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23.06.2026 , 11:08 Uhr
Der Sozialstaat erwürgt sich jetzt schon selbst:
Minijobs sind Nebenjobs. Durchschnittseinkommen beträgt in Deutschland 57.408 EUR. Alleinstehenden zahlen da 40% Steuern auf jeden zusätzlichen EUR. Wer 400 EUR mehr verdienen will, zahlt 160 EUR Lohnsteuer und rund 80 EUR Arbeitsnehmersozialabgaben. Die Arbeitgeberin zahlt 80 EUR Arbeitgebersozialabgaben. Macht 480 EUR Arbeitgeberkosten. Arbeitnehmer bekommt 160 EUR raus. Auf die Arbeitgeberkosten also rund 33% Sozialabgaben, 33% Steuern, 33% netto.
Mit Minijob bekommt Arbeitnehmer 400 EUR raus. Arbeitgeber bezahlt zusätzlich rund 125 EUR Sozialabgaben. Außerdem noch 25 EUR an das Lohnbüro. Arbeitnehmer kostet also 550 EUR. 27% gehen für Nebenkosten drauf.
Unsere Industrie verliert gerade den internationalen Wettbewerb. Mehr Sozialstaat seh ich da nicht als die Lösung.
Frau Bachmann kann ich nur zustimmen.
Ein weiteres Problem: ich wohne im durch die Automobil- und Schmuckkrise geplagten Süddeutschland. Ich würde gerne eine Putzhilfe anstellen, meine Bekannte ebenfalls. Man bekommt hier aber keine Haushaltshilfen auf Minijobbasis, alle bisherigen Kandidaten wollten schwarz arbeiten.
zum Beitrag19.06.2023 , 01:18 Uhr
Die Ärzte sollten nicht beim ersten Zweifel sagen "tut mir Leid, ich kann nichts für Sie tun". Aus eigener Erfahrung helfen aber die Ärzte am meisten, die gleich zu Anfang sagen, was sie alles nicht wissen. Sonst ist man doch recht schnell im Bereich des Experimentierens ohne dass der Patient es überhaupt weiß. Wenn Unsicherheiten klar kommuniziert wurden, war das Ergebnis wirklich "Pech". Wenn nicht, dann war es Verantwortung der Klinikleitung.
zum Beitrag01.04.2023 , 11:10 Uhr
@Garfield. sehe ich auch so: ausgehend vom Status Quo ist es schwierig. Wenn man in die Vergangenheit schaut, wird es leichter. 1991 hatten wir in D noch 35 qm Wohnfläche pro Person, jetzt sind es 48 qm pro Person. Mir ging's damals so gut wie heute. Bei der Anzahl der Autos sieht es ähnlich aus. Wir brauchen eine "weniger ist mehr / den Besitz belasten" Kultur. Wieso gibt es ein Zigarettenwerbeverbot, aber kein Werbeverbot für alles was den CO2 Ausstoss erhöht? Wieso gibt es keine attraktiven Alternativen und Incentives für Rentnerwitwen aus Ihren 150 qm Häusern auszuziehen? Wieso gibt es keine Kampagne gegen Vereinsamung im Alter und für Rentner WGs? Wieso gibt es keine Verschrottungsprämie für alte Häuser, die aus einer Versiegelungssteuer finanziert wird? Warum wird einem die Grunderwerbsteuer nicht erlassen, wenn man die pro Person genutzte Fläche um 30% reduziert? Wenn es erst mal schön und cool ist, zusammenzurücken, dann kriegen wir die Einsparungen leicht zusammen. Wenn wir zusammenrücken müssen wir auch viel weniger Wohnraum dämmen mit Dämmplatten, die in 2060 dann Sondermüll sind. Und weniger Wärmepumpen einbauen mit Kühlmitteln, die nachzufüllen wegen extremer Klimaschädlichkeit in 10 Jahren laut EU Regulierung schon verboten sein wird. Dann tut auch das Umverteilen weniger weh. Und ist der Anfang erst mal mit Enthusiasmus gemacht, dann verfliegt die Angst vor'm Sparen.
zum Beitrag01.04.2023 , 10:10 Uhr
Das Problem ist, die Reduktion des Ressourcenverbrauchs als Problem zu sehen. Kalt duschen macht Spass! (echt jetzt!) Fahrradfahren ist gesund, kommunikativ und ein Ausdruck der Freiheit! (ganz sicher!) Und der enge Kontakt mit anderen Menschen ist tiefer Ausdruck des Mensch Seins (also braucht man auch keine 100 qm pro Person).
Deswegen bin ich überzeugt, dass man das Prinzip des Werbeverbots für Zigaretten ausweiten sollte auf alles was viel CO2 verbraucht.
Und statt dessen viel viel Aufklärungs- und positive Motivationsarbeit macht.
Ich bin beim ADFC in einer mittelgroßen badischen Gemeinde. Kürzlich meinte ein Lokalredakteur zu mir, er könne u.a. "wegen der Regengüsse" das Auto nicht durchs Rad ersetzen.
Nehmt den Leuten die Angst vor dem echten Leben, die ihnen die Werbung eingebläut hat.
Wenn man aus dem Privatverbrauch der Reichen die Investitionen raus rechnet und die Reichen erst mal verstehen, dass es völlig uncool ist, so viel zu verbrauchen, dann bräuchte man ihnen ihr Geld gar nicht wegnehmen.
Jetzt muss es nur noch die FDP verstehen.
zum Beitrag30.01.2021 , 15:38 Uhr
Er kann den Brexit verstehen, weil er keinen Vorteil darin sieht, sich gehaltsmässig an Rumänien und Bulgarien orientieren zu müssen. Durch die EU steigt zwar der Wohlstand. Reich oder arm fühlen wir uns aber immer nur im Vergleich zu den anderen.
zum Beitrag