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Audi-Chef hilft US-Präsident Marionette in Trumps Propaganda-Show

Kai Schöneberg

Kommentar von

Kai Schöneberg

Die Kritik am Auftritt des Audi-Chefs beim US-Präsidenten ist vernichtend. Dass der schwächelnde Konzern ein Werk in den USA bauen will, verständlich.

I n den „düstersten Teilen der deutschen Geschichte“ hätten die Nazis auch schon „rückgratlose Steigbügelhalter“ gebraucht, heißt es bei Bluesky zum Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner bei einer Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. Aber: Vergleiche mit dem Audi-Mutterkonzern VW, der ab 1937 als Nazi-Prestigeprojekt „Volkswagen“ bauen und damit die Macht der deutschen Faschisten ökonomisch festigen sollte, liegen – mal wieder – schief: Trump ≠ Hitler. Außerdem werden die Vergleiche Döllners Speichelleckertum beim US-Präsidenten wenige Tage vor den Midterms nicht gerecht.

Das ist der Audi-Plan: Für vier Milliarden US-Dollar wollen die Ingolstädter in Georgia ein Werk mit 4.500 Jobs bauen, die Produktion soll Anfang der 2030er-Jahre starten.

Aber wie und wo der Konzernboss das ankündigte, ist gelinde gesagt umstritten: Sie versinke „vor Scham im Boden“, sagt VW-Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo. Darüber, dass der deutsche CEO sich mit seinem einminütigen Auftritt „zur Marionette“ in Trumps „Propaganda-Show“ gemacht habe: „Etliche Minuten voller Rassismus, Sexismus, Fremdenhass, Transphobie, Verächtlichmachung der Demokratie“, so Cavallo, „und dann tritt einer unserer obersten Konzern-Repräsentanten auf die Bühne und betreibt aktive Wahlkampfhilfe“.

Anderen geht es ähnlich: Die SPD-Verkehrsexpertin Isabel Cademartori bewertet Döllners Gig als „Wahlkampfhilfe für einen Autokraten, der einen Handelskrieg gegen Deutschland“ führe. Selbst aus der Union kommt Kritik: Für den Chef des CDU-Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, ist Döllners Rede „verstörend und erbärmlich.“

Die Empörung über Trumps neuen Bückling ist nachvollziehbar. Ökonomisch macht der Bau eines neuen Werkes in Georgia aber für die kriselnde Automarke absolut Sinn.

US-Werk kann Deutschland helfen

Auch dann, wenn gleichzeitig über Stellenabbau in den heimischen Werken in Ingolstadt und Neckarsulm nachgedacht wird, kann Audi profitieren. Schließlich baut der Konzern mit der Produktion in den USA Zoll-, Währungs- und Lieferkettenrisiken ab. Außerdem werden in Deutschland gefertigte Audi-Teile in den USA genutzt werden – und so helfen, schwächelnde deutsche Standorte besser auszulasten.

Chinesische Autobauer errichten aktuell auch Werke im für sie wichtigen Markt Europa – um EU-Zollschranken zu umgehen und um nah an der Kundschaft zu produzieren. Volkswagen grübelt seit Jahrzehnten über neue Produktionsstätten in den USA. Als wichtiger Grund dafür galt stets, dass die Konzernmarken in Übersee nicht genug vertreten seien. Erst im Januar wurde der Bau eines Audi-Werkes verworfen, angeblich weil es nicht genug Subventionen der US-Regierung gab. Die Audi-Konkurrenten BMW und Mercedes sind längst da.

Audi geht es in den USA schlecht. Die Trump-Zölle kosteten die Marke im Vorjahr 1,2 Milliarden Euro, der Absatz ging um 12 Prozent zurück. Aktuell werden die Staaten nur aus Europa beliefert – und einem Werk in Mexiko. Hier wird seit 2016 der Q5 gebaut, in den USA sollen die großen SUVs Q7, Q8 und Q9 produziert werden.

Und hier kommt der absolut fatale Teil von Döllners Ankündigung: Audi baut ein Werk ausschließlich für Verbrenner-Autos. Dieses soll profitabel sein, weil es auch nach Europa exportiert. Hier wird der Siegeszug der Elektromobilität weitergehen, selbst wenn die EU gerade beschließt, das bislang für 2035 geplante Verbot des Verkaufs von CO₂-Schleudern massiv aufzuweichen.

