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Der Kanzler attackiert die SPDDie Methode Merz

Stefan Reinecke

Kommentar von

Stefan Reinecke

Vor den Bankenchefs macht der Kanzler mal wieder knallige Ansagen und schießt gegen die SPD. Macht er so weiter, kann etwas Unvorstellbares passieren.

Kanzler Merz und EZB-Präsidentin Lagarde beim Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken Foto: Mike Schmidt/imago

F riedrich Merz ist als Kanzler etwas Ungewöhnliches gelungen. Er ist nach nur einem Jahr noch unbeliebter als Olaf Scholz am Ende der Ampelregierung. Das ist verblüffend. Scholz musste eine auseinanderbrechende Streitkoalition zusammenhalten, in der die FDP sich nach der Opposition sehnte. Scholz war das Gesicht dieser Krise, die Möglichkeit, eine gute Figur zu machen, war begrenzt.

Merz hat es vergleichsweise leicht. Die Klingbeil-SPD ist ein verlässlicher, staatstragender, ja genügsamer Partner. Die Sozialdemokratie trudelt allerdings, auch weil sie eine mausgraue Staatspartei geworden ist, in eine bedrohliche Krise. Die einzige Wählergruppe mit einigermaßen verlässlichen Sympathien für die müde wirkende Sozialdemokratie sind die RentnerInnen.

Der Kanzler hat nun vor dem Bankenverband zwei Botschaften in die Welt gesendet und der SPD gezeigt, wo der Hammer hängt. Die Sozialdemokraten müssten bei den Reformen von Rente und Gesundheit, die vor allem Sparmaßnahmen werden, „Blockaden auflösen“. Dieser Ton erinnert an einen Handwerksmeister, der den Lehrling zusammenfaltet, der mal wieder den Schraubenschlüssel verbummelt hat.

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Außerdem wird die gesetzliche Rente künftig laut Merz „allenfalls noch die Basisabsicherung“ sein. Das Wort allenfalls bedeutet: Wenn Schwarz-Rot fertig reformiert hat, dann wird die gesetzliche Rente vielleicht nicht mal mehr eine Basisabsicherung sein. In Deutschland werden jährlich rund 500 Milliarden Euro für Alterssicherung ausgezahlt, das Gros, mehr als 350 Milliarden, fließt durch die gesetzlichen Rentenkassen. Merz will das offenbar radikal ändern und Staat durch Markt ersetzen. Das ist eine Kampfansage – an die SPD samt ihrer letzten treuen Wählergruppe und an die gesetzliche Rentenversicherung.

Knallige Aussagen in Hauptsätzen

Merz will sich vor den Bankern offenbar als mutiger, wirtschaftsfreundlicher Reformer inszenieren. Ein Konzept für die schwarz-roten Reformen gibt es vom Kanzler bislang nicht. Das hat, wenn auch löchrig und vage, nur der SPD-Vizekanzler in einer Rede skizziert.

Die Methode Merz ist: knallige Ansagen in Hauptsätzen, denen später oft recht viele Relativsätze folgen, die den entstandenen Schaden einhegen sollen. In der föderalen bundesdeutschen Koalitionsdemokratie ist Führung ein komplexer Prozess von Kompromissbildungen. Und Macht bedeutet, diesen Prozess professionell zu steuern. Merz weiß wahrscheinlich, dass die Bundesrepublik keine Präsidialdemokratie ist, in der der Kanzler mit executive orders regieren kann. Er redet aber so.

Wenn das so weitergeht, kann sogar etwas Unvorstellbares passieren: Die Geduld der SPD könnte an ihr Ende kommen.

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Stefan Reinecke
Korrespondent Parlamentsbüro
Stefan Reinecke arbeitet im Parlamentsbüro der taz mit den Schwerpunkten SPD und Linkspartei.
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103 Kommentare

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  • Es ist verrückt, aber die Wählenden schreiben immer noch der CDSU die größte Wirtschaftskompetenz (37%) zu, gefolgt von der AfD (17%). Die SPD landet abgeschlagen auf Platz 3 (8%) und die Grünen folgen auf Platz 4 (6%), Die Linke (3%)

    Die Lösungskompetenz der Parteien in der Steuer-und Finanzpolitik wird so beurteilt:



    CDSU 25%, AfD 7%, SPD 16%, Grüne 5%, Die Linke 6%

    Bei der Altersversorgung sieht es etwas anders aus:



    CDSU 19%, AfD 16%, SPD 22%, Grüne mit 3% noch hinter Die Linke mit 8%

    (Quelle: Statista)

    Zu viele Wähler*innen glauben scheinbar immer noch an den Trickle-Down-Effekt (es wird schon was für uns abfallen, wenn es der Wirtschaft und den oberen Zehntausend gut geht), und auch wenn sie dem Braten nicht so ganz trauen, wie die leicht abweichenden Zahlen bezüglich der Altersvorsorge illustrieren, wählt eine Mehrheit immer noch die Parteien, die gegen ihre (der Wählenden) Interessen handeln.

    Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Wählerschaft etwas masochistisch veranlagt ist nach dem Motto: Nur bittere Medizin ist gute Medizin.

    • @Klabauta:

      „Man könnte den Eindruck gewinnen, dass die Wählerschaft etwas masochistisch veranlagt ist nach dem Motto: Nur bittere Medizin ist gute Medizin.“



      Das haben Sie gut erkannt. Und bei diesem von ihnen beobachteten Trickle-Down-Effekt handelt es sich nicht einmal um bittere Medizin - die zuweilen ja lebensrettend sein kann - sondern um schleichendes Gift.



      Dass eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung immer noch daran glaubt, führe ich v.a. auf zwei Faktoren zurück: erstens funktionierte nach Gründung der Bundesrepublik über mehrere Jahrzehnte die Erzählung, dass Wirtschaftswachstum und Wohlstand eine Einheit bilden bzw. eine Förderung kapitalistischer Wachstumsinteressen auch dem Ausbau des Sozialstaates diene.



      Zweitens: die Durchsetzung der neoliberalen Ideologie seit dem Scheitern der sozialliberalen Koalition, nach der jede/r seines/ihres Glückes Schmied sei, wenn er/sie sich nur genügend anstrenge. Wer dabei hintenüber falle, habe eben Pech gehabt. Damit einhergehend eine weitgehende Entpolitisierung breiter Bevölkerungsschichten.



      Seitdem auch dieses neoliberale Narrativ sichtlich an sein Ende gekommen ist, sollen es jetzt rechtsautoritäre, völkisch-nationale Strategien richten.

      • @Abdurchdiemitte:

        Friedrich von Papen. Totengräber der Demokratie.

  • taz: *Die einzige Wählergruppe mit einigermaßen verlässlichen Sympathien für die müde wirkende Sozialdemokratie sind die RentnerInnen.*

    Bei der Union sieht es doch nicht anders aus, denn auch deren größte Wählergruppe setzt sich aus Rentnern zusammen; die allerdings nicht an die Zukunft ihrer Enkel denken, sonst würden sie nicht CDU/CSU wählen.

    Dass Friedrich Merz, als ehemaliger BlackRock-Lobbyist, vor allem die Interessen von Wirtschaftsbossen und Banker bedient ist klar, aber mit seiner unsozialen Politik treibt er auch immer mehr frustrierte Bürger in die Arme der AfD - und das ist mehr als erschreckend.

