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Rückreise für gestrandete UrlauberMit dem richtigen Veranstalter sind Sie nie am falschen Ort

Edith Kresta

Kommentar von

Edith Kresta

30.000 Touristen sitzen in der Golfregion fest. Denn Veranstalter und Länder haben – Business as usual – nicht rechtzeitig die Signale gedeutet.

Das stand so nicht im Reiseprospekt: Im Himmel über Dubai fliegt am 1. März 2026 eine iranische Rakete Foto: Amr Alfiky/reuters

T error, Tsunami, Hurrikans und Bürgerkriege muss die krisenerprobte Tourismusbranche immer wieder meistern. Und immer wieder hat sich gezeigt: Das Gedächtnis der Reisenden ist so kurz wie der mediale Aufschrei. Auch die 30.000 gestrandeten Urlauber in der Golfregion werden eine bald vergessene Ausnahmesituation im touristischen Big Business sein.

Ohnehin sind die Urlauber, die bei einem Veranstalter gebucht haben, auf der „sicheren Seite“. Für sie ist gesorgt, sie haben Unterkunft, Ansprechpartner vor Ort und die Aussicht, dass die anfallenden Kosten zum Teil vom Veranstalter oder – wie aktuell im Fall Dubai – von der Regierung übernommen werden. Auch wenn sie ungewollt feststecken, was auch das luxuriöse Hotelzimmer zum Teilzeitknast verkommen lässt, können sie sicher sein, der Reiseveranstalter muss sich um sie und ihre Rückreise kümmern.

Anders sieht das für die vielen Individualreisenden aus, die nun möglicherweise im Drehkreuz Dubai gestrandet sind. Sie werden mit den Airlines um Kompensationen für die finanziellen Verluste durch Übernachtungen und andere Kosten vor Ort kämpfen müssen. Wenn es überhaupt eine Kompensation nach dem Reiserecht gibt. Denn bei außergewöhnlichen, nicht verschuldeten Umständen wie Krieg gibt es keine festen rechtlichen Regeln.

Unterstützend greift nun die Bundesregierung ein: Sie bereitet die Entsendung von Flugzeugen in den Nahen Osten vor, um von dort Touristen nach Hause zu holen. „Wir wollen Deutschen helfen, nach Hause zu kommen“, sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul in Berlin. Die Maschinen sollen nach Muskat im Oman und in die saudi-arabische Hauptstadt Riad geschickt werden. Dort seien die Lufträume noch geöffnet. Krisenunterstützungsteams des Auswärtigen Amtes wurden nach Muskat, Doha und Dubai geschickt.

Krieg schadet dem Geschäft, Reisewarnungen auch

Die Politik springt ein, wo Business as usal von Veranstaltern und Ländern nicht rechtzeitig die Signale gedeutet haben. Ja, eine konkrete Reisewarnung des Auswärtigen Amtes wurde erst am 28. Februar ausgesprochen. Doch die vorherigen Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Golfregion wurde nicht weiter ernst genommen.

Seit Dienstag findet nun die Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) statt. Nur Israel hat wegen der aktuellen geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, insbesondere dem Konflikt zwischen Israel, den USA und Iran seine Teilnahme abgesagt. Offensichtlich wusste man dort mehr. Die Golfstaaten jedenfalls sind, mit Ausnahme von Iran selbst, in ihrer ganzen Pracht auf der ITB vertreten, auch wenn einige ihrer Vertreter wegen geschlossenem Luftraum nicht anreisen konnten. Emirates, Oman Air sowie Delegationen aus Dubai, Abu Dhabi und Bahrain präsentieren sich mit Werbetafeln und laufende Videos von Traumstränden und Luxusressorts. Menschen entspannen, lachen, genießen ihren Urlaub.

Krieg schadet dem Geschäft, Reisewarnungen auch. Wenn das Auswärtige Amt für ein ganzes Land eine Reisewarnung herausgibt, ist das für die juristische Beurteilung beim Reiserücktritt ein wichtiges Indiz. In der Regel stornieren die Veranstalter Reisen bei einer Reisewarnung von sich aus. Was für Urlauber, die nun die Golfregion gebucht haben, entscheidend für die Rückerstattung ist. Reisewarnungen bedeuten für Veranstalter aber auch Rückzahlungspflichten, oft Umsatzausfälle in Millionenhöhe. Da sie zudem eine touristische Region stigmatisieren, zögert man in der Politik, Reisewarnungen auszusprechen.

