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Teures BenzinSorry, liebe Wutbürger!

Kai Schöneberg

Kommentar von

Kai Schöneberg

Vermutlich muss Sprit noch viel teurer werden, bis es auch der letzte Autofahrer merkt, dass er sich nur mit einem Stromer von der Ölmafia lösen kann.

Da geht noch was, da ist noch Raum nach oben Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

S orry, liebe Wutbürger: Auch wenn der Preishammer an den Tankstellen vielen und gerade den sozial Schwächeren wehtut – die Spritpreise sind in Deutschland einfach noch viel zu niedrig. Das ist keine grünversiffte Illusion, das ist Klimaschutz und die einzig mögliche Antwort auf eine bereits weit vorangeschrittene Verkehrswende.

Donald Trump führt die USA gerade in den zweiten Kriegsschlag ums Öl – seit Jahresbeginn. Die beste Versicherung gegen die Abhängigkeit von den Fossilen sind E-Autos. Sie helfen dem Klima, schaffen Jobs und schützen uns vor fossilen Oligarchen. Wer jetzt schon mit grünem Strom fährt, ist gegen die Flummibewegungen der neuen Geopolitik ganz gut gefeit. Der Preisschock an den Zapfsäulen durch den Iran-Krieg belastet die Fah­re­r*in­nen von Benzinautos fünfmal so stark wie jene von Stromern.

Alle E-Autos weltweit sparen heute schon zwei Drittel des Öls ein, das durch die Straße von Hormus transportiert wird. Außerdem werden sie preislich immer attraktiver gegenüber Benzinern. Doch EU und Bundesregierung setzen auf ein ökologisches Rollback. Am Dienstag berieten die EU-Umweltminister*innen über abgeschwächte Flottengrenzwerte und Aufweichung des Verbrenner-Verbots.

Das wird den Umstieg in Europa verlangsamen – und könnte die deutschen Hersteller, die weiter auf PS setzen, eines Tages als die Nokias der Autobranche enden lassen. Gleichzeitig schwächt Wirtschaftsministerin Katherina Reiche günstige heimische Energiequellen wie Wind und Sonne. Und sie präsentierte am Dienstag ein Tankstellenpaket, über das selbst der ADAC sagte, dass es vorerst die Spritpreise sogar anziehen lassen werde.

Man müsste sie dafür fast beglückwünschen. Noch besser sollte Reiche fossile Subventionen abbauen und Diesel und Benzin verteuern. Als die Grünen Ende der 90er 5 Mark für einen Liter Benzin forderten, wurden sie bei den Wahlen abgestraft. Wahrscheinlich muss der Sprit heute aber noch viel kostspieliger werden, bis der letzte Autofahrer merkt, dass er sich nur mit einem Stromer von der Ölmafia lösen kann.

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Kai Schöneberg
Redakteur
Wirtschaftshistoriker, Ausbildung bei der Burda Journalistenschule. Von 2001 bis 2009 Redakteur in Bremen und Niedersachsen-Korrespondent der taz. Dann Financial Times Deutschland, unter anderem als Redakteur der Seite 1. Von 2012 bis 2024 Leiter des Ressorts Wirtschaft und Umwelt.
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154 Kommentare

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  • Moderation , Moderator

    Vielen Dank für eure Beiträge, wir haben die Kommentarfunktion geschlossen. Die Moderation 

  • Vielleicht ließt sich der Autor mal IG Metall Tarifverträge durch, bevor er glaubt in Deutschland könnten „PS schwache Kleinwagen“ gebaut werden. Die Grundlage der deutschen Automobilindustrie ist es den Premiumbereich der margenstarken globalen Automobilindustrie übernommen zu haben.

    Ein in Deutschland gebautes Auto wird immer teuer sein und hat einen entsprechenden Preis.

    PS: Heute wurde der neue BMW i3 vorgestellt. 469 Elekto PS, 900km Reichweite.

  • Es wäre dem neoliberalen Unglücksstaat finanziell locker möglich, zumindest der Hälfte der heutigen Automobilbesitzer (Fuel) das preiswerteste E-Fahrzeug vor die Tür zu stellen. Hoppla. 👍

  • bin zwar leidenschaftlicher e-autofahrer, aber so ganz unterschreiben kann ich den Artikel nicht

    der Standard Akku ist immer noch nmc und weit von Unabhängigkeit von Ressourcen oder umweltfreundlichkeit entfernt.

    ich glaube fest an die Zukunft, aber ein zeitnahes Massenwandern zum e-auto würde eine neue Abhängigkeit hervorrufen, ich glaube in Europa werden dann nur noch chinesische Tochter Firmen

    am besten ist immer ein Prozess des wandels und der weiterentwicklung. künstliche preiserhöhungen sind eher zwangsmaßnahmen und abzulehnen, zu sehe ich in die Zukunft meines geliebten E-Autos. glaube

  • Diese Grundsatzfragen können nicht über Preise und Märkte geregelt werden. Übrigens werden fast alle Märkte bald zu Anbietermärkten, d.h. die Unternehmen bestimmen Preise und Angebot, und nicht die Nachfragenden.



    Gerade die Gewinne an Märkten führen zur Bildung von Klassen von ärmeren, die sich nichts leisten können.



    Bei Verkehr und Benzinverbrennung scheinen in den Köpfen nur Kurz-Reflexe zu regieren.

  • Bei der momentanen Entwicklung ist völlig klar, daß mittel- bis langfristig das fahren eines E-Autos gegenüber einem Verbrenner deutlich günstiger wird..und zwar inklusive des Anschaffungspreises. (das gleiche gilt im übrigen für Wärmepumpen).







    Von daher ist das hier häufig zu lesende Argument: Stromer seien ja in der Anschaffung so teuer..das könne man sich halt nicht leisten, ein nachvollziehbares, aber eben auch leicht lösbares Problem.







    Da gibt/gäbe es verschiedene Formen von Leasingmodellen oder staatlichen Hilfen.







    Es wäre also wirklich hilfreich den vorhandenen oder noch zu etablierenden Möglichkeiten mehr Reichweite und Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

    Hier lohnt der Blick nach Frankreich, wo es bereits ein staatlich subventioniertes Leasingmodell für kleine E-Autos gibt:







    www.tagesschau.de/...l-leasing-100.html

  • 1. Nicht "liebe Wutbürger" - die sind nicht lieb.



    Zu viele Personen stellen sich mit oder ohne Verkehrsmittel in den Weg, auf das Display schauend und weigern sich den Weg frei zu machen. Autofahrer parken alles voll: in der Kurve, auf Radwegen, Gehwegen und empören sich gegen die, die sagt: "Darf ich bitte hier durch", oder "Sie stehen im Halteverbot".



    2. Joa: 18€ der Liter. Es ist so viel Gestank, auch in Seitenstraßen, dass ich als Radfahrer immer wieder keine Luft kriege.



    3. Weil es nicht genug öffentlichen Raum gibt für die 10 Milliarden Autos und die ganzen anderen Sperrmüllhalten, müssen öffentlich-rechtliche Sammeltaxis eingeführt werden. Elektrische 5- 7- 9-Sitzer, gefahren von Menschen, die zirkulieren, auch auf dem Land, zwischen allen Regionen.



    Diese kombinieren mit elektron. Kommunikation die Fahrziele und wären eine Mischung aus Buslinie und Taxi - ein- und aussteigen und weiter. Finanziert durch monatliche Gebühren gestaffelt nach Einkommen.



    LKWs fahren prima elektrisch.



    Fahrräder können nicht jede Strecke bei jeder Jahreszeit mit jedem Gewicht. Aber keine neuen Autos herstellen und verkaufen.



    Die Umweltverbrechen im Nigerdelta endlich beenden!



    Zukunft gestalten!

  • Richtig teuer wird es für das Transportgewerbe mit ihren Diesel-LKWs, die können so leicht nicht umsteigen - oder doch?



    Schaut mal nach Ostfriesland:



    nanno-janssen.de/

  • Nur für die Statistik: Wer von den Lesern, die eine ausreichende Ladeinfrastruktur bemängeln, ist schon mal selbst E-Auto für sagen wir 2000 km gefahren? Ich fahre jetzt seit über 100.000 km und hatte weder in Deutschland, der Schweiz, Frankreich oder Italien Schwierigkeiten mit der Ladeinfrastruktur. Und ich habe das auch noch nicht von einem anderen E-Auto-Fahrer gehört. Ich habe auch noch nie an einer Ladesäule länger als 1 Minute gewartet.

    Der einzigen Nachteil, den ich sehe, besteht für Menschen, die keine Möglichkeit haben zu Hause ODER bei der Arbeit ODER bei dem Supermarkt, zu dem sie regelmäßig gehen, zu laden. Zugegeben: Zu Hause ist am komfortabelsten. Wesentlich komfortabler als an eine Tankstelle zu stehen.

