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Nach Brandanschlag gegen LinkenpolitikerDie Grenze zur Gewalt will nicht jeder in der Linken sehen

Pascal Beucker

Kommentar von

Pascal Beucker

Die Linke distanziert sich vom Brandanschlag gegen den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner. Doch nicht alle in der Partei sehen das so.

Finden es „falsch, wie mit unseren Ge­nos­s:in­nen umgegangen wird“: Ines Schwerdtner und Jan van Aken (Die Linke) Foto: Stefan Boness/ipon

A ndreas Büttner ist ein streitbarer Mensch. Und das soll, ja muss er auch sein. Sonst hätte er seinen Job als Beauftragter zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg verfehlt. Als er im Juni 2024 im Landtag vereidigt wurde, verließ die rechtsextreme AfD-Fraktion aus Protest den Plenarsaal, kurze Zeit später wurden vor einem Wahlkreisbüro in Templin in der Uckermark Nazisymbole in Büttners Auto geritzt.

Inzwischen kommen die Angriffe auf das 52-jährige Linken-Mitglied vor allem aus jener Szene, die sich selbst ebenfalls für links hält, jedoch nicht zwischen der Solidarität mit den in Not und Elend befindlichen Menschen in Palästina und israelbezogenem Antisemitismus unterscheiden kann. Ihr gilt Büttner als zu israelfreundlich und damit als jemand, gegen den aus ihrer Sicht alles gerechtfertigt ist.

Mit Beginn dieses Jahres haben die hasserfüllten Attacken die Grenze des Verbalen überschritten: In der Nacht zu Samstag wurde in Templin ein Schuppen auf dem Privatgrundstück der Familie Büttners von bislang unbekannten Tätern in Brand gesteckt, nur vier Meter vom Wohnhaus entfernt. Zum Glück griff das Feuer nicht über. Auf die Haustür gesprüht war jenes rote dreieckige Symbol, das auch von der Terrororganisation Hamas verwendet wird, um potenzielle Anschlagsziele zu markieren.

Ein solches rotes Dreieck fand sich auch in einem Brief, der am Montag im Brandenburger Landtag für Aufregung sorgte. Zwar erwies sich das weiße Pulver, das aus dem Umschlag rieselte, als ungefährlich. Das an Büttner adressierte anonyme Schreiben enthielt jedoch neben Beschimpfungen und Verunglimpfungen auch eine eindeutige Morddrohung: „Wir töten dich.“

Unmut der „palästinasolidarischen“ Szene

Der Antisemitimus-Beauftragte des Landes Brandenburg, Andreas Büttner, wurde Opfer eines Brandanschlags Foto: Soeren Stache/dpa

Die Attacken auf Büttner reihen sich ein in eine Reihe von Angriffen gerade auch auf Linken-Politiker:innen, die den Unmut der „palästinasolidarischen“ Szene erregen. So beklagen die beiden Linken-Vorsitzenden Jan van Aken und Ines Schwerdtner in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung, dass auch gegen den Bundestagsvizepräsidenten Bodo Ramelow „seit Monaten massiv gehetzt“ werde, „im Netz wie auf der Straße“. In Leipzig werde derzeit unter dem Motto „Antifa means Free Palestine“ zu einer Demonstration gegen die sächsische Landtagsabgeordnete Juliane Nagel sowie das Projekt- und Abgeordnetenbüro Linxxnet und das Jugendzentrum Conne Island in Leipzig mobilisiert.

Sie fänden es „falsch, wie von der Partei nahestehenden Personen und teils sogar von Parteimitgliedern mit unseren Ge­nos­s:in­nen umgegangen wird“, schreiben Schwerdtner und van Aken, der nach dem Brandanschlag auch bei Büttner anrief. Die Partei verurteile „diese tätlichen Übergriffe, den Psychoterror auf der Straße und den Hass im Netz“. Und weiter: „Der Angriff auf unsere Ge­nos­s:in­nen ist ein Angriff auf uns alle.“

Ob das alle in der Partei so sehen, ist allerdings leider fraglich. So fällt es doch so manchen sichtlich schwer, sich beispielsweise von einer mehr als fragwürdigen „palästinasolidarischen“ Gruppe wie Handala abzugrenzen, die in Leipzig für die Demo am 17. Januar gegen Jule Nagel mobilisiert. Dabei hält Handala das von der Hamas am 7. Oktober 2023 angerichtete Massaker für einen legitimen antikolonialen Widerstandsakt: „Die unterdrückte palästinensische Bevölkerung befreite sich aus der Belagerung der Besatzungsmacht.“

Beim Brandanschlag auf Büttners Grundstück sprühten Unbekannte ein rotes Dreieck an die Tür – ein Symbol der Hamas Foto: privat

Auch die vielfältigen Solidaritätsbekundungen für den aus der Linken ausgeschlossenen „Sozialismus von unten“-Aktivisten Ramsis Kilani sprechen dagegen. Schließlich rechtfertigt Kilani den Terror der Hamas: „Für revolutionäre Sozialisten hatten und haben die Palästinenser immer jedes Recht, sich mit allen erforderlichen Mitteln gegen die von den Imperialisten unterstützte zionistische Siedlerkolonie zu wehren, die ihr Land besetzt und sie unterdrückt“, schrieb er in der trotzkistischen Zeitschrift International Socialism. Trotzdem solidarisierten sich sogar mehrere Bundesvorstandsmitglieder mit ihm.

Das Gefühl von Sicherheit ist weg

Die Linke sei „eine Partei, die miteinander um die richtige Position ringt – gerne auch hitzig und bis mitten in der Nacht“, schreiben Schwerdtner und van Aken in ihrer Erklärung. Dort, „wo Terror und Gewalt verherrlicht werden“, sei allerdings eine Grenze überschritten, formulieren sie erfreulich eindeutig. Wenn das nur alle in der Partei und darüber hinaus in der gesellschaftlichen Linken so sehen würden.

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Büttner will sich jedenfalls nicht unterkriegen lassen. Er werde seine Aufgabe „mit voller Entschlossenheit weiterführen“, versicherte der ehemalige Polizeibeamte der Jüdischen Allgemeinen. Gleichwohl muss er einräumen, dass der Schock bei ihm und seiner Familie tief sitzt. „Die Nacht hat sich unauslöschlich eingebrannt, weil plötzlich das Gefühl von Sicherheit weg ist“, sagte er. „Wenn die eigene Haustür angegriffen wird, trifft das einen im Innersten.“

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Pascal Beucker
Inlandsredakteur
Jahrgang 1966. Arbeitet seit 2014 als Redakteur im Inlandsressort und gehört dem Parlamentsbüro der taz an. Zuvor fünfzehn Jahre taz-Korrespondent in Nordrhein-Westfalen. Seit 2018 im Vorstand der taz-Genossenschaft. Sein neues Buch "Pazifismus - ein Irrweg?" ist Mitte vergangenen Jahres im Kohlhammer Verlag erschienen.
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91 Kommentare

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  • Gut, dass es diese Diskussion gibt. Linke Ideen lassen sich effektiver ohne Gewalt durchsetzen.

  • Parteien müssen Prioritäten setzen und Gewalt gehört definitiv nicht dazu !



