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Polizeiliche KriminalstatistikDie Verbrecher sind alle Männer

Gereon Asmuth

Kommentar von

Gereon Asmuth

Ob Sexualdelikte oder Gewässerverschmutzung. Die meisten Verbrechen werden von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah.

Drogenschmuggel, zu 100 Prozent männliche Kriminalität. Sichergestellte Drogen aus dem Hamburger Hafen Foto: Breuel-Bild/imago

G eht man nach der Statistik, muss man Frauen raten, keine Beziehung mit einem Mann einzugehen. Das sagte am Montag Dirk Peglow, Vorsitzender vom Bund Deutscher Kriminalbeamter, im „heute journal“ nach der Vorstellung der neusten Kriminalstatistik. Denn die Zahlen sind leider wieder eindeutig. Insgesamt wurden 2025 zwar deutlich weniger Straftaten registriert. Aber die Zahl der angezeigten Sexualdelikte ist gestiegen. Und hier gilt: Opfer sind fast immer nur Frauen.

Statistisch gesehen, gilt übrigens das gleiche Problem für Banken, Geldscheine oder Gewässer. Denn bei Straftaten wie schwerem Raub auf Geldinstitute, Wertzeichenfälschung oder schwerer Gewässerverschmutzung sind die Tatverdächtigen zu 100 Prozent Männer. Bei der Einfuhr von Amphetaminen natürlich auch. Und bevor das hier jemand missversteht: Nein, das ist alles andere als lustig. Es benennt das Problem. Beim Geschlecht.

Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger

Bei mehr als 90 der in der polizeilichen Kriminalstatistik aufgeführten Straftaten-Kategorien waren im vergangenen Jahr alle Tatverdächtigen Männer. In 850 Kategorien stellten die Männer mehr als 75 Prozent der Verdächtigen. Nur bei gerade mal 30 der insgesamt knapp über 1.000 Kategorien stellten Frauen die Mehrheit. Und da fallen dann auch gleich noch verbotene Prostitution oder Verletzung der Fürsorge- oder Erziehungspflicht ins Auge – mithin zwei Bereiche, die Männer gern Frauen überlassen.

Kurz gesagt: Der Täter ist immer ein Mann. Gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel. Genauer gesagt: Es sind vor allem junge Männer. Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger. Wer also wirklich etwas gegen Kriminalität in Deutschland tun will, muss weniger darüber spekulieren, ob sich die Täter mit Messern bewaffnen oder welche Staatsangehörigkeit sie haben, sondern welcherlei Geschlecht sie sind.

Gender Profiling wäre angeraten

Fahnder können locker das eh unakzeptable Racial Profiling vergessen und stattdessen alle Männer in Reichweite verhaften. Die Chance, den Täter durch Gender Profiling zu erwischen, ist auf jeden Fall exorbitant höher.

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Denn die Männer sind alle Verbrecher. Das wissen Operettenfans schon seit über 100 Jahren. Der Volksschlager wurde zwar meist von Frauen gesungen. Doch der Text wurde von einem dieser Verbrecher geschrieben. Nur deshalb steht dort auch die durch nichts zu belegende Zeile „aber lieb sind sie doch“.

Angesicht solcher Fakten müssten alle Rechtspopulisten, die sich ja gern auf „schlimme“ Tätergruppen einschießen, zu Feministen werden. Aber auch unter den Rechten sind sie ja in der Mehrheit, die Männer.

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Gereon Asmuth
Ressortleiter taz-Regie
Leiter des Regie-Ressorts, das die zentrale Planung der taz-Themen für Online und Print koordiniert. Seit 1995 bei der taz. 2000 bis 2005 stellvertretender Leiter der Berlin-Redaktion. 2005 bis 2011 Leiter der Berlin-Redaktion. 2012 bis 2019 Leiter der taz.eins-Redaktion, die die ersten fünf Seiten der gedruckten taz produziert. Hat in Bochum, Berlin und Barcelona Wirtschaft, Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und ein wenig Kunst studiert. Mehr unter gereonasmuth.de. Bluesky:@gereonas.bsky.social Mastodon: @gereonas@social.anoxinon.de Foto: Anke Phoebe Peters
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190 Kommentare

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  • Ich versuche es mal mit Emphatie: Wie gerechtfertigt fändet ihr es wenn der Titel lauten würde: Die Verbrecher sind alle Söhne.



    Mütter schämt euch für eure Kinder!



    In etwa so fühlt es sich an wenn man den Artikel als asexueller Mann liest 😉



    Ob man dies fragen darf? 🤔

    • @Das B:

      Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was Asexualität oder der Status Mutter mit dem Thema zu tun hat. Aber fragen dürfen Sie, wie Sie sehen.

  • Was die Männer betrifft, die hier emsig vorbringen, insgesamt sei der Anteil von Straffälligen in der männlichen Population nicht besorgniserregend: Das mag stimmen. Dennoch gibt es ja Auffälligkeiten, die die meisten elegant übersehen.



    Im Bereich der sexualisierten Gewalt gibt es - auch das ist ja eigentlich bekannt - eine sehr hohe Dunkelziffer. Man schätzt, dass nur wenige Prozent der Opfer Anzeige erstatten. Die Dunkelziffer könnte sogar noch höher sein, als wir bisher annahmen, denn Männer unterhalten große Netzwerke, in denen sie Vergewaltigungen ihrer heimlich beäubten Partnerinnen zeigen oder sich damit brüsten.



    Wer weiß, ob die Annahme, dass jeder dritten Frau sexualisierte Gewalt widerfahre, unter diesen Umständen noch haltbar ist ...

    • @O. Falada:

      Jede Frau die solche Taten nicht anzeigt ist genauso Teil des Problems.



      Warum ist unsere Gesellschaft nicht in der Lage diesen Menschen das Gefühl zu geben bei solchen Problemen kompetente Hilfe und Schutz zu bekommen?



      Das ist ein Problem der gesamten Gesellschaft zu der natürlich auch Männer gehören.



      Es ist richtig auf diese Probleme hinzuweisen.



      Denn jeder Mann der mit sowas durch kommt fügt dies anderen Frauen ebenfalls zu.



      Dennoch hat das mit den Großteil der männlichen Bevölkerung insofern nichts zu tun, als das man ihnen dafür mehr Schuld geben kann als den gesamten Rest der Gesellschaft.



      Und erneut: man übersieht diese Auffälligkeit nicht. Sie ist nur nicht relevant - was soll man denn daraus schließen außer einen geschlechtsspezifischen Generalverdacht?



      Diesen empfinden eben zurecht die meisten als Unsinn.



      Meinen Sie ein normaler Mann würde sich nicht für seine Geschlechtsgenossen schämen wenn er sowas sieht oder mit Platten Machismus konfrontiert wird?



      Eigentlich sollte das sogar jeder Mensch.



      Mal sehen ob man das so sagen darf.



      Ich fürchte nicht.

      • @Das B:

        Sie sind natürlich nicht zensiert worden - das ist keinem der unzähligen Männer widerfahren, die sich hier äußern.



        Möchten Sie uns verraten, wie Frauen, die heimlich betäubt werden, wissen sollen, dass sie in diesem Zustand vergewaltigt wurden? Da bedarf es auch der Aufmerksamkeit der Männer, die solche Gruppen sehen, aber nichts sagen - schon gar nicht den Ermittlungsbehörden.

  • Beim Homo sapiens, einem Vertreter der Trockennasenaffen, ist männliches Dominanzverhalten eindeutig nachweisbar – das ist unter Primatenforschenden unstrittig. Aber wir sind ja nicht nur Tier, sondern auch Kulturwesen. Gelingt es einer Gesellschaft nicht dieses evolutionäre Erbe einzuhegen, dann ist das ein kulturelles Problem oder, salopp gesagt, eine miese Kultur. Aber was soll man schon erwarten wenn von klein auf Ellbogenmentalität, Geiz ist geil und Turbokonsumkaplitalismus gepredigt wird.

  • In klassischer Garak-Manier könnte man das interpretieren, Frauen lassen sich halt seltener erwischen. Spaß beiseite: Peitscht Testo einen Menschen auf? Das kann am Ende nur jemand beurteilen bei dem sich der Spiegel mal massiv geändert hat. Trans Frauen erzählen oft, daß sich die "Getriebenheit" gelegt hat, trans Männer sprechen häufiger von einer Klarheit und Fokussierung - das könnten aber auch spezifische Reaktionen eines Gehirns sein, das endlich die "passenden" Hormone bekommt.

    Ich tippe eher auf die Sozialisierung: Jungs werden viel mehr auf Wettkampf, oder besser: auf Sieg konditioniert, und das "Main Character Syndrome" wird fleißig gebauchpinselt - und wenn es mit der eigenen Erfolgskurve objektiv halt nicht so gut aussieht wird "schmutzig gespielt", Hauptsache gewinnen - Der Schurke ist in seinem "Film" oft der Held. Vielleicht müssen wir die Narrative bei der Erziehung von Jungs ändern, evolutionsbiologisch ist unser Erfolg als Spezies viel mehr der Fähigkeit zur Kooperation zuzuordnen als dem Wettkampf.

  • von Vergewaltigung bis Gewässerverschmutzung - Männers sind halt Unternehmer und als solche haben sie gute Gelegenheiten, Gewässer zu verschmutzen. +Dabei mögen wir Frauen doch eigentlich Männer, auch wenn sie haarige Typen sind - je nach Gusto. Nur Nullen dürfen sie nicht sein. Und bitte nicht vergewaltigen, töten , Gewässer verschmutzen ob mit Pestiziden oder Chemikalien. Männers, hört zu! Ihr bestimmt viel zu viel. Das gilt nicht nur für die Regierungsmänner. Ihr seid einach kraft Eurer gröberen Körperkraft und kraft historisch gewordener Machtfülle überall überlegen. (Vielleicht nicht mehr im Gymnasium - Eure Abis sind nicht so gut und so zahlreich. Ihr seid eher Hauptschulabbrecher.) Männer, macht's besser! Ändert Euch! Zeigt Euer wahres Potential.

    • @ja wirklich?:

      Haben Sie schon mal überlegt, dass Männer sich gar nicht allein nachhaltig ändern können?

      Dass das möglicherweise nur im Team - also mit Frauen - geht?

      • @rero:

        Ernsthafte Frage? Wir betreiben seit Jahrzehnten Aufklärung, gehen auf die Straße, haben die besseren Noten und die schlechter bezahlten Jobs und sind trotzdem dafür zuständig, Männern zur Seite zu stehen, die sich nicht von alleine rühren wollen?

