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30.09.2026 , 07:04 Uhr
Sehen wir der Realität in die Augen: Die Volksparteien CDU (Wegbereiter der AfD) und SPD (CDU-Kopie) haben fertig. Das haben sie ganz alleine gegen alle Warnungen selbst verbockt. Machen angesichts ihrer Ergebnisse aber unbeirrt einfach so weiter: Ändern nix an ihren Programmen, sondern schlagen nach wie vor einfach immer nur auf alle ein, die die von ihnen vorgesetzte Suppe nicht brav auslöffeln. Die ursprünglich mal liberale FDP hat sich von der Spaßpartei der Reichen zur totalen Lächerlichkeit entwickelt, ist längst disqualifiziert und braucht auch nicht mehr reanimiert zu werden. Die Grünen haben sich in den letzten dreißig Jahren mehr als Greenwashing-Helfer der CDU und FDP erwiesen, als ihren Prinzipien treu zu bleiben. Der Rest der Linkspartei, die sich nie von ihren DDR Verklärern distanziert hat, wird nun von allen gemeinsam endgültig totgeschlagen.
Ich sehe nur eine Chance: Mal ein oder zwei Parteien aus dem Schatten der "Sonstigen" ins Licht zu holen. Vielleicht mal eine, die eine vernünftige Politik anstrebt, statt nur Schlagzeilen zu liefern, damit die Etablierten daneben seriöser aussehen . Gibt's. z.B. ÖDP oder Volt
Sonst sehe ich braun für Deutschland.
zum Beitrag28.09.2026 , 20:42 Uhr
Die große Koalition unter Merkel-Gabriel hatte bereits mit dem EEG II der deutschen regenerativen Energiewirtschaft, allen voran der PV-Industrie, einen derartigen Dämpfer verpasst, die hunderte von neu gegründeten, innovativen Unternehmen die Existenz und tausenden Beschäftigten gerade neu geschaffene und lt. einer Schätzung der "Zeit" bis zu 30.000 künftige Arbeitsplätze gekostet hatte. Genau dieses ist auch der Grund, warum heute so gejammert wird, daß Deutschland so massiv beim Ausbau der RE hinterhinkt und z.B. auch keine eigene Batterieindustrie vorzuweisen hat, welche beide beim staatlich geförderten Umstieg auf Batterieautos dringenst benötigt werden. Batteriekarren mit Strom aus fossilen Energieträger zu betreiben ist so ziemlich der größte Klimawahnsinn schlechthin. Ein Amistraßenkreuzer aus den 70ern haut weniger CO2 in die Atmosphäre als eine nicht rekuperierende Mittelklasse Batteriekarre, die mit Kohlestrom geladen wird.
So sieht die wirtschaftskompetente Politik zur Schaffung von Arbeitsplätzen und Förderung innovativer Technologien für Zukunftsmärkte von CDU/CSU und SPD aus.
zum Beitrag27.09.2026 , 09:55 Uhr
Danke für diesen Kommentar! Da können sich tausende Journalisten mal eine dehr dicke Scheibe von abschneiden: Fakten mal in dem Zusammenhang aufzuzeigen in dem sie stehen und in den sie gehören. Solche Artikel bräuchten wir derzeit sehr viel mehr! Auch in anderen Bereichen. Z.B. auf der Suche nach einer wirklich brauchbaren Alternative, wie man das Ruder vielleicht doch nich rumreißen könnte, statt immer einfach nur zu jammern, Schuldige zu benennen und neue Erklärungen zu erfinden, weiterhin am status quo festhalten zu müssen.
