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Kritik an Fleisch-KampagneTiere essen, ohne nachzudenken

„Iss was dir schmeckt“ appelliert eine Kampagne von Fleischindustrie und Bauernverband. Sie lenke ab von Problemen der Tierhaltung, sagen Kritiker.

Die Grünen, die Ernährungsbewegung Slow Food und der Deutsche Tierschutzbund kritisieren die Pro-Fleisch-Kampagne „Iss was dir schmeckt“. „Die Kampagne der ‚Initiative Fleisch‘ ist eine perfide Täuschung“, sagte der taz Zoe Mayer, tierschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Den Ver­brau­che­r*in­nen werde durch Begriffe wie „Vielfalt“ und „Respekt“ Neutralität vorgegaukelt. „In Wirklichkeit promotet sie hauptsächlich Fleischkonsum ohne Nachdenken über die Folgen für Umwelt und Tiere.“ Plakate und Werbespots verschwiegen, dass hinter ihnen der Verband der Fleischwirtschaft und der Deutsche Bauernverband stünden, so die Abgeordnete aus Karlsruhe.

Zweck der Initiative Fleisch GmbH ist laut deren Gründungsvertrag die „Imageverbesserung von Fleisch“. Beide Branchenverbände halten demnach jeweils die Hälfte des Stammkapitals. Der aktuelle Spot auf der Internetseite der Kampagne stellt die Auswahl von Lebensmitteln ausschließlich als Frage des Geschmacks dar. Man solle nicht andere von der eigenen Meinung überzeugen, sagt die Sprecherin im Off. Vielmehr gehe es darum, „zu akzeptieren, dass jeder von uns anders ist – und ja, auch was anderes isst“. Im Bild sind neben einigen Nudeln oder Maiskolben vor allem Mettigel, Steak und Kotelett zu sehen.

„Seit ihrem Start im April 2025 hat die Kampagne rund 400 Millionen Kontakte erzielt“, teilte die Firma der taz mit. „Damit hat sie eine große Reichweite erreicht“. Bei ihrer Aktion „Das große Angrillen“ kooperierte die Initiative zum Beispiel mit der Bild-Zeitung und bekannten Influencern in „sozialen“ Medien.

„Der Claim ‚Iss was dir schmeckt‘ spielt mit dem vor allem in rechten und konservativen Kreisen verbreiteten Kulturkampf-Mantra, dass es aufgrund angeblicher linker Verbotskultur nicht möglich sei, sich frei und uneingeschränkt zu ernähren“, kritisierte Mayer. „Das ist natürlich keineswegs der Fall.“ Allerdings werde heutzutage offener über Probleme für Gesundheit, Klima, Umwelt und Tier gesprochen, die übermäßiger Fleischkonsum verursache. „Über all dies geht die Kampagne wohlfeil hinweg.“

Qualvolle Betäubung, Knochenbrüche

Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland, sagte, die Initiative Fleisch lenke „vom eigentlichen Thema ab, denn gerade Tierwohl, nachhaltige Landwirtschaft und handwerkliche Verarbeitung machen gutes Fleisch zu einem besonderen Genuss“. Wenn beispielsweise ein großer Teil der Masthähnchen Knochenbrüche habe und Schweine bei der Schlachtung einer äußerst schmerzhaften „CO₂-Betäubung bis zum Ersticken“ unterzogen würden, könne man dieses Fleisch nicht mit Genuss essen.

„Wer in einem Kampagnenfilm den Mettigel als Symbolbild nutzt, der belegt nur, dass er in den 70er Jahren stehen geblieben ist“, ergänzte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbunds. „Hauptsache Fleisch, egal, was das für Tier und Umwelt bedeutet: Das ist die Hauptbotschaft dieser Kampagne. Iss, was dem Planeten schadet, das würde als Slogan besser passen.“

In den Texten auf der Internetseite der Kampagne fand sich bis Redaktionsschluss kein Hinweis zum Beispiel darauf, dass in Deutschland, dem bundeseigenen Thünen-Agrarforschungsinstitut zufolge, circa 10 Prozent der Treibhausgasemissionen auf die Tierhaltung zurückgeführt werden – inklusive etwa des Ausstoßes durch die tierische Verdauung, die Fütterung und der Flächennutzung. Der Futteranbau trägt unter anderem durch Pestizide und Dünger dazu bei, dass wilde Pflanzen- und Tierarten aussterben sowie Wasser verschmutzt wird.

Kein Anspruch auf Vollständigkeit

Die Initiative wies die Kritik zurück. „‚Iss was dir schmeckt‘ erhebt nicht den Anspruch, sämtliche Aspekte von Ernährung in einem Kampagnenformat zu verhandeln“, schrieb Geschäftsführerin Kirsten Otto der taz. Die Kampagne plädiere „für selbstbestimmte Entscheidungen und einen respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Essgewohnheiten“. Gleichzeitig gehe die Initiative auf Fragen wie „Herkunft, Transparenz, Nachhaltigkeit und Qualität in der Fleischerzeugung“ in Formaten wie „Wissen was schmeckt“ auf ihrer Internetseite ein. Das wolle die Firma in diesem Jahr weiter ausbauen.

