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Abwanderung aus DeutschlandAuf Wiedersehen

Uli Hannemann

Kommentar von

Uli Hannemann

Immer mehr Menschen verlassen Deutschland. Das liegt am Lügenbild, das über diesen unseren Staat verbreitet wird. Und könnte die Stimmung verbessern.

D eutschland ist irgendwie voll scheiße und so.

Wer an dieser Stelle von seiner Zeitung ein analytischeres Statement oder gar echte Gründe erwartet hätte, dürfte nun eventuell enttäuscht sein. Doch ebendieser diffuse Satz trifft die gleichfalls diffusen Stimmungen, aus denen sich das unbestimmte, düstere Grundrauschen in diesem unserem Lande zusammensetzt, nun mal am besten. Es ist genau dieses Grundrauschen, das vor allem die AfD erst erzeugt und dann verstärkt, um anschließend gekonnt darauf zu surfen wie eine jugendliche Schmeißfliege auf frischem Durchfall.

Nur so ein Gefühl. Damit hat es diese Partei geschafft, innerhalb eines Jahres die statistische Nettozuwanderung um fast die Hälfte, nämlich um 45 Prozent, zu verringern. Da sie nicht regiert, brauchte sie dazu natürlich die beflissene Mitarbeit der willfährigen Helferlein in Gestalt fast aller anderen Parteien, insbesondere derer, die heute an der Regierung sind. Ein restriktiver bis ungesetzlicher Umgang mit dem Asylrecht trägt einiges zu dem negativen Zuwanderungssaldo bei, was viele wider jede demografische Vernunft gewiss erfreulich finden – das ist hier schließlich immer noch Deutschland.

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Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten linken Meinungsspektrums.

Doch ein Rückgang der Zahl Asylsuchender macht nur einen Teil der Entwicklung aus. Denn man muss nur lange genug betonen, wie schlimm es hier ist, damit unser Arbeitsmarkt auch für eine dringend benötigte, gezielte und qualifizierte Zuwanderung unattraktiv wird. Neben Kälte, Rassismus, Unfreundlichkeit und Sprachbarriere wird den potenziellen Neubürgern klar signalisiert: Bleibt um Himmels willen weg, macht ihr euch bitte nicht auch noch unglücklich!

Der fleißige deutsche Angsthase legt seine Eier jetzt woanders

Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen

Aber auch die steigenden Abwanderungszahlen deutscher Staatsbürger fließen in die Statistik ein. Eine Zeit lang hatte man noch gehofft, dass vor allem in ihrer politischen Kognition Beeinträchtigte in beliebte Musterdemokratien wie Ungarn und Paraguay türmten und sich auf diesem Wege auch die seelisch moralische Binnenatmosphäre in Deutschland erholen könnte.

Doch nun heißen die Hauptzielländer Schweiz, Österreich und Spanien. Das klingt wiederum nach qualifizierter Abwanderung – ein Saldo, der nicht im Interesse unseres Landes sein kann und ein Ergebnis der oben genannten Stimmungsmache ist. Man hat den Leuten jeden Tag Angst gemacht, alles schlechtgeredet, eine verlogene Dystopie konstruiert, und nun gehen nicht selten genau die Leute, die auch die AfD wahrscheinlich gern im Land behalten hätte: gut ausgebildete, furchtsame weiße Normalbürger. Die Stimmung ist am Boden, der fleißige deutsche Angsthase legt seine Eier jetzt woanders.

Man hat ihnen lange genug erzählt, dass es überall sonst besser wäre. Im zurzeit liberalen Spanien mögen sie die Sonne suchen. Doch in Ländern wie der stockkonservativen Schweiz oder dem FPÖ-verseuchten Österreich suchen sie so was wie Sicherheit, Recht und Ordnung, weil man ihnen erzählt hat, dass es das hier nicht mehr gäbe.

Wer noch in typischen Boomer-Netzwerken unterwegs ist und wie bei einem schlimmen Autounfall nicht wegschauen kann, bekommt ein Lügenbild dieses Landes gezeichnet, das mit der Wirklichkeit und der Kriminalstatistik divergiert. Denn es sind wohl weniger die sozialen Verwerfungen, die Sparzwänge, die Bildungsmisere, die unverschämten Mieten, die diese Leute aus dem Land treiben, sondern vor allem die Narrative überbordender Gewalt in den Städten, völligen Zerfalls, nicht enden wollender öffentlicher Geschlechtsumwandlungen, und gendern muss man wahrscheinlich auch noch, sonst wird man getötet, verklagt oder sogar angemeckert.

Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen. Für uns andere gibt es hier doch immerhin auch noch viel Gutes: eine geringe Jugendarbeitslosigkeit im Gegensatz zu Spanien, eine immer noch relativ gute Gesundheitsversorgung im Vergleich zu Irland, dass Rechtsradikale nicht in einem Maße hoffähig sind wie in Österreich, dass ein flexibles System – anders als in der Schweiz – Machtwechsel ermöglicht. Nach dieser Selbstreinigung wird sicher auch die Stimmung besser.

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Uli Hannemann

Uli Hannemann

Seit 2001 freier Schreibmann für verschiedene Ressorts. Mitglied der Berliner Lesebühne "LSD - Liebe statt Drogen" und Autor zahlreicher Bücher.
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157 Kommentare

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  • Meine Stationen: Bodensee, Mittelfranken, Hessen, Berlin, Westfalen-Lippe, Madrid, Belgrad, Wien.



    Ich bin in meinen 50 Lebensjahren nie wegen der Stimmung in einer Region weggezogen, sondern immer aus persönlichen, privaten, positiven Gründen: Studium, Beruf, Liebe, Familie.



    Erst seit ein paar Jahren habe ich diese Gedanken, dass ein Land mitsamt der Gesellschaft rapide bergab gehen kann. Aber daran sind wir alle beteiligt: Die, die es gut mit anderen Menschen meinen, und die, die es schlecht meinen. Egal, wohin ich sehe (Schweiz, Serbien, Spanien, Österreich, Deutschland), gibt es diese Tendenz, über andere/fremde zu jammern, sie auszugrenzen, sie verantwortlich für das eigene Schicksal zu machen. Dass man sich dabei selbst schlecht macht, unattraktiv, abstoßend ...? Negativspirale. Gesellschaftsdepression. Zeitenwende.



    Alles in allem ist es nirgendwo besser, soziale Kontrolle und Langsamkeit in der Schweiz, Umweltverschmutzung und Korruption in Serbien, Fremdenfeindlichkeit und Vergangenheitsliebe in Österreich, Segregation und Ausbeutung in Spanien, Jammerfetischismus und Arroganz in Deutschland.



    Man kann nicht alles haben und wenn man etwas hat, möchte man was anderes. Blöd.

  • Der Artikel ist mir zu einseitig und bestätigt auch meine Erfahrungen nicht.



    Klar gibt es Leute, die sich auf Youtube irgendwelchen Quatsch anschauen und dann nach Ungarn oder Paraguay auswandern. Das dürften aber die Wenigsten sein und die sollte man auch nicht vermissen.



    Problematisch hingegen sind die gut gebildeten Fachkräfte, die auswandern. Und da zieht nicht nur das Geld. In Deutschland liegt so einiges im Argen, das sind doch nicht nur Fantasien einiger rechter Youtuber. Wenn ich mit der Schweiz vergleiche (und ich kenne beide Länder gleichermassen gut), dann sind das Welten.

    Und diese Unterschiede sieht man logischerweise auch nicht nur bei der Auswanderung, sondern auch bei der Zuwanderung. Die Schweiz hat nach Luxemburg mit Abstand die meiste Zuwanderung in Europa.

  • Ich kann wirklich nicht glaube, was ich hier lese.



    Eine linke Zeitung sollte sich doch mal Gedanken darüber machen, dass in Deutschland seit 20 Jahren Politik gegen die jüngeren Generationen gemacht wird. Abgaben steigen stetig. Die Infrastrukut verrottet. Die Pisa ergebnisse werden immer schlechter. Familien immer mehr belastet. Das ist der Grund, warum Leitungsträger*innen auswandern, und nicht irgendwelche AfD-Märchen. Da hatte ich mehr erwatet vom Autor.

    • @Sybille Bergi:

      Genauso sieht es aus. Meine Frau und ich sind im Visaprozess für Australien. Zum Glück wird mein Beruf gesucht ( komme aus der Hüttenindustrie). Es wird konsequent Politik gegen die junge Generation gemacht. Wir sind beide gut ausgebildet ( Ich Industriemeister, sie hat ein abgeschlossenes Studium)und haben Lust zu arbeiten und sind auch leistungsbereit. Aber die immer neuen Ideen und Gesetze gegen die Jugend lassen keinen anderen Weg zu.

    • @Sybille Bergi:

      Vielen Dank.



      Die die ich aus meiner Region (Bodensee) kenne, die rüber gemacht haben, taten dies hauptsächlich aus politischen Gründen (nicht AFD) und der Rente. Sie fühlten sich in „ihrem“ Land nicht mehr wertgeschätzt und wohl.

  • Der Autor macht den gleichen Denkfehler wie die selbsternannten "Blauen". Er postuliert, dass alle deutsche Staatsbürger, die wegziehen, zu deren Fankreis gehören könnten. Nun, mir sind einige Menschen aus Deutschland mit deutschem Pass persönlich bekannt, die wegen dem immer mehr spürbaren Alltagsrassismus weggezogen sind.



    Lieber in ein ärmeres, fremdes Land ziehen als weiter dieses zügellosen Hass zu erleben. Einen Hass, der schon in den ÖR-Talkshows von Lanz und Co eine Bühne findet.



    Andere flüchten im Alter ins Land der Eltern, weil ihre Rente trotz Vollzeiterwerbsleben nicht für die Miete im angestammten Kiez reicht.



    Sorry Leute, merkt Ihr noch was? Oder muss man für den x-ten Witz und die nächste platte Pointe lieber noch ein Klischee bedienen?



    Mit allem gebührenden Respekt Uli Hannemann, aber Sie könnten bessere Kommentare zum Thema schreiben.

