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Polizeiliche KriminalstatistikDie Verbrecher sind alle Männer

Gereon Asmuth

Kommentar von

Gereon Asmuth

Ob Sexualdelikte oder Gewässerverschmutzung. Die meisten Verbrechen werden von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah.

Drogenschmuggel, zu 100 Prozent männliche Kriminalität. Sichergestellte Drogen aus dem Hamburger Hafen Foto: Breuel-Bild/imago

G eht man nach der Statistik, muss man Frauen raten, keine Beziehung mit einem Mann einzugehen. Das sagte am Montag Dirk Peglow, Vorsitzender vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, im „heute journal“ nach der Vorstellung der neusten Kriminalstatistik. Denn die Zahlen sind leider wieder eindeutig. Insgesamt wurden 2025 zwar deutlich weniger Straftaten registriert. Aber die Zahl der angezeigten Sexualdelikte ist gestiegen. Und hier gilt: Opfer sind fast immer nur Frauen.

Statistisch gesehen, gilt übrigens das gleiche Problem für Banken, Geldscheine oder Gewässer. Denn bei Straftaten wie schwerem Raub auf Geldinstitute, Wertzeichenfälschung oder schwerer Gewässerverschmutzung sind die Tatverdächtigen zu 100 Prozent Männer. Bei der Einfuhr von Amphetaminen natürlich auch. Und bevor das hier jemand missversteht: Nein, das ist alles andere als lustig. Es benennt das Problem. Beim Geschlecht.

Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger

Bei mehr als 90 der in der polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführten Straftaten-Kategorien waren im vergangenen Jahr alle Tatverdächtigen Männer. In 850 Kategorien stellten die Männer mehr als 75 Prozent der Verdächtigen. Nur bei gerade mal 30 der insgesamt knapp über 1.000 Kategorien stellten Frauen die Mehrheit. Und da fallen dann auch gleich noch verbotene Prostitution oder Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ins Auge – mithin zwei Bereiche, die Männer gern Frauen überlassen.

Kurz gesagt: Der Täter ist immer ein Mann. Gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel. Genauer gesagt: Es sind vor allem junge Männer. Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger. Wer also wirklich etwas gegen Kriminalität in Deutschland tun will, muss weniger darüber spekulieren, ob sich die Täter mit Messern bewaffnen oder welche Staatsangehörigkeit sie haben, sondern welcherlei Geschlecht sie sind.

Gender Profiling wäre angeraten

Fahnder können locker das eh unakzeptable Racial Profiling vergessen und stattdessen alle Männer in Reichweite verhaften. Die Chance, den Täter durch Gender Profiling zu erwischen, ist auf jeden Fall exorbitant höher. Denn die Männer sind alle Verbrecher.

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Das wissen Operettenfans schon seit über 100 Jahren. Der Volksschlager wurde zwar meist von Frauen gesungen. Doch der Text wurde von einem dieser Verbrecher geschrieben. Nur deshalb steht dort auch die durch nichts zu belegende Zeile „aber lieb sind sie doch“.

Angesicht solcher Fakten müssten alle Rechtspopulisten, die sich ja gern auf „schlimme“ Tätergruppen einschießen, zu Feministen werden. Aber auch unter den Rechten sind sie ja in der Mehrheit, die Männer.

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Gereon Asmuth
Ressortleiter taz-Regie
Leiter des Regie-Ressorts, das die zentrale Planung der taz-Themen für Online und Print koordiniert. Seit 1995 bei der taz. 2000 bis 2005 stellvertretender Leiter der Berlin-Redaktion. 2005 bis 2011 Leiter der Berlin-Redaktion. 2012 bis 2019 Leiter der taz.eins-Redaktion, die die ersten fünf Seiten der gedruckten taz produziert. Hat in Bochum, Berlin und Barcelona Wirtschaft, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und ein wenig Kunst studiert. Mehr unter gereonasmuth.de. Bluesky:@gereonas.bsky.social Mastodon: @gereonas@social.anoxinon.de Foto: Anke Phoebe Peters
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66 Kommentare

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  • Na Männers, wie zu erwarten ruft solch ein Artikel lang anhaltendes Wehklagen bei meinen Geschlechtsgenossen hervor.



    Einfach Mal sacken lassen, statt getroffen zu bellen.