Tut sehr gut, sowas mal lesen zu dürfen. Danke!
zum Beitrag20.09.2026 , 06:29 Uhr
Wie immer wird ein gesamter Komplex vereinfacht auf ein Stichwort reduziert. Die Probleme sind viel umfangreicher, komplexer und tiefgreifender, als nur die Haltung zum Krieg in der Ukraine. Doch Probleme wirklich lösen ist anstrengend. Vor allem wenn es ein derartiger Problemkomplex ist, in den wir uns durch jahrzehntelange Prokrastrination und Ablenkung reingefahren haben. Deswegen ist die AfD erfolgreich: Weil immer mehr Menschen verängstigt die Zuversicht verloren haben, das die Probleme überhaupt noch gelöst werden. Denn egal ob CDU/CSU, FDP, SPD, Grüne oder Linkspartei, keine ist die Kernursachen wirklich angegangen. Um daraus fatalistisch den Schluss zu ziehen, dann die AfD anzukreuzen, muß man schon großen Tassenverlust erlitten haben. Was gebraucht wird ist die Geduld, die Menschen von den vernünftigen Problemlösungsansätzen zu überzeugen und sie auf die richtigen Wege mitzunehmen. Dabei helfen weder weitere Prokrastination, noch mehr Ablenkungsdebatten. Sprich CDU und SPD sind dafür ungeeignet, weil ungenügend änderungsfähig. Es müssen echte Alternativen aufgebaut werden, statt immer nur neue Rechtfertigungen für das Festklammern am Alten zu erfinden. Und zwar schnell!
zum Beitrag17.09.2026 , 10:12 Uhr
Das wesentliche Kernproblem, das die Linken schwächt, besteht darin, daß sie sich schnell wegen relativ geringen Dingen zerstreiten und dann zersplittern.
Das Problem mit den Rechten ist, daß sie immer einen Fü... - Chef brauchen, dem dann solange bedingungslos Folge zu leisten ist, bis selbst die bräsigsten Hardliner eingestehen müssen, daß diese Person beim allerbesten Willen und mit sämtlichen Augen zugedrückt nicht mehr tragbar ist. Da es diese Person in diese Spitzenposition gebracht hat, um als Leittier - pardon - Chef anerkannt zu werden, dadurch, daß sie sich gegen sämtliche Konkurrenten durchgesetzt, indem sie sie weggebissen oder kaltgestellt hat, fehlt im dann im Bedarfsfall ein geeignetes Alphatier.
Hier kommt dann die SPD ins Spiel. Die darf dann solange mit Koalitionspartnern ihrer Wahl mal ein wenig Regierung spielen, bis die CDU eine neue Hackordnung erstellt und einen neuen Leitha... - Chef auserkoren hat ("Erneuerung der CDU.") Dann ist wieder Mistrauensvotum, und die einzige zu Realpolitik fähige Partei Deutschlands, die alleinig weiß, wie's richtig geht, exklusiv über ideologiefreies Fachwissen und Wirtschaftskompetenz verfügt, übernimmt wieder.
zum Beitrag15.09.2026 , 15:48 Uhr
Ganz genau! Die CDU klammert sich in großen Teilen und ihre Wähler immer noch an einen Traum eines Wirtschaftswunders wie in den 1960ern. Dabei bilden sie sich ein, daß dieses Wirtschaftswunder aufgrund ihrer wirtschaftskompetenten Politik zustande gekommen sei, was schlicht nicht der Fall ist. Was sich auch ohne Blick auf die historischen Fakten alleine schon dadurch zeigen lässt, daß es trotz 16 Jahren Kohl und 16 Jahren Merkel zu keinem solchen mehr gekommen ist - eben weil nichts mit der Politik der CDU zu tun hatte. Immer mehr Wähler rennen der CDU davon, weil dieses Versprechen nach bald fünfzig Jahren die Glaubwürdigkeit verloren hat, stattdessen aber immer offensichtlicher wird, daß die Politik der CDU mehr Probleme schafft, als löst - vor allem volkswirtschaftliche, und gesellschaftliche.
Und da ändert auch kein CDU Kanzlerwechsel etwas dran. Um ernsthaft zu glauben, daß ein anderer Kanzler die CDU endlich zu Vernunft bringt und diese nun anfängt, sich konsequent einer ökologischen Politik des demokratischen Sozialismus' zu zuwenden, dafür reicht nicht mal ein Fass Oktoberfestbier mit einem Pfund Gras.
zum Beitrag15.09.2026 , 10:53 Uhr
Dies ist jetzt wieder so eine Ablenkungsdebatte, auf die sich Alle aus allen Lagern wieder einigen und fokussieren werden, weil das von der eigentlichen Aufgabe, nämlich die wirklichen Probleme zu lösen, die blöderweise längst ziemlich tiefgreifend und verfahren sind, so wunderschön ablenkt.