Thorsten Schäfer, der Sprecher des Deutschen Reiseverbands, geht im Rahmen der ITB nicht auf den Vorwurf ein, die Branche hätte viel früher auf die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes für die Golfregion reagieren müssen. Dagegen setzt er die Freiheit des Reisens. Und die Überlegenheit der Pauschalreise: Für die Urlauber sei auch in der Krise gesorgt mit Unterkunft, Betreuung und Rücktransport. Ganz nach dem Motto: Mit dem richtigen Veranstalter sind Sie nie am falschen Ort.

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Edith Kresta
Autorin
Schwerpunkte: Reise und Interkulturelles. Alttazzlerin mit Gang durch die Institutionen als Nachrichtenredakteurin, Korrespondentin und Seitenverantwortliche. Politologin und Germanistin mit immer noch großer Lust am Reisen.
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32 Kommentare

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  • '...die Signale deuten' Ja, das hätten auch die Reisenden, besonders die ach so cleveren Individualreisenden, auch selbst machen können. Warum soll die Schuld und Verantwortung immer auf die dahinterstehenden Dienstleister abgeschoben werden können. Dort braut sich seit Wochen was zusammen, wenn ich trotzdem da hinfliege, so what.

    Und ja, natürlich wollen die Leute wegen der Risiken gleich und sofort mit Rettungsaktionen nach Hause geholt werden. Und was ist mit den Leuten die da leben? Die holt da niemand raus.

  • "Zu zweit. So weit. Nach Kuwait" (kompletter Text eines Joachim-Witt-Lieds). Bzw. "Da simmer Dubai ..." (oder so).



    Weltweites Vollkaskoleben gibt es auch für Deutsche nicht, und da gibt es auch keine Ansprüche. (Die Menschen am Ort haben übrigens mindestens dasselbe Risiko durch die Ausläufer von Netanyahus dauerndem Angriffskrieg.) Dass da die Branche ihr Bestes nun zumindest versucht, sei dennoch vermerkt.

  • Selbstgewähltes Schicksal. Keine Woche ohne Wetterkatastrophe irgendwo, ein Krieg folgt dem anderen. Urlaub machen, um dem Ganzen zu entfliehen ist ein überholtes Luxusversprechen. Wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es kein gegebenes Recht ist, einen von uns gewählten Zeitraum sorgenfrei zu verbringen. Daran ändert auch unser übermäßiger Reichtum nichts, über den wir nur verfügen, weil wir zufälligerweise in einem Land geboren wurden, das an der Spitze der imperialen Ausbeutung steht. Es wäre gerecht, auch mal an den Folgen zu leiden. Aber während andere Flüchtende im Mittelmeer ertrinken, werden unsere flüchtenden Urlauber*innen zurück geholt. Wer Gleichwertigkeit fordert, sollte jetzt nicht schockiert rumheulen.

  • Vielleicht hätte die Touristen die Reise erst gar nicht antreten sollen. Warnsignale für eine Eskalation gab es ja genug.

    • @FraMa:

      Um dann hinterher möglicherweise auf den Stornierungsgebühren sitzen zu bleiben? Und was wäre dann gewesen, wenn der Angriff erst einen Monat später erfolgt wäre. Im Übrigen war auch nicht vorhersehbar, dass Dubai betroffen sein würde.

      Mit nem Reiseveranstalter reist man doch relativ sicher.

      • @DiMa:

        Und mit etwas Glück kann Opa sogar hinterher vom Krieg erzählen.



        Schon erstaunlich, wie sich Probleme für Einzelne verschoben haben - Stornierungsgebühren, nicht zu fassen...