„Der Vorwurf mangelnder Transparenz bei der Absenderschaft trifft nicht zu“, fügte Otto hinzu. Die Initiative Fleisch und der Deutsche Bauernverband seien als Absender der Kampagne ausgewiesen. Dass auf einzelnen Werbemitteln „nicht sämtliche Hintergründe zur Finanzierung im Detail“ dargestellt würden, entspreche der üblichen und rechtlich zulässigen Praxis in der Werbung.

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76 Kommentare

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  • Das Problem sind vor allem die großen Handelsketten und der Bauernverband. Sie machen die Massenproduktion von Fleisch und Wurst sowie die Importe von Soja und Mais als Kraftfutter erst in diesem Ausmaß möglich. -- Eine nachhaltige Landwirtschaft mit eigenem Tierfutteranbau und regionalen Absatzmärkten wäre besser fürs Klima, die Gesellschaft und die Natur. Aber das weiß man eigentlich schon lange.

  • Vegetarier müssen nicht nur auf B12 achten, sondern besonders auch auf Vitamin A. In vielen Pflanzen befindet sich zwar Beta-Carotin, das der Körper nutzt um selber Vitamin A zu bilden, aber die Mengen sind meist gering.

  • Ich habe mich inzwischen mit dem Fleischkonsum meiner Mitmenschen abgefunden. Es ärgert mich nur, wenn die gleichen Leute mit Moral oder Umweltschutz um die Ecke kommen....Solaranlage auf dem Dach, und der Massenmord an Tieren und die damit einhergehende Umweltverschmutzung werden gekonnt wegignoriert.

  • Die CO2-Betäubung von Schlachtschweinen ist eine Quälerei für Schlachtschweine. Hier besteht Handlungsbedarf beim Gesetzgeber, Fleischwirtschaft und der Bundestierschutzbeauftragten Silvia Breher (CDU).

  • Iss was dir schmeckt! Iss das leckere Separatorenfleisch, iss eine fette Scheibe Gammelfleisch, mit genügend Nitrat hält das ewig. Iss noch ein Stück PSE-Fleisch, mit Inosinat und Guanylat schmeckt auch das. Gönn dir Pferdelasagne von anno dunnemals getränkt in Antibiotika, das hält die Listerien in Schach. Iss die feine Bärchenwurst aus LFTB, daruntergepanscht fällt auch das Stichfleisch nicht auf. Iss Gutes aus Bad Iburg wo Handwerk und Tradition auch aus kranken Tieren gesunde Wurst macht. Iss was dir schmeckt! Die Gicht, den Darmkrebs und den Herzkasper hast du dir redlich verdient!

    • @Ingo Bernable:

      Ich weis nicht ob die von ihnen beschriebenen Produkte so viel schlechter sind als eine mit allen möglichen Zusatzstoffen zusammengemischte Pampe genannt Veggieburger ...

      • @Günter Witte:

        Was im Beitrag von Jost Maurin zu kurz kommt, sind die Umweltauswirkungen einer zu hohen Fleischproduktion, die man prima im Cloppenburger Land, Im Emsland und im Landkreis Vechta (also vor meiner Haustür) bewundern kann: Totaler Overkill durch Überdüngung und Pestizide, Maiswüsten und (von Insektensterben muss man kaum noch reden, weil nicht mehr viel da ist, was stirbt) fehlende Biomasse und Biodiversität von Insekten. Ich denke Sie kennen die Zusammenhänge.

        • @Axel Donning:

          Solche Antworten brauchen die Leser! Danke!

      • @Günter Witte:

        Na, dann lassen sie es sich schmecken.



        Dennoch sei mir der Hinweis erlaubt, dass sich die angeblich so synthetischen Veggie-Produkte in den letzten Jahren sehr deutlich verbessert haben, da ist inzwischen mitunter der krasseste Zusatzstoff das verwendete Jodsalz. Mal abgesehen davon, dass der Zusammenhang von Fleischverrzicht und dem Konsum von entsprechenden Ersatzprodukten keineswegs zwingend ist. Und daran wann wir den letzten Ekel-Skandal in der Veggieburgerproduktion hatten könnte ich mich gerade auch nicht erinnern.



        Aber wie gesagt, lassen sie es sich schmecken.

    • @Ingo Bernable:

      Ja. Das gibt es alles. Und man kann natürlich auch einen ähnlichen Text mit den Sünden der Gauner unter den Herstellern veganer Produkte schreiben.

      Nur führt das nicht weiter und verstärkt nur die Frontenbildung in der Gesellschaft. Wir sind längst an dem Punkt angelangt, an dem nicht mehr sachlich diskutiert wird, sondern nur noch mit Thesen um sich geworfen wird. Von beiden Seiten.

      Dabei sind die Anti-Fleisch-Aktivisten nicht signifikant besser, als diejenigen, die so tun, als würden sie tot umfallen, wenn sie ein paar Stunden kein Fleisch bekommen. Über ausgewogene Ernährung spricht kaum noch jemand.

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Wie sie richtigerweise selbst feststellen: Das gibt es alles. Warum also ist das benennen von Fakten, nicht Thesen, "Frontenbildung" von "Anti-Fleisch-Aktivisten"?