  • Komisch, eines wurde hier in den Kommentaren nie benannt: hier machen alte Menschen Politik und Wirtschaft für alte Menschen, um wieder eine gute alte Zeit zu erschaffen, wir es sie nie gab. Zukunft wird gerade abgesagt, unverholen investiert in uralte Technologien gepaart mit nationalem Denken. Besitzstandswahrung über Alles! Ich bin jetzt 62 und habe das zunehmende Gefühl, in den 1960er Jahren zu leben. Würde ich mir eine Zukunft aufbauen müssen, würde ich auch in ein dynamischeres ziehen.

    • @Martin Ziegler:

      Nochmal in den 1960er Jahren leben mit dem Wissen von heute und das dann konsequent anwenden - ach ja, ich schweife mal wieder in absolut unrealistisches Wunschdenken ab...



      Es würde schon helfen, das aktuelle Wissen heute anzuwenden. Und schon wieder absolut unrealistisches Wunschdenken....

  • Beim Jammern über Deutschland sind die Linken aber auch nicht viel besser, oder? Wenn man sich die taz durchliest, fragt man sich auch, warum überhaupt noch ein Mensch in Deutschland lebt bzw. hierher kommt. Rassismus überall, Frauenfeindlichkeit, Korruption, Sozialstaatsabbau, schlechte Infrastruktur, ...

    • @Nisse:

      Es kommt such immer mehr der gegenseitige Rassismus.

  • Makaber ist, dass diese verdrehte Lügenbilder zumeist von feindlichen Mächten, wie Russland und China, gezielt gestreut werden (schon seit über einem Jahrzehnt), und dann von neofaschistischen Parteien, welche durch diese feindlichen Mächte finanziert werden, repliziert und weitergetragen werden.

    • @Okti:

      Makaber ist eher, dass Jobangebote aus dem Ausland seit 3 Jahrzehnten zum Standardrepertoire der Agentur für Arbeit zählen, insbesondere für Berufseinsteiger mit und ohne akademischen Abschluss. Mein Junior hat vor gut 20 Jahren von denen mehr Stellenangebote aus GB und Irland als aus der hiesigen Region bekommen. Ganz ohne russische oder chinesische Einmischung - sondern richtig deutsch persönlich als Papierausdruck in die Hand gedrückt...

      • @FriedrichHecker:

        Ich denke der Artikel hat hier eine andere Zielgruppe im Blick als Deutsche, welche aufgrund von Arbeit oder Familie ins Ausland gehen.

    • @Okti:

      Nein. Diese Lügenbilder sind IN D entstanden und werden von außen nur aufgegriffen. Bitte nicht unsere Probleme auf andere schieben.

  • Es ist mMn. unser neoliberales Wirtschaftssystem das so frustriert und spaltet - hätte Mensch vorher drauf kommen können.

    Der Markt als effizientester Mechanismus zur Wohlstandssicherung - für einige Wenige.

    Gekoppelt mit dem Narativ der vermeintlichen Eigenverantwortung und dem Vorwurf, das Kritiker ökonomischer Verhältnisse nicht aus Gerechtigkeitssinn sondern aus Missgunst gegenüber Besserverdienenden handeln - die berühmte neiddebatten Chimère.

    Klappt doch "prima" - für einige Wenige!

    • @t1ll:

      Die Kritiker ökonomischer Verhältnisse kritisieren allzu oft nicht aus Gerechtigkeitssinn nur die einigen Wenigen, die es verdient haben, sondern häufig eben auch die, die mehr verdienen, weil sie bei ihrer ehrlichen Arbeit viel Verantwortung tragen, viel Eigenverantwortung übernommen haben und übernehmen und 10 und mehr Jahren in ihre eigene Lehre und Ausbildung gesteckt haben. Weil sie aber nicht zur Selbstkritik, sondern nur zur Kritik anderer in der Lage sind, nennen sie es dann „Narrativ der Neiddebatte“.

      • @Nick riviera:

        Das macht insofern Sinn, weil die Verfechter:innen des neoliberalen Systems gerne die Grenzen zw. arm und reich versuchen zu verwischen. Der Begriff "Mittelschicht" ist dafür als kapitalistischer Kampfbegriff z. B. ein gutes Beispiel. Es gibt Menschen die ihre Arbeit und Zeit verkaufen müssen, um damit ihr und das Leben ihrer Familie zu bestreiten und es gibt andere, die genug Kapital und Eigentum besitzen, um nie im Leben für andere arbeiten zu müssen, egal wie groß ihre Familie sein mag. Für erstere Gruppe ist es dabei egal wie viel sie für ihre Arbeit erhalten, solange sie in dem Abhängigkeitsverhältnis sind ihre Arbeit verkaufen zu müssen.

        • @Okti:

          Es ergibt keinen Sinn diejenigen, die mit dem Verkauf ihrer Arbeit und Zeit viel verdienen, eben dafür zu kritisieren. Die Kritiker ökonomischer Verhältnisse versuchen damit doch genau das, was sie beschreiben: den Unterschied zwischen den beiden Gruppen (muss Arbeit und Zeit verkaufen vs muss das nicht) zu verwischen und allein anhand des Einkommens zu unterscheiden.



          Soviel zur Selbstkritik.

      • @Nick riviera:

        Da steckt viel Wahrheit drin

    • @t1ll:

      Also, unser neoliberales Witschaftssystem bevorzugt die Besserverdiener und genau diese Besserverdiener verlassen deswegen das Land? Grübel. Könnten Sie das bitte nochmal erklären?

      • @Nachtsonne:

        ich übernehme, das ist nicht schwer.



        Neoliberalismus förderte die Globalisierung und den relativ freien Transfer von Waren/Dienstleistungen, Kapital und Menschen (Arbeit). Bei uns institutionalisiert durch die EU-Verträge. Die Staaten sind damit auch in einen Wettbewerb eingetreten um die Arbeit. Und es gibt Staaten, die sind für besondere Dienstleistungen und Hochqualifikation wirtschaftlich (noch!) attraktiver als die BRD. Schweiz, Norwegen bei Ärzten ist bspw. klassisch.

        Es ist gar kein Widerspruch, es sind beides Folgen.

        Es wandern bei weitem nicht alle Besserverdienenden aus und das ist auch ganz logisch. Viele Berfusfelder bei großen Firmen z.b. haben eben auch Standortbindung. Nicht alle Hochqualifizierten oder Gutverdienenden haben faktisch solche Verlagerungsmöglichkeiten, das ist in den Branchen schon verschieden.

        Wie Welt ist mehr als ein Satz und das sollte man auch nicht ernsthaft erwarten. Ein Satz alleine ist freilich meist zu undifferenziert und sagt auch oft nicht viel.

        • @JK83:

          Sie begehen einen Denkfehler der häufig bei Menschen anzutreffen ist die Arbeit im Ausland ausschließlich unter wirtschaftlichen Aspekten betrachten.

          Hochqualifizierte kommen nicht rein aus wirtschaftlichen Gründen, das Einkommen muss zwar stimmen, aber das tut es in diesen Bereichen auch in Deutschland.

          Das Image und das Klima eines Landes ist entscheidend für die Wahl des Standortes, wenn Personen aufgrund ihrer Qualifikation in der Weise priviligiert sind relativ frei wählen zu können.

          In den 00er Jahren und besonders nach der WM 2006 hatte Deutschland einen excellenten Ruf im Ausland. Es galt als "bunt" und innovativ mit guten Zukunftsperspektiven.

          Nicht nur mich und meine Frau hat dieser Ruf nach Deutschland gelockt und unsere Erwartungen wurden anfangs voll erfüllt.

          Den guten Ruf hat Deutschland leider nicht für sich zu nutzen gewusst, auf globale Krisen gab es keine oder oftmals falsche innen-und außenpolitische Antworten, dazu unter Merkel immer öfter unsolidarisches Verhalten gegenüber den Nachbarn. Man denke nur an die offenen Grenzen 2015 oder die russische Energiepartnerschaft.

          Der jetzige Ist-Zustand ist die logische Konsequenz davon.

  • Alles Lügen? Meine Gehaltsabrechnung lügt nicht, die Haushalt von Bund- Länder und Gemeinden ebenfalls nicht. Die demographische Entwicklung, die PISA-Ergebnisse und die Reduzierung der Industrie ebenso nicht. Für junge Menschen fällt mir noch der absurd ungerechte Wehrdienst nur für Männer ein. Wer gut ausgebildet ist, fließend Englisch spricht, ein Auslandsstudium vorzuweisen hat und noch ungebunden ist, kann in Deutschland bleiben, muss aber nicht :-)!

    • @Nachtsonne:

      "der absurd ungerechte Wehrdienst nur für Männer"



      Das entspräche ja noch der jahrezehntelang üblichen Praxis bis zum Ende des Kalten Kriegs. Wenn dann aber nur noch 10% davon antreten müssen weil sie das Pech und die Konstitution hatten bei der Musterung besonders gut abzuschneiden kann von Wehrgerechtigkeit endgültig keine Rede mehr sein und genau das war ja auch ein zentrales Argument bei der Aussetzung. Davon im neuen Modell wieder für Wehrgerechtigkeit zu sorgen indem man eben nicht länger ~90% ausmustert ist keine Rede mehr. Was vor ein paar Jahren noch als massive Ungerechtigkeit galt, ist nun komplett akzeptiert. Und davon woher man die entsprechend benötigte Zahl an Zivi-Stellen für die zukünftigen Verweigerer nehmen will und was das für gegenwärtige voll sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze bedeutet wird auch überraschend wenig gesprochen.

      • @Ingo Bernable:

        Dss unterstreicht die geschlechtsspezifische Ungerechtigkeit. 4 von 5 Soldaten sind nicht an der Front und beim Zivildienst spielt das Geschlecht erst recht keine Rolle.

  • Oh Schweiz und Österreich Bashing in der Taz. Das klingt mir leider etwas undifferenziert. Was Spanien angeht, geht man teilweise noch mit, was das Erstarken der Vox und PP Regierungen in den Regionen angeht. Trotzdem muss man sagen, dass zumindest die Schweiz und Österreich zumindest einiges besser machen als Deutschland in einigen Bereichen. Sei es die andere zivilgesellschaftliche Debattenkultur, die Vielfalt der Regionen, sei es der bessere ÖPNV und die Bahn und auch der sozialpolitische Spielraum. Hier hinkt Deutschland gewaltig hinterher. Was Spanien angeht sind die Spanier aufgrund der Debattenmentalität und der großen Proteste ebenfalls politisch experitentierfreudig und wehren sich auch im Extremfall gegen zu viel konservative und rechte Politik. Es hat wohl einen Grund warum manche eher ins Ausland gehen.