        • @Erfahrungssammler:

          Ich weiß nicht, in welcher Größenordnung Sie so reisen, nur sind Stornierungsgebühren bei meinen Reisen stets ein Thema. Ich reise auch nur noch mit einem Veranstalter, bei welchem ich bis zu 2 Wochen vorher kostenfrei stornieren kann (die Option kostet natürlich einen gewissen Aufpreis).

          Nur wenn ich vor einer Woche einen Urlaubsantritt nach (oder über) Dubai gehabt hätte, wäre ich überhaupt nicht auf die Idee gekommen zu stornieren. Es war nicht absehbar, dass es zu Angriffen auf die VAE kommen würde. Die Straße von Hormus hätte ich allerdings seit einer Weile gemieden.

  • Manchmal bin ich einfach baff: Es gibt sicher Fälle von Menschen die unverschuldet dort gestrandet sind.

    Aber hey, wenn da Menschen wirklich zum Urlaub hingefahren sind ... seit Wochen ist klar, dass da ein Krieg kommt. Die USA haben da seit Wochen große Mengen an Militärgerät hingeschafft.

    Man muss schon extrem naiv sein oder in einer extremen Blase unterwegs sein um von diesem Krieg jetzt überrascht zu sein. Aber ich frage mich sowieso, wer in solchen Ländern Urlaub macht ... muss man schon auch irgendwie ein relativ hohes Grundignoranzniveau haben.

    Achso: Und was ist eigentlich mit den ganzen deutschen Influencern, die sich Dubai als Steueroase gesucht hatten?

    • @Hanno Homie:

      Die Leute sitzen nicht in Iran fest.



      Und Dubai hat Iran auch nicht angegriffen.



      Ja, mit viel Wissen hätte man ahnen können, dass ein Angriff auch für Dubai Folgen haben würde.



      Aber wie viel Wissen um politische und geographische Verstrickungen muss man haben, um Urlaub machen zu dürfen?



      Da könnte man jetzt auch sagen: Warum fliegen die überhaupt, in Deutschland kann man auch Urlaub machen.



      Wer nicht selbst in der Materie drinsteckt, verlässt sich nunmal auf die öffentlich geäußerte Meinung von Experten. Und wenn von den Experten nur ein lapidares, könnte vielleicht in den nächsten Monaten mal, aber eigentlich nur nebenan ... kommt, dann verlässt man sich da drauf.



      Das halte ich für normales menschliches Verhalten.



      Nicht unbedingt für die Spitze menschlicher Zivilisation. Aber leider eben normal.

  • Es ist doch die individuelle Freiheit, sich die Erde verfügbar zu machen - sofern man den Gesellschaften reicher Industriestaaten angehört. Es ist die individuelle Freiheit, die Freiheitsgerade zukünftiger Generationen zu verpulvern.



    Welch ein Glück, dass man die Folgen dieses Handelns nicht ertragen muss. Die Flieger starten, die Wohlfühlblase existiert noch.

  • Was ich mich schon lange frage, warum genau macht man Urlaub in Dubai? Plattenbauten im Nichts gibt es auch im Berliner Osten, Marzahn zum Beispiel...

    • @nutzer:

      Plattenbauten gibt es übrigens auch im Westen, und im Nichts liegt Marzahn auch nicht.



      Warm ist es dabei auch im Tropical Island, mutmaßlich CO2-freundlicher. Fliegen wird leider noch künstlich billig gehalten, was die unveränderten Klimaschäden angeht.

    • @nutzer:

      Dubai ist neben Singapur einer der wichtigsten umstiegs Flughäfen für Reisen in viele asiatische Länder. Von vielen deutschen Flughäfen gibt es in diese Länder keine Direktflüge.

    • @nutzer:

      Hab die Tage gehört, die Plattenbauten galten als besonders sicher. Nach den Kanaren muss es wohl das sein. Das Volk will es nicht anders, auf vielen Ebenen...

  • Wer einen Flug, eine Reise bucht, meist schon vor Monaten, der kann NUR dann kostenlos stornieren, wenn eine Warnung der Bundesregierung vorliegt. Und die lag eben nicht vor. Erst am 28.2.2026 kam diese Warnung. Ergo: Hat die Bundesregierung eben auch die verdammte Pflicht unsere Mitbürger zurückzuholen, die vor dem 28.2.2026 dort schon waren.

