Vorschläge der Rentenkommission : Minijobs gehören abgeschafft
Minijobs sind gut für Arbeitnehmer:innen und notwendig für Unternehmen? Nein. Sie sorgen für Altersarmut und spülen kaum Geld in die Rentenkasse.
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D en rund 6,8 Millionen Minijobber:innen in Deutschland geht es jetzt an den Kragen – bis auf ein paar Ausnahmen. Sie alle landen im sozialen Elend, Unternehmen, die mit ihnen arbeiten, geraten an den Rand der Pleite, der ohnehin schon schwächelnde Arbeitsmarkt kollabiert. Und schlecht für die Demokratie ist das auch noch. So in etwa – zugegeben überspitzt formuliert – klingt die Kritik am Vorschlag der Rentenkommission, Minijobs massiv einzuschränken.
33 Vorschläge hat die Rentenkommission für die Bundesregierung erarbeitet. Jetzt streiten Expert:innen und Verbände über die große Reform. Hier lesen Sie
.Aber Moment! Gehen wir noch mal kurz zurück auf Los: Die Kommission soll Ideen erarbeiten, mit denen das zu erwartende Rentenfiasko abgemildert und mehr Geld in die Rentenkasse gespült werden kann. An dieser Stelle kommen die Minijobs ins Spiel. Die gehören nämlich zu Recht abgeschafft, denn nur etwa 32 Prozent der Millionen Minijobber:innen zahlen in die Rentenkasse ein. Für die Unternehmen sind Minijobs – bei denen die Verdienstgrenze derzeit bei 603 Euro liegt und für die nur geringe Sozialabgaben und Steuern gezahlt werden müssen – also ein gutes Geschäft.
Für die Betroffenen allerdings – unabhängig von ihren aktuellen Notwendigkeiten und Bedürfnissen – sind sie langfristig eine soziale Sackgasse. Sie verdienen zu wenig, um davon leben zu können, und erst recht zu wenig, um damit eine mehr oder weniger einträgliche Rente zu haben. Minijobs bedeuten Altersarmut. Punkt. Auch die Rentenkasse profitiert davon nur minimal – weil Minijobber:innen eben viel zu wenig einzahlen. Minijobs suggerieren also nur, dass es sich hierbei um ein gutes Angebot handelt, in Wirklichkeit sind sie das Gegenteil davon: prekäre Arbeitsverhältnisse.
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Sie manifestieren zudem eine viel beklagte Ungerechtigkeit, die endlich abgeschafft gehört: Es sind vielfach Frauen, die in Minijobs arbeiten und damit nicht nur ihre Rente aufs Spiel setzen, sondern auch ihre Unabhängigkeit – ob vom Partner oder vom Staat. Wenn Minijobs für die Unternehmen angeblich so wichtig sind, warum können sie dann nicht einfach in reguläre Stellen umgewandelt werden?
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