piwik no script img

US-Aggression gegen GrönlandDas Ende der Nato, wie die Welt sie kannte

Dominic Johnson

Kommentar von

Dominic Johnson

Es heißt, die Nato ist erledigt, sollten sich die USA Grönland einverleiben. Doch sie ist es wohl schon. Europa hat keine überzeugende Antwort darauf.

Schneekenntnis: Gebirgsjäger der Bundeswehr nehmen an der Nato-Übung Nordic Response in Norwegen teil, 2024 Foto: Kay Nietfeld/picture alliance

V or vier Jahren pilgerten europäische Politiker nach Moskau und versuchten, Wladimir Putin vom Einverleiben der Ukraine abzubringen – vergeblich. Heute pilgern andere europäische Politiker nach Washington und versuchen, Donald Trump von seinen Übernahmeplänen für Grönland loszueisen – mit offenem Ausgang. Geschichte wiederholt sich nicht, aber manchmal reimt sie sich, wie einst der US-Schriftsteller Mark Twain schrieb.

Die Nato sei am Ende, sollten die USA Grönland und damit das Staatsgebiet des Nato-Mitglieds Dänemark angreifen, heißt es. Ist sie das nicht schon? Trump sagt, Grönland müsse vor Russland und China geschützt werden, und das gehe nur, wenn es Teil der USA sei. Das kann nur heißen: Trump schützt ausschließlich US-Staatsgebiet. Andere Länder nicht, also auch keine Nato-Verbündeten, und Grönland ist Nato-Territorium. Die wichtigste Grundlage der westlichen Militärallianz – dass Nato-Mitglieder im Ernstfall unter US-Schutz stehen – ist unter diesem US-Präsidenten praktisch eingefroren.

Was das für Europas Sicherheit bedeutet, darf sich Europa jetzt selber ausrechnen. Und wenn der US-Präsident nur US-Staatsgebiet für schützenswert hält und sonst nichts, sind auch US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine wertlos – das verändert die Grundlage der geplanten europäischen Friedenssicherung in der Ukraine, die sich bislang auf US-amerikanische Überwachung verlässt.

Das Logo der taz: Weißer Schriftzung t a z und weiße Tatze auf rotem Grund.
taz debatte

Die taz ist eine unabhängige, linke und meinungsstarke Tageszeitung. In unseren Kommentaren, Essays und Debattentexten streiten wir seit der Gründung der taz im Jahr 1979. Oft können und wollen wir uns nicht auf eine Meinung einigen. Deshalb finden sich hier teils komplett gegenläufige Positionen – allesamt Teil des sehr breiten, linken Meinungsspektrums.

Jetzt schicken europäische Länder also Soldaten nach Grönland und halten dort Militärmanöver ab. Das ist mehr, als sie für die Ukraine vor dem russischen Großeinmarsch taten. Hätte Putin die Ukraine überfallen, wenn europäische Armeen dort direkte Präsenz gezeigt hätten, und sei es nur zu Übungszwecken? So eine entschlossene Prävention traute sich vor vier Jahren niemand – aus Angst vor Putin und seinen Atomwaffen. Eine Beistandspflicht bestand nicht, die Ukraine war und ist kein Nato-Mitglied. Aber wer 2022 Putin in der Ukraine gewähren ließ, kann nicht 2026 glaubhaft Trump in Grönland abschrecken. Die USA sind stärker als Russland, Trump ist ebenso unberechenbar wie sein Bruder im Geiste im Kreml.

Noch immer findet Europa keine überzeugende Antwort darauf, dass die nach 1945 gegründete und nach 1989 erneuerte Sicherheitsarchitektur des Westens in sich zusammenfällt. Berlin tat und tut sich damit ganz besonders schwer. Vor vier Jahren bot Deutschland der Ukraine 5.000 Helme als Schutz gegen Russland. Heute schickt Deutschland nach Grönland 13 Soldaten als Solidaritätsbekundung gegen die USA. Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch als Farce. Bleibt zu hoffen, dass daraus keine neue Tragödie wird.

Anm. der Redaktion: in einer früheren Fassung dieses Textes hieß es, die im Foto abgebildete Nato-Übung habe in Grönland stattgefunden. Tatsächlich wurde das Foto in Norwegen aufgenommen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Dominic Johnson
Ressortleiter Ausland
Seit 2011 Co-Leiter des taz-Auslandsressorts und seit 1990 Afrikaredakteur der taz.
Mehr zum Thema

114 Kommentare

 / 
  • Was mich am meisten an diesen Vorgängen stört (neben der Arronganz von Trump) ist, dass die EU und Deutschland auf solche und ähnliche Vorkommnisse anscheinend überhaupt nicht, in keinster Weise, vorbereitet sind. Im Gegenteil, derartige Entwicklungen scheinen den geistigen Horizont, das Vorstellungsvermögen und die mentalen Fähigkeiten von vd Leyen, Merz, Wadephul ("whatafool") usw weit zu übersteigen. Und Trump denkt auch noch weiter, nämlich an die mittelfristig bevorstehenden globalen Auseinandersetzungen mit China und will die USA also dafür vorbereiten. Wieder ein Aspekt der deutlich ausserhalb des Vorstellungsvermögens der europäischen und deutschen Politiker zu sein scheint. Die können nämlich noch nicht mal von jetzt bis gleich denken. Mal gespannt wie die sich jetzt aus diese Lage heausmanövrieren wollen. Im Moment herrscht ja noch Schockstarre. Die einzige die hier realistisch agiert ist natürlich Giorgia Meloni, die anderen sind nicht mal ein Hühnerhaufen. Oje.

  • Welche Möglichkeiten der Gegenwehr hat die EU?



    ===



    Gegenzölle und Einschränkungen von Marktzugängen sind denkbare Optionen.

    Ende 2023 hatte sich die EU ein Instrument gegeben, um sich gegen handelspolitischen Druck zu wehren. Dabei geht es um Situationen, in denen ein Drittland versucht, die EU oder einen Mitgliedstaat durch Handelsmaßnahmen zu einer bestimmten Entscheidung zu bewegen.

    Die Bandbreite der möglichen Gegenmaßnahmen ist in der Verordnung weit gefasst: Zölle, Ein- und Ausfuhrbeschränkungen für Waren und Dienstleistungen oder verschiedene Beschränkungen für den Zugang zum EU-Markt. Das alles kann die EU-Kommission beschließen.

    Wobei:



    Die USA ist der grösste Handelspartner der EU. Politiker innerhalb derEU warnen angesichts der Zolldrohungen von Trump ‍im Streit um einen Kauf Grönlands vor einer Eskalation. Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben ​und drohten, eine "gefährliche Abwärtsspirale" auszulösen.

    Mercosur kommt demnach zum richtigen Zeitpunkt - und die Digitalsteuer von Google, Meta und Co sollte umgehend eingeführt und entsprechend den Zollerhöhungen von Trump für amerikanische Unternehmen berechnet werden.

    • @zartbitter:

      Eine Möglichkeit fehlt. Man könnte klar machen, dass beim Griff nach dem Besitz eines EU Staates die amerikanischen Stützpunkte in der EU binnen 2 Jahren zu räumen sind.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Das würde nur XI und Putin gefallen - und nur ein Trumputin kann beiden dieses Riesengeschenk machen - weil er weder die NATO und auch nicht die neue Sicherheitsstrategie der USA versteht - letzteres allein deswegen weil er diese nie gelesen hat.

    • @zartbitter:

      Trump lacht Europa doch aus mit Gegenzöllen.



      Mercosur ist dem egal, weil sein Hinterhof aus seiner Sicht mit zukünftigen Sklaven beheimatet ist, die nur deswegen in die USA dürfen, weil sie die Häuser der Weißen Mittel- und Oberschicht putzen.



      Wenn wir McDonalds und Mastercard verbieten oder die Digitalsteuer einführen, wird er uns sagen, dass das nicht richtig sei, weil wir von ihm abhängig sein müssen gegen China und Russland.

      Was wir brauchen ist eine antiimperialistische Weltallianz aus Kanada, Mexiko, Brasilien, Australien, Neuseeland und Europa, welche Russland, China und die USA nicht nur ökonomisch boykottieren.