  • "... die Spritpreise sind in Deutschland einfach noch viel zu niedrig..."



    Wenn ich mir den täglichen Mobilitätswahnsinn auf unseren Straßen anschaue, dann scheint genau das der Fall zu sein.

  • In welcher Welt soll das Klimaschutz sein?



    Also in dieser Welt hier wird kein Cent aus den Benzinpreisen der Umwelt zugute kommen, kein Meter weniger gefahren - die welche der Preis wirklich hemmt sind gezwungen zu fahren sonst würden sie das schon längst nicht mehr tun - auch ein Elektroauto muss man sich leisten können. Nur diese Gruppe kann das offensichtlich nicht wenn der Spritpreis bereits am Notgroschen nagt und man weiter fahren muss um Unterkunft und Nahrung zu finanzieren.



    Diejenigen welche mit den Privatjet fliegen oder unnötige Riesenschlitten fahren - also tatsächlich nennenswert das Klima schädigen, werden das weiterhin tun.



    Daher ist dies natürlich ideologisches Gewäsch das Abzocke allimentiert.

  • Wut ?



    Ist es nicht eher die größe Enttäuschung über eine immer wieder desolate, völlig verkehrte Prioritätensetzung in der Energieversorgung, bezüglich zukunftsorientierter Energiegewinnung durch die jeweiligen, verantwortlichen Volksvertreter in unserer Regierung ? Anstatt auch weiterhin kleinere, private Photovoltaikanlagen zu fördern, werden nun wieder die Gasversorger immens gepampert. Die Förderung der Energiegewinnung muss bei den Bürgern ankommen und nicht nur bei den großen Konzernen.



    Darum :



    www.mehr-demokratie.de

    www.lobbycontrol.de

  • "Dieser Einstieg, die Diffamierung der Benzinpreis-Abhängigen als "Wutbürger", ist nicht die eleganteste Art, jemand von der Notwendigkeit der Elektromobilität zu überzeugen."

    Das ist noch sehr nett umschrieben. Die Sicht, alle die jetzt unter den Preisen zu knabbern haben, wären allesamt verbrennergeile Wutbürger und könnten ruhig noch mehr zur Kasse gebeten werden, könnte man auch bedenkenlos ignorante Überheblichkeit nennen.

    Natürlich ist auf lange Zeit gesehen der Umstieg auf E-Autos vernünftiger und auch billiger. Und natürlich ist die Abhängigkeit durch fossile Energien in solchen Situationen eklatant. Gar keine Frage. Das nützt aber denen, die im Moment noch auf ihr altes Auto angewiesen sind und nicht mal eben in Elektrofahrzeug kaufen nullkommanix.



    Mein Verbrenner hat ein gutes Vierteljahrhundert, mehr als 300.000 km auf der Uhr und ist top in Schuss. Als selbständiger Monteur bin ich drauf angewiesen. Wenn ich mal neu kaufen muss, dann wirds sicher ein Elektrischer. Bevor sich diese Investition aber auszahlt, gehen erstmal einige Jahre ins Land und aktuell kann ich sie mir grad gar nicht leisten.

  • Top! Dann muss man sich ja nur noch so ein E-Auto leisten können, wie einfach. Nach meinen Recherchen ist ein E-Auto der Mittelklasse etwa 20.000€ teurer als ein vergleichbarer Benziner. Bei Ersparnis von aktuell 7,70€ pro 100 km laut T&E-Studie für den Stromer muss man kaum 260.000km fahren um günstiger zu werden. Ausser es geht was kaputt. Oder die Ölpreise normalisieren sich. Oder die CO2-Bepreisung wird verringert oder abgeschafft. Oder, oder, oder...

  • Schön, dass sie dann alle von Ölpreisen unabhängig sind, das ändert aber nichts daran, dass der Umstieg auf E-Autos das Problem des ausufernden motorisierten Individualverkehrs nicht löst...

  • Hallo Ballo, Herr Schöneberg, es scheint, als komme bei Ihnen der Strom einfach mal so aus der Steckdose...



    Haben Sie eine Vorstellung davon, dass es auch Menschen außerhalb der Metropolen gibt? Nein die leben schon lange nicht mehr in der Steinzeit, aber die Infrastruktur hier draußen erinnert manchmal schon daran.



    Wenn sich nur die Hälfte der wenigen Einwohner in unserer Straße ein E-Dingens zulegen und das dann am Feierabend pünktlich um 17:30 Uhr ans Netz hängen, müssen alle anderen Geräte aus bleiben oder die Akkus sind morgens immer noch leer.



    Noch ein Argument gegen Ihre Darstellung: glauben Sie echt, dass es, wenn es keine "Fossis" mehr gibt, der Strompreis so niedrig bleibt, wie heute. Dann stehen Sie da und beweinen die Zeiten bezahlbaren Stromes so, wie wir heute dem Diesel von 90 Pfennig nachtrauern.



    Viele müssen jeden Tag weit fahren um etwas für die Steuer, die private Rentenversicherung und die Tankstelle zu verdienen. Scheint bei Ihnen nicht so zu sein, kommt ja aus der Steckdose...

  • "Vermutlich muss Sprit noch viel teurer werden, bis es auch der letzte Autofahrer merkt: ..."

    Das ist nicht nur eine Vermutung, sondern bereits von der Ampel beschlossene Politik. Insbesondere die FDP stand hinter diesem Konzept, dass sich Emissionshandel nennt.

  • Jemanden beleidigen um zu überzeugen einen anderen Weg zu gehen ist der absolute falsche Weg. Das man immer noch nicht aus den letzten 7 Jahren gelernt hat, erklärt sich mir nicht!

    Seit der letzten Generation weiß man doch das Blockade und Beleidugung nichts bringen um Menschen auf einen Umstieg zu bewegen!

  • Der Stromverbrauch von E-Autos liegt bei 15-20 kWh/100 km, je nach Ladequelle zahlt mensch ohne PV-Anlage also um die 15€ Strom pro 100 km.



    Wo ist jetzt genau der Preisvorteil gegenüber einem modernen Diesel, der 5l/100 km verbraucht?

  • Es würde schon einiges helfen wenn die Menschen in den Ballungsräumen den ÖPNV mehr annehmen würden... Dort wäre noch am einfachsten das größte Ergebnis zu erzielen...



    Außerdem ist auch ein Elektroauto keine Lösung für alle... Man denke nur an die vielen Senioren mit nachlassenden Fähigkeiten für die ein Auto generell keine Option mehr ist...

  • Dieser Einstieg, die Diffamierung der Benzinpreis-Abhängigen als "Wutbürger", ist nicht die eleganteste Art, jemand von der Notwendigkeit der Elektromobilität zu überzeugen. ;-)

    Ich persönlich halte es darüber hinaus für taktisch unklug und respektlos die Menschen zu beschimpfen und abzustempeln. Unabhängig davon, dass auch viele Menschen auf ein Auto angewiesen sind, die sich kein schickes E-Auto leisten können und wo evtl. auch der öffenliche Nahverkehr keine Alternative bzw. wenn überhaupt existent ist.

    • @Black & White:

      Macht der Autor nicht, Dritte abzustempeln, aber vom E überzeugen zu wollen. Der Autor vergleicht, er stellt in einen Zusammenhang; er versucht nicht, einen E an den Mann zu bringen.

    • @Black & White:

      Es gibt mittlerweile auch (weniger schicke) E-Autos zu günstigen Preisen. Bei den doch recht langfristigen Garantien auf die Batterien kann man auch relativ risikolos Gebrauchte kaufen. Und hat man das Auto erst, zahlt man keine KFz-Steuer und "tanken" ist auch noch günstiger, übrigens, auch wenn man keine eigene Steckdose nutzen kann.

    • @Black & White:

      Wenn man die Diskussion momentan verfolgt, könnte man meinen, daß es ein Menschenrecht auf billige Spritpreise gäbe. Die aktuelle Situation an den Tankstellen war absehbar: bereits vor 14 Jahren führte die iranische Marine Seemanöver zur Sperrung der Strasse von Hormuz durch u. beschoss dort Öltanker. Die Folge waren sprunghaft ansteigende Energiepreise. Eine Sicherheitsstudie der Bundeswehr stufte 2014 die hohe Abhängigkeit der BRD von fossilen Energieimporten als erhöhtes Sicherheitsrisiko (97% bei der Mobilität) ein. Wer also mit halbwegs wachen Augen in den letzten 10 Jahren durch die Welt gegangen ist konnte das aktuelle Szenario deutlich voraussehen. Heute gibt es zum Glück Alternativen zu fossil betriebenen Verbrennern: Strom. Das günstigte elektrische Einstiegsmodell ist neu schon ab € 17.000,00 und gebraucht deutlich unter € 10.000,00 zu haben. Es sind meistens nicht die Geringverdiener, die gelernt haben kreativ mit engen Budgets umzugehen, sondern eher die Fahrer hubraum-/PS-mächtiger SUVs und Luxuslimousinen, die jetzt mehr für ihre Bequemlichkeit und ihre Statussymbole bezahlen müßen.