        Meinem Eindruck nach müssten die etablierten Praktiken und Rezepturen der Fleischindustrie, von den regelmäßig aufgedeckten Skandalen gar nicht erst zu reden, eigentlich auf jeden klar denkenden Menschen einfach nur widerwärtig und ekelerregend wirken, entsprechend legitim finde ich es die Leute ab und an mal daran zu erinnern was genau sie sich da eigentlich so alles schmecken lassen. Wer da tatsächlich informiert und reflektiert ist sollte all das ja ohnehin wissen und kein Problem damit haben, aber diejenigen für die das nur mit permanenter Verdrängung und imaginierter Bauernhofidylle, statt dem Elend der Massentierhaltung, funktioniert, für die ist es eben Frontenbildung, Aktivismus und Kulturkampf.

        • @Ingo Bernable:

          Wenn man nur die widerwärtigen Praktiken aufzählt, kommt eben leicht der Verdacht auch, dass jemand hauptsächlich Stimmung machen will.

          Aber nicht jeder, der mit Fleisch zu tun hat, ist ein Tönnies. Wer darauf achtet, was er wo kauft, kann auch ordentliche Lebensmittel bekommen. Das ist vielleicht in der Stadt schwieriger. Auf dem Land ist es problemlos möglich.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Man sollte schon von den generellen Zuständen ausgehen, nicht von eher marginalen Randphänomenen. Allein die beiden Größten der Branche, Tönnies und Westfleisch, teilen sich etwa die Hälfte des Marktes, die nächsten acht weitere 25% bei tendenziell zunehmender Marktkonzentration, die Zahl der kleinen Landschlachtereien hat sich in den vergangenen 20 Jahren etwa halbiert. Und der Marktanteil von Bio-Fleisch liegt konstant im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich.



            Ganz abgesehen davon, dass ich es auch für eine eher schlichte Illusion halte, zu glauben, dass im kleinen, lokalen Betrieb zwangsläufig alles besser wäre, nur weil die weniger im Fokus stehen (siehe Bad Iburg, Backnang, Aschaffenburg, Elsfleth, Flintbeck, Hopferbach, ...). Genauso dachten etwa auch die Kunden der sich handwerklich bodenständig gebenden regionalen Metzgerei Mecke, die ähnlich des Bad Iburger Fall Krankschlachtungen von Downer-Kühen vornahm. Wer glaubt er könne allein durch "drauf achten" die systemischen Problemen dieser Branche vermeiden betreibt damit genau jene schon angesprochene Flucht ins imaginierte Landidyll.



            web.archive.org/we...ischerei-mecke.de/

            • @Ingo Bernable:

              Bei meinem Metzger steht angeschrieben, wo die Tiere her sind. Ich kann zu den Höfen fahren und einen Blick drauf werfen.

              Und der hohe Marktanteil von Tönnies & Co. liegt eben auch daran, dass es leider vielen Menschen völlig egal ist, was sie essen.



              Pauschale Verdächtigungen gegen alle helfen bestimmt nicht, ein Umdenken zu erreichen. Es entsteht eher der falsche Eindruck, dass es eh egal ist. Dazu kommt dann noch, dass sich die kleinen Produzenten mit ihren eigentlichen Feinden solidarisieren, wenn man sie mit denen in einen Topf wirft.

              • @warum_denkt_keiner_nach?:

                Die Herkunftsangabe und Rückverfolgbarkeit bis zum Tier ist keineswegs ein besonderes Transparenzangebot ihres Metzgers, sondern allgemein geltendes EU-Recht. Und wenn sie tatsächlich einmal zu den Höfen gefahren wären hatten sie dort vermutlich festgestellt dass sie dort nicht wirklich viel sehen können, weil die kaum irgendwelche Endkunden in ihre Ställe lassen, allein schon aus Seuchenschutzgründen.



                Es gibt keinen plausiblen Grund anzunehmen, dass die Kleinen pauschal auch die Guten und die Großen die "eigentlichen Feinde" sind. Im Gegenteil, Kostendruck und Wettbewerb trifft diese eher noch härter als die Konzerne, das Entdeckungsrisiko ist relativ gering, die Amtstierärzte die eigentlich kontrollieren sollen sind überlastet, ökonomisch abhängig und gerade bei kleinen Betrieben häufig auch persönlich verstrickt.



                Die Zahlen und Fakten sprechen eine recht klare Sprache und trotzdem glaubt jeder, dass sein Metzger einer der letzten Guten ist, dass allen anderen egal ist was sie essen, aber man selber bekomme Qualität einfach nur weil man darauf "achtet". Der Selbstbetrug bei dieser Denke scheint mir recht offensichtlich.

                • @Ingo Bernable:

                  "Die Herkunftsangabe und Rückverfolgbarkeit bis zum Tier ist keineswegs ein besonderes Transparenzangebot ihres Metzgers, sondern allgemein geltendes EU-Recht."

                  Ja. Ist EU Recht. Aber es ist ein gewaltiger Unterschied, ob dort ein Hof in 10 km Umkreis aufgeführt ist, oder einer nahe Timbuktu.

                  Die Viecher in meiner Umgebung kann ich mir auf der Weide anschauen. Ja, so was gibt es wirklich. Und wie jemand im Dorf wirtschaftet, spricht sich schnell rum. Da muss man nicht nachts einbrechen. Es stimmt zwar, dass das kleine Nischen sind. Aber sie sind auffindbar und es ist nicht in Ordnung, einfach alle Bauern in einen Topf zu schmeißen.