      Aber schon alleine innerhalb Europa bröckelt es. Italien will wieder faschistisch werden und Ungarn und Serbien sind russische Marionetten geworden.

      • @Troll Eulenspiegel:

        ""Trump lacht..."



        ===



        Habe ich noch nie gesehen - aber egal.

        Realität scdhlägt immer die Fiktion:



        Mexiko ist der wichtigste Handelspartner der USA, mit einem bilateralen Handelsvolumen von ca. 844 Milliarden USD im Jahr 2024, hauptsächlich durch stark vernetzte Wertschöpfungsketten (Automobil, Elektronik) und Agrarprodukte, wobei Mexiko fast 80 % seiner Exporte in die USA liefert.

        Zum Vergleich: EU und die USA erreichten ein Handelsvolumen 2024 von rund 1,7 Billionen Euro

        Zum Vergleich: Ihnen ist bestimmt bekannt welche enormen Arbeitsplatzverluste allein das "Verbrenneraus" bei deutschen KFZ-Herstellern und vor allem in Zulieferbetrieben hervorgerufen hat - was aber trotzdem noch ""händelbar"" ist um Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen.

        Ihre antiimperialistische Weltallianz würde demnach - hochgerechnet auf die Handelsabhängigkeit der Mexikaner von den USA - mexikoweit Hungersnöte hervorrufen. -- Daran hat niemand ein Interesse - auch Sie nicht.

  • Es wäre jetzt Zeit, die Beziehungen zu China zu verbessern.

    Der Generalbundesanwalt könnte die Strafbarkeit der Maduro-Entführung untersuchen.

    Waffenkäufe in den USA einstellen.

    Alternativen zu Microsoft suchen.

    Man könnte den Trump-Freund Netanjahu als Kriegsverbrecher bezeichnen.

    Führungsmacht macht nur dann Sinn, wenn es Ohnmächtige gibt, die sich führen lassen.

    Man sollte Trump als das behandeln was er ist - ein halbseniler Greis. Er hat überzogen - das muss er spüren. Noch drei Jahre - dann ist Trump eh Geschichte.

    • @A. Müllermilch:

      Und dann??

  • Wann wird Deutschland endlich den Kauf von F35-Kampfflugzeugen in den USA stornieren? Es gibt Alternativen, z.B. in Schweden. Damit würde die europäische Verteidigungsindustrie gestärkt werden.

    Abgesehen davon muss davon ausgehen, dass die Amis einen Killschalter in die F35 einbauen. Schließlich entwickeln sie sich zu Gegnern.

    • @Gesunder Menschenverstand:

      Es gibt keine technische Alternative zur F-35, alle anderen Flugzeuge sind eine Generation älter. Und die USA werden keinen killschalter einbauen brauchen sie auch nicht, sie verkaufen die Ersatzteile wichtig wäre gleich einen Vorrat zu kaufen das man die Flugzeuge 10 Jahre betreiben kann.

  • Vielleicht mal den US-Amerikanern stecken, das ihr 'Boss' sie langsam aber sicher in den dritten Weltkrieg treibt(an dem Europa vielleicht nichtmal gross beteiligt sein wird). Die Zeichen werden deutlicher.

  • Heute, Pressemeldung 17.38



    Trump kündigt Zusatzzölle gegen Deutschland und weitere EU-Länder an Ab Februar sollen Gegner einer US-Annexion Grönlands einen Zoll von zehn Prozent zahlen müssen, ab Juni von 25 Prozent.

    Heute Pressemeldung 17:07 Uhr



    Kommando-Chef: Militärübung auf Grönland ist für Monate geplant



    Die militärische Übung europäischer Nato-Staaten auf Grönland wird noch mehrere Monate dauern. „Das, was wir gerade machen, ist, eine länger andauernde Übung zu planen, kontinuierlich das ganze Jahr 2026 hindurch und vielleicht auch ins Jahr 2027 hinein“, sagte der Chef des Arktischen Kommandos, Søren Andersen, der Deutschen Presse-Agentur in Nuuk.



    ===



    Es ist Zeit, über die US-Tech Unternehmen und deren Geschäfte in der EU zu reden - darüber hinaus ist das Aufdröseln der Handelsbilanz wichtig in der Frage aus welchen Ländern Importe aus den USA ersetzt werden sollten.

    Die EU beabsichtigt, in den nächsten drei Jahren US-amerikanische Flüssigerdgas-, Öl- und Kernenergieprodukte im Wert von 750 Milliarden USD (ca. 700 Milliarden Euro) zu beschaffen -- muss das sein?

  • Jetzt fängt Trump mit Erpressung an, ab 1. Feb. 10% zusätzlich mehr Zölle, ab Juni da 25%.



    So schnell kommt man da ja nicht mehr hinterher.

    • @Captain Hornblower:

      Das war doch absehbar, was anderes kann er ja nicht.



      Die Frage ist, wie weit sich Europa einem new yorker Schutzgelderpresser ausliefern soll.

  • ""Europa hat (noch) keine überzeugende(n) Antwort(en)""



    ===



    Katharina Dröge von den Grünen aber schon:

    Dröge: Wir brauchen eine Allianz der Gegenmacht, die funktioniert wie eine Art Wirtschafts-Nato. Die Europäische Union muss eine machtpolitische Antwort darauf geben, dass Trump und andere sich von einer regelbasierten Ordnung verabschieden. Und eine gemeinsame Allianz der Länder auf der Welt, die Regeln statt Unterdrückung wollen, wäre diese Antwort. China betreibt schon lange Machtpolitik. Russland hat uns mit dem Angriff auf die Ukraine gezeigt, wie es die Welt neu sortieren möchte. Und der amerikanische Präsident sagt: Für mich gibt es keine Regeln mehr.

    Die EU aber schaut diesem Treiben zu – und Merz auch.

    ===



    Rumgeheult wird seit langem - es wird Zeit reale Verhältnisse mit Realpolitik der Europäer zubeantworten.

  • Die Bundeswehr hat 13 Soldaten nach Grönland geschickt, es waren aber keine Hunde für die Schlitten dabei. Muss ich jetzt fürchten, dass mein Hund ausgelost wird und einrücken muss?

    • @BS:

      Nein, keine Gefahr. Abgesehen davon, ob Ihr Hund überhaupt hundeschlittengeeignet ist, pflegt man sich in Grönland schon lange mit Motorschlitten fortzubewegen. Es gibt dort vor Ort also eine Menge „arbeitsloser“ Schlittenhunde, auf die die Bundeswehr notfalls zurückgreifen (und mögliche US-Invasoren schwer beeindrucken) könnte .😉



      Dass Schlittenhunde moderner Technologie unter arktischen Bedingungen haushoch überlegen sein können, zeigte übrigens das tragische Scheitern der Antarktis-Exedition Scotts im Jahre 1912.

  • Trump hatte schon 2019 gesagt dass er Grönland gerne kaufen würde. Damals hat ihn niemand ernst genommen und alle Leute in Europa haben das sofort vergessen. Jetzt hatte Trump schon zu Beginn seiner Amtszeit wieder auf Grönland spekluiert und alle in Europa haben gedacht dass er (a) spinnt und (b) das Ganze wieder vergessen wird. Wenn man sich aber anschaut was Trump alles nicht vergessen hat , z.B. die Inhaftierten des Kapitolsturms zu begnadigen und sich an anderen zu rächen, dann muss ma zu dem Schluss kommen dass Trump kaum etwas vergisst.



    Langer Rede kurzer Sinn: Die Europäer haben sich keinerlei Gedanken über Trump gemacht und was man machen könnte wenns denn ernst wird. Die haben einfach so weitergemacht wie immer und werden jetzt natürlich (mal wieder) mit Hosen runter erwischt. Gähn. Aber was soll man denn schon von Koryphäen wie Uschhi vd Leyen oder Friederich Merz erwarten. Und Trump lacht sich natürlich abends halt schief über die trantütigen Europäer.