  • Die fetten Jahre wo man sich Gleichgültigkeit dachte erlauben zu können, sind vorbei. Nicht nur in Deutschland.



    Warnungen und Initiativen zur Bearbeitung von Problemen gab es wohl, aber es hat sich nur eine Minderheit interessiert. Nun fallen uns die Tatsachen auf die Füße.

  • Früher hieß es: "Geh' doch rüber!" Vor allem, wenn man sich darin gefiel, die Vorzüge des Sozialismus zu preisen und/oder die Fehler der sozialen Marktwirtschaft zu kritisieren.

    Wenn völkisch-nazionale Doitsche nach Russland auswandern, weil Ihnen Vorpommern und die Lausitz zu öde oder der Rest der Republik zu "durchmischt" ist, stört mich das wenig.

    • @Metallkopf:

      Die Auswandere die gehen und nicht zurückkommen sind in der Mehrheit Akademiker. Die gehen auch nicht nach Russland, sondern z.B. in die Niederlande. Dort wird man mit Steuervorteilen angeworben. Die Niederlande sind nicht das einzige Land mit dieser Praxis.

      • @Nachtsonne:

        Ihre Kommentare zu diesem Thema gefallen mir sehr gut und bringen es auf den Punkt. Wenn ich nicht schon so ein alter Sack wäre, wäre ich auch gegangen, obwohl es mir materiell einigermaßen geht. Aber Schland wird immer weniger lebenswert und mit der inhaltlichen Stellung der AFD ist ja auch nüscht geworden. Mann oh Mann.

  • Das Problem beim "sollen sie doch gehen" ist, dass wir jetzt schon Fachkräftemangel haben und diejenigen, die gehen, ja als Motiv angeben, sie würden sich als "Melkkuh" sehen, die viel einzahlt und wenig bekommt.

    Wenn aber viele Einzahler gehen und dafür Leute kommen, die jedenfalls zu Beginn noch keine Fachkräfte sind (und oft genug auch nicht werden, wie die Zahlen belegen), dann wird das ein Schneeballeffekt, dass noch weniger Einzahler für noch mehr Empfänger aufkommen müssen, dies hinterfragen und ebenfalls gehen (wollen).

  • Leider aber macht die AfD genau damit bereits Wahlkampf: wenn wir regieren, kommen all die "gut ausgebildeten, furchtsamen weißen Normalbürger" zurück!

    • @dites-mois:

      Wahlkampf hin oder her. Ich warte seit Jahren auf das "inhaltliche Stellen" der AFD! Mittlerweile ist sie ja auch der CDU vor lauter inhaltlichem Stellen weggeeilt. A propos: wer geht kommt nicht mehr wieder.

  • So, so, also alles total super in Schland? Nur ein verzerrtes Lügenbild also, dass derzeit eine gesichert-rechtsextreme und mindestens mal proto-faschistische Partei in sämtlichen Umfragen führt, dass Hass und Intoleranz gegen alles was man im Bild deutschmicheliger Bratwurstleitkultur für vermeintlich störend hält immer weiter um sich greifen und selbst noch die demokratische Mitte ihren Konsens zu Grund- und Menschenrechten gegen den zu menschenrechtswidrigen Pushbacks und Abschiebungen in Kriegs- und Krisengebiete eintauscht? Wer das kritisiert und sich dabei gar noch erlaubt zu gendern weil er diskriminierende Sprache blöd findet wird der Wokeness bezichtigt und soll gefälligst das Maul halten.



    Irgendwann fragt man sich dann eben doch ob das wirklich noch die Gesellschaft ist in der man leben will oder ob eine höhere Jugendarbeitslosigkeit oder ein stärker privat finanzierte Gesundheitssystem nicht ein verhältnismäßig geringer Preis sind um diesem gesellschaftlichem Klima und dem was noch folgen mag zu entkommen.

    • @Ingo Bernable:

      Vielleicht gehen aber auch die Menschen die sich strengere Migrationsgesetze und Bürgergeldge wünschen, weil Ihre Wünsche nur zaghaft oder gar nicht umgesetzt werden. Und diese Menschen stellen bei Umfragen eine deutliche Mehrheit.

      • @AmArschderHeide:

        Das scheint mir gleich mehrfach widersprüchlich. Dass die Wünsche und Ideen dieser knapp 30% Rassisten und Xenophobiker noch nicht in der von ihnen gewünschten Krassheit umgesetzt werden ist doch gerade dem Umstand geschuldet, dass sie (zumindest noch) nicht die "deutliche Mehrheit" stellen. Gleichzeitig ist deren trübe Ideologie doch ganz klar im Aufwind und bekommt zunehmend mehr Unterstützung auch aus der bürgerlichen "Mitte". Jemand der leider allen Grund hat sich auf geradem Weg zur Machtübernahme zu wähnen dürfte eher wenig Anlass haben resigniert das Exil zu wählen, noch viel weniger wenn er sich für "patriotisch" hält und meint er müsse sich mit Haut und Haaren in den Dienst der Glorie des Vaterlandes stellen.

      • @AmArschderHeide:

        Sollen Sie gern. Lieber zahle ich mehr aus Solidarität als mit denen zusammen den Sozialstaat zu wuppen

      • @AmArschderHeide:

        Umgekehrt bei mir.

        • @Bettina Melchior:

          Jeder Jeck ist anders😉

  • Interessanterweise meldet Spanien, dass bis zu 50 Prozent der europäischen expats das Land nach einigen Jahren wieder verlassen und die meisten eher nicht jung sind, sondern wohl eher Rentner.

  • Es gibt sicher unterschiedliche Gründe. Würde vermuten, dass es sich bei den Leuten, die nach Spanien auswandern, vor allem um Ruheständler handelt. Während in Richtung der beiden Alpenstaaten vor allem jüngere Berufstätige ziehen, wegen höherer Löhne und später besserer Renten. Ganz unbeachtet sollte aber auch nicht bleiben, dass es sich bei den drei Zielländern um einen ganz neutralen (Schweiz) und einen halb neutralen (Österreich) Staat handelt, dazu mit Spanien um denjenigen Staat, der sich der NATO-Aufrüstungswelle verweigert. Eine zurückhaltende und friedfertige Außenpolitik mag sich vielleicht auch zu einem Faktor entwickeln, der manche Staaten attraktiver erscheinen lässt als andere.

    • @Kohlrabi:

      Das Schöne an Spanien ist ja, dass Russland bis dahin nun wirklich nicht kommen wird.

      Die können es sich leisten, nicht aufzurüsten.

    • @Kohlrabi:

      Das mit Spanien könnte Stimmen. Wir wandern auch direkt beim Renteneintritt dorthin aus.

  • Der deutsche Staat ist einfach viel zu teuer für das, was er seinen Einwohnern bietet.



    Dazu ist die Lastvüberaus ungerecht verteilt.



    Kein Wunder, dass die gehen, denen sich anderswo bessere Chancen bieten.



    Deutschland wird sie noch vermissen.

    • @Carsten S.:

      Der erste Satz Ihres Beitrages bringt es auf den Punkt: es wird kassiert, aber wenig geboten: ich als bewusster Benutzer der öffentlichen Verkehrsmittel kann Ihnen da einiges davon berichten. Auch mit der Sicherheit für Schwule (ich) und Juden sieht es ja auch nicht gerade rosig aus. Bildung .... Pisa-Studie. Wenn ich jünger wäre, wäre ich auch weg.

  • Das jedes Jahr über 100000 Personen, gut Ausgebildete und viele Akademiker, Deutschland verlassen ist ja nur die eine Seite der Medaille. Aus den selben gründen, warum die einen gehen, ist Deutschland für wirkliche Spitzenkräfte aus dem Ausland total uninteressant. Ein Land in dem Leistung ein Schimpfwort geworden ist muss sich dann halt mit Mittelmäßigkeit zufrieden geben.

    • @Günter Witte:

      Es zählt zu den im Artikel erwähnten Geschichten, dass Leistung in D ein Schimpfwort geworden ist.

      Aber der gut ausgebildete Inder wird sich überlegen, ob er in ein Land geht, in dem ständig darüber geredet wird, wie man ihn wieder los wird und in dem er auch noch eine exotische Sprache lernen muss. Das tut sich kaum jemand an.

    • @Günter Witte:

      D ist uninteressant für fremde Fachkräfte, weil man hier im Vergleich zu anderen Ländern schlicht zu wenig verdient. Ihre Behauptungen entspringen hingegen Ihrer Phantasie.

      • @Kaboom:

        Es soll Nachbarländer geben, in denen man bei einem niedrigeren Brutto ein höheres Netto hat...

        • @FriedrichHecker:

          Auf Kosten der ärmeren Menschen eben

          • @DerLurch:

            Könnten Sie das - vielleicht am Beispiel der Benelux-Länder - auch begründen, statt nur einen einzigen Satz rauszuhauen?

      • @Kaboom:

        Witte spricht aber nicht von Fach-, sondern von Spitzenkräften, also hohes Management oder Eigentum an einem mittleren Unternehmen ab 100 Millionen Euro Jahresumsatz.

        Fachkräfte, jedenfalls abhängig beschäftigte und daher die riesengroße Mehrheit, verdienen irgendwas zwischen 70 und 250 Prozent des Mediangehaltes und fallen damit unter Mittelmäßigkeit.

      • @Kaboom:

        Das entspricht so nicht meiner Erfahrung.



        Im Vergleich zu vielen Ländern (Zb Spanien, Frankreich, Niederlande) ist das Gehaltsniveau für Fachkräfte hier höher. Viele Fachkräfte bemängeln allerdings tatsächlich überbordende Bürokratie, Schwierigkeiten bei der Kinderbetreuung u.ä

      • @Kaboom:

        Man verdient netto zu wenig - und so passen dann biede Beiträge gut zueinander.

        • @Dr. McSchreck:

          Genau das wird die Lösung sein. Gebt denen die schon überdurchschnittlich bekommen noch mehr vom Kuchen damit sie bleiben. Und der Rest bezahlt es mit steigenden Abgaben für die Krankenversicherung und Lebenshaltungskosten. So?

