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Arbeitsmarkt und AlterWie wäre es mal mit einem Danke?

Simone Schmollack

Kommentar von

Simone Schmollack

Die Koalition kommt mit immer neuen Ideen um die Ecke, die Menschen zu mehr Arbeit zu zwingen. Dabei arbeiten hierzulande schon die meisten Älteren.

Viele Menschen im Land arbeiten hart und lange, das Leben wird teurer, weshalb des Kanzlers Sprüche einfach nur daneben sind Foto: Andre März/imago

D ie Union sollte endlich aufhören mit ihrem Gefasel, dass die Menschen länger arbeiten müssen, also mehr Stunden am Tag und mehr an Jahren im Alter. Denn Deutschland ist im EU-Vergleich schon jetzt das Land mit den meisten älteren Beschäftigten. Das hat einerseits natürlich mit der Demografie zu tun, die Alterspyramide verdickt sich am oberen Ende und verschlankt sich am unteren. Andererseits aber auch mit dem Fakt, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter ohnehin schon weiter nach hinten verschoben wurde. Es ist also mitnichten so, dass zu viele Ältere zu wenig arbeiten.

In Altersangaben ausgedrückt, stellt sich das so dar: Von den 41 Millionen Erwerbstätigen im Jahr 2024 hierzulande waren 2024 fast 10 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt, also fast ein Viertel der Menschen, die für das Bruttosozialprodukt sorgen. EU-weit ist es rund ein Fünftel. Auch das ist viel, aber die Bevölkerung altert nun mal auch in allen anderen Ländern, nicht nur in Europa.

Gleichwohl gehen die Menschen in Deutschland im Durchschnitt mit knapp 65 Jahren in Rente – in der Regel in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben. Denn die volle Rente mit 67 trifft erst jene Jahrgänge ab dem Geburtsjahr 1964. Wer früher auf die Welt kam, kann und konnte dem Arbeitgeber schon früher arrivederci sagen. Ausgenommen all jene, die aus gesundheitlichen Gründen schon früher die Segel streichen und dafür Abschläge in Kauf nehmen müssen.

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Ohnehin werden viele Menschen auch über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten gehen – manche aus Lust am Job, viele indes aus finanzieller Not. Die Preisexplosion auf dem Mietmarkt und im Supermarkt, höhere Sozialabgaben und Verteuerung bei Medikamenten (die Ältere öfter brauchen als Jüngere) machen das Leben nicht leichter, egal ob man morgens zur Arbeit geht oder nicht. Das können sich Teile der Bundesregierung vielleicht nicht vorstellen, aber das ist die Realität der meisten Menschen in diesem Land. Vielleicht sollte Schwarz-Rot einfach mal Danke sagen, anstatt die arbeitenden Menschen immer öfter zu beschimpfen.

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Simone Schmollack
Ressortleiterin Meinung
Ressortleiterin Meinung. Zuvor Ressortleiterin taz.de / Regie, Gender-Redakteurin der taz und stellvertretende Ressortleiterin taz-Inland. Dazwischen Chefredakteurin der Wochenzeitung "Der Freitag". Amtierende Vize-DDR-Meisterin im Rennrodeln der Sportjournalist:innen. Autorin zahlreicher Bücher, zuletzt: "Und er wird es wieder tun" über Partnerschaftsgewalt.
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104 Kommentare

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  • Es ist schön!?!?!?, wenn der Herr Merz und seine 'Komplizen' dafür sorgen wollen, dass die Menschen noch länger arbeiten.



    Aber dann sollte er auch dafür sorgen, dass Menschen, die im Alter aus z. B. betriebsbedingten Gründen entlassen wurden, auch wieder einen Job finden. Hierzu ist es nötig, dass auch die Betriebe mitspielen, einen Älteren einzustellen.

    In Alter hat man zwar 2 Jahre Zeit, einen neuen Job zu finden. Was aber , wenn man keinen findet und auch mehr als 700 Bewerbungen (ist kein Tippfehler) nicht zu einer Wiedereinstellung führen und die Weiterbildungsmassnahmen von der Arbeitsagentur versagt bleiben.

    Nach 2 Jahren kommt dann das Bürgergeld und das ist sozusagen die 'Todesstrafe' für jemanden, der sein Leben lang gearbeitet, eine Wohnung gekauft hat, diese abbezahlt hat.

    Mit dem Bürgergeldeintritt muss dann zuerstmal die Wohnung verkauft werden, weil das ja Kapital darstellt, bevor überhaupt ein Cent auf das Konto des Betroffenen fliesst.

    Das ist so nicht in Ordnung, denn schliesslich hat man mit Kauf der Wohnung auch Entbehrungen entgegengenommen und ist eben nicht 3 x im Jahr in Urlaub gegangen.

    Darüber sollte mal nachgedacht werden in Bezug auf Neuregelung.

  • ich bin demnächst 66 und bin vor drei jahren nach 45 jahren mit abschlägen in rente gegangen.



    natürlich arbeite ich weiter- weil ich will und weil ich muss.



    meine rente reicht für meine wohnung mit allen nebenkosten, das wars dann schon.



    die teilzeitdisskussion ist einfach infam.



    wer stellt denn noch vollzeit ein?



    die wenigsten arbeitgeber sind bereit dazu.



    lieber 20 minijober , als drei vollzeitkräfte.



    keine rechte der arbeitnehmer, keine pflichten vom arbeitgeber.



    wir sind schon fast wieder beim manchesterkapitalismus angekommen.



    mal bei marx und engels nachlesen, was ihre schriften zum kapitalismus betrifft- treffsicher und genau.



    deutlich dort zu lesen wohin die reise geht.



    dass die politiker sich nicht schämen, aber man kann wohl nur in ein amt, wenn einem moralisch einiges abgeht?



    unser kanzler hat einem obdachlosen, der ihm seinen laptop zurückbrachte, vor ein paar jahren sein buch geschenkt:



    "nur wer sich verändert wird bestehen"



    eine solche instinktlosigkeit würde woanders zum harakiri führen,



    hier ins kanzleramt.



    Friedrich Merz: Mehr Kapitalismus wagen. Wege zu einer gerechten Gesellschaft -



    auch ein buchtitel von ihm.



    wir waren gewarnt, wie schon so manches mal.

    • @lichtstattdunkel:

      @ lichtstattdunkel



      Ja sicher waren die Bürger vor Friedrich Merz gewarnt.



      Nur unsere, von uns legitimierten Parlamentarier hielten ja einen Kanzler Friedrich Merz für eine, für die Parlamentarier gute Wahl, sonst hätten die Parlamentarier ja nicht Friedrich Merz zu ihrem Kanzler, im zweiten Wahlgang gewählt. UNS als Bevölkerung trifft da keine Schuld, die Verantwortung für diesen menschenverachtenden und dem Kapital verschrieben Kanzler Friedrich Merz, tragen allein die duch unsere Steuern finanzierten Parlamentarier aus dem deutschen Bundestag ❗️

  • Wir haben kein Problem mit Geld. Wir haben ein Problem mit fehlenden Arbeitsstunden. Wenn ich der letzte Mensch auf der Erde bin und alles mir gehört, bringt mir das nichts, wenn ich mir den Knöchel gebrochen habe und nicht weiß, wie ich ihn behandeln muss. Da hilft es auch nichts, wenn ich zuvor soviel gearbeitet habe, dass alle Straßen vergoldet sind. Ältere Menschen essen soviel wie die Jungen, brauchen genauso Handwerker und zusätzlich noch (irgendwann) Pflegekräfte. Die "Boomer" waren fleißig, haben sich selbst verwirklicht und da Kinder meist stören zu wenig in die Welt gesetzt. Die Situation ist jetzt wie sie ist, da hilft keine Schuldzuweisung. Aber das Jammern, das sollen die "Boomer" bitte einstellen. Und bevor mir wütende Boomer gleich schreiben, dass sie zwei oder mehr Kinder haben: Ja, es gab ja auch im Schnitt 1,2-1,4 Kinder. Wenn wir bei "null" wären, dann würde ich nicht schreiben können - es würde mich nicht geben.

    • @Strolch:

      Besonders die letzten Zeilen haben sie schön formuliert...



      Ich würde mal sagen, es war nicht so, dass Kinder meist störten. Mancher hat einfach seinen Lebensplan nicht rechtzeitig zu Ende gedacht. Mir zum Beispiel ist der Gedanke an ein zweites Kind auch erst gekommen als wir dafür ein wenig spät dran waren. Aber da heutzutage selbst das erste Kind häufig Eltern hat, die die Mittdreißiger deutlich überschritten haben, wird das wohl kaum besser werden.



      Was den Konsum - also auch das Essen - betrifft: Ich bin 70+. Glauben sie mir: Ab einem gewissen Alter isst man deutlich weniger...

    • @Strolch:

      @Strolch



      Fein, und wo sind die ausreichenden Schulen, die Universitäten, die vielen Wohnungen für die Kinder der Boomer, die die Boomer nicht in diese Welt gesetzt haben ?



      PS: Ich persönlich gehöre zu den Boomern, habe Nachwuchs - aber bestimmt nicht damit dieser hier in diesem Land irgendjemanden eine Heizung repariert. Unser Nachwuchs ist international unterwegs..



      Wollen Sie da vielleicht auch noch ein paar Vorgaben, bezüglich der Karriere und der Aufenthaltsorte / Länder der Kinder anderer Leute, machen ?

  • Das danke der Behörden sehe ich in Form von jährlich steigenden Abgaben und unterirdischer Arbeitsmoral wenn du Unterlagen brauchst von einer Behörde....

  • "Ohnehin werden viele Menschen auch über das Renteneintrittsalter hinaus arbeiten gehen – manche aus Lust am Job, viele indes aus finanzieller Not."



    Oder als Ausgleich für Lücken durch Care-Arbeit in den Jahren zuvor; die "Arbeit" u.a. durch Betreuung z B. für Enkel nicht zu vergessen, wenn die Kita ausfällt oder die Eltern Überstunden machen.



    "89 Milliarden Stunden – das ist die Menge an unbezahlter Care-Arbeit, die jährlich in Deutschland geleistet wird. Ungerecht ist dabei auch, dass Frauen mehr als drei Viertel davon verrichten. Eine Kultur der Wertschätzung fehlt genauso wie eine gerechte Bezahlung. Dabei bildet unbezahlte Care-Arbeit die unsichtbare Grundlage der heutigen Wirtschaft. Nur wenn Kinder, Ältere, Menschen mit Behinderung und Kranke betreut und versorgt sind, kann wirtschaftliche Leistung erzielt werden."



    Quelle bosch-stiftung.de

  • Mir kann Herr Merz nichts vormachen: Wenn es wirklich nach der CDU gehen würde, dann würde die Hälfte der Bevölkerung überhaupt nicht sozialversichungspflichtig arbeiten, sondern zu Hause am Herd stehen.

    • @Dieter Schütt:

      Der war gut. Bleibt die Frage, wer dann die Jobs der am Herd Stehenden macht...

  • Vielleicht sieht Frau Schmollack das aus der falschen Perspektive und Merz erwartet, dass wir uns bei ihm bedanken. Immerhin ist er ja mit seinen 70 Jahren auch schon lange im Rentenalter.

  • Es gibt immer weniger Vollzeitbeschäftigte, die Leute leben länger, arbeiten weniger und zahlen kürzer ein, die Produktivität sinkt, die Rentnergeneration hats versäumt Kinder groß zu ziehen, aber die Rente steigt. Um zu erkennen, dass das nicht klappt, braucht man kein Mathe-Ass zu sein.



    Also werden wir etwas länger Arbeiten müssen und etwas weniger Rente beziehen als jetzt. Völlig logisch.

    • @Lys:

      Was mich persönlich immer wieder stört ist die Behauptung "die Leute leben länger". - Nicht "die Leute" leben länger, sondern einige von uns. Einige andere geben das Löffelchen deutlich früher ab, so früh zum Teil, dass sie nicht einmal kurze Zeit Rente empfangen. Habe das dereinst bei mehreren Kollegen erlebt, denen die Vierschichtarbeit offensichtlich nicht wirklich bekommen ist.



      Wäre schön, wenn man da "ganz oben" nicht immer nur pauschalisieren würde. Solange die Verhältnisse so sind, dass manche Berufsgruppen eben nicht die gleiche Lebenserwartung haben, wie der durchschnittliche Beamte oder Wissenschaftler lässt sich wohl kaum sagen: Ihr werdet alle älter als früher! Also arbeitet gefälligst länger und mehr!



      Wo und wie also ist da Gerechtigkeit zu finden?

    • @Lys:

      Was bringen Kinder, die keine Arbeit haben? Nichts. Wo keine Arbeit ist, gibt es auch keine Einzahlungen, trotz Kinder. Und ansonsten gibt es bei 8 Milliarden Menschen genug Möglichkeiten, Arbeitskräfte zu bekommen. Aber wer will schon in einem Billiglohnland arbeiten? Zumindest die nicht, die auf Grund ihres Phänotyps der feuchte Traum des rechten Rands sind. Und alle anderen möchten sich den immanenten Rassismus in dieser Gesellschaft nicht aussetzen. Und komme mir keiner zu sagen, man kann nicht von jetzt auf gleich die Defizite ausgleichen. Das hätte die Politik schon vor mindesten 30 Jahren angehen müssen. Und wenn die Qualifikation eines syrischen Arztes hier nicht anerkannt wird, dann muss die Gesellschaft mit den Konsequenzen leben.

    • @Lys:

      "...die Produktivität sinkt..."

      Wo?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Es geht um die möglichen Zuwächse in unserer älter werdenden Gesellschaft. Ältere Arbeitnehmer sind idR unproduktiver als junge. Physisch und geistig weniger leistungsfähig, mehr Krankentage etc..

        • @Nordlicht12:

          Es stimmt, dass Ältere irgendwann weniger produktiv werden. Aber andere Faktoren wie z.B. der technische Fortschritt sorgen dafür, dass die Produktivität insgesamt steigt.

    • @Lys:

      Interessant ist bei diesen Diskussionen, dass immer nur davon die Rede ist, dass die RENTEN nicht finanziert werden können. Von der Finanzierung der im Schnitt doppelt so hohen Beamtenpensionen hört man dergleichen von Staatsseite nichts.

      Und zu den, den Rentnern immer wieder gerne vorgeworfenen, angeblich durch diese verursachten, erforderlichen Staatssubventionen:

      "Die Bundeszuschüsse an die allgemeine Rentenversicherung stellen keine Subvention dar; vielmehr wird der Rentenversicherung ein Großteil der Kosten für sogenannte nicht beitragsgedeckte Leistungen erstattet. Diese erbringt sie für den Bund, ohne hierfür Beiträge erhalten zu haben. Die Finanzierung erfolgt aus Steuermitteln, da diese Leistungen nicht nur den Versicherten der Rentenversicherung, sondern auch der Allgemeinheit zugutekommen." (deutsche-rentenversicherung.de)

      Abgekürzt: Der Staat ersetzt nur durch ihn entnommenes Geld und bezuschusst die Rente nicht.

      Lasst euch also nichts erzählen.

    • @Lys:

      @Lys



      Mmmm, & die gestiegende Produktion durch die Industrialisierung und seit über 30 Jahren durch die Digitalisierung, lassen Sie in Ihrer Logik zu ganz ohne Berücksichtigung ? Interessant....

      • @Alex_der_Wunderer:

        Die Ansprüche sind aber auch gestiegen. Vergleichen Sie doch nur mal ein Haus aus 1900, 1950, 1980 und 2000. Die Autos, die früher Blechkisten mit Motor waren und inzwischen Computer auf Rädern mit einer Sicherheitstechnik, die teurer ist als früher das ganze Fahrzeug.

        Die gestiegene Produktion führt doch nur dazu, dass wir alle mehr haben. Wir können natürlich sagen, wir haben wieder alle weniger (so wie 1980) und das wird von den weniger Arbeitskräften produziert. Wir können mit den Wohnflächen anfangen und die verkleinern.

        • @Strolch:

          @Strolch



          Industrialisierung & Digitalisierung sollen doch die Produktion erleichtern und menschliche Arbeitskräfte schonen und entlasten. Also sollte auch die Arbeitszeit, wie z. B. durch Teilzeit verringert werden. Nur die Umverteilung von erwirtschaften Vermögen durch Maschinen & Digitalisierung muss von unseren dafür, durch von uns legitimieren Parlamentarier ausgearbeitet werden. Nur bei den Parlamentarier liegt eine eklatante Arbeitsverweigung vor.



          Hier müssen konsequenter Weise, spürbare Konsequenzen gegenüber den Parlamentarier folgen.

  • Es ist schon irritierend, dass, gerade beim Thema Rente, von der "Regierung" gesprochen wird.



    Es ist doch offensichtlich, dass Union und SPD hier deutlich unterschiedliche Ansätze haben.



    Das "Danke" der SPD ist seit der Ampel, dass, wer 45 Jahre Beiträge gezahlt hat, früher abschlagsfrei in Rente gehen kann.



    Die Stabilisierung des Rentenniveaus bei 48% trägt ebenfalls sozialdemokratische Handschrift.



    In Ampelzeiten wurde auch differenziert über die Positionen der KoalitionspartnerInnen berichtet - warum jetzt damit aufhören?



    Dass für Rentner*Innen nun 2000€ steuerfreier Zuverdienst möglich ist, ist dann eine gemeinsame Regierungsidee - eigentlich ebenfalls ein "Danke"!

    • @Philippo1000:

      In ihrer Dankes und Jubelorgie auf die SPD haben Sie die, eben von der SPD (und Grünen), eingeführten Minijobs vergessen, heute der Hauptgrund für mickrige Renten !

  • Jetzt ausnahmsweise mal ein polemischer Kommentar von meiner Seite, weil ich als Frührentner (wegen chronischer Erkrankung) selbst betroffen bin.



    Keine Ahnung, wieso eine Partei wie die Union in den Meinungsumfragen immer noch bei 25% stehen kann, die derart auf den Rechten und der Würde der hier lebenden und arbeitenden Menschen herumtrampelt und derart korrupte und unfähige Politiker wie beispielsweise Jens Spahn und Friedrich Merz an ihre Spitze stellt (dito die AfD)..



    Aber genug „ausgekotzt“ für heute (Schuld daran ist eigentlich nur der Beitrag von Frau Schmollak😉), ich verspreche, fortan wieder ausgewogener zu kommentieren.

    • @Abdurchdiemitte:

      Zitat: "Keine Ahnung, wieso eine Partei wie die Union in den Meinungsumfragen immer noch bei 25% stehen kann, die derart auf den Rechten und der Würde der hier lebenden und arbeitenden Menschen herumtrampelt..."

      Polemisch gefragt: Kann es sein, dass diese 25 Prozent die heutigen Rentner mit "fetten" Renten sind, die es sich leisten können, CDU/CSU zu wählen? Ich kenne Leute, deren Rente nicht versteuert wird, die sind jetzt so Mitte 80. Da fällt es leicht, solche Parteien zu wählen, denn die eigene Rente ist ja in trockenen Tüchern.

      • @Tastensperre:

        Sorry, aber warum sollte eine Rente versteuert werden? Schliesslich haben diese Rentner ihr Leben lang Steuern gezahlt, bekommt jetzt zum 'Überleben' das Geld zurück, das von ihnen einbezahlt wurde. Nach 45 Jahren Maloche.

      • @Tastensperre:

        So wird es sein. Aber auch Rentner, die noch gute Renten haben (weil nicht versteuert, 45 Jahre gearbeitet haben oder Beamte waren), müssten eigentlich über ein soziales Gewissen verfügen. Na ja.



        Neiddebatte?

    • @Abdurchdiemitte:

      Warum empfinden Sie es als ein Herumtrampeln auf Ihren Rechten und Ihrer Würde, wenn jemand darauf hinweist, dass für mehr Wohlstand mehr gearbeitet werden muss?



      Ich finde das unmittelbar einleuchtend.

      • @HS105:

        Weil die Prämissen der sozialen Marktwirtschaft - Wohlstandsversprechen und soziale Gerechtigkeit -, die noch die ersten Jahrzehnte der Bundesrepublik prägten, einfach nicht mehr stimmen. Daran war auch unser Rentensystem gebunden.



        Ich kann meine eigene Situation als Beispiel anführen (sicherlich nich repräsentativ): aus chronischen gesundheitlichen Gründen musste ich frühzeitig aus dem Erwerbsleben aussteigen und eine Erwerbsminderungsrente beantragen. Ich stelle jetzt fest, dass meine Bruttorente dennoch wesentlich höher liegt (nach steuerlichen Abzügen, Kranken- und Pflegeversicherung relativiert sich das allerdings etwas) als die Rente einer Aldi-Kassiererin, die 40 oder mehr Jahre hinter der Kasse gesessen hat. Irgendwie nicht fair, finden Sie nicht?

        • @Abdurchdiemitte:

          Das ist nur dann unfair wenn Sie in ihrem Job die gleichen Einkünfte hatten wie die genannte Kassiererin.



          Wenn ich mehr einzahle bekomme ich auch mehr raus. Wenn ich sogar deutlich mehr einzahle habe ich sogar nach nur 20 oder 30 Jahren einen höheren Anspruch. Das ist nicht nur fair sondern auch Sinn des Ganzen. Ich kann die Rentenhöhe doch nicht nur an der Arbeitszeit festmachen. Wer eben einen wenig qualifizierten Job macht bekommt eben auch weniger.

      • @HS105:

        @HS 105



        Interessanter Aspekt, von welchem Wohlstand, für wen ist denn aktuell gerade die Rede ?



        Wohlstandserhaltung der 1 % der Millardäre oder für wen legen Sie sich hier gerade so mit Ihrem guten Namen ins Zeug ?

        • @Alex_der_Wunderer:

          Wie oder wo ist für Sie das Niveau für Wohlstand ? Selbst alle Bürgergeld/Grundsicherung Empfänger in Deutschland gehören von ihren Einkünften zu den 10 % "Reichsten" der Welt, alles nur eine Sache des Blickwinkels.

          • @Günter Witte:

            @Günter Witte



            Für mich vollkommen ok, wenn Sie es als Wohlstand empfinden, Ihr Wasser nicht in einem Eimer auf dem Kopf, vom Brunnen aus dem nächsten Dorf nach Hause transportieren zu müssen.

        • @Alex_der_Wunderer:

          Wenn es nur "Wohlstandserhaltung" wäre, es ist ja trotz von rechts immer wieder vorgejammerter Krisen eher eine exponentielle Steigerung der Vermögen der Superreichen.

          • @Axel Schäfer:

            @Axel Schäfer



            Es geht den aktuell Regierenden , gerade auch Söder, Merz & Konsorten, um Ablenkung. Anstatt die ganze Bevölkerung und gerade auch die finanziell Schwachen, durch Absenkung der Mehrwertsteuer Entlastung zu schaffen, wird Vorzugsweise über die Senkung von Unternehmenssteuern gefaselt. Ein Sozialabbau vom " feinsten " wird von unserer aktuellen Regierung angestrebt. Abbau / Reduzierung der Sozialsicherung / Sozialsystem , Renten, Krankenkassen, Grundsicherung, Arbeitnehmerrechte...



            ⛔️ Hier gilt es von uns allen - als Mitgliedern der Gesellschaft, ein ganz großes " P " zu setzen ❗️

      • @HS105:

        "...wenn jemand darauf hinweist, dass für mehr Wohlstand mehr gearbeitet werden muss?"



        Weil dieser Jemand (besser, diese jemande) ständig anderen Schuld zuweist, ohne die eigenen Situationen und Fehler zu hinterfragen.



        Wenn dieser bestimmte Jemand pauschal alle Arbeitnehmer als faul und arbeitsscheu darstellt, aber selber sich nicht die Mühe macht, ein differenziertes und wahres Bild zu zeichnen, dann ist das eine infame Unverschämtheit.



        Wenn derart verzerrte Realitäten dazu benutzt werden sollen, um die Rechte Schwächerer abzuschaffen (denn es geht seltsamerweise z. B. nicht darum, Arbeitgeberrechte zu beschränken, obwohl diese nun auch genug Dreck am Stecken haben), dann ist das ein Herumtrampeln auf Rechten aus niedrigen Beweggründen heraus.

  • Vielleich sollte man bei der Rentendebatte endlich einsehen, dass der Generationsvertrag nicht mehr funktioniert. Ich finde es anmaßend, mit noch existierenden Menschen zu planen.



    Und was noch bei den immerwährenden Debatten über die Rente aus meiner Sicht falsch kolpoltiert wird, sind die angeblichen Kinder, die unsere Rente sichern sollen. Unser Rentensystem bedingt entsprechende sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Wenn die nicht ausreichend vorhanden sind, helfen mir keine Kinder. Ich habe kurz vor der Pandemie gelesen (leider finde ich die Quelle nicht mehr), dass dank Automatisierung und KI in den nächsten Jahren rund 20 Mio Beschäftigungsverhältnisse wegfallen könnten. Heute arbeiten rund 41 Mio Menschen. Was machen die Kinder und zukünftigen potentiell Beschäftigten, wenn sie existieren aber keine Arbeit haben? KI zahlt nicht ins Rentensystem ein. Unser derzeitiges Rentensystem hätte schon vor mindestens 30 Jahren komplett umgestaltet werden müssen. Z.B wie in der Schweiz eine staatliche Festrente und den Rest muss man selbst vorsorgen. Aber nein, es lieber wird ein todkrankes System künstlich am Leben erhalten.

    • @Tastensperre:

      "Ich finde es anmaßend, mit noch existierenden Menschen zu planen. "



      Äh, mit welchen denn sonst? Planen mit nicht existierenden Menschen scheint mir jetzt irgendwie komplett daneben... wo verstehe ich Sie miß?

  • Man gewinnt hier beim Durchlesen des Artikels und der Kommentare irgendwie den Eindruck, dass der demographische Wandel und die damit verbundenen Versorgungsfragen (Rente, Pflege, Fachkräfte) weder unter Beteiligung der Rentner noch unter Beteiligung der Arbeitnehmer beantwortet werden.

    Wen hat man da im Blick? Finanzierung über Gewinne international tätiger Unternehmen, Absaugen von Geldern aus anderen Ländern und sich die Arbeit erledigem lassen von unterbezahlten Angestellten mit Migrationshintergrund?

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      @ P. L. v. K. P



      Nun, der demografische " Wandel " ist doch für uns & unsere Regierenden keine unverhoffte, nicht über Nacht eingetretene Entwicklung. Darum wurde ja bei Einführung unseres Rentensystem explizit die Mitfinanzierung aus unserem, mit unseren Steuergeldern finanzieren, Bundeshaushalt vorgesehen. Je nach Bedarf flexibel gehalten. Also zumindest in Bezug der Renten besteht überhaupt kein Grund zur Reformierung. Gut beraten ist jeder Bürger unbestritten, selber zusätzlich für eine private Altersversorgung, zur Ergänzung, Sorge zu tragen.

  • Warum lässt man denn die Beitragsjahre außer Acht?



    Renteneinstiegsalter generell ab 67 muss ja nicht falsch sein.



    Man könnte jedoch auch den Zusatz machen, „oder ersatzweise (Beispiel) 45 Beitragsjahre“

    Dann könnten diejenigen, die direkt nach der Schule mit beispielsweise 17 Jahren in die Arbeit sind mit 62 in Rente. Das hätten diese sich auch verdient.

    Dazu die Einführung einer auskömmlichen Mindestrente, ebenfalls gestaffelt nach Beitragsjahren. Dann hätten auch diejenigen, die lange in einem Niedriglohn-Beruf gearbeitet haben, später auch eine Wertschätzung.

    Eine Einführung von einem Maximum an staatlichen Bezügen unabhängig von der Tätigkeit von max € 4.000,-



    Keine irren Ruhegeld-Bezüge von bis zu 25.000 €/Monat mehr für irgendwelche Rundfunkräte oder ähnliche.

    Warum bekommen Beamte bereits nach 5 Jahren eine Mindestpension von über € 2.100?



    Für Arbeitnehmer jedoch gibt es eine max. Rente von €3.500 die nur unter utopischen Bedingungen zu erreichen ist. Diese Summe entspricht etwa der durchschnittlichen Pension eines Beamten.

    Hier ist so einiges aus dem Ruder gelaufen und mit gesundem Menschenverstand gar nicht mehr nachvollziehbar!

    • @Sole Mio:

      „Warum bekommen Beamte bereits nach 5 Jahren eine Mindestpension von über € 2.100?“



      Bitte teilen Sie mir doch mit, an welche Dienststelle ich mich versetzen lassen muss, damit ich das erhalte.



      Sie lassen das so klingen, als würde das den Beamten an sich betreffen, und machen so bewusst Stimmung.



      Ich sag mal so: Mein Job machte ein langes Studium erforderlich und ist relativ gut bezahlt. Von solchen Zahlen bin ich aber weit weg.

      • @Helene10:

        Sie müssen sich nicht an eine Dienststelle versetzen lassen, sondern in den Ruhestand, um die amtsunabhängige Mindestpension zu erhalten. Diese ergibt sich aus § 14 Absatz 4 Beamtenversorgungsgesetz (65 % des Gehalts aus der Endstufe der Besoldungsgruppe A 4 zuzüglich 30,68 Euro) und beträgt zurzeit 2.083,22 Euro.

      • @Helene10:

        Ich sag’s mal so: Konkurrenz um knappe Ressourcen führt in der Zuspitzung zu Verteilungskonflikten - zumal wenn der Eindruck entsteht, die politisch Verantwortlichen steuern nicht dagegen.



        Es pfeift ja von den Dächern, dass die liberale Demokratie für den Wohlstand aller/vieler bzw. für Verteilungsgerechtigkeit nicht mehr sorgen kann/will - die SPD kann es nicht, die Union will es nicht (mehr).



        In einer solchen Situation werden Aussagen wie „Mein Job machte ein langes Studium erforderlich und ist relativ gut bezahlt“ heutzutage natürlich prekär bzw. begründungsbedürftig Auch wenn Sie später nicht an eine Rente von 3.500 € heranreichen sollten.

      • @Helene10:

        Es gibt je nach Bundesland Unterschiede. Das ist alles nachzulesen.



        Ebenso wird beim Kindergeld / Familienzuschlag unterschieden.

        So wie auch, wenn es ums Seniorenheim geht. Nach dem Tode meiner Großmutter kam heraus dass sie falsch eingestuft wurde. Es war nicht vermerkt worden, das sie eine Witwe eines Beamten war, stattdessen wurde sie als „normale“ Rentnerin eingestuft. So gab es nachträglich noch etwa €250.- pro Monat als Rückvergütung. Unter anderem weil ihr ein höheres Taschengeld zugestünden sei als einem normalen Rentner.

        Btw: um eine Rente im Bereich der Mindestpension nach 5 Jahren zu erreichen, muss ein Arbeitnehmer ca 45 Jahre lang im Durchschnitt knapp € 60.000.- versteuern

      • @Helene10:

        "Stimmung machen" ist wohl Breitensport für Siewissenschon.

    • @Sole Mio:

      Man müsste das gesamte System reformieren. Aber dem stehen zu viele Einzelinteressen entgegen. Lieber sollen Mindestlöhner privat vorsorgen...

    • @Sole Mio:

      Ich verstehe als Wissenschaftler ersteinmal den gerne gezogenen Argumentationsgrundsatz immer nicht, warum alle Mitglieder von (Renten-)Versorgungssystemen (egal ob privat genannt, oder staatlich genannt, zB gesetzliche Rentenversicherung) finanziell auf das mutmaßlich niedrigste Niveau, hier wohl derzeit der gesetzlichen Rentenversicherung, herunter müssen. Es ist doch viel wichtiger, die anderen Bevölkerungsschichten hochzuziehen. Wo ich gerne mit Ihnen mitgehe ist, dass es mit der Solidarität der Betroffenen untereinander nicht gut bestellt ist. Wollten wir uns nur einen Moment lang vorstellen, die gesetzliche RV böte die vergleichbar höchste Leistung. Wo ich gleichfalls gerne mitgehe ist, dass es einen Ausgangspunkt für die Zielerreichung einer nicht nur geringfügig angemessenen Altersversorgung geben muss, d.h. der (monatlich ausbezahlte) Betrag. Wo ich unbedingt zustimmte wäre, dass es dazu eine freie Vereinbarung der Gesellschaft bräuchte, aber sich kein 🐷 findet, insbesondere nicht Vermögende und Betriebseigentümer, das anzugehen, insbesondere nicht "keimfrei", sondern der "Bazillus" des Neoliberalismus stets alles durchdringt.

      • @Gerhard Krause:

        Was kann ich unter „eine freie Vereinbarung der Gesellschaft“verstehen

        • @Sole Mio:

          Mit "frei" ist im Wesentlichen "ohne neoklassische Indoktrination" gemeint.

    • @Sole Mio:

      Ein Mindestlohn, der zu einer Mindestrente führt, wäre schon ein Anfang. Denn jede Rente, die vom Staat, also vom Steuerzahler, trotz Mindestlohn aufgestockt werden muss, ist eine versteckte Subvention an jene Arbeitgeber, die zu niedrige Löhne zahlen.

      • @Ludowig:

        "Ein Mindestlohn, der zu einer Mindestrente führt"

        Bei Vollzeitjob oder bei Teilzeittätigkeit? 😜

        • @FriedrichHecker:

          @FriedrichHecker



          Alles kein Problem, wenn die Unternehmen die versteckten Subventionen durch geringfügig Beschäftigte, in unseren Bundeshaushalt zurückzuführen würden.

      • @Ludowig:

        Ich finde es jedoch sehr wichtig schon auch dort zu unterscheiden.

        Wenn jemand lange Jahre voll in einem niedrigeren Lohnsektor gearbeitet hat, Beispielsweise im Einzelhandel, dann muss dort die Rente am Ende wesentlich höher sein, als wenn jemand nur sehr wenig oder gar nicht gearbeitet hat.

        Beispielsweise einen Bonus für langjährig Beschäftigte.

        Außer natürlich wenn jemand unverschuldet erwerbsunfähig ist!

        Beispielsweise eine Basis-Mindestrente von X€



        Dazu je nach Beschätigungsdauer und geleisteter Arbeitszeit einen Bonus.

        • @Sole Mio:

          Das sehe ich nicht so. Rente ist bei Ihnen ein Geschenk, bestenfalls an die Leistung. Gleich welchem Modell ich zureden würde, erblickte ich in "Rente" ein großzügiges Alterseinkommen in erster Linie zur Stabilisierung der Nachfrage. "Korinthenkacker🥚" ist heute kein Konzept mehr für Gerechtigkeit, sondern ein solches für gesellschaftliche Spaltung.

      • @Ludowig:

        JA! Die kurzsichtigen Menschen wählen dennoch immer wieder CDU. Ich fasse es nicht. Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.

  • Wie möchte denn unser Kanzlerleinchen, datt Merzichen, denn die Sozialabgaben für den Anteil in die gesetzliche Rentenversicherung neu berechnen ? Weniger Rentenleistung aus der GRV bedeutet für Arbeitnehmer & Arbeitgeber anteilig einen geringeren Beitrag. Der eingesparte Betrag soll dann wohl von Arbeitnehmer & Arbeitgeber zu gleichen Teilen in eine private Altersversorgung, nach Wahl der Arbeitnehmer, investiert werden , oder wie sieht Friedrich sein kompetent ausgearbeitetes Renten - Konzept der Zukunft aus ?

  • Für CDU/CSU/SPD dienen diese ganzen Debatten nur dazu, die Sozialsysteme endgültig sturmreif zu schießen und sie dann abzuschaffen. Man braucht sich nichts vorzumachen, Teilzeit wird in den nächsten Jahren abgeschafft, der Acht-Stunden-Tag ebenso, die zahnmedizinische Versorgung muß man dann vollständig selbst bezahlen und die restliche medizinische Versorgung wird auf das absolute Minimum herabgefahren. Einen Vorgeschmack davon haben natürlich wieder mal als erstes die Frauen die in den Wehen liegen und stundenlang zur nächsten Geburtsstation gefahren werden.

    • @Alberta Cuon:

      Die Richtigkeit des Ergebnisses der Einschätzung Ihres ersten Satzes befürchte ich gleichfalls.

  • Danke!

  • Gute Stimmung zu vermitteln wäre tatsächlich mal was Neues.

    Das Klatschen während der Pandemie war doch eine schöne Geste.

    • @Gorch:

      "Das Klatschen während der Pandemie war doch eine schöne Geste."



      Und so preisgünstig. Das rettet die Sozialsysteme im Handumdrehen.

  • Wenn sich die Regierung bedanken würde, dann wären sie ja sozial, und das sind sie ja mittlerweile überhaupt nicht mehr.



    Das "C" in der cDU/cSU, das "S" in der sPD verlieren komplett ihre Bedeutung.

    Stattdessen werden die Bürger als faul bezeichnet, und Merz geht so weit, die hart erkämpften Arbeitnehmerrechte abschaffen zuwollen, um Unternehmern freie Hand bei der Wochenarbeitszeit zu geben – was einer Arbeitsmentalität wie in der Sklaverei gleichkommt. Die Debatte um Teilzeitarbeit, die nun von der Regierung in „Lifestyle-Teilzeit“ umbenannt wurde, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht der arbeitenden Bevölkerung, die täglich aufsteht, um das Land am Laufen zu halten. Besonders Frauen werden herabgewürdigt, die aufgrund ihrer familiären Rolle auf Teilzeitarbeit angewiesen sind. Vom Neoliberalismus ist es nur ein kleiner Schritt zum völligen Abbau des sozialen Systems in Deutschland. Bedanken werden sich die großkotzigen Milliardäre im Land, die sich weiterhin steuerfrei bereichern können, ein Unding ohnegleichen.

  • taz: *Die Union sollte endlich aufhören mit ihrem Gefasel, dass die Menschen länger arbeiten müssen, also mehr Stunden am Tag und mehr an Jahren im Alter.*

    Dass ist nicht die Union, sondern Friedrich Merz, der sich andauernd so einen Blödsinn ausdenkt.

    Die USA sind mit weitem Abstand die größte Volkswirtschaft der Welt, gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP), gefolgt von China und Deutschland. Wohin will der ehemalige BlackRock-Lobbyist eigentlich? Wir sind auf Platz 3 (!), und gegen die USA und China wird das kleine Deutschland ohnehin nicht ankommen.

    Friedrich Merz glaubt anscheinend, dass er der Chef des deutschen Volkes ist. Wer erklärt dem Black-Rocker endlich mal, dass in einer Demokratie das Volk der Souverän? Das Volk ist nicht dafür da, damit die Aktien von ein paar Reichen noch mehr steigen.

    "Für seine Tätigkeit bei BlackRock (etwa ein bis zwei Tage pro Woche) erhielt Friedrich Merz ein Gehalt im sechsstelligen Bereich. Laut Insiderberichten bestand seine Hauptaufgabe darin, politische Kontakte zu knüpfen und Zugang zu Ministerien zu verschaffen", hatte DER SPIEGEL geschrieben.

    Merz ist kein Volksvertreter. Merz wird immer mehr eine Zumutung für das Volk.

    • @Ricky-13:

      Dumm nur, dass dieses Volk ihn sehenden Auges zum Tschänzellor hat werden lassen. Rechte Parolen waren einfach zu verführerisch, der konnte ja kein schlechter Mensch sein.

      • @T 1000:

        Die Merz/Söder-Union treibt die Bürger mit ihrer unsozialen Politik immer mehr in die Arme der AfD. Wie dumm sind Unions-Politiker eigentlich, dass sie das immer noch nicht kapieren? Dann kommt noch hinzu, dass die Merz-Union sich strikt gegen ein AfD-Verbotsverfahren stellt, denn solange das Damoklesschwert AfD über unseren Köpfen schwebt, kann die Merz/Söder-Union den Sozialstaat (Art. 20 GG) ja weiterhin fleißig demontieren, weil auch die SPD es nicht wagt einen Koalitionsbruch zu riskieren und jetzt brav alles Unsoziale mitmacht.

        Friedrich-"BlackRock"-Merz hätte niemals Kanzler werden dürfen.

  • Wenn die Rente sinkt, die Mieten und Preise steigen, und Arztbesuche bald Privatleistung sind, müssen die Leute halt auch in der Rente bis zum Tod arbeiten - der Plan der CDU geht auf.

  • Das Problem ist doch ein ganz anderes.



    Es ist absehbar, daß in wenigen Jahren von der erbrachten Arbeitsleistung eines Arbeitnehmers 50% Sozialabgaben einbehalten werden. Dann gehen noch Steuern ab.







    D.h., jemand, der arbeitet bekommt oft nur noch 25% des Gegenwertes seiner erbrachten Leistung zu freien Verfügung ausbezahlt.







    Das hat Folgen.



    - Mehrarbeit lohnt sich nicht.



    - Schwarzarbeit dagegen umso mehr!



    - Ausländische Fachkräfte bevorzugen sowieso englischsprachige Regionen. Und sie können rechnen. Für 25% verfügbare Entlohnung kommen nur wenige nach Deutschland.



    - Unternehmen erhalten oft die gleiche Arbeitsleistung außerhalb Deutschlands zu einem geringeen Kosten. In Kombination mit der deutschen Energiepolitik entstehen so neue Arbeitsplätze eher außerhalb Deutschlands.



    -Unternehmen, die in Deutschland bleiben, müssen die steigenden Lohnkosten kompensieren, durch Steigerung der Produktivität und Arbeitsplatzabbau.

    Die Quote der sozialen Abgaben wird sicherlich in den nächsten Jahren steigen. Ob die auch die Summe steigt ist fraglich.



    Klar ist, in Deutschland kann es In den nächsten 15 Jahren keinen Aufschwung geben. Temporär: Schuldeninduziert und Rüstungsindustrie.

    • @Donald Duck:

      Sie haben wohl bei der "Jungen Union" abgeschrieben? 😉 Wie wissen wir denn, dass die Arbeitsleistung (Ist das nicht das Ergebnis von Arbeit?) "Hüben wie Drüben" identisch bzw vergleichbar ist?! Selbstverständlich "stinkt" Arbeit ersteinmal nicht, egal wer den den 🪏 wo auch immer auf der Welt anfasst. In der Modellierung der Antwort kommen wir nicht ohne weitere Ungerechtigkeiten und Fehler weiter, mutmaße ich. Wo wir aber ansetzen könnten, das ist hier in unserem Land die gerechte Verteilung der Ergebnisse der gemeinsam geleisteten Arbeit, was die Umleitung von Ergebnissen in die sozialen Sicherungssysteme und ein Überdenken des Steuersystems beinhaltet.

  • Danke!

  • Ich finde, dass es gut ist, dass Menschen in Deutschland über das 65. bzw. 67. Lebensjahr arbeiten können, wenn sie es wollen. Momentan sind das nur 13 Prozent der arbeitsfähigen Menschen zwischen 64 und 75. Lebensjahr in Beschäftigungsverhältnissen.

    Und da sage ich, vermutlich sind das viele, die wollen.



    A b e r ab 2031 werden es Menschen tun, weil sie müssen, weil sie gezwungen werden.



    Und das finde ich nicht korrekt.



    Es wird gute Gründe geben, wenn ab dem 64. Lebensjahr die Quote auf 46 Prozent sinkt.



    Und von Dankbarkeit und Wertschätzung kann seitens von Politik und Regierung nicht die Rede sein.



    Vielmehr zertrümert die CDU/CSU gerade ihre sozialpolitische Kompetenz. Und das aber folgerichtig, wer einen Merz an die Spitze stellt, der kriegt niedrige Renten, lange Arbeitstage, keinen Inflationsausgleich und irgendwann das sprichwörtliche Totarbeiten, also immer länger in Vollzeit.



    Wer das mit niedrigen Qualifikationen und niedrigem Entgelt macht, der kann mit 67 Sozialleistungen wie Wohngeld beantragen oder gar ergänzendes Sozialgeld vom Jobcenter.



    Nun ist es gut, dass es diese Leistungen gibt, aber wer gearbeitet hat, der sollte das nicht nötig haben.

  • Es geht nicht um mehr Arbeit. Das wäre in Zeiten, in denen immer mehr hochqualifizierte Studienabgänger ihren ersten Job an Chat-GPT verlieren und jeden Tag neue Robotermodelle vorgestellt werden, die Lieferrando und Putzen eigentlich viel besser können, totaler Quatsch.



    Es geht um mehr Arbeit fürs gleiche Geld also um LOHNKÜRZUNGEN!



    Keine Zahnbehandlung als Kassenleistung heißt selber bezahlen also Lohnkürzung. Die Säule "Private Vorsorge" im Rentenmodell heißt selber Geld fürs Alter ansparen also Lohnkürzung. Und das Kippen des Achtstundentages, den es sowieso so noch nie gab, heißt weniger Überstundenzuschläge und Akkordmaximierung bei 24-stündiger Verfügbarkeit also auch um Lohnkürzung.



    Es geht um folgendes: Willst du in Zukunft noch gesellschaftlich partizipieren d.h. in Lohn und Brot stehen, dann reiß dich zusammen. Ansonsten kommst du zum Haufen derer, die von den Tec-Bros an Tic-Toc und Youporn gefesselt werden ... und die bekommen Grundsicherung vom Kleinsten ... aber keine Kinder mehr.

  • Das der demographische Wandel (um 2070 wird jeder dritte über 65 sein) keine Folgen für die Wirtschaft haben soll (Fachkräftemangel) und die Probleme mit dem Status Quo ausreichend betreut seien, kann ich nicht nachvollziehen.

    Vorschläge zu längeren Arbeitszeiten da als Gefasel zu bezeichnen ist ist nicht nur respektlos Diskussionspartnern gegenüber. Es bringt die Debatte auch keinen keinen Schritt weiter.

    • @Prinz Leonce vom Königreiche Popo:

      @Prinz Leonce vom Königreiche Popo



      Was ist denn da nicht - für Sie im speziellen, nachzuvollziehen ?



      Dann werden ab dem Jahr 2070 viele Unternehmen sich so organisieren, wie es Frau Karin Baumüller-Söder, die Ehefrau von Markus Söder, schon jetzt mit ihrem Familien Unternehmen, der Baumüller-Gruppe Holding GmbH & Co KG, bewerkstelligt, indem sie in über 20 Standorte weltweit Produzieren lässt und den Stammsitz halt hier in Deutschland belassen.

  • Ich kann nicht verstehen, wie auch nur ein Arbeitnehmer mit einem Rest wohlverstandenen Eigeninteresses freiwillig diese Partei wählt.

    • @hessebub:

      Es gibt beispielsweise die Arbeitnehmer, die sowieso schon so arbeiten, wie Merz es sich vorstellt, und dabei gut verdienen.

      Die wählen ihn natürlich.

      • @rero:

        Nein.



        40 Jahre Montage in Gleisbau. Ich kann ihnen mindestens 4 Lohnzettel zeigen mit über 300 bis 322 Stunden.



        Ich habe mein Leben immer Links und ganz Links gewählt und bin auch als Rentner immer noch in der Gewerkschaft.



        Aber kann ja sein, das ich Ausnahme ihre Regel bestätige.

        • @Thomas Böttcher:

          Vielleicht sind Sie nicht mal eine Ausnahme, aber die anderen gibt es jedenfalls auch.

          In nicht geringer Zahl, behaupte ich.

          Die Wahlerfolge kriegt die CDU ja nicht nur mit Selbständigen und Arbeitslosen zustande.

    • @hessebub:

      👍

    • @hessebub:

      Naja, Wahlentscheidungen sind ja eher was fürs Gefühl und so. Wie sieht der Kandidat aus? Hat er den Habitus eines "Landesvaters" oder gerne auch mal eines hübschen Schwiegersohns? Verspricht er, dass alles so bleibt wie es ist, z.B. Gasheizung, Verbrennermotor, "gefühlte Sicherheit"? Klimaproblem kleinreden hilft auch, und wenns mal wieder Überschwemmung gibt, sind Fototermine im Gummistiefel durchaus willkommen. Was noch? Eine gewisse Ausländerfeindlichkeit ist immer willkommen.

      Das Wichtigste: Auf keinen Fall den Eindruck erwecken, man wolle irgendein gesellschaftliches Problem angehen, dann klappt das schon mit der Wiederwahl.

  • Danke!

  • Mir fällt fast nichts besseres mehr ein, wie man sich bei vielen Wählern in der Mitte systematisch unbeliebt machen kann und garantiert auch niemanden links oder rechts zurückgewinnen kann. Im Wahljahr.

    Diese CDU scheint auch beweisen zu wollen, dass eine SPD/CDU Koalition garnicht mehr funktioniert und dabei wären dann solche Aussagen zur Vorbereitung einer Koalition mit der AFD nach Neuwahlen schon logisch.

    Da waren auch noch die vergessenen 12 bis 15 Mio Arbeitnehmer in Schwarzarbeit und insgesamt 1,2 Mio Überstunden, Hälfte unbezahlt: Faul geht anders.

  • "[...], dass die Menschen länger arbeiten müssen, also mehr Stunden am Tag und mehr an Jahren im Alter. Denn Deutschland ist im EU-Vergleich schon jetzt das Land mit den meisten älteren Beschäftigten."

    Das ist kein Argument gegen das länger arbeiten, sondern der Grund warum das so kommen muss.

    Wenn die Ü60jährigen nicht so lange arbeiten wollen, dann hätten sie mehr Kinder kriegen müssen...oder sie entscheiden sich dafür, nicht so lange zu leben...

    • @Chris McZott:

      "Wenn die Ü60jährigen nicht so lange arbeiten wollen, dann hätten sie mehr Kinder kriegen müssen...oder sie entscheiden sich dafür, nicht so lange zu leben..."

      Oder sie hätten für ein hohes Wachstum der Produktion sorgen müssen, was die über 60 jährigen auch getan haben. Das BIP hat sich in ihrer Lebenszeit mehr als verdoppelt.

      Wenn Sie ihn Rente gehen (meinetwegen 2040, das weiß ich natürlich nicht), dann können sie nur das konsumieren, was 2040 produziert wird. Dafür braucht es eine hohe Produktion.

      Ob diese mit vielen Arbeitenden oder mit hoher Produktivität erreicht wird, ist zweitrangig.

      • @makei1200:

        Einer der beiden entscheidenden Produktionsfaktoren ist nun mal Arbeit. Und Arbeitskräfte müssen auch "produziert" werden. Ebenso Konsumenten.



        Was nützt es eine hohe Produktivität bei Gütern aufgebaut zu haben, die Ihnen keiner mehr abnimmt?

        Ihre Überlegung geht nur auf, wenn die Babyboomer in ihrer aktiven Zeit bereits auf Vorrat die Roboter produziert hätten, die sie pflegen, ernähren, beschützen etc...

  • Eine Unverschämtheit noch mehr Lebensarbeitszeit zu fordern.



    Deutschland hat älteste Arbeitsbevölkerung in der EU, fast ein Viertel der Erwerbstätigen ist 55 Jahre und älter. ( www.tagesschau.de/...oelkerung-100.html )



    Die Großindustrie bekommt Subventionen, den Mittelstand und die kleinen Firmen lässt man leer ausgehen und die arbeitende Bevölkerung soll noch mehr arbeiten, damit man noch mehr Geld verprassen kann. Lernt endlich sparen in Berlin.

  • Wann wird diese Regierung mal etwas für die Angestellten und Arbeiter tun?



    Bisher wurde nur der Sozialstaat geschliffen, als wenn das zu einem wirtschaftlicnem Aufschwung führen würde.



    Unternehmen brauchen Planungssicherheit und vor allem Aufträge, Aufträge und noch mehr Aufträge. Dadurch entsteht Arbeitsvolumen(-stunden) und erst dann kann über alles andere gesprochen werden. Aber einseitig auf die Arbeitenden einzudreschen ist schlicht weg unverschämt und zeigt, dass die tolle Union von Wirtschaft keine Ahnung hat.

    Mein Vorschlag - alle Politiker müssen ein Jahr mit Bürgergeld auskommen. Die Anträge und sind von jedem dabei selbst zu stellen.

    Mein ausdrücklicher Dank geht an die vielen arbeitenden Menschen, die es mir ermöglichen als kranker Rentner noch ein halbwegs normales Leben führen zu können.



    Danke an alle Arbeitenden.

    • @Rauschebart:

      Geschleift, nicht geschliffen. Geschliffen werden Diamanten.

  • "Man soll die Alten treiben,



    damit die Jungen gerade bleiben."

  • Wir sehen es ja bei unserer Wirtschaftsministerin: Blanke Ahnungslosigkeit darüber, was die Ursache der derzeitigen wirtschaftlichen Verwerfungen sind und was notwendigerweise vom Staat zu tun wäre. Stattdessen drischt der gesamte konservative Block auf die Sozialstaatsprinzipien ein, ohne Sinn und Verstand. Man möchte fragen, ob sie denn den Umstand in ihre Überlegungen mit einbeziehen, dass sie ja auch irgendwann wieder gewählt werden wollen. Nicht ein einziger Vorschlag dieser Leute ist geeignet unsere Wirtschaft wieder voran zu bringen, das Gegenteil wird der Fall sein. Künftig noch miserablere Arbeitsverhältnisse werden die Produktivität der Arbeitnehmer schwinden lassen und den Krankenstand erhöhen. Leistungsbeschneidungen werden die Kaufkraft weiter schwächen. Die Abwärtsspirale wird sich beschleunigen und die AFD wird triumphieren, denn die Konservativen haben sich als komplett untauglich erwiesen unseren Staat zu lenken und die Wirtschaft wieder aufzurichten. Herzlichen Glückwunsch.

  • "Die Koalition kommt mit immer neuen Ideen um die Ecke, die Menschen zu mehr Arbeit zu zwingen."



    Kleine Anmerkung dazu: es geht immer nur um die anderen Menschen, nie um sie selbst. Nur die anderen sind alle faul.

  • Mir war gar nicht bewusst, das Schwarz-Rot die arbeitenden Menschen beschimpft. Wahrscheinlich lasse ich mich da von der Systempresse täuschen, die darüber nicht berichtet. Ein bisschen weniger Drama wäre angemessen, letztendlich ist die Verlängerung der Arbeitszeit pragmatisch und der erhöhten Lebenserwartung geschuldet.

    • @FraMa:

      Wenn Sie die Artikel lesen, in denen die "Vorschläge" der Herren Merz und Spahn und des CDU-Wirtschaftsrates stehen, finden Sie die Beschimpfungen und Verarschungen von arbeitenden Menschen mühelos.

  • "Die Union sollte endlich aufhören mit ihrem Gefasel, dass die Menschen länger arbeiten müssen, also mehr Stunden am Tag und mehr an Jahren im Alter."



    Und die taz sollte endlich mal anfangen sich der Realität zu stellen - denn, Spoiler: wir werden immer älter.



    Es ist daher keine Unverschämtheit, sondern schlichtweg Logik, dass sich das Renteneintrittsalter dem anpassen muss.



    Weil Rente, noch ein Spoiler, kostet Geld. Das Ding nennt sich Generationenvertrag, nicht Dauerlaufleistung.



    Das Wort Generationenvertrag beinhaltet, zumindest abstrakt, eine Aussage über die Länge der Laufzeit der Rente. Zumindest eine avisierte.



    1990 wurden wir im Schnitt noch 77 Jahre alt, jetzt 82. Also ist es nur logisch, dass der Renteneintritt um 5 Jahre nach hinten geschoben wird.



    Und weitere Anpassungen werden nötig sein. Die Union ist wenigstens ehrlich genug und sagt es.



    Was noch gar nicht eingepreist ist: früher fingen viele mit 14 oder 15 Jahren zu arbeiten an, heute sitzen viele bis 30 in der Uni... - für die müsste eigentlich direkt Rente mit 75 her🤷



    www.demografie-por...benserwartung.html

    • @Antje1971:

      Wenn wir dann über Gerechtigkeit in Ihrem Sinne reden, gehe ich davon aus, dass Sie es befürworten, dass Frauen 4-5 Jahre länger arbeiten müssen, bis sie das Renteneintrittsalter erreichen. Schließlich leben Frauen 4 1/2 Jahre länger als Männer.

    • @Antje1971:

      Heute hat mich jemand angerufen, der mit über 70 noch arbeitet. Alle hatten gebetet, dass er endlich in Rente geht, weil er vor allem eins tut. Anderen sinnlos Arbeit machen.

      Nur weil viele Menschen älter werden, heißt das noch lange nicht, dass sie auch alle noch sinnvoll arbeiten können. Besonders schlimm ist, dass gerade "studierte" oft nicht merken, wenn es Zeit ist, sich zur Ruhe zu setzen.

      PS: Mein Renteneintrittsalter wurde schon um 7 Jahre angehoben.

    • @Antje1971:

      Und genau das ist in den letzten Jahren der Fehler. Die Lebenserwartung korreliert nicht mit der Gesundheitsspanne.

      • @Thomas Böttcher:

        Okay, das ist ein Punkt.



        Aber dann muss ein Umdenken her.



        Die Rente sollte früher den Lebensabend absichern bei - sagen wir mal 15 Jahre Bezugszeit im Mittel.



        Wenn wir heute 20 bis 25 Jahre Rente beziehen wollen (und vielleicht mit steigender Lebenserwartung bald 30 Jahre), dann kann die Rente nur ein Zubrot sein.



        Weil längere Bezugszeit bei gleichzeitig immer weniger Einzahlern durch demigra Wandel schließt sich aus - das muss jeder logisch denkende Mensch nachvollziehen können.

        • @Antje1971:

          Da muss kein großes Umdenken her. Einfach ALLE einzahlen lassen, fettig.



          Die Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Architekten oder Psychotherapeuten haben sich doch sowieso schon aus diesem System ausgeklinkt.



          Aber ich weiß, sich ein Beispiel an der Kommunistischen Schweiz oder dem Sozialistischen Österreich zu nehmen, fällt unseren Politikern seit Jahrzehnten schwer.

          • @Thomas Böttcher:

            Sie wissen aber schon, dass Steuern bzw. Beiträge diesen beiden Ländern so "sozialistisch" bzw "kommunistisch" niedrig sind, dass es sich teilweise lohnt, dort Geld zu parken oder als Einkommen zu versteuern, obwohl man nie staatliche Leistungen in Anspruch nehmen wird - ja teilweise nicht einmal dort lebt?

  • Die Sache mit dem "Danke" ist ein schöner Gedanke. Nur sollte dieses "Danke" doch vor allen Dingen den Steuerzahlern im Allgemeinen gelten. Je größer die Steuerlast, desto größer sollte dann auch das "Danke" ausfallen.

    In der aktuellen Situation hat man sttt dessen dann doch eher das Gefühl, dass man an allen möglichen Stellen weiter "gemolken" werden soll. Die Frage, ob das gerecht ist, spielt bei diesen Gedankenspielchen dann überhaupt keine Rolle mehr, sondern es geht nur noch darum, wem es am wenigsten weh tut.

  • Die CDU basht seit dem Amtsantritt von Friedrich Merz, CDU täglich Arbeitnehmer, Arbeiter und Rentner. Und das ganze Volk lässt es sich gefallen. Leute wie Merz, Spahn, Linnemann, Dobrindt und Connemann haben doch nur eins im Sinn, Politik und Lobbyarbeit für Besserverdienede ab 70.000 € Einkommen, Die Familienunternehmer, Millionäre und Milliardäre zu machen. Für alle anderen interessieren die sich überhaupt nicht. Warum auch, solange Arbeitnehmer, Arbeiter und Rentner noch blöd genug sind immer wieder CDU zu wählen geht ihre Rechnung doch auf. Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

    • @KLaus Hartmann:

      Die Gewerkschaften haben die Merz-CDU doch ausreichend genau beschrieben. Das ist eine Klassenkampfpartei Klassenkampf von oben.