    • @Gerald Müller:

      Man könnte es aber auch, ohne es inhaltlich zu bewerten, so sehen: Hr. Trump ist innerhalb des "westlichen" demokratischen Spektrums einer der ganz wenigen Politiker, die halten, was sie im Wahlkampf versprochen haben. Er macht wenigstens "aus seinem Herzen keine Mördergrube". Das sind die Europäer (egal ob "nur" Wähler oder auch polit. Akteur) eben nicht gewohnt. Da staunt der Laie und...



      Was die Europäer betrifft: Ihr Unvermögen hat nur sehr bedingt etwas mit dem von Ihnen nicht zu Unrecht kritisierten Personal zu tun. Man muss es wohl als eine "strukturelle" Schwäche bezeichnen, die nur zu beheben wäre, wenn sich die Europäer in ihrem Selbstverständnis (auch verstanden als praktische Handlungsanleitung) an die globalen politischen Realitäten anpassen würden. Dazu würde z.B. gehören, die EU auch kurzfristig handlungsfähig zu machen. Es wird nie zu einer gemeinsamen starken Außen- und Sicherheitspolitik reichen, wenn man zögernde oder bremsende Mitspieler (z.B. Onkel Orban u.a.) erst in einem jahrelangen Prozess überzeugen muss, irgend etwas substantiellem zuzustimmen. Wenn einer dieser Prozess jeweils durch ist, erfordert die Weltlage schon wieder andere und ganz neue Reaktionen.

      • @Vigoleis:

        Eines seiner Hauptversprechen war immer: "sich aus Konflikten im Ausland raushalten und zurückziehen"



        Ist jetzt nicht ganz der Fall...

        • @Zille:

          "Er" betrachtet Grönland wohl schon lange nicht mehr als Ausland.



          Und wo es keine Konflikte gibt, bringt "Er" sie eben hin.

        • @Zille:

          Stimmt. Aber wir wollen nicht kleinlich werden. Das Projekt MAGA erfordert minimale Anpassungen.

      • @Vigoleis:

        "....ohne es inhaltlich zu bewerten...."



        ===



        1..Die USA als Landmasse gehört zwar nach wie vor zum Westen -- aber die Regierenden der Bewohner dieser Landmasse gehören mit Sicherheit nicht mehr zum demokratischen Spektrum.



        Begründung:

        a. Aufhebung der Gewaltenteilung durch Korruption der Richter. Trump beschimpft und bedroht Richter und missachtet Gerichtsentscheidungen. Gleichzeitig spricht sich der Oberste Gerichtshof immer stärker für Entscheidungen Trumps aus welche die Verfassung missachten.



        Beispiel: Die Obersten Richter haben Trumps Praxis, den Kongress /Senat in der politischen Entscheidungsfindung durch Dekrete Trumps auszuschliessen, im wesentlichen unterstützt.

        2.. Der Philosoph Rainer Mühlhoff macht Faschismus an drei Kriterien fest:



        B..Bejahung von Gewalt und Recht des Stärkeren in der Politik – wobei er zu Gewalt neben Deportationen & Entlassungen auch Diffamierungskampagnen, Hassrede und Einschüchterungsversuche zählt.

        C..Verneinung des Rechtsstaats & Grundrechte.

        D..Der „knallharte“ Einsatz von Technologie und Technokratie, um Bevölkerung zu managen, Menschen zu diskriminieren/auszuschließen – bis hin zu Menschen zu deportieren und zu töten.

    • @Mondschaf26:

      Immer noch besser als die Schweden mit ihrer üblen Aktion: www.der-postillon....ing-groenland.html

      • @Wurstfinger Joe:

        Chemische Waffen, sind die nicht verboten? Das Ende ist nah.

  • Andersrum:



    Nach 1951 gewährte Grönland den USA weitreichende Freiheiten, die sie bislang nicht nutzen. Deshalb geht es darum gar nicht.



    Es geht ausschließlich um die egomanische Habgier Trumps. Er will die Insel haben.



    Und mit der Verachtung gegenüber den Dänen will er zeigen: I want it and I can get it.



    Sich mit den "europäischen Partnern" zu überwerfen ist der einzige Sinn und Zweck des Raubüberfalls.



    Das ist reines Machtgehabe und das ist die aktuelle Mode.



    So erobern Erdogan und seine Verbündeten in Syrien Gebiete und vertreiben die Kurden aus Aleppo.



    Insofern gibt es die NATO nicht mehr.



    Und so wie in den Staaten Europas politisch polarisiert wird, gibt es auch keine EU mehr. Souveränismus in Frankreich, Putinfreunde überall.



    Die Entführung Maduros zeigt, dass internationale Regeln vorbei sind.

    • @Land of plenty:

      Und so ein kleiner Krieg lenkt immer schön von innenpolitischen Problemen ab.

    • @Land of plenty:

      Ich befürchte, es ist schlimmer.

      Sich mit den europäischen Partnern zu überwerfen, ist nicht der Sinn und Zweck.

      Sie interessieren ihn einfach nicht.

      Es ist ein für alle Europäer fataler Nebeneffekt.

      Mit jemanden, der einen nicht interessiert, hat man nicht mal Lust zu verhandeln.

      • @rero:

        Nein, ich denke es ist kein Desinteresse, sondern erklärte Feindschaft.



        Das formulierten Vance in München, Musk die ganze Zeit, zumindest in seinem Interesse der Ausdehnung seines Imperiums. Millionenklage der EU gegen seine "Meinungsfreiheit".



        Seit vielen Jahren formulieren Libertarians ihre Feindschaft gegen liberale und humanistische Werte. Z.B. Murray Rothbard 1992 und das Mises-Institute oder die Cato-Foundation.



        An die Macht gekommen, bekämpft die rechtsradikale Bande alles was ihnen nicht passt.



        Das geht so Tag für Tag, weit über die Demütigung Selenskiys hinaus.



        In den Parteischulen Chinas wird Carl Schmitt und Leo Strauss gelesen (Quelle: Karl Heinz Ott: www.deutschlandfun...rezension-100.html



        und www.lto.de/recht/f...k-nach-plettenberg



        "Demnach stünden Leo Strauss und Carl Schmitt zurzeit in Zentrum der chinesischen Debatten, und jeder chinesische Intellektuelle lese ihre Werke"



        Der Autoritarismus ist ein säkularer transnationaler Trend.

  • Es geht ausschließlich um die egomanische Habgier Trumps. Er will die Insel haben.



    Und mit der Verachtung gegenüber den Dänen will er zeigen: I want it and I can get it.



    Sich mit den "europäischen Partnern" zu überwerfen ist der einzige Sinn und Zweck des Raubüberfalls.



    Das ist reines Machtgehabe und das ist die aktuelle Mode.

    • @Land of plenty:

      Die Politik Trumps mit persönlichen Dingen wie Habgier oder Verachtung zu erklären ist gefährlich kurz gegriffen. Das Gegenteil ist der Fall. Stattdessen ist die Emotionalisierung und die Präsentation als vermeintlich Verrückter Teil der sehr erfolgreichen Strategie. Besonders erfolgreich, weil der größte Teil des Publikums das nicht erkennt und dann auf einmal vor vollendeten Tatsachen steht.

  • Jetzt droht DT allen mit Strafzöllen die sich gegen seine Grönlandpolitik stellen.



    Man hatte ja geahnt das es schlimm kommt aber so schlimm



    hätte ich es auch nicht gedacht.

    • @Captain Hornblower:

      Warten wir mal ab.

      Schlimmer geht immer.

      Vielleicht wird das hier gerade mal die gute alte harmonische Zeit sein, an die man sich in 20 Jahren zurücksehnt.

      Spannend wird, wer nach Trump kommt.

      • @rero:

        Das dürfte schon einigermaßen klar sein - falls es dort keinen Bürgerkrieg gibt und der Verstand gewinnt.

    • @Captain Hornblower:

      Hm.



      Ich übersetz das mal aus dem Trumpischen in Normalsprache:



      "Mehrere Leute, unter anderem mein Schwiegersohn Jared, haben mir deutlich klargemacht dass ein militärischer Einsatz gegen Europa nicht gut wäre. Daher greife ich jetzt auf andere Drohungen zurück, die bisher ganz gut funktioniert haben. Dabei tue ich wie immer so, als ob das eine Steigerung meiner Drohkulisse ist, obwohl ich eigentlich gerade den Schwanz einziehe."