          Das Land ist sklerotisch in vielen Strukturen z.B. bei der Gesundheit oder der Bahn um 2 zu nennen. Dort versickert aberwitzig Geld quasi ohne Rechenschaftspflicht oder effektive Kontrolle ("Selbstüberwachung").

          Das wird sich nicht bessern, wenn man dort noch mehr Geld reinschiebt. Da traut sich aber nach wie vor keiner ran, dort uns neu aufzustellen.

          Auf der Kehrseite sind manche staatlichen Aufgaben wirklich unterfinanziert - Einkommenssteuereintreibung, Bauplanung udn Aufsicht, Genehmigungsverfahren usw. Weil man dort dne schlanken Staat propagierte und der Privatwirtschaft zu traute, alles selbst zu machen. Was die erstens nicht kann und zweitens wenn es dann mal losgeht gekonnt ausnutzt um öffentliche Investitionen zu verteuern. Gilt auch für Dienstleistungen wo Behördne sich immerzu Expertise z.B. Software (und Betreuung...) zukaufen müssen, nicht selten im Abomodell.

          • @JK83:

            wo steht, dass die "mehr vom Kuchen" bekommen sollen. Man kann die extrem hohen Abgaben auf verschiedene Art und Weise senken, wichtig ist vor allem, dass Einzahlung und Gegenleistung nicht völlig außer Verhältnis geraten, weil zu viele auf der Empfängerseite sind und bleiben, manche für immer (Rentner, Schwerbehinderte), andere könnte man auf die Einzahlerseite bekommen und sollte es auch.

  • Ach, wie praktisch: Wer Deutschland verlässt, ist laut taz entweder Opfer rechter Einflüsterungen oder moralisch defizitär. Dass Menschen aus ganz banalen Gründen gehen – weil Steuern hoch, Mieten absurd, Behörden dysfunktional und Aufstiegschancen überschaubar sind – wird elegant wegtherapiert. Realität? Ach was. Das ist bestimmt nur ein „Narrativ“.

    Besonders putzig ist die moralische Gymnastik: Wenn Fachkräfte kommen, ist es ein Beweis für die Attraktivität des Landes. Wenn sie gehen, sind sie verunsicherte Schneeflöckchen mit AfD-Trauma. Kritik am Standort? Unerwünscht. Eigene Fehler? Gibt’s nicht. Schuld sind immer die anderen – Populisten, Gefühle, falsche Medien.

    So ersetzt man Analyse durch Gesinnung, Argumente durch Haltung und Politik durch moralisches Schulterklopfen. Und wundert sich dann ernsthaft, warum Leute lieber dort leben, wo Leistung nicht als verdächtig gilt und der Staat einen nicht wie ein lästiges Aktenproblem behandelt.

    • @Zippism:

      So ein guter Kommentar. Schland ist auch einfach zu teuer für das, was es bietet. Für mich als schwuler ostzonaler Rotsocke ist auch die Sicherheit unter aller Sau. Ich glaube, Juden sehen das ähnlich.

    • @Zippism:

      Absolute Zustimmung

  • Das klingt jetzt aber schon sehr nach 1988-"wir weinen ihnen keine Träne nach". Es geht doch nicht um Stimmung, sondern um harte Fakten, die Familien empfindlich treffen. Anekdotisch: Mein Sohn (Physikstudent) bekommt kein Bafög. Bis ihn eine Stiftung fördert, zahle ich voll. Nicht, weil wir reich sind, sondern weil die Unterlagen des Vaters, der nie Unterhalt gezahlt hat, fehlen. Wobei es idiotisch ist: Bafög wird ja zurückgezahlt. Aber klar, er kann ja die Regelstudienzeit überschreiten und jobben oder er studiert Politikwissenschaften. Und das setzt sich überall fort. Sozialer Aufstieg war mal. Hinzu kommen tatsächlich Rassismus etc. Kinder kann man in diesem Land nur bekommen, wenn man reich ist und sich privat um alles kümmern kann. Warum sollen sich junge Menschen dann keinen Ort suchen, an dem sie angenehmer leben und besser arbeiten können? Mit "Stimmungsmache" der AfD hat das nichts oder wohl nur sehr bedingt zu tun.

    • @Niemals:

      Niemals antworten ist lustig. Ich möchte Ihnen trotzdem einen Rat geben. Physik könnte klappen, falls die Zukunft hier doch noch eine Chance kriegt. Aber wenn sie nicht Verbindungen zu höheren Ebenen nutzen können, um ihrem Sohn nach dem Studium die Jobsuche zu ermöglichen, sollten sie ihm die Politikwissenschaften ausreden. sonst muss er dann mit 40 zum Zahnarzthelfer oder Pfleger umschulen und hat bis dahin viel Leben und Geld verplempert. In dem Fall lieber gleich Pfleger oder Physiotherapeut, dann können Sie vielleicht in drei Jahren als Oma mit in die Schweiz gehen. Um Stipendium und Job nachgeschmissen zu kriegen, ist es schon besser, Kathrina Reiche oder Dorothee Bär zu heißen und, wenn man gar nichts weiter kann, rechtzeitig in CunD/unSU eingetreten zu sein.

  • de.wikipedia.org/w...chland?wprov=sfla1

    sagt etwa: es gehen jedes Jahr zwar rund 270.000 Deutsche weg aber es kommen auch rund die Hälfte dieser Zahl wieder nach Deutschland.

    Also ganz so schnell werden wir die notorisch unzufriedenen nicht los aber sie ändern wohl ihre Meinung und kommen ganz schnell zurück, wenn es gesundheitlich ernst wird. Also super.

    Es reicht immerhin für skurrile TV shows in denen die Leute mit ihren falschen Erwartungen und knapper Kapitaldecke kämpfen.

  • Ja, in Irrland (nur) gesetzlich versichert sollte man nicht krank werden.



    Und ja, ich freue mich diebisch die Gesichter meiner "freiheitlichen" Bekannten zu sehen, die wegen Orban in Ungarn das Glück gesucht haben (und in Deutschland noch Bauernsozialhilfe abgreifen als teilw. Hoferben) und bald Vermögenssteuer bezahlen dürfen.



    Wir haben es geschehen lassen, dass die Reichen und die Multinationalen Unternehmen unseren Staat blutleer saugen.



    Die spd ist dafür (wegen absoluter Untätigkeit und Rückgratschwäche) voll mitverantwortlich.



    Der Krieg gegen Russland wird vielleicht hier wieder einige verwirrte Köpfe grade rücken.



    Aber das wird eine sehr sch(merz)hafte Erfahrung.

  • Hohe Steuern und reichlich Abgaben schon bei normalen Löhnen und gleichzeitig ein Parteienstaat der hauptsächlich seine Klientele bedient, ist total frustrierend. Eine Besserung ist nicht in Sicht. Keine Überraschung, dass junge, fähige Leute das Weite suchen

  • Hier in Thun sind Schotterwege im Wald besser gepflegt als Strassen in einem Wohngebiet in einer mittelgrossen süddeutschen Stadt.



    Aber alles klar, Deutschland ist super, wenn es nur die Miesmacher nicht gäbe.

    • @Carsten S.:

      Ich habe den Eindruck, dass sich in der Schweiz mehr Menschen (auch) für öffentliches Eigentum verantwortlich fühlen und dieses auch pfleglicher behandeln als in Deutschland. In Deutschland scheint es mir recht weit verbreitet zu sein, Müll und Zigarettenkippen einfach auf die Straße zu werfen; auch Personen, die in öffentlichen Anlagen aus den Blumenrabatten Pflanzen pflücken, sehe ich öfter. Kann man alles machen, wird ja auch nicht geahndet, aber störend ist es für manche dann eben doch.

      --> Damit möchte ich sagen, vielleicht hat die Schweiz einfach die angenehmeren Bürger:innen m/w/d.

    • @Carsten S.:

      Das glaube ich Ihnen gerne. Schland ist für das, was es kostet, einfach zu teuer.

  • Wenn man die diversen taz Artikel und die nachgelagerten Forenbeiträge verfolgt, ist die Stimmung in dieser Community extrem schlecht. Dauernd Kritik, Unzufriedenheit, praktisch keine positive Nachricht oder Kommentar. Wollen/sollen die nun alle auch auswandern?

    • @Flocke:

      @Flocke



      Doch es gibt jede Menge Lichtblicke & positive Nachrichten, nicht nur in der TAZ auch unter:



      fragdenstaat.de

    • @Flocke:

      Wollen und sollen? Immer. Manche werden auch nicht müde zu erwähnen, dass sie sich schon in den 80ern nach Thailand abgesetzt haben, aber trotzdem stets genau wissen wie schrecklich es in Marxloh ist.

      • @nihilist:

        Genau das fühle ich auch!

    • @Flocke:

      Ich wollte mal völlig enthusiastisch nach Schweden auswandern. Hab dazu sogar ein Seminar besucht, mich über Jobmöglichkeiten informiert und ein paar erste Worte svenska gelernt.



      Dann hab ich nochmal kurz in den Wetterbricht geschaut und die Sache abgeblasen.

  • Der Artikel beschreibt die Stimmung in Teilen der Bevölkerung leider treffender, als einem das lieb sein kann. Wer täglich mit Menschen zu tun hat, die in der gewerblich-industriellen Produktion tätig sind, kann ein Lied davon singen.



    Da kann man schon einmal von einer großen Völkerwanderung nach Ungarn träumen ...



    Trotzdem hat das Grundgefühl eine reale Basis. Die Leute merken einfach: die fetten Jahre sind vorbei, ihr Wohlstand ist nicht mehr gesichert, und das nach einer Phase relativen (eher soziokulturellen) Statusverlustes. Das macht etwas mit Menschen, v.a. dann, wenn sie gewohnt sind, das "Normal" zu sein, um das sich alles zu drehen scheint. Leider bearbeitet die CDU die materielle Basis dieser Stimmung nicht -- wie auch, sie müsste dann ja doch einmal daran denken, bei ihren reichen Buddies Geld einzusammeln. Und die SPD? Findet immer eine Ausrede fürs Krötenschlucken ...

  • Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob es irgendeinen Ort gäbe, an dem ich besser leben könnte. Sich hier ein Haus für weniger Stress in angemessener Lage zu leisten wäre zum Beispiel, ohne reiche Familie und ohne den Willen, das Risiko eines eigenen Unternehmens einzugehen, unmöglich.

    Realistisch betrachtet habe ich meine viel zu hellhörige kleine Mietwohnung in einem Plattenbau und müsste dort wohl bis ans Ende meiner Tage leben, sofern da die Gesetze nicht auch noch aufgeweicht werden. Die Arbeitnehmersschutzgesetze, die ich gegenüber Leuten aus anderen Ländern auch mit als Hauptgrund angab, warum ich mit dem Arbeitsmarkt in Deutschland trotz allen Problemen zufrieden bin, sind plötzlich als Grund weggefallen, hier zu bleiben. Ich fühle mich in meiner Stadt, meinem Stadtteil, zunehmend fremd, weil es kein Miteinander gibt, an dem ich mich orientieren könnte. Ich weiß nur, dass ich das nicht mehr lange durchhalte. Aber ich weiß nicht wohin.

    • @ImInternet:

      "Besser leben" ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Die Ansicht hängt sehr davon ab, mit was und mit wem Vergleiche angestellt werden.



      Ich habe materiell keinen Grund zur Klage, bin aber von Wohlfühlen meilenweit entfernt. Das liegt am allgemeinen Umfeld und der Entwicklung, die man die letzten Jahre beobachten musste und die keine hoffnungsvolle Zukunft in Aussicht stellt. In "Dritte-Welt-Ländern" kenne ich mich nicht aus, aber die "zivilisierte" Welt bietet für ein besseres Leben nach meinem Geschmack kaum noch Chancen.

  • Als Norweger kann ich niemanden empfehlen der nicht im gehobenen Management tätig ist, sich derzeit in Deutschland niederzulassen.

    Das Bildungssystem hat unübersehbare Risse und die Arbeitsbedingungen sind vorsichtig ausgedrückt reformbedürftig. Von den Gehältern ganz abgesehen.

    Meine zwei jüngsten Töchter haben durch ihre Schulaufenthalte in Deutschland nach Auskunft der Schulleitung mittlerweile einen Bildungsrückstand von fast zwei Jahren gegenüber ihren jetzigen norwegischen Mitschülern. Besonders in den Fächern Mathematik und Naturwissenschaft.

    Meine Frau als Ärztin verdient nicht nur erheblich mehr im örtlichen Krankenhaus sondern hat dazu noch eine wesentliche geringere und flexiblere Arbeitszeit, ohne Bereitschaftsdienst. Von entspannteren Arbeitsbedingungen einmal abgesehen.

    Die Lebensqualität ist in Norwegen zudem wesentlich höher als in Deutschland. Das gleiche könnte ich jetzt über die Schweiz schreiben in die ein deutscher Exkollege gezogen ist. Dessen Frau arbeitet dort als Hebamme.

    Deutschland war für mich bis Anfang der 20er Jahre eine positive Erfahrung, seitdem geht es rapide bergab, in allen Bereichen. Hat auch nur wenig mit der AfD zu tun.

    • @Sam Spade:

      Ich glaube gerne, dass viele Dinge - insbesondere finanziell - in der Schweiz oder Norwegen besser sind. Norwegen hat natürlich da aufgrund der Öl-/Gasvorkommen sehr vorteilhafte Möglichkeiten.



      Aber wie sieht es denn mit der Mehrzahl der anderen Länder aus in Europa (Spanien, Italien, Belgien, ....)? Ich glaube nicht dass die Löhne oder Gesundheitsversorgung dort unbedingt besser ist.



      Lebensqualität ist auch immer subjektiv - vielen nicht-Skandinaviern macht zB das Winterhalbjahr im Norden doch zu schaffen.

      • @T-Rom:

        Ich bin in Nordnorwegen aufgewachsen, hier gibt es die Polarnächte mit Tagesdämmerung.

        Das ist ein Faktor der vielen Zugereisten zugesetzt hat und war der Grund warum meine Frau sich in den letzten Jahrzehnten strikt geweigert hat in die Region zu ziehen.

        Aber mittlerweile gibt es nicht nur Tageslichtlampen sondern auch individuelle Lichttherapien. Meine Frau und meine Töchter sind mit deren Hilfe jetzt auch gut durch den dritten Polarwinter gekommen und bedauern es jetzt nicht früher auf meinen Rat gehört zu haben von Deutschland nach Norwegen zu ziehen. Das Leben hier ist einfach in den meisten Alltagsbereichen unbeschwerter. Gilt besonders für junge Menschen. Von den Zukunftschancen ganz abgesehen.

        Es ist aber natürlich ein gravierender Unterschied, ob ich in mein Land zurück oder in ein fremdes Land gehe. Letzteres ist auch in Norwegen nicht so einfach, wie viele sich das vorstellen.

        • @Sam Spade:

          Da können die Tyskebarnen ein Lied von singen.

  • Meine Mutter und ich (Informatiker) sind Anfang der 90er aus den baltischen Staaten hierhergezogen. Mittlerweiler fühle wir uns nicht mehr wohl und nicht mehr heimisch. Verwandte erkennen das Land nicht wieder. Das liegt nicht an der AFD, wir leben zum Glück im Westen und nicht im Osten. Verfügten wir über genügend Geld, wäre eine Rückkehr in die Heimat (wenn nicht zusätzlich die Mafia dort so stark wäre), andere Ostblockstaaten oder besser Skandinavien, Schweiz , Neuseeland oder Kanada unser Wunsch!

    • @Eulennest:

      Woran liegt es dann?

    • @Eulennest:

      "fühle wir uns nicht mehr wohl und nicht mehr heimisch"

      Ein wichtiger Faktor den sie da ansprechen. Für mich und meine Familie war es der ausschlaggebende Punkt, noch vor den Strukturmängeln, wieder nach Norwegen zu gehen.

      Der gesellschaftliche Wandel der sich in einer Großstadt wie Hamburg dadurch zeigt, dass die Toleranzschwelle immer weiter absinkt und in Aggressionen im Miteinander münden, die vor einigen Jahren höchstens im Straßenverkehr anzutreffen waren.

      Wenn ich die Berichte meiner Frau aus ihrem Job als Ärztin in einem Krankenhaus zugrunde lege und von rapide ansteigenden verbalen und körperlichen Übergriffen auf das Krankenhauspersonal höre oder meine ältesten Töchter mir vom Umgangston und -formen der männlichen Spezies im Hamburger Nachtleben oder U Bahnverkehr berichten, dann ist das für mich ein Signal das in der deutschen Gesellschaft etwas grundsätzlich nicht stimmt und Anlaß die Konsequenzen daraus zu ziehen. Diese Zustände gibt es "noch" in Norwegen nicht, obwohl auch hier der Ton rauer geworden ist.

  • Nur dumm dass halt vorrangig die besserverdienen gehen und viele junge Menschen. Gut, passt nicht in die Sicht des Schreiberlings hier, aber bitte ist seine Meinung.

    • @Sentinel2150:

      Es gehen auch viele Handwerker ins Ausland. Mit einem deutschen Gesellenbrief öffnen sich dort viele Türen. Ich habe als Landschaftsgärtner erst In Spanien und dann jahrelang in der Schweiz gearbeitet. Diese Auslandserfahrungen möchte ich nicht missen - sowohl fachlich als auch menschlich.

  • "Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen"

    Ach wirklich? Und wieviel Leute schreiben dann noch für die taz?

    • @Deep South:

      Oder gar in den Kommentaren?

      • @nihilist:

        Na ja, Kommentarspalten in Online Tageszeitungen sind nahezu überall Brennpunkte der Meckerei. Aber wenn man dem Autor mal polemisch folgt, isses schon erstaunlich, wie selbst hier das rechte "Lügenbild" den Menschen die Stimmung verhagelt.

    • @Deep South:

      Schreiben ist eine Tätigkeit, die sich ganz prima aus der Ferne erledigen lässt.

      • @Andreas J:

        Aus dem Ausland kann man auch für die Junge Freiheit, Compact oder Nius schreiben. Und jetzt? Wird die grundlegende Aussage, dass die Unzufriedenheit in Deutschland ein rechtspoulitisches Phänomen ist, dadurch schlauer?



        Herr Hannemann gefällt sich in wortgewaltiger Polemik, merkt aber dabei gar nicht wie er mit dem Zaunpfahl durch die Blume so etwas sagt, wie "Wer D nicht liebt, soll D verlassen".



        Von allen Zeitungen, die ich lese, ist die Unzufriedenheit und das Gemecker über die Zustände in unserem Land nirgendwo größer, als in der taz. Ein Artikel gerade hier, wenn auch satirisch überhöht, der Unzufriedenheit nach rechts verschiebt, ist doch ziemlich absurd.

        • @Deep South:

          @Deep South



          Es gibt soviel positives im Land, gerade die Solidarität der humanistischen Demokraten wächst stetig.



          fragdenstaat.de

          • @Alex_der_Wunderer:

            Das stell ich gar nicht in Frage. Mir geht das Meckern und Jammern in unserem Land schon lange auf den keks. Nur muss man das Positive auch hier zunehmend mit der Lupe suchen. Wenn man Grundtenor der meisten Artikel nimmt und dann noch die Kommentare darunter ließt, kann man das Gefühl bekommen, dass es kaum noch schlechter sein könnte. Und da hier nun wirklich nicht der rechte Mob und seine Lügenarrative unterwegs sind, frag ich mich, was genau den Autor reitet, so einen Artikel zu schreiben.

            • @Deep South:

              @Deep South



              Eventuell, vielleicht hilft es die Artikel und die Kommentare unvoreingenommen und aus einem anderen Blickwinkel heraus zu lesen ?

        • @Deep South:

          "Von allen Zeitungen, die ich lese, ist die Unzufriedenheit und das Gemecker über die Zustände in unserem Land nirgendwo größer, als in der taz"

          Den Eindruck kann man schon gewinnen. Etwa bei der ZEIT werden viele der Probleme aus einer sehr distanzierten Perspektive betrachtet - wie das eben so ist, wenn sie die Klientel nicht wirklich betreffen, weil die verbeamtet ist und ein Haus erben wird.