    Mimimi 😉

    • @Nansen:

      Die Taktik, Menschengruppen zu beschimpfen, und dann "Oh, da wurde wohl ein Nerv getroffen, mimimi!" zu rufen, wenn diese sich darüber beschweren, kenne ich ganz gut von den radikaleren Rechten. Krah und Höcke machen das z.B. gerne - ist eben eine beliebte Trolling-Taktik, wenn man in der Substanz verliert.

  • Dann lasst uns doch einfach die Männer abschaffen. Dann wird es aber schwierig mit dem Fortbestand der Menschheit. Auf der anderen Seite retten wir das Klima, wenn es keine Menschen mehr gibt.

  • Hallo Männer - entspannt mal ein wenig!



    www.youtube.com/watch?v=vQm93OJ3XHw

  • Wirklich schade… früher war die TAZ noch interessant. Heute gehts nur noch um Männerhass. Abo gekündigt :)

  • Die Verbrecher sind alle Männer bedeutet ja glücklicherweise nicht alle Männer sind Verbrecher.

  • Bei solchen dümmlichen Artikeln, so satirisch sie auch angeblich gemeint sein mögen, muss man sich echt nicht wundern, wenn Männer und insbesondere die jüngeren (ab 30 werden die haarigen Monster ja ruhiger), lieber irgendwelchen Andrew Tates nachlaufen.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @schoenix:

      Ich kann Sie beruhigen. Der Text ist weder satirisch, noch satirisch gemeint. Er ist ausschließlich faktenbasiert, auch wenn das vielen männlich gelesen Lesern nicht passt.

  • In der Politik sind auch überwiegend Männer tätig.



    Einige Frauen in der Politik stehen ihren männlichen Kollegen aber auch in nichts nach.

  • Herr Asmuth plappert die Aussagen der Polizei zur Polizeistatistik nach. Vergißt ein paar wesentliche Details, die hier schon andere erwähnt haben. Eigene Recherche, ob diese Aussagen stimmen kann ich nicht erkennen. Aber wie mann gelegentlich liest sind wesentliche Player sowohl in der cosa nostra eben Playerinnen. Und auch im westafrikanischen Menschenhandel Richtung Europa und Deutschland sind die king pins keine - sondern queens.



    Und dann wäre da noch das Anzeigeverhalten - Straftaten von Frauen werden seltener angezeigt und die Strafmaße scheinen auch geringer zu sein.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Onegai:

      Nein, ich plapper nicht die Aussage nach. Im Gegenteil. Ich untermauere die These, dass der Mann unübersehbar das Problem ist, anhand einer tiefergehenden Zahlenanalyse der Kriminalstatistik. Und das Ergebnis ist übereindeutig. Selbst wenn man alle berechtigte Kritik an der Statistik mit einberechnet, lässt es sich nicht von der Hand weisen.

      • @Gereon Asmuth:

        Wie erklären Sie sich dann dass laut TVBZ syrische Frauen 4x mehr Tatverdächtige sind als deutsche Männer?

        • @AmArschderHeide:

          Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gibt es 889.337 männliche Tatverdächtige. Ihnen zufolge gibt es also 3.557.348 syrische Frauen in Deutschland, die auch noch Tatverdächtige sind?

      • @Gereon Asmuth:

        Merkwürdiger Umgang mit Statistik. "Täter, die sich mit Messern bewaffnen" sind eine Teilmenge der Gesamtmenge "Männer". Im Übrigen hat Racial Profiling eine höhere (wenngleich niedrige) Sensitivität (Trefferquote) als Gender Profiling. Wenn Ersteres zu Recht als illegitim gilt, dann muss dies für Letzteres ebenso gelten. Aber vielleicht hat man auch endlich eine Menschengruppe gefunden, die man guten Gewissens pauschal herabsetzen darf. Das schadet dann allerdings weniger irgendeinem männlichen Ego, als der Stringenz des Denkens und der Konsequenz des Verhaltens. Ob dies auch nur einer Frau nützt, darf füglich bezweifelt werden.

  • Ich frage mich manchmal wirklich, wie manche Taz-Autor*innen einschätzen, wie ihre Artikel und Überschriften auf eine nicht bereits von einer spezifischen Richtung des Feminismus überzeugten Person wirken - oder ob sie dieses überhaupt interessiert. Ich glaube, vor einem jungen Mann, der liest, das Männer an sich alle schlimme Verbrecher sind, und sich denkt: "Ja, das ergibt Sinn", hätte ich mehr Angst, als vor einem jungen Mann, der darauf abgeschreckt und irritiert reagiert.