    Friedrich Merz wird mit seiner neoliberalen Politik so weitermachen, denn die SPD wird es nicht wagen einen Koalitionsbruch zu riskieren, weil man damit derzeit dieses Land und seine Bürger der AfD ausliefern würde.

    Jemand wie Friedrich Merz hätte niemals Bundeskanzler werden dürfen.

  • Natürlich treibt er sein Unwesen. Aber das kann er nur, weil ihm eine devote SPD zur Seite steht. Ich frage mich immer wieder, warum sich die SPD für so eine Politik hergibt.

    • @Kunoberti:

      „Ich frage mich immer wieder, warum sich die SPD für eine solche Politik hergibt.“



      Möglicherweise um eine Machtergreifung der AfD zu verhindern? Mutig ist das freilich nicht. Mutig war die Rede von Otto Wels 1933 im deutschen Reichstag anlässlich des Ermächtigungsgesetzes der NSDAP oder 1970 der Kniefall Willy Brandts in Warschau.

  • "Mausgrau" beschreibt sehr gut die triste Wirkung Wirkung, die vor allem von Lars Klingbeil ausgeht, der anbiedernd die "Fleißigkeit" der Bürger in seiner Bertelsmann-Rede (wirtschaftsaffirmativer hätte der Redenort kaum sein können) betonte und phlegmatsich fragte, wo der deutsche Standortpatritotismus der deutschen Wirtschaft sei, weil diese fast ausschließlich in Osteuropa investiere. Klingbeil forderte von deutschen Vorständen mehr an die Heimat und nicht nur an Margen zu denken.

    Da wünscht man sich fast einen deutschen Trump (Kubicki?) der dieser naiven Mausgrauigkeit den Garaus macht, um von der deutschen Wirtschaft klipp und klar zu fordern statt in Osteuropa und China vor allem in Deutschland zu investieren. Deutschland first!



    Merz hat in dieser Hinsicht schon einmal den Ton gesetzt, getrieben von der Junge Union, die sich schon jetzt Szenarien ausmalt, wie Merz mit der AFD in ener Minderheitsregierung regieren könnte.

    • @Lindenberg:

      Eine Minderheitsregierung wäre eine schwarzbraune Haselnusskoalition gewiss nicht. Gemessen an den derzeitigen Umfragen käme sie auf satte 50% (und sollte einer rechtspopulistischen Kubicki-FDP der knappe Wiedereinzug in den Bundestag gelingen, hätte solch eine rechte Allianz noch mehr Spielraum).



      Bleibt nur die Hoffnung, dass bis zur nächsten BTW möglichst viele Wähler diese Gefahr erkennen und auch dagegen steuern wollen, indem sie ihr Kreuz bei der SPD, den Grünen oder der Linken machen. Meine Hoffnung darauf ist allerdings nicht sehr groß.

      • @Abdurchdiemitte:

        Danke für den Hineweis, falsch gedacht. Umso bedrohlicher, dassJunge Unionschef Winkel die SPD vor sich hintreibt, indem er eine Art Zwei-Klassengesellschaft in der medizinischer Versorgung verlangt.



        Die SPD wird massiv bei den nächsten Wahlen verlieren, wenn Merz aufgrund von Druck aus der SPD mit Junge Unionchef Winkel nicht klar Schiff macht.



        Doch der wird von Spahn gestützt. Statt Theater mit der FDP jetzt innerparteiliche Karriereambitionen der Jungen bei der CDU. Nur mit welchem Ziel? Die SPD geht irgendwann vom Ruder. Bleibt Merz, der die SPD-Ministerposten aus der CDU/CSU besetzt, bis es zu Neuwahlen kommt. Dann das Ganze mit Söder als Kanzlerkandidat nochmals von vorne.

  • Als Witz gedacht, aber wohl zumindest sehr nah an der Wahrheit:



    www.der-postillon....4/merz-ratlos.html

  • Merz taugt nicht mal mehr als Scherz, also wie man das Niveau so weit runtersetzen kann ist mir wirklich ein Rätsel...

  • Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU ist ein permanenter Sprücheklopfer, der mit der Regierung unseres Land schlichtweg überfordert ist. Seine Methode daher: Schuld sind immer andere und natürlich die SPD. Nach den Migranten, Kranken, Arbeitslosen, Frauen und Arbeitnehmern sind jetzt die Rentner dran. Die Wünsche von Lobbygruppen, wie Staatsdiener und Beamte, Besserverdienende, die familienunternehmer.eu, Millionäre und Milliardäre werden dagegen gern erfüllt. Dabei müßten Politiker und neue Beamte schnellstens in die Rentenversicherung integriert werden. Das extrem teure Beamten- und Pensionsparadies kann sich unser nämlich Land am wenigsten leisten.

    • @KLaus Hartmann:

      Moin Klaus,

      tue mich irgendwie immer schwer damit nachzuvollziehen, was es bringt, wenn Leute die vom Staat bezahlt werden Abgaben an den Staat leisten. Klingt für mich nach rechte Tasche linke Tasche. Aber es wäre sicherlich gut für die Diskussion, wenn wir alle in ein gemeinsames System einzahlen wurden.

      Wir haben so viele parallele Versorgungswerke.. u.a. Ärzte, Anwälte, Architekten.. da wäre mehr drin als bei Beamten und Politikern glaube ich.

      • @Powow:

        Die Deutsche Rentenversicherung ist nicht “der Staat”. Das ist ein Umlagefinanziertes System. Also nichts mit rechte Tasche, linke Tasche. Dass man dem System Leistungen aufbürdet, die eigentlich aus Steuermitteln bezahlt werden müssten, statt vom Kreis der Beitragszahler ist ein anderes Thema.

        Die anderen Versorgungswerke sind anders aufgestellt. Da wird im wesentlichen ein Kapitalstock aufgebaut.

        • @Helmut Fuchs:

          Eben... Noch nicht. Wenn wir nicht zulassen daß Merz das auch noch "opfert".

  • Ein/e Supervisor/in könnte Merz und Klingbeil nahebringen, dass sie aufgrund der AfD-Bedrohung auf "Gedeih und Verderb" angewiesen sind und als Parteioligarchen sich mal selbst ernst nehmen müssen, wenn sie immer wieder behaupten: "Erst das Land, dann die Partei und dann die Person". Merz steht für das Motto: Erst die Person, dann die Partei und dann vielleicht das Land (und seine Leute)!

    • @Michael Köhler:

      @ Michael Köhler



      Der dumm Spruch: " Erst das Land, dann die Partei " wird doch immer dann von den Bratzen missbraucht & soll sooo selbstlos klingen, wenn sämtliche Statuten der entsprechenden Partei, zum Nachteil der Bevölkerung gebrochen werden.



      Ein gutes Bild über die Stimmung im Land bekommt man z. Z. auf dem Wochenmarkt, die Preise der Marktbestücker gehen immer weiter Richtung Himmelwärts, die Kunden werden immer weniger und die, die noch kommen maulen rum. Da war die Stimmung vor zwei Jahren aber noch deutlich moderater. Wir überlegen echt, ob wir hier noch bock haben, Steuern zu zahlen und uns die Frechheiten aus unserem? Bundestag noch länger antun wollen. Karibik ist auch Wunderbar, da bekommt man für seine Kohle wenigsten noch gute Laune, dann können die Möchtegerns " Politiker " oder eher Raubritter - ihren Quatsch mit Soße alleine auslöffeln.