  • Und parallel hierzu ist bei der taz ein Artikel, bei der die Autorin ihre Freundin für den Diebstahl von Avocados feiert. Da geht doch was nicht mit rechten/linken (?) Dingen zu.

  • Letzter Versuch: Ich beziehe mich auf Iarasu und Das B.

    Weiter unten hatte ich geschrieben: "Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 536.200 Männer und 120.700 Frauen rechtskräftig verurteilt; der Männeranteil betrug also circa 82 Prozent. "



    Selbst wenn die Verurteilungen nur bei 5362 zu 1207 lägen (was ja für ein 80-Millionen-Volk geradezu ideal wäre), würde der Männeranteil immer noch bei a. 82% liegen und die Frage würde bestehen bleiben, woran es liegt, dass Männer häufiger straffällig werden. Anders ausgedrückt - nicht die absoluten Zahlen sind auffällig sondern die Prozentwerte.



    Alle Kriminalsoziologen oder -psychologen sind also herausgefordert, eine Erklärung zu finden. Rann an die Arbeit - Männer!

    • @Il_Leopardo:

      Sie beziehen sich gar nicht auf mein Argument was denn der Rest der Männer dafür kann, dass ein geringer Prozentsatz ihrer Geschlechtsgenossen Straftaten begeht.



      Solche Probleme werden immer aus der Gesellschaft heraus geboren - aus der gesamten Gesellschaft.



      Die Erklärung im Geschlecht zu suchen ist unwissenschaftlich und untergräbt das Grundgesetz nach dem niemand nach seinen Geschlecht beurteilt werden sollte.



      Wissenschaftlich wäre: zu schauen wann und wo es besser ist und warum.

    • @Il_Leopardo:

      Wenn Sie die Beiträge von larasu, Onegai u. v. a. lesen (und nicht missverstehen), finden Sie, was Sie suchen.

    • @Il_Leopardo:

      Gibt doch schon verschiedene Thesen dazu, die oft durchaus glaubwürdig klingen.

    • @Il_Leopardo:

      Bei ca .1,5 Prozent Anteil an einer Gruppe sehe ich kein generelles Problem. 95 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund waren nie auffällig. Da die restlichen 5 Prozent der Gruppe auffällig waren,sollen sich dann ihrer Meinung nach alle mit Migrationshintergrund an die Arbeit machen. Nach Ihrer Logik schon! Ich denke weder die 98 noch die 95 Prozent tragen Verantwortung aufgrund ihrer Merkmale.

      Aber ja, vielleicht hilft Spaltung ja, um die Situation zu verbessern....viel Glück.

  • Irgendwie verstehe ich die Aufregung nicht. Das Prinzip ist nicht neu. Man könnte noch anmerken, dass der präfrontale Kortex bei Jungs später ausgereift ist, als bei Mädchen und teilweise bis 30 Jahre braucht. Es sind ja vermutlich auch seltener junge Frauen als junge Männer, die auf U-Bahn-Dächern surfen oder ganz weit oben an einer Autobahnbrücke sinnlose Tacs anbringen. Aber zum Glück sind am Ende die allermeisten Männer halt keine Täter.

    • @larasu:

      Das nützt uns wenig, wenn jeder dritten von uns sexualisierte Gewalt widerfährt und die Frauenhäuser überrannt werden.

  • Wieviel Prozent der Männer wird straffällig?



    Und schon kann man die Frage nach den Geschlecht wieder einmotten.



    Es interessiert doch nicht welches Geschlecht oder sonstige Merkmale die Promilleanzahl an Straffälligen hat.



    Da die überwiegende Mehrheit eben keine Straftat begeht.



    Profiling ist immer Unsinn.

  • 1



    Ich muss sagen, ich bin ein wenig enttäuscht. Von einer Leserschaft einer so kritischen Zeitung hätte ich mehr (selbst-) kritische Haltung zum Thema erwartet.



    2



    Statt hier geradezu waghalsige Verdrehungen objektiver Zahlen oder gar Verleugnungen vorzutragen, hätte ich erwartet, dass die Diskussion doch eher um die Frage geht, wie sein kann, dass so viele Männer straffällig werden?



    3



    Darum sollte es doch gehen: Wie kommt es, dass im Vergleich zu den Frauen doch eklatant viele Männer vor Gericht erscheinen müssen. Darüber zu diskutieren, wird hier geradezu verweigert.

    • @Il_Leopardo:

      Welche konstruktive Selbstkritik kann ein Mann, der keine Straftaten begeht, aus diesem Kommentar herleiten?

    • @Il_Leopardo:

      Angesichts von über 100 Leserkommentaren zu behaupten, dass die Diskussion verweigert werde, ist grotesk. Unter Punkt 2 verdrehen Sie auch die (mutmaßliche) Kernaussage des Artikels: Es geht nicht darum, dass so viele Männer straffällig würden, sondern darum, dass so viele Tatverdächtige Männer sind.

      • @Yes:

        Es geht im Artikel nicht um Tatverdächtige, sondern um Täter. Und zum Thema, warum so viele Täter Männer sind wurde hier kaum etwas geschrieben.

        • @Il_Leopardo:

          Der Autor spricht zwar sowohl von „Tatverdächtigen“ als auch von „Tätern“, er beruft sich bei seinen Angaben aber auf die PKS, die nur Verdachtsfälle und Tatverdächtige erfasst. (Die PKS sagt mehr über die Polizeiarbeit aus als darüber, wie viele Straftaten tatsächlich begangen wurden oder wie viele Menschen sich tatsächlich strafbar gemacht haben.)

        • @Il_Leopardo:

          Vielleicht könnte ja auch ein Blick auf die Frage weiter helfen, warum so wenige Frauen für Verbrechen verdächtigt angeklagt und verurteilt werden. Spoiler: Nein, die Antwort ist nicht Testosteron.



          Die entscheidenden Merkmale sind soziale Bedingungen. Bei Männern und Frauen.

          • @Onegai:

            Stellen Sie sich zwei Männer vor - beide in den gleichen (nicht denselben) Bedingungen großgeworden. Der eine nimmt einen normalen Weg und geht jahrzehntelang brav arbeiten; der zweite will es sich "einfach" machen und wird kriminell.



            Was ich sagen will: man kann nicht immer alles mit schlechten Startbedingungen entschuldigen. Der zweite Mann hat sich "bewusst" für den kriminellen Weg entschieden und einen möglichen Gefängnisaufenthalt in Kauf genommen.

            • @Il_Leopardo:

              Ich habe Onegai gar nicht so verstanden, dass es um schlechte Startbedingungen geht.

              • @rero:

                Startbedingungen gehören ja wohl auch zu den sozialen Bedingungen. Aber beantworten kann diese Frage am besten wohl Onegai.

  • Logik-Klassiker: Selbst aus "Alle Verbrecher sind Männer" folgt nichts über "Alle Männer sind Verbrecher", und ein bisschen Bayessche bedingte Wahrscheinlichkeit hilft auch hier.



    Bleibt: Männliche Pubertät und Adoleszenz kann schon mal danebengehen. Im besten Falle fällt das dann beim Bund nicht so auf, im schlimmsten Falle kaufen sie sich ein Auto oder Ärgeres.

  • Auch wenn es einige hier kleinreden (und übrigens sagte niemand im Ernst dass alle Männer Verbrecher seien), das Problem sind oft junge Männer und Testosteron. Auch ohne Verbrechen, auch ohne Urteile, sind es Männer, die Scheiße Auto fahren und andere gefährden, Männer, die Streit angefangen und Stress machen, Männer, für nachts wegen Ruhestörung auffallen und sich dabei in all diesen Fällen auch noch cool finden. Verbrechen: sind dann die ultimative Grenzüberschreitung und passen somit genau in diese Reihe. Ehrlich, ich finde Verhalten zum Kotzen. Und nein, bei weitem nicht alle Männer zeigen das. Ich meine mich zB recht gut in Griff zu haben 😉. Geht also. Aber dieser besondere Schlag Mann der sich durch Lärm, Prollen und Stressen hervortut, passt besser in ein Affenhaus als in eine Zivilgesellschaft.

    • @sachmah:

      Die armen Affen!

  • Im Jahr 2024 wurden rund 632.100 Personen wegen Straftaten rechtskräftig verurteilt. Das entspricht bei 83,5 Mio. Einwohnern knapp 0,8 %. Davon war nur ein ganz kleiner Teil Verbrecher und ein noch kleinerer Teil (jedenfalls bei der Verurteilung noch) ein Mann. Vielleicht einer von zweitausend Männern wurde wegen eines Verbrechens verurteilt. Damit taugt das Geschlecht ebenso wenig als Auswahlkriterium für die Strafverfolgung wie die Einordnung nach Hautfarbe, Herkunft oder anderen rassistischen Merkmalen beim Racial Profiling. Es ist zudem genauso rechtswidrig. Dass eine Diskriminierung nach Alter und Geschlecht akzeptabler als sonstiger Rassismus sein soll, erscheint ein bisschen unlogisch und ergibt auch sonst überhaupt keinen Sinn.



    (Quelle f. d Anzahl der Verurteilungen: www.destatis.de/DE...25_452_24311.html)

    • @Yes:

      schön, aber ändert nichts am Wahrheitsgehalt der Aussage: "die Verbrecher sind alle Männer".

      • @Jutta57:

        Die Aussage „Die Verbrecherinnen sind alle Frauen.“ hätte laut PKS einen exakt 25,9 % höheren Wahrheitsgehalt.

    • @Yes:

      Das ist doch eine Milchmädchenrechnung. Die Hälfte der Einwohner war unter 18 Jahren oder über 65 Jahren. Also sind wird schon bei 1,6 % Straffälligen. Das ist nicht gerade wenig.

      • @Il_Leopardo:

        Klar ist das wenig. Wenn man von den anderen 98,4 % erwartet dafür Rechenschaft abzulegen.

      • @Il_Leopardo:

        Die unter 18-Jährigen machen immerhin 13 % der Tatverdächtigen in der PKS aus. Und auch die Senioren werden nicht völlig straffrei geblieben sein. Wem aber schon 1,6 % „nicht gerade wenig“ erscheinen, dem sollten erst recht nicht die 25,9 % weiblicher Tatverdächtiger vollständig entgehen. Und dabei war der Frauenanteil in früheren Jahren auch schon mal um mehrere 1,6 % höher...

        • @Yes:

          P.S.



          Im übrigen geht es im Artikel nicht um Verdächtige, sondern um Täter - also um bereits Verurteilte.

          • @Il_Leopardo:

            Nein, genau umgekehrt.

        • @Yes:

          Ich beziehe mich auf die Seite Statistika:



          18.000 unter 18 Jahre alt, 487.615 über 18 Jahre alt - immer bezogen auf männliche Straftäter.