Nicht, daß ich was dagegen hätte, wenn Merz zurückträte. Im Gegenteil. Aber was soll das ändern? Die Probleme stammen von Jahrzehnten CDU Politik. Die CDU kennt genau zwei Problemlösungstrategien: Prokrastination und den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Eben genau deswegen sind wir ja in der jetzigen Situation. Ob nun Erhard, Kiesinger, Kohl, Merkel, Merz oder [XYZ] als CDU Bundeskanzler:in regiert, was soll das ändern? Sie kriegen in jedem Fall weiterhin CDU Politik.. Und wenn Sie weiterhin CDU Politik haben, kriegen Sie irgendwann die AfD als Regierungspartei. Der Unterschied ist lediglich, ob in zehn oder fünfzehn Jahren. Ich sehe darin nur Aufschub, aber keine Lösung. Wenn ein Viertes Reich verhindert werden soll, müssen die Probleme endlich gelöst statt weiter aufgeschoben werden. Dabei ist die Frage welche:r Kanzler:in vernachlässigbar gering, und kostet wieder nur wertvolle Zeit.
zum Beitrag13.09.2026 , 14:20 Uhr
In den letzten dreißig Jahren hat sich die CDU i.d.R. nach massiven Wahlschlappen auf Klausurtagungen zurückgezogen, groß angekündigt als "totale Erneuerung der CDU" und daß sich die CDU nun komplett neu ausrichten wird. Alle haben gebannt auf das Ergebnis gewartet. Und? Zu Kohls Zeiten hat sich die Wahlplakatsfarbe von schwarz auf blau geändert. Zu Merkels Zeiten dann von blau auf orange. Das war so ziemlich alles. Was soll daran ein anderer CDU Kanzler ändern? Die CDU kann sich nicht ändern. Problem: Die einzige, *vermeintliche* Alternative, die in den Köpfen der Doofen aufgebaut wurde, ist die AfD. Die ist schlicht keine. Die Doofen haben das nicht kapiert. Die Probleme sind längst sehr viel tiefer, größer und massiver, als daß man sie mit einem anderen Kanzler oder auch einer SPD Regierung beheben könnte. Das verdanken wir der CDU. Unter anderem auch, daß es soviel Doofe gibt.
So sieht's aus: Entweder weiter mit der CDU immer noch tiefer in die Sch.. marschieren, oder mit der AfD direkt in die allertiefste Sch.. springen. Ich sehe keines von beiden als Alternative.
Kurz: So weitergehen kann es nicht, und Alternativen haben wir auch keine. Also: Was nun? Wie weiter?
zum Beitrag13.09.2026 , 06:31 Uhr
Wenn Sie nicht gerade bei einem namhaften Großkonzern angestellt sind, sieht die Situation in der real existierenden freien, sozialen Marktwirtschaft so aus: Für einen Arbeitsbereich mit einem Pensum von 100 Wochenstunden werden statt drei Personen mit je einem 38,5h Arbeitsvertrag, womit auch Urlaub, Krankheit, Life und Familie abgedeckt wären, zwei eingestellt, von denen "überdurchschnittliche Leistungsbereitschaft erwartet wird", die also dauerhaft über 50h arbeiten, aber für 38,5 h bezahlt werden. Früher gab es für Nachtschicht, Feiertagsarbeit und Überstunden Zulagen. Heute gibt es Anspruch auf Freizeitausgleich. Wird diese Freizeit nicht genommen, verfallen die Überstunden nach einer Frist. Meist wird der Freizeitausgleich nicht voll genehmigt - wegen Personalmangels. Zudem lässt man Kollegen nicht im Stich. Klar, könnte man einklagen. Dann kann man aber auch gleich Hartz IV beantragen, weil das Arbeitsleben ist dann nämlich vorbei. Anerkennung gibt's im Land der Meckerer nicht. Man hat Kanzler, die einen als faul mit zu hohem Gehalt beschimpfen. Dann wundern sich Alle über so viel Burnout. Dafür streicht die Regierung dann Therapieplätze. Super. Einfach so weitermachen!
zum Beitrag11.09.2026 , 23:18 Uhr
Millionäre waren in den 1960ern die Spitzenreichen. Heute zählen Millionäre zur Mittelschicht.
zum Beitrag10.09.2026 , 09:32 Uhr
Problem: Mit dem Begriff Sozialismus kann und sollte man nicht mehr arbeiten, auch wenn das, was eigenltich dahintersteckt, völlig richtig ist. Ich bin da voll d'accord.