      • @Alex_der_Wunderer:

        Kann ihre Wut gut verstehen. Sowohl SPD als auch CDU/CSU - von den Grünen gar nicht zu reden- unterschätzen, welches Wutpotential sich aufgrund der Berliner Politik flächendeckend in der Bevölkerung ausbreitet.



        Fehlt nur noch der prominente Politiker, der das explosive Gemisch, das sowohl rechte als auch linke Präferenzen beinhaltet, politisch in die Luft jagt.



        Besonders gefährlich wäre ein marktradiakler schwer nach rechts schwenkender Kubicki, der mit allen Wassern gewaschen ist.



        Die Leichtmatrosen Merz und Klingbeil könnte er bei großen Erfolg der FDP in den Untergang reißen. Ahoi altes Parteisystem der BRD!

  • Ich würde zunächst infrage stellen, ob er überhaupt eine „Methode“ hat. Dass Friedrich Merz sich im Umfeld von Bankern wohlfühlt, ist bekannt. Und dass die mausgraue Staatspartei SPD schwächelt, ebenfalls.



    Also was bleibt dann noch?

    • @Okay:

      Regeneration in der Opposition statt ständigem Verbiegen.

  • Wes Gast ich bin, des Lied ich sing.



    Klingelingeling... Bürger:innen und Staat sollen Geld in die Kassen der „Finanzindustrie" spülen. Einmal Blackrock, immer Blackrock.



    He 's a One Trick Pony.

    • @Mondschaf26:

      Oh, bitte die Redewendung korrekt zitieren, dann ist es außerdem auch wahrhaftiger: Wess' Brot ich ess', dess' Lied ich sing.



      Wie früher schon die bürgerlichen "Emporkömmlinge" die Benimmregeln des Adels nachahmten, um sich selbst "aufzuwerten", so hofiert Merz die Kreise, zu denen er gerne gehören würde.



      Ein Priester und seine Ministranten im Dienst am Götzen des Geldes, dem nach und nach der Sozialstaat geopfert wird. Der Religionsstifter Peter Thiel wird es ihm danken.

      • @Selbstauslöser:

        Er ist seit Jahrzehnten deren Büttel!

        Wie kommt man darauf daß er das wollen würde was er längst war und ist.

    • @Mondschaf26:

      Traurig - aber wahr …anschließe mich •

  • Merz? - War da mal was?

    Klar - das war der Typ mit dem Bierdeckel! Irgendwann im vorigen Jahrhundert.



    Seitdem sind die Probleme gewachsen, respektive auch ganz andere geworden. Die Fähigkeiten zur Problembewältigung sind ihm freilich eher abhanden gekommen, der Wille wohl ohnehin.

    So es beides jemals ernsthaft gab...

    • @Der olle Onn:

      Wenn man sich nicht mit Wortklaubereien aufhält und "halbieren" mit "verdoppeln" gleichsetzt, hat er ja wenigstens sein Versprechen bezügl. der FdA gehalten.

  • Stimmungsmache, je nach AUftrittsort. Anstatt politisch handhabbarer und verträglich - aushandelungsfähiger - Eckpunkte. Dieser Mann ist kein Kanzler für die innenpolitischen Belange. Auf's fremde Parkett kann man ihn ja halbwegs lassen. Liebe SPD, wie lange wollen Sie sich das noch zumuten? Und uns zumuten? Deutschland ist seit Staatsgründung auch ein Sozialstaat. Sozialpartnerschaft, Daseinsvorsorge - das sind Werte, die politisches Handeln vieler Regierungen gerpägt haben. Schon bei Miss Merkel ist das unter die Räder gekommen, siehe die verrottete Deutsche Bahn. Das ist für mich derzeit kein Staat, der auf dem richtigen Weg ist. Dieser Merzgeführte Staat macht die große Mehrheit seiner BürgerInnen zu Opfern und Gegnern. Frau Reiche tut das Ihre dazu mit ihrer Fossil-Politik. Kein Wunder, wenn die Leute dann aus Protest im grausamen Realitätsverkennen sowas wie die AfD wählen.

  • Ca. 1,2 Mio. Menschen gehen in Deutschland täglich Flaschen sammeln. Sie haben nicht mal mehr genug Geld zum Essen und einfachen Leben. Wie wäre es, wenn 21. Mio. Rentner und ca. 25. Mio. Arbeiter mal mit auf die Straße gehen und gegen den sozialen Kahlschlag bei der Rente durch Bundeskanzler Friedrich Merz, CDU zu demonstrieren? Dann wäre schnell Schluß mit den unverschämten Attacken von Merz auf die Rentner. Dann würde Deutschland endlich auch mal über die überfälligen Reformen im staatlichen Beamten- und Pensionsionsparadies reden.

    • @KLaus Hartmann:

      Weil von den 21 Millionen fast die Hälfte mindestens diese Politik will! Und vom Rest nochmal 20 Prozent noch schlimmeres, weil es sie noch eine Legislatur ins Nirvana retten 'könnte'.

      Alle anderen hätten bereits früher Hells Bells angeschlagen und den Unsinn beendet und das Dampf-, ähh, Diesel-Zeitalter beendet, so bald es geht.

  • Merz scheint häufig seinem Publikum nach Maul und Erwartung zu reden. Vielleicht sollte man ihn vorzugsweise vor Sozialverbänden auftreten lassen.

  • Für alle die jetzt wieder die Holländische Rente aufbringen dort beträgt die staatliche Rente 70% des Netto Mindestlohnes nach 50 Jahren einzahlen. Lebt man mit jemand anderem (verheiratet oder nicht kriegt man 50%). Auf Deutschland gerechnet wären das 1246 bzw. 890€. Das wird bezahlt die Abgaben der Arbeitnehmer. Mehr gibt es nicht staatlicher Seits der Rest ist betriebliche Altervsorsorge und private Vorsorge. Das ist jetzt nicht viel anders als die von Merz geforderte Rente als Grundsicherung. Vorallem weil die wenigsten Deutschen jemals auf 50 Jahre kommen würden.

    • @Machiavelli:

      Des ist dort wohl weitaus üblicher wie hier@Betriebsrente und bezahlen tut dies der Profiteur der Lohnsklaverei; hier gibts so nen Quatsch wie Vermögenswirksame Leistungen und des mit dem Bezahlen wird ausgekümmelt und paar Pfennige gibts noch vom Staat oderso.

      • @Hugo:

        Die Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge werden genau wie in Deutschland der arbeitgeberanteil vorher eingepreist und kommen de facto aus dem Gehalt des Arbeitnehmers.

        • @Machiavelli:

          Das Geld, das der "Arbeitgeber" ausgeben kann, wird vom "Arbeitnehmer" erarbeitet.

  • Oh weh, da hat sich doch tatsächlich - gerade mal 6 Jahre nach dem Tod Norbert Blüms - ein Unionspolitiker hingestellt und ketzerisch ausgesprochen, was seit Jahrzehnten die frechen Statistikspatzen mit ihren bösen Abakussen von den Dächern pfeifen: "Die (umlagefinanzierten) Renten sind NICHT sicher." (bzw. sicher in Zukunft nur noch in geringer Höhe bezahlbar)



    Wie kann er nur?!!! Kein Wunder, dass ihn niemand mag. Kusch, böser Kanzler!!

    • @Normalo:

      "ketzerisch ausgesprochen, was seit Jahrzehnten die frechen Statistikspatzen"

      Wenn Sie von "Statistikspatzen" schreiben, meinen Sie die Mietmäuler der Arbeitgeber-Lobby, vermute ich mal?