          • @Il_Leopardo:

            Tatverdächtige insgesamt: 2.054.855

            männlich: 1.523.090

            weiblich: 531.765

            unter 18: 95.410 (< 14) + 172.770 (14 - < 18) = 268.180



            Quelle: PKS www.bka.de/SharedD...ublicationFile&v=6 auf Seite 45



            Was ist Statistika?

  • Mit dem Finger auf wen zu zeigen, ist fruchtlos. Wer erzieht Männer? Wer lässt männliche Babies länger an der Brust als weibliche Babies? Wurde in den 70er Jahren festgestellt bei Untersuchungen in Frankreich und Italien. Sind Frauen heute menschlichkeitsbewusster und verhalten sich anders? Erziehen sie ihre Söhne menschlicher? Verhalten sich Lehrer:innen anders, besser auf weibliche und männliche Besonderheiten und Bedürfnisse eingehend?

    • @ja wirklich?:

      Nun, zumindest landen Frauen nicht so häufig beim Gericht als Männer. Verhältnis Männer : Frauen = 4 : 1

  • [...] Beitrag auf Wunsch des*der Nutzer*in entfernt. Die Moderation

    • @varadi:

      Ich möchte mich bei Gereon Asmuth entschuldigen. Ich bitte um Löschung meines Kommentars. Leider kann ich ihn nicht selbst löschen. Danke.

      • @varadi:

        Warum das denn? Ihr Kommentar ist vollkommen angemessen und basiert auch ausschließlich auf Fakten.

      • @varadi:

        Warum?

  • Das ist 'n bisschen wie bei ner AFD Demo zu brüllen, dass alle da Nazis sind und dann alle da die Schultern zucken.



    Bin ich böse, weil ich das überhaupt nicht überraschend finde?



    Ist das nicht so allgemein, wie die Aussage, dass Macht korrumpiert?

    Wie meine geliebte Deutschlehrer*in gefragt hätte: Was will un der Autor damit sagen?

    • @Ernst Lusti:

      "Was will uns der Autor damit sagen?" ist eine spannende Frage.

      Dass man vom Einzelfall aus Logikgründen nicht auf eine Gruppe schließen kann, hat sich ja mittlerweile rumgesprochen.

      Gilt für alle möglichen Gruppen.

  • Sollen wir die Täter härter bestrafen?



    Wie gehen wir mit dieser Situation um, Herr Asmuth?

  • Inzwischen ist man als Person, als Mensch leider gezwungen, sein Geschlecht zu offenbaren, nur, weil man einen Artikel kommentiert.



    Ich bin eine Frau.



    Empfehle Christian Rösler: "Partnerschaftsgewalt und Geschlecht" im Nomos Verlag. Wissenschaft, Psychotherapie/Psychoanalyse.



    2024.



    Ganz mehrheitlich erziehen wir Frauen, als Großmütter, Mütter, Erzieherinnen, Grundschullehrinnen die Kinder, alle Geschlechter!



    Wie erziehen wir?



    Mir fehlt weibliche Selbstreflexion auch dahingehend, warum besonders Männer bevorzugt werden als Partner, die alte und eigentlich überlebte Machismen verkörpern - wir müssen das nicht.



    Wir können weiche Männer lieben - tun wird das!?



    Wir Frauen haben jede Option in unserem sozialen Rechtstaat, wir können Hosen tragen oder Röcke, symbolisch gesprochen, wir können tolle Jobs anstreben und machen, wir können uns auch ins Private zurückziehen und uns versorgen lassen.



    Alles ist möglich.



    Haben Männer diese diversen Optionen?



    Oder sind da subkutan doch die Erwartungen: Stark, wehrbereit, auch real im Krieg, das Geld ranschaffen, koste es, was es wolle!?



    Warum sind mehrheitlich Männer obdachlos? Warum bringen sich mehr Männer um?

    Wir waren schon mal weiter.

    • @Toni Zweig:

      Vielen Dank!!

    • @Toni Zweig:

      "Wir Frauen haben jede Option in unserem sozialen Rechtstaat, wir können Hosen tragen oder Röcke, symbolisch gesprochen, wir können tolle Jobs anstreben und machen, wir können uns auch ins Private zurückziehen und uns versorgen lassen. (...) Alles ist möglich."

      Das wage ich zu bezweifeln. Verstehe ich Sie richtig? Es liegt an den Frauen, wenn Männer gewalttätig werden oder Verbrechen begehen? Hätten sie (die Frauen) sich doch einen zivilisierteren Mann als Partner gesucht, ihre Söhne besser erzogen?

      Jürgen Döllmann im Forum katholischer Männer über das von Ihnen genannte Buch "Partnerschaftsgewalt und Geschlecht":

      "In Medien und Politik wie auch in Teilen der Wissenschaft herrscht teilweise die Auffassung vor, dass häusliche Gewalt vor allem von Männern als Tätern ausgeht und Frauen als Opfer betroffen sind. Eine große Anzahl von repräsentativen empirischen Studien zeigt mittlerweile, dass Männer in gleicher Weise Opfer von Gewalt in Beziehungen sowie Frauen in vergleichbarer Weise zu Täterinnen werden."

      Fragwürdige Empfehlung aus der doch eher konservativen Ecke wie mir scheint.

      • @Klabauta:

        Ich nehme an sie sind ein Mann? Wenn ja ist es schon ziemlich (un)lustig, dass sie genau bei diesem Thema, einer Frau ihrer Meinung absprechen wollen.



        "Verstehe ich Sie richtig? Es liegt an den Frauen, wenn Männer gewalttätig werden oder Verbrechen begehen? "



        Das steht da so nicht, was sie da hineininterpretieren ist ihre Sache. Es ist wohl eher so gemeint, dass auch Frauen eine Rolle dabei spielen, wie Männer sich entwickeln und das ist ja auch nicht falsch, darauf hinzuweisen ist auch nicht falsch. Das komplett auszublenden wäre aber in der Tat falsch.

        • @PartyChampignons:

          Keine Ahnung, wie Sie anhand meines Kommentars glauben, Rückschlüsse auf mein Geschlecht ziehen zu können.



          Ich spreche niemandem ihre / seine Meinung ab, allerdings erlaube ich mir, meine Zweifel an den vermeintlich zwingenden Antworten auf deren rhetorische Fragen zu äußern.

          Zum Thema:



          Natürlich steht das so nicht da. @Toni Zweig stellt scheinbar offene Fragen, die in ihrer Wirkung aber durchaus manipulaiv sind.



          Sie verweist zudem auf ein Buch, in dessen Klappentext steht:



          "Nach wie vor herrscht in der Öffentlichkeit die Auffassung vor, dass vor allem Männer Täter und Frauen Opfer sind. Das Buch zeigt in einem Überblick über Hunderte wissenschaftlicher Studien, dass beide Geschlechter in gleichem Maße zu Opfern bzw. Tätern werden."

          Die polizeiliche Kriminalstatistik sagt etwas ganz anderes:

          "Mit einem Anteil von 79,3 % (135.713 der 171.069 Opfer) weiblicher und 20,7 % (35.356) männlicher Opfer zeigt sich im Vergleich zum Berichtsjahr 2023 nahezu keine Veränderung des Geschlechterverhältnisses der Opfer von Partnerschaftsgewalt (2023: 79,2 % weibliche, 20,8 % männliche Opfer)."

          • @Klabauta:

            Ich habe ihr Geschlecht wie gesagt nur vermutet auf Grund der abfälligen Art wie sie über den Kommentar gesprochen haben und sie verneinen meine Vermutung ja auch nicht :D

            Die Fragen empfinde ich jetzt nicht als manipulativ, ganz im Gegenteil finde ich es mutig und erfrischend zu diesem Thema von einer Frau auch mal Denkanstöße zu hören die in eine andere Richtung gehen.

            Zu dem Buch kann ich nichts sagen, das müsste man sich dann mal genauer anschauen, jedoch würde ich dazu tendieren hunderten wissenschaftlichen Studien (sofern sie wirklich wissenschaftlich und es wirklich hunderte sind) mehr Glauben zu schenken als einer einzigen Statistik.....

    • @Toni Zweig:

      Danke für Ihren Kommentar, Frau Zweig!

  • Vielen Dank für den informativen und faktenbasierten Artikel. Auch die Kommentare sind sehr aufschlussreich und zeigen, dass noch viele solcher Artikel nötig sind, um Männer auch nur ansatzweise selbstkritikfähig zu machen. Wir weiblich gelesenen Menschen können besser damit umgehen, als minderwertig bezeichnet zu werden. Vielleicht, weil es in unserem Fall von den statistischen Fakten oft widerlegt wird. Hier in einigen Kommentaren wird teilweise die Richtigkeit der Statistik angezweifelt, oder es werden Daten aus der Statistik verdreht bzw komplett missverstanden. Allein das ist schon ein Indikator, dass Männer sich hier teils viel mehr mit der eigenen Identität beschäftigen sollten.

    • @Suse Münch:

      Offiziell geht gut 20 % der Gewalt in Partnerschaften von Frauen aus, bei einer gigantischen Dunkelziffer. Anteil der Berichterstattung darüber: 0 %.



      Oder anders gesagt: An die eigene Nase fassen ist auch nicht soooo ausgeprägt bei Frauen.

    • @Suse Münch:

      Warum sollten sich Männer für Taten selbst kritisieren, die sie gar nicht begangen haben?

      • @Yes:

        Die Frage müsste eher lauten: Warum müssen Männer, die doch (bislang) keine Straftaten begangen haben, hier statistische Fakten leugnen oder die Daten verdrehen und komplett missverstehen?

      • @Yes:

        Weil wir die Deppen unter uns machen lassen. Sie sind nicht cool. Sie sind doof. Machen wir das ausreichend klar / wenn wir jung und in einer Clique sind zum Beispiel? Mann, was wir uns besoffen haben durchgehen lassen. Shit. Nicht ok, garnicht.

  • Verwundert das noch jemanden? Warum werden Männer nicht erst mit 30 volljährig (inkl. Wahlrecht + Führerschein)? Würde sehr viel Leid ersparen 😊

    • @Kasimir_Affe:

      Auch wenn ich Ihnen unterstelle, den Kommentar ironisch zu meinen, möchte ich doch mal was zu diesen Gedanken beitragen, da ich Selbige tatsächlich auch schon ernst gemeint vernehmen dufte.

      Zum einen sollte man Tätern wie schon von fhirsch angemerkt nicht auch noch so lange die Ausrede des jugendlichen Leichtsinns zugestehen.