    Man darf diese halbsatirischen Texte (die gerade genug Satire enthalten, um klar durchscheinen zu lassen, dass der Autor es im Kern eigentlich ernst meint) für die eigene Bubble ja schreiben. Meine persönliche Meinung ist aber, dass man dadurch die Welt ein bisschen schlechter macht, weil man jungen Männern dadurch vermittelt, dass die muskulösen Manosphere-Vollpfosten, die ihnen erzählen, dass Feminist*innen sie sowieso hassen und sie diese deshalb ignorieren sollten, damit nur bestätigt werden. Ironisch dabei ist, dass gegenüber dieser Gruppe immer wieder genau die Empathie völlig fehlt, die von Männern in diesen Artikeln (vorgeblich) eingefordert wird.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Agarack:

      Wollen Sie sagen, "mann" darf über das unabweisbare Problem nicht berichten, dass Männer für den weitaus überwiegenden Teil von Gewalt und Kriminalität verantwortlich sind, weil das ansonsten die zart besaiteten Männer irritieren könnte?

      • @Gereon Asmuth:

        Welche Männer denn? Syrer die 11x mehr in der TVBZ genannt werden als Deutsche?

  • 1



    Über 80% der Verurteilten sind Männer - das ist statistisch belegt.



    2



    "Die am meisten verbreiteten Straftaten in Deutschland sind Straftaten gegen das Vermögen; dazu zählen unter anderem Diebstahl, Erpressung, Betrug und Raub. "

    Vielleicht ist es sinnvoller nicht dauernd die Zahlen anzuzweifeln oder die Männer zu "entschuldigen", z.B. mit ihrem Hormonen, sondern zu überlegen, ob es möglicherweise etwas mit einem "fehlerhaften" Männerbild zu tun hat. Offensichtlich versuchen viele Männer auf illegalen Wegen möglichst schnell und einfach zu Geld zu kommen.

  • Über 80% der VERURTEILTEN

  • Komisch in der TVBZ werden syrische Frauen häufiger erfasst als deutsche Männer.

  • Der Autor irrt.



    Die Täter sind alle Menschen, wir sollten einfach jeden verhaften, trifft schon die richtigen.

    /s

    Natürlich sind viele Verbrecher Männer, viele Verbrechensfelder werden auch von Männern dominiert, aber der Artikel liest sich wie ein schwacher Versuch die Kriminalstatistik zu verklären.

  • "Die meisten Verbrechen werden von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah."

    Glaube ich. Die meisten Menschen, die die Gesellschaft vor den kriminellen Männern schützen sind aber eben auch Männer.

    Fast 2/3 der Polizisten und JVA Beamten sind Männer. In der Securitybranche die Frauen auf Festivals in der Bahn etc. beschützt sind es knapp 90% Männer.

    Im übrigen auch bei der Feuerwehr (ca. 90%)....bin gespannt ob Deutschland sicherer wird (auch für Frauen) wenn alle pauschal im Gefängnis sitzen.

    Handwerk oder Straßenbau (ca. 90% Männer)

    Auch das wird gerne ausgeklammert. Wie sicher wäre Deutschland auch für Frauen wenn die Lüftungen in Krankenhäusern nicht mehr funktionieren oder Frau über marode Brücken fährt.

    Ich glaube die Statistik würde weder für Mann/Frau/Non Binär etc. gut aussehen wenn diese Männer nicht mehr täglich ihren Knochenjob machen (ganz ohne Parade oder öffentliche Anerkennung)

  • Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger.



    ----



    Na ja, das ist wohl der Unterschied zw. XY & XX! Bei XY ist es wohl genau umgekehrt! :-)



    Mal ernsthaft: Habe es als XY mit einigen Spezies versucht, d/W/m, und konnte wenn "die Nähe etwas nah wurde" kaum einen Unterschied feststellen!



    Ok, vielleicht bewege ich mich in der falschen soziologischen Schicht, aber selbst bei Vorstößen in andere Schichten kann ich leider den Trend aus dem Artikel nicht bestätigen!



    Ok, die Polizeistatistik wird wohl stimmen, aber die bildet mMn. wohl nur eine sehr selektive Auswahl ab!