      • @Kaboom:

        O Normal - Schonn - wa!

      • @Kaboom:

        Deswegen sind ja



        Arbeitgeber vs Abeitnehmer



        In Wahrheit seitenverkehrt 🧐🙀🥹

        • @Lowandorder:

          Wie meist haben Sie recht. 😎

  • Herr Merz ist der größte Schadensposten in diesem Land.



    Selten habe ich so viel Stimmungsmache gegen bewährte Systeme gelesen und gehört wie von diesem BK. Er kann nicht vernünftig regieren, wozu verantwortungsvolles reden gehört.



    Alles scheint darauf hinauszulaufen, dass möglichst viele Menschen sich angstvoll an die Versicherungen und andere Anbieter wenden, um sich abzusichern. Je mehr Angst die Menschen haben, um so besser für die Versicherungen und wie schlecht das funktioniert, ist an der Riesterrente zu sehen, die als gescheitert gilt.



    Wenn Herr Merz schon so herumposaunt, dann sollte er doch bitte auch sagen, wie genau er sich eine sinnvolle und faire Lösung vorstellt, bei der möglichst niedrige Abschlussprämien, wenig Gebühren und Verwaltungskosten abgezockt werden. Das könnte man ja auch mal gesetzlich regeln. Egal bei wem ich eine Zusatzrente abschließe, sie kostet überall gleich viel und bringt gleich viel Leistung. Das wäre gerecht, ist aber natürlich kaum zu erwarten.



    Hingegen ist zu erwarten, dass mit so viel schlechter Leistung und Stimmung dieser Regierung, auch noch die Rentner sich bei den nächsten Wahlen den blauen Rechtsextremisten zuwenden werden, aus Frust.

    • @Achsachbloß:

      Also, ich bin ja noch jung, 49, und ich finde Merz schon auch ziemlich daneben, aber gerade die Rente als "bewährtes System" zu bezeichnen? Wo seit 40 Jahren schon vorgerechnet wird, dass das nicht klappt? Da müssten Sie mir jetzt schon helfen... Von allem Quatsch, den Fritzeli aus sich raushustet, ist das eine der wenigen Sachen, die tatsächlich einen Bezug zur Realität haben.

      • @Davin_112:

        Einfach mal nachlesen

        taz.de/Rentenexper...o-Teufel/!5127666/



        Rentenexperte Otto Teufel



        Einer schuftet im Augiasstall



        Der Bruder von Fritz Teufel ist einer der versiertesten, kritischsten Rentenexperten Deutschlands. Seit 30 Jahren kämpft er gegen die Rechentricks der Rentengesetzgebung.



        (& Eine hatten wir (Tucho;)



        Gebriele Goettle

        ps Der Mietmäuler sind viele - auch hier in der kommune •

      • @Davin_112:

        Fangen wir doch mal damit an, den Leuten mit geringem einkommen einen höheren Lohn zu zahlen und schon ist ein Teil des Problems gelöst. Wie sollen viele Leute mit niedrigem Einkommen und hohen Mieten, nächstes Thema, denn überhaupt in eine private Altersversicherung einzahlen? Indem sie auf Urlaubsreisen verzichten? Das erzählen sie den Leuten mal, viel Spaß. Wer wagt sich denn mal an das Thema, dass die Altersbezüge teilweise extrem auseinanderklaffen? Wäre vielleicht auch noch ein Teil der Lösung.



        Die Rente wurde in D schon so oft totgesagt, natürlich im Interesse der Versicherungen und Investmentwirtschaft. Das ist Propaganda. Gegen eine private Zusatzrente ist ja nichts einzuwenden, wenn sie fair zustande kommt und nicht eine neue Abzocke wird. Man muss nicht jeder Panikmache auf den Leim gehen. Berechnungen zeigen immer wieder, dass der Anteil des Zuschusses, den der Bund leistet, proportional gar nicht so stark gestiegen ist, wie immer behauptet wird. Außerdem gibt es derzeit mehr Beschäftigte als zu früheren Zeiten. Da erscheint es mir nicht plausibel, dass das System nicht funktionieren kann.



        Es wird eine anstrengende Phase geben, mehr nicht.

        • @Achsachbloß:

          …anschließe mich

          zB uns Ohl*03 immer geklebt - auch post WK II mit ner Großhandelsklitsche - als das noch ging - hatte mit der halben Schbh-Rente meiner Mutter: mehr Rente als ich als Richter aktive Bezüge.



          Und der Bäckerjung von damals - mich 🚖 fuhr. - zuvor mit Bäckerei auf denn Ohl gehört hatte - “ja - war manchmal eng“ - (Geschäftsaufgabe wg Frau krank) Gute Rente! But!



          Arbeitgeberversteherfans



          👂👂 Audi - Horch - Herchehört - wa!



          “Von fünf Jobs - Viere: „…mit Ihrer guten Rente könnse ja für die Hälfte arbeiten!“

          Na Mahlzeit - aber

          So geht das ©️ Kurt Vonnegut



          Wir sind, was wir vorgeben zu sein, deshalb müssen wir vorsichtig sein, was wir vorgeben zu sein.“ (aus Mutter Nacht)

        • @Achsachbloß:

          "Fangen wir doch mal damit an, den Leuten mit geringem einkommen einen höheren Lohn zu zahlen..."

          Dann fangen Sie mal an. Lohnerhöhungen fallen ja bekanntlich immer am leichtesten, wenn man sich gerade konjunkturbedingt Einen abbricht, keine Leute entlassen zu müssen.

  • Merz ist die deutsche Version von Trump. Es vergeht kaum eine Woche, in der der Mann nicht auf die eine oder andere Art entgleist.

  • Der Kanzler ist jetzt also der Böse weil er offen zugibt das unsere Systeme einfach nicht (mehr) funktionieren. Das man in Deutschland was ändern muss wenn trotz Rekord Steuereinnahmen und Rekord Verschuldung alles immer schlechter wird liegt doch auf der Hand ! Natürlich kann man dieses kranke System weiter künstlich am Leben erhalten, man kann noch mehr Schulden machen, man kann die "Reichen" plündern, ohne gewaltige Umstrukturierungen kommt der große Knall unausweichlich. Alle Politiker, Journalisten, die vor dieser Wahrheit den Kopf in den Sand stecken sind die wahren Totengräber.

    • @Günter Witte:

      Vielleicht funktionieren "unsere Systeme" ja einfach deshalb nicht mehr, weil sie allein durch Beiträge und Steuern abhängig Beschäftigter und ihrer nicht entsprechend der Steigerung der Produktivität gestiegenen Einkommen finanziert werden?



      Dass Einkünfte aus "Geld" exponentiell mehr Ertrag bringen und weniger versteuert werden als Einkünfte aus Arbeit ist doch bekannt.



      Es ist doch absurd, dass in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt das Armutsrisiko für immer mehr Menschen steigt. Daran gilt es etwas zu ändern!



      Und jetzt will man uns auch noch in die Falle locken, dass wir gezwungen werden, diese Entwicklung weiter zu befeuern, indem wir auch noch unsere Altersversorgung in dieses Karussell werfen.

      • @Life is Life:

        Unsere Systeme funktionieren nicht mehr weil immer mehr Versicherungsfremde Leistungen, die von der Allgemeinheit getragen werden müssten, auf eine relativ kleine Gruppe von Personen abgewälzt wird. Da wir ja Rekord Steuereinnahmen haben müsste man hier eine Priorisierung vornehmen, was wir uns wirklich leisten können und müssen und was nicht. Sicherlich würde es dadurch schmerzliche Eingriffe für einzelne geben, aber immer noch besser als sehenden Auges gegen die Wand zu fahren.