  • Trump und die, die hinter ihm Fäden ziehen, wollen die alte US-bestimmte Welt(wirtschafts-)Ordnung zugunsten der USA. Die NATO nützt den USA, weil sie damit Verbündete auf die eigene Spur bringen können. Wenn Grönland "übernommen" wird, ist die NATO am Ende, kein NATO-Mitglied wird die USA als Aggressor angreifen. Die EU würde noch mehr in sich zerfallen, was Trump nur recht sein kann. In den USA versteht kaum einer, was das EU-Gebilde, auch wenn es umständlich und schlecht funktioniert, den Einzelstaaten viel bringt. Die USA sehen sie nur als konkurrierende Wirtschaftsmacht, die man besser abschafft. Wie auch die langwierigen demokratischen Prozesse darin. Grönland übernommen, NATO und EU gegen die Wand gefahren. Für Trump und seine Eliten könnte es nicht besser kommen. In der amerikanischen Bevölkerung geht man aber bisher nicht bedingungslos mit Trumps Schergen mit.



    Mal sehen, was kommt…

  • Wenn die USA die NATO brüskiert und verlässt, dann ist es gutes Recht der NATO-Staaten einen Angriff auf die USA zu ignorieren. Käme es so, dass die Trump/Vance - Junta Grönland gewaltsam nimmt, dann sollte keiner überrascht sein, wenn das von Russland und/oder China mit einem militärischen Gegenschlag beantwortet würde und - Europa zuguckt. Das bislang einzige Mal, dass der Bündnisfall ausgerufen und angewandt wurde, das war 9/11 - da hat man den USA beigestanden. Der Dank dafür kommt nun von der Trump/Vance Junta - für die Empathie erklärtermaßen als Schwäche gesehen wird...

    • @Perkele:

      China und Russland beginnen einen Krieg mit den USA wegen Grönland?

      Sorry, an dieses Szenario glaube ich nun wirklich nicht.

      Sie werden eher ein Agreement mit dem Dealmaker finden.

      • @rero:

        Die Ukraine an Russland, Taiwan an China, Grönland an die USA....

        Neuaufteilung der Welt.

  • 1951 begann das US Army Corps of Engineers im Auftrag der US Air Force unter dem Codenamen ROBIN mit dem Bau einer rund



    3 km langen Landebahn und einer zugehörigen Basis in der sich momrntan ca. 200 Soldaten aufhalten.

    Das bedeutet: Die Amis sind schon länger in Grönland und wenn Donald fantasiert wegen fehlenden sicherheitsmilitärischen Einrichtungen ist er selber Schuld -- in seinen 4 - Jährigen und 1 -



    jährigen Amtszeiten hätte vieles was er jetzt anmahnt einrichten können. Ansonsten - Wie blödsinnig wäre es jetzt US-Soldaten nach Grönland zu schicken um die Insel zu annektieren - auf der sich bereits US Soldaten befinden?

    Pistorius hat`s kapiert: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) riet in der Grönland-Debatte zu Gelassenheit -- er sei "sehr gespannt, aber auch ein Stück weit entspannt".

    O-Ton Pistorius heute Morgen: Es handelt sich um einen "zeitlichen Zufall", dass die Soldaten (aus der EU, aus 7 Ländern) gerade in der jetzigen Situation nach Grönland entsendet worden seien. Das sei lange geplant gewesen. Es gehe darum, "dass wir gemeinsam unseren Verpflichtungen nachkommen Nato-Territorium zu schützen".

    Trump hat den Überblick verloren - & lenkt ab.

  • Grönland kann doch froh sein das wir keine 5000 Helme, sondern 15 Soldaten als Vorrauskommando geschickt haben! Ob das Trump von der Annektion von Grönland wirklich abhalten wird, das wird sich in Zukunft noch zeigen!

    • @taz.manien:

      Bereits ein einziger Soldat eines anderen NATO-Landes, im Kampf getötet von den USA, wäre ausreichend um die USA in weiten Teilen Europas endgültig zum Pariah zu machen. Das wäre ganz klar eine Frage der Qualität, nicht der Quantität.



      Einen veritablen Krieg gegen Trump müssen die verbleibenden NATO-Länder dabei gar nicht führen, dieses Aufräumen kann man getrost der nächsten US-Regierung überlassen. Nur kampflos das Feld räumen, das dürfen Dänemark, Grönland und ihre Alliierten nicht.

    • @taz.manien:

      Die 15 natürlich nicht. Aber ein bis zwei Brigaden sollten reichen.

    • @taz.manien:

      13 deutsche Soldaten, soviel Zeit muss sein. Zusammen mit dem dänischen Sirius-Kommando (14 Soldaten und 80 Schlittenhunde) verbreiten die Europäer auf Grönland Angst und Schrecken und halten die US Delta-Forces und andere Weicheier von einer Invasion ab.



      Ha!!!

  • "Das kann nur heißen: Trump schützt ausschließlich US-Staatsgebiet."

    Glaube ich nicht, aber Trump rüttelt die NATO so durch, wie noch nie. Ein wichtiger Faktor ist sein unglaublicher Egoismus und Nationalismus, für ihn sind andere Staaten einfach unbedeutend, darin ist er schlichtweg unglaublich. Aber er gehört auch in eine Partei und in Zusammenhänge und da bin ich mir sicher, dass es eine Wertschätzung für Bündnisse und Loyalitäten gibt.



    Und viele US_Politiker sagen offen, dass die USA weder mit Grönland noch mit Dänemark eine echte Differenz haben, im Gegenteil, Dänemark und Grönland sind bereit zu kooperieren, haben sie vor allem immer gemacht, aber sie wollen keine US-Amerikaner werden.



    Der Schaden ist aber da und es stellt sich die Frage, hängt es alles an Trump, kann die Beziehung zu den USA in der NATO wieder rückabgewickelt, wieder normalisiert werden?



    Das könnte ich mir vorstellen, aber momentan könnte ich es auch nicht einschätzen. Tatsache ist, dass Frankreich und Deutschland in der EU besser integrieren und zusammenhalten müssen. Die Lokomotive besteht einfach nur aus zwei Staaten.



    Eventuell gesellt sich Großbritannien irgendwann wieder dazu, wünschenswert ist dies.

  • "Heute schickt Deutschland nach Grönland 13 Soldaten als Solidaritätsbekundung gegen die USA."

    Das ist nur der eine Teil einer klassischen Doublebind-Botschaft. Der andere Teil signalisiert Trump "Wir (die EU) sind treue Verbündete der USA. Wir verstärken unser Engagement in der Arktis; wir sind wachsam und verteidigungsbereit."



    Zitat Merz:



    "Wir wollen einfach die Sicherheitslage für Grönland gemeinsam verbessern. Und ich gehe davon aus, dass die Amerikaner sich daran auch beteiligen."



    Klare Beschwichtigungsgeste.

  • Die 13 Soldaten sind Teil einer Aufklärungsmission. Meinem Verständnis nach ist das eine Art Vorauskommando, dem dann eine größere Mission folgt. Die Anlogie zu den 5000 Helmen für die Ukraine wäre daher falsch und reine Polemik.

  • Jeder der die versteinerten Mienen der Dänisch/Grönländischen Verhandler in Washington gesehen hat, bei einer Stunde Gesprächszeit(!!), der weiß was kommt. Und jeder der jetzt meint man müsse solle könnte.... hoffen, appellieren an die Vernunft, NATO Zusammenhalt... liegt leider falsch.



    Es wird Zeit für einen Kraftakt um sich von den USA unabhängig zu machen. Je schneller je besser.



    Leider befindet sich ganz Europa im Tiefschlaf und ist weitgehend unfähig unangenehme Wahrheiten überhaupt zu erwägen. Es wird der Lage hinterhergeeiert, anstatt zu entscheiden.



    Trump kann uns Europäer nicht leiden und sieht uns als unfähige Schwätzer. Er hat recht aus seiner Sicht und deshalb behandelt er uns auch so.