    Schon gar nicht bei einer Partei wie, Die Linke, die einzige relevante Partei in unserem Parlament, mit einem humanistischen Anspruch.



    Gewalt sollte ein No Go sein & bleiben.

  • Der Untertitel lautet: "Die Linke distanziert sich vom Brandanschlag gegen den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner. Doch nicht alle in der Partei sehen das so."

    Der Beitrag bleibt die Antwort schuldig, welche Personen in der Linkspartei den Brandanschlag gegen Büttner gut findet.

    Dass viele dessen politische Positionen nicht teilen, die Kriegs- verbrechen Israels an der palästinensischen Bevölkerung verurteilen, und ggf deren Widerstand als legitim bewerten heißt nicht, dass sie auch den Brandanschlag gegen Büttner billigen oder gar befürworten.

  • Der Hass auf Israel hat in der Linken eine gewisse Tradition.

    2011 findet sich auf der Webseite der Linken in Duisburg ein Flugblatt mit antisemitischem Inhalt und einem Symbol, das Hakenkreuz und Davidstern verbindet:



    www.sueddeutsche.d...homepage-1.1090155

    Auf einer Demo, die 2014 in Essen von der Jugendorganisation Solid organisiert wurde, kommt es zu antisemitischen Ausschreitungen. Man beachte die „Adolf Hitler“-Rufe bei Min. 0:35:



    www.youtube.com/watch?v=KNOyBMBPvY0

    Erst kürzlich hat die Frankfurter Linksjugend solid auf X jüdischen Kindern den Tod gewünscht:



    www.hessenschau.de...nksjugend-100.html

    Als antisemitische Morddrohungen gegen Kneipe „Bajszel“ eingingen, haben sich alle Bezirksabgeordneten solidarisch erklärt – nur die Linke war dagegen.



    www.tagesspiegel.d...egen-14582066.html

    • @JC Kay:

      Warum kommen solche Ereignisse immer wieder bei der Linken vor?



      Wenn die Linke tatsächlich gegen diesen Hass vorginge, würden sich solche Fälle nicht wiederholen. Sie wiederholen sich aber. Wieder und wieder und wieder. Kurz: Der Hass auf auf den einzigen jüdischen Staat auf der Welt ist ein inhärenter Teil der Linken!

  • "Fraglich", "manchen", "mehrere", [nicht] "alle".

    Wer denn?

  • Zu Brandanschlägen scheint es keine Brandmauer zu geben. Weder hier, noch in Bezug auf den Brandanschlag auf die Stromkabel in Berlin.

  • #Eine Partei die um ihre Position ringt...

    Interessant wäre weniger zu Ringen als die Referenzrahmen der Splittergruppen offen zu legen und zu debattieren: wie hältst du es mit Gewalt? Wie hältst du es mit dem Individuum? Wie hältst du es mit allgemein einleuchtenden Maximen?



    Kurzum: wie verhältst du dich im Spannungsfeld der Interessen zwischen Allgemeinheit (pragmatischer Vernunft), diversen Gruppen (...z. B.: marginalisierten) und Einzelnem/er (in seiner/ihrer psychischen Tiefenstruktur)?



    Ohne kritischen Referenzrahmen bleibt die Linke blind: und verbockt nach Belieben / mit Gewalt ihr Verhältnis zu Einzelnen, Gruppen oder Vernunft.



    Es kömmt drauf an die Welt zu biegen???

  • Die SPD hat quälend lange gebraucht, um Tilo Sarrzin loszuwerden.



    Wir müssen tiefer darüber nachdenken oder forschen, wie eine Partei die Radikalinskys leichter loswerden werden kann.



    Wir müssen darüber nachdenken, wie parteiinterne Vorwahlen funktionieren und ob oder welche parteiinternen Abweichler auch gewählt werden.



    Wenn die Koalitionspartner keine Hamas- Sympathisanten dabei haben wollen, schrumpfen die Machoptionen und die SPD kann nur noch mit der CDU koalieren.



    Die CDU erkennt dann den Unterschied zur AfD nicht mehr, beides die gleiche extremistische Souce.

  • Gibt es denn überhaupt schon Belege dazu von wem dieser Anschlag begangen wurde? Die letzten zwei Jahre waren durchsetzt von false flag Aktionen, würde mich hier auch nicht überraschen

  • frage an den autor: wieso setzen sie palästinasolidarisch in anführungszeichen?

    • @the real günni:

      Ich vermute mal, der Autor meint damit, dass, wer die Hamas als „antikoloniale Befreiungsbewegung“ bzw. das antisemitische Pogrom vom 7. Oktober 2023 als „antikolonialen Befreiungsakt“ versteht, damit wohl kaum die Interessen der palästinensischen Bevölkerung in Gaza und den von Israel besetzten Gebieten im Blick hat.



      Mit einer islamo-faschistischen Hamas - die niemals Bündnispartner der Linken sein kann - kann es keinen Frieden und somit auch keine Selbstbestimmung und kein Leben in Würde für die Palästinenser geben. Das sollte hinlänglich klar sein.



      In diesem Punkt teile ich die Auffassung des Autors und habe in einem Kommentar zu seinem Beitrag palästinasolidarisch auch in Anführungszeichen gesetzt.



      Ich will damit nicht bestreiten, dass es tatsächlich palästinasolidarische Menschen gibt, nur finden die sich nicht im Lager der Hamas und ihrer Freunde.

  • "Sie fänden es „falsch, wie von der Partei nahestehenden Personen und teils sogar von Parteimitgliedern mit unseren Ge­nos­s:in­nen umgegangen wird“, schreiben Schwerdtner und van Aken"

    Falsch? Das ist alles? "Falsch" ist, wenn ich sage "Sydney ist die Hauptstadt von Australien". Aber kein Wort des Bedauerns, Entsetzens etc. - wie viel Angst müssen die vor der River-Sea-Fraktion haben..

    • @Meister Petz:

      Danke, genau das war auch mein Gedanke.



      Verwunderlich ist das alles nicht, denn es gibt nur ein Entweder-oder:



      Entweder ist Gewalt gegen "Feinde" legitim oder halt nicht. Dazwischen gibt es nichts.



      Man kann nicht Gewalt z. B. gegen Rechte begrüßen, sich dann aber wundern, wenn plötzlich Linke von Linken auch zu Feinden erklärt werden und damit auch zu legitimen Angriffszielen werden.



      Wie die Linksjugend-Mitglieder auf dem Bundeskongress, die sich plötzlich ihren eigenen Angriffmustern ausgesetzt sahen.

  • Die Linke war im Punkt Antisemitismus schon immer auf der Kippe. Hier ist nun eine neue Grenze überschritten. Keine Distanzierung vom Brandanschlag gegen den Antisemitismusbeauftragten, Solidarität mit Gruppen, die den Pogrom vom 7. Oktober feiern: Die Partei ist am Ende, wenn sie sich von solchen Teilen nicht eindeutig löst. Eigentlich sogar schlimmer als die AgD: Von deren Seite habe ich noch nichts bezüglich Billigung von Terrorismus gehört.

    • @PeterArt:

      Die machen den Terrorismus einfach selbst. Mehrere afd-Mitglieder sind in Ermittlungen verstrickt oder bereits verurteilt, weil sie rechtsextreme Anschläge geplant und an Gruppen zur Planung und Durchführung beteiligt sind.