        • @Günter Witte:

          Korrekt - that’s the •

      • @Life is Life:

        @ Life is Life



        Wie soll sich daran etwas ändern, wenn unsere, von uns im Vertrauen legitimierten Parlamentarier sich im zweiten Wahlgang einen BlackRocky Kanzler für sich wählen ?



        Pfui Deibel

        • @Alex_der_Wunderer:

          Naja, das war Mitleid. Die CDU-Führung fand es unzumutbar, Merz noch eine Wahl zum CDU-Chef verlieren zu lassen. Und die haben alles dafür getan. Sogar ein Gegenkandidat wurde verhindert. Sicher ist sicher.

          • @Kaboom:

            @ Kaboom



            Es ist zu befürchten, wir werden hier in Deutschland von dieser Regierung bald nur noch verbrannte Erde vorfinden, wenn überhaupt noch etwas übrigbleibt....

    • @Günter Witte:

      SPD Wähler und Anhänger sind eine der reaktionärsten Gruppen in Deutschland, die wollen das das derzeitige System so weiter exisiteren soll, völlig unabhängig von Fakten. Nirgendwo finden sie mehr Feinde von Änderung als bei der SPD. Digitalisierung? Nein Datenschutz. Kapitalgedeckte Rente? Bloß nicht Aktienmarkt =Casino. Anpassung des Sozialstaates an veränderte Lebenserwartung und Demographie? Auf keinen Fall ich möchte in Rente gehen wie mein Vater/Mutter auch wenn die dann nur noch zwei Jahre gelebt haben ich aber vermutlich 20 Jahre in Rente lebe, etc. etc.

      • @Machiavelli:

        Und jetzt sollen diese Erzreaktionäre auch noch das EEG vor Katherina Reiche schützen...



        taz.de/Zurueck-ins...eitalter/!6173295/

        • @Mondschaf26:

          Ja klar das ist sein Traum - schlägst im eignen scrotum nen Prurzelbaum!



          Drob bekanntlich großes Heulen 🙀



          Purzelbaums Früchte - wie bekannt -



          Sind Beulen 🥹🥴😩

    • @Günter Witte:

      "Der Kanzler ist jetzt also der Böse weil er offen zugibt das unsere Systeme einfach nicht (mehr) funktionieren. "



      Nein, er ist 'böse', weil er die Probleme versimplifiziert und einseitig darstellt, was auch für seine Lösungen gilt.



      Weshalb sie absehbar nicht funktionieren, was bei populistischem Quark recht häufig der Fall ist.

  • Die Geduld der SPD muss nicht an ihr Ende kommen. Sie hat ja auch keine Alternative. Sie kann aber Merzens Kettensägenträume einfach nicht mitmachen und sich stattdessen demgegenüber in konstruktiv-obstruktiver Haltung bewähren, so wie es Bärbel Bas mit dem Sozialverwaltungsreformmodell schon vorgemacht hat. Die SPD muss dann nur aushalten, dass es eine Kampagne gegen sie gibt und dass sie von Jan Fleischhauer & Co. systematisch beschimpft wird. Das sollte sie aushalten und nicht nervös werden. Der Druck auf Fritze Merz ist größer. Seine Partei hat eine Alternative, und die heißt Schwarz-Blau. Aber dann wäre der Fritze wohl nicht mehr Kanzler. Den impliziten Bluff sollte die SPD also callen. Und davon ausgehen, dass es früher oder später ohnehin zu Schwarz-Blau kommen wird. Das wäre nicht das Ende der Welt. Man sollte denen aber nicht vorher in einer Groko sozialpolitisch das Feld bereiten. Man sollte ihnen nicht schon vorab das freihaus liefern, womit eine rechtskonservative Koalition dann mutmaßlich am Bundesrat scheitern würde.

    • @Kohlrabi:

      Ziemliche Zustimmung. Besonders:



      „Die SPD muss dann nur aushalten, dass es eine Kampagne gegen sie gibt und dass sie von Jan Fleischhauer & Co. systematisch beschimpft wird."



      Ich halte es für eine große Ehre, von Jan Fleischhauer & Co. beschimpft zu werden, und ich gehe davon aus, dass Follower:innen von JF sowieso nicht sozialdemokratisch ticken.

    • @Kohlrabi:

      "...dass es früher oder später ohnehin zu Schwarz-Blau kommen wird. Das wäre nicht das Ende der Welt."



      Diesbezüglich teile ich Ihren Optimismus nur bedingt, jedenfalls was Deutschland angeht. Hatten wir schonmal...

  • "Außerdem wird die gesetzliche Rente künftig laut Merz „allenfalls noch die Basisabsicherung“ sein. Das Wort allenfalls bedeutet: Wenn Schwarz-Rot fertig reformiert hat, dann wird die gesetzliche Rente vielleicht nicht mal mehr eine Basisabsicherung sein." heißt es im Artikel. Das ist gut auf den Punkt gebracht. Merz hat entweder - wie viele andere Politiker auch, die aber nicht Bundeskanzler sind - überhaupt keine realitätsnahe Vorstellung davon, wie niedrig die gesetzlichen Renten bereits jetzt sind, oder er weiß es und leugnet es einfach.

    • @Budzylein:

      Vielleicht wollte er auch nur sagen, dass die umlagefinanzierte Rente der Zukunft für niemanden(!) mehr sein wird als eine "Basisabsicherung" (ergo alternative Methoden der Finanzierung einer Alterruhe hermüssen)? Es gibt ja heute beileibe nicht NUR Rentner, deren gesetzliche Bezüge so nmiedrig wären, dass sie diese Bezeichnung verdienten. Was er letztlich sagt, ist, dass - vermutlich wegen der weiteren Annäherung der Zahl der jeweils Bezugsberechtigten an die der sie finanzierenden Beitragszahler - das zukünftig zwangsläufig zur Regel und "mehr als Basis" zur Ausnahme wird, so es sie überhaupt gibt.



      Ist das so realitätsfern und/oder niederträchtig?

      • @Normalo:

        Das Verhältnis der Anzahl der Beitragszahler zur Zahl der Rentner ist die falsche Rechengröße. Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung ist so niedrig wie zuletzt vor 30 Jahren, obwohl schon ein erheblicher Teil der geburtenstakten Jahrgänge ("Boomer", 1955 bis 1969 geboren) in Rente ist. Und wenn Sie die Höhe der Durchschnittsrenten mit dem Leistungsniveau der Grundsicherung vergleichen, werden Sie feststellen, dass ein erheblicher Anteil an den Rentnern nicht mehr Rente bezieht als ein Grundsicherungsempfänger, der nie Beiträge gezahlt hat. Der Umstand, dass es auch Rentner mit einigermaßen auskömmlichen Renten gibt, ändert daran nichts. Fakt ist, dass die geleisteten Beiträge für Millionen von Rentnern praktisch wertlos sind, weil sie mit ausschließlichem Bezug von steuerfinanzierten Grundsicherungsleistungen auch nicht weniger hätten.