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Aber die wenigen Verbrenner, die noch in Europa verkauft werden, sollen aus den USA kommen. Wenn der aktuelle PR-Gau des Audi-Chefs das Image des Konzern nicht so beschädigt, dass die Zahlen weiter abstürzen. Auch Elon Musk stellte seine Arbeit für Trump als Bürokratie-Abbauer im Mai 2025 ein. Weil dadurch das Image litt, brach der Tesla-Absatz ein.

Zunächst ist die Zukunft Döllners in Gefahr. Er hat nämlich die erst im April veröffentlichten Audi-Verhaltensregeln gebrochen. Danach dürfen Konzern-Repräsentanten „in den letzten drei Monaten vor Wahlen keine öffentlich wirksamen Termine mit zur Wahl stehenden ‌Parteien/Politikern“ durchführen. Zwar wird das letztlich zuständige Gremium, der VW-Aufsichtsrat, den Werksbau trotz der Empörung im Arbeitnehmerlager absegnen. Aber ob Döllners Vertrag, der eigentlich bis 2030 läuft, noch sicher ist – fraglich.

Kai Schöneberg

Kai Schöneberg Redakteur

Wirtschaftshistoriker, Ausbildung bei der Burda Journalistenschule. Von 2001 bis 2009 Redakteur in Bremen und Niedersachsen-Korrespondent der taz. Dann Financial Times Deutschland, unter anderem als Redakteur der Seite 1. Von 2012 bis 2024 Leiter des Ressorts Wirtschaft und Umwelt.
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29 Kommentare

  • Thomas Böttcher

    Mich wundert vielmehr, daß der nicht noch nen "römischen Gruß" gemacht hat, so wie sich Audi (Auto Union) mit Hingabe an den Führer in den Konzentrationslagern nützlich gemacht hat...

    Die Auto Union, der Vorgänger von Audi, ließ während der NS-Zeit sieben Konzentrationsaußenlager errichten, die von der SS betrieben wurden.

  • Elite123

    Empörung bringt uns nicht weiter. Es ist verschwendete Energie.

    Ich würde mich ja fragen, warum Audi 7.500 Arbeitsplätze in Deutschland abbaut, um 4.500 in den USA aufzubauen. Und dass obwohl Herr Döllner und seine Kollegen wissen, dass in Deutschland eine mächtige Gewerkschaft und eine geballte Ladung Wut warten.

    Es scheint, als seien die Investitionsbedingungen in den USA um ein Vielfaches besser als in Deutschland. Wir reden hier nicht nur von ein paar Prozentpünktchen Differenz, dafür würde man sich den Hass nicht abholen.

    Wir reden hier von dauerhaften, strukturellen Unterschieden im zweistelligen Prozentbereich.

    Energiekosten, Lohnkosten, Infrastrukturkosten scheinen in Deutschland außer Kontrolle zu sein. Die Bundesregierung muss mit Milliardenbeträgen Energie subventionieren und es reicht trotzdem nicht.

    Da würde ich mir Gedanken machen, was in der Energiepolitik, in der Sozialpolitik, in der Infrastrukturpolitik alles schief gelaufen ist in Deutschland...

    • Kaboom

      @Elite123:

      In der realen Welt ist die Investition in den USA noch nicht mal genehmigt. Reine Hirngespinste, als Wahlkampfhilfe für den verrückten König.



      Im Übrigen ist das Ganze angesichts der anstehenden Midterms, in denen die Trump-Partei ziemlich sicher das Repräsentantenhaus, vermutlich aber auch den Senat verlieren wird, auch wegen der dann existierenden demokratischen Mehrheiten eine ziemlich dumme Idee.

    • taz.manien

      @Elite123:

      Soll das etwa ein schlechter Scherz sein, was sie geschrieben haben!

      "Es scheint, als seien die Investitionsbedingungen in den USA um ein Vielfaches besser als in Deutschland. Wir reden hier nicht nur von ein paar Prozentpünktchen Differenz, dafür würde man sich den Hass nicht abholen."

      US-Präsident Donald Trump erhöhte die Zölle auf Importe von Fahrzeugen aus der Europäischen Union auf 25 Prozent.