    • @Pico :

      Moment, es gibt auch Reiserücktrittsversicherungen. Die Welt ist eben nicht Mitteleuropa. Und es gibt kein Grundrecht auf expansives Reisen. Wer also unbedingt durch die Welt jetten möchte, der/die soll sich auch vorab versichern.

      • @Manzdi:

        Wenn der Luftraum eines Landes esperrt ist nützt einem eine Reiesrücktrittsversicherung eine Dreck. Die würde im Kriegsfall nicht einmal vor Reiseantritt greifen und die Reisegagenturen schon mal gar nicht dazu verpflichten, Urlauber zurückzuholen. Die Warnnung des AA kam 2 Tage vor Kriegsausbruch. Da jetzt die Reisenden verantwortlich zu machen und auf Verischerungen zu verweisen, ist mißgünstigere Schlaubergerei und nix Anders.

  • Bisschen beliebig, den Stand der Dinge in diesem Fall so zu beklagen. In Zeiten eines Trump (und von dieser Sorte gibt es ja mittlerweile mehrere) kann man als Urlauber heutzutage praktisch an fast jedem Ort der Erde sehr plötzlich gerade sehr falsch sein...



    Noch immer planen manche Reisende ihren Urlaub viele Monate vorher. Im Extremfall könnte das sogar bedeuten: Bevor Trump im Amt war. - Hätten die (und deren Veranstalter?) also schon damals gewarnt sein müssen? Eine gebuchte Reise ohne eindeutig bestehende Gefahr mal so zu canceln, heißt - wie oben bemerkt - viel Geld aus dem Fenster zu werfen. Für die eine wie für die andere Partei... Das alleinige Vorhandensein von Kriegsschiffen zählt vermutlich nicht zu den verlustfreien Reiserücktrittsrechten.







    Und sogar unser Außenminister wusste ja bis gestern auch nichts davon, dass er vorher nicht wirklich rechtzeitig gewarnt hatte...

    • @Der olle Onn:

      Die Zeit, in der viele ihren Urlaub planen und sich hinterher mit Beschwerden, Regressansprüchen, Erstattungen, Schadensersatz und anderen zeitgemäßen Hobbies beschäftigen, nutze ich dazu, mich zu entspannen und zu erholen.



      Ich muss allerdings auch nicht unbedingt den weitesten Flug



      und die höchsten Betonbunker auf Selfies nachweisen können, damit andere mir bestätigen, wie toll mein Urlaub war.

      • @Erfahrungssammler:

        Kann man machen. Muss auch nicht falsch sein.



        Aber andere Leute haben eben andere Macken.

        Was nun all die fürchterlichen Folgen betrifft, die Ihnen aufgrund Ihrer Zurückhaltung beim Fernreisen entgehen: Seit mehr als 20 Jahren weltweit unterwegs habe ich ein einziges Mal einer Tour beigewohnt, deren Veranstalter der ganzen Reisegruppe, eines gefährlichen Mangels wegen, freiwillig je 200Euro erstattet hat.



        Kann natürlich auch daran liegen, dass ich ein wenig zu genügsam bin...



        Mit dem Betonbunker-Foto schließe ich mich gern an, Dubai wäre mir zu fad...



        Bestätigung findet ein ehrlicher Reisender keinesfalls bei Anderen, sondern mit etwas Glück hinterher bei sich selbst...

      • @Erfahrungssammler:

        Zustimmung! Und es gibt auch kein Grundrecht auf das Reisen um den Globus. Freiheit bedeutet auch Eigenverantwortung.

    • @Der olle Onn:

      Ich fliege im Sommer beruflich nach Stockholm, und meine Frau mit den Kindern zu ihren Eltern. Das wusste ich schon im Dezember und habe dann auch im Dezember bereits gebucht, den Flug für die Familie sogar bereits im November. Wir wissen beide nicht, was dann weltpolitisch los ist. Wenn es passiert, müssen wir halt schauen, ob wir trotzdem reisen. Aber auf eine Reisewarnung zu warten, und dann erst zu buchen, ist meistens nicht möglich.