    Ps. Unabhängig vom o.a. ist mMn. jede Beziehung zw. XYXX sehr komplex! Um das einigermaßen geregelt zu bekommen, muss jeder Beteiligte richtig "arbeiten" wenn versucht werden soll, länger mit den eigenen & auch anderen Geschlecht zurechtzukommen! :-)

  • "mithin zwei Bereiche, die Männer gern Frauen überlassen."

    In dem Sprachgebrauch überlassen "die Frauen" auch gerne das Geld besorgen den Männern.

    Und als nächstes stellt der Autor fest, dass viele dieser Männer einen Migrationshintergrund haben. (Wie SEHR viele Menschen in Deutschland)

    Probleme einer Gruppe von Menschen zuzuschreiben hat Tradition hier in Deutschland. Aber muss ich das bei taz lesen? Oder können wir über reale Lösungen reden?

  • Man könnte doch von einem Leiter des Regie-Ressorts erwarten, seine Emotionen durch etwas Nachdenken zu moderieren (oder ist das vielleicht witzig gemeint ??)

    1) die Kriminalstatistik ist eine *polizeiliche* Statistik. Wer darin auftaucht ist nicht unbedingt (verurteilter) Täter. In vielen Bereichen weicht die Verurteilungsrate erheblich von der Kriminalstatistik ab, und das liegt nicht daran daß "alle Richter" jetzt "Männer" sind, die das "System" decken ...







    2) Selbst wenn alle Täter Männer wären, so wären noch lange nicht alle Männer Täter. Der Logikfehler ist offensichtlich (und durch abzählen festzustellen), aber manchmal hilft auch ein Vergleich: obwohl alle Lottogewinner auch gespielt haben, heißt das nicht jeder Lottospieler gewinne auch...

    3) das unterkomplexe Gleichsetzen von Männern und Tätern führt mechanisch dazu, daß selbst die rechtschaffenen Männer irgendwann keine Lust mehr darauf haben, sie dieses ehrenrührige Geschwätz überhaupt noch anzuhören : damit erweist man der Causa aber eine Bärendienst. Man braucht nämlich auch die Mehrheit der Männer wenn man irgendetwas in einer Gesellschaft verändern will.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Area51:

      Danke für Ihren Hinweis. Ich kritisiere die Polizeitstatistik auch gern. Zum Beispiel, dass in ihre die kriminellen Taten im Straßenverkehr, die wiederum zumeist von Männern begangen werden (taz.de/Verursacher...nfaellen/!6138783), gar nicht in der PSK auftauchen. (taz.de/Illegale-Au...tschland/!6170576)



      Und sicher haben Sie auch recht, dass die Mehrheit der Männer rechtschaffen sind. Aber wie soll man diese Mehrheit denn zu einem offensichtlich dringend notwendigen gesellschaftsverändernden Prozess gewinnen, wenn "mann" das Problem gar nicht erst benennen darf?

    • @Area51:

      "Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 536.200 Männer und 120.700 Frauen rechtskräftig verurteilt; der Männeranteil betrug also circa 82 Prozent. Damit stieg die Zahl der Verurteilten bei beiden Geschlechtern gegenüber dem Vorjahr."



      de.statista.com/st...t/#google_vignette

  • Das ausschließlich Männer schweren Rsub begehen halte ich für eine Lüge.



    Da wird ein ganzes Verbrechensfeld ausgeblendet, nämlich das Digitale.



    Auch Frauen hacken, auch Frauen erpressen und auch Frauen klauen Bitcoins in Milliardenhöhe.

    Zu behaupten das in dem Feld keine Frauen aktiv wären, ist wie zu sagen "die können das nicht".

    • @Rikard Dobos:

      "Schwerer Raub" beinhaltet in seiner Definition immer die Anwendung von Gewalt, Waffen oder das Agieren innerhalb einer Bande.



      "Klauen" ist damit nicht gemeint.

    • @Rikard Dobos:

      Schauen Sie mal nach, wie "Schwerer Raub" definiert ist, und sie werden feststellen, dass der nur schwer virtuell zu begehen ist. Raub unterscheidet sich von Diebstahl nicht durch den Wert der Beute sondern durch die (physische) Brutalität des Gewahrsamsbruchs.