      Besonders deutsche Hersteller wie Audi und Porsche sind betroffen. Laut Berechnungen entstehen dadurch Zusatzkosten von rund 2,5 Milliarden Euro jährlich. Als Reaktion kündigte Audi im Oktober 2026 den Bau eines 4-Milliarden-Dollar-Werks in Georgia an.

  • Joachim Petrick

    Der Generalstreik im November 1948 in der Westzone bewies die Macht der Gewerkschaften: Millionen protestierten gegen Erhards Währungsreform mit Freigabe der Preise für Nahrung, Immobilien Industriegüter, Mieten bei fatalem Lohnstopp. Doch der Teilerfolg brachte bitteren Lorbeer: Im Grundgesetz 1949 wurde das politische Streikrecht ausgeklammert; Arbeitskampf blieb strikt auf Tarifziele verengt.



    Wenn nun Audi-Chef Gernot Döllner bei einem Trump-Wahlkampf auftritt, offenbart dies einen ultrarechten „Oligarchen-Klassenkampf“. Dieser attackiert das Konzept der Tarifpartnerschaft direkt. Die institutionalisierte Sozialpartnerschaft schließt den politischen Kampf oder einen Klassenkampf von links außerhalb von Tarifrunden bisher gezielt aus.



    Für Gewerkschaften ist das die Steilvorlage, das politische Streikrecht via Bundeskampagne endlich einzufordern, um mit anderen EU-Ländern gleichzuziehen. Statt das Feld emotional hochgeheizten Unruhen nach französischem Vorbild zu überlassen, könnten rechtlich abgesicherte politische Streiks Proteste kontrolliert anführen. Sie würden Unruhe in geordneten Bahnen einhegen und eine lösungsorientierte Sachdebatte direkt in den Parlamenten erwirken.

  • Exilberliner

    Es glaubt doch wohl keiner das das im VW-Vorstand nicht abgesegnet worden ist. Her. Döllner trifft so eine Entscheidung doch nicht allein.



    Wird das die Audi-Fahrer in DE Interessieren? Gibt es jetzt Aufkleber: Ich habe den Audi gekauft bevor der VW/Audi Vorstand Trump in den Hxxxx gekrochen ist. Erinnere mich da an Musk und Tesla Aufkleber.

    • Normalo

      @Exilberliner:

      "Herr Döllner trifft so eine Entscheidung doch nicht allein."

      Das würde ich nicht beschwören wollen. Je mehr Wirtschaftsbosse man aus der Nähe betrachtet, desto aufdringlicher wird das Gefühl, dass die gerade im persönlichen Bereich oder bei spontanen "Eingebungen" gerne mal die Bodenhaftung vermissen lassen.

      Ich wäre also überhaupt nicht überrascht, wenn sich das als völlig einsame Entscheidung Döllners herausstellte, die er möglicherweise auch noch recht reflexmäßig auf die entsprechende Einladung des Präsidenten hin getroffen hat. Vielleicht bereute er es sogar sofort, war aber zu schwach, um in der Macho-Atmosphäre der Trump-Regierung einen Rückzieher zu machen. Sowas Banales steckt nach meiner Erfahrung in den meisten Fällen dahinter, wenn nachher alle Welt die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und fragt, "Was hat den da nur geritten?".

  • Leo Onlin

    Hier handelt ein Unternehmer, der sich offensichtlich was davon verspricht. Für (deutsche) Moral kann man sich am Ende nicht viel kaufen.

    • Martin Rees

      @Leo Onlin:

      "Für (deutsche) Moral kann man sich am Ende nicht viel kaufen."



      !Doch: Die Compliance der inzwischen oft gebeutelten Belegschaft.



      Viele Konzern-Mitarbeiter*innen sind entsetzt, auch in Wolfsburg läuten die Alarmglocken.



      Dazu bei autobild.de



      "Besonders bitter: Das amerikanische Werk ist noch nicht einmal endgültig beschlossen. Der VW-Aufsichtsrat muss der Investition erst zustimmen. Der voreilige Schulterschluss mit Trump ist also so unnötig wie ein Motorschaden auf der Zielgeraden."



      Ein schlechtes Omen, als Menetekel für die Midterms wenn sich die beiden Protagonisten in Georgia im selben Vehikel auf der Piste zum Erfolg wähn(t)en?

