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Fußball-WM 2026, alle SpieleRote Karten und ein gedrehtes Spiel

Ein Schuss durch die Beine des bemitleidenswerten Torhüters und jede Menge Karten. Die Weltmeisterschaft der Fußballer liefert die ersten Momente.

104 Spiele werden bei dieser WM der Superlative gespielt. Jedes hat seinen besonderen Moment. Auf dem Feld, in der Kneipe beim Public Viewing oder zu Hause beim Checken der Ergebnisse nach dem Aufstehen. Das WM-Team der taz sammelt sie ein.

Südkorea – Tschechien 2:1 (0:0)

Das geht seit Monaten so. Nach dem Aufwachen schaut der Nachrichtenredakteur aufs Handy. Gucken, was Trump wieder gesagt hat, wen er bombardiert, wem er Frieden angedroht hat. Und was sonst noch hässliches passiert ist. Das bestimmt dann die Planung für den Tag auf taz.de. Am Freitagmorgen aber lautet die wichtigste Neuigkeit: Südkorea hat gespielt gegen, na, hier, Tschechien. Ab 4 Uhr morgens. Wie es ausgegangen ist? Muss man doch wissen. Schnell mal die Zusammenfassung gucken. Ah hier, gibts beim ZDF. „Es ist plötzlich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, jubelt der Reporter. Toller Ball! 2:1. Südkorea dreht das Spiel! Die Sonne scheint auch. Und Trump? Hat angekündigte Angriffe auf Iran abgesagt – was ja auch gut für die WM ist. Und das geht jetzt fast sechs Wochen so? Mehr davon! (ga)

Mexiko – Südafrika 2:0 (1:0)

Die rote Karte für Südafrikas Yaya Sithole nach einer sogenannten Notbremse? Die rote Karte für dessen Kollegen Themba Zwane in der Schlussphase des Spiels? Die Fifa-Turnierhymne DNA geschmettert von Andrea Bocelli und Ejae vor dem Anpfiff dieses Eröffnungsspiels? Nein, der Moment der Partie war natürlich jener für die Gastgeber befreiende Schuss von Julián Quiñones durch die Beine des südafrikanischen Torhüters Ronwen Williams zum 1:0 für Mexiko in der 9. Minute. Auch bemerkenswert: Die rote Karte für Mexikos César Montes nach einem Foul an der Strafraumgrenze kurz vor Schluss. Ein farbiger Turnierauftakt. (arue)

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