    • @Der olle Onn:

      Bisschen beliebig, Ihr Kommentar, denn es geht hier nicht um langfristige Urlaubsplanung, sondern ausschließlich um aktuell bekannte Gefahren bei Urlaubsbeginn. Bei einer Glatteiswarnung beklagen Sie sich ja auch nicht, dass man Ihnen das nicht Monate vorher gesagt hat, sondern lassen Sie das Auto stehen ...

      • @Christian Lange:

        Kann ja sein, dass Sie selbst gern erst zwei Tage vorher Ihren Urlaub planen und buchen... Ich glaube schon, dass die Meisten das anders machen. Nämlich langfristig. Und sogar wer nur eine Woche vorm Kriegsbeginn dorthin geflogen ist - wohlgemerkt in ein Land, in dem nicht mit einer direkten kriegerischen Auseinandersetzung zu rechnen war - konnte wohl einigermaßen sicher darauf vertrauen dergleichen nicht zu erleben.



        Wie Herr Wadephul letztlich zuzugeben gezwungen war lag keinerlei eindeutige Reisewarnung des AA vor.



        Selbstredend konnte man KURZFRISTIG klüger sein. Ich persönlich kann mit dem Glimmerglamour der Araber auch nix anfangen...



        - Was das nun mit Glatteis zu tun hat? Ich besitze kein Auto oder was Ähnliches... Aber so ist das eben mit Vergleichen, sie hinken immer...

    • @Der olle Onn:

      Schönster Satz: "Und sogar unser Außenminister wusste ja bis gestern auch nichts davon, dass er vorher nicht wirklich rechtzeitig gewarnt hatte ..."



      Wie ja überhaupt die Bundesergierung sich wie ein Laientheater aufführt, das das Stück noch nicht vollständig gelesen geschweige denn verstanden hat, denn unter den gegebenen Umständen passt auch die Reform des "Habeckschen Heizungsgesetzes" auf die derzeitige Situation wie die Faust aufs Auge.

    • @Der olle Onn:

      Es geht doch um die Reisewarnung. Wenn Deutschland offiziell vor Reisen dort hin warnt wäre das ein deutliches Zeichen dass dort etwas passiert. Nach dem Motto: "Wenn selbst die Deutschen (Dienste) Bescheid wissen, weiß es jeder."

      Entweder wussten wir nichts. Oder wir wollten den Ami nicht ärgern. Und ja, dann gibt's da noch die Reisenden...

    • @Der olle Onn:

      Aida hat im Winterhalbjahr keine Kreuzfahrten in der Gegend veranstaltet.

      • @Momo33:

        Bedeutet was? - Möglicherweise nur, dass es sich für Aida gerade nicht lohnte. Eher nicht, dass die Aida-Kreuzritter Angst um ihre Passagiere hatten...

        • @Der olle Onn:

          Nein, sie haben die Lage bewertet und bis kürzlich wäre der Manager wahrscheinlich gefeuert worden. Ausnahmsweise mal wer der unbequeme Entscheidungen trifft auf Basis von konkreter Analyse. Ist man nicht mehr gewohnt, hält man für undenkbar.

      • @Momo33:

        Aida kann es sich leisten, eine Region vorsorglich auszulassen, weil hier ein vergleichsweise großes Unternehmen mit vergleichsweise kleiner Flotte ohnehin nicht immer überall sein kann, sondern die Routen regelmäßig wechselt.



        Dummerweise springen dann andere Unternehmen ein, um die von Aida freigemachte Lücke zu füllen und für den Laien ist aus der Routenänderung des einen Unternehmens keinerlei Warnwirkung mehr zu erkennen.

        • @Herma Huhn:

          Aha. Gilt wohl nicht für TUI.

  • Wann und wo ein Herr Trump zuschlägt und wie der Andere reagiert lässt sich schlichtweg nicht vorhersagen. Die Alternative wäre gewesen, wochenlang nicht in den Urlaub zu fliegen. Auch das passt nicht.

    Daher ist doch alles halb so wild. Im Zweifel ist es einfach immer besser, über einen Reiseveranstalter zu buchen.