      Wer Spritpreise drücken will, muß die Nachfrage drosseln, also auf Stromer umsteigen.

  • "...fossile Subventionen..."



    Naja, wenn ich Stromsteuer und Kraftstoffsteuer vergleiche...

    • @sollndas:

      Das aber liegt auch an den Fossil-Fans. Der teuerste Preis wird an der Strombörse als Richtlinie genommen, nicht der billigste. Das ist eine Subvention, die sich die Fossilindustrie im Traum nicht hätte besser vorstellen können - sind es doch genau deren Produkte, die deutlichst über denen der Erneuerbaren liegen. Und eine Versagerin wie Reiche wird das auch nicht ändern - sonst werden ihre Lobbyisten ungemütlich....

    • @sollndas:

      Nicht zu vergessen....



      E-Autokaufprämie, bezahlt von allen Steuerzahlern.



      Die EEG-Subventionierung, bezahlt von allen Steuerzahlern.



      Die Netzumlage-Subventionen, bezahlt von....



      KFZ-Steuerbefreiung, Kohle-Grundlastbereitstellungskosten ......



      Da ist Stromerfahren einfach finanziell sinnvoll, ein Gewinn für alle, die sich das leisten können, also der typische Besserverdiener-Grünenwähler...

  • Sehr geehrter Herr Schöneberg,



    Sie sollten diesen Artikel in der Zeit veröffentlichen. Dort findet man sehr viele solche Artikel, die herausgerissen aus den Zusammenhängen, auf Begeisterung trifft. Ansonsten empfehle ich Ihnen ein paar Module Volkswirtschaft. Dann wüssten Sie, dass Strom- und Gaspreise zusammenhängen. Sie wüssten dann auch, dass sich die hohen Preise mit Zeitverzögerung in allen Artikeln niederschlagen. Bisher hat die taz abwägendere Artikel veröffentlicht.

    • @ludwig_777:

      Das Merit Ordner Prinzip hängt vom Strommix und dem Bedarf ab. Erneuerbare Energien senken die Preise, der Gaspreis fällt dann ins Gewicht, wenn der Bedarf den Anteil der erneuerbaren Energien übersteigt.

      Auch ihre anderen Schilderungen decken sich nicht mit der volkswirtschaftlichen Praxis, zumindest nicht hier bei uns in Norwegen.

      Bei uns sind die Strompreise im Laufe der letzten Monate um über 30% angestiegen, regionalbedingt auf bis zu 1,20€ pro kwh.

      Wirkt sich auf den Verbraucher kaum aus, da die Regierung den Stromverbrauch bezuschusst, sobald die kwh über 58cent steigt.

      Bedeutet konkret statt 1,20€ zahlt man 70cent pro kwh. Für norwegische Verhältnisse ist das Vergleichbar mit etwa 40cent pro kwh in Deutschland.

      Da E Autos in Norwegen auf mehrfache Weise bezuschusst werden und Benzin bei uns schon immer teuer war, macht es wirtschaftlich für uns keinen Sinn auf Verbrenner zu setzen, gilt für Anschaffung und Verbrauch.

      Wenn sie zudem eine Wallbox besitzen, reduziert dieses die Betriebskosten erheblich.

      Volkswirtschaftschaftlich macht es auch in Deutschland keinen Sinn mehr auf fossile Energien zu setzen. Gilt auch für den mobilen Sektor - hier fehlen nur die Strukturen

    • @ludwig_777:

      Zustimmung. Dauerhaft hohe Ölpreise finden sich über die Transportkosten in fast allen Produktpreisen wieder. Das RWI rechnet im ungünstigsten Fall mit 6% Inflation (genaugenommen: nur Preissteigerung) noch in diesem Jahr. Jetzt werden die hohen Spritpreise hier noch abgefeiert, aber hinterher wird man sich wundern, warum um alles in der Welt die AfD noch stärker geworden ist.

    • @ludwig_777:

      Also ich hab den billigsten Strom, seit dem ich von zu Hause ausgezogen bin. Nachts 16,7 ct. Tagsüber ca. 10ct, wenn Sonne da ist - das sind die Investitionskosten der Solaranlage auf 20 Jahre aber realen Verbrauch (nicht die Menge, die die Anlage erzeugt, ich aber nicht nutzen kann) gerechnet. Nur in der Zeit der Dämmerung ist es teuer. Aber da lade ich das Auto nicht.

  • Grundsätzlich sind die Aussagen des Verfassers wohl stimmig. Allerdings sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass das Laden von E Autos an öffentlichen Ladesäulen derzeit überteuert ist. Ich besitze keine eigene Wall Box und zahle je nach Anbieter zwischen 0,49 und 1,01 Euro pro Kilowattstunde. Ich denke, dies könnte man attraktiver gestalten ...

    • @Pagenstedt Sven:

      Für 30 Cent zu Hause, auch ohne WBox, Bio-Strom möglich.

    • @Pagenstedt Sven:

      Geht auch günstiger, muss man halt etwas suchen. Ich habe 300m entfernt eine Lademöglichkeit für 35 Cent.

    • @Pagenstedt Sven:

      Nicht nur das laden ist ein Problem sonder auch die Tatsache daß sich viele gar kein E Auto leisten können und nix andere übrig bleibt diese völlig überteuerten Preise zu zahlen

  • Sollten wirklich alle elektrisch fahren und heizen wollen, die benötigte Strommenge tatsächlich umweltfreundlich erzeugt werden, was wäre dieFolge? Der Staat würde sich die Steuern, die ihm dadurch entgehen, auf die Stromerzeugung, die Netze und den Verbrauch umlegen. Da wird nichts billiger, nur anders.

    • @mumba:

      Daher, mir geht es bei Ihnen nicht um konkrete Zahlen, sondern den Gedankengang, müsste ja auch endlich einmal die Vermögenssteuer wiederbelebt bzw das für die 98% der unteren Einkommens- und Vermögensschichten ungerechte Steuersystem geändert werden.

    • @mumba:

      Das ist so ein bissl der Blick in die Glasgugel. Aber Sie haben Recht, wuerde man das Aufkommen der Mineraloelsteuer auf E-Autos umlegen, muessten ca 0,20 Euro auf den Strompreis als zusaetzliche Steuer drauf. Ob sich das E-Auto dann noch rentiert, kommt auf den Benzin/Dieselpreis an.

    • @mumba:

      "Da wird nichts billiger, nur anders."







      Warum sollte es nicht billiger werden? Jetzt zahlt Deutschland um die 80 Milliarden für fossile Energieimporte, jedes einzelne verdammte Jahr. In Zukunft ist Deutschland dann selbst der Erzeuger und die 80 Milliarden bleiben im eigenen Wirtschaftskreislauf. Die Scheichs in Dubai und Katar können nix außer Öl verkaufen. Das hat gereicht, um sie zu Multimilliardären zu machen. Selbst wenn die Steuern angepasst werden, muss der Rohstoff nicht mehr eigekauft werden.





      Und das "anders" ist auf alle Fälle leiser, sauberer, umweltverträglicher, ohne Subvention und Energieabhängigkeit von Despoten und falschen Freunden.

      • @Sisone:

        Das mag ja alles so einteffen, oder auch nicht. Mir geht es jedoch um den Kommentar, in dem sinngemäß behauptet wurde, daß elektrisches Fahren billiger sei. Das mag iA so sein, wird sich aber ändern. Z.B., wenn auf dem Strommarkt die privaten Haushalte mit der produzierenden und Internetwirtschaft, dem ÖPNV und dem ÖD als Abnehmer konkurrieren. Natürlich finde ich es sinnvoll, Wertschöpfung in D statt bei anderen, weniger sympathischen Zeitgenossen zu betreiben. Für den Endverbraucher ist jedoch der Satz :"Sonne und WInd schreiben keine Rechnung," seit zwanzig Jahren der tägliche Schlag ins Gesicht. Und das wird sich auch nicht ändern. Wenn die Politik Geld riecht, will sie ihren Anteil haben. Und behalten, siehe das mittlerweile weitgehnd vergessene, versprochene, jedoch nie ausgezahlte Klimageld.

    • @mumba:

      Alle(s), nichts, immer, nie... Differenzieren ist zu schwierig?

  • "die deutschen Hersteller, die weiter auf PS setzen, eines Tages als die Nokias der Autobranche enden lassen."







    "während man gerade vor die Wand fährt, nochmal tüchtig Gas geben. Ein Drama in Zeitlupe"



    Und Katharina sitzt auf dem Beifahrersitz und und drückt ebenfalls aufs Gaspedal ...

    • @Fritz Müller:

      Den Zustand der E Auto Branche können Sie sich in China ansehen.