          Es gibt aber durchaus Publikationen, gegen die die taz fröhlich-patriotisch und mit ungebrochener Hoffnung auf ein anderes, besseres Land daher kommt. Ich kann aber auch gut verstehen, weshalb man bspw. um Welt, Focus und Nius einen Bogen macht.

  • "Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen."



    Dieser Satz klingt in der Tat sehr AfD-mässig. Im Grunde genommen ein selbstgefälliger Artikel. 100% Deutsch

  • „Denn es sind (…) vor allem die Narrative überbordender Gewalt in den Städten, völligen Zerfalls, nicht enden wollender öffentlicher Geschlechtsumwandlungen, und gendern muss man wahrscheinlich auch noch, sonst wird man getötet, verklagt oder sogar angemeckert.“

    Nein, das sind in der Regel nicht die Gründe in die Schweiz auszuwandern, sondern weil der Lebensstandard dort höher ist als hier. Von den vielen Steuern, die ich in Deutschland zahle, bekomme ich schlechte Infrastruktur, schlechte Bildung für meine Kinder, fehlenden Zivilschutz und keinerlei Zukunftsvisionen in der Politik. Ein Parteiwechsel ist in Deutschland auch kein Systemwechsel - dann erfolgt die Politikführung zum eigenen Machterhalt nur einfach für eine andere Partei, aber die Trägheit und Ideenlosigkeit in den Amtsstuben bleibt ebenso wie die überproportionale Einflussnahme einiger weniger Interessengruppen. Für die einen sind dies die Gründe auszuwandern, für die anderen die AfD zu wählen. Ich bedaure beides. Wer Bildungsmisere, soziale Ungleichheit, marode Infrastruktur und fehlende Zukunftsvisionen aber eals nebensächlich abtut, übersieht etwas. Vielleicht ist das ja auch einfach nur wieder Stimmungsmache.

    • @Nick riviera:

      Das fehlende Zivilschutz nehmans jetzad aber bitt schön zruck! Außer in Bayern, Spanien wird weicher, und einer Region Frankreich steht endlich das sogenannte Feuerwehrgesetz vor der Tür in der EU. Da wird selbst der Schweizer mal staunen, wie gewisse "Selbstverständlichkeiten" bei Euch, dann so ganz, ganz langsam auch mal ...

  • Gefährliche Aussage "Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen."



    Die einkommensstärksten 50 % der Steuerpflichtigen zahlen rund 93 bis 95 Prozent aller Einkommensteuern. Jeder "Besserverdiener" der auswandert reißt somit ein Loch in die Sozialkasse, welchen von den 50% der unteren Einkommen, die 5-7% der Lohn- und Einkommenssteuer zahlen, nicht aufgefüllt werden kann. Kurz gesagt: Jeder Besserverdiener der geht, macht die Armen noch ärmer.



    Ich würde mir die Aussage "Vielleicht sollten die Unzufriedenen wirklich alle gehen" nochmals gut überlegen, denn die "Armen" würden viel ärmer.

    • @Hans Dampf:

      Sie verbreiten wohl geschönte Berechnungen?! Ihre Statistik kann nicht stimmen, weil wir zunächst einmal über die Einkommensstärksten nichts wissen. Das SOEP ist dahingehend unvollständig, die Reichsten sind gar nicht erfasst. Deshalb gehört, man staune: statistisch, ein Grundschuldirektor in A12 schon zu den stärksten 10%. Seine Lohnsteuer liegt als Single bei rund 1.500 Euro im Monat. Im Übrigen haben, was meinen Sie eigentlich genau?!, Einkommens- und Lohnsteuer (diese Leute schaffen es sozusagen nicht einmal in die Einkommenssteuer) eben nicht einen Anteil von 93 bis 95% als "alle Einkommenssteuer) am Gesamtsteueraufkommen. Mit jeweils rund 25 bis 26%, also wohl knapp bei 50% von 100% des Gesamtsteueraufkommens, liegen das "Märchensteueraufkommen" (MwSt.) und die Lohnsteuer. Die klassische Einkommenssteuer dümpelt deutlich darunter. In diesem Segment müssen selbstverständlich die bekannten! Einkommensstärksten auch den größten Anteil tragen. Insgesamt jedoch bleiben sie deutlich hinter den - auch moralisch - zumutbaren Möglichkeiten zurück.

      • @Gerhard Krause:

        "Ihre Statistik kann nicht stimmen.."



        Die Aussage beruht auf statistische Daten der Bundesregierung und des Instituts der deutschen Wirtschaft. Einfach mal googeln, statt es "beschönigt" zu nennen. Von anderen Steuern wie die MwSt. oder der Gesamtsteuerbelsatung habe ich gar nichts geschrieben.

        • @Hans Dampf:

          Dann müssen Sie googlen üben, oder einfach mal den Link hier einfügen. Was Sie auch tun können, die von mir genannten Zahlen nachschauen und dann bei Ihren Quellen anrufen, warum sie Sie mit falschen Materialien versorgen. Viele Grüße 👋

        • @Hans Dampf:

          Ich glaube, sie haben da was nicht verstanden. Wenn bestimmte Daten aus der Statistik rausgelassen werden, sieht man nun mal ein falsches Bild. Und es gibt auch neben MWSt und Einkommenssteuer Taschenfüller, die die Einkommensschere immer weiter aufgehen lassen. z.B. die rasant um sich greifende Praxis, großen Firmen, die für leistungsloses Einkommen vieler Aktieninhaber sorgen, ihre Investitionen aus Steuermitteln zu bezahlen. So hat Merz gestern beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum stolz über eine der ersten (wenn nicht die einzige) Reform(en), die diese Regierung wirklich durchgesetzt hat, gesprochen: je 30% Abschreibung im 1. und 2. Jahr, so dass dann schon 2/3 aus Steuermitteln bezahlt sind. Das kriegt niemand für seine Kinder oder seine Wärmepumpe, da wird das Geld wirklich für Zukunft ausgegeben - die Zukunft von Leuten seines Schlages und deren Erben und deren Einkommen eben nicht in derselben Statistik wie der Grundschuldirektor auftaucht. Und alle fragen sich "Wo ist das Geld nur geblieben?"

          • @Christine_Winterabend:

            Sie reden von der Gesamtsteuerbelastung, ich NUR von der Einkommenssteuer. Natürlich ist die Gesamtsteuerbelastung anders verteilt als die Einkommenssteuer.

    • @Hans Dampf:

      Warum sollten die Unzufriedenen Besserverdiener sein?

      • @nihilist:

        Weil sie für ihre Leistung nur ausgenommen werden und nichts bekommen

        • @AllesWirdGuter:

          @Klaus Schwarzmüller



          Nun sehen Sie es doch auch mal etwas positiv, Sie dürfen etwas leisten und dafür zahlen Sie halt Steuern - is wie ins Kino gehen oder ne' Hose kaufen.. 😉

      • @nihilist:

        Weil die Besserverdiener meist Nochbesserverdiener sein wollen.

    • @Hans Dampf:

      Mich würde interessieren ob die Besserverdiener im Ausland Besserverdiener bleiben. Ohne die Infrastruktur die sie zu Besserverdienern gemacht hat. Ohne die Lücken die sie kennen, ohne ihre Netzwerke.

      • @Mr Ambivalent:

        Ja, als Arzt oder Ingenieur z.B. bleibt man in der Regel auch im Ausland Besserverdiener. Nicht selten verdient man sogar mehr als in Deutschland oder bekommt zumindest mehr geboten, weil die Straßen und Brücken intakt sind, die Kinder gute Bildung bekommen und der Beruf mit Familie vereinbar ist.



        Nicht alle Besserverdiener sind in Deutschland solche, die leistungsloses Einkommen haben und Gesetzeslücken kennen. Es gibt durchaus auch Menschen, die mit ehrlicher Arbeit, viel Verantwortung und einem hohen Ausbildungsaufwand mehr verdienen als der Durchschnitt. Dass von linker Seite das Wort „Besserverdiener“ dann ähnlich wie das Wort „Gutmensch“ von rechts benutzt wird, ist nur ein weiterer Grund zu gehen.

      • @Mr Ambivalent:

        Diese Frage ist tatsächlich interessant.

    • @Hans Dampf:

      Sind denn alle "Besserverdiener:innen" unzufrieden und wollen auswandern? Es könnten ja auch viele zufrieden sein.

      • @CarlaPhilippa:

        Ich gehöre Weiß Gott nicht zu den Besserverdienern, sondern zu den Gerade-genug-Verdienern, bin aber materiell wirklich zufrieden. Aber das Leben besteht nicht nur aus der materiellen Seite. Der Hund liegt in der Wohlstandsverwahrlosung begraben und in den Auswirkungen, durch die immer mehr Menschen keine Chance zur Zufriedenheit mehr haben.

      • @CarlaPhilippa:

        Ganz sicher sind viele "Besserverdiener" zufrieden und ziehen nicht wegen ein paar Prozent Unterschied in der Steuer ins Ausland. Ich denke viele haben da auch andere Gründe als nur das Geld.

        • @Hans Dampf:

          Zu denken, dass Unzufriedenheit nur was mit Geld zu tun hat, denkt mmn. zu kurz.

        • @Hans Dampf:

          Da denken Sie absolut richtig.

  • Haha, Herr Hannemann schön den Wuteimer mal über alles drübergeschüttet.



    Ob diejenigen gehen, die AfD-affin sind, da habe ich ergebliche Zweifel. Eher gehen die jungen Leute die Optimisten sind und zukünftig mehr Steuern bezahlen würden als der Durchschnitt. Würde mal auf FDP und Grünwähler tippen.

  • Zu Auf Wiedersehen



    Ich bin erstaunt. Ich wäre froh wenn die ewigen Meckerer und Destruktiven gehen würden. Aber die, die ich kenne bleiben leider und wählen AFD. Gehen tun die, die die nächste Bundestagswahl in 2028 und erst recht in 2033, 100 Jahre danach, fürchten. Und die, die ewige Inkontinuität in der Politik so leid sind. Und frustriert sind über die technische Stagnation, jetzt auch nich gepaart mit rückwärts gewandter Politik

  • Lese ich in meiner LinkedIn Bubble häufiger - typischerweise von Menschen mit Zusätzen im Profil wie "performing people first" oder irgendwas mit KI. Spannenderweise sind die ein Jahr später immer noch hier. Schade eigentlich.