        • @Budzylein:

          Es war halt auch schon immer eine Illusion, dass man ein umlagefinanziertes System nach den Maßstäben für Kapitalinvestments betrachten könnte: Es gibt kein "return on investment", denn eine Rückzahlung ist gar nicht vorgesehen. Was auch immer man mal eingezahlt hat, ist per Definition WEG, wenn man selbst in die "Auszahlungsphase" kommt. Das hat Vorteile gerade gegenüber Inflationsrisiken, aber ROI ist schlicht mehr Wunsch als Funktionsparameter in so einem System.



          Genau das ist ja das Problem, das Merz anspricht: Am Ende müssen es die von ihren Einkommen, bzw. Gewinnen abzweigen, die hier und heute in Deutschland Geld verdienen. Und die Bedingungen DAFÜR haben sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten - teils schleichend, teils rabiat - strukturell deutlich verschlechtert. Das ist eine harte, unangenehme Tatsache, die keine Schuldzuweisung ändern kann (also lassen Sie die bitte jetzt einfach mal stecken). Und der Frust darüber ist wahrscheinlich der Hauptgrund, dass gerade soviele empörte Auch-nicht-besser-Wisser Merz so leidenschaftlich gern dafür am Zeug flicken wollen, dass er sie unverblümt ausgesprochen hat.

          • @Normalo:

            Es geht sich um politische Entscheidungen, nicht um Sachzwänge. Früher war der Bevölkerungsanteil der Erwerbstätigen, die die Nichterwerbstätigen mitversorgen mussten, niedriger als heute; nur der Anteil der Rentner an den Mitzuversorgenden war niedriger, dafür gab es mehr Kinder und nichterwerbstätige Frauen unter 60.

            Und wenn die Rentenversicherung keine Versicherung wäre, dann verstieße sie gegen das Grundgesetz, denn es gäbe keine verfassungsrechtliche Rechtfertigung dafür, dass allein abhängig Beschäftigte Rentenbeiträge aus dem gesamten Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zahlen müssen, um die soziale Altersversorgung zu finanzieren; diese Finanzierung müsste dann über Steuern erfolgen.

            • @Budzylein:

              Nuja, umgekehrt dürfte sich auch die Zahl der Frauen erhöht haben, die einen eigenen Rentenanspruch haben. Das gleicht sich noch nicht aus, wird aber auf dem Weg dahin sein.



              Und früher brummte halt der Motor, der das Sozialsystem antrieb, noch ganz anders. In den guten alten Zeiten konnten deutsche Unternehmen kraft Qualitätsvorsprungs auf dem Weltmarkt auftrumpfen, obwohl sie viel teurer verkauften. Davon ließen sich entsprechend hohe Löhne zu zahlen, die dann auch für die ganze Familie reichten - und deren soziale Absicherung. Das ist halt nicht mehr so. Die digitalisierte Welt kennt solche Qualitätsunterschiede nicht mehr bzw. sie kommen da vor, wo deutsche Fertigungskunst ihre PS nicht so auf die Straße bringen kann. Und auf so ein Vorsprung, wie wir ihn mal hatten, ist weder selbstverständlich noch beanspruchbar. Den Reibach von heute machen Andere - teiweise noch deutlich mehr auf dem Buckel ihrer Arbeitnehmer, teilweise aber auch, weil sie die aktuell angesagten Tugenden einfach besser entwickelt haben. Woran es auch liegt, so oder so werden wir wahrscheinlich erstmal von schmaleren Margen leben müssen.

    • @Budzylein:

      "... überhaupt keine realitätsnahe Vorstellung davon, wie niedrig die gesetzlichen Renten bereits jetzt sind, oder er weiß es und leugnet es einfach."



      Ich vermute eher, es interessiert ihn einfach nicht.

      • @Encantado:

        Das wäre ein Unterfall der ersten der beiden von mir genannten Möglichkeiten und ist durchaus wahrscheinlich.

  • Vermutlich will Merz die



    GroKo platzen lassen und nach Neuwahlen mit der AFD regieren .



    So groß sind die Unterschiede zur AFD ja nicht ,



    siehe Wahlkampf etc.



    Dann gute Nacht oder besser dunkle Nacht



    über Deutschland .



    Ihr wißt.... , denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht ( Heine , wobei er nicht nur die politischen Verhältnisse beklagte, sondern auch sein Heimweh )

    • @Worgt Michael:

      Wie gut sowas ankommt, kann die Union ja mal bei der FDP erfragen. Ob die Rolle als Juniorpartner für die so erstrebenswert ist?

  • Danke für diesen Kommentar.



    Für mich sind zwei Initiativen längst überfällig:



    1. Klage beim Bundesverfassungsgericht



    Seit der Ära Kohl ist geübte Praxis, politische Entscheidungen nicht auf die Allgemeinheit, sondern auf die Sozialversicherungen abzuwälzen und diese schamlos auszuplündern (Kosten der Wiedervereinigung, Krankenhausreform, Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger usw.). Auf diese Weise wurde den Sozialversträgern die finanzielle Basis entzogen, um dann zu argumentieren, man könne sich diesen „Luxus“ nicht mehr leisten.



    Beamte und ihre Pensionen kommen im Diskurs sowieso nicht vor. Der Gleichheitsgrundsatz würde aber gebieten, dass Entscheidungen der Politik von ALLEN getragen werden und nicht nur von denen, die man gewohnheitsmäßig zur Kasse bittet.

    2. Die christlichen Kirchen Deutschlands sollten gewissen Parteien endlich erläutern, dass es eine Unverschämtheit ist, die Wortmarke „christlich“ zu führen („kapitalistisch“ wäre zutreffend), in einem Fall noch ergänzt durch das Wort „sozial“. Das Neue Testament ist da eindeutig. Dort steht nirgendwo, dass es christlich ist, Arme auszurauben und das Geld Reichen zuzuschanzen.

    • @Schelmuffsky:

      >Gleichheitsgrundsatz<

      Wo soll der herkommen?

      Bitte lesen: Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Beamtenbesoldung. Anspruch auf "amtsangemessenen Lebensunterhalt".

      "Für die Besoldungsgruppe A 15 wird in den Jahren 2008 bis 2015, 2018 und 2019 eine Unteralimentation vermutet,"

      Das Urteil ist für alle Nichtbeamten eine Frechheit - das Problem ist, niemand wagt es die Herren und Damen des Bundesverfassungsgerichts zu kritisieren.

      Die Umsetzung diese Urteils ist Umverteilung von der HAM -hart arbeitende Mitte - zur Beamtenschaft.

      Angesichts der Nichtdiskussion über die Beteiligung der Beamtenschaft an den Kosten der Gesundheitsversorgung von Bürgergeldempfängern ist dieses Zrteil unzumutbar.

      Bei solchen Richtern kann man eigentlich den Laden BRD gleich ganz zumachen.

      Interessant wäre allenfalls noch der Einfluss dieses Urteils auf die Besoldungshöhe der entscheidenden Richter.

      • @test_name:

        Man kann, darf und - wir Sie persönlich gerade demonstrieren - scheut sich auch nicht unbedingt, "die Herren und Damen des Bundesverfassungsgerichts zu kritisieren." (ich tu das auch gerne, z. B. wenn es um die aus meiner Sicht blauäugige Aushöhlung des Parteiverbots geht.). Nur ändert das nichts daran, dass diese Leute das letzte Wort haben, was die Verfassungsmäßigkeit von staatlichem Handeln betrifft. Effektiv steht in der Verfassung, was die sagen, dass da drinsteht, so ungerecht das etwaigen Kritikern auch vorkommen mag.