  • Während die Welt um uns überall lodert regen sich hier lieber die Leute übers gendern auf.



    Viel zulange war man der Ansicht Verteidigung ist nicht mehr so wichtig weil um uns herum nur Freunde waren.



    Nun hat man gerade aus den USA und aus Russland alles daran gesetzt Europa von innen heraus zu destabilisieren.



    Die Reaktion war null, selbst ab 2014 als man in Russland sich aufmachte die Krim einzunehmen kam keine ernsthafte Reaktion.



    Das darf man aber nicht nur den Politiker anlasten, das Volk wollte es auch nicht wirklich.



    Jetzt ist die berühmte Kacke am dampfen. Es muss auf allen Ebenen neu gedacht werden sonst sind Demokratie, Freiheit und Wohlstand für alle hier bald Geschichte.



    Das muss so kommuniziert werden und die Menschen müssen dabei mitgenommen werden.



    Es gibt viel zu tun, machen und dann reden.



    Es steht viel auf dem Spiel.

    • @Captain Hornblower:

      Also wenn man sich die Medien mal anschaut wird über gendern nur ab und an berichtet. Über Migration und Abschiebung hingegen werden buchstäblich tagtäglich fast unzählige Artikel und Kommentare verfasst. Und Migration incl. Abschiebung sind, wenn denn überhaupt tatsächlich die geringsten Probleme die wir augenblicklich haben. Stellt sich noch die Frage, was das über die Ignoranz der Deutschen aussagt, werden sie nach dem Fall der Nato doch dann selbst ein Heer von Migranten stellen..

      • @Alberta Cuon:

        So ist es.

  • Ich finde den auch hier verbreiteten Spott über die 13 Soldaten etwas wohlfeil. Ob 13 oder 500 Bundeswehrsoldaten – keine deutsche oder europäische Militärpräsenz ist in der Lage, die US-Army vor größere Herausforderungen zu stellen, sollte der Oberbefehlshaber sich für die militärische Option entscheiden.

    Das einzige, was die Bundesrepublik tun kann, tut sie gerade. Sie zeigt dem Verbündeten Dänemark, dass die warmen Solidaritätsbekundungen auch von tatsächlichen Taten gedeckt sind und sie zeigt der USA, dass im Fall der militärischen Option gegebenenfalls tatsächlich NATO-Soldaten auf NATO-Soldaten schießen würden. Mehr ist nicht drin. Und alle, die sich darüber lustig machen, sollten doch vielleicht mal erklären, was man denn stattdessen machen sollte.

    • @gelu:

      Wir müssen auf Grönland nur genug Soldaten haben, um einen Handstreich der US Garnison auf die Hauptstadt unmöglich zu machen. Einen großen Krieg könnte Trump in den USA kaum durchsetzen. Einen Handstreich würden viel Beklatschen.

  • Die Beobachtung ist schon richtig.



    Aber was sind die Folgerungen?



    Was schlägt der Autor vor?

    Ich hätte z.B. nichts gegen eine (kern-) europäische Atombombe, z.B. mit Deutschland, Benelux, Dänemark. Damit hätte die EU Abschreckungspotential gegen USA, China und Russland. Wegen der hiesigen Atomfeindlichkeitvist das aber nicht durchsetzbar.

    • @Carsten S.:

      Ehrlich? Ach ja, wir haben ja ungenügend Atomwaffen auf diesem Planeten. Lass uns doch auf einen nuklearen Krieg vorbereiten, denn wenn die Anderen den roten Knopf drücken, dann wär’s doch nur sinnvoll, dass wir das auch können. Grell?🙄

      • @Superlative:

        Soll Grönland dem Aggressor kampflos überlassen werden?

  • „Trump sagt, Grönland müsse vor Russland und China geschützt werden,…“

    Was er meint ist, Grönlands Bodenschätze müssen von der USA vor dem Zugriff Russlands & China geschützt werden… denn eigentlich ist Trump nur interessiert an den erheblichem Vorkommen an Öl/Gas, Schätzungen gehen in die Milliarden Barrel. Sowie seltene Erden & Mineralien aufgrund ihrer Bedeutung für Hightech-Industrien, einschließlich fortschrittlicher Verteidigungstechnologien. Ganz zu schweigen von der strategischen Lage, verschärft von schmelzendem Polareis (Meereis) öffnen sich Seewege, die von niemand anderem dominiert werden dürfen. Historisch gesehen, haben die Staaten ein „Vorkaufsrecht“, dem Dänemark 1868 sogar zugestimmt hatte, allein der US-Kongress war nicht gewillt neben Alaska ein weiteres Mal immense Summen in unbewohnbare Eiswüste zu investieren. Im 2. Weltkrieg schürte nach Dänemarks Besetzung durch die Deutschen, wiederum die Angst vor Nazibesetzung auch auf Grönland dänische Ängste & wurde den Staaten die Besetzung sowie Stationierung von abschließend 6000 Soldaten gewährt.

    www.br.de/nachrich...geschichte,V7clLFt

    • @Lou Andreas-Salomé:

      Was Trump sagt– egal zu welchem Thema– ist ganz allgemein erst einmal als Lüge zu betrachten. IMO gibt es genau 2 realistische Möglichkeiten:



      - Er möchte schlicht das Gebiet der USA erweitern, damit er einen bleibenden "Fingerabdruck" in der Geschichte hinterlässt



      - Das Ganze dient als Ablenkung von den Epstein-Dateien.

      • @Kaboom:

        Vielleicht muss es ja dann auch umbenannt werden? Die Grönländer werden da nicht mitmachen und Trump könnte sie nach Dänemark verjagen, dann könnte er noch Immobilien verkaufen! Und dann wäre trumpland seins!

      • @Kaboom:

        „Das Ganze dient als Ablenkung von den Epstein-Dateien.„

        Das mag ein nützlicher Nebeneffekt sein, ist aber definitiv nicht die Hauptintention. Was auch immer liederliches in den Epstein Akten über Trump steht, juckt den nur peripher. Er sitzt bereits trotz Verurteilung als Sexualstraftäter im Weißen Haus, hat die Justiz in seinen Händen… da ist alles unter seiner Kontrolle. Die Bodenschätze, die Lage und die Seewege Grönlands möchte er nun unter Kontrolle bringen.

  • Natürlich hat "Europa " keine Antwort darauf und das ganze Spiel ging damals los, als die Briten die EU verlassen haben. Wissen Sie das noch Mr. Johnson? Das fanden Sie damals glaube ich auch gar nicht so schlecht....

  • Wenn ein Alkoholiker ganz unten angekommen ist, merkt er vielleicht, dass er trocken werden muss. Merken die Democrats irgendwann, dass sie sich mit ihrer unrealistischen Agenda ins Abseits gestellt haben? Wohl kaum. Die USA wurden Trump auf dem Silbertablett serviert.

  • Von Grönland aus wurde Nordamerika wohl zum ersten Mal "entdeckt", aus europäischer Perspektive.



    Die Karma-Rache für spätere Vernichtungs-/Vertreibungszüge gegen First Nations scheint die Europäer gerade zu erreichen, wenn sie denn abergläubisch sind.

    Ist dies als eine große Forderung gedacht, die die Menschen noch stärker fesselt als Epstein-Files (in Panelgruppen getestet)? Oder soll die Riesenforderung die spätere kleine durchflutschen lassen?



    Ernstnehmen ja, sich von anderem Handeln komplett abhalten lassen: Nein.



    Wir tun gut daran, der USA unsere Angriffsunfähigkeit ihr gegenüber immer wieder zu demonstrieren. Aber kuschen nicht. Jetzt ist die Chance, als EU-Europa zusammenzuwachsen.



    Auch Französisch lernen.

  • "Heute schickt Deutschland nach Grönland 13 Soldaten als Solidaritätsbekundung gegen die USA. Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch als Farce"



    Pro 10 000 Einwohner also mehr als zwei deutsche Soldaten.



    Rechnet man jetzt um auf Deutschland u. amerikanische Soldaten, ist die Relation ohne eine Beurteilung "tatsächlicher Stärke" interessant.