      Außerdem wird es die ganze Situation sicherlich nicht wirklich verbessern, wenn wir Jungen/Männern, welche in unserem Bildungssystem eh bereits systematischer Benachteiligung ausgesetzt sind, was ihnen den Start in das Berufsleben jetzt schon häufig erschwert, diesen Einstieg z. B. durch eine Führerscheinblockade noch zusätzlich schwerer machen.

      Was das Wahlrecht angeht, sieht es nicht besser aus. Die einen sollten am besten bereits mit 16 Wählen dürfen, aber die Jungen/Männer, welche ab 18 zum Sterben an irgendwelche Kriegsschauplätze geschickt werden sollen, denen verbieten wir dann sogar noch, die Leute zu wählen, welche sie dorthin beordern. Ein Mindset, welches viel über eine Person aussagt.

      Wie geschrieben, ich unterstelle Ihnen selbst Ironie in ihrem Beitrag, aber ich habe solche Vorschläge zuletzt tatsächlich immer häufiger auch im Ernst gehört.

      • @tatzen-leser:

        Sehr gute Argumente!

        Können wir uns auf 25 einigen? Das wäre das Alter, ab wann Männer in der Ukraine eingezogen werden.

        Da gehen auch die Unfallzahlen nach unten (Auto) und die Wahlergebnisse für bestimmte Parteien.

        Dem Großteil der bis 25-jährigen Männer täte es doch gut, wenn nochmal jemand über Verträge schaut etc.

        // das Strafrecht bleibt weiterhin wie bisher unabhängig von der Volljährigkeit, also flexible Altersgrenze

    • @Kasimir_Affe:

      Damit sie bis 30 unters Jugendstrafrecht fallen?

    • @Kasimir_Affe:

      Gute Idee 👍

  • Na Männers, wie zu erwarten ruft solch ein Artikel lang anhaltendes Wehklagen bei meinen Geschlechtsgenossen hervor.



    Einfach Mal sacken lassen, statt getroffen zu bellen.



    Mimimi 😉

    • @Nansen:

      Die Taktik, Menschengruppen zu beschimpfen, und dann "Oh, da wurde wohl ein Nerv getroffen, mimimi!" zu rufen, wenn diese sich darüber beschweren, kenne ich ganz gut von den radikaleren Rechten. Krah und Höcke machen das z.B. gerne - ist eben eine beliebte Trolling-Taktik, wenn man in der Substanz verliert.

      • @Agarack:

        Wo ist denn hier genau die Beschimpfung, Ihrer Ansicht nach?

      • @Agarack:

        Ich weiß nicht, woraus Sie schließen, im Artikel würden Männer beschimpft. Hier geht's darum, ein Problem aufzuzeigen, dessen wir uns besser konstruktiv annehmen. In den Kommentaren lese ich stattdessen überwiegend "mimimi" und Relativierung.

      • @Agarack:

        Worauf bezieht sich hier ihre Einschätzung von "in der Substanz verliert" ?

        Darauf das 80% der statistisch erfassten Straftaten von Männern begangen wurden?

        Darauf das in Deutschland 2 von 3 Frauen sexuelle Belästigung erfahren haben?

        Oder das jede 3 Frau in Deutschland von körperlicher und /oder sexuelle Gewalt betroffen ist ?

        Könnte ich jetzt mit etlichen Beispielen weiter ausführen.



        Alle ergeben ein eindeutiges Bild. Die große Mehrheit der Männer hierzulande verhält sich alles andere als rechtschaffend.

        Und Täter ist man nicht erst dann, wenn man strafrechtlich erfasst wurde.

        Daher ist es keine Taktik oder Trolling oder was sie sich sonst für einen Blödsinn darunter vorstellen, sondern es sind Fakten die im Raum stehen und die zur Kenntnis genommen werden müssen. Voraussetzung um etwas zu verändern ist es sich ersteinmal "ehrlich" zu machen, anstatt zu lamentieren.

        • @Sam Spade:

          Ich stimme zu bis auf“Die große Mehrheit der Männer hierzulande verhält sich alles andere als rechtschaffend.“



          Neben einer neutralen Masse gibt es so viele Männer, die sich für andere einsetzen, nicht nur mit Worten sondern auch mit ihrer Kraft dazwischengehen, dass ich den Satz nicht stehen lassen will. Ansonsten ja richtig. Ist so, muss sich ändern.

        • @Sam Spade:

          "Die große Mehrheit der Männer hierzulande verhält sich alles andere als rechtschaffend."

          Was für ein Unsinn. Woher haben Sie das?

        • @Sam Spade:

          " Alle ergeben ein eindeutiges Bild. Die große Mehrheit der Männer hierzulande verhält sich alles andere als rechtschaffend."

          Das ist schlicht unwahr, das folgt aus den Statistiken nicht. Laut verlinktem Artikel zur PKS gab es 2025 5,5 Millionen erfasste Fälle von schweren Gewalttaten in Deutschland. Nehmen wir mal an, jeder dieser Fälle wäre jeweils von einem einzelnen, immer anderen Täter tatsächlich begangen worden (was unwahrscheinlich ist). Nehmen wir zusätzlich (um die Rechnung zu vereinfachen) an, dass nicht 80%, sondern 100% der Täter Männer wären. Nehmen wir zudem an, dass das Dunkelfeld der nicht erfassten Fälle noch mal doppelt so hoch ist (also 11 Millionen), und das auch hier alle Taten jeweils von einem anderen Mann begangen wurden, insgesamt also 16,5 Millionen Männer eine schwere Straftat begangen hätten. Selbst in dieser (groben und für Männer absurd negativ überzeichneten) Statistik blieben von den 41,2 Millionen Männern in Deutschland immer noch eine deutliche Mehrheit (24,7 Millionen), die KEINE entsprechende Straftat begangen hätten. Über diese Mehrheit sagt diese Statistik - und auch die weiteren von Ihnen genannten Statistiken - schlicht nichts aus.

        • @Sam Spade:

          Die Fakten zeigen nicht dass die große Mehrheit der Männer sich nicht rechtschaffend verhält, sondern dass eine große Mehrheit der Gewalttäter Männer sind.



          Es gab laut PKS insgesamt ca 5Mio Straftaten (aller Art).



          Selbst wenn man ignoriert, dass es nicht 5 Millionen einzelne Täter waren und nicht alle Männer, wäre das immer noch eine Minderheit der Männer.



          "Und Täter ist man nicht erst dann, wenn man strafrechtlich erfasst wurde."



          Ich verweise mal auf das Argument, Tatverdächtige seien ja nicht automatisch Täter, welches seltsamerweise ausgerechnet bei der überproportional vertretenen Untergruppe der Männer stets bemüht wird.

          • @dave777:

            Da hapert es aber gewaltig an der Logik.

            Nur ein Beispiel:



            Wenn 2 von 3 Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung erfahren haben, kann von einer Mehrheit von rechtschaffenden Männern in Deutschland kaum mehr die Rede sein.

            Auch scheinen sie nicht so richtig mit der Definition des Begriffs Täter vertraut zu sein.

            Ihre Definition beruht ausschließlich auf den Gebrauch in der Rechtssprache.

            Es gibt aber auch noch die allgemeine Definition. Umgangssprachlich ist diejenige Person ein Täter, die eine verwerfliche Tat begeht.

            Sie können sich anhand des Beispiels auch mit geringen mathematischen Kenntnissen leicht selbst ausrechnen, das eine Mehrheit der Männer sich gar nicht rechtschaffend verhalten kann, wenn 2 von 3 Frauen sexuelle Belästigung erlebt haben. Per Definition also Täter sind.

            Die Angaben stammen übrigens vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben und bilden ebenfalls statistische Werte ab.

            • @Sam Spade:

              Sorry, wenn ich hier einmal Korinthen kacke, es heißt nicht "rechtschaffend", sondern "rechtschaffen".



              Ansonsten: Ja, besonders Männer neigen zu antisozialem und aggressivem Verhalten, v. a., wenn sie in Gruppen unterwegs sind - wobei ich mir oft an den Kopf fasse, wenn ich in den Nachrichten lese, wie Männer in ihren 50ern, 60ern, oder noch älter, ausrasten, sich prügeln und andere Messern oder Schusswaffen angreifen...



              Mal ganz ketzerisch gefragt, warum kastriert man Kater, Hunde oder Stiere, die dann zu Ochsen werden, warum macht man Hengste zu Wallachen? Wären wir als Eunuchen auch friedlicher?

            • @Sam Spade:

              Da hapert es aber gewaltig an der Logik.

              Man kann von der Zahl der Opfer nicht auf die Zahl der Täter schließen.

            • @Sam Spade:

              Kokolores. Um zwei Frauen zu belästigen braucht es keine zwei Männer.

            • @Sam Spade:

              "Da hapert es aber gewaltig an der Logik.



              Nur ein Beispiel: Wenn 2 von 3 Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung erfahren haben, kann von einer Mehrheit von rechtschaffenden Männern in Deutschland kaum mehr die Rede sein."

              Sie werfen jemandem vor, dass es an der Logik hapere, indem Sie einen logischen Fehlschluss begehen. Die Aussage: "Zwei Drittel aller Frauen haben sexuelle Belästigung durch Männer erfahren" sagt tatsächlich rein gar nichts über den Anteil der Männer aus, die diese Belästigungen begehen.

              Um das mal an einem Gedankenexperiment zu illustrieren: Stellen Sie sich vor, hundert Frauen begegnen an einem Arbeitstag jeweils den gleichen insg. hundert Männern. Zufällig kommen alle diese hundert Frauen zu unterschiedlichen Zeitpunkten an diesem Tag an einer Mauer vorbei, auf der ein betrunkener Mann sitzt. Dieser belästigt alle vorbeigehenden Frauen sexuell (durch klassisches "Catcalling"). An diesem Tag haben im genannten Beispiel alle (!) erfassten Frauen sexuelle Belästigung durch Männer erfahren - der Anteil der Männer, die diese begangen haben, liegt jedoch bei einem Prozent.

              • @Agarack:

                Sorry, aber was hat das Experiment mit höherer Mathematik zu tun?

                Versuchen sie es mathematisch mit dem Satz von Bayes, der ereignet sich für bedingte Wahrscheinlichkeiten.

                Erweitern sie das Feld um Wahrscheinlichkeitsbäumchen und ergänzen es um die Apriori Wahrscheinlichkeit (wichtiger Faktor). Dann füllen sie das ganze mit Daten aus.

                Wenn sie es exakt wissen möchten, brauchen sie davon eine ganze Menge.