          • @warum_denkt_keiner_nach?:

            Ist in der Stadt auch nicht schwieriger, wenn man beim Metzger seines Vetrauens kauft statt im Supermarkt. Biofleisch ist viel saftiger und schmackhafter, weil es langsamer gewachsen ist und das Fett nicht aussen auf dem Fleischstück sitzt, sondern den Muskel fein durchzieht. Dann noch gut abgehangen… Am allerbesten ist es, wenn man sich als Stadtmensch mit einem Jäger anfreundet. Lieber seltener Fleisch, aber dafür ein Festmahl.

            • @Oma:

              "Lieber seltener Fleisch, aber dafür ein Festmahl."

              Genau meine Meinung. Für eine vernünftige Ernährung braucht man ja auch keine großen Fleischmengen.

  • Die Essgewohnheiten der deutschen sind unantastbar. GG Art 1 Abs. 1

    Nachdem die Würde keine Rolle mehr spielt...

  • Die Kampagne wirbt nicht nur für Fleisch sondern auch für Toleranz den verschiedenen Ernährungsgewohnheiten gegenüber.



    Die Reaktion der im Artikel zitierten zeigt deutlich, dass sie in dem Bereich nicht so tolerant sind. Es wird versucht den Menschen die Fleisch essen zu unterstellen, sie würden nicht über Tierwohl nachdenken. Und falls das noch nicht reicht, versucht man das als tendenziell rechts/konservativ darzustellen.

  • Der menschliche ungezügelte Fleischfresser möge gern in seine eigene Pfote beißen.

    • @Gerhard Krause:

      Wo ist Ihr Problem? Jeder soll essen was er mag und jeder ist zufrieden. Essen und essen lassen....

      • @Ohne_Mitte_geht_nix:

        Selbstverständlich isst jeder, was er mag. Es geht darum, wie die Menschen beurteilen, was sie mögen. Und weshalb sie von dem, was sie mögen, ausgerechnet das essen, was sie essen - obwohl sie auch andere Dinge mögen.



        Wer Fleisch isst, mag und unterstützt damit auch Folter(!) in Form von Haltung und Tötung von Nutztieren. Es ist schizophren und feige, den Verzehr von Fleisch zu geniessen, ohne dabei an die Qualen der Tiere zu denken.

    • @Gerhard Krause:

      Kein Tier frisst sich selbst, warum sollte es dann das Tier Mensch tun?



      Wichtig ist für mich der Umgang mit Tieren, das Stichwort Würde sollte hierbei fokusgebend sein.



      Ich esse gerne Fleisch, aber nicht industriell verwertetes - da kommt natürlich der Vorteil des Landlebens zum Tragen, wir kennen unser Fleisch hier beim Namen, schlachten selbst und tauschen untereinander im Dorf. Der eine hat Schafe, der andere Hühner, etc - so kommt immer was rum.



      Wenn ich weiß, dass Tier hatte ein artgerechtes Leben esse ich ohne Reue - es sind und bleiben Nutztiere, dafür halten wir sie ja auch kausal 🤷

      • @Astrid Sehnefeld:

        Eine relativ tierfreundliche Form der Fleischwirtschaft ist z B die Dehesa in Spanien.

      • @Astrid Sehnefeld:

        Wemmers genau nimmt, ist "artgerecht" ned möglich; wer hat schomma die Schafe gefragt, was die darunter verstehen?

        • @Hugo:

          Spitzfindiger Einwurf, aber richtig 🤷👍



          Artgerecht aus der Sicht des Menschen - nennen wir es so.



          Schaf, Huhn, Schwein hälst du dir fürs Fleisch, den Hund als Alarmanlage gegen Fuchs, Marder und andere ungebetene Gäste und die Katze ist zum Schmusen da...😅

        • @Hugo:

          Schlechtes Beispiel, gerade Schafe werden noch am artgerechtesten gehalten.

          • @charly_paganini:

            ...gutes Beispiel wenn des Adjektiv auch noch in seiner allerhöchsten Steigerungsform verwendet wird ;) .

  • Hersteller werben für ihre Produkte, ohne auf die Nachteile hinzuweisen.

    Ein normaler Vorgang in einer Marktwirtschaft. Was muss man also ändern, wenn man das nicht mag?

    • @warum_denkt_keiner_nach?:

      Dieses "Normal" beklage ich.

    • Jost Maurin , Autor des Artikels, Redakteur für Wirtschaft und Umwelt

      @warum_denkt_keiner_nach?:

      Es handelt sich ja nicht um klassische Werbung für ein bestimmtes Produkt einer bestimmten Firma, sondern die Kampagne ist viel grundsätzlicher und allgemeiner. Der Vorwurf von Frau Mayer ist auch, dass die Kampagne das Publikum täuschen würde: „Die Kampagne der ‚Initiative Fleisch‘ ist eine perfide Täuschung“, sagte der taz Zoe Mayer, tierschutzpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. Den Ver­brau­che­r*in­nen werde durch Begriffe wie „Vielfalt“ und „Respekt“ Neutralität vorgegaukelt. „In Wirklichkeit promotet sie hauptsächlich Fleischkonsum ohne Nachdenken über die Folgen für Umwelt und Tiere.“ Plakate und Werbespots verschweigen, dass hinter ihnen der Verband der Fleischwirtschaft und der Deutsche Bauernverband stünden, so die Abgeordnete aus Karlsruhe.