    Quelle augsburger-allgemeine.de:



    "Amerikanische Streitkräfte



    (...)



    Etwa 20.000 US-Soldaten sind in Bayern stationiert."



    Ebda:



    "In Deutschland sind zehntausende amerikanische Soldaten stationiert. Die genaue Truppenstärke variiert durch häufige Verlegungen etwas, doch die dpa nannte mit Verweis auf das Europakommando der US-Streitkräfte (Eucom) Anfang 2025 die Zahl von 37.000. Donald Trump sprach beim Besuch von Kanzler Friedrich Merz im Juni 2025 von etwa 45.000 US-Soldaten, die in Deutschland stationiert seien."



    Die Unterschiede sind beträchtlich, aber dreizehn ist eine ziemlich klare Zahl, die einem Minister zunächst wenig Kopfzerbrechen macht.



    Seit 2024 im Netz einsehbar u. verfügbar:



    www.bundeswehr.de/...eitlinien-data.pdf



    "Leitlinien deutscher Arktispolitik"

  • Trump macht wahr, was er sagt. Er hält nix von der NATO. Es kostet ihm zu viel, ohne Gewinn einzubringen.



    Von der EU hält er auch nix. Mehrmals gesagt und gezeigt. Untergang der EU, würde ihm ganz gelegen kommen. Ein schwacher Gegenpart, den er steuern kann, wie er will. Disruption ist sein Ziel. Disruption ist das Ziel des Autoritären, der Rechten. Mich regt diese politische Naivität auf, dass alle sich wundern, dass er sein nachlesbares Drehbuch umsetzt. Und wenn die USA im Faschismus endet, muss es auch nicht wundern. Es ist nicht mehr weit davon entfernt. Apeasement aus der EU. Gab es dies nicht schon mal? So erbärmlich alles.

    • @balaban:

      Sehe ich genauso. Wahrscheinlich legt er jetzt erstmal den Iran in Schutt und Asche, um anschließend wieder als Friedensengel und Regimebekämpfer gefeiert zu werden – und sich danach, verdientermaßen in seinen Augen, Grönland unter den Nagel zu reißen. Putin grinst sich eins und hat nun einen weiteren Grund, seinen imperialistischen Traum zu verwirklichen. Europa verharrt in Schockstarre. Was könnten sie auch entgegensetzen? Sie wären die Letzten, die einen dritten Weltkrieg heraufbeschwören wollen.

  • Was für ein wirrer Artikel.



    NATO-Mitglied oder nur Expansionskandidat?



    Egal, Hauptsache das Militär trump(ft) groß auf, auf dass der NATO-Block weiter wachse?



    Das aktuelle NATO-Narrativ, wonach die NATO - wieder mal - am Ende sei verdeckt die simple und schmutzige Tatsache, dass der Militärmoloch gerade eine maximale Überrüstung praktiziert.



    Die USA wollen hoch auf 1.500Mrd. p.a., der EU-Teil der NATO erhöht massivst die Mittel für die EU-Militarisierung, und auch die 'Allies' wie Japan werden massivst mit Waffen vollgeschüttet.



    Glaubt wirklich noch wer, dass eine derartige Überrüstung zur reinen 'Verteidigung' dient?



    Rutte gestand schon vor Monaten, dass die NATO bereits auf aktuellem Stand "unendlich"(sic) überlegen sei, was zweifellos die Realität auf den Punkt brachte.



    Fakt ist, dass der NATO-Block jetzt auch die Arktis mit Waffen vollschüttet und die Militarisierung im 'Kampf gegen China' und im 'war against russia' auf immer neue Höhen schraubt, während parallel(!) die Narrative von



    - eigener Überlegenheit und



    - drastischer Unterbewaffnung



    'passend' rausgehauen werden.



    Dass die NATO StratCom mit diesem bizarren Mist medial weitgehend durchkommt müsste längst Skandal sein.

  • Es muss sich auch ganz schnell etwas an unserem Mindset ändern! In der neuen trumpschen Welt der Blöcke zählt nur noch Stärke im militärischen und wirtschaftlichen Sinne!

    • @Freigedacht:

      Das denken Trump und Co.



      Währenddessen geht der Lebensstandard der "gewöhnlichen" Leute runter, und es wird viel Energie des Staates in Zerstörung von Menschen und Strukturen gesetzt anstelle dass etwas aufgebaut wird.



      Das Beste was Europa machen kann sind Bildung, soziale Sicherung und zukunftsfähige Regeln für die Wirtschaft.

  • Schaut Euch das Feldenkirchen-Gespräch an auf spiegel online, mit Gysi und Hardt (frei zugänglich).



    Ist wesentlich differenzierter als dieser Artikel hier.

  • Die ganze Sache scheint mir eine einzige Farce zu sein. Grönland ist kein Land, sondern eine riesige Eiswüste, deren Bedeutung wohl nur darin liegt, dass Militärstützpunkte an seinen Küsten eine gewisse Kontrolle über die nordwestliche und nordöstliche Schiffahrtspassage ermöglichen, wenn denn das Polareis weiter abtaut. Doch für das Betreiben von Militärstützpunkten ist die Staatszugehörigkeit egal. Die Dänen werden den Amerikanern gewiss gern alle Rechte diesbezüglich einräumen, und dann mag Trump frohlocken, dass jetzt alle Eisbären im Grunde Amerikaner sind. Aber natürlich wird kein russisches oder gar chinesisches Militär dort jemals eine US-Basis angreifen, ganz egal zu welchem Staat die Insel formal gehört.

    (Aber vielleicht hat Trump ja auch eine Hidden Agenda: "Make Greenland Green Again" :-))

  • Am bedenklichsten finde ich unsere Geisteshaltung. Die Idee, für das eigene Land vielleicht kämpfen zu müssen und sterben zu können, weisen wir so weit von uns wie eine mögliche Krebsdiagnose.

    • @Freigedacht:

      Es gibt da zwei mögliche Fehler:

      Zu denken, es wäre fürs eigene Land, und es ist doch nur Willi Zwo, Lüderitz und Krupp. Oder Wladi. Oder Ronnie. Oder Bibi. Oder Slobodan. ...

      Bzw. entweder die "Drecksarbeit" einfach "anderen" aufzudrücken (_nicht universal gedacht) oder glauben, dass ein Krieg nie zu uns käme, wenn wir nur die Augen zusammenkneifen.

      Ich halte es gar nicht für trivial, da sauber durchzunavigieren.

  • Seien wir doch einmal ehrlich! Nur eigene Atomwaffen schützen uns wirklich vor Putin und beeindrucken den Donald. Und darum müssen wir schnellstens zurück zur Atomenergie. CO2-frei + Selbstschutz!

    • @Freigedacht:

      Sie wollen u.a. den 2+4-Vertrag auflösen? Lesen Sie den mal durch.



      Die weggedrückte Reparationsfrage käme u.a. dann wieder hoch.

      Sie wollen wieder - sauteure - AKWs im eigenen Land als mögliche Sabotageziele? Nicht ernsthaft.



      Wo es genügend Kooperationsangebote der Franzosen gibt, nebenbei, mensch muss nur mal reagieren.

    • @Freigedacht:

      Bombe geht auch ohne Kraftwerk. Aber netter Versuch 😉

    • @Freigedacht:

      "Nur eigene Atomwaffen schützen uns wirklich vor Putin und beeindrucken den Donald. Und darum müssen wir schnellstens zurück zur Atomenergie."



      Inwiefern Atomkraftwerke Putin beeindrucken, sieht man wunderbar in der Ukraine.



      Und der Sprung von Atomwaffen zu Atomkraft ist ziemlich interessant.

  • Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist. Solange besteht immer Hoffnung und die Möglichkeit zur Initiative.

  • Seltsam, für lange Zeit war an dieser Stelle die NATO die Ursache allen Übels der Welt und ohne sie - die böse NATO- wäre die Welt schön und friedlich. Das ist noch nicht lange her.

  • "Heute schickt Deutschland nach Grönland 13 Soldaten als Solidaritätsbekundung gegen die USA. Manchmal wiederholt sich Geschichte eben doch als Farce"

    Wo sieht der Autor darin eine Farce, wenn europäische Staaten Soldaten für eine Erkundungsmission abstellen?