        Das gesagt, wäre nach der Logik des BVerfG zu prüfen, ob die weitere beitragsfreie Versicherung von Bürgergeldempfängern verfassunggemäß ist, nicht umgekehrt die Fürsorgepflicht des Staates für seine - nunmal auch besonders verpflichteten - Diener. Ganz unpolitisch...



        Noch zum Them Kritik:

        "Interessant wäre allenfalls noch der Einfluss dieses Urteils auf die Besoldungshöhe der entscheidenden Richter."



        Schauen Sie, selbst solche ominösen Andeutungen eindeutig persönlicher Natur stehen Ihnen zu. Sie sollten allerdings mal überdenken, ob es wirklich zielführend ist, bei Ansichten, die der eigenen widersprechen, gleich von ethisch fragwürdigen Motiven auszugehen.

  • So sieht's aus. Und - die beständige Weigerung von CDU/CSU ein Verbotsantrag gegen die AFD zu stellen, entspricht genau dem Kalkül die SDP zu vergraulen und dann kann man ja gar nicht mehr anders als sich mit der AFD einzulassen. So bereiten die Konservativen mal wieder eine Deutschland-Misere vor, wie 33.

    • @shitstormcowboy:

      Die Ampelkoalition hat den Antrag auch nicht gestellt, als sie die Bundestagsmehrheit hatte. Die hatten, wie auch jetzt die Koalition aus Union und SPD, Angst, dass der Antrag beim Bundesverfassungsgericht scheitert und die AfD vom Gericht eine Art Gütesiegel erhält.

  • Halbieren. Statt AfD die SPD.



    „Die [Geduld der] SPD könnte an ihr Ende kommen.

  • "Wenn das so weitergeht, kann sogar etwas Unvorstellbares passieren: Die Geduld der SPD könnte an ihr Ende kommen."



    Das kann ich mir in der Tat nur sehr schwer vorstellen... ich fürchte, die werden solange koalieren, bis sie unter 5 % rutschen.

  • Dieser Kanzler ist ein unfassbarer Blender vor dem Herrn und Angela Merkel scheint das sehr früh erkannt zu haben.



    Da wird das staatliche Rentensystem derart schlecht geredet und ohne Ende Vertrauen zerstört indem so getan wird, als sei die Rente irgendwie ein staatliches Almosen, das nun mit zusätzlicher eigener Vorsorge irgendwie aufgepimpt werden muss. Ich für meinen Teil habe 47 Jahre in dieses System eingezahlt und vergangene Generationen gestützt.

    Der Staat sollte es endlich als seine Pflicht betrachten dafür zu sorgen, dass trotz der demographischen Entwicklung das System nicht krachend vor die Wand gefahren sondern durch geregelte Zuwanderung von Arbeitskräften am Leben gehalten wird!

    • @Grenzgänger:

      Das staatliche Rentensystem war schon schlecht, als es Adenauer einführte. Sein Hinweis zu Erhard: "Kinder kriegen die Leute sowieso".

      Im Übrigen wurde damals den Ärzten, Apothekern, Rechtsanwälten und Notaren sowie Architekten der Zugang zur Rente verwehrt. Begründung: Zu teuer! Macht mal selbst!

      Und heute haben die eine halbwegs funktionierende Altersvorsorge und die Leute stellen sich hin und schüren Neid, weil die nicht in das bodenlose Fass einzahlen.

      Kannste Dir eigentlich nicht ausdenken.

      • @Metallkopf:

        "Das staatliche Rentensystem war schon schlecht, als es Adenauer einführte."

        Genau das Gegenteil. Die Idee, dass die Jüngeren direkt für die Alten sorgen, war und ist sogar sehr gut. Dahinter steckt die Erfahrung von zwei Zusammenbrüchen des Staates. Auf einen Haufen gelegtes Geld ist nämlich in solchen Fällen einfach weg.

    • @Grenzgänger:

      Merz ist der schwächste Kanzler seit 1949. Aber ein Blender ist er nicht. Er wirkt eher wie der Ritter von der traurigen Gestalt und hatte ja eigentlich schon mit seinem Rückzug aus der Politik, nachdem er gegen Merkel nicht angekommen war, deutlich gezeigt, dass er nicht so wirklich der Bringer ist. Dass die CDU ihn trotzdem hat zurückkehren lassen, nachdem Merkel angekündigt hatte, bei der Bundestagswahl 2021 nicht wieder zu kandidieren, lag nur daran, dass die CDU keinen besseren gefunden hat bzw. meinte, keinen besseren zu finden. Und wer ihn gewählt hat, dürfte das in den meisten Fällen nur getan haben, weil er als das berühmte "kleinere Übel" erschien.

      • @Budzylein:

        Merkel ? Es sind die 16 Jahre Merkel (+ 3 Jahre Ampel ) die Deutschland wie ein Mühlstein nach unten ziehen. 16 Jahre ohne jegliche Reformen, sprudelte Steuereinnahmen wurden nicht benutzt um Straßen, Schulen zu sanieren sondern um das kaputte Sozial- und Krankensystem weiter zu finanzieren, weil wenn man da schon die Wahrheit gesagt hätte und Reformen gemacht hätte wäre ja die Wiederwahl in Gefahr gewesen. Merkel waren 16 verschenkter Jahre von einer CDU Politikerin die SPD Politik gemacht hat.

        • @Günter Witte:

          Merkel und Scholz haben viel kaputt gemacht, das ist völlig richtig. Aber Merkel hat ihre verfehlte Politik jedenfalls entschlossen durchgesetzt (Scholz auch). Merz hingegen, angetreten mit dem Versprechen, das Ruder herumzureißen, setzt praktisch nichts Entsprechendes durch. Er handelt eher wie ein Oppositionspolitiker in der Ausbildung als wie ein Regierungschef, beklagt am laufenden Band mit deplatzierten Formulierungen wie ein Möchtegernkabarettist irgendwelche tatsächlichen oder vermeintlichen Missstände, erreicht damit nur, dass nicht über die Sache, sondern über seine Wortwahl debattiert wird, und rudert dann halbherzig zurück, ohne irgendetwas zum Besseren geändert zu haben.

          Und die Aufgabe eines Kanzlers in einem demokratischen Sozialstaat ist es nicht, die im europäischen Vergleich ohnehin mickrige Altersversorgung noch weiter herunterzufahren, sondern dieselbe zu sichern. Geld ist ja (noch) genug da, wird aber z. B. an das islamistische Regime in Syrien verballert, ohne dass irgendeine messbare Gegenleistung erkennbar wäre.

      • @Budzylein:

        Ich wurde schon mehrfach geblendet: Taurus, Schuldenbremse, Stromsteuer - you name it!

  • Die Deutschen sind ein dumpfes Volk, das sich so gut wie alles gefallen lässt. Die Frage ist: sind wir Deutschen dermaßen masochistisch und dämlich, dass wir uns das hier auch noch gefallen lassen? Menschen, die jahrzehntelang unglaubliche Mengen Geld in die Rentenkasse eingezahlt haben, bekommen ja jetzt schon nicht viel heraus (ganz im Gegensatz zu denen, die das bestimmt haben - die keinen Cent in die Rentenkasse eingezahlt haben, aber fette Pensionen kassieren). Wenn man ihnen jetzt gänzlich die lange Nase dreht und sagt "danke für euer Geld, ihr bekommt nix", gehen die dann immer noch nicht auf die Straße und wählen ihre Schlachtergesellen von cdU/csU/sPD/AfDP weiter?