      • @Jost Maurin:

        Auch Werbung zu ganzen Produktgruppen gehört zum Geschäft. Genau wie Täuschung in der Werbung.

        Wer das ändern will, muss das System ändern.

        PS: Das hinter einen solchen Kampagne nicht NABU und Tierschutz stecken, kann sich doch nun wirklich so gut wie jeder denken.

      • @Jost Maurin:

        Das ist doch Erbesenzählerei. Natürlich bewerben Fleischindustrie und Bauernverband ihre Produktpalette. Genauso wie es Hersteller veganer Produkte auch tun. Wer kommt bitte auf die Idee, dass Werbespots neutral sein müssten? Das Gegenteil ist der Fall. Egal, wer da für was wirbt.

      • @Jost Maurin:

        Ist also auch nichts anderes als es Vegetarisch/Vegan seit Jahren/Jahrzehnten machen. Auch hier ging es nie um ein einzelnes Produkt sondern um die Durchsetzung einer Persönlichen Einstellung und den Gewinn der Hersteller solcher Produkte. Also lassen wir auf beiden Seiten den Krampf der Bevormundung weg und jeder isst was er mag.

      • @Jost Maurin:

        Ach Gottchen, und wo genau ist da der Skandal? Mich nervt es mehr, dass bestimmte Gruppen dies schon wieder zum Anlass nehmen anderen vorscheiben zu wollen was sie essen sollen, oder was sie nicht essen sollen.

      • @Jost Maurin:

        Der Vorwurf der „Täuschung“ setzt voraus, dass jemand ernsthaft glaubt, eine Kampagne mit dem Namen „Initiative Fleisch“ sei eine neutrale Verbraucherinformation. Das ist ungefähr so plausibel wie anzunehmen, Greenpeace spreche im Namen der Ölindustrie.

        Außerdem arbeiten praktisch alle Lobby- und Interessengruppen mit positiv besetzten Begriffen wie „Nachhaltigkeit“, „Verantwortung“ oder „Vielfalt“. Dass eine Kampagne ihre eigene Position möglichst sympathisch darstellt, ist weder neu noch einzigartig. Wer ausgerechnet hier einen Skandal konstruiert, während dieselben Maßstäbe auf Kampagnen von Umwelt- oder Tierschutzverbänden kaum angewendet werden, misst offensichtlich mit zweierlei Maß.

      • @Jost Maurin:

        Die Quelle der Kampagne hat sich den hinterhältigen Tarnnamen "Initiative Fleisch" gegeben, wenn ich Ihren Artikel richtig verstehe. Ja, da käme ich auch nie im Traum drauf, dass deren Spots irgendwie fleischfreundlich ausfallen und andere Motivations-Schwerpunkte als z. B. PETA oder ProVeg setzen könnten... ;-)

  • Ich finde den Spot sehr gelungen. Er zeigt ein verbindendes und keine spaltendes Gesellschaftsbild, was heutzutage sehr selten ist. Meine Meinung nach sehr gute Arbeit von den Initiatoren.

  • „Wer in einem Kampagnenfilm den Mettigel als Symbolbild nutzt, der belegt nur, dass er in den 70er Jahren stehen geblieben ist“, ergänzte Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbunds."



    Muss nicht sein, denn der Mettigel kann täuschend echt offenbar auch im Geschmack vegan kreiert werden. Anlässlich einer Feier wollte mir das vor mehr als 10 Jahren wirklich niemand glauben, der/die der Produkt der damaligen "Meister dieser Klasse" in Dortmund probierten.



    "Die Geschichte des Mettigels



    Seinen Ursprung findet der Mettigel auf den typischen Ruhrpott-Buffets. Den Höhepunkt erlebte er in den siebziger Jahren. Aber auch 2022 ist er immer noch extrem beliebt als Mitbringsel für Party-Buffets oder außergewöhnliches Geschenk. Mittlerweile ist er nicht nur im Ruhrpott, sondern auch über die deutschen Grenzen hinaus bekannt und ging schon auf TikTok und Co viral. Aus dem Igel lässt sich der perfekte Brotaufstrich machen und zum Beispiel mit Essiggurken auf einem Baguette servieren. Egal ob auf einer Geburtstags-, Betriebs- oder Weihnachtsfeier – der vegane Mettigel sorgt nicht nur für Schmunzeln am Buffet, sondern auch für Fragen, wie “Und der ist wirklich vegan?!”



    this-is-vegan.com

  • Ich halte Fleisch-Essen – im Grundsatz - nicht für verwerflich.



    Seit wir aber seit ein paar Jahren ein paar Hühner im Garten halten, sind mir diesbezüglich ein paar Bedenken gekommen.



    Nach meiner Beobachtung ist jedes dieser Hühner anders, jedes reagiert anders, jedes neue Huhn, das zu der kleinen Gruppe stößt, lässt wieder neue Aspekte in der „Hühner-Charakteristik“ erkennen. Und für mich hat sich die Erkenntnis manifestiert, dass jedes dieser Tiere ein Individuum ist, jedes ist „eigen“.