  • Die Einsparung durch E-Autos weltweit liegt bei ~1.500.000 Barrel, der Ölfluss durch die Straße von Hormus bei ~20.500.000 Barrel; die benötigte Einsparung für „2/3“ müsste also bei ~13.600.000 Barrel liegen (Quellen: Ember, BloombergNEF, IEA). Da hat der liebe Kai doch einfach mal den Faktor 10 angelegt.

    • @MT68:

      Behaupten Sie? Quelle? Sekundärer Verbrauch fossiler Energiequellen? Durch Herstellung, Transport und Bereitstellen? Eingerechnet? Nein? Upppsss...

  • Mein Diesel-Auto ist 10 Jahre alt. Fährt bestens. Dass ich mal, wenn ich eine neues brauchte, unbedingt eine Elektrokarre anschaffen sollte, ist klar und einleuchtend. - Nur leider kann ich mir sowas überhaupt nicht leisten, die Preise sind immer noch horrend. Was mach' ich da, mit 75? Zu Fuß gehen, Radeln? Geht leider nicht mehr. Also ab in die Kiste? - Sozialverträglichkeit beim Umbau ist ein wesentliches Problem, Stinker-Bashing geht an diesem Problem vorbei und ist deshalb auch dümmlich. Und nein, die schöne neue Welt in dreißig Jahren stellt für mich keine Option dar, und ebensowenig für Leute, die weiterhin mit ihrem Verbrenner zur Arbeit fahren müssen, weil's zum E-Luxus nicht reicht.

    • @Jürgen Schmidt:

      Wie "sozialverträglich" sind denn die Folgen des durch Öl finanzierten Terrors? Und wo "müssen" Sie denn "immer" hinfahren? Sie haben keine 4999€ für einen Dacia ESpring? Oder 79€ Leasingrate? Was Sie so alles nicht haben, können oder 'müssen'. Oder sind Sie sich gar nicht bewusst welche tatsächlichen Folgen und Kosten Ihrer mangelnden Anpassungsfähigkeit Sie aktuell nicht erleiden 'müssen'?

      • @W. Otto:

        Nun ausgerechnet mit einem Vehikel zu starten, dass im Winter kaum 150km schafft... Wie wäre es mit einem vernünftig nutzbaren Fahrzeug? So ein Skoda Octavia kommt neu ab 30k (was die meisten schon nicht haben) Ein vergleichbarer ID7 geht bei 60k los (was noch weniger Leute haben).

      • @W. Otto:

        Vielleicht sollten Sie als Referenz nicht unbedingt das kleinste E-Auto mit der geringsten Reichweite heranziehen, dies ist für viele schlicht nicht alltagstauglich. Nehmen wir hingegen doch klassisch den Ersatz für einen Golf Variant: Hier wird häufig der MG5 genannt, da sind wir dann aber schon bei 40.000€ bei immer noch "nur" 400km Reichweite (im Sommer bei vernünftigen Temperaturen). Im Leasing wären das ca 300€ bei 5000km Fahrleistung. Das kann sich nunmal nicht jeder leisten. Dies zur Kenntnis zu nehmen, statt sich über steigenden Spritpreise für die "bösen Diesel-Autofahrer" zu freuen, ist nun wirklich nicht verkehrt...

    • @Jürgen Schmidt:

      Unser kleiner Benziner ist 14 Jahre alt und hat jetzt 60 000 km erreicht, davon 80 % aus gesundheitlichen Gründen einschließlich Fitnessetablissement. Elektrisch fahren ist für uns noch nicht machbar.



      Bekannte, ebenfalls Rentner, haben 3 Autos,das am meisten benutzte hat in der gleichen Zeit 300000 km auf dem Tacho, fast ausschließlich zu Spaßfahrten. Wenn die elektrisch fahren sollten, wäre ihr Fußabdruck immer noch obszön groß, allerdings weniger laut und würde nicht so stinken - also komplett ohne Fahrspaß.

      • @Erfahrungssammler:

        @Erfahrungssammler



        Setzen Sie mal die Ihnen bekannten Rentner in ein E-Mobil, dann werden die Rentner mal echten Fahrfun erleben & wenn die Rentner dann noch an die Nachfolgegenerationen denken, wird der Spaß noch viel größer...

  • Ist ja alles schön und gut, aqber hat der Author mal eben 30.000€ für einen Neuwagen rumliegen? Wenn nicht sind solche Beiträge zwaqr wahr, aber trotzdem an der Realität vorbei.



    Das Ganze kommt einem schon fast so vor, als würde man zwangsweise in die E-Mobilität getrieben. Dass die Politik kein wirkliches Interesse an einer Senkung der Preise hat, liegt doch zudem auf der Hand - da werden momentan Milliarden an zusätzlichen Steuereinnahmen gemacht.

  • Ich selbst benötige kein Auto, um zur Arbeit zu kommen. Ich kann das Fahrrad nehmen oder zu Fuß gehen. Hohe Spritpreise treffen hauptsächlich diejenigen, die täglich weitere Strecken pendeln und in Orten wohnen, in denen der ÖPNV zu dünn ist, sowie die beruflichen Vielfahrer.



    Viele Vertreter der jungen Generation, die in die Metropolen gezogen sind und auf ein eigenes Auto verzichten, haben also alles richtig gemacht.

    • @Aurego:

      Auch falsch. Wieviele "müssen" denn pendeln? Und wer davon trägt die tatsächlichen Kosten? Selbst? Sind's Promille oder wenige Prozent.

    • @Aurego:

      Leider jammern die über hohe Mietpreise.

    • @Aurego:

      Natürlich haben sie alles richtig gemacht, dann dürfen sich diese Personen aber nicht wundern das sie die Kosten die andere für eine Pkw haben in Form der höheren Miete zahlen.

      • @Ahroun:

        Auch falsch. Ob die Miete höher oder vielleicht sogar niedriger ist oder wäre wissen Sie genauso wenig wie ich. Scheindebatte.

  • Einfach mal spritsparend fahren, das Rad aufpumpen & kettenölen und für Strecken unter 10 km nutzen. Das nächste Gefährt ein Pedelec oder ein kleinerer Stromer. Das sind die privaten Tricks.



    Politisch gilt es dabei auch mit Energie anzupacken. Fossil ist noch zu billig, das Preissignal kommt ja eigentlich noch nicht an. Auch vom volkswirtschaftlichen/ökologischen Schaden noch zu billig. Besser, der Staat schöpft da ab für alle, als die Scheichs, Putin und Konzerne.

    • @Janix:

      So ist es. Beim Bürgergeld wird von ein paar hundert Millionen, im günstigsten Fall, rumgebrüllt, daß jede Woche 50 Milliarden, im Schnitt seit 1970, nach RuZZland und in Terrorstaaten, Autokratien verschenkt wird, sagt keiner.

  • Vorsicht. Für solche Aussagen fliegt man als Chef beim ADAC raus. 🙈

    • @Micha S.:

      Glaube ich nicht mal, auch beim ADAC setzt Umdenken ein, diskriminierend für alle Niedrigverdiener und Landbewohner ist er allerdings.....

  • Die Argumentation ist ja theoretisch richtig, das Problem ist nur der abrupte Preisanstieg, der stellt Menschen vor Probleme, die sich dann auch politisch äußern werden und das wiederum möglicherweise nicht zu einem mehr an Erneuerbaren, sondern zu einem Weniger führen werden (zumindest in D).



    Andererseits, muß der Schuß auch einmal fallen, damit er gehört werden kann....



    In der Gesamtsicht könnte dieser Krieg aber der Tipping Point sein, wo Staaten sich vom Öl abwenden, weil die Abhängigkeit zu als gefährlich erkannt wird.

  • Sorry lieber Redakteur, leider haben viele Arbeitende Menschen nicht das Geld für solch ein Auto. Und lieber Redakteur warum ist die Ladeinfrastruktur so besch….ausgebaut oder besser nicht ausgebaut ?



    Und warum wenn die Politik von den Ölkonzernen so enttäuscht ist macht die Politik nicht selber ihren Bürgern ein Gefallen und verzichtet auf Steuern die sie auf Sprit gelegt hat????

    • @Dirk Sommer:

      Privatfahrten mit dem Auto werden jetzt schon von uns allen subventioniert. Autos verursachen wahnsinnig hohe volkwirtschaftliche Kosten, die wir alle finanzieren müssen, völlig unabhängig, ob man selbst Auto fährt oder nicht. 2000 Euro jährlich pro Einwohner in Deutschland. EUweit sind es nur 1600.



      Kfz- und Mineralölsteuer decken die Kosten noch nicht einmal ansatzweise und es wäre ein schlechtes Signal, auf die gänzlich zu verzichten, wie Sie fordern.



      Warum die Politik nicht längst Alternativen zum Auto ausbaut und selbst die Infrastruktur für E- Mobile nicht massiv subventioniert, dürfte daran liegen, dass noch nicht genug Druck im Kessel ist.