      • Normalo

        @Martin Rees:

        Da hätten wir dann aber immerhin eine mögliche halbwegs "dienstliche" Motivation für den Auftritt: Döllner wollte vielleicht Fakten schaffen, indem er eine etwaige Ablehnung des Plans durch den AR möglichst teuer macht. Denn wenn man schon dem US-Präsidenten auf großer Bühne in die Hand versprochen hat, das man den Plan umsetzen wird, wird es echt ungemütlich für Jeden, der dann noch mit "Nö, lieber doch nicht." votiert.

    • Flix

      @Leo Onlin:

      Aber mit etwas Moral kann sich auch etwas nicht kaufen, in diesem Fall ein Produkt aus dem VW-Konzern. Das Werk ist das eine, der widerwärtige Auftritt das andere.

  • Alex_der_Wunderer

    Deutschland sollte das " Modell Zoll " für sich mehr ausbauen.



    Auf alle Importe 60 % Zölle erheben, wer hier aus dem Ausland verkaufen will, immerhin sind wir ein Staat mit über 80 Millionen potentiellen Kunden, macht trotzdem seine Geschäfte.



    Die so generierten Einnahmen aus den erhobenen Zöllen zu 40 % an die deutsche Bevölkerung weiterleiten, statt von der Bevölkerung selbst zu erwirtschafteten Einnahmen zwecks Sicherung des Lebensunterhalt.



    20 % zur Finanzierung unser Infrastruktur und Parlament und Ministerien,



    20 % zur Finanzierung unserer



    stets zu erweiternen " Sondervermögen " und der Rest für unser Sozialsystem.



    So können Bürger in Deutschland ihrer Berufung nacgehen, ohne Rücksicht auf zu erwirtschaftende Einnahmen durch den Verkauf ihrer Arbeitszeit.



    Die Steuereinahmen für unseren Staat werden so duch die Zolleinnahmen quasi ersetzt. Lohnsteuer fallen ersatzlos weg , Mehrwertsteuer kann auf 5 % gesenkt werden, ansonsten keine Bestandsimmobilien mehr an ausländische Investoren veräußern, bereits sich im Eigentum befindende Immobilien von ausländischen Spekulanten, werden ersatzlos als Eigentum an die deutsche Bevölkerung, in eine AöR zurückgeführt.

    • Normalo

      @Alex_der_Wunderer:

      Nur weil es Trump ist, der bestimmte dumme Fehler macht, heißt das nicht, dass man nicht selbst auch dieselben Fehler machen könnte - nur dass die USA wenigstens nicht vom Außenhandel leben und der Fehler dort etwas weniger ins Kontor schlägt. Haben Sie eine Vorstellung, wieviel teuerer das Leben in Deutschland würde, wenn auf alle Importe 60% draufgeschlagen würden? Und was aus unserer immer noch aktuellen nationalen Cashcow, dem Exportüberschuss, würde, wenn die betroffenen Länder unsere Zölle replizieren? Wie wenig die toll klingende Zahl "60% Zoll" in echter, absoluter Verteilmasse ist, wenn die zollpflichtigen Importe daraufhin weitestgehend einbrechen?

    • Kaboom

      @Alex_der_Wunderer:

      Großartige Idee, wirklich. Der deutsche Bürger zahlt 100 % der neu erhobenen Steuern (denn das sind Zölle), und von den 100 % erhält er 40 % zurück. Fragen Sie mal im Weißen Haus nach, Sie haben dort bestimmt Chancen auf einen Job als Wirtschaftsberater.

  • Flix

    Es passt in das erbärmliche Bild, dass der gesamte VW-Konzern seit Beginn seiner Existenz abgibt. Gegründet unter den Nazis, von Zwangsarbeitern erbaut, mit Diktatoren wie in Brasilien kooperiert, Sex-Affären, Diesel-Skandal, …



    Recht und Gesetz, Moral oder Ethik völlig uninteressant, Hauptsache die Aktionäre, vor allem der Porsche-Piëch-Clan ist versorgt.



    Als Mitarbeiter, der mit Sicherheit diverse Compliance-Schulungen und Werte-Seminare hinter sich bringen musste, würde ich mich schon fragen, was das soll, wenn das Top-Management die selbst gegebenen Regel bei der erstbesten Gelegenheit über Bord wirft.