    Und wie gehen wir mit diesen Individuen um? Egal, ob es Hühner, Rinder oder Schweine sind. Für ein Schwein gilt nach dem Tierschutzgesetz eine Mindestfläche von 0,75 m² vor. Das 5-stufige Tierwohl-Label der BRD sieht für Stufe I eine Fläche von 0,9 m² , für Stufe II 1,1m² für Stufe III 1,5 m² und Frischluft vor und erst in Stufe V ist Freifläche verlangt. Ein Wildschwein, also der Vorfahre unserer Zuchtschweine, kann in einer Nacht bis zu 40 km zurücklegen.



    Bei diesem unwürdigen Spiel will ich mich nicht mehr beteiligen. Deshalb habe ich für mich beschlossen, auf tierische Nahrungsmittel möglichst zu verzichten.



    Ist das Idiologie, oder Respekt vor unseren Mitgeschöpfen?

    • @Karl Theurer:

      ideologie ist auch oft nur ein inflationär gebrauchter kampfbegriff um rationalität und logische argumentation zu diskreditieren.

    • @Karl Theurer:

      Respektvoll und umweltfreundlich.

  • "...kein Hinweis zum Beispiel darauf, dass ... circa 10 Prozent der Treibhausgasemissionen auf die Tierhaltung zurückgeführt werden..."



    Ja und? In der Wärmepumpenwerbung findet sich ja auch "zum Beispiel" kein Hinweis darauf, dass dafür entweder Neubau von Gaskraftwerken oder Speicher im dreistelligen TWh-Bereich erforderlich sind.



    Es ist immer wieder schön zu erfahren, wie Leute an andere Leute Kriterien stellen, die sie selbst nicht erfüllen.



    @Moderation: Sie haben selbstverständlich das (Haus)recht, das unter Whataboutismus einzuordnen und zu löschen.

    • @sollndas:

      Gut, dass Sie Ihren Beitrag schon selbst eingeordnet haben 😉

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Auf das Hausrecht beruft man sich immer dann, wenn man die Meinungsfreiheit, und hier die Freiheit anders denkender mit den Füßen tritt. Ideologische Einheitskost hatten wir in der DDR lange genug

        • @Oleg Fedotov:

          Ja. Ironie muss man verstehen...

      • @warum_denkt_keiner_nach?:

        Ich vermute, Sie haben da etwas missverstanden...

  • Erst quälen sie die Tiere und später werden sie dann von unterschiedlichsten Zivilisationskrankheiten gequält.



    Ich bereite mir aus Gemüse, Kräutern und einigen Gewürzen die schönsten wohlschmeckenden Speisen zu. Es geht auch ohne Fleisch. Nur auf ein schönes Rotbarschfilet hin und wieder mag ich nicht verzichten.

    • @Il_Leopardo:

      Die Veganer und Vegetarierer sterben nicht zwingend gesünder… Wir sehen am Tod nicht, wie jemand sich ernährt hat.

      Schöne Grüße aus dem Sozialdienst des Seniorenheimes.

      • @ToMuch:

        Auch wenn man am Einzelfall nicht zweifelsfrei auf die Vergangenheit schließen kann, weisen die Statistiken doch recht eindeutige Hinweise auf.



        Wer isst, was ihm schmeckt, ohne auch nur einen Gedanken an gesunde Ernährung zu verschwenden, wird mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit niemals in Ihrem Seniorenheim aufschlagen. (Fleisch oder kein Fleisch ist dabei nur ein winziger Bestandteil der Überlegungen. Der vollständige Verzicht auf Gemüse dürfte aber recht eindeutige Folgen haben.)

        • @Herma Huhn:

          Also bei aller Liebe, aber ich kenne wirklich niemanden, NIEMANDEN der vollständig auf Gemüse verzichtet. Und die Menschen, die weltweit am gesündesten alt werden in den Blue Spots, sind… Tataaa, Mischköstler.



          Keine Veganer. Sublimentieren ist auch nicht das Gesündeste.

  • Zitat:



    „Der Claim ‚Iss was dir schmeckt‘ spielt mit dem vor allem in rechten und konservativen Kreisen verbreiteten Kulturkampf-Mantra, dass es aufgrund angeblicher linker Verbotskultur nicht möglich sei, sich frei und uneingeschränkt zu ernähren“, kritisierte Mayer. „Das ist natürlich keineswegs der Fall.“

    Also wenn man den Artikel ganz durchliest entsteht, für mich schon mind. der Eindruck, dass schon einige der Ernährungsbewegten dieses "Fleisch essen verbieten würden, wenn es gehen würde"



    Alles natürlich im Konjunktiv.

    Nur verstehe ich nicht wieso dieses Thema "Fleisch essen" schon wieder (nur) ein rechter Kulturkampf sein soll. Es geht doch jeden an der sich nicht in den Teller hineinregieren lassen will.



    Selbstverständlich ist es legitim der Welt oder wem auch immer seine Sicht der schlechten Fleisernährung zu erzählen aber damit ist es auch gut. Wir leben immer noch in einer freiheitlichen Demokratie in der jeder, ganz alleine entscheiden können muss was er essen möchte.

    Also ich, jedenfalls esse nicht meinem Essen, das Essen weg.