    • @Rikard Dobos:

      Beides steht so auch nirgendwo im Artikel

      • @Klabauta:

        Ah ok, habt recht, mein Fehler.

  • Liebe Mitstreiter, da oben steht nicht



    "Alle Männer sind Verbrecher!" sondern



    "Die Verbrecher sind alle Männer".



    Das sind zwei gänzlich unterschiedliche Sätze.

    • @Il_Leopardo:

      Sorum oder sorum, das ändert auch nix dran, dass der Satz falsch ist - schaun Sie mal auf Rikard Dobos, der nur acht Minuten nach Ihnen schrieb...



      Wenn wir schon mal bei Wortklaubereien sind.

      Man könnte an dieser Stelle z.B. noch auf Täterinnen bei Schockanrufen, Taschendiebstählen, weibliche Jugendgangs in Ballungsgebieten verweisen usw.

      Auch wenn das selbstredend nichts daran ändert, dass wir Herren statistisch überrepräsentiert sind. Und natürlich besonders immer dann, wenn es um körperliche Gewaltdelikte geht.

    • @Il_Leopardo:

      Aber das "man kommt ihnen nicht zu nah" bezieht sich nach allen Regeln die ich für die deutsche Sprache kenne, auf "Männer" und nicht auf "Verbrecher".



      Und das kann bei einem Journalisten kein Zufall sein. Wenn man sich also von Männern fernhalten soll, dann fällt die Einschränkung der ersten Aussage über Verbrecher in sich zusammen.



      Bei anderen Sprechern oder Schreiberinnen könnte das Zufall sein - bei einem Journalisten wohl eher nicht.

    • @Il_Leopardo:

      ...und wer weiterliest, ist klar im Vorteil. Wo die Überschrift noch als "nicht generalverdächtigend" interpretierbar ist, wird der Artikel dann doch recht deutlich.

    • @Il_Leopardo:

      Danke. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen.

  • Nicht alle Männer, aber (fast) immer ein Mann. Und prompt gibt es unzählige Kommentare mit verletzten Gefühlen und Versuchen, dem Autor eins auszuwischen. So wie immer.

  • Es würde mich interessieren, ob der Autor sich selbst auch als Verbrecher bezeichnet, nicht nur alle anderen Männer.

    • @PeterArt:

      Die Verbrecher sind alle Männer heißt ja nicht, dass alle Männer Verbrecher sind.

    • @PeterArt:

      Kleiner Hinweis: "Die Verbrecher sind alle Männer" bedeutet nicht "Alle Männer sind die Verbrecher".

      Wer sich trotzdem auf den Schwanz getreten fühlt, und den Autor fragt, ob er der einzige Mann, der nicht Verbrecher sei, sollte mal reflektieren, warum er sich angesprochen fühlt.

    • @PeterArt:

      Ist das so schwer? „Nicht jeder Mann, aber immer ein Mann“.

      Als zugespitzte Aussage einer Wahrheit, die nicht weg geht, wenn man sie ignorieren will. Es wird an allen Ecken und Enden der Datenlage deutlich, auch in den Angaben dieses Artikels, und trotzdem kommt endlos wieder „Es ist aber nicht jeder Mann schlecht!“.

      Sagt auch keiner. Diese Null-Antwort hilft auch null. Nervt bloß.

      Der vielfältigen Datenlage nach müsste man männliche Menschen unter 30 deutlich strenger im Auge haben und z.B. Alkoholeinschränkungen für diese Gruppe einführen und das Verbot oder Einschränkung des Waffenbesitzes - Schützenverein hin oder her. Das ist eine riesige Risikogruppe.

      So wie die Daten sind, so wir die Realität ist, müssten sich Männer unter 30 zunächst als zuverlässig und gewaltfrei erweisen, um Zugang zu Alkohol und Waffen zu erlangen, vielleicht auch zu PS-Protzauto-Mordwaffen, man kann das gewaltfreie, soziale Verhalten nicht so generell annehmen, wie man es für Frauen jeden Alters und (begrenzt) ältere Männer eher annehmen kann.