    Ich fürchte ja. Ich bin nicht sehr frankophil, aber in Frankreich würden die Barrikaden und Autos brennen wenn die Regierung Krieg gegen das eigene Volk führt.

    • @Jalella:

      Ich habe bei der deutschen Bevölkerung wenig Hoffnung. Die Leute haben ja auch schon die Erhöhung der Regelaltersgrenze von 65 Jahren auf 67 Jahre ohne nennenswerte Reaktion hingenommen. Die rentennahen Jahrgänge waren durch Übergangsregelungen geschützt, und die jungen Leute interessieren sich meist nicht dafür, weil das Thema ihnen zu weit weg erscheint.

  • Das die Rente zukünftig nur noch Basisversorgung ist, sagen alle Experten außer Norbert Blühm schon seit 40 Jahren. Was soll jetzt diese künstliche Aufregung? Das ist einfach nur die Wahrheit. Eigentlich müssten wir mit den Boomern darüber verhandeln diese Entwicklung bereits auch für diese Generation vorzuziehen. Es ist ja total ungerecht, dass die aktuellen Rentner noch mit goldenem Handschlag Anfang 60 im Wohnmobil gen Norwegen entschwinden, während wir alle in der Grundsicherung landen werden.

    • @Šarru-kīnu:

      Zur Generation der Boomer gehören auch noch diejenigen, die aktuell bis annähernd 67 Jahre arbeiten müssen für eine Rente ohne Abzüge.



      Die haben es also nicht annähernd so gut, wie die vorherigen Jahrgänge. Und sie haben gearbeitet und gleichzeitig Kinder großgezogen ohne sowas wie Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz oder verlässliche Ganztagsgrundschulen.



      Es gibt also nichts zu verhandeln.



      Bitte nicht immer alle mit diesem Sammelbegriff in einen Topf werfen

    • @Šarru-kīnu:

      Viele Boomer sehen der Rente nicht mit leuchtenden Augen entgegen. Besonders nicht, wenn sie die mit den Prä-Boomern vergleichen. Da gab es durchaus üppige Betriebsrenten zusätzlich. Nicht ganz zufällig ist der Zuerwerb während der Rente schon jetzt ein breites Phänomen.

      • @fly:

        Die Generation vor den Boomern war die Stille Generation, die haben eine durchschnittliche Lebenserwatung von unter 60 Jahren bei Männern gehabt. Die hatten vllt. theoretisch tolle Rentenansprüche sind aber vorher gestorben. So funktioniert das Rentensystem gut.

        • @Machiavelli:

          Nun ja. Von den Nazis der Vorgängergenerationen, die alles andere als "still" waren, sind viele steinalt geworden, und als sie klapprig wurden, hat die Regierung Kohl ihnen auch noch die Pflegeversicherung eingerichtet, damit sie noch etwas zum Vererben übrig hatten.

          • @Budzylein:

            Das ist die Generation vor der stillen Generation. Die Stille Generation waren wenn überhaupt flakhelfer und volkssturm. Und einige sehr alte widerlegen nicht die Statistik das die meisten vor der Rente gestorben sind.

  • Warum gibt es in anderen Ländern , z. B. die



    Niederlande sehr hohe Renten ?



    Die Ausgangsposition ist dort die Gleiche.



    Die BRD ist ein Exportland , also ist die Wirtschaft nicht auf die Kaufkraft der Bürger



    angewiesen .



    Hohe Löhne und hohe Renten sind also nicht



    wichtig .



    .... und Merz ist die Hure des Kapitals !



    ( Entschuldigung liebe Sexarbeiteierinen )

    • @Worgt Michael:

      Für eine volle niederländische Rente muss man 50 Jahre einzahlen und daneben setzt sie massiv auf betriebliche Altervorsorge die am Aktienmarkt investiert.

  • Die Konsequenz des Schlusssatzes dieses Artikel wäre der Bruch der Regierungskoalition.



    In dessen Folge wiederum stehen entweder Neuwahlen oder eine sofortige (Genscher 1982 lässt grüßen) Regierungskoalition von Union und AfD.



    Diese neue Regierungskoalition wiederum hätte eine Spaltung der Union zur Folge.



    Unklar scheint heute, ob Merz dann Kanzler bleiben kann.



    Kurz: In Summe erwarte ich zahlreiche Relativsätze des Kanzlers zur Rente.

  • Wesentlich merkwürdiger ist, dass Merz die wilde Sau rauslassen kann, seine Aussagen sind eine düstere sozial-politische Vision Deutschlands: Ewig arbeiten, keinen Inflationsausgleich erhalten, keinen Unterhaltsvorschuss mehr, eine niedrige Rente bekommen, die man durch Arbeit aufbessern muss.



    Es geht für Normalarbeitnehmer ganz klar nach Unten.



    Sicherlich wissen bei der Union und CDA einige auch nicht, was sie davon halten sollen, klar ist aber, vieles ist nicht nur heiße Luft oder Ankündigung, vieles wird kommen.



    = Es wird zu einer generellen Verschlechterung der Lebenssituation von Mio. Menschen kommen.



    Das hat zuletzt nur Gerd Schröder gemacht, entsprechend beliebt ist der. Aber Merz ist sowieso am Ende seines Lebens, er ist ein eisenharter Neoliberaler, ein Politiker, der eine tief gespaltene Gesellschaft positiv findet, der gar keinen Konsens, keinen Ausgleich will. Und bislang profitiert die CDU noch bei Wahlen von diesem Kurs.



    Für mich ist verrückt, dass es eine dezidierte Protestwelle gegen diesen Kanzler und diese Regierung noch nicht gibt.



    Bislang scheinen auch Gewerkschaften, NGOs und andere Verbände nicht bereit zu sein, eine Bewegung dagegen zu gründen.

    • @Andreas_2020:

      "Bewegung dagegen gründen": Vor, während und nach der letzten BT-Wahl gabe es Gelegenheit, dies zu tun, nämlich linke Mehrheiten in die Parlamente zu wählen. Es gibt diese Mehrheiten offenbar nicht.



      Was hier, quasi alternativ, eine "Bewegung" bewirken soll, ist wenigstens unklar. Die letzte "Bewegung" dieser Art richtete sich gegen die Sozialreformen der Regierung Schröder. Sie hat zuerst und allein den Niedergang der Sozialdemokratie beschleunigt, in der Sache nichts erreicht.



      Also, wie sollte das denn Ihrer revolutionären Meinung nach ganz praktisch aussehen?

    • @Andreas_2020:

      Wacht auf , Verdammte dießer Erde , die



      man man noch steht zum Hungern zwingt ....

      Wann , wenn nicht jetzt !

      • @Worgt Michael:

        Friede den Hütten! Krieg den Palästen!

        • @Riodria Sonnenherz:

          Vor 40 Jahren hieß es noch: "Krieg den Hütten! Paläste für alle!" Klang irgendwie fortschrittlicher...

      • @Worgt Michael:

        Es sind heute ja nicht unbedingt die Verdamten dieser Erde, sondern Menschen mit normalen Einkommen, die es trifft, die aber nichts tun, allerdings mobilisiert sie momentan auch niemand

        • @Andreas_2020:

          Revolution in Deutschland? Das wird nie etwas. Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich noch eine Bahnsteigkarte!

          • @Riodria Sonnenherz:

            Jetzt tun Sie bitte nicht so, als stamme dieser Spruch aus Lenins Poesiealbum von Ihnen...