    • @PeterArt:

      Ich habe in Kommentaren die Haltung der Linken zum Antisemitismus auch schon als kritisch bewertet. Gleichwohl sehe ich, dass es auch Gegenwehr gibt und ja - ohne es schönreden zu wollen -, sehe ich Die Linke derzeit als die einzige Partei, die das Thema Antisemitismus selbstkritisch offen und öffentlich thematisiert.



      Alle anderen verweisen lediglich mit dem Finger auf den politischen Gegner, als ob Judenfeindlichkeit KEIN gesamtgesellschaftliches Thema wäre - diese Heuchelei wird seit Gründung beider deutschen Staaten so betrieben und der Antisemitismus konnte in Staat und Gesellschaft unsichtbar bleiben. Trotzdem schlummerte er immer unter der Oberfläche und zwar in Ost und West.



      Noch ein Wort zur AfD: mir scheint, der klassische rechte Antisemitismus ist in dieser Partei zugunsten einer populistischen Islamfeindlichkeit zurückgedrängt worden - die gegen Muslime gerichteten Ressentiments ähneln in vielerlei Weise den gegen die Juden.



      Bei solchen Bündnispartnern wie Netanyahu, Katz, Ben-Gvir und Smotrich fällt es deutschen Rechtsextremisten allerdings auch nicht schwer, sich als Freunde Israels hinzustellen.

    • @PeterArt:

      Wieso am Ende? Die Partei wird von den Bürgern/Wählern unterstützt, die genau diese Weltanschauung haben.

      • @Iknowvieles:

        Ich bin kein Antisemit und wähle die Linke. Und nun?

    • @PeterArt:

      Ohne die definitiv existenten antisemitischen Parteimitglieder verteidigen zu wollen: die Partei hat sich doch klar abgegrenzt, das steht doch im Artikel

      • @Axotono:

        mir verlaub, klare Abgrenzung siehr anders aus, die Jugendorganisation hat erklärt gege n diemExistenz Israels zu arbeiten, die Mutterpartei hat dazu lediglich ein "finden wir nicht so gut" verlauten lassen. Abgrenzung wäre die zusammenarbeit zu beenden. Auch am Parteitag war die Erklärung zum Nahostkonflikt und gegen Antisemitismus so schwammig, dass sich die Antisemitisten ja nicht auf die Füße getreten fühlen. Die LINKE macht da vor allem wieder nur eins, es allen möglichst recht, keine klare Kante.

      • @Axotono:

        Sie finden es falsch wie mit Genoss*innen und Parteimitgliedern umgegangen wird.

        Eine klare Distanzierung sieht anders aus. Und schließ nicht nur Gewalt gegen die eigenen Leute mit ein.

        Man beachte diesen Wortlaut!!!!

        Solange die Linke derartige Personen in dieser Anzahl in den eigenen Reihe hat und toleriert, solange ist das eine Meinung der Partei.

        Eine wirkliche Distanzierung auch vin der Basis sieht anders aus.

        Dazu Schwerdts Aussage : es ist mir egal wer mit mir demonstriert. Als die zusammen mit fragwürdigen Gestalten auf der Bühne stand.



        Sorry, keine Distanz zu antismenitismus und ismalisten.

      • @Axotono:

        Naja man hat die Aktion als Falsch tituliert. Ganz ehrlich für eine echte Abgrenzung hätte ich mir dann doch andere Worte erwartet.

      • @Axotono:

        Eine wortreiche Abgrenzung ohne mindestens den Versuch, die antisemitischen Parteimitglieder auch tatsächlich loszuwerden ist nicht ernst zu nehmen.

      • @Axotono:

        Klar abgrenzen hieße Antisemiten in hohem Bogen aus der Partei werfen. Die klare Abgrenzung im Artikel liest sich für mich wie die Statements der konservativen Islamverbände nach Terroranschlägen.

        • @Šarru-kīnu:

          Die haben sich von den Antiimperialisten getrennt. Es gibt auch Linke außerhalb der Partei die Linke. Linke sind keine homogene Masse.

  • Wenn die linke Szene sich nicht langsam auf die Kette kriegt, will ich damit nichts mehr zu tun haben. Offener Hass, politische Gewalt, Antisemitismus, borniertes Lagerdenken. Das ist das, was eigentlich rechts steht und was links immer vorgibt bekämpfen zu wollen. Wenn das in linksradikalen Kreisen zur Normalität wird, dann gehört das genauso bekämpft, wie Faschos.



    Und so häßlich solche Aktionen sind und so abwegig das propalestinänsische Lager mittlerweile unterwegs ist. Wer die antideutsche Szene in Leipzig kennt, weiß, dass es dort nicht viel besser aussieht, mit dem Hang zu eindimensionalem Hass und der Befürwortung Gewalt. Ich erlebe in den linken Kulturzentren seit einigen Jahren eine extreme Polarisierung, die mir nicht kleiner zu sein scheint, als die Abgrenzung nach Rechts.

    • @Deep South:

      Ich kann mich nicht entsinnen, dass "Antideutsche" Brandanschläge verübt hätten.

    • @Deep South:

      Absolute Zustimmung

  • Ich muss gestehen, dass mich in Sachen Palästina weder die Position Israels noch die der Palästinenser überzeugt. Und ein ernsthaftes Ausdiskutieren und Erarbeiten eines sinnvollen Ausgleichs wagt ja niemand in den Medien oder in der Politik. Aus diesem Grund sehe ich sowohl Demonstrationen pro Israel als auch Demonstrationen pro Palästinenser hier bei uns mit Skepsis. Brauchen tun wir beides eher nicht.

    • @XXX:

      Demonstrationen hier bedeutet, dass wir dieses (unlösbare) Problem auf unseren Straßen haben.

    • @XXX:

      Gewalttätige proisraelische Demonstrationen wären mir neu.

  • Die nichtjüdische Deutsche Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas brutal ermordet. Die Mutter nimmt Abschied von der geliebten Tochter.



    ===



    Zitat: ""Neben dem Schmerz um den Verlust von Carolin muss ich dabei zusehen, wie in der deutschen Öffentlichkeit mit den Folgen der Massaker umgegangen wird. Täter-Opfer-Umkehr, fehlende Solidarität, Berichterstattung, die mich vor Entsetzen nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich schäme mich für die Deutschen, die dabei mitmachen.""

  • Wie fa ist die Antifa?

    Und wo ist da noch der Unterschied zu Nazis?

    Palästinenser und Nazis verwenden vielfach die gleichen Symbole.

    Z. B. das auf den Kopf gestellte rote Dreieck wurde von der SS zur Kennzeichnung von politischen Gefangenen in Konzentrationslagern benutzt.

    Ziele und Sprüche: Die Hamas möchte die Juden weltweit töten, siehe ihre 1988er-Charta, Artikel 7. Und "Globalize the Intifada" ist die aktuelle Version der "Endlösung der Judenfrage".

    Ab 1880 flüchteten in mehreren Wellen Juden aus Russland, dabei viele Angehörige der "zionistischen Arbeiterschaft", vor Pogromen in ihr 3300 Jahre altes Stammland, aus dem sie viele Male von imperialistischen Nachbarvölkern vertrieben worden waren.

