Collien Fernandes wirft ihrem Exmann schlimmste Gewalt vor, Abertausende demonstrieren und sogar die Bundesjustizministerin will etwas unternehmen. Noch bevor eine einzige Frau in diesem Land besser vor Gewalt geschützt ist, blasen bürgerliche Medien schon ins "not all men"-Horn. Ja, das stimmt. Nicht alle Männer sind gewalttätig. Manche sind auch bloß rücksichtslos, unselbstständig, machtversessen, unsolidarisch, faul oder empathieunfähig. Nicht, weil sie einen Penis haben, sondern weil die patriarchale Gesellschaft sie zu Wesen zurichtet, die manche Männer nicht einmal selbst sein wollen. Doch auch selbsternannte Profeministen enttäuschen uns regelmäßig, #performative males, #ChristianUlmen. Frauen und Queers schwanken zwischen Frust, Angst und Verzweifllung. Was also tun? Wie sollen wir lieben, kämpfen, arbeiten, leben? Die taz hätte da ein paar Ideen. Sie reichen von Militanz über Ausschluss (#boysober) bis hin zu Dezentralisierung, Bildung oder Integration. Vorgestellt und diskutiert werden sie von: Carolina Schwarz (Ressortleiterin taz2), Laura Catoni (freie taz-Autorin), Lilly Schröder (Berlin-Redakteurin) und Lotte Laloire (taz1-Redakteurin). Alle Geschlechter sind willkommen!