    • @Dirk Sommer:

      Auch falsch. Ein "normales" E Auto kostet unter 200€ Leasing im Monat. Sprit dürfte teurer sein. Steckdosen dürften selbst auf dem Land vorhanden sein. Ein Billigstromer gab's im Februar für unter 5000€. Prämie sei dank. Und fossile Energien werden massiv subventioniert. 50 Milliarden gehen jede Woche nach Russland und autoritäre islamistische Staaten, die die Folgekosten durch Terror und Fluchtfolgen weiter steigern. Wann zahlt DieselDieter das?

      • @W. Otto:

        Blödsinn, ein ordentliches E-Auto gibt es nicht unter 200€. Ein Dacia Spring ist kein Auto, das ist ein fahrbarer Schuhkarton. Die aufgerufenen Preise sind ohnehin nur Lockangebote mit Einberechnung der maximalen Fördersumme. Ich würde auch gerne unser zweites Auto gegen einen Stromer tauschen (das erste ist schon seit drei Jahren E). Aber bei einer Fahrleistung von 30000km pro Jahr sind die Leasingkosten selbst mit Förderung exorbitant. Und ein Fahrzeug mit dem man auch als vierköpfige Familie in den Sommerurlaub fahren kann liegen jenseits der 40000€.

        • @charly_paganini:

          Deutschland 2026 immer noch: Klimakatastrophe, Abhängigkeit von autoritären Staaten, Billigung von Gewalt und Menschenrechtsverletzungen vs. vierköpfige Familie in den Sommerurlaub.



          Land der rückgratlosen Feiglinge mit dem größten rückgratlosen Feigling als Kanzler.

        • @charly_paganini:

          Bei 30.000 km und laden zu Hause mit Nachtstrom sparen Sie richtig Geld. Nehmen wie als Refernz 20kwh/100 km bzw. 6Liter/100 km.



          300 x6l x EUR/l 1,6 = 2.880



          Bei Nachtstrom nehmen wir eine Fahrleistung von 20.000 km 10.000 km müssen Sie schnellladen, bei Ionity 39ct.



          200 x20kwh 17ct/kwh = EUR 680



          100 x 20 kwh x 39ct = EUR 780

          2.880 - 780 -680 = EU 1.420 Ersparnis im Jahr. Sie erhalten zudem ca. 200 EUR, wenn Sie die CO2 Rechte verkaufen und sparen ca. EUR 100 KFZ Steuer. Wartung ist auch wesentlich billiger. In Summe sparen Sie 1.720 EUR. Bei sieben Jahren Nutzungszeit sind das EUR 12.000 die Sie sparen (ohne die Wartung). 40.000 -12.000 = 28.000. Da bekommen Sie keinen Golf für. Für 40.000 bekommen Sie aber einen halb Jahr alten Mercedes EQE mit 9 Jahren Restgarantie und Akkugarantie von 250.000 km (abzgl. der bereits gefahrenen Kilometer).

  • Manchmal entdecken auch Linke die Vorzüge der nationalen Selbstbestimmung. Das E-Auto ginge aber nur dann als Sieger hervor, wenn der Strom von Windrädern mit Flügeln aus Deutschland stammte. So aber verdanken wir den Strom US-Gas und Rotoren chinesischer Ingenieurkunst. Beides muss nicht durch die Straße von Hormus, das ist der Grund für die günstigen Preise. Glück gehabt, nicht?

    • @Kelkin:

      Um auf ihren Nationalzug mal aufzuspringen: Wer hat die hiesige Wind- und Solarindustrie zerstört und die Abhängigkeit von fossilen zementiert?

      • @Anna Bell:

        Und selbst wenn nicht: 50 Milliarden, jede Woche, für Öl und Gas. An Terrorstaaten, Autokratien. Stört niemand. Aber die 0,4 Prozent Verweigerer beim Bürgergeld. Für einen zweistelligen Millionenbetrag. Da wird monatelang Propaganda gemacht... Lächerlich.

      • @Anna Bell:

        Nicht wer, sondern was? Es waren die zu hohen Produktionskosten.

  • Nimmt man die Gesamtkosten, die der Betrieb eines Autos mit Verbrennungsmotor für den Halter bedeuten, fallen die gestiegenen Treibstoffpreise kaum ins Gewicht. Dass sie von Populisten jeglicher Art gerade ausgeschlachtet werden, war allerdings zu erwarten.



    Der ein oder andere wird es vielleicht gerade bereuen, den Trend zu immer größeren Autos und stärkeren Motoren gefolgt zu sein. Bei den allermeisten sehe ich aber keine Veränderung hin zu einer Kraftstoff sparenden Nutzung des Autos. Es wird weiter gerast und zum sinnlosen Überholen beschleunigt, um dann mit laufendem Motor vor der nächsten Ampel oder Schranke zu stehen.

    Es scheint halt leichter, im Verbund mit Springer und Co. die Schuldigen woanders zu suchen, statt das eigene Verhalten zu hinterfragen oder gar zu ändern.

    Und ja, der Autor hat recht, Benzin ist noch nicht teuer genug.

    • @Flix:

      Es wäre mir neu, dass unsere Lebensmittel mit E-LKWs durch die Gegend kutschiert werden.



      LKW-Diesel bei uns aktuell 2,25€. Da bringt einem das E-Auto auch nichts, wenn man es noch abstottern muss und sich gleichzeitig keine Lebensmittel für die Familie mehr leisten kann.

      • @ToMuch:

        "... sich gleichzeitig keine Lebensmittel für die Familie mehr leisten kann..."







        Mann kann auch alle übertreiben und verallgemeinern.







        Wenn ich mir ansehe, was an sauteuren Verbrennerautos unterwegs ist, von Mercedes, BMW, Audi, Porsche usw., kann es zumindest bei diesen Autofahrern nicht am Geld liegen.



        Ich bin vor 3 Jahren von Verbrenner-Passat zu Elektro gewechselt. Ein neuer Passat mit Standardausstattung hätte in etwas genauso viel gekostet. Jetzt, 120.000 Km später, habe ich bisher locker 6.000 Euro "Treibstoff"-Kosten gespart, von den ganzen Inspektionen, die ein Verbrenner braucht, mal ganz abgesehen. Keine Verschleissteilwechsel, kein Ölwechsel, kein neuer Keilriemen und der ganze Mist. Auch keine Reparaturen notwendig gewesen. TÜV gerade ohne Beanstandungen. Mein Akku hat noch sicher über 95% der ursprünglichen Kapazität.

        Inzwischen gibt es auch sehr wohl genug gebrauchte Elektros. Heute bei Autoscout mehrere MG5 (auch Kombis) für unter 15.000 Euro mit weniger als 15.000 KM runter. Ja, auch das ist noch Geld. Aber über die Kostenersparnisse kommt ein guter Teil wieder rein.

  • Wenn man die vier Säulen der Nachhaltigkeit (Ökologie, Ökonomie, Soziales und Kultur) betrachtet, ist hier mein Vorwurf, dass die Gewichtung einseitig verschoben wird auf Ökologie.

    Genau das ist der entscheidende Punkt! Du hast den Kern von Dialektik und echter Innovation perfekt verpasst.



    Wenn sich die vier Aspekte (Ökologie, Ökonomie, Soziales, Kultur) nicht widersprechen würden, bräuchten wir keine Politik und keine klugen Köpfe – dann gäbe es ein Standardrezept. Das hier vorgeschlagene funktioniert aber nicht. Sondern treibt die Wut Bürger noch weiter in die Arme der AFD.

    Die Reibung zwischen diesen Polen ist der Motor für echte, kreative Lösungen!



    Dieser Kommentar ist schlicht eindimensional.

  • Ja so nen e Auto ist schon cool in gewisser Hinsicht das Problem ist aber immer noch im Winter viele Nachteile weniger Reichweite billige teilweiße nicht Mal eine Heizung usw..



    Und die Lade Möglichkeiten ja sie werden besser aber Grade bei uns in Leipzig ist noch sehr dünne und da geht der Kampf um die Säulen los



    Vielleicht wäre es doch Mal in Erwägung zu ziehen das unsere gierige Regierung einfach Mal in solchen Zeiten auf Steuereinnahmen verzichtet

    • @RO. KÖ.:

      Damit u.a. der Ausbau der Ladeinfrastruktur noch langsamer von statten geht?

      • @Anna Bell:

        Wer hat eigentlich die Tankstruktur ausgebaut?



        Ich vermute mal die, die ihren Kram verkaufen wollen.

      • @Anna Bell:

        Baut die Regierung die Ladesäulen?



        Und die neue Tanke von Shell etc. wurde auch von der Regierung gebaut?



        Es ist halt bequem und kennzeichnet die eigene Faulheit, wenn man für alles immer die Regierung verantwortlich macht, oder von dieser eine Lösung fordert.