    • @Wassermangel:

      Hunde die bellen, beißen nicht... 😉

  • Nein, es ist nicht nur eine Erzählung, die den Menschen eingeredet wurde, auch aber nicht nur. In D ist die Bevölkerung vom Wirtschaftswachstum entkoppelt und das begann bereits unter Schröder. Jahrzehntelange Lohnsteigerungen unter der Inflationsmarke, unter dem Damoklesschwert Hartz4 erzwungen, haben den Glauben an dieses Land untergraben, dann kam Corona dann die Rezession. Das wird in den Medien alles als schlechtreden abgetan, statt dessen werden weitere Kürzungen gefordert.



    Ja 10 bis 15% sind für diesen Schwachsinn und die Sündenbockpolitik der aphde immer anfällig, aber liefe der Laden, wäre das eine Randgruppe.



    Diese Krise hat ökonomische Ursachen, der Schwenk nach rechts ist die politische Folge.



    Das die hohe Politik aber auch linksliberal immerzu die Augen verschließen und eine Schieflage leugnen, Menschen als demagogisch irregeleitete Wähler brandmarken ist Teil des Problems.



    Der Rechtsruck ist Folge einer ökonomischen Krise, dem Auseinanderklaffen der offiziellen Erzählung mit der erlebten Lebenswelt. Volksverhetzer hätten einen schweren Stand bei zufriedenen Menschen.

    • @nutzer:

      "....inflationsbereinigte Löhne zwischen 2005 und 2026 im Schnitt um rund 9 bis 12% gestiegen. Die Entwicklung verlief jedoch extrem volatil." QUELLE: Sozialpolitik-aktuell.de



      2005, da war Schroeder Agenda durch.



      Das ist Fakt in der Zeit die Sie hier direkt drüber falsch darstellen.



      Sie schrieben: "Jahrzehntelange Lohnsteigerungen unter der Inflationsmarke" und krude Thesen mit ökononische Ursache und daher Rechtsruck. Das mag Ihre Meinung, ob das mehrheitsfähig ist glaub ich nicht!



      Und egal was Sie jetzt hinterher noch drehen wollen ist unseriös!

      Der Laden läuft schlecht. Politisch. Ökonomisch individuell nicht. Die meisten sind mit der persönlichen Situation zufrieden, nicht zufrieden aber mit der Gesamtlage des Landes. Quellen dazu gibts zuhauf. Danke.

      • @Tom Farmer:

        noch einmal die Entwicklung der Reallöhne seit 2008

        2024 3,1

        2023 0,1

        2022 -4,0

        2021 0,0

        2020 -1,2

        2019 1,1

        2018 1,4

        2017 1,0

        2016 1,8

        2015 2,2

        2014 1,7

        2013 -0,1

        2012 0,6

        2011 1,2

        2010 1,5

        2009 -0,2

        2008 0,3

        "im Schnitt um rund 9 bis 12% gestiegen. " Das stimmt, nur wenn es aufaddiert wird. Die Formulierung suggeriert aber einen jährlichen Anstieg. Das ist eine Nebelkerze.



        Die realen zahlen siehe oben.



        Ihre Aussage im anderen Thread, die Reallöhne seien in den letzten Jahren immer gestiegen ist faktisch falsch, wenn Sie einen Faktencheck fordern müssen Sie auch auf die gelieferte Antwort eingehen.

        • @nutzer:

          Da Tarifverhandlungen immer nur nachträglich entsprechend zum höheren Ergebnis führen ist klar. Einzelne Jahre sind negativ, werden aber im Folgejahr oder nach zwei Jahren aufgeholt.



          Ähem, logisch, dass das die Summe ist bei den ca. 10%.



          Also, es geht allen durchschnittlich 10% seitens der Kaufkraft besser als seit Beginn Schröders Agenda. Und Sie ezählen, das sei der Grund für die aktuelle politische Entwicklung.



          Ihre Argumentation scheint verbesserungswürdig!



          Ansonsten, Sie wwrden ständig neue Punkte ein, auf dienich dann reagiere. Siehe Ihre Anfangsaussage bei der ich immer noch bin.



          Sie hingegen kommen mit neuen Themen daher wie Größe einer Volkswirtschaften und Lohnniveau.....

        • @nutzer:

          P.S. Diese Zahlen muss man im Kontext betrachten: Die Veränderungsraten beziehen sich jeweils auf das Vorjahr. Ein Anstieg von 3,1 % im Jahr 2024 bedeutet daher nicht, dass das frühere Niveau automatisch wieder erreicht wurde. Er setzt auf dem niedrigeren Ausgangsniveau auf, das durch den Rückgang im Jahr 2022 entstanden ist.



          D.h. Bei einem Rückgang um 4,0 % wären anschließend rund 4,17 % Zuwachs nötig, nur um wieder auf das Ausgangsniveau zu kommen. Erfolgt diese Erholung aber erst verzögert, vergrößert sich die aufzuholende Lücke zusätzlich, weil in der Zwischenzeit auch der eigentlich zu erwartende weitere Zuwachs ausbleibt.

          Bildlich:

          i.redd.it/1-mai-wi...ee5be5d8ffeecff4de

    • @nutzer:

      Absolute Zustimmung. Die Umfragen sind eindeutig, aber ist ja alles nur halb so wild und die Mehrheit lässt sich nur verwirren und die ganz verwirrten wählen sogar AFD. Geht ja gar nicht.

    • @nutzer:

      Es sind vielleicht eher die Preise, deren Entwicklung weit über der Inflation lag.

    • @nutzer:

      "Volksverhetzer hätten einen schweren Stand bei zufriedenen Menschen."



      Weise Aussage, der ich voll zustimme.

      • @Hans Dampf:

        Die Sponsoren der Volksverhetzer sind Menschen, die allen Grund zur Zufriedenheit haben könnten. Aber gerade die sind die Unzufriedensten, weil sie nie genug haben und den letzten Rest derer, die mit Recht unzufrieden sind, noch ausquetschen wollen.

    • @nutzer:

      @nutzer leider stimmen Ihre angeblichen Fakten nicht. Ein Stichwort dass Sie mal recherchieren sollten ist Reallohnentwicklung. Also Nominallohn bereinigt um die Inflation.



      Die letzten Jahre stets gestiegen. FAKT!



      (dass die Vermögen noch schneller gestiegen sind ist dann auch Teil der Wahrheit, ist aber jetzt an dieser Stelle nicht relevant)



      Das das Land besser laufen muss damit die AfD geschrumpft wird, bin ich bei Ihnen, aber an den Löhnen liegt das nicht! Sondern an dem ganzen Scheiß der einem täglich nervt: Bahn unpünktlich, Baustellen auf Straßen ohne Ende, Bildung mangelt, Rentensystem am Ende.... usw.

      • @Tom Farmer:

        "...Ein Stichwort dass Sie mal recherchieren sollten ist Reallohnentwicklung. Also Nominallohn bereinigt um die Inflation. Die letzten Jahre stets gestiegen. FAKT!..."

        Nicht zu leugnen, aber leider nur die halbe Wahrheit.







        Wenn einer reicher wird und der andere ärmer, ändert sich am Durchschnitt erst mal nichts. Die sehr Einkommensstarken haben sich allerdings überproportional verbessert, was den Durchschnitt natürlich anhebt. Gleichzeitig ist aber die Armutsquote in Deutschland auf dem absoluten Höchststand. Die Schere geht weiter auf.

        Überspitzt:



        Wenn der eine statt 7.000 Euro im Monat jetzt 9.000 "Reallohneinheiten" verdient, und der andere statt 3.000 nur noch 2.000 ist der Durchschnitt von 5.000 auf 5.500 gestiegen. Der Durchschnitt sagt also gar nichts darüber aus, ob es allen oder nur einem bestimmten Anteil der Menschen im Land besser geht.







        Für das untere Einkommensdrittel hat sich 2020 die reale Kaufkraft (nach Abzug aller unumgänglichen Kosten wie Miete, Heizen, Strom usw.) definitiv nicht verbessert. Das ist auch Fakt.







        Mehr Arme, Rentensystem am Ende, Bahn / Schulen / Brücken Sanierungsfälle, aber die Reichen werden reicher. Da stimmt doch was nicht im System.

      • @Tom Farmer:

        "Sondern an dem ganzen Scheiß der einem täglich nervt:"

        Der wurde aber durch Nicht- und Fehlentscheidungen in den letzten Jahrzehnten verursacht (beispielsweise sind Entscheidungen zur Unterfinanzierung der Bahninfrastruktur von 1974 bis 1976 und wurden seitdem nur ausgesessen oder übertüncht statt korrigiert).



        Da lässt sich nicht "mal schnell" das Ruder herumliegen - und schon gar nicht ohne Mut zu Entscheidungen, die für die eigene Klientel vorübergehend Einschränkungen oder Zumutungen bedeuten. Ich sehe aber in der Politik niemanden, der bereit wäre, diese Wahrheit á la "blood, sweat and tears" laut in der Öffentlichkeit auszusprechen...

      • @Tom Farmer:

        Man kann sich auch due Entwicklung anschauen seit den 90ern. Bis 2013 ungefähr blieb der Reallohn konstant. Wenn man dann die Statistik aufdröselt sieht man, dass die unter 20 Prozent Reallohnverluste hätten, welche von den ober 10 Prozent der Einkommen aufgefangen wurden.

        Ein Mindestlohn von 15 Euro, ich glaube 2021, wäre eine Lohnsteigerung von ca. 10 Millionen Arbeitnehmern, was ca. 25 Prozent aller Arbeitnehmer waren. Und selbst vor ein paar Jahren waren 15 Euro die Stunde kein Lohn für einen überschwänglichen Lebensstil.

        Die zahlen sind aus dem Gedächtnis, aber die Abweichungen dürften recht gering sein.

        Generell sehe ich Deutschland aber auch nicht so negativ wie viele. Es ist vielleicht nicht perfekt, aber wie in jedem Land gibt es gutes und Dinge, welche weniger gemocht werden.

      • @Tom Farmer:

        Aber ist der Reallohn hier der entscheidende Faktor oder dessen Kaufkraft? Vielleicht sogar nach Abzug unabdingbarer Lebenshaltungskosten wie Wohnen und Essen?