                Sie werden dann anhand der Zufallsprozesse erkennen wie Wahrscheinlich oder besser gesagt Unwahrscheinlich ihr Beispiel in der Realität ist. Und wie hoch die Wahrscheinlichkeit an der Mehrheit der männlichen Bevölkerung ist.

                Anleitung zum Arbeiten mit Wahrscheinlichkeitsbäumchen und alles weitere findet sich bestimmt im Internet.

                • @Sam Spade:

                  Warum Sie hierfür spezifisch eine bedingte Wahrscheinlichkeit benötigen, verstehe ich nicht. Um zu berechnen, wie viele Prozent der Männer (nach Ihrer Definition) Täter sind, erfüllt es keinen zusätzlichen Zweck, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass jemand ein Mann ist, als Bedingung in die Berechnung aufzunehmen. Wenn Sie von vornherein nur die Subpopulation "Mann" anschauen, können Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die betrachtete Person ein Mann ist (=Bedingung) einfach mit 1 angeben und rauskürzen.

                  Selbst dann scheitern Sie aber am fundamentalen Problem, dass Sie die A-priori-Wahrscheinlichkeit für das Ereignis "Mann wird zum Täter" gar nicht seriös angeben können, weil Ihnen die Daten dazu schlicht fehlen - denn Sie können, wie schon vorher gesagt, die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis (P(A)) nicht einfach aus der Zahl der Opfer herleiten, weil diese Zahlen logisch nicht direkt zusammenhängen. Somit ist eine Berechnung anhand Ihrer Daten nicht seriös möglich.

  • Dann lasst uns doch einfach die Männer abschaffen. Dann wird es aber schwierig mit dem Fortbestand der Menschheit. Auf der anderen Seite retten wir das Klima, wenn es keine Menschen mehr gibt.

  • Hallo Männer - entspannt mal ein wenig!



    www.youtube.com/watch?v=vQm93OJ3XHw

  • Wirklich schade… früher war die TAZ noch interessant. Heute gehts nur noch um Männerhass. Abo gekündigt :)

    • @Lisa Maria Donoso Vegue:

      Ihr Ernst? Es geht hier nicht um Männerhass, sondern um die unfassbar hohe Zahl von Frauen, die Opfer von (sexualisierter) Gewalt werden

      • @O. Falada:

        Ginge es nicht um Männerhass würde man das nicht an alle Männer adressieren. Die meisten von denen haben keine Straftat begangen.



        Wie erklären Sie den Rat keine Beziehung mit Männern einzugehen?



        Wenn der Fokus auf den Straftaten läge wäre wohl eher der Rat besser zu schauen mit wen man sich einlässt angebracht sowie einfach das nennen von Fakten statt davon zu schwafeln alle Männer wären daran schuld das ein geringer Prozentsatz von ihnen Straftaten begeht.



        Wer jemanden aufgrund seines gelesenen Geschlechts verurteilt handelt sexistisch und diskriminierend.



        IMMER.



        Dafür Rechtfertigungen zu finden ist so falsch wie bei einer Straftat weg zu schauen.



        Allein das dieser Kommentar vermutlich aufgrund von Meinungshoheit gesperrt wird zeigt doch wie feige die Debatte geführt werden soll.

        • @Das B:

          Die Dunkelziffer bei sexualisierter Gewalt ist unfassbar hoch - das bedeutet, dass hier noch sehr viel mehr unentdeckte Täter unterwegs sind, als Sie sich das vorstellen können.



          Und den Ratschlag, der die Verantwortung für Verbrechen an einer Frau dem Opfer zuschiebt, finde ich unfassbar misogyn. Aber wie Sie sehen, hat Sie hier deswegen niemand zensiert.

    • @Lisa Maria Donoso Vegue:

      Ich bin wohl mehr Feminist als Sie.

  • Die Verbrecher sind alle Männer bedeutet ja glücklicherweise nicht alle Männer sind Verbrecher.

    • @Jutta57:

      Das hat der Autor aber nicht verstanden wenn er



      a. Männer als Beziehungspartner disqualifiziert



      b. Von den Männern statt der Gesellschaft Lösungen fordert.

  • Bei solchen dümmlichen Artikeln, so satirisch sie auch angeblich gemeint sein mögen, muss man sich echt nicht wundern, wenn Männer und insbesondere die jüngeren (ab 30 werden die haarigen Monster ja ruhiger), lieber irgendwelchen Andrew Tates nachlaufen.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @schoenix:

      Ich kann Sie beruhigen. Der Text ist weder satirisch, noch satirisch gemeint. Er ist ausschließlich faktenbasiert, auch wenn das vielen männlich gelesen Lesern nicht passt.

      • @Gereon Asmuth:

        Wenn wir der Logik ihres Artikels folgen, vielleicht auch dem Weltbild, das dahinter steht, müssten wir dann nicht einen "Male Foot Print" oder einen "Male Violence Foot Print" Einführen?

      • @Gereon Asmuth:

        „Fahnder können locker das eh unakzeptable Racial Profiling vergessen und stattdessen alle Männer in Reichweite verhaften.“

        Ach, den Satz meinen Sie ernst?

        • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

          @Strolch:

          Ja. Er ist statisch belegt, kritisiert gleichzeitig die Absurdität des illegalen, aber dennoch von der Polizei angewandten Racial Profiling.

          • @Gereon Asmuth:

            Alle Männer in Reichweite verhaften, meinen Sie ernst. Na, das lässt tief blicken.

        • @Strolch:

          Den einen gegen den anderen Rassismus auszutauschen könnte eine gute Idee sein, wenn man nicht weiß, warum man eigentlich gegen ihn war.

      • @Gereon Asmuth:

        Nachvollziehbar. Aber das mit der Körperbehaarung war etwas unter der Gürtellinie.

  • In der Politik sind auch überwiegend Männer tätig.



    Einige Frauen in der Politik stehen ihren männlichen Kollegen aber auch in nichts nach.

  • Herr Asmuth plappert die Aussagen der Polizei zur Polizeistatistik nach. Vergißt ein paar wesentliche Details, die hier schon andere erwähnt haben. Eigene Recherche, ob diese Aussagen stimmen kann ich nicht erkennen. Aber wie mann gelegentlich liest sind wesentliche Player sowohl in der cosa nostra eben Playerinnen. Und auch im westafrikanischen Menschenhandel Richtung Europa und Deutschland sind die king pins keine - sondern queens.



    Und dann wäre da noch das Anzeigeverhalten - Straftaten von Frauen werden seltener angezeigt und die Strafmaße scheinen auch geringer zu sein.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Onegai:

      Nein, ich plapper nicht die Aussage nach. Im Gegenteil. Ich untermauere die These, dass der Mann unübersehbar das Problem ist, anhand einer tiefergehenden Zahlenanalyse der Kriminalstatistik. Und das Ergebnis ist übereindeutig. Selbst wenn man alle berechtigte Kritik an der Statistik mit einberechnet, lässt es sich nicht von der Hand weisen.

      • @Gereon Asmuth:

        Wie lösen wir dieses Problem?

        • @Ernst Lusti:

          Der erste Schritt wäre dass überhaupt eine relevante Menge an Menschen ein Problem erkennt. Dazu braucht es solche Artikel.



          Dann kann die Lösung, wie alle Lösungen, entstehen: per Schwarmintelligenz.

      • @Gereon Asmuth:

        Wie erklären Sie sich dann dass laut TVBZ syrische Frauen 4x mehr Tatverdächtige sind als deutsche Männer?

        • @AmArschderHeide:

          Laut der polizeilichen Kriminalstatistik gibt es 889.337 männliche Tatverdächtige. Ihnen zufolge gibt es also 3.557.348 syrische Frauen in Deutschland, die auch noch Tatverdächtige sind?

          • @larasu:

            Absolute und relative Zahlen bitte beachten.

          • @larasu:

            Basierend auf Analysen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) 2024 zeigen Daten, dass die Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ) in bestimmten Deliktbereichen für Frauen aus Syrien und anderen Ländern teilweise höher ist als jene für deutsche Männer. Diese Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Kriminalität nicht ausschließlich durch das Geschlecht bestimmt wird.



            Landtag NRW



            Landtag NRW



            +2



            Höhere TVBZ: Berichten zufolge sind syrische Frauen in bestimmten Deliktkategorien häufiger als Tatverdächtige erfasst worden als deutsche Männer.



            Landtag NRW



            Landtag NRW



            +2



            Bezugsgruppe: Die TVBZ (Tatverdächtigenbelastungszahl) misst die Anzahl der Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner einer Gruppe.



            Wikipedia



            Wikipedia



            Allgemeiner Kontext: Laut PKS 2024 ist die TVBZ bei nichtdeutschen Tatverdächtigen generell höher als bei Deutschen.



            Mediendienst Integration



            Mediendienst Integration



            +2

            • @AmArschderHeide:

              "bestimmten Deliktkategorien" Welche Deliktkategorien sind dass denn ? Fallen da auch Delikte drunter, dessen sich deutsche Staatsbürger gar nicht erst schuldig machen können ?

              "Quelle Wikipedia " geben die das nächste mal bitte den Hyperlink an . Gleiches gilt für den Mediendienstintegration was soll das sein ?

              Richtig ist ...



              nicht nur das Geschlecht hat einen Einfluss sondern auch das Alter, der sozioöknomische Status der Tatverdächtigen (welcher in der PKBS nicht erfasst wird). Berücksichtigt man diese konfundierenden Faktoren, verliert der bloße kulturelle Hintergrund, auf den sie anspielen, an Bedeutung.



              Diese Faktoren erklären im Übrigen auch die Überrepräsentation auf die sie verweisen.

          • @larasu:

            AmArschderHeide meint bestimmt im Verhältnis zum Bevölkerungsanteil. Die entsprechende Statistik habe ich auch irgendwo gesehen.

      • @Gereon Asmuth:

        Merkwürdiger Umgang mit Statistik. "Täter, die sich mit Messern bewaffnen" sind eine Teilmenge der Gesamtmenge "Männer". Im Übrigen hat Racial Profiling eine höhere (wenngleich niedrige) Sensitivität (Trefferquote) als Gender Profiling. Wenn Ersteres zu Recht als illegitim gilt, dann muss dies für Letzteres ebenso gelten. Aber vielleicht hat man auch endlich eine Menschengruppe gefunden, die man guten Gewissens pauschal herabsetzen darf. Das schadet dann allerdings weniger irgendeinem männlichen Ego, als der Stringenz des Denkens und der Konsequenz des Verhaltens. Ob dies auch nur einer Frau nützt, darf füglich bezweifelt werden.