    Ab 1933 kamen die Juden, die vor deutschen Gaskammern flohen. Israel wurde aus der Not geboren.

    Deutsche Nazis nahmen daraufhin Kontakt mit arabischen Antisemiten auf, so dem Mufti von Jerusalem und späterem SS-Gruppenführer al-Husseini um Israel zu verhindern.

    Sie implementierten den Begriff "Kolonialismus".

    Islamistische Terrorgruppen und gewisse Linke, die dringend ein neues revolutionäres Objekt brauchten - statt dem "Proletariat" halt "Palästina" - übernahmen dies.

    • @shantivanille:

      "Sie flohen in ihr 3300 Jahre altes Stammland."



      ist kein rationales Argument.



      Es gibt keine Verbindung von Blut und Boden.

    • @shantivanille:

      Ihr historischer Exkurs ist wie so oft historisch fragwürdig: Sie gehen selektiv mit Fakten um und liegen in einigen Punkten auch objektiv falsch (weder haben die Nazis den Begriff Kolonialismus implementiert noch war el-Husseini SS-Gruppenfuehrer - ohnehin bedürfte der allzu deutsche Hang, den NS auf andere zu projizieren, einer eigenen Diskussion). Aber um beim Thema des Artikels zu bleiben: Sie wissen bisher nicht, ob die Täter aus dem Antifa-Umfeld stammen und dass die Antifa weder eine Organisation ist noch eine einheitliche Position zum NO-Konflikt vertritt, ist Allgemeinwissen. Sie gegen hier einem Trump'schen Feindbild auf den Leim. Ohnehin sind solche Pauschalurteile unangebracht: es ist bedauerlich, dass einige Linke (nicht nur propalaestinensische) zu Gewalt greifen - deren Dummheit ändert aber nichts an der Legitimität des Anliegens, um das es hier geht: den Protest gegen den Völkermord in den besetzten Gebieten und gegen die deutsche Komplizenschaft. Der Protest gegen ein Menschheitsverbrechen ist nicht weniger richtig und wichtig, weil einige sich dabei zu Straftaten hinreißen lassen.

      • @O.F.:

        Die Nazis waren glücklich mit el-Husseini und seinen Muslimbrüdern.

        "Nach einem Treffen mit ihm (el-Husseini) 1944 notierte Joseph Goebbels in sein Tagebuch: „Er legt mir dar, daß die arabisch-mohammedanische Bevölkerung keinerlei Interessengegensätze mit dem Deutschen Reich je gehabt habe oder heute habe oder in Zukunft haben werde. Infolgedessen seien die 400 Millionen mohammedanisch-arabische Bevölkerung absolut für uns zu gewinnen, wenn man sie nur propagandistisch richtig bearbeite."

        Und

        Zwar findet die Angabe el-Husseini wäre SS-Gruppenführer gewesen, keine direkte Bestätigung in der biographischen Literatur.

        doch

        "In seiner Geschichte der SS (1957) gibt der Holocaust-Forscher Gerald Reitlinger an, dass der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, al-Husseini zum SS-Gruppenführer ernannt habe."

        Stark anzunehmen, dass er Recht tat, al-Husseini und Himmler waren dicke Freunde. Brüder im Geiste. Mit Goebbels im Trio.

        de.wikipedia.org/w...d_Amin_al-Husseini

  • Das klingt danach, als würden Fans der autoritären, theokratischen, frauenfeindlichen und queerfeindlichen Hamas immer stärker versuchen die Linke zu unterwandern und zu dominieren -- inzwischen auch mit Gewalt.

    • @Arne Babenhauserheide:

      Kann man mal bitte aufhören mit diesen False-Flag vorwürfen? Diese Taten spiegeln ein reales Spektrum innerhalb der Linken Szene wieder und ja das muss man schon irgendwie anerkennen, dass es diese Probleme in der linken Szene gibt.

    • @Arne Babenhauserheide:

      Ein gewisser Teil der Linken war schon immer komatös antisemitisch:

      Der erste Anschlag auf eine jüdische Institution nach 1945 in Deutschland, das jüdische Gemeindehaus in West-Berlin, kam von links. Er wurde von den „Tupamaros“ verübt, einer linken „Stadtguerilla“. Die konnten es gar nicht abwarten. Zum Glück zündete die Bombe am 9. November 1969 nicht.

      Schon damals wurde der Anschlag begründet durch die Solidarität mit der palästinensischen Widerstandsgruppe Fatah und dem Kampf gegen Israel und den Imperialismus, das „jüdische Großkapital“. Dieter Kunzelmann, polizeibekannter Anführer der „Tupamaros“ und Mitglied der Kommune 1, wurde mysteriöserweise nie zur Rechenschaft gezogen. Der radikalen Linken war „das Proletariat“, das sie befreien wollten, verloren gegangen. „Die Muslime“ wurden ihr Ersatz.

      Hier zeigen sich Schnittmegen:



      SPIEGEL: "Hitlers merkwürdige Vorliebe für den Islam"



      www.spiegel.de/spi...ich-a-1186530.html

      Auch die RAF war ein reiner Antisemiten-Cluster. Die taz mit einem hervorrragenden Artikel:

      "Radikal antijüdisch"



      taz.de/Antisemitis...-der-RAF/!5193915/

  • Hier sieht man mal wieder: Es gibt durchaus Linke, die Gewalt, auch Gewalt gegen Menschen, sogar Gewalt gegen linke Menschen für legitim halten.



    Soviel zur These die "Vulkangruppe" könne gar nicht links sein, weil Linke solche Taten nicht begehen würden.

  • Linksextreme und Rechtsextreme sind von gleicher "Hardware",



    nur die Software ist eine andere. Beide haben das Recht für sich gepachtet und akzeptieren die bestehenden Gesetze nicht. Beide sind gewaltbereit den anderen gegenüber. Beide können mir gestohlen bleibe, euch braucht niemand!

  • Das ist schon Terrorismus im Namen der Hamas. Gerechter Widerstand sieht offensichtlich anders aus..

  • Wer von der Weltrevolution träumt, kann sich schwerlich von Gewalt distanzieren. Das zu Hinterfragen ist aber nicht jeden gegeben.

  • Die Hamas hatte es jederzeit in der Hand den Angriff Israels auf Gaza zu stoppen, wenn sie die Geiseln freigelassen hätte!



    Darum wurde Palästinasolidarität von einem zivilgesellschaftlichen Protest/Projekt zu einer Kriegspartei. Der Nationalismus dem der bewaffnete Angriff vom 7. Oktober zugrunde liegt entspricht einer Denkweise des Jahres 1860. Ähnlich verhält es sich mit der Solidarität gegenüber den nationalistischen Bestrebungen der Kurden, der bspw. in der Türkei zu einem Jahrzehnt des Bürgerkriegs geführt hat. Insofern ist es gelogen(!) wenn die Linke sich selbst als Friedenspartei bezeichnet. Das Bündnis Sahra Wagenknecht war dann eine logische Konsequenz und kein Betriebsunfall. Die Linke hat 2021 zur Bundestagswahl sozial-ökologische Politik aktiv boykottiert indem ihre Spitzenkandidatin Wagenknecht zu einem Generalangriff auf das woke links-grüne Establishment ansetzte, was dann die FDP in die Regierung brachte, die rot-grün vollends an die Wand gefahren hat.