    • @AuchNeMeinung:

      "Selbstverständlich ist es legitim der Welt oder wem auch immer seine Sicht der schlechten Fleisernährung zu erzählen aber damit ist es auch gut. "

      Mehr wird ja auch nicht gemacht.



      Oder wer "regiert in ihren Teller rein" nur weil er seine Meinung äußert?

      Und "dass schon einige der Ernährungsbewegten dieses Fleisch essen verbieten würden, wenn es gehen würde" können sie auch direkt wieder einpacken, denn auch das sind wieder nur ihre ganz persönlichen Befürchtungen und Unterstellungen, sonst nichts.



      Wir hatten bereits Rot-Grüne Regierungen, sogar erst kürzlich eine Rot-Grün-Gelbe, und es sind immer noch 90% der Menschen in unserem Land Fleischesser. Also was sollen diese ganzen haltlosen Unterstellungen? Sie wissen doch selbst, dass das Blödsinn ist.

    • @AuchNeMeinung:

      "Nur verstehe ich nicht wieso dieses Thema "Fleisch essen" schon wieder (nur) ein rechter Kulturkampf sein soll"



      Man könnte hier recht simpel mutmaßen, dass damit in einer linken Zeitung zusätzliche Meinungsbildung kontra Fleisch essen vorgenommen werden soll. Alle Fleischesser sind Rechtsextreme oder so.



      Aber das tun wir natürlich nicht. Das wäre der taz nicht würdig.

    • @AuchNeMeinung:

      Hach Gottchen *gähn*. Um des Pferd (obs dann nu gefuttert wird oder ned) ma richtigrum aufzuzäumen, gehört es zu einer freien Gesellschaft, den Kindern in der Schule zu erklären, daß Chicken Nuggets in Dinoform ned in der Tiefkühltruhe geboren wurden, sondern tatsächlich aus Dinos sind und die Bärchengesichtswurst zwar keine Bären enthält, die dafür gekillten Schweine genetisch sowas wie unsere entfernten Vettern und Basen. Können die ja dann entscheiden und mensch hat die armen kleinen zarten Gemüter noch ned ma mit der Realität der industriellen Fleischproduktion verstört!

  • Lachhaft!



    Mann darf sich nicht frei und uneingeschränkt ernähren?!



    Ich bin jetzt seit fast 40 Jahren Vegetarier und habe mindestens 2Jahrzehnte lang auf "respektvollen Umgang" in Restaurants warten dürfen.



    Was Jüngeren wahrscheinlich nicht wissen: es war völlig normal, dass es in Restaurants kein einziges vegetarisches Gericht gab, von vegan ganz zu schweigen.



    Wer Salat ohne Putenstreifen oder Bauernfrühstück ohne Speck wollte, hatte einen "Sonderwunsch".



    Köche in "besseren Restaurants" waren geradezu beleidigt, wenn ihr Kalbsbries verschmäht wurde und die Frage "auch kein Fisch?" habe ich hunderte Male gehört.



    Es ist der Erfolg der VerbraucherInnen, dass es heute in jedem Restaurant und in jedem Supermarkt Vegetarisches und sogar Veganes gibt.



    Es gibt 1000 gute Gründe kein Fleisch zu essen und eine solche Kampagne, die von Freiheit faselt, wenn sie was verkaufen will, ist einer mehr.

    • @Philippo1000:

      mein applaus für diesen kommentar, vollste unterstützung

  • Und wieder ist es passiert: Moralische Überlegenheit und ein verlieren im KleinKlein.

    Genau so wirbt man um Herz und Hirn der Menschen…

    • @Andi S:

      Moralische Überlegenheit ist niemals falsch. Zum Beispiel Menschenrechte.

      Übertragen auf Tierrechte: Warum soll es Sinn machen, ein Nutztier zu quälen und systematisch auf die Ermordung vorzubereiten? Weil wir etwa Hunger haben?

  • Ja klar, die bösen Fleischfresser. Ist den Vegetarieren und den Veganer klar, dass Milliionen Kleintiere sterben, wenn ihr ach so fairen Produkte angebaut werden? Ach ja, die haben natürlich keine süßen Kälberaugen - aber ist das ein Unterschied?

    • @FraMa:

      Diese Kleintiere, von denen Sie sprechen, sterben auch in den Mäulern der Kälber. Und ja, das ist ein Unterschied. Wussten Sie, dass 96 % der Sojaanbaufläche für unseren Konsum auf die Erzeugung tierischer Lebensmittel entfällt? Also die "süße Kälber" sind hauptsächlich verantwortlich für die Toten Kleintieren wovon sie sprechen. Das ist nur ein kleines Beispiel. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, einen Blick in die WWF-Studie „Flächenbedarf und Klimaschutz“ zu werfen. Oder sich bei andere seriöse Quellen zu informieren. Es gibt mittlerweile sehr viele Studien über die Nachteile von Viehhaltung in Größen Stil für unsere Planete.

    • @FraMa:

      Und wenn Getreide oder Soja nicht für Menschen, sondern als Tierfutter geerntet werden, läuft die Erntemaschine auf "Kleintiere retten Modus"????

    • @FraMa:

      Belege für die Behauptungen? Vegetarier sehe ich noch ein, aber Veganer?