  • Ich frage mich manchmal wirklich, wie manche Taz-Autor*innen einschätzen, wie ihre Artikel und Überschriften auf eine nicht bereits von einer spezifischen Richtung des Feminismus überzeugten Person wirken - oder ob sie dieses überhaupt interessiert. Ich glaube, vor einem jungen Mann, der liest, das Männer an sich alle schlimme Verbrecher sind, und sich denkt: "Ja, das ergibt Sinn", hätte ich mehr Angst, als vor einem jungen Mann, der darauf abgeschreckt und irritiert reagiert.

    Man darf diese halbsatirischen Texte (die gerade genug Satire enthalten, um klar durchscheinen zu lassen, dass der Autor es im Kern eigentlich ernst meint) für die eigene Bubble ja schreiben. Meine persönliche Meinung ist aber, dass man dadurch die Welt ein bisschen schlechter macht, weil man jungen Männern dadurch vermittelt, dass die muskulösen Manosphere-Vollpfosten, die ihnen erzählen, dass Feminist*innen sie sowieso hassen und sie diese deshalb ignorieren sollten, damit nur bestätigt werden. Ironisch dabei ist, dass gegenüber dieser Gruppe immer wieder genau die Empathie völlig fehlt, die von Männern in diesen Artikeln (vorgeblich) eingefordert wird.

    • @Agarack:

      "Ich glaube, vor einem jungen Mann, der liest, das Männer an sich alle schlimme Verbrecher sind, und sich denkt: "Ja, das ergibt Sinn", hätte ich mehr Angst, als vor einem jungen Mann, der darauf abgeschreckt und irritiert reagiert."



      Ein weiterer Aspekt ist ja: wenn man absolut allen Männern die Schuld zuweist und sie auffordert sich zu ändern, wird implizit ausgedrückt, dass die Frauen auf der anderen Seite nicht zu einer Problemlösung beitragen können... wie sexistisch das ist, mag jeder selber bewerten.

    • @Agarack:

      Das ist ein toller Kommentar!

      Irgendwie ist Empathie auch in allen anderen Problemfeldern die angestrebte Lösung.



      Im Zusammenhang männlicher Straftaten herrscht ja das Narrativ, dass das Opfer mehr Empathie braucht und die Aufmerksamkeit zu unrecht beim Täter bleibt. Das diese Aufmerksamkeit möglichst harte Bestrafung bedeutet wird übersehen ... für diese Männer ist härte ja auch irgendwie was schönes oder so...

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Agarack:

      Wollen Sie sagen, "mann" darf über das unabweisbare Problem nicht berichten, dass Männer für den weitaus überwiegenden Teil von Gewalt und Kriminalität verantwortlich sind, weil das ansonsten die zart besaiteten Männer irritieren könnte?

      • @Gereon Asmuth:

        Das hat hier auch niemand gesagt. Und der "weitausüberwiegende Teil" ist halt nicht "die Verbrecher sind alle Männer". Ersteres wird kaum jemand bestreiten, Zweiteres ist schlicht eine polemische Zuspitzung. Und wenn man es für ernst nehmen soll, dass die Problematik in patriacharlichen Strukturen und stereotypen, überholten Rollenbildern erkannt wurde, dann wärs vielleicht angebracht, auch mal auf so ein Argument einzugehen und nicht mit "den zartbesaiteten Männern" die nächste klischeebeladene Polemik hinterherzuschieben.

      • @Gereon Asmuth:

        Die Antwort auf Ihre rhetorische Frage lautet offenkundig "nein". Sie haben hier aber keinen "Bericht" verfasst, sondern einen "Kommentar", also nicht nur die Statistiken widergegeben, sondern Ihre Meinung hinzugefügt. Meine Kritik bezieht sich - aus meiner Sicht offenkundig - auf den Meinungsanteil und nicht auf die zugrundeliegende Statistik. Und dieser nutzt praktisch den gesamten Baukasten einer Sprache, die bei anderen in der Kriminalstatistik überrepräsentierten Gruppen in dieser Form so niemals akzeptabel wäre - würden Sie z.B. nicht Männer, sondern Migrant*innen oder Arbeitslose als "haarige Monster" bezeichnen, wäre dieser Kommentar hier nie erschienen, und das ist auch gut so.

        Diese rohe Sprache ersetzt zudem keine Analyse, die für mich in diesem Kommentar nicht erkennbar über "Männer sind schlecht" hinausgeht.

      • @Gereon Asmuth:

        Wie traurig...



        Gereon! Haben die Männer keine Empathie verdient?



        Hat der Mörder dein Mitgefühl nicht?



        Dem Opfer sein Mitgefühl zu bekunden, erfordert nicht allzu viel Größe, oder?

        ...armer Gereon.

      • @Gereon Asmuth:

        Darüber berichten schon. Die Zahlen bestreitet niemand - aber dann bitte mit korrekter oder überhaupt vorhandener Einordnung.

        Sie machen es sich einfach zu leicht und merken den Schaden nicht, den sie damit an Demokratie und Feminismus anrichten.

      • @Gereon Asmuth:

        Der Umstand, dass Sie über "die zart besaiteten Männer" herziehen, Männern absprechen zart besaitet sein zu können, zeigt, dass Sie sich mit der Thematik, über die Sie schreiben, noch nicht einmal rudimentär auseinandergesetzt haben. Sonst wäre Ihnen klar, dass genau Ihr Männerbild, Männer müssen hart sein, Teil des Problems ist.

        • @BluesBrothers:

          Männer stecken bei dieser Rhetorik in einem Catch 22 - verschweigen sie ihren Frust, sind sie toxische Männer ohne gesunde Prozesse zur Emotionsverarbeitung, äußern sie sich aber verletzt, sind sie fragile Männer, die sich nicht so anstellen sollen. So kann man auf beide Gruppen gleichzeitig herabblicken.

      • @Gereon Asmuth:

        Welche Männer denn? Syrer die 11x mehr in der TVBZ genannt werden als Deutsche?

  • 1



    Über 80% der Verurteilten sind Männer - das ist statistisch belegt.



    2



    "Die am meisten verbreiteten Straftaten in Deutschland sind Straftaten gegen das Vermögen; dazu zählen unter anderem Diebstahl, Erpressung, Betrug und Raub. "

    Vielleicht ist es sinnvoller nicht dauernd die Zahlen anzuzweifeln oder die Männer zu "entschuldigen", z.B. mit ihrem Hormonen, sondern zu überlegen, ob es möglicherweise etwas mit einem "fehlerhaften" Männerbild zu tun hat. Offensichtlich versuchen viele Männer auf illegalen Wegen möglichst schnell und einfach zu Geld zu kommen.

    • @Il_Leopardo:

      2) Vllt hat es auch einfach was damit zu tun, dass man sich um die sozio-ökonomischen Belange der Männer zu wenig kümmert. Wen interessieren heute noch die „schweren Jungs“? Siehe Eva Ladipo - sie hat das Problem gut erfasst.

  • Über 80% der VERURTEILTEN

  • Komisch in der TVBZ werden syrische Frauen häufiger erfasst als deutsche Männer.

  • Der Autor irrt.



    Die Täter sind alle Menschen, wir sollten einfach jeden verhaften, trifft schon die richtigen.

    /s

    Natürlich sind viele Verbrecher Männer, viele Verbrechensfelder werden auch von Männern dominiert, aber der Artikel liest sich wie ein schwacher Versuch die Kriminalstatistik zu verklären.

  • "Die meisten Verbrechen werden von Männern begangen. Besser, man kommt ihnen nicht zu nah."

    Glaube ich. Die meisten Menschen, die die Gesellschaft vor den kriminellen Männern schützen sind aber eben auch Männer.

    Fast 2/3 der Polizisten und JVA Beamten sind Männer. In der Securitybranche die Frauen auf Festivals in der Bahn etc. beschützt sind es knapp 90% Männer.

    Im übrigen auch bei der Feuerwehr (ca. 90%)....bin gespannt ob Deutschland sicherer wird (auch für Frauen) wenn alle pauschal im Gefängnis sitzen.

    Handwerk oder Straßenbau (ca. 90% Männer)

    Auch das wird gerne ausgeklammert. Wie sicher wäre Deutschland auch für Frauen wenn die Lüftungen in Krankenhäusern nicht mehr funktionieren oder Frau über marode Brücken fährt.

    Ich glaube die Statistik würde weder für Mann/Frau/Non Binär etc. gut aussehen wenn diese Männer nicht mehr täglich ihren Knochenjob machen (ganz ohne Parade oder öffentliche Anerkennung)

  • Ab 30 werden die haarigen Monster zum Glück etwas ruhiger.



    ----



    Na ja, das ist wohl der Unterschied zw. XY & XX! Bei XY ist es wohl genau umgekehrt! :-)



    Mal ernsthaft: Habe es als XY mit einigen Spezies versucht, d/W/m, und konnte wenn "die Nähe etwas nah wurde" kaum einen Unterschied feststellen!



    Ok, vielleicht bewege ich mich in der falschen soziologischen Schicht, aber selbst bei Vorstößen in andere Schichten kann ich leider den Trend aus dem Artikel nicht bestätigen!



    Ok, die Polizeistatistik wird wohl stimmen, aber die bildet mMn. wohl nur eine sehr selektive Auswahl ab!



    Ps. Unabhängig vom o.a. ist mMn. jede Beziehung zw. XYXX sehr komplex! Um das einigermaßen geregelt zu bekommen, muss jeder Beteiligte richtig "arbeiten" wenn versucht werden soll, länger mit den eigenen & auch anderen Geschlecht zurechtzukommen! :-)

  • "mithin zwei Bereiche, die Männer gern Frauen überlassen."

    In dem Sprachgebrauch überlassen "die Frauen" auch gerne das Geld besorgen den Männern.

    Und als nächstes stellt der Autor fest, dass viele dieser Männer einen Migrationshintergrund haben. (Wie SEHR viele Menschen in Deutschland)

    Probleme einer Gruppe von Menschen zuzuschreiben hat Tradition hier in Deutschland. Aber muss ich das bei taz lesen? Oder können wir über reale Lösungen reden?

  • Man könnte doch von einem Leiter des Regie-Ressorts erwarten, seine Emotionen durch etwas Nachdenken zu moderieren (oder ist das vielleicht witzig gemeint ??)

    1) die Kriminalstatistik ist eine *polizeiliche* Statistik. Wer darin auftaucht ist nicht unbedingt (verurteilter) Täter. In vielen Bereichen weicht die Verurteilungsrate erheblich von der Kriminalstatistik ab, und das liegt nicht daran daß "alle Richter" jetzt "Männer" sind, die das "System" decken ...