    Wenn ein Konzern wie VW irgendwann scheitert, liegt dies weniger an der Politik oder widrigen Marktbedingungen sondern an Managern wie Döllner, die in ihrer Selbstherrlichkeit völlig fehlgeleitet agieren. Ausbaden müssen dies dann leider andere.

  • Volker Scheunert

    Döllner - auch nur eine von viel zu vielen überbezahlten Nieten in Nadelstreifen ...

  • Bauer Gerry

    Fristlose Kündigung von Gernot Döllner wäre wohl die angemessene Reaktion.

    Wie im Artikel beschrieben ist es natürlich vollkommen richtig, unter den von Trump verursachten Umständen, auch in den USA zu produzieren.

    Aber dem Verursacher dieser Umstände noch in den A... zu kriechen und damit quasi die Midterms zu manipulieren das ist eine schallende Ohrfeige an die Mitarbeiter und an ganz Deutschland.

    Abtritt ohne jegliche Abfindung wäre anständig als Entschuldigung.

    • Desdur Nahe

      @Bauer Gerry:

      Moral muss man sich leisten können. Audi steht mit dem Rücken zur Wand, sogar das Werk in Neckarsulm steht auf der Kippe.



      Was hätte ein Typ wie Trump wohl gemacht, wenn Hr. Döllner ihm ins Gesicht gesagt hätte, nicht mit ihm auf einer Bühne stehen zu wollen? DAS gäbe eine schallende Ohrfeige an die Mitarbeiter.



      In den USA gibt es 55 Autowerke. Ob da jetzt ein Werk von Audi die Midterms "manipulieren" kann?



      Natürlich trotzdem keine schöne Sache, aber vielleicht sollte man nicht immer gleich eskalieren, nur weil der Name Trump fällt (nicht an Sie gerichtet, eher an die allg. Diskussion).

      • Alex_der_Wunderer

        @Desdur Nahe:

        @ Desdur Nahe



        In eine Situation zu geraten, in der man sich zwischen Moral und Charakter entscheiden muss, sollte man in der Position auch eines Audi-Chef sich nicht hinein manövrieren lassen, ist man auf den Punkt angelangt / herabgesunken , sollte nicht nur ein Audi-Chef seine Mütze nehmen.

  • Mitch Miller

    Es IST erbärmlich. Es IST korrupt.

    Mag ja sein, dass ein Werk in den USA sinnvoll ist, aber so ist es doppelt krank: Verbrenner zu bauen ist überholt, die 4 mrd sind in den Sand gesetzt, wenn da nicht baldigst E-Autos laufen.

    Und am krankesten ist, dafür einem Faschisten in den Hintern zu kriechen.

    Ich hoffe wirklich, dass dieses Werk komplett floppt, denn es wird uns hier rein gar nichts nutzen, sondern schaden.

  • Tom Farmer

    Erbärmlichen Auftritt. Ja unbedingt, so wie hunderte andere täglich auch (Merz: Das Verbrenneraus ist Geschichte!).... aber haben wir denn keine anderen Probleme?



    Denn: Der Audi Chef ist in 3 Tagen wieder vergessen, die Probleme aber immer noch da!

  • Il_Leopardo

    Ich musste laut lachen, erinnerte ich doch folgenden Satz: "Nicht nur aus Klimagründen geht der künftige Konzernchef davon aus, dass die Automobilität in Zukunft ohne Verbrenner auskommt. Auch bei Fahrbarkeit und Beschleunigung sei das E-Auto dem Verbrenner überlegen, sagte der Manager vor einiger Zeit zum „Handelsblatt“."



    Und jetzt baut der smarte Herr Döllner "ein Werk ausschließlich für Verbrenner-Autos." Der Mann scheint irgendwie aus der Zeit gefallen.