    England entsendet einen Soldaten, Norwegen zwei und Deutschland 13. Die sollen nicht die Insel gegen Trump verteidigen, sondern strategische Planungen durchführen.

    Es scheint hierzulande in Mode zu sein, Deutschland Bashing zu betreiben, wenn es um die zukünftige strategische Ausrichtung Europas geht.

    Zum Glück sieht das Ausland Deutschland nicht als ganz so unfähig an, wie mancher Einheimischer. Zu erkennen an den mittlerweile zahllosen Rüstungskooperationen die Länder wie Großbritannien, Polen, Schweden, Norwegen etc. mit Deutschland eingegangen sind. Derartige Vereinbarungen werden nicht mit Loser Staaten getroffen. Sie werden in deutschen Medien jedoch kaum kommuniziert.

    Auch die Zielsetzung ist relativ deutlich und wird zumindest im Ausland klar kommuniziert. Eine eigene europäische Sicherheitsarchitektur die weitgehend militärisch unabhängig von den USA ist.

    Aber vielleicht überzeugt auch das den Autor nicht.

  • Am sinnvollsten ist wenn man versucht sich mit den beiden anderen "Großmächten" China und Russland mittelfristig zu arrangieren.



    Zugegebenermaßen wird das von Tag zu Tag schwieriger.



    Ein Europa, dass mit allen mehr oder weniger kann, dürfte nicht nur für die Europäer, sondern die Welt am besten sein. Mit einer solchen Strategie würden wir übrigens potentiell auch große Demokratien aus dem Süden wie Brasilien und Südafrika als Verbündete gewinnen.

    • @Alexander Schulz:

      Mit Opportunismus erzielt man weder Glaubwürdigkeit noch Vertrauen. Beides sind aber Voraussetzungen für beständige internationale Beziehungen.

      Ich möchte zudem nicht in einem Land leben, welches nach innen die Werte der Aufklärung hochhält, die Menschenrechte achtet und Freiheit und Selbstbestimmung als schützendswertes Gut betrachtet und gleichzeitig Arrangements oder gar Partnerschaften mit einem Land wie Russland betreibt, dessen herrschende Klasse nicht nur diese Werte verachtet, sondern einen Angriffskrieg betreibt, Kriegsverbrechen begeht, seinen Nachbarn mit Atomschlägen droht und eine Gefahr für die Sicherheit auf dem Kontinent darstellt.

      Soviel Selbstachtung sollte schon sein, das man im Stande ist die Spreu vom Weizen zu trennen und zwar auch dann wenn es persönliche Nachteile mit sich bringt.

      Das erwarte ich auch von meiner Regierung. Und in diesem Rahmen sollten sich auch die Maßnahmen bewegen, die eine Regierung gegen einen Verbrecherstaat wie Russland unternimmt.

      • @Sam Spade:

        "Mit Opportunismus erzielt man weder Glaubwürdigkeit noch Vertrauen."

        Deswegen kritisiere ich ja auch die opportunistische Politik der letzten Jahre gegenüber der Ukraine und Russland - auch wenn die Intention gut war. Es wäre besser gewesen von Anfang an realistische Zielsetzungen auszugeben, auch wenn die nicht so schön klingen.

        "Ich möchte zudem nicht in einem Land leben, welches nach innen die Werte der Aufklärung hochhält, die Menschenrechte achtet und Freiheit und Selbstbestimmung als schützendswertes Gut betrachtet und gleichzeitig Arrangements oder gar Partnerschaften mit einem Land wie Russland betreibt, "

        E geht nicht um eine Partnerschaft mit Russland! Davon sind wir als Westen bei denen beschrieben Werten ziemlich flexibel - nur halt bei Russland nicht. Global betrachtet wird das als Doppelmoral aufgefasst und erhöht, anders als Sie behaupten, keineswegs die Glaubwürdigkeit!

      • @Sam Spade:

        Es redet doch aber niemand von einem Bündnis mit Russland gegen Dritte, sondern es geht um einen Modus Vivendi, um ein Auskommen miteinander, da man ja in geographischer Nachbarschaft lebt und sich kulturell sehr nah ist. Eigentlich ist Russland ein Teil Europas. Und es ist ja so, dass sich Westeuropa relativ gesehen im Abstieg befindet (O.K., Norwegen ist ein Sonderfall). Russland befindet sich mittlerweile auch wieder im Abstieg. Die beiden Hälften Europas sind im internationalen Mächtegefüge die schwächsten, fragilsten Gebilde. Warum sollten ausgerechnet diese beiden Parteien sich in eine säkulare Feindschaft hineinbegeben?

        Im Ergebnis des Ersten Weltkriegs hat man ja gesehen, dass in so einer Konstellation keiner überlebt. Die drei schwächsten Parteien (die Habsburgermonarchie, die Osmanen, das Zarenreich) und sogar das bis dato aufgestiegene Preußen-Deutschland - sie alle sind ins Mahlwerk der Geschichte geraten, und man kann noch nicht einmal sagen, dass Briten und Franzosen von ihrem Sieg etwas hatten.

        • @Kohlrabi:

          Es ist ein Umbruch, kein Abstieg der in Westeuropa stattfindet. Gilt besonders für die großen Drei. Deutschland, Frankreich und Italien werden sich neu definieren müssen.

          Historisch haben derartige Umbrüche in Europa kontinuierlich stattgefunden. Mal zum besseren, mal zum schlechteren. Da kann man heute noch keine seriösen Prognosen tätigen, ob es aufwärts oder abwärts geht.

          Wenn es überhaupt einen Abstiegskandidaten gibt, dann sind es die USA. Das amerikanische Jahrhundert ist definitiv vorbei, nur die USA selbst wollen das nicht so recht wahrhaben und so verhalten sie sich auch derzeit.

          Eine gute Nachbarschaft mit Russland war immer zu begrüßen und gerade bei uns im Norden wurde diese nach dem Kalten Krieg sehr gepflegt. Nur gute Nachbarn drohen nicht mit Atomschlägen, respektieren die Nachbarländer und überfallen sie nicht und bauen auch keine Drohkulisse auf, wie die russische Nordflotte hier direkt vor meiner Haustür.

          Da ist Russland gefragt das Verhältnis wieder geradezurücken, nicht wir hier in Norwegen und auch nicht die Menschen im Baltikum, Polen, Finnland oder sonstwo in Europa.

      • @Sam Spade:

        "Ich möchte zudem nicht in einem Land leben, welches nach innen die Werte der Aufklärung hochhält..."

        Wer sagt denn das in so einer Welt das der Fall sein wird? Sowohl Russland als auch die USA streben eine AfD Regierung für Deutschland an...

        • @Chris McZott:

          Wer die jetzige Politik für gutheißt und dafür gibt es durchaus gute Gründe, muss auch bereit den Preis zu zahlen. Und dieser könnte leider am Ende wirklich eine AFD-Regierung bedeuten.

        • @Chris McZott:

          Das tangiert mich hier im hohen Norden Norwegens nur insofern, das ich für den Fall einer meiner Töchter nahelegen würde ihr Studium nicht in Deutschland weiter zu führen.

          Ich halte aber Deutschland für so wehrhaft, das es sich weder von Putin noch von Trump in seinen inneren Angelegenheiten ernsthaft beeinflussen lässt und die Bevölkerung für aufgeklärt genug, keine AfD Bundesregierung zu installieren bzw zu tolerieren.

          In der Hinsicht habe ich großes Zutrauen in die Institutionen in Deutschland und in die Deutschen.

          • @Sam Spade:

            "und in die Deutschen."

            Ihr Optimismus in allen Ehren, aber die Geschichte hat durchaus gezeigt, dass die deutschen keine besseren Menschen sind und genauso anfällig (oder sogar noch mehr) für extremes Gedankengut sind wie andere Völker.

  • Wahre Worte, werter Dominic.



    Europa muss endlich lernen auf eigenen Füßen zu stehen und Abhängigkeiten mit angeblichen "Freunden" schnell abbauen.