      Wenn man rational vorgehen will, konzentriert man sich auf die Problemgruppe „junge Männer“ und nicht „andere Nationalität“. Schnittmengen gibt es natürlich

      • @GoJoRow:

        Anbetracht der Tatsache, das die überwiegende Anzahl an Straftaten mit auf dem Schwarzmarkt erworbenen Waffen begangen wird, nützt eine Verschärfung des Waffenrechts, bzw. ein Verbot für bestimmte Altersgruppen genau was? Es wurde am Waffenrecht bereits soviel herumgebastelt, dass kein normaler Mensch mehr weiß, ob sogar das Mitführen eines kleinen Taschenmessers zum Zwecke des Apfelschälens noch legal ist. Diejenigen mit bösen Absichten haben sich bisher nicht und werden sich auch in Zukunft nicht darum scheren, ob sie die Möglichkeit des Waffenbesitz gesetzlich einschränken wollen.

      • @GoJoRow:

        Wieso sollte denn die Nationalität in der Problemgruppe "junge Männer" keine entscheidende Rolle spielen? Das wäre mal wieder eine Verweigerung die Realität zu akzeptieren.

        • @Die_Mitte_machts:

          Weil Soziales Umfeld, Armut und eben Geschlecht und Alter eine viel größere Rolle spielen. Die Quote bei deutschen jungen Männern aus "prekären Verhältnissen" ist ähnlich hoch wie die von nicht deutschen.

        • @Die_Mitte_machts:

          Weil Frauen unabhängig von der Nationalität geschlagen, vergewaltigt und ermordet werden.

          In welche Mitte fragt man eigentlich ständig nach der Nationalität?

  • Ich empfehle eine Armlänge Abstand und separate Abteile in Bus und Bahn.

    • @Winnetaz:

      In muslimisch geprägten Ländern ist das der Standard, damit Frauen unterdrückt werden können.



      In Japan und Südkorea, und soviel ich weiß in Brasilien, ist die Intention eine andere, zum Schutz gegen das Patriarchat.

      Dass das natürlich Männer nicht davon abhält, Gewalt anzuwenden, ist nicht von der Hand zu weisen. Eine Differenzierung ist trotzdem von Nöten.

    • @Winnetaz:

      Also Geschlechtertrennung. Machen es Afghanistan, Iran, Saudi Arabia usw. Ihrer Meinung nach richtig?

  • Tja, Männer unter dreißig sind wirklich ein Problem. Die meisten Straftaten gehen auf deren Konto und fast immer ist Alkohol oder gar Drogen im Spiel. Man kann den jungen Frauen also nur raten, abzuwarten und Tee zu trinken bis die Männer ein wenig reifer sind.

  • Und was wird dagegen getan? Werden in Kindergärten/Schulen endlich Fächer über Gleichberechtigung, Respekt, Empathie angeboten? Werden alleinerziehende Mütter besser finanziell unterstützt so dass sie ihren Kindern mehr bieten können? Werden Polizisten psychologisch geschult so dass sie besser auf traumatisierte Frauen eingehen können? Werden Anzeigen von missbrauchten Frauen schneller und effektiver gehändelt? Werden Gesetze geändert um Frauen besser vor männlicher Gewalt zu schützen?

    Nee, bleibt alles beim Alten, bis zur nächsten Statistik (die viele Frauen nicht mehr erleben werden).

    • @NovaBel:

      Die Frage müsste wohl eher lauten: Was ist mit den Eltern los. Können die ihre Kinder nicht besser erziehen.



      Immer alle Verantwortung auf Erzieher oder Lehrer abwälzen geht gar nicht!

      • @Il_Leopardo:

        Sozialisierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Elternhaus ist ein gewichtiger Teil davon, Schulen und Vereine ein anderer. Der Staat muss aber auch für die passenden Rahmenbedingungen sorgen, sonst können die Aufgaben nicht wahrgenommen werden.



        Das ist ein weites Feld und auf diesem ist Deutschland in vielen Bereichen rückständig.

        Die Auswirkungen sind dann besonders für Frauen zu spüren. Das 2 von 3 Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung erfahren haben sagt vieles über die Zustände aus. Prävention oftmals Fehlanzeige, Safe Space Kultur ein Fremdwort, Gerichtsbarkeit mangelhaft usw.

        Ich habe vier Töchter, die haben etliche Jahre in Deutschland gelebt und leben jetzt wieder hier in Norwegen. Nach deren Einschätzung sind das für Frauen zwei unterschiedliche Welten.

        Gilt für Sicherheit, Gleichbehandlung und Lebensqualität.