Aber dank jahrhundertelanger uns sehr erfolgreicher Dämonisierung seitens allen Rechten von konservativ-moderat bis ultraextrem - löst der Begriff nur Abwehrreflexe aus. Da ist eine Debatte schon verunmöglicht und die Haltungen fest betoniert, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat.
Das haben wir doch schon zu Zeiten Merkels deutlich sehen können: Mit der Linkspartei darf keinesfalls auch nur geredet werden, wohingegen zu Pegida und der AfD muss man den Dialog suchen. Was denn jetzt? Entweder ich meide den Kontakt zu allen Radikalen (wobei ich die Linkspartei nicht unbedingt wirklich als radikal bezeichnen würde; aber das ist ein anderes Thema) , oder ich suche den Kontakt zu beiden Seiten. Aber da haben wir es wieder: Das Messen mit zweierlei Maß.
zum Beitrag09.09.2026 , 20:56 Uhr
Sicher. da haben Sie prinzipiell völlig recht. Der Punkt ist ja doch aber, wie die CDU "Wirtschaftswachstum" definiert: Reiche entlasten, Großkapital förden, und dies mit immensen Schulden. die dann sicher nicht die bezahlen müssen, die davon profitiert haben. Insoweit passt alles, was Sie angemerkt haben in den Begriff "Wirtschaftswachstum" wie ich ihn gemeint habe. Seit gut fünfzig Jahren hören wir uns an, daß man die Wirtschaft fördern muß - mit neuer Staatsverschuldung, zu Lasten der ArbeitnehmerInnen, der Rentner und Bedürftigen - denn wenn die Wirtschaft erstmal "so richtig angekurbelt ist" wird das alles zigfach verzinst zurückgezahlt. Der Denkfehler, auf den die WählerInnen immer wieder reinfallen: damit da was zurückgezahlt werden kann, müssen die Unternehmen irgendwann mal entsprechend höhere Steuern bezahlen. Und eben genau dies findet ja nicht statt. Weil entweder ist Rezession, oder der Aufschwung darf nicht kaputtgemacht werden. Deswegen funktioniert das nicht, und deswegen ist da auch irgendwann keine Glaubwürdigkeit mehr vorhanden. Das einzige, was sich geändert hat, waren die Erklärungen, warum man nichts ändern kann.
zum Beitrag08.09.2026 , 05:15 Uhr
Das sind Rechte. Die können nicht denken. Das sind Reflexe. Die Konservativen haben zwei Reflexe: Wirtschaftswachstum und Linke bekämpfen Die Radikalen: "Die Anderen sind schuld" und Linke bekämpfen Bereits zu Kohls Zeiten war klar, daß dieser Kurs nicht ewig wird weitergehen können. Doch Helmut Kohl wurde ja gerade wegen seiner dickfälligen Ignoranz ins Amt gehievt und dort gehalten ("aussitzen"): Für Wirtschaftswachtum, und um Linke zu bekämpfen. In der Ära Merkel waren die zerstörerischen Auswirkungen des Wirtschaftswachstums dann nicht mehr zu leugnen. Daher die Politik Merkels: "Ja, schon, aber nicht jetzt. Vielleicht später. Jetzt brauchen wir erstmal Wirtschaftswachstum und müssen Linke bekämpfen." Mitlerweile haben wir die perverse Situation erreicht, daß das Wirtschaftswachstum nicht nur zu einer ernsten Gefahr für die Gesellschaft sondern sogar auch für die Wirtschaft selbst geworden ist. Linke sind nahezu ausgerottet, während ungehindert wuchernde Rechtsradikale kurz davor sind, das Vierte Reich auszurufen. Was fällt CDU Bundeskanzler Merz dazu ein? Wirtschaftswachstum und Linke bekämpfen.
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