    Durch ihre Intervention in der Klimabewegung hat sie die Klimabewegung effektiv geschrottet. - Deshalb: Bitte geht! oder wie es die Fridays auf ihren Demos formulieren - HAUT AB !! -

  • Die Grenze zur Gewalt ist für alle, die etwas gegen die herrschenden Verhältnisse unternehmen wollen, eine Herausforderung. Während systemische und strukturelle Gewalt hier und an anderen Orten in der Welt, durch den Gesetzgeber als fester Bestandteil oder Nebenwirkung legitimiert und nicht selten aktiv ausgeübt wird, müssen alle, die sich mit Gewalt dagegen richten, gleich zwei Rechtfertigungsprobleme lösen: (i) Was rechtfertigt welche Gewalttaten, die den gesetzlich legitimierten Rahmen sprengen? (ii) Wie lässt sich Gewalt als Mittel im Kampf gegen die Gewalt, die von herrschende Verhältnissen ausgeht, rechtfertigen?

    Da Aktivismus gegen die herrschenden Verhältnisse diese immer in Frage stellt, hat jede Obrigkeit ein Interesse daran, diesen zu delegitimieren und zu bekämpfen. Für die geforderte Abgrenzung zur Gewalt (der einen oder anderen Seite) gibt es trotzdem keine einfache Antwort. „Gewalt gegen Gewalt“ scheint immer paradox und ihre Bewertung ist Objekt individueller Haltungen und Interpretationsspielräume. (Man denke nur an Widerstand gegen das NS-Regime, die RAF, Letzte Generation.) Als Gegner von Gewalt, bin ich selbst auch gegen die der herrschenden Verhältnisse.

  • Der Autor freut sich also – meiner Meinung nach zu Recht: Es gibt noch Linke, die Terror und Gewalt nicht verherrlichen. Dazu gehöre auch ich, für die Terror und Gewalt niemals Mittel der Konfliktlösung oder der Befriedigung persönlicher Bedürfnisse sein dürfen.



    Die Frage bleibt allerdings, lieber Pascal Beucker, ob



    a. Menschen mehr und mehr vom seit Jahren sich abzeichnenden Trend des „Rechts der Stärkeren“ massiv beeinflusst werden,



    b. ob viele – und eben nicht nur Linke - diesen Trend inzwischen als „Problemlösung“ verherrlichen,



    c. ob viele – ermuntert durch Posts und konkrete Taten von Trump, Hegseth und Mittätern, ermuntert vor allem durch den laschen, taktierenden Umgang mit diesen Tätern – diesen Vorbildern nacheifern.

    Spätestens seit Trump und Partnern ist bei vielen Menschen die Scheu vor der Überschreitung „roter Linien“, vor der „Regelverletzung“, ja vor der „Menschenverletzung“ gesunken, bei manchen gar nicht mehr vorhanden. Es gibt - und das ist schlimm - Linke, die sich in dieser „Blase der Unmenschlichkeit“ ebenfalls tummeln. Sie - aber nicht nur sie – zu thematisieren ist unsere Pflicht.

  • Mit dem Gesicht zur Wand in einer Ecke zu stehen und sich dazu auch noch die Ohren zuzuhalten trägt nicht zum Dialog bei. Das sich ausschließlich in seiner Bubble bewegen führt fast zwangsläufig zu Radikalisierung. Und ein paar Irre belassen es nicht nur bei Worten.



    Einfach nur erschreckend.



    Man muss die Haltung von Herrn Büttner nicht teilen, um diesen Anschlag klar zu verurteilen.

  • Das wäre gegenüber niemandem ok. Gute Linke, gute Menschen generell, schaffen es doch, zugleich für Palästinenser- und Palästinarechte zu sein und gegen Antisemitismus und andere Rassismen.



    Denn u.a.: Israel ist nicht "die" Juden, und auch nicht umgekehrt (und Netanyahu nicht Israel und umgekehrt).

    Also:



    Benehmt euch!



    Besatzung und Diskriminierung von Palästinensers unabhängig davon beenden, den Antisemitismus hierzulande auch.

  • Das ist doch krank. Der Mann hat Kinder, die werden dadurch traumatisiert und in Gefahr gebracht. Mit Links sein hat das alles nichts mehr zu tun. Für mich sind das Faschisten, egal „wofür“ sie angeblich Menschenleben gefährden.

    Die Linke hart jetzt ganz anderes zu tun und bräuchte alle Kräfte! In Zeiten von AfD als stärkster Partei in vielen Teilen Deutschlands, einem imperialistischen Trump, autoritären Techmilliardären, die uns mit Überwachung und KI unterwerfen wollen, und einem invasiven Putin - die einander zum Teil auch noch zuarbeiten. Das sind geballte Mächte, gegenüber denen wir alle die Schwächeren sind. Finstere Zeiten sind angebrochen, wir müssten aufbegehren, uns wehren, retten, was jetzt noch geht.



    Stattdessen machen „Linke“ Terror gegen Linke und ganze Berliner Stadtteile. Damit sabotiert man den guten Kampf.

    Das sind keine Linken, wenn sie gegen uns statt für uns sind.

    • @Fraudokter:

      Linke bzw. linke Politik soll uns vor AFD, Techmilliardären, KI, Putin und Trump schützen?

      Diese linke Politik hat doch die AFD und Trump groß gemacht. Und Putin wird von vielen bewundert, weil er einfach "macht".

      Und CDU/AFD stellen die Mehrheit in Deutschland da. Die Mehrheit will also eben keine linke Politik. Deshalb auch der Absturz der SPD. Sie wollte immer weiter links regieren.

      • @Iknowvieles:

        Wow. So langsam keimt bei mir die Hoffnung, daß es doch noch TAZ-Leser zu geben scheint, die nicht völlig linksideologisch verblendet sind und mit beiden Beinen in der Realität stehen. Danke

      • @Iknowvieles:

        U may know vieles, aber u certainly don’t know, dass Trump und AfD die Linke überhaupt nicht brauchten, um groß zu werden.



        Flooding the zone with shit, social media und russische Fake News Maschinen sind schon viel eher dafür verantwortlich.



        Bisschen informieren hilft, so u will know even more!

  • Extrem bitter, wenn die Palästina-Freundschaft so weit geht, dass man keinerlei Probleme damit mehr hat, dass man bezüglich Juden mit echten Nazis komplett auf einer Linie ist.



    Von der gedanklichen Akrobatik, Gewalt im Namen der Menschlichkeit total knorke zu finden, mal ganz abgesehen.

  • "Dort, „wo Terror und Gewalt verherrlicht werden“, sei allerdings eine Grenze überschritten, formulieren sie erfreulich eindeutig"



    Das ist die einzig richtige Leitlinie, die von viel zu vielen nicht eingehalten wird, von den Spinnern, die Herrn Büttners Privathaus angegriffen haben, allerdings leider auch viel zu oft von denjenigen, die den israelischen Staatsterror und die ungehemmte Gewalt der IDF legitimieren.

    • @Residente:

      Wo bitte legitimiert man den israelischen Staatsterror und die ungehemmte Gewalt der IDF, wenn man hierzulande gegen Antisemitismus - auch israelbezogenen, auch den linken - zu Felde zieht.



