Verbrenner-Aus 2035 : Bloß nicht absagen!
Auf dem europäischen Markt sind immer mehr E-Autos verfügbar. Trotzdem wollen Konservative und Rechte das Verbrenner-Aus weiter aufschieben.
Foto: Michael Gstettenbauer/imago
G ute Nachrichten für die europäischen Verbraucher*innen: Wer ein eigenes Auto braucht, hat immer mehr Auswahl im klimafreundlicheren E-Auto-Segment – auch vergleichsweise günstig. Ende 2026 sind auf dem europäischen Markt 16 E-Modelle für weniger als 25.000 Euro verfügbar, doppelt so viele wie noch im Vorjahr, rechnet die Brüsseler NGO Transport & Environment vor. Teurere Fahrzeuge gibt es natürlich auch, insgesamt sind es 150 E-Modelle.
Das verdanken wir den Klimaregeln für Autobauer, die Pkws auf dem europäischen Markt verkaufen wollen, argumentieren die Verkehrsexpert*innen. Mittlerweile lassen die sich wirklich nur noch erreichen, wenn man genug E-Autos verkauft – nicht nur durch leichte Verbesserungen im Verbrenner-Segment.
Laut Transport & Environment ist zu erwarten, dass alle europäischen Autohersteller die Zielvorgaben für 2025 bis 2027 erfüllen. Moment mal: etwa die Konzerne, die zum großen Teil gerade noch ihr sicheres Ende heraufbeschworen, wenn es zu den aktuellen Regeln komme? Und die, die teils immer noch zusammen mit Konservativen und extrem Rechten daran werkeln, das europäische Verbrenner-Aus im Jahr 2035 weiter aufzuweichen?
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Teilweise ist das Lamento verständlich: Verkaufen Volkswagen, BMW oder Mercedes ihre E-Autos, bleibt ein enormer Teil der Einnahmen nicht in Wolfsburg, München und Stuttgart. China kontrolliert fast die gesamte Wertschöpfungskette. Das beginnt beim Abbau von Rohstoffen wie Lithium, geht weiter bei deren Raffination, bei der Produktion von Kathoden sowie Anoden und endet bei der Fertigung der ganzen Batterien.
Ist die richtige Antwort darauf, das Verbrenner-Aus abzusagen? Natürlich nicht. Das würde die Klimakrise weiter anheizen und damit Leben aufs Spiel setzen. Stattdessen sollten die EU, ihre Mitgliedstaaten und die Autokonzerne alles daransetzen, auch bei E-Autos unabhängig von China zu werden. Ansatzweise passiert das endlich. Zum Beispiel baut BMW seit Anfang Oktober im bayerischen Irlbach eigene Hochvoltakkus – wegen der hohen Nachfrage übrigens direkt im Zweischichtbetrieb.
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