    • Altbayer

      @Il_Leopardo:

      Ach Leopardo - 90% der "Konzern-Chefs" drehen Ihre Haltung nach dem aktuellen politischen Wind. Deswegen sehen gerade die Automobil-Konzerne seit den 80ern/90ern jedwedes Erstarken der SPD / Grünen "mit Sorge"... schön publiziert vom Hausblatt Bild damals. Heut? Jo mei, ähm, äh... Es wird halt immer "demjenigen" in den Ar... gekrochen, der am meisten mit der Kohle winkt! Und den aktuellen politischen Rahmen gestaltet. Übrigens gab es ca. 1995 den ersten Entwurf eines Wasserstoff-Autos - von VW. Aber ich fürchte selbst dies ist dann eher der einzige "mir" bekannte ;)

      • Kaboom

        @Altbayer:

        Üblicherweise "drehen" Manager, zumindest fähige, ihre Haltung nach den Erfordernissen des Marktes. Und angesichts der globalen Entwicklung auf Verbrenner zu setzen, ist einfach dumm. Genauso dumm, wie die Idee des Kanzlers, das Verbrenner-Aus zu kippen. Das ändert nämlich an den globalen Entwicklungen im Automarkt gar nichts.

  • Janix

    Gibt dem Wort "Audi-Tor" eine neue Bedeutung. Als Narr oder Eigentor.

    Der Fossil-Auto-Komplex wird vielleicht aber auch generell demjenigen nachlaufen, der Bedingungen schafft, wo die "Party" noch etwas länger geht.



    Wir hingegen müssen die Fossil-Auto-Party so schnell wie möglich beenden, denn wir alle bezahlen sie mit der Umwelt, Abhängigkeit von Trump/Salman/Putin und viel, viel Geld.



    Sonst war das nicht die letzte *kriecherei.

    • Martin Rees

      @Janix:

      In der Springer-"Welt" wird das Vorgehen kommentierend gefeiert mit den Worten "Autos für Erfolgreiche" bauen.



      Zum "Kopf" hier zählt der polarisierende und wortgewaltige Ulf Poschardt.



      Bereits 2025



      "Der wüsteste aller Polemiker ist libertärer Journalist. Poschardt (57) fährt selbst gerne Sportwagen und leitet, zum vorläufigen Beschlusse einer häufig mehr schlingernden als schillernden Karriere, eine neue "Dachmarke" beim Springer-Verlag."



      www.derstandard.at...-trump-fans-buhlen



      Dass Audi hierzulande jetzt ein gewaltiges Image-Problem hat, kümmert offensichtlich in den Kreisen bestimmter Konservativer mit Präferenzen für Verbrenner und Profite die Verantwortlichen nicht.

      • Kaboom

        @Martin Rees:

        Poschardt verbreitet rechtsradikale Verschwörungstheorien. Das ist nicht libertär.

    • Altbayer

      @Janix:

      Mir persönlich ist zum Teil der kleine Stinker, der Verletzte transportiert, lieber - als der Smombie der aufgrund seines steten Blickes auf sein Handy erst dafür gesorgt hat, dass dieser gerufen werden musste. ( Seltene Erden ) - Erdöl braucht glaube ich 250.000 Jahre - Seltene Erden brauchen 1.000.000. Aber leg mich nicht darauf fest! :D ( Das Rettungs-Fahrzeug ist systemrelevant, das Handy?... )

      Es gab übrigens ca. Ende der 80er eine Grundsatzdiskussion ob Diesel weiterhin nur Nutzfahrzeugtreibstoff - oder weil günstiger - für alle... Damals fuhren evtl. 20% der Fahrzeuge mit Diesel. Heut?

      Ca. 2010 jubelte ein Amerikaner, dass wir durch den Treibhauseffekt die anstehende Eiszeit um 20.000 Jahre aufgehalten hätten. Während allen Ernstes parallel darüber diskutiert wurde, ob sich die "Logistik" die Bahn noch leisten könne, weil zu teuer... Straße wäre doch auch was! Die Fahrzeuge dafür würden ja auf dem Hof stehen.

      • Janix

        @Altbayer:

        Ich bin kein Handy-mane, doch ggf. ruft mensch damit einmal den Rettungswagen an (und nicht nur TikTok auf).

        Bei einem Neu-Fossil-Auto reden wir bei Herstellung _und Nutzung von sehr viel.



        Und damit nicht ein neues Auto komplett verklappt werden muss, darf das Umsteuern jetzt kommen und breit. Ob dann der Rettungswagen noch sein Ende erreichen darf, ist dann zweite Ordnung.

        Bleiben wir bei Fossil stehen, werden wir durch Trump, Salman, Putin erpressbar bleiben. Und vieles andere Ungewünschte mehr. Den Ausstieg zu _forcieren, das wäre Aufgabe eines Wirtschaftsministeriums.