      Oder ist das wieder ein typischer, kleinkarierter Whataboutismus gegen die vegane Ernährung und der Verweis, dass im Salat zwei Insekten ums Leben gekommen sind?

  • Ja, doch, ich esse was mir schmeckt.

    Aber bei Fleisch oder Wurst wird es mir bei dem Gedanken zur Herkunft immer speiübel, so dass ich schon vor Jahren zum Vegetarier geworden bin, weil ich nur noch das esse, was mir wirklich ohne üblen Beigeschmack schmeckt.

    • @Bauer Gerry:

      Und Eier und Milch essen ist okay? Aber was ist mit den Tieren, die dafür gehalten und genutzt werden? Werden die nicht ebenfalls für unsere Zwecke ausgebeutet? Milchkühe werden nicht einfach „nur gemolken“ – sie werden in der Regel immer wieder künstlich trächtig gehalten, damit sie Milch geben, und die Kälber werden oft früh von ihnen getrennt. Männliche Kälber haben in der Milchindustrie kaum Wert und werden häufig zur Mast genutzt. Wenn die Milchleistung nachlässt, werden viele Kühe geschlachtet.

      • @Ice-T:

        Ich glaube genau diese Antwort ist, es, die manche Fleischesser glauben lassen, Veganer hätten alle einen an der Waffel.



        Jedes Tier, das nicht gegessen wird, ist gut.



        Jemandem, der den ersten Schritt macht, vorzuwerfen, dass er den Weg nicht schon so weit gelaufen ist wie man selbst, motiviert nicht gerade zum Weiterlaufen.

        • @Herma Huhn:

          Des hier ist die taz; linkes Bildungsbürgertum mit Klassenkämpferanspruch oderso; da kammer wo etwas Bildung auf Höhe der Zeit bei im wahrsten Sinne des Wortes existentiellen Themen erwarten ;).

      • @Ice-T:

        Der Kommentator versucht als Vegetarier weniger Tierleid zu verursachen und wird dafür angegangen. So wirbt man natürlich für seine Sache… nicht.

  • "Schweine bei der Schlachtung einer äußerst schmerzhaften „CO₂-Betäubung bis zum Ersticken“ unterzogen"

    Soweit ich weiß, döst ein Lebewesen unter CO2-Einfluß einfach weg. Direkt durch diese Betäubungsart sollten eigentlich keine Schmerzen verursacht werden.



    Ein Ersticken sollte auch nicht eintreten, da das Tier nach eingetretener Betäubung getötet wird.

    Aber schön ist das natürlich auch so nicht.

    • @R.I.P.:

      Für dieses Schmerzfreie Wegdösen müsste man CO nutzen.



      CO2 löst einen Alarm aus, reagiert mit Speichel zu ätzender Säure und macht das Ersticken zu einer echten Qual.



      Dummerweise ist CO etwas teuerer als CO2

      • @Herma Huhn:

        Ich denke der Grund nicht CO zu verwenden liegt eher am Molekulargewicht, welches näher an der des O2s und N2s liegt, und nicht an der Gewinnmaximierung.

        CO2 verdrängt O2, durch O2-Mangel tritt Müdigkeit ein.



        Natürlich bildet sich in wässriger Lösung Kohlensäure, inwieweit und wie schnell sich in einer Schleimhaut, die sicherlich eine Pufferfunktion erfüllt, sich der pH ändert und dadurch ein Schmerz fühlbar wird, ich weiß es nicht. Vermutlich ist den Tieren die letzten Sekunden vor der Bewußtlosigkeit klar, wohin die Reise geht.

        Die Hauptproblematik ist meiner Meinung nach, daß die Tiere zu mehreren in einem Käfig dieser Atmosphäre ausgesetzt werden und dadurch Panik entsteht.

        Deshalb: Wenig Fleisch aus vertrauenswürdigen Quellen, immerhin ißt unsere Spezies schon länger Tiere als der Kapitalismus alt ist.

        • @R.I.P.:

          Auch CO verdrängt O2. Und man merkt das Zeug nicht, weswegen es zum Beispiel in Weinkellern eine reale Gefahr darstellt.



          Ob der Körper zu wenig Sauerstoff bekommt, dafür hat er erstaunlicherweise keinerlei Rezeptoren. Die Evolution hat es aus welchem Grund auch immer für ausreichend erachtet, stattdessen bei steigendem CO2 Level im Blut zu warnen.



          Die Panik durch die engen Käfige kommt da noch obendrauf.



          Aber ihrem letzten Absatz kann ich trotzdem zustimmen.

          • @Herma Huhn:

            Das Gärgas in Weinkellern ist CO2, nicht CO.

          • @Herma Huhn:

            Ich denke, Sie verwechseln tatsächlich CO mit CO2.



            CO2 entsteht bei der alkoholischen Gärung, ist schwerer als Luft und deshalb eine Gefahr im Weinkeller.



            CO entsteht bei der unvollständigen Verbrennung, ist brennbar (Stichwort Stadtgas) und hat ein ähnliches Gewicht wie die Luft.



            Wenn im Gärkeller das CO ein Problem wäre, gäbe es keinen Wein mehr, da die Winzer schon ausgestorben wären, ein grausamer Gedanke.



            CO hat eine höhere Affinität als O2 zum Hämoglobin führt deshalb zum Erstickungstod.