    2) Selbst wenn alle Täter Männer wären, so wären noch lange nicht alle Männer Täter. Der Logikfehler ist offensichtlich (und durch abzählen festzustellen), aber manchmal hilft auch ein Vergleich: obwohl alle Lottogewinner auch gespielt haben, heißt das nicht jeder Lottospieler gewinne auch...

    3) das unterkomplexe Gleichsetzen von Männern und Tätern führt mechanisch dazu, daß selbst die rechtschaffenen Männer irgendwann keine Lust mehr darauf haben, sie dieses ehrenrührige Geschwätz überhaupt noch anzuhören : damit erweist man der Causa aber eine Bärendienst. Man braucht nämlich auch die Mehrheit der Männer wenn man irgendetwas in einer Gesellschaft verändern will.

    • Gereon Asmuth , Autor des Artikels, Ressortleiter taz-Regie

      @Area51:

      Danke für Ihren Hinweis. Ich kritisiere die Polizeitstatistik auch gern. Zum Beispiel, dass in ihre die kriminellen Taten im Straßenverkehr, die wiederum zumeist von Männern begangen werden (taz.de/Verursacher...nfaellen/!6138783), gar nicht in der PSK auftauchen. (taz.de/Illegale-Au...tschland/!6170576)



      Und sicher haben Sie auch recht, dass die Mehrheit der Männer rechtschaffen sind. Aber wie soll man diese Mehrheit denn zu einem offensichtlich dringend notwendigen gesellschaftsverändernden Prozess gewinnen, wenn "mann" das Problem gar nicht erst benennen darf?

      • @Gereon Asmuth:

        Kommentar entfernt. Bitte halten Sie sich an die Netiquette.

        Die Moderation

      • @Gereon Asmuth:

        Indem man sie animiert, Teil der Lösung uu werden, OHNE dem Impuls zu folgen, sie erstmal zum Teil des Problems zu erklären.

      • @Gereon Asmuth:

        "Und sicher haben Sie auch recht, dass die Mehrheit der Männer rechtschaffen sind"

        Diese Aussage ist schon rein mathematisch nicht haltbar, wenn man einmal die Angaben des Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben berücksichtigt.

        Nach deren Angaben haben 2 von 3 Frauen sexuelle Belästigung erfahren. Jede 3 Frau in Deutschland ist von sexueller und/oder körperlicher Gewalt betroffen.

        Da kann von rechtschaffend im Sinne eines integeren Verhaltens von der Mehrheit der Männer in Deutschland nicht mehr die Rede sein.

        Im UK gab es 2014 einmal eine Studie im Auftrag des Government Equalities Office, die belegte das über 68% der britischen Männer kein integeres Verhalten gegenüber Frauen an den Tag legen. Die Quote dürfte sich von der in Deutschland nicht so gravierend unterscheiden.

        Aus meiner Sicht stellt es eine Verharmlosung des Problems dar die Täter nur anhand des Anzeigenverhaltens zu beziffern. Täter kann man auch ohne strafrechtliche Verfolgung sein und dem Hellbereich steht eine um vielfaches höhere Dunkelziffer gegenüber. Erwähnt werden muss auch das die psychische Gewalt von Männern gegenüber Frauen hierbei noch gar nicht berücksichtigt wurde.

        • @Sam Spade:

          Die Statistiken, die Sie da erwähnen, erfassen Erlebnisse kumulativ. Wenn zwei von drei Frauen schon einmal sexuelle Belästigung erfahren haben, dann nicht notwendigerweise von 2 von 3 Männern, denen sie begegnet sind. Ein gewohnheitsmäßiger Catcaller z. B. kann jeden Tag zig Frauen in diese Statistik bringen, ohne das auch nur anderer Mann sich seinerseits belästigend tätig wird. Ähnliches gilt für sexuelle und körperliche Gewalt.

          Was die britische Studie betrifft, muss man wohl erstmal fragen, was "integer" heißt, bevor man vorgibt, "das Ausmaß des Problems" wirklich beziffern zu können: Es erscheint wenig wahrscheinlich dass damit die Schwelle zur Strafbarkeit gemeint ist (die ja Herr Asmuth meinte). Dann müsste man echt fragen, warum es gar so wenige Strafverfahren gibt. Sollte umgekehrt mit "integer" sowas wie "einwandfrei unsexistisch nach allen Maßstäben der politcal correctness" gemeint sein, fände ich egal bei welchem Geschlecht alles über 15-20% "Integre" ein kleines Wunder...

    • @Area51:

      "Im Jahr 2023 wurden in Deutschland rund 536.200 Männer und 120.700 Frauen rechtskräftig verurteilt; der Männeranteil betrug also circa 82 Prozent. Damit stieg die Zahl der Verurteilten bei beiden Geschlechtern gegenüber dem Vorjahr."



      de.statista.com/st...t/#google_vignette

  • Das ausschließlich Männer schweren Rsub begehen halte ich für eine Lüge.



    Da wird ein ganzes Verbrechensfeld ausgeblendet, nämlich das Digitale.



    Auch Frauen hacken, auch Frauen erpressen und auch Frauen klauen Bitcoins in Milliardenhöhe.

    Zu behaupten das in dem Feld keine Frauen aktiv wären, ist wie zu sagen "die können das nicht".

    • @Rikard Dobos:

      "Schwerer Raub" beinhaltet in seiner Definition immer die Anwendung von Gewalt, Waffen oder das Agieren innerhalb einer Bande.



      "Klauen" ist damit nicht gemeint.

    • @Rikard Dobos:

      Schauen Sie mal nach, wie "Schwerer Raub" definiert ist, und sie werden feststellen, dass der nur schwer virtuell zu begehen ist. Raub unterscheidet sich von Diebstahl nicht durch den Wert der Beute sondern durch die (physische) Brutalität des Gewahrsamsbruchs.

    • @Rikard Dobos:

      Beides steht so auch nirgendwo im Artikel

      • @Klabauta:

        Ah ok, habt recht, mein Fehler.

  • Liebe Mitstreiter, da oben steht nicht



    "Alle Männer sind Verbrecher!" sondern



    "Die Verbrecher sind alle Männer".



    Das sind zwei gänzlich unterschiedliche Sätze.

    • @Il_Leopardo:

      Im Artikel steht, Vorsicht, Zitat:



      "Denn die Männer sind alle Verbrecher."

      • @AndreasM:

        und @BluesBrothers

        So macht man das. Einfach den Teil zitieren, der in die eigene Beweisführung passt, den Rest weglassen. Deshalb hier noch einmal das Zitat im Zusammenhang des Textes:



        "Denn die Männer sind alle Verbrecher. Das wissen Operettenfans schon seit über 100 Jahren. Der Volksschlager wurde zwar meist von Frauen gesungen. Doch der Text wurde von einem dieser Verbrecher geschrieben."

        Es handelt sich also nicht um eine Behauptung des Autors, sondern um einen Schlagertext aus den Zwanzigern, was auch, wenn man den Artikel nicht gezielt missverstehen will, deutlich wird.

    • @Il_Leopardo:

      Aus dem Artikel copy&paste

      "Denn die Männer sind alle Verbrecher."

    • @Il_Leopardo:

      Sorum oder sorum, das ändert auch nix dran, dass der Satz falsch ist - schaun Sie mal auf Rikard Dobos, der nur acht Minuten nach Ihnen schrieb...



      Wenn wir schon mal bei Wortklaubereien sind.

      Man könnte an dieser Stelle z.B. noch auf Täterinnen bei Schockanrufen, Taschendiebstählen, weibliche Jugendgangs in Ballungsgebieten verweisen usw.

      Auch wenn das selbstredend nichts daran ändert, dass wir Herren statistisch überrepräsentiert sind. Und natürlich besonders immer dann, wenn es um körperliche Gewaltdelikte geht.

    • @Il_Leopardo:

      Aber das "man kommt ihnen nicht zu nah" bezieht sich nach allen Regeln die ich für die deutsche Sprache kenne, auf "Männer" und nicht auf "Verbrecher".



      Und das kann bei einem Journalisten kein Zufall sein. Wenn man sich also von Männern fernhalten soll, dann fällt die Einschränkung der ersten Aussage über Verbrecher in sich zusammen.



      Bei anderen Sprechern oder Schreiberinnen könnte das Zufall sein - bei einem Journalisten wohl eher nicht.

    • @Il_Leopardo:

      ...und wer weiterliest, ist klar im Vorteil. Wo die Überschrift noch als "nicht generalverdächtigend" interpretierbar ist, wird der Artikel dann doch recht deutlich.

    • @Il_Leopardo:

      Danke. Man kann nicht oft genug darauf hinweisen.

  • Nicht alle Männer, aber (fast) immer ein Mann. Und prompt gibt es unzählige Kommentare mit verletzten Gefühlen und Versuchen, dem Autor eins auszuwischen. So wie immer.

    • @Tuff:

      Ja, hier ist ein heftiges Mimimi ausgebrochen. Bei der Sozialisierung von Männern scheint es in allen Altersgruppen noch Optimierungspotenzial zu geben ;-)

  • Es würde mich interessieren, ob der Autor sich selbst auch als Verbrecher bezeichnet, nicht nur alle anderen Männer.

    • @PeterArt:

      Die Verbrecher sind alle Männer heißt ja nicht, dass alle Männer Verbrecher sind.

    • @PeterArt:

      Kleiner Hinweis: "Die Verbrecher sind alle Männer" bedeutet nicht "Alle Männer sind die Verbrecher".

      Wer sich trotzdem auf den Schwanz getreten fühlt, und den Autor fragt, ob er der einzige Mann, der nicht Verbrecher sei, sollte mal reflektieren, warum er sich angesprochen fühlt.

    • @PeterArt:

      Ist das so schwer? „Nicht jeder Mann, aber immer ein Mann“.

      Als zugespitzte Aussage einer Wahrheit, die nicht weg geht, wenn man sie ignorieren will. Es wird an allen Ecken und Enden der Datenlage deutlich, auch in den Angaben dieses Artikels, und trotzdem kommt endlos wieder „Es ist aber nicht jeder Mann schlecht!“.

      Sagt auch keiner. Diese Null-Antwort hilft auch null. Nervt bloß.

      Der vielfältigen Datenlage nach müsste man männliche Menschen unter 30 deutlich strenger im Auge haben und z.B. Alkoholeinschränkungen für diese Gruppe einführen und das Verbot oder Einschränkung des Waffenbesitzes - Schützenverein hin oder her. Das ist eine riesige Risikogruppe.

      So wie die Daten sind, so wir die Realität ist, müssten sich Männer unter 30 zunächst als zuverlässig und gewaltfrei erweisen, um Zugang zu Alkohol und Waffen zu erlangen, vielleicht auch zu PS-Protzauto-Mordwaffen, man kann das gewaltfreie, soziale Verhalten nicht so generell annehmen, wie man es für Frauen jeden Alters und (begrenzt) ältere Männer eher annehmen kann.