        Und das liegt nicht daran das norwegische Männer von Natur aus bessere Menschen sind als deutsche Männer, sondern an der Kultur, die hier schon in jungen Jahren die Grenzen in allen Bereichen klar zieht. Von Staat und Gesellschaft.

        Viele Freiheiten bringen eben auch viele Verpflichtungen mit sich. Das wird in Deutschland zu wenig gelehrt.

      • @Il_Leopardo:

        Natürlich können Eltern ihre Kinder besser erziehen, sie müssen es aber auch wollen.



        Ich beobachte oft, dass Eltern den schlechten Erziehungsstil ihrer eigenen Eltern unverändert fortführen.

        • @Erfahrungssammler:

          Uraltes Sprichwort: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm."

      • @Il_Leopardo:

        Dem kann man nur voll und ganz zustimmen. Leider überlassen die meisten Eltern die Erziehung ihrer Kinder hauptsächlich dem Smartphone...und gehen davon aus aus, dass der Rest von den Lehrern erledigt wird.

  • Bin gespannt auf die Rubrik" Kinder fragen". Yannik, 6 Jahre: ist Papa ein Verbrecher wie alle anderen Männer?

    Kann sein, kann auch nicht sein.

  • "Denn die Männer sind alle Verbrecher."

    Nein. Die meisten Männer sind keine Verbrecher. Und es macht mir Angst, dass "gutmeinende" Leute mit solchen Sprüchen der AfD Wähler zutreiben. Ausbaden werden das wir Frauen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Wieso nur die Frauen.



      Die meisten Verbrechensopfer sind ebenfalls Männer. Egal ob Mord, Raub, Betrug. Ausnahme ist wahrscheinlich nur die Vergewaltigung - aber auch bei der fallen männliche Opfer in praktischen allen Veröffentlichungen unter den Tisch.



      Ein Schelm, wer dabei einen Zusammenhang dazu sieht, wer über diese Statistiken berichtet.

      • @Onegai:

        Nicht so kurz denken. Eine extrem rechte Regierung würde nach und nach alles schleifen, was Frauen in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben.

        Zusätzlich zu den Verbrechen, die natürlich alle treffen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Richtig, dies ist pure AfD-Logik die beim Thema Ausländerkriminalität genauso argumentiert und aus einer statistischen Überrepräsentation eine haltlose Verallgemeinerung macht.



      Nur eine sehr kleine Minderheit der Männer und der Ausländer sind Verbrecher trotz aller statistischen Auffälligkeiten und jedwede Voreingenommenheit gegenüber den Einzelnen ist völlig unangebracht. Das möchte ich mal unisono von links und rechts hören und wir wären vielleicht einen Schritt weiter,

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Man(n) liest, was man lesen will. Nirgendwo steht im Kommentar, dass alle Männer Verbrecher sind. Bitte nochmal lesen und evtl. (falls in der Lage dazu) ergründen, warum Sie die Tatsache, dass statistisch überwiegend Männer "Verbrecher" sind, Sie dermaßen triggert, dass Sie sich angegriffen fühlen (ich gehe mal davon aus, dass Sie sich nichts zu Schulden lassen haben, das hier Statistik-relevant ist.

      • @Nesliyah Love:

        "Nirgendwo steht im Kommentar, dass alle Männer Verbrecher sind."

        Doch. Der Satz steht im Artikel. Ziemlich am Ende. Ich habe zitiert.

        Und langsam werden solche Aussagen gefährlich. Schauen Sie sich doch mal die Lage an. Die AfD in Umfragen stärkste Partei. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, noch in diesem Jahr das erste Bundesland zu übernehmen und damit zu beginnen, ihre rückwärts gewandte Politik umzusetzen.

        Wir Frauen (ja. ich bin auch eine) brauchen jetzt alle Verbündeten, die wir kriegen können, wenn wir die in den letzten Jahrzehnten hart erkämpften Rechte nicht verlieren wollen.

        Und da ist es mehr als kontraproduktiv, alle Männer vor den Kopf zu stoßen, indem man sie pauschal zur Gefahr (anderer Artikel) und zu Verbrechern erklärt. Damit treibt man sie in genau die Ecke, in der wir sie absolut nicht gebrauchen können.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Und nicht nur ihr Frauen braucht dafür alle Verbündeten, die ihr kriegen könnt!

          Zustimmung!!!

  • Das Männliche ist halt der schlechtere Verbrecher.