      Als jemand, der sich als parteiungebunden und Teil der „gesellschaftlichen“ Linken versteht, der Linkspartei aber wohlwollend gegenübersteht und sie als derzeit einzige parlamentarische Vertretung des linken Spektrums betrachtet, schäme ich mich für die Diskussionen, die einige palästinasolidarische Parteimitglieder innerhalb der Linken anzetteln.



      Muss man jetzt ernsthaft darüber diskutieren, ob die Hamas-Bluttat vom 7.Oktober 2023 ein antikolonialer Befreiungsakt war? Pfui Deibel!



      Gottseidank haben Schwerdtner und van Aken deutliche Worte dazu gefunden und ich hoffe, sie finden innerparteilich Gehör. Notfalls müssen diese antisemitische Positionen aus der Partei verbannt werden. Israelischer Staatsterror und Apartheidstrukturen unter der Besatzung müssen allerdings auch weiter als solcher benannt werden - ein schmaler Drahtseilakt.



      Herr Büttner in Brandenburg hat für seinen Einsatz gegen Antisemitismus jedenfalls meine volle Solidarität.

      • @Abdurchdiemitte:

        D'accord. Meine Solidarität hat er dafür auch. Ich bezog mich auf diejenigen, die das produzieren was Sie einen schmalen Drahtseilakt nennen, der es nicht sein sollte, indem Kritik an "Israelische[m] Staatsterror und Apartheidstrukturen unter der Besatzung" als Antisemitismus verunglimpft werden. Ein Herr Klein fiele mir da ein, oder auch die gesamte Haltung der Bundesregierung und eben leider auch ein nicht unerheblicher Teil der gesellschaftlichen Linken, zu der wir uns beide zählen.(Antideutsche, diverse taz-Autoren und Kommentatoren, etc.) Zwischen diesen beiden Polen, Staatsräson über alles hier und global Intifada dort werden viele Debatten leider zerrieben oder halt zum erwähnten, leicht albernen Drahtseilakt.

  • Wenn Aktionen von Gruppierungen, die sich selbst für links halten, sich nur dadurch von Aktionen von Faschos unterscheiden, dass nicht Hakenkreuze, sondern rote Dreiecke verwendet werden, kann man schon ins Grübeln kommen. Und da gibt’s ja einiges, über das man grübeln kann.



    Ob etwa der "III.Weg" schon ’ne Kiste Schampus geschickt hat. Und vieles mehr.

  • Wer nach einem Brandanschlag mit Hamas-Symbolen und Morddrohungen wirklich glaubt, die Linke müsse bloß „miteinander über Positionen ringen“, hat entweder die Wirklichkeit verpasst oder lebt in einer politischen Seifenblase. Ein Anschlag auf den Antisemitismusbeauftragten – und prompt wird darüber debattiert, ob das alles vielleicht ein „falscher Umgang“ mit Genoss:innen sei?



    Während die eine Hälfte der Partei erklärt, Gewalt müsse klar verurteilt werden, winkt die andere ab und scheint schwer damit beschäftigt, endlich die schärfste Gaza-Kippe der Republik zu drehen. Dass linke Solidarität mit Palästinenser:innen oft in unverhohlene Apologie von Hamas und blankem Antisemitismus umschlägt, bleibt erstaunlich unbeobachtet; Reflexion? Fehlanzeige.



    Der politische Diskurs wäre besser beraten, rechte wie linke Gewalt klar zu benennen – und nicht reflexhaft jede Kritik als „Spaltungsversuch“ zu deuten. Denn wenn das eigene Milieu Antisemitismus und Terrorverherrlichung nicht ernst nimmt, braucht es keinen äußeren Feind mehr – man erledigt den Rest intern.

  • Ein seltsam wolkiger Kommentar. "So fällt es doch so manchen sichtlich schwer, sich beispielsweise von einer mehr als fragwürdigen „palästinasolidarischen“ Gruppe wie Handala abzugrenzen, die in Leipzig für die Demo am 17. Januar gegen Jule Nagel mobilisiert." Wem denn jetzt genau fällt das schwer?



    "Schließlich rechtfertigt Kilani den Terror der Hamas: [...] Trotzdem solidarisierten sich sogar mehrere Bundesvorstandsmitglieder mit ihm." Wer hat sich solidarisiert?



    Herr Büttner hat meine volle Solidarität, auch wenn ich einige seiner Aussagen tendenziös finde.



    "Wenn das nur alle in der Partei und darüber hinaus in der gesellschaftlichen Linken so sehen würden." - Vorsicht! Bitte nicht alles in einen Topf werfen. Eine heterogene, vielfältige Partei ist Verantwortungsbereich genug, die Linke als Partei ist mitnichten für alles verantwortlich, was sich als links deklariert.

    • @My Sharona:

      „Eine heterogene, vielfältige Partei ist Verantwortungsbereich genug, die Linke ist mitnichten für alles verantwortlich, was sich als links deklariert.“



      Für Schwerdtner und van Aken als Vorsitzende der Linkspartei mag das stimmen - und sie haben in dieser innerparteilichen Debatte die richtigen Worte gefunden. Mögen sie sich nun auch durchsetzen und dafür sorgen, dass diese antisemitischen Positionen aus der Partei ausgeschlossen werden. Viel Glück.



      Ich als „gesellschaftlicher“ und parteiungebundener Linker (fremd)schäme mich allerdings für Diskussionen, die von gewissen palästinasolidarischen Genoss*innen innerhalb der Partei im Kontext des 7. Oktobers 2023 losgetreten wurden.



      Klar ist, dass rechte Medien und die politische Konkurrenz das Antisemitismus-Thema begierig aufgreifen, um der Linkspartei damit eins auszuwischen.



      Aber die „Palästinasolidarischen“ in der Linken haben hier der Partei auch ein Eigentor geschossen.



      Es ist möglich, israelischen Staatsterror und Apartheid im WJL zu kritisieren (und wer soll das tun, wenn nicht die Linken), aber die islamo-faschistische antisemitische Hamas als antikoloniale Befreiungsbewegung einzusortieren geht garnicht.

    • @My Sharona:

      Diese Lücke ist mir in der Tat auch aufgefallen.

      Ich nehme mal an, die Solidarität kommt weniger von Mandatsträgern sondern eher von "einfachen" Parteimitgliedern, die man jetzt nicht namentlich in der taz an den Pranger stellen würde.

      • @Sonntagssegler:

        "Mehrere Bundesvorstandsmitglieder" sollte klarstellen, dass das nicht einfache Parteimitglieder sind.

        Dass keine Namen genannt werden finde ich erstmal gut, denn anders würde die Gefahr bestehen, dass Leute jetzt Hass gegen die schießen und so noch mehr Polarisierung verursachen.

  • Danke für diesen sehr guten Kommentar. Leider gibt es viele Leute die sich als links bezeichnen und sämtliche, für mich essentiell, linke Positionen vergessen, geht es um Israel (leider beidseitig) oder irgendwelche sich links bezeichnende Regime (Hallo all ihr antiimps).

  • Bitte ein bisschen mehr Butter bei die Fische, Herr Beucker!