        Fragen Sie doch mal bei einem der regionalen Stromversorger, warum diese nicht mehr Ladesäulen errichten. Die Antwort wird meistens lauten, weil es sich halt nicht rentiert.

  • Mein nächstes Auto wird wahrscheinlich auch ein E-Auto.



    Aber wo kommt der Strom her ? Es wird immer davon gesprochen , dass genug Strom da ist, für Autos und Wärmepumpen. Die Rechnungen, die ich dazu gesehen habe, sind Berechnungen übers ganze Jahr. Die Frage ist doch, wie siehts von November bis Februar/März aus ? Meine PV- Anlage erzeugt im Jahr doppelt soviel Strom wie ich brauche, in den genannten Monaten aber nur einen kleinen Bruchteil meines Bedarfs.

    • @Franz Hofer:

      Gibt ja noch Windkraft, die v.a. im Winter deutlich hôhere Erträge liefert. Und Speicher.

      • @Anna Bell:

        So ist es. Wie oft werden die runtergeregelt, weil Abnehmer, Speicher fehlen. Für Strom der UMSONST geliefert werden würde...

  • Liebe Explosionsheizungsmotor-Jünger: An solchen Stellen erwähne ich immer wieder gern: Seit 8 Jahren fahre ich das gleiche E-Auto. Im Sommer mit dem Überschussstrom vom Dach für 2 Euro 10 auf hundert Kilometer. Die einzige Reparatur in der Zeit war einmal Bremsbeläge tauschen.

    • @Semon:

      Aus dem Kommentar schließe ich, dass Sie ein eigenes Dach haben. Glückwunsch!

    • @Semon:

      Ich musste mir für meinen gebrauchten Diesel, den ich mit 4,3 l fahre, keine teure PV Anlage kaufen. Ich kann ihn auch im Winter benutzen. Für die gesparten Kosten, nehme ich die Kosten für Diesel in Kauf.

      • @ludwig_777:

        Geht auch ohne PV. 16,7ct für die Zeit von 0 bis 5 Uhr nachts. Gut, da ist man dann bei 3,40 EUR/100km. Aber weit von 8,00 Euro weg, die Sie für Diesel zahlen.

        +Keine Steuer



        +Weniger Wartungskosten



        +200 EUR THG Prämie/Jahr



        + Standheizung/Klima innerhalb kurzer Zeit



        + Mehr Fahrkomfort (gerade im Vergleich zum Diesel)



        + Kleinerer Wendekreis



        + besseres Platzangebot



        - 1000 km kann man nicht ohne Pause durchfahren

        Was Sie mit: Kann ich im Winter nutzen erschließt sich mir nicht. Ich war jetzt immer im Winterurlaub mit dem E-Auto. Oh ja, der Verbrauch war 4kwh/100km höher. Und jetzt?

      • @ludwig_777:

        Manchen Menschen geht es nicht nur um die Kosten. Sie haben durchaus Gründe, elektrisch zu fahren, die, gesellschaftsverträglich betrachtet, leider sehr unpopulär sind. Und gerade unter denen sind es viele, die sich kein neues Auto und eigenen Stromversorgung leisen können.

  • Bisher nur ein Kommentar, morgen bestimmt hunderte. Was werden sie schreiben?



    - Rentner, fährt nur 5000 km pro Jahr (soll subventioniert werden)



    - Landbevölkerung, braucht Auto (soll subventioniert werden)



    - Stadtbevölkerung, keine Ladestation (soll subventioniert werden)



    - die sozial Schwachen trifft es am härtesten (deswegen sollen alle subventioniert werden, inkl. die Reichen mit ihren SUVs)

    • @derzwerg:

      Fehlen noch die üblichen Kommentare bezüglich E-Mobilität …

  • "Taz" erhebt den Anspruch, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten: Wie verträgt sich jene Attitüde mit Schönebergs Plädoyer, dass Treibstoff weiterhin ansteigen müsse, womit die Grundlage gelegt werde, dass man auf sogenannte "Elektromobilität" umsteige? Erklärt sich Schöneberg etwa bereit, beispielsweise der für Mindestlohn angestellten Bäckereifachverkäuferin ein teures sogenanntes "E-Auto" (in jeglicher Hinsicht) zu finanzieren? Selbstredend wird Schöneberg jene Frage verneinen, das unter Beweis stellt, dass unter anderem er mitnichten die Bedürfnisse derjenigen berücksichtigt, deren Anliegen er vermeintlich wahren möchte, sodass er vor jenem Hintergrund, aus privilegierter Position, wahrhaftig lediglich seine eigene Weltanschauung streichelt!

    • @Martin Kienzle:

      Ein E-Dacia kostet im Moment 4999€. Unter 80€ im Monat... Teure Emobilitat? Mindestlöhner erhalten Mierzuschüsse, können aufstocken, KIZ, Bildung und Teilhabe. Etc. Existenzminimum. Fahrtkosten, Werbungskosten, werden eingerechnet. Stimmt irgendwas nicht, mit Ihrer "Rechnung". Scheinargumente...

      • @W. Otto:

        Der Anschaffungspreis hinsichtlich des Erwerbs eines sogenannten "E-Autos" spiegelt lediglich einen Aspekt wider, das bedeutet, dass die weiteren Kosten durch Relevanz geprägt sind, das unter anderem Folgendes umfasst: Einrichtung einer sogenannten "Wallbox" respektive Verfügbarkeit der sogenannten "Ladesäulen" respektive deren Preis für die Nutzung, Versicherungsprämie, Wiederverkaufswert, das in meinem Kommentar mit dem Zusatz "in jeglicher Hinsicht" versehen war!



        Ferner ist, mit Verlaub, Ihre Sichtweise gewöhnungsbedürftig, die sich darin manifestiert, dass Sie darauf verweisen, dass der sogenannte "Mindestlöhner" durch Zahlungen der Solidargemeinschaft sich das sogenannte "E-Auto" finanzieren könne, da Sie dadurch seine Erwerbsarbeit entwerten, sprich jene verliert die Daseinsberechtigung!

    • @Martin Kienzle:

      Bitte, bitte keine Strohmänner in gewundener Sprache hier!

      Es sind umgekehrt die Bäckereiangestellten in ihrem Zimmerchen, mit ihrem Rad zur Arbeit fahrend, die den Vertriebsingenieur und seine 2*90 km Pendeln bezuschussen, aus der Mehrwertsteuer.

      • @Janix:

        So ist es. Der pendelt, im SUV, weil's Lebensqualität bedeutet. Und die Verkäuferin finanziert das...

        • @W. Otto:

          Die finanziert gar nix weil sie in der Regel kaum bis keine Steuern zahlt. Jetzt ja nicht mit der Mehrwertsteuer kommen...wer wenig Geld hat konsumiert in der Regel auch wenig.

  • Stimmt schon, aber ob das die „proletarische Basis“ wirklich hören und wählen möchte? Da habe ich mittlerweile erhebliche Zweifel. Letztlich ist E-Mobilität nach meiner Erfahrung weniger eine economische, als eine emotionale Frage. Wenn ich mir so anschaue, mit was für kostenträchtigen hochgezüchteten Kisten ein großer Teil der ganz normal arbeitenden Bevölkerung in meinem Umfeld so tagtäglich unterwegs ist, scheint der Preis nicht das entscheidende Argument zu sein.

    • @vieldenker:

      Dito. Und wo die Fahrten hingehen & wie dolle das Pedal dabei beansprucht wird. Bis zur nächsten roten Ampel...

  • Es ist natürlich edel verbal gegen die " Zurückgebliebenen" zu wettern, doch ändert das Irgendwas?



    Werden morgen die Menschen an der Tankstelle sagen: " klar, der hat recht, jetzt kaufe ich mir einen Stromer"!



    Wie auch im Artikel angedeutet, kann sich das nicht JedE*r leisten.



    Es soll sogar noch Leute geben, die einen Gebrauchtwagen kaufen ( müssen) - ja echt- so wie second hand, aber mit Autos!



    Die Botschaft ist grundsätzlich natürlich nicht falsch, wir müssen gegen den Klimawandel arbeiten. Aber so einfach ist es eben nicht . Wer auf die überhebliche Tour argumentiert, nimmt Niemanden mit, produziert allerdings mehr "afd" Wähler.



    Ja, natürlich war Habeck der bessere Wirtschaftsminister, genauso wie die Ampel die bessere Regierung war.



    Da ging es um Zukunft, nicht wie bei der Union in die Vergangenheit.



    Die Bawü Wahl hat gezeigt, dass einfache rechte " Lösungen" verfangen. Da heißt es gut dagegen zu argumentieren. Mit oberlehrerhaftem Ton klappt das bestimmt nicht!



    Ich bin immer wieder beeindruckt, wie Frau Herrmann komplizierte Zusammenhänge einfach erklärt, ganz ohne Arroganz. Vielleicht kann sie als Beispiel dienen.

