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23.06.2026 , 09:06 Uhr
Als 47-jährige alleinstehende volle Erwerbminderungsrentnerin muss ich mit einer kleinen Rente auskommen. Aus gesundheitlichen Gründen ist mehr als ein Minijob (< 10 Stunden pro Woche) für mich nicht zu schaffen. Solche Teilzeitstellen gibt es nicht. Ohne Minijob kann ich meinen Lebensunterhalt nicht bestreiten. Er ist für mich kein Zubrot, sondern existenziell notwendig, um meine Miete und die Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Wer denkt bei der Debatte an all die Rentner mit kleinen Renten, die sich nur dank der Möglichkeit, einen Minijob auszuüben zu können, über Wasser und am Leben halten?
Ein anderer Aspekt: ich arbeite in einem kleinen Selbsthilfeverein in der Verwaltung und Buchhaltung. Der Verein ist ein wichtiger Teil der Zivilgesellschaft. Ohne geringfügig Beschäftigte könnte er nicht existieren, da sie den Ehrenamtlern den Rücken frei halten und die bürokratischen Notwendigen erledigen.
Die Argumentation in dem Artikel empfinde ich als übergriffig. Es braucht m.E. die flexiblen Rahmenbedingungen eines Minijobs zur Aufbesserung kleiner regulärer Einkünfte dringend, da für viele das teurer gewordene Leben sonst unerschwinglich geworden ist.
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