben mit Ihrem Artikel den Grund, weshalb ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen nie kommen wird, deutlich herausgestellt.



    „9.5 Milliarden die in den Porfolios der Ölkonzerne fehlen würden“. Das geht einfach nicht.

  • Für die meisten Autofahrer in unserem Land, denen ist Vernunft ein absolutes Fremdwort! Wir standen bereits beim Beginn des Ukraine Krieges vor der selben Frage, Tempolimit einführen, Ja oder Nein. Wenn man allein nur bedenkt das ein Tempolimit keinerlei Einschränkung der eigenen Mobilität bedeutet, und wir bis heute immer noch kein Tempolimit haben, dann kann man nur zu dem Schluss kommen, was den Amerikanern ihre Waffen bedeuten, genau diese kranke Bedeutung und Stellenwert hat für viele hier das Auto! Wie schon geschrieben keiner will Autos abschaffen oder einschränken, es soll nur ein Tempolimit eingeführt werden! Von der Todesrate die sinken würde bei Autounfälle bei der Einführung eines Tempolimit, sprich über den Schutz des Lebens, darüber möchte ich noch nicht mal schreiben, denn so weit können solche Leute nicht denken, die besitzen ähnlich den Amerikanern, diesen Intelligenz Horizont leider nicht! Das ist einfach nur noch krank!

    • @taz.manien:

      Vermutlich ist es weniger fehlende Intelligenz, sondern einfach fehlende Sozialkompetenz und großer Egoismus. Vergleichbar mit Leuten, die in Parks oder an Hauswände pinkeln, Steuern hinterziehen, oder ihren Partner betrügen. Solche Leute haben schon genug Verstand, um zu verstehen, dass ihr Verhalten falsch ist. Es ist ihnen aber halt einfach im Sinne ihres persönlichen Vorteils vollkommen egal, weil sie schlichtweg rücksichtslos sind.

      • @Bussard:

        "Es ist ihnen aber halt einfach im Sinne ihres persönlichen Vorteils vollkommen egal, weil sie schlichtweg rücksichtslos sind."

        Das was Sie beschrieben ist genau der Punkt, wo ich das Gefühl habe, jene haben schon gewonnen. Wie schaffen es manche Gruppen innerhalb unserer Gesellschaft, andere Menschen ihre Mitmenschlichkeit und Empathiefähigkeit so zu nehmen! Wir sind doch alle zuerst Menschen und danach doch alles andere durch unsere Unterschiede, aber als erstes sind wir alle doch nur Menschen!