      Wenn man rational vorgehen will, konzentriert man sich auf die Problemgruppe „junge Männer“ und nicht „andere Nationalität“. Schnittmengen gibt es natürlich

      • @GoJoRow:

        Anbetracht der Tatsache, das die überwiegende Anzahl an Straftaten mit auf dem Schwarzmarkt erworbenen Waffen begangen wird, nützt eine Verschärfung des Waffenrechts, bzw. ein Verbot für bestimmte Altersgruppen genau was? Es wurde am Waffenrecht bereits soviel herumgebastelt, dass kein normaler Mensch mehr weiß, ob sogar das Mitführen eines kleinen Taschenmessers zum Zwecke des Apfelschälens noch legal ist. Diejenigen mit bösen Absichten haben sich bisher nicht und werden sich auch in Zukunft nicht darum scheren, ob sie die Möglichkeit des Waffenbesitz gesetzlich einschränken wollen.

      • @GoJoRow:

        Wieso sollte denn die Nationalität in der Problemgruppe "junge Männer" keine entscheidende Rolle spielen? Das wäre mal wieder eine Verweigerung die Realität zu akzeptieren.

        • @Die_Mitte_machts:

          Weil Soziales Umfeld, Armut und eben Geschlecht und Alter eine viel größere Rolle spielen. Die Quote bei deutschen jungen Männern aus "prekären Verhältnissen" ist ähnlich hoch wie die von nicht deutschen.

        • @Die_Mitte_machts:

          Weil Frauen unabhängig von der Nationalität geschlagen, vergewaltigt und ermordet werden.

          In welche Mitte fragt man eigentlich ständig nach der Nationalität?

  • Ich empfehle eine Armlänge Abstand und separate Abteile in Bus und Bahn.

    • @Winnetaz:

      In muslimisch geprägten Ländern ist das der Standard, damit Frauen unterdrückt werden können.



      In Japan und Südkorea, und soviel ich weiß in Brasilien, ist die Intention eine andere, zum Schutz gegen das Patriarchat.

      Dass das natürlich Männer nicht davon abhält, Gewalt anzuwenden, ist nicht von der Hand zu weisen. Eine Differenzierung ist trotzdem von Nöten.

    • @Winnetaz:

      Also Geschlechtertrennung. Machen es Afghanistan, Iran, Saudi Arabia usw. Ihrer Meinung nach richtig?

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Absolut 💯 der größte Wahnsinn unser Gesellschaft waren die gemischten Schulklassen. Wir sehen ja, wozu das führt.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Geschlechtertrennung gibt es im Sport oder in der Umkleidekabine im Schwimmbad. Afghanistan etc. verbieten Frauen Dinge, die Männer selbstverständlich dürfen. Ist das Ihrer Meinung nach das Gleiche?

        • @nihilist:

          Drauf hatte ich geantwortet:

          "Ich empfehle eine Armlänge Abstand und separate Abteile in Bus und Bahn."

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Vorsicht. Könnte Sarkasmus gewesen sein.

  • Tja, Männer unter dreißig sind wirklich ein Problem. Die meisten Straftaten gehen auf deren Konto und fast immer ist Alkohol oder gar Drogen im Spiel. Man kann den jungen Frauen also nur raten, abzuwarten und Tee zu trinken bis die Männer ein wenig reifer sind.

  • Und was wird dagegen getan? Werden in Kindergärten/Schulen endlich Fächer über Gleichberechtigung, Respekt, Empathie angeboten? Werden alleinerziehende Mütter besser finanziell unterstützt so dass sie ihren Kindern mehr bieten können? Werden Polizisten psychologisch geschult so dass sie besser auf traumatisierte Frauen eingehen können? Werden Anzeigen von missbrauchten Frauen schneller und effektiver gehändelt? Werden Gesetze geändert um Frauen besser vor männlicher Gewalt zu schützen?

    Nee, bleibt alles beim Alten, bis zur nächsten Statistik (die viele Frauen nicht mehr erleben werden).

    • @NovaBel:

      Die Frage müsste wohl eher lauten: Was ist mit den Eltern los. Können die ihre Kinder nicht besser erziehen.



      Immer alle Verantwortung auf Erzieher oder Lehrer abwälzen geht gar nicht!

      • @Il_Leopardo:

        Sozialisierung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Elternhaus ist ein gewichtiger Teil davon, Schulen und Vereine ein anderer. Der Staat muss aber auch für die passenden Rahmenbedingungen sorgen, sonst können die Aufgaben nicht wahrgenommen werden.



        Das ist ein weites Feld und auf diesem ist Deutschland in vielen Bereichen rückständig.

        Die Auswirkungen sind dann besonders für Frauen zu spüren. Das 2 von 3 Frauen in Deutschland sexuelle Belästigung erfahren haben sagt vieles über die Zustände aus. Prävention oftmals Fehlanzeige, Safe Space Kultur ein Fremdwort, Gerichtsbarkeit mangelhaft usw.

        Ich habe vier Töchter, die haben etliche Jahre in Deutschland gelebt und leben jetzt wieder hier in Norwegen. Nach deren Einschätzung sind das für Frauen zwei unterschiedliche Welten.

        Gilt für Sicherheit, Gleichbehandlung und Lebensqualität.

        Und das liegt nicht daran das norwegische Männer von Natur aus bessere Menschen sind als deutsche Männer, sondern an der Kultur, die hier schon in jungen Jahren die Grenzen in allen Bereichen klar zieht. Von Staat und Gesellschaft.

        Viele Freiheiten bringen eben auch viele Verpflichtungen mit sich. Das wird in Deutschland zu wenig gelehrt.

      • @Il_Leopardo:

        Natürlich können Eltern ihre Kinder besser erziehen, sie müssen es aber auch wollen.



        Ich beobachte oft, dass Eltern den schlechten Erziehungsstil ihrer eigenen Eltern unverändert fortführen.

        • @Erfahrungssammler:

          Uraltes Sprichwort: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm."

      • @Il_Leopardo:

        Dem kann man nur voll und ganz zustimmen. Leider überlassen die meisten Eltern die Erziehung ihrer Kinder hauptsächlich dem Smartphone...und gehen davon aus aus, dass der Rest von den Lehrern erledigt wird.

  • Bin gespannt auf die Rubrik" Kinder fragen". Yannik, 6 Jahre: ist Papa ein Verbrecher wie alle anderen Männer?

    Kann sein, kann auch nicht sein.

  • "Denn die Männer sind alle Verbrecher."

    Nein. Die meisten Männer sind keine Verbrecher. Und es macht mir Angst, dass "gutmeinende" Leute mit solchen Sprüchen der AfD Wähler zutreiben. Ausbaden werden das wir Frauen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Genau, heute steht die AFD bei 28%....

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Wieso nur die Frauen.



      Die meisten Verbrechensopfer sind ebenfalls Männer. Egal ob Mord, Raub, Betrug. Ausnahme ist wahrscheinlich nur die Vergewaltigung - aber auch bei der fallen männliche Opfer in praktischen allen Veröffentlichungen unter den Tisch.



      Ein Schelm, wer dabei einen Zusammenhang dazu sieht, wer über diese Statistiken berichtet.

      • @Onegai:

        Nicht so kurz denken. Eine extrem rechte Regierung würde nach und nach alles schleifen, was Frauen in den letzten Jahrzehnten erkämpft haben.

        Zusätzlich zu den Verbrechen, die natürlich alle treffen.

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Richtig, dies ist pure AfD-Logik die beim Thema Ausländerkriminalität genauso argumentiert und aus einer statistischen Überrepräsentation eine haltlose Verallgemeinerung macht.



      Nur eine sehr kleine Minderheit der Männer und der Ausländer sind Verbrecher trotz aller statistischen Auffälligkeiten und jedwede Voreingenommenheit gegenüber den Einzelnen ist völlig unangebracht. Das möchte ich mal unisono von links und rechts hören und wir wären vielleicht einen Schritt weiter,

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Man(n) liest, was man lesen will. Nirgendwo steht im Kommentar, dass alle Männer Verbrecher sind. Bitte nochmal lesen und evtl. (falls in der Lage dazu) ergründen, warum Sie die Tatsache, dass statistisch überwiegend Männer "Verbrecher" sind, Sie dermaßen triggert, dass Sie sich angegriffen fühlen (ich gehe mal davon aus, dass Sie sich nichts zu Schulden lassen haben, das hier Statistik-relevant ist.

      • @Nesliyah Love:

        Ich empfehle, den Artikel nochmal ordentlich zu lesen. Denn da steht:



        "Denn die Männer sind alle Verbrecher."

        • @AndreasM:

          Wie leider viele andere Kommentierende auch reißen Sie ein Zitat aus dem Zusammenhang. Dieser Satz ist der Titel eines Schlagers aus den Zwanzigern, und das geht aus dem Artikel auch klar hervor. Nur wer das missverstehen *will*, oder nicht ordentlich liest, entnimmt daraus etwas anderes.

      • @Nesliyah Love:

        "Nirgendwo steht im Kommentar, dass alle Männer Verbrecher sind."

        Doch. Der Satz steht im Artikel. Ziemlich am Ende. Ich habe zitiert.

        Und langsam werden solche Aussagen gefährlich. Schauen Sie sich doch mal die Lage an. Die AfD in Umfragen stärkste Partei. Ihre Chancen stehen nicht schlecht, noch in diesem Jahr das erste Bundesland zu übernehmen und damit zu beginnen, ihre rückwärts gewandte Politik umzusetzen.

        Wir Frauen (ja. ich bin auch eine) brauchen jetzt alle Verbündeten, die wir kriegen können, wenn wir die in den letzten Jahrzehnten hart erkämpften Rechte nicht verlieren wollen.

        Und da ist es mehr als kontraproduktiv, alle Männer vor den Kopf zu stoßen, indem man sie pauschal zur Gefahr (anderer Artikel) und zu Verbrechern erklärt. Damit treibt man sie in genau die Ecke, in der wir sie absolut nicht gebrauchen können.

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Genau und ich als rotsockiger Schwuler mit Migru und aus'm Osten brauche auch jeden Verbündeten..... AFD heute bei 28%!!!!

          • @Leningrad:

            Sei haben ja mehr Winkel als ich 😉

        • @warum_denkt_keiner_nach?:

          Und nicht nur ihr Frauen braucht dafür alle Verbündeten, die ihr kriegen könnt!

          Zustimmung!!!

  • Das Männliche ist halt der schlechtere Verbrecher.