    • @Philippo1000:

      Alle, wirklich alle Wirtschaftsdaten sprechen gegen Ihre Behauptung in Bezug der letzten Regierung. Wenn Sie wirtschaftlichen Abschwung als in die Zukunft gewand bezeichnen, na ja. Mal abwarten wie Ihr Kommentar in Bezug der Grünen nach der nächsten Landtagswahl ist. Hessen haben sie nicht verfolgen können?

      • @ludwig_777:

        ALLEALLE?!



        Ich weiß nicht, woran Sie sich so erinnern, aber es gab da den Beginn des Ukrainekrieges.



        Daraufhin verschlechterten sich naturgemäß die Wirtschaftsdaten.



        Die Ampel stieg innerhalb eines Jahres aus der Belieferung durch Russland bei Öl und Gas aus.



        Trotzdem musste "keiner frieren", wie befürchtet worden war.



        Die im gesamten Euroraum steigende Inflation regulierte die Ampel ebenfalls innerhalb Ihres letzten Amtsjahres auf Normalniveau.



        Der wirtschaftliche "Abschwung" war angesichts dieser Rahmenbedingungen wohl überschaubar...

      • @ludwig_777:

        Hmm dann muss Habek scheinbar Weltwirtschaftsminister gewesen sein... Denn es ging fast überall bergab... Was war das nochmal? Hmm, Corona vielleicht? Der Beginn des russischen Angriffskriegs? Außerdem all dem, was die CDU Regierung über Jahrzehnte verschleppt hat?

        Geht die Wirtschaft jetzt bergauf? Ruft Pinocchio deswegen dazu auf dass die 8 Stunden Tage vorbei sein sollen und wir weg müssen von der Lifestyle-Teilzeit? Wird deswegen gehen Harzer gehetzt, die nur einen Promillebereich der Kosten ausmachen?

  • Kein Mitleid mit einer Industrie, die vampirisch aussaugte, aber großkotzig sprach. Die Piechs und Quandts konnten sich lange genug bereichern.



    Jetzt ist das Preissignal vielleicht das, was vorausschauendes Denken nicht vollbrachte. Fossil adé! Und gleich testen, ob's ein noch günstigeres Pedelec nicht auch schon tut.

    • @Janix:

      Leider sieht es für viele, die für die Piechs und Quands arbeiten, in Sachen neue Arbeitsplätze in neuen Technologien recht dürftig aus. Und die Piechs und Quands sowie ihre Unterstützer in dem Haus ohne Dach werden diese Umstände so lange wie möglich mit Klauen und Zähnen verteidigen.

    • @Janix:

      Das tut's nicht, das Pedelec. Die Ressourcen, um so ein Pedelec zu bauen beinhalten Materialien, die durch Ausbeutung an der Natur und an den Bewohnern zu Tage gefördert wurden.

      Dann lieber diese Elemente dem ÖPNV geben. Eine Bahn ersetzt 100 Pedelecs. Der Rest bewältigt unsere eigenen Füße, entweder mit einem alten, nicht elektrischen Drahtesel oder am besten zu Fuß.

      • @Troll Eulenspiegel:

        Gerne auch Biobike, natürlich. Bahn, Bus, Fuß sowieso.

        Gegenüber einem Auto aber ist der Unterschied ein riesiger, auch bei den von Ihnen genannten Punkten. Wer individuell zum Busbahnhof oder zur Bahn kommen will/muss oder zum nicht angebundenen 15 km entfernten Arbeitsplatz hinterm Hügel, wählt mit dem E-Bike da besser das deutlich kleinere Übel.

        Zu den Arbeitsplätzen. Wertschöpfung setzt Wert voraus. Wenn wir gar keine Autos in dieser Über-Masse brauchen, dann können die Sinnvolleres machen. Richtig gute Pedelecs, sparsame E-Motoren, superleise Wärmepumpen.

      • @Troll Eulenspiegel:

        @Janix



        Ressourcen hin oder her. Ihre Ressourcen (ihre persönlichen, physischen) sind auch irgendwann am Ende. Sie sind noch nicht so sehr alt, oder? Irgendwann im Leben ist für die meisten der Punkt gekommen, da möchten sie nicht mehr jeden Tag in der Früh mit dem Pedelec 50 km runterreißen und sich freuen, wie gut das getan hat. Bis vor einigen Jahren bin ich jeden Tag über 40 km mit dem Mountainbike zur Arbeit gefahren und wieder zurück. Da gabs noch keine Akku-Unterstützung. Will ich heute nicht mehr ...

      • @Troll Eulenspiegel:

        Aha…was für besondere Ressourcen sollen das denn sein, die so ein Pedelec benötigt? Etwa das bisschen Kupfer, Lithium, eher nur noch selten Kobalt? Das ist kaum mehr als bei Laptop und Akkuschrauber zusammengenommen…und es ist einfach populistisch-unwissenschaftlich so zu tun als seien das viel problematischere Substanzen als alles andere was wir moderne Menschen sonst noch so benötigen und nutzen, dieser verengte Diskurs auf ein paar Mineralien/Metalle welche weder besonders selten sind und zudem auch noch fast überall auf der Welt abgebaut werden könnten.

        • @Saile:

          Das ist verdächtig, das Adjektiv "modern" vor den Menschen zu setzen. Wie wenn es auch unmoderne Menschen gibt, die ruhig ausgebeutet werden können:

          www.deutschlandfun...rgiewende-100.html

          Indigene sind doch unmodern, nicht wahr?

          Und sich für Indigene einzusetzen und den Ausbeutungswahnsinn zu stoppen ist populistisch? Sauber.

  • Vermutlich wird nach dem Krieg Öl im Überfluss gefördert und wir haben wieder einen moderaten Benzinpreis. Ich sehe auch beim aktuellen Spritpreis nicht weniger Staus, dann fährt man halt 1 Tag weniger in Urlaub. Dann sind die Mehrkosten wieder drin. Kein Grund in eine eAuto Hysterie zu verfallen.

    • @maestroblanco:

      Weniger Urlaubsfahrten????



      Jetzt reichts aber!!!!!

    • @maestroblanco:

      Die Gründe für E sind nicht der jetzige Schock, der verdeutlicht es nur.



      E ist das kleinere Übel bei Kosten, Ökologie und Unabhängigkeit von Putin, Scheich & Co.



      Wir können die Verbrennermanie der Vergangenheit so langsam verabschieden.

      • @Janix:

        Bei den E Autos sind wir unabhängig?

        • @ludwig_777:

          Hinweis zum Argumentieren: Der Ausdruck war: kleineres Übel. Das können Sie doch auch so sehen, oder? Zum Rest schrieben schon andere.

        • @ludwig_777:

          zu 100%? Nein. Aber wesentlich unabhängiger. Aber wenn es keine 100% sind, wir das 1 verbleibende Proeznetpünktchen bis zum Schluss vorgetragen. Vielleicht können wir uns mal von 100 Prozent Lösungen lösen und zu besseren Lösungen kommen.

          Ist die Stomerzeugung 100% Fossilfrei? Nein, wird sie auch in den kommenden 15 Jahren nicht sein. Aber wenn wir mal bei 80% wären, wäre viel geschafft.

        • @ludwig_777:

          Unabhängig? Nein... Aber zweifellos unabhängigER. Und wir finanzieren keinen Terror aus und in Iran, Syrien, RuZZland, Amerika, Ukraine... Woher kam 2015 gleich die Fluchtbewegung? Und womit finanzierte Putin seine Aggressionen? Oder ist der Iran neuerdings Exporteur von Handys oder Agrarnation?

        • @ludwig_777:

          Ja

          • @Anna Bell:

            UnabhängigER. Weniger abhängig.

  • Wieso kann man Ministerin Reiche nicht dazu bringen , Rede und Antwort zu geben? (Auskunftspflicht; z.B.: ist Atomkraft billiger als Windkraft?)...sie kann doch dann keinem Wissenschaftler widersprechen, daß z.B. ein E.-Auto in allen Sparten den fossilen schon heute weit voraus ist ....super in dem Artikel exakt gezeichet! Danke

    • @SchMERZlassnach:

      Ehrlich gesagt verstehe ich das auch nicht, warum PolitikerInnen mit ihren Allgemeinplâtzen durchkommen und von den interviewenden Journalisten nicht gefordert werden, ihre Positionen mit harten Fakten zu untermauern.

      • @Anna Bell:

        Bei mir kommen sie damit nicht durch, deshalb wähle ich sie auch nicht.



        Meine einzelne Stimme kratzt die nicht, aber würden sie mal bei ein paar Hunderttausend nicht mehr durchkommen......

  • Strom-Mafia oder Öl-Mafia ist doch egal

    • @Klaus Schwarzmüller:

      Nicht ganz: Öl unterstützt auch noch Putins und Salmans Kriegsführung.

      • @Janix:

        Putin liefert über die Meeresenge von Hormus?

        • @ludwig_777:

          Hinweis zum sauberen Argumentieren II:

          Mehr Ölverbrauch treibt die Preise hoch.



          Höhere Preise unterstützen die Ölproduzenten. Noch bei mir?



          Also die Scheichs und Putin. Der damit z.B. beim Iran wieder Drohnen bestellen kann oder sich Kenianer für die Frontlinie bestellt.

        • @ludwig_777:

          Ja natürlich. Schonmal von der Allianz zwischen Iran und Russland gehört? Wie sind da Rüstungs- und Finanzflüsse?

        • @ludwig_777:

          Jetz aber....!

  • Wenn die Drecksdinger nicht so verflucht teuer wären

  • Und welcher Durchschnittsverdiener kann sich ein E-Auto leisten? Einen Gebrauchtwarenmarkt für E-Autos gibt es noch nicht.

    • @Wolferich:

      Jeder. E-Dacia 4999, letzten Monat...Rate weit unter 100€, weniger als das Benzin für den Gebrauchten. Aber erzähl ' ruhig weiter. Stimmt zwar nicht, aber... Erzähle einfach.

      • @W. Otto:

        Der Dacia ist ein reines Stadtauto. Für außerhalb dieser Nutzung bietet der Wagen eine völlig inakzeptable Reichweite sowie Ladeleistung. Besonders wenn man die Standardvariante kauft. Das "Topmodell" ist auch nicht für 5000€ zu haben, sondern kostet 20000€ Listenpreis.

    • @Wolferich:

      „Einen Gebrauchtwarenmarkt für E-Autos gibt es noch nicht"

      Na dann schauen sie mal bei „AutoScout24" oder „mobile.de" rein.

      • @Thomas Böttcher:

        Mal die E-Autos außen vor gelassen:



        Für unseren kleinen Verbrenner gibt es so gut wie keinen Gebrauchtwagenmarkt. Und warum nicht? Weil keiner, der ein so gutes Auto fährt, es verkauft. Natürlich sind keine Protzer, Angeber, Raser und Werbungsjunkies dabei, sondern nur Menschen, die ein Auto für das haben, wofür es ursprünglich einmal vorgesehen war.

    • @Wolferich:

      Geld sparen lässt sich mit Pedelec, Bahncard/Deutschlandticket und Fahrgemeinschaften mit Kollegens ... wenn es denn wirklich darum ging.

      • @Janix:

        Geh mal in RLP, Bayern und BaWü aufs Land 😂 Der Facharzt für mein Kind ist 43 km entfernt, keine Öffis möglich. Meine Kollegen wohnen im Unkreis von 35 km um unseren Arbeitsplatz, meine nächste Kollegin 12 Minuten entfernt, zur Arbeit brauche ich mit dem Auto 15 Minuten. Mit dem Bus geht es nicht, da keinerlei Verbindung und mit dem Fahrrad zwei Stunden, da ein Fluss „im Weg“.

        Und E-Auto ist als alleinverdienende und Alleinerziehende schlicht nicht möglich.

      • @Janix:

        Sie wohnen im Ballungszentrum von einer größeren Stadt? Diejenigen nehmen die Möglichkeiten schon war.

        • @ludwig_777:

          To Much, Ihre Punkte sehe ich.



          Den 15 Minuten und Fahrrad 2 h entnehme ich, dass es nur eine Autobahnbrücke ohne Radoption gibt? Ein E-Bike schafft bis zu 25 km/h, und 200 km/h werden Sie nicht fahren.



          Ich ziehe übrigens den Hut, dass Sie das alles offenbar bereits prüften. Da ist also die Infrastruktur für alle - die wäre am günstigsten - noch nicht weit genug.

          NB: ich kenne alles, Großstadt wie Land mit Zahnarzt in 45-min-strammes-Radeln -Entfernung oder gar Bus-fährt-nur-als-Schulbus. Von seiner eigenen aktuellen Lage zuweilen zu abstrahieren ist so oder so nie verkehrt.

        • @ludwig_777:

          Die brauchen aber diese Mobilität oft wesentlich weniger... Und müssen weniger pendeln, nutzen selbst weniger die "große", 'weite' Infrastruktur. Und verursachen dabei weniger Kosten. Und nu'? Sollen die das dann subventionieren?

  • Richtig so, weg vom Öl



    Ich heize seit 20 Jahre mit Pellets statt mit Öl, ist zu 95% CO2 neutraler. Ich fahren seit 2020 elektrisch, was Dank großer PV auf dem Dach auch noch viel günstiger ist.



    Sie haben vollkommen recht, wir müssen endlich weg vom Öl, das schon so oft Ursache für Kriege war.

    • @Hans Dampf:

      Danke, dafür.

    • @Hans Dampf:

      Für die bei uns verheizten Pellets werden im Südosten der USA ganze Wälder abgeholzt - siehe:



      blogs.nabu.de/holz...he%20Realit%C3%A4t.



      Abgesehen davon sind Holzheizungen eine signifikante Feinstaubquelle und verursachen in Deutschland etwa 20 % der Feinstaubemissionen.

      • @e2h:

        1) Ich heize nur mit PEllets »ENplus A1« mit garantierter regionaler Herkunft, konkret Schwarzwald und garantiert zu >90% aus Restholz. Es werden also keine Bäume extrad dafür gefällt.



        2) Das mit dem Feinstaub stimmt, ich habe aber vor 5 Jahren einen elektrostatischen Filter eingesetzt, der 99,x% Feinstaub zurückhält.



        Da wir weder Fernwärme noch Gas im Ort haben, war dies die beste Alternative. Die nächste Heizung dürfte eine Wärmepumpe sein, aber das hat noch Zeit.

    • @Hans Dampf:

      Pellets Heizung ist in den Augen der grünen Fanatiker inzwischen auch ein Teufelswerk.

    • @Hans Dampf:

      Die PV Anlage müssen Sie nicht einberechnen?

    • @Hans Dampf:

      NB: Pellets waren früher Resteverwertung, das ist heute nicht mehr ganz so klar.



      Doch gut, dass Sie zeitig angepackt haben. Denn, ja, Öl fördert u.a. die Putins, Salmans & Co. dieser Welt. Kaum ein Land hat Ölfunde bei klarer politischer Vernunft überstanden.

      • @Janix:

        So ist es... Und Holz wird weniger aus Arabien oder Sibirien angekarrt. Kosten die gerne "vergessen" werden. Da geht deutlich mehr "Vernunft" als bei Öl.

  • Soweit korrekt.



    Wer weiss aber wie das mit der Autoindustrie ist / war. Eine komplette Umstellung in D auf e Autos vor 10 Jahren hätte vielleicht aufgrund der fehlenden Nachfrage zu einem Zusammenbruch geführt.

    • @fly:

      Wie heisst es so schoen im Englischen: Man kann gehen und gleichzeitig Kaugummi kauen.

      Ich glaube auch nicht, dass es um die Autoindustrie geht. Es geht um Gas & Oel. Da steckt zuviel Geld dahinter, die am Ende alled regiert. Das kann man an Merz (Blackrock) und Reiche (EON) direkt an deren vorherigen Arbeitsplaetzen ablesen.

      Die deutsche Autoindustrie kann Elektroautos anbieten. Hier in Australien gerade letztes Mal an der Ladesaeule Fahrer:innen von VW, BMW und Skoda getroffen.

      Chinesische Autos sind hier um einiges billiger, weil nicht mit Strafzoellen belegt. Wegen Staatssubventionen.. Ach, davon hat die deutsche Autoindustrie aber nie was gekriegt ;-)

      • @petross:

        Nee, gaanich'... Genau wie Landwirtschaft und Energieindustrie. Kaum Subventionen. Höchstens mal ein paar Billionen, zwischendrin. So wie der Finanzsektor...die Banken.

    • @fly:

      Die Nachfrage wäre schon da gewesen. Die Preise waren zu hoch. Und dann fiel die Förderung weg.

    • @fly:

      Wäre nur vom Preis abgehangen. Aber da sind wir ja eh nich exzelent genug, diesen Job machen schon immer die Asiaten für uns. Das war auch vollkommen unverständlich für die Spitzenverdienenden CEO`s der Softwaretricksenden German-Autoindustrie gewesen. Wie soll man den mit hoher Nachfrage, aber niedrigem Stückpreis seine Boni erreichen? Da bräuchte es doch mindestens eine Schummelsoftware für`s Finanzamt, oder? Daher lass mal. Verpennt ist eben verpennt.

    • @fly:

      Ist es nicht umgekehrt. Weil wir nicht rechtzeitig gehandelt haben, haben jetzt die Asiaten die Nase weit vorne.

  • Man sieht ja wie absolut fair und transparent und gerecht die Preise an e Ladestationen sind....



    Wir ersetzen den einen Abzocker durch den nächsten

    • @Todesfister:

      Wer ein E-Auto hat, fällt darauf einmal rein und dann nicht mehr.