        • @metalhead86:

          Das ist identisch. Reallohn ist ja um die Inflation bereinigt, somit höherer Reallohn gleich höhere Kaufkraft.

      • @Tom Farmer:

        donnerlitchen!



        aber zu den Fakten. in den letzten Jahren heißt:



        20243,1



        20230,1



        2022-4,0



        20210,0



        2020-1,2



        20191,1



        20181,4



        20171,0



        20161,8



        20152,2



        20141,7



        2013-0,1



        20120,6



        20111,2



        20101,5



        2009-0,2



        20080,3



        seit 2019 gab es nur 2024 , wenn man 0,1 % gelten lässt auch 2023 Reallohnsteigerungen davor seit 2008 nur einmal über 2% sonst darunter, eher bei 1%.



        Hier einmal der Anstieg im Verhältnis zu den u.a. Unternehmenseinkommen und Vermögenseinkommen seit 2000



        www.sozialpolitik-...ateien/abbIII1.pdf

        • @nutzer:

          Aus ihrer eigenen Quelle:

          "Grundsätzlich handelt es sich bei der beschriebenen Entwicklung um nominale Größen. Berücksichtigt man, dass in Folge des kontinuierlichen



          Anstiegs des Preisniveaus die Kaufkraft der Löhne und Gehälter gesunken ist, erscheint die Entwicklung in einem ungünstigeren Licht. Als Bei-



          spiel sind die inflationsbereinigten Nettolöhne und -gehälter ausgewiesen. Diese weisen über die Jahre keinen nennenswerten Zuwachs auf und



          sind zum Teil – so in den Jahren 2004 - 2009 – sogar gesunken."

          • @metalhead86:

            "2004 - 2009 – sogar gesunken." das ist mein Argument.



            Die Auflistung war als Faktennachweis für Tom Farmer gedacht, da er Faktentreue anmahnt, selbst aber die Zahlen nicht recherchiert hat und das Gegenteil postuliert hat.

        • @nutzer:

          Was war, interessiert gar nicht so sehr. Was man befürchtet, umso mehr.

        • @nutzer:

          Ich denke, man kann beides dafür verantwortlich machen, die Reallöhne, aber auch die unzähligen anderen Dinge, die nicht funktionieren, schlecht umgesetzt werden oder wo erst gar nicht auf die Bevölkerung gehört wird.

        • @nutzer:

          leider finde ich die Grafik nicht mehr, seit 2000 ist das dt Lohnniveau um bis zu 24% unter dem anderer europ. Länder zurückgeblieben

          • @nutzer:

            Dieser Satz von Ihnen ist frei von Inhalt.



            Oder .... das deutsche Lohnniveau seit 1983 liegt stets höher als das vieler anderer Staaten. Naja!



            .

            • @Tom Farmer:

              Was ist frei von Inhalt? Dass die dt Löhne bis zu 24% hinter dem Niveau anderer Länder zurückgeblieben sind? Dann bitte ich um Quellen von Ihnen, die das widerlegen.



              Sie schreiben von Fakten, was sagen Sie denn zu den Reallohnentwicklungen, die faktisch nicht so sind, wie Sie behauptet haben? Obwohl Sie faktentreue anmahnen.

              • @nutzer:

                @Tom Farmer:



                P.S. dass die drittgrößte Volkswirtschaft der Erde ein höheres Lohniveau als die meisten anderen Länder hat, sollte selbstredend so sein, hätten wir ein Lohnniveau wie die meisten Länder außerhalb Europas, wäre diese dt Wirtschaftsstärke ein schlechtes Geschäft für die Bevölkerung. Dass wir dennoch drittgrößte Volkswirtschaft sind, trotz des Lohnniveaus, zeigt das es nicht am Lohn liegt. Dennoch und das ist mein Argument, sind wir im Verhältnis zu anderen europ. Ländern in den letzten 25 Jahren deutlich unter anderen Ländern geblieben, obwohl die Produktivität und Wirtschaftsleistung stärker gewachsen ist. Das ist die Diskrepanz, die Schere zwischen oben und unten. 25 Jahre Jubelnachrichten über die dt Wirtschaft, aber Reallohnsteigerungen jährlich zwischen 1 und 2% teilweise sogar auch negativ.



                Das kann man alles wegschreiben, medial geht das, aber den Menschen wird es dennoch irgendwann bewußt und wenn dann der Kipppunkt erreicht ist und viele feststellen, dass es nicht nur individuell gefühlt ist sondern bei sehr vielen, dann passiert was jetzt passiert, Die Stimmung kippt bei vielen, gegen diesen Staat.

                • @nutzer:

                  Oh Gott, was hat denn jetzt die Größe der Volkswirtschaft mit Löhnen zu tun??



                  Dann müsste China ja besser bezahlen als wir.



                  Liechtenstein ist mini und zahlt besser....und jetzt?

                  • @Tom Farmer:

                    bei Ihnen hat anscheinend nichts mit gar nichts zu tun. Fällt alles irgendwie vom Himmel....

                    Äußern Sie sich doch bitte einmal zu dem von Ihnen angeforderten Faktencheck bezüglich der Reallohnentwicklung, anstatt immerzu neue Fragen in den Thread zu werfen, ohne eigene Aussagen zu hinterlassen. Ihre Aussage die Reallöhne seien in den letzten Jahren immer gestiegen, stimmt nicht.



                    Meine gelieferten Zahlen übergehen Sie einfach.

                • @nutzer:

                  @nutzer



                  Prima Beiträge von Ihnen 👍👍



                  Danke für's Augen öffnen.

  • Bitte nicht als Aufschneiderei verstehen, doch ich habe etwa 85 Länder auf allen Erdteilen bereist, berufsbedingt. Eines ist mir überall begenet: "Gekocht wird immer nur mit Wasser" eine Binsenweisheit. Unzufriedenheit gibt es überall und die kann man nur bei sich selbst kurieren. Natürlich bin ich nicht mit Allem einverstanden was in D passiert. Die derzeitige Regierung etwa lässt mich schaudern - doch wo finde ich einen Ort, an dem alles (!!!) in meinem Sinne OK ist? Und gäbe es diesen Ort, dann ist der nicht zwingend für alle anderen auch OK.



    Wir alle sollten uns fragen, ob unsere Unzufriedenheit nicht eher mit uns selbst besteht? Sind wir neidisch? Hat uns die gängige Werbung im Griff? Gibt es zufriedene Momente - und warum sehe ich die zu wenig oder gar nicht?

    • @Perkele:

      Sehr richtiger Kommentar. Dieses Selbstmitleid und die Jammerei mancher Menschen ist sehr anstrengend. Solchen Menschen gehe ich aus dem Weg bzw. trenne mich von ihnen, wenn sie sich im näheren Bekanntenkreis befinden. Das entspannt

    • @Perkele:

      Hallo Herr Perkele, hallo Joe - das angenehme an diesem "Land" hier: Wenn sich mein Umfeld zu sehr negativ verändert - so ändere ich langsam wieder mein Umfeld.

      - Die 5 Menschen mit denen ich am meisten zu tun habe, prägen mich.

      - Mehr als 150 Bekannte kann man sich nicht merken. Dann fliegt eine Person raus... - Relikt aus der Evolution/Dorfgemeinschaft...

      Und glauben Sie mir:

      Fast 40 Jahre Residenzpflicht in Bayern führten dazu, dass man den Eindruck bekommen könnte - alle Unzufriedenen zogen hierher.

      Aber wehe, es zieht dann jemand weiteres hierher...



      Meckern dern dann allerwei nur die Zuazognen!



      Mir? Sogn nix - oder granteln hoid!

    • @Perkele:

      Mit Sicherheit gibt es keinen Ort, wo alles perfekt ist, überall muß man in dem einen oder anderem Bereich Abstriche machen. Die Frage ist, wo man selbst seine Prioritäten setzt und welche Vorstellungen man von seinem Leben hat. Persönlich ko... mich dieses Land mittlerweile derartig an, daß ich, wenn ich könnte, auch die Flucht ergreifen würde. Es ist nicht nur die politische Situation, auch haben sich viele Menschen in meinem weiteren Umfeld derartig verändert, daß mir das Leben hier immer mehr unangenehm erscheint.

      • @Wurstfinger Joe:

        Ihr letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Ich will nur noch etwas hinzufügen: Die Veränderung anderer besteht oft in der eigenen Entwicklung. Und wenn man erkannt hat, dass Weiter-so und dann noch viel mehr nicht funktionieren wird, hat sich das Verhältnis zu den Verfechtern dieser Denkweise verändert - und damit die Verfechter selbst.

      • @Wurstfinger Joe:

        Ja, das ist nachvollziehbar und mir geht es leider immer öfter genauso. Ich helfe mir damit, möglichst streng selber bei meinen Maximen zu bleiben. Das wirkt, zumal ich Zuspruch von vielen Freunden bekomme, die ähnlich "drauf sind".

      • @Wurstfinger Joe:

        "Persönlich ko... mich dieses Land mittlerweile derartig an, daß ich, wenn ich könnte, auch die Flucht ergreifen würde."



        Jetzt werd ich neugierig. Was genau hindert Sie daran, dieses Land zu verlassen? Was ist soviel schlechter im Ausland, dass Sie dann doch lieber hier bleiben?

        • @Encantado:

          Zu alt für einen Neuanfang und zu wenig Geld reichen schon, daß man nicht so einfach hier weg kann.

      • @Wurstfinger Joe:

        Naja, also der letzte Satz klingt schon so, dass Sie sich vielleicht mal ein anderes Hobby suchen sollten: Moore wiedervernässen, Tischtennis spielen, Klavierspielen und zwar als Begleitung, Hausaufgabenhilfe für Kinder von Asylbewerbern.

        Dann sind Ihnen die nervigen Mitmenschen die dauernd aufs Handy starren egal

        • @derzwerg:

          Das sind ja lauter schöne Hobbys, nur leider fehlt dezent die Zeit dafür, wenn man nebenbei noch für den Lebensunterhalt unterwegs ist.



          Auch bemängle ich nicht die Smombies, die unterwegs sind, sondern eher das zunehmend unsolidarische Verhalten und den teilweise menschenverachtenden Habitus meiner werten Mitmenschen.

    • @Perkele:

      Sehr gut gesagt. Volle Zustimmung!!!