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10.09.2026 , 09:32 Uhr
Problem: Mit dem Begriff Sozialismus kann und sollte man nicht mehr arbeiten, auch wenn das, was eigenltich dahintersteckt, völlig richtig ist. Ich bin da voll d'accord.
Aber dank jahrhundertelanger uns sehr erfolgreicher Dämonisierung seitens allen Rechten von konservativ-moderat bis ultraextrem - löst der Begriff nur Abwehrreflexe aus. Da ist eine Debatte schon verunmöglicht und die Haltungen fest betoniert, bevor das Gespräch überhaupt begonnen hat.
Das haben wir doch schon zu Zeiten Merkels deutlich sehen können: Mit der Linkspartei darf keinesfalls auch nur geredet werden, wohingegen zu Pegida und der AfD muss man den Dialog suchen. Was denn jetzt? Entweder ich meide den Kontakt zu allen Radikalen (wobei ich die Linkspartei nicht unbedingt wirklich als radikal bezeichnen würde; aber das ist ein anderes Thema) , oder ich suche den Kontakt zu beiden Seiten. Aber da haben wir es wieder: Das Messen mit zweierlei Maß.
zum Beitrag09.09.2026 , 20:56 Uhr
Sicher. da haben Sie prinzipiell völlig recht. Der Punkt ist ja doch aber, wie die CDU "Wirtschaftswachstum" definiert: Reiche entlasten, Großkapital förden, und dies mit immensen Schulden. die dann sicher nicht die bezahlen müssen, die davon profitiert haben. Insoweit passt alles, was Sie angemerkt haben in den Begriff "Wirtschaftswachstum" wie ich ihn gemeint habe. Seit gut fünfzig Jahren hören wir uns an, daß man die Wirtschaft fördern muß - mit neuer Staatsverschuldung, zu Lasten der ArbeitnehmerInnen, der Rentner und Bedürftigen - denn wenn die Wirtschaft erstmal "so richtig angekurbelt ist" wird das alles zigfach verzinst zurückgezahlt. Der Denkfehler, auf den die WählerInnen immer wieder reinfallen: damit da was zurückgezahlt werden kann, müssen die Unternehmen irgendwann mal entsprechend höhere Steuern bezahlen. Und eben genau dies findet ja nicht statt. Weil entweder ist Rezession, oder der Aufschwung darf nicht kaputtgemacht werden. Deswegen funktioniert das nicht, und deswegen ist da auch irgendwann keine Glaubwürdigkeit mehr vorhanden. Das einzige, was sich geändert hat, waren die Erklärungen, warum man nichts ändern kann.
zum Beitrag08.09.2026 , 05:15 Uhr
Das sind Rechte. Die können nicht denken. Das sind Reflexe. Die Konservativen haben zwei Reflexe: Wirtschaftswachstum und Linke bekämpfen Die Radikalen: "Die Anderen sind schuld" und Linke bekämpfen Bereits zu Kohls Zeiten war klar, daß dieser Kurs nicht ewig wird weitergehen können. Doch Helmut Kohl wurde ja gerade wegen seiner dickfälligen Ignoranz ins Amt gehievt und dort gehalten ("aussitzen"): Für Wirtschaftswachtum, und um Linke zu bekämpfen. In der Ära Merkel waren die zerstörerischen Auswirkungen des Wirtschaftswachstums dann nicht mehr zu leugnen. Daher die Politik Merkels: "Ja, schon, aber nicht jetzt. Vielleicht später. Jetzt brauchen wir erstmal Wirtschaftswachstum und müssen Linke bekämpfen." Mitlerweile haben wir die perverse Situation erreicht, daß das Wirtschaftswachstum nicht nur zu einer ernsten Gefahr für die Gesellschaft sondern sogar auch für die Wirtschaft selbst geworden ist. Linke sind nahezu ausgerottet, während ungehindert wuchernde Rechtsradikale kurz davor sind, das Vierte Reich auszurufen. Was fällt CDU Bundeskanzler Merz dazu ein? Wirtschaftswachstum und Linke bekämpfen.
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