    Sie schreiben: "Ob das alle in der Partei so sehen, ist allerdings leider fraglich. So fällt es doch so manchen sichtlich schwer, sich (...) abzugrenzen" und an anderer Stelle "Auch die vielfältigen Solidaritätsbekundungen für den aus der Linken ausgeschlossenen (...) Kilani". Wollen Sie nicht mal konkreter werden und ein paar Namen nennen? Dann wäre es leichter, die Vorwürfe zuzuordnen und sich zu überlegen, ob die entsprechenden Personen, wie im Falle von Kilani, einen Parteiausschluss rechtfertigen.

  • Katastrophe an beiden Rändern. In Sachsen und Thüringen spazieren wütende Mops an den Haustüren von Politikern vorbei, zuletzt wieder bei Glühweinmärschen und in Brandenburg legen Wahnsinnige Feuer im Garten.



    Derlei gewaltbereite Irre gab es schon immer am linken wie am rechten Rand - neu ist aber, dass sich Politiker aus Parteien mit diesen Gewalttätern solidarisieren, die eben keinen Kleinst- oder Splitterparteien angehören.



    Waren es früher Politiker von Parteien die unter Sonstige geführt wurden, sind es nun Abgeordnete von AfD und Die Linke - und diese Parteien erhielten zusammen 30% der Stimmen bei der letzten Bundestagswahl.



    Knapp jede dritte Stimme im Land fiel also auf Parteien, die Abgeordnete in ihren Reihen dulden, die Gewaltanwendungen gegen andere gutheißen.



    Das ist ein Wahnsinn der nicht gut gehen kann.



    Im Nachhinein ist man natürlich immer schlauer, aber es hätte viel früher viel härter eingegriffen werden müssen. Politikerpuppen an Galgen zu Coronamärschen, Schariademos, Hetzdemos gegen Israel.



    Was da auf unseren Straßen geduldet wurde im Namen der freien Meinungsäußerung trägt vergiftete Frucht.



    Ob sich dieser Flächenbrand an allen Fronten nochmal einfangen lässt🫣

    • @Saskia Brehn:

      was Sie hier schreiben, ist eine relativierung und bagatellisierung der faschisierungdynamiken in diesem lande. was für ein monströse und haarsträubend falsche semantische In-Eins-Setzung der Linken und der AfD. hat verschwörungstheoretisches niveau.

      • @Pflasterstrand:

        sie hat sich das ja nicht aus den Fingern gesaugt, sondern ein Herr Kocak oder die im Artikel genannten sind eben nicht bereit, den Brandanschlag zu verurteilen. Die Linke in Neukölln hat auch offene Morddrohungen gegen den Betreiber eines jüd. Restaurants in Berlin nicht verurteilen wollen, weil man nicht "einseitig" sein wollte. In der Linkspartei sind auch einige solidarisch mit den Hammer-Angreifern der sog. Antifa-Ost.

        Fakt ist: wer solche Methoden nicht verurteilt, für den gilt, was Frau Brehn schreibt. Mit unserer Verfassung steht so jemand auf Kriegsfuß und sollte eigentlich aus dem Diskurs ausgeschlossen sein.

      • @Pflasterstrand:

        Ihre Antwort übersieht den Kern des Kommentars: Es geht nicht um eine Gleichsetzung von Ideologien, sondern um das gesellschaftliche Phänomen, dass Gewaltbereitschaft gegenüber Politikern toleriert oder verharmlost wird – egal, ob von links oder rechts. Wer Politikerpuppe an Galgen stellt oder Brände legt, agiert jenseits legaler Grenzen. Dass Parteien wie AfD oder Linke solche Tendenzen nicht konsequent verurteilen, ist kritisch, unabhängig von historischen Kontexten. Es geht um Handlungen, nicht um historische Schuld. Wer das reflexartig als „Relativierung“ abtut, verlagert die Verantwortung vom konkreten Problem – der Gewalt – auf ideologische Kategorien. Genau diese Blindheit trägt dazu bei, dass Aggressionen weiter wachsen.

  • " „Für revolutionäre Sozialisten hatten und haben die Palästinenser immer jedes Recht, sich mit allen erforderlichen Mitteln gegen die von den Imperialisten unterstützte zionistische Siedlerkolonie zu wehren, die ihr Land besetzt und sie unterdrückt“



    Yeah Vergewaltigung und Mord für den... Sozialismus! Mit der Hamas als wird das diesmal sicher eins dieser basisdemokratischen Systeme und keine miese Diktatur! zwinkersmiley



    Das Essen von der eigenen Bevölkerung zu stehlen um diese auszuhungern haben sie ja auch schon gut drauf. Fast wie die geliebte Sowjetunion.



    Schade, dabei hatte ich darauf gehofft die Linke nach Wagenknecht wieder wählen zu können. Aber mit Hamas-Spinnern und ihrer Haltung zum Ukrainekrieg (Putin Böse, Lösung: Hände in die Taschen) wird das wohl nix.

    • @Genosse Luzifer:

      Wichtiger Kommentar.



      Die Idee einer besseren Welt für alle wurde leider aufgegeben. Die Linke in und außerhalb der Parlamente ist lost und es scheint nur noch schlimmer zu werden. Die Bahamas scheint mehr und mehr recht zu haben mit ihren Analysen, welche schon vor Jahren geschrieben wurde.

    • @Genosse Luzifer:

      Der nahe Osten ist aber leider nicht das einzige wichtige Thema. Die Linke ist unter den relevanten Parteien (leider) die einzige, die sowohl Demokratie, Rechtsstaat, Verhinderung der Vermögenskonzentration als auch Klimaschutz glaubhaft ernst nimmt. Auch scheint sie als einzige Partei halbwegs das Geldsystem verstanden zu haben, nämlich dass ein Staat keine Steuern braucht, um Ausgaben zu tätigen, sondern das Geld täglich erzeugt und vernichtet ( politischeoekonomi...ben-taetigen-kann/ ). Diese Erkenntnis wäre z.B. auch im Kampf gegen Rechts hilfreich. Daneben sehe ich nur noch Mera25 als weitere wählbare Partei.

      • @Earth & Fire :

        @Earth & Fire



        Geld bedeutet ebend auch Macht,



        Die Linke ist wohl auch die einzige Partei, die begriffen hat, ein Staat wird nicht dadurch gestärkt, indem der Bevölkerung durch künstlichen unnötigen Abbau, Reduzierung des Sozialsystem, der Bevölkerung



        Geld entzogen wird. Eine Regierung wird den Staat nur stärken können, wenn sie ihrer Aufgabe der Umverteilung zumindest in Maßen gerecht wird. Bedeutet; für gerechtfertigte, höhere Entlohnung der Arbeitnehmer zu sorgen denn nur dadurch ist mehr Kaufkraft gegeben, mehr Steuereinnahmen durch Konsum, gleichzeitig durch höhere Lohnsteuern und angepasste Soziabgaben in die Sozialsysteme, z. B. höherer Geldzufluss in die Rentenkasse



        & Krankenkassen, gesundet der Bundeshaushalt wieder. Zudem um der Aufgabe der Regierung einer annähernd ausgleichenden Vermögenslage innerhalb der Bevölkerung gerecht zu werden, sollte eine Luxussteuer eingeführt werden z. B. PKW ab 80.000 Euro Kaufpreis mit einer 5 % tigen Luxussteuer belegen, ebenso Schmuck & Uhren ab 10.000 Euro und hochwertige Yachten. Das sind Maßnahmen die die Gesellschaft stärken und nicht wie unsere derzeitige Regierung glaubhaft machen möchte, Enteignung. Humanistisch = Die Linke

    • @Genosse Luzifer:

      "... mit allen erforderlichen Mitteln ..."

      Daraus eine Rechtfertigung der Terrorattacke vom 7. Oktober abzulesen, ist doch etwas weit hergeholt. Zu Ende gedacht würde es ja bedeuten, eine Atombombe auf Israel mit dem Auslöschen allen Lebens in der ganzen Region, sei ein 'erforderliches Mittel'.



      Aber jeder dreht sich ein Zitat natürlich so, wie er es braucht. Für mich zeigt das Wort "erforderlich" an, dass man einen Rahmen - leider sehr unklar - benennt und dieser Rahmen mit Bedeutung gefüllt werden muss. Nirgends wird behauptet, dass ein Terrorakt wie am 7. Oktober in diesen Rahmen passt.

    • @Genosse Luzifer:

      Fehlende Belege für systematische Unterschlagung: Berichte von US-Behörden und UN-Organisationen kamen zu dem Schluss, dass es kaum Beweise für eine systematische großflächige Unterschlagung von Hilfsgütern durch die Hamas-Führung gebe. Die UN betont, dass die meisten Hilfsgüter (ca. 86 %) aufgrund von Sicherheitsrisiken, Kampfhandlungen oder Grenzbeschränkungen ihr Ziel nicht erreichen.



      Verantwortung Israels: UN-Organisationen und Menschenrechtsgruppen wie Amnesty International sowie das Welternährungsprogramm (WFP) sehen die Hauptursache für die Hungersnot in der Blockade und den militärischen Operationen Israels.



      Aktuelle Lage 2026: Trotz eines Waffenstillstandsabkommens im Oktober 2025 bleibt die Versorgungslage prekär. Anfang 2026 entzog Israel zudem zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen die Arbeitserlaubnis mit der Begründung, eine Unterwanderung durch die Hamas verhindern zu wollen.



      Fazit: Während Israel die Hamas direkt für die Unterversorgung verantwortlich macht, sehen internationale Organisationen die Krise primär als Folge des Krieges und der israelischen Zugangsbeschränkungen… Quelle: Google KI laut Frage: Hungert die Hamas ihre eigene Bevölkerung…

    • @Genosse Luzifer:

      Das ist größtmöglicher undurchdachter und undifferenzierter Blödsinn. Ich würde raten, das Kind nochmal zurück in die Badewanne zu heben.

    • @Genosse Luzifer:

      "Das Essen von der eigenen Bevölkerung zu stehlen um diese auszuhungern haben sie ja auch schon gut drauf. "

      Mag gut sein, dass das vorgekommen ist – der klerikalfaschistischen Hamas ist alles zuzutrauen. Allerdings ist die Hungersnot in Gaza in toto nachweislich nicht auf solche Aktionen allein zurückzuführen, sondern geht v.a. auf militärische Entscheidungen der IDF und die Blockadepolitik der in Teilen von religiös-völkischen Ultranationalisten bzw. Rechtsradikalen besetzten israelischen Regierung zurück.

      Der von Ihnen eingangs zitierte Kilani ist übrigens aus der Linken ausgeschlossen worden. Deshalb erscheint mir Ihr Fazit argumentativ etwas schief geraten. Es kommt eben auf kritische Parteimitglieder und Wähler*innen an, damit solche reaktionären Positionen keinen Platz in der Partei haben.

  • Russland und die Palästinenser, das sind die Themen bei denen manche „Linke“ massive Probleme haben links zu sein, gegen Terror und gegen Faschisten.

    Ich empfehle Ernst Jandls Gedicht „Lichtung“:

    manche meinen



    lechts und rinks



    kann man nicht



    velwechsern.



    werch ein illtum!

    Ernst Jandl

    • @Gnutellabrot Merz:

      Bei Russland klarer Fall (ohne die Ukraine komplett zu verherrlichen, ich kann mit grau auch leben). Bei Israel und Palästina sehen Sie hoffentlich auch den Terror und die Faschisten, wie Sie es nennen, beider Seiten, das scheint mir da leider nicht so klar verteilt, wenn man Kabinettsmitglieder Netanyahus so hört und das Vorgehen anschaut.

      Jandls Gedicht rezitiere ich auch immer wieder gerne, ansonsten :)

    • @Gnutellabrot Merz:

      Guper Sedicht!



      Ernst gemeint: Vielen Dank, kannte ich bislang nicht..

    • @Gnutellabrot Merz:

      Da ham Sie nen Punkt.



      Grenzenlose Aufrüstung bis hin zum Wunsch nach deutschen Atomwaffen und die permanente Legitimation von Kriegsverbrechen durch rechtsradikale.. Tatsächlich nicht sehr links!

      • @Schleicher:

        Wer/wie/wo/was….?

      • @Schleicher:

        Und das zeigt leider schon die Qualität der Diskussion: wir können nicht gegen Terrorismus sein, weil die Taten der Terroristen als Rechtfertigung für Verbrechen genutzt werden, und wir können nicht gegen Faschisten sein, weil wir uns dafür die Hände schmutzig machen müssten.

        Ernsthaft?

      • @Schleicher:

        Aber darum geht es hier nicht, sondern um ein abstruses Weltbild und Wahnvorstellungen, die dazu führen, Brandsätze auf ein Haus und die dort lebenden Menschen zu werfen, nur, weil die die eigene Weltsicht nicht teilen.

        Ist das etwa "links"?

        Ihre Punkte haben zwar etwas für sich, aber in dem Zusammenhang hier empfinde ich Ihren Beitrag als Ablenkungsversuch.

      • @Schleicher:

        Vielleicht ist es Satire, aber die Kriegsverbrechen der Hamas wurden von Links keinesfalls eindeutig verurteilt…..

      • @Schleicher:

        Bis zu Ihrem ersten Punkt volle Zustimmung. Der Rest kommentiert nicht den Kommentar und fällt eher unter die Kategorie „Thema verfehlt“.

  • Ein sehr wichtiger Kommentar, den die eigentlichen Adressaten leider nie lesen werden. Schade.

    • @Dirk Osygus:

      Naja, die taz erreicht doch schon einige.



      Und so verführerisch es ist, sich im Besitz der Wahrheit zu wissen und dafür alles zu machen, so hilfreich ist auch energieaufwendiger Zweifel und Erkenntnis, dass Antisemitismuskritik mit Israelkritik zusammengehen kann und zuweilen sollte. Und man gegenüber anderen Menschen zu solchen Mitteln nie greift.



      (ein Schlimmes inzwischen ist auch, dass wir nicht einmal wissen, ob Putin auch hier einen Keil hat setzen lassen, wie schon bei Graffitiaktionen)

      • @Janix:

        Um so schlimmer, wenn man es Putin so leicht macht...

    • @Dirk Osygus:

      Vielleicht lesen sie ihn sogar...nur mit dem Verstehen wird es wohl nicht klappen. Insgesamt kann man festhalten, dass linke Extremisten nicht weniger blöd sind als rechte.