    • @Hans Dampf:

      Ein Crash der NATO wäre wahrscheinlich sogar hilfreich. Ohne werden sich die Transatlantiker noch lange an den Strohhalm USA klammern und echte Unabhängigkeit weiter sabotieren.

    • @Hans Dampf:

      Woher die Atomwaffen, woher die miltärische Infrastruktur, woher die Geheimdienstinformationen nehmen?



      Wenn zumal die Amerikaner unsere Infrastruktur kennen und europäische Kommunikation ein offenes Buch für die USA?

      • @nutzer:

        Eine USA, die uns nur theoretisch hilft, ist nutzlos. Wir müssen also selbst zurecht kommen...

      • @nutzer:

        Korrekt… alldieweil die Russen dank AFD-Anfragen im Bundestag, genau wissen, wo und wie die Infrastruktur anzugreifen ist. Europa steht bereits im hybriden Konflikt und zeigt sich entmutigt und handlungsunfähig. Das übelste Signal, an die bleckenden Wölfe.

      • @nutzer:

        Es reicht ja schon wenn die die ganzen US dominierten Internetdienste abschalten und Softwarelizenzen sperren.

      • @nutzer:

        In dem man Geld reinsteckt. Ja dann gibt es weniger Geld für Soziales und keine Steuersenkungen und keine Subventionen mehr aber dafür sind wir dann souverän und sicher.

      • @nutzer:

        Ich sagte schnell abbauen, nicht sofort beenden, also Mittel- langfristig planen.

  • Wie viele Soldaten soll Deutschland denn schicken?

    Europa hat nur dann eine Chance selbstständig zu werden, wenn die beiden Atommächte Frankreich und UK sich zu ihrer Rolle bekennen und die anderen europäischen Länder das bestmöglich unterstützen.

    Europa muss eine atomare Triade aufbauen und unabhängig seine Grenzen und Interessen verteidigen können, notfalls auch militärisch.

    Die Geschichte der Menschheit zeigt, dass autoritäre Regime, die Krieg und Leid über andere Menschen bringen der Normalzustand sind, leider.

    Dagegen hilft nur maximale Abschreckung.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Meinen Sie damit, dass Frankreich und UK den USA mit einem nuklearen Vergeltungsschlag im Falle einer militärischen Übernahme Grönlands drohen sollten?

    • @Gnutellabrot Merz:

      "Europa hat nur dann eine Chance selbstständig zu werden, wenn die beiden Atommächte Frankreich und UK sich zu ihrer Rolle bekennen und die anderen europäischen Länder das bestmöglich unterstützen."



      Den Hegemon USA ersetzen durch einen Kombi-Hegemon Frankreich/Großbritannien? Nicht ganz derselbe Hebel, oder?

    • @Gnutellabrot Merz:

      "Europa hat nur dann eine Chance selbstständig zu werden, wenn die beiden Atommächte Frankreich und UK sich zu ihrer Rolle bekennen und die anderen europäischen Länder das bestmöglich unterstützen."

      Hat Frankreich schon vor Jahren vorgeschlagen. Wurde von den deutschen Transatlantikern brüsk zurückgewiesen.

    • @Gnutellabrot Merz:

      Es sind nicht nur dreizehn Personen, dahinter steht Logistik und Ausrüstung, was die Angelegenheit wohl ziemlich teuer macht.



      Bereits 2024 bei n-tv.de



      "Zu der Übung "Nordic Response 2024" hat Deutschland Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 aus dem bayerischen Mittenwald an den Polarkreis geschickt. Als Teil der Division Schnelle Kräfte kommen sie mit Fähigkeiten für die Landes- und Bündnisverteidigung sehr schnell zur Wirkung. Die Bundeswehr will mit dieser Übung weitere praktische Erfahrungen unter den arktischen klimatischen Bedingungen sammeln."



      Das alles kommt ja nicht aus dem Nichts, ganz im Gegenteil.

      Dazu 2024 bei tagesspiegel.de



      "Mit einer Großübung trainieren Nato-Partner im Norden Europas seit Mitternacht die Abwehr eines Angriffs auf das Bündnisgebiet. An dem Manöver „Nordic Response 2024“ seien auch etwa 1500 Männer und Frauen der deutschen Streitkräfte beteiligt, darunter 700 Gebirgsjäger, teilte die Bundeswehr in der Stadt Alta im Norden Norwegens mit"



      Im Netz kann man zur Vorgeschichte und den Reaktionen einiges finden.

      Das droht aber aller Wahrscheinlichkeit auch bald wieder:



      "Kalter Krieg: Geheimes Atomprojekt unter Grönlands Gletschern"



      nationalgeographic.de

    • @Gnutellabrot Merz:

      Jau, maximale Abschreckung mit Marie und Nigel.

  • Nicht nur die NATO ist am Ende. So, wie es derzeit läuft, werden auch Menschenrechte und Demokratie am Ende sein. Eine neue Weltordnung wird eingeläutet und wir werden an der Tragödie nichts ändern können.

    Russland drückt uns seine Arbeitsmoral auf. 16-Stunden-Schichten, 6 Tage die Woche oder gar 7.



    China will, dass wir alle zwei Wochen Müll von Temu, Alibaba und Amazon bestellen sollen, welche den Planeten ersticken lässt.



    Die USA lehrt uns, dass man es im Leben nur schafft, wer Reichtum anhäuft, während die Demokratie etwas für Versager ist.



    Und die arabische Halbinsel gibt uns nicht nur Öl (neben den USA), sondern diktiert uns einen heteronormativen Lebensstil, egal welcher Religion.

    Aus NATO wird NWO. Ich fange jetzt schon an, dieses neue System zu boykottieren.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Am Ende sind wir nur dann wenn wir das kampflos mit uns machen lassen. Allerdings sehe ich im Moment wenig die sich sichtbar dagegen aufbäumen.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Ihnen ist zu 100% zuzustimmen. Spätestens ab Mitte der 1990iger Jahre hat man in Europa das Militär und damit die Macht aufgegeben. Wie sagte einst ein alter Preuße, das Militär muß die Schecks einlösen, die die Politik ausstellt.



      Europa der machtlose Kontinent.

  • Die Sache ist gegessen, da können europäische Politiker machen was sie wollen. Die US-Seite wird sie schlicht und ergreifend vor die Wahl stellen: Ukraine und Grönland oder beides wird nix. So einfach ist das m.M. nach, die üblichen Schutzgelderpressung in Form von Zollandrohungen sind in diesem Fall nicht mal nötig. Der Schwarze Peter liegt hier bei der EU. Ich bin schon gespannt, wie Frau von der Leyen dann reagieren wird.

    • @Josef 123:

      Die EU ist nur so stark wie die Staaten die sie tragen, ob mit oder ohne UvdL. Da hätte man sich schon lange vorher vor allem auch technologisch von den USA und China abkoppeln müssen.

      • @Axel Schäfer:

        "Öffentliche Unterstützung erhalten beide Länder derzeit immer wieder, unter anderem von den nordischen Nachbarn, der EU und Nato-Partnern. „Grönland kann auf uns zählen“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen noch am Mittwoch." (taz 14.1.26)

        Diese Aussage von Frau von der Leyen habe ich gemeint. Ähnliche Zusagen gibt es auch der Ukraine gegenüber. Wenn Trump nun androht (und ich fürchte er wird das tun) die Ukraineunterstützung einzustellen, falls er Grönland nicht bekommt, sitzt sie in der Zwickmühle. Ein kaum lösbares Problem. Sie wird entweder gegenüber Grönland oder gegenüber der Ukraine wortbrüchig werden müssen.

  • Ich spüre schon auch Trauer, wenn die US-Regierung in ihrer Krise jetzt Rechtspopulismus und Ganovenmethoden einsetzen und das Land auch im Inneren selbst zerstört.



    China wäre unter der KP kein würdiger Nachfolger. Ein in Vielfalt geeintes Europa tut not, sei es unsretwegen, sei es um anderer willen.

    • @Janix:

      schöner Traum.

      Sogar die CDU lässt keine Option aus, Deutschland ein wenig autoritärer aussehen zu